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  1. Frauen in der Wissenschaft: Dr. Sabina Auhunas

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    Die Blogreihe „Frauen in der Wissenschaft“ stellt Frauen aus der TIB vor, die Einblicke in ihre Wege und ihre persönlichen Erfahrungen in der Wissenschaft geben.

    Dr. Sabina Auhunas

    Dr. Sabina Auhunas studierte Pharmazie an der Bogomolets National Medical University und promovierte in Pharmazeutischen Wissenschaften an der Shupyk National Healthcare University of Ukraine in Kiew (Ukraine). Heute arbeitet sie im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative als Stipendiatin im Open Science Lab der TIB.

    Ihre Forschung bezieht sich auf Metadatenmodelle für wissenschaftliche Instrumente und deren Integration in Forschungsinformationssysteme. Arbeitsschwerpunkte sind dabei die Verbesserung der Qualität von Metadaten, die Interoperabilität und die Sichtbarkeit von Daten zur wissenschaftlichen Infrastruktur, um zu belastbareren und nachhaltigeren Forschungsinfrastrukturen beizutragen.

    In diesem Interview spricht sie darüber, wie Diversität die Wissenschaft bereichert, über Richtungswechsel in der Wissenschaft und warum Wissenschaft ein Marathon und kein Sprint ist.

    Was fasziniert dich an der Arbeit in der Wissenschaft?

    In der Wissenschaft fasziniert mich vor allem die Tatsache, dass Wissen nicht isoliert existiert, sondern an Wert gewinnt, wenn es geteilt, miteinander verbunden, neu entdeckt und von anderen wiederverwendet wird. Dieses Verständnis führte mich von den pharmazeutischen Wissenschaften zur Open Science, zu Forschungsinformationssystemen und Forschungsinfrastrukturen.

    Heute inspirieren mich nicht nur die wissenschaftlichen Entdeckungen selbst, sondern auch die Systeme, die Forschung sichtbar und zugänglich machen. Meine Arbeitsschwerpunkte liegen auf der Verbesserung von Metadaten und Forschungsinfrastrukturen, was dazu beiträgt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse über einen längeren Zeitraum auffindbar, wieder nutzbar und nachhaltig bleiben.

    Ich arbeite sehr gerne am Schnittpunkt verschiedener Disziplinen, an dem Zusammenarbeit, Technologie und Wissenschaft aufeinandertreffen, um Lösungen zu schaffen, von der ganze Forschungsgemeinschaften profitieren können.

    Ein sehr bereichernder Aspekt meiner Arbeit ist die Zusammenarbeit mit Menschen aus verschiedenen Disziplinen, Ländern und mit unterschiedlichen Vorgeschichten.

    Jeder Bereich bietet seine eigene Perspektive und einige der besten Ideen entstehen, wenn unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen. Die Wissenschaft fordert mich ständig heraus, zu lernen, mich weiterzuentwickeln und Probleme aus neuen Perspektiven zu betrachten, und das ist etwas, was mir sehr gut gefällt.

    Was hättest du als Frau in der Wissenschaft gerne früher gewusst?

    Ich hätte gerne früher gewusst, dass es absolut in Ordnung ist, wenn man keinem strikten Berufsweg folgt. Zu Beginn meiner Karriere habe ich mich häufig unter Druck gesetzt gefühlt, alles im Voraus zu planen. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, dass sich einige der besten Gelegenheiten ganz unerwartet ergeben und dass ein Richtungswechsel nicht gleich bedeutet, dass man sein Ziel aus den Augen verliert. Wenn ich zurückblicke, so hat jeder Schritt meiner Reise – von der Pharmazie und der medizinischen Forschung bis hin zur Open Science und zu den Forschungsinfrastrukturen – dazu beigetragen, was mich heute als Forscherin ausmacht.

    Auch hätte ich gerne früher gewusst, dass Erfolg in der Wissenschaft nicht auf Kosten des eigenen Wohlergehens erstrebt werden sollte. Nachwuchswissenschaftlerinnen denken häufig, sie müssten immer härter arbeiten, mehr veröffentlichen, mehr machen. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, dass Wissenschaft ein Marathon ist und kein Sprint. Gut auf sich zu achten, die Balance zu halten und sich Zeit außerhalb der Arbeit einzuräumen, sind keine Hindernisse für den Erfolg; sie sind entscheidend für eine nachhaltige Karriere.

    Eine weitere Lektion, die ich gelernt habe, ist die, dass man keinem bestimmten Klischee entsprechen muss, um zur Wissenschaft zu gehören. Vor allem zu Beginn einer Karriere kann es einem manchmal schwierig erscheinen, Gehör zu finden. Ich wünschte, ich hätte meinen eigenen Fähigkeiten und Ideen mehr vertraut und eher verstanden, dass einfach man selbst zu sein keine Schwäche, sondern eine Stärke ist.

    Welchen Rat würdest du Mädchen und jungen Frauen geben, die eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben?

    Bleibt neugierig, vertraut euch selbst und habt keine Angst, selbstbewusst aufzutreten. Stellt Fragen, teilt eure Ideen und glaubt an eure Fähigkeiten, auch wenn ihr euch unsicher fühlt. Ihr braucht nicht alles zu wissen, bevor ihr anfangt. In der Wissenschaft geht es darum, zu lernen, zu erforschen und stetig zu wachsen.

    Habt keine Angst, zu scheitern. In der Wissenschaft gelingt nicht jedes Experiment, nicht jeder Antrag wird gefördert und nicht jedes Paper wird veröffentlicht. Solche Erfahrungen sind keine Zeichen dafür, dass du auf dem falschen Weg bist; sie sind Teil des Prozesses. Es ist nicht das Ziel, Fehler zu vermeiden, sondern aus ihnen zu lernen und weiterzumachen.

    Ich möchte junge Frauen auch dazu ermutigen, sich Mentor:innen zu suchen und Kontakte mit Menschen zu knüpfen, die sie inspirieren. Einige der bereicherndsten Erfahrungen in meiner Karriere sind durch die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Ländern, Disziplinen und mit unterschiedlichen Vorgeschichten entstanden.

    Denkt gleichzeitig auch daran, dass eure Karriere nur ein Teil eures Lebens ist. Familie, Freunde, Gesundheit und persönliche Interessen sind auch wichtig. Schützt eure Energie, lasst euch Zeit für die Dinge, die euch wichtig sind, und habt kein schlechtes Gewissen, wenn ihr Grenzen setzt.

    Ein Wunsch für die Zukunft von Frauen und Mädchen in der Wissenschaft …

    Ich hoffe, dass Frauen und Mädchen in der Wissenschaft in Zukunft ihre Karriere ohne Hindernisse oder Klischees verfolgen können – und auch ohne ständig beweisen zu müssen, dass sie dorthin gehören. Ich wünsche mir, dass mehr Frauen in Führungspositionen, in Entscheidungsgremien und in wissenschaftlichen Gemeinschaften vertreten sind – und das in allen Fächern.

    Am meisten hoffe ich jedoch, dass zukünftige Generationen von Frauen in der Wissenschaft sie selbst sein können und erfolgreiche Karrieren aufbauen können, ohne ihre Individualität oder ihr Privatleben zu opfern. Ich wünsche mir auch eine wissenschaftliche Kultur, die neben der Leistung die Zusammenarbeit und neben der Produktivität die Qualität schätzt.

    Diversität sollte nicht als Ausnahme gesehen werden, sondern als eine natürliche Stärke der Wissenschaft. Die besten Lösungen für globale Herausforderungen entstehen, wenn Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen zusammenarbeiten.

    Frauen in der Wissenschaft – eine Blogreihe

    In der Blogreihe „Frauen in der Wissenschaft“ werden Frauen an der TIB vorgestellt, die Einblicke in ihre wissenschaftlichen Wege, Rollenbilder und ihre Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag geben. Sie alle teilen ihre Perspektive und ihre Wünsche für die Zukunft der Wissenschaft und ermutigen andere Frauen, ihren Platz selbstbewusst einzunehmen.

    #FrauenInDerWissenschaft #OpenSciene #LizenzCCBY40INT #ForschungUndEntwicklung #OpenScienceLab #FrauenAnDerTIB
  2. Applying for EU funding? Follow these key steps:

    1. Understand the application process

    2. Build/join a strong consortium

    3. Comply with #OpenSciene

    4. Include gender aspects in your research

    5. Plan your communication, dissemination & exploitation

    More: link.europa.eu/fyHrnr

  3. #osc2025 thanks to all for their interest, interesting questions and hints to #opensciene infrastructures and tools

  4. We are at the Information centre for Education at @dipf_aktuell very grateful for the great and fruitful talk of @diederichs_tamara about #opensciene in #edsci! 🚀🦋#eera_nw12 @FachportalPaedagogik

  5. Dear bubble,

    I don't know how many people of the #UniversityOfMainz are reading along. But perhaps you know someone who is interested? Please forward.

    We will host a first #OpenSciene meetup in #Mainz. Hopefully, a few people will join. Hopefully, something bigger will emerge eventually. Hopefully, we will not get overwhelmed by a crowd 😉

    #JGU #jgumainz

  6. SaxFDM Digital Kitchen | MAI 2024

    Am 16.05.24 ist Yvette Gafinen von der Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (@kowi) zu Gast.

    Thema: Anforderungen im FDM/Open Science im Rahmen der EU-Förderung

    Anmeldung: t1p.de/6bdbb

    #SaxFDM #DigitalKitchen #FDM #KoWi #fdm #coffeelecture #opensciene #horizoneurope #horizoneuropeprogramme #dmp #datenmanagementplan #publikationsförderung #forschungsdaten #forschungsdatenmanagement #landesinitiative

  7. Save the Date! Am 19.02.2024 findet eine Podiumsdiskussion mit dem Thema Offene Infrastrukturen für Open Science statt. hu.berlin/diskussion-open-scie
    #opensciene #huberlin

  8. # Introduction

    Hi all, I am moving from the bird site and hope that I found my fediverse home on this server. I'm a #physics|ist working on improving #Climate models with #ai in the #usmile erc project (usmile-erc.eu), especially interested in #gravitywaves. Also interested in #plasma physics, #quantumcomputing, #space, #opensciene, and much more. Views are my own. Looking forward to meeting great people here!

  9. Zur #wissenschaft: Ich habe #meteorologie studiert und darin promoviert. On top habe ich einen Master in Bibliotheks- und Informationswissenschaft gesetzt. Heute bin ich Professorin für Informationsdienstleistungen und #wissenschaftskommunikation an der Technischen Hochschule Köln. Bei mir dreht sich alles um #opensciene, #bibliotheken und darum wie Wissenschaft funktioniert und kommuniziert.