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Wenn die Wissenschaft schmunzelt – kuriose Fundstücke aus den Fachreferaten der TIB
Wissenschaft ist bekanntlich eine ernste Angelegenheit. Monografien mit nüchternen Titeln, Aufsätze voller Formeln, Tabellen und Fußnoten prägen den Arbeitsalltag in den Fachreferaten der TIB. Und doch: Wer regelmäßig neue Titel sichtet und für den Bibliotheksbestand auswählt oder Geschenke überprüft, weiß, dass sich zwischen all der fachlichen Strenge hin und wieder kleine Überraschungen verbergen.
Manchmal ist es ein Buchtitel, der unerwartet blumig daherkommt. Manchmal ein Thema, dessen Existenz man nicht geahnt hätte. Und manchmal fragt man sich schlicht schmunzelnd, wie genau dieses Werk seinen Weg in einen wissenschaftlichen Bibliotheksbestand gefunden hat – sei es durch gezielte Auswahl, Schenkungen oder kuriose Zufälle.
Passend zur närrischen Jahreszeit laden wir im Februar dazu ein, mit uns einen Blick auf genau diese besonderen Fundstücke zu werfen. In diesem Beitrag stellen verschiedene Fachreferent:innen der TIB Werke vor, die ihnen im Arbeitsalltag ein Lächeln entlockt haben – ohne den wissenschaftlichen Anspruch aus den Augen zu verlieren. Denn selbst zwischen Fachliteratur und Formalia ist Platz für Humor. Helau!
Fritz Eggelsmann: Schweisser-Brevier – lehrreiche Reime für Autogenschweißer und die, die es werden wollen
Fritz Eggelsmann: Schweisser-Brevier„Gar manches wurde schon geschrieben
Von der edlen Schweißerei
Und es ist – nicht übertrieben –
Stets wissenswert und immer neu“Mit diesen gereimten Zeilen beginnt das „Schweisser-Brevier“ von Fritz Eggelsmann. Und wer nun vermutet, es handele sich lediglich um einen poetischen Auftakt, irrt: Das gesamte Werk ist in Reimform verfasst. Spätestens beim ersten Durchblättern sorgt das für ein ungläubiges Schmunzeln – denn gereimte Fachliteratur begegnet einem im bibliothekarischen Alltag eher selten.
Was auf den ersten Blick an Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ erinnert, entpuppt sich auf den zweiten als durchaus ernstzunehmendes, wenn auch unkonventionell gestaltetes Fachbuch. Inhaltlich widmet sich das Schweisser-Brevier dem Autogenschweißen beziehungsweise Gasschmelzschweißen. In Versform werden Themen wie unterschiedliche Schweißgase, die korrekte Handhabung der Ventile an Gasflaschen sowie verschiedene Schweißtechniken erläutert – fachlich fundiert und erstaunlich umfassend.
Das Buch erschien 1972 und fand seinen Weg in den Bestand der TIB im Rahmen einer Bestandsübernahme aus dem Institut für Schweißtechnik der TU Braunschweig. Ein schönes Beispiel dafür, dass technische Präzision und sprachlicher Witz sich nicht ausschließen müssen.
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB.
George Schneider: The book of choice ferns for the garden, conservatory, and stove describing and giving explicit cultural directions for the best and most striking ferns and selaginellas in cultivation
Im Farnfieber des 19. Jahrhunderts wurden Farne und entsprechende Motive über alle Gesellschaftsschichten hinweg gesammelt. Ob nun in Form von Keramiken, Textilien, Skulpturen, als Verzierung auf Grabsteinen oder als gepresste Farnwedel in Alben – kaum jemand wurde nicht von der Pteridomanie erfasst, wie dieses Phänomen bezeichnet wurde.
Dabei stand Pterido(phyta) für Gefäßsproenpflanzen bzw. Farnartige Pflanzen und Manie für übertriebene Leidenschaft. Immer neue Farnbücher wurden veröffentlicht, so auch von George Schneider (29. März 1848 bis 2. Januar 1917), dem langjährigen Kulturchef der damals sehr bekannten Baumschule Veitch & Sons in London.
Zwischen 1892 und 1894 erscheint sein dreibändiges Werk „The book of choice ferns for the garden, conservatory, and stove describing and giving explicit cultural directions for the best and most striking ferns and selaginellas in cultivation“, das die TIB in einer seltenen Goldschnitt-Ausgabe im Bestand hat.
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB: Band 1, Band 2, Band 3
Online sind die Bände auf der Seite der Biodiversity Heritage Library zu finden.
Carl Salomon: Wörterbuch der Botanischen Kunstsprache: für Gärtner, Gartenfreunde und Gartenbauzöglinge
Seit 1881 hat Carl Salomon, Könglicher Garteninspektor in Würzburg, das „Wörterbuch der Botanischen Kunstsprache: für Gärtner, Gartenfreunde und Gartenbauzöglinge herausgegeben“:
„Verfasser und Verleger der vorliegenden Schrift begegneten sich in dem Wunsche, den Freunden der Pflanzenkunde ein bequemes Taschenbuch zu binden, welches eine Auflistung der gebräuchlichen Kunstausdrücke der botanischen Wissenschaft in alphabetischer Übersicht bietet.“
(aus dem Vorwort der ersten Aufalage von 1881)
Die TIB hat die 4. Auflage von 1899 aus dem Bestand der Bibliothek des Instituts für Zierpflanzenbau der Leibniz Universität Hannover übernommen. Es ist die letzte von Salomon selbst bearbeitete Auflage, die er im Dezember 1898 fertigstellte. Er starb kurz danach, am 7. Februar 1899, im Alter von 69 Jahren.
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB.
Kate Daudy & Kostya Novoselov: Wonderchaos // Kip Thorne & Lia Halloran: The warped side of the universe
Das ein oder andere ungewöhnliche Werk ist in unserem Bestand gelandet, weil renommierte Autoren – insbesondere Nobelpreisträger – ihre wissenschaftliche Arbeit mit weiteren Interessen verbunden haben.
So ist Kostya Novoselov (Nobelpreis 2010 für die Entdeckung des Graphens) Co-Autor eines Werkes der Künstlerin Kate Daudy mit dem schönen Titel Wonderchaos, in dem unter anderem nummerierte Schafe als Zufallszahlengenerator durch die Bilder laufen.
Der Nobelpreisträger Kip Thorne (Nobelpreis 2017 für seine Beiträge zum Gravitationswellendetektor LIGO) ist in seinem Buch The warped side of our universe: an odyssey through black holes, wormholes, time travel, and gravitational waves mit Prosagedichten zu Schlaglichtern seines Forscherlebens selbst zum Künstler geworden.
Wer selbst Gedichte zur Physik schreiben will, kann sich mit The poetry of physics vorbereiten. „The final section provides practical guidance on crafting your own physics-inspired poetry, encouraging active participation in this tradition of blending scientific and artistic inquiry.“ In diesem Sinne: Los geht‘s!
Mary Beth Norton: I humbly beg your speedy answer
Im Mai 1691 erreichte die Redaktion der Londoner Zeitschrift „The Athenian Mercury“ die folgende Frage einer anonymen Leserin:
„A young man from the city made his addresses to a country gentlewoman for nearly a year and gained her affections. But afterward he slighted her without any explanation. She is a very beautiful and virtuous young lady who has been and still is in love with him to such a degree that her life is despaired of. Is this gentleman, knowing he is the cause of her illness, obliged to marry her in conscience?“
Zweimal wöchentlich erschienen im Laufe der 1690er-Jahre neue Ausgaben dieser Zeitschrift, in denen eine anonyme Leserschaft die Redaktion um den Verleger John Dunton um Rat in Beziehnungsdingen bat.
Ursprünglich war sie für die Beantwortung von Leserfragen zu ganz anderen Themen angelegt gewesen – etwa rechtliche oder medizinische Fragen, doch schon bald nach dem ersten Erscheinen häuften sich Fragen privater Natur:
- How shall a man know when a lady loves him? (Mai 1691)
- Is interrupting discourse by repeated kisses rude and unmannerly? (Oktober 1691)
- How may a true lover be distinguished from a false one? (August 1695)
„The Athenian Mercury“ gilt damit als die weltweit erste Ratgeberkolumne – und erfreute sich großer Popularität. Die us-amerikanische Historikerin Mary Beth Norton hat in ihrem 2025 erschienenen Buch „I humbly beg your speedy answer” eine kuratierte Auswahl dieser Fragen und Antworten zusammengestellt. Der Titel eröffnet einen wunderbaren Einblick in die Gefühlswelten eines früheren Jahrhunderts und in die Anliegen der Menschen in Sachen Partnerwahl, Ehe, elterlicher Zustimmung oder deren Umgehung, außerehelichen Affären und vielem mehr.
Wer Ratgeberkolumnen liest, wird Vergnügen an diesem Buch finden. Wer sie nicht liest, hat hiermit Gelegenheit sich davon zu überzeugen, wie langlebig und produktiv dieses kleine Genre ist.
Doch was rieten nun die „Athenians“ der verzweifelten Fragestellerin? Ihre knappe Antwort sei hier nicht vorenthalten:
„He is obliged in honor and conscience to marry her, but we think the lady happier without him than she could be with such an inconstant lover.“
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB.
#AusDenFachreferaten #Wissenschaft #LizenzCCBY40INT #TIB #Fachreferat #Bestand -
Wenn die Wissenschaft schmunzelt – kuriose Fundstücke aus den Fachreferaten der TIB
Wissenschaft ist bekanntlich eine ernste Angelegenheit. Monografien mit nüchternen Titeln, Aufsätze voller Formeln, Tabellen und Fußnoten prägen den Arbeitsalltag in den Fachreferaten der TIB. Und doch: Wer regelmäßig neue Titel sichtet und für den Bibliotheksbestand auswählt oder Geschenke überprüft, weiß, dass sich zwischen all der fachlichen Strenge hin und wieder kleine Überraschungen verbergen.
Manchmal ist es ein Buchtitel, der unerwartet blumig daherkommt. Manchmal ein Thema, dessen Existenz man nicht geahnt hätte. Und manchmal fragt man sich schlicht schmunzelnd, wie genau dieses Werk seinen Weg in einen wissenschaftlichen Bibliotheksbestand gefunden hat – sei es durch gezielte Auswahl, Schenkungen oder kuriose Zufälle.
Passend zur närrischen Jahreszeit laden wir im Februar dazu ein, mit uns einen Blick auf genau diese besonderen Fundstücke zu werfen. In diesem Beitrag stellen verschiedene Fachreferent:innen der TIB Werke vor, die ihnen im Arbeitsalltag ein Lächeln entlockt haben – ohne den wissenschaftlichen Anspruch aus den Augen zu verlieren. Denn selbst zwischen Fachliteratur und Formalia ist Platz für Humor. Helau!
Fritz Eggelsmann: Schweisser-Brevier – lehrreiche Reime für Autogenschweißer und die, die es werden wollen
Fritz Eggelsmann: Schweisser-Brevier„Gar manches wurde schon geschrieben
Von der edlen Schweißerei
Und es ist – nicht übertrieben –
Stets wissenswert und immer neu“Mit diesen gereimten Zeilen beginnt das „Schweisser-Brevier“ von Fritz Eggelsmann. Und wer nun vermutet, es handele sich lediglich um einen poetischen Auftakt, irrt: Das gesamte Werk ist in Reimform verfasst. Spätestens beim ersten Durchblättern sorgt das für ein ungläubiges Schmunzeln – denn gereimte Fachliteratur begegnet einem im bibliothekarischen Alltag eher selten.
Was auf den ersten Blick an Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ erinnert, entpuppt sich auf den zweiten als durchaus ernstzunehmendes, wenn auch unkonventionell gestaltetes Fachbuch. Inhaltlich widmet sich das Schweisser-Brevier dem Autogenschweißen beziehungsweise Gasschmelzschweißen. In Versform werden Themen wie unterschiedliche Schweißgase, die korrekte Handhabung der Ventile an Gasflaschen sowie verschiedene Schweißtechniken erläutert – fachlich fundiert und erstaunlich umfassend.
Das Buch erschien 1972 und fand seinen Weg in den Bestand der TIB im Rahmen einer Bestandsübernahme aus dem Institut für Schweißtechnik der TU Braunschweig. Ein schönes Beispiel dafür, dass technische Präzision und sprachlicher Witz sich nicht ausschließen müssen.
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB.
George Schneider: The book of choice ferns for the garden, conservatory, and stove describing and giving explicit cultural directions for the best and most striking ferns and selaginellas in cultivation
Im Farnfieber des 19. Jahrhunderts wurden Farne und entsprechende Motive über alle Gesellschaftsschichten hinweg gesammelt. Ob nun in Form von Keramiken, Textilien, Skulpturen, als Verzierung auf Grabsteinen oder als gepresste Farnwedel in Alben – kaum jemand wurde nicht von der Pteridomanie erfasst, wie dieses Phänomen bezeichnet wurde.
Dabei stand Pterido(phyta) für Gefäßsproenpflanzen bzw. Farnartige Pflanzen und Manie für übertriebene Leidenschaft. Immer neue Farnbücher wurden veröffentlicht, so auch von George Schneider (29. März 1848 bis 2. Januar 1917), dem langjährigen Kulturchef der damals sehr bekannten Baumschule Veitch & Sons in London.
Zwischen 1892 und 1894 erscheint sein dreibändiges Werk „The book of choice ferns for the garden, conservatory, and stove describing and giving explicit cultural directions for the best and most striking ferns and selaginellas in cultivation“, das die TIB in einer seltenen Goldschnitt-Ausgabe im Bestand hat.
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB: Band 1, Band 2, Band 3
Online sind die Bände auf der Seite der Biodiversity Heritage Library zu finden.
Carl Salomon: Wörterbuch der Botanischen Kunstsprache: für Gärtner, Gartenfreunde und Gartenbauzöglinge
Seit 1881 hat Carl Salomon, Könglicher Garteninspektor in Würzburg, das „Wörterbuch der Botanischen Kunstsprache: für Gärtner, Gartenfreunde und Gartenbauzöglinge herausgegeben“:
„Verfasser und Verleger der vorliegenden Schrift begegneten sich in dem Wunsche, den Freunden der Pflanzenkunde ein bequemes Taschenbuch zu binden, welches eine Auflistung der gebräuchlichen Kunstausdrücke der botanischen Wissenschaft in alphabetischer Übersicht bietet.“
(aus dem Vorwort der ersten Aufalage von 1881)
Die TIB hat die 4. Auflage von 1899 aus dem Bestand der Bibliothek des Instituts für Zierpflanzenbau der Leibniz Universität Hannover übernommen. Es ist die letzte von Salomon selbst bearbeitete Auflage, die er im Dezember 1898 fertigstellte. Er starb kurz danach, am 7. Februar 1899, im Alter von 69 Jahren.
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB.
Kate Daudy & Kostya Novoselov: Wonderchaos // Kip Thorne & Lia Halloran: The warped side of the universe
Das ein oder andere ungewöhnliche Werk ist in unserem Bestand gelandet, weil renommierte Autoren – insbesondere Nobelpreisträger – ihre wissenschaftliche Arbeit mit weiteren Interessen verbunden haben.
So ist Kostya Novoselov (Nobelpreis 2010 für die Entdeckung des Graphens) Co-Autor eines Werkes der Künstlerin Kate Daudy mit dem schönen Titel Wonderchaos, in dem unter anderem nummerierte Schafe als Zufallszahlengenerator durch die Bilder laufen.
Der Nobelpreisträger Kip Thorne (Nobelpreis 2017 für seine Beiträge zum Gravitationswellendetektor LIGO) ist in seinem Buch The warped side of our universe: an odyssey through black holes, wormholes, time travel, and gravitational waves mit Prosagedichten zu Schlaglichtern seines Forscherlebens selbst zum Künstler geworden.
Wer selbst Gedichte zur Physik schreiben will, kann sich mit The poetry of physics vorbereiten. „The final section provides practical guidance on crafting your own physics-inspired poetry, encouraging active participation in this tradition of blending scientific and artistic inquiry.“ In diesem Sinne: Los geht‘s!
Mary Beth Norton: I humbly beg your speedy answer
Im Mai 1691 erreichte die Redaktion der Londoner Zeitschrift „The Athenian Mercury“ die folgende Frage einer anonymen Leserin:
„A young man from the city made his addresses to a country gentlewoman for nearly a year and gained her affections. But afterward he slighted her without any explanation. She is a very beautiful and virtuous young lady who has been and still is in love with him to such a degree that her life is despaired of. Is this gentleman, knowing he is the cause of her illness, obliged to marry her in conscience?“
Zweimal wöchentlich erschienen im Laufe der 1690er-Jahre neue Ausgaben dieser Zeitschrift, in denen eine anonyme Leserschaft die Redaktion um den Verleger John Dunton um Rat in Beziehnungsdingen bat.
Ursprünglich war sie für die Beantwortung von Leserfragen zu ganz anderen Themen angelegt gewesen – etwa rechtliche oder medizinische Fragen, doch schon bald nach dem ersten Erscheinen häuften sich Fragen privater Natur:
- How shall a man know when a lady loves him? (Mai 1691)
- Is interrupting discourse by repeated kisses rude and unmannerly? (Oktober 1691)
- How may a true lover be distinguished from a false one? (August 1695)
„The Athenian Mercury“ gilt damit als die weltweit erste Ratgeberkolumne – und erfreute sich großer Popularität. Die us-amerikanische Historikerin Mary Beth Norton hat in ihrem 2025 erschienenen Buch „I humbly beg your speedy answer” eine kuratierte Auswahl dieser Fragen und Antworten zusammengestellt. Der Titel eröffnet einen wunderbaren Einblick in die Gefühlswelten eines früheren Jahrhunderts und in die Anliegen der Menschen in Sachen Partnerwahl, Ehe, elterlicher Zustimmung oder deren Umgehung, außerehelichen Affären und vielem mehr.
Wer Ratgeberkolumnen liest, wird Vergnügen an diesem Buch finden. Wer sie nicht liest, hat hiermit Gelegenheit sich davon zu überzeugen, wie langlebig und produktiv dieses kleine Genre ist.
Doch was rieten nun die „Athenians“ der verzweifelten Fragestellerin? Ihre knappe Antwort sei hier nicht vorenthalten:
„He is obliged in honor and conscience to marry her, but we think the lady happier without him than she could be with such an inconstant lover.“
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB.
#AusDenFachreferaten #Wissenschaft #LizenzCCBY40INT #TIB #Fachreferat #Bestand -
Wenn die Wissenschaft schmunzelt – kuriose Fundstücke aus den Fachreferaten der TIB
Wissenschaft ist bekanntlich eine ernste Angelegenheit. Monografien mit nüchternen Titeln, Aufsätze voller Formeln, Tabellen und Fußnoten prägen den Arbeitsalltag in den Fachreferaten der TIB. Und doch: Wer regelmäßig neue Titel sichtet und für den Bibliotheksbestand auswählt oder Geschenke überprüft, weiß, dass sich zwischen all der fachlichen Strenge hin und wieder kleine Überraschungen verbergen.
Manchmal ist es ein Buchtitel, der unerwartet blumig daherkommt. Manchmal ein Thema, dessen Existenz man nicht geahnt hätte. Und manchmal fragt man sich schlicht schmunzelnd, wie genau dieses Werk seinen Weg in einen wissenschaftlichen Bibliotheksbestand gefunden hat – sei es durch gezielte Auswahl, Schenkungen oder kuriose Zufälle.
Passend zur närrischen Jahreszeit laden wir im Februar dazu ein, mit uns einen Blick auf genau diese besonderen Fundstücke zu werfen. In diesem Beitrag stellen verschiedene Fachreferent:innen der TIB Werke vor, die ihnen im Arbeitsalltag ein Lächeln entlockt haben – ohne den wissenschaftlichen Anspruch aus den Augen zu verlieren. Denn selbst zwischen Fachliteratur und Formalia ist Platz für Humor. Helau!
Fritz Eggelsmann: Schweisser-Brevier – lehrreiche Reime für Autogenschweißer und die, die es werden wollen
Fritz Eggelsmann: Schweisser-Brevier„Gar manches wurde schon geschrieben
Von der edlen Schweißerei
Und es ist – nicht übertrieben –
Stets wissenswert und immer neu“Mit diesen gereimten Zeilen beginnt das „Schweisser-Brevier“ von Fritz Eggelsmann. Und wer nun vermutet, es handele sich lediglich um einen poetischen Auftakt, irrt: Das gesamte Werk ist in Reimform verfasst. Spätestens beim ersten Durchblättern sorgt das für ein ungläubiges Schmunzeln – denn gereimte Fachliteratur begegnet einem im bibliothekarischen Alltag eher selten.
Was auf den ersten Blick an Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ erinnert, entpuppt sich auf den zweiten als durchaus ernstzunehmendes, wenn auch unkonventionell gestaltetes Fachbuch. Inhaltlich widmet sich das Schweisser-Brevier dem Autogenschweißen beziehungsweise Gasschmelzschweißen. In Versform werden Themen wie unterschiedliche Schweißgase, die korrekte Handhabung der Ventile an Gasflaschen sowie verschiedene Schweißtechniken erläutert – fachlich fundiert und erstaunlich umfassend.
Das Buch erschien 1972 und fand seinen Weg in den Bestand der TIB im Rahmen einer Bestandsübernahme aus dem Institut für Schweißtechnik der TU Braunschweig. Ein schönes Beispiel dafür, dass technische Präzision und sprachlicher Witz sich nicht ausschließen müssen.
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB.
George Schneider: The book of choice ferns for the garden, conservatory, and stove describing and giving explicit cultural directions for the best and most striking ferns and selaginellas in cultivation
Im Farnfieber des 19. Jahrhunderts wurden Farne und entsprechende Motive über alle Gesellschaftsschichten hinweg gesammelt. Ob nun in Form von Keramiken, Textilien, Skulpturen, als Verzierung auf Grabsteinen oder als gepresste Farnwedel in Alben – kaum jemand wurde nicht von der Pteridomanie erfasst, wie dieses Phänomen bezeichnet wurde.
Dabei stand Pterido(phyta) für Gefäßsproenpflanzen bzw. Farnartige Pflanzen und Manie für übertriebene Leidenschaft. Immer neue Farnbücher wurden veröffentlicht, so auch von George Schneider (29. März 1848 bis 2. Januar 1917), dem langjährigen Kulturchef der damals sehr bekannten Baumschule Veitch & Sons in London.
Zwischen 1892 und 1894 erscheint sein dreibändiges Werk „The book of choice ferns for the garden, conservatory, and stove describing and giving explicit cultural directions for the best and most striking ferns and selaginellas in cultivation“, das die TIB in einer seltenen Goldschnitt-Ausgabe im Bestand hat.
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB: Band 1, Band 2, Band 3
Online sind die Bände auf der Seite der Biodiversity Heritage Library zu finden.
Carl Salomon: Wörterbuch der Botanischen Kunstsprache: für Gärtner, Gartenfreunde und Gartenbauzöglinge
Seit 1881 hat Carl Salomon, Könglicher Garteninspektor in Würzburg, das „Wörterbuch der Botanischen Kunstsprache: für Gärtner, Gartenfreunde und Gartenbauzöglinge herausgegeben“:
„Verfasser und Verleger der vorliegenden Schrift begegneten sich in dem Wunsche, den Freunden der Pflanzenkunde ein bequemes Taschenbuch zu binden, welches eine Auflistung der gebräuchlichen Kunstausdrücke der botanischen Wissenschaft in alphabetischer Übersicht bietet.“
(aus dem Vorwort der ersten Aufalage von 1881)
Die TIB hat die 4. Auflage von 1899 aus dem Bestand der Bibliothek des Instituts für Zierpflanzenbau der Leibniz Universität Hannover übernommen. Es ist die letzte von Salomon selbst bearbeitete Auflage, die er im Dezember 1898 fertigstellte. Er starb kurz danach, am 7. Februar 1899, im Alter von 69 Jahren.
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB.
Kate Daudy & Kostya Novoselov: Wonderchaos // Kip Thorne & Lia Halloran: The warped side of the universe
Das ein oder andere ungewöhnliche Werk ist in unserem Bestand gelandet, weil renommierte Autoren – insbesondere Nobelpreisträger – ihre wissenschaftliche Arbeit mit weiteren Interessen verbunden haben.
So ist Kostya Novoselov (Nobelpreis 2010 für die Entdeckung des Graphens) Co-Autor eines Werkes der Künstlerin Kate Daudy mit dem schönen Titel Wonderchaos, in dem unter anderem nummerierte Schafe als Zufallszahlengenerator durch die Bilder laufen.
Der Nobelpreisträger Kip Thorne (Nobelpreis 2017 für seine Beiträge zum Gravitationswellendetektor LIGO) ist in seinem Buch The warped side of our universe: an odyssey through black holes, wormholes, time travel, and gravitational waves mit Prosagedichten zu Schlaglichtern seines Forscherlebens selbst zum Künstler geworden.
Wer selbst Gedichte zur Physik schreiben will, kann sich mit The poetry of physics vorbereiten. „The final section provides practical guidance on crafting your own physics-inspired poetry, encouraging active participation in this tradition of blending scientific and artistic inquiry.“ In diesem Sinne: Los geht‘s!
Mary Beth Norton: I humbly beg your speedy answer
Im Mai 1691 erreichte die Redaktion der Londoner Zeitschrift „The Athenian Mercury“ die folgende Frage einer anonymen Leserin:
„A young man from the city made his addresses to a country gentlewoman for nearly a year and gained her affections. But afterward he slighted her without any explanation. She is a very beautiful and virtuous young lady who has been and still is in love with him to such a degree that her life is despaired of. Is this gentleman, knowing he is the cause of her illness, obliged to marry her in conscience?“
Zweimal wöchentlich erschienen im Laufe der 1690er-Jahre neue Ausgaben dieser Zeitschrift, in denen eine anonyme Leserschaft die Redaktion um den Verleger John Dunton um Rat in Beziehnungsdingen bat.
Ursprünglich war sie für die Beantwortung von Leserfragen zu ganz anderen Themen angelegt gewesen – etwa rechtliche oder medizinische Fragen, doch schon bald nach dem ersten Erscheinen häuften sich Fragen privater Natur:
- How shall a man know when a lady loves him? (Mai 1691)
- Is interrupting discourse by repeated kisses rude and unmannerly? (Oktober 1691)
- How may a true lover be distinguished from a false one? (August 1695)
„The Athenian Mercury“ gilt damit als die weltweit erste Ratgeberkolumne – und erfreute sich großer Popularität. Die us-amerikanische Historikerin Mary Beth Norton hat in ihrem 2025 erschienenen Buch „I humbly beg your speedy answer” eine kuratierte Auswahl dieser Fragen und Antworten zusammengestellt. Der Titel eröffnet einen wunderbaren Einblick in die Gefühlswelten eines früheren Jahrhunderts und in die Anliegen der Menschen in Sachen Partnerwahl, Ehe, elterlicher Zustimmung oder deren Umgehung, außerehelichen Affären und vielem mehr.
Wer Ratgeberkolumnen liest, wird Vergnügen an diesem Buch finden. Wer sie nicht liest, hat hiermit Gelegenheit sich davon zu überzeugen, wie langlebig und produktiv dieses kleine Genre ist.
Doch was rieten nun die „Athenians“ der verzweifelten Fragestellerin? Ihre knappe Antwort sei hier nicht vorenthalten:
„He is obliged in honor and conscience to marry her, but we think the lady happier without him than she could be with such an inconstant lover.“
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB.
#TIB #Fachreferat #Bestand #AusDenFachreferaten #Wissenschaft #LizenzCCBY40INT -
Wenn die Wissenschaft schmunzelt – kuriose Fundstücke aus den Fachreferaten der TIB
Wissenschaft ist bekanntlich eine ernste Angelegenheit. Monografien mit nüchternen Titeln, Aufsätze voller Formeln, Tabellen und Fußnoten prägen den Arbeitsalltag in den Fachreferaten der TIB. Und doch: Wer regelmäßig neue Titel sichtet und für den Bibliotheksbestand auswählt oder Geschenke überprüft, weiß, dass sich zwischen all der fachlichen Strenge hin und wieder kleine Überraschungen verbergen.
Manchmal ist es ein Buchtitel, der unerwartet blumig daherkommt. Manchmal ein Thema, dessen Existenz man nicht geahnt hätte. Und manchmal fragt man sich schlicht schmunzelnd, wie genau dieses Werk seinen Weg in einen wissenschaftlichen Bibliotheksbestand gefunden hat – sei es durch gezielte Auswahl, Schenkungen oder kuriose Zufälle.
Passend zur närrischen Jahreszeit laden wir im Februar dazu ein, mit uns einen Blick auf genau diese besonderen Fundstücke zu werfen. In diesem Beitrag stellen verschiedene Fachreferent:innen der TIB Werke vor, die ihnen im Arbeitsalltag ein Lächeln entlockt haben – ohne den wissenschaftlichen Anspruch aus den Augen zu verlieren. Denn selbst zwischen Fachliteratur und Formalia ist Platz für Humor. Helau!
Fritz Eggelsmann: Schweisser-Brevier – lehrreiche Reime für Autogenschweißer und die, die es werden wollen
Fritz Eggelsmann: Schweisser-Brevier„Gar manches wurde schon geschrieben
Von der edlen Schweißerei
Und es ist – nicht übertrieben –
Stets wissenswert und immer neu“Mit diesen gereimten Zeilen beginnt das „Schweisser-Brevier“ von Fritz Eggelsmann. Und wer nun vermutet, es handele sich lediglich um einen poetischen Auftakt, irrt: Das gesamte Werk ist in Reimform verfasst. Spätestens beim ersten Durchblättern sorgt das für ein ungläubiges Schmunzeln – denn gereimte Fachliteratur begegnet einem im bibliothekarischen Alltag eher selten.
Was auf den ersten Blick an Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ erinnert, entpuppt sich auf den zweiten als durchaus ernstzunehmendes, wenn auch unkonventionell gestaltetes Fachbuch. Inhaltlich widmet sich das Schweisser-Brevier dem Autogenschweißen beziehungsweise Gasschmelzschweißen. In Versform werden Themen wie unterschiedliche Schweißgase, die korrekte Handhabung der Ventile an Gasflaschen sowie verschiedene Schweißtechniken erläutert – fachlich fundiert und erstaunlich umfassend.
Das Buch erschien 1972 und fand seinen Weg in den Bestand der TIB im Rahmen einer Bestandsübernahme aus dem Institut für Schweißtechnik der TU Braunschweig. Ein schönes Beispiel dafür, dass technische Präzision und sprachlicher Witz sich nicht ausschließen müssen.
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB.
George Schneider: The book of choice ferns for the garden, conservatory, and stove describing and giving explicit cultural directions for the best and most striking ferns and selaginellas in cultivation
Im Farnfieber des 19. Jahrhunderts wurden Farne und entsprechende Motive über alle Gesellschaftsschichten hinweg gesammelt. Ob nun in Form von Keramiken, Textilien, Skulpturen, als Verzierung auf Grabsteinen oder als gepresste Farnwedel in Alben – kaum jemand wurde nicht von der Pteridomanie erfasst, wie dieses Phänomen bezeichnet wurde.
Dabei stand Pterido(phyta) für Gefäßsproenpflanzen bzw. Farnartige Pflanzen und Manie für übertriebene Leidenschaft. Immer neue Farnbücher wurden veröffentlicht, so auch von George Schneider (29. März 1848 bis 2. Januar 1917), dem langjährigen Kulturchef der damals sehr bekannten Baumschule Veitch & Sons in London.
Zwischen 1892 und 1894 erscheint sein dreibändiges Werk „The book of choice ferns for the garden, conservatory, and stove describing and giving explicit cultural directions for the best and most striking ferns and selaginellas in cultivation“, das die TIB in einer seltenen Goldschnitt-Ausgabe im Bestand hat.
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB: Band 1, Band 2, Band 3
Online sind die Bände auf der Seite der Biodiversity Heritage Library zu finden.
Carl Salomon: Wörterbuch der Botanischen Kunstsprache: für Gärtner, Gartenfreunde und Gartenbauzöglinge
Seit 1881 hat Carl Salomon, Könglicher Garteninspektor in Würzburg, das „Wörterbuch der Botanischen Kunstsprache: für Gärtner, Gartenfreunde und Gartenbauzöglinge herausgegeben“:
„Verfasser und Verleger der vorliegenden Schrift begegneten sich in dem Wunsche, den Freunden der Pflanzenkunde ein bequemes Taschenbuch zu binden, welches eine Auflistung der gebräuchlichen Kunstausdrücke der botanischen Wissenschaft in alphabetischer Übersicht bietet.“
(aus dem Vorwort der ersten Aufalage von 1881)
Die TIB hat die 4. Auflage von 1899 aus dem Bestand der Bibliothek des Instituts für Zierpflanzenbau der Leibniz Universität Hannover übernommen. Es ist die letzte von Salomon selbst bearbeitete Auflage, die er im Dezember 1898 fertigstellte. Er starb kurz danach, am 7. Februar 1899, im Alter von 69 Jahren.
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB.
Kate Daudy & Kostya Novoselov: Wonderchaos // Kip Thorne & Lia Halloran: The warped side of the universe
Das ein oder andere ungewöhnliche Werk ist in unserem Bestand gelandet, weil renommierte Autoren – insbesondere Nobelpreisträger – ihre wissenschaftliche Arbeit mit weiteren Interessen verbunden haben.
So ist Kostya Novoselov (Nobelpreis 2010 für die Entdeckung des Graphens) Co-Autor eines Werkes der Künstlerin Kate Daudy mit dem schönen Titel Wonderchaos, in dem unter anderem nummerierte Schafe als Zufallszahlengenerator durch die Bilder laufen.
Der Nobelpreisträger Kip Thorne (Nobelpreis 2017 für seine Beiträge zum Gravitationswellendetektor LIGO) ist in seinem Buch The warped side of our universe: an odyssey through black holes, wormholes, time travel, and gravitational waves mit Prosagedichten zu Schlaglichtern seines Forscherlebens selbst zum Künstler geworden.
Wer selbst Gedichte zur Physik schreiben will, kann sich mit The poetry of physics vorbereiten. „The final section provides practical guidance on crafting your own physics-inspired poetry, encouraging active participation in this tradition of blending scientific and artistic inquiry.“ In diesem Sinne: Los geht‘s!
Mary Beth Norton: I humbly beg your speedy answer
Im Mai 1691 erreichte die Redaktion der Londoner Zeitschrift „The Athenian Mercury“ die folgende Frage einer anonymen Leserin:
„A young man from the city made his addresses to a country gentlewoman for nearly a year and gained her affections. But afterward he slighted her without any explanation. She is a very beautiful and virtuous young lady who has been and still is in love with him to such a degree that her life is despaired of. Is this gentleman, knowing he is the cause of her illness, obliged to marry her in conscience?“
Zweimal wöchentlich erschienen im Laufe der 1690er-Jahre neue Ausgaben dieser Zeitschrift, in denen eine anonyme Leserschaft die Redaktion um den Verleger John Dunton um Rat in Beziehnungsdingen bat.
Ursprünglich war sie für die Beantwortung von Leserfragen zu ganz anderen Themen angelegt gewesen – etwa rechtliche oder medizinische Fragen, doch schon bald nach dem ersten Erscheinen häuften sich Fragen privater Natur:
- How shall a man know when a lady loves him? (Mai 1691)
- Is interrupting discourse by repeated kisses rude and unmannerly? (Oktober 1691)
- How may a true lover be distinguished from a false one? (August 1695)
„The Athenian Mercury“ gilt damit als die weltweit erste Ratgeberkolumne – und erfreute sich großer Popularität. Die us-amerikanische Historikerin Mary Beth Norton hat in ihrem 2025 erschienenen Buch „I humbly beg your speedy answer” eine kuratierte Auswahl dieser Fragen und Antworten zusammengestellt. Der Titel eröffnet einen wunderbaren Einblick in die Gefühlswelten eines früheren Jahrhunderts und in die Anliegen der Menschen in Sachen Partnerwahl, Ehe, elterlicher Zustimmung oder deren Umgehung, außerehelichen Affären und vielem mehr.
Wer Ratgeberkolumnen liest, wird Vergnügen an diesem Buch finden. Wer sie nicht liest, hat hiermit Gelegenheit sich davon zu überzeugen, wie langlebig und produktiv dieses kleine Genre ist.
Doch was rieten nun die „Athenians“ der verzweifelten Fragestellerin? Ihre knappe Antwort sei hier nicht vorenthalten:
„He is obliged in honor and conscience to marry her, but we think the lady happier without him than she could be with such an inconstant lover.“
Neugierig geworden? Hier geht es zum Eintrag des Werkes im Portal der TIB.
#Bestand #AusDenFachreferaten #Wissenschaft #LizenzCCBY40INT #TIB #Fachreferat -
Het Hemels Mandaat in Mesopotamië
Babylonië, Sogdië en ChinaEen paar dagen geleden schreef Kees Alders op deze blog over het Hemels Mandaat, Tianming, dat de Zhou-dynastie uit het westen van China voor zichzelf claimde toen ze in de elfde eeuw v.Chr. de Shang-dynastie omverwierp. Samengevat:
De laatste Shang-vorst zou wreed en losbandig zijn geweest, en daarmee het morele mandaat hebben verloren om zijn rijk te besturen.
Dit idee is in het latere China een belangrijke rol blijven spelen, aangezien het een van de kernvragen introduceerde van de latere Chinese filosofie: wat was immers de deugd waarover de heerser diende te beschikken? Die vraag laat ik verder aan Alders over om te beantwoorden, ik wijs op een parallel in Mesopotamië.
MardukBabylonische dynastieën
Ook daar zijn dynastiewisselingen bekend. Vanaf de Late Bronstijd heersten daar diverse dynastieën, die zó slecht bekend zijn dat oudheidkundigen een van deze heersersfamilies maar aanduidt als “de dynastie van E”. Pas tegen het einde van de achtste eeuw v.Chr., als de Assyriërs de macht overnemen, hebben we weer zicht op de situatie. Die voelen zich op zeker moment gerechtigd om Babylon te verwoesten en voor zeventig jaar braak te laten liggen, maar gelukkig voor de bewoners kreeg de god Marduk medelijden en mochten ze al eerder terugkeren. Evengoed was Babylon voor de Assyrische vorsten een hoofdpijndossier.
Uiteindelijk greep Nabopolassar de macht, eerst in Babylon, later in heel Mesopotamië. De Assyrische dynastie had dus plaatsgemaakt voor een Babylonische. En die dynastie maakte in 539 v.Chr. weer plaats voor een Perzische, die later weer zou worden opgevolgd door een Macedonische, een Parthische, een tweede Perzische en uiteindelijk het Arabische Kalifaat. In ons optiek zijn het steeds andere volken, maar dat is wat misleidend; de hedendaagse jargonterm “heersende etnoklasse” is bedoeld om te tonen dat alleen de residentie zich verplaatste en het elite-netwerk zich heroriënteerde.
Nabonidus (Archeologisch museum, Sanli Urfa)De val van Nabonidus
Mij gaat het om de opkomst van de Perzische Achaimeniden: eerst versloeg Cyrus de Grote de Babylonische legers ergens aan de Tigris, en het geweld was zo extreem dat er geen troepen resteerden om de stad Babylon te verdedigen. De bronnen geven uiteenlopende informatie over het lot van koning Nabonidus, maar wat wél duidelijk is dat iedereen die in die dagen in staat was wat spijkerschrifttekens te schrijven, negatief over hem schreef.
Om te beginnen is er de Cyruscilinder, waarin de veroveraar alle gemeenplaatsen uit de Assyrische propaganda van stal haalt om te bewijzen dat Nabonidus niet deugde omdat hij boventallige herendiensten had opgelegd aan de bevolking, dat de Babylonische god Marduk had gezocht naar een rechtvaardige heerser, dat Cyrus dat was, dat zijn coup d’état dus gerechtvaardigd was geweest, wat eens te meer werd bewezen door de extra offers die hij bracht en doordat hij de herendiensten terugbracht tot het oorspronkelijke niveau.
Een Mardukpriester (Louvre, Parijs)Het gedicht dat bekendstaat als de Verskroniek van Nabonidus is gecomponeerd door een van de priesters van de Marduktempel. De tekst toont dat de religieuze autoriteiten in Babylon verontrust waren geraakt doordat het belangrijke nieuwjaarsfeest (Akitu) niet volgens de regels gevierd kon worden omdat koning Nabonidus afwezig was. Hij was namelijk in Tayma, een oase in het noorden van het huidige Saoedi-Arabië. De auteur van de Verskroniek doet weinig moeite om zijn minachting te verbergen voor de goddeloze gek.
Echo’s van deze propaganda zijn te vinden in de literatuur van de in Babylonische ballingschap verkerende Joden. De auteur van het Bijbelboek Jesaja verlekkert zich bijvoorbeeld in het verdriet van de Babylonische vrouwen en onthaalt Cyrus als gezalfde des heren. Wat al deze teksten – er zijn er meer – duidelijk maken is dat Nabonidus zijn Hemels Mandaat had verspeeld.
De Dynastieënprofetie (British Museum, Londen)De Dynastieënprofetie
De tekst die bekendstaat als de Dynastieënprofetie is ook relevant. In de vorm van een voorspelling, dus geformuleerd in de toekomstige tijd, doet de auteur verslag van enkele gebeurtenissen uit het verleden. Het begin is verloren, maar verderop lezen we hoe de Babylonische dynastie van Nabopolassar de Assyrische heersers afloste. Daarna zijn er lacuneuze beschrijvingen van Nabopolassars opvolgers, gevolgd door een heel negatief oordeel over Nabonidus (“Hij zal kwaad beramen tegen Babylonië”). Cyrus is hierna de rechtvaardige vorst.
Maar ook zijn dynastie komt ten einde. Darius III Codomannus wordt gepresenteerd als opstandeling, dus als een verbreker van de kosmische orde. “Troepen uit het land in het westen zullen oprukken” en Darius verslaan. Op deze verwijzing naar Alexander de Grote volgt de passage waarom de Dynastieënprofetie berucht is: iets dat lijkt op een vermelding van Darius’ terugkeer. Het kan niet het moment zijn waarop de auteur, die tot nu toe het verleden beschreef, werkelijk de toekomst gaat voorspellen, want de tekst vervolgt met Alexanders opvolger Seleukos Nikator. De vermoedelijke verklaring is dat de schrijver zich vergiste en dat Alexander zegevierde. In elk geval leeft iedereen na het aantreden van de Macedenische dynastie nog lang en gelukkig.
Ook hier zien we dus het Hemels Mandaat: slechte Assyriërs, goede eerste Babylonische koning, slechte laatste Babylonische koning, goede eerste Perzische koning, slechte laatste Perzische koning, goede eerste Macedonische vorsten.
Zarathuštra (Wereldmuseum, Leiden)Verband?
Ik rond af met een speculatie. Het Hemels Mandaat, of dat nou Chinees of Babylonisch is, veronderstelt een theorie over door de goden gewilde en gegarandeerde rechtvaardigheid. Maar in het antieke denken was dat helemaal niet zo vanzelfsprekend. Natuurlijk zijn er vorsten geweest die zich erop lieten voorstaan te ijveren voor het recht, maar het idee dat de goden een onrechtvaardige vorst konden vervangen door een andere heerser uit een nieuwe dynastie, was nieuw.
Ik bedacht – en nogmaals: het is speculatie – dat we misschien de invloed van Zarathuštra zien. Deze profeet, die in de Bronstijd in Sogdië (zeg maar Oezbekistan) leefde, beweerde dat mensen, door rechtvaardig te leven, partij kozen in de eeuwige kosmische strijd tussen het goede en het kwade. Hier zien we voor het eerst de vervlechting van ethiek en godsdienst. Misschien hebben de Zhou-Chinezen en de Mesopotamiërs daar iets van meegekregen.
Maar het idee kan natuurlijk ook twee keer zijn verzonnen – zo vreemd is het nou ook weer niet om aan te nemen dat de goden een slechte vorst in de steek laten. Al in de eenentwintigste eeuw v.Chr., toen de Sumerische Koningslijst werd samengesteld, bestond in Mesopotamië het idee dat dynastieën elkaar afwisselden. In een andere tekst uit die tijd, de Vloek van Akkad, lezen we dat koning Naram-Sin zich zo slecht gedraagt dat zijn stad ten onder ging. Om deze twee ideeën, enerzijds de afwisseling van dynastieën en anderzijds de slechte koning die zijn stad ten gronde richt, in elkaar te schuiven, daarvoor was niet per se een Zarathuštra nodig.
Deze blog kunt u ook volgen via een Whatsapp-kanaal. In september organiseer ik een reis Algerije en waarom die de moeite waard is leest u hier.
Zelfde tijdvak
Akousilaos en Ferekydes
februari 7, 2025
De rand van de oude wereld: Al-‘Ula
april 19, 2024
Byblos in de Perzische tijd
augustus 9, 2022 Deel dit: #CyrusDeGrote #Cyruscilinder #DariusIIICodomannus #Dynastieënprofetie #HemelsMandaat #Jesaja #Marduk #Nabonidus #Nabopolassar #NaramSin #SumerischeKoningslijst #VloekVanAkkad #ZhouDynastie -
Het Hemels Mandaat in Mesopotamië
Babylonië, Sogdië en ChinaEen paar dagen geleden schreef Kees Alders op deze blog over het Hemels Mandaat, Tianming, dat de Zhou-dynastie uit het westen van China voor zichzelf claimde toen ze in de elfde eeuw v.Chr. de Shang-dynastie omverwierp. Samengevat:
De laatste Shang-vorst zou wreed en losbandig zijn geweest, en daarmee het morele mandaat hebben verloren om zijn rijk te besturen.
Dit idee is in het latere China een belangrijke rol blijven spelen, aangezien het een van de kernvragen introduceerde van de latere Chinese filosofie: wat was immers de deugd waarover de heerser diende te beschikken? Die vraag laat ik verder aan Alders over om te beantwoorden, ik wijs op een parallel in Mesopotamië.
MardukBabylonische dynastieën
Ook daar zijn dynastiewisselingen bekend. Vanaf de Late Bronstijd heersten daar diverse dynastieën, die zó slecht bekend zijn dat oudheidkundigen een van deze heersersfamilies maar aanduidt als “de dynastie van E”. Pas tegen het einde van de achtste eeuw v.Chr., als de Assyriërs de macht overnemen, hebben we weer zicht op de situatie. Die voelen zich op zeker moment gerechtigd om Babylon te verwoesten en voor zeventig jaar braak te laten liggen, maar gelukkig voor de bewoners kreeg de god Marduk medelijden en mochten ze al eerder terugkeren. Evengoed was Babylon voor de Assyrische vorsten een hoofdpijndossier.
Uiteindelijk greep Nabopolassar de macht, eerst in Babylon, later in heel Mesopotamië. De Assyrische dynastie had dus plaatsgemaakt voor een Babylonische. En die dynastie maakte in 539 v.Chr. weer plaats voor een Perzische, die later weer zou worden opgevolgd door een Macedonische, een Parthische, een tweede Perzische en uiteindelijk het Arabische Kalifaat. In ons optiek zijn het steeds andere volken, maar dat is wat misleidend; de hedendaagse jargonterm “heersende etnoklasse” is bedoeld om te tonen dat alleen de residentie zich verplaatste en het elite-netwerk zich heroriënteerde.
Nabonidus (Archeologisch museum, Sanli Urfa)De val van Nabonidus
Mij gaat het om de opkomst van de Perzische Achaimeniden: eerst versloeg Cyrus de Grote de Babylonische legers ergens aan de Tigris, en het geweld was zo extreem dat er geen troepen resteerden om de stad Babylon te verdedigen. De bronnen geven uiteenlopende informatie over het lot van koning Nabonidus, maar wat wél duidelijk is dat iedereen die in die dagen in staat was wat spijkerschrifttekens te schrijven, negatief over hem schreef.
Om te beginnen is er de Cyruscilinder, waarin de veroveraar alle gemeenplaatsen uit de Assyrische propaganda van stal haalt om te bewijzen dat Nabonidus niet deugde omdat hij boventallige herendiensten had opgelegd aan de bevolking, dat de Babylonische god Marduk had gezocht naar een rechtvaardige heerser, dat Cyrus dat was, dat zijn coup d’état dus gerechtvaardigd was geweest, wat eens te meer werd bewezen door de extra offers die hij bracht en doordat hij de herendiensten terugbracht tot het oorspronkelijke niveau.
Een Mardukpriester (Louvre, Parijs)Het gedicht dat bekendstaat als de Verskroniek van Nabonidus is gecomponeerd door een van de priesters van de Marduktempel. De tekst toont dat de religieuze autoriteiten in Babylon verontrust waren geraakt doordat het belangrijke nieuwjaarsfeest (Akitu) niet volgens de regels gevierd kon worden omdat koning Nabonidus afwezig was. Hij was namelijk in Tayma, een oase in het noorden van het huidige Saoedi-Arabië. De auteur van de Verskroniek doet weinig moeite om zijn minachting te verbergen voor de goddeloze gek.
Echo’s van deze propaganda zijn te vinden in de literatuur van de in Babylonische ballingschap verkerende Joden. De auteur van het Bijbelboek Jesaja verlekkert zich bijvoorbeeld in het verdriet van de Babylonische vrouwen en onthaalt Cyrus als gezalfde des heren. Wat al deze teksten – er zijn er meer – duidelijk maken is dat Nabonidus zijn Hemels Mandaat had verspeeld.
De Dynastieënprofetie (British Museum, Londen)De Dynastieënprofetie
De tekst die bekendstaat als de Dynastieënprofetie is ook relevant. In de vorm van een voorspelling, dus geformuleerd in de toekomstige tijd, doet de auteur verslag van enkele gebeurtenissen uit het verleden. Het begin is verloren, maar verderop lezen we hoe de Babylonische dynastie van Nabopolassar de Assyrische heersers afloste. Daarna zijn er lacuneuze beschrijvingen van Nabopolassars opvolgers, gevolgd door een heel negatief oordeel over Nabonidus (“Hij zal kwaad beramen tegen Babylonië”). Cyrus is hierna de rechtvaardige vorst.
Maar ook zijn dynastie komt ten einde. Darius III Codomannus wordt gepresenteerd als opstandeling, dus als een verbreker van de kosmische orde. “Troepen uit het land in het westen zullen oprukken” en Darius verslaan. Op deze verwijzing naar Alexander de Grote volgt de passage waarom de Dynastieënprofetie berucht is: iets dat lijkt op een vermelding van Darius’ terugkeer. Het kan niet het moment zijn waarop de auteur, die tot nu toe het verleden beschreef, werkelijk de toekomst gaat voorspellen, want de tekst vervolgt met Alexanders opvolger Seleukos Nikator. De vermoedelijke verklaring is dat de schrijver zich vergiste en dat Alexander zegevierde. In elk geval leeft iedereen na het aantreden van de Macedenische dynastie nog lang en gelukkig.
Ook hier zien we dus het Hemels Mandaat: slechte Assyriërs, goede eerste Babylonische koning, slechte laatste Babylonische koning, goede eerste Perzische koning, slechte laatste Perzische koning, goede eerste Macedonische vorsten.
Zarathuštra (Wereldmuseum, Leiden)Verband?
Ik rond af met een speculatie. Het Hemels Mandaat, of dat nou Chinees of Babylonisch is, veronderstelt een theorie over door de goden gewilde en gegarandeerde rechtvaardigheid. Maar in het antieke denken was dat helemaal niet zo vanzelfsprekend. Natuurlijk zijn er vorsten geweest die zich erop lieten voorstaan te ijveren voor het recht, maar het idee dat de goden een onrechtvaardige vorst konden vervangen door een andere heerser uit een nieuwe dynastie, was nieuw.
Ik bedacht – en nogmaals: het is speculatie – dat we misschien de invloed van Zarathuštra zien. Deze profeet, die in de Bronstijd in Sogdië (zeg maar Oezbekistan) leefde, beweerde dat mensen, door rechtvaardig te leven, partij kozen in de eeuwige kosmische strijd tussen het goede en het kwade. Hier zien we voor het eerst de vervlechting van ethiek en godsdienst. Misschien hebben de Zhou-Chinezen en de Mesopotamiërs daar iets van meegekregen.
Maar het idee kan natuurlijk ook twee keer zijn verzonnen – zo vreemd is het nou ook weer niet om aan te nemen dat de goden een slechte vorst in de steek laten. Al in de eenentwintigste eeuw v.Chr., toen de Sumerische Koningslijst werd samengesteld, bestond in Mesopotamië het idee dat dynastieën elkaar afwisselden. In een andere tekst uit die tijd, de Vloek van Akkad, lezen we dat koning Naram-Sin zich zo slecht gedraagt dat zijn stad ten onder ging. Om deze twee ideeën, enerzijds de afwisseling van dynastieën en anderzijds de slechte koning die zijn stad ten gronde richt, in elkaar te schuiven, daarvoor was niet per se een Zarathuštra nodig.
Deze blog kunt u ook volgen via een Whatsapp-kanaal. In september organiseer ik een reis Algerije en waarom die de moeite waard is leest u hier.
Zelfde tijdvak
Akousilaos en Ferekydes
februari 7, 2025
De rand van de oude wereld: Al-‘Ula
april 19, 2024
Byblos in de Perzische tijd
augustus 9, 2022 Deel dit: #CyrusDeGrote #Cyruscilinder #DariusIIICodomannus #Dynastieënprofetie #HemelsMandaat #Jesaja #Marduk #Nabonidus #Nabopolassar #NaramSin #SumerischeKoningslijst #VloekVanAkkad #ZhouDynastie -
Die reaktionären Teile der #Kirchen haben enorm mitgewirkt: Lange für Hitler und gegen Demokratie gepredigt, wie #Faulhaber in #Bayern, dann später einzelne hingerichtete #Widerstandskaempfer als #Martyrer präsentiert ...
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Oplossingen voor wooncrisis ontbreken in coalitieakkoord
De Woonbond is zeer teleurgesteld in het gepresenteerde coalitieakkoord. D66, CDA en VVD bieden geen oplossingen voor huurders en woningzoekenden, ze verdiepen juist de wooncrisis.https://bondamsterdamsehuurders.nl/oplossingen-voor-wooncrisis-ontbreken-in-coalitieakkoord/
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Business Email Compromise als Wirtschaftsrisiko: Schon zu Mitte dieses Monats warnte die #Polizei in #Bayern vor einem verstärkten Aufkommen von Business Email Compromise (#BEC).
Nun ereignete sich ein weiterer Fall mit einer der bislang höchsten Schadenssummen: Ein beauftragter Unternehmer, der durch #Cyberkriminelle zuvor kompromittiert wurde, verschickte falsche #Rechnungen, die durch das wirtschaftlich geschädigte Opfer gezahlt wurden - diesmal waren es 100.000 EUR.
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Thea Derks in Limburg-wiki
Ook tijdens mijn lezing bij boekhandel Feijn in Alkmaar van 30 september j.l. mocht ik mij verheugen in een aandachtig en toegewijd publiek. Mijn uitgever Dolf Weverink was meegegaan en na afloop signeerde ik op verzoek van boekverkoper Michael van Buizen nog wat extra exemplaren voor de komende feestdagen.
Thea Derks signeert bij Feijn, Alkmaar. Links Michael van Buizen, midden een bezoeker
Een dag later zond de ConcertZender de eerste aflevering uit van ‘Panorama de Leeuw’, waarin ik elke eerste woensdag van de maand het muziekspoor volg van Reinbert de Leeuw aan de hand van mijn biografie Reinbert de Leeuw, mens of melodie. In muziektijdschrift Luister van oktober-november werd het programma paginagroot aangekondigd.
Luister okt-nov 2014
De aflevering van Panorama de Leeuw van 1 oktober 2014 is hier terug te luisteren (klikken op het mini-luidsprekertje naast de programmatitel). Ik ben inmiddels volop bezig met de voorbereidingen voor aflevering twee, op woensdag 5 november tussen 21.00-22.00 uur.
Tot mijn verrassing bleek de website van mijn geboortedorp Oostrum een uitgebreid bericht aan het programma gewijd te hebben. Nu maar hopen dat de inwoners massaal gaan luisteren naar nieuwe muziek 🙂 En dankzij een tweet van Wouter Steenbeek ontdekte ik tot mijn nog grotere verbazing – en niet geringe trots – dat de Limburg-wiki een lemma aan mij heeft gewijd. – In het Maastrichts.
Thea Derks interviewt Lucas van Woerkum, TivoliVredenburg 2-10-2014
Donderdag 2 oktober beleefde het ‘symphonic cinema’ The Firebird van Lucas van Woerkum zijn wereldpremière, tijdens het openingsconcert van het Nederlands Filmfestival in TivoliVredenburg. Markus Stenz dirigeerde het Radio Filharmonisch Orkest en het concert werd herhaald op zaterdag 4 oktober in de serie De vrijdag van Vredenburg van de AVROTROS op Radio 4. Ik sprak hiervoor met Lucas van Woerkum en maakte een reportage van het project rond Firebird van leerlingen van het Amadeus Lyceum uit Vleuten.
Enkele dagen later kreeg ik de poster toegestuurd over mijn lezing bij Boekhandel Broekhuis in Enschede op donderdag 23 oktober a.s. Geestig dat deze in de winkel naast een aankondiging hangt voor Wim Brands, die er een week eerder te gast is. Aangezien Brands in zijn televisieprogramma ‘Brands met boeken’ tot op heden geen aandacht aan mijn biografie heeft besteed, is dit een aardig doekje voor het bloeden…
Thea Derks @tdrks 3 okt.“@BoekEnschede: @tdrks @KarinM4 @ErikInkoper ” Kom ik toch nog eens bij @BoekenBrands, zij het alleen op papier -:)
Op woensdag 8 oktober verzorgde ik de inleiding bij een concert van het Hilliard Ensemble en het Asko|Schönberg in TivoliVredenburg in Utrecht. Het betrof de afscheidstournee van het Hilliard Ensemble, dat veertig jaar lang op topniveau zowel oude als de allernieuwste muziek heeft gepresenteerd. Ze waren alle vier nadrukkelijk present bij de inleiding, een bij wijlen hilarische belevenis.
Gordon Jones, Steven Harrold, Rogers Covey-Crump, Thea Derks & David James, TivoliVredenburg 8-10-2014
Het Hilliard Ensemble zong twee speciaal voor hen gecomponeerde werken van John Casken: een bewerking van Viderunt omnes van de middeleeuwse geestelijke Perotinus en The Dream of the Rood uit 2008. Op het programma stond daarnaast Magnum ignotum van de Georgische componist Giya Kantsjeli. Ik sprak tijdens de inleiding ook met John Casken en dirigent Clark Rundell. Het was een mooi concert, waarin oude en nieuwe muziek op een vanzelsprekende manier aan elkaar gekoppeld werden. Het publiek in de goed gevulde Hertz zaal reageerde dan ook enthousiast, hoewel tijdens mijn inleiding was gebleken dat bijna niemand de uitgevoerde componisten kende.
John Casken, Thea Derks & Clark Rundell, TivoliVredenburg 8 October 2014
#AmadeusLyceum #AskoSchönberg #AVROTROS #BoekhandelBroekhuis #BoekhandelFeijn #ClarkRundell #Concertzender #DavidJames #DeVrijdagVanVredenburg #DolfWeverin #GiyaKantsjeli #GordonJones #HilliardEnsemble #JohnCasken #LeporelloUitgevers #LimburgWiki #LucasVanWoerkum #MagnumIgnotum #MarkusStenz #MichaelVanBuizen #NederlandsFilmfestival #PanoramaDeLeeuw #Perotinus #radio4 #RadioFilharmonischOrkest #ReinbertDeLeeuw #RogersCoveyCrump #StevenHarrold #TheDreamOfTheRood #TheaDerks #TivoliVredenburg #VideruntOmnes #WimBrands #WouterSteenbeek -
Begrijp ik nu goed dat het niet op 'straat' ligt, maar alleen op het bureau van @danielverlaan? #dtv
RTL Nieuws: *Nieuwe app Forum lek: privégegevens alle 92.000 (oud-)leden op straat*
"Door een lek in de dit weekend gelanceerde ForumApp van Forum voor Democratie ligt de gehele ledenadministratie op straat. Daarin staan de privégegevens van 92.901 leden en oud-leden. Het gaat onder meer om namen, woonadressen, telefoonnummers en rekeningnummers.
Dat blijkt uit onderzoek van RTL Nieuws. Het lek, dat voor publicatie is gedicht, zit in de ForumApp die afgelopen weekend door partijleider Thierry Baudet op de Algemene Ledenvergadering is gepresenteerd. …"
https://www.rtlnieuws.nl/nieuws/nederland/artikel/5350214/forumapp-lek-privegegevens-leden-op-straat
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Bouwen naast het IJsselmeer en in uiterwaarden, geen aanscherping van de MPG, en afschaffing van hoger beroep tegen omgevingsvergunningen. De eerste adviezen van het programma #STOER, bedoeld om de woningbouw te versnellen, zijn gepresenteerd.
https://tinyurl.com/mwebsuhu -
Dat is een mooi bericht van Domoti Factory waar ik afgelopen weekend een whiskytasting heb gepresenteerd. Dankjewel! Ik vond het zelf ook een prachtige avond.
#markelo #DomotiFactory #TopAvond #mooieAvond #storyteller #cabaret #whiskyproeverij #whiskeyproeverij #theWhiskyteacher #whiskyconnoisseur #twente
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Großartige News:
🙌 #VEGABLUM IST GERETTET❣️ :toot:
Es wird also weiterhin #Wonig, #Elfentrunk und #TapiDream geben! 🎉🍯🌸🎊
@junior42 und ich haben uns also umsonst für befürchtete karge Jahrzehnte mit den wunderbaren Leckereien gepreppt! Gut so! 🥲
Das Gründungspaar Dani und Stefan wird sehr erleichtert sein. Hoffentlich konnten sie einen guten Deal abschließen. 🫶 #vegan #govegan
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/edeka-rewe-und-kaufland-betroffen-jetzt-ist-bekannt-wie-es-mit-lebensmittelhersteller-weitergeht/ar-AA1m8OGb -
Manchmal bin ich auch optimistisch!
Ich hab für Sonntag eine liebe Freundin zum Tempeh Test eingeladen, Thaicurry und marinierter #Tempeh mit Satésauce, hoffe es funktioniert alles.
Gestern die halbierten und geschälten Sojabohnen eingeweicht, heut morgen gekocht, unter Rühren im Emailletopf getrocknet, auf 32° C abgekühlt, mit Genmai Su gesäuert und mit Rhizopus Sporen geimpft.
In die wieder verwendbaren Fermentationsbeutel gefüllt und leicht gepresst, jetzt kuscheln sie bei knapp 31°C im Backofen, nach ca 12 Stunden kann man die Temperatur reduzieren, aber weiter schön warm balten.
Dann noch mal ca 36 Stunden warten, bis die Sojabohnen komplett von einem weissen, appetitlich duftenden 🍄🟫 Pilzmyzel umhüllt sind.
Ich hab so viele verschiedene Anleitungen gelesen, in einigen Punkten waren sie sich nicht einig.
Zum Beispiel ob man Reismehl mit den Sporen mixt, ich hab es ohne versucht. ¯\_(ツ)_/¯
Jetzt heisst es Geduld. ⏳
#vegan #govegan #veganfortheanimals #veganfortheplanet -
𝗧𝗿𝘂𝗺𝗽𝘀 '𝘃𝗿𝗲𝗱𝗲𝘀𝗿𝗮𝗮𝗱' 𝗸𝗮𝗻 𝗼𝗽 𝘄𝗲𝗶𝗻𝗶𝗴 𝗲𝗻𝘁𝗵𝗼𝘂𝘀𝗶𝗮𝘀𝗺𝗲 𝗿𝗲𝗸𝗲𝗻𝗲𝗻: '𝗗𝗲 𝗯𝗮𝗹𝗮𝗻𝘀 𝗼𝗻𝘁𝗯𝗿𝗲𝗲𝗸𝘁 𝘃𝗼𝗹𝗹𝗲𝗱𝗶𝗴'
De Amerikaanse president Donald Trump heeft vandaag zijn veelbesproken Raad voor Vrede gepresenteerd in Davos. Het nieuwe orgaan - met Trump zelf als voorzitter - zaait vooral veel twijfel: draait het alleen om vrede in Gaza of wordt het een soort...
https://www.rtl.nl/nieuws/buitenland/artikel/5557779/trump-vredesraad-board-peace-raad-voor-vrede
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Guten Morgen!
Ich versuche mal über meinen Schatten zu springen, grüße euch von der Sonne und frage mal so, wer Lust auf einen french-gepressten Café hat. ☕️👋🏼
Voll cool, oder? 😉 -
Today's photo: Oostelijke Handelskade - head (1892).
[EN] People are standing in line to see the stuffed whale.
[NL] Mensen staan in de rij om de geprepareerde walvis te zien.
Via https://020apps.nl/olie/random/ #Amsterdam #JacobOlie #OostelijkeHandelskade #whale #GeneralServicesBuilding
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𝗧𝗮𝗹𝗽𝗮 𝗯𝗲𝘃𝗲𝘀𝘁𝗶𝗴𝘁 𝘀𝗲𝗶𝘇𝗼𝗲𝗻 2 𝘃𝗮𝗻 𝗧𝗵𝗲 𝗪𝗶𝗻𝗻𝗲𝗿 𝗧𝗮𝗸𝗲𝘀 𝗜𝘁 𝗔𝗹𝗹
SBS6 heeft een tweede seizoen besteld van het muziekprogramma The Winner Takes It All, dat wordt gepresenteerd door Hélène Hendriks. De gameshow, waarvan momenteel het eerste seizoen te zien is, wordt door de zender verlengd wegens de "dusdanig goede kijkcijfers", laat Talpa weten.
https://www.rtl.nl/boulevard/artikel/5561766/talpa-bevestigt-seizoen-2-van-winner-takes-it-all
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𝗠𝗼𝗻𝗶𝗾𝘂𝗲 𝗦𝗺𝗶𝘁 𝗯𝗹𝗶𝗸𝘁 𝘁𝗲𝗿𝘂𝗴 𝗼𝗽 𝗽𝗿𝗲𝘀𝗲𝗻𝘁𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗞𝗶𝗱𝘀 𝗧𝗼𝗽 20
Monique Smit heeft op Instagram gereageerd op de aankondiging dat Kids Top 20 gaat stoppen. De zangeres had ongeveer acht jaar lang de presentatie in handen van het kindermuziekprogramma, en is daarmee degene die het programma het langst heeft gepresenteerd.
https://www.rtl.nl/boulevard/artikel/5542056/monique-smit-blikt-terug-op-presenteren-kids-top-20
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Grüß Gott ihr lieben Menschen,
ein Monat ist verstrichen, seit Pfarrer Stehle im Ruhestand ist. Kein Nachfolger ist in Sicht, aber die gute Nachricht lautet: Seit gestern ist der liebe Pfarrer Kaczmarek aus Kattowitz wieder da und bleibt für die kommenden fünf Wochen! Heute hat er wunderbar gepredigt, über Glückspilze und Suchende, und uns Kraft gegeben, die Woche in Gottes Liebe anzugehen. Menschen wie er sind es, die uns Gott sichtbar machen.
Eine gesegnete Woche euch allen. 🙏 #fedikiche -
Eerste dag Tibetaans Nieuwjaar in USA en Vlaanderen
Zo tegen het eind van het jaar publiceren we eerder in het BD geplaatste teksten. Hieronder een tekst van Bianca Visser uit maart 2014. Zij maakte enkele jaren tekst en beeld voor deze krant.Op 2 maart 2014 begon het Tibetaanse Nieuwjaar – LOSAR, het jaar van het Houten Paard. In dit overzicht een impressie van de viering in Vlaanderen en Amerika.
De Tibetanen sloten op 28 februari en 1 maart 2014 het oude jaar (‘Guthor’) af met allerlei zuiveringspraktijken om op 2 maart het nieuwe jaar te kunnen starten met een schone lei.
De spiritueel Tibetaanse leider ZH de Dalai Lama is sinds vrijdag 28 februari voor een 3-weekse toer in de Verenigde Staten met een reeks evenementen.
Op 1 maart 2014, een dag vóór Losar werd voor de 26e keer het Forum voor de Nobelprijs voor de Vrede georganiseerd in Minnesota, waar een dialoog plaatsvond met ongeveer 270 Chinese studenten over diverse onderwerpen, waaronder het beleid van de Tibetaanse regering in ballingschap gebaseerd op het principe van de Middenweg.
ZH de Dalai Lama was uitgenodigd door de universiteit in St.Paul, Minneapolis, om bij hen Losar te vieren.
Minneapolis is tevens de thuisbasis van één van de grootste Tibetaanse gemeenschappen in Noord-Amerika.
Het was de eerste keer, gedurende zijn 55-jarige ballingschap, dat hij buiten India Losar vierde.
Hij werd ’s ochtends hartelijk verwelkomd door meer dan 3500 Tibetaanse Amerikanen en westerlingen in een grote hal van het Macalester College in St. Paul.
Hierbij waren ook Amerikaanse Congresleden zoals Keith Ellison en Betty McCollum, de Tibetaanse Eerste Minister van de regering in ballingschap (politieke leider) Lobsang Sangay, en Noord-Amerikaanse parlementsleden van het Tibetaanse parlement Tashi Namgyal en Norbu Samphel aanwezig.
Het Jaar van het Houten Paard 2141 werd ingeluid met boeddhistische gebeden, Tibetaanse zang, traditionele dansen en speeches.
De nieuw verkozen vrouwelijke burgemeester van Minneapolis, Betsy Hodges, verklaarde officieel de Tibetaanse nieuwjaarsdag tot ‘De Dalai Lama dag van Vrede en Mededogen’.
Ook sprak ze haar zorg uit met betrekking tot de mensenrechten in Tibet en deed een een oproep aan de Chinese Communistische regering om haar hardhandige optreden te beëindigen en een inhoudelijk dialoog aan te gaan met ZH de Dalai Lama om zodoende via onderhandelingen tot een oplossing te komen.
De Dalai Lama zei dat transformatie van de geest en de manier van denken de belangrijkste kern is van het boeddhisme.Op dezelfde dag ontving hij een eredoctoraat van het Macalester College in St. Paul, Minneapolis, voor zijn werk voor de vrede in de wereld.
Losar in Vlaanderen
Terwijl het in Minneapolis 10 graden onder nul was en sneeuwde, genoten zo’n 500 Tibetanen, velen in hun schitterende Tibetaanse traditionele kostuum, van de zonnestralen in de prachtig en kleurrijk gedecoreerde Tibetaanse tempel van het Tibetaanse Instituut ‘Karma Sonam gyamtso Ling’ in Schoten, bij Antwerpen.
Vuurpuja
Onder leiding van lama Kugma Sangsol werd in de tempeltuin een vuurofferceremonie (rookoffers) gehouden met een temperatuur van 10 graden boven nul.
Het is een ritueel dat de omgeving zuivert, zegeningen schenkt en wereldvrede en harmonie bevordert. Het is oorspronkelijk afkomstig uit de Indiase traditie en speelt al vele eeuwen een belangrijke rol in de Boeddhistische Tantrische praktijken.
De ceremonie lijkt op een kerstboomverbranding, want er worden ook jeneverbestakken verbrand. De volwassenen staan stil bij de diepere betekenis, maar voor de kinderen is het gewoon dolle pret om een keer met vuur te kunnen spelen. Maar dan wel onder toezicht.
Het doel van de vuurpuja is om negatieve energie door eigen actie, met name gebroken geloften en alle ongunstige omstandigheden, te verwijderen.
De dharmapalas (beschermers) worden geprezen in zang en om zegeningen gevraagd.
De diverse offerandes, die men zelf heeft meegenomen, worden in het vuur geworpen en ieder ingrediënt heeft een eigen specifiek doel:
- Wierook ter bescherming en voor een hogere status;
- Boter voor welvaart;
- Brandhout geeft moed;
- Kusha gras is ter bescherming;
- Mosterdzaad verwijdert obstakels;
- Rijst verhoogt de verdiensten;
- Rijst met gerstepap geeft geluk;
- Sesamzaad elimineert de negatieve daden;
- Peulvruchten verhoogt de levenskracht;
- Tarwe elimineert ziekten;
- Kweekgras voor langere levensduur;
- Melk en gerstepap vergroot wijsheid;
- Gerstemeel voor voorspoed en goede oogst;
- Gepelde gerst geeft kracht;
- Geplette gerst vergroot de macht;
- Alles wat gebaseerd is op Tsampa (gerst gemixt met thee en boter) brengt alle soorten van geluk.
- Ook Khata’s (zijden sjaals) en gebedsvlaggetjes ter scherming voor het nieuwe jaar kan worden aangeboden.
Alle materialen dienen schoon, de granen gewassen en gedroogd, de boter geklaard en brandhout vrij van levende beestjes te zijn.
Het is belangrijk dat er innerlijk contact wordt gemaakt waardoor oude gewoonten en overtuigingen worden losgelaten.
De aangeboden offers worden gevisualiseerd als symbolen van wijsheid en innerlijke geluk.Het was een dag met speeches, zoete rijst met rozijnen, gebeden en een gezellige ontmoeting. En net als vorig jaar was de tempel weer overvol en zaten de bezoekers tot in de hal en zelfs op de trap of in de tempeltuin. Sommigen gingen maar terug naar huis, omdat er geen plaats meer was.
Speeches van o.a. de voorzitter Thupten Phegyal van de Tibetan Community Belgium.
De drie belangrijkste dagen van het Tibetaans Nieuwjaar zijn nu voorbij en het Jaar van het Houten Paard 2141 werd verwelkomd.
Het leven is als een kleurrijk tapijt.
Soms lopen er draden van verdriet en pijn dwars doorheen. Laat die draden niet het beeld, het ontwerp bepalen, maar creëer en weef ook zelf in het nieuwe jaar de draden van vreugde en liefde in het tapijt.Elk verhaal heeft een einde, in het leven heeft elke einde een nieuw begin.
De foto’s in de Verenigde Staten zijn gemaakt door Sonam Zoksang. In België door Bianca Visser.
Meer informatie over Losar, lees het artikel van 3 maart 2014
Dit is een automatisch geplaatst bericht via ActivityPub.
#BiancaVisser #dalaiLama #HoutenPaard #Losar #Nieuwjaar #Schoten #USA
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Eerste dag Tibetaans Nieuwjaar in USA en Vlaanderen
Zo tegen het eind van het jaar publiceren we eerder in het BD geplaatste teksten. Hieronder een tekst van Bianca Visser uit maart 2014. Zij maakte enkele jaren tekst en beeld voor deze krant.Op 2 maart 2014 begon het Tibetaanse Nieuwjaar – LOSAR, het jaar van het Houten Paard. In dit overzicht een impressie van de viering in Vlaanderen en Amerika.
De Tibetanen sloten op 28 februari en 1 maart 2014 het oude jaar (‘Guthor’) af met allerlei zuiveringspraktijken om op 2 maart het nieuwe jaar te kunnen starten met een schone lei.
De spiritueel Tibetaanse leider ZH de Dalai Lama is sinds vrijdag 28 februari voor een 3-weekse toer in de Verenigde Staten met een reeks evenementen.
Op 1 maart 2014, een dag vóór Losar werd voor de 26e keer het Forum voor de Nobelprijs voor de Vrede georganiseerd in Minnesota, waar een dialoog plaatsvond met ongeveer 270 Chinese studenten over diverse onderwerpen, waaronder het beleid van de Tibetaanse regering in ballingschap gebaseerd op het principe van de Middenweg.
ZH de Dalai Lama was uitgenodigd door de universiteit in St.Paul, Minneapolis, om bij hen Losar te vieren.
Minneapolis is tevens de thuisbasis van één van de grootste Tibetaanse gemeenschappen in Noord-Amerika.
Het was de eerste keer, gedurende zijn 55-jarige ballingschap, dat hij buiten India Losar vierde.
Hij werd ’s ochtends hartelijk verwelkomd door meer dan 3500 Tibetaanse Amerikanen en westerlingen in een grote hal van het Macalester College in St. Paul.
Hierbij waren ook Amerikaanse Congresleden zoals Keith Ellison en Betty McCollum, de Tibetaanse Eerste Minister van de regering in ballingschap (politieke leider) Lobsang Sangay, en Noord-Amerikaanse parlementsleden van het Tibetaanse parlement Tashi Namgyal en Norbu Samphel aanwezig.
Het Jaar van het Houten Paard 2141 werd ingeluid met boeddhistische gebeden, Tibetaanse zang, traditionele dansen en speeches.
De nieuw verkozen vrouwelijke burgemeester van Minneapolis, Betsy Hodges, verklaarde officieel de Tibetaanse nieuwjaarsdag tot ‘De Dalai Lama dag van Vrede en Mededogen’.
Ook sprak ze haar zorg uit met betrekking tot de mensenrechten in Tibet en deed een een oproep aan de Chinese Communistische regering om haar hardhandige optreden te beëindigen en een inhoudelijk dialoog aan te gaan met ZH de Dalai Lama om zodoende via onderhandelingen tot een oplossing te komen.
De Dalai Lama zei dat transformatie van de geest en de manier van denken de belangrijkste kern is van het boeddhisme.Op dezelfde dag ontving hij een eredoctoraat van het Macalester College in St. Paul, Minneapolis, voor zijn werk voor de vrede in de wereld.
Losar in Vlaanderen
Terwijl het in Minneapolis 10 graden onder nul was en sneeuwde, genoten zo’n 500 Tibetanen, velen in hun schitterende Tibetaanse traditionele kostuum, van de zonnestralen in de prachtig en kleurrijk gedecoreerde Tibetaanse tempel van het Tibetaanse Instituut ‘Karma Sonam gyamtso Ling’ in Schoten, bij Antwerpen.
Vuurpuja
Onder leiding van lama Kugma Sangsol werd in de tempeltuin een vuurofferceremonie (rookoffers) gehouden met een temperatuur van 10 graden boven nul.
Het is een ritueel dat de omgeving zuivert, zegeningen schenkt en wereldvrede en harmonie bevordert. Het is oorspronkelijk afkomstig uit de Indiase traditie en speelt al vele eeuwen een belangrijke rol in de Boeddhistische Tantrische praktijken.
De ceremonie lijkt op een kerstboomverbranding, want er worden ook jeneverbestakken verbrand. De volwassenen staan stil bij de diepere betekenis, maar voor de kinderen is het gewoon dolle pret om een keer met vuur te kunnen spelen. Maar dan wel onder toezicht.
Het doel van de vuurpuja is om negatieve energie door eigen actie, met name gebroken geloften en alle ongunstige omstandigheden, te verwijderen.
De dharmapalas (beschermers) worden geprezen in zang en om zegeningen gevraagd.
De diverse offerandes, die men zelf heeft meegenomen, worden in het vuur geworpen en ieder ingrediënt heeft een eigen specifiek doel:
- Wierook ter bescherming en voor een hogere status;
- Boter voor welvaart;
- Brandhout geeft moed;
- Kusha gras is ter bescherming;
- Mosterdzaad verwijdert obstakels;
- Rijst verhoogt de verdiensten;
- Rijst met gerstepap geeft geluk;
- Sesamzaad elimineert de negatieve daden;
- Peulvruchten verhoogt de levenskracht;
- Tarwe elimineert ziekten;
- Kweekgras voor langere levensduur;
- Melk en gerstepap vergroot wijsheid;
- Gerstemeel voor voorspoed en goede oogst;
- Gepelde gerst geeft kracht;
- Geplette gerst vergroot de macht;
- Alles wat gebaseerd is op Tsampa (gerst gemixt met thee en boter) brengt alle soorten van geluk.
- Ook Khata’s (zijden sjaals) en gebedsvlaggetjes ter scherming voor het nieuwe jaar kan worden aangeboden.
Alle materialen dienen schoon, de granen gewassen en gedroogd, de boter geklaard en brandhout vrij van levende beestjes te zijn.
Het is belangrijk dat er innerlijk contact wordt gemaakt waardoor oude gewoonten en overtuigingen worden losgelaten.
De aangeboden offers worden gevisualiseerd als symbolen van wijsheid en innerlijke geluk.Het was een dag met speeches, zoete rijst met rozijnen, gebeden en een gezellige ontmoeting. En net als vorig jaar was de tempel weer overvol en zaten de bezoekers tot in de hal en zelfs op de trap of in de tempeltuin. Sommigen gingen maar terug naar huis, omdat er geen plaats meer was.
Speeches van o.a. de voorzitter Thupten Phegyal van de Tibetan Community Belgium.
De drie belangrijkste dagen van het Tibetaans Nieuwjaar zijn nu voorbij en het Jaar van het Houten Paard 2141 werd verwelkomd.
Het leven is als een kleurrijk tapijt.
Soms lopen er draden van verdriet en pijn dwars doorheen. Laat die draden niet het beeld, het ontwerp bepalen, maar creëer en weef ook zelf in het nieuwe jaar de draden van vreugde en liefde in het tapijt.Elk verhaal heeft een einde, in het leven heeft elke einde een nieuw begin.
De foto’s in de Verenigde Staten zijn gemaakt door Sonam Zoksang. In België door Bianca Visser.
Meer informatie over Losar, lees het artikel van 3 maart 2014
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#BiancaVisser #dalaiLama #HoutenPaard #Losar #Nieuwjaar #Schoten #USA
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Heuballen
Zwischen der Bahnlinie und der Tösstalstrasse hat es eine Wiese. Und selbstverständlich muss eine solche Wiese auch gepflegt werden. So war es nicht verwunderlich, dass gestern Morgen ein breiter Streifen ebendieser Wiese frisch abgemäht war.
Was mir jedoch sehr gut gefiel, war der grosse Heuballen, der da nach getaner Arbeit zum Abtransport liegen gelassen worden war. Ob man das Ding überhaupt „Ballen“ nennt, oder wie es heisst, wenn Heu in einer Art Netz wie ein grosses Rad gepresst wird, weiss ich nicht. Jedenfalls konnte man sich grad ein bisschen vorstellen, welch schöne Fotos das gegeben hätte. Aus anderer Perspektive, mit der Bahn im Hintergrund.
Ein anderes Mal vielleicht …
#abmähen #Abtransport #AnderesMal #Arbeit #Bahnlinie #Fotos #gross #Heuballen #Hintergrund #Netz #Perspektive #pflegen #pressen #Rad #schön #Strasse #Streifen #Tösstalstrasse #verwundern #vorstellen #Wiese
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Benieuwd hoe jonge boeren en tuinders kijken naar de vervolgstappen van het demissionaire kabinet op het gebied van #stikstof?
Bestuursvoorzitter #NAJK Merel Straathof reageert op het door het Kabinet gepresenteerde 'vervolgpakket Nederland van het slot'.
https://www.linkedin.com/posts/najk-nederlands-agrarisch-jongeren-kontakt_stikstofaanpak-kabinet-zet-nieuwe-stap-activity-7374762081205624833-al0B?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAAAHDsFAB4V05W4nmEukGZRvHEWY5yhK92UU -
𝗗𝗼𝗼𝗿𝗯𝗿𝗮𝗮𝗸 𝗺𝗲𝘁 𝗴𝗿𝗼𝘁𝗲 𝗴𝗲𝘃𝗼𝗹𝗴𝗲𝗻: 𝘇𝗼 𝘃𝗲𝗿𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗱𝗲 𝗵𝗲𝘁 𝗹𝗲𝘃𝗲𝗻 𝘃𝗮𝗻 𝗟𝗮𝗹𝗲 𝗚ü𝗹
Lale Gül brak in 2021 door met haar boek 'Ik ga leven'. Daarin vertelde de schrijver over haar streng religieuze opvoeding en haar drang naar vrijheid. Het boek sloeg in als een bom: ze werd geprezen om haar eerlijkheid, maar kreeg ook bakken met kritiek en ging gebukt onder...
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𝗗𝗼𝗼𝗿𝗯𝗿𝗮𝗮𝗸 𝗺𝗲𝘁 𝗴𝗿𝗼𝘁𝗲 𝗴𝗲𝘃𝗼𝗹𝗴𝗲𝗻: 𝘇𝗼 𝘃𝗲𝗿𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗱𝗲 𝗵𝗲𝘁 𝗹𝗲𝘃𝗲𝗻 𝘃𝗮𝗻 𝗟𝗮𝗹𝗲 𝗚ü𝗹
Lale Gül brak in 2021 door met haar boek 'Ik ga leven'. Daarin vertelde de schrijver over haar streng religieuze opvoeding en haar drang naar vrijheid. Het boek sloeg in als een bom: ze werd geprezen om haar eerlijkheid, maar kreeg ook bakken met kritiek en ging gebukt onder...
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𝗗𝗼𝗼𝗿𝗯𝗿𝗮𝗮𝗸 𝗺𝗲𝘁 𝗴𝗿𝗼𝘁𝗲 𝗴𝗲𝘃𝗼𝗹𝗴𝗲𝗻: 𝘇𝗼 𝘃𝗲𝗿𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗱𝗲 𝗵𝗲𝘁 𝗹𝗲𝘃𝗲𝗻 𝘃𝗮𝗻 𝗟𝗮𝗹𝗲 𝗚ü𝗹
Lale Gül brak in 2021 door met haar boek 'Ik ga leven'. Daarin vertelde de schrijver over haar streng religieuze opvoeding en haar drang naar vrijheid. Het boek sloeg in als een bom: ze werd geprezen om haar eerlijkheid, maar kreeg ook bakken met kritiek en ging gebukt onder...
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𝗗𝗼𝗼𝗿𝗯𝗿𝗮𝗮𝗸 𝗺𝗲𝘁 𝗴𝗿𝗼𝘁𝗲 𝗴𝗲𝘃𝗼𝗹𝗴𝗲𝗻: 𝘇𝗼 𝘃𝗲𝗿𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗱𝗲 𝗵𝗲𝘁 𝗹𝗲𝘃𝗲𝗻 𝘃𝗮𝗻 𝗟𝗮𝗹𝗲 𝗚ü𝗹
Lale Gül brak in 2021 door met haar boek 'Ik ga leven'. Daarin vertelde de schrijver over haar streng religieuze opvoeding en haar drang naar vrijheid. Het boek sloeg in als een bom: ze werd geprezen om haar eerlijkheid, maar kreeg ook bakken met kritiek en ging gebukt onder...
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Raad van State: onderbouw afschaffen #dividendbelasting beter
De Raad van State vindt dat het kabinet het plan om de dividendbelasting af te schaffen beter moet onderbouwen. Dat schrijft het adviesorgaan in een beoordeling van het belastingplan dat op Prinsjesdag is gepresenteerd.
https://nos.nl/artikel/2251008-raad-van-state-onderbouw-afschaffen-dividendbelasting-beter.html