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#babynjar — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #babynjar, aggregated by home.social.

  1. @peer

    „Wie kommst du darauf, dass die Beschäftigung mit der Frühlingssonate zugleich eine Beschäftigung mit Verbrechen in Babyn Jar war?“

    Und hier zu #BabynJar. Ein Auszug aus dem Buch und aus meinem Blog. Der Name Babyn Jar kommt nicht vor und ich habe auch erst vor ein paar Jahren gelernt, was da genau gemeint war, aber es steht da: „Hauptmann Pritzker war vor seiner Einberufung zur Sowjetarmee Musikpädagoge am Konservatorium in Kiew. Er war verheiratet, hatte eine Tochter und einen Sohn, beide noch schulpflichtig. Im Jahre 1942 haben deutsche Soldaten der Hitler-Wehrmacht in Kiew Zehntausende Juden, Männer, Frauen und Kinder, zusammengetrieben wie Vieh und unweit der Stadt vor ihren Gräbern erschossen. Unter den Opfern befanden sich des Hauptmanns Frau und Kinder. Die Familie hatte am Abend, bevor Pritzker einberufen wurde, die #Frühlingssonate von Beethoven gespielt.“

    Die Erzählung ist von dem Kommunisten #WilliBredel, dem offensichtlich nicht nur am Anpreisen des kommunistischen Widerstands gelegen war.

    #Antifaschismus #DDR #Holocaust

    @xriss

  2. Morgen (am Mittwoch, dem 15.10. um 18:30) stellt die Übersetzerin Christiane Körner im Rahmen des OpenBooks-Lesefestivals in FFM ihre Neuübersetzung von Anatoli Kusnezows dokumentarischem Roman „Babyn Jar“ vor. Ich moderiere.

    #Buchmesse #OpenBooks #Frankfurt #BabynJar

    openbooks-frankfurt.de/ort/heu

  3. 2/ Ich bin dieses Jahr irgendwie auf eine Seite von Putin-Fans gekommen und da wurde darauf hingewiesen, dass es in Kiew eine Stepana #Bandera-Straße gibt, die in Richtung #BabynJar führt.

    In Babyn Jar wurden von SS und Wehrmacht in 36 Stunden 33.000 Jüd*innen erschossen.

    de.wikipedia.org/wiki/Massaker

    Es muss wohl als der Gipfel der Geschmacklosigkeit gelten, wenn man dort irgendwo in der Nähe dieser Schlucht eine große Straße nach einem Antisemiten benennt.

    Nun ja, der Ort ist eigentlich egal, aber das toppt es dann noch.

    In den Nachrichten (tagesschau) wurde immer mal gesagt, dass #Putin in der #Ukraine den #Faschismus bekämpfen wolle. Das war mir einigermaßen unklar. Jetzt weiß ich, was gemeint war. Wenn man so seine Straßen benennt, macht man es Putin leicht.

  4. 4/ Ich kann gar nicht von allem berichten. Hab auch nur die kleine Kamera mitgenommen, damit ich nicht zu viel mache.

    Der Schriftsteller Marko Martin kritisiert die Historikerin Katja #Hoyer für ihre neue #Geschichte der #DDR. Leider habe ich ihr Buch noch nicht gelesen. Die Kritik fing so an: „Mein Vater war Totalverweigerer und war im Knast und ich war auch Totalverweigerer und war im Knast. Ihre Mutter war Lehrerin und Ihr Vater Offizier bei der NVA. Das kann man natürlich gegen Sie nicht ins Feld führen, weshalb ...“ Nice try, aber er hat es natürlich dennoch gesagt. Ich denke daraus folgt nicht unbedingt was, denn es gibt auch Beispiele für das Gegenteil: Anetta Kahane, IM-Spitzel, Ines Geipel mit Vater, der beim MfS für Terroismus auf BRD-Gebiet zuständig war, #AnneRabe mit Funktionärseltern, Patrick Potrous, hauptamtlicher FDJ-Sekretär und Geschichtsstudent zu DDR-Zeiten (nur die allerrötesten Socken haben Geschichte studiert).

    Also: Ich denke, es ist wichtig zu wissen, „wer spricht“. Aber dann muss man auch gucken, was sie sagt. Hoyers Buch habe ich noch nicht gelesen. Aber von den anderen genannten weiß ich, dass in ihren Aufsätzen bzw. Bücher gravierende faktische Fehler enthalten sind und das darf halt nicht sein.

    Martin meinte, dass es doch Quellen zur DDR gäbe. Er zählte Geipel und Rabe auf.

    Zu #AnneRabe habe ich nichts gesagt. Aber hier meine gesammelten Werke:

    so-isser-der-ossi.de/2024/04/0

    Zu Kahane und Geipel habe ich etwas gesagt, nämlich, dass sie entweder keine Ahnung haben oder lügen, wenn sie behaupten, dass der Holocaust im Osten kein Thema gewesen sei.

    so-isser-der-ossi.de/2019/09/0

    Nach der Veranstaltung kamen zwei Personen zu mir und wollten mehr dazu wissen. Eine sagte, dass man „keine Ahnung oder lügen“ nicht sagen könne. Doch kann man sagen. Wenn Menschen so grundsätzlich falsche Sachen sagen, die es eigentlich besser wissen müssten, dann kann man das sagen. Ihr könnt Euch hier eine Meinung bilden. Das sind die Fakten. Mit Quellen:

    so-isser-der-ossi.de/2019/09/0

    #Holocaust #DDR

    Dann kommt immer das Argument: Ja, aber die #Kommunisten kamen an erster Stelle. Ehm, ja, klar. Das war die Diktatur des Proletariats (Eigenbezeichnung) und die, die an der Macht waren, haben von ihren Heldentaten berichtet. Es war aber nicht so, dass die #Juden oder der #Holocaust nicht vorgekommen wären. Im Gegenteil, wir wussten von #BabynJar jedes Kind in der DDR hatte die Frühlingssonate im Unterricht. Die entsprechenden Auszüge sind auf der Web-Seite. Im Westen konnte die #Wehrmachtsausstellung noch lange nach der Wende Skandale erzeugen. Im Osten wussten das alle.

    de.wikipedia.org/wiki/Massaker

    Der nächste Punkt, der kam: Ja, aber die von den Nazis enteigneten Juden wurden nicht entschädigt. Natürlich nicht! Das kann man gut finden oder nicht. Die DDR war ein sozialistisches Land. Alle wurden enteignet. Warum hätte man den Juden das Geld oder die Betriebe zurückgeben sollen. Der Gedanke ist einigermaßen absurd. Allen Kapitalisten wird alles weggenommen, nur den Juden nicht? Dann gibt es eine DDR-weite Volkswirtschaft mit 200 kapitalistischen Großbetrieben in der Mitte?

    Man kann die DDR für die Enteignungen kritisieren, aber dieser Punkt ist unabhängig von #Antisemitismus. Die #Juden waren übrigens als VdN anerkannt und bekamen sehr hohe Opferrenten.

    de.wikipedia.org/wiki/Verfolgt

    (Sie wurden gebeten, sich das Geld nicht bar auszahlen zu lassen, um Neid zu verhindern. Findet man alles in Goschler, 1993, von der Bundesregierung als Quelle empfohlen)

    Hatte ich auch in einem der Anne-Rabe-Blog-Posts über #Kollektivschuld besprochen.

    so-isser-der-ossi.de/2024/02/2

    #tazlab #tazlab2024

  5. 1/ In der @tagesschau sagt eine Ukrainerin, dass in Deutschland und in Polen nur wenig über den Mord an den Kiever #Juden in #BabynJar bekannt gewesen sei, weil die #Sowjetunion die Information über diese Dinge kontrolliert habe.

    Ich weiß nicht, warum die #Tagesschau das sendet. Was soll das bedeuten? Wir haben ja von nichts gewusst? Wir konnten ja nichts davon wissen, weil die Sowjetunion das zurückgehalten hat? Warum hätte sie das tun sollen? Um uns zu schonen? Wie nett.

    #Kijev #Ukraine #Holocaust #Shoa

    tagesschau.de/multimedia/video

  6. Der Oberrabbiner der Ukraine, Moshe Reuven Azman, appelliert im DW-Interview an die Russen, den Krieg zu beenden. Er berichtet über das Leben der jüdischen Gemeinde seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine.
    Oberrabbiner der Ukraine: "Putin hat alle gegen sich vereint" | DW | 13.03.2022
    #Ukraine #Russland #Krieg #Juden #Holocaust-Überlebende #Kiew #BabynJar #Raketenangriffe #russischeArmee