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#gendern20 — Public Fediverse posts

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  1. @stefanmuelller Das kann man nur dann nicht richtig gendern, wenn man versucht das grammatikalische Problem, welches uns das »generische Maskulinum« einbrockt, typographisch zu lösen. Das muss natürlich scheitern. Lösungen die auf der grammatikalischen Ebene ansetzen, tun sich damit naturgemäß leichter. gendern20.de/faq/

    #Sprache #Deutsch #Geschlechtergerecht #Gendern #gendern20

  2. @Chubbypunk Deine Formulierung, »es wird endlich eine generische Form entwickelt« (aktiv), legt nahe, dass es dafür einen Betreiber geben sollte, andernfalls hättest du ja geschrieben »es entwickelt sich endlich eine generische Form« (passiv). Ansonsten ja, natürlich leben solche Entwicklungen von Lösungsvorschlägen, die aktiv entwickelt wurden. Die von mir erwähnte, das basisneutrale »Gendern 2.0« beruht bspw. auf einer sorgfältigen Analyse der zugrunde liegenden grammatikalischen Problems, welches mit dem »generischen Maskulinum« einhergeht: Sprache wird ungenau (manche sind mitgemeint) und verstärkt damit unterschwellig Geschlechterklischees. Das lässt sich auf grammatischer Ebene besser lösen als typographisch (mit Sonderzeichen).

    #Sprache #Deutsch #Gendern #Gendern20

    gendern20.de

  3. @CSchwartz Ich finde den Vergleich interessant: Einerseits die Diskussion um die #Veggiewurst, andererseits das #Gendern. »Magisches Denken« war aber wohl auch eine der Hoffnungen bei der Schaffung einer geschlechtergerechten Sprache. Wenn wir ganz oft »Ärztin« sagen (lesen und hören), wird es mehr Ärztinnen geben. Leider wurde dabei übersehen, dass es auch umgekehrt funktioniert: Wenn wir ganz oft Ärztinnen sehen, die von sich sagen, »Ich bin Arzt«, gewönne die geschlechtsübergreifende Stammform »Arzt« ihre neutrale Bedeutung zurück. Doch wie würden wir dann einen männlichen Arzt nennen? Ganz einfach: »Ärztich«. Solche Systeme zur symmetrischen Movierung sind auf der Webseite Gendern 2.0 beschrieben.

    gendern20.de

    #Sprache #Deutsch #gendern20

  4. @heribert_nix #Entgendern weist schon einmal in die richtige Richtung: Es gibt wieder einen Oberbegriff, der klar und eindeutig alle Geschlechter bezeichnet. Gendern 2.0 geht noch eine Schritt weiter: Die Stammform wird durch eine eigene Movierungen für jedes Geschlecht neutralisiert. Arzt, Ärztich, Ärztin, Ärztix, … Damit bekommen wir den Oberbegriff zurück. Wesentlicher Vorteil: Dieser Form des Genderns erweitert die Sprache. Damit wird der Übergang sehr viel einfacher, weil sprachkonservative Menschen zunächst einmal nichts ändern müssen. Was freilich entfällt: Die Sprache selber eignet sich dann nicht mehr, um die eigene Weltsicht zur Schau zu stellen. Das ist aber mehr ein Vor- als ein Nachteil, da Sprache für sich neutral sein muss, um als Kommunikationsmittel über ideologische Grenzen hinweg zu funktionieren.

    gendern20.de

    #gendern #gendern20 #Sprache #Deutsch