#fskab16 — Public Fediverse posts
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Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)
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Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)
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Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)
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Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)
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Peter Weir – „Der einzige Zeuge“ (1985)Ein Thriller über Gewalt, Macht und den Preis der Moderne unter dem ein stiller Essay über Kapitalismus, Gemeinschaft und Entfremdung liegt. Ein Cop bringt urbane Gewalt in die Amisch-Gemeinschaft in Pennsylvania. Das war mehr als ein dramaturgischer Trick, sondern viel mehr ein filmisches Experiment von Peter Weir über das, was passiert, wenn ein System auf seine Antithese trifft. Ein unvergesslicher Film. Und ein Zeugnis der Achtziger, mit Harrison Ford und Kelly McGillis. (ARD, Wh.)
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Roman Polański – „Rosemaries Baby“ (1968)Dieser Film hat Roman Polański 1968 endgültig zu einer Schlüsselfigur des internationalen Kinos gemacht. Zuvor hatte der in Paris geborene und in Polen aufgewachsene Regisseur allerdings schon mit „Das Messer im Wasser“ (1962) und „Ekel“ (1965) gezeigt, dass er das Spiel mit psychologischem Druck und räumlicher Enge meisterhaft beherrscht. Mit Mia Farrow, John Cassavetes und Ruth Gordon. (ARD, Wh.)
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Scott Derrickson – „Der Exorzismus von Emily Rose“ (2005)Beim Titel hätte ich an einen Horror-Thriller gedacht, doch tatsächlich ist es ein Film über die Gewalt, die entsteht, wenn Institutionen versuchen, den Glauben zu kontrollieren. Scott Derrickson spielt zwar sehr mit dem Horrorfilm, doch seine eigentliche Wucht findet er dann in einem Gerichtssaal. Und da stehen nicht Dämonen, sondern die Grenzen zwischen Wissenschaft und Religion, Schuld und Verantwortung, Justiz, Körper und Geist für das eigentliche Grauen. Das ist sicher nichts für jede:n – aber für mich war es sehenswert! (ZDF, Wh.)
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Tommy Wirkola – „Was geschah am Montag?“ (2017)Hier bekommen wir 7x Noomi Rapace! Aber nur eine Identität. Jede für einen Tag der Woche. Eigentlich ist das Science-Fiction-Action aus einer Zeit, die noch geglaubt hat, die Welt gehe an Überbevölkerung zugrunde. Doch der Film weiß es selbst schon besser. Nicht zu viele Menschen sind das Problem. Sondern ein System, das selbst aus Katastrophen noch Geschäftsmodelle macht. Heute sind wir einen Schritt weiter… weil es Tage gibt, an denen ich glaube, es ist längst passiert. (ZDF, Neu!)
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Robert Lorenz – „The Marksman“ (2021)Wer einen Liam-Neeson-Thriller einschaltet, weiß ungefähr, was folgt. Und trotzdem funktioniert dieses Ritual immer wieder. Der Mann spielt längst keine Figuren mehr. Er hat quasi inzwischen sein eigenes Genre. Mir geben diese Männer über 60 etwas, wenn sie denn auf der richtigen Seite stehen. Und weil es hier um Kind geht, geht das klar. Aber inzwischen hat die Politik dieses Roadmovie längst eingeholt. Da kann ich das auch ganz anders sehen. (ZDF, Neu!)
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„Prisoner – Auf der Flucht“ (Serie, 2026)Diese Sommer-Serie in der ARD will offensichtlich mehr sein als nur ein Verfolgungsthriller. Denn hier verbindet sich die organisierte Kriminalität mit Rechtsextremismus, Waffen aus dem 3D-Drucker und einem Staatsapparat, der bis in die Führungsebenen hinein unterwandert ist. Das klingt erstmal nach einer politischen Bestandsaufnahme Europas. Tatsächlich bleibt davon aber nur sehr wenig übrig. Mit Tahar Rahim, Izuka Hoyle und Leonie Benesch. (ARD, Neu!)
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„Prisoner – Auf der Flucht“ (Serie, 2026)Diese Sommer-Serie in der ARD will offensichtlich mehr sein als nur ein Verfolgungsthriller. Denn hier verbindet sich die organisierte Kriminalität mit Rechtsextremismus, Waffen aus dem 3D-Drucker und einem Staatsapparat, der bis in die Führungsebenen hinein unterwandert ist. Das klingt erstmal nach einer politischen Bestandsaufnahme Europas. Tatsächlich bleibt davon aber nur sehr wenig übrig. Mit Tahar Rahim, Izuka Hoyle und Leonie Benesch. (ARD, Neu!)
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„Prisoner – Auf der Flucht“ (Serie, 2026)Diese Sommer-Serie in der ARD will offensichtlich mehr sein als nur ein Verfolgungsthriller. Denn hier verbindet sich die organisierte Kriminalität mit Rechtsextremismus, Waffen aus dem 3D-Drucker und einem Staatsapparat, der bis in die Führungsebenen hinein unterwandert ist. Das klingt erstmal nach einer politischen Bestandsaufnahme Europas. Tatsächlich bleibt davon aber nur sehr wenig übrig. Mit Tahar Rahim, Izuka Hoyle und Leonie Benesch. (ARD, Neu!)
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„Prisoner – Auf der Flucht“ (Serie, 2026)Diese Sommer-Serie in der ARD will offensichtlich mehr sein als nur ein Verfolgungsthriller. Denn hier verbindet sich die organisierte Kriminalität mit Rechtsextremismus, Waffen aus dem 3D-Drucker und einem Staatsapparat, der bis in die Führungsebenen hinein unterwandert ist. Das klingt erstmal nach einer politischen Bestandsaufnahme Europas. Tatsächlich bleibt davon aber nur sehr wenig übrig. Mit Tahar Rahim, Izuka Hoyle und Leonie Benesch. (ARD, Neu!)
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David E. Kelley – „Lake Placid“ (1999)Das hier ist sozusagen die Economy-Class im Jurassic Park: Ein Monsterfilm mit überdurchschnittlichem Cast und unterdurchschnittlichem Anspruch – und deshalb ein kleines popkulturelles Juwel. Die Begegnung zwischen Mensch und Kreatur ist hier kein naturphilosophisches Drama, sondern ein ziemlich absurder Albtraum mit ironischem Biss. Sozusagen der Film zum Sommerloch… Mit Bill Pullman, Bridget Fonda, Brendan Gleeson und Betty White. (ZDF, Wh.)
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Francis Ford Coppola – „Der Pate“ (1972)Kaum ein anderer Film hat sein Jahrzehnt und wahrscheinlich sein ganzes Jahrhundert so geprägt, und kaum ein Ensemble das Kino so still revolutioniert, wie dieses Drama von Francis Ford Coppola. Ein Film, der längst zur politischen Mythologie US-Amerikas gehört. Doch jenseits des ikonischen Mafia-Schattenspiels, all der Zigarren und Pferdeköpfe, pulsiert ein leiseres, intimeres Drama… (ARD, Wh.)
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Ari Aster – „Midsommar“ (2019)Was zu Beginn aussieht wie eine Postkarte aus dem letzten Schwedenurlaub, ist ein chirurgischer Eingriff mitten ins Herz einer Beziehung. Kein klassischer Horror, sondern eine radikale Dekonstruktion von Intimität, Macht und kultureller Projektion. Wo Hollywood den Schrecken meist in dunklen Kellern und Wäldern versteckt, wagt Ari Aster einen Gegenentwurf: Wir sehen alles im grellen Tageslicht, ohne jede Rückzugsmöglichkeit. Der Horror liegt in der Unerbittlichkeit des Lichts, das einfach alles aufdeckt. Mit Florence Pugh und Jack Reynor. (ZDF, Wh.)
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Valdimar Jóhannsson – „Lamb“ (2021)Kinderlosigkeit ist im Kino oft ein Problem, das in einer Geschichte unbedingt gelöst werden muss. Das führt zwingend zu einem Drama, oft auch zu purer Science-Fiction. Hier wird daraus ein Märchen, das eigentlich ein Horrorfilm und eine Trauergeschichte ist. Das ist sicher nichts für jede:n! Für mich ist es eine der seltsamsten Familiengeschichten, die ich je gesehen habe. Mit Noomi Rapace und Hilmir Snær Guðnason. (ARD, Neu!)
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Sergio Leone – „Todesmelodie“ (1971)Sergio Leone nimmt den Western auseinander wie ein Kind, das wissen will, warum eine Uhr tickt. Was dabei herauskommt, ist kein Abenteuerfilm über die mexikanische Revolution, sondern ein Film über Männer, die zu spät bemerken, dass die Geschichte sie längst verschlungen hat – und der zweite Teil von Leones Amerika-Trilogie: „Once Upon A Time… The Revolution“. (ARTE, Wh.)
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Alan Parker – „Mississippi Burning“ (1988)Rassistische Gewalt war Alltag im Mississippi der 1960er Jahre. Das zeigt dieser Film sehr deutlich. Er zeigt keinen Ausnahmezustand, sondern ein System, das über Polizei, Politik, Nachbarschaft und den Ku-Klux-Klan ineinander gegriffen hat. Lynchmord, Einschüchterung und soziale Kontrolle sind hier kein Ausbruch, sondern verwaltete Normalität. Dieser fast vierzig Jahre alte Thriller hat zu seiner Zeit viel Kritik einstecken müssen. Ihn heute zu sehen, legt noch einmal eine ganz andere Dimension darüber. Die der Gegenwart. Mit Gene Hackman, Willem Dafoe und Frances McDormand. (ARTE, Wh.)
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Paul Michael Glaser – „Running Man“ (1987)Hätte ich damals geahnt, dass dieser Film einmal wie eine Gebrauchsanleitung für eine Gegenwart, die sich selbst als Reality-Show inszeniert, wirken würde. Dann hätte ich sicher besser aufgepasst. Damals konnte ich das aber nicht. Das grelle Neon, der Schaumstoffkitsch, Schwarzeneggers überzeichneter Muskelkörper, alles daran hat mich Arthouse-Snob damals abgestoßen. Dabei lag darunter aber ein Film über ein Amerika, auf das wir damals einfach noch nicht vorbereitet waren. Ein Amerika, das seine Entertainment-Industrie zu einem Werkzeug politischer Machtausübung gemacht hat. Kaum 40 Jahre später sehe ich diesen Film komplett anders. (ARD, Wh.)
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Don Siegel – „Ein Fressen für die Geier“ (1970)Alles andere als ein „klassischer“ Western. Auch wenn mit Don Siegel ein Genreveteran Regie geführt hat und mit Clint Eastwood ein kommender Superstar ganz oben auf den Plakaten stand. Es ist allein Shirley MacLaine, die diesen Film zusammenhält. Sie ist das Zentrum, der Störfaktor, das Maultier, das den Regeln des Genres nicht gehorcht. Don Siegel wusste, dass er eine Figur braucht, die Eastwoods Fassade sprengt. Und mit MacLaine bekam er genau das – eine scharfe, ironische, unberechenbare Geheimwaffe. (ARD)
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Ulrich Edel – „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (1981)Es gibt Filme, zu denen ich auch nach mehr als 40 Jahren noch nicht genug Distanz habe, sie etwa neutral zu besprechen. Das hier ist einer von der Sorte. Nicht, weil er so klug gewesen wäre. Sondern weil er sich festgesetzt hat, wie ein Echo meines Erwachsenwerdens, das bis heute nie ganz verstummt ist. Neutralität wäre hier eine Pose. Und Posen hat dieser Film selbst schon mehr genug hervorgebracht. Mit Natja Brunckhorst und David Bowie. (ARD, Wh.)
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Jim Gillespie – „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ (1997)Das ist ein Titel wie ein Schuldspruch, und so schlicht, dass er sich sofort ins Gedächtnis gräbt. 1997 erschien der Film, der ausgesehen hat, wie ein kleines Studioprodukt, um auch die kleinen Säle der Multiplexe zu füllen, und wurde zu einem der erfolgreichsten Horrorfilme seiner Zeit. Um das zu verstehen, lohnt ein Blick zurück: auf die Geburt des Slasher-Genres und auf die Schatten, in denen er stand. Mit Jennifer Love Hewitt und Sarah Michelle Gellar. (ZDFneo, Wh.)
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Volker Schlöndorff – „Die Blechtrommel“ (1979)Eine Gesellschaft, die bereitwillig den Faschisten hinterhergelaufen ist, um hinterher so zu tun, als sei das alles irgendwie nur zufällig passiert. Genau das Muster fühlt sich heute wieder unangenehm vertraut an. Ein Zustand, der sich lieber verwaltet als hinterfragt, der profitiert und dabei so tut, als hätte das alles keine Geschichte. Der Oscar-prämierte Film nach einem Roman von Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass hat genau dieses Spannungsfeld auf die Leinwand gebracht. Für mich, hat der Film das ganze Land verändert. Hab‘ ich damals jedenfalls gedacht… (3sat, Wh.)
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Paul Michael Glaser – „Running Man“ (1987)Hätte ich damals geahnt, dass dieser Film einmal wie eine Gebrauchsanleitung für eine Gegenwart, die sich selbst als Reality-Show inszeniert, wirken würde. Dann hätte ich sicher besser aufgepasst. Damals konnte ich das aber nicht. Das grelle Neon, der Schaumstoffkitsch, Schwarzeneggers überzeichneter Muskelkörper, alles daran hat mich Arthouse-Snob damals abgestoßen. Dabei lag darunter aber ein Film über ein Amerika, auf das wir damals einfach noch nicht vorbereitet waren. Ein Amerika, das seine Entertainment-Industrie zu einem Werkzeug politischer Machtausübung gemacht hat. Kaum 40 Jahre später sehe ich diesen Film komplett anders. (ARD, Wh.)
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Arnold Schwarzenegger – „Running Man“ (1987)Hätte ich damals geahnt, dass dieser Film einmal wie eine Gebrauchsanleitung für eine Gegenwart, die sich selbst als Reality-Show inszeniert, wirken würde. Dann hätte ich sicher besser aufgepasst. Damals konnte ich das aber nicht. Das grelle Neon, der Schaumstoffkitsch, Schwarzeneggers überzeichneter Muskelkörper, alles daran hat mich Arthouse-Snob damals abgestoßen. Dabei lag darunter aber ein Film über ein Amerika, auf das wir damals einfach noch nicht vorbereitet waren. Ein Amerika, das seine Entertainment-Industrie zu einem Werkzeug politischer Machtausübung gemacht hat. Kaum 40 Jahre später sehe ich diesen Film komplett anders. (ARD, Wh.)
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Alfred Hitchcock – „Die Vögel“ (1962)Die Natur schlägt zurück. Ich glaube, auf den Konsens können wir uns irgendwie einigen. So lautet auch die bequeme Lesart dieses Films von Alfred Hitchcock. Das ist ein Horror, als würden wir hier in 119 Minuten dem ökologischen Gleichgewicht beim Umkippen zusehen können. Doch für mich ist diese Geschichte viel weniger eine Parabel als eine echte Zumutung. Und weil es vermutlich immer noch Menschen gibt, die diesen Film noch nicht gesehen haben, schreibe ich mir das hier nochmal von der Seele. (ARTE, Wh.)
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Francis Ford Coppola – „Der Pate“ (1972)Kaum ein anderer Film hat sein Jahrzehnt und wahrscheinlich sein ganzes Jahrhundert so geprägt, und kaum ein Ensemble das Kino so still revolutioniert, wie dieses Drama von Francis Ford Coppola. Ein Film, der längst zur politischen Mythologie US-Amerikas gehört. Doch jenseits des ikonischen Mafia-Schattenspiels, all der Zigarren und Pferdeköpfe, pulsiert ein leiseres, intimeres Drama… (3sat, Wh.)
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Michael Apted – „Die Spezialistin“ (2017)Hier gibt es keinen Glamour, kein Pathos, und keine Nationalhymnen über Bildern von Flaggen im Wind. Das ist ein harter Agentinnenfilm ohne jedes Trostpflaster, der zeigt, wie Geheimdienste Menschen verschleißen. Noomi Rapace rennt durch London und Prag, ständig auf der Flucht und doch nie frei. Gewalt ist hier kein Showeffekt, sondern das Grundrauschen eines Systems, das immer mehr zerstört, als es beschützen kann. (ZDF, Wh)
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Kathryn Bigelow – „Tödliches Kommando“ (2008)„The Hurt Locker“ ist ein Kriegsfilm, der sich weigert, den Krieg nur als Kulisse einer Erzählung zu begreifen. Kathryn Bigelow interessiert sich nicht für Missionen oder politische Rechtfertigungen. Ihr Blick bleibt auf der Anspannung der Menschen, die in einem System funktionieren müssen, das zugleich auf ihren Verschleiß angelegt ist. Der Irakkrieg ist hier kein Hintergrund, sondern ein Zustand permanenter Unsicherheit. Kontrolle existiert nur als Idee und ist eine Lüge. Bigelow gewann mit diesem Film, als erste Frau überhaupt, einen Oscar für die beste Regie (und weiteren 5 Auszeichnungen, u.a. auch als bester Film). (3sat. Wh.)
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Martin Campbell – „Memory“ (2021)Ein Thriller der eigentlich genau das verspricht, was das späte Actionkino im ZDF uns immer wieder gerne anbietet: Müdigkeit statt Machismo, Schuld statt Coolness. Und etwas politische Schwere statt bloßer Körperökonomie. Leider hält er dieses Versprechen nur teilweise ein – und wird gerade dort interessant, wo er Themen aufruft, sie aber nicht ausformuliert. Eingeschaltet habe ich vor allem für Liam Neeson und Monica Belluci. (ZDF, Neu)
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Mike Nichols – „Wolf“ (1994)Ein Werwolf-Film als Business-Satire, ein Erotikthriller als Midlife-Crisis-Parabel, und vor allem ein Starvehikel für Jack Nicholson, der hier weniger spielt als sich zelebriert. Ich mag diesen Film, weil er ein Echo aus den Neunzigern ist und gerade weil er sich einer klaren Tonlage verweigert. Darin liegt seine sehr eigentümliche Freiheit. (ZDFneo, Wh.)
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Francis Ford Coppola – „Der Pate III“ (1990)Das war kein Triumphzug und auch keine späte Ehrenrunde einer großen Erzählung. Dieser Film war ein finaler Abschied, der sich geweigert hat, würdevoll zu sein. Ein Film, der genau gewusst hat, dass er zu spät kommt – und genau deshalb existiert. Coppola hat einen Mythos als Ruine seiner eigenen Geschichte zu Ende gebracht. Eine Welt aus totaler moralischer Erschöpfung. Wer diesen Film aber als „schwächsten Teil“ der Saga abtut, verkennt seine Funktion: Es ist der notwendige Epilog einer Geschichte, die nie ein Happy End verdient hat. (ARD, Wh.)
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Francis Ford Coppola – „Der Pate II“ (1974)Dieser Film ist kein zweiter Teil oder eine Fortsetzung im klassischen Sinne, sondern eigentlich eine Spiegelung des ersten Films – viel heller ausgeleuchtet, aber noch kälter erzählt. Francis Ford Coppola und Mario Puzo nehmen quasi eine Autopsie dessen vor, was sie im ersten Teil errichtet haben. Die Idee der Familie als Zufluchtsort. Der Mythos des überlebensgroßen Paten wird hier seziert wie ein historisches Fossil. (ARD, Wh.)
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Francis Ford Coppola – „Der Pate“ (1972)Kaum ein anderer Film hat sein Jahrzehnt und wahrscheinlich sein ganzes Jahrhundert so geprägt, und kaum ein Ensemble das Kino so still revolutioniert, wie dieses Drama von Francis Ford Coppola. Ein Film, der längst zur politischen Mythologie US-Amerikas gehört. Doch jenseits des ikonischen Mafia-Schattenspiels, all der Zigarren und Pferdeköpfe, pulsiert ein leiseres, intimeres Drama… (ARD, Wh.)
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John Frankenheimer – „Wild Christmas“ (2000)Für John Frankenheimer, den Regisseur, der das amerikanische Kino über Jahrzehnte mit politischer Paranoia, kaltem Machtdenken und formaler Strenge geprägt hat, war es sein letzter Kinofilm – ein scheinbar simpler Heist-Thriller mit Weihnachtsgimmick. Doch unter der Oberfläche dieses Auftragsfilms arbeitet etwas ganz anderes. Seine Müdigkeit, sein Zorn und seine Ironie. Es wurde eine Abrechnung mit einem Kino, das längst aufgehört hat, Verantwortung zu übernehmen. (ARD, Wh.)
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Fede Álvarez – „Verschwörung“ (2018)
Ein Film, der sich anfühlt, als wollte er beweisen, dass Lisbeth Salander noch relevant ist – und dabei übersehen hat, dass ihre Radikalität nie aus Aktualität entstand, sondern aus Widerstand. Fede Álvarez’ Beitrag zum Millennium-Kosmos war weniger Fortsetzung als Verschiebung: Weg vom sperrigen, politisch aufgeladenen Krimi, hin zu einem glatten, international kompatiblen Action-Thriller. Das war nicht per se illegitim, aber es hat die Figur doch fundamental verändert. (ZDF, Neu)
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Joel Coen & Ethan Coen – „Fargo“ (1996)
Der absolut perfekte Film zur Jahreszeit. Ein kalter, klarer Kristall. Und ein früher Höhepunkt, der die Handschrift seiner Regisseure nachhaltig definiert hat. Ich bin da einfach ein Fan. Deshalb sehen Sie es mir bitte nach, wenn ich diesen Film einfach absurd feiern möchte, für das, was er immer noch ist. Ein Geniestreich von Joel Coen & Ethan Coen und ein frühes Weihnachtsgeschenk in der Mediathek. (ARTE, Wh.)
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Arnold Schwarzenegger – „Running Man“ (1987)
Hätte ich damals geahnt, dass dieser Film einmal wie eine Gebrauchsanleitung für eine Gegenwart, die sich selbst als Reality-Show inszeniert, wirken würde. Dann hätte ich sicher besser aufgepasst. Damals konnte ich das aber nicht. Das grelle Neon, der Schaumstoffkitsch, die überzeichneten Muskelkörper. Die gesamte Oberfläche dieses Films hat mich Arthouse-Snob damals abgestoßen. Dabei lag darunter aber ein Film über ein Amerika, auf das wir damals einfach noch nicht vorbereitet waren. Ein Amerika, das seine Entertainment-Industrie zu einem Werkzeug politischer Machtausübung gemacht hat. Kaum 40 Jahre später sehe ich das komplett anders. (ARD, Wh.)
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„Der wunderbare Udo Kier“, „Swan Song“ & „A E I O U“ (2021 / 2022 / 2024)
Dieser Mann war in Deutschland immer einzigartig, und selbst in den großen und diversen USA ziemlich unverwechselbar. Er hatte nach hunderten Filmen mindestens eine TV-Gala, oder gar ein Festival zu seinen Ehren verdient. In diesem Geiste war dieses Geschenk von ARTE und dem WDR zu seinem 80. Geburtstag zwar überaus angemessen, doch eigentlich ja viel zu wenig. Und fast zu spät. Udo Kier starb am 25.11.2025 in Rancho Mirage, Kalifornien. (ARD/ARTE, Wh.)
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Thomas Seeberg Torjussen – „Toxic Tom“ (Serie, 2025)
Dieser norwegische Vierteiler ist echt ein ziemlich gewagter Stunt. Schon auf dem Papier liest sich das so riskant, dass ich fast gar nicht glauben wollte, dass so etwas funktionieren kann. Ein Mann, der tagsüber in der Boutique seiner Mutter (ausgerechnet) Damenkleider (ausgerechnet) verkauft und nachts im Netz Frauen trollt, muss vor seiner eigenen toxischen Wut fliehen und die Welt aus der Sicht der Frauen erleben, die er zuvor bedroht hat. Das @ZDF traut sich was… gut so! (ZDFneo, Neu!)
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Ole Bornedal, Nikolaj Coster-Waldau – Nightwatch 2 (2023)
Ein „Echo“ ist, was „Nightwatch 2 – Dämonen der Vergangenheit“ (Originaltitel Nattevagten – Dæmoner går i arv) wohl am besten beschreibt. Kein Remake, kein Sequel und eigentlich auch überhaupt nicht kommerziell. Also müssen das wohl doch künstlerische Gründe gewesen sein, diesen Film zu machen. Denn es liegen dreißig Jahre zwischen dem stillen Schrecken des ersten Films und dieser „Fortsetzung“. Nicht nur für Ole Bornedal, sondern auch für mich. (M)Ein halbes Leben! (ZDF, Free-TV-Premiere)
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Paul Schrader – „The Card Counter“ (2021)
Paul Schrader hat schon viele Filme über Männer gemacht, die so kaputt sind, dass sie glauben, Selbstdisziplin wäre ein Weg zur Auflösung ihrer miserablen Gegenwart. So auch hier. Dieser Film ist ein Schmerztagebuch, genau darüber. Graue Anzüge, Neonlicht und abgerissene Casinos sind keine Kulisse einer Verführung. Das ist kein Kino, das etwa populär sein will. Ganz im Gegenteil. (3sat, Free-TV-Premiere)
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Emma Thompson – „Years and Years“ (Serie, 2019)
Diese Serie war 2019 noch Dystopie, heute ist sie schlicht Chronik. Eine Art Reality-TV der politischen Verzweiflung, das „damals“ nur zufällig noch als Fiktion verkauft wurde. Simon Cellan Jones hat den Zerfall einer liberalen Gesellschaft mit britischer Präzision und einem sardonischen Lächeln umgesetzt, während Emma Thompson als populistische Politikerin Vivienne Rook die Kamera verschlingt wie eine, die weiß, dass die Monster längst im Publikum sitzen. Ihre Performance ist so kalt, so überzeugend, dass sie heute locker neben Orban, Trump oder Meloni Platz nehmen könnte – nicht als Karikatur, sondern als Kollegin. (ZDFneo, Wh.)
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Scott Derrickson – „Der Exorzismus von Emily Rose“ (2005)
Ein Film über den Glauben – und über die Gewalt, die entsteht, wenn Institutionen versuchen, ihn zu kontrollieren. Scott Derrickson spielt mit der Form des Horrorfilms, aber seine Wucht findet er in einem Gerichtssaal. Nicht Dämonen, sondern die Grenzen zwischen Wissenschaft und Religion, Schuld und Verantwortung, Justiz, Körper und Geist stehen hier für das eigentliche Grauen. (ZDF, Wh.)
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Diese Frau spielt Figuren, die immer wie eine Barriere gegen die Welt stehen. Lisbeth Salander war eine Figur, die jede Narbe wie ein Beweisstück trug, ein Mensch im dauernden Widerstand gegen patriarchale Gewalt. Später, in „Die Spezialistin“ (2017), war Noomi Rapace eine CIA-Agentin, die ein Attentat verhindern sollte und dabei von Misstrauen und Männern fast aufgerieben wurde. Sie trägt ihre Rollen wie eine Rüstung, und erzählt immer von der Gesellschaft, in der diese Figur existiert. (3Sat, Wh)
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David E. Kelley – „Lake Placid“ (1999)
Der Jurassic Park der Economy-Class: Ein Monsterfilm mit überdurchschnittlichem Cast und unterdurchschnittlichem Anspruch – und deshalb ein kleines popkulturelles Juwel. Die Begegnung zwischen Mensch und Kreatur ist hier kein naturphilosophisches Drama, sondern ein ziemlich absurder Albtraum mit ironischem Biss. Der Film zum Sommerloch, sozusagen. (ZDFneo, Wh.)
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Marlon Brando, Al Pacino, Diane Keaton – „Der Pate“ (1972)
Kaum ein anderer Film hat sein Jahrzehnt und wahrscheinlich sein ganzes Jahrhundert so geprägt, und kaum ein Ensemble das Kino so still revolutioniert, wie dieses Drama von Francis Ford Coppola. Ein Film, der längst zur politischen Mythologie US-Amerikas gehört. Doch jenseits des ikonischen Mafia-Schattenspiels, all der Zigarren und Pferdeköpfe, pulsiert ein leiseres, intimeres Drama… (ARD, Wh.)
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Marlon Brando, Al Pacino, Diane Keaton – „Der Pate“ (1972)
Kaum ein anderer Film hat sein Jahrzehnt und wahrscheinlich sein ganzes Jahrhundert so geprägt, und kaum ein Ensemble das Kino so still revolutioniert, wie dieses Drama von Francis Ford Coppola. Ein Film, der längst zur politischen Mythologie US-Amerikas gehört. Doch jenseits des ikonischen Mafia-Schattenspiels, all der Zigarren und Pferdeköpfe, pulsiert ein leiseres, intimeres Drama. (ARD, Wh.)https://nexxtpress.de/mediathekperlen/marlon-brando-al-pacino-diane-keaton-der-pate-1972/
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Gary Cooper, Burt Lancaster – „Vera Cruz“ (1954)
Ein Western, der das Genre aus dem Sattel schubst, in den Staub tritt und mit einem süffisanten Lächeln wieder aufhilft – nur um ihm gleich danach die Kohle zu klauen. Robert Aldrich, zu der Zeit noch kein Name, den Studios fürchten mussten, hat hier den Wilden Westen als zynischen Karneval der Gewalt inszeniert – und damit den Grundstein gelegt für das, was später mal "Italo-Western" heißen wird. (ARTE)https://nexxtpress.de/mediathekperlen/gary-cooper-burt-lancaster-vera-cruz-1954/