#christinestrobl — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #christinestrobl, aggregated by home.social.
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Die Qualität der @tagesschau -Beiträge ist mWn in den letzten Jahren massiv gesunken*. Heutiges Beispiel: ein Bericht über #Wirtschaftsfragen und insbesondere die #Automobilindustrie als ganz großes Ding bei der #BaWü-Wahl #LTWBW26, der außer Allgemeinplätzen keinerlei Problemaufriss schafft, geschweige denn mögliche Lösungen diskutiert. Was hätte mensch da auf die tatsächlichen programmatischen Unterschiede der Kandidaten eingehen können. Was hätte man nicht alles an externer Expertise bzgl. des #Transformationsbedarf der #Autoindustrie aufgreifen können. Nix, nada, niente! So bleibt es komplett wischiwaschi - der #ÖRR wird seiner #Medienverantwortung null gerecht. ARD: "Es isch die Wirtschaft, du Seckel!"
🔗 https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/baden-wuerttemberg-landtagswahl-wirtschaft-100.html
Edit: Und ja, das gilt auch für zugelieferte und in gewisser Weise kuratierte Beiträge wie die der Programmtöcher (hier: #SWR)...
* Keine Ahnung, ob das mit der aktuellen #ARD-Programmdirektorin, der #CDU-Frau und #Schäuble-Tochter #christinestrobl zu tun hat, aber die hätte in jedem Fall bei der #degeto bleiben können, denn der #Rechtsruck des großen Senders in den letzten Jahren ist brandgefährlich.
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Wolfgang Becker – „Das Leben ist eine Baustelle“ (1997)
Es ist es immer schön, diesen Film wiederzusehen. Eine Zeitreise, für die, die alt genug sind, sich zu erinnern. Und ein wilder Trip für die, deren Eltern damals nächtelang durch die Straßen der gerade eben wieder „Hauptstadt“ gerannt sind, um sich zu verlieben… so, liebe Kinder, hat das damals funktioniert… vor Tinder und dem Internet. (ARD, Wh.)
Zum Blog: https://nexxtpress.de/mediathekperlen/das-leben-ist-eine-baustelle-1997/
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Der beste Al Pacino aller Zeiten? Es gibt Leute, denen mag ich da einfach nicht widersprechen. Ganz sicher eines der besten Cop-Movies der Kinogeschichte. Alle, wirklich alle, die danach gekommen sind, mussten sich daran messen lassen. (ARD, WH)
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Der beste Al Pacino aller Zeiten? Es gibt Leute, denen mag ich da einfach nicht widersprechen. Ganz sicher eines der besten Cop-Movies der Kinogeschichte. Alle, wirklich alle, die danach gekommen sind, mussten sich daran messen lassen. (ARD, Wh)
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Robert De Niro – „Und dann kam Dad“ (2023)
Ich habe schon viel ertragen. Deutsche Sonntagabendkrimis. Dieter Hallervorden. Netflix-Algorithmen, die mich für einen Teenager mit Konzentrationsproblemen halten. Aber das hier, zur besten Sendezeit in der ARD? Das ist keine schlechte Programmierung mehr – das ist ein Angriff auf mein Restvertrauen in den öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag! Vergessen Sie mal den Titel dieses Blogs. Das hier ist wahrlich keine Perle, sondern Sondermüll. Meine Verantwortung als Blogger und Gebührenzahler ist es, davor zu warnen. Es ist mir damit wirklich ernst! (ARD, Neu)
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Robert De Niro – „Und dann kam Dad“ (2023)
Ich habe schon viel ertragen. Deutsche Sonntagabendkrimis. Dieter Hallervorden. Netflix-Algorithmen, die mich für einen Teenager mit Konzentrationsproblemen halten. Aber das hier, zur besten Sendezeit in der ARD? Das ist keine schlechte Programmierung mehr – das ist ein Angriff auf mein Restvertrauen in den öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag! Vergessen Sie mal den Titel dieses Blogs. Das hier ist wahrlich keine Perle, sondern Sondermüll. Meine Verantwortung als Blogger und Gebührenzahler ist es, davor zu warnen. Es ist mir damit wirklich ernst! (ARD, Neu)
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Robert De Niro – „Und dann kam Dad“ (2023)
Ich habe schon viel ertragen. Deutsche Sonntagabendkrimis. Dieter Hallervorden. Netflix-Algorithmen, die mich für einen Teenager mit Konzentrationsproblemen halten. Aber das hier, zur besten Sendezeit in der ARD? Das ist keine schlechte Programmierung mehr – das ist ein Angriff auf mein Restvertrauen in den öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag! Vergessen Sie mal den Titel dieses Blogs. Das hier ist wahrlich keine Perle, sondern Sondermüll. Meine Verantwortung als Blogger und Gebührenzahler ist es, davor zu warnen. Es ist mir damit wirklich ernst! (ARD, Neu)
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Robert De Niro – „Und dann kam Dad“ (2023)
Ich habe schon viel ertragen. Deutsche Sonntagabendkrimis. Dieter Hallervorden. Netflix-Algorithmen, die mich für einen Teenager mit Konzentrationsproblemen halten. Aber das hier, zur besten Sendezeit in der ARD? Das ist keine schlechte Programmierung mehr – das ist ein Angriff auf mein Restvertrauen in den öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag! Vergessen Sie mal den Titel dieses Blogs. Das hier ist wahrlich keine Perle, sondern Sondermüll. Meine Verantwortung als Blogger und Gebührenzahler ist es, davor zu warnen. Es ist mir damit wirklich ernst! (ARD, Neu)
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Robert De Niro – „Und dann kam Dad“ (2023)
Ich habe schon viel ertragen. Deutsche Sonntagabendkrimis. Dieter Hallervorden. Netflix-Algorithmen, die mich für einen Teenager mit Konzentrationsproblemen halten. Aber das hier, zur besten Sendezeit in der ARD? Das ist keine schlechte Programmierung mehr – das ist ein Angriff auf mein Restvertrauen in den öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag! Vergessen Sie mal den Titel dieses Blogs. Das hier ist wahrlich keine Perle, sondern Sondermüll. Meine Verantwortung als Blogger und Gebührenzahler ist es, davor zu warnen. Es ist mir damit wirklich ernst! (ARD, Neu)
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Heimatfernsehen! – „Tschugger“ (2021-2024)
In einer Zeit, in der selbst nordische Noir-Krimis eine Identitätskrise haben und nicht mehr wissen, ob sie sich noch ernst nehmen können, haben sie in der Schweiz beschlossen, das Genre von ganz hinten aufzuzäumen – mit einer Serie, die aussieht wie ein Instagram-Post aus der WhatsApp-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr von Zermatt. „Tschugger“ ist kein Polizeidrama, sondern ein Manifest für alle, die glauben, Fernsehen sei dann am besten, wenn keine:r mehr weiß, ob es noch ernst gemeint ist. (3Sat)
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Der beste Al Pacino aller Zeiten? Es gibt Leute, denen mag ich da einfach nicht widersprechen. Ganz sicher eines der besten Cop-Movies der Kinogeschichte. Alle, wirklich alle, die danach gekommen sind, mussten sich daran messen lassen. (ARD, 3Sat, WH)
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Polt & Schneeberger – „Fast wia im richtigen Leben“ (1979–1988)
Ich geb’s zu: Ich stehe kurz davor, das Genre „deutsche Comedy“ endgültig aufzugeben. Irgendwann zwischen dem dritten grob geschliffenen Kalauer in einer Sat1-Sketchshow und der ersten Folge von „Smeilingen“ in der ARD hatte ich das Gefühl, dass Humor heute nur noch zwischen Grimasse und Dauerironisierung pendelt. Und heute – an einem verregneten Dienstag, als die Mediathek eigentlich mal wieder keinen Trost versprach – stolperte ich zurück: „Fast wia im richtigen Leben“. Und plötzlich war alles wieder da. Der Witz. Der Schmerz. Das Leben. (ARD)
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NDR: Der neue hat vermutlich keinen Uterus*
Jetzt mal ehrlich, gegen die kulturelle Wirksamkeit der katholischen Kirche kommt keine:r an. Selbst nüchterne Reporter:innen und Rundfunkratsvorsitzende kamen gestern kaum ohne eine Referenz zur Wahl des Papstes aus. Obwohl der Norden eigentlich ja eher protestantisch ist.
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NDR: Der neue hat vermutlich keinen Uterus*
Jetzt mal ehrlich, gegen die kulturelle Wirksamkeit der katholischen Kirche kommt keine:r an. Selbst nüchterne Reporter:innen und Rundfunkratsvorsitzende kamen gestern kaum ohne eine Referenz zur Wahl des Papstes aus. Obwohl der Norden eigentlich ja eher protestantisch ist.
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NDR: Der neue hat vermutlich keinen Uterus*
Jetzt mal ehrlich, gegen die kulturelle Wirksamkeit der katholischen Kirche kommt keine:r an. Selbst nüchterne Reporter:innen und Rundfunkratsvorsitzende kamen gestern kaum ohne eine Referenz zur Wahl des Papstes aus. Obwohl der Norden eigentlich ja eher protestantisch ist.
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Kida Khodr Ramadan – „Testo II.“ (2025)
Ich glaube, ich bin (bald) zu alt für den Scheiß. Die Zielgruppe für „Testo“ sind all die, denen das Smartphone nur mehr durch einen chirurgischen Eingriff aus den Händen entfernt werden kann. Die, deren Aufmerksamkeitsspanne nach 15 Minuten erschöpft ist. Wenn ich länger darüber nachdenke, dann würde ich wohl noch ein paar altersdiskriminierende Klischees mehr finden. Aber dafür hab‘ ich keine Zeit… Die Taktrate des Lebens ist auch in der Mediathek gestiegen. Und diese Serie muss doch am Stück gesehen werden… (ARD, Neu)
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Kida Khodr Ramadan – „Testo II.“ (2025)
Ich glaube, ich bin (bald) zu alt für den Scheiß. Die Zielgruppe für „Testo“ sind all die, denen das Smartphone nur mehr durch einen chirurgischen Eingriff aus den Händen entfernt werden kann. Die, deren Aufmerksamkeitsspanne nach 15 Minuten erschöpft ist. Wenn ich länger darüber nachdenke, dann würde ich wohl noch ein paar altersdiskriminierende Klischees mehr finden. Aber dafür hab‘ ich keine Zeit… Die Taktrate des Lebens ist auch in der Mediathek gestiegen. Und diese Serie muss doch am Stück gesehen werden… (ARD, Neu)
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Kida Khodr Ramadan – „Testo II.“ (2025)
Ich glaube, ich bin (bald) zu alt für den Scheiß. Die Zielgruppe für „Testo“ sind all die, denen das Smartphone nur mehr durch einen chirurgischen Eingriff aus den Händen entfernt werden kann. Die, deren Aufmerksamkeitsspanne nach 15 Minuten erschöpft ist. Wenn ich länger darüber nachdenke, dann würde ich wohl noch ein paar altersdiskriminierende Klischees mehr finden. Aber dafür hab‘ ich keine Zeit… Die Taktrate des Lebens ist auch in der Mediathek gestiegen. Und diese Serie muss doch am Stück gesehen werden… (ARD, Neu)
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Kida Khodr Ramadan – „Testo II.“ (2025)
Ich glaube, ich bin (bald) zu alt für den Scheiß. Die Zielgruppe für „Testo“ sind all die, denen das Smartphone nur mehr durch einen chirurgischen Eingriff aus den Händen entfernt werden kann. Die, deren Aufmerksamkeitsspanne nach 15 Minuten erschöpft ist. Wenn ich länger darüber nachdenke, dann würde ich wohl noch ein paar altersdiskriminierende Klischees mehr finden. Aber dafür hab‘ ich keine Zeit… Die Taktrate des Lebens ist auch in der Mediathek gestiegen. Und diese Serie muss doch am Stück gesehen werden… (ARD, Neu)
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Kida Khodr Ramadan – „Testo II.“ (2025)
Ich glaube, ich bin (bald) zu alt für den Scheiß. Die Zielgruppe für „Testo“ sind all die, denen das Smartphone nur mehr durch einen chirurgischen Eingriff aus den Händen entfernt werden kann. Die, deren Aufmerksamkeitsspanne nach 15 Minuten erschöpft ist. Wenn ich länger darüber nachdenke, dann würde ich wohl noch ein paar altersdiskriminierende Klischees mehr finden. Aber dafür hab‘ ich keine Zeit… Die Taktrate des Lebens ist auch in der Mediathek gestiegen. Und diese Serie muss doch am Stück gesehen werden… (ARD, Neu)
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Der beste Al Pacino aller Zeiten? Es gibt Leute, denen mag ich da einfach nicht widersprechen. Ganz sicher eines der besten Cop-Movies der Kinogeschichte. Alle, wirklich alle, die danach gekommen sind, mussten sich daran messen lassen. (3Sat, WH)
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Wolfgang Becker – „Das Leben ist eine Baustelle“ (1997)
Es ist es immer schön, diesen Film wiederzusehen. Eine Zeitreise, für die, die alt genug sind, sich zu erinnern. Und ein wilder Trip für die, deren Eltern damals nächtelang durch die Straßen der gerade eben wieder „Hauptstadt“ gerannt sind, um sich zu verlieben… so, liebe Kinder, hat das damals funktioniert… vor Tinder und dem Internet. (ARTE, WH)
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Wie Horst Schimanski gestern Kai Pflaume sabotiert hat – 75 Jahre „Scheiße“ (2025)
Keine Regel ohne Ausnahme. Das Kommentieren des aktuellen Fernsehprogramms, insbesondere das von Talk- und anderen Shows, überlässt dieser Autor gerne jenen, die dafür bezahlt werden, sich das anzusehen. Lesen muss das dann ja keine:r. Doch, weil er ein empathischer und solidarischer Mensch ist, kann er heute nicht schweigen. (ARD, Neu!)
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Der beste Al Pacino aller Zeiten? Es gibt Leute, denen mag ich da einfach nicht widersprechen. Ganz sicher eines der besten Cop-Movies der Kinogeschichte. Alle, wirklich alle, die danach gekommen sind, mussten sich daran messen lassen. (ARD)
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Wolfgang Becker – „Das Leben ist eine Baustelle“ (1997)
So jung und schön wie damals, waren wir nie wieder. Der junge Jürgen Vogel (zugegeben, „normschön“ war der Mann nie) und die wundervolle Christiane Paul, der hochtalentierte Gladbecker Soul-Sänger Armin „I feel good“ Rohde (Achtung, nicht wirklich jugendfrei, aber grenzgenial! ;-)), die ungekrönte und, von mir höchst-verehrte Königin der Nebenrollen, Carmen-Maja Antoni, und die großartigen Martina Gedeck, Andrea Sawatzki, Heino Ferch, Richy Müller, Ludger Pistor… Charakterbolid:innen, allesamt!
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Ein einsamer Fremder reitet in ein Dorf in der Wüste Mexicos. Am Ende sind alle Bösen tot. Der Fremde reitet weiter.
Mit Verlaub, was der Bayerische Rundfunk sich dabei gedacht hat, mitten im November, einen absoluten Meilenstein der Filmgeschichte in seinem dritten Programm zu verstecken, ohne vorher in wochenlang laufenden Trailern auf allen Rundfunkwellen darauf hinzuweisen, weiß vermutlich nicht einmal Christine Strobl. Für mich ist deshalb heute einer der höchsten Feiertage im Jahr.
Auch weil dieses epische Meisterwerk von Sergio Leone, Ennio Morricone, und natürlich, Clint Eastwood, gewöhnlich so um die Weihnachtsfeiertage herum von RTL-Nitro oder Kabel1, angereichert mit mindestens 30 Minuten TV-Werbung, vollkommen zerstört und gegen Mitternacht einem darüber relativ gleichgültigen Publikum in den Kanal gespült wird, dass sich vermutlich am nächsten Morgen schon nicht mehr an den Film erinnern kann. – Ist mir selber schon häufig so ergangen. – feiere ich meine öffentlich-rechtliche Mediathek gerade heftig dafür.
Denn auch das ist ihr gesellschaftlicher Auftrag: Filmkunst zu bewahren und ihre Meisterwerke ihrem Publikum in bestmöglicher Qualität zu präsentieren. Und weil zur bestmöglichen Qualität auch die originale Tonspur gehört, hat die ARD auch diese im Angebot.
Es ist ja so, liebe Kinder: Früher, in den Siebzigern, als es nur drei Programme gab, und gewöhnlich um kurz nach Mitternacht das Fernsehen einfach aufgehört hat, zu senden. Da haben wir diese Filme höchstens im Spätprogramm sehen können. Nicht jede Woche, doch vielleicht ein, zwei Mal im Jahr.
Und später, in den Programmkinos, da haben wir dieses „Hollywood“ und seine Western geliebt… und besonders die Filme, die gar nicht aus Hollywood kamen. Sondern aus Europa. Und die das stock-konservative US-Filmgenre vermutlich vor sich selbst gerettet haben. Nicht auszudenken, wo wir heute wären, wenn die Italiener, mit deutschem Geld, sich dieses Genre nicht einfach – und ohne zu fragen – kulturell angeeignet hätten.
Wie Japan und Italien den amerikanischen Western vor sich selbst gerettet haben…
Wobei… um historisch und kulturell bei der Wahrheit zu bleiben, gehört der Ruhm einem Japaner. Nämlich Akira Kurosawa ohne dessen visionärer Erzählung Yojimbo, Sergio Leones Karriere unter Umständen doch im europäischen Sandalenfilm geendet wäre. Dafür er Maß bei John Sturges und Die glorreichen Sieben, einer welterfolgreichen Übersetzung eines anderen Film von Kurosawa, Die sieben Samurai, vier Jahre zuvor genommen. Ob ich heute wüsste, wer Kurosawa war? Ob ich seine Filme auch ohne die amerikanisch/italienische Zusammenarbeit kennen und lieben würde? Am Ende ist es die Kultur einer Welt.
Und ein wahrhafter Filmkanon für die Ewigkeit.
Und eine Nacht in der Oper…
Western, Italien, Spanien, Deutschland, 1964
FSK: ab 16
Regie: Sergio Leone
Drehbuch: Sergio Leone, Duccio Tessari
Musik: Ennio Morricone
Mit: Clint Eastwood, Marianne Koch, Gian Maria Volonté, Wolfgang Lukschy, Sieghardt Rupp, Josef Egger
Ebenfalls in der Mediathek: Ein ungleich gewaltsamerer Film aus dem „Django“ Sub-Genre. Hier hat Quentin Tarantino in seiner in B-Movie Filmtheatern vergeudeten Jugend gleich mehrfach zugesehen…
Töte, Django (Se sei vivo spara) – in der ARD Mediathek verfügbar bis zum 18.12.2023 ∙ 02:15 Uhr
Western, Italien, Spanien, 1967
FSK: ab 18
Regie: Giulio Questi
Mit: Tomás Milián
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Ein einsamer Fremder reitet in ein Dorf in der Wüste Mexicos. Am Ende sind alle Bösen tot. Der Fremde reitet weiter.
Mit Verlaub, was der Bayerische Rundfunk sich dabei gedacht hat, mitten im November, einen absoluten Meilenstein der Filmgeschichte in seinem dritten Programm zu verstecken, ohne vorher in wochenlang laufenden Trailern auf allen Rundfunkwellen darauf hinzuweisen, weiß vermutlich nicht einmal Christine Strobl. Für mich ist deshalb heute einer der höchsten Feiertage im Jahr.
Auch weil dieses epische Meisterwerk von Sergio Leone, Ennio Morricone, und natürlich, Clint Eastwood, gewöhnlich so um die Weihnachtsfeiertage herum von RTL-Nitro oder Kabel1, angereichert mit mindestens 30 Minuten TV-Werbung, vollkommen zerstört und gegen Mitternacht einem darüber relativ gleichgültigen Publikum in den Kanal gespült wird, dass sich vermutlich am nächsten Morgen schon nicht mehr an den Film erinnern kann. – Ist mir selber schon häufig so ergangen. – feiere ich meine öffentlich-rechtliche Mediathek gerade heftig dafür.
Denn auch das ist ihr gesellschaftlicher Auftrag: Filmkunst zu bewahren und ihre Meisterwerke ihrem Publikum in bestmöglicher Qualität zu präsentieren. Und weil zur bestmöglichen Qualität auch die originale Tonspur gehört, hat die ARD auch diese im Angebot.
Es ist ja so, liebe Kinder: Früher, in den Siebzigern, als es nur drei Programme gab, und gewöhnlich um kurz nach Mitternacht das Fernsehen einfach aufgehört hat, zu senden. Da haben wir diese Filme höchstens im Spätprogramm sehen können. Nicht jede Woche, doch vielleicht ein, zwei Mal im Jahr.
Und später, in den Programmkinos, da haben wir dieses „Hollywood“ und seine Western geliebt… und besonders die Filme, die gar nicht aus Hollywood kamen. Sondern aus Europa. Und die das stock-konservative US-Filmgenre vermutlich vor sich selbst gerettet haben. Nicht auszudenken, wo wir heute wären, wenn es die Italiener, mit deutschem Geld, sich dieses Genre nicht einfach – und ohne zu fragen – kulturell angeeignet hätten.
Wie Japan und Italien den amerikanischen Western vor sich selbst gerettet haben…
Wobei… um historisch und kulturell bei der Wahrheit zu bleiben, gehört der Ruhm einem Japaner. Nämlich Akira Kurosawa ohne dessen visionärer Erzählung Yojimbo, Sergio Leones Karriere unter Umständen doch im europäischen Sandalenfilm geendet wäre. Dafür er Maß bei John Sturges und Die glorreichen Sieben, einer welterfolgreichen Übersetzung eines anderen Film von Kurosawa, Die sieben Samurai, vier Jahre zuvor genommen. Ob ich heute wüsste, wer Kurosawa war? Ob ich seine Filme auch ohne die amerikanisch/italienische Zusammenarbeit kennen und lieben würde? Am Ende ist es die Kultur einer Welt.
Und ein wahrhafter Filmkanon für die Ewigkeit.
Und eine Nacht in der Oper…
Western, Italien, Spanien, Deutschland, 1964
FSK: ab 16
Regie: Sergio Leone
Drehbuch: Sergio Leone, Duccio Tessari
Musik: Ennio Morricone
Mit: Clint Eastwood, Marianne Koch, Gian Maria Volonté, Wolfgang Lukschy, Sieghardt Rupp, Josef Egger
Ebenfalls in der Mediathek: Ein ungleich gewaltsamerer Film aus dem „Django“ Sub-Genre. Hier hat Quentin Tarantino in seiner in B-Movie Filmtheatern vergeudeten Jugend gleich mehrfach zugesehen…
Töte, Django (Se sei vivo spara) – in der ARD Mediathek verfügbar bis zum 18.12.2023 ∙ 02:15 Uhr
Western, Italien, Spanien, 1967
FSK: ab 18
Regie: Giulio Questi
Mit: Tomás Milián
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Ein einsamer Fremder reitet in ein Dorf in der Wüste Mexicos. Am Ende sind alle Bösen tot. Der Fremde reitet weiter.
Mit Verlaub, was der Bayerische Rundfunk sich dabei gedacht hat, mitten im November, einen absoluten Meilenstein der Filmgeschichte in seinem dritten Programm zu verstecken, ohne vorher in wochenlang laufenden Trailern auf allen Rundfunkwellen darauf hinzuweisen, weiß vermutlich nicht einmal Christine Strobl. Für mich ist deshalb heute einer der höchsten Feiertage im Jahr.
Auch weil dieses epische Meisterwerk von Sergio Leone, Ennio Morricone, und natürlich, Clint Eastwood, gewöhnlich so um die Weihnachtsfeiertage herum von RTL-Nitro oder Kabel1, angereichert mit mindestens 30 Minuten TV-Werbung, vollkommen zerstört und gegen Mitternacht einem darüber relativ gleichgültigen Publikum in den Kanal gespült wird, dass sich vermutlich am nächsten Morgen schon nicht mehr an den Film erinnern kann. – Ist mir selber schon häufig so ergangen. – feiere ich meine öffentlich-rechtliche Mediathek gerade heftig dafür.
Denn auch das ist ihr gesellschaftlicher Auftrag: Filmkunst zu bewahren und ihre Meisterwerke ihrem Publikum in bestmöglicher Qualität zu präsentieren. Und weil zur bestmöglichen Qualität auch die originale Tonspur gehört, hat die ARD auch diese im Angebot.
Es ist ja so, liebe Kinder: Früher, in den Siebzigern, als es nur drei Programme gab, und gewöhnlich um kurz nach Mitternacht das Fernsehen einfach aufgehört hat, zu senden. Da haben wir diese Filme höchstens im Spätprogramm sehen können. Nicht jede Woche, doch vielleicht ein, zwei Mal im Jahr.
Und später, in den Programmkinos, da haben wir dieses „Hollywood“ und seine Western geliebt… und besonders die Filme, die gar nicht aus Hollywood kamen. Sondern aus Europa. Und die das stock-konservative US-Filmgenre vermutlich vor sich selbst gerettet haben. Nicht auszudenken, wo wir heute wären, wenn die Italiener, mit deutschem Geld, sich dieses Genre nicht einfach – und ohne zu fragen – kulturell angeeignet hätten.
Wie Japan und Italien den amerikanischen Western vor sich selbst gerettet haben…
Wobei… um historisch und kulturell bei der Wahrheit zu bleiben, gehört der Ruhm einem Japaner. Nämlich Akira Kurosawa ohne dessen visionärer Erzählung Yojimbo, Sergio Leones Karriere unter Umständen doch im europäischen Sandalenfilm geendet wäre. Dafür nahm er Maß bei John Sturges und Die glorreichen Sieben, der welterfolgreichen Übersetzung eines anderen großen Films von Kurosawa, Die sieben Samurai, vier Jahre zuvor. Ob ich heute wüsste, wer Kurosawa war? Ob ich seine Filme auch ohne die amerikanisch/italienische Zusammenarbeit kennen und lieben würde? Am Ende ist es die Kultur einer Welt.
Ein wahrhafter Filmkanon für die Ewigkeit.
Und eine Nacht in der Oper…
Western, Italien, Spanien, Deutschland, 1964
FSK: ab 16
Regie: Sergio Leone
Drehbuch: Sergio Leone, Duccio Tessari
Musik: Ennio Morricone
Mit: Clint Eastwood, Marianne Koch, Gian Maria Volonté, Wolfgang Lukschy, Sieghardt Rupp, Josef Egger
Ebenfalls in der Mediathek: Ein ungleich gewaltsamerer Film aus dem „Django“ Sub-Genre. Hier hat Quentin Tarantino – in seiner in B-Movie-Filmtheatern vergeudeten Jugend – gleich mehrfach zugesehen…
Töte, Django (Se sei vivo spara) – in der ARD Mediathek verfügbar bis zum 18.12.2023 ∙ 02:15 Uhr
Western, Italien, Spanien, 1967
FSK: ab 18
Regie: Giulio Questi
Mit: Tomás Milián
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Ein einsamer Fremder reitet in ein Dorf in der Wüste Mexicos. Am Ende sind alle Bösen tot. Der Fremde reitet weiter.
Mit Verlaub, was der Bayerische Rundfunk sich dabei gedacht hat, mitten im November, einen absoluten Meilenstein der Filmgeschichte in seinem dritten Programm zu verstecken, ohne vorher in wochenlang laufenden Trailern auf allen Rundfunkwellen darauf hinzuweisen, weiß vermutlich nicht einmal Christine Strobl. Für mich ist deshalb heute einer der höchsten Feiertage im Jahr.
Auch weil dieses epische Meisterwerk von Sergio Leone, Ennio Morricone, und natürlich, Clint Eastwood, gewöhnlich so um die Weihnachtsfeiertage herum von RTL-Nitro oder Kabel1, angereichert mit mindestens 30 Minuten TV-Werbung, vollkommen zerstört und gegen Mitternacht einem darüber relativ gleichgültigen Publikum in den Kanal gespült wird, dass sich vermutlich am nächsten Morgen schon nicht mehr an den Film erinnern kann. – Ist mir selber schon häufig so ergangen. – feiere ich meine öffentlich-rechtliche Mediathek gerade heftig dafür.
Denn auch das ist ihr gesellschaftlicher Auftrag: Filmkunst zu bewahren und ihre Meisterwerke ihrem Publikum in bestmöglicher Qualität zu präsentieren. Und weil zur bestmöglichen Qualität auch die originale Tonspur gehört, hat die ARD auch diese im Angebot.
Es ist ja so, liebe Kinder: Früher, in den Siebzigern, als es nur drei Programme gab, und gewöhnlich um kurz nach Mitternacht das Fernsehen einfach aufgehört hat, zu senden. Da haben wir diese Filme höchstens im Spätprogramm sehen können. Nicht jede Woche, doch vielleicht ein, zwei Mal im Jahr.
Und später, in den Programmkinos, da haben wir dieses „Hollywood“ und seine Western geliebt… und besonders die Filme, die gar nicht aus Hollywood kamen. Sondern aus Europa. Und die das stock-konservative US-Filmgenre vermutlich vor sich selbst gerettet haben. Nicht auszudenken, wo wir heute wären, wenn die Italiener, mit deutschem Geld, sich dieses Genre nicht einfach – und ohne zu fragen – kulturell angeeignet hätten.
Wie Japan und Italien den amerikanischen Western vor sich selbst gerettet haben…
Wobei… um historisch und kulturell bei der Wahrheit zu bleiben, gehört der Ruhm einem Japaner. Nämlich Akira Kurosawa ohne dessen visionärer Erzählung Yojimbo, Sergio Leones Karriere unter Umständen doch im europäischen Sandalenfilm geendet wäre. Dafür nahm er Maß bei John Sturges und Die glorreichen Sieben, der welterfolgreichen Übersetzung eines anderen großen Films von Kurosawa, Die sieben Samurai, vier Jahre zuvor. Ob ich heute wüsste, wer Kurosawa war? Ob ich seine Filme auch ohne die amerikanisch/italienische Zusammenarbeit kennen und lieben würde? Am Ende ist es die Kultur einer Welt.
Ein wahrhafter Filmkanon für die Ewigkeit.
Und eine Nacht in der Oper…
Western, Italien, Spanien, Deutschland, 1964
FSK: ab 16
Regie: Sergio Leone
Drehbuch: Sergio Leone, Duccio Tessari
Musik: Ennio Morricone
Mit: Clint Eastwood, Marianne Koch, Gian Maria Volonté, Wolfgang Lukschy, Sieghardt Rupp, Josef Egger
Ebenfalls in der Mediathek: Ein ungleich gewaltsamerer Film aus dem „Django“ Sub-Genre. Hier hat Quentin Tarantino – in seiner in B-Movie-Filmtheatern vergeudeten Jugend – gleich mehrfach zugesehen…
Töte, Django (Se sei vivo spara) – in der ARD Mediathek verfügbar bis zum 18.12.2023 ∙ 02:15 Uhr
Western, Italien, Spanien, 1967
FSK: ab 18
Regie: Giulio Questi
Mit: Tomás Milián
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Fragen wir doch einfach mal die Programmdirektorin der ARD persönlich... ziemlich viel #CDU für eine einzelne Person... 🤔🤔🤔
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mit Update 22.1.
Kida und Helge spielen mit dem Medium – statt umgekehrt
Kida Ramadan hat es raus. Bei diesem Werkverzeichnis frage ich mich, wann der noch Zeit zum leben hat. Vielleicht kann er sich bei Herbert Reul und der ganzen CDU für den Frame “Clankriminalität” bedanken. Denn in der deutschen TV-Filmwelt ist er ihr unumstrittenes Gesicht. Gestern war er auf drei öffentlich-rechtlichen Kanälen gleichzeitig: auf ONE (ARD) lief seine Regiearbeit “Asbest” (“Spielertrainer” – eine Hauptrolle spielte er gleich mit), auf Arte lief “Alles auf Rot” in dem er eine – selbstverständlich – “böse” Hauptrolle spielte, und gleichzeitig sass er in Bettina Böttingers Talkshow “Kölner Treff”.
Ich habe “Asbest” gesehen, und mal wieder hat Oliver Jungen/FAZ in allen Punkten recht: “Gangstermärchen aus Neukölln – Kida Khodr Ramadans Serie ‘Asbest’ ist rau, packend und kann vor Coolness kaum laufen. Sie erfindet das Genre nicht neu, für die ARD wirkt sie aber ganz schön verrucht.” Ich bin nicht so professionell-streng wie er. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, was natürlich auch daran liegt, dass ich mich in dieser “fremden Welt” selbst nicht auskenne. Ob es Ramadan tut? Na, jedenfalls besser als ich.
Bei Böttinger verriet er, wie er diesen Super-Cast, das Beste vom Besten gegenwärtiger deutscher Filmkunst, zusammengerufen hat: mit seinem Telefon. Er hat die Privatnummern (statt der Agenturen). Unter Freund*inn*en kann niemand Nein-Sagen. Es ist das Netzwerk, stupid!
Produktionshintergrund ist der Pantaflix-Konzern, eine Unternehmenskonstruktion, mit der der ehemalige Schauspieler Matthias Schweighöfer richtiges Geld verdient (und Macht ausübt). Es gibt Schlimmere, und davon viele. Jan Georg Schütte ist – in einer Bullenrolle – auch wieder dazwischen. Der Trick der Jungs ist offensichtlich, dass sie die Nummer von Christine Strobl, ehemalige Bossin von Degeto und jetzt ARD-Programmchefin, haben.
Update 22.1.: Super Interview mit Ramadan von Christian Seidl/Berliner Zeitung.
Helge hat ‘ne neue Platte gemacht
Strafe muss sein. Dafür muss er sich wieder in jede Wald-und-Wiesen-Sendung setzen, um PR zu machen. Die Moderator*inn*en haben alle totale Angst, dass er sie nach Strich und Faden verarscht. Das ist ein sehr guter Schutz. So traut sich keine*r, irgendwas an ihm zur Sichtbarkeit abzukratzen. In die ARD-Mediathek hat es das Gequatsche noch nicht geschafft. Is ja gerade Wochenende. Entschädigen Sie sich mit Helges Gastspiel bei Chez Krömer – da hat er seine Dekonstruktionskunst des Mediums zusammen mit seinem Gastgeber zur Vollendung gebracht.
Heute werde ich die Sportschau links liegen lassen, und mir sein Gastspiel bei “DAS” (NDR) anschauen. Sein Widerpart ist der Wegmoderierer Hinnerk Baumgarten, dessen “Stärken” Hafengeburtstage u. ähnl. sind. Ich fürchte also um sein Wohlbefinden. Helge, nich’ so brutal!