Renate* ist 63 und hat MS. Die Spastik in beiden Händen ist so stark geworden, dass sie ihr altes Hilfsmittel nicht mehr bedienen kann. Ihr Neurologe verordnet ein neues, das Sanitätshaus schickt den Kostenvoranschlag los. Dann: sechs Wochen Warten. Sechs Wochen, in denen ihre Hände nicht besser werden. Dann der Brief. Abgelehnt.
Renate ist kein Einzelfall. Für Hunderttausende ist das Routine.
Nicht weil der Bedarf fehlt. Sondern weil man darauf hofft, dass sie aufgeben.
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