home.social

#ralfheimann — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #ralfheimann, aggregated by home.social.

  1. Die Revolution ist hier

    Böhmermanns ZDF-Magazin Royale war es schon vor zwei Jahren aufgefallen (nicht mehr online). Nun hat es auch das “Netzwerk Recherche” gemerkt. Wo sich Lokalmedien zurückziehen, weil die verlegenden Milliardärsfamilien es nicht mehr für rentabel halten, da finden sich grosszügig bespendete Faschisten, um in die Lücke, bisweilen blutig und/oder feurig, hineinzustossen. Lobenswert: beim Netzwerk haben sie, Thomas Schnedler und Malte Werner, sich richtig Arbeit gemacht. Danke, das ist wichtig. Und es gibt hier eine kompakte Würdigung:

    Ralf Heimann/MDR-Altpapier: Ach, diese Lücke … – Was kommt, wenn die Lokalzeitung geht? Das ist die Leitfrage einer neuen Studie. Um sie zu beantworten, muss man verstehen: Es geht nicht nur um die Zeitung.”

    Ein kluger Kerl, der begreift, dass es sich um einen langlaufenden Prozess mit offenem – also beeinflussbarem! – Verlauf und Ausgang handelt. Ein Ausgang, der übrigens nie zuende sein wird. Ruhe wird niemals einkehren.

    Lesen Sie das, und fragen Sie sich dann, ob Sie zu AfD-Wahlergebnissen noch Fragen haben.

  2. Die Revolution ist hier

    Böhmermanns ZDF-Magazin Royale war es schon vor zwei Jahren aufgefallen (nicht mehr online). Nun hat es auch das “Netzwerk Recherche” gemerkt. Wo sich Lokalmedien zurückziehen, weil die verlegenden Milliardärsfamilien es nicht mehr für rentabel halten, da finden sich grosszügig bespendete Faschisten, um in die Lücke, bisweilen blutig und/oder feurig, hineinzustossen. Lobenswert: beim Netzwerk haben sie, Thomas Schnedler und Malte Werner, sich richtig Arbeit gemacht. Danke, das ist wichtig. Und es gibt hier eine kompakte Würdigung:

    Ralf Heimann/MDR-Altpapier: Ach, diese Lücke … – Was kommt, wenn die Lokalzeitung geht? Das ist die Leitfrage einer neuen Studie. Um sie zu beantworten, muss man verstehen: Es geht nicht nur die Zeitung.”

    Ein kluger Kerl, der begreift, dass es sich um einen langlaufenden Prozess mit offenem – also beeinflussbarem! – Verlauf und Ausgang handelt. Ein Ausgang, der übrigens nie zuende sein wird. Ruhe wird niemals einkehren.

    Lesen Sie das, und fragen Sie sich dann, ob Sie zu AfD-Wahlergebnissen noch Fragen haben.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  3. Die Revolution ist hier

    Böhmermanns ZDF-Magazin Royale war es schon vor zwei Jahren aufgefallen (nicht mehr online). Nun hat es auch das “Netzwerk Recherche” gemerkt. Wo sich Lokalmedien zurückziehen, weil die verlegenden Milliardärsfamilien es nicht mehr für rentabel halten, da finden sich grosszügig bespendete Faschisten, um in die Lücke, bisweilen blutig und/oder feurig, hineinzustossen. Lobenswert: beim Netzwerk haben sie, Thomas Schnedler und Malte Werner, sich richtig Arbeit gemacht. Danke, das ist wichtig. Und es gibt hier eine kompakte Würdigung:

    Ralf Heimann/MDR-Altpapier: Ach, diese Lücke … – Was kommt, wenn die Lokalzeitung geht? Das ist die Leitfrage einer neuen Studie. Um sie zu beantworten, muss man verstehen: Es geht nicht nur um die Zeitung.”

    Ein kluger Kerl, der begreift, dass es sich um einen langlaufenden Prozess mit offenem – also beeinflussbarem! – Verlauf und Ausgang handelt. Ein Ausgang, der übrigens nie zuende sein wird. Ruhe wird niemals einkehren.

    Lesen Sie das, und fragen Sie sich dann, ob Sie zu AfD-Wahlergebnissen noch Fragen haben.

  4. Krieg als Agendasetting

    Funktioniert es erneut? “Flood the zone wirh shit”? Könnte sein, aber es ist nicht sicher. Die Verzweiflung ist so gross, dass sie zu grossen strategischen Risiken bereit sind. Risiken zumindest, so lange in den USA noch demokratische Wahlen möglich sind. An denen wird herummanipuliert, seit die USA existieren. Warum sollte ausgerechnet das Trump-Regime da eine Ausnahme machen? Offenbar braucht es den Krieg. Ob es ihn gewinnt, ist eine offene Frage. Insbesondere, ob es dafür noch genug Wähler*innen mobilisieren kann.

    Ralf Heimann/MDR-Altpapier hat dazu – mal wieder – eine eusgezeichnete Analyse geliefert, die zeigt, wie die Mehrheit seiner professionellen Berufskolleg*inn*en sich bereitwillig vom Trump-Regime an der Nase herumführen lässt. Nicht nur die, aber bei ihnen, der vorgeblichen “vierten Gewalt” – eine Staatsgewalt, die sie selbst erfunden haben, verfassungsrechtlich existiert sie nicht – ist dieses Andernaseherumgeführtwerden besonders blamabel.

    Flood the zone with E-Mails – Millionen von Epstein-Akten sollen die ganze Wahrheit ans Licht bringen. Wirklich? Nein, sehr wahrscheinlich nicht.”

    Auch Böhmermanns Redaktion hat sich gestern daran abgearbeitet, erreichte Heimanns Niveau aber leider nicht. Finde ich.

  5. Krieg als Agendasetting

    Funktioniert es erneut? “Flood the zone wirh shit”? Könnte sein, aber es ist nicht sicher. Die Verzweiflung ist so gross, dass sie zu grossen strategischen Risiken bereit sind. Risiken zumindest, so lange in den USA noch demokratische Wahlen möglich sind. An denen wird herummanipuliert, seit die USA existieren. Warum sollte ausgerechnet das Trump-Regime da eine Ausnahme machen? Offenbar braucht es den Krieg. Ob es ihn gewinnt, ist eine offene Frage. Insbesondere, ob es dafür noch genug Wähler*innen mobilisieren kann.

    Ralf Heimann/MDR-Altpapier hat dazu – mal wieder – eine eusgezeichnete Analyse geliefert, die zeigt, wie die Mehrheit seiner professionellen Berufskolleg*inn*en sich bereitwillig vom Trump-Regime an der Nase herumführen lässt. Nicht nur die, aber bei ihnen, der vorgeblichen “vierten Gewalt” – eine Staatsgewalt, die sie selbst erfunden haben, verfassungsrechtlich existiert sie nicht – ist dieses Andernaseherumgeführtwerden besonders blamabel.

    Flood the zone with E-Mails – Millionen von Epstein-Akten sollen die ganze Wahrheit ans Licht bringen. Wirklich? Nein, sehr wahrscheinlich nicht.”

    Auch Böhmermanns Redaktion hat sich gestern daran abgearbeitet, erreichte Heimanns Niveau aber leider nicht. Finde ich.

  6. Die nächste Pandemie?

    Mangel an schlechten Nachrichten gibt es nicht und für niemanden. Oder? Wenn mann “auch mal das Positive sehen” (Adenauer) will, dann liesse sich das Folgende so betrachten: wie schön, dass wir keine Tiere sind. Die Texte des Autors Florian Schwinn/overton haben erfreulicherweise fast nie einen jammernden Grundton, sondern enthalten formulierte Alternativen. Weil er recherchiert, sich umhört, Fachleute befragt, die nicht schon eine Talkshow-Tournee hinter sich haben. So auch hier:

    Das Virus aus der Hühnerfarm – Das Virus aus der Hühnerfarm ist das Influenza-A-Virus H5N1, das derzeit die Krankheit auslöst, die wir als Vogelgrippe oder Geflügelpest bezeichnen. Aber wieso »das Virus aus der Hühnerfarm«?”

    Die Leichtfertigkeit, mit der Zoonosen riskiert werden, um das Geschäftsmodell der grossindustriellen deutschen Landwirtschaft zu erhalten, ähnelt dem verzweifelten Todeskampf um die deutschen Verbrennermotoren. Beides kann für viele von uns tödlich enden. Und ist mit tödlicher Sicherheit Symptom einer absteigenden Macht.

    Oder wie würde Herr Adenauer “das Positive” sehen?

    Kontrolle über die Realität

    Die herrschenden Oligarchen sind im Begriff, sich ihre Wirklichkeit selbst zu schaffen. Politiker*innen, die sie daran hindern, sie gar kontrollieren und in ihrem Treiben einzuschränken, sind weit und breit nicht zu entdecken. Im Gegenteil: ihr Mächtigster geht voran.

    Ralf Heimann/MDR-Altpapier: Wann tötet das Weiße Haus Journalisten? – Die US-Regierung stellt kritische Medien an einen Online-Pranger. Der Präsident droht Politikern mit dem Tod. Die Armee tötet mutmaßliche Drogenhändler, die wehrlos im Wasser schwimmen. Wie geht es weiter?”

    Mitmachen oder widerstehen? Eine lebensgefährliche Frage. In Kürze auch bei uns.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  7. Gelungen

    Meditation über Journalismus heute

    mit Update mittags

    Nein, nicht von mir. Ralf Heimann/MDR-Altpapier hat das gestern geliefert: Kritik der reinigenden Vernunft – Lange galt: Gute Journalisten zeigen keine Haltung. Das Gegenteil ist richtig – denn sie ist Voraussetzung für Glaubwürdigkeit. Wenn Sie jetzt an Aktivismus denken, lesen Sie diesen Text.” Heimann macht beruflich Lokaljournalismus, und zwar hier. Er hat für uns in den Paywalls von SZ und uebermedien gelesen und lässt uns daran teilhaben.

    Die mauernde SZ lese ich nun schon lange nicht mehr. Leonhard Dobusch/uebermedien dagegen auf jeden Fall, jedoch erst, wenn er dort nach einer Woche aus der Paywall freigelassen wird. Läuft ja nicht weg, und wird an Aktualität eher gewinnen als verlieren.

    Die SZ übrigens wäre hierzulande die beste Mordwaffe für den Femizid, der in dieser ausgezeichneten Barnaby-Folge zu sehen ist. Die aussagewillige Mrs. Bingham wird von einem umfallenden Zeitungsstapel erschlagen. Den dort erwähnten Bingham-Krater auf dem Mond gibt es tatsächlich, im Gegensatz zu der weitgehend durch Serienmorde entvölkerten Grafschaft Midsomer.

    Doch ist ein Zeitungsstapel wirklich eine geeignete Waffe? Eine Wochenendausgabe der SZ kostet mittlerweile rund 10 Mark. Da gibt es doch heute weit preisgünstigere Killerwerkzeuge …

    Barnaby übrigens montags auf ZDFneo wegen des grossen Erfolges jetzt immer in drei Folgen hintereinander.

    Misslungen

    War gestern die 20Uhr-Tagesschau. Sie bestand nämlich zur Hälfte aus einem Interview, in dem der Bundeskanzler seinen Kampf gegen die bösen Sozialschmarotzer verkündigen durfte. “Normal” wäre das im anschliessenden “ARD-Brennpunkt” gewesen. Aber aus Furcht, dass den keine*r mehr guckt – er war ausserdem für “Nahost” reserviert – wurde das Interview im Sendeablauf vorgezogen und machte die Nachrichtensendung mit Friedrich Merz voll.

    Die ARD setzt damit die Entwertung der Tagesschau als seriöses Nachrichtenmedium fort, und verwandelt sie immer mehr in ein Verkündigungsorgan. Die zuständigen Hierarchen lesen offenbar die von ihnen selbst beauftragten Umfragen nicht. 40% genügen ihnen als anzusprechende Zielgruppe. Sie werden bescheiden.

    So enteignen sie uns unsere öffentlichen Medien. Und ruinieren jedes potenzielle Engagement für ihre Erhaltung.

    Update mittags

    Gelungen

    Der geschätzte Kollege René Martens/MDR-Altpapier schreibt zum Treiben des Merz u.a. sehr treffend: “Die schwarze-rote Koalition hat mit dieser ‘Reform’ schlicht einen zentralen Aspekt ihres Raison d’Être in die Tat umgesetzt: Menschen, denen es schlecht geht, soll es noch viel schlechter gehen. Aus ihrer Sicht konnte die Koalition gar nicht anders, sie hätte sonst ihre tiefsten Überzeugungen verraten.”

  8. Gelungen

    Meditation über Journalismus heute

    mit Update mittags

    Nein, nicht von mir. Ralf Heimann/MDR-Altpapier hat das gestern geliefert: Kritik der reinigenden Vernunft – Lange galt: Gute Journalisten zeigen keine Haltung. Das Gegenteil ist richtig – denn sie ist Voraussetzung für Glaubwürdigkeit. Wenn Sie jetzt an Aktivismus denken, lesen Sie diesen Text.” Heimann macht beruflich Lokaljournalismus, und zwar hier. Er hat für uns in den Paywalls von SZ und uebermedien gelesen und lässt uns daran teilhaben.

    Die mauernde SZ lese ich nun schon lange nicht mehr. Leonhard Dobusch/uebermedien dagegen auf jeden Fall, jedoch erst, wenn er dort nach einer Woche aus der Paywall freigelassen wird. Läuft ja nicht weg, und wird an Aktualität eher gewinnen als verlieren.

    Die SZ übrigens wäre hierzulande die beste Mordwaffe für den Femizid, der in dieser ausgezeichneten Barnaby-Folge zu sehen ist. Die aussagewillige Mrs. Bingham wird von einem umfallenden Zeitungsstapel erschlagen. Den dort erwähnten Bingham-Krater auf dem Mond gibt es tatsächlich, im Gegensatz zu der weitgehend durch Serienmorde entvölkerten Grafschaft Midsomer.

    Doch ist ein Zeitungsstapel wirklich eine geeignete Waffe? Eine Wochenendausgabe der SZ kostet mittlerweile rund 10 Mark. Da gibt es doch heute weit preisgünstigere Killerwerkzeuge …

    Barnaby übrigens montags auf ZDFneo wegen des grossen Erfolges jetzt immer in drei Folgen hintereinander.

    Misslungen

    War gestern die 20Uhr-Tagesschau. Sie bestand nämlich zur Hälfte aus einem Interview, in dem der Bundeskanzler seinen Kampf gegen die bösen Sozialschmarotzer verkündigen durfte. “Normal” wäre das im anschliessenden “ARD-Brennpunkt” gewesen. Aber aus Furcht, dass den keine*r mehr guckt – er war ausserdem für “Nahost” reserviert – wurde das Interview im Sendeablauf vorgezogen und machte die Nachrichtensendung mit Friedrich Merz voll.

    Die ARD setzt damit die Entwertung der Tagesschau als seriöses Nachrichtenmedium fort, und verwandelt sie immer mehr in ein Verkündigungsorgan. Die zuständigen Hierarchen lesen offenbar die von ihnen selbst beauftragten Umfragen nicht. 40% genügen ihnen als anzusprechende Zielgruppe. Sie werden bescheiden.

    So enteignen sie uns unsere öffentlichen Medien. Und ruinieren jedes potenzielle Engagement für ihre Erhaltung.

    Update mittags

    Gelungen

    Der geschätzte Kollege René Martens/MDR-Altpapier schreibt zum Treiben des Merz u.a. sehr treffend: “Die schwarze-rote Koalition hat mit dieser ‘Reform’ schlicht einen zentralen Aspekt ihres Raison d’Être in die Tat umgesetzt: Menschen, denen es schlecht geht, soll es noch viel schlechter gehen. Aus ihrer Sicht konnte die Koalition gar nicht anders, sie hätte sonst ihre tiefsten Überzeugungen verraten.”

  9. MDR.DE: Kolumne: Das Altpapier am 15. Mai 2024 – Wann wird Journalismus richtig gemeinnützig?

    Dem Anti-Fake-News-Blog "Volksverpetzer" wurde die Gemeinnützigkeit entzogen, was erneut eine Debatte über die aktuell unklare Rechtslage von gemeinnützigen Medien auslöst.
    Kolumne: Das Altpapier am 15. Mai 2024 – Wann wird Journalismus richtig gemeinnützig?

  10. Nachrichten-Politik

    Deutsche Nachrichten nehmen die Angaben staatlicher Behörden plus Nachrichtenagenturen zu den Wahlergebnissen dieses Sonntags als Fakt. Kann mann als Super-Realo so machen. Wer die Macht hat, kann “Fakten” setzen. Und mit diesem Realismus zeigt mann sein Interesse an einer zukünftigen Zusammenarbeit gegen das Böse (Putin, Flüchtlinge usw.). Welche Werte […]

    https://extradienst.net/2023/05/15/nachrichten-politik/