#zdfneo — Public Fediverse posts
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Billy Bob Thornton – „All die schönen Pferde“ (2000)Billy Bob Thorntons Adaption eines Romans von Cormac McCarthy wurde verstümmelt, missverstanden, verschoben – und ist doch einer der stillsten, zärtlichsten und zugleich düstersten Filme seines Jahrzehnts. Wer sich auf die Risse einlässt, entdeckt dazwischen etwas Seltenes: Wahrhaftigkeit. Mit Matt Damon, Penélope Cruz, Henry Thomas, Rubén Blades und Sam Shepard. (ZDF, Wh.)
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David E. Kelley – „Lake Placid“ (1999)Das hier ist sozusagen die Economy-Class im Jurassic Park: Ein Monsterfilm mit überdurchschnittlichem Cast und unterdurchschnittlichem Anspruch – und deshalb ein kleines popkulturelles Juwel. Die Begegnung zwischen Mensch und Kreatur ist hier kein naturphilosophisches Drama, sondern ein ziemlich absurder Albtraum mit ironischem Biss. Sozusagen der Film zum Sommerloch… Mit Bill Pullman, Bridget Fonda, Brendan Gleeson und Betty White. (ZDF, Wh.)
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David Fincher – „Verblendung“ (2011)Das hier ist ein harter Film. Nicht hart im Sinne eines Thrillers mit Hochspannung und Schockmomenten – sondern in seiner Haltung, seinem Blick und seiner Konsequenz. Weil es ist ein Film über patriarchale Gewalt, über institutionelles Wegschauen und über das Funktionieren von Macht in scheinbar modernen Gesellschaften ist. David Fincher schaut genau dorthin, wo andere ausweichen: in die Abgründe männlicher Herrschaft, ins System, das Täter:innen schützt und Opfer isoliert. Das passt noch immer in die Zeit. Mit Daniel Craig, Rooney Mara, Christopher Plummer und Stellan Skarsgård. (ZDF, Wh.)
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Randall Okita – „See for Me“ (2021)Es gibt Filme, die können mir ein ganzes Genre für lange Zeit verderben, weil sie so einzigartig sind, dass kaum ein anderer mehr dran kommt. „Der unsichtbare Feind“ ist eindeutig einer davon. Seit ich das hier „gesehen“ habe, wirken andere Home-Invasion-Thriller nur noch wie seelenlose Attrappen. Hier hatte ich tatsächlich endlich einmal wieder das Gefühl, dass wirklich etwas auf dem Spiel steht, etwas, das nicht durch die Maschinerie eines Writers-Room herausdestilliert wurde, sondern „echt“ ist. Mit Skyler Davenport. (ZDF, Wh.)
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Nathan Fillion – „The Rookie“ (Serie, 2018-2025)Ein Bauunternehmer in der Midlife-Crisis wird Cop – und das LAPD applaudiert aus dem Off. Diese Serie ist das, was passiert, wenn eine Polizeibehörde mit Rassismusproblem ihre PR selbst dreht und Nathan Fillion dafür lächeln lässt. Hollywood-Polizeiarbeit trifft auf staatlich autorisierte Imagepolitur. Willkommen in einer Serienwelt, in der systemische Gewalt als Charakterentwicklung durchgeht. (ZDFneo)
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Billy Bob Thornton – „All die schönen Pferde“ (2000)Billy Bob Thorntons Adaption eines Romans von Cormac McCarthy wurde verstümmelt, missverstanden, verschoben – und ist doch einer der stillsten, zärtlichsten und zugleich düstersten Filme seines Jahrzehnts. Wer sich auf die Risse einlässt, entdeckt dazwischen etwas Seltenes: Wahrhaftigkeit. Mit Matt Damon, Penélope Cruz, Henry Thomas, Rubén Blades und Sam Shepard. (ZDF, Wh.)
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Robert Rodriguez, Frank Miller, Quentin Tarantino – „Sin City“ (2005)Schwarz ist hier keine Farbe, sondern eine Haltung. Dieser Film denkt die Welt radikal binär: Licht oder Finsternis, Körper oder Waffe, Begehren oder Vernichtung. Eine Stadt als eine Projektionsfläche für Gewaltfantasien, für gekränkte Männlichkeit, und für ein Noir-Erbe, das sich weigert, in Würde zu altern. Aber genügt das, um ihn zu feiern? (ZDFneo, Wh.)
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Paul McGuigan – „Lucky Number Slevin“ (2006)
Manchmal, ganz selten, kommt es vor, dass ein Film mir nicht einfach nur ins Gesicht schlägt – nein, er trifft mich mit einem Lächeln auf den Lippen, in feinstem Dreiteiler, vollendeter Frisur und messerscharfem Dialog mitten ins erzählerische Zwerchfell, sodass mir fast die Luft wegbleibt. Hier ist genau so ein Film. Er ist ein perfekt gemischtes Kartenspiel, bei dem wir erst nach der letzten Karte merken, dass er die ganze Zeit nach seinen ganz eigenen Regeln gespielt hat… (ZDFneo, Wh.)
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Camille Lou, Constance Labbé, Claire Romain – „Cat’s Eyes“ (Serie, 2024)
Eine französische Live-Action-Serie, die sich traut, das leichtfüßigste Diebestrio der 80er aus dem japanischen Fernsehen in die Pariser Gegenwart zu holen – oder zumindest eine ziemlich coole Version davon. Das Original hieß bei uns „Ein Supertrio“, lief im Nachmittagsprogramm auf RTL2(?), wenn es schon zu spät war für die Hausaufgaben und noch zu früh, um mit den Kindern ernsthaft über Feminismus zu reden. Drei Schwestern, Kunstraub, Stilettos, Lichter der Großstadt. Damals animiert, jetzt in Fleisch und Blut. Und plötzlich ist es ernst. (ZDFneo)
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Nathan Fillion – „The Rookie“ (Serie, 2018-2025)
Ein Bauunternehmer in der Midlife-Crisis wird Cop – und das LAPD applaudiert aus dem Off. Diese Serie ist das, was passiert, wenn eine Polizeibehörde mit Rassismusproblem ihre PR selbst dreht und Nathan Fillion dafür lächeln lässt. Hollywood-Polizeiarbeit trifft auf staatlich autorisierte Imagepolitur. Willkommen in einer Serienwelt, in der systemische Gewalt als Charakterentwicklung durchgeht. (ZDFneo)
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Robert De Niro – „Und dann kam Dad“ (2023)
Ich habe schon viel ertragen. Deutsche Sonntagabendkrimis. Dieter Hallervorden. Netflix-Algorithmen, die mich für einen Teenager mit Konzentrationsproblemen halten. Aber das hier, zur besten Sendezeit in der ARD? Das ist keine schlechte Programmierung mehr – das ist ein Angriff auf mein Restvertrauen in den öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag! Vergessen Sie mal den Titel dieses Blogs. Das hier ist wahrlich keine Perle, sondern Sondermüll. Meine Verantwortung als Blogger und Gebührenzahler ist es, davor zu warnen. Es ist mir damit wirklich ernst! (ARD, Neu)