#zdfneo — Public Fediverse posts
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Michel Gondry – „The Green Hornet“ (2011)Manchmal, wenn ich einen Film sehe, stellt sich mir doch die Frage: „Wie viele Menschen mussten wohl gleichzeitig wegschauen, dass sowas überhaupt passieren konnte?“ Das hier ist einer mit Seth Rogen, Jay Chou, Cameron Diaz, Tom Wilkinson, Christoph Waltz, und Edward James Olmos. Ein Popcorn-Film aus dem oberen Regal. Und Regie hat zudem Michel Gondry geführt, der Mann, der einst Jim Carrey das Gedächtnis ausradiert und dafür fast den Oscar gewonnen hat… (ZDF, Wh.)
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„Chabos“ (Serie, 2025)Diese Serie wurde wirklich nicht für Leute wie mich gemacht. In den Nullerjahren war ich längst raus aus dem Alter, in dem auf Klassenfahrten Jamba-Klingeltöne ausgetauscht wurden oder „Männer“, die noch längst keine waren, sich im Aldi-Parkhaus gegenseitig die Fresse poliert haben. Ich hatte damals zwar auch schon ein Handy, ja sicher. Mein Klingelton war aber ein MP3 von Bruce Springsteens „Born to Run“ – und der war selbstverständlich nie peinlich. Jedenfalls nicht für mich. Niemals! (ZDF, Neu!)
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Jean-Jacques Annaud – „Sieben Jahre in Tibet“ (1997)Anlässlich des Geburtstages von Tenzin Gyatso, des 14. Dalai Lama (* 06.07.1935) erinnert sich auch die ZDF-Spielfilmredaktion wieder an Tibet. Doch das Land wird hier nur dargestellt als entgrenzte Projektionsfläche für spirituelle Sehnsüchte und als Bühne für die persönliche Erweckungsgeschichten eines Nazis. Jean-Jacques Annaud bedient diese Logik mit all der grandiosen Kraft des Kinos – und scheitert gerade deshalb daran, Tibet als politischen Ort ernst zu nehmen. (ZDF, Wh.)
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Neill Blomkamp – „Disctrict 9“ (2009)„Vor 28 Jahren ist ein Raumschiff mit Außerirdischen über Johannesburg gestrandet. Seitdem werden die Aliens in einem slumartigen Flüchtlingslager isoliert – dem District 9.“ – Ein südafrikanischer Science-Fiction-Film, der es in sich hat, uns mal wieder wirklich nachdenklich werden zu lassen. (ZDF, Wh)
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David E. Kelley – „Lake Placid“ (1999)Das hier ist sozusagen die Economy-Class im Jurassic Park: Ein Monsterfilm mit überdurchschnittlichem Cast und unterdurchschnittlichem Anspruch – und deshalb ein kleines popkulturelles Juwel. Die Begegnung zwischen Mensch und Kreatur ist hier kein naturphilosophisches Drama, sondern ein ziemlich absurder Albtraum mit ironischem Biss. Sozusagen der Film zum Sommerloch… Mit Bill Pullman, Bridget Fonda, Brendan Gleeson und Betty White. (ZDF, Wh.)
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David Fincher – „Verblendung“ (2011)Das hier ist ein harter Film. Nicht hart im Sinne eines Thrillers mit Hochspannung und Schockmomenten – sondern in seiner Haltung, seinem Blick und seiner Konsequenz. Weil es ist ein Film über patriarchale Gewalt, über institutionelles Wegschauen und über das Funktionieren von Macht in scheinbar modernen Gesellschaften ist. David Fincher schaut genau dorthin, wo andere ausweichen: in die Abgründe männlicher Herrschaft, ins System, das Täter:innen schützt und Opfer isoliert. Das passt noch immer in die Zeit. Mit Daniel Craig, Rooney Mara, Christopher Plummer und Stellan Skarsgård. (ZDF, Wh.)
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Gavin Hood – „Official Secrets“ (2019)Ein wichtiger Film, denn: „Das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit.“ – Und wer, sich traut sie auszusprechen, wird bekämpft. Mit Keira Knightley, Ralph Fiennes und Rhys Ifans. (ZDF, Wh.)
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Brian Gibson – „Nicht schuldig“ (1996)Ein Thriller, der eine Frau ins Zentrum stellt und sie zugleich entmündigt. Brian Gibson erzählt von einer Geschworenen in einem Mafia-Prozess, die von einem Killer bedroht wird. Auf den ersten Blick Spannungskino, auf den zweiten ein Lehrstück über das, was der Hollywood-Mainstream in den 90er Jahren über Frauen, Gewalt und Macht wirklich gedacht hat. Mit Demi Moore, Alec Baldwin und James Gandolfini. (ZDF, Wh.)
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Gavin Hood – „Official Secrets“ (2019)Ein wichtiger Film, denn: „Das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit.“ – Und wer, sich traut sie auszusprechen, wird bekämpft. Mit Keira Knightley, Ralph Fiennes und Rhys Ifans. (ZDF, Wh.)
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Mike Nichols – „Wolf“ (1994)Ein Werwolf-Film als Business-Satire, ein Erotikthriller als Midlife-Crisis-Parabel, und vor allem ein Starvehikel für Jack Nicholson, der hier weniger spielt als sich zelebriert. Ich mag diesen Film, weil er ein Echo aus den Neunzigern ist und gerade weil er sich einer klaren Tonlage verweigert. Darin liegt seine sehr eigentümliche Freiheit. (ZDFneo, Wh.)
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Emma Thompson – „Years and Years“ (Serie, 2019)
Diese Serie war 2019 noch Dystopie, heute ist sie schlicht Chronik. Eine Art Reality-TV der politischen Verzweiflung, das „damals“ nur zufällig noch als Fiktion verkauft wurde. Simon Cellan Jones hat den Zerfall einer liberalen Gesellschaft mit britischer Präzision und einem sardonischen Lächeln umgesetzt, während Emma Thompson als populistische Politikerin Vivienne Rook die Kamera verschlingt wie eine, die weiß, dass die Monster längst im Publikum sitzen. Ihre Performance ist so kalt, so überzeugend, dass sie heute locker neben Orban, Trump oder Meloni Platz nehmen könnte – nicht als Karikatur, sondern als Kollegin. (ZDFneo, Wh.)
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David E. Kelley – „Lake Placid“ (1999)
Der Jurassic Park der Economy-Class: Ein Monsterfilm mit überdurchschnittlichem Cast und unterdurchschnittlichem Anspruch – und deshalb ein kleines popkulturelles Juwel. Die Begegnung zwischen Mensch und Kreatur ist hier kein naturphilosophisches Drama, sondern ein ziemlich absurder Albtraum mit ironischem Biss. Der Film zum Sommerloch, sozusagen. (ZDFneo, Wh.)
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Keira Knightley – „Official Secrets“ (2019)
Ein wichtiger Film, denn: „Das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit.“ – Und wer, sich traut sie auszusprechen, wird bekämpft. Mit Keira Knightley, Ralph Fiennes und Rhys Ifans. (ZDF, WH)
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Demi Moore, Alec Baldwin – „Nicht schuldig“ (1996)
Ein Thriller, der eine Frau ins Zentrum stellt und sie zugleich entmündigt. Brian Gibson erzählt von einer Geschworenen in einem Mafia-Prozess, die von einem Killer bedroht wird. Auf den ersten Blick Spannungskino, auf den zweiten ein Lehrstück über das, was der Hollywood-Mainstream in den 90er Jahren über Frauen, Gewalt und Macht wirklich gedacht hat. (ZDF, Wh)
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Diese Serie ist wirklich nicht für Leute wie mich gemacht. In den Nullerjahren war ich ja längst raus aus dem Alter, in dem auf Klassenfahrten Jamba-Klingeltöne ausgetauscht werden oder „Männer“, die noch längst keine waren, sich im Aldi-Parkhaus gegenseitig die Fresse polieren. Ich hatte zwar auch ein Handy, ja sicher. Mein Klingelton war ein MP3 von Bruce Springsteens „Born to Run“ – und der war selbstverständlich nie peinlich. Jedenfalls nicht für mich. Niemals! (ZDF, Neu!)
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Seth Rogen, Christoph Waltz – „The Green Hornet“ (2011)
Es gibt Filme, bei denen ich mich frage: „Wie konnte das nur passieren?“ Und dann gibt es Filme wie „The Green Hornet“ (2011), bei denen ich mir denke: „Wie viele Menschen mussten gleichzeitig weggucken, damit sowas passieren konnte?“ Regie führte immerhin Michel Gondry, der Mann, der einst Jim Carrey das Gedächtnis ausradierte und dabei fast den Oscar gewann. (ZDFneo)
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David Fincher – „Verblendung“ (2011)
Ein harter Film. Nicht hart im Sinne eines Thrillers mit Hochspannung und Schockmomenten – sondern in seiner Haltung, seinem Blick, seiner Konsequenz. Es ist ein Film über patriarchale Gewalt, über institutionelles Wegschauen, über das Funktionieren von Macht in scheinbar modernen Gesellschaften. Und er scheut sich nicht, genau dorthin zu schauen, wo viele Filme ausweichen: in die Abgründe männlicher Herrschaft, ins System, das Täter schützt und Opfer isoliert. (ZDFneo)
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David Fincher – „Verblendung“ (2011)
Ein harter Film. Nicht hart im Sinne eines Thrillers mit Hochspannung und Schockmomenten – sondern in seiner Haltung, seinem Blick, seiner Konsequenz. Es ist ein Film über patriarchale Gewalt, über institutionelles Wegschauen, über das Funktionieren von Macht in scheinbar modernen Gesellschaften. Und er scheut sich nicht, genau dorthin zu schauen, wo viele Filme ausweichen: in die Abgründe männlicher Herrschaft, ins System, das Täter schützt und Opfer isoliert. (ZDFneo)
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Seth Rogen, Christoph Waltz – „The Green Hornet“ (2011)
Es gibt Filme, bei denen ich mich frage: „Wie konnte das nur passieren?“ Und dann gibt es Filme wie „The Green Hornet“ (2011), bei denen ich mir denke: „Wie viele Menschen mussten gleichzeitig weggucken, damit sowas passieren konnte?“ Regie führte immerhin Michel Gondry, der Mann, der einst Jim Carrey das Gedächtnis ausradierte und dabei fast den Oscar gewann. (ZDFneo)
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NACHTSCHICHT 17
BLUT & EISEN
ZDFNeo, 18.6., 20:15 Uhr
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