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#fskab16 — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #fskab16, aggregated by home.social.

  1. Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)

    Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)

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  2. Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)

    Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)

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  3. Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)

    Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)

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  4. Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)

    Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)

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  5. Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)

    Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)

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  6. Roman Polański – „Rosemaries Baby“ (1968)

    Dieser Film hat Roman Polański 1968 endgültig zu einer Schlüsselfigur des internationalen Kinos gemacht. Zuvor hatte der in Paris geborene und in Polen aufgewachsene Regisseur allerdings schon mit „Das Messer im Wasser“ (1962) und „Ekel“ (1965) gezeigt, dass er das Spiel mit psychologischem Druck und räumlicher Enge meisterhaft beherrscht. Mit Mia Farrow, John Cassavetes und Ruth Gordon. (ARD, Wh.)

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  7. Tommy Wirkola – „Was geschah am Montag?“ (2017)

    Hier bekommen wir 7x Noomi Rapace! Aber nur eine Identität. Jede für einen Tag der Woche. Eigentlich ist das Science-Fiction-Action aus einer Zeit, die noch geglaubt hat, die Welt gehe an Überbevölkerung zugrunde. Doch der Film weiß es selbst schon besser. Nicht zu viele Menschen sind das Problem. Sondern ein System, das selbst aus Katastrophen noch Geschäftsmodelle macht. Heute sind wir einen Schritt weiter… weil es Tage gibt, an denen ich glaube, es ist längst passiert. (ZDF, Neu!)

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  8. Robert Lorenz – „The Marksman“ (2021)

    Wer einen Liam-Neeson-Thriller einschaltet, weiß ungefähr, was folgt. Und trotzdem funktioniert dieses Ritual immer wieder. Der Mann spielt längst keine Figuren mehr. Er hat quasi inzwischen sein eigenes Genre. Mir geben diese Männer über 60 etwas, wenn sie denn auf der richtigen Seite stehen. Und weil es hier um Kind geht, geht das klar. Aber inzwischen hat die Politik dieses Roadmovie längst eingeholt. Da kann ich das auch ganz anders sehen. (ZDF, Neu!)

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  9. Tom Tykwer – „Das Parfum“ (2006)

    Dieser Film riecht eigentlich schon nach Größenwahn. Denn Tom Tykwer hat 2006 das Unverfilmbare gewagt, und das war Patrick Süskinds Kultroman, der als viel zu olfaktorisch, also viel zu sinnlich galt, um zu einem Film werden. Und das Ding funktioniert doch! Nicht, weil es das Buch kopiert, sondern weil es den Stoff neu riecht – als visuelles Rauschgift. Ein Film, der so dekadent ist, dass ich die Luft anhalten wollte. Aber riechen Sie selbst…! (3Sat, Wh.)

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  10. Alan Parker – „Mississippi Burning“ (1988)

    Rassistische Gewalt war Alltag im Mississippi der 1960er Jahre. Das zeigt dieser Film sehr deutlich. Er zeigt keinen Ausnahmezustand, sondern ein System, das über Polizei, Politik, Nachbarschaft und den Ku-Klux-Klan ineinander gegriffen hat. Lynchmord, Einschüchterung und soziale Kontrolle sind hier kein Ausbruch, sondern verwaltete Normalität. Dieser fast vierzig Jahre alte Thriller hat zu seiner Zeit viel Kritik einstecken müssen. Ihn heute zu sehen, legt noch einmal eine ganz andere Dimension darüber. Die der Gegenwart. Mit Gene Hackman, Willem Dafoe und Frances McDormand. (ARTE, Wh.)

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  11. Paul Michael Glaser – „Running Man“ (1987)

    Hätte ich damals geahnt, dass dieser Film einmal wie eine Gebrauchsanleitung für eine Gegenwart, die sich selbst als Reality-Show inszeniert, wirken würde. Dann hätte ich sicher besser aufgepasst. Damals konnte ich das aber nicht. Das grelle Neon, der Schaumstoffkitsch, Schwarzeneggers überzeichneter Muskelkörper, alles daran hat mich Arthouse-Snob damals abgestoßen. Dabei lag darunter aber ein Film über ein Amerika, auf das wir damals einfach noch nicht vorbereitet waren. Ein Amerika, das seine Entertainment-Industrie zu einem Werkzeug politischer Machtausübung gemacht hat. Kaum 40 Jahre später sehe ich diesen Film komplett anders. (ARD, Wh.)

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  12. Ulrich Edel – „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (1981)

    Es gibt Filme, zu denen ich auch nach mehr als 40 Jahren noch nicht genug Distanz habe, sie etwa neutral zu besprechen. Das hier ist einer von der Sorte. Nicht, weil er so klug gewesen wäre. Sondern weil er sich festgesetzt hat, wie ein Echo meines Erwachsenwerdens, das bis heute nie ganz verstummt ist. Neutralität wäre hier eine Pose. Und Posen hat dieser Film selbst schon mehr genug hervorgebracht. Mit Natja Brunckhorst und David Bowie. (ARD, Wh.)

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  13. Jim Gillespie – „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ (1997)

    Das ist ein Titel wie ein Schuldspruch, und so schlicht, dass er sich sofort ins Gedächtnis gräbt. 1997 erschien der Film, der ausgesehen hat, wie ein kleines Studioprodukt, um auch die kleinen Säle der Multiplexe zu füllen, und wurde zu einem der erfolgreichsten Horrorfilme seiner Zeit. Um das zu verstehen, lohnt ein Blick zurück: auf die Geburt des Slasher-Genres und auf die Schatten, in denen er stand. Mit Jennifer Love Hewitt und Sarah Michelle Gellar. (ZDFneo, Wh.)

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  14. Paul Michael Glaser – „Running Man“ (1987)

    Hätte ich damals geahnt, dass dieser Film einmal wie eine Gebrauchsanleitung für eine Gegenwart, die sich selbst als Reality-Show inszeniert, wirken würde. Dann hätte ich sicher besser aufgepasst. Damals konnte ich das aber nicht. Das grelle Neon, der Schaumstoffkitsch, Schwarzeneggers überzeichneter Muskelkörper, alles daran hat mich Arthouse-Snob damals abgestoßen. Dabei lag darunter aber ein Film über ein Amerika, auf das wir damals einfach noch nicht vorbereitet waren. Ein Amerika, das seine Entertainment-Industrie zu einem Werkzeug politischer Machtausübung gemacht hat. Kaum 40 Jahre später sehe ich diesen Film komplett anders. (ARD, Wh.)

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  15. Jacques Audiard – „Ein Prophet“ (2009)

    Gefängnisfilme gehören wahrscheinlich zu den ältesten politischen Metaphern des Kinos. Mauern, Zellen, Hierarchien – da ist alles sichtbar, und nichts davon ist unschuldig. Jacques Audiard verwandelt das Gefängnis in ein Labor gesellschaftlicher Macht. Nationalität, Sprache und Gewalt strukturieren hier jede Beziehung. Sein Film ist Kriminaldrama, Sozialstudie und Machtanalyse zugleich. Und genau in dieser Überlagerung liegt seine enorme Anziehungskraft. Mit Tahar Rahim. (ZDF, Neu)

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  16. Arnold Schwarzenegger – „Running Man“ (1987)

    Hätte ich damals geahnt, dass dieser Film einmal wie eine Gebrauchsanleitung für eine Gegenwart, die sich selbst als Reality-Show inszeniert, wirken würde. Dann hätte ich sicher besser aufgepasst. Damals konnte ich das aber nicht. Das grelle Neon, der Schaumstoffkitsch, Schwarzeneggers überzeichneter Muskelkörper, alles daran hat mich Arthouse-Snob damals abgestoßen. Dabei lag darunter aber ein Film über ein Amerika, auf das wir damals einfach noch nicht vorbereitet waren. Ein Amerika, das seine Entertainment-Industrie zu einem Werkzeug politischer Machtausübung gemacht hat. Kaum 40 Jahre später sehe ich diesen Film komplett anders. (ARD, Wh.)

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  17. Alan J. Pakula – „Zeuge einer Verschwörung“ (1974)

    Im Jahr 1974 kulminiert in den USA die Watergate-Affäre. Die Ermittlungen gegen Präsident Richard Nixon wegen illegaler Abhöraktionen und Machtmissbrauchs führen im August 1974 zu seinem Rücktritt. Es war das erste und bislang einzige Mal, dass ein amtierender US-Präsident zurücktreten musste. Das öffentliche Vertrauen in das Weiße Haus und in staatliche Institutionen erlitt dadurch einen massiven Legitimitätsverlust. In diesem Klima entstand auch dieser Film von Alan J. Pakula. (ARD, Wh.)

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  18. Andrzej Żuławski – „Possession“ (1981)

    Diesen Film vergesse ich mein Leben lang nicht mehr. Auch weil ich schon lange erwachsen war, als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe. Für mich war das noch zu früh. Ich habe ihn zuerst einfach nicht verstanden. Und ich weiß, ehrlich gesagt, auch gar nicht, ob es mir heute gelingt. Deshalb nähere ich mich dem Film auch nur vorsichtig. Mit geschärften Sinnen und bei vollem Bewusstsein. Denn dieser Film von Andrzej Żuławski ist kein Ehedrama und kein Horrorfilm. Es ist ein Exorzismus des Patriarchats, gefilmt in Beton und Blut. Mit Isabelle Adjani und Sam Neill. (ARTE, Neu!)

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  19. Alfred Hitchcock – „Die Vögel“ (1962)

    Die Natur schlägt zurück. Ich glaube, auf den Konsens können wir uns irgendwie einigen. So lautet auch die bequeme Lesart dieses Films von Alfred Hitchcock. Das ist ein Horror, als würden wir hier in 119 Minuten dem ökologischen Gleichgewicht beim Umkippen zusehen können. Doch für mich ist diese Geschichte viel weniger eine Parabel als eine echte Zumutung. Und weil es vermutlich immer noch Menschen gibt, die diesen Film noch nicht gesehen haben, schreibe ich mir das hier nochmal von der Seele. (ARTE, Wh.)

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  20. Martin Campbell – „Memory“ (2021)

    Ein Thriller der eigentlich genau das verspricht, was das späte Actionkino im ZDF uns immer wieder gerne anbietet: Müdigkeit statt Machismo, Schuld statt Coolness. Und etwas politische Schwere statt bloßer Körperökonomie. Leider hält er dieses Versprechen nur teilweise ein – und wird gerade dort interessant, wo er Themen aufruft, sie aber nicht ausformuliert. Eingeschaltet habe ich vor allem für Liam Neeson und Monica Belluci. (ZDF, Neu)

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  21. Arnold Schwarzenegger – „Running Man“ (1987)

    Hätte ich damals geahnt, dass dieser Film einmal wie eine Gebrauchsanleitung für eine Gegenwart, die sich selbst als Reality-Show inszeniert, wirken würde. Dann hätte ich sicher besser aufgepasst. Damals konnte ich das aber nicht. Das grelle Neon, der Schaumstoffkitsch, die überzeichneten Muskelkörper. Die gesamte Oberfläche dieses Films hat mich Arthouse-Snob damals abgestoßen. Dabei lag darunter aber ein Film über ein Amerika, auf das wir damals einfach noch nicht vorbereitet waren. Ein Amerika, das seine Entertainment-Industrie zu einem Werkzeug politischer Machtausübung gemacht hat. Kaum 40 Jahre später sehe ich das komplett anders. (ARD, Wh.)

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  22. „Der wunderbare Udo Kier“, „Swan Song“ & „A E I O U“ (2021 / 2022 / 2024)

    Dieser Mann war in Deutschland immer einzigartig, und selbst in den großen und diversen USA ziemlich unverwechselbar. Er hatte nach hunderten Filmen mindestens eine TV-Gala, oder gar ein Festival zu seinen Ehren verdient. In diesem Geiste war dieses Geschenk von ARTE und dem WDR zu seinem 80. Geburtstag zwar überaus angemessen, doch eigentlich ja viel zu wenig. Und fast zu spät. Udo Kier starb am 25.11.2025 in Rancho Mirage, Kalifornien. (ARD/ARTE, Wh.)

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  23. Roman Polański, Mia Farrow – „Rosemaries Baby“ (1968)

    In einem Jahr, das auch filmhistorisch zwischen Aufbruch und Abgrund lag, hat dieser Film Roman Polański 1968 endgültig zu einer Schlüsselfigur des internationalen Kinos gemacht. Zuvor hatte der in Paris geborene und in Polen aufgewachsene Regisseur schon mit „Das Messer im Wasser“ (1962) und „Ekel“ (1965) gezeigt, dass er das Spiel mit psychologischem Druck und räumlicher Enge meisterhaft beherrscht. Mit diesem Horrorfilm gelang ihm dann der Sprung nach Hollywood – und gleichzeitig wurde es der Beginn seiner lebenslangen Ambivalenz zwischen Genie und moralischem Skandal. (ARD, Wh.)

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  24. John Hurt, Richard Burton – George Orwells „1984“ (1984)

    Als George Orwell seinen Roman schrieb, lag Europa in Trümmern. Es war das Jahr 1949. Der Faschismus war besiegt, aber sicher nicht verschwunden. Der Stalinismus war auf dem Höhepunkt seiner Macht, die britische Arbeiter:innenklasse erschöpft, der Kolonialismus des Empires in Auflösung. Orwell – geboren als Eric Arthur Blair – war Sozialist, doch er hat jeder Macht misstraut, selbst einer linken. (ARD, Neu!)

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  25. Edward Berger, Benedict Cumberbatch – „Patrick Melrose“ (Serie, 2018)

    Ein Fiebertraum aus Upper-Class-Elend, Zynismus und Heroin – und Benedict Cumberbatch spielt das, als wäre das alles eine sehr teure Therapie-Session, die einfach völlig außer Kontrolle geraten ist. Die Mini-Serie von Edward Berger packt fünf Romane in fünf Folgen, aber fühlt sich dabei nie literarisch an. Eher wie ein verfilmter Absturz in Zeitlupe, inszeniert mit britischer Eleganz und dem trockenen Humor einer Gesellschaft, die sich selbst nicht mehr spürt. (ARTE, Neu!)

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  26. Roman Polański, Mia Farrow – „Rosemaries Baby“ (1968)

    In einem Jahr, das auch filmhistorisch zwischen Aufbruch und Abgrund lag, machte dieser Film Roman Polański 1968 endgültig zu einer Schlüsselfigur des internationalen Kinos. Zuvor hatte der in Paris geborene und in Polen aufgewachsene Regisseur schon mit „Das Messer im Wasser“ (1962) und „Ekel“ (1965) bereits gezeigt, dass er das Spiel mit psychologischem Druck und räumlicher Enge meisterhaft beherrscht. Mit diesem Horrorfilm gelang ihm der Sprung nach Hollywood – und gleichzeitig wurde es der Beginn seiner lebenslangen Ambivalenz zwischen Genie und moralischem Skandal. (ARD, Wh.)

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  27. Kristine Kujath Thorp – „Sick of Myself“ (2023)

    Glanz, Glam und Ganzkörperausschlag. Das hier ist der vielleicht fieseste Kommentar zur Selfie-Ära seit „Black Mirror“. Regisseur Kristoffer Borgli verwandelt Selbstmitleid in Hochglanz-Horror und Influencer-Ästhetik in pure Gewalt. Eine abgrundtief-bitterböse Komödie über Liebe, Narzissmus und die Sucht nach Aufmerksamkeit – so brutal ehrlich, dass mir jedes Lachen im Hals stecken bleibt. (ARD, Wh.)

  28. Jennifer Love Hewitt, Sarah Michelle Gellar – „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ (1997)

    Ein Titel wie ein Schuldspruch, und so schlicht, dass er sofort ins Gedächtnis gräbt. 1997 erschien der Film, scheinbar ein kleines Studioprodukt, um auch die kleinen Säle der Multiplexe zu füllen, und er wurde zu einem der erfolgreichsten Horrorfilme seiner Zeit. Um das zu verstehen, lohnt ein Blick zurück: auf die Geburt des Slasher-Genres und auf die Schatten, in denen er stand. (ZDFneo, Wh)

  29. Stephen Frears, Nick Hornby – „State of the Union“ (Serie, 2019)

    Ich wurde durch den Fußball zum Hornby-Fan. „Fever Pitch“ war Fußball, Sehnsucht, ironischer Blick auf Männlichkeit, dazu eine Liebesgeschichte, die nicht kitschig war. Alles traf. Seitdem las ich ihn mit Genuss. Er konnte Alltagsbanalität in was Komisches und gleichzeitig schmerzhaftes verwandeln. Genau das, was gutes Kino braucht. Dass er dann wiederholt mit Stephen Frears zusammengearbeitet hat, war für mich einfach konsequent und logisch. Denn Frears wusste immer schon, wie er Figuren mit minimalem Aufwand groß macht. Und zusammen ergibt das eine Mischung aus Tempo und Zurückhaltung, aus Wortwitz und beredetem Schweigen. Ein echtes „Match made in Heaven“. (ARD, Wh)

  30. Ivan Kavanagh – „Never Grow Old“ (2019)

    Der Tod riecht hier nach feuchtem Holz. Genauer: Nach dem Holz eines Sarges in frischer Erde. Hier verschluckt der Boden jede Hoffnung. Kein großes Westernkino, kein Mythos von Eroberung – nur Matsch, Regen und die Leere einer Welt, die nur von Gewalt zusammengehalten wird. Selten habe ich einen Western gesehen, der so sehr nach einem alten Friedhof aussieht. Vielleicht, weil hier ein Ire auf die Gründungsfantasie Amerikas blickt und ihr alle Illusionen nimmt. (3sat, Neu!)