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#svolvær — Public Fediverse posts

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  1. My walk today. Some very wet (muddy earth and wet bog) spots, but luckily the waterproof fabric in my shoes still does its job. The distance I calculated using the Norwegian Mapping Agency app ”Hvor?” matches what my iPhone tells me, closely enough. #Lofoten #Svolvær #Svolvaer #Kabelvåg

  2. Vesterålen und Lofoten

    Heute geht es in die Inselwelt vor der Küste Nordnorwegens. Hier liegen die Inselgruppen der Vesterålen und der Lofoten, die wir heute besuchen werden.

    Nach einem späten Frühstück beginnt der Tag mit der Durchfahrt durch die Risøyrenna, einen Kanal, der im Jahr 1922 eingeweiht wurde und eine bedeutende Verbesserung in den Schiffsverbindungen von der Insel Andøya in Richtung des nordnorwegischen Festlands brachte.

    Einfahrt in die Risøyrenna

    Früher war das Wasser hier so flach, dass man bei Ebbe mit einem Pferd von einer Insel zur andern reiten konnte. Der Kanal ist 4,8 km lang und hatte zunächst eine Breite von 50 Metern und eine Wassertiefe von vier Metern. Mit den zunehmend größer werdenden Schiffen wurde der Kanal auf 100 Meter Breite verbreitert und auf eine Wassertiefe von 6 Metern vertieft. Da die Midnatsol einen Tiefgang von etwas über 5 Metern hat, ist die Durchfahrt trotzdem navigatorisch eine Herausforderung.

    Während der Fahrt durch den Kanal wird ein Team für Notmanöver auf dem Vorschiff bereitgehalten.

    Team für Notmanöver

    Wie flach das Wasser außerhalb der Fahrrinne ist, kann man vom Oberdeck aus an der Farbe des Wassers erkennen, die neben der Fahrrinne deutlich heller ist als in der Fahrrinne selbst.

    Deutlich hellere Wasserfarbe neben der Fahrrinne

    Kurz vor der Durchfahrt durch die Andøybrua, die die Insel Andøya mit der Insel Risøya verbindet, legen wir im Hafen von Risøyhamn an. Der Hafen ist der kleinste auf der gesamten Strecke der Hurtigruten.

    Blick auf die Andøybrua

    Nach kurzem Aufenthalt geht es weiter in Richtung Süden. Wir unterqueren die Andøybrua und fahren in Richtung Sortland.

    Blick zurück auf die Andøybrua

    Wir genießen strahlenden Sonnenschein bei Temperaturen deutlich über der Marke von 20°C auf dem Sonnendeck.

    Unterwegs passieren wir mal wieder eine der unzähligen Fischfarmen, die es hier in der norwegischen Fjord- und Inselwelt zu Hunderten gibt und in denen überwiegend Lachs, aber auch Meerforellen aufgezogen werden.

    Fischzuchtanlage im Risøysund

    Die Jungfische werden zunächst für 12 bis 15 Monate in Süßwasserbecken an Land gehalten und dann schließlich für weitere 15 bis 18 Monate in den Netzkäfigen im Salzwasser. Für die Netzkäfige gilt, eine Regel, dass nie mehr als 2,5 Prozent des Rauminhalts durch die Fische belegt sein darf. 97,5 Prozent müssen Wasser sein.

    Als nächsten Hafen laufen wir Sortland auf der Insel Langøya an. Vor einigen Jahren wurde hier ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, um die Stadt attraktiver zu machen. Der Vorschlag, der das Rennen machte war ziemlich einfach: Man sollte einfach mehr Farbe in die Stadt bringen, weil die Gebäude überwiegend eintönig grau waren. Die Wahl fiel schließlich auf die Farbe blau, und so wird Sortland heute auch die blaue Stadt genannt.

    Monika und Ingrid unternehmen einen Bummel durch die Stadt und bringen Eindrücke mit.

    Detlef und ich verlassen hier das Schiff, da wir einen Ausflug zu einer Führung durch das Museum der Hurtigruten gebucht haben. Das Museum befindet sich in Stokmarknes, das als nächste Hafen angelaufen wird. Um aber im Museum mehr Zeit zu haben, werden wir mit dem Bus dorthin gefahren.

    Während der etwa halbstündigen Fahrt zu Museum erzählt uns ein einheimischer Guide einiges zum Leben der Menschen auf den Vesterålen. Die Landschaft ist hier landwirtschaftlich geprägt. Getreideanbau auf den Insel ist so gut wie nicht möglich. Allerdings lassen sich Kartoffeln und Wurzelgemüse sowie Kohl sehr gut kultivieren.Auch Viehwirtschaft ist möglich, wobei die Schafe in den Monaten Mia bis August auf Freiweideflächen in den Bergen gehalten werden. Dennoch sind auch hier die Fischerei und der Tourismus die wesentlichen Lebensgrundlagen der Menschen.

    Landwirtschaftliches Anwesen auf den Vesterålen

    Das Museum zeigt sehr informativ die Geschichte der Reederei.

    Hurtigrutenmuseum in Stokmarknes

    Kernstück der Ausstellung ist das Motorschiff Finnmarken, das von 1656 bis 1993 für die Reederei im Dienst war. Das Schiff wurde nach Außerdienststellung von der Reederei an eine private Stiftung verkauft und in Stokmarknes an Land gebracht. Das Schiff war zunächst nur mit Planen überspannt, später wurde ein Wellblechdach darüber gebaut. Es gab aber immer wieder Probleme mit Regenwasser, sodass sich der Zustand immer weiter verschlechterte. Das heutige Museum wurde schließlich 2019 / 2020 um das Schiff herum gebaut. Leider war es nicht möglich, das Schiff in der Halle im Ganzen zu fotografieren.

    Wir bekommen im Museum eine Führung und haben dann noch die Möglichkeit, die MS Finnmarken in weiten Bereichen auf eigene Faust zu erkunden. Dazu gehören natürlich auch ein Besuch auf der Brücke und im Funkraum.

    Zurück an Bord wartet dann gleich das nächste Highlight des Tages. Wir durchfahren den Raftsund, eine der landschaftlich schönsten Strecken auf der Reise.

    Da heute eine Attraktion die nächste jagt und man kaum noch weiß, wohin man schauen soll, folgt als nächstes der Tengelfjorg. Hier gibt es eine besonders große Population von Seeadlern. Diese Vögel wurden in Norwegen – wie fast überall auf der Welt – noch vor nicht allzu langer Zeit noch bejagt. Erst als der Bestand auf nur noch ca. 20 Brutpaare zurückgegangen war, wurden die Vögel unter Schutz gestellt. Heute gibt es wieder über 200 Brutpaare in diesem Bereich.

    Vom Schiff aus wird eine Seeadler-Safari angeboten. Dazu kommt während der Fahrt ein kleineres Boot längsseits und nimmt die Reisenden, die diese Safari gebucht haben, auf.

    Wir belieben allerdings an Bord der MS Midnatsol und fahren weiter. Die Entscheidung war genau richtig, denn auch wir können bereits nach kurzer Zeit die erste Seeadler sehen.

    Von dem kleinen Boot aus werden die Vögel angefüttert, sodass sie dort dichter herankommen und man sicherlich die besseren Fotos machen kann. Mir gefällt es allerdings wesentlich besser, die Vögel in ihrem natürlichen Habitat zu sehen.

    Durch den sehr engen Swartsund fährt das Schiff dann wieder in Richtung des Tollfjords.

    Durchfahrt durch den Swartsund

    Die Fahrt in den Trollfjord mit dem Wendemanöver an dessen Ende läuft dann genau so ab wie auf dem Hinweg.

    Fahrt in den Trollfjord

    In Folge der hohen Temperaturen der vergangenen Tage führt einer der beiden Wasserfälle am Ende des Trollfjords heute wesentlich mehr Wasser als auf der Hinfahrt. Er wird offensichtlich vom Schmelzwasser der darüber liegenden Gletscher gespeist.

    Wasserfall am Ende des Trollfjords

    Danach geht die Fahrt weiter südwärts. Der nächste Hafen, den wir anlaufen, ist Svolvær. Hier verlassen wir das Schiff für einen erneuten Ausflug. Wir haben eine Busrundfahrt über drei Lofoteninseln gebucht. Svolvær selbst liegt auf der Insel Austvagsoya. Zunächst fahren wir in das Fischerdorf Henningsvær und bummeln durch das Dorf.

    Lofoten in a nutshell: Berge, Boote, bunte Häuser

    Über die Insel Gimsøy führt die Fahrt dann weiter durch die wirklich atemberaubend schöne Landschaft der Lofoten auf die Insel Vestvågøy.

    Schließlich erreichen wir am späten Abend den Hafen von Stamsund, wo unser Ausflug exakt in dem Moment endet, als die MS Midnatsol in den Hafen einläuft. So können wir das Anlegemanöver ausnahmsweise einmal nicht von Deck, sondern von der Kaimauer aus ansehen.

    MS Midnatsol legt im Hafen von Stamsund an.

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