#entgendern — Public Fediverse posts
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@DasWissen verblüffend, dass selbst im Jahr 2026 ein "Wissen"-Text über "das Gendern" ohne die Unterscheidung von "gendern" und "entgendern", sowie ohne die Erwähnung von cis-intergeschlechtlichen Menschen oder non-binären und agender Personen auskommt...
Zu einer Form des #entgendern siehe http://i42.eu/entgendern - oder als Video: http://i42.eu/g0v
Ein weitere Tipp wäre @geschicktgendern
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Ohne Anrede? Kannst du haben:
"Willkommen in Ihrer Online-Apotheke, Müller!"
🙄
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CW: Rechtsgutachten zu Verboten geschlechtergerechter Sprache an Hochschulen
Im Auftrag der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) e.V. hat Prof. Dr. Ulrike Lembke ein Rechtsgutachten verfasst: „Verfassungswidrige Anweisung zur Diskriminierung: Sprachverbote an Hochschulen und die Pflicht zu geschlechtergerechter Sprache“, März 2026.
Ich zitiere hier mal die wesentlichen Ergebnisse aus der sehr lesenswerten 5-seitigen Zusammenfassung am Ende des Gutachtens.
„Sprachliche Gleichbehandlung und geschlechtergerechte Sprache u.a. durch Hochschulen sind keine Mode, sondern Ausdruck der Erfüllung von Rechtspflichten. [...]
Geschlechtergerechte Amts- und Rechtssprache darf weder auf Kosten von Frauen und Mädchen noch auf Kosten von trans*, intergeschlechtlichen oder nicht-binären Personen gehen.“„Sprachverbote sind ein neues politisches Phänomen. Sie ergehen als Verwaltungsbinnenrecht der Exekutive, Landesregierungen oder Behördenleitungen, entfalten ihre repressive Wirkung aber weit über das Verbot bestimmter Schreibweisen hinaus. […]
Bei Widerstand gegen Sprachverbote könnten Beamt*innen und Angestellten im öffentlichen Dienst grundsätzlich dienst- oder arbeitsrechtliche Sanktionen wegen Nichtbefolgung einer Weisung ihres Dienstherrn oder Arbeitgebers drohen. Allerdings dürfte die Verhängung von Sanktionen regelmäßig an der Rechtswidrigkeit von Sprachverboten scheitern.“„Die Erstreckung von Sprachverboten auf Hochschulen ist nicht vereinbar mit der
individuellen Wissenschaftsfreiheit und der verfassungsrechtlich garantierten
Hochschulautonomie. [...]
Sprachverbote sind verfassungs- und gesetzeswidrige Anweisungen zur Diskriminierung. An diesem Befund ändert weder die Berufung auf den Rechtschreibrat noch das „Amtliche Regelwerk“ etwas.“„Sprachverbote sind unvereinbar mit zentralen Regelungen in den Hochschulgesetzen der Länder, welche auf die Entwicklung zu diskriminierungsfreien Hochschulen abzielen.“
„Sprachverbote stellen eine Gefahr für den demokratischen Rechtsstaat dar. Sie negieren Grundrechte und beruhen auf nationalidentitären Sprachpolitiken, mit denen rechtsextreme Politiken in die Mitte der Gesellschaft getragen werden, die reaktionäre Geschlechternormen mit Hass auf Geflüchtete und antisemitischen Verschwörungsideologien verbinden.“
„In Zeiten von Krisen, Backlash und extremer ökonomischer Unsicherheit für Hochschulen sowie überwältigender alltäglicher Aufgabenfülle erscheinen Fragen von Gleichstellung und Nichtdiskriminierung häufig als überfordernd. Sie sind jedoch unverzichtbar, wenn Hochschulen eine Zukunft haben und die gesellschaftliche Zukunft mitgestalten wollen.“
Vielen Dank an @tinrechtshilfe für den Hinweis!
#geschlechtergerechteSprache #Gendern #Entgendern
https://bukof.de/wp-content/uploads/Rechtsgutachten_Sprachverbote-Hochschulen_Prof-Lembke.pdf
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Neue Form des Entgenderns just dropped:
Bei mir auf der Arbeit scheint es neuerding die Regel zu sein, dass man bei Begriffen, die entgendert werden müssten, ins Englische wechselt …
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Ok, das üben wir noch.
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@somlu1968 Danke für den Link. Ich finde den Artikel bezüglich der Studien interessant.
Mich irritiert allerdings, dass der Autor allzu selbstverständlich unterstellt, es sei klar, was genau mit "gendern" bzw. geschlechtergerechter Sprache gemeint ist. Allzu oft wird auch die binäre Doppelnennung so bezeichnet, obwohl sie nicht-binäre /agender Menschen exkludiert, daher bleibt bei einigen Beispielen leider unklar, worum es in den Studien genau geht.
Ich frage mich außerdem, was die Verwendung des Asterisks wert ist, wenn gleichzeitig der Artikel die Existenz nicht-binärer / agender Menschen vollständig ausblendet. Das Sternchen wurde nicht erfunden, um Frauen sichtbar zu machen. Da reiht sich dieser Artikel leider in eine lange Reihe ein.
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So, einen Workshop hab ich noch dieses Jahr: Nämlich den zu gendergerechter Sprache und Neopronomen in Prosatexten. Der Workshop findet am 19.11. von 19 - 21.30 über Zoom statt.
Wir reden über genderechte Formulierungen mit und ohne Sonderzeichen, machen Übungen dazu, im Anschluss gibt es eine Einführung ins Thema Neopronomen und bei all dem geht es natürlich auch immer um die Implikationen für Figuren, Weltenbau etc.
Anmeldung: [email protected]
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@olgkarlsruhe wenn ihr "alle" statt "jeden" benutzt, sprecht ihr auch wirklich alle (inkl. intergeschlechtlicher Personen) an.
Thema: Urteil des Verfassungsgerichts zur dritten Option und dessen sinngemäße Umsetzung in der Kommunikation.
Besonders passend am 8.11...
Tipp: https://i42.eu/entgendern#intergeschlechtlich #entgendern #gender #Geschlechtergerechtigkeit #nichtbinär #GeschicktGendern
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@publicvoit Positiv am #Entgendern ist, dass es das Problem des fehlenden Oberbegriffs löst, indem es einen neuen schafft. Entgendern schwächelt aber bei der #Geschlechtergerechtigkeit: Männer und Frauen bekommen jeweils eigene Formen, alle anderen Geschlechter gehen leer aus und können höchstens mitgemeint werden. Außerdem macht es, indem es das Nomen Agentis (gebildet aus dem Wortstamm + -er Suffix) den Männern endgültig zuschlägt, die Frau zu einem Anhängsel des Mannes. Kein Engländ-er ohne England, keine Engländ-er-in ohne Engländer. Insofern sehe ich Gendern 2.0 als Weiterentwicklung dessen, was mit Hermes Phettberg begonnen hat.
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@heribert_nix #Entgendern weist schon einmal in die richtige Richtung: Es gibt wieder einen Oberbegriff, der klar und eindeutig alle Geschlechter bezeichnet. Gendern 2.0 geht noch eine Schritt weiter: Die Stammform wird durch eine eigene Movierungen für jedes Geschlecht neutralisiert. Arzt, Ärztich, Ärztin, Ärztix, … Damit bekommen wir den Oberbegriff zurück. Wesentlicher Vorteil: Dieser Form des Genderns erweitert die Sprache. Damit wird der Übergang sehr viel einfacher, weil sprachkonservative Menschen zunächst einmal nichts ändern müssen. Was freilich entfällt: Die Sprache selber eignet sich dann nicht mehr, um die eigene Weltsicht zur Schau zu stellen. Das ist aber mehr ein Vor- als ein Nachteil, da Sprache für sich neutral sein muss, um als Kommunikationsmittel über ideologische Grenzen hinweg zu funktionieren.
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(Ent-)Gendern: Wissenschaft
Völlig unabhängig davon wie myn zu Fragen des Genderns oder Entgenderns steht, für die Wissenschaft stellen sie eine Herausforderung dar. Sprache ist kein Untersuchungsgegenstand wie jeder andere, denn sie bildet das Arbeitsmittel, mit dem jede Untersuchung von Gegenständen erfolgt. Ohne sie bleibt Wissenschaft stumm.
#gendern, #entgendern
https://www.heribert-nix.de/2025/08/04/ent-gendern-wissenschaft/ -
+++ HEREINSPAZIERT - HEREINSPAZIERT +++
Das Compost-Magazin hat die Tore wieder geöffnet... also alles wie immer:Hufeisen, ick hör dir trappsen
und zwar so laut, dass es selbst im Staub der Kulturpolitik wiederhallt
Da schwingt also ein Kulturstaatsminister das große Hufeisen – natürlich wieder zum Schaden von uns allen, die nicht nach den Miefregeln der Regierungsnahen leben wollen, sondern versuchen, dieses Land endlich aus seinem ewigen Autoritarismus-Rotz rauszuzerren. Wolfram Weimer, frisch installiert und sofort im alten […]
https://compost-magazin.de/2025/08/13/hufeisen-ick-hoer-dir-trappsen/
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"In der offiziellen Kommunikation verzichten wir daher auf #Sonderzeichen wie #Sternchen, #Doppelpunkte oder #Unterstriche - zugunsten von sprachlicher #Klarheit, rechtlicher #Eindeutigkeit und allgemeiner #Verständlichkeit"
Ok, da kann ich mit Leben, keine * : _ zum #Entgendern.
#Mitarbeita, #Radfahra, #Lehra, #Minista, … natürlich #das (singular) / #die (plural)
So wäre das dann ja ok, richtig?
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/gendern-kulturstaatsminister-100.html
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Es geht nicht nur um Sprache. Diese Regierung bekämpft queere Sichtbarkeit und damit queere Existenz. [1]
Mit Verboten und aggressiven unsachlichen Kampagnen gegen geschlechtergerechte Sprache werden queere Menschen staatlicherseits (!) zurück in die Unsichtbarkeit gedrängt. Nicht-binären / agender Menschen wird mindestens indirekt die Existenz abgesprochen. Ihre (sprachliche) Sichtbarkeit wird als gesellschaftlichsschädlich markiert.
Die Kampagnen gegen Regenbogenfahnen senden ziemlich unverhohlen dasselbe Signal: Wir wollen euch nicht im öffentlichen Raum sehen. Eure Sichtbarkeit ist unnötig / schädlich / undemokratisch / wasauchimmer.
Das ist keine Scheindebatte und kein Nebenschauplatz, den man als linke Person einfach ignorieren kann. Das ist aggressiver rechter Kulturkampf auf Kosten von eh schon marginalisierten Menschen. Das gefährdet Menschen, die eh schon prekär leben. Das befördert stochastische Gewalt.
Zugegebenermaßen geht es dabei *auch* um politische Ablenkungsmanöver, und es ist auch richtig, nicht über jedes hingehaltene Stöckchen zu springen. Die ostentative Coolness, mit der viele Linke solche queerfeindlichen Kampagnen durch souveräne Gleichgültigkeit wegignorieren wollen, finde ich trotzdem ernüchternd.
Wenn deine eigene Existenz nicht in Frage gestellt wird, kannst du vielleicht gelassen wegschauen und hoffen, dass das alles von selbst verschwindet. Das ist aber eine verdammt privilegierte Perspektive. Solidarität sieht für mich anders aus.
[1] Ich nenne nicht nur die Union, weil ich vonseiten der SPD nicht wirklich aktiven Widerspruch beobachte.