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#dungeonsdragons — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #dungeonsdragons, aggregated by home.social.

  1. [Download] Baden-Württemberg im Dreißigjährigen Krieg – eine Karte mit QGIS

    Hinweis: Dies ist ein sehr detaillierter Bericht über die Entstehung der Karte. Die Download-Dateien befinden sich ganz am Ende vor dem Ausblick und den Danksagungen. Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass dies der zweite Artikel heute ist. Schaut euch auf jeden Fall auch Rackhirs Vorschau zu Erde & Wasser Part 2 an.

    Zeoko

    Da dachte ich erst: Der erste Artikel kam gut an, machen wir uns mal ran, mehr ins Detail zu gehen oder den Vorschlag von Seba aufzunehmen und mehr die Karte und die Inhalte von Beyond the Wall zu erklären, die ich verbaut habe. Aber wie meistens kommt alles anders und hier war das auch gut so.

    Diesmal war es jemand anderes, der meinte:

    Eins vorab. Um das klar zu machen, bin ich kein QGiS Profi. Es gibt viele Geodatenprogramme, QGIS ist nur eins davon, aber ein tolles, freies und mit einer lebendigen Community dahinter. Auf der Arbeit muss ich leider mit ganz anderen arbeiten. Deshalb sind diese Hobby-Projekte gut zum Lernen. Und ich habe noch viel zu lernen, daher kam die Frage von grannus zum richtigen Zeitpunkt und mit Topflappen zusammen stürzten wir uns also kopfüber rein.

    Und ja – das ist kein erfundener Kontinent mehr, sondern echtes Land. Mittendrin im Krieg.

    Ein Hinweis noch der mir persönlich sehr wichtig ist: Wo Krieg im Rollenspiel zum epischen Abenteuer wird, verschwinden seine realen Schrecken oft hinter der Kulisse – das Trauma des Überlebens, die moralischen Abgründe. Dabei gibt es im realen Krieg keine Helden, nur Verlierer auf allen Seiten. Deshalb ist es uns wichtig, dass unser Material Krieg an keiner Stelle glorifiziert.

    Das Konzept

    Warum eine echte, historische Karte statt schöner Fantasy? Weil eine reale Grundlage etwas mitbringt, das man sich sonst mühsam ausdenken muss: Sie stimmt einfach. Flüsse laufen dorthin, wo sie wirklich laufen, Klöster stehen da, wo sie standen oder stehen, und wer will, kann nach der Runde nachlesen, dass es diesen Ort wirklich gab. Ein weiterer Vorteil ist, dass man echte Geodaten nutzen kann um die Karte mit Leben zu füllen.

    Definition von Geodaten: Sie unterteilen sich in Geofachdaten und Geobasisdaten – diese beschreiben die Erscheinungsform der Erde (Topographie). Sie sind in einem einheitlichen Raumbezug definiert und haben für die vielfältigen Bedürfnisse von Politik, Verwaltung und Wirtschaft eine herausragende Bedeutung.

    Quelle der Definition: https://www.laiv-mv.de/Geoinformation/Geobasisdaten/

    Hier findet man freie Geodaten: https://gdz.bkg.bund.de/

    Für eine Sandbox, in der die Spieler:innen selbst entscheiden, wohin sie ziehen, ist das Gold wert. Eine geschichtsechte Spielwiese. Das Ausdenken von Zielen und Anspielstationen wird dadurch sogar noch befeuert, da in vielen Orten geschichtsträchtiges passierte und Personen der Zeit mit Namen und einmaligem Hintergrund wirkten. Damit das auch noch etwas Fahrt aufnimmt, mischen wir unter die echten Orte ein paar erfundene, an denen später Abenteuer hängen sollen. Diese Orte haben wir einfach mit einem anderen Symbol versehen und in der Legende vermerkt. Was in die Karte überhaupt reinkommt, ist Grannus’ Baustelle. Danach haben Topflappen und ich immer wieder geschaut, was es für freie, kostenlose Geobasisdaten gibt, die man für Hobbyzwecke nutzen darf und kann.

    Grannus

    Vor kurzem sagte greywiz mal über meine Person:

    “…Manchmal zwingt er auch Leute einfach noch tollere Sachen zu machen, was an sich schon super ist”

    Und was soll ich sagen? Ich habe es wieder getan. Nachdem JFS eine tolle Hexkarte der Region zwischen Reutlingen und Mainz zeigte, war ich total verliebt und wünschte mir sowas direkt für das Heilige Römische Reich. Und ganz zufällig hat Zeoko seinen Artikel zu QGIS kurz vorher veröffentlicht. Der Rest ist ja bekannt. 

    Wo fängt man also am besten an? Vielleicht mit einem kleinen Teil, z.B. der Region Baden-Württemberg. Meine Heimat sollte einen guten Trainingsplatz abgeben.

    Ein Amateur wie ich schaut also erstmal nach bereits vorhandenen Karten und ob man auf deren Basis was machen kann. Von dieser technischen Zauberei verstehe ich nicht wirklich was, sodass ich da recht blauäugig begann. 

    Grannus Grundlage: Dreißigjähriger Krieg 1620-1634 in Baden-Württemberg (Quelle: Leo-BW (2026))

    Quelle:https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/DOKUMENT/kgl_atlas/HABW_06_11b/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger+Krieg+1620-1634

    Zack, Karte gefunden als Basis, nun also überlegen, womit die Karte gefüllt werden soll. Dabei hatte ich mehrere Design-Ziele, was den Inhalt der Karte anging:

    1. Die Karte sollte an erster Stelle kein atmosphärisches Gimmick sein, sondern ein Werkzeug bzw. Werkzeugkasten für die Spielleitung und deren Gruppe sein.
    2. Die Lesbarkeit der Karte. Damit ist nicht die Schriftgröße oder so gemeint, sondern wie die Karte ihre Informationen preisgibt. 
    Erste Züge der 1620er-Karte: Openstreetmap mit der georefenzierten Leo-BW-Karte – Dreißigjähriger Krieg 1620-1634 und einem Hexgitter So sah das ganze dann ohne Openstreetmap als Referenz aus. Hätte man so lassen können, aber wir wollten mehr.

    So, Zeoko hatte beim Anlegen dieses Artikels bereits eine kleine Auflistung vorbereitet. Nutzen wir diese doch und ich erzähle kurz was zu den einzelnen Punkten. 

    Städte, Klöster und Wehranlagen 

    Meiner Meinung nach sind dies die Herzstücke einer Karte aus dem Dreißigjährigen Krieg. Unabdingbar für Abenteuer, Downtime, Kontakte und allgemein die Atmosphäre dieses gigantischen Konfliktes. Alle existierenden Orte zu übernehmen, hätte den Rahmen der Karte gesprengt. Wie also auswählen? Das geschah recht organisch in einem Wechselspiel zwischen Zeoko und mir. 

    Am Ende war es eine Mischung aus Städten, die: 

    • zu den größten in Baden-Württemberg gehörten
    • wichtig für den Konflikt waren
    • interessante geschichtliche Begebenheiten aufwiesen
    • mir persönlich wichtig sind, da ich in deren Umgebung aufgewachsen bin und lebe

    Bei den Wehranlagen und Klöstern haben wir nicht selektiert, da bedienten wir uns munter.

    Erste Versuche mit den Daten der Flüsse und Städte (Quelle: https://maps.lgrb-bw.de/)

    Konfessions-Unschärfe 1620–1634

    Zeoko fragte mich bei den Klöstern, welche Konfessionen diese aufweisen würden, um dies ggf. in die Kartenlegende einfließen zu lassen. Doch ganz so einfach war es dann doch nicht. Erst katholisch, dann protestantisch und schließlich ein Wechselspiel an Plünderungen, Einquartierungen etc. Über die Dauer des Konfliktes geschah einiges,  daher verzichteten wir auf eine Unterscheidung bezüglich der Konfessionen. Abgesehen davon handelt es sich hier immerhin um eine Spielkarte und eine Spielleitung sollte noch etwas freie Hand haben, wenn es um solche Entscheidungen geht.

    Alle Klöster aufzunehmen und deren Zuordnung hätte die Karte gesprengt (Quelle: https://www.leo-bw.de/media/kgl_atlas/current/delivered/bilder/HABW_08_06.jpg)

    Die Römer und Thurn & Taxis

    Wenn ich an Hex-Karten oder an Sandboxen denke, dann möchte ich Werkzeuge zur Hand haben. Bewegungsgeschwindigkeiten, Routen und etablierte Straßen sind da ein zentrales Element. Die Spielfiguren möchten sich von A nach B bewegen – welche Möglichkeiten haben sie? Kommen sie gut zu Fuß voran? Oder ist das Gelände zu schwierig? Benötigen sie Pferde oder können sie sich gar eine bequeme Reise per Kutsche leisten? Flussstraßen waren auch sehr beliebt, besonders bei den Armeen und deren Artillerie. Bei den Straßen bedienten wir uns bei den Römern, das kann man doch immer guten Gewissens machen. Inspiriert (oder vielleicht geschädigt?) durch Warhammer Fantasy mag ich auch die Vorstellung von Spielfiguren in Kutschen, Poststationen und wehrhaften Gasthäusern außerhalb der Städte. Dazu kam noch der starke Artikel vom Oger zum Thema “Briefe und Depeschen (zuerst auf seinem Blog und dann schließlich im Gazer #3). Das alles versprach einiges an Spielmöglichkeiten. Also rein damit.

    Neckar, Rhein, Bodensee

    Ganz zu Beginn stellte sich auch die Frage, welche Regionen besonders wichtig waren. Daran konnten wir uns etwas entlanghangeln. Auf der endgültigen Karte sind diese Regionen aufgrund der Lesbarkeit sehr dezent umrandet worden.

    Insgesamt war mein Anteil bei diesem Projekt recht gering. Meiner Meinung nach. Zeoko hat ordentlich Blut geleckt bei der Recherche. Ich denke (und hoffe), ihn hat das Spiel im Dreißigjährigen Krieg nun ebenfalls gepackt. Basierend auf der endgültigen Karte geht es dann los, denn die Karte soll bespielt werden. Tabellen wollen erstellt werden und Abenteuerorte platziert werden. Ich gebe nun ab an Topflappen. Vielen Dank fürs Zuhören.

    Topflappen

    Ein Glück gibt es recht viele frei verfügbare Geobasisdaten aus verschiedensten Quellen, auf die wir zurückgreifen konnten. Erst einmal eine Karte, die alles Heutige zeigt, also Städte, Flussverläufe, Straßen, Verwaltungsgrenzen etc. In dem Fall haben wir uns wieder an OpenStreetMap bedient, weil das einfach eine sehr gute Open Source Grundlage ist. Und auf dieser Basis konnten wir alles andere erstellen, sodass es auch wirklich am richtigen Ort liegt.

    So wussten wir dann auch, wo genau das Hexgitter liegen sollte, nämlich auf Baden-Württemberg. Zur besseren Orientierung und damit man später einfacher kommunizieren kann, wo was auf der Karte ist, bekam das Hexgitter auch noch eine Beschriftung mit den Spalten als Buchstaben und den Zeilen als Zahlenformat. Damit hat jedes Hexfeld eine einzigartige Kennung. 

    Ein ganz wichtiger Punkt ist außerdem das sogenannte Georeferenzieren. Das ist ein Vorgang, mit dem wir verschiedenste Karten, die selbst über keine Lagedaten verfügen, ins GIS ziehen können. Und zwar dorthin, wo sie in der Realität liegen. Dafür setzen wir sowohl auf der OpenStreetMap-Karte, als auch auf der neuen Karte per Hand mehrere Referenzpunkte dort, wo die Karten identisch sein sollten. Bei Karten mit kleinem Maßstab wie dieser (für ein ganzes Bundesland) können das beispielsweise Städte sein, ein bestimmter Punkt an einem Seeufer oder eine Flussmündung. Alles Sachen, die sich nicht unbedingt weiterbewegt haben dürften. Das ermöglicht es uns, Kartenmaterial auch aus analogen (oder digitalen) Büchern einzubinden, um es als Vorlage zu verwenden. So hat Zeoko das beispielsweise mit einer Karte gemacht, auf der die damaligen Postwege eingezeichnet waren. 

    Postrouten (Postcourse) in Baden-Württemberg 1490-1803 (Quelle: Leo-BW (2026))

    Im ersten Schritt werden die Karten georeferenziert und dann können wir das, was uns von den Daten interessiert – in dem Fall eben die Postwege – als Vektorlinien “abzeichnen” und separat abspeichern. Dann hat die alte Karte ihren Dienst getan und wir haben neue Daten, die wir in unserer eigenen Karte darstellen können. Die Hauptarbeit hat dabei Zeoko gemacht, ich stand dann eher mit Tipps und Vorschlägen zur Seite. 

    Georeferenzieren der Postwege-Karte (rechts) in QGIS mit Hilfe von OpenStreetMap (links). Die Linien zeigen auf beiden Karten denselben Ort. Vektrolinien in QGIS die die Postwege der Vorlage nach dem abzeichnen, abbilden.

    Außerdem ist die “Landschaft” der Geodaten in Deutschland etwas unübersichtlich – wie könnte es auch anders sein. Jedes Bundesland hat seinen eigenen Satz an verschiedensten Geodaten und mindestens einen eigenen Onlineviewer dafür. In der Regel können wir diese Layer als Web Map Service oder Web Feature Service zwar direkt im QGIS-Projekt anzeigen, aber trotzdem muss man die erstmal zusammensammeln. 

    Für Baden-Württemberg gibt es beispielsweise den Kartenviewer “UDO” für Daten, die mit Umwelt und Natur zu tun haben (Gewässernetz, Schutzgebiete, Umgebungslärmkarten oder Freiflächen-Photovoltaik,…). Daneben gibt es den bereits oben genannten Leo-BW, das Landeskundliche Informationssystem Baden-Württemberg, das sich eher mit kulturellen und historischen Daten befasst. Zusätzlich stellt auch das Landesamt für Geologie (LGRB) Geodaten zur Verfügung, diese befassen sich aber eher mit den Themen Bodenkunde, Geologie, Erdbeben etc.
    Was das zeigen soll: es gibt jede Menge Daten, aber wir müssen wissen, wie wir daran kommen und wie wir sie finden. In anderen Bundesländern sieht es übrigens ähnlich aus: es gibt nicht den einen Datendienst oder die eine Website. Mit so einer Aufgabe ist also immer auch etwas Recherche verbunden.

    Danke euch beiden.

    Zeoko

    Danke Topflappen und Grannus, weiter geht mit den Grundlagen der Karte und der letztendlichen Ausgestaltung. Eine Warnung vorab, auf diesem Weg gibt es einige Rabbit Holes.

    Schummerung

    Die Schummerung oder Hillshade bildet die Grundlage für unser Höhenprofil innerhalb der Karte. Früher langwierig, aber wunderschön per Hand gezeichnet, übernimmt das heute QGIS mit Daten des europäischen Copernicus Programms und die haben es in sich.  Satelliten tasten die Erdoberfläche mit Infrarot Lasern ab, aus den Rohdaten wird dann ein Höhenbild erstellt. Wer mehr über diese Satelliten wissen möchte:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Quasar und https://www.das-wissen.de/natur-umwelt/wissenschaftliche-entdeckungen-natur-umwelt/quasare-und-ihre-bedeutung-fuer-die-astrophysik Mein Technik-Nerd Herz schlägt schneller, wenn ich mir vorstelle, dass die Satelliten sich an Quasaren  im Weltraum orientieren. Hier eine kleine schematische Skizze wie die Satelliten diese Daten erhoben haben.

    Und wir dürfen die Daten nutzen (Quelle: https://ec.europa.eu/eurostat/documents/7116161/21574904/GEO1988-CopernicusDEM-RP-001_ValidationReport_I3.0_08.2024.pdf/77a7f626-500b-d524-4f97-76c3db005970?t=1747752837661)

    Zurück zum Projekt: aus dem Höhenbild kann QGIS dann ableiten, wo es hoch und wo es tief ist, quasi macht es das am Farbwert. Dann spielt man etwas mit den vielen verschiedenen Einstellungen. Zum Beispiel kann man einstellen aus welcher Richtung die Beleuchtung stattfinden soll und dann hat man eine Geländeoberfläche als Grundlage, durch die man mit Grautönen plastisch darstellen kann, wo Flachland ist, wo Mittelgebirge und wo Hochgebirge. Das ist später noch wichtig für die naturräumliche Gliederung.

    Leider sind diese Daten von heute und nicht von 1620, aber da wir die Schummerung nur als grobes Gelände nutzen wollten, war das für uns vollkommen okay. Es unterstützt das Gefühl der Umgebung innerhalb der Hexfelder, bildet Bergketten oder Flusstäler perfekt nach, ohne dass wir zeichnen müssen und ein Berg von 1620 ist heute meistens auch noch ein Berg. Und da die Daten europäischer Herkunft sind, haben wir keine Ländergrenzen die die Daten beschneiden.

    Europäische Daten der GLO-90: worldwide coverage (Quelle: https://dataspace.copernicus.eu/explore-data/data-collections/copernicus-contributing-missions/collections-description/COP-DEM)

    Vulkane und Städte

    Bei der Recherche war aber auch spannend zu erfahren, was alles als Steinbruch herhalten musste und deshalb heute kaum noch als Vulkanschlot erkennbar ist. Die Idee für Vulkane kam aus dem Barcosa Discord aus einem Gespräch mit @Ampersandy, danke dafür. Wir haben ein paar der Vulkane zufällig ausgewählt und sie in OpenStreetMap gesucht. Dort, wo die Vulkane liegen, haben wir dann Punkte in einem neuen Layer gesetzt und diese zuletzt noch in Form von hübscheren SVG-Symbolen dargestellt.

    Auch hier helfen wieder Landesdaten, (Quelle: https://lgrbwissen.lgrb-bw.de/geotourismus/landschaftsteile-felsen/alpenvorland/hegau-vulkane)

    Faszinierend dabei war für mich auch der Fakt, dass manche Burgen direkt unter sich einen inaktiven alten Vulkanschlot haben. Perfekt für das Finale einer Session oder sogar Kampagne. Das Tor zur Hölle öffnet sich oder alles explodiert, weil der Vulkan doch nicht so ruhig war. Wir haben nur ein paar zusammen getragen. Es gibt noch viel mehr aber auch hier musste die Anzahl der Lesbarkeit der Karte, reduziert werden. Das Übereinanderliegen von Symbolen war für dieses Projekt eine Herausforderung.

    Die Festungsruine Hohentwiel bei Singen im Hegau ist mit rund neun Hektar Fläche die größte Burgruine Deutschlands. Sie thront auf einem erloschenen, rund neun Millionen Jahre alten Vulkan

    Was die Geodaten der Orte angeht, hätten wir beinahe einen anderen groben Fehler begangen. Karlsruhe wurde von Durlach aus erst 1715 als Planstadt gegründet. Deshalb war die Karte von Leo-BW so wichtig, da die Postroutenkarte direkt nur Orte genannt hatte, die es zu der Zeit schon gab. Uns wurde dadurch viel Recherche abgenommen. Gleiches gilt für Friedrichshafen, das zu dieser Zeit noch Buchhorn hieß. Solche kleinen Details erfreuen mich beim Karten erstellen am meisten. Weil man dabei noch etwas lernt. 

    Gewässer

    Beim Verlauf der Flüsse und der Lage der Seen konnten wir nur schwer etwas mit den Geodaten machen. Die Flüsse haben den Verlauf von heute. Einige Quellen konnten wir betreffend der Donau vor der Begradigung ausfindig machen, aber die Einarbeitung dieser Grundlagen schien uns zu zeitraubend. Wichtig ist letztlich nur, dass ein großer Fluss in diesem oder jenem Hexfeld ist. Das nennt man dann bei der Bearbeitung von Geodaten “Generalisierung” und wurde hier großzügig genutzt. Im unten stehenden Bild sieht man die QGIS Oberfläche als Daten wurden ausgewählt die Gewässer, hier der Fluss Neckar, die LEO BW Karte der Postrouten und Openstreetmap. Eine Dreifach Präsentation des gleichen Flusses. Und die Abweichungen sind verkraftbar.

    Darstellung der Geodaten Gewässer – Fluss Neckar

    Look and Feel

    Erster Test der Karte mit Rahmen, Legende und Karteninhalt.

    Beim aussehn der Karte schwebte uns ein Stil vor der etwas gedämpft und erdig wirkt. So wie man sich Karten des 17. Jahrhunderts vorstellt. Nicht druckfrisch, sondern alt und wiedergefunden. Am besten wäre, dass dann noch alle Kartenelemente selbst gezeichnet wären oder sogar noch handgemalt auf Pergament. Wenn es da doch nur was gäbe.

    Ohne viel Werbung machen zu wollen, es gibt da was und das auch noch Kostenlos:

    https://kmalexander.com/free-stuff/fantasy-map-brushes/

    Ich arbeite im Hintergrund auch für mein QGIS Kartenprojekt daran, wie man das am besten für die Hexmaps nutzbar macht. Die Bibliothek, die K.M.Alexander zur Verfügung stellt, ist riesig. Er hat einfach alte Karten hergenommen und deren Symbole und Zeichnungen zu PNGs und Brushes verarbeitet. 

    Fertige Karte

    Und hier ist sie, die erste Version ist vom 15.06 und heute am 23.08 veröffentlichen wir stolz die fertige Version

    Itch von Zeoko – Baden-Württemberg im 30jährigen Krieg

    Baden-Württemberg_150px_PNGHerunterladen Baden-Württemberg_300px_PNGHerunterladen Baden-Württemberg_PDFHerunterladen BA-WÜ-30-300px-SpielerHerunterladen Baden-Württemberg_150px_Spielerkarte_PNGHerunterladen

    Ausblick

    Für eine einzelne Karte ist der Stoff damit beisammen – mehr würde sie überladen. Und die Datensammlung dahinter wächst sowieso munter weiter; wenn man einmal schaut, was es weltweit an Datensätzen gibt, wird einem ganz schön schwindelig vor Möglichkeiten. Was mich am meisten freut: Das Projekt macht uns allen sichtlich Spaß. Wir wollen jedenfalls weiter machen und haben schon weitere Gebiete im Blick.

    Danksagung

    Mein Dank geht vor allem an:

    • Grannus, für die Idee und die historische Sorgfalt.
    • Topflappen, dafür, dass du meine verrückten Karten-Ideen wieder technisch möglich machst und dein Fachwissen so frei teilst.

    Wenn ihr Leser:innen wollt, berichten wir gerne weiter über das, was noch kommt.

    Hinweis

    Wir haben stellenweise mit sehr großen und sehr verschiedenen Datenbergen gearbeitet (Geodaten aller Städte, Gemeinden und Gewässer von Deutschland, Wege der Römer durch halb Europa und viele andere) Trotz äußerster Sorgfalt können sich in einer Karte Fehler einschleichen. Wenn ihr welche findet, schreibt sie mir gern per PM. Und die Karte ist eher fürs Online spielen konzipiert. Es wurden nur wenige Testdrucke erstellt. Vielleicht gehen wir das noch einmal an.

    Quellen

    Hier unsere Quellen:

    • © LGL Baden-Württemberg 2026, dl-de/by-2-0
    • © LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg 2026, dl-de/by-2-0
    • © GeoBasis-DE / BKG 2024 (Daten verändert), dl-de/by-2-0
    • © Itiner-e (Brughmans et al. 2024), Römerstraßen: CC BY 4.0, itiner-e.org
    • © 2024 by Brughmans, Pažout, de Soto and Bjerregaard Vahlstrup is licensed under CC BY 4.0
    • © LUBW Baden-Württemberg, nach Meynen & Schmithüsen, Naturräume
    • © Historische Einordnung der Bewaldung nach: Volk (2017–2020),
    • © Historischer Atlas von Baden-Württemberg (LGL/LEO-BW)
    • © Bundesamt für Naturschutz (BfN)
    • © European Space Agency (2024). Copernicus Global Digital Elevation Model. Distributed by OpenTopography. https://doi.org/10.5069/G9028PQB. Accessed 2026-07-12
    • © DLR e.V. 2010-2014 and © Airbus Defence and Space GmbH 2014-2018 provided under COPERNICUS by the European Union and ESA; all rights reserved.
    • © https://kmalexander.com/free-stuff/fantasy-map-brushes/#support
    • Zur Methodik: Fließgewässer, Seen und Städte zeigen den heutigen Stand. Römische Straßen und die historische Bewaldung sind Rekonstruktionen (~150 n. Chr. bzw. ~1620) auf Basis archäologischer https://itiner-e.org/ und naturräumlicher Quellen (Bewaldung naturräumlich abgeleitet nach Meynen & Schmithüsen) und sehr grob gehalten. Diese Karte dient einem Tischrollenspiel als Hexfeldkarte und ist rein fiktional und für Hobbyzwecke.
    #17Jahrhundert #DomainPlay #Download #DreißigjährigerKrieg #DungeonsDragons #Hexcrawl #Hexmap #Karten #Material #OSR #PenPaper #penandpaper #penpaper #QGIS #SwordsWizardry #Worldbuilding
  2. [Download] Baden-Württemberg im Dreißigjährigen Krieg – eine Karte mit QGIS

    Hinweis: Dies ist ein sehr detaillierter Bericht über die Entstehung der Karte. Die Download-Dateien befinden sich ganz am Ende vor dem Ausblick und den Danksagungen. Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass dies der zweite Artikel heute ist. Schaut euch auf jeden Fall auch Rackhirs Vorschau zu Erde & Wasser Part 2 an.

    Zeoko

    Da dachte ich erst: Der erste Artikel kam gut an, machen wir uns mal ran, mehr ins Detail zu gehen oder den Vorschlag von Seba aufzunehmen und mehr die Karte und die Inhalte von Beyond the Wall zu erklären, die ich verbaut habe. Aber wie meistens kommt alles anders und hier war das auch gut so.

    Diesmal war es jemand anderes, der meinte:

    Eins vorab. Um das klar zu machen, bin ich kein QGiS Profi. Es gibt viele Geodatenprogramme, QGIS ist nur eins davon, aber ein tolles, freies und mit einer lebendigen Community dahinter. Auf der Arbeit muss ich leider mit ganz anderen arbeiten. Deshalb sind diese Hobby-Projekte gut zum Lernen. Und ich habe noch viel zu lernen, daher kam die Frage von grannus zum richtigen Zeitpunkt und mit Topflappen zusammen stürzten wir uns also kopfüber rein.

    Und ja – das ist kein erfundener Kontinent mehr, sondern echtes Land. Mittendrin im Krieg.

    Ein Hinweis noch der mir persönlich sehr wichtig ist: Wo Krieg im Rollenspiel zum epischen Abenteuer wird, verschwinden seine realen Schrecken oft hinter der Kulisse – das Trauma des Überlebens, die moralischen Abgründe. Dabei gibt es im realen Krieg keine Helden, nur Verlierer auf allen Seiten. Deshalb ist es uns wichtig, dass unser Material Krieg an keiner Stelle glorifiziert.

    Das Konzept

    Warum eine echte, historische Karte statt schöner Fantasy? Weil eine reale Grundlage etwas mitbringt, das man sich sonst mühsam ausdenken muss: Sie stimmt einfach. Flüsse laufen dorthin, wo sie wirklich laufen, Klöster stehen da, wo sie standen oder stehen, und wer will, kann nach der Runde nachlesen, dass es diesen Ort wirklich gab. Ein weiterer Vorteil ist, dass man echte Geodaten nutzen kann um die Karte mit Leben zu füllen.

    Definition von Geodaten: Sie unterteilen sich in Geofachdaten und Geobasisdaten – diese beschreiben die Erscheinungsform der Erde (Topographie). Sie sind in einem einheitlichen Raumbezug definiert und haben für die vielfältigen Bedürfnisse von Politik, Verwaltung und Wirtschaft eine herausragende Bedeutung.

    Quelle der Definition: https://www.laiv-mv.de/Geoinformation/Geobasisdaten/

    Hier findet man freie Geodaten: https://gdz.bkg.bund.de/

    Für eine Sandbox, in der die Spieler:innen selbst entscheiden, wohin sie ziehen, ist das Gold wert. Eine geschichtsechte Spielwiese. Das Ausdenken von Zielen und Anspielstationen wird dadurch sogar noch befeuert, da in vielen Orten geschichtsträchtiges passierte und Personen der Zeit mit Namen und einmaligem Hintergrund wirkten. Damit das auch noch etwas Fahrt aufnimmt, mischen wir unter die echten Orte ein paar erfundene, an denen später Abenteuer hängen sollen. Diese Orte haben wir einfach mit einem anderen Symbol versehen und in der Legende vermerkt. Was in die Karte überhaupt reinkommt, ist Grannus’ Baustelle. Danach haben Topflappen und ich immer wieder geschaut, was es für freie, kostenlose Geobasisdaten gibt, die man für Hobbyzwecke nutzen darf und kann.

    Grannus

    Vor kurzem sagte greywiz mal über meine Person:

    “…Manchmal zwingt er auch Leute einfach noch tollere Sachen zu machen, was an sich schon super ist”

    Und was soll ich sagen? Ich habe es wieder getan. Nachdem JFS eine tolle Hexkarte der Region zwischen Reutlingen und Mainz zeigte, war ich total verliebt und wünschte mir sowas direkt für das Heilige Römische Reich. Und ganz zufällig hat Zeoko seinen Artikel zu QGIS kurz vorher veröffentlicht. Der Rest ist ja bekannt. 

    Wo fängt man also am besten an? Vielleicht mit einem kleinen Teil, z.B. der Region Baden-Württemberg. Meine Heimat sollte einen guten Trainingsplatz abgeben.

    Ein Amateur wie ich schaut also erstmal nach bereits vorhandenen Karten und ob man auf deren Basis was machen kann. Von dieser technischen Zauberei verstehe ich nicht wirklich was, sodass ich da recht blauäugig begann. 

    Grannus Grundlage: Dreißigjähriger Krieg 1620-1634 in Baden-Württemberg (Quelle: Leo-BW (2026))

    Quelle:https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/DOKUMENT/kgl_atlas/HABW_06_11b/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger+Krieg+1620-1634

    Zack, Karte gefunden als Basis, nun also überlegen, womit die Karte gefüllt werden soll. Dabei hatte ich mehrere Design-Ziele, was den Inhalt der Karte anging:

    1. Die Karte sollte an erster Stelle kein atmosphärisches Gimmick sein, sondern ein Werkzeug bzw. Werkzeugkasten für die Spielleitung und deren Gruppe sein.
    2. Die Lesbarkeit der Karte. Damit ist nicht die Schriftgröße oder so gemeint, sondern wie die Karte ihre Informationen preisgibt. 
    Erste Züge der 1620er-Karte: Openstreetmap mit der georefenzierten Leo-BW-Karte – Dreißigjähriger Krieg 1620-1634 und einem Hexgitter So sah das ganze dann ohne Openstreetmap als Referenz aus. Hätte man so lassen können, aber wir wollten mehr.

    So, Zeoko hatte beim Anlegen dieses Artikels bereits eine kleine Auflistung vorbereitet. Nutzen wir diese doch und ich erzähle kurz was zu den einzelnen Punkten. 

    Städte, Klöster und Wehranlagen 

    Meiner Meinung nach sind dies die Herzstücke einer Karte aus dem Dreißigjährigen Krieg. Unabdingbar für Abenteuer, Downtime, Kontakte und allgemein die Atmosphäre dieses gigantischen Konfliktes. Alle existierenden Orte zu übernehmen, hätte den Rahmen der Karte gesprengt. Wie also auswählen? Das geschah recht organisch in einem Wechselspiel zwischen Zeoko und mir. 

    Am Ende war es eine Mischung aus Städten, die: 

    • zu den größten in Baden-Württemberg gehörten
    • wichtig für den Konflikt waren
    • interessante geschichtliche Begebenheiten aufwiesen
    • mir persönlich wichtig sind, da ich in deren Umgebung aufgewachsen bin und lebe

    Bei den Wehranlagen und Klöstern haben wir nicht selektiert, da bedienten wir uns munter.

    Erste Versuche mit den Daten der Flüsse und Städte (Quelle: https://maps.lgrb-bw.de/)

    Konfessions-Unschärfe 1620–1634

    Zeoko fragte mich bei den Klöstern, welche Konfessionen diese aufweisen würden, um dies ggf. in die Kartenlegende einfließen zu lassen. Doch ganz so einfach war es dann doch nicht. Erst katholisch, dann protestantisch und schließlich ein Wechselspiel an Plünderungen, Einquartierungen etc. Über die Dauer des Konfliktes geschah einiges,  daher verzichteten wir auf eine Unterscheidung bezüglich der Konfessionen. Abgesehen davon handelt es sich hier immerhin um eine Spielkarte und eine Spielleitung sollte noch etwas freie Hand haben, wenn es um solche Entscheidungen geht.

    Alle Klöster aufzunehmen und deren Zuordnung hätte die Karte gesprengt (Quelle: https://www.leo-bw.de/media/kgl_atlas/current/delivered/bilder/HABW_08_06.jpg)

    Die Römer und Thurn & Taxis

    Wenn ich an Hex-Karten oder an Sandboxen denke, dann möchte ich Werkzeuge zur Hand haben. Bewegungsgeschwindigkeiten, Routen und etablierte Straßen sind da ein zentrales Element. Die Spielfiguren möchten sich von A nach B bewegen – welche Möglichkeiten haben sie? Kommen sie gut zu Fuß voran? Oder ist das Gelände zu schwierig? Benötigen sie Pferde oder können sie sich gar eine bequeme Reise per Kutsche leisten? Flussstraßen waren auch sehr beliebt, besonders bei den Armeen und deren Artillerie. Bei den Straßen bedienten wir uns bei den Römern, das kann man doch immer guten Gewissens machen. Inspiriert (oder vielleicht geschädigt?) durch Warhammer Fantasy mag ich auch die Vorstellung von Spielfiguren in Kutschen, Poststationen und wehrhaften Gasthäusern außerhalb der Städte. Dazu kam noch der starke Artikel vom Oger zum Thema “Briefe und Depeschen (zuerst auf seinem Blog und dann schließlich im Gazer #3). Das alles versprach einiges an Spielmöglichkeiten. Also rein damit.

    Neckar, Rhein, Bodensee

    Ganz zu Beginn stellte sich auch die Frage, welche Regionen besonders wichtig waren. Daran konnten wir uns etwas entlanghangeln. Auf der endgültigen Karte sind diese Regionen aufgrund der Lesbarkeit sehr dezent umrandet worden.

    Insgesamt war mein Anteil bei diesem Projekt recht gering. Meiner Meinung nach. Zeoko hat ordentlich Blut geleckt bei der Recherche. Ich denke (und hoffe), ihn hat das Spiel im Dreißigjährigen Krieg nun ebenfalls gepackt. Basierend auf der endgültigen Karte geht es dann los, denn die Karte soll bespielt werden. Tabellen wollen erstellt werden und Abenteuerorte platziert werden. Ich gebe nun ab an Topflappen. Vielen Dank fürs Zuhören.

    Topflappen

    Ein Glück gibt es recht viele frei verfügbare Geobasisdaten aus verschiedensten Quellen, auf die wir zurückgreifen konnten. Erst einmal eine Karte, die alles Heutige zeigt, also Städte, Flussverläufe, Straßen, Verwaltungsgrenzen etc. In dem Fall haben wir uns wieder an OpenStreetMap bedient, weil das einfach eine sehr gute Open Source Grundlage ist. Und auf dieser Basis konnten wir alles andere erstellen, sodass es auch wirklich am richtigen Ort liegt.

    So wussten wir dann auch, wo genau das Hexgitter liegen sollte, nämlich auf Baden-Württemberg. Zur besseren Orientierung und damit man später einfacher kommunizieren kann, wo was auf der Karte ist, bekam das Hexgitter auch noch eine Beschriftung mit den Spalten als Buchstaben und den Zeilen als Zahlenformat. Damit hat jedes Hexfeld eine einzigartige Kennung. 

    Ein ganz wichtiger Punkt ist außerdem das sogenannte Georeferenzieren. Das ist ein Vorgang, mit dem wir verschiedenste Karten, die selbst über keine Lagedaten verfügen, ins GIS ziehen können. Und zwar dorthin, wo sie in der Realität liegen. Dafür setzen wir sowohl auf der OpenStreetMap-Karte, als auch auf der neuen Karte per Hand mehrere Referenzpunkte dort, wo die Karten identisch sein sollten. Bei Karten mit kleinem Maßstab wie dieser (für ein ganzes Bundesland) können das beispielsweise Städte sein, ein bestimmter Punkt an einem Seeufer oder eine Flussmündung. Alles Sachen, die sich nicht unbedingt weiterbewegt haben dürften. Das ermöglicht es uns, Kartenmaterial auch aus analogen (oder digitalen) Büchern einzubinden, um es als Vorlage zu verwenden. So hat Zeoko das beispielsweise mit einer Karte gemacht, auf der die damaligen Postwege eingezeichnet waren. 

    Postrouten (Postcourse) in Baden-Württemberg 1490-1803 (Quelle: Leo-BW (2026))

    Im ersten Schritt werden die Karten georeferenziert und dann können wir das, was uns von den Daten interessiert – in dem Fall eben die Postwege – als Vektorlinien “abzeichnen” und separat abspeichern. Dann hat die alte Karte ihren Dienst getan und wir haben neue Daten, die wir in unserer eigenen Karte darstellen können. Die Hauptarbeit hat dabei Zeoko gemacht, ich stand dann eher mit Tipps und Vorschlägen zur Seite. 

    Georeferenzieren der Postwege-Karte (rechts) in QGIS mit Hilfe von OpenStreetMap (links). Die Linien zeigen auf beiden Karten denselben Ort. Vektrolinien in QGIS die die Postwege der Vorlage nach dem abzeichnen, abbilden.

    Außerdem ist die “Landschaft” der Geodaten in Deutschland etwas unübersichtlich – wie könnte es auch anders sein. Jedes Bundesland hat seinen eigenen Satz an verschiedensten Geodaten und mindestens einen eigenen Onlineviewer dafür. In der Regel können wir diese Layer als Web Map Service oder Web Feature Service zwar direkt im QGIS-Projekt anzeigen, aber trotzdem muss man die erstmal zusammensammeln. 

    Für Baden-Württemberg gibt es beispielsweise den Kartenviewer “UDO” für Daten, die mit Umwelt und Natur zu tun haben (Gewässernetz, Schutzgebiete, Umgebungslärmkarten oder Freiflächen-Photovoltaik,…). Daneben gibt es den bereits oben genannten Leo-BW, das Landeskundliche Informationssystem Baden-Württemberg, das sich eher mit kulturellen und historischen Daten befasst. Zusätzlich stellt auch das Landesamt für Geologie (LGRB) Geodaten zur Verfügung, diese befassen sich aber eher mit den Themen Bodenkunde, Geologie, Erdbeben etc.
    Was das zeigen soll: es gibt jede Menge Daten, aber wir müssen wissen, wie wir daran kommen und wie wir sie finden. In anderen Bundesländern sieht es übrigens ähnlich aus: es gibt nicht den einen Datendienst oder die eine Website. Mit so einer Aufgabe ist also immer auch etwas Recherche verbunden.

    Danke euch beiden.

    Zeoko

    Danke Topflappen und Grannus, weiter geht mit den Grundlagen der Karte und der letztendlichen Ausgestaltung. Eine Warnung vorab, auf diesem Weg gibt es einige Rabbit Holes.

    Schummerung

    Die Schummerung oder Hillshade bildet die Grundlage für unser Höhenprofil innerhalb der Karte. Früher langwierig, aber wunderschön per Hand gezeichnet, übernimmt das heute QGIS mit Daten des europäischen Copernicus Programms und die haben es in sich.  Satelliten tasten die Erdoberfläche mit Infrarot Lasern ab, aus den Rohdaten wird dann ein Höhenbild erstellt. Wer mehr über diese Satelliten wissen möchte:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Quasar und https://www.das-wissen.de/natur-umwelt/wissenschaftliche-entdeckungen-natur-umwelt/quasare-und-ihre-bedeutung-fuer-die-astrophysik Mein Technik-Nerd Herz schlägt schneller, wenn ich mir vorstelle, dass die Satelliten sich an Quasaren  im Weltraum orientieren. Hier eine kleine schematische Skizze wie die Satelliten diese Daten erhoben haben.

    Und wir dürfen die Daten nutzen (Quelle: https://ec.europa.eu/eurostat/documents/7116161/21574904/GEO1988-CopernicusDEM-RP-001_ValidationReport_I3.0_08.2024.pdf/77a7f626-500b-d524-4f97-76c3db005970?t=1747752837661)

    Zurück zum Projekt: aus dem Höhenbild kann QGIS dann ableiten, wo es hoch und wo es tief ist, quasi macht es das am Farbwert. Dann spielt man etwas mit den vielen verschiedenen Einstellungen. Zum Beispiel kann man einstellen aus welcher Richtung die Beleuchtung stattfinden soll und dann hat man eine Geländeoberfläche als Grundlage, durch die man mit Grautönen plastisch darstellen kann, wo Flachland ist, wo Mittelgebirge und wo Hochgebirge. Das ist später noch wichtig für die naturräumliche Gliederung.

    Leider sind diese Daten von heute und nicht von 1620, aber da wir die Schummerung nur als grobes Gelände nutzen wollten, war das für uns vollkommen okay. Es unterstützt das Gefühl der Umgebung innerhalb der Hexfelder, bildet Bergketten oder Flusstäler perfekt nach, ohne dass wir zeichnen müssen und ein Berg von 1620 ist heute meistens auch noch ein Berg. Und da die Daten europäischer Herkunft sind, haben wir keine Ländergrenzen die die Daten beschneiden.

    Europäische Daten der GLO-90: worldwide coverage (Quelle: https://dataspace.copernicus.eu/explore-data/data-collections/copernicus-contributing-missions/collections-description/COP-DEM)

    Vulkane und Städte

    Bei der Recherche war aber auch spannend zu erfahren, was alles als Steinbruch herhalten musste und deshalb heute kaum noch als Vulkanschlot erkennbar ist. Die Idee für Vulkane kam aus dem Barcosa Discord aus einem Gespräch mit @Ampersandy, danke dafür. Wir haben ein paar der Vulkane zufällig ausgewählt und sie in OpenStreetMap gesucht. Dort, wo die Vulkane liegen, haben wir dann Punkte in einem neuen Layer gesetzt und diese zuletzt noch in Form von hübscheren SVG-Symbolen dargestellt.

    Auch hier helfen wieder Landesdaten, (Quelle: https://lgrbwissen.lgrb-bw.de/geotourismus/landschaftsteile-felsen/alpenvorland/hegau-vulkane)

    Faszinierend dabei war für mich auch der Fakt, dass manche Burgen direkt unter sich einen inaktiven alten Vulkanschlot haben. Perfekt für das Finale einer Session oder sogar Kampagne. Das Tor zur Hölle öffnet sich oder alles explodiert, weil der Vulkan doch nicht so ruhig war. Wir haben nur ein paar zusammen getragen. Es gibt noch viel mehr aber auch hier musste die Anzahl der Lesbarkeit der Karte, reduziert werden. Das Übereinanderliegen von Symbolen war für dieses Projekt eine Herausforderung.

    Die Festungsruine Hohentwiel bei Singen im Hegau ist mit rund neun Hektar Fläche die größte Burgruine Deutschlands. Sie thront auf einem erloschenen, rund neun Millionen Jahre alten Vulkan

    Was die Geodaten der Orte angeht, hätten wir beinahe einen anderen groben Fehler begangen. Karlsruhe wurde von Durlach aus erst 1715 als Planstadt gegründet. Deshalb war die Karte von Leo-BW so wichtig, da die Postroutenkarte direkt nur Orte genannt hatte, die es zu der Zeit schon gab. Uns wurde dadurch viel Recherche abgenommen. Gleiches gilt für Friedrichshafen, das zu dieser Zeit noch Buchhorn hieß. Solche kleinen Details erfreuen mich beim Karten erstellen am meisten. Weil man dabei noch etwas lernt. 

    Gewässer

    Beim Verlauf der Flüsse und der Lage der Seen konnten wir nur schwer etwas mit den Geodaten machen. Die Flüsse haben den Verlauf von heute. Einige Quellen konnten wir betreffend der Donau vor der Begradigung ausfindig machen, aber die Einarbeitung dieser Grundlagen schien uns zu zeitraubend. Wichtig ist letztlich nur, dass ein großer Fluss in diesem oder jenem Hexfeld ist. Das nennt man dann bei der Bearbeitung von Geodaten “Generalisierung” und wurde hier großzügig genutzt. Im unten stehenden Bild sieht man die QGIS Oberfläche als Daten wurden ausgewählt die Gewässer, hier der Fluss Neckar, die LEO BW Karte der Postrouten und Openstreetmap. Eine Dreifach Präsentation des gleichen Flusses. Und die Abweichungen sind verkraftbar.

    Darstellung der Geodaten Gewässer – Fluss Neckar

    Look and Feel

    Erster Test der Karte mit Rahmen, Legende und Karteninhalt.

    Beim aussehn der Karte schwebte uns ein Stil vor der etwas gedämpft und erdig wirkt. So wie man sich Karten des 17. Jahrhunderts vorstellt. Nicht druckfrisch, sondern alt und wiedergefunden. Am besten wäre, dass dann noch alle Kartenelemente selbst gezeichnet wären oder sogar noch handgemalt auf Pergament. Wenn es da doch nur was gäbe.

    Ohne viel Werbung machen zu wollen, es gibt da was und das auch noch Kostenlos:

    https://kmalexander.com/free-stuff/fantasy-map-brushes/

    Ich arbeite im Hintergrund auch für mein QGIS Kartenprojekt daran, wie man das am besten für die Hexmaps nutzbar macht. Die Bibliothek, die K.M.Alexander zur Verfügung stellt, ist riesig. Er hat einfach alte Karten hergenommen und deren Symbole und Zeichnungen zu PNGs und Brushes verarbeitet. 

    Fertige Karte

    Und hier ist sie, die erste Version ist vom 15.06 und heute am 23.08 veröffentlichen wir stolz die fertige Version

    Itch von Zeoko – Baden-Württemberg im 30jährigen Krieg

    Baden-Württemberg_150px_PNGHerunterladen Baden-Württemberg_300px_PNGHerunterladen Baden-Württemberg_PDFHerunterladen BA-WÜ-30-300px-SpielerHerunterladen Baden-Württemberg_150px_Spielerkarte_PNGHerunterladen

    Ausblick

    Für eine einzelne Karte ist der Stoff damit beisammen – mehr würde sie überladen. Und die Datensammlung dahinter wächst sowieso munter weiter; wenn man einmal schaut, was es weltweit an Datensätzen gibt, wird einem ganz schön schwindelig vor Möglichkeiten. Was mich am meisten freut: Das Projekt macht uns allen sichtlich Spaß. Wir wollen jedenfalls weiter machen und haben schon weitere Gebiete im Blick.

    Danksagung

    Mein Dank geht vor allem an:

    • Grannus, für die Idee und die historische Sorgfalt.
    • Topflappen, dafür, dass du meine verrückten Karten-Ideen wieder technisch möglich machst und dein Fachwissen so frei teilst.

    Wenn ihr Leser:innen wollt, berichten wir gerne weiter über das, was noch kommt.

    Hinweis

    Wir haben stellenweise mit sehr großen und sehr verschiedenen Datenbergen gearbeitet (Geodaten aller Städte, Gemeinden und Gewässer von Deutschland, Wege der Römer durch halb Europa und viele andere) Trotz äußerster Sorgfalt können sich in einer Karte Fehler einschleichen. Wenn ihr welche findet, schreibt sie mir gern per PM. Und die Karte ist eher fürs Online spielen konzipiert. Es wurden nur wenige Testdrucke erstellt. Vielleicht gehen wir das noch einmal an.

    Quellen

    Hier unsere Quellen:

    • © LGL Baden-Württemberg 2026, dl-de/by-2-0
    • © LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg 2026, dl-de/by-2-0
    • © GeoBasis-DE / BKG 2024 (Daten verändert), dl-de/by-2-0
    • © Itiner-e (Brughmans et al. 2024), Römerstraßen: CC BY 4.0, itiner-e.org
    • © 2024 by Brughmans, Pažout, de Soto and Bjerregaard Vahlstrup is licensed under CC BY 4.0
    • © LUBW Baden-Württemberg, nach Meynen & Schmithüsen, Naturräume
    • © Historische Einordnung der Bewaldung nach: Volk (2017–2020),
    • © Historischer Atlas von Baden-Württemberg (LGL/LEO-BW)
    • © Bundesamt für Naturschutz (BfN)
    • © European Space Agency (2024). Copernicus Global Digital Elevation Model. Distributed by OpenTopography. https://doi.org/10.5069/G9028PQB. Accessed 2026-07-12
    • © DLR e.V. 2010-2014 and © Airbus Defence and Space GmbH 2014-2018 provided under COPERNICUS by the European Union and ESA; all rights reserved.
    • © https://kmalexander.com/free-stuff/fantasy-map-brushes/#support
    • Zur Methodik: Fließgewässer, Seen und Städte zeigen den heutigen Stand. Römische Straßen und die historische Bewaldung sind Rekonstruktionen (~150 n. Chr. bzw. ~1620) auf Basis archäologischer https://itiner-e.org/ und naturräumlicher Quellen (Bewaldung naturräumlich abgeleitet nach Meynen & Schmithüsen) und sehr grob gehalten. Diese Karte dient einem Tischrollenspiel als Hexfeldkarte und ist rein fiktional und für Hobbyzwecke.
    #17Jahrhundert #DomainPlay #Download #DreißigjährigerKrieg #DungeonsDragons #Hexcrawl #Hexmap #Karten #Material #OSR #PenPaper #penandpaper #penpaper #QGIS #SwordsWizardry #Worldbuilding
  3. [Download] Baden-Württemberg im Dreißigjährigen Krieg – eine Karte mit QGIS

    Hinweis: Dies ist ein sehr detaillierter Bericht über die Entstehung der Karte. Die Download-Dateien befinden sich ganz am Ende vor dem Ausblick und den Danksagungen. Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass dies der zweite Artikel heute ist. Schaut euch auf jeden Fall auch Rackhirs Vorschau zu Erde & Wasser Part 2 an.

    Zeoko

    Da dachte ich erst: Der erste Artikel kam gut an, machen wir uns mal ran, mehr ins Detail zu gehen oder den Vorschlag von Seba aufzunehmen und mehr die Karte und die Inhalte von Beyond the Wall zu erklären, die ich verbaut habe. Aber wie meistens kommt alles anders und hier war das auch gut so.

    Diesmal war es jemand anderes, der meinte:

    Eins vorab. Um das klar zu machen, bin ich kein QGiS Profi. Es gibt viele Geodatenprogramme, QGIS ist nur eins davon, aber ein tolles, freies und mit einer lebendigen Community dahinter. Auf der Arbeit muss ich leider mit ganz anderen arbeiten. Deshalb sind diese Hobby-Projekte gut zum Lernen. Und ich habe noch viel zu lernen, daher kam die Frage von grannus zum richtigen Zeitpunkt und mit Topflappen zusammen stürzten wir uns also kopfüber rein.

    Und ja – das ist kein erfundener Kontinent mehr, sondern echtes Land. Mittendrin im Krieg.

    Ein Hinweis noch der mir persönlich sehr wichtig ist: Wo Krieg im Rollenspiel zum epischen Abenteuer wird, verschwinden seine realen Schrecken oft hinter der Kulisse – das Trauma des Überlebens, die moralischen Abgründe. Dabei gibt es im realen Krieg keine Helden, nur Verlierer auf allen Seiten. Deshalb ist es uns wichtig, dass unser Material Krieg an keiner Stelle glorifiziert.

    Das Konzept

    Warum eine echte, historische Karte statt schöner Fantasy? Weil eine reale Grundlage etwas mitbringt, das man sich sonst mühsam ausdenken muss: Sie stimmt einfach. Flüsse laufen dorthin, wo sie wirklich laufen, Klöster stehen da, wo sie standen oder stehen, und wer will, kann nach der Runde nachlesen, dass es diesen Ort wirklich gab. Ein weiterer Vorteil ist, dass man echte Geodaten nutzen kann um die Karte mit Leben zu füllen.

    Definition von Geodaten: Sie unterteilen sich in Geofachdaten und Geobasisdaten – diese beschreiben die Erscheinungsform der Erde (Topographie). Sie sind in einem einheitlichen Raumbezug definiert und haben für die vielfältigen Bedürfnisse von Politik, Verwaltung und Wirtschaft eine herausragende Bedeutung.

    Quelle der Definition: https://www.laiv-mv.de/Geoinformation/Geobasisdaten/

    Hier findet man freie Geodaten: https://gdz.bkg.bund.de/

    Für eine Sandbox, in der die Spieler:innen selbst entscheiden, wohin sie ziehen, ist das Gold wert. Eine geschichtsechte Spielwiese. Das Ausdenken von Zielen und Anspielstationen wird dadurch sogar noch befeuert, da in vielen Orten geschichtsträchtiges passierte und Personen der Zeit mit Namen und einmaligem Hintergrund wirkten. Damit das auch noch etwas Fahrt aufnimmt, mischen wir unter die echten Orte ein paar erfundene, an denen später Abenteuer hängen sollen. Diese Orte haben wir einfach mit einem anderen Symbol versehen und in der Legende vermerkt. Was in die Karte überhaupt reinkommt, ist Grannus’ Baustelle. Danach haben Topflappen und ich immer wieder geschaut, was es für freie, kostenlose Geobasisdaten gibt, die man für Hobbyzwecke nutzen darf und kann.

    Grannus

    Vor kurzem sagte greywiz mal über meine Person:

    “…Manchmal zwingt er auch Leute einfach noch tollere Sachen zu machen, was an sich schon super ist”

    Und was soll ich sagen? Ich habe es wieder getan. Nachdem JFS eine tolle Hexkarte der Region zwischen Reutlingen und Mainz zeigte, war ich total verliebt und wünschte mir sowas direkt für das Heilige Römische Reich. Und ganz zufällig hat Zeoko seinen Artikel zu QGIS kurz vorher veröffentlicht. Der Rest ist ja bekannt. 

    Wo fängt man also am besten an? Vielleicht mit einem kleinen Teil, z.B. der Region Baden-Württemberg. Meine Heimat sollte einen guten Trainingsplatz abgeben.

    Ein Amateur wie ich schaut also erstmal nach bereits vorhandenen Karten und ob man auf deren Basis was machen kann. Von dieser technischen Zauberei verstehe ich nicht wirklich was, sodass ich da recht blauäugig begann. 

    Grannus Grundlage: Dreißigjähriger Krieg 1620-1634 in Baden-Württemberg (Quelle: Leo-BW (2026))

    Quelle:https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/DOKUMENT/kgl_atlas/HABW_06_11b/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger+Krieg+1620-1634

    Zack, Karte gefunden als Basis, nun also überlegen, womit die Karte gefüllt werden soll. Dabei hatte ich mehrere Design-Ziele, was den Inhalt der Karte anging:

    1. Die Karte sollte an erster Stelle kein atmosphärisches Gimmick sein, sondern ein Werkzeug bzw. Werkzeugkasten für die Spielleitung und deren Gruppe sein.
    2. Die Lesbarkeit der Karte. Damit ist nicht die Schriftgröße oder so gemeint, sondern wie die Karte ihre Informationen preisgibt. 
    Erste Züge der 1620er-Karte: Openstreetmap mit der georefenzierten Leo-BW-Karte – Dreißigjähriger Krieg 1620-1634 und einem Hexgitter So sah das ganze dann ohne Openstreetmap als Referenz aus. Hätte man so lassen können, aber wir wollten mehr.

    So, Zeoko hatte beim Anlegen dieses Artikels bereits eine kleine Auflistung vorbereitet. Nutzen wir diese doch und ich erzähle kurz was zu den einzelnen Punkten. 

    Städte, Klöster und Wehranlagen 

    Meiner Meinung nach sind dies die Herzstücke einer Karte aus dem Dreißigjährigen Krieg. Unabdingbar für Abenteuer, Downtime, Kontakte und allgemein die Atmosphäre dieses gigantischen Konfliktes. Alle existierenden Orte zu übernehmen, hätte den Rahmen der Karte gesprengt. Wie also auswählen? Das geschah recht organisch in einem Wechselspiel zwischen Zeoko und mir. 

    Am Ende war es eine Mischung aus Städten, die: 

    • zu den größten in Baden-Württemberg gehörten
    • wichtig für den Konflikt waren
    • interessante geschichtliche Begebenheiten aufwiesen
    • mir persönlich wichtig sind, da ich in deren Umgebung aufgewachsen bin und lebe

    Bei den Wehranlagen und Klöstern haben wir nicht selektiert, da bedienten wir uns munter.

    Erste Versuche mit den Daten der Flüsse und Städte (Quelle: https://maps.lgrb-bw.de/)

    Konfessions-Unschärfe 1620–1634

    Zeoko fragte mich bei den Klöstern, welche Konfessionen diese aufweisen würden, um dies ggf. in die Kartenlegende einfließen zu lassen. Doch ganz so einfach war es dann doch nicht. Erst katholisch, dann protestantisch und schließlich ein Wechselspiel an Plünderungen, Einquartierungen etc. Über die Dauer des Konfliktes geschah einiges,  daher verzichteten wir auf eine Unterscheidung bezüglich der Konfessionen. Abgesehen davon handelt es sich hier immerhin um eine Spielkarte und eine Spielleitung sollte noch etwas freie Hand haben, wenn es um solche Entscheidungen geht.

    Alle Klöster aufzunehmen und deren Zuordnung hätte die Karte gesprengt (Quelle: https://www.leo-bw.de/media/kgl_atlas/current/delivered/bilder/HABW_08_06.jpg)

    Die Römer und Thurn & Taxis

    Wenn ich an Hex-Karten oder an Sandboxen denke, dann möchte ich Werkzeuge zur Hand haben. Bewegungsgeschwindigkeiten, Routen und etablierte Straßen sind da ein zentrales Element. Die Spielfiguren möchten sich von A nach B bewegen – welche Möglichkeiten haben sie? Kommen sie gut zu Fuß voran? Oder ist das Gelände zu schwierig? Benötigen sie Pferde oder können sie sich gar eine bequeme Reise per Kutsche leisten? Flussstraßen waren auch sehr beliebt, besonders bei den Armeen und deren Artillerie. Bei den Straßen bedienten wir uns bei den Römern, das kann man doch immer guten Gewissens machen. Inspiriert (oder vielleicht geschädigt?) durch Warhammer Fantasy mag ich auch die Vorstellung von Spielfiguren in Kutschen, Poststationen und wehrhaften Gasthäusern außerhalb der Städte. Dazu kam noch der starke Artikel vom Oger zum Thema “Briefe und Depeschen (zuerst auf seinem Blog und dann schließlich im Gazer #3). Das alles versprach einiges an Spielmöglichkeiten. Also rein damit.

    Neckar, Rhein, Bodensee

    Ganz zu Beginn stellte sich auch die Frage, welche Regionen besonders wichtig waren. Daran konnten wir uns etwas entlanghangeln. Auf der endgültigen Karte sind diese Regionen aufgrund der Lesbarkeit sehr dezent umrandet worden.

    Insgesamt war mein Anteil bei diesem Projekt recht gering. Meiner Meinung nach. Zeoko hat ordentlich Blut geleckt bei der Recherche. Ich denke (und hoffe), ihn hat das Spiel im Dreißigjährigen Krieg nun ebenfalls gepackt. Basierend auf der endgültigen Karte geht es dann los, denn die Karte soll bespielt werden. Tabellen wollen erstellt werden und Abenteuerorte platziert werden. Ich gebe nun ab an Topflappen. Vielen Dank fürs Zuhören.

    Topflappen

    Ein Glück gibt es recht viele frei verfügbare Geobasisdaten aus verschiedensten Quellen, auf die wir zurückgreifen konnten. Erst einmal eine Karte, die alles Heutige zeigt, also Städte, Flussverläufe, Straßen, Verwaltungsgrenzen etc. In dem Fall haben wir uns wieder an OpenStreetMap bedient, weil das einfach eine sehr gute Open Source Grundlage ist. Und auf dieser Basis konnten wir alles andere erstellen, sodass es auch wirklich am richtigen Ort liegt.

    So wussten wir dann auch, wo genau das Hexgitter liegen sollte, nämlich auf Baden-Württemberg. Zur besseren Orientierung und damit man später einfacher kommunizieren kann, wo was auf der Karte ist, bekam das Hexgitter auch noch eine Beschriftung mit den Spalten als Buchstaben und den Zeilen als Zahlenformat. Damit hat jedes Hexfeld eine einzigartige Kennung. 

    Ein ganz wichtiger Punkt ist außerdem das sogenannte Georeferenzieren. Das ist ein Vorgang, mit dem wir verschiedenste Karten, die selbst über keine Lagedaten verfügen, ins GIS ziehen können. Und zwar dorthin, wo sie in der Realität liegen. Dafür setzen wir sowohl auf der OpenStreetMap-Karte, als auch auf der neuen Karte per Hand mehrere Referenzpunkte dort, wo die Karten identisch sein sollten. Bei Karten mit kleinem Maßstab wie dieser (für ein ganzes Bundesland) können das beispielsweise Städte sein, ein bestimmter Punkt an einem Seeufer oder eine Flussmündung. Alles Sachen, die sich nicht unbedingt weiterbewegt haben dürften. Das ermöglicht es uns, Kartenmaterial auch aus analogen (oder digitalen) Büchern einzubinden, um es als Vorlage zu verwenden. So hat Zeoko das beispielsweise mit einer Karte gemacht, auf der die damaligen Postwege eingezeichnet waren. 

    Postrouten (Postcourse) in Baden-Württemberg 1490-1803 (Quelle: Leo-BW (2026))

    Im ersten Schritt werden die Karten georeferenziert und dann können wir das, was uns von den Daten interessiert – in dem Fall eben die Postwege – als Vektorlinien “abzeichnen” und separat abspeichern. Dann hat die alte Karte ihren Dienst getan und wir haben neue Daten, die wir in unserer eigenen Karte darstellen können. Die Hauptarbeit hat dabei Zeoko gemacht, ich stand dann eher mit Tipps und Vorschlägen zur Seite. 

    Georeferenzieren der Postwege-Karte (rechts) in QGIS mit Hilfe von OpenStreetMap (links). Die Linien zeigen auf beiden Karten denselben Ort. Vektrolinien in QGIS die die Postwege der Vorlage nach dem abzeichnen, abbilden.

    Außerdem ist die “Landschaft” der Geodaten in Deutschland etwas unübersichtlich – wie könnte es auch anders sein. Jedes Bundesland hat seinen eigenen Satz an verschiedensten Geodaten und mindestens einen eigenen Onlineviewer dafür. In der Regel können wir diese Layer als Web Map Service oder Web Feature Service zwar direkt im QGIS-Projekt anzeigen, aber trotzdem muss man die erstmal zusammensammeln. 

    Für Baden-Württemberg gibt es beispielsweise den Kartenviewer “UDO” für Daten, die mit Umwelt und Natur zu tun haben (Gewässernetz, Schutzgebiete, Umgebungslärmkarten oder Freiflächen-Photovoltaik,…). Daneben gibt es den bereits oben genannten Leo-BW, das Landeskundliche Informationssystem Baden-Württemberg, das sich eher mit kulturellen und historischen Daten befasst. Zusätzlich stellt auch das Landesamt für Geologie (LGRB) Geodaten zur Verfügung, diese befassen sich aber eher mit den Themen Bodenkunde, Geologie, Erdbeben etc.
    Was das zeigen soll: es gibt jede Menge Daten, aber wir müssen wissen, wie wir daran kommen und wie wir sie finden. In anderen Bundesländern sieht es übrigens ähnlich aus: es gibt nicht den einen Datendienst oder die eine Website. Mit so einer Aufgabe ist also immer auch etwas Recherche verbunden.

    Danke euch beiden.

    Zeoko

    Danke Topflappen und Grannus, weiter geht mit den Grundlagen der Karte und der letztendlichen Ausgestaltung. Eine Warnung vorab, auf diesem Weg gibt es einige Rabbit Holes.

    Schummerung

    Die Schummerung oder Hillshade bildet die Grundlage für unser Höhenprofil innerhalb der Karte. Früher langwierig, aber wunderschön per Hand gezeichnet, übernimmt das heute QGIS mit Daten des europäischen Copernicus Programms und die haben es in sich.  Satelliten tasten die Erdoberfläche mit Infrarot Lasern ab, aus den Rohdaten wird dann ein Höhenbild erstellt. Wer mehr über diese Satelliten wissen möchte:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Quasar und https://www.das-wissen.de/natur-umwelt/wissenschaftliche-entdeckungen-natur-umwelt/quasare-und-ihre-bedeutung-fuer-die-astrophysik Mein Technik-Nerd Herz schlägt schneller, wenn ich mir vorstelle, dass die Satelliten sich an Quasaren  im Weltraum orientieren. Hier eine kleine schematische Skizze wie die Satelliten diese Daten erhoben haben.

    Und wir dürfen die Daten nutzen (Quelle: https://ec.europa.eu/eurostat/documents/7116161/21574904/GEO1988-CopernicusDEM-RP-001_ValidationReport_I3.0_08.2024.pdf/77a7f626-500b-d524-4f97-76c3db005970?t=1747752837661)

    Zurück zum Projekt: aus dem Höhenbild kann QGIS dann ableiten, wo es hoch und wo es tief ist, quasi macht es das am Farbwert. Dann spielt man etwas mit den vielen verschiedenen Einstellungen. Zum Beispiel kann man einstellen aus welcher Richtung die Beleuchtung stattfinden soll und dann hat man eine Geländeoberfläche als Grundlage, durch die man mit Grautönen plastisch darstellen kann, wo Flachland ist, wo Mittelgebirge und wo Hochgebirge. Das ist später noch wichtig für die naturräumliche Gliederung.

    Leider sind diese Daten von heute und nicht von 1620, aber da wir die Schummerung nur als grobes Gelände nutzen wollten, war das für uns vollkommen okay. Es unterstützt das Gefühl der Umgebung innerhalb der Hexfelder, bildet Bergketten oder Flusstäler perfekt nach, ohne dass wir zeichnen müssen und ein Berg von 1620 ist heute meistens auch noch ein Berg. Und da die Daten europäischer Herkunft sind, haben wir keine Ländergrenzen die die Daten beschneiden.

    Europäische Daten der GLO-90: worldwide coverage (Quelle: https://dataspace.copernicus.eu/explore-data/data-collections/copernicus-contributing-missions/collections-description/COP-DEM)

    Vulkane und Städte

    Bei der Recherche war aber auch spannend zu erfahren, was alles als Steinbruch herhalten musste und deshalb heute kaum noch als Vulkanschlot erkennbar ist. Die Idee für Vulkane kam aus dem Barcosa Discord aus einem Gespräch mit @Ampersandy, danke dafür. Wir haben ein paar der Vulkane zufällig ausgewählt und sie in OpenStreetMap gesucht. Dort, wo die Vulkane liegen, haben wir dann Punkte in einem neuen Layer gesetzt und diese zuletzt noch in Form von hübscheren SVG-Symbolen dargestellt.

    Auch hier helfen wieder Landesdaten, (Quelle: https://lgrbwissen.lgrb-bw.de/geotourismus/landschaftsteile-felsen/alpenvorland/hegau-vulkane)

    Faszinierend dabei war für mich auch der Fakt, dass manche Burgen direkt unter sich einen inaktiven alten Vulkanschlot haben. Perfekt für das Finale einer Session oder sogar Kampagne. Das Tor zur Hölle öffnet sich oder alles explodiert, weil der Vulkan doch nicht so ruhig war. Wir haben nur ein paar zusammen getragen. Es gibt noch viel mehr aber auch hier musste die Anzahl der Lesbarkeit der Karte, reduziert werden. Das Übereinanderliegen von Symbolen war für dieses Projekt eine Herausforderung.

    Die Festungsruine Hohentwiel bei Singen im Hegau ist mit rund neun Hektar Fläche die größte Burgruine Deutschlands. Sie thront auf einem erloschenen, rund neun Millionen Jahre alten Vulkan

    Was die Geodaten der Orte angeht, hätten wir beinahe einen anderen groben Fehler begangen. Karlsruhe wurde von Durlach aus erst 1715 als Planstadt gegründet. Deshalb war die Karte von Leo-BW so wichtig, da die Postroutenkarte direkt nur Orte genannt hatte, die es zu der Zeit schon gab. Uns wurde dadurch viel Recherche abgenommen. Gleiches gilt für Friedrichshafen, das zu dieser Zeit noch Buchhorn hieß. Solche kleinen Details erfreuen mich beim Karten erstellen am meisten. Weil man dabei noch etwas lernt. 

    Gewässer

    Beim Verlauf der Flüsse und der Lage der Seen konnten wir nur schwer etwas mit den Geodaten machen. Die Flüsse haben den Verlauf von heute. Einige Quellen konnten wir betreffend der Donau vor der Begradigung ausfindig machen, aber die Einarbeitung dieser Grundlagen schien uns zu zeitraubend. Wichtig ist letztlich nur, dass ein großer Fluss in diesem oder jenem Hexfeld ist. Das nennt man dann bei der Bearbeitung von Geodaten “Generalisierung” und wurde hier großzügig genutzt. Im unten stehenden Bild sieht man die QGIS Oberfläche als Daten wurden ausgewählt die Gewässer, hier der Fluss Neckar, die LEO BW Karte der Postrouten und Openstreetmap. Eine Dreifach Präsentation des gleichen Flusses. Und die Abweichungen sind verkraftbar.

    Darstellung der Geodaten Gewässer – Fluss Neckar

    Look and Feel

    Erster Test der Karte mit Rahmen, Legende und Karteninhalt.

    Beim aussehn der Karte schwebte uns ein Stil vor der etwas gedämpft und erdig wirkt. So wie man sich Karten des 17. Jahrhunderts vorstellt. Nicht druckfrisch, sondern alt und wiedergefunden. Am besten wäre, dass dann noch alle Kartenelemente selbst gezeichnet wären oder sogar noch handgemalt auf Pergament. Wenn es da doch nur was gäbe.

    Ohne viel Werbung machen zu wollen, es gibt da was und das auch noch Kostenlos:

    https://kmalexander.com/free-stuff/fantasy-map-brushes/

    Ich arbeite im Hintergrund auch für mein QGIS Kartenprojekt daran, wie man das am besten für die Hexmaps nutzbar macht. Die Bibliothek, die K.M.Alexander zur Verfügung stellt, ist riesig. Er hat einfach alte Karten hergenommen und deren Symbole und Zeichnungen zu PNGs und Brushes verarbeitet. 

    Fertige Karte

    Und hier ist sie, die erste Version ist vom 15.06 und heute am 23.08 veröffentlichen wir stolz die fertige Version

    Itch von Zeoko – Baden-Württemberg im 30jährigen Krieg

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    Ausblick

    Für eine einzelne Karte ist der Stoff damit beisammen – mehr würde sie überladen. Und die Datensammlung dahinter wächst sowieso munter weiter; wenn man einmal schaut, was es weltweit an Datensätzen gibt, wird einem ganz schön schwindelig vor Möglichkeiten. Was mich am meisten freut: Das Projekt macht uns allen sichtlich Spaß. Wir wollen jedenfalls weiter machen und haben schon weitere Gebiete im Blick.

    Danksagung

    Mein Dank geht vor allem an:

    • Grannus, für die Idee und die historische Sorgfalt.
    • Topflappen, dafür, dass du meine verrückten Karten-Ideen wieder technisch möglich machst und dein Fachwissen so frei teilst.

    Wenn ihr Leser:innen wollt, berichten wir gerne weiter über das, was noch kommt.

    Hinweis

    Wir haben stellenweise mit sehr großen und sehr verschiedenen Datenbergen gearbeitet (Geodaten aller Städte, Gemeinden und Gewässer von Deutschland, Wege der Römer durch halb Europa und viele andere) Trotz äußerster Sorgfalt können sich in einer Karte Fehler einschleichen. Wenn ihr welche findet, schreibt sie mir gern per PM. Und die Karte ist eher fürs Online spielen konzipiert. Es wurden nur wenige Testdrucke erstellt. Vielleicht gehen wir das noch einmal an.

    Quellen

    Hier unsere Quellen:

    • © LGL Baden-Württemberg 2026, dl-de/by-2-0
    • © LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg 2026, dl-de/by-2-0
    • © GeoBasis-DE / BKG 2024 (Daten verändert), dl-de/by-2-0
    • © Itiner-e (Brughmans et al. 2024), Römerstraßen: CC BY 4.0, itiner-e.org
    • © 2024 by Brughmans, Pažout, de Soto and Bjerregaard Vahlstrup is licensed under CC BY 4.0
    • © LUBW Baden-Württemberg, nach Meynen & Schmithüsen, Naturräume
    • © Historische Einordnung der Bewaldung nach: Volk (2017–2020),
    • © Historischer Atlas von Baden-Württemberg (LGL/LEO-BW)
    • © Bundesamt für Naturschutz (BfN)
    • © European Space Agency (2024). Copernicus Global Digital Elevation Model. Distributed by OpenTopography. https://doi.org/10.5069/G9028PQB. Accessed 2026-07-12
    • © DLR e.V. 2010-2014 and © Airbus Defence and Space GmbH 2014-2018 provided under COPERNICUS by the European Union and ESA; all rights reserved.
    • © https://kmalexander.com/free-stuff/fantasy-map-brushes/#support
    • Zur Methodik: Fließgewässer, Seen und Städte zeigen den heutigen Stand. Römische Straßen und die historische Bewaldung sind Rekonstruktionen (~150 n. Chr. bzw. ~1620) auf Basis archäologischer https://itiner-e.org/ und naturräumlicher Quellen (Bewaldung naturräumlich abgeleitet nach Meynen & Schmithüsen) und sehr grob gehalten. Diese Karte dient einem Tischrollenspiel als Hexfeldkarte und ist rein fiktional und für Hobbyzwecke.
    #17Jahrhundert #DomainPlay #Download #DreißigjährigerKrieg #DungeonsDragons #Hexcrawl #Hexmap #Karten #Material #OSR #PenPaper #penandpaper #penpaper #QGIS #SwordsWizardry #Worldbuilding
  4. Socitas Fructifera – Die Fruchtbringende Gesellschaft im Dreißigjährigen Krieg

    Eine übergeordnete Organisation, fernab von Nationalität, Konfession, Stand und Status könnte doch ein wunderbares Vehikel darstellen um einer Spielgruppe nicht nur als Auftraggeber zu dienen, sondern vielleicht sogar als Zuhause.

    Bevor ich ans Eingemachte gehe, hier der praktische Link zur Wikipedia. Ich selbst bin kein Freund davon, erneut eine Zusammenfassung zu schreiben. Daher: lest es euch kurz an oder durch, damit wir alle auf dem gleichen Wissenstand sind.

    Seit der Janus-Gesellschaft von Cthulhu (hier ein Link zur Ringboten-Rezension) bin ich ein großer Freund von der Idee, eine übergeordnete Organisation im Spiel zu verwenden. BeiCthulhu haben einige Gruppen es als Problem angesehen, dass Abenteuer oft den Einstieg z.B. über dubiose Briefe eines (bis dato unbekannten) Onkels wählten.

    Im Seifenkisten-Discord gab es folgenden Austausch (auf das Grobe von mir runtergedampft):

    Nachzulesen ist die Diskussion in der Rubrik „osr-praxis-und-theorie“ vom 11.05.26, beginnt mit meinem Beitrag um 11:34 Uhr

    Es lassen sich eigentlich nur Söldnerhaufen spielen oder gezielte Kampagnen ala „Agenten der Union operieren im Gebiet der Liga“

    Natürlich ist die Bandbreite an möglichen Kampagnen und Gruppenkonzepten wesentlich breiter. Aufträge für Kardinal Richeleiu oder andere Machthaber sind denkbar, ebenso wie Heists oder Action ala Inglorious Basterds. Doch der Gedanke „Wie kann eine Gruppe freischaffender Abenteurer die Möglichkeit haben, verschiedenste Abenteuer zu erleben?“ ist legitim.

    Die Gesellschaft am Spieltisch

    Und da kommt eine Gesellschaft mit potentiell hunderten von NSC (auf allen Seiten des Konfliktes) gerade richtig. Wie oben und im Artikel beschrieben, unterscheidet die Gesellschaft nicht in Nationalität, Konfession oder Stand und kann dadurch zu den verschiedensten Abenteuern führen. Ebenso kann die Gesellschaft sowohl Anker als auch Leim sein, der die Spielfiguren erdet und zusammenhält.

    Dabei fallen mir derzeit drei Einsatzmöglichkeiten für den Spieltisch ein

    • Die Gesellschaft als ständiger Wegbegleiter. Die Spielfiguren sind Mitglieder, die Kampagne dreht sich um zentrale Angelegenheiten der Gesellschaft. Das Netzwerk an NSC ist weitläufig, die Beziehungen untereinander sind wichtig. Diese Variante dürfte auch sehr praktisch sein, wenn eine Gruppe aus Gelehrten und Adeligen bestehen soll, also fernab des Soldatentums und der Dungeons.
    • Die Gesellschaft als wiederkehrendes Element. Hierbei denke ich an eine klassische Kampagne, also eine gute Mischung aus Stadt-, Wildnis- und Gewölbeabenteuer, wobei die Spielfiguren immer wieder mit Mitgliedern der Gesellschaft in Kontakt geraten. Entweder als Auftraggeber, Gegenspieler oder als interessante Informationsgeber und Wegbereiter (Stichwort Schutzbriefe).
    • Die Gesellschaft als Antagonist. Ob zurecht oder nicht, so eine große Gesellschaft mit hochrangigen Mitgliedern aus allen Schichten und Bereichen lädt förmlich dazu ein, sie auch als Antagonisten einzusetzen. Die Gründe könnten vielfältig sein. Vielleicht haben die Spielfiguren einen Konflikt mit einem einzelnen Mitglied oder die Gesellschaft betrachtet die Spielgruppe als störendes Individuum (was ja bei einer Gruppe Herumtreiber nicht völlig von der Hand zu weisen wäre). Vielleicht verfolgt ein Teil der Gesellschaft auch finstere Pläne und benutzt das Gros der Mitglieder für die Umsetzung. Total kreativ, ich weiß – aber was soll ich tun? Euch würde mit Sicherheit etwas spannedes einfallen.

    Einstieg in die Gesellschaft

    „...ausschließlich durch Kooptation, also durch die Berufung und das Vorschlagen bestehender Mitglieder sowie die endgültige Bestätigung durch das Oberhaupt der Gesellschaft, aufgenommen.

    Um in die Gesellschaft aufgenommen zu werden, benötigt es also zumindest einen einzelen Kontakt zu einem Mitglied. Das schreit ja förmlich nach „Quest for it!„. Doch wie und vor allem… warum? Sprachakademie, wie sie im Artikel genannt wurde, ist jetzt kein verheißungsvoller Titel für eine Gesellschaft. Warum sollte eine klassische Abenteurergruppe im Dreißigjährigen Krieg sich Zugang verschaffen wollen? Meine Überlegung führt mich dahin, dass eine Gruppe zumindest einmalig den Nutzen einer Mitgliedschaft live erleben muss. Entweder auf dem Schlachtfeld (insbesondere nach einer Niederlage und bevorstehen Gefangenschaft) oder vielleicht werden sie Zeuge wie eine Plünderung Mithilfe eines Schutzbriefes verhindert wird. Oder sie müssen ein wichtiges Manuskript in das gegnerische Lager bringen, erhalten dafür Quartier.

    Natürlich wäre es auch denkbar, dass ein Mitglied auf sie aufmerksam wird und sie ein besonderes Privileg erhalten.

    Im Anschluss reisen sie mit dem Mitglied nach Weimar reisen um vorgestellt und aufgenommen zu werden. Bereits diese Reise könnte dazu dienen, Abenteuer zu erleben und weitere Mitglieder der Gesellschaft kennenzulernen.

    Aufträge und Verpflichtungen

    Das Netzwerk an verschiedensten Perspnen lädt förmlich dazu ein, ein kleines Netzwerk an NSC rund um die Spielgruppe zu etablieren. Denn die Gesellschaft bietet nicht nur Vorteile, sondern fordert auch Gefälligkeiten ein. So wären die Spielerfiguren verpflichtet, anderen Mitgliedern in Not zu helfen, sollten sie dazu berufen oder aufgefordert werden.

    Ganz hervorragend finde ich diesen Punkt im Zusammenhang mit dem Domänenspiel (gerne auch auf niedrigen Stufen), denn mit so einem Netzwerk an Persönlichkeiten aus Adel, Militär und Wissenschaft schreiben sich die Herausforderungen fast von selbst. Ein Briefwechsel, eine nahe Schlacht oder Truppenbewegung oder ein Treffen zum Austausch von Informationen – alles Möglichkeiten die zu Abenteuern führen können.

    Dabei müssen die Spielfiguren nicht selbst hochrangige Persönlichkeiten sein. Sie könnten auch im Dienste einer jenen Persönlichkeit stehen und sich die Karriereleiter hocharbeiten.

    Ressourcen der Gesellschaft

    Geld und Macht sollten in der Gesellschaft massig vorhanden sein, was spräche also dagegen, diese Ressourcen nicht auch zu nutzen? Ob man jetzt Subsysteme mit Ansehen und einer Währung (jeglicher Art) nutzen möchte oder eine (modifizierte) Reaktionstabelle – alles nette Möglichkeiten.

    Dennoch, es gibt Grenzen und nur weil die Gesellschaft ein Dach bietet, bedeutet dies nicht, dass Ressourcen einfach so genutzt werden können. Ein Auskommen von einem paar hundert Silbermünzen ist das eine, wichtige Informationen oder der Austausch von Gütern (oder gar Artefakten aus der mythischen Unterwelt) wiederum eine ganz andere Hausnummer. So etwas sollte immer dem Kampagnenmilieu und der vorangegangenen Handlung angemessen sein.

    Das Netzwerk nutzen

    Anfangs erwähnte ich potentiell mehrere hundert Mitglieder, und hier ist die Liste jener Mitglieder über die gesamte Lebenszeit der Gesellschaft. Was ich ziemlich klasse für die Nutzung im Rollenspiel finde: jedes Mitglied hat einen sprechenden Gesellschaftsnamen.  Ein cooles, sprechendes Alias verwenden zu können ist immer toll. Und so würde ich auch vorgehen und dem NSC dem sprechenden Namen nach erscheinen und handeln lassen.

    Man nehme Otto Heinrich von Callenberg, der Erweichende. Unter Zeitzeugen oft nur Der Aventurier genannt. Wieso dieser Beiname? Waren seine diplomatischen Fähigkeiten so beeindruckend? Oder lag es eher an seinem Charisma und seinen Führungsqualitäten? Beides wäre für das Spiel denkbar und auch mechanisch gut umsetzbar. Oder Georg Heinrich von Ende, der Entleibende? Zum aktuellen Zeitpunkt habe ich keine näheren Informationen, aber wie kam es zu diesem Beinamen? Hört sich ziemlich heftig an. Wäre bei mir ein Kommandant, der nicht zimperlich ist im töten seiner Feinde.

    Diese Liste ist Inspiration pur. Ein Schelm, der bei den Beinamen nach Gegensätzen sucht und diese Personen als direkte Rivalen einsetzen würde.

    Die Kehrseite: „ALLES zu nutzen!“

    Ein flüchtiger Schreibfehler und schon kann aus Frucht schnell mal Furcht werden! Eine Kampagne würde fulminant anders verlaufen, wenn die Gesellschaft sinistere Pläne verfolgen würde. Ketzerei, Dämonenbeschwörung, Häresie und solcherlei Teufelswerk. Bei all den Versuchen die teutsche Sprache zu zementieren ging es vielleicht vielmehr darum, fremdsprachige Manuskripte und Grimoire zu übersetzen und flächendeckender verwenden zu können. Literatur, Alchemie und andere Wissenschaften – all dies kann für finstere Zwecke eingesetzt werden. Langjährige Kriege können viele Frevel verdecken, doch das Netzwerk muss fortbestehen. Was, wenn unter der Oberfläche ein weitaus größerer Krieg tobt und die Gesellschaft auf einen finalen Schlag vorbereitet?

    Hoffnung inmitten der Barbarei

    Eher ein Meta-Thema, doch bei all den Punkten oben darf nicht vergessen werden: die Gesellschaft könnte in einer Kampagne als Leuchtfeuer der Humanität dienen. Ein Bollwerk gegen die Barbarei des Krieges und der Verrohung der Menschheit. Den Mitgliedern der Gesellschaft steht es frei, Güte und Menschlichkeit dort walten zu lassen, wo es ansonsten keine Hoffnung mehr gibt. Ein einzelnes Menschenleben kann ebenso verschont werden wie zehntausende einer Stadt. Die Fruchtbringende Gesellschaft kann den Kontrast bieten. Und ähnlich wie lustige oder fröhliche Momente kann die Gesellschaft im Dreißigjährigen Krieg die Fallhöhe zu den wahrlich schlimmen Elementen noch erhöhen.

    Was haltet ihr von der Fruchtbringenden Gesellschaft und deren Nutzung innerhalb einer Kampagne?

    -grannus-

    #17Jahrhundert #DIY #DreißigjährigerKrieg #DungeonsDragons #GazerPress #OSR #PenPaper #penandpaper #SwordsWizardry
  5. Socitas Fructifera – Die Fruchtbringende Gesellschaft im Dreißigjährigen Krieg

    Eine übergeordnete Organisation, fernab von Nationalität, Konfession, Stand und Status könnte doch ein wunderbares Vehikel darstellen um einer Spielgruppe nicht nur als Auftraggeber zu dienen, sondern vielleicht sogar als Zuhause.

    Bevor ich ans Eingemachte gehe, hier der praktische Link zur Wikipedia. Ich selbst bin kein Freund davon, erneut eine Zusammenfassung zu schreiben. Daher: lest es euch kurz an oder durch, damit wir alle auf dem gleichen Wissenstand sind.

    Seit der Janus-Gesellschaft von Cthulhu (hier ein Link zur Ringboten-Rezension) bin ich ein großer Freund von der Idee, eine übergeordnete Organisation im Spiel zu verwenden. BeiCthulhu haben einige Gruppen es als Problem angesehen, dass Abenteuer oft den Einstieg z.B. über dubiose Briefe eines (bis dato unbekannten) Onkels wählten.

    Im Seifenkisten-Discord gab es folgenden Austausch (auf das Grobe von mir runtergedampft):

    Nachzulesen ist die Diskussion in der Rubrik „osr-praxis-und-theorie“ vom 11.05.26, beginnt mit meinem Beitrag um 11:34 Uhr

    Es lassen sich eigentlich nur Söldnerhaufen spielen oder gezielte Kampagnen ala „Agenten der Union operieren im Gebiet der Liga“

    Natürlich ist die Bandbreite an möglichen Kampagnen und Gruppenkonzepten wesentlich breiter. Aufträge für Kardinal Richeleiu oder andere Machthaber sind denkbar, ebenso wie Heists oder Action ala Inglorious Basterds. Doch der Gedanke „Wie kann eine Gruppe freischaffender Abenteurer die Möglichkeit haben, verschiedenste Abenteuer zu erleben?“ ist legitim.

    Die Gesellschaft am Spieltisch

    Und da kommt eine Gesellschaft mit potentiell hunderten von NSC (auf allen Seiten des Konfliktes) gerade richtig. Wie oben und im Artikel beschrieben, unterscheidet die Gesellschaft nicht in Nationalität, Konfession oder Stand und kann dadurch zu den verschiedensten Abenteuern führen. Ebenso kann die Gesellschaft sowohl Anker als auch Leim sein, der die Spielfiguren erdet und zusammenhält.

    Dabei fallen mir derzeit drei Einsatzmöglichkeiten für den Spieltisch ein

    • Die Gesellschaft als ständiger Wegbegleiter. Die Spielfiguren sind Mitglieder, die Kampagne dreht sich um zentrale Angelegenheiten der Gesellschaft. Das Netzwerk an NSC ist weitläufig, die Beziehungen untereinander sind wichtig. Diese Variante dürfte auch sehr praktisch sein, wenn eine Gruppe aus Gelehrten und Adeligen bestehen soll, also fernab des Soldatentums und der Dungeons.
    • Die Gesellschaft als wiederkehrendes Element. Hierbei denke ich an eine klassische Kampagne, also eine gute Mischung aus Stadt-, Wildnis- und Gewölbeabenteuer, wobei die Spielfiguren immer wieder mit Mitgliedern der Gesellschaft in Kontakt geraten. Entweder als Auftraggeber, Gegenspieler oder als interessante Informationsgeber und Wegbereiter (Stichwort Schutzbriefe).
    • Die Gesellschaft als Antagonist. Ob zurecht oder nicht, so eine große Gesellschaft mit hochrangigen Mitgliedern aus allen Schichten und Bereichen lädt förmlich dazu ein, sie auch als Antagonisten einzusetzen. Die Gründe könnten vielfältig sein. Vielleicht haben die Spielfiguren einen Konflikt mit einem einzelnen Mitglied oder die Gesellschaft betrachtet die Spielgruppe als störendes Individuum (was ja bei einer Gruppe Herumtreiber nicht völlig von der Hand zu weisen wäre). Vielleicht verfolgt ein Teil der Gesellschaft auch finstere Pläne und benutzt das Gros der Mitglieder für die Umsetzung. Total kreativ, ich weiß – aber was soll ich tun? Euch würde mit Sicherheit etwas spannedes einfallen.

    Einstieg in die Gesellschaft

    „...ausschließlich durch Kooptation, also durch die Berufung und das Vorschlagen bestehender Mitglieder sowie die endgültige Bestätigung durch das Oberhaupt der Gesellschaft, aufgenommen.

    Um in die Gesellschaft aufgenommen zu werden, benötigt es also zumindest einen einzelen Kontakt zu einem Mitglied. Das schreit ja förmlich nach „Quest for it!„. Doch wie und vor allem… warum? Sprachakademie, wie sie im Artikel genannt wurde, ist jetzt kein verheißungsvoller Titel für eine Gesellschaft. Warum sollte eine klassische Abenteurergruppe im Dreißigjährigen Krieg sich Zugang verschaffen wollen? Meine Überlegung führt mich dahin, dass eine Gruppe zumindest einmalig den Nutzen einer Mitgliedschaft live erleben muss. Entweder auf dem Schlachtfeld (insbesondere nach einer Niederlage und bevorstehen Gefangenschaft) oder vielleicht werden sie Zeuge wie eine Plünderung Mithilfe eines Schutzbriefes verhindert wird. Oder sie müssen ein wichtiges Manuskript in das gegnerische Lager bringen, erhalten dafür Quartier.

    Natürlich wäre es auch denkbar, dass ein Mitglied auf sie aufmerksam wird und sie ein besonderes Privileg erhalten.

    Im Anschluss reisen sie mit dem Mitglied nach Weimar reisen um vorgestellt und aufgenommen zu werden. Bereits diese Reise könnte dazu dienen, Abenteuer zu erleben und weitere Mitglieder der Gesellschaft kennenzulernen.

    Aufträge und Verpflichtungen

    Das Netzwerk an verschiedensten Perspnen lädt förmlich dazu ein, ein kleines Netzwerk an NSC rund um die Spielgruppe zu etablieren. Denn die Gesellschaft bietet nicht nur Vorteile, sondern fordert auch Gefälligkeiten ein. So wären die Spielerfiguren verpflichtet, anderen Mitgliedern in Not zu helfen, sollten sie dazu berufen oder aufgefordert werden.

    Ganz hervorragend finde ich diesen Punkt im Zusammenhang mit dem Domänenspiel (gerne auch auf niedrigen Stufen), denn mit so einem Netzwerk an Persönlichkeiten aus Adel, Militär und Wissenschaft schreiben sich die Herausforderungen fast von selbst. Ein Briefwechsel, eine nahe Schlacht oder Truppenbewegung oder ein Treffen zum Austausch von Informationen – alles Möglichkeiten die zu Abenteuern führen können.

    Dabei müssen die Spielfiguren nicht selbst hochrangige Persönlichkeiten sein. Sie könnten auch im Dienste einer jenen Persönlichkeit stehen und sich die Karriereleiter hocharbeiten.

    Ressourcen der Gesellschaft

    Geld und Macht sollten in der Gesellschaft massig vorhanden sein, was spräche also dagegen, diese Ressourcen nicht auch zu nutzen? Ob man jetzt Subsysteme mit Ansehen und einer Währung (jeglicher Art) nutzen möchte oder eine (modifizierte) Reaktionstabelle – alles nette Möglichkeiten.

    Dennoch, es gibt Grenzen und nur weil die Gesellschaft ein Dach bietet, bedeutet dies nicht, dass Ressourcen einfach so genutzt werden können. Ein Auskommen von einem paar hundert Silbermünzen ist das eine, wichtige Informationen oder der Austausch von Gütern (oder gar Artefakten aus der mythischen Unterwelt) wiederum eine ganz andere Hausnummer. So etwas sollte immer dem Kampagnenmilieu und der vorangegangenen Handlung angemessen sein.

    Das Netzwerk nutzen

    Anfangs erwähnte ich potentiell mehrere hundert Mitglieder, und hier ist die Liste jener Mitglieder über die gesamte Lebenszeit der Gesellschaft. Was ich ziemlich klasse für die Nutzung im Rollenspiel finde: jedes Mitglied hat einen sprechenden Gesellschaftsnamen.  Ein cooles, sprechendes Alias verwenden zu können ist immer toll. Und so würde ich auch vorgehen und dem NSC dem sprechenden Namen nach erscheinen und handeln lassen.

    Man nehme Otto Heinrich von Callenberg, der Erweichende. Unter Zeitzeugen oft nur Der Aventurier genannt. Wieso dieser Beiname? Waren seine diplomatischen Fähigkeiten so beeindruckend? Oder lag es eher an seinem Charisma und seinen Führungsqualitäten? Beides wäre für das Spiel denkbar und auch mechanisch gut umsetzbar. Oder Georg Heinrich von Ende, der Entleibende? Zum aktuellen Zeitpunkt habe ich keine näheren Informationen, aber wie kam es zu diesem Beinamen? Hört sich ziemlich heftig an. Wäre bei mir ein Kommandant, der nicht zimperlich ist im töten seiner Feinde.

    Diese Liste ist Inspiration pur. Ein Schelm, der bei den Beinamen nach Gegensätzen sucht und diese Personen als direkte Rivalen einsetzen würde.

    Die Kehrseite: „ALLES zu nutzen!“

    Ein flüchtiger Schreibfehler und schon kann aus Frucht schnell mal Furcht werden! Eine Kampagne würde fulminant anders verlaufen, wenn die Gesellschaft sinistere Pläne verfolgen würde. Ketzerei, Dämonenbeschwörung, Häresie und solcherlei Teufelswerk. Bei all den Versuchen die teutsche Sprache zu zementieren ging es vielleicht vielmehr darum, fremdsprachige Manuskripte und Grimoire zu übersetzen und flächendeckender verwenden zu können. Literatur, Alchemie und andere Wissenschaften – all dies kann für finstere Zwecke eingesetzt werden. Langjährige Kriege können viele Frevel verdecken, doch das Netzwerk muss fortbestehen. Was, wenn unter der Oberfläche ein weitaus größerer Krieg tobt und die Gesellschaft auf einen finalen Schlag vorbereitet?

    Hoffnung inmitten der Barbarei

    Eher ein Meta-Thema, doch bei all den Punkten oben darf nicht vergessen werden: die Gesellschaft könnte in einer Kampagne als Leuchtfeuer der Humanität dienen. Ein Bollwerk gegen die Barbarei des Krieges und der Verrohung der Menschheit. Den Mitgliedern der Gesellschaft steht es frei, Güte und Menschlichkeit dort walten zu lassen, wo es ansonsten keine Hoffnung mehr gibt. Ein einzelnes Menschenleben kann ebenso verschont werden wie zehntausende einer Stadt. Die Fruchtbringende Gesellschaft kann den Kontrast bieten. Und ähnlich wie lustige oder fröhliche Momente kann die Gesellschaft im Dreißigjährigen Krieg die Fallhöhe zu den wahrlich schlimmen Elementen noch erhöhen.

    Was haltet ihr von der Fruchtbringenden Gesellschaft und deren Nutzung innerhalb einer Kampagne?

    -grannus-

    #17Jahrhundert #DIY #DreißigjährigerKrieg #DungeonsDragons #GazerPress #OSR #PenPaper #penandpaper #SwordsWizardry
  6. Socitas Fructifera – Die Fruchtbringende Gesellschaft im Dreißigjährigen Krieg

    Eine übergeordnete Organisation, fernab von Nationalität, Konfession, Stand und Status könnte doch ein wunderbares Vehikel darstellen um einer Spielgruppe nicht nur als Auftraggeber zu dienen, sondern vielleicht sogar als Zuhause.

    Bevor ich ans Eingemachte gehe, hier der praktische Link zur Wikipedia. Ich selbst bin kein Freund davon, erneut eine Zusammenfassung zu schreiben. Daher: lest es euch kurz an oder durch, damit wir alle auf dem gleichen Wissenstand sind.

    Seit der Janus-Gesellschaft von Cthulhu (hier ein Link zur Ringboten-Rezension) bin ich ein großer Freund von der Idee, eine übergeordnete Organisation im Spiel zu verwenden. BeiCthulhu haben einige Gruppen es als Problem angesehen, dass Abenteuer oft den Einstieg z.B. über dubiose Briefe eines (bis dato unbekannten) Onkels wählten.

    Im Seifenkisten-Discord gab es folgenden Austausch (auf das Grobe von mir runtergedampft):

    Nachzulesen ist die Diskussion in der Rubrik „osr-praxis-und-theorie“ vom 11.05.26, beginnt mit meinem Beitrag um 11:34 Uhr

    Es lassen sich eigentlich nur Söldnerhaufen spielen oder gezielte Kampagnen ala „Agenten der Union operieren im Gebiet der Liga“

    Natürlich ist die Bandbreite an möglichen Kampagnen und Gruppenkonzepten wesentlich breiter. Aufträge für Kardinal Richeleiu oder andere Machthaber sind denkbar, ebenso wie Heists oder Action ala Inglorious Basterds. Doch der Gedanke „Wie kann eine Gruppe freischaffender Abenteurer die Möglichkeit haben, verschiedenste Abenteuer zu erleben?“ ist legitim.

    Die Gesellschaft am Spieltisch

    Und da kommt eine Gesellschaft mit potentiell hunderten von NSC (auf allen Seiten des Konfliktes) gerade richtig. Wie oben und im Artikel beschrieben, unterscheidet die Gesellschaft nicht in Nationalität, Konfession oder Stand und kann dadurch zu den verschiedensten Abenteuern führen. Ebenso kann die Gesellschaft sowohl Anker als auch Leim sein, der die Spielfiguren erdet und zusammenhält.

    Dabei fallen mir derzeit drei Einsatzmöglichkeiten für den Spieltisch ein

    • Die Gesellschaft als ständiger Wegbegleiter. Die Spielfiguren sind Mitglieder, die Kampagne dreht sich um zentrale Angelegenheiten der Gesellschaft. Das Netzwerk an NSC ist weitläufig, die Beziehungen untereinander sind wichtig. Diese Variante dürfte auch sehr praktisch sein, wenn eine Gruppe aus Gelehrten und Adeligen bestehen soll, also fernab des Soldatentums und der Dungeons.
    • Die Gesellschaft als wiederkehrendes Element. Hierbei denke ich an eine klassische Kampagne, also eine gute Mischung aus Stadt-, Wildnis- und Gewölbeabenteuer, wobei die Spielfiguren immer wieder mit Mitgliedern der Gesellschaft in Kontakt geraten. Entweder als Auftraggeber, Gegenspieler oder als interessante Informationsgeber und Wegbereiter (Stichwort Schutzbriefe).
    • Die Gesellschaft als Antagonist. Ob zurecht oder nicht, so eine große Gesellschaft mit hochrangigen Mitgliedern aus allen Schichten und Bereichen lädt förmlich dazu ein, sie auch als Antagonisten einzusetzen. Die Gründe könnten vielfältig sein. Vielleicht haben die Spielfiguren einen Konflikt mit einem einzelnen Mitglied oder die Gesellschaft betrachtet die Spielgruppe als störendes Individuum (was ja bei einer Gruppe Herumtreiber nicht völlig von der Hand zu weisen wäre). Vielleicht verfolgt ein Teil der Gesellschaft auch finstere Pläne und benutzt das Gros der Mitglieder für die Umsetzung. Total kreativ, ich weiß – aber was soll ich tun? Euch würde mit Sicherheit etwas spannedes einfallen.

    Einstieg in die Gesellschaft

    „...ausschließlich durch Kooptation, also durch die Berufung und das Vorschlagen bestehender Mitglieder sowie die endgültige Bestätigung durch das Oberhaupt der Gesellschaft, aufgenommen.

    Um in die Gesellschaft aufgenommen zu werden, benötigt es also zumindest einen einzelen Kontakt zu einem Mitglied. Das schreit ja förmlich nach „Quest for it!„. Doch wie und vor allem… warum? Sprachakademie, wie sie im Artikel genannt wurde, ist jetzt kein verheißungsvoller Titel für eine Gesellschaft. Warum sollte eine klassische Abenteurergruppe im Dreißigjährigen Krieg sich Zugang verschaffen wollen? Meine Überlegung führt mich dahin, dass eine Gruppe zumindest einmalig den Nutzen einer Mitgliedschaft live erleben muss. Entweder auf dem Schlachtfeld (insbesondere nach einer Niederlage und bevorstehen Gefangenschaft) oder vielleicht werden sie Zeuge wie eine Plünderung Mithilfe eines Schutzbriefes verhindert wird. Oder sie müssen ein wichtiges Manuskript in das gegnerische Lager bringen, erhalten dafür Quartier.

    Natürlich wäre es auch denkbar, dass ein Mitglied auf sie aufmerksam wird und sie ein besonderes Privileg erhalten.

    Im Anschluss reisen sie mit dem Mitglied nach Weimar reisen um vorgestellt und aufgenommen zu werden. Bereits diese Reise könnte dazu dienen, Abenteuer zu erleben und weitere Mitglieder der Gesellschaft kennenzulernen.

    Aufträge und Verpflichtungen

    Das Netzwerk an verschiedensten Perspnen lädt förmlich dazu ein, ein kleines Netzwerk an NSC rund um die Spielgruppe zu etablieren. Denn die Gesellschaft bietet nicht nur Vorteile, sondern fordert auch Gefälligkeiten ein. So wären die Spielerfiguren verpflichtet, anderen Mitgliedern in Not zu helfen, sollten sie dazu berufen oder aufgefordert werden.

    Ganz hervorragend finde ich diesen Punkt im Zusammenhang mit dem Domänenspiel (gerne auch auf niedrigen Stufen), denn mit so einem Netzwerk an Persönlichkeiten aus Adel, Militär und Wissenschaft schreiben sich die Herausforderungen fast von selbst. Ein Briefwechsel, eine nahe Schlacht oder Truppenbewegung oder ein Treffen zum Austausch von Informationen – alles Möglichkeiten die zu Abenteuern führen können.

    Dabei müssen die Spielfiguren nicht selbst hochrangige Persönlichkeiten sein. Sie könnten auch im Dienste einer jenen Persönlichkeit stehen und sich die Karriereleiter hocharbeiten.

    Ressourcen der Gesellschaft

    Geld und Macht sollten in der Gesellschaft massig vorhanden sein, was spräche also dagegen, diese Ressourcen nicht auch zu nutzen? Ob man jetzt Subsysteme mit Ansehen und einer Währung (jeglicher Art) nutzen möchte oder eine (modifizierte) Reaktionstabelle – alles nette Möglichkeiten.

    Dennoch, es gibt Grenzen und nur weil die Gesellschaft ein Dach bietet, bedeutet dies nicht, dass Ressourcen einfach so genutzt werden können. Ein Auskommen von einem paar hundert Silbermünzen ist das eine, wichtige Informationen oder der Austausch von Gütern (oder gar Artefakten aus der mythischen Unterwelt) wiederum eine ganz andere Hausnummer. So etwas sollte immer dem Kampagnenmilieu und der vorangegangenen Handlung angemessen sein.

    Das Netzwerk nutzen

    Anfangs erwähnte ich potentiell mehrere hundert Mitglieder, und hier ist die Liste jener Mitglieder über die gesamte Lebenszeit der Gesellschaft. Was ich ziemlich klasse für die Nutzung im Rollenspiel finde: jedes Mitglied hat einen sprechenden Gesellschaftsnamen.  Ein cooles, sprechendes Alias verwenden zu können ist immer toll. Und so würde ich auch vorgehen und dem NSC dem sprechenden Namen nach erscheinen und handeln lassen.

    Man nehme Otto Heinrich von Callenberg, der Erweichende. Unter Zeitzeugen oft nur Der Aventurier genannt. Wieso dieser Beiname? Waren seine diplomatischen Fähigkeiten so beeindruckend? Oder lag es eher an seinem Charisma und seinen Führungsqualitäten? Beides wäre für das Spiel denkbar und auch mechanisch gut umsetzbar. Oder Georg Heinrich von Ende, der Entleibende? Zum aktuellen Zeitpunkt habe ich keine näheren Informationen, aber wie kam es zu diesem Beinamen? Hört sich ziemlich heftig an. Wäre bei mir ein Kommandant, der nicht zimperlich ist im töten seiner Feinde.

    Diese Liste ist Inspiration pur. Ein Schelm, der bei den Beinamen nach Gegensätzen sucht und diese Personen als direkte Rivalen einsetzen würde.

    Die Kehrseite: „ALLES zu nutzen!“

    Ein flüchtiger Schreibfehler und schon kann aus Frucht schnell mal Furcht werden! Eine Kampagne würde fulminant anders verlaufen, wenn die Gesellschaft sinistere Pläne verfolgen würde. Ketzerei, Dämonenbeschwörung, Häresie und solcherlei Teufelswerk. Bei all den Versuchen die teutsche Sprache zu zementieren ging es vielleicht vielmehr darum, fremdsprachige Manuskripte und Grimoire zu übersetzen und flächendeckender verwenden zu können. Literatur, Alchemie und andere Wissenschaften – all dies kann für finstere Zwecke eingesetzt werden. Langjährige Kriege können viele Frevel verdecken, doch das Netzwerk muss fortbestehen. Was, wenn unter der Oberfläche ein weitaus größerer Krieg tobt und die Gesellschaft auf einen finalen Schlag vorbereitet?

    Hoffnung inmitten der Barbarei

    Eher ein Meta-Thema, doch bei all den Punkten oben darf nicht vergessen werden: die Gesellschaft könnte in einer Kampagne als Leuchtfeuer der Humanität dienen. Ein Bollwerk gegen die Barbarei des Krieges und der Verrohung der Menschheit. Den Mitgliedern der Gesellschaft steht es frei, Güte und Menschlichkeit dort walten zu lassen, wo es ansonsten keine Hoffnung mehr gibt. Ein einzelnes Menschenleben kann ebenso verschont werden wie zehntausende einer Stadt. Die Fruchtbringende Gesellschaft kann den Kontrast bieten. Und ähnlich wie lustige oder fröhliche Momente kann die Gesellschaft im Dreißigjährigen Krieg die Fallhöhe zu den wahrlich schlimmen Elementen noch erhöhen.

    Was haltet ihr von der Fruchtbringenden Gesellschaft und deren Nutzung innerhalb einer Kampagne?

    -grannus-

    #17Jahrhundert #DIY #DreißigjährigerKrieg #DungeonsDragons #GazerPress #OSR #PenPaper #penandpaper #SwordsWizardry
  7. [OSR-Regeln] Der tote Niederländer raunt aus dem Grab: „Hätte ich daraus mal mehr gelernt!“

    Im Discord sprach Tintenteufel:

    Gestern einen schönen OSR-Moment in der Kampagne gehabt:
    Zufallsbegegnung auf der Hexfeldkarte. Zwei 1er = Remorhaz! 7+1W5 TW = 7+3 = 10 TW!! Gruppe Stufe 1.

    Wache in Angst und Schrecken, läuft weg und wirft die auf dem Hexfeld zuvor gefangenen Fische als Ablenkungsmanöver in den vereisten Wald. Ich lasse den Spieler die Monsterreaktion würfeln. 11!
    Remorhaz schluckt den Köder und ist gechillt.

    Die Gruppe zieht weiter in die eiskalte Nacht hinaus. Zelte weg, aber am Leben.

    Dafür erhielt die Gruppe 50% der Erfahrungspunkte.

    Ziemlich heftig für Stufe 1

    Als Reaktion auf diese Erzählung kam Rackhir auf die Überlegung

    XP für Nahtoderfahrungen

    Ziemlich spannender Gedanke. Wir kennen Erfahrungspunkte für Gold, Kampagnenmilestones, aber auch für das Erkundung von Orten (habe ich durch Jeff Rients kennen gelernt). Und natürlich für das profane Töten von Monstern.

    Doch aus der Entwicklung des Menschen wissen wir auch, dass wir ebenfalls am Scheitern lernen, am Versagen. Die Evolution zeigt, dass durch Nahtoderfahrungen ganz schön was eingehen kann auf das Erfahrungspunktekonto. Deswegen möchte ich in diesem Artikel etwas über diese Idee schwadronieren. Was mir daran gefällt, welche Stolpersteine ich sehe und wie die Umsetzung aussehen könnte.

    Die Gruppe hatte gerade beschlossen, die Expedition hier zu beenden, da begann Heinz auf der Orgel zu spielen. Das Notenblatt konnte er hervorragend lesen und so begab die okkulte Musik ihre Wirkung zu entfalten. Zuletzt, vielleicht auch aufgrund seines tierischen Intellekt, sprang der arme Alfred tanzend und mit einigen hundert Silbermünzen in die Grube hinab.
    Die Gruppe richteten böse Worte an Heinz und verabschiedende Worte, fast liebevoll, an den Niederländer. Dann ging man zurück an die Oberfläche.

    (Auszug aus unserem Spielbericht zu Der Ruf der Kröte – Gazerpress

    Diese Situation kam mir als erstes durch den Sinn. Sieht man von der Lehre „SPIEL NIEMALS EINE GOTTVERDAMMTE ORGEL IM DUNGEON!“ wäre es auch möglich gewesen, die übrigen Spielfiguren mit Erfahrungspunkte zu versehen. Immerhin sind sie selbst dem Tod knapp von der Schippe gesprungen, während der arme Alfred wortwörtlich dem Tod in die Arme gesprungen war. Davon leite ich ab:

    Regeloption 1

    Stirbt eine Spielfigur durch einen Gegner, Falle, Gift, Steinschlag etc., so erhält die Gruppe die Hälfte der Erfahrungspunkte des Verstorbenen als XP.

    Der arme Alfred hätte mit seinem Absprung der Gruppe immerhin 400 Erfahrungspunkte einbringen können. Bei sechs verliebenen Spielfiguren nicht viel, aber immerhin.

    Nun gibt es jedoch noch Situationen, in denen niemand sterben muss, wie man am Beispiel vom Tintenteufel sehen kann. Seine Herangehensweise finde ich völlig in Ordnung.

    Regeloption 2

    Kommt die Gruppe und folgenden Situationen nur knapp und durch schieres Glück mit dem Leben davon, so belohne sie mit den Hälfte  der Erfahrungspunkten für den Quell der Gefahr.

    Beide Regeloptionen sollten nach Bauchgefühl der Spielleitung angewendet werden. Tintenteufel hat es gespürt und angemessen gehandelt. Mein Innerstes sträubt sich dagegen, diese Gedanken in feste Regeln und Zahlen zu gießen. Auf alle Fälle sollten diese Regeln nicht in die gierigen Griffel von Spieler gelangen. Ansonsten wird vielleicht nur eine Spielfigur übrig bleiben, während alle anderen in abstrusen Unfällen sterben.

    -grannus-

    #17Jahrhundert #DungeonsDragons #Hausregeln #oldhammer #OSR #PenPaper #penandpaper #SwordsWizardry
  8. [OSR-Regeln] Der tote Niederländer raunt aus dem Grab: „Hätte ich daraus mal mehr gelernt!“

    Im Discord sprach Tintenteufel:

    Gestern einen schönen OSR-Moment in der Kampagne gehabt:
    Zufallsbegegnung auf der Hexfeldkarte. Zwei 1er = Remorhaz! 7+1W5 TW = 7+3 = 10 TW!! Gruppe Stufe 1.

    Wache in Angst und Schrecken, läuft weg und wirft die auf dem Hexfeld zuvor gefangenen Fische als Ablenkungsmanöver in den vereisten Wald. Ich lasse den Spieler die Monsterreaktion würfeln. 11!
    Remorhaz schluckt den Köder und ist gechillt.

    Die Gruppe zieht weiter in die eiskalte Nacht hinaus. Zelte weg, aber am Leben.

    Dafür erhielt die Gruppe 50% der Erfahrungspunkte.

    Ziemlich heftig für Stufe 1

    Als Reaktion auf diese Erzählung kam Rackhir auf die Überlegung

    XP für Nahtoderfahrungen

    Ziemlich spannender Gedanke. Wir kennen Erfahrungspunkte für Gold, Kampagnenmilestones, aber auch für das Erkundung von Orten (habe ich durch Jeff Rients kennen gelernt). Und natürlich für das profane Töten von Monstern.

    Doch aus der Entwicklung des Menschen wissen wir auch, dass wir ebenfalls am Scheitern lernen, am Versagen. Die Evolution zeigt, dass durch Nahtoderfahrungen ganz schön was eingehen kann auf das Erfahrungspunktekonto. Deswegen möchte ich in diesem Artikel etwas über diese Idee schwadronieren. Was mir daran gefällt, welche Stolpersteine ich sehe und wie die Umsetzung aussehen könnte.

    Die Gruppe hatte gerade beschlossen, die Expedition hier zu beenden, da begann Heinz auf der Orgel zu spielen. Das Notenblatt konnte er hervorragend lesen und so begab die okkulte Musik ihre Wirkung zu entfalten. Zuletzt, vielleicht auch aufgrund seines tierischen Intellekt, sprang der arme Alfred tanzend und mit einigen hundert Silbermünzen in die Grube hinab.
    Die Gruppe richteten böse Worte an Heinz und verabschiedende Worte, fast liebevoll, an den Niederländer. Dann ging man zurück an die Oberfläche.

    (Auszug aus unserem Spielbericht zu Der Ruf der Kröte – Gazerpress

    Diese Situation kam mir als erstes durch den Sinn. Sieht man von der Lehre „SPIEL NIEMALS EINE GOTTVERDAMMTE ORGEL IM DUNGEON!“ wäre es auch möglich gewesen, die übrigen Spielfiguren mit Erfahrungspunkte zu versehen. Immerhin sind sie selbst dem Tod knapp von der Schippe gesprungen, während der arme Alfred wortwörtlich dem Tod in die Arme gesprungen war. Davon leite ich ab:

    Regeloption 1

    Stirbt eine Spielfigur durch einen Gegner, Falle, Gift, Steinschlag etc., so erhält die Gruppe die Hälfte der Erfahrungspunkte des Verstorbenen als XP.

    Der arme Alfred hätte mit seinem Absprung der Gruppe immerhin 400 Erfahrungspunkte einbringen können. Bei sechs verliebenen Spielfiguren nicht viel, aber immerhin.

    Nun gibt es jedoch noch Situationen, in denen niemand sterben muss, wie man am Beispiel vom Tintenteufel sehen kann. Seine Herangehensweise finde ich völlig in Ordnung.

    Regeloption 2

    Kommt die Gruppe und folgenden Situationen nur knapp und durch schieres Glück mit dem Leben davon, so belohne sie mit den Hälfte  der Erfahrungspunkten für den Quell der Gefahr.

    Beide Regeloptionen sollten nach Bauchgefühl der Spielleitung angewendet werden. Tintenteufel hat es gespürt und angemessen gehandelt. Mein Innerstes sträubt sich dagegen, diese Gedanken in feste Regeln und Zahlen zu gießen. Auf alle Fälle sollten diese Regeln nicht in die gierigen Griffel von Spieler gelangen. Ansonsten wird vielleicht nur eine Spielfigur übrig bleiben, während alle anderen in abstrusen Unfällen sterben.

    -grannus-

    #17Jahrhundert #DungeonsDragons #Hausregeln #oldhammer #OSR #PenPaper #penandpaper #SwordsWizardry
  9. [OSR-Regeln] Der tote Niederländer raunt aus dem Grab: „Hätte ich daraus mal mehr gelernt!“

    Im Discord sprach Tintenteufel:

    Gestern einen schönen OSR-Moment in der Kampagne gehabt:
    Zufallsbegegnung auf der Hexfeldkarte. Zwei 1er = Remorhaz! 7+1W5 TW = 7+3 = 10 TW!! Gruppe Stufe 1.

    Wache in Angst und Schrecken, läuft weg und wirft die auf dem Hexfeld zuvor gefangenen Fische als Ablenkungsmanöver in den vereisten Wald. Ich lasse den Spieler die Monsterreaktion würfeln. 11!
    Remorhaz schluckt den Köder und ist gechillt.

    Die Gruppe zieht weiter in die eiskalte Nacht hinaus. Zelte weg, aber am Leben.

    Dafür erhielt die Gruppe 50% der Erfahrungspunkte.

    Ziemlich heftig für Stufe 1

    Als Reaktion auf diese Erzählung kam Rackhir auf die Überlegung

    XP für Nahtoderfahrungen

    Ziemlich spannender Gedanke. Wir kennen Erfahrungspunkte für Gold, Kampagnenmilestones, aber auch für das Erkundung von Orten (habe ich durch Jeff Rients kennen gelernt). Und natürlich für das profane Töten von Monstern.

    Doch aus der Entwicklung des Menschen wissen wir auch, dass wir ebenfalls am Scheitern lernen, am Versagen. Die Evolution zeigt, dass durch Nahtoderfahrungen ganz schön was eingehen kann auf das Erfahrungspunktekonto. Deswegen möchte ich in diesem Artikel etwas über diese Idee schwadronieren. Was mir daran gefällt, welche Stolpersteine ich sehe und wie die Umsetzung aussehen könnte.

    Die Gruppe hatte gerade beschlossen, die Expedition hier zu beenden, da begann Heinz auf der Orgel zu spielen. Das Notenblatt konnte er hervorragend lesen und so begab die okkulte Musik ihre Wirkung zu entfalten. Zuletzt, vielleicht auch aufgrund seines tierischen Intellekt, sprang der arme Alfred tanzend und mit einigen hundert Silbermünzen in die Grube hinab.
    Die Gruppe richteten böse Worte an Heinz und verabschiedende Worte, fast liebevoll, an den Niederländer. Dann ging man zurück an die Oberfläche.

    (Auszug aus unserem Spielbericht zu Der Ruf der Kröte – Gazerpress

    Diese Situation kam mir als erstes durch den Sinn. Sieht man von der Lehre „SPIEL NIEMALS EINE GOTTVERDAMMTE ORGEL IM DUNGEON!“ wäre es auch möglich gewesen, die übrigen Spielfiguren mit Erfahrungspunkte zu versehen. Immerhin sind sie selbst dem Tod knapp von der Schippe gesprungen, während der arme Alfred wortwörtlich dem Tod in die Arme gesprungen war. Davon leite ich ab:

    Regeloption 1

    Stirbt eine Spielfigur durch einen Gegner, Falle, Gift, Steinschlag etc., so erhält die Gruppe die Hälfte der Erfahrungspunkte des Verstorbenen als XP.

    Der arme Alfred hätte mit seinem Absprung der Gruppe immerhin 400 Erfahrungspunkte einbringen können. Bei sechs verliebenen Spielfiguren nicht viel, aber immerhin.

    Nun gibt es jedoch noch Situationen, in denen niemand sterben muss, wie man am Beispiel vom Tintenteufel sehen kann. Seine Herangehensweise finde ich völlig in Ordnung.

    Regeloption 2

    Kommt die Gruppe und folgenden Situationen nur knapp und durch schieres Glück mit dem Leben davon, so belohne sie mit den Hälfte  der Erfahrungspunkten für den Quell der Gefahr.

    Beide Regeloptionen sollten nach Bauchgefühl der Spielleitung angewendet werden. Tintenteufel hat es gespürt und angemessen gehandelt. Mein Innerstes sträubt sich dagegen, diese Gedanken in feste Regeln und Zahlen zu gießen. Auf alle Fälle sollten diese Regeln nicht in die gierigen Griffel von Spieler gelangen. Ansonsten wird vielleicht nur eine Spielfigur übrig bleiben, während alle anderen in abstrusen Unfällen sterben.

    -grannus-

    #17Jahrhundert #DungeonsDragons #Hausregeln #oldhammer #OSR #PenPaper #penandpaper #SwordsWizardry
  10. DlWadD – in den Shops erhältlich!

    So, das Weihnachtsgeschäft beginnt so langsam und auf verschiedenen Kanälen habe ich für Shops und Ladengeschäfte geworben, die Der lange Weg aus der Dunkelheit im Sortiment führen. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Leuten bedanken, denn hinter jedem Geschäft stecken super freundliche und engagierte Köpfe. Danke für euer Entgegenkommen, dem Vertrauen und den Ratschlägen, ihr alle seid echt klasse!

    Beginnen möchte ich mit Roland, der Sphärenmeister – nicht einmal das Licht ist schneller! Mein erster Kontakt in die Welt des Handels und bis zum Schluß super entgegenkommend, viele liebe Grüße an dieser Stelle!

    Die Otherland Buchhandlung in Berlin hat bei meinem Anliegen nicht nur eine Ausnahme gemacht, sondern  mir mit Ratschlägen zur Seite gestanden und dankenswerterweise auch ein Bild aus dem Laden geschickt – vielen Dank dafür, Nortey!

    Willi vom Ultracomix Nürnberg war auch direkt von Anfang an dabei. Zu meiner Freude ein weiteres Ladengeschäft – davon kann es nicht genug geben! Hier wird das Werk kurz mal ins Bild gehalten, vielen Dank für die Vorstellung!

    Auch vom rpgDan wurde ich unterstützt – eine liebevoll geschriebene Beschreibung hat er obendrein spendiert. Seine Spielrunde mit Markus von Gazer Press ist eine tolle Einführung in dem Dreißigjährigen Krieg – schaut mal vorbei!

    Jan von fantasywelt.de ist nicht nur ein klasse Kontakt und Geschäftsführer, er hat auch ein tolles Team hinter sich. Der Laden wächst und gedeiht – und auch hier spürt man das Jan und Co tief in der Szene verwurzelt sind. Danke für deine Unterstützung und liebe Grüße an das ganze Team!

    DlWadD ist letztendlich für Swords&Wizardry erschienen und was wäre dies alles ohne die deutsche Mutter dieses Regelwerks? Daniel und Patrick von System Matters haben an dieser Stelle auch kräftig unterstützt. Nach der SPIEL und der Dreieich sind die beiden mit Sicherheit gebeutelt,  daher ist das Modul noch nicht im Shop implementiert. Es ist vor Ort und es wird kommen, schaut also gerne mal bei denen im Shop vorbei! Liebe Grüße und vielen Dank ihr zwei!

    Ich kann jeden Leser nur  ermuntern: unterstützt diese tollen Shops und die Leute dahinter. In diesen Zeiten ist jeder noch so kleine Einkauf eine wichtige Unterstützung, damit wir auch weiterhin so eine bunte Vielfalt an Geschäften haben.

    -grannus-

    #17Jahrhundert #abenteuer #derLangeWegAusDerDunkelheit #dreisigjahrigerKrieg #dungeonsdragons #gazerPress #penPaper #rpg

  11. DlWadD – in den Shops erhältlich!

    So, das Weihnachtsgeschäft beginnt so langsam und auf verschiedenen Kanälen habe ich für Shops und Ladengeschäfte geworben, die Der lange Weg aus der Dunkelheit im Sortiment führen. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Leuten bedanken, denn hinter jedem Geschäft stecken super freundliche und engagierte Köpfe. Danke für euer Entgegenkommen, dem Vertrauen und den Ratschlägen, ihr alle seid echt klasse!

    Beginnen möchte ich mit Roland, der Sphärenmeister – nicht einmal das Licht ist schneller! Mein erster Kontakt in die Welt des Handels und bis zum Schluß super entgegenkommend, viele liebe Grüße an dieser Stelle!

    Die Otherland Buchhandlung in Berlin hat bei meinem Anliegen nicht nur eine Ausnahme gemacht, sondern  mir mit Ratschlägen zur Seite gestanden und dankenswerterweise auch ein Bild aus dem Laden geschickt – vielen Dank dafür, Nortey!

    Willi vom Ultracomix Nürnberg war auch direkt von Anfang an dabei. Zu meiner Freude ein weiteres Ladengeschäft – davon kann es nicht genug geben! Hier wird das Werk kurz mal ins Bild gehalten, vielen Dank für die Vorstellung!

    Auch vom rpgDan wurde ich unterstützt – eine liebevoll geschriebene Beschreibung hat er obendrein spendiert. Seine Spielrunde mit Markus von Gazer Press ist eine tolle Einführung in dem Dreißigjährigen Krieg – schaut mal vorbei!

    Jan von fantasywelt.de ist nicht nur ein klasse Kontakt und Geschäftsführer, er hat auch ein tolles Team hinter sich. Der Laden wächst und gedeiht – und auch hier spürt man das Jan und Co tief in der Szene verwurzelt sind. Danke für deine Unterstützung und liebe Grüße an das ganze Team!

    DlWadD ist letztendlich für Swords&Wizardry erschienen und was wäre dies alles ohne die deutsche Mutter dieses Regelwerks? Daniel und Patrick von System Matters haben an dieser Stelle auch kräftig unterstützt. Nach der SPIEL und der Dreieich sind die beiden mit Sicherheit gebeutelt,  daher ist das Modul noch nicht im Shop implementiert. Es ist vor Ort und es wird kommen, schaut also gerne mal bei denen im Shop vorbei! Liebe Grüße und vielen Dank ihr zwei!

    Ich kann jeden Leser nur  ermuntern: unterstützt diese tollen Shops und die Leute dahinter. In diesen Zeiten ist jeder noch so kleine Einkauf eine wichtige Unterstützung, damit wir auch weiterhin so eine bunte Vielfalt an Geschäften haben.

    -grannus-

    #17Jahrhundert #abenteuer #derLangeWegAusDerDunkelheit #dreisigjahrigerKrieg #dungeonsdragons #gazerPress #penPaper #rpg

  12. DlWadD – in den Shops erhältlich!

    So, das Weihnachtsgeschäft beginnt so langsam und auf verschiedenen Kanälen habe ich für Shops und Ladengeschäfte geworben, die Der lange Weg aus der Dunkelheit im Sortiment führen. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Leuten bedanken, denn hinter jedem Geschäft stecken super freundliche und engagierte Köpfe. Danke für euer Entgegenkommen, dem Vertrauen und den Ratschlägen, ihr alle seid echt klasse!

    Beginnen möchte ich mit Roland, der Sphärenmeister – nicht einmal das Licht ist schneller! Mein erster Kontakt in die Welt des Handels und bis zum Schluß super entgegenkommend, viele liebe Grüße an dieser Stelle!

    Die Otherland Buchhandlung in Berlin hat bei meinem Anliegen nicht nur eine Ausnahme gemacht, sondern  mir mit Ratschlägen zur Seite gestanden und dankenswerterweise auch ein Bild aus dem Laden geschickt – vielen Dank dafür, Nortey!

    Willi vom Ultracomix Nürnberg war auch direkt von Anfang an dabei. Zu meiner Freude ein weiteres Ladengeschäft – davon kann es nicht genug geben! Hier wird das Werk kurz mal ins Bild gehalten, vielen Dank für die Vorstellung!

    Auch vom rpgDan wurde ich unterstützt – eine liebevoll geschriebene Beschreibung hat er obendrein spendiert. Seine Spielrunde mit Markus von Gazer Press ist eine tolle Einführung in dem Dreißigjährigen Krieg – schaut mal vorbei!

    Jan von fantasywelt.de ist nicht nur ein klasse Kontakt und Geschäftsführer, er hat auch ein tolles Team hinter sich. Der Laden wächst und gedeiht – und auch hier spürt man das Jan und Co tief in der Szene verwurzelt sind. Danke für deine Unterstützung und liebe Grüße an das ganze Team!

    DlWadD ist letztendlich für Swords&Wizardry erschienen und was wäre dies alles ohne die deutsche Mutter dieses Regelwerks? Daniel und Patrick von System Matters haben an dieser Stelle auch kräftig unterstützt. Nach der SPIEL und der Dreieich sind die beiden mit Sicherheit gebeutelt,  daher ist das Modul noch nicht im Shop implementiert. Es ist vor Ort und es wird kommen, schaut also gerne mal bei denen im Shop vorbei! Liebe Grüße und vielen Dank ihr zwei!

    Ich kann jeden Leser nur  ermuntern: unterstützt diese tollen Shops und die Leute dahinter. In diesen Zeiten ist jeder noch so kleine Einkauf eine wichtige Unterstützung, damit wir auch weiterhin so eine bunte Vielfalt an Geschäften haben.

    -grannus-

    #17Jahrhundert #abenteuer #derLangeWegAusDerDunkelheit #dreisigjahrigerKrieg #dungeonsdragons #gazerPress #penPaper #rpg