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#oldschool — Public Fediverse posts

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  1. [Dungeon-Cluster] Kobold-Kult des Finstergrolls

    In der Reihe Dungeon-Cluster kommt hier mein erster Entwurf. Bleibt hoffentlich auch nicht der letzte und kann vielleicht ein bisschen als Beispiel und Vorlage dienen. Dies ist ein von mir sehr erprobter Cluster, den ich so oder so ähnlich schon mehrfach eingesetzt habe. Der funktioniert einfach und ist relativ leicht mit verschiedenen anderen Dungeon-Bewohnern kombinierbar.

    Beschreibung des Clusters (Freitext)

    Das Koboldlager des Finstergroll-Kultes ist um die kultische Verehrung eines gigantischen Purpurwurms namens „Finstergroll“ aufgebaut. Ihrem Wurmgott opfern die Kobolde alles Mögliche. Bevorzugt andere Bewohner*innen des Dungeons. Finstergroll ist allerdings schon seit vielen Jahren tot. Ein Umstand, den die herrschende Koboldklasse, die Priesterschaft, zu verschleiern versucht.

    Wie gefährlich ist dieser Cluster? (Wie tief im Dungeon?)

    Der Koboldstamm des Finstergroll-Kultes ist groß und für Kobolde außerordentlich aggressiv. Darum ist er eher für die zweite Ebene eines Dungeons geeignet. Auf der ersten müsste man die Anzahl der Bewohner ungefähr halbieren.

    Wer wohnt in diesem Cluster?

    Kobolde sind nicht besonders gefährlich. Dafür meistens in der Überzahl. Sie sind außerdem geschickt darin, einfache, aber wirkungsvolle Fallen zu stellen.

     TWTPAngriffeRKRWBWEPBesonderheitKobold1w42Waffe (1w6)7 (12)1865Angriffsmalus von -1 bei hellem Licht.

    Die Priester*innen des Wurms, die in mehr schlecht als recht zusammengebastelten Wurmkostümen herumlaufen, sind etwas wohlgenährter und kräftiger.

     TWTPAngriffeRKRWBWEPBesonderheitWurmpriester*in2w45Waffe (1w6)5 (14)16615Angriffsmalus von -1 bei hellem Licht.

    Wer ist die/der Anführer*in?

    Der Finstergroll-Kult wird von der Hohepriesterin Ixaxl angeführt. Sie trägt ein besonders eindrucksvolles Wurmkostüm. Ihre Macht wird legitimiert dadurch, dass sie die Stimme des Wurms hören und interpretieren kann.

    Eine Gruppe von Kobolden um die ungewöhnlich hochgewachsene Kriegerin Jaux (fast anderthalb Meter groß) begegnet der angeblichen Gabe von Ixaxl mit zunehmendem Argwohn.

    Wieviele Bewohner*innen gibt es?

    Das Koboldlager besteht insgesamt aus gut 100 Kobolden. Davon sind 40 Kämpferinnen und Kämpfer und weitere 12 Priesterinnen und Priester. Die restlichen Kobolde sind entweder zu alt oder zu jung, um aktiv zu kämpfen.

    Was will diese Fraktion (Want)?

    Der Finstergroll-Kult opfert alles halbwegs Wertvolle dem großen Wurm Finstergroll. Besonders gerne auch Lebewesen. In einem großen Spektakel werden jeden Mittwoch Schätze und Gefangene rituell in das große Wurmloch geworfen. Besonders glänzende Schätze landen erstaunlicherweise aber auch oft im Quartier der Priesterschaft.

     Was bewacht sie (Ressource)?

    Der Finstergroll-Kult stiehlt nicht nur alles, was nicht Niet- und Nagelfest ist, er entführt auch Leute. Außerdem führt das große Wurmloch drei Ebenen in die Tiefe. Abenteurer könnten also auf der Suche nach verlorenen Schätzen, Gefangenen oder einem Weg nach unten das Lager des Finstergroll-Kultes aufsuchen.

    Wovon ernähren sich die Bewohner*innen?

    Kobolde sind nicht sehr wählerisch. Sie bauen Pilze an, die sehr nahrhaft sein können. Manche davon für Nicht-Kobolde allerdings ungenießbar bis hochgiftig.

    Sie fressen allerdings auch Fleisch, wobei sie Ratten und andere Nagetiere bevorzugen. Andere Humanoide landen zumindest beim Finstergroll-Kult nicht auf der Speisekarte.

    Kobolde lieben jede Art von Alkohol und brauchen nicht viel davon, um in Vollrausch zu geraten. Wie man ihn selber herstellt, hat dieser Stamm noch nicht herausgefunden.

    Welche Räume bewohnen sie?

    1. Fallengang: Ein langer Gang mit verschiedenen primitiven, aber wirkungsvollen Fallen. Neben dem Gang ist ein zweiter, viel engerer Gang angelegt, durch den sich Kobolde gerade so durchquetschen können. Alle paar Schritte gibt es Schießscharten in den Hauptgang.

    2. Eingangshöhle: Eine große, aber etwas skurrile, aus unbehauenen Steinen gebaute Skulptur eines Purpurwurms beherrscht die Eingangshöhle. Zu ihren nicht vorhandenen Füßen wird stets ein großes Feuer lebendig gehalten. Die einzige Lichtquelle in der ganzen Koboldhöhle. Drumherum sind immer ein halbes Dutzen Wächter*innen postiert.

    3. Wohnhöhle: In dieser sehr großen Höhle sind aus allerlei Schrott und Müll gebaute Verschläge, in denen die Kobolde hausen, wild verteilt. Von einigen Stalaktiten tropft beständig Wasser, das in Behältern aufgefangen wird.

    4. Pilzhöhle: Eine große, feuchte Höhle, in der überall Pilze wachsen. Einige besonders alte Kobolde kümmern sich um die Aufzucht und streiten sich permanent darüber, wieviel Wasser, Erde, Licht, et cetera welche Pilze brauchen. Diese Kobolde wissen wirklich alles über Pilze.

    5. Verlies: Aus Holzresten und einigen Metallstücken befinden sich hier grob zusammengezimmerte Käfige verschiedenster Größe. Einige Kobolde passen hier auf eventuelle Gefangene auf, bis sie dem Wurm Finstergroll geopfert werden.

    6. Das Loch: Ein Loch im Boden mit etwa 6 Metern Durchmesser, das offensichtlich sehr tief hinab führt. Genauer gesagt bis zu drei Ebenen tiefer im Dungeon. Über das Loch sind einige Planken gelegt, die nicht sehr vertrauenerweckend aussehen. Um das Loch herum befinden sich Aufbauten, die grob an Tribünen erinnern.

    7. Sanktum: Die Verschläge der Priester*innen sind etwas weniger schäbig als die der restlichen Kobolde. Insbesondere im Quartier der Hohepriesterin sind viele glänzende Dinge zu finden.

    Wie riecht es in diesem Cluster und wie ist die Beleuchtung?

    Obwohl Kobolde schuppen haben, ist diesem Lager ein ausgeprägter Geruch nach nassem Hund zu eigen. Das gesamte Lager hat eine einzige Lichtquelle: Ein großes Feuer in der Eingangshöhle.

    Akutes Problem der Fraktion

    Die Pilzernte fällt in letzter Zeit immer magerer aus. Trotzdem besteht die Priesterschaft darauf, den Großteil der erbeuteten Nahrung dem Wurm zu opfern. Die Kobolde bekommen langsam ein echtes Nahrungsproblem.

    Interner Konflikt innerhalb der Fraktion

    Eine Gruppe um die Kriegerin Jaux fängt an, Fragen zu stellen. Das ist schlecht für die Hohepriesterin Ixaxl, weil sie genau weiß, dass der große Wurm Finstergroll nicht mehr lebt. Wenn die anderen Kobolde das herausfinden, fliegt sie wahrscheinlich als nächste ins Loch.

    Verlassen die Bewohner*innen oft ihr Cluster?

    Es sind fast ständig Kobolde im Rest des Dungeons und manchmal auch an der Oberfläche unterwegs. Sie suchen immer Dinge und Leute, die sie dem Wurm opfern können. Meist sind sie mindestens zu sechst.

    Verhalten gegenüber Abenteurer*innen außerhalb des Clusters

    Je nach Ausrüstung und Ausstrahlung der Abenteurer*innen werden die Kobolde vermutlich versuchen, sich verborgen zu halten. Ist jemand aus der Priesterschaft dabei, kann die Koboldtruppe aggressiver sein und versuchen, die Abenteurer*innen in Fallen zu locken. Mit etwas Fingerspitzengefühl (und etwas bedrohlichem Gebahren) kann man durchaus vernünftig mit den Kobolden reden. Aus einem offenen Kampf werden Kobolde immer fliehen.

    Verhalten gegenüber Abenteurer*innen, die das Cluster betreten

    Wenn Leute ohne Einladung das Lager betreten, werden die Kobolde nicht zögern, ihr Gebiet mit Gewalt zu verteidigen. Sie können aber diplomatisch beschwichtigt werden. Insbesondere, wenn man dem Wurm huldigt. Leute in wurmiger Kleidung könnten bevorzugt behandelt werden.

    Verhalten gegenüber anderen Dungeon-Bewohner*innen (humanoid)

    Wer schwächer ist als 2 Kobolde ist potenziell ein Opfer für den Wurm. Wer stärker ist, wird tendenziell lieber umgangen.

    Verhalten gegenüber anderen Dungeon-Bewohner*innen (monströs)

    Alles was kleiner ist als ein Kobold, ist tendenziell Futter. Bei allem, was größer ist, setzt der evolutionär bedingte Instinkt ein, es anzubeten. Dieser überschreibt in der Regel den bei allen anderen humanoiden normalen Fight-or-Flight-Instinkt.

    Jetzt bist du dran!

    Ein einzelner Cluster ist nur ein Baustein. Interessant wird es, wenn viele davon zusammenkommen. Gebastelt von verschiedenen Köpfen, mit unterschiedlichen Ideen davon, wer da unten eigentlich wohnt und warum.

    Damit die Bausteine zueinander passen, ein paar Mindestvorgaben:

    • Umfang: 3 bis 6 Räume pro Cluster. Cluster mit einem einzelnen Raum sind okay, der muss dann aber schon echt interessant sein.
    • Machtniveau: Gib an, für welche Dungeon-Tiefe dein Cluster gedacht ist. Oberflächennah, mittlere Ebene oder tief. Das erleichtert später das Zusammensetzen.
    • System: Bitte entweder mit Werten für Swords & Wizardry oder systemneutral.
    • Keine Festlegung auf eine bestimmte Spielwelt. Verzichte möglichst auf Eigennamen von Göttern, Reichen oder Regionen, die nur in deiner Kampagne existieren. Oder erkläre sie sehr knapp im Freitext.

    Eine Karte ist ausdrücklich nicht erforderlich. Wenn du eine zeichnest: gerne, aber eine Raumliste genügt.

    Wie du teilnimmst

    1. Schreib deinen Beitrag auf deinem eigenen Blog.
    2. Setz [Dungeon Cluster] an den Anfang des Beitragstitels. So sind alle Beiträge auf einen Blick erkennbar.
    3. Verlinke irgendwo im Text den Ursprungsartikel.

    Du hast keinen Blog? Kein Problem. Schick dein Cluster an [email protected] oder sag auf Discord Bescheid.

    MfG,

    Seba

    #DIY #DungeonCluster #DungeonDesign #Oldschool #OSR #pnpde #Rollenspiel
  2. [Dungeon-Cluster] Kobold-Kult des Finstergrolls

    In der Reihe Dungeon-Cluster kommt hier mein erster Entwurf. Bleibt hoffentlich auch nicht der letzte und kann vielleicht ein bisschen als Beispiel und Vorlage dienen. Dies ist ein von mir sehr erprobter Cluster, den ich so oder so ähnlich schon mehrfach eingesetzt habe. Der funktioniert einfach und ist relativ leicht mit verschiedenen anderen Dungeon-Bewohnern kombinierbar.

    Beschreibung des Clusters (Freitext)

    Das Koboldlager des Finstergroll-Kultes ist um die kultische Verehrung eines gigantischen Purpurwurms namens „Finstergroll“ aufgebaut. Ihrem Wurmgott opfern die Kobolde alles Mögliche. Bevorzugt andere Bewohner*innen des Dungeons. Finstergroll ist allerdings schon seit vielen Jahren tot. Ein Umstand, den die herrschende Koboldklasse, die Priesterschaft, zu verschleiern versucht.

    Wie gefährlich ist dieser Cluster? (Wie tief im Dungeon?)

    Der Koboldstamm des Finstergroll-Kultes ist groß und für Kobolde außerordentlich aggressiv. Darum ist er eher für die zweite Ebene eines Dungeons geeignet. Auf der ersten müsste man die Anzahl der Bewohner ungefähr halbieren.

    Wer wohnt in diesem Cluster?

    Kobolde sind nicht besonders gefährlich. Dafür meistens in der Überzahl. Sie sind außerdem geschickt darin, einfache, aber wirkungsvolle Fallen zu stellen.

     TWTPAngriffeRKRWBWEPBesonderheitKobold1w42Waffe (1w6)7 (12)1865Angriffsmalus von -1 bei hellem Licht.

    Die Priester*innen des Wurms, die in mehr schlecht als recht zusammengebastelten Wurmkostümen herumlaufen, sind etwas wohlgenährter und kräftiger.

     TWTPAngriffeRKRWBWEPBesonderheitWurmpriester*in2w45Waffe (1w6)5 (14)16615Angriffsmalus von -1 bei hellem Licht.

    Wer ist die/der Anführer*in?

    Der Finstergroll-Kult wird von der Hohepriesterin Ixaxl angeführt. Sie trägt ein besonders eindrucksvolles Wurmkostüm. Ihre Macht wird legitimiert dadurch, dass sie die Stimme des Wurms hören und interpretieren kann.

    Eine Gruppe von Kobolden um die ungewöhnlich hochgewachsene Kriegerin Jaux (fast anderthalb Meter groß) begegnet der angeblichen Gabe von Ixaxl mit zunehmendem Argwohn.

    Wieviele Bewohner*innen gibt es?

    Das Koboldlager besteht insgesamt aus gut 100 Kobolden. Davon sind 40 Kämpferinnen und Kämpfer und weitere 12 Priesterinnen und Priester. Die restlichen Kobolde sind entweder zu alt oder zu jung, um aktiv zu kämpfen.

    Was will diese Fraktion (Want)?

    Der Finstergroll-Kult opfert alles halbwegs Wertvolle dem großen Wurm Finstergroll. Besonders gerne auch Lebewesen. In einem großen Spektakel werden jeden Mittwoch Schätze und Gefangene rituell in das große Wurmloch geworfen. Besonders glänzende Schätze landen erstaunlicherweise aber auch oft im Quartier der Priesterschaft.

     Was bewacht sie (Ressource)?

    Der Finstergroll-Kult stiehlt nicht nur alles, was nicht Niet- und Nagelfest ist, er entführt auch Leute. Außerdem führt das große Wurmloch drei Ebenen in die Tiefe. Abenteurer könnten also auf der Suche nach verlorenen Schätzen, Gefangenen oder einem Weg nach unten das Lager des Finstergroll-Kultes aufsuchen.

    Wovon ernähren sich die Bewohner*innen?

    Kobolde sind nicht sehr wählerisch. Sie bauen Pilze an, die sehr nahrhaft sein können. Manche davon für Nicht-Kobolde allerdings ungenießbar bis hochgiftig.

    Sie fressen allerdings auch Fleisch, wobei sie Ratten und andere Nagetiere bevorzugen. Andere Humanoide landen zumindest beim Finstergroll-Kult nicht auf der Speisekarte.

    Kobolde lieben jede Art von Alkohol und brauchen nicht viel davon, um in Vollrausch zu geraten. Wie man ihn selber herstellt, hat dieser Stamm noch nicht herausgefunden.

    Welche Räume bewohnen sie?

    1. Fallengang: Ein langer Gang mit verschiedenen primitiven, aber wirkungsvollen Fallen. Neben dem Gang ist ein zweiter, viel engerer Gang angelegt, durch den sich Kobolde gerade so durchquetschen können. Alle paar Schritte gibt es Schießscharten in den Hauptgang.

    2. Eingangshöhle: Eine große, aber etwas skurrile, aus unbehauenen Steinen gebaute Skulptur eines Purpurwurms beherrscht die Eingangshöhle. Zu ihren nicht vorhandenen Füßen wird stets ein großes Feuer lebendig gehalten. Die einzige Lichtquelle in der ganzen Koboldhöhle. Drumherum sind immer ein halbes Dutzen Wächter*innen postiert.

    3. Wohnhöhle: In dieser sehr großen Höhle sind aus allerlei Schrott und Müll gebaute Verschläge, in denen die Kobolde hausen, wild verteilt. Von einigen Stalaktiten tropft beständig Wasser, das in Behältern aufgefangen wird.

    4. Pilzhöhle: Eine große, feuchte Höhle, in der überall Pilze wachsen. Einige besonders alte Kobolde kümmern sich um die Aufzucht und streiten sich permanent darüber, wieviel Wasser, Erde, Licht, et cetera welche Pilze brauchen. Diese Kobolde wissen wirklich alles über Pilze.

    5. Verlies: Aus Holzresten und einigen Metallstücken befinden sich hier grob zusammengezimmerte Käfige verschiedenster Größe. Einige Kobolde passen hier auf eventuelle Gefangene auf, bis sie dem Wurm Finstergroll geopfert werden.

    6. Das Loch: Ein Loch im Boden mit etwa 6 Metern Durchmesser, das offensichtlich sehr tief hinab führt. Genauer gesagt bis zu drei Ebenen tiefer im Dungeon. Über das Loch sind einige Planken gelegt, die nicht sehr vertrauenerweckend aussehen. Um das Loch herum befinden sich Aufbauten, die grob an Tribünen erinnern.

    7. Sanktum: Die Verschläge der Priester*innen sind etwas weniger schäbig als die der restlichen Kobolde. Insbesondere im Quartier der Hohepriesterin sind viele glänzende Dinge zu finden.

    Wie riecht es in diesem Cluster und wie ist die Beleuchtung?

    Obwohl Kobolde schuppen haben, ist diesem Lager ein ausgeprägter Geruch nach nassem Hund zu eigen. Das gesamte Lager hat eine einzige Lichtquelle: Ein großes Feuer in der Eingangshöhle.

    Akutes Problem der Fraktion

    Die Pilzernte fällt in letzter Zeit immer magerer aus. Trotzdem besteht die Priesterschaft darauf, den Großteil der erbeuteten Nahrung dem Wurm zu opfern. Die Kobolde bekommen langsam ein echtes Nahrungsproblem.

    Interner Konflikt innerhalb der Fraktion

    Eine Gruppe um die Kriegerin Jaux fängt an, Fragen zu stellen. Das ist schlecht für die Hohepriesterin Ixaxl, weil sie genau weiß, dass der große Wurm Finstergroll nicht mehr lebt. Wenn die anderen Kobolde das herausfinden, fliegt sie wahrscheinlich als nächste ins Loch.

    Verlassen die Bewohner*innen oft ihr Cluster?

    Es sind fast ständig Kobolde im Rest des Dungeons und manchmal auch an der Oberfläche unterwegs. Sie suchen immer Dinge und Leute, die sie dem Wurm opfern können. Meist sind sie mindestens zu sechst.

    Verhalten gegenüber Abenteurer*innen außerhalb des Clusters

    Je nach Ausrüstung und Ausstrahlung der Abenteurer*innen werden die Kobolde vermutlich versuchen, sich verborgen zu halten. Ist jemand aus der Priesterschaft dabei, kann die Koboldtruppe aggressiver sein und versuchen, die Abenteurer*innen in Fallen zu locken. Mit etwas Fingerspitzengefühl (und etwas bedrohlichem Gebahren) kann man durchaus vernünftig mit den Kobolden reden. Aus einem offenen Kampf werden Kobolde immer fliehen.

    Verhalten gegenüber Abenteurer*innen, die das Cluster betreten

    Wenn Leute ohne Einladung das Lager betreten, werden die Kobolde nicht zögern, ihr Gebiet mit Gewalt zu verteidigen. Sie können aber diplomatisch beschwichtigt werden. Insbesondere, wenn man dem Wurm huldigt. Leute in wurmiger Kleidung könnten bevorzugt behandelt werden.

    Verhalten gegenüber anderen Dungeon-Bewohner*innen (humanoid)

    Wer schwächer ist als 2 Kobolde ist potenziell ein Opfer für den Wurm. Wer stärker ist, wird tendenziell lieber umgangen.

    Verhalten gegenüber anderen Dungeon-Bewohner*innen (monströs)

    Alles was kleiner ist als ein Kobold, ist tendenziell Futter. Bei allem, was größer ist, setzt der evolutionär bedingte Instinkt ein, es anzubeten. Dieser überschreibt in der Regel den bei allen anderen humanoiden normalen Fight-or-Flight-Instinkt.

    Jetzt bist du dran!

    Ein einzelner Cluster ist nur ein Baustein. Interessant wird es, wenn viele davon zusammenkommen. Gebastelt von verschiedenen Köpfen, mit unterschiedlichen Ideen davon, wer da unten eigentlich wohnt und warum.

    Damit die Bausteine zueinander passen, ein paar Mindestvorgaben:

    • Umfang: 3 bis 6 Räume pro Cluster. Cluster mit einem einzelnen Raum sind okay, der muss dann aber schon echt interessant sein.
    • Machtniveau: Gib an, für welche Dungeon-Tiefe dein Cluster gedacht ist. Oberflächennah, mittlere Ebene oder tief. Das erleichtert später das Zusammensetzen.
    • System: Bitte entweder mit Werten für Swords & Wizardry oder systemneutral.
    • Keine Festlegung auf eine bestimmte Spielwelt. Verzichte möglichst auf Eigennamen von Göttern, Reichen oder Regionen, die nur in deiner Kampagne existieren. Oder erkläre sie sehr knapp im Freitext.

    Eine Karte ist ausdrücklich nicht erforderlich. Wenn du eine zeichnest: gerne, aber eine Raumliste genügt.

    Wie du teilnimmst

    1. Schreib deinen Beitrag auf deinem eigenen Blog.
    2. Setz [Dungeon Cluster] an den Anfang des Beitragstitels. So sind alle Beiträge auf einen Blick erkennbar.
    3. Verlinke irgendwo im Text den Ursprungsartikel.

    Du hast keinen Blog? Kein Problem. Schick dein Cluster an [email protected] oder sag auf Discord Bescheid.

    MfG,

    Seba

    #DIY #DungeonCluster #DungeonDesign #Oldschool #OSR #pnpde #Rollenspiel
  3. [Dungeon-Cluster] Kobold-Kult des Finstergrolls

    In der Reihe Dungeon-Cluster kommt hier mein erster Entwurf. Bleibt hoffentlich auch nicht der letzte und kann vielleicht ein bisschen als Beispiel und Vorlage dienen. Dies ist ein von mir sehr erprobter Cluster, den ich so oder so ähnlich schon mehrfach eingesetzt habe. Der funktioniert einfach und ist relativ leicht mit verschiedenen anderen Dungeon-Bewohnern kombinierbar.

    Beschreibung des Clusters (Freitext)

    Das Koboldlager des Finstergroll-Kultes ist um die kultische Verehrung eines gigantischen Purpurwurms namens „Finstergroll“ aufgebaut. Ihrem Wurmgott opfern die Kobolde alles Mögliche. Bevorzugt andere Bewohner*innen des Dungeons. Finstergroll ist allerdings schon seit vielen Jahren tot. Ein Umstand, den die herrschende Koboldklasse, die Priesterschaft, zu verschleiern versucht.

    Wie gefährlich ist dieser Cluster? (Wie tief im Dungeon?)

    Der Koboldstamm des Finstergroll-Kultes ist groß und für Kobolde außerordentlich aggressiv. Darum ist er eher für die zweite Ebene eines Dungeons geeignet. Auf der ersten müsste man die Anzahl der Bewohner ungefähr halbieren.

    Wer wohnt in diesem Cluster?

    Kobolde sind nicht besonders gefährlich. Dafür meistens in der Überzahl. Sie sind außerdem geschickt darin, einfache, aber wirkungsvolle Fallen zu stellen.

     TWTPAngriffeRKRWBWEPBesonderheitKobold1w42Waffe (1w6)7 (12)1865Angriffsmalus von -1 bei hellem Licht.

    Die Priester*innen des Wurms, die in mehr schlecht als recht zusammengebastelten Wurmkostümen herumlaufen, sind etwas wohlgenährter und kräftiger.

     TWTPAngriffeRKRWBWEPBesonderheitWurmpriester*in2w45Waffe (1w6)5 (14)16615Angriffsmalus von -1 bei hellem Licht.

    Wer ist die/der Anführer*in?

    Der Finstergroll-Kult wird von der Hohepriesterin Ixaxl angeführt. Sie trägt ein besonders eindrucksvolles Wurmkostüm. Ihre Macht wird legitimiert dadurch, dass sie die Stimme des Wurms hören und interpretieren kann.

    Eine Gruppe von Kobolden um die ungewöhnlich hochgewachsene Kriegerin Jaux (fast anderthalb Meter groß) begegnet der angeblichen Gabe von Ixaxl mit zunehmendem Argwohn.

    Wieviele Bewohner*innen gibt es?

    Das Koboldlager besteht insgesamt aus gut 100 Kobolden. Davon sind 40 Kämpferinnen und Kämpfer und weitere 12 Priesterinnen und Priester. Die restlichen Kobolde sind entweder zu alt oder zu jung, um aktiv zu kämpfen.

    Was will diese Fraktion (Want)?

    Der Finstergroll-Kult opfert alles halbwegs Wertvolle dem großen Wurm Finstergroll. Besonders gerne auch Lebewesen. In einem großen Spektakel werden jeden Mittwoch Schätze und Gefangene rituell in das große Wurmloch geworfen. Besonders glänzende Schätze landen erstaunlicherweise aber auch oft im Quartier der Priesterschaft.

     Was bewacht sie (Ressource)?

    Der Finstergroll-Kult stiehlt nicht nur alles, was nicht Niet- und Nagelfest ist, er entführt auch Leute. Außerdem führt das große Wurmloch drei Ebenen in die Tiefe. Abenteurer könnten also auf der Suche nach verlorenen Schätzen, Gefangenen oder einem Weg nach unten das Lager des Finstergroll-Kultes aufsuchen.

    Wovon ernähren sich die Bewohner*innen?

    Kobolde sind nicht sehr wählerisch. Sie bauen Pilze an, die sehr nahrhaft sein können. Manche davon für Nicht-Kobolde allerdings ungenießbar bis hochgiftig.

    Sie fressen allerdings auch Fleisch, wobei sie Ratten und andere Nagetiere bevorzugen. Andere Humanoide landen zumindest beim Finstergroll-Kult nicht auf der Speisekarte.

    Kobolde lieben jede Art von Alkohol und brauchen nicht viel davon, um in Vollrausch zu geraten. Wie man ihn selber herstellt, hat dieser Stamm noch nicht herausgefunden.

    Welche Räume bewohnen sie?

    1. Fallengang: Ein langer Gang mit verschiedenen primitiven, aber wirkungsvollen Fallen. Neben dem Gang ist ein zweiter, viel engerer Gang angelegt, durch den sich Kobolde gerade so durchquetschen können. Alle paar Schritte gibt es Schießscharten in den Hauptgang.

    2. Eingangshöhle: Eine große, aber etwas skurrile, aus unbehauenen Steinen gebaute Skulptur eines Purpurwurms beherrscht die Eingangshöhle. Zu ihren nicht vorhandenen Füßen wird stets ein großes Feuer lebendig gehalten. Die einzige Lichtquelle in der ganzen Koboldhöhle. Drumherum sind immer ein halbes Dutzen Wächter*innen postiert.

    3. Wohnhöhle: In dieser sehr großen Höhle sind aus allerlei Schrott und Müll gebaute Verschläge, in denen die Kobolde hausen, wild verteilt. Von einigen Stalaktiten tropft beständig Wasser, das in Behältern aufgefangen wird.

    4. Pilzhöhle: Eine große, feuchte Höhle, in der überall Pilze wachsen. Einige besonders alte Kobolde kümmern sich um die Aufzucht und streiten sich permanent darüber, wieviel Wasser, Erde, Licht, et cetera welche Pilze brauchen. Diese Kobolde wissen wirklich alles über Pilze.

    5. Verlies: Aus Holzresten und einigen Metallstücken befinden sich hier grob zusammengezimmerte Käfige verschiedenster Größe. Einige Kobolde passen hier auf eventuelle Gefangene auf, bis sie dem Wurm Finstergroll geopfert werden.

    6. Das Loch: Ein Loch im Boden mit etwa 6 Metern Durchmesser, das offensichtlich sehr tief hinab führt. Genauer gesagt bis zu drei Ebenen tiefer im Dungeon. Über das Loch sind einige Planken gelegt, die nicht sehr vertrauenerweckend aussehen. Um das Loch herum befinden sich Aufbauten, die grob an Tribünen erinnern.

    7. Sanktum: Die Verschläge der Priester*innen sind etwas weniger schäbig als die der restlichen Kobolde. Insbesondere im Quartier der Hohepriesterin sind viele glänzende Dinge zu finden.

    Wie riecht es in diesem Cluster und wie ist die Beleuchtung?

    Obwohl Kobolde schuppen haben, ist diesem Lager ein ausgeprägter Geruch nach nassem Hund zu eigen. Das gesamte Lager hat eine einzige Lichtquelle: Ein großes Feuer in der Eingangshöhle.

    Akutes Problem der Fraktion

    Die Pilzernte fällt in letzter Zeit immer magerer aus. Trotzdem besteht die Priesterschaft darauf, den Großteil der erbeuteten Nahrung dem Wurm zu opfern. Die Kobolde bekommen langsam ein echtes Nahrungsproblem.

    Interner Konflikt innerhalb der Fraktion

    Eine Gruppe um die Kriegerin Jaux fängt an, Fragen zu stellen. Das ist schlecht für die Hohepriesterin Ixaxl, weil sie genau weiß, dass der große Wurm Finstergroll nicht mehr lebt. Wenn die anderen Kobolde das herausfinden, fliegt sie wahrscheinlich als nächste ins Loch.

    Verlassen die Bewohner*innen oft ihr Cluster?

    Es sind fast ständig Kobolde im Rest des Dungeons und manchmal auch an der Oberfläche unterwegs. Sie suchen immer Dinge und Leute, die sie dem Wurm opfern können. Meist sind sie mindestens zu sechst.

    Verhalten gegenüber Abenteurer*innen außerhalb des Clusters

    Je nach Ausrüstung und Ausstrahlung der Abenteurer*innen werden die Kobolde vermutlich versuchen, sich verborgen zu halten. Ist jemand aus der Priesterschaft dabei, kann die Koboldtruppe aggressiver sein und versuchen, die Abenteurer*innen in Fallen zu locken. Mit etwas Fingerspitzengefühl (und etwas bedrohlichem Gebahren) kann man durchaus vernünftig mit den Kobolden reden. Aus einem offenen Kampf werden Kobolde immer fliehen.

    Verhalten gegenüber Abenteurer*innen, die das Cluster betreten

    Wenn Leute ohne Einladung das Lager betreten, werden die Kobolde nicht zögern, ihr Gebiet mit Gewalt zu verteidigen. Sie können aber diplomatisch beschwichtigt werden. Insbesondere, wenn man dem Wurm huldigt. Leute in wurmiger Kleidung könnten bevorzugt behandelt werden.

    Verhalten gegenüber anderen Dungeon-Bewohner*innen (humanoid)

    Wer schwächer ist als 2 Kobolde ist potenziell ein Opfer für den Wurm. Wer stärker ist, wird tendenziell lieber umgangen.

    Verhalten gegenüber anderen Dungeon-Bewohner*innen (monströs)

    Alles was kleiner ist als ein Kobold, ist tendenziell Futter. Bei allem, was größer ist, setzt der evolutionär bedingte Instinkt ein, es anzubeten. Dieser überschreibt in der Regel den bei allen anderen humanoiden normalen Fight-or-Flight-Instinkt.

    Jetzt bist du dran!

    Ein einzelner Cluster ist nur ein Baustein. Interessant wird es, wenn viele davon zusammenkommen. Gebastelt von verschiedenen Köpfen, mit unterschiedlichen Ideen davon, wer da unten eigentlich wohnt und warum.

    Damit die Bausteine zueinander passen, ein paar Mindestvorgaben:

    • Umfang: 3 bis 6 Räume pro Cluster. Cluster mit einem einzelnen Raum sind okay, der muss dann aber schon echt interessant sein.
    • Machtniveau: Gib an, für welche Dungeon-Tiefe dein Cluster gedacht ist. Oberflächennah, mittlere Ebene oder tief. Das erleichtert später das Zusammensetzen.
    • System: Bitte entweder mit Werten für Swords & Wizardry oder systemneutral.
    • Keine Festlegung auf eine bestimmte Spielwelt. Verzichte möglichst auf Eigennamen von Göttern, Reichen oder Regionen, die nur in deiner Kampagne existieren. Oder erkläre sie sehr knapp im Freitext.

    Eine Karte ist ausdrücklich nicht erforderlich. Wenn du eine zeichnest: gerne, aber eine Raumliste genügt.

    Wie du teilnimmst

    1. Schreib deinen Beitrag auf deinem eigenen Blog.
    2. Setz [Dungeon Cluster] an den Anfang des Beitragstitels. So sind alle Beiträge auf einen Blick erkennbar.
    3. Verlinke irgendwo im Text den Ursprungsartikel.

    Du hast keinen Blog? Kein Problem. Schick dein Cluster an [email protected] oder sag auf Discord Bescheid.

    MfG,

    Seba

    #DIY #DungeonCluster #DungeonDesign #Oldschool #OSR #pnpde #Rollenspiel
  4. Warlock! Forever: das Langfristpotenzial des Systems

    Seba hat mich animiert, etwas zu Warlock! zu schreiben, weil ich mich offenbar im System-Matters-Discord-Kanal zum Spiel auffällig verhalten habe. Die Idee: wie taugt das auf Deutsch neu erschienene System auf lange Sicht, d.h. für längere Kampagnen? Vorneweg gleich eine Entschuldigung: ich habe ihm gesagt, dass ich „seit Jahren“ Warlock! spiele. Das ist auch nicht ganz falsch, aber es sind jetzt im Sommer genau drei, nicht wie behauptet vier Jahre. Ich hätte schwören können… aber sei’s drum, 35 Spielabende in drei Jahren sind lange genug für diesen Artikel. Ich habe in der Zeit durchgehend denselben SC gespielt (manchmal war’s knapp!) und nur als Spieler an der Runde teilgenommen.

    Ist Warlock! auch für längere Kampagnen geeignet? Ich denke ja. Ich möchte etwas aufschlüsseln, warum ich das so einschätze, denn ich vermute, dass das Urteil darüber wie so oft in unserem Hobby von den eigenen Erwartungen oder Spielvorlieben abhängt.

    Fangen wir mal mit den Aspekten an, die sich auf lange Sicht als fehlend oder störend herausstellen könnten. So können alle, die sich direkt angesprochen fühlen, Zeit beim Lesen des Artikels sparen 😊

    Warlock! bietet keine spielmechanische Entwicklung der SC zu Superhelden. Die Figuren werden mit der Zeit spürbar kompetenter, ein Machtniveau wie z.B. bei D&D 5 wird aber bei weitem nicht erreicht. Die Herausforderungen werden etwas größer, mit der Tarraske werdet ihr es bei Warlock! aber eher nicht zu tun bekommen. Es gibt keine auswählbaren neuen Kampffähigkeiten, Subklassen oder Fertigkeitenbäume und dementsprechend keine großartige Option zu „Builds“. Die Machtkurve der Magieanwendung verläuft mit sanfter Steigung, nicht exponentiell oder in klar vorgegebenen Stufen mit mächtiger werdenden Zaubersprüchen. Auch findet man keine eigenen Subsysteme wie Magieschulen oder Zauberkombos. Langzeitmotivation aus solchen Elementen wird es also kaum geben.

    Dasselbe Bild bei der Ausrüstung: wer den Monty Haul mit kistenweise Schwertern +5, einem 50-Liter-Fass selbstgebrauter Heiltränke und an jedem Finger einen Ring der magischen Geschosse schätzt, wird bei Warlock! nicht bedient. Je nach Spielstil könnte zudem für längere Runden ein Mangel an Regeln für Gefolgsleute, Reisen (egal ob klassisch über Land oder per Schiff, Fluggefährt oder anderem Fortbewegungsmittel) sowie für Massenschlachten und Kämpfe zu Pferd, auf Schiffen o.ä. zu Schwierigkeiten führen – dazu jedoch ganz unten noch einige Anmerkungen.

    Was hat Warlock! dann langfristig zu bieten? (Warnhinweis: Wie oft im Oldschool-Rollenspiel-Bereich hängt dabei einiges von der Interpretation des Ganzen durch die Spielleitung und von der Eigenmotivation der Gruppe ab!)

    Auch ohne Talentbaum gibt es spielmechanische Entwicklung. Der Zuwachs an Fertigkeiten ist kontinuierlich und langsam, mit der Zeit aber spürbar. Da es nach den meisten Abenteuern oder Spielabenden „Aufstiege“ gibt, hat man fast immer etwas zu steigern (hmmm, Dopamin!). Ein SC wird wahrscheinlich nach der Startlaufbahn eine zweite Laufbahn dazubekommen, dann mit Glück und Geschick eine (oder mehrere!) Fortgeschrittene und (zumindest auf Englisch) sogar eine Expertenlaufbahn erlangen können. Generell gibt es brutal viele Laufbahnen, die noch dazu recht leicht selber zu basteln sind. Weder das Erstellen eines neuen Charakters nach dem verfrühten Ableben des alten noch die Entwicklung über längere Zeit werden da langweilig, zumal die Laufbahnen mit ihren geforderten Gegenständen, Ressourcen und anderen Eigenheiten in sich für dauernde Abenteuermotivation sorgen. Auch die Suche nach neuen Zaubern (nicht vergessen: bei Warlock! ist jede:r zauberkundig!) motiviert auf lange Sicht. Durch die große und leicht erweiterbare Auswahl an Zaubern sowie den Blumenstrauß an Fertigkeiten kommt Abwechslung ins Würfeln, wenngleich natürlich manche häufiger genutzt werden als andere (Seitenblick zu Aufmerksamkeit…)

    Das Laufbahnsystem kombiniert mit den „Aufstiegen“ finde ich sehr natürlich, es passiert fast immer was und es gibt Ziele, auf die man hinarbeiten kann. Man kann sich jedoch auch überraschen lassen – die Charakterentwicklung kann (und wird wahrscheinlich) passend zu den tatsächlich erlebten Abenteuern verlaufen. Das bringt Unvorhersehbarkeit und ein literarisches Element (Barbarians of Lemuria macht das ähnlich, inspiriert von einschlägigen Büchern, in denen die Helden auch in alle möglichen Rollen schlüpfen). Spielmechanische und erzählerische Entwicklung sind bei Warlock! schön verflochten. Auch die laut Regelbuch zufällige Auswahl der Startlaufbahnen in Kombination mit jeweiligen Zufallstabellen und den drei ausgewürfelten Charaktereigenschaften macht die Sache unplanbar und damit aus meiner Sicht reizvoll. Das Tempo der SC-Entwicklung ist durch das System der Aufstiege ganz gut anpassbar, es gibt keine statischen EP-Tabellen oder vorgeschriebenen Meilenstein, ein „Ende“ der Entwicklung ist nicht vorgegeben.

    Die Aufstiege sind aus meiner Sicht am ehesten der Punkt, an dem das System langfristig kippen kann. Gibt die SL zu viele davon aus, erreichen die SC schnell die Grenzen der Laufbahnen, und wenn dann nicht bald eine neue Laufbahn möglich wird (also die benötigte Ausrüstung und am besten eine story-mäßige Rechtfertigung für den Wechsel vorhanden sind), dann sitzt man erstmal da und sammelt weiter Aufstiege auf seinem Charakterbogen. Gibt es zu wenige Aufstiege, bewegt man sich lange bis sehr lange im „Mudcore“- oder „Bauerngaming“-Bereich, was nicht allen Runden gefallen dürfte. Das Regelbuch schlägt 1 bis 3 Aufstiege pro Sitzung vor.

    Mein Vorschlag: die Spielabende meiner Gruppe dauern üblicherweise 2 bis 3 Stunden. Wenn die Gruppe dabei etwas erreicht, finde ich 1 bis 2 Aufstiege angemessen, letzteres aber eher wenn es schon nennenswerten Fortschritt gab (z.B. mehrere Begegnungen oder das Überwinden eines größeren Hindernisses). Ich denke, wenn der Spielabend sehr kurz war (weil Chips und Tratsch™) oder die Gruppe so gar nicht vorangekommen ist, darf die SL auch mal 0 Aufstiege verteilen – nicht als Strafe, sondern um sozusagen das Tempo zu halten. 3 (oder mehr) Aufstiege würde ich für den Abschluß von größeren Abenteuern/Geschichten oder für längere Sitzungen verteilen.

    Ich empfehle, die Charakterbögen der Gruppe im Blick zu behalten und ggf. das Vergabetempo zu erhöhen oder zu drosseln. Natürlich darf die SL die Runde auch einfach fragen, ob es passt. Wichtig ist sicherlich auch, in der Spielwelt Möglichkeiten für das Erreichen von Laufbahnvoraussetzungen zu schaffen – wenn SC nur Dungeonabenteuer in abgelegenen Wildnissen erleben, werden sie wahrscheinlich Schwierigkeiten haben, ein Streitross, einen Handelsbrief oder einen Haufen Gefolgsleute zu beschaffen. Am besten auch hier: miteinander sprechen, damit die Vorstellungen aller am Tisch ausgesprochen sind.

    Okay, nochmal zurück zu den vorhandenen langfristig motivierenden Faktoren. Warlock! bietet ab Werk eine Welt die so vage ist, dass man praktisch alles modulartig hineinbauen kann – auch Regeln für Gefolgsleute oder Überlandreisen aus anderen Systemen. Was ihr langfristig spielen wollt, könnt ihr ins System stecken. Viel kaputtgehen kann da nicht. Domänenspiel ist ebenfalls kein Problem. Warlock! hat zwar keine Regeln dafür, aber die Mechanik kriegt ihr falls gewünscht auch anderswo her. Was es hat: allerlei nützliche Fertigkeiten und Unmengen an erzählerischen Anknüpfungspunkten über die Laufbahnen der SC. Hier kann man Diplomatie und Autorität mal richtig raushängen lassen, und Priester, Händler oder Räuberanführerin schreien ja geradezu nach eigenen Domänen. Wenn ihr nicht „hacken“ möchtet, gibt es ein enormes offiziell publiziertes Ausbaupotenzial auf Englisch: Dämonenbeschwörung, Feuerwaffen, Reiseregeln – alles erhältlich.

    Mir macht Warlock! seit Jahren großen Spaß. Mein SC hat mittlerweile zwei Basislaufbahnen abgeschlossen, einiges erlebt und genug Aufstiege für eine Fortgeschrittene Laufbahn beisammen. Er braucht leider noch ein schnelles Pferd oder Kamel dafür, denn wir sind gerade in Fern-Hissain (so viel Sand…). Und ihr könnt das auch haben! Egal ob ihr einen Abenteuerpfad eines anderes Systems adaptiert, wie meine Runde eher modulartig und offen spielt oder euch an die legendäre Warhammer-Kampagne The Enemy Within (auf Deutsch als Der Innere Feind erschienen) wagen möchtet – das sollte alles hinhauen!

    Ihr merkt: das Abenteuer wartet diesmal richtig lange.

    Illustration: „Veteran“ von Carlos Castilho

    #campaign #Castilho #Charakterentwicklung #Erfahrungsbericht #Fantasy #Kampagne #lowFantasy #oldhammer #Oldschool #OSR #PenPaper #pnpde #Rollenspiel #Spielleitung #warhammer #Warlock_

  5. Warlock! Forever: das Langfristpotenzial des Systems

    Seba hat mich animiert, etwas zu Warlock! zu schreiben, weil ich mich offenbar im System-Matters-Discord-Kanal zum Spiel auffällig verhalten habe. Die Idee: wie taugt das auf Deutsch neu erschienene System auf lange Sicht, d.h. für längere Kampagnen? Vorneweg gleich eine Entschuldigung: ich habe ihm gesagt, dass ich „seit Jahren“ Warlock! spiele. Das ist auch nicht ganz falsch, aber es sind jetzt im Sommer genau drei, nicht wie behauptet vier Jahre. Ich hätte schwören können… aber sei’s drum, 35 Spielabende in drei Jahren sind lange genug für diesen Artikel. Ich habe in der Zeit durchgehend denselben SC gespielt (manchmal war’s knapp!) und nur als Spieler an der Runde teilgenommen.

    Ist Warlock! auch für längere Kampagnen geeignet? Ich denke ja. Ich möchte etwas aufschlüsseln, warum ich das so einschätze, denn ich vermute, dass das Urteil darüber wie so oft in unserem Hobby von den eigenen Erwartungen oder Spielvorlieben abhängt.

    Fangen wir mal mit den Aspekten an, die sich auf lange Sicht als fehlend oder störend herausstellen könnten. So können alle, die sich direkt angesprochen fühlen, Zeit beim Lesen des Artikels sparen 😊

    Warlock! bietet keine spielmechanische Entwicklung der SC zu Superhelden. Die Figuren werden mit der Zeit spürbar kompetenter, ein Machtniveau wie z.B. bei D&D 5 wird aber bei weitem nicht erreicht. Die Herausforderungen werden etwas größer, mit der Tarraske werdet ihr es bei Warlock! aber eher nicht zu tun bekommen. Es gibt keine auswählbaren neuen Kampffähigkeiten, Subklassen oder Fertigkeitenbäume und dementsprechend keine großartige Option zu „Builds“. Die Machtkurve der Magieanwendung verläuft mit sanfter Steigung, nicht exponentiell oder in klar vorgegebenen Stufen mit mächtiger werdenden Zaubersprüchen. Auch findet man keine eigenen Subsysteme wie Magieschulen oder Zauberkombos. Langzeitmotivation aus solchen Elementen wird es also kaum geben.

    Dasselbe Bild bei der Ausrüstung: wer den Monty Haul mit kistenweise Schwertern +5, einem 50-Liter-Fass selbstgebrauter Heiltränke und an jedem Finger einen Ring der magischen Geschosse schätzt, wird bei Warlock! nicht bedient. Je nach Spielstil könnte zudem für längere Runden ein Mangel an Regeln für Gefolgsleute, Reisen (egal ob klassisch über Land oder per Schiff, Fluggefährt oder anderem Fortbewegungsmittel) sowie für Massenschlachten und Kämpfe zu Pferd, auf Schiffen o.ä. zu Schwierigkeiten führen – dazu jedoch ganz unten noch einige Anmerkungen.

    Was hat Warlock! dann langfristig zu bieten? (Warnhinweis: Wie oft im Oldschool-Rollenspiel-Bereich hängt dabei einiges von der Interpretation des Ganzen durch die Spielleitung und von der Eigenmotivation der Gruppe ab!)

    Auch ohne Talentbaum gibt es spielmechanische Entwicklung. Der Zuwachs an Fertigkeiten ist kontinuierlich und langsam, mit der Zeit aber spürbar. Da es nach den meisten Abenteuern oder Spielabenden „Aufstiege“ gibt, hat man fast immer etwas zu steigern (hmmm, Dopamin!). Ein SC wird wahrscheinlich nach der Startlaufbahn eine zweite Laufbahn dazubekommen, dann mit Glück und Geschick eine (oder mehrere!) Fortgeschrittene und (zumindest auf Englisch) sogar eine Expertenlaufbahn erlangen können. Generell gibt es brutal viele Laufbahnen, die noch dazu recht leicht selber zu basteln sind. Weder das Erstellen eines neuen Charakters nach dem verfrühten Ableben des alten noch die Entwicklung über längere Zeit werden da langweilig, zumal die Laufbahnen mit ihren geforderten Gegenständen, Ressourcen und anderen Eigenheiten in sich für dauernde Abenteuermotivation sorgen. Auch die Suche nach neuen Zaubern (nicht vergessen: bei Warlock! ist jede:r zauberkundig!) motiviert auf lange Sicht. Durch die große und leicht erweiterbare Auswahl an Zaubern sowie den Blumenstrauß an Fertigkeiten kommt Abwechslung ins Würfeln, wenngleich natürlich manche häufiger genutzt werden als andere (Seitenblick zu Aufmerksamkeit…)

    Das Laufbahnsystem kombiniert mit den „Aufstiegen“ finde ich sehr natürlich, es passiert fast immer was und es gibt Ziele, auf die man hinarbeiten kann. Man kann sich jedoch auch überraschen lassen – die Charakterentwicklung kann (und wird wahrscheinlich) passend zu den tatsächlich erlebten Abenteuern verlaufen. Das bringt Unvorhersehbarkeit und ein literarisches Element (Barbarians of Lemuria macht das ähnlich, inspiriert von einschlägigen Büchern, in denen die Helden auch in alle möglichen Rollen schlüpfen). Spielmechanische und erzählerische Entwicklung sind bei Warlock! schön verflochten. Auch die laut Regelbuch zufällige Auswahl der Startlaufbahnen in Kombination mit jeweiligen Zufallstabellen und den drei ausgewürfelten Charaktereigenschaften macht die Sache unplanbar und damit aus meiner Sicht reizvoll. Das Tempo der SC-Entwicklung ist durch das System der Aufstiege ganz gut anpassbar, es gibt keine statischen EP-Tabellen oder vorgeschriebenen Meilenstein, ein „Ende“ der Entwicklung ist nicht vorgegeben.

    Die Aufstiege sind aus meiner Sicht am ehesten der Punkt, an dem das System langfristig kippen kann. Gibt die SL zu viele davon aus, erreichen die SC schnell die Grenzen der Laufbahnen, und wenn dann nicht bald eine neue Laufbahn möglich wird (also die benötigte Ausrüstung und am besten eine story-mäßige Rechtfertigung für den Wechsel vorhanden sind), dann sitzt man erstmal da und sammelt weiter Aufstiege auf seinem Charakterbogen. Gibt es zu wenige Aufstiege, bewegt man sich lange bis sehr lange im „Mudcore“- oder „Bauerngaming“-Bereich, was nicht allen Runden gefallen dürfte. Das Regelbuch schlägt 1 bis 3 Aufstiege pro Sitzung vor.

    Mein Vorschlag: die Spielabende meiner Gruppe dauern üblicherweise 2 bis 3 Stunden. Wenn die Gruppe dabei etwas erreicht, finde ich 1 bis 2 Aufstiege angemessen, letzteres aber eher wenn es schon nennenswerten Fortschritt gab (z.B. mehrere Begegnungen oder das Überwinden eines größeren Hindernisses). Ich denke, wenn der Spielabend sehr kurz war (weil Chips und Tratsch™) oder die Gruppe so gar nicht vorangekommen ist, darf die SL auch mal 0 Aufstiege verteilen – nicht als Strafe, sondern um sozusagen das Tempo zu halten. 3 (oder mehr) Aufstiege würde ich für den Abschluß von größeren Abenteuern/Geschichten oder für längere Sitzungen verteilen.

    Ich empfehle, die Charakterbögen der Gruppe im Blick zu behalten und ggf. das Vergabetempo zu erhöhen oder zu drosseln. Natürlich darf die SL die Runde auch einfach fragen, ob es passt. Wichtig ist sicherlich auch, in der Spielwelt Möglichkeiten für das Erreichen von Laufbahnvoraussetzungen zu schaffen – wenn SC nur Dungeonabenteuer in abgelegenen Wildnissen erleben, werden sie wahrscheinlich Schwierigkeiten haben, ein Streitross, einen Handelsbrief oder einen Haufen Gefolgsleute zu beschaffen. Am besten auch hier: miteinander sprechen, damit die Vorstellungen aller am Tisch ausgesprochen sind.

    Okay, nochmal zurück zu den vorhandenen langfristig motivierenden Faktoren. Warlock! bietet ab Werk eine Welt die so vage ist, dass man praktisch alles modulartig hineinbauen kann – auch Regeln für Gefolgsleute oder Überlandreisen aus anderen Systemen. Was ihr langfristig spielen wollt, könnt ihr ins System stecken. Viel kaputtgehen kann da nicht. Domänenspiel ist ebenfalls kein Problem. Warlock! hat zwar keine Regeln dafür, aber die Mechanik kriegt ihr falls gewünscht auch anderswo her. Was es hat: allerlei nützliche Fertigkeiten und Unmengen an erzählerischen Anknüpfungspunkten über die Laufbahnen der SC. Hier kann man Diplomatie und Autorität mal richtig raushängen lassen, und Priester, Händler oder Räuberanführerin schreien ja geradezu nach eigenen Domänen. Wenn ihr nicht „hacken“ möchtet, gibt es ein enormes offiziell publiziertes Ausbaupotenzial auf Englisch: Dämonenbeschwörung, Feuerwaffen, Reiseregeln – alles erhältlich.

    Mir macht Warlock! seit Jahren großen Spaß. Mein SC hat mittlerweile zwei Basislaufbahnen abgeschlossen, einiges erlebt und genug Aufstiege für eine Fortgeschrittene Laufbahn beisammen. Er braucht leider noch ein schnelles Pferd oder Kamel dafür, denn wir sind gerade in Fern-Hissain (so viel Sand…). Und ihr könnt das auch haben! Egal ob ihr einen Abenteuerpfad eines anderes Systems adaptiert, wie meine Runde eher modulartig und offen spielt oder euch an die legendäre Warhammer-Kampagne The Enemy Within (auf Deutsch als Der Innere Feind erschienen) wagen möchtet – das sollte alles hinhauen!

    Ihr merkt: das Abenteuer wartet diesmal richtig lange.

    Illustration: „Veteran“ von Carlos Castilho

    #campaign #Castilho #Charakterentwicklung #Erfahrungsbericht #Fantasy #Kampagne #lowFantasy #oldhammer #Oldschool #OSR #PenPaper #pnpde #Rollenspiel #Spielleitung #warhammer #Warlock_

  6. Warlock! Forever: das Langfristpotenzial des Systems

    Seba hat mich animiert, etwas zu Warlock! zu schreiben, weil ich mich offenbar im System-Matters-Discord-Kanal zum Spiel auffällig verhalten habe. Die Idee: wie taugt das auf Deutsch neu erschienene System auf lange Sicht, d.h. für längere Kampagnen? Vorneweg gleich eine Entschuldigung: ich habe ihm gesagt, dass ich „seit Jahren“ Warlock! spiele. Das ist auch nicht ganz falsch, aber es sind jetzt im Sommer genau drei, nicht wie behauptet vier Jahre. Ich hätte schwören können… aber sei’s drum, 35 Spielabende in drei Jahren sind lange genug für diesen Artikel. Ich habe in der Zeit durchgehend denselben SC gespielt (manchmal war’s knapp!) und nur als Spieler an der Runde teilgenommen.

    Ist Warlock! auch für längere Kampagnen geeignet? Ich denke ja. Ich möchte etwas aufschlüsseln, warum ich das so einschätze, denn ich vermute, dass das Urteil darüber wie so oft in unserem Hobby von den eigenen Erwartungen oder Spielvorlieben abhängt.

    Fangen wir mal mit den Aspekten an, die sich auf lange Sicht als fehlend oder störend herausstellen könnten. So können alle, die sich direkt angesprochen fühlen, Zeit beim Lesen des Artikels sparen 😊

    Warlock! bietet keine spielmechanische Entwicklung der SC zu Superhelden. Die Figuren werden mit der Zeit spürbar kompetenter, ein Machtniveau wie z.B. bei D&D 5 wird aber bei weitem nicht erreicht. Die Herausforderungen werden etwas größer, mit der Tarraske werdet ihr es bei Warlock! aber eher nicht zu tun bekommen. Es gibt keine auswählbaren neuen Kampffähigkeiten, Subklassen oder Fertigkeitenbäume und dementsprechend keine großartige Option zu „Builds“. Die Machtkurve der Magieanwendung verläuft mit sanfter Steigung, nicht exponentiell oder in klar vorgegebenen Stufen mit mächtiger werdenden Zaubersprüchen. Auch findet man keine eigenen Subsysteme wie Magieschulen oder Zauberkombos. Langzeitmotivation aus solchen Elementen wird es also kaum geben.

    Dasselbe Bild bei der Ausrüstung: wer den Monty Haul mit kistenweise Schwertern +5, einem 50-Liter-Fass selbstgebrauter Heiltränke und an jedem Finger einen Ring der magischen Geschosse schätzt, wird bei Warlock! nicht bedient. Je nach Spielstil könnte zudem für längere Runden ein Mangel an Regeln für Gefolgsleute, Reisen (egal ob klassisch über Land oder per Schiff, Fluggefährt oder anderem Fortbewegungsmittel) sowie für Massenschlachten und Kämpfe zu Pferd, auf Schiffen o.ä. zu Schwierigkeiten führen – dazu jedoch ganz unten noch einige Anmerkungen.

    Was hat Warlock! dann langfristig zu bieten? (Warnhinweis: Wie oft im Oldschool-Rollenspiel-Bereich hängt dabei einiges von der Interpretation des Ganzen durch die Spielleitung und von der Eigenmotivation der Gruppe ab!)

    Auch ohne Talentbaum gibt es spielmechanische Entwicklung. Der Zuwachs an Fertigkeiten ist kontinuierlich und langsam, mit der Zeit aber spürbar. Da es nach den meisten Abenteuern oder Spielabenden „Aufstiege“ gibt, hat man fast immer etwas zu steigern (hmmm, Dopamin!). Ein SC wird wahrscheinlich nach der Startlaufbahn eine zweite Laufbahn dazubekommen, dann mit Glück und Geschick eine (oder mehrere!) Fortgeschrittene und (zumindest auf Englisch) sogar eine Expertenlaufbahn erlangen können. Generell gibt es brutal viele Laufbahnen, die noch dazu recht leicht selber zu basteln sind. Weder das Erstellen eines neuen Charakters nach dem verfrühten Ableben des alten noch die Entwicklung über längere Zeit werden da langweilig, zumal die Laufbahnen mit ihren geforderten Gegenständen, Ressourcen und anderen Eigenheiten in sich für dauernde Abenteuermotivation sorgen. Auch die Suche nach neuen Zaubern (nicht vergessen: bei Warlock! ist jede:r zauberkundig!) motiviert auf lange Sicht. Durch die große und leicht erweiterbare Auswahl an Zaubern sowie den Blumenstrauß an Fertigkeiten kommt Abwechslung ins Würfeln, wenngleich natürlich manche häufiger genutzt werden als andere (Seitenblick zu Aufmerksamkeit…)

    Das Laufbahnsystem kombiniert mit den „Aufstiegen“ finde ich sehr natürlich, es passiert fast immer was und es gibt Ziele, auf die man hinarbeiten kann. Man kann sich jedoch auch überraschen lassen – die Charakterentwicklung kann (und wird wahrscheinlich) passend zu den tatsächlich erlebten Abenteuern verlaufen. Das bringt Unvorhersehbarkeit und ein literarisches Element (Barbarians of Lemuria macht das ähnlich, inspiriert von einschlägigen Büchern, in denen die Helden auch in alle möglichen Rollen schlüpfen). Spielmechanische und erzählerische Entwicklung sind bei Warlock! schön verflochten. Auch die laut Regelbuch zufällige Auswahl der Startlaufbahnen in Kombination mit jeweiligen Zufallstabellen und den drei ausgewürfelten Charaktereigenschaften macht die Sache unplanbar und damit aus meiner Sicht reizvoll. Das Tempo der SC-Entwicklung ist durch das System der Aufstiege ganz gut anpassbar, es gibt keine statischen EP-Tabellen oder vorgeschriebenen Meilenstein, ein „Ende“ der Entwicklung ist nicht vorgegeben.

    Die Aufstiege sind aus meiner Sicht am ehesten der Punkt, an dem das System langfristig kippen kann. Gibt die SL zu viele davon aus, erreichen die SC schnell die Grenzen der Laufbahnen, und wenn dann nicht bald eine neue Laufbahn möglich wird (also die benötigte Ausrüstung und am besten eine story-mäßige Rechtfertigung für den Wechsel vorhanden sind), dann sitzt man erstmal da und sammelt weiter Aufstiege auf seinem Charakterbogen. Gibt es zu wenige Aufstiege, bewegt man sich lange bis sehr lange im „Mudcore“- oder „Bauerngaming“-Bereich, was nicht allen Runden gefallen dürfte. Das Regelbuch schlägt 1 bis 3 Aufstiege pro Sitzung vor.

    Mein Vorschlag: die Spielabende meiner Gruppe dauern üblicherweise 2 bis 3 Stunden. Wenn die Gruppe dabei etwas erreicht, finde ich 1 bis 2 Aufstiege angemessen, letzteres aber eher wenn es schon nennenswerten Fortschritt gab (z.B. mehrere Begegnungen oder das Überwinden eines größeren Hindernisses). Ich denke, wenn der Spielabend sehr kurz war (weil Chips und Tratsch™) oder die Gruppe so gar nicht vorangekommen ist, darf die SL auch mal 0 Aufstiege verteilen – nicht als Strafe, sondern um sozusagen das Tempo zu halten. 3 (oder mehr) Aufstiege würde ich für den Abschluß von größeren Abenteuern/Geschichten oder für längere Sitzungen verteilen.

    Ich empfehle, die Charakterbögen der Gruppe im Blick zu behalten und ggf. das Vergabetempo zu erhöhen oder zu drosseln. Natürlich darf die SL die Runde auch einfach fragen, ob es passt. Wichtig ist sicherlich auch, in der Spielwelt Möglichkeiten für das Erreichen von Laufbahnvoraussetzungen zu schaffen – wenn SC nur Dungeonabenteuer in abgelegenen Wildnissen erleben, werden sie wahrscheinlich Schwierigkeiten haben, ein Streitross, einen Handelsbrief oder einen Haufen Gefolgsleute zu beschaffen. Am besten auch hier: miteinander sprechen, damit die Vorstellungen aller am Tisch ausgesprochen sind.

    Okay, nochmal zurück zu den vorhandenen langfristig motivierenden Faktoren. Warlock! bietet ab Werk eine Welt die so vage ist, dass man praktisch alles modulartig hineinbauen kann – auch Regeln für Gefolgsleute oder Überlandreisen aus anderen Systemen. Was ihr langfristig spielen wollt, könnt ihr ins System stecken. Viel kaputtgehen kann da nicht. Domänenspiel ist ebenfalls kein Problem. Warlock! hat zwar keine Regeln dafür, aber die Mechanik kriegt ihr falls gewünscht auch anderswo her. Was es hat: allerlei nützliche Fertigkeiten und Unmengen an erzählerischen Anknüpfungspunkten über die Laufbahnen der SC. Hier kann man Diplomatie und Autorität mal richtig raushängen lassen, und Priester, Händler oder Räuberanführerin schreien ja geradezu nach eigenen Domänen. Wenn ihr nicht „hacken“ möchtet, gibt es ein enormes offiziell publiziertes Ausbaupotenzial auf Englisch: Dämonenbeschwörung, Feuerwaffen, Reiseregeln – alles erhältlich.

    Mir macht Warlock! seit Jahren großen Spaß. Mein SC hat mittlerweile zwei Basislaufbahnen abgeschlossen, einiges erlebt und genug Aufstiege für eine Fortgeschrittene Laufbahn beisammen. Er braucht leider noch ein schnelles Pferd oder Kamel dafür, denn wir sind gerade in Fern-Hissain (so viel Sand…). Und ihr könnt das auch haben! Egal ob ihr einen Abenteuerpfad eines anderes Systems adaptiert, wie meine Runde eher modulartig und offen spielt oder euch an die legendäre Warhammer-Kampagne The Enemy Within (auf Deutsch als Der Innere Feind erschienen) wagen möchtet – das sollte alles hinhauen!

    Ihr merkt: das Abenteuer wartet diesmal richtig lange.

    Illustration: “Veteran” von Carlos Castilho

    #campaign #Castilho #Charakterentwicklung #Erfahrungsbericht #Fantasy #Kampagne #lowFantasy #oldhammer #Oldschool #OSR #PenPaper #pnpde #Rollenspiel #Spielleitung #warhammer #Warlock_

  7. Warlock! Forever: das Langfristpotenzial des Systems

    Seba hat mich animiert, etwas zu Warlock! zu schreiben, weil ich mich offenbar im System-Matters-Discord-Kanal zum Spiel auffällig verhalten habe. Die Idee: wie taugt das auf Deutsch neu erschienene System auf lange Sicht, d.h. für längere Kampagnen? Vorneweg gleich eine Entschuldigung: ich habe ihm gesagt, dass ich „seit Jahren“ Warlock! spiele. Das ist auch nicht ganz falsch, aber es sind jetzt im Sommer genau drei, nicht wie behauptet vier Jahre. Ich hätte schwören können… aber sei’s drum, 35 Spielabende in drei Jahren sind lange genug für diesen Artikel. Ich habe in der Zeit durchgehend denselben SC gespielt (manchmal war’s knapp!) und nur als Spieler an der Runde teilgenommen.

    Ist Warlock! auch für längere Kampagnen geeignet? Ich denke ja. Ich möchte etwas aufschlüsseln, warum ich das so einschätze, denn ich vermute, dass das Urteil darüber wie so oft in unserem Hobby von den eigenen Erwartungen oder Spielvorlieben abhängt.

    Fangen wir mal mit den Aspekten an, die sich auf lange Sicht als fehlend oder störend herausstellen könnten. So können alle, die sich direkt angesprochen fühlen, Zeit beim Lesen des Artikels sparen 😊

    Warlock! bietet keine spielmechanische Entwicklung der SC zu Superhelden. Die Figuren werden mit der Zeit spürbar kompetenter, ein Machtniveau wie z.B. bei D&D 5 wird aber bei weitem nicht erreicht. Die Herausforderungen werden etwas größer, mit der Tarraske werdet ihr es bei Warlock! aber eher nicht zu tun bekommen. Es gibt keine auswählbaren neuen Kampffähigkeiten, Subklassen oder Fertigkeitenbäume und dementsprechend keine großartige Option zu „Builds“. Die Machtkurve der Magieanwendung verläuft mit sanfter Steigung, nicht exponentiell oder in klar vorgegebenen Stufen mit mächtiger werdenden Zaubersprüchen. Auch findet man keine eigenen Subsysteme wie Magieschulen oder Zauberkombos. Langzeitmotivation aus solchen Elementen wird es also kaum geben.

    Dasselbe Bild bei der Ausrüstung: wer den Monty Haul mit kistenweise Schwertern +5, einem 50-Liter-Fass selbstgebrauter Heiltränke und an jedem Finger einen Ring der magischen Geschosse schätzt, wird bei Warlock! nicht bedient. Je nach Spielstil könnte zudem für längere Runden ein Mangel an Regeln für Gefolgsleute, Reisen (egal ob klassisch über Land oder per Schiff, Fluggefährt oder anderem Fortbewegungsmittel) sowie für Massenschlachten und Kämpfe zu Pferd, auf Schiffen o.ä. zu Schwierigkeiten führen – dazu jedoch ganz unten noch einige Anmerkungen.

    Was hat Warlock! dann langfristig zu bieten? (Warnhinweis: Wie oft im Oldschool-Rollenspiel-Bereich hängt dabei einiges von der Interpretation des Ganzen durch die Spielleitung und von der Eigenmotivation der Gruppe ab!)

    Auch ohne Talentbaum gibt es spielmechanische Entwicklung. Der Zuwachs an Fertigkeiten ist kontinuierlich und langsam, mit der Zeit aber spürbar. Da es nach den meisten Abenteuern oder Spielabenden „Aufstiege“ gibt, hat man fast immer etwas zu steigern (hmmm, Dopamin!). Ein SC wird wahrscheinlich nach der Startlaufbahn eine zweite Laufbahn dazubekommen, dann mit Glück und Geschick eine (oder mehrere!) Fortgeschrittene und (zumindest auf Englisch) sogar eine Expertenlaufbahn erlangen können. Generell gibt es brutal viele Laufbahnen, die noch dazu recht leicht selber zu basteln sind. Weder das Erstellen eines neuen Charakters nach dem verfrühten Ableben des alten noch die Entwicklung über längere Zeit werden da langweilig, zumal die Laufbahnen mit ihren geforderten Gegenständen, Ressourcen und anderen Eigenheiten in sich für dauernde Abenteuermotivation sorgen. Auch die Suche nach neuen Zaubern (nicht vergessen: bei Warlock! ist jede:r zauberkundig!) motiviert auf lange Sicht. Durch die große und leicht erweiterbare Auswahl an Zaubern sowie den Blumenstrauß an Fertigkeiten kommt Abwechslung ins Würfeln, wenngleich natürlich manche häufiger genutzt werden als andere (Seitenblick zu Aufmerksamkeit…)

    Das Laufbahnsystem kombiniert mit den „Aufstiegen“ finde ich sehr natürlich, es passiert fast immer was und es gibt Ziele, auf die man hinarbeiten kann. Man kann sich jedoch auch überraschen lassen – die Charakterentwicklung kann (und wird wahrscheinlich) passend zu den tatsächlich erlebten Abenteuern verlaufen. Das bringt Unvorhersehbarkeit und ein literarisches Element (Barbarians of Lemuria macht das ähnlich, inspiriert von einschlägigen Büchern, in denen die Helden auch in alle möglichen Rollen schlüpfen). Spielmechanische und erzählerische Entwicklung sind bei Warlock! schön verflochten. Auch die laut Regelbuch zufällige Auswahl der Startlaufbahnen in Kombination mit jeweiligen Zufallstabellen und den drei ausgewürfelten Charaktereigenschaften macht die Sache unplanbar und damit aus meiner Sicht reizvoll. Das Tempo der SC-Entwicklung ist durch das System der Aufstiege ganz gut anpassbar, es gibt keine statischen EP-Tabellen oder vorgeschriebenen Meilenstein, ein „Ende“ der Entwicklung ist nicht vorgegeben.

    Die Aufstiege sind aus meiner Sicht am ehesten der Punkt, an dem das System langfristig kippen kann. Gibt die SL zu viele davon aus, erreichen die SC schnell die Grenzen der Laufbahnen, und wenn dann nicht bald eine neue Laufbahn möglich wird (also die benötigte Ausrüstung und am besten eine story-mäßige Rechtfertigung für den Wechsel vorhanden sind), dann sitzt man erstmal da und sammelt weiter Aufstiege auf seinem Charakterbogen. Gibt es zu wenige Aufstiege, bewegt man sich lange bis sehr lange im „Mudcore“- oder „Bauerngaming“-Bereich, was nicht allen Runden gefallen dürfte. Das Regelbuch schlägt 1 bis 3 Aufstiege pro Sitzung vor.

    Mein Vorschlag: die Spielabende meiner Gruppe dauern üblicherweise 2 bis 3 Stunden. Wenn die Gruppe dabei etwas erreicht, finde ich 1 bis 2 Aufstiege angemessen, letzteres aber eher wenn es schon nennenswerten Fortschritt gab (z.B. mehrere Begegnungen oder das Überwinden eines größeren Hindernisses). Ich denke, wenn der Spielabend sehr kurz war (weil Chips und Tratsch™) oder die Gruppe so gar nicht vorangekommen ist, darf die SL auch mal 0 Aufstiege verteilen – nicht als Strafe, sondern um sozusagen das Tempo zu halten. 3 (oder mehr) Aufstiege würde ich für den Abschluß von größeren Abenteuern/Geschichten oder für längere Sitzungen verteilen.

    Ich empfehle, die Charakterbögen der Gruppe im Blick zu behalten und ggf. das Vergabetempo zu erhöhen oder zu drosseln. Natürlich darf die SL die Runde auch einfach fragen, ob es passt. Wichtig ist sicherlich auch, in der Spielwelt Möglichkeiten für das Erreichen von Laufbahnvoraussetzungen zu schaffen – wenn SC nur Dungeonabenteuer in abgelegenen Wildnissen erleben, werden sie wahrscheinlich Schwierigkeiten haben, ein Streitross, einen Handelsbrief oder einen Haufen Gefolgsleute zu beschaffen. Am besten auch hier: miteinander sprechen, damit die Vorstellungen aller am Tisch ausgesprochen sind.

    Okay, nochmal zurück zu den vorhandenen langfristig motivierenden Faktoren. Warlock! bietet ab Werk eine Welt die so vage ist, dass man praktisch alles modulartig hineinbauen kann – auch Regeln für Gefolgsleute oder Überlandreisen aus anderen Systemen. Was ihr langfristig spielen wollt, könnt ihr ins System stecken. Viel kaputtgehen kann da nicht. Domänenspiel ist ebenfalls kein Problem. Warlock! hat zwar keine Regeln dafür, aber die Mechanik kriegt ihr falls gewünscht auch anderswo her. Was es hat: allerlei nützliche Fertigkeiten und Unmengen an erzählerischen Anknüpfungspunkten über die Laufbahnen der SC. Hier kann man Diplomatie und Autorität mal richtig raushängen lassen, und Priester, Händler oder Räuberanführerin schreien ja geradezu nach eigenen Domänen. Wenn ihr nicht „hacken“ möchtet, gibt es ein enormes offiziell publiziertes Ausbaupotenzial auf Englisch: Dämonenbeschwörung, Feuerwaffen, Reiseregeln – alles erhältlich.

    Mir macht Warlock! seit Jahren großen Spaß. Mein SC hat mittlerweile zwei Basislaufbahnen abgeschlossen, einiges erlebt und genug Aufstiege für eine Fortgeschrittene Laufbahn beisammen. Er braucht leider noch ein schnelles Pferd oder Kamel dafür, denn wir sind gerade in Fern-Hissain (so viel Sand…). Und ihr könnt das auch haben! Egal ob ihr einen Abenteuerpfad eines anderes Systems adaptiert, wie meine Runde eher modulartig und offen spielt oder euch an die legendäre Warhammer-Kampagne The Enemy Within (auf Deutsch als Der Innere Feind erschienen) wagen möchtet – das sollte alles hinhauen!

    Ihr merkt: das Abenteuer wartet diesmal richtig lange.

    Illustration: „Veteran“ von Carlos Castilho

    #campaign #Castilho #Charakterentwicklung #Erfahrungsbericht #Fantasy #Kampagne #lowFantasy #oldhammer #Oldschool #OSR #PenPaper #pnpde #Rollenspiel #Spielleitung #warhammer #Warlock_