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#nomadischeidentitat — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #nomadischeidentitat, aggregated by home.social.

  1. @Kristian
    Bleibt wieder der Punkt: Erwartungshaltung wäre, dass sowas in den Standard gehört. Egal warum - prior art in Hubzilla, Erfahrung mit E-Mail, oder ganz einfach "common sense" des Netzwerk-Entwicklers. ActivityPub hat dieses Feature nicht, und ich sehe nicht, dass sich das jemals flächendeckend umsetzen lässt.

    Ich glaube, ich habe mal aufgeschnappt, daß Mike Macgirvin versuchte, die Entwicklung von ActivityPub zum Besseren hin zu schubsen. Aber alle, aber auch wirklich alle seine Vorschläge sind abgeschmettert worden. Deshalb war Mike ja lange Zeit auf ActivityPub nicht gut zu sprechen.

    Inzwischen versuchen andere (meistens silverpill), mittels FEPs nachzuhelfen, die aus Mikes Kreationen hervorgehen. Es war ja auch silverpills Idee, mal zu versuchen, nomadische Identität mit nichts außer ActivityPub aufzubauen. Mit (streams) und Mitra wurden die ersten zaghaften Schritte getan. Und Forte ist heute vollnomadisch, obwohl es nur ActivityPub unterstützt.

    Nomadische Identität nur mit ActivityPub, also ohne Zuhilfenahme von Zot oder Nomad, ist also durchaus möglich und schon gemacht worden. Nur gibt's dafür noch längst nicht genug Normschriften.

    Außerdem hatte Mike mit Forte ja einen Vorteil: Forte ist ja nicht aus einer nichtnomadischen Software nomadisch gemacht worden. Es entstand vielmehr aus dem schon nomadischen (streams), indem Mike alle Unterstützung für Nomad und Zot6 rausriß, weil ihm nach Einführung von DIDs nach FEP-ef61 in (streams) die vielen verschiedenen IDs um die Ohren geflogen waren.

    Ich hatte ja gehofft, daß silverpill Mitra tatsächlich zu serverseitig vollnomadischer Software umbaut und den Prozeß quasi in Form von FEPs dokumentiert. Dann hätten wir die FEPs, und wir hätten den Präzedenzfall eines erfolgreichen Umbaus, den andere sich zum Beispiel nehmen können.

    Aber leider ist daraus ja statt dessen ein spezieller Client (Mini Mitra) geworden, der sich um das Nomadische kümmert. Auch von der wohl einst geplanten Nomadizität zwischen (streams) bzw. Forte und Mitra ist nichts mehr zu hören.

    Über den - aus Nachhaltigkeitssicht - Unsinn der massiven Menge paralleler Projekte, die alle wieder und wieder und dann /wieder/ dasselbe Rad zu erfinden versuchen, nur weil es geht, müsste man separat diskutieren, aber das tut hier nix zur Sache.

    Die meisten erfinden das Rad neu, weil sie noch nie von Rädern gehört haben.

    Warum werden immer neue Microblogging-Serveranwendungen ins Fediverse gekippt? Weil deren Entwickler kaum etwas im Fediverse außer Mastodon kennen. Sie haben nie von Sharkey gehört. Sie haben nie von Akkoma gehört. Sie haben nicht mal von Misskey oder Pleroma gehört. Genau das, was sie an Mastodon vermissen, weshalb sie selbst etwas entwickeln, würden sie da sofort bekommen. Selbst wenn sie etwas suchen, was weniger Serverlast verursacht als Mastodon: Gerade Akkoma wäre genau das.

    #Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #ActivityPub #NomadischeIdentität
  2. @Kristian
    Es ist freilich ein anderes Konzept als die portable Identität in Hubzilla. Wenn es "nur" letztere stabil über alle Fediverse-Dienste gäbe, wäre schon viel gewonnen.

    Und genau die ist nur sehr schwer einzuführen.

    Als allererstes müssen dafür die Grundlagen geschaffen werden. Die Technologie gibt es, aber die gibt es nur auf Forte, und vor allem gibt es sie nicht in Form eines vollständigen Satzes von FEPs, die definieren, wie das Ganze aufgebaut zu sein hat.

    Wenn es FEPs gibt, wird man das Ganze jeweils pro Serveranwendung einführen müssen.

    Das fängt damit an, daß das Konzept der Identität komplett umgeschmissen werden muß. Der Account darf nicht mehr die Identität sein. Die Identität, die Beiträge, die hochgeladenen Dateien, die Verbindungen, die Filter, die Einstellungen usw. usf., das darf nicht mehr direkt im Account liegen. Denn einen Account, einen Login, kann man nicht kopieren. Die Identität mit allem Drum und Dran muß vorher containerisiert und vom Account getrennt werden, und der Account dient dann nur noch als Login, um an den Container ranzukommen.

    Das Containerisieren ist auch deshalb notwendig, weil man ja irgendwann vielleicht mal von oder nach Hubzilla oder (streams) oder Forte umziehen oder klonen will. Und da sind Identitäten als sogenannte "Kanäle" containerisiert und werden es auch bleiben.

    Dann wird die Serversoftware das Klonen lernen müssen. Richtig gelesen: Das Klonen kommt vorm Umziehen. Denn das Umziehen basiert auf Klonen, das ist keine komplett separate Funktion. Beim Umziehen wird immer geklont. Sagen wir, du willst von foo.social nach bar.social umziehen:
    1. Lege einen Account auf bar.social an.
    2. Klone deinen Kanal nach bar.social.
    3. Erkläre die Instanz deines Kanals auf bar.social zur Hauptinstanz; das macht die bisherige Hauptinstanz auf foo.social zum Klon.
    4. Warte, bis die Umstellung der Hauptinstanz und die Änderung deiner Identität (die endet jetzt nicht mehr auf @foo.social, sondern auf @bar.social) sich überall ausgewirkt hat, wo sie soll.
    5. Synchronisiere zur Sicherheit noch einmal nach.
    6. Lösche die Instanz deines Kanals auf foo.social.
    7. Wenn du auf deinem Account auf foo.social keine weiteren Kanäle hast, lösche den ganzen Account.
    Auf Hubzilla, (streams) und Forte läuft das bis auf den ersten Schritt vollautomatisch so ab. Das heißt, du legst dir einen Account an und sagst dann, du willst in diesen neuen Account einen existierenden Kanal reinklonen oder wahlweise umziehen.

    Problem: Damit es alleine hierfür die notwendigen FEPs gibt, wird irgendein Entwickler seine Serversoftware erstmal funktionsfähig bis zu diesem Stadium ausentwickeln müssen. Auf der Grundlage dieser Entwicklung können dann FEPs definiert werden.

    Wenn das Klonen von Identitätscontainern innerhalb der Serversoftware funktioniert, kann man als nächstes den Automatismus in Angriff nehmen, der so einen Umzug durchführt für diejenigen, die wirklich nicht nur klonen, sondern komplett umziehen wollen.

    Auch das braucht wieder das eine oder andere FEP, damit z. B. Serversoftware ABC nach erfolgtem Umzug von Serversoftware XYZ auf ebendieser Serversoftware XYZ einen Kanal und ggf. einen leeren Account löschen kann.

    Dann heißt es warten, bis andere Fediverse-Software Klonen von bzw. nach wiederum anderer Fediverse-Software ermöglicht. Es bringt dir als Entwickler gar nichts, das Klonen nach Forte zu entwickeln, wenn Forte selbst das Reingeklontwerden von woanders noch gar nicht unterstützt.

    Und genau hier liegt das nächste Problem: Wer wird das einführen?

    Mastodon wird es nicht einführen. Erstens wäre das ein riesiger Umbauaufwand. Zweitens könnte Mastodon das nicht als Eigenerfindung verkaufen, und Mastodon wird todsicher kein neues Feature einbauen, das es dann nicht als Eigenerfindung und erstmalig überhaupt im Fediverse verfügbar verkaufen kann. Und drittens hat Gargron wohl immer noch genug Beef mit Mike Macgirvin, als daß er eine von Mikes Erfindungen nach Mastodon holen würde. OpenWebAuth ist ja auch still und leise abgelehnt worden, und das hat es bis zum mergefähigen Pull Request geschafft, der heute noch im Mastodon-GitHub-Repository liegt.

    Misskey wird es nicht einführen. Misskey hat noch sehr viel größere, störende Baustellen und Bugs, die syuilo bis heute nicht angefaßt hat. Vielleicht liegt es auch daran, daß es Leute bräuchte, die das alles mal auf Gebrauchsjapanisch erklären, und zwar händisch übersetzt und nicht maschinell.

    Wenn Misskey es nicht hat, ist es unwahrscheinlich, daß irgendwelche Forkeys es eigenmächtig einbauen.

    Iceshrimp.NET wird es nicht einführen. Zum einen war es schon Aufwand genug, es so von Grund auf neu zu entwickeln, wie es jetzt ist (nichtnomadisch, Account = Identität). Zum anderen hat Iceshrimp.NET bis heute nicht mal Feature-Parität mit Iceshrimp-JS. Da ist an so ein Mammutprojekt wie nomadische Identität nicht zu denken.

    Pleroma wird es nicht einführen. Das hat so einen unübersichtlichen Spaghetticode, daß seine eigenen Entwickler laufend daran scheitern, Bugs im Code zu lokalisieren, geschweige denn, sie zu fixen. Da ist an einen Totalumbau für nomadische Identität nicht zu denken.

    Akkoma wird es auch nicht einführen. Im Prinzip ist es derselbe Spaghetticode, auch wenn die Entwickler ihn wohl schon ein bißchen entwirrt haben.

    Friendica wird es nicht einführen. Wann hat Friendica das letzte Mal ein Feature von einem seiner Nachfahren übernommen? Das wäre im Prinzip ein Zugeständnis, daß Hubzilla und Mikes aktuelle Projekte doch etwas richtig machen. Friendica würde allerhöchstens nomadisch werden, wenn vorher Mastodon nomadisch wird.

    Lemmy wird es nicht einführen. Lemmy hat noch nie versucht, mit irgendetwas kompatibel zu sein, das nicht Lemmy ist.

    Am ehesten könnte ich das noch auf PeerTube eingeführt sehen. Das hat eh schon das Konzept von Kanälen und "klont" zumindest einzelne Videos per P2P zwecks Lastverteilung.

    Relativ einfach dürfte es auch sein, wenn neue Projekte von vornherein nomadisch gemacht werden. Aber erstens wird auch das ein Mehraufwand. Zweitens werden selbst dann die allermeisten Serverentwickler nichts von nomadischer Identität wissen, wenn Mastodon sie nicht hat, weil sie das Fediverse jenseits von Mastodon kaum kennen. Drittens bauen die meisten ihre Serverprojekte eh hauptsächlich gegen Mastodon. Und viertens sind typische neue Fediverse-Projekte eher auf Minimalismus getrimmt, um etwas Leichteres als Mastodon zu haben.

    #Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Hubzilla #Streams #(streams) #Forte #NomadischeIdentität
  3. Um mal die ersten drei Punkte einzeln anzugehen (Achtung @Mastodon-Nutzer, jetzt wird's extrem lang):

    Leichteres und besseres Onboarding

    Wie sieht denn heutzutage das Onboarding aus:

    • man erfährt von Mastodon
    • man lädt die offizielle Mastodon-App aufs Handy
    • man ignoriert die Server-Voreinstellung mastodon.social
    • Name, Paßwort, los

    Was soll denn da noch mehr vereinfacht werden? Soll in Zukunft nicht nur das Fediverse (im Sinne des Gerade-eben-nicht-nur-Mastodon-Netzwerks) vor den Nutzern verschleiert werden, sondern auch die Dezentralität von Mastodon selbst? Sollen die Leute zwei Jahre lang glauben, Mastodon (bzw. das Fediverse, wenn sie von dem Begriff lesen) sei nur eine einzelne Website oder gar nur eine einzelne Handy-App?

    Übrigens, falls das jemand noch nicht mitbekommen hat: Es gibt Nutzer im Fediverse außerhalb von Mastodon, die schon lange dagegen Sturm laufen, daß jedem Neuling das Fediverse als nur Mastodon dargestellt wird, weil das einfacher zu verstehen ist. Daran wiederum stören sich all diejenigen auf Mastodon, die lieber ein reines Mastodon-Fediverse hätten, weil sie zu lange an genau so ein reines Mastodon-Fediverse gewöhnt waren (das es so übrigens nie gab).

    leichtere und bessere Migration von Accounts zwischen Instanzen (inkl. Portabilität von Accounts)

    Die Technologie gibt's längst. Und ich rede nicht von Bluesky, das das nie unter Beweis gestellt hat.

    Ich rede von nomadischer Identität, die schon 2012, fast vier Jahre vor dem Start von Mastodon, erstmals implementiert wurde. Kein grobes Konzept, kein Laborexperiment, sondern seit mehr als einem Jahrzehnt tagtäglich produktiv genutzte Technologie.

    Der Hubzilla-Kanal, von dem ich hier jetzt gerade kommentiere, ist voll nomadisch. Ich könnte ihn mit allem, aber auch wirklich allem Drum und Dran auf einen anderen Hub verschieben. Ich bin aber noch weiter gegangen: Ich habe ihn geklont. Dieser Kanal existiert gleichzeitig auf zwei unabhängigen Hubs in zwei beinahe komplett identischen Instanzen, die fast in Echtzeit synchron gehalten werden. Sogar beide Male mit derselben Identität, auch wenn der weit überwiegende Teil des Fediverse das nicht wahrnehmen kann.

    Seit 2024 geht nomadische Identität auf Forte sogar rein über ActivityPub.

    Was allerdings bis heute nicht gelungen ist, ist, eine typische Fediverse-Serversoftware (nur ActivityPub, nicht nomadisch, Account/Login = Identität) serverseitig voll nomadisch zu machen, also auf demselben Niveau wie auf Hubzilla oder (streams) oder Forte. @silverpill hatte das mit Mitra vor, hat aber letzten Endes lieber einen Client entwickelt, der das erledigen soll.

    So wird es bis auf weiteres vier riesige Hürden auf dem Weg zu dem vollnomadischen Fediverse geben, von dem längst schon geträumt worden ist:
    • Existierende, nicht nomadische Fediverse-Software vollnomadisch zu machen, bedeutet einen gigantischen Totalumbau.
    • Das ist so noch nie gemacht worden.
    • Es ist auch bis heute noch nie gelungen, mittels nomadischer Identität über ActivityPub eine Fediverse-Identität von einer Software auf eine andere zu verschieben oder zu klonen. Auch das ist ein rein theoretisches Konzept, von dem keiner weiß, ob und wie gut es funktionieren kann.
    • Selbst wenn das ginge, wird Mastodon sich mit Händen und Füßen dagegen sträuben, eine Technologie einzuführen, die ausgerechnet der Friendica- und Hubzilla-Erfinder Mike Macgirvin erfunden hat. Überhaupt baut Mastodon nur sehr ungern Dinge ein, die sie dann nicht als revolutionär neue komplette Eigenentwicklungen verkaufen können.

    größere Benutzerfreundlichkeit


    Und das wiederum kann nur heißen: Die existierenden Fediverse-Serveranwendungen müssen noch mehr wie die populären kommerziellen Silos aussehen und sich auch so bedienen.

    Das heißt auf die Spitze getrieben: Das ganze Fediverse muß zu einem 1:1-Klon von Twitter werden. Mastodon muß die Oberfläche von Twitter nachbauen. Die offizielle Mastodon-App muß zu einem 1:1-Klon der Twitter-App werden. Und alles, was nicht Mastodon ist, muß "aus dem Fediverse ausgesperrt" werden, weil es Mastodon-Nutzer nur verwirrt.

    CC für die im Thread, deren Fediverse-Anwendungen keine Konversationen unterstützen: @Kristian @samvie @candy in the wind @💀 Mirko 💀

    #Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #NichtNurMastodon #Hubzilla #Streams #(streams) #Forte #NomadischeIdentität #Onboarding
  4. @Bonita Mascota Hubzilla ist die mächtigste Fediverse-Software überhaupt.

    Vergleichen wir es mal mit Mastodon.

    • Es ist zehn Monate älter als Mastodon.
      Es wurde im März 2015 releaset.
      Dafür wurde es aus etwas umgebaut, was 2012 umgeschrieben wurde aus etwas, was 2011 von etwas geforkt wurde, was 2011 vom schon 2010 gestarteten Friendica geforkt wurde.
      Das heißt, sein Familienstammbaum fängt fünfeinhalb Jahre vor Mastodon an.
    • Es wird unabhängig von Mastodon entwickelt und nicht etwa als Extra oder Erweiterung für Mastodon.
    • Es kann sich trotzdem mit Mastodon verbinden. Und mit diaspora*. Und mit einigen anderen Sachen. (Dieser Kommentar kommt übrigens von Hubzilla.)
    • Es war die erste Serveranwendung überhaupt, die ActivityPub unterstützte (seit Juli 2017). Mastodon war die zweite (seit September 2017).
    • Es braucht kein Ruby on Rails. Es ist fast komplett in PHP gebaut.
    • Es ist mächtiger als alles andere im Fediverse von Mastodon über Friendica bis Bonfire. Gleichzeitig ist es modular.
    • Es ist kein bloßer Twitter-Klon, sondern es kann eine Facebook-Alternative, eine vollwertige Blogging-Plattform, ein Cloudspeicher inklusive Kalender und Adreßbuch, ein Host für einfache Webpages und noch viel mehr sein.
      Die offizielle Hubzilla-Website (https://hubzilla.org) läuft selbst auf einem Hubzilla-Kanal.
    • Dein Konto/Login ist nicht deine Identität. Deine Identität ist von deinem Konto/Login entkoppelt.
      Du kannst auf einem Konto mehrere völlig voneinander unabhängige Kanäle/Identitäten haben.
      Du kannst Kanäle komplett mit allem Drum und Dran auf andere Server umziehen.
      Du kannst Kanäle sogar über mehrere Server klonen und damit auf mehreren Servern gleichzeitig betreiben.
    • Es hat viel umfangreichere Profile als Mastodon.
    • Man kann mehrere Profile anlegen und die zusätzlichen Profile bestimmten Kontakten zuordnen. (Funktioniert nur mit Kontakten, die bestimmte Fediverse-Anwendungen benutzen; funktioniert nicht mit Mastodon-Kontakten.)
    • Es ist extrem sicher. Es hat das zweitbeste Berechtigungssystem im Fediverse mit 18 verschiedenen Berechtigungen auf bis zu drei Ebenen (für den ganzen Kanal, pro Kontakt, inhaltsbezogen). Das schließt sogar Antwortenkontrolle ein.
    • Es hat nicht 500 Zeichen, sondern 16,7 Millionen.
    • Es kann pro Post nicht vier Bilder haben, sondern unbegrenzt viele.
    • Es kann Bilder nicht einfach nur als Dateianhänge an den Post anhängen, sondern sie mitten in den Post-Text einbetten, also mit Text darüber und mehr Text darunter oder kleine Bilder auch mitten in der Zeile. Das kann Mastodon nicht mal anzeigen.
    • Es kann mehr Textformatierung erzeugen, als Mastodon anzeigen kann.
    • Es kann Titel. Mastodon kann die normalerweise nicht mal anzeigen.
    • Auf Mastodon ist ein Thread lose mittels Erwähnungen aus einzelnen Posts zusammengezurrt.
      Auf Hubzilla ist eine Konversation ein in sich geschlossenes Gebilde mit genau einem Post und ansonsten Kommentaren, die immer dieselben Berechtigungen haben wie der Post.
    • In der Mastodon-Timeline sieht man nur einzelne Beiträge.
      Im Hubzilla-Stream sieht man standardmäßig immer komplette Konversationen mit Post und Kommentaren.
    • Wenn man erstmal einen Post im Hubzilla-Stream hat, bekommt man auch alle Kommentare dazu.
    • Es konnte schon immer quote-posten. Es kann auch Mastodon-Tröts quote-posten, seit es Mastodon gibt. (Ernsthaft, Friendica kann seit 15 Jahren quote-posten.)
    • Es hat Gruppen in verschiedenster Form.
      Moderierte Gruppen.
      Private Gruppen.
      Gruppen, die im Verzeichnis nicht angezeigt werden.
    • Es hat sehr viel mehr Möglichkeiten, Posts an bestimmte Zielgruppen zu schicken, z. B. an eine bestimmte Liste oder an eine beliebige Kombination aus Kontakten und Listen, wo man dann sogar noch bestimmte Kontakte und Listen nachträglich ausschließen kann.
    • Es hat viel mächtigere und gleichzeitig einfacher bedienbarere Filter als Mastodon:
      • nicht ein Filter pro zu filterndem Begriff, sondern eine Blocklist für den ganzen Kanal, wo man einfach neue Schlüsselwörter eintragen kann
      • zusätzlich eine Allowlist für den ganzen Kanal
      • optional zusätzlich je eine Blocklist und Allowlist pro Kontakt
      • optional eine separate Filterliste, die bestimmte Inhalte hinter Inhaltswarnungen versteckt (so eine Funktion haben Mastodons Filter erst seit drei Jahren; Friendica hat sie seit 15 Jahren)
      • reguläre Ausdrücke in Filtern
      • Boolesche Funktionen in Filtern
      • mächtige Filtersyntax, die z. B. Boosts, Kommentare und Direktnachrichten erkennen kann
    • Es hat einen eingebauten, föderierenden Event-Kalender. Also, zusätzlich zum CalDAV-Kalenderserver. Mastodon kann mit Events nichts anfangen.
    • Es kann RSS- und Atom-Feeds abonnieren.
    • Es hat noch einiges mehr an optionalen Features, z. B. OpenStreetMap-Einbindung, nicht föderierende Artikel (die kann man, wenn man will, in Posts verlinken), Wikis, Planungskarten oder automatisch generierte QR-Codes.
    • Es hat ein sehr flexibel konfigurierbares Standardthema, und es stehen inzwischen mehrere Third-Party-Themen zur Verfügung, die vom Serverbetreiber installiert werden können.

    Links:


    https://info.hubzilla.hu/de/ueber.html

    https://hub.hubzilla.hu/channel/hz-workshop (kann man auch von Hubzilla und Mastodon aus folgen: @Hubzilla Workshop; @⁠hz-workshop@⁠hub.hubzilla.hu)

    https://hub.hubzilla.hu/cards/hz-workshop/hzws02 (enthält auch möglicherweise interessante Videos)

    https://gnulinux.ch/serie-fediverse-dienste-hubzilla

    Direkte Vergleichstabellen zwischen
    • Mastodon
    • Friendica
    • Hubzilla
    • (streams) (= Fork eines Fork dreier Forks eines Forks (eines Forks?) von Hubzilla)
    • Forte (= Fork von (streams))
    https://hub.netzgemeinde.eu/item/0a75de76-eb27-4149-b708-f20b2f79d392
    (die sind übrigens auch auf Hubzilla)

    @Peter Madlener🚲 Hier mal ein paar mehr Kontaktempfehlungen:

    @Hubzilla Support Forum

    @Pepes Hubzilla-Sprechstunde

    @Der Pepe (Hubzilla) ⁂

    #Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Zeichenlimit #Zeichenlimits #ZeichenlimitMeta #CWZeichenlimitMeta #NomadischeIdentität #Sicherheit #Berechtigung #Berechtigungen #Gruppen #FediGruppen #FediverseGruppen #Blog #Blogs #RSS #Atom #Wiki #Wikis #Hubzilla
  5. @Bonita Mascota Hubzilla ist die mächtigste Fediverse-Software überhaupt.

    Vergleichen wir es mal mit Mastodon.

    • Es ist zehn Monate älter als Mastodon.
      Es wurde im März 2015 releaset.
      Dafür wurde es aus etwas umgebaut, was 2012 umgeschrieben wurde aus etwas, was 2011 von etwas geforkt wurde, was 2011 vom schon 2010 gestarteten Friendica geforkt wurde.
      Das heißt, sein Familienstammbaum fängt fünfeinhalb Jahre vor Mastodon an.
    • Es wird unabhängig von Mastodon entwickelt und nicht etwa als Extra oder Erweiterung für Mastodon.
    • Es kann sich trotzdem mit Mastodon verbinden. Und mit diaspora*. Und mit einigen anderen Sachen. (Dieser Kommentar kommt übrigens von Hubzilla.)
    • Es war die erste Serveranwendung überhaupt, die ActivityPub unterstützte (seit Juli 2017). Mastodon war die zweite (seit September 2017).
    • Es braucht kein Ruby on Rails. Es ist fast komplett in PHP gebaut.
    • Es ist mächtiger als alles andere im Fediverse von Mastodon über Friendica bis Bonfire. Gleichzeitig ist es modular.
    • Es ist kein bloßer Twitter-Klon, sondern es kann eine Facebook-Alternative, eine vollwertige Blogging-Plattform, ein Cloudspeicher inklusive Kalender und Adreßbuch, ein Host für einfache Webpages und noch viel mehr sein.
      Die offizielle Hubzilla-Website (https://hubzilla.org) läuft selbst auf einem Hubzilla-Kanal.
    • Dein Konto/Login ist nicht deine Identität. Deine Identität ist von deinem Konto/Login entkoppelt.
      Du kannst auf einem Konto mehrere völlig voneinander unabhängige Kanäle/Identitäten haben.
      Du kannst Kanäle komplett mit allem Drum und Dran auf andere Server umziehen.
      Du kannst Kanäle sogar über mehrere Server klonen und damit auf mehreren Servern gleichzeitig betreiben.
    • Es hat viel umfangreichere Profile als Mastodon.
    • Man kann mehrere Profile anlegen und die zusätzlichen Profile bestimmten Kontakten zuordnen. (Funktioniert nur mit Kontakten, die bestimmte Fediverse-Anwendungen benutzen; funktioniert nicht mit Mastodon-Kontakten.)
    • Es ist extrem sicher. Es hat das zweitbeste Berechtigungssystem im Fediverse mit 18 verschiedenen Berechtigungen auf bis zu drei Ebenen (für den ganzen Kanal, pro Kontakt, inhaltsbezogen). Das schließt sogar Antwortenkontrolle ein.
    • Es hat nicht 500 Zeichen, sondern 16,7 Millionen.
    • Es kann pro Post nicht vier Bilder haben, sondern unbegrenzt viele.
    • Es kann Bilder nicht einfach nur als Dateianhänge an den Post anhängen, sondern sie mitten in den Post-Text einbetten, also mit Text darüber und mehr Text darunter oder kleine Bilder auch mitten in der Zeile. Das kann Mastodon nicht mal anzeigen.
    • Es kann mehr Textformatierung erzeugen, als Mastodon anzeigen kann.
    • Es kann Titel. Mastodon kann die normalerweise nicht mal anzeigen.
    • Auf Mastodon ist ein Thread lose mittels Erwähnungen aus einzelnen Posts zusammengezurrt.
      Auf Hubzilla ist eine Konversation ein in sich geschlossenes Gebilde mit genau einem Post und ansonsten Kommentaren, die immer dieselben Berechtigungen haben wie der Post.
    • In der Mastodon-Timeline sieht man nur einzelne Beiträge.
      Im Hubzilla-Stream sieht man standardmäßig immer komplette Konversationen mit Post und Kommentaren.
    • Wenn man erstmal einen Post im Hubzilla-Stream hat, bekommt man auch alle Kommentare dazu.
    • Es konnte schon immer quote-posten. Es kann auch Mastodon-Tröts quote-posten, seit es Mastodon gibt. (Ernsthaft, Friendica kann seit 15 Jahren quote-posten.)
    • Es hat Gruppen in verschiedenster Form.
      Moderierte Gruppen.
      Private Gruppen.
      Gruppen, die im Verzeichnis nicht angezeigt werden.
    • Es hat sehr viel mehr Möglichkeiten, Posts an bestimmte Zielgruppen zu schicken, z. B. an eine bestimmte Liste oder an eine beliebige Kombination aus Kontakten und Listen, wo man dann sogar noch bestimmte Kontakte und Listen nachträglich ausschließen kann.
    • Es hat viel mächtigere und gleichzeitig einfacher bedienbarere Filter als Mastodon:
      • nicht ein Filter pro zu filterndem Begriff, sondern eine Blocklist für den ganzen Kanal, wo man einfach neue Schlüsselwörter eintragen kann
      • zusätzlich eine Allowlist für den ganzen Kanal
      • optional zusätzlich je eine Blocklist und Allowlist pro Kontakt
      • optional eine separate Filterliste, die bestimmte Inhalte hinter Inhaltswarnungen versteckt (so eine Funktion haben Mastodons Filter erst seit drei Jahren; Friendica hat sie seit 15 Jahren)
      • reguläre Ausdrücke in Filtern
      • Boolesche Funktionen in Filtern
      • mächtige Filtersyntax, die z. B. Boosts, Kommentare und Direktnachrichten erkennen kann
    • Es hat einen eingebauten, föderierenden Event-Kalender. Also, zusätzlich zum CalDAV-Kalenderserver. Mastodon kann mit Events nichts anfangen.
    • Es kann RSS- und Atom-Feeds abonnieren.
    • Es hat noch einiges mehr an optionalen Features, z. B. OpenStreetMap-Einbindung, nicht föderierende Artikel (die kann man, wenn man will, in Posts verlinken), Wikis, Planungskarten oder automatisch generierte QR-Codes.
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    https://info.hubzilla.hu/de/ueber.html

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    https://gnulinux.ch/serie-fediverse-dienste-hubzilla

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    • Mastodon
    • Friendica
    • Hubzilla
    • (streams) (= Fork eines Fork dreier Forks eines Forks (eines Forks?) von Hubzilla)
    • Forte (= Fork von (streams))
    https://hub.netzgemeinde.eu/item/0a75de76-eb27-4149-b708-f20b2f79d392
    (die sind übrigens auch auf Hubzilla)

    @Peter Madlener🚲 Hier mal ein paar mehr Kontaktempfehlungen:

    @Hubzilla Support Forum

    @Pepes Hubzilla-Sprechstunde

    @Der Pepe (Hubzilla) ⁂

    #Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Zeichenlimit #Zeichenlimits #ZeichenlimitMeta #CWZeichenlimitMeta #NomadischeIdentität #Sicherheit #Berechtigung #Berechtigungen #Gruppen #FediGruppen #FediverseGruppen #Blog #Blogs #RSS #Atom #Wiki #Wikis #Hubzilla
  6. @Kristian Echt portable Daten und nomadische Identität gibt's in Fediverse seit 13 Jahren, seit Mike Macgirvin mit Red (später Red Matrix, heute Hubzilla) angefangen hat. Das ist keine Science-Fiction, das ist kein Experimentalfeature, das ist stabil und wird von Produktivkanälen genutzt. Ich schreibe hier von einem Hubzilla-Kanal, der über zwei Hubs geklont ist.

    Was Mike da gebaut hat, ist zum einen um Größenordnungen besser als das, was Bluesky vorhat. Zum anderen: Bluesky hat bis heute nicht geliefert. Mikes Erfindung ist dagegen seit mehr als einem Jahrzehnt ein bombenstabiler Daily Driver.

    Seit August 2024 gibt's mit Forte (Fork eines Forks eines Forks dreier Forks eines Forks (eines Forks?) eines Forks eines Forks von Friendica; alles immer noch von Mike) die erste Fediverse-Serveranwendung, die nomadische Identität komplett über ActivityPub abfackelt, die nomadisch ist, aber an Protokollen nur ActivityPub kann. Forte ist inzwischen auch offiziell stabil.

    Das einzige, woran jetzt noch gearbeitet wird, ist, wie man etwas, was a) von vornherein nur auf ActivityPub (oder einem anderen ursprünglich nichtnomadischen Protokoll) gebaut wurde, b) nie nomadisch war, und c) wo das Konto/der Login auch die Identität ist, so nomadisch bekommt wie Hubzilla, (streams) oder Forte. Das macht silverpill, der Entwickler hinter Mitra, und der schreibt auch die ganzen FEPs dazu.

    #Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #RedMatrix #Hubzilla #Streams #(streams) #Forte #NomadischeIdentität
  7. @Haken dran Das klingt so, als wenn ihr einerseits über jede Kleinigkeit berichten werdet, die Mastodon betrifft.

    Aber wenn Mike Macgirvin und silverpill die nächste große technische Revolution im Fediverse perfekt machen und das nomadische Klonen zwischen Forte und Mitra ermöglichen (ist tatsächlich eins ihrer nächsten Ziele), dann werdet ihr das komplett ignorieren. Forte? Mitra? Kennt keiner, nutzt keiner, ist es nicht wert. Erst wenn Mastodon nomadische Identität und Klonen über Serverarten hinaus einführt (wird es nie, aber mal angenommen), werdet ihr darüber berichten und es so aussehen lassen, als hätte Mastodon überhaupt erst die nomadische Identität im Fediverse eingeführt, weil ihr nicht mal Hubzilla (das nomadische Identität schon länger hat, als es Mastodon überhaupt gibt) auch nur in einem Nebensatz erwähnt. Kennt ja keiner, nutzt keiner, interessiert keinen.

    Das ist alles andere als ausgewogene Berichterstattung. Das ist Mastodon-Propaganda.

    CC: @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts @Matthias

    #Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #Mitra #Hubzilla #Forte #NomadischeIdentität #MastodonZentrizität #MastodonNormativität
  8. @Ch M[ae][iy]e?r 🖤🤍 Hier mal zehn Gründe, warum ich auf Hubzilla bleiben und nicht auf eins der *keys wechseln will:

    Erstens: nomadische Identität.

    Meine Identität ist weder an ein Konto noch an eine Serverinstanz gebunden, sondern in einem Kanal "containerisiert". Ich habe auf einem zweiten Hub einen praktisch identischen Klon dieses Kanals, der mit dem Original in Echtzeit bidirektional synchronisiert wird. Sollte einer der beiden Hubs mal ausfallen, verliere ich nichts und kann weitermachen wie bisher. Nachteil ist nur, daß Projekte, die keine nomadische Identität kennen, nicht erkennen können, daß da auf den beiden Hubs ein und derselbe Kanal ist. Mastodon, Misskey usw. halten meinen Klon für ein völlig separates Konto.

    Unter den aktuell aktiven Fediverse-Serveranwendungen bieten das nur zwei: das stabile, konstant weiterentwickelte Hubzilla und das gerade nicht so stabile, aktuell kaum bearbeitete (streams), das einen etwas anderen Featuresatz hat (da habe ich auch zwei Kanäle).

    Zweitens: kein Zeichenlimit.

    Mir reichen ein paar tausend Zeichen nicht aus. Ich poste immer mal wieder zigtausende Zeichen auf einmal. Ich möchte die Möglichkeit haben, bis 100.000 Zeichen zu posten, denn darüber hinaus lehnt Mastodon Posts ab. Und mein Rekord liegt bei fast 77.000 Zeichen aufgrund drei sehr langer Bildbeschreibungen. Dieser Kommentar ist auch über 10.000 Zeichen lang.

    Drittens: Hubzilla kennt Konversationen sehr gut.

    Mein Stream ist nicht in Einzelposts organisiert, sondern in ganzen Threads. Jeder Thread besteht immer nur aus genau einem Post, dem Startpost, und ansonsten Kommentaren, die Hubzilla nicht als Posts ansieht. Das ist genau wie auf Facebook oder Tumblr oder Reddit und wie in jedem Blog.

    Wenn ich einen Post im Stream habe, dann empfange ich alle Kommentare. Und die werden mir als ungelesen angezeigt. Im Grunde kann ich Antworten gar nicht verpassen.

    Außerdem kann ich einem Thread folgen, bzw. wenn ich mit einem Post oder einem Kommentar in einem Thread interagiere (drauf antworten, Daumen hoch, Daumen runter etc.), dann folge ich dem Thread automatisch. Und dann werde ich sogar ausdrücklich benachrichtigt, wenn in dem Thread etwas passiert ist.

    Viertens: der Zähler ungelesener Mitteilungen.

    Wenn etwas in meinem Stream passiert, dann wird mir das zunächst einmal als ungelesen markiert, auch wenn z. B. jemand einen Post oder einen Kommentar geboostet/reposted/renoted/wiederholt hat. Und dafür hat Hubzilla einen Zähler. Wenn ich den anklicke, bekomme ich alles aufgelistet, was ich mir noch nicht angesehen habe. Das kann ich dann jeweils anklicken und dann threadweise ansehen. Es wird dann automatisch als gelesen markiert.

    Damit verpasse ich nichts.

    Fünftens: das Berechtigungssystem.

    Hubzilla hat ein sehr komplexes, fortschrittliches, feingegliedertes System von Berechtigungen. So etwas bietet sonst auch nur (streams). Ich glaube, jemandem, der von Mastodon kommt in Erwartung von Mastodon ohne Zeichenlimit mit mehr Textformatierung, ist das viel zu kompliziert. Ich aber habe das System ziemlich durchschaut und nutze es zu meinem Vorteil.

    Standardmäßig z. B. sind meine Verbindungen (auf Hubzilla gibt's grundsätzlich nur beidseitige Verbindungen wie Facebook-"Freunde", also nicht Folgende und Gefolgte getrennt wie auf Twitter und Mastodon) nicht berechtigt, mir ihre Posts zu schicken. Das muß ich ihnen erst ausdrücklich erlauben. Und das tue ich auch nur dann, wenn ich das will.

    Ich habe über 550 Verbindungen, von denen die allermeisten nichts posten, was mich im Rahmen dieses Kanals (der Kanal ist thematisch limitiert, das ist kein persönlicher Allzweckkanal) und auch generell nicht die Bohne interessiert. Bevor ich jetzt also 98% nur Müll im Stream habe, durch den ich waten darf, um an den interessanten Content zu kommen, spare ich mir den Aufwand und gebe denen, die nichts Interessantes zu sagen haben, gar nicht erst die Berechtigung, mir ihre Posts zu schicken.

    Gleichzeitig haben sie aber sehr wohl die Berechtigung, meine Posts zu kommentieren oder mir DMs zu schicken; das ist davon unabhängig.

    Insgesamt kennt Hubzilla 17 Berechtigungseinstellungen mit sieben oder acht Berechtigungslevels. Dazu kann ich auch noch bei Posts (und damit ganzen Threads), Bildern, anderen Dateien usw. usf. einstellen, wer sie sehen darf.

    Sechstens: zwar nicht perfekte, aber sehr umfassende Filter.

    Zunächst einmal erlaubt Hubzilla es mir, individuell pro Kontakt zu filtern. Das heißt, ich kann nicht nur kanalweit filtern, sondern auch einzelnen Kontakten jeweils individuelle Filterlisten geben, und zwar jeweils eine Whitelist und eine Blacklist pro Kontakt.

    Dann kann ich beim Filtern reguläre Ausdrücke verwenden. Wenn ich z. B. ein Schlüsselwort auch als Wortbestandteil filtern will, ein anderes aber nur als ganzes Wort, kann ich das mit einer und derselben Filterliste erschlagen.

    Und letztlich hat Hubzilla auch eine Filtersyntax, wobei die sich leider in Whitelists mit reinen Schlüsselwörtern noch nicht verträgt, sonst wären Hubzillas Filter noch mächtiger. Mit der Filtersyntax kann ich beispielsweise Boosts rausfiltern. Wenn also jemand manchmal interessante Sachen postet, dazwischen aber dutzendweise uninteressanten Müll boostet, kann ich mir die Boosts vom Hals schaffen, aber die Posts kommen weiterhin durch. Ich hoffe immer noch auf Verbesserungen, die es mir z. B. möglich machen würden, eine Whitelist nur auf Posts anzuwenden, nicht aber auf Kommentare und DMs.

    Siebtens: das volle Programm der Textformatierung, das einem eine Blog-Engine bietet. Und zwar nicht einfach nur WYSIWYG, sondern ich kann direkt mit rohem Code arbeiten.

    Die ganzen Twitter-Klone, und dazu zähle ich auch Misskey und alle Forkeys, erlauben mir z. B. nicht, Bilder in den Post-Text einzubetten. Also Text, dann ein Bild, dann mehr Text, dann noch ein Bild, dann noch mehr Text. Auf Hubzilla geht das problemlos, weil Hubzilla eben nicht versucht, Twitter nachzuäffen. Mastodon kann das nicht mal darstellen und die ganzen *keys auch nicht.

    Ich weiß auch nicht, ob die *keys eine Begrenzung haben, wieviele Bilder man an einen Post anhängen kann. Hubzilla hat beim Einbetten von Bildern keine Begrenzung.

    Hubzilla kann ansonsten mit BBcode das hier alles:
    • Fettdruck
    • Kursivschrift
    • Unterstreichung
    • Durchstreichung
    • Textgröße
    • Schriftart, und zwar auch mal mehrere, und die erste davon, die gefunden wird, wird angezeigt
    • Schriftfarbe
    • Hintergrundfarbe
    • Überschriften in sechs Stufen
    • zentrierten Text
    • Inline-Code mit und ohne Syntaxhervorhebung
    • Codeblöcke mit und ohne Syntaxhervorhebung
    • Listen, und zwar mit Stichpunkten, Zahlen, römischen Zahlen, römischen Zahlen in Kleinbuchstaben, Großbuchstaben oder Kleinbuchstaben
    • horizontale Linie zur Unterteilung
    • Tabellen
    • Links, auch ohne sichtbare URL
    • Spoiler
    • Zusammenfassungen (= CWs auf Mastodon) (theoretisch; in der Praxis werden sie zumindest in Kommentaren über ActivityPub nicht korrekt exportiert)
    • an beliebiger Stelle im Post eingebettete Bilder, auch inline, optional wahlweise auf eine bestimmte Größe skaliert oder mit Alt-Text; Bilder können auch Links sein
    • an beliebiger Stelle im Post eingebettetes Audio
    • an beliebiger Stelle im Post eingebettete Videos

    In Verbindung mit OpenWebAuth ("magisches" Single Sign-On, das auch von Mike Macgirvin erfunden wurde) geht außerdem:
    • Instanzadresse des Betrachters
    • komplette Kanaladresse des Betrachters
    • Kurzname des Betrachters (z. B. chbmeyer)
    • Langname des Betrachters (z. B. Ch M[ae][iy]e?r 🖤🤍)
    • ID des Betrachters
    • Profilbild (Avatar) des Betrachters
    • Anzeige von Text in Abhängigkeit davon, ob der Login des Betrachters per OpenWebAuth erkannt wird (Login erkannt, Login nicht erkannt)
    • Anzeige von Text in Abhängigkeit davon, welche Sprache der Betrachter hat (z. B. Deutsch, Englisch, nicht Englisch, kann auch verschachtelt werden zu nicht Deutsch und nicht Englisch)

    Wenn im Kanal bestimmte Erweiterungen aktiviert sind (Hubzilla ist sehr modular und jeder Kanal für sich auch), geht außerdem:
    • Darstellung eines beliebigen Text als eingebetteter QR-Code
    • Einbettung einer OpenStreetMap-Karte, die auf die erkannte Browser-Position zentriert ist
    • Einbettung einer OpenStreetMap-Karte, die auf bestimmte Koordinaten zentriert ist
    • Einbettung einer OpenStreetMap-Karte, die auf einen Ort mit einem bestimmten Namen zentriert ist

    Übrigens hat Hubzilla sogar eine Vorschau für Posts, DMs und Kommentare. Man kann sie sich anzeigen lassen, bevor man sie versendet, um noch einmal nachzubessern.

    Achtens: Kategorien für Posts.

    Ich kann meine eigenen Posts nicht nur mit Hashtags organisieren, sondern auch in Kategorien, von denen ich jedem Post eine oder mehrere zuweisen kann. Die dienen nur der internen Organisation und werden nicht nach außen föderiert. So finde ich meine eigenen Posts schneller und leichter wieder.

    Neuntens: Speichern von Posts, Kommentaren etc. in Ordnern.

    Sowohl eigene Posts, Kommentare usw. als auch die anderer Nutzer kann ich nicht einfach nur mit Lesezeichen markieren, sondern auf diesem Wege in Ordnern einsortieren. Das sind quasi Lesezeichenkategorien.

    Zehntens: Zusatzfeatures, die so fast nirgendwo oder tatsächlich nirgendwo verfügbar sind.

    Ich nutze auf Hubzilla einiges an Zusatzfeatures, die teilweise optional sind, die mir weder Misskey noch einer der Forkeys so bieten kann:
    • eingebauter Filespace pro Kanal mit Organisation in Verzeichnissen, mit Zugriffsberechtigungssteuerung pro Datei und pro Verzeichnis und mit Erkennung von Bilddateien als solche über einen speziellen Uploader
    • WebDAV-Zugriff auf den Filespace
    • Eventkalender, in den ich mit einem Klick auch Events anderer Nutzer eintragen kann
    • CalDAV-Kalenderserver, der die Oberfläche des Eventkalenders mitbenutzt (es gibt auch einen optionalen CardDAV-Server, den ich hier aber nicht nutze)
    • (optional) Artikel, die so aufgebaut sind wie Posts, aber nicht an meine Kontakte rausgehen
    • (optional) Wikis, und zwar mehrere Wikis pro Kanal mit mehreren Seiten pro Wiki

    Selbst wenn ich nach Sharkey oder CherryPick wechseln würde, müßte ich sehr, sehr viel dafür aufgeben.

    #Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #NomadischeIdentität #Zeichenlimit #Zeichenlimits #Konversationen #Berechtigungen #Filter #Textformatierung #Hubzilla
  9. @KubikPixel™ Kommt ganz drauf an, was man will.

    Die beste direkte Alternative dürfte #Firefish ex #CalcKey sein, das #Mastodon in Features weit voraus ist. #Volltextsuche hat Mastodon gerade erst eingeführt, so daß die mangels brauchbarer Indizes noch gar nicht richtig nutzbar ist. Firefish hatte sie schon immer, weil auch #Misskey sie schon immer hatte.

    #Textformatierungen und #Zitate konnten Firefish und Misskey meines Wissens auch schon immer. Mastodon kann beides nur anzeigen, während Firefish sogar Textformatierungen erzeugen kann, die Mastodon nicht anzeigen kann.

    Oder Zeichenlimits beim Schreiben von Posts. Mastodon kann nur 500 Zeichen. Für mehr muß der Admin so tief in die Software einsteigen, daß man fast schon von einem Fork reden könnte. Firefish kann standardmäßig 3000 Zeichen, was der Admin meines Wissens auf der Oberfläche einstellen, also noch erhöhen kann. Zugegeben, beide hacken #AltText rigoros bei 1500 Zeichen ab.

    Last but not least unterstützt Firefish meines Wissens die Mastodon-API, sollte also gute Unterstützung durch Mastodon-Apps haben bis darauf, daß man mit Apps, die nur für Mastodon entwickelt werden, auch fast nur das machen kann, was Mastodon kann.

    #Friendica ist natürlich noch mächtiger. Es hat Zeichenlimits in den Zigtausenden, es unterstützt wohl noch mehr Formatierungen, es hat einen Filehoster eingebaut, es hat einen öffentlichen Kalender eingebaut, man kann Konten als moderierte Gruppen/Foren einrichten usw. Und es hat mit all dem schon Erfahrungein seit 2010.

    Der Hauptnachteil dürfte aber sein, daß es weiter von Mastodon entfernt ist als Firefish. Es gibt mehr, was anders ist und anders läuft. Was man auf Mastodon gelernt oder von Twitter mitgenommen hat, kann man auf Friendica eigentlich gleich wieder vergessen.

    Posts schreibt man nicht wie Tweets, sondern wie Blogposts. Bilder werden nicht als Dateien angehängt, sondern woanders hochgeladen (meistens im eingebauten Dateispeicher) und irgendwo im Text eingebettet. Alt-Text ist kein separates Feld, sondern muß per Hand in den BBcode eingeflochten werden. Ein Content-Warning-Feld gibt's nicht, aber eins für den Titel und eins für die Zusammenfassung, wobei sich letzteres dann als dasselbe wie Content Warnings auf Mastodon entpuppt. Direktnachrichten gehen nicht mit @ und Rechteeinstellen, sondern mit !. Antworten sind nicht auch Posts, sondern Kommentare, und das ist ganz was anderes als ein Post. Und so weiter.

    Klar, Friendica kann mehr und einiges auch besser, aber Mastodon-Umsteiger müssen im Prinzip alles ganz neu lernen.

    #Streams von 2021 ist in Teilen noch mächtiger als Friendica (wobei ein Teil von Friendicas Features wieder fehlt), #Hubzilla von 2015 ist durchweg noch sehr viel mächtiger. Aber hier ist die Umgewöhnung noch heftiger, alleine schon, weil die eigene Identität nicht durchs Konto definiert ist, sondern in einem Kanal "containerisiert". Und man kann auf demselben Konto mehrere Kanäle mit separaten Identitäten haben. Und dann kommt noch #NomadischeIdentität oben drauf, auch wenn die eigentlich der feuchte Traum vieler Mastodon-Nutzer ist. Sie erfordert nur eben Um-die-Ecke-Denken.

    Hubzilla ist natürlich so ziemlich der ultimative Alleskönner. Es ist mehr als nur Friendica mit ein bißchen Extrazeugs, wobei vieles genauso funktioniert wie auf Friendica und somit ganz anders als auf Mastodon.

    Hubzilla ist ein "Social CMS", das einem neben Social Networking und Gar-nicht-so-Microblogging auch voll formatiertes Macroblogging bietet, das sich in der Funktion kaum vom Gar-nicht-so-Microblogging unterscheidet, außerdem einfache Websites, Wikis, Cloudspeicher mit WebDAV, CalDAV und CardDAV und so weiter und so fort. Oben drauf gibt's ein sehr detailliertes Rechtemanagement, das auch eng verzahnt ist mit #SingleSignOn durch #OpenWebAuth.

    Aber auf der einen Seite steht dieser gigantische Funktionsberg, und auf der anderen Seite steht die Benutzeroberfläche. An sich könnte die extrem flexibel sein, sie unterstützt Komplett-Themes, die für jeden Kanal individuell wählbar wären. In der Praxis gibt es aber nur noch ein Theme, das gepflegt wird. Das ist noch von 2012, wurde aus einem Friendica-Standardthema für die #RedMatrix umgebaut, hat sich seitdem kaum bis gar nicht verändert und hat mit Usability kaum etwas zu tun. Alternativen sind in der Mache, aber noch nicht offiziell verfügbar.

    Dazu kommt die Dokumentation. Die wurde geschrieben von Entwicklern, die nicht wußten, wie man Nichtentwicklern etwas erklärt, also z. B. ganz normalen Endnutzern, und liest sich streckenweise eher wie ein technisches Lastenhaft. Noch dazu ist sie zu erheblichen Teilen so hoffnungslos veraltet, daß sie überhaupt nicht nutzbar ist.

    Ach ja: Textformatierung gibt's. Textformatierung mit Klickibunti und Echtzeit-WYSIWYG gibt's nicht. Wer keinen BBcode kann, hat verloren, weil einem auch die Buttons nur BBcode in den Editor packen. Auch wenn zum Glück zumindest die BBcode-Implementation von Hubzilla ziemlich gut dokumentiert und halbwegs aktuell ist.

    (streams) hat nicht mehr den Funktionsumfang von Hubzilla. Das Ziel ist hier eigentlich nicht, von vornherein einen Alleskönner zu haben, sondern eine Codebasis, um daraus was feines Eigenes zu bauen. Die Oberfläche sieht ganz ähnlich aus, ist aber einen Tick zugänglicher, vielleicht auch deshalb, weil es vieles einfach nicht mehr gibt. Erleichternd dürfte für einige dazukommen, daß auf (streams) alles wahlweise mit BBcode, Markdown oder HTML formatiert werden kann, so daß man keinen BBcode lernen muß, wenn man schon Markdown kann.

    (streams) hat auch eine bessere Anbindung von #ActivityPub und Verbesserungen in der nomadischen Identität. Dafür kann es sich mit nichts anderem mehr verbinden, außer daß es immer noch RSS-Feeds erzeugt und E-Mail-Benachrichtigungen verschicken kann.

    Näher an Mastodon ist es damit aber nicht. Im Gegenteil: Verwirrend ist schon mal, daß es sich nicht um ein in sich geschlossenes Projekt mit Namen und Marke handelt. Es ist gar kein Projekt, sondern nur ein Code-Repository. Es hat auch keinen Namen und kein Logo. Es ist wirklich mit voller Absicht namenlos. Der Name "Streams" und das Wellenlogo gehören beide zum Repository, nicht zur Software. Daher auch die Klammern um den "Namen".

    Das heißt auch, daß die einzelnen Instanzen keine einheitliche Projektidentität haben. Mastodon-Instanzen identifizieren sich alle als Mastodon. Hubzilla-Instanzen identifizieren sich alle als Hubzilla. (streams)-Instanzen identifizieren sich als irgendwas, weil man da selbst etwas eintragen kann und muß. Waitman Gobbles öffentliche Instanz namens Rumbly identifiziert sich beispielsweise nicht als "Streams", sondern als "-get".

    Folge: Es ist nicht möglich, (streams)-Instanzen automatisiert zu crawlen, zu identifizieren und aufzulisten. Das wird noch zusätzlich dazu erschwert, daß mit ebenso voller Absicht die Statistikausgabe aus (streams) komplett entfernt wurde. Die einschlägigen Projekt- und Instanz-Listenseiten fürs #Fediverse listen allesamt keine (streams)-Instanzen, und das werden sie auch nicht, weil das zum einen nicht gewollt und zum anderen wegen der uneinheitlichen Identifikation der Instanzen gar nicht möglich ist.

    Folge: (streams)-Instanzen zu finden, ist Detektivarbeit. Das dürfte auch erklären, warum es bei (streams) einen noch höheren Anteil an persönlichen Instanzen gibt, zumal es kaum öffentliche Instanzen mit offener Registrierung gibt.

    Ein gemeinsamer Nachteil von Hubzilla und (streams) ist: Smartphone-Apps kann man vergessen. Für Hubzilla gibt's eine, die seit 2018 nicht mehr gepflegt wird, also mehr als die Hälfte der Zeit, die es Hubzilla gibt. Die funktioniert inzwischen gar nicht mehr. Und auch die hat den Fokus nur aufs Mikroblogging gelegt.

    (streams) wird wohl nie eine Smartphone-App haben, eben weil es kein in sich geschlossenes Projekt mit fixer Projektidentität ist.

    Beide unterstützen nicht die Mastodon-API, soweit ich weiß. Also ist man so oder so auf den Webbrowser angeweisen. Andererseits sind beide Projekte so mächtig, daß es kaum möglich sein dürfte, ihren jeweils kompletten Funktionsumfang in eine dann immer noch leicht bedienbare Smartphone-App zu pressen.
  10. (Sollte dieser Kommentar abgehackt wirken, öffnet ihn an seiner Quelle. Da sollte er komplett sein.)

    @Dalbo (extinct) | flo Das kann man gar nicht vereinheitlichen. Schon gar nicht so, daß es für alle Use-Cases und alle Anforderungen immer zu 100% paßt.

    Ich bin der Jupiter Rowland, von dem @Dalbo (extinct) | flo einen Kommentar verlinkt hat. Und ich schlage mich schon seit geraumer Zeiten mit dem Thema #AltText und #Bildbeschreibung herum. Aus mehreren Gründen.

    Zunächst einmal bin ich zwar im #Fediverse, aber nicht auf #Mastodon. Ich bin auf #Hubzilla, das weder für Posts selbst noch für Alt-Text eine in der Praxis wirklich relevante Längenbeschränkung hat und noch dazu sehr drastisch anders funktioniert als Mastodon.

    Auf Mastodon hast du 500 Zeichen für den Post. Bilder werden als Dateien direkt an den Post angehängt. Jedes Bild hat 1500 Zeichen für den Alt-Text. Und für den Alt-Text gibt es ein separates Eingabefeld.

    Auf Hubzilla hast du einige zigtausend Zeichen für den Post. Bilder werden hochgeladen auf den in Hubzilla eingebauten Cloud File Space und dann wie in einem Blogpost oder auf einer Website in den Post eingebettet. Nix mit Dateianhang. Der Alt-Text ist auch kein separates Feld. Er muß per Hand eingearbeitet werden in den BBcode, mit dem das Bild eingebettet wird. Er ist also Teil des Post und unterliegt damit denselben (quasi nicht vorhandenen) Beschränkungen.

    Mario Vavti wird einen Deibel tun, das über den Haufen zu schmeißen, damit es genauso funktioniert wie auf Mastodon. Und Mike Macgirvin, der #DFRN, #Friendica, #Zot, #NomadischeIdentität, #Hubzilla und #Streams erfunden hat und heute noch (streams) betreut, das dahingehend genauso funktioniert wie Hubzilla, wird einen Deibel tun, (streams) so umzubauen.

    So, dazu kommt noch etwas: Im Fediverse liebt man lange, detailreiche #Bildbeschreibungen. Alles, was dir auf "So schreibt man inklusiven Alt-Text für eine kommerzielle/wissenschaftliche Website"-Seiten beigebracht wird, ist hier kompletter Käse.

    Die Leute auf Mastodon freuen sich ein Loch in den Bauch, wahnwitzige 1500 Zeichen für Alt-Text zu haben. Im Tröt selber haben sie nur 500 Zeichen. Minus den eigentlichen Tröt, minus CWs, minus Hashtags. Da packen sie dann für ihre Begriffe hochdetaillierte Bildbeschreibungen rein. Nix mit kurz und prägnant und nur das für den Post Wesentliche.

    Deswegen sind hier im Fediverse meistens "Alt-Text" und "Bildbeschreibung" absolut synonym und vollwertig gegeneinander austauschbar.

    Aber: Ich habe vor Monaten mal debattiert mit einer Nutzerin, die aufgrund einer körperlichen Behinderung so tatterig und grobmotorisch ist, daß sie einen Mauszeiger nicht so präzise und ruhig auf ein Bild bewegen kann, daß sie so den Alt-Text lesen kann.

    Die hat mir gesagt: Detaillierte, informative Bildbeschreibungen im Alt-Text sind Mist. Und zwar dann, wenn sie Informationen enthalten, die sonst nirgendwo im Post zu finden sind. Nicht im eigentlichen Post-Text und auch nicht im Bild, jedenfalls nicht für komplette Laien. Wenn es im Alt-Text steht, ist es für Leute wie sie unerreichbar, und die Informationen sind für Leute wie sie verloren.

    Okay, auf Mastodon geht es nicht anders. Die einzige Alternative wäre ein Thread, der auch nicht sehr barrierefrei ist.

    Aber überall sonst geht es anders. Überall sonst hat man für den Post selbst ein Vielfaches der Kapazität, die man für den Alt-Text hat. Außer auf Friendica, Hubzilla und (streams), wo beides quasi unbeschränkt ist, zumal der Alt-Text ja eh Teil des Posts ist.

    Wenn man nicht einfach nur einen kurzen, aufs Wesentlichen reduzierten Bildersatz schreibt, sondern wirklich in der Bildbeschreibung groß und detailliert beschreibt und erklärt und informiert, dann sollte man die nicht auf Biegen und Brechen in den Alt-Text tun, wenn man es nicht muß. Und überall, was nicht Mastodon ist, muß man das nicht.

    Ich selbst bin dazu übergegangen, Bildbeschreibungen nur noch in den Post-Text zu tun. Es sieht nicht gut aus, aber barrierefreier wird es nicht mehr. Und ich bin endgültig nicht mehr gebunden an das 1500-Zeichen-Limit beim Alt-Text. Das setzen Mastodon & Co. nämlich im Gegensatz zum Post-Text rigoros durch und schneiden alles dauerhaft ab, was über 1500 Zeichen hinausgeht.

    Meine Bildbeschreibungen erreichen nämlich regelmäßig geradezu titanische Ausmaße. Ich habe häufig sehr viel zu beschreiben, weil es in meinen Bildern fast nur Dinge gibt, die niemand kennt. Mitunter sogar sehr viele davon. Mit einfach nur Nennen ist es da nicht getan; dann kommen die Sehbehinderten und fragen: "Ist ja schön und gut, aber wie sieht das aus?" Und ohne Erklärung kommen im Grunde alle und fragen: "Was ist das jetzt genau, was tut es, wie funktioniert es?" Alleine um zu erklären, wo die Bilder entstehen, brauche ich manchmal über tausend Zeichen.

    Gut, das ist eine Randerscheinung, aber so etwas gibt es eben. Und das läßt sich nicht in einen angeblich für alle gleichermaßen funktionierenden Standard pressen.

    CC: @Anne Roth @Free Software Foundation Europe