#zdfneo — Public Fediverse posts
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Andreas Senn – „Unbroken“ (Serie, 2021)Eine TV-Serie als Hochglanz-Thriller, der sichtbar auf die Streaming-Generation geschielt hat, aber ohne seine Identität dabei an Netflix oder Sky zu verkaufen. Das war damals durchaus mutig. Oder wenigstens sehr viel mutiger als der übliche ZDF-Krimi. Dass eine sechs Jahre alte Serie aber heute einmal soviel tagespolitische Relevanz bekommen würde, konnte wohl auch Jens Spahn 2021 noch nicht ahnen. Der ist zu seiner Zeit gerade erst als Bundesgesundheitsminister abgewählt worden. (ZDF, Wh.)
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Robert De Niro – „Der gute Hirte“ (2006)Robert De Niro erzählt, in einem seiner seltenen Filme als Regisseur, von der Entstehung der CIA. Das ist kein Hochspannungs-Thriller, sondern beschreibt die ernüchternde Herkunftsgeschichte einer emotional verarmten Supermacht. Hier gibt es keine coolen Gadgets, keine One-Liner und keine Agentenposen. Nur Männer in grauen Anzügen, die lernen, nichts zu fühlen – und das dann für Professionalität halten. Mit Matt Damon, Angelina Jolie, Martina Gedeck, Joe Pesci und William Hurt. (ZDF, Wh.)
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Michel Gondry – „The Green Hornet“ (2011)Manchmal, wenn ich einen Film sehe, stellt sich mir doch die Frage: „Wie viele Menschen mussten wohl gleichzeitig wegschauen, dass sowas überhaupt passieren konnte?“ Das hier ist einer mit Seth Rogen, Jay Chou, Cameron Diaz, Tom Wilkinson, Christoph Waltz, und Edward James Olmos. Ein Popcorn-Film aus dem oberen Regal. Und Regie hat zudem Michel Gondry geführt, der Mann, der einst Jim Carrey das Gedächtnis ausradiert und dafür fast den Oscar gewonnen hat… (ZDF, Wh.)
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Jean-Jacques Annaud – „Sieben Jahre in Tibet“ (1997)Anlässlich des Geburtstages von Tenzin Gyatso, des 14. Dalai Lama (* 06.07.1935) erinnert sich auch die ZDF-Spielfilmredaktion wieder an Tibet. Doch das Land wird hier nur dargestellt als entgrenzte Projektionsfläche für spirituelle Sehnsüchte und als Bühne für die persönliche Erweckungsgeschichten eines Nazis. Jean-Jacques Annaud bedient diese Logik mit all der grandiosen Kraft des Kinos – und scheitert gerade deshalb daran, Tibet als politischen Ort ernst zu nehmen. (ZDF, Wh.)
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Billy Bob Thornton – „All die schönen Pferde“ (2000)Billy Bob Thorntons Adaption eines Romans von Cormac McCarthy wurde verstümmelt, missverstanden, verschoben – und ist doch einer der stillsten, zärtlichsten und zugleich düstersten Filme seines Jahrzehnts. Wer sich auf die Risse einlässt, entdeckt dazwischen etwas Seltenes: Wahrhaftigkeit. Mit Matt Damon, Penélope Cruz, Henry Thomas, Rubén Blades und Sam Shepard. (ZDF, Wh.)
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David E. Kelley – „Lake Placid“ (1999)Das hier ist sozusagen die Economy-Class im Jurassic Park: Ein Monsterfilm mit überdurchschnittlichem Cast und unterdurchschnittlichem Anspruch – und deshalb ein kleines popkulturelles Juwel. Die Begegnung zwischen Mensch und Kreatur ist hier kein naturphilosophisches Drama, sondern ein ziemlich absurder Albtraum mit ironischem Biss. Sozusagen der Film zum Sommerloch… Mit Bill Pullman, Bridget Fonda, Brendan Gleeson und Betty White. (ZDF, Wh.)
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Nathan Fillion – „The Rookie“ (Serie, 2018-2025)Ein Bauunternehmer in der Midlife-Crisis wird Cop – und das LAPD applaudiert aus dem Off. Diese Serie ist das, was passiert, wenn eine Polizeibehörde mit Rassismusproblem ihre PR selbst dreht und Nathan Fillion dafür lächeln lässt. Hollywood-Polizeiarbeit trifft auf staatlich autorisierte Imagepolitur. Willkommen in einer Serienwelt, in der systemische Gewalt als Charakterentwicklung durchgeht. (ZDFneo)
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Gavin Hood – „Official Secrets“ (2019)Ein wichtiger Film, denn: „Das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit.“ – Und wer, sich traut sie auszusprechen, wird bekämpft. Mit Keira Knightley, Ralph Fiennes und Rhys Ifans. (ZDF, Wh.)
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Billy Bob Thornton – „All die schönen Pferde“ (2000)Billy Bob Thorntons Adaption eines Romans von Cormac McCarthy wurde verstümmelt, missverstanden, verschoben – und ist doch einer der stillsten, zärtlichsten und zugleich düstersten Filme seines Jahrzehnts. Wer sich auf die Risse einlässt, entdeckt dazwischen etwas Seltenes: Wahrhaftigkeit. Mit Matt Damon, Penélope Cruz, Henry Thomas, Rubén Blades und Sam Shepard. (ZDF, Wh.)
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Robert De Niro – „Der gute Hirte“ (2006)Robert De Niro, in einem seiner seltenen Filme als Regisseur, erzählt hier die Entstehung der CIA. Und das nicht als Hochspannungs-Thriller, sondern als ernüchternde Herkunftsgeschichte einer emotional verarmten Supermacht. Hier gibt es keine coolen Gadgets, keine One-Liner, keine Heldenposen. Nur Männer in grauen Anzügen, die lernen, nichts zu fühlen – und das für Professionalität halten. Mit Matt Damon, Angelina Jolie, Martina Gedeck, Joe Pesci und William Hurt. (ZDFneo, Neu)
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Harold Ramis – „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (1993)Es gibt Filme, die sich eigentlich ja bei jedem Wiedersehen, zu jeder Jahreszeit, wie ein Déjà-vu anfühlen – vertraut und doch irritierend. Dieser gehört mit fast absoluter Sicherheit dazu. Auf den ersten Blick wirkt diese moralische Comedy von 1993 wie eine romantische Fabel über Selbstfindung, Humor und die Kraft der Liebe. Aber unter der Leichtigkeit liegt ein komplexes philosophisches Experiment über Wiederholung, Kontrolle und die Frage, was ein Mensch wohl mit unendlicher Zeit anfangen würde. (ZDF, Wh.)
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Anna Gutto – „Paradise Highway“ (2021)Ein Film, aus einer anderen Zeit. Ist dieser Thriller doch ein fast historisches Dokument, entstanden unter den Covid-Lockdowns und ein Zeugnis darüber, wie der Kulturbetrieb sich doch noch irgendwie am Leben festgehalten hat. Juliette Binoche und Morgan Freeman in einem klassischen Trucker-Film, der alles andere als konventionell produziert wurde. (ZDFneo, Wh)
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Robert Rodriguez, Frank Miller, Quentin Tarantino – „Sin City“ (2005)Schwarz ist hier keine Farbe, sondern eine Haltung. Dieser Film denkt die Welt radikal binär: Licht oder Finsternis, Körper oder Waffe, Begehren oder Vernichtung. Eine Stadt als eine Projektionsfläche für Gewaltfantasien, für gekränkte Männlichkeit, und für ein Noir-Erbe, das sich weigert, in Würde zu altern. Aber genügt das, um ihn zu feiern? (ZDFneo, Wh.)
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Emma Thompson – „Years and Years“ (Serie, 2019)
Diese Serie war 2019 noch Dystopie, heute ist sie schlicht Chronik. Eine Art Reality-TV der politischen Verzweiflung, das „damals“ nur zufällig noch als Fiktion verkauft wurde. Simon Cellan Jones hat den Zerfall einer liberalen Gesellschaft mit britischer Präzision und einem sardonischen Lächeln umgesetzt, während Emma Thompson als populistische Politikerin Vivienne Rook die Kamera verschlingt wie eine, die weiß, dass die Monster längst im Publikum sitzen. Ihre Performance ist so kalt, so überzeugend, dass sie heute locker neben Orban, Trump oder Meloni Platz nehmen könnte – nicht als Karikatur, sondern als Kollegin. (ZDFneo, Wh.)
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Juliette Binoche, Morgan Freeman – „Paradise Highway“ (2021)
Ein Film, aus einer anderen Zeit. Ist dieser Thriller doch ein fast historisches Dokument, entstanden unter den Covid-Lockdowns und ein Zeugnis darüber, wie der Kulturbetrieb sich doch noch irgendwie am Leben festgehalten hat. Juliette Binoche und Morgan Freeman in einem klassischen Trucker-Film, der alles andere als konventionell produziert wurde. (ZDFneo, Wh)
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David E. Kelley – „Lake Placid“ (1999)
Der Jurassic Park der Economy-Class: Ein Monsterfilm mit überdurchschnittlichem Cast und unterdurchschnittlichem Anspruch – und deshalb ein kleines popkulturelles Juwel. Die Begegnung zwischen Mensch und Kreatur ist hier kein naturphilosophisches Drama, sondern ein ziemlich absurder Albtraum mit ironischem Biss. Der Film zum Sommerloch, sozusagen. (ZDFneo, Wh.)
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Paul McGuigan – „Lucky Number Slevin“ (2006)
Manchmal, ganz selten, kommt es vor, dass ein Film mir nicht einfach nur ins Gesicht schlägt – nein, er trifft mich mit einem Lächeln auf den Lippen, in feinstem Dreiteiler, vollendeter Frisur und messerscharfem Dialog mitten ins erzählerische Zwerchfell, sodass mir fast die Luft wegbleibt. Hier ist genau so ein Film. Er ist ein perfekt gemischtes Kartenspiel, bei dem wir erst nach der letzten Karte merken, dass er die ganze Zeit nach seinen ganz eigenen Regeln gespielt hat… (ZDFneo, Wh.)
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Bill Murray, Andie MacDowell – „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (1993)
In Mainz müssen wirklich alle Kalender kaputt sein, oder die Programmplanung läuft noch auf einem PC unter Windows 3.11… denn das war das Betriebssystem zur Zeit der Produktion dieses Films. Wie nur, kann ein Mensch den genau auf das Ende des Sommers programmieren, wenn er doch am 2. Februar spielt? Also mitten im Winter. Was kommt als nächstes, „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ zur Sommersonnenwende? (ZDFneo)
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Anthony Mackie – „Twisted Metal“ (Serie, 2023)
Manchmal stolpere ich in den Tiefen der Mediatheken über Serien, die wirken, als hätte jemand im Schnellimbiss ihr Konzept auf eine Serviette gekritzelt – und dann beschlossen, daraus eine ganze Staffel zu machen. „Twisted Metal“, basierend auf einem PlayStation-Videospiel aus der Zeit, als CDs noch cool waren, ist genau so ein Fall. Ich habe beide Staffeln gesehen. Und was soll ich sagen: Alle sind ziemlich herrlich und völlig bekloppt! (ZDF, Wh.)
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Seth Rogen, Christoph Waltz – „The Green Hornet“ (2011)
Es gibt Filme, bei denen ich mich frage: „Wie konnte das nur passieren?“ Und dann gibt es Filme wie „The Green Hornet“ (2011), bei denen ich mir denke: „Wie viele Menschen mussten gleichzeitig weggucken, damit sowas passieren konnte?“ Regie führte immerhin Michel Gondry, der Mann, der einst Jim Carrey das Gedächtnis ausradierte und dabei fast den Oscar gewann. (ZDFneo)
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Nathan Fillion – „The Rookie“ (Serie, 2018-2025)
Ein Bauunternehmer in der Midlife-Crisis wird Cop – und das LAPD applaudiert aus dem Off. Diese Serie ist das, was passiert, wenn eine Polizeibehörde mit Rassismusproblem ihre PR selbst dreht und Nathan Fillion dafür lächeln lässt. Hollywood-Polizeiarbeit trifft auf staatlich autorisierte Imagepolitur. Willkommen in einer Serienwelt, in der systemische Gewalt als Charakterentwicklung durchgeht. (ZDFneo)
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Robert De Niro – „Und dann kam Dad“ (2023)
Ich habe schon viel ertragen. Deutsche Sonntagabendkrimis. Dieter Hallervorden. Netflix-Algorithmen, die mich für einen Teenager mit Konzentrationsproblemen halten. Aber das hier, zur besten Sendezeit in der ARD? Das ist keine schlechte Programmierung mehr – das ist ein Angriff auf mein Restvertrauen in den öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag! Vergessen Sie mal den Titel dieses Blogs. Das hier ist wahrlich keine Perle, sondern Sondermüll. Meine Verantwortung als Blogger und Gebührenzahler ist es, davor zu warnen. Es ist mir damit wirklich ernst! (ARD, Neu)
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Seth Rogen, Christoph Waltz – „The Green Hornet“ (2011)
Es gibt Filme, bei denen ich mich frage: „Wie konnte das nur passieren?“ Und dann gibt es Filme wie „The Green Hornet“ (2011), bei denen ich mir denke: „Wie viele Menschen mussten gleichzeitig weggucken, damit sowas passieren konnte?“ Regie führte immerhin Michel Gondry, der Mann, der einst Jim Carrey das Gedächtnis ausradierte und dabei fast den Oscar gewann. (ZDFneo)
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Aylin Tezel – „Unbroken“ (2021)
Manchmal taucht eine Serie auf, die so intensiv, so anders, so kompromisslos daherkommt, dass wir glauben: Das könnte ein Wendepunkt sein. Und dann… bleibt es still. „Unbroken“, erschienen bereits 2021, war so ein Fall. Eine sechsteilige Miniserie, die auf ZDFneo kurz aufflammte, für Staunen sorgte – und bis heute keine echte Nachfolgerin im Programm gefunden hat. Sie blieb ein Solitär, der seitdem einsam in der Mediathek leuchtet. (ZDFneo)