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#fskab16 — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #fskab16, aggregated by home.social.

  1. Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)

    Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)

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  2. Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)

    Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)

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  3. Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)

    Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)

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  4. Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)

    Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)

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  5. Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)

    Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)

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  6. Scott Derrickson – „Der Exorzismus von Emily Rose“ (2005)

    Beim Titel hätte ich an einen Horror-Thriller gedacht, doch tatsächlich ist es ein Film über die Gewalt, die entsteht, wenn Institutionen versuchen, den Glauben zu kontrollieren. Scott Derrickson spielt zwar sehr mit dem Horrorfilm, doch seine eigentliche Wucht findet er dann in einem Gerichtssaal. Und da stehen nicht Dämonen, sondern die Grenzen zwischen Wissenschaft und Religion, Schuld und Verantwortung, Justiz, Körper und Geist für das eigentliche Grauen. Das ist sicher nichts für jede:n – aber für mich war es sehenswert! (ZDF, Wh.)

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  7. Mohammad Rasoulof – „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ (2024)

    Dieser Film kritisiert längst nicht nur das iranische Regime. Weil er grundsätzlich demonstriert, wie autoritäre Systeme in das Leben ihrer Bürger eindringen. Daraus entwickelt er seine große politische Kraft. Und aus diesem Grund gehört er sehr präzise in die Gegenwart. Weil es eben auch eine universelle Geschichte vom Widerstand gegen Autoritarismus, patriarchale Gewalt und paranoide Herrschaftssysteme ist, wie wir sie gerade auch in Deutschland gut kennen. (ARTE, Neu!)

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  8. David E. Kelley – „Lake Placid“ (1999)

    Das hier ist sozusagen die Economy-Class im Jurassic Park: Ein Monsterfilm mit überdurchschnittlichem Cast und unterdurchschnittlichem Anspruch – und deshalb ein kleines popkulturelles Juwel. Die Begegnung zwischen Mensch und Kreatur ist hier kein naturphilosophisches Drama, sondern ein ziemlich absurder Albtraum mit ironischem Biss. Sozusagen der Film zum Sommerloch… Mit Bill Pullman, Bridget Fonda, Brendan Gleeson und Betty White. (ZDF, Wh.)

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  9. Francis Ford Coppola – „Der Pate“ (1972)

    Kaum ein anderer Film hat sein Jahrzehnt und wahrscheinlich sein ganzes Jahrhundert so geprägt, und kaum ein Ensemble das Kino so still revolutioniert, wie dieses Drama von Francis Ford Coppola. Ein Film, der längst zur politischen Mythologie US-Amerikas gehört. Doch jenseits des ikonischen Mafia-Schattenspiels, all der Zigarren und Pferdeköpfe, pulsiert ein leiseres, intimeres Drama… (ARD, Wh.)

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  10. Ari Aster – „Midsommar“ (2019)

    Was zu Beginn aussieht wie eine Postkarte aus dem letzten Schwedenurlaub, ist ein chirurgischer Eingriff mitten ins Herz einer Beziehung. Kein klassischer Horror, sondern eine radikale Dekonstruktion von Intimität, Macht und kultureller Projektion. Wo Hollywood den Schrecken meist in dunklen Kellern und Wäldern versteckt, wagt Ari Aster einen Gegenentwurf: Wir sehen alles im grellen Tageslicht, ohne jede Rückzugsmöglichkeit. Der Horror liegt in der Unerbittlichkeit des Lichts, das einfach alles aufdeckt. Mit Florence Pugh und Jack Reynor. (ZDF, Wh.)

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  11. Tom Tykwer – „Das Parfum“ (2006)

    Dieser Film riecht eigentlich schon nach Größenwahn. Denn Tom Tykwer hat 2006 das Unverfilmbare gewagt, und das war Patrick Süskinds Kultroman, der als viel zu olfaktorisch, also viel zu sinnlich galt, um zu einem Film werden. Und das Ding funktioniert doch! Nicht, weil es das Buch kopiert, sondern weil es den Stoff neu riecht – als visuelles Rauschgift. Ein Film, der so dekadent ist, dass ich die Luft anhalten wollte. Aber riechen Sie selbst…! (3Sat, Wh.)

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  12. Bong Joon-ho – „The Host“ (2006)

    Bong Joon-ho stellt in seinem ganzen Kinowerk eigentlich immer dieselbe Frage: „Warum kann ein Staat seine Bürger:innen nicht beschützen?“ Mal seziert er die Klassenverhältnisse des Kapitalismus, mal die Bürokratie, mal die Verhältnisse, die Menschen gegeneinander ausspielen. Und irgendwo dazwischen hat er 2006 einen Monsterfilm gedreht? (ARTE, Neu!)

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  13. Bong Joon-ho – „Memories of Murder“ (2003)

    Dass Südkorea in direkter Folge des Koreakrieges bis 1987 von einer Militärdiktatur regiert wurde, war 2003 offiziell eigentlich schon lange Geschichte. Die Wirtschaft hat geboomt, die Zukunft versprach Wohlstand. In genau diesem Moment hat Bong Joon-ho zurück in die 1980er Jahre gesehen – und dort nicht nur einen Serienmörder gefunden, sondern die Leiche eines ganzen politischen Selbstbildes. Deshalb ist dieser Film auch kein Krimi! (ARTE, Neu!)

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  14. Tolga Karaçelik – „Der Psycho-Coach – Mörderische Therapie“ (2024)

    „The Shallow Tale of a Writer Who Decided to Write about a Serial Killer“ – das wäre der Originaltitel gewesen, den der deutsche Filmverleih in Allianz mit der ARD glaubt uns nicht zumuten zu können. In kurz: Ein Autor steckt fest. Hat keine Ideen mehr, keinen Flow und besteht nur noch aus purem Ego. Eigentlich also ein durchschnittliches Blogger:innenschicksal, an fast jedem beliebigen Montag. Ein Film von Tolga Karaçelik, mit Steve Buscemi, Britt Lower und John Magaro. (ARD, Neu!)

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  15. Tolga Karaçelik – „Der Psycho-Coach – Mörderische Therapie“ (2024)

    „The Shallow Tale of a Writer Who Decided to Write about a Serial Killer“ – das wäre der Originaltitel gewesen, den der deutsche Filmverleih in Allianz mit der ARD glaubt uns nicht zumuten zu können. In kurz: Ein Autor steckt fest. Hat keine Ideen mehr, keinen Flow und besteht nur noch aus purem Ego. Eigentlich also ein durchschnittliches Blogger:innenschicksal, an fast jedem beliebigen Montag. Ein Film von Tolga Karaçelik, mit Steve Buscemi, Britt Lower und John Magaro. (ARD, Neu!)

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  16. Tolga Karaçelik – „Der Psycho-Coach – Mörderische Therapie“ (2024)

    „The Shallow Tale of a Writer Who Decided to Write about a Serial Killer“ – das wäre der Originaltitel gewesen, den der deutsche Filmverleih in Allianz mit der ARD glaubt uns nicht zumuten zu können. In kurz: Ein Autor steckt fest. Hat keine Ideen mehr, keinen Flow und besteht nur noch aus purem Ego. Eigentlich also ein durchschnittliches Blogger:innenschicksal, an fast jedem beliebigen Montag. Ein Film von Tolga Karaçelik, mit Steve Buscemi, Britt Lower und John Magaro. (ARD, Neu!)

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  17. Tolga Karaçelik – „Der Psycho-Coach – Mörderische Therapie“ (2024)

    „The Shallow Tale of a Writer Who Decided to Write about a Serial Killer“ – das wäre der Originaltitel gewesen, den der deutsche Filmverleih in Allianz mit der ARD glaubt uns nicht zumuten zu können. In kurz: Ein Autor steckt fest. Hat keine Ideen mehr, keinen Flow und besteht nur noch aus purem Ego. Eigentlich also ein durchschnittliches Blogger:innenschicksal, an fast jedem beliebigen Montag. Ein Film von Tolga Karaçelik, mit Steve Buscemi, Britt Lower und John Magaro. (ARD, Neu!)

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  18. Tolga Karaçelik – „Der Psycho-Coach – Mörderische Therapie“ (2024)

    „The Shallow Tale of a Writer Who Decided to Write about a Serial Killer“ – das wäre der Originaltitel gewesen, den der deutsche Filmverleih in Allianz mit der ARD glaubt uns nicht zumuten zu können. In kurz: Ein Autor steckt fest. Hat keine Ideen mehr, keinen Flow und besteht nur noch aus purem Ego. Eigentlich also ein durchschnittliches Blogger:innenschicksal, an fast jedem beliebigen Montag. Ein Film von Tolga Karaçelik, mit Steve Buscemi, Britt Lower und John Magaro. (ARD, Neu!)

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  19. Don Siegel – „Ein Fressen für die Geier“ (1970)

    Alles andere als ein „klassischer“ Western. Auch wenn mit Don Siegel ein Genreveteran Regie geführt hat und mit Clint Eastwood ein kommender Superstar ganz oben auf den Plakaten stand. Es ist allein Shirley MacLaine, die diesen Film zusammenhält. Sie ist das Zentrum, der Störfaktor, das Maultier, das den Regeln des Genres nicht gehorcht. Don Siegel wusste, dass er eine Figur braucht, die Eastwoods Fassade sprengt. Und mit MacLaine bekam er genau das – eine scharfe, ironische, unberechenbare Geheimwaffe. (ARD)

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  20. Ulrich Edel – „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (1981)

    Es gibt Filme, zu denen ich auch nach mehr als 40 Jahren noch nicht genug Distanz habe, sie etwa neutral zu besprechen. Das hier ist einer von der Sorte. Nicht, weil er so klug gewesen wäre. Sondern weil er sich festgesetzt hat, wie ein Echo meines Erwachsenwerdens, das bis heute nie ganz verstummt ist. Neutralität wäre hier eine Pose. Und Posen hat dieser Film selbst schon mehr genug hervorgebracht. Mit Natja Brunckhorst und David Bowie. (ARD, Wh.)

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  21. Jim Gillespie – „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ (1997)

    Das ist ein Titel wie ein Schuldspruch, und so schlicht, dass er sich sofort ins Gedächtnis gräbt. 1997 erschien der Film, der ausgesehen hat, wie ein kleines Studioprodukt, um auch die kleinen Säle der Multiplexe zu füllen, und wurde zu einem der erfolgreichsten Horrorfilme seiner Zeit. Um das zu verstehen, lohnt ein Blick zurück: auf die Geburt des Slasher-Genres und auf die Schatten, in denen er stand. Mit Jennifer Love Hewitt und Sarah Michelle Gellar. (ZDFneo, Wh.)

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  22. Volker Schlöndorff – „Die Blechtrommel“ (1979)

    Eine Gesellschaft, die bereitwillig den Faschisten hinterhergelaufen ist, um hinterher so zu tun, als sei das alles irgendwie nur zufällig passiert. Genau das Muster fühlt sich heute wieder unangenehm vertraut an. Ein Zustand, der sich lieber verwaltet als hinterfragt, der profitiert und dabei so tut, als hätte das alles keine Geschichte. Der Oscar-prämierte Film nach einem Roman von Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass hat genau dieses Spannungsfeld auf die Leinwand gebracht. Für mich, hat der Film das ganze Land verändert. Hab‘ ich damals jedenfalls gedacht… (3sat, Wh.)

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  23. Laura Schroeder – „Maret“ (2023)

    Identität ist im Kino oft nur eine romantische Idee. Ein innerer Kern, verborgen unter Verletzungen, der irgendwann wieder freigelegt werden kann. Erinnerung als Wahrheit. Vergangenheit als Schicksal. Sowas. Laura Schroeder dreht dieses Narrativ radikal um. Die Frage lautet hier nicht: „Wer bin ich wirklich.“ Sondern: „Wer will ich gewesen sein?“ (ARTE, Neu!)

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  24. Andrzej Żuławski – „Possession“ (1981)

    Diesen Film vergesse ich mein Leben lang nicht mehr. Auch weil ich schon lange erwachsen war, als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe. Für mich war das noch zu früh. Ich habe ihn zuerst einfach nicht verstanden. Und ich weiß, ehrlich gesagt, auch gar nicht, ob es mir heute gelingt. Deshalb nähere ich mich dem Film auch nur vorsichtig. Mit geschärften Sinnen und bei vollem Bewusstsein. Denn dieser Film von Andrzej Żuławski ist kein Ehedrama und kein Horrorfilm. Es ist ein Exorzismus des Patriarchats, gefilmt in Beton und Blut. Mit Isabelle Adjani und Sam Neill. (ARTE, Neu!)

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  25. Francis Ford Coppola – „Der Pate“ (1972)

    Kaum ein anderer Film hat sein Jahrzehnt und wahrscheinlich sein ganzes Jahrhundert so geprägt, und kaum ein Ensemble das Kino so still revolutioniert, wie dieses Drama von Francis Ford Coppola. Ein Film, der längst zur politischen Mythologie US-Amerikas gehört. Doch jenseits des ikonischen Mafia-Schattenspiels, all der Zigarren und Pferdeköpfe, pulsiert ein leiseres, intimeres Drama… (3sat, Wh.)

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  26. Kathryn Bigelow – „Tödliches Kommando“ (2008)

    „The Hurt Locker“ ist ein Kriegsfilm, der sich weigert, den Krieg nur als Kulisse einer Erzählung zu begreifen. Kathryn Bigelow interessiert sich nicht für Missionen oder politische Rechtfertigungen. Ihr Blick bleibt auf der Anspannung der Menschen, die in einem System funktionieren müssen, das zugleich auf ihren Verschleiß angelegt ist. Der Irakkrieg ist hier kein Hintergrund, sondern ein Zustand permanenter Unsicherheit. Kontrolle existiert nur als Idee und ist eine Lüge. Bigelow gewann mit diesem Film, als erste Frau überhaupt, einen Oscar für die beste Regie (und weiteren 5 Auszeichnungen, u.a. auch als bester Film). (3sat. Wh.)

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  27. Mary Harron – „Daliland“ (2022)

    Ein Film, der sich mal nicht für das Genie als Monument, sondern für den Künstler als Marke, Pose und patriarchales Nervenbündel interessiert. Das ist konsequent. Eigentlich wurde es aber die Geschichte von Gala. Der Muse, der Managerin, Kuratorin und Dompteuse des männlichen Egos von Salvador Dalí, das ohne seine permanente Spiegelung wohl längst kollabiert wäre. (ARD, Free-TV-Premiere)

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  28. David Lynch – „Twin Peaks“ (Serie, 1990)

    Das ist ja längst kein Rätsel mehr, das noch gespoilert werden könnte, aber immer noch ein TV-Zustand, in den wir immer wieder hineinfallen können: Eine TV-Serie, die sich über fast drei Jahrzehnte immer wieder neu erfunden hat und dabei doch immer auch konsequent geblieben ist. In David Lynchs Ablehnung klarer Antworten, seinem Misstrauen gegenüber Ordnung, Vernunft und narrativer Bequemlichkeit hat er hat das Serienformat nicht etwa genutzt, um seine immer komplexen Geschichten detaillierter zu erzählen, sondern um Atmosphäre zu dehnen, Bedeutungen zu verschieben und die ganze Popkultur von innen heraus zu destabilisieren. (ARTE, Wh.)

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  29. Francis Ford Coppola – „Der Pate III“ (1990)

    Das war kein Triumphzug und auch keine späte Ehrenrunde einer großen Erzählung. Dieser Film war ein finaler Abschied, der sich geweigert hat, würdevoll zu sein. Ein Film, der genau gewusst hat, dass er zu spät kommt – und genau deshalb existiert. Coppola hat einen Mythos als Ruine seiner eigenen Geschichte zu Ende gebracht. Eine Welt aus totaler moralischer Erschöpfung. Wer diesen Film aber als „schwächsten Teil“ der Saga abtut, verkennt seine Funktion: Es ist der notwendige Epilog einer Geschichte, die nie ein Happy End verdient hat. (ARD, Wh.)

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  30. Francis Ford Coppola – „Der Pate“ (1972)

    Kaum ein anderer Film hat sein Jahrzehnt und wahrscheinlich sein ganzes Jahrhundert so geprägt, und kaum ein Ensemble das Kino so still revolutioniert, wie dieses Drama von Francis Ford Coppola. Ein Film, der längst zur politischen Mythologie US-Amerikas gehört. Doch jenseits des ikonischen Mafia-Schattenspiels, all der Zigarren und Pferdeköpfe, pulsiert ein leiseres, intimeres Drama… (ARD, Wh.)

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  31. John Frankenheimer – „Wild Christmas“ (2000)

    Für John Frankenheimer, den Regisseur, der das amerikanische Kino über Jahrzehnte mit politischer Paranoia, kaltem Machtdenken und formaler Strenge geprägt hat, war es sein letzter Kinofilm – ein scheinbar simpler Heist-Thriller mit Weihnachtsgimmick. Doch unter der Oberfläche dieses Auftragsfilms arbeitet etwas ganz anderes. Seine Müdigkeit, sein Zorn und seine Ironie. Es wurde eine Abrechnung mit einem Kino, das längst aufgehört hat, Verantwortung zu übernehmen. (ARD, Wh.)

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  32. Oliver Stone – „Platoon“ (1986)

    Dschungel, Schlamm und konstante Paranoia. Absolut keine Helden, kein Happy End. Ein Film, wie schweres Fieber. Und ein Film von Oliver Stone. Es ist tatsächlich spürbar, dass er dabei war, in Vietnam. Der Schweiß, die Mücken, die Schreie in der Nacht – nichts davon wirkt erfunden. Schon die erste Szene lässt das Publikum jede Hoffnung verlieren. Keine Hollywood-Kriegs-Glorie, sondern nur eine Schilderung des Überlebens von Stunde zu Stunde. Tag zu Tag. (ARD, Wh.)

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  33. Stephen King – „Misery“ (1990)

    Ein Film, der mich nie mehr losgelassen hat. Rob Reiners Adaption der Stephen-King-Romanvorlage von 1990 ist aber kein überladener Horror-Blockbuster, sondern nur ein intimes Kammerspiel über Abhängigkeit, Erschöpfung und narzisstische Gewalt. Und es ist ein Film über das Schreiben selbst — ein Motiv, das es bei King immer wieder gab und immer zentrale Rollen gespielt hat. (ARTE, Neu)

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  34. Joel Coen & Ethan Coen – „Fargo“ (1996)

    Der absolut perfekte Film zur Jahreszeit. Ein kalter, klarer Kristall. Und ein früher Höhepunkt, der die Handschrift seiner Regisseure nachhaltig definiert hat. Ich bin da einfach ein Fan. Deshalb sehen Sie es mir bitte nach, wenn ich diesen Film einfach absurd feiern möchte, für das, was er immer noch ist. Ein Geniestreich von Joel Coen & Ethan Coen und ein frühes Weihnachtsgeschenk in der Mediathek. (ARTE, Wh.)

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  35. Thomas Seeberg Torjussen – „Toxic Tom“ (Serie, 2025)

    Dieser norwegische Vierteiler ist echt ein ziemlich gewagter Stunt. Schon auf dem Papier liest sich das so riskant, dass ich fast gar nicht glauben wollte, dass so etwas funktionieren kann. Ein Mann, der tagsüber in der Boutique seiner Mutter (ausgerechnet) Damenkleider (ausgerechnet) verkauft und nachts im Netz Frauen trollt, muss vor seiner eigenen toxischen Wut fliehen und die Welt aus der Sicht der Frauen erleben, die er zuvor bedroht hat. Das @ZDF traut sich was… gut so! (ZDFneo, Neu!)

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  36. Paul Schrader – „The Card Counter“ (2021)

    Paul Schrader hat schon viele Filme über Männer gemacht, die so kaputt sind, dass sie glauben, Selbstdisziplin wäre ein Weg zur Auflösung ihrer miserablen Gegenwart. So auch hier. Dieser Film ist ein Schmerztagebuch, genau darüber. Graue Anzüge, Neonlicht und abgerissene Casinos sind keine Kulisse einer Verführung. Das ist kein Kino, das etwa populär sein will. Ganz im Gegenteil. (3sat, Free-TV-Premiere)

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  37. Scott Derrickson – „Der Exorzismus von Emily Rose“ (2005)

    Ein Film über den Glauben – und über die Gewalt, die entsteht, wenn Institutionen versuchen, ihn zu kontrollieren. Scott Derrickson spielt mit der Form des Horrorfilms, aber seine Wucht findet er in einem Gerichtssaal. Nicht Dämonen, sondern die Grenzen zwischen Wissenschaft und Religion, Schuld und Verantwortung, Justiz, Körper und Geist stehen hier für das eigentliche Grauen. (ZDF, Wh.)

  38. Tom Tykwer, Ben Whishaw – „Das Parfum“ (2006)

    Dieser Film riecht nach Größenwahn, im besten und im schlimmsten Sinne. Tom Tykwer hat 2006 etwas unverfilmbares gewagt – Patrick Süskinds Kultroman, der jahrelang als zu olfaktorisch, zu sinnlich galt, um zu einem Film werden. Und siehe da: Das Ding funktioniert doch. Nicht, weil es das Buch kopiert, sondern weil es den Stoff neu riecht – als überbordendes, visuelles Rauschgift. Zwischen barocker Sinnlichkeit, Blut, Schweiß und Tod entfaltet sich ein Film, der so dekadent ist, dass ich fast die Luft anhalten wollte. (3Sat)

  39. David E. Kelley – „Lake Placid“ (1999)

    Der Jurassic Park der Economy-Class: Ein Monsterfilm mit überdurchschnittlichem Cast und unterdurchschnittlichem Anspruch – und deshalb ein kleines popkulturelles Juwel. Die Begegnung zwischen Mensch und Kreatur ist hier kein naturphilosophisches Drama, sondern ein ziemlich absurder Albtraum mit ironischem Biss. Der Film zum Sommerloch, sozusagen. (ZDFneo, Wh.)

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  40. Marlon Brando, Al Pacino, Diane Keaton – „Der Pate“ (1972)

    Kaum ein anderer Film hat sein Jahrzehnt und wahrscheinlich sein ganzes Jahrhundert so geprägt, und kaum ein Ensemble das Kino so still revolutioniert, wie dieses Drama von Francis Ford Coppola. Ein Film, der längst zur politischen Mythologie US-Amerikas gehört. Doch jenseits des ikonischen Mafia-Schattenspiels, all der Zigarren und Pferdeköpfe, pulsiert ein leiseres, intimeres Drama… (ARD, Wh.)

  41. Marlon Brando, Al Pacino, Diane Keaton – „Der Pate“ (1972)

    Kaum ein anderer Film hat sein Jahrzehnt und wahrscheinlich sein ganzes Jahrhundert so geprägt, und kaum ein Ensemble das Kino so still revolutioniert, wie dieses Drama von Francis Ford Coppola. Ein Film, der längst zur politischen Mythologie US-Amerikas gehört. Doch jenseits des ikonischen Mafia-Schattenspiels, all der Zigarren und Pferdeköpfe, pulsiert ein leiseres, intimeres Drama. (ARD, Wh.)

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  42. John Sturges – „Der Adler ist gelandet“ (1976)

    Der Krieg gegen den Faschismus als Abenteuerspielplatz für Nachmittage mit der Familie: „Der Adler ist gelandet“ gehört zu jener Sorte von Filmen, die die mörderische Logik des Zweiten Weltkriegs in elegante Uniformen, straffe Handlungsbögen und hochkarätig besetzte Rollen verpackt haben. Michael Caine als deutscher Offizier, charmant, kühl, fast wie ein Popstar im falschen Kostüm. Donald Sutherland stolpert irisch-komisch durch die Kulissen, Robert Duvall trägt Augenklappe und preußischen Ernst. Alles ist zugleich zu viel, zu wenig, und vor allem, zu glatt. Furchtbar! (ARTE)

  43. Jennifer Love Hewitt, Sarah Michelle Gellar – „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ (1997)

    Ein Titel wie ein Schuldspruch, und so schlicht, dass er sofort ins Gedächtnis gräbt. 1997 erschien der Film, scheinbar ein kleines Studioprodukt, um auch die kleinen Säle der Multiplexe zu füllen, und er wurde zu einem der erfolgreichsten Horrorfilme seiner Zeit. Um das zu verstehen, lohnt ein Blick zurück: auf die Geburt des Slasher-Genres und auf die Schatten, in denen er stand. (ZDFneo, Wh)

  44. Michael Mann, Al Pacino, Robert De Niro – „Heat“ (1995)

    Es gab diese Zeit, in der das amerikanische Kino noch erwachsen wirken wollte. Die 90er Jahre waren ein Übergang: Blockbuster als Industrienorm, Independent als Gegenbewegung, und irgendwo dazwischen diese großen, ernsten Studiofilme, die sich weigerten, infantilisiert zu werden. „Heat“ erschien 1995 genau in dieser Grauzone. Drei Stunden, getragen von einem Plot, der keine Superhelden kannte, nur Profis, die ihre Arbeit zu ernst nehmen. Heute sind diese Typen einfach ausgestorben.

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