#campaigneveryotherday2024 — Public Fediverse posts
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Mein Opus summum. Es gibt keine Kampagne, mit der ich mich gedanklich mehr beschäftigt habe als diese hier. Sie ist groß, gewaltig und episch, erfordert viel Können vom Spielleiter und fordert die Spieler und deren Spielfiguren. Zusätzlich ist das Material super aufbereitet und kommt dem Spielleiter sehr entgegen.
Über 1300 Seiten umfasst die Kampagne in der Dungeons & Dragons 4th Edition – Version. Daneben erschien sie ebenfalls für D&D 5th und Level Up. Im Kern behandelt die Kampagne eine riesige Verschwörung mit weltumspannenden Plänen. Die Spielfiguren sind Agenten einer Behörde und geraten immer tiefer in den Sog der Drahtzieher und deren Geheimnisse. Und die haben es nicht nur in sich, sie sind glaubwürdig, spannend, interessant und handeln mit allen Mitteln, die sie zur Verfügung haben. Und dabei geht die Kampagne schon mit dem ersten Abenteuer auf Stufe 1 (Stufe 3 bei der 5th Edition) richtig in die Vollen! Stichworte hierzu wären: Attentat auf den König vermeiden, Invasion und Infiltration einer Inselfestung, geheime Grabungsstätten, mächtiger Stufe 20 Feenkrieger, Intrigen und Verrat.
Zum Setting selbst lasse ich die offizielle Seite zu Wort kommen:
„The ZEITGEIST setting is a step away from traditional fantasy. In many parts of the world, day to day existence is much unchanged from how folks lived centuries ago. Fey trickery, prowling monsters, and roaming brigands pose as great a threat as ever. Priests and druids offer guidance, and it’s possible to live all one’s entire years without seeing a steam engine.
Yet though this is a land born from magic, a revolution of ironclad industry is reshaping nations. Railroads slice through the countryside, driving horrors from their wilderness lairs to new urban labyrinths. Heroes and scoundrels stroll smoggy streets in top hats and tails, battling with pistols or enchanted arcane fusils. Printing presses publish philosophical revolutions and conspiratorial ramblings, inspiring fresh frights to prowl the shadows between gas-lights under skies darkened by soot and steam.
Every nation is at an inflection point, every ideology is vying for influence, and your adventures will shape the spirit of the new age: the zeitgeist.“
Abenteuer 1 legt bereits mit Vollgas losWer darüber hinaus mehr erfahren will: hier gibt es die kostenlosen Player’s und Setting Guides: https://www.adventuresinzeitgeist.com/resources
Wer sehr tiefblickende Eindrücke haben möchte, den verweise ich an Thilo Graf, der hat die komplette Kampagne sehr genau unter die Lupe genommen: https://endzeitgeist.com/zeitgeist-act-investigation-begins/
Die Spielfiguren werden es mit scheinbar übermächtigen Gegner zu tun bekommenWer den beiden Links folgt und sie sichtet, wird eine Ahnung bekommen, warum diese Kampagne auf meiner Liste steht. Ich rechne mit vielen vielen Sitzungen. Und viel Arbeit auf beiden Seiten des Tisches: ich als Spielleiter möchte die bestmögliche Erfahrung geben mit Props, zusätzlichen Handouts, Gelände und Set Pieces, vielleicht auch mal Audiomaterial und und und. Meine Spieler bereiten sich auf Tagebücher, Notizen und Berichte vor, denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie die Informationen gut zusammenhalten müssen.
Spielen würde ich das Teil tatsächlich am liebsten mit der 4th Edition, denn hier kann diese Edition ihre unterschätzten Stärken zeigen. Den Umfang der Kampagne kann ich nur schlecht beurteilen, aber es wird eine epische Reise am Tisch, und das wohl für ein paar Jahre.
Habt ihr von dieser Kampagne bereits gehört, gelesen, gespielt? Oder welche Kampagnen beschäftigen euch derart wie mich Zeitgeist?
-grannus-
#CampaignEveryOtherDay2024 #DD #DungeonsDragons #Kampagnen #pnpde #Rollenspiel #rpgaday2024
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Natürlich hätte ich den Titel „Strolche & Dolche“ besser gefundenSelten hat mich ein System mechanisch so fasziniert wie Blades in the Dark. Die kleinen Zahnräder des Systems greifen perfekt ineinander und fusionieren so zu einem wunderschönen Gesamtwerk. Kombiniert mit einem spannenden Setting, vielen unterschiedlichen Fraktionen, interessanten Besonderheiten und einem klar begrenzten Raum, rundet das Werk dann vollends ab.
Blades in the Dark spielt sich für mich wie eine TV-Serie und wird, wie früher Shadowrun, in Sessions und Seasons unterteilt. 10 Sessions bilden dabei eine Season, wobei jede Season ein eigenes Thema hat.
Für eine Season gestalte ich dann – zuerst nur für mich als Spielleiter- einen Kampagnenrahmen:
Man nehme ein starkes und eindeutiges Thema, das im Bestfall keine zusätzlichen Informationen benötigt, z.B.„Aufstieg und Fall der Leviathane“
In diesem Kampagnenrahmen werden folgende Fraktionen von mir als Akteure festgelegt:
- The Leviathan Hunters
The daring captains and crews that grapple with titanic demons of the Void Sea to drain their blood for processing into electroplasm. - Sparkwrights
The engineers who maintain the lightning barriers. Also pioneers of new technology, often indulging in dangerous research. - Ministry of Preservation
The governmental body of the Imperium that oversees all transportation between cities and the disbursement of food and other vital resources.
Diese drei Fraktionen stehen in einem Beziehungsgeflecht, welches nun auf die Aktionen der Spielfiguren wartet.
Zusammen mit diesen Fraktionen werden noch ein paar wichtige NSC auf ein A2-Blatt aufgeschrieben.Gemeinsam mit diesem Sheet werden nun die Spielfiguren und die Crew entwickelt, und zwar direkt so, dass sie in irgendwelchen Verbindungen mit den etablierten Fraktionen und Personen stehen. Dafür gibt es bei der Erstellung für jede Spielfigur noch einen Fragebogen (entlehnt aus Urban Shadows), auf den zb stehen:
„Für wen hast du zuletzt gearbeitet?“
„Wem schuldest du einen Gefallen?“
„Wer hat dich in der Vergangenheit über den Tisch gezogen?“
usw.Natürlich dürfen die Spieler sich auch gegenseitig in die Verantwortung nehmen. Spannender sind jedoch Verpflichtungen und Gefälligkeiten gegenüber NSC.
Am Ende werden, ähnlich wie in Beyond the Wall, neue Figuren, Orte und vielleicht auch Fraktionen auf dem Sheet etabliert, ein Netzwerk aus Beziehungen und Vorgeschichten entsteht. Die Spieler sind sich von Anfang an bewusst, worum es grob in diesem Kampagnenrahmen geht und stellen sich und ihre Figuren darauf ein.
Und dann geht die Action direkt los, denn bei maximal 10 Spielsitzungen kann man es direkt von Anfang an knallen lassen. Meiner Erfahrung nach ist diese direkte und offene Kommunikation des Themas und des Umfangs Gold wert und die Spieler bemühen sich von Anfang an, sich in diese Kampagne einzubringen. Und oft genug wird man bereits bei der Erstellung der Figuren überrascht und erlebt schöne Momente des Rollenspiel.
Und alle am Tisch können sich sicher sein, dass am Ende der Season das Setting anders sei wird wie zu Beginn. Und damit setzt man den Status Quo für die nächste Season mit einem anderen Thema.
-grannus –
https://kritischerfehlschlag.de/2024/08/20/campaign-every-other-day-2024-teil-7-strolche-dolche/
#Bladesinthedark #CampaignEveryOtherDay2024 #DIY #Kampagnen #pnpde #Rollenspiel #rpgaday2024
- The Leviathan Hunters
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Rpg-a-day ist mal wieder. Und mit den Themen 2024 kann ich – ohne das jetzt ausführen zu müssen-einfach nichts anfangen. Also eigene Themen, die mir am Herzen liegen. Nach einem brainstorming mit blut_und_glas kam das Thema der Kampagnen(konzepte) auf. Ich fand dieses Thema so spannend, dass ich es zu den anderen Autoren hier brachte, und zusammen entschieden wir, dieses Projekt im August gemeinsam auf die Beine zu stellen.
Rollenspiel ist ein sehr langlebiges und ausdauerndes Hobby, so viel ist klar. Man kann mehrere Leben mit Kampagnen, Modulen, Ideen und spannenden Figuren füllen, ohne dass Langeweile aufkommt. Dazu kommt noch, dass wir je nachdem mit verschiedenen Leuten über die Jahre und Jahrzehnte spielen, also ist auch hier Abwechslung garantiert.
Während der Corona-Jahre und der Geburt meiner Tochter war ich nicht im Zock drin, habe aber (ebenso wie dieses Jahr mit dem zweiten Kind) viel Zeit in dunklen Räumen oder mit dem Baby in der Trage an der frischen Luft verbracht. Da hat man dann doch mal mehr oder weniger Zeit, um sich mit dem Hobby zu beschäftigen, zwar lediglich in der Theorie und Planung, aber immerhin.
Und genau in diesen Phasen kam mir der Gedanke:
Was möchte ich bis zum Rentenalter in meinem Hobby eigentlich noch alles erleben?
Aus beruflichen Gründen weiß ich, dass man jene Dinge, für die man im Leben brennt, erledigen sollte, solange die Zeit dafür ist und eben nicht bis zur Zeit der Rente warten.
Also überlegte und sortierte ich all meine Ideen, Wünsche und spannendes Material, schrieb Listen, träumte Tagträume – revidierte immer wieder – und hatte am Ende eine gute Vorstellung davon, was ich die nächsten knapp 30 Jahre so gerne spielen würde.
Ab und an kommen noch neue Ideen dazu. Viele verschwinden aber nach kurzer Zeit wieder. Eine Priorisierung findet selten statt, man wird sehen, wie es kommt.
Soviel also zur Einleitung und meinen Beweggründen. Legen wir los!
Berge des Wahnsinns – Directors Cut
Ursprünglich war ich hauptsächlich in der Cthulhu / Horror – Ecke heimisch. Und diese Kampagne gilt als Monstrum. Für eine deutsche Version gab es 2014 ein sehr erfolgreiches Crowdfunding (https://www.startnext.com/berge-des-wahnsinns/mehr-Infos), und somit gelang ich damals auch in den Besitz des schicken Buches.
Es dauerte jedoch nicht lange, um zu bemerken, dass die Kampagne, wie sie im Buch existiert, sehr sehr viele Sachen nicht gut macht. Dennoch versammelte ich irgendwann meine Gruppe, um die Kampagne anzugehen.
Dazu verwendeten wir eine abgeänderte Regelversion von Blades in the Dark (ich nannte es liebevoll Blades against Cthulhu). Das System hat wunderbar auf unser Spiel und die Kampagne reagiert, doch am Ende habe ich die Kampagne abgebrochen – sie war für mich als Spielleiter so nicht spielbar. Nie konnte dieses Werk meine Vorstellungen einer spannenden Kampagne in den Bergen des Wahnsinns gerecht werden.
Character-Sheets der HeldenAuf einer anRUFung (https://www.deutschelovecraftgesellschaft.de/category-article-list/14-anrufung/) gab ich in einer Bierlaune von mir, dass man auch solche epischen Kampagnen innerhalb kürzester Zeit spielen könnte, man würde dafür nicht Jahre brauchen müssen. Die meisten Spielrunden würden es womöglich kaum aus New York raus schaffen, ohne die Nerven zu verlieren.
Aber so bekloppt ist die Idee gar nicht. Sofern man die Kampagne auf ihre Kernidee beschneiden würde – die Expedition in die Berge, die Erkundung der Stadt und den Horror vor Ort, dann könnte man daraus ein echt gutes Abenteuer draus machen. Denn auch wenn ich jetzt schlecht über die Kampagne rede, hat sie echt ein paar wirklich tolle Highlights, für die es sich lohnt.
Meine Idee wäre es also, den Kern der Kampagne auszuarbeiten – die Berge und die Stadt. Als Regelsystem werde ich bei meiner Blades-Variante bleiben. Weil es scheinbar wichtig war, die Vorkehrungen für die Expedition so groß im Spiel anzulegen, würde ich für das Flair diesen Part auch irgendwie einbauen. Entweder mit Microscope (https://www.drivethrurpg.com/de/product/91183/Microscope) oder ganz in der Tradition von Blades in the Dark als Flashbacks. Und dann geht es auch ruckzuck in die Antarktis zur eigentlichen Expedition.
Ergebnisoffen, sandboxig, mit spannenden Inhalten zu entdecken und einem wirklich epischen Set. Den Rest liefern die Spieler und die Natur der Regeln. Was braucht man mehr? Für dieses Projekt würde ich mal ganz grob 20 bis maximal 25 Sessions ‚a 3 Stunden veranschlagen.
-grannus-
https://kritischerfehlschlag.de/2024/08/01/against-the-rpg-a-day-2024-teil-1/
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