#erblindung — Public Fediverse posts
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Erblinden betrifft nicht nur die Augen. Es kann einen Menschen psychisch erschüttern. Studien zeigen ein deutlich erhöhtes Risiko für Depressionen. Denn man verliert nicht einfach Sehvermögen. Man verliert Stück für Stück Selbstverständlichkeiten: Gesichter erkennen. Lesen. Wege allein gehen. Autofahren. Einen Raum mit einem Blick erfassen. Dazu kommen Angst vor dem Morgen, Trauer um das Verlorene und die Aufgabe, das eigene Leben neu zu lernen. Deshalb gehört psychologische Hilfe zur Erblindung genauso selbstverständlich wie Stock, Braille und Reha.
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Fast 2 TB Fotos liegen auf meinen Festplatten. Pfadfinderlager, Arbeit, Veranstaltungen, Urlaube, Menschen, Orte, Augenblicke. Ich habe immer leidenschaftlich gern fotografiert. Vielleicht auch, weil ein Foto dem vergänglichen Moment zuflüstert: Bleib noch ein wenig. Nun verliere ich langsam den Zugang zu diesem gewaltigen Archiv meines eigenen Lebens. Die Dateien bleiben. Die Bilder bleiben. Nur meine Augen können immer weniger mit ihnen anfangen. Eine seltsame Grausamkeit: Ich habe Jahrzehnte Erinnerungen in Bildern bewahrt – und muss nun lernen, mich ohne sie zu erinnern.
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Fast 2 TB Fotos liegen auf meinen Festplatten. Pfadfinderlager, Arbeit, Veranstaltungen, Urlaube, Menschen, Orte, Augenblicke. Ich habe immer leidenschaftlich gern fotografiert. Vielleicht auch, weil ein Foto dem vergänglichen Moment zuflüstert: Bleib noch ein wenig. Nun verliere ich langsam den Zugang zu diesem gewaltigen Archiv meines eigenen Lebens. Die Dateien bleiben. Die Bilder bleiben. Nur meine Augen können immer weniger mit ihnen anfangen. Eine seltsame Grausamkeit: Ich habe Jahrzehnte Erinnerungen in Bildern bewahrt – und muss nun lernen, mich ohne sie zu erinnern.
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Fast 2 TB Fotos liegen auf meinen Festplatten. Pfadfinderlager, Arbeit, Veranstaltungen, Urlaube, Menschen, Orte, Augenblicke. Ich habe immer leidenschaftlich gern fotografiert. Vielleicht auch, weil ein Foto dem vergänglichen Moment zuflüstert: Bleib noch ein wenig. Nun verliere ich langsam den Zugang zu diesem gewaltigen Archiv meines eigenen Lebens. Die Dateien bleiben. Die Bilder bleiben. Nur meine Augen können immer weniger mit ihnen anfangen. Eine seltsame Grausamkeit: Ich habe Jahrzehnte Erinnerungen in Bildern bewahrt – und muss nun lernen, mich ohne sie zu erinnern.
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Fast 2 TB Fotos liegen auf meinen Festplatten. Pfadfinderlager, Arbeit, Veranstaltungen, Urlaube, Menschen, Orte, Augenblicke. Ich habe immer leidenschaftlich gern fotografiert. Vielleicht auch, weil ein Foto dem vergänglichen Moment zuflüstert: Bleib noch ein wenig. Nun verliere ich langsam den Zugang zu diesem gewaltigen Archiv meines eigenen Lebens. Die Dateien bleiben. Die Bilder bleiben. Nur meine Augen können immer weniger mit ihnen anfangen. Eine seltsame Grausamkeit: Ich habe Jahrzehnte Erinnerungen in Bildern bewahrt – und muss nun lernen, mich ohne sie zu erinnern.
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Fast 2 TB Fotos liegen auf meinen Festplatten. Pfadfinderlager, Arbeit, Veranstaltungen, Urlaube, Menschen, Orte, Augenblicke. Ich habe immer leidenschaftlich gern fotografiert. Vielleicht auch, weil ein Foto dem vergänglichen Moment zuflüstert: Bleib noch ein wenig. Nun verliere ich langsam den Zugang zu diesem gewaltigen Archiv meines eigenen Lebens. Die Dateien bleiben. Die Bilder bleiben. Nur meine Augen können immer weniger mit ihnen anfangen. Eine seltsame Grausamkeit: Ich habe Jahrzehnte Erinnerungen in Bildern bewahrt – und muss nun lernen, mich ohne sie zu erinnern.
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Manchen Menschen bleiben beim Anblick eines anderen Menschen die Worte weg. Ein Blick genügt und plötzlich sind da Herzklopfen, Schmetterlinge und dieses wundervolle Chaos im Kopf. Glaubt mir: Dafür braucht es keine Augen. Ein Mensch kann mich mit seiner Stimme berühren. Mit einem Satz. Einer Berührung. Mit seinem Lachen, seiner Nähe, seiner Art zu denken. Man muss einen Menschen nicht sehen, damit plötzlich die ganze Welt in einem zu leuchten beginnt. Manche Schönheit erreicht nicht das Auge. Sie trifft direkt die Seele.
#Liebe #Blindheit #Seele #Gefühle #Menschlichkeit #Erblindung
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Manchen Menschen bleiben beim Anblick eines anderen Menschen die Worte weg. Ein Blick genügt und plötzlich sind da Herzklopfen, Schmetterlinge und dieses wundervolle Chaos im Kopf. Glaubt mir: Dafür braucht es keine Augen. Ein Mensch kann mich mit seiner Stimme berühren. Mit einem Satz. Einer Berührung. Mit seinem Lachen, seiner Nähe, seiner Art zu denken. Man muss einen Menschen nicht sehen, damit plötzlich die ganze Welt in einem zu leuchten beginnt. Manche Schönheit erreicht nicht das Auge. Sie trifft direkt die Seele.
#Liebe #Blindheit #Seele #Gefühle #Menschlichkeit #Erblindung
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Manchen Menschen bleiben beim Anblick eines anderen Menschen die Worte weg. Ein Blick genügt und plötzlich sind da Herzklopfen, Schmetterlinge und dieses wundervolle Chaos im Kopf. Glaubt mir: Dafür braucht es keine Augen. Ein Mensch kann mich mit seiner Stimme berühren. Mit einem Satz. Einer Berührung. Mit seinem Lachen, seiner Nähe, seiner Art zu denken. Man muss einen Menschen nicht sehen, damit plötzlich die ganze Welt in einem zu leuchten beginnt. Manche Schönheit erreicht nicht das Auge. Sie trifft direkt die Seele.
#Liebe #Blindheit #Seele #Gefühle #Menschlichkeit #Erblindung
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Manchen Menschen bleiben beim Anblick eines anderen Menschen die Worte weg. Ein Blick genügt und plötzlich sind da Herzklopfen, Schmetterlinge und dieses wundervolle Chaos im Kopf. Glaubt mir: Dafür braucht es keine Augen. Ein Mensch kann mich mit seiner Stimme berühren. Mit einem Satz. Einer Berührung. Mit seinem Lachen, seiner Nähe, seiner Art zu denken. Man muss einen Menschen nicht sehen, damit plötzlich die ganze Welt in einem zu leuchten beginnt. Manche Schönheit erreicht nicht das Auge. Sie trifft direkt die Seele.
#Liebe #Blindheit #Seele #Gefühle #Menschlichkeit #Erblindung
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Konzerte bleiben für mich unverzichtbar. Vielleicht sehe ich die Bühne irgendwann gar nicht mehr. Aber Musik braucht keine Augen. Der Bass trifft meinen Körper, Stimmen erreichen meine Seele und plötzlich ist die Dunkelheit nicht leer, sondern voller Leben. Ich will weiter mitten in dieser Menge stehen, mitsingen, weinen, lachen und jeden Ton fühlen. Meine Augen können mir die Bilder eines Konzerts nehmen. Aber sie können mir niemals nehmen, was Musik mit mir macht. Und verdammt, ich werde sie immer lieben.
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Konzerte bleiben für mich unverzichtbar. Vielleicht sehe ich die Bühne irgendwann gar nicht mehr. Aber Musik braucht keine Augen. Der Bass trifft meinen Körper, Stimmen erreichen meine Seele und plötzlich ist die Dunkelheit nicht leer, sondern voller Leben. Ich will weiter mitten in dieser Menge stehen, mitsingen, weinen, lachen und jeden Ton fühlen. Meine Augen können mir die Bilder eines Konzerts nehmen. Aber sie können mir niemals nehmen, was Musik mit mir macht. Und verdammt, ich werde sie immer lieben.
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Konzerte bleiben für mich unverzichtbar. Vielleicht sehe ich die Bühne irgendwann gar nicht mehr. Aber Musik braucht keine Augen. Der Bass trifft meinen Körper, Stimmen erreichen meine Seele und plötzlich ist die Dunkelheit nicht leer, sondern voller Leben. Ich will weiter mitten in dieser Menge stehen, mitsingen, weinen, lachen und jeden Ton fühlen. Meine Augen können mir die Bilder eines Konzerts nehmen. Aber sie können mir niemals nehmen, was Musik mit mir macht. Und verdammt, ich werde sie immer lieben.
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Konzerte bleiben für mich unverzichtbar. Vielleicht sehe ich die Bühne irgendwann gar nicht mehr. Aber Musik braucht keine Augen. Der Bass trifft meinen Körper, Stimmen erreichen meine Seele und plötzlich ist die Dunkelheit nicht leer, sondern voller Leben. Ich will weiter mitten in dieser Menge stehen, mitsingen, weinen, lachen und jeden Ton fühlen. Meine Augen können mir die Bilder eines Konzerts nehmen. Aber sie können mir niemals nehmen, was Musik mit mir macht. Und verdammt, ich werde sie immer lieben.
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Konzerte sind für meine Augen inzwischen ein Sturm. Tausende Lichter blitzen durch die Dunkelheit. Was für andere eine Show ist, blendet mich, nimmt mir Orientierung und lässt die wenigen Bilder meiner Welt zerfallen. Die Bühne bleibt trotzdem fast unsichtbar. Keine Gesichter. Keine Gesten. Nur Lichtfetzen in einem winzigen Gesichtsfeld. Und manchmal tut es höllisch weh zu wissen, was dort vorne geschieht und es nicht mehr sehen zu können.
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Konzerte sind für meine Augen inzwischen ein Sturm. Tausende Lichter blitzen durch die Dunkelheit. Was für andere eine Show ist, blendet mich, nimmt mir Orientierung und lässt die wenigen Bilder meiner Welt zerfallen. Die Bühne bleibt trotzdem fast unsichtbar. Keine Gesichter. Keine Gesten. Nur Lichtfetzen in einem winzigen Gesichtsfeld. Und manchmal tut es höllisch weh zu wissen, was dort vorne geschieht und es nicht mehr sehen zu können.
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Konzerte sind für meine Augen inzwischen ein Sturm. Tausende Lichter blitzen durch die Dunkelheit. Was für andere eine Show ist, blendet mich, nimmt mir Orientierung und lässt die wenigen Bilder meiner Welt zerfallen. Die Bühne bleibt trotzdem fast unsichtbar. Keine Gesichter. Keine Gesten. Nur Lichtfetzen in einem winzigen Gesichtsfeld. Und manchmal tut es höllisch weh zu wissen, was dort vorne geschieht und es nicht mehr sehen zu können.
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Konzerte sind für meine Augen inzwischen ein Sturm. Tausende Lichter blitzen durch die Dunkelheit. Was für andere eine Show ist, blendet mich, nimmt mir Orientierung und lässt die wenigen Bilder meiner Welt zerfallen. Die Bühne bleibt trotzdem fast unsichtbar. Keine Gesichter. Keine Gesten. Nur Lichtfetzen in einem winzigen Gesichtsfeld. Und manchmal tut es höllisch weh zu wissen, was dort vorne geschieht und es nicht mehr sehen zu können.
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Vielleicht liegt in der Dunkelheit eine bittere Gnade: Ich muss nicht mehr sehen, wie grausam dieses Land an manchen Stellen geworden ist. Doch die Augen zu verlieren bedeutet nicht, die Welt nicht mehr wahrzunehmen. Ich höre die Verachtung. Ich spüre die Kälte. Ich fühle, wenn Menschen zu Zahlen, Kosten oder Problemen gemacht werden. Was meinen Augen langsam entgleitet, dringt auf anderen Wegen umso tiefer in mich ein. Die Dunkelheit schützt mich vor den Bildern. Nicht vor der Wirklichkeit.
#Menschlichkeit #Menschenwürde #Demokratie #Inklusion #Erblindung #Blind #Sehbehinderung
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Das Wesentliche beginnt dort, wo das Auge endet. Würde hat keine Kontur. Güte keine Farbe. Liebe kein Gesicht. Schmerz wirft keinen Schatten. Die tiefsten Wahrheiten eines Menschen entziehen sich dem Blick und offenbaren sich nur denen, die bereit sind, mehr als Oberflächen wahrzunehmen. Wer Menschen nur betrachtet, sieht Körper und verwechselt Erscheinung mit Wahrheit. Vielleicht liegt darin das große Paradox des Sehens: Man kann alles anschauen und dennoch nichts erkennen. Manche Wahrheiten brauchen keine Augen. Sie brauchen Tiefe.
#Philosophie #Menschlichkeit #Würde #Seele #Erblindung #Blind #Sehbehinderung
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Hässlichkeit braucht kein Gesicht. Sie hat keine Hautfarbe, keine Falten, keine Konturen. Sie beginnt dort, wo Menschen anderen ihre Würde absprechen. Ich höre sie, wenn AfD-Anhängerinnen über Menschen reden, als seien sie weniger wert. Ich spüre sie in Verachtung, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit. Diese Hässlichkeit kann kein Spiegel zeigen. Denn sie sitzt nicht auf der Haut. Sie offenbart sich in Worten, Entscheidungen und Taten. Ein schöner Mensch braucht kein schönes Gesicht. Aber immer Menschlichkeit.
#Menschlichkeit #Hässlichkeit #Inklusion #Erblindung #Blind #Sehbehinderung #Würde #AfD
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Schönheit war für mich nie eine Frage der Geometrie des Körpers. Konturen sind Zufall, Gesichter vergängliche Landschaften, Jugend nur ein kurzer Gast der Zeit. Was mich an Menschen berührt, entzog sich schon immer dem Auge. Ich suchte Schönheit dort, wo kein Spiegel sie zeigen kann: in der Seele. In Güte, Verletzlichkeit, Geist und der Fähigkeit zu lieben. Vielleicht lehrt mich die Dunkelheit nun nur radikaler, was ich längst wusste: Das Wesentliche eines Menschen besitzt keine sichtbare Gestalt.
#Schönheit #Erblindung #Blind #Sehbehinderung #Inklusion #Barrierefreiheit
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So sehe ich die Welt noch.
#Erblindung #Blind #Behinderung #Inklusion #Barrierefreiheit
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3/3 Und dabei bewegt sich die Welt weiter.
Menschen laufen. Fahrräder kommen. Autos fahren. Türen öffnen sich.Hindernisse tauchen auf. Ich bekomme davon nur einen winzigen Ausschnitt mit. Ich sehe noch.
Genug, damit andere manchmal glauben, ich würde doch alles sehen.
Aber viel zu wenig, um mich auf meine Augen noch verlassen zu können.
Wenn ich bei meiner Ärztin ankomme, habe ich nicht einfach einen Weg zurückgelegt. Ich habe mich durch eine Welt gearbeitet, die für meine Augen jeden Tag ein Stück kleiner wird. Und irgendwann wird aus diesem kleinen Fenster Dunkelheit.#Sehbehinderung #RetinitisPigmentosa #Erblindung #Inklusion #Barrierefreiheit
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@hspmauli Ich sehe das inzwischen anders: Challenge accepted.
Ja, mit der Erblindung werde ich Kontrolle abgeben müssen. Manche Dinge werde ich nicht mehr so machen können wie früher. Aber akzeptieren heißt für mich nicht aufgeben.
Dann lerne ich eben neue Wege. Punktschrift statt Schwarzschrift. Sprachausgabe statt Bildschirm. Andere Techniken statt Augen.
Ich will einem sehenden Menschen in möglichst wenig nachstehen. Und wo ich dafür doppelt so hart kämpfen und dreimal so viel lernen muss, dann ist das eben so.
Die Dunkelheit darf kommen. Meinen verdammten Kampfgeist bekommt sie nicht.#Inklusion #Erblindung #Blind #Behinderung #Barrierefreiheit
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@hspmauli Ich sehe das inzwischen anders: Challenge accepted.
Ja, mit der Erblindung werde ich Kontrolle abgeben müssen. Manche Dinge werde ich nicht mehr so machen können wie früher. Aber akzeptieren heißt für mich nicht aufgeben.
Dann lerne ich eben neue Wege. Punktschrift statt Schwarzschrift. Sprachausgabe statt Bildschirm. Andere Techniken statt Augen.
Ich will einem sehenden Menschen in möglichst wenig nachstehen. Und wo ich dafür doppelt so hart kämpfen und dreimal so viel lernen muss, dann ist das eben so.
Die Dunkelheit darf kommen. Meinen verdammten Kampfgeist bekommt sie nicht.#Inklusion #Erblindung #Blind #Behinderung #Barrierefreiheit
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@hspmauli Ich sehe das inzwischen anders: Challenge accepted.
Ja, mit der Erblindung werde ich Kontrolle abgeben müssen. Manche Dinge werde ich nicht mehr so machen können wie früher. Aber akzeptieren heißt für mich nicht aufgeben.
Dann lerne ich eben neue Wege. Punktschrift statt Schwarzschrift. Sprachausgabe statt Bildschirm. Andere Techniken statt Augen.
Ich will einem sehenden Menschen in möglichst wenig nachstehen. Und wo ich dafür doppelt so hart kämpfen und dreimal so viel lernen muss, dann ist das eben so.
Die Dunkelheit darf kommen. Meinen verdammten Kampfgeist bekommt sie nicht.#Inklusion #Erblindung #Blind #Behinderung #Barrierefreiheit
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@hspmauli Ich sehe das inzwischen anders: Challenge accepted.
Ja, mit der Erblindung werde ich Kontrolle abgeben müssen. Manche Dinge werde ich nicht mehr so machen können wie früher. Aber akzeptieren heißt für mich nicht aufgeben.
Dann lerne ich eben neue Wege. Punktschrift statt Schwarzschrift. Sprachausgabe statt Bildschirm. Andere Techniken statt Augen.
Ich will einem sehenden Menschen in möglichst wenig nachstehen. Und wo ich dafür doppelt so hart kämpfen und dreimal so viel lernen muss, dann ist das eben so.
Die Dunkelheit darf kommen. Meinen verdammten Kampfgeist bekommt sie nicht.#Inklusion #Erblindung #Blind #Behinderung #Barrierefreiheit
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@hspmauli Ich sehe das inzwischen anders: Challenge accepted.
Ja, mit der Erblindung werde ich Kontrolle abgeben müssen. Manche Dinge werde ich nicht mehr so machen können wie früher. Aber akzeptieren heißt für mich nicht aufgeben.
Dann lerne ich eben neue Wege. Punktschrift statt Schwarzschrift. Sprachausgabe statt Bildschirm. Andere Techniken statt Augen.
Ich will einem sehenden Menschen in möglichst wenig nachstehen. Und wo ich dafür doppelt so hart kämpfen und dreimal so viel lernen muss, dann ist das eben so.
Die Dunkelheit darf kommen. Meinen verdammten Kampfgeist bekommt sie nicht.#Inklusion #Erblindung #Blind #Behinderung #Barrierefreiheit
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Mein Arbeitszimmer wird gerade zu einem Lehrbuch. Auf A4-Blättern hängen Buchstaben in Schwarzschrift und Braille an den Wänden. Fast eine Tapete aus Sprache. Früher half mir diese Methode beim Auswendiglernen. Heute bekommt sie eine tiefere Bedeutung: Ich dekoriere mein Zimmer nicht. Ich baue eine Brücke in meine eigene Zukunft. Jeder Braille-Punkt an der Wand sagt mir: Wenn das Sehen geht, muss das Lesen nicht mitgehen.
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Ich lerne Braille nicht, weil ich kapituliert habe. Ich lerne Braille, weil ich mich weigere zu kapitulieren. Jeder Punkt unter meinen Fingern widerspricht der Vorstellung, Erblindung müsse geistige Abhängigkeit bedeuten. Wenn meine Augen Schrift zunehmend verweigern, werde ich eben mit meinen Händen lesen. Anpassung ist keine Niederlage. Sie ist die menschliche Fähigkeit, Freiheit unter veränderten Bedingungen neu zu organisieren.
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Erblindung ist für mich kein einzelner Augenblick. Sie ist ein schleichender Verlust. Heute verschwindet ein Detail. Morgen wird ein Gesicht undeutlicher. Irgendwann wird eine Fähigkeit, die gestern selbstverständlich war, zur Erinnerung. Das Grausame daran ist nicht allein der Verlust des Sehens. Es ist das ständige Wissen um das Kommende. Doch gerade deshalb lerne ich: Würde hängt nicht daran, was ein Körper noch kann.
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Ich habe lange behauptet, auf die Dunkelheit vorbereitet zu sein. Das war eine Lüge, vor allem mir selbst gegenüber. Man kann Hilfsmittel beschaffen, Braille lernen und Wege einüben. Doch auf den langsamen Abschied vom Sehen gibt es keine Probe. Fortschreitende Erblindung bedeutet, dem eigenen Verlust beim Geschehen zuzusehen. Und trotzdem entsteht darin eine Erkenntnis: Nicht das Licht bestimmt den Wert meines Lebens. Ich tue es.
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Danke @hspmauli
Ich weiß, Du weißt wie das ist, plötzlich kontaktlos zu sein.
Deshalb sei Dein Anliegen hier auch noch mal erwähnt 🦣
Wer schon immer wissen wollte, wie sich jemand in einem Leben mit #Erblindung einrichtet, möge ihm #folgen
Berichte aus dem #Haushalt und dem #Garten und was der #Verlust von #Sehkraft sonst noch für ungeahnte Nebenwirkungen hat.
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Ich habe gelogen, als ich sagte, ich sei auf die Dunkelheit vorbereitet. Ich habe mich selbst belogen. Jahrelang glaubte ich, Wissen über das Kommende sei dasselbe wie bereit dafür zu sein. Diese Illusion zerbrechen zu sehen, war die härteste und schmerzhafteste Erkenntnis dieses Jahres. Aber nun ist sie zerbrochen. Und jetzt reicht es mit dem verdammten Vorspiel: Meine Goldenen Zwanziger dürfen endlich beginnen.
#Erblindung #Blindheit #Sehbehinderung #Barrierefreiheit #Inklusion #Philosophie
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Dat Sehen warrt weniger, un irgendwann warrt dat Licht ganz wegblieven. Dat is keen lütten Kraam. Aver opgeven? Nee. Dat Leven gifft mi nu anner Opgaven. Braille, Technik, Orientierung, den Alldag nieg opstellen – allens Tüdelkram. Denn de grote Opgaav is nich, mit de Ogen to sehn. De grote Opgaav is, sik sülven treu to blieven, wenn de Welt düster warrt. Un dat krieg ik hen.
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Ich erblinde. Das nimmt mir mein Sehen. Aber es nimmt mir nicht meinen Durchblick. Ich werde die Welt anders wahrnehmen. Mit Technik, Braille, meinen Ohren, meinen Händen und Menschen, denen ich vertraue. Ich werde Hilfe brauchen. Das anzunehmen lerne ich gerade. Aber ich bleibe Florian. Laut. Politisch. Neugierig. Digital. Ein blinder digitaler weißer Ritter mit Durchblick in einer extrem schwarzen Rüstung.
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Am 7.9. ist mein letzter Tag in der Tagesklinik. In meinen Job kann ich noch nicht zurück. Erst kommt die Reha: Punktschrift, Langstock, Orientierung, Mobilität, Kochen, Haushalt, Kleidung, Hilfsmittel, Screenreader und ein Alltag ohne Augenlicht.
Erblindung ist ein gewaltiger Einschnitt. Lange sah ich darin vor allem Verlust. Heute sehe ich eine Herausforderung.
Ich bin mir sicher Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Vielleicht bedeutet Mut, dem Unvermeidlichen entgegenzugehen und zu sagen: Du veränderst mein Leben, aber du bekommst es nicht. Ich habe diese Herausforderung angenommen.
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Früher fragte ich nicht, ob ich ein Großlager, ein Kinderfest, eine Großküche oder das Chaos einer großen Veranstaltung organisieren kann. Ich machte es einfach. Heute nagt der Zweifel an mir. Nicht weil mein Wissen verschwunden wäre. Nicht weil meine Erfahrung weniger wert wäre. Sondern weil mein Sehen verschwindet und ich erst lernen muss, meinen eigenen Fähigkeiten ohne Augen neu zu vertrauen. Es ist unendlich schwer zu begreifen, dass Erblindung verändert, wie ich etwas tue aber nicht automatisch, wer ich bin und was ich kann.
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Ich habe wohl noch zwei Wochen Tagesklinik. Danach beginnt meine medizinische Reha. Dann werde ich meinen Job wieder aufnehmen und mein Leben weiterführen. Nicht so, als wäre nichts gewesen. Sondern mit dem Wissen aus dieser schweren Zeit. Ich kenne meine Grenzen besser. Ich kann Hilfe annehmen. Ich weiß, dass Verdrängen keine Lösung ist. Meine Zukunft bleibt herausfordernd. Aber ich gehe ihr anders entgegen: gestärkter, sicherer und, davon bin ich überzeugt, auch glücklicher. Nicht zurück ins alte Leben. Sondern vorwärts in meines.
#Depression #Tagesklinik #Reha #Erblindung #Neuanfang #MentalHealth
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In der Tagesklinik habe ich nicht gelernt, wie man Probleme verschwinden lässt. Ich habe gelernt, sie anzusehen. Gefühle wahrzunehmen, statt sie wegzudrücken. Grenzen zu erkennen, bevor ich zusammenbreche. Hilfe anzunehmen, ohne mich dafür klein zu fühlen. Ich habe verstanden, warum Verdrängung mich lange funktionieren ließ und irgendwann nicht mehr. Vor allem lernte ich: Meine bevorstehende Erblindung wird realer, wenn ich über sie spreche – aber sie verliert dabei einen Teil ihrer Macht über mich. Die Klinik hat mein Leben nicht repariert. Sie hat mir Werkzeuge gegeben, es wieder selbst zu führen.
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Dann kamen Benjamin Weinthals Vorwürfe gegen mich. Antisemitismus. Ein Wort von gewaltigem moralischem Gewicht. Seine Anschuldigungen blieben für mich nicht im Netz. Der Konflikt erreichte meinen beruflichen Raum und traf mich in einer Zeit, in der meine psychische Kraft ohnehin erschöpft war. Wer gleichzeitig die bevorstehende Erblindung verarbeitet, erlebt einen solchen öffentlichen Angriff nicht als abstrakte Debatte. Er trifft Identität, Sicherheit und Existenz zugleich. Das erklärt meine Depression nicht allein. Aber es erklärt, warum dieser Konflikt für mich zum letzten Tropfen wurde.
#Depression #Erblindung #Antisemitismus #Doxxing #MentalHealth
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Der tiefste Grund meiner Depression war schon lange vorprogrammiert: die bevorstehende Erblindung und meine jahrelange Fähigkeit, genau diese Wirklichkeit zu verdrängen. Ich funktionierte, arbeitete, kämpfte und tat so, als ließe sich das Unvermeidliche durch Leistung auf Abstand halten. Psychologisch war das Kompensation:
Ich hielt die Kontrolle mit maximalem Krafteinsatz aufrecht, wo ich sie langsam verlor. Dann kamen weitere Belastungen. Das Fass war längst randvoll. Der Konflikt mit dem Rechtsextremisten Benjamin Weinthal war schließlich der Tropfen, der es zum Überlaufen brachte.
#Depression #Erblindung #Behinderung #Psychologie #MentalHealth
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2/2 Nein, ist sie nicht. Und wenn die AfD an die Macht kommt, egal mit welchem Juniorpartner, wird sie Euthanasieprogramme auflegen. Und der Aufschrei in dieser Gesellschaft wird so sehr zu hören sein, wie die Entschuldigung oder das Sorry von heute.
#Euthanasie #T4 #Nazis #AfD #CDU #Inklusion #Erblindung #Sehbehinderung #Blind #Barrierefreiheit #Faschisten #Gesellschaftskritik
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Liebe soll man nicht nur sehen. Das klingt wunderschön. Bis man langsam wirklich nicht mehr sehen kann.
Vielleicht schaust du mich verliebt an. Vielleicht lächelst du nur für mich. Vielleicht verraten deine Augen längst, was du dich noch nicht traust zu sagen. Und ich schaue zurück. Genau in deine Richtung. Nur sehe ich all das nicht.
RP nimmt mir nicht die Fähigkeit zu lieben. Aber sie nimmt mir langsam die leise Sprache der Blicke.
Also muss ich lernen, Liebe anders zu erkennen: in deiner Stimme, deiner Berührung und darin, dass du bleibst.
#RetinitisPigmentosa #RP #Erblindung #Sehbehinderung #Blindheit #Liebe #Inklusion
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Sie lächelt. Hält den Blick vielleicht eine Sekunde länger. Sucht meine Nähe. Kleine Gesten, die mehr sagen könnten als Worte. Und ich? Bemerke nichts.
Später sagt jemand: „Das war doch offensichtlich.“
Nein. Für mich nicht.
RP nimmt mir nicht nur Straßenschilder, Gesichter und Hindernisse. Sie klaut auch diese leisen Momente zwischen Menschen. Blicke. Mimik. Körpersprache. Vielleicht sogar einen Flirt.Und ja: Es ist verdammt ätzend, erst hinterher zu erfahren, dass da vielleicht etwas Schönes war, das meine Augen einfach nicht mehr zu mir durchgelassen haben.
#RetinitisPigmentosa #RP #Erblindung #Sehbehinderung #Blindheit #Ableismus
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„Warum nimmst du die Treppe, wenn du kaum noch siehst?“
Weil der Aufzug zu dunkel ist.
Draußen erkenne ich noch Häuser, Menschen und manchmal sogar ein Flugzeug am Himmel. Im Aufzug stehe ich plötzlich vor schwarzen Knöpfen, die meine Augen nicht mehr finden. Keine Etage. Keine Zahl. Nur Dunkelheit.Also nehme ich die Treppe. Stufe für Stufe. Ausgerechnet die Treppe fühlt sich sicherer an.
Das ist RP. Nicht immer logisch für andere. Für mich aber jeden Tag Wirklichkeit.
#RetinitisPigmentosa #RP #Erblindung #Sehbehinderung #Blindheit #Barrierefreiheit #Inklusion