#erblindung — Public Fediverse posts
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@hspmauli Ich sehe das inzwischen anders: Challenge accepted.
Ja, mit der Erblindung werde ich Kontrolle abgeben müssen. Manche Dinge werde ich nicht mehr so machen können wie früher. Aber akzeptieren heißt für mich nicht aufgeben.
Dann lerne ich eben neue Wege. Punktschrift statt Schwarzschrift. Sprachausgabe statt Bildschirm. Andere Techniken statt Augen.
Ich will einem sehenden Menschen in möglichst wenig nachstehen. Und wo ich dafür doppelt so hart kämpfen und dreimal so viel lernen muss, dann ist das eben so.
Die Dunkelheit darf kommen. Meinen verdammten Kampfgeist bekommt sie nicht.#Inklusion #Erblindung #Blind #Behinderung #Barrierefreiheit
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@hspmauli Ich sehe das inzwischen anders: Challenge accepted.
Ja, mit der Erblindung werde ich Kontrolle abgeben müssen. Manche Dinge werde ich nicht mehr so machen können wie früher. Aber akzeptieren heißt für mich nicht aufgeben.
Dann lerne ich eben neue Wege. Punktschrift statt Schwarzschrift. Sprachausgabe statt Bildschirm. Andere Techniken statt Augen.
Ich will einem sehenden Menschen in möglichst wenig nachstehen. Und wo ich dafür doppelt so hart kämpfen und dreimal so viel lernen muss, dann ist das eben so.
Die Dunkelheit darf kommen. Meinen verdammten Kampfgeist bekommt sie nicht.#Inklusion #Erblindung #Blind #Behinderung #Barrierefreiheit
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@hspmauli Ich sehe das inzwischen anders: Challenge accepted.
Ja, mit der Erblindung werde ich Kontrolle abgeben müssen. Manche Dinge werde ich nicht mehr so machen können wie früher. Aber akzeptieren heißt für mich nicht aufgeben.
Dann lerne ich eben neue Wege. Punktschrift statt Schwarzschrift. Sprachausgabe statt Bildschirm. Andere Techniken statt Augen.
Ich will einem sehenden Menschen in möglichst wenig nachstehen. Und wo ich dafür doppelt so hart kämpfen und dreimal so viel lernen muss, dann ist das eben so.
Die Dunkelheit darf kommen. Meinen verdammten Kampfgeist bekommt sie nicht.#Inklusion #Erblindung #Blind #Behinderung #Barrierefreiheit
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@hspmauli Ich sehe das inzwischen anders: Challenge accepted.
Ja, mit der Erblindung werde ich Kontrolle abgeben müssen. Manche Dinge werde ich nicht mehr so machen können wie früher. Aber akzeptieren heißt für mich nicht aufgeben.
Dann lerne ich eben neue Wege. Punktschrift statt Schwarzschrift. Sprachausgabe statt Bildschirm. Andere Techniken statt Augen.
Ich will einem sehenden Menschen in möglichst wenig nachstehen. Und wo ich dafür doppelt so hart kämpfen und dreimal so viel lernen muss, dann ist das eben so.
Die Dunkelheit darf kommen. Meinen verdammten Kampfgeist bekommt sie nicht.#Inklusion #Erblindung #Blind #Behinderung #Barrierefreiheit
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@hspmauli Ich sehe das inzwischen anders: Challenge accepted.
Ja, mit der Erblindung werde ich Kontrolle abgeben müssen. Manche Dinge werde ich nicht mehr so machen können wie früher. Aber akzeptieren heißt für mich nicht aufgeben.
Dann lerne ich eben neue Wege. Punktschrift statt Schwarzschrift. Sprachausgabe statt Bildschirm. Andere Techniken statt Augen.
Ich will einem sehenden Menschen in möglichst wenig nachstehen. Und wo ich dafür doppelt so hart kämpfen und dreimal so viel lernen muss, dann ist das eben so.
Die Dunkelheit darf kommen. Meinen verdammten Kampfgeist bekommt sie nicht.#Inklusion #Erblindung #Blind #Behinderung #Barrierefreiheit
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Mein Arbeitszimmer wird gerade zu einem Lehrbuch. Auf A4-Blättern hängen Buchstaben in Schwarzschrift und Braille an den Wänden. Fast eine Tapete aus Sprache. Früher half mir diese Methode beim Auswendiglernen. Heute bekommt sie eine tiefere Bedeutung: Ich dekoriere mein Zimmer nicht. Ich baue eine Brücke in meine eigene Zukunft. Jeder Braille-Punkt an der Wand sagt mir: Wenn das Sehen geht, muss das Lesen nicht mitgehen.
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Mein Arbeitszimmer wird gerade zu einem Lehrbuch. Auf A4-Blättern hängen Buchstaben in Schwarzschrift und Braille an den Wänden. Fast eine Tapete aus Sprache. Früher half mir diese Methode beim Auswendiglernen. Heute bekommt sie eine tiefere Bedeutung: Ich dekoriere mein Zimmer nicht. Ich baue eine Brücke in meine eigene Zukunft. Jeder Braille-Punkt an der Wand sagt mir: Wenn das Sehen geht, muss das Lesen nicht mitgehen.
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Mein Arbeitszimmer wird gerade zu einem Lehrbuch. Auf A4-Blättern hängen Buchstaben in Schwarzschrift und Braille an den Wänden. Fast eine Tapete aus Sprache. Früher half mir diese Methode beim Auswendiglernen. Heute bekommt sie eine tiefere Bedeutung: Ich dekoriere mein Zimmer nicht. Ich baue eine Brücke in meine eigene Zukunft. Jeder Braille-Punkt an der Wand sagt mir: Wenn das Sehen geht, muss das Lesen nicht mitgehen.
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Mein Arbeitszimmer wird gerade zu einem Lehrbuch. Auf A4-Blättern hängen Buchstaben in Schwarzschrift und Braille an den Wänden. Fast eine Tapete aus Sprache. Früher half mir diese Methode beim Auswendiglernen. Heute bekommt sie eine tiefere Bedeutung: Ich dekoriere mein Zimmer nicht. Ich baue eine Brücke in meine eigene Zukunft. Jeder Braille-Punkt an der Wand sagt mir: Wenn das Sehen geht, muss das Lesen nicht mitgehen.
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Mein Arbeitszimmer wird gerade zu einem Lehrbuch. Auf A4-Blättern hängen Buchstaben in Schwarzschrift und Braille an den Wänden. Fast eine Tapete aus Sprache. Früher half mir diese Methode beim Auswendiglernen. Heute bekommt sie eine tiefere Bedeutung: Ich dekoriere mein Zimmer nicht. Ich baue eine Brücke in meine eigene Zukunft. Jeder Braille-Punkt an der Wand sagt mir: Wenn das Sehen geht, muss das Lesen nicht mitgehen.
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Ich lerne Braille nicht, weil ich kapituliert habe. Ich lerne Braille, weil ich mich weigere zu kapitulieren. Jeder Punkt unter meinen Fingern widerspricht der Vorstellung, Erblindung müsse geistige Abhängigkeit bedeuten. Wenn meine Augen Schrift zunehmend verweigern, werde ich eben mit meinen Händen lesen. Anpassung ist keine Niederlage. Sie ist die menschliche Fähigkeit, Freiheit unter veränderten Bedingungen neu zu organisieren.
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Ich lerne Braille nicht, weil ich kapituliert habe. Ich lerne Braille, weil ich mich weigere zu kapitulieren. Jeder Punkt unter meinen Fingern widerspricht der Vorstellung, Erblindung müsse geistige Abhängigkeit bedeuten. Wenn meine Augen Schrift zunehmend verweigern, werde ich eben mit meinen Händen lesen. Anpassung ist keine Niederlage. Sie ist die menschliche Fähigkeit, Freiheit unter veränderten Bedingungen neu zu organisieren.
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Ich lerne Braille nicht, weil ich kapituliert habe. Ich lerne Braille, weil ich mich weigere zu kapitulieren. Jeder Punkt unter meinen Fingern widerspricht der Vorstellung, Erblindung müsse geistige Abhängigkeit bedeuten. Wenn meine Augen Schrift zunehmend verweigern, werde ich eben mit meinen Händen lesen. Anpassung ist keine Niederlage. Sie ist die menschliche Fähigkeit, Freiheit unter veränderten Bedingungen neu zu organisieren.
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Ich lerne Braille nicht, weil ich kapituliert habe. Ich lerne Braille, weil ich mich weigere zu kapitulieren. Jeder Punkt unter meinen Fingern widerspricht der Vorstellung, Erblindung müsse geistige Abhängigkeit bedeuten. Wenn meine Augen Schrift zunehmend verweigern, werde ich eben mit meinen Händen lesen. Anpassung ist keine Niederlage. Sie ist die menschliche Fähigkeit, Freiheit unter veränderten Bedingungen neu zu organisieren.
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Ich lerne Braille nicht, weil ich kapituliert habe. Ich lerne Braille, weil ich mich weigere zu kapitulieren. Jeder Punkt unter meinen Fingern widerspricht der Vorstellung, Erblindung müsse geistige Abhängigkeit bedeuten. Wenn meine Augen Schrift zunehmend verweigern, werde ich eben mit meinen Händen lesen. Anpassung ist keine Niederlage. Sie ist die menschliche Fähigkeit, Freiheit unter veränderten Bedingungen neu zu organisieren.
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Erblindung ist für mich kein einzelner Augenblick. Sie ist ein schleichender Verlust. Heute verschwindet ein Detail. Morgen wird ein Gesicht undeutlicher. Irgendwann wird eine Fähigkeit, die gestern selbstverständlich war, zur Erinnerung. Das Grausame daran ist nicht allein der Verlust des Sehens. Es ist das ständige Wissen um das Kommende. Doch gerade deshalb lerne ich: Würde hängt nicht daran, was ein Körper noch kann.
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Erblindung ist für mich kein einzelner Augenblick. Sie ist ein schleichender Verlust. Heute verschwindet ein Detail. Morgen wird ein Gesicht undeutlicher. Irgendwann wird eine Fähigkeit, die gestern selbstverständlich war, zur Erinnerung. Das Grausame daran ist nicht allein der Verlust des Sehens. Es ist das ständige Wissen um das Kommende. Doch gerade deshalb lerne ich: Würde hängt nicht daran, was ein Körper noch kann.
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Erblindung ist für mich kein einzelner Augenblick. Sie ist ein schleichender Verlust. Heute verschwindet ein Detail. Morgen wird ein Gesicht undeutlicher. Irgendwann wird eine Fähigkeit, die gestern selbstverständlich war, zur Erinnerung. Das Grausame daran ist nicht allein der Verlust des Sehens. Es ist das ständige Wissen um das Kommende. Doch gerade deshalb lerne ich: Würde hängt nicht daran, was ein Körper noch kann.
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Ich habe lange behauptet, auf die Dunkelheit vorbereitet zu sein. Das war eine Lüge, vor allem mir selbst gegenüber. Man kann Hilfsmittel beschaffen, Braille lernen und Wege einüben. Doch auf den langsamen Abschied vom Sehen gibt es keine Probe. Fortschreitende Erblindung bedeutet, dem eigenen Verlust beim Geschehen zuzusehen. Und trotzdem entsteht darin eine Erkenntnis: Nicht das Licht bestimmt den Wert meines Lebens. Ich tue es.
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Ich habe lange behauptet, auf die Dunkelheit vorbereitet zu sein. Das war eine Lüge, vor allem mir selbst gegenüber. Man kann Hilfsmittel beschaffen, Braille lernen und Wege einüben. Doch auf den langsamen Abschied vom Sehen gibt es keine Probe. Fortschreitende Erblindung bedeutet, dem eigenen Verlust beim Geschehen zuzusehen. Und trotzdem entsteht darin eine Erkenntnis: Nicht das Licht bestimmt den Wert meines Lebens. Ich tue es.
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Ich habe lange behauptet, auf die Dunkelheit vorbereitet zu sein. Das war eine Lüge, vor allem mir selbst gegenüber. Man kann Hilfsmittel beschaffen, Braille lernen und Wege einüben. Doch auf den langsamen Abschied vom Sehen gibt es keine Probe. Fortschreitende Erblindung bedeutet, dem eigenen Verlust beim Geschehen zuzusehen. Und trotzdem entsteht darin eine Erkenntnis: Nicht das Licht bestimmt den Wert meines Lebens. Ich tue es.
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Ich habe lange behauptet, auf die Dunkelheit vorbereitet zu sein. Das war eine Lüge, vor allem mir selbst gegenüber. Man kann Hilfsmittel beschaffen, Braille lernen und Wege einüben. Doch auf den langsamen Abschied vom Sehen gibt es keine Probe. Fortschreitende Erblindung bedeutet, dem eigenen Verlust beim Geschehen zuzusehen. Und trotzdem entsteht darin eine Erkenntnis: Nicht das Licht bestimmt den Wert meines Lebens. Ich tue es.
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Ich habe gelogen, als ich sagte, ich sei auf die Dunkelheit vorbereitet. Ich habe mich selbst belogen. Jahrelang glaubte ich, Wissen über das Kommende sei dasselbe wie bereit dafür zu sein. Diese Illusion zerbrechen zu sehen, war die härteste und schmerzhafteste Erkenntnis dieses Jahres. Aber nun ist sie zerbrochen. Und jetzt reicht es mit dem verdammten Vorspiel: Meine Goldenen Zwanziger dürfen endlich beginnen.
#Erblindung #Blindheit #Sehbehinderung #Barrierefreiheit #Inklusion #Philosophie
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Dat Sehen warrt weniger, un irgendwann warrt dat Licht ganz wegblieven. Dat is keen lütten Kraam. Aver opgeven? Nee. Dat Leven gifft mi nu anner Opgaven. Braille, Technik, Orientierung, den Alldag nieg opstellen – allens Tüdelkram. Denn de grote Opgaav is nich, mit de Ogen to sehn. De grote Opgaav is, sik sülven treu to blieven, wenn de Welt düster warrt. Un dat krieg ik hen.
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Liebe soll man nicht nur sehen. Das klingt wunderschön. Bis man langsam wirklich nicht mehr sehen kann.
Vielleicht schaust du mich verliebt an. Vielleicht lächelst du nur für mich. Vielleicht verraten deine Augen längst, was du dich noch nicht traust zu sagen. Und ich schaue zurück. Genau in deine Richtung. Nur sehe ich all das nicht.
RP nimmt mir nicht die Fähigkeit zu lieben. Aber sie nimmt mir langsam die leise Sprache der Blicke.
Also muss ich lernen, Liebe anders zu erkennen: in deiner Stimme, deiner Berührung und darin, dass du bleibst.
#RetinitisPigmentosa #RP #Erblindung #Sehbehinderung #Blindheit #Liebe #Inklusion
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Sie lächelt. Hält den Blick vielleicht eine Sekunde länger. Sucht meine Nähe. Kleine Gesten, die mehr sagen könnten als Worte. Und ich? Bemerke nichts.
Später sagt jemand: „Das war doch offensichtlich.“
Nein. Für mich nicht.
RP nimmt mir nicht nur Straßenschilder, Gesichter und Hindernisse. Sie klaut auch diese leisen Momente zwischen Menschen. Blicke. Mimik. Körpersprache. Vielleicht sogar einen Flirt.Und ja: Es ist verdammt ätzend, erst hinterher zu erfahren, dass da vielleicht etwas Schönes war, das meine Augen einfach nicht mehr zu mir durchgelassen haben.
#RetinitisPigmentosa #RP #Erblindung #Sehbehinderung #Blindheit #Ableismus
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„Warum nimmst du die Treppe, wenn du kaum noch siehst?“
Weil der Aufzug zu dunkel ist.
Draußen erkenne ich noch Häuser, Menschen und manchmal sogar ein Flugzeug am Himmel. Im Aufzug stehe ich plötzlich vor schwarzen Knöpfen, die meine Augen nicht mehr finden. Keine Etage. Keine Zahl. Nur Dunkelheit.Also nehme ich die Treppe. Stufe für Stufe. Ausgerechnet die Treppe fühlt sich sicherer an.
Das ist RP. Nicht immer logisch für andere. Für mich aber jeden Tag Wirklichkeit.
#RetinitisPigmentosa #RP #Erblindung #Sehbehinderung #Blindheit #Barrierefreiheit #Inklusion
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„Bist du blind oder was?“
Früher war das für mich irgendein dummer Spruch. Heute bleibe ich innerlich daran hängen.Ja. ich werde blind. Nicht heute. Nicht morgen. Aber meine Augen verlieren Stück für Stück ihre Fähigkeit zu sehen.
Du siehst mich ohne Stock und denkst vielleicht, ich könne alles sehen. Dann remple ich dich an und du wirst wütend.
Was du nicht siehst: Ich habe dich wirklich nicht gesehen.
Manchmal wäre ein bisschen Freundlichkeit schöner als die perfekte Sicht.#RetinitisPigmentosa #RP #Erblindung #Sehbehinderung #Blindheit #Ableismus #Inklusion
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"Mach doch mal die Augen auf!“
Der Satz trifft mich härter als der E-Scooter, über den ich gestolpert bin.Meine Augen sind offen. Sie kämpfen jeden Tag darum, mir noch etwas von dieser Welt zu zeigen.
RP bedeutet, dass mein Gesichtsfeld immer kleiner wird. Ich kann hinschauen und trotzdem etwas nicht sehen.
In absehbarer Zeit werde ich gar nichts mehr sehen. Deshalb wünsche ich mir keine Extrawurst. Nur diesen einen Gedanken, bevor ihr urteilt: Nicht jede Behinderung ist sichtbar. Und Augen im Kopf sagen nichts über ihre Sehkraft aus.
#RetinitisPigmentosa #RP #Erblindung #Sehbehinderung #Blindheit #Ableismus
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Lesen mit RP bedeutet für mich: Die Buchstaben sind noch da. Aber nicht mehr selbstverständlich. Ich brauche eine 4- bis 6-fache Vergrößerung. Dadurch werden die Wörter riesig. Gleichzeitig passt immer weniger Text in mein Gesichtsfeld. Ich sehe einen kleinen Ausschnitt und muss ihn Stück für Stück zusammensetzen. Lesen wird so zur Arbeit für Augen und Kopf. Und trotzdem lese ich weiter. Denn wenn die Welt für meine Augen kleiner wird, soll meine Welt im Kopf nicht mit ihr schrumpfen. Und ein maximal großer Bildschirm hilft eben nicht.
#RetinitisPigmentosa #RP #Erblindung #Sehbehinderung #Blindheit #Barrierefreiheit #Inklusion
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Auf meinem privaten Account @Lancker habe ich heute ein bisschen über meine Augenerkrankung, meinen Umgang damit und eine nicht so schöne Selbstreflexion veröffentlicht. Wenn dich interessiert, was den Menschen, der hinter @SchreibeEinfach steckt, gerade so umtreibt, ist das meine Leseempfehlung für heute.