#entgendern — Public Fediverse posts
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CW: Rechtsgutachten zu Verboten geschlechtergerechter Sprache an Hochschulen
Im Auftrag der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) e.V. hat Prof. Dr. Ulrike Lembke ein Rechtsgutachten verfasst: „Verfassungswidrige Anweisung zur Diskriminierung: Sprachverbote an Hochschulen und die Pflicht zu geschlechtergerechter Sprache“, März 2026.
Ich zitiere hier mal die wesentlichen Ergebnisse aus der sehr lesenswerten 5-seitigen Zusammenfassung am Ende des Gutachtens.
„Sprachliche Gleichbehandlung und geschlechtergerechte Sprache u.a. durch Hochschulen sind keine Mode, sondern Ausdruck der Erfüllung von Rechtspflichten. [...]
Geschlechtergerechte Amts- und Rechtssprache darf weder auf Kosten von Frauen und Mädchen noch auf Kosten von trans*, intergeschlechtlichen oder nicht-binären Personen gehen.“„Sprachverbote sind ein neues politisches Phänomen. Sie ergehen als Verwaltungsbinnenrecht der Exekutive, Landesregierungen oder Behördenleitungen, entfalten ihre repressive Wirkung aber weit über das Verbot bestimmter Schreibweisen hinaus. […]
Bei Widerstand gegen Sprachverbote könnten Beamt*innen und Angestellten im öffentlichen Dienst grundsätzlich dienst- oder arbeitsrechtliche Sanktionen wegen Nichtbefolgung einer Weisung ihres Dienstherrn oder Arbeitgebers drohen. Allerdings dürfte die Verhängung von Sanktionen regelmäßig an der Rechtswidrigkeit von Sprachverboten scheitern.“„Die Erstreckung von Sprachverboten auf Hochschulen ist nicht vereinbar mit der
individuellen Wissenschaftsfreiheit und der verfassungsrechtlich garantierten
Hochschulautonomie. [...]
Sprachverbote sind verfassungs- und gesetzeswidrige Anweisungen zur Diskriminierung. An diesem Befund ändert weder die Berufung auf den Rechtschreibrat noch das „Amtliche Regelwerk“ etwas.“„Sprachverbote sind unvereinbar mit zentralen Regelungen in den Hochschulgesetzen der Länder, welche auf die Entwicklung zu diskriminierungsfreien Hochschulen abzielen.“
„Sprachverbote stellen eine Gefahr für den demokratischen Rechtsstaat dar. Sie negieren Grundrechte und beruhen auf nationalidentitären Sprachpolitiken, mit denen rechtsextreme Politiken in die Mitte der Gesellschaft getragen werden, die reaktionäre Geschlechternormen mit Hass auf Geflüchtete und antisemitischen Verschwörungsideologien verbinden.“
„In Zeiten von Krisen, Backlash und extremer ökonomischer Unsicherheit für Hochschulen sowie überwältigender alltäglicher Aufgabenfülle erscheinen Fragen von Gleichstellung und Nichtdiskriminierung häufig als überfordernd. Sie sind jedoch unverzichtbar, wenn Hochschulen eine Zukunft haben und die gesellschaftliche Zukunft mitgestalten wollen.“
Vielen Dank an @tinrechtshilfe für den Hinweis!
#geschlechtergerechteSprache #Gendern #Entgendern
https://bukof.de/wp-content/uploads/Rechtsgutachten_Sprachverbote-Hochschulen_Prof-Lembke.pdf
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Neue Form des Entgenderns just dropped:
Bei mir auf der Arbeit scheint es neuerding die Regel zu sein, dass man bei Begriffen, die entgendert werden müssten, ins Englische wechselt …
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Ok, das üben wir noch.
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@somlu1968 Danke für den Link. Ich finde den Artikel bezüglich der Studien interessant.
Mich irritiert allerdings, dass der Autor allzu selbstverständlich unterstellt, es sei klar, was genau mit "gendern" bzw. geschlechtergerechter Sprache gemeint ist. Allzu oft wird auch die binäre Doppelnennung so bezeichnet, obwohl sie nicht-binäre /agender Menschen exkludiert, daher bleibt bei einigen Beispielen leider unklar, worum es in den Studien genau geht.
Ich frage mich außerdem, was die Verwendung des Asterisks wert ist, wenn gleichzeitig der Artikel die Existenz nicht-binärer / agender Menschen vollständig ausblendet. Das Sternchen wurde nicht erfunden, um Frauen sichtbar zu machen. Da reiht sich dieser Artikel leider in eine lange Reihe ein.
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So, einen Workshop hab ich noch dieses Jahr: Nämlich den zu gendergerechter Sprache und Neopronomen in Prosatexten. Der Workshop findet am 19.11. von 19 - 21.30 über Zoom statt.
Wir reden über genderechte Formulierungen mit und ohne Sonderzeichen, machen Übungen dazu, im Anschluss gibt es eine Einführung ins Thema Neopronomen und bei all dem geht es natürlich auch immer um die Implikationen für Figuren, Weltenbau etc.
Anmeldung: [email protected]
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@olgkarlsruhe wenn ihr "alle" statt "jeden" benutzt, sprecht ihr auch wirklich alle (inkl. intergeschlechtlicher Personen) an.
Thema: Urteil des Verfassungsgerichts zur dritten Option und dessen sinngemäße Umsetzung in der Kommunikation.
Besonders passend am 8.11...
Tipp: https://i42.eu/entgendern#intergeschlechtlich #entgendern #gender #Geschlechtergerechtigkeit #nichtbinär #GeschicktGendern
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@publicvoit Positiv am #Entgendern ist, dass es das Problem des fehlenden Oberbegriffs löst, indem es einen neuen schafft. Entgendern schwächelt aber bei der #Geschlechtergerechtigkeit: Männer und Frauen bekommen jeweils eigene Formen, alle anderen Geschlechter gehen leer aus und können höchstens mitgemeint werden. Außerdem macht es, indem es das Nomen Agentis (gebildet aus dem Wortstamm + -er Suffix) den Männern endgültig zuschlägt, die Frau zu einem Anhängsel des Mannes. Kein Engländ-er ohne England, keine Engländ-er-in ohne Engländer. Insofern sehe ich Gendern 2.0 als Weiterentwicklung dessen, was mit Hermes Phettberg begonnen hat.
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@heribert_nix #Entgendern weist schon einmal in die richtige Richtung: Es gibt wieder einen Oberbegriff, der klar und eindeutig alle Geschlechter bezeichnet. Gendern 2.0 geht noch eine Schritt weiter: Die Stammform wird durch eine eigene Movierungen für jedes Geschlecht neutralisiert. Arzt, Ärztich, Ärztin, Ärztix, … Damit bekommen wir den Oberbegriff zurück. Wesentlicher Vorteil: Dieser Form des Genderns erweitert die Sprache. Damit wird der Übergang sehr viel einfacher, weil sprachkonservative Menschen zunächst einmal nichts ändern müssen. Was freilich entfällt: Die Sprache selber eignet sich dann nicht mehr, um die eigene Weltsicht zur Schau zu stellen. Das ist aber mehr ein Vor- als ein Nachteil, da Sprache für sich neutral sein muss, um als Kommunikationsmittel über ideologische Grenzen hinweg zu funktionieren.
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(Ent-)Gendern: Wissenschaft
Völlig unabhängig davon wie myn zu Fragen des Genderns oder Entgenderns steht, für die Wissenschaft stellen sie eine Herausforderung dar. Sprache ist kein Untersuchungsgegenstand wie jeder andere, denn sie bildet das Arbeitsmittel, mit dem jede Untersuchung von Gegenständen erfolgt. Ohne sie bleibt Wissenschaft stumm.
#gendern, #entgendern
https://www.heribert-nix.de/2025/08/04/ent-gendern-wissenschaft/ -
+++ HEREINSPAZIERT - HEREINSPAZIERT +++
Das Compost-Magazin hat die Tore wieder geöffnet... also alles wie immer:Hufeisen, ick hör dir trappsen
und zwar so laut, dass es selbst im Staub der Kulturpolitik wiederhallt
Da schwingt also ein Kulturstaatsminister das große Hufeisen – natürlich wieder zum Schaden von uns allen, die nicht nach den Miefregeln der Regierungsnahen leben wollen, sondern versuchen, dieses Land endlich aus seinem ewigen Autoritarismus-Rotz rauszuzerren. Wolfram Weimer, frisch installiert und sofort im alten […]
https://compost-magazin.de/2025/08/13/hufeisen-ick-hoer-dir-trappsen/
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"In der offiziellen Kommunikation verzichten wir daher auf #Sonderzeichen wie #Sternchen, #Doppelpunkte oder #Unterstriche - zugunsten von sprachlicher #Klarheit, rechtlicher #Eindeutigkeit und allgemeiner #Verständlichkeit"
Ok, da kann ich mit Leben, keine * : _ zum #Entgendern.
#Mitarbeita, #Radfahra, #Lehra, #Minista, … natürlich #das (singular) / #die (plural)
So wäre das dann ja ok, richtig?
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/gendern-kulturstaatsminister-100.html
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Es geht nicht nur um Sprache. Diese Regierung bekämpft queere Sichtbarkeit und damit queere Existenz. [1]
Mit Verboten und aggressiven unsachlichen Kampagnen gegen geschlechtergerechte Sprache werden queere Menschen staatlicherseits (!) zurück in die Unsichtbarkeit gedrängt. Nicht-binären / agender Menschen wird mindestens indirekt die Existenz abgesprochen. Ihre (sprachliche) Sichtbarkeit wird als gesellschaftlichsschädlich markiert.
Die Kampagnen gegen Regenbogenfahnen senden ziemlich unverhohlen dasselbe Signal: Wir wollen euch nicht im öffentlichen Raum sehen. Eure Sichtbarkeit ist unnötig / schädlich / undemokratisch / wasauchimmer.
Das ist keine Scheindebatte und kein Nebenschauplatz, den man als linke Person einfach ignorieren kann. Das ist aggressiver rechter Kulturkampf auf Kosten von eh schon marginalisierten Menschen. Das gefährdet Menschen, die eh schon prekär leben. Das befördert stochastische Gewalt.
Zugegebenermaßen geht es dabei *auch* um politische Ablenkungsmanöver, und es ist auch richtig, nicht über jedes hingehaltene Stöckchen zu springen. Die ostentative Coolness, mit der viele Linke solche queerfeindlichen Kampagnen durch souveräne Gleichgültigkeit wegignorieren wollen, finde ich trotzdem ernüchternd.
Wenn deine eigene Existenz nicht in Frage gestellt wird, kannst du vielleicht gelassen wegschauen und hoffen, dass das alles von selbst verschwindet. Das ist aber eine verdammt privilegierte Perspektive. Solidarität sieht für mich anders aus.
[1] Ich nenne nicht nur die Union, weil ich vonseiten der SPD nicht wirklich aktiven Widerspruch beobachte.
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Ist der Techniker¹ informiert?
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¹ Natürlich möchte ich „Techniky“ sagen, aber in einem Zitat lässt sich schlecht phettbergen… -
Kopf gegen Herz:
Ich finde das #Entgendern nach #Phettberg (Menschys) eine richtig gute Idee, aber ich bringe es einfach nicht über mich, so zu sprechen oder zu schreiben.
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Hermes #Phettberg hat uns viel hinterlassen, darunter auch seinen Vorschlag zum „#Entgendern nach Phettberg”: Statt Konstruktionen mit umständlichen Sonderzeichen wird das Wort zum Neutrum und ein „y” am Ende eingefügt.
Der/die Schüler/in wird zu das Schüly. Mehrzahl die Schülys. -
Weil ich es gerade wieder lese: Hört doch bitte auf, gegen die Verbote geschlechtergerechter Sprache das Argument vorzubringen, dass es "echte" Probleme gebe oder dass das kaum jemanden betreffe.
Für viele Menschen ist es eine existenzielle Frage, ob sie sichtbar gemacht oder durch ein Sprachverbot gedanklich ausradiert werden. Das ist ein echtes Problem, kein eingebildetes.
Wo die Existenz von Menschen negiert wird, ist ostentative Gleichgültigkeit eine Arschlochwahl.
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Was soll eigentlich dieser Unsinn mit "Herr / Frau / keine Anrede"?
Natürlich hätte ich gerne eine Anrede, wenn mich jemand anschreibt. Alles andere wäre schlicht ungehörig. Da darf gerne "Guten Tag, Vorname Nachname" stehen oder "Liebes Kundy" oder "Servus, fink", mir egal. Auch ich möchte höflich begrüßt werden, bevor jemand mit einem Anliegen in mein Leben platzt.
Was ich nicht möchte ist, dass ein Mensch, dem mein Geschlecht total wumpe sein sollte, nichts Wichtigeres zu tun hat, als mir in der ersten Sekunde jeder einzelnen unserer Interaktionen zu erzählen, welches von zwei Geschlechtern ich seiner Meinung nach habe. Man kann mich anreden, ohne das zu tun.
Es ist ja super, dass immer mehr Organisationen mehr als zwei Anredeoptionen anbieten. Aber zu suggerieren, dass eine geschlechtsneutrale Anrede eigentlich *gar keine* Anrede sei, ist leider auch wieder implizit queerfeindliche Diskriminierung.
Die hilflos missratenen Anreden, die man dann oft abbekommt, sind dann noch mal ein anderes Kaliber.
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CW: Die einfache Lösung für gendergerechte Sprache wird es nicht geben. Ein paar Gedanken.
Ich höre immer wieder die Hoffnung, dass wir beim weiteren Experimentieren zu geschlechtergerechter Sprache irgendwann die perfekte Form finden werden, die dann alle bisherigen Ideen ablösen und das Problem auf eine elegante und bequeme Weise lösen wird. Ich glaube nicht daran.
Das Deutsche hat sich in eine Richtung entwickelt, in der es uns zwingt, Personen eines von zwei Geschlechtern zuzuweisen, auch wenn wir das gar nicht wollen und wenn Geschlecht gerade überhaupt keine Rolle spielt. Das ist halt so. Der Zwang zum binären Gendern ist so tief in die deutsche Grammatik eingewoben, dass wir da nicht ohne Ruckeln und Knirschen wieder rauskommen werden.
Es hat keinen Sinn, auf eine unkomplizierte Lösung zu warten, die nicht kommen wird. Sicher wird es in der Zukunft Ideen geben, die wir jetzt noch nicht kennen, aber sie werden auch nicht bequemer sein als die bekannten.
Es ist zwar richtig, dass sich Sprache schon immer verändert hat, aber ich glaube, wir sollten anerkennen, dass eine geschlechtergerechte deutsche Sprache einen ziemlich radikalen Sprachwandel voraussetzt. Es geht hier um etwas anderes als den gewohnten Sprachwandel durch ein paar Lehnwörter, neue Fachausdrücke oder sogenannte Jugendsprache. Es hat einen berechtigten Grund, dass sich dieser Sprachwandel anders anfühlt als mancher vorherige. Hier geht es nicht nur um Gendersternchen oder Partizipien, sondern auch um Pronomen und zig andere grammatikalische Details. Hier muss ein Kernbereich der Grammatik neu konstruiert werden. Wir werden den binären Geschlechtszwang nicht abschütteln, ohne eine mittlere grammatikalische Revolution anzuzetteln.
Wenn das passieren soll, werden wir einen Teil unseres bisherigen jahrelang antrainierten Sprachgefühls überwinden und wirklich anders sprechen lernen müssen. Das wird auch nur dann funktionieren, wenn wir gleichzeitig lernen, anders über Geschlecht nachzudenken - und genau das ist ja der Sinn der Sache. Ich halte es für falsch, so zu tun, als wäre das beides für jeden Menschen total mühelos zu bewerkstelligen. Na klar, ganz oft fehlt es schon einfach beim Willen. Aber auch Gutwillige ändern ihre Sprache und ihr Denken nicht auf Knopfdruck. Man muss die neuen Optionen nicht nur finden und sie erlernen, sondern man muss sie auch permanent üben und anwenden. Wir sollten die Schwierigkeiten anerkennen, die mit den neuen Formen verbunden sind, nicht nur, weil wir dann gnädiger mit dem Scheitern umgehen können, sondern auch, weil wir strategische Lösungen finden müssen, die diese Schwierigkeiten anerkennen, statt sie zu leugnen. Aber wie sagte Kennedy über die Mondlandung: Wir haben uns nicht dafür entschieden, weil es leicht ist, sondern weil es schwer ist. Und wir sind gerade dabei, etwas Schweres zu tun, weil wir davon überzeugt sind, dass es sich lohnt.
Aber wir können es uns und einander leichter machen, indem wir uns weniger darauf konzentrieren, was wir - angeblich - nicht mehr dürfen, sondern darauf, was wir alles können. Wir haben heute mehr Möglichkeiten denn je, mit verschiedenen Optionen zu spielen und diese zu verbreiten. Sprache hat vielleicht noch nie so vielen Menschen gleichzeitig gehört. Noch nie hatten auch marginalisierte Menschen - und sie sind der Motor dieses Wandels - solche Möglichkeiten, eigene neue Konventionen zu erfinden und sie mithilfe niedrigschwelliger und reichweitenstarker Medien zu verbreiten. Vielleicht haben noch nie so viele Menschen gleichzeitig an den Fundamenten ihrer Sprache herumgebastelt. Das erleben wir gerade, und es ist eine großartige Chance. Reden wir weniger über Ge- und Verbote, sondern mehr über Freiheit und Spielfreude und die Möglichkeit, Verantwortung für unsere eigene Sprache zu übernehmen, wenn wir das nur wollen.
Sprachwandel nicht als lästige Einschränkung begreifen, sondern als Aufforderung zu einem neuen Tanz, nach neuen Regeln und ohne jemandem auf die Füße zu treten - dann kriegen wir das hin mit der Gerechtigkeit. Und es wird Spaß machen.
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Die Verwendung des Sternchens ist übrigens nicht nur etwas, das binäre Menschen tun, um nett und höflich zu sein. Es gibt Menschen, die sich selbst als Schüler*in, Lehrer*in, Beamt*in, Professor*in usw. bezeichnen, weil sie nun mal weder männlich noch weiblich sind.
Ein Verbot des Sternchens ist für sie ein Zwang, sich selbst zu misgendern. Spätestens hier dürfte das Bundesverfassungsgericht ins Spiel gebracht werden können.
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@CGdoppelpunkt @FabianLaasch Ist das „y“ am Wortende auch verboten? Ich kenne den Wortlaut des Gesetzes oder der Verordnung natürlich nicht.
Wenn tatsächlich das „Gendern“ verboten ist, hieße es ja immer und unabhängig vom #Geschlecht der betreffenden Person/Personen die #Beamtin, die #Bäckerin, die #Feuerwehrfrau, ...
#Bayern bietet sich hier die einmalige Chance auf das flächendeckende, verordnete #Entgendern nach #Phettberg. -
Es geht ein bisschen unter, dass die bayrische Regierung, die sich beim Thema Sprache so gerne auf die Vorgaben des Rechtschreibrates beruft, soeben die Empfehlungskompetenz genau dieses Rates gesetzlich aushebelt:
"Das [Sonderzeichenverbot] gilt unabhängig von etwaigen künftigen Entscheidungen des Rates für deutsche Rechtschreibung zu der Frage der Verwendung von Sonderzeichen."
(Staatskanzleichef Florian Herrmann)Jeder weiteren politischen Steuerung von Sprache - exakt, was man angeblich bekämpfen will - wird damit die Tür geöffnet.
Es wäre schön, das auch mal journalistisch korrekt eingeordnet zu sehen, statt nur weitere hundert halbgare Clickbait-Artikel vorgesetzt zu bekommen.
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Mal sehen, wie lange das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus braucht, um seine eigene Homepage zu entgendern.
Ich würde ihnen dazu das #Entgendern nach #Phettberg nahelegen.
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Ich mag ja den #Phettberg Ansatz (https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/geschlechtergerechte-sprache-2022/346085/entgendern-nach-phettberg/).
Das bietet eine elegante Einfachheit in der Benutzung über die nicht groß nachgedacht werden muss, wenngleich auch, sicher vorläufig, verbunden mit einem gewissen durch untrainiertes Hören beförderten Niedlichkeitsfaktor.
Habt ihr mal versucht, das auch im analogen Alltag außerhalb kleiner Bubbles zu benutzen?
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#Pronomen #geschlechtsneutral #dey #gendern #entgendern #Neopronomen
hab ne Sammlung zu Beispielen von dey Pronomen in den Medien begonnen, freue mich immer über mehr Zitate:
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CW: Deklination von dey
Der deutschen Sprache fehlt es an #Pronomen, um #geschlechtsneutral über eine einzelne Person zu sprechen. Ich schlage #dey vor.
Deklination:
- Nominativ (Wer?): dey [wie they]; "Dey mag Informatik."
- Dativ (Wem?): denen; "Ich habe denen das P-NP-Problem erklärt."
- Possessivpronomen (Wessen?): deren; "Das war deren Idee."
- Akkusativ (Wen?): demm [wie them]; "Ich habe demm in der Uni getroffen."Gerne boosten.
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Ich bin verliebt in diese Form des Entgenderns. Nachdem ich diese Form heute mehrfach verwendet habe, kann ich das nur empfehlen. Ganz großes Plus, es werden alle bekannten Konstrukte der Sprache verwendet ohne sperrige neue erlernen zu wollen/müssen. Passt somit für Mutter- und Fremdsprachys
#gendern #entgendern #Phettberg #diversity
https://mediandr-a.akamaihd.net/download/podcasts/podcast2994/AU-20230126-1152-4300.mp3