#leonharddobusch — Public Fediverse posts
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Wenn sich die ARD und der BDZV (Bundesverband deutscher Zeitungsverleger, der sich jetzt aber anders nennt, irgendwas Denglisches mit “digital” im Titel) treffen, und die FAZ dazu das Agendasetting betreibt, dann kann dabei wahrlich nichts Gutes rauskommen. Die Veröffentlichung von Texten als Gefahr. Der Anspruch auf ein Monopol für öffentliche Texte. Werden Sie doch einfach Milliardär*in und verlegen eine Zeitung. Gerne mit verschiedenen Layouts, und Sie nennen sich “Gruppe”. Dann denken die Unwissenden, Sie stellten Vielfalt her und seien mehrere. Dann – das Sein bestimmt das Bewusstsein – kommen Sie selbst auch auf so abstruse Gedanken.
Leonhard Dobusch war in den letzten Jahren einer der wenigen, die diesen vorgestrigen Unsinn publizistisch an die Wand nagelten. Und Thomas Knüwer einer der wenigen, die den Paywall-Schwachsinn der Milliardär*inn*e*n als das bezeichneten, was er ist.
Wer mag da für die ARD dabeisitzen? Nicht unwahrscheinlich, dass die Tochter vom Schäuble eine wichtige Rolle spielt. So sieht das ARD-Programm ja auch aus.
Texte sind die effektivste Informationsverbreitung. Sie werden – in der Regel – vor dem Aufschreiben von einem oder mehreren Menschen durchdacht. Sie sind für ihre Konsument*inn*en am schnellsten aufzunehmen und zu verarbeiten – mit grossem Vorsprung vor oftmals sedierenden bewegten Bildern oder akustischen Labereien. “Podcasts” machen den Laberern weniger Gedankenarbeit, den Hörer*inne*n aber mehr. Nach dem modernen Prinzip einer Dienstleistungsgesellschaft: die*der Kund*in macht die Arbeit. Das wissen die Damen und Herren Milliardär*inn*e*n ganz genau, und wollen diese Macht monopolisieren. Darin gleichen sie ihrer “bösen” Konkurrenz von den Plattform-Multimilliardären (Gendern nicht nötig), die um King Trumps Thron herumscharwenzeln, und den deutschen Schlafmützen schon seit Jahren eine lange Nase drehen.
Ein gutes Beispiel für dieses Thema ist diese “Precht”-Ausgabe. Geschlagene 45 Minuten. Niemand braucht für den Erkenntnisgewinn diesen Precht. Frau Linartas würde vollauf genügen. Kaum zu glauben, dass diese intelligente Frau drei Jahre für Frau Baerbock gearbeitet haben soll. Die Milliardärspest analysiert sie völlig zutreffend. Die Unterbrechungen durch den geschwätzigen Precht stören nur. Dann besser lesen.
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Wenn sich die ARD und der BDZV (Bundesverband deutscher Zeitungsverleger, der sich jetzt aber anders nennt, irgendwas Denglisches mit “digital” im Titel) treffen, und die FAZ dazu das Agendasetting betreibt, dann kann dabei wahrlich nichts Gutes rauskommen. Die Veröffentlichung von Texten als Gefahr. Der Anspruch auf ein Monopol für öffentliche Texte. Werden Sie doch einfach Milliardär*in und verlegen eine Zeitung. Gerne mit verschiedenen Layouts, und Sie nennen sich “Gruppe”. Dann denken die Unwissenden, Sie stellten Vielfalt her und seien mehrere. Dann – das Sein bestimmt das Bewusstsein – kommen Sie selbst auch auf so abstruse Gedanken.
Leonhard Dobusch war in den letzten Jahren einer der wenigen, die diesen vorgestrigen Unsinn publizistisch an die Wand nagelten. Und Thomas Knüwer einer der wenigen, die den Paywall-Schwachsinn der Milliardär*inn*e*n als das bezeichneten, was er ist.
Wer mag da für die ARD dabeisitzen? Nicht unwahrscheinlich, dass die Tochter vom Schäuble eine wichtige Rolle spielt. So sieht das ARD-Programm ja auch aus.
Texte sind die effektivste Informationsverbreitung. Sie werden – in der Regel – vor dem Aufschreiben von einem oder mehreren Menschen durchdacht. Sie sind für ihre Konsument*inn*en am schnellsten aufzunehmen und zu verarbeiten – mit grossem Vorsprung vor oftmals sedierenden bewegten Bildern oder akustischen Labereien. “Podcasts” machen den Laberern weniger Gedankenarbeit, den Hörer*inne*n aber mehr. Nach dem modernen Prinzip einer Dienstleistungsgesellschaft: die*der Kund*in macht die Arbeit. Das wissen die Damen und Herren Milliardär*inn*e*n ganz genau, und wollen diese Macht monopolisieren. Darin gleichen sie ihrer “bösen” Konkurrenz von den Plattform-Multimilliardären (Gendern nicht nötig), die um King Trumps Thron herumscharwenzeln, und den deutschen Schlafmützen schon seit Jahren eine lange Nase drehen.
Ein gutes Beispiel für dieses Thema ist diese “Precht”-Ausgabe. Geschlagene 45 Minuten. Niemand braucht für den Erkenntnisgewinn diesen Precht. Frau Linartas würde vollauf genügen. Kaum zu glauben, dass diese intelligente Frau drei Jahre für Frau Baerbock gearbeitet haben soll. Die Milliardärspest analysiert sie völlig zutreffend. Die Unterbrechungen durch den geschwätzigen Precht stören nur. Dann besser lesen.
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
Wenn sich die ARD und der BDZV (Bundesverband deutscher Zeitungsverleger, der sich jetzt aber anders nennt, irgendwas Denglisches mit “digital” im Titel) treffen, und die FAZ dazu das Agendasetting betreibt, dann kann dabei wahrlich nichts Gutes rauskommen. Die Veröffentlichung von Texten als Gefahr. Der Anspruch auf ein Monopol für öffentliche Texte. Werden Sie doch einfach Milliardär*in und verlegen eine Zeitung. Gerne mit verschiedenen Layouts, und Sie nennen sich “Gruppe”. Dann denken die Unwissenden, Sie stellten Vielfalt her und seien mehrere. Dann – das Sein bestimmt das Bewusstsein – kommen Sie selbst auch auf so abstruse Gedanken.
Leonhard Dobusch war in den letzten Jahren einer der wenigen, die diesen vorgestrigen Unsinn publizistisch an die Wand nagelten. Und Thomas Knüwer einer der wenigen, die den Paywall-Schwachsinn der Milliardär*inn*e*n als das bezeichneten, was er ist.
Wer mag da für die ARD dabeisitzen? Nicht unwahrscheinlich, dass die Tochter vom Schäuble eine wichtige Rolle spielt. So sieht das ARD-Programm ja auch aus.
Texte sind die effektivste Informationsverbreitung. Sie werden – in der Regel – vor dem Aufschreiben von einem oder mehreren Menschen durchdacht. Sie sind für ihre Konsument*inn*en am schnellsten aufzunehmen und zu verarbeiten – mit grossem Vorsprung vor oftmals sedierenden bewegten Bildern oder akustischen Labereien. “Podcasts” machen den Laberern weniger Gedankenarbeit, den Hörer*inne*n aber mehr. Nach dem modernen Prinzip einer Dienstleistungsgesellschaft: die*der Kund*in macht die Arbeit. Das wissen die Damen und Herren Milliardär*inn*e*n ganz genau, und wollen diese Macht monopolisieren. Darin gleichen sie ihrer “bösen” Konkurrenz von den Plattform-Multimilliardären (Gendern nicht nötig), die um King Trumps Thron herumscharwenzeln, und den deutschen Schlafmützen schon seit Jahren eine lange Nase drehen.
Ein gutes Beispiel für dieses Thema ist diese “Precht”-Ausgabe. Geschlagene 45 Minuten. Niemand braucht für den Erkenntnisgewinn diesen Precht. Frau Linartas würde vollauf genügen. Kaum zu glauben, dass diese intelligente Frau drei Jahre für Frau Baerbock gearbeitet haben soll. Die Milliardärspest analysiert sie völlig zutreffend. Die Unterbrechungen durch den geschwätzigen Precht stören nur. Dann besser lesen.
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Dobusch paywallfrei
So ist es: “Der wichtigste und gleichzeitig notwendig normative Ausgangspunkt für jede Nachrichtenmeldung ist die Entscheidung, aus der unendlichen Zahl an möglichen Themen genau eines auszuwählen und zur Nachricht zu machen.” Das schreibt das langjährige österreichische (!) ZDF-Gremienmitglied Leonhard Dobusch, jetzt paywallbefreit, bei uebermedien. Er steigt dort gegen Detlef Esslinger, Leiter des Ressorts „Meinung“ beim ehemaligen Leitmedium SZ, in den Diskurs-Ring. Aus meiner Sicht klarer KO-Sieger mit einem Übergewicht an Argumenten.
Ein anderes ehemaliges Leitmedium, das sich zur diskursiven Führung beim Brückenbau über die “Brandmauer” zur AfD entschieden hat, die FAZ, macht es täglich vor. Petra Erler schreibt in ihrem etwas erratisch geratenen aktuellen Text gegen Ende ganz richtig: “Zum Beispiel fehlen wichtige Umfragen zu bestimmten politischen Themen, wobei bei solcherlei Umfragen gilt: Man frage nur das, worauf man bereits die Antwort kennt und sicher ist, dass sie politisch in die gewünschte Richtung läuft.”
Damit kennen die sich in Allensbach aus. Mit folgenden Schlagzeilen versuchen sie in die FAZ-Paywall zu locken: “Die Deutschen und ihre Freiheit – Fast die Hälfte der Deutschen beklagt, dass man seine Meinung nicht mehr frei sagen könne. Doch ihr eigenes Verhältnis zur Freiheit ist widersprüchlich.” Die Erben der Erfinderin der “Schweigespirale” erzählen die unendliche Geschichte der Deutschen, die doch trotz aller von ihnen selbst begangenen Verbrechen immer nur Opfer waren. Und sind.
Folgerichtig kommen sie, ganz anders als Küppi, anders als Antonia Groß/MDR-Altpapier, und noch ganz viel anders als Werner Rügemer/nachdenkseiten, zu folgendem eindeutigen Ergebnis: “Eliten sehen in Merz einen starken Kanzler – Mit der Regierungsbilanz sind die Führungsspitzen Deutschlands unzufrieden. Wachsende Sorgen macht ihnen auch die sinkende Leistungsbereitschaft und der KI-Vorsprung der USA, zeigt die neue Elite-Umfrage, die Allensbach für F.A.Z. und ‘Capital’ durchgeführt hat.” “Eliten” dort übrigens ganz ohne Anführungszeichen. Im Ruhrgebiet nennen wir sowas asoziales Pack, und ihre Wohngebiete Ghettos.
Allensbach ist übrigens in Wirklichkeit eine liebliche Ortschaft am Bodensee. Freilich ein Siedlungsgebiet, das aufgrund des real existierenden Immobilienkapitalismus auch in Richtung Ghetto driftet.
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Dobusch paywallfrei
So ist es: “Der wichtigste und gleichzeitig notwendig normative Ausgangspunkt für jede Nachrichtenmeldung ist die Entscheidung, aus der unendlichen Zahl an möglichen Themen genau eines auszuwählen und zur Nachricht zu machen.” Das schreibt das langjährige österreichische (!) ZDF-Gremienmitglied Leonhard Dobusch, jetzt paywallbefreit, bei uebermedien. Er steigt dort gegen Detlef Esslinger, Leiter des Ressorts „Meinung“ beim ehemaligen Leitmedium SZ, in den Diskurs-Ring. Aus meiner Sicht klarer KO-Sieger mit einem Übergewicht an Argumenten.
Ein anderes ehemaliges Leitmedium, das sich zur diskursiven Führung beim Brückenbau über die “Brandmauer” zur AfD entschieden hat, die FAZ, macht es täglich vor. Petra Erler schreibt in ihrem etwas erratisch geratenen aktuellen Text gegen Ende ganz richtig: “Zum Beispiel fehlen wichtige Umfragen zu bestimmten politischen Themen, wobei bei solcherlei Umfragen gilt: Man frage nur das, worauf man bereits die Antwort kennt und sicher ist, dass sie politisch in die gewünschte Richtung läuft.”
Damit kennen die sich in Allensbach aus. Mit folgenden Schlagzeilen versuchen sie in die FAZ-Paywall zu locken: “Die Deutschen und ihre Freiheit – Fast die Hälfte der Deutschen beklagt, dass man seine Meinung nicht mehr frei sagen könne. Doch ihr eigenes Verhältnis zur Freiheit ist widersprüchlich.” Die Erben der Erfinderin der “Schweigespirale” erzählen die unendliche Geschichte der Deutschen, die doch trotz aller von ihnen selbst begangenen Verbrechen immer nur Opfer waren. Und sind.
Folgerichtig kommen sie, ganz anders als Küppi, anders als Antonia Groß/MDR-Altpapier, und noch ganz viel anders als Werner Rügemer/nachdenkseiten, zu folgendem eindeutigen Ergebnis: “Eliten sehen in Merz einen starken Kanzler – Mit der Regierungsbilanz sind die Führungsspitzen Deutschlands unzufrieden. Wachsende Sorgen macht ihnen auch die sinkende Leistungsbereitschaft und der KI-Vorsprung der USA, zeigt die neue Elite-Umfrage, die Allensbach für F.A.Z. und ‘Capital’ durchgeführt hat.” “Eliten” dort übrigens ganz ohne Anführungszeichen. Im Ruhrgebiet nennen wir sowas asoziales Pack, und ihre Wohngebiete Ghettos.
Allensbach ist übrigens in Wirklichkeit eine liebliche Ortschaft am Bodensee. Freilich ein Siedlungsgebiet, das aufgrund des real existierenden Immobilienkapitalismus auch in Richtung Ghetto driftet.
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Meditation über Journalismus heute
mit Update mittags
Nein, nicht von mir. Ralf Heimann/MDR-Altpapier hat das gestern geliefert: “Kritik der reinigenden Vernunft – Lange galt: Gute Journalisten zeigen keine Haltung. Das Gegenteil ist richtig – denn sie ist Voraussetzung für Glaubwürdigkeit. Wenn Sie jetzt an Aktivismus denken, lesen Sie diesen Text.” Heimann macht beruflich Lokaljournalismus, und zwar hier. Er hat für uns in den Paywalls von SZ und uebermedien gelesen und lässt uns daran teilhaben.
Die mauernde SZ lese ich nun schon lange nicht mehr. Leonhard Dobusch/uebermedien dagegen auf jeden Fall, jedoch erst, wenn er dort nach einer Woche aus der Paywall freigelassen wird. Läuft ja nicht weg, und wird an Aktualität eher gewinnen als verlieren.
Die SZ übrigens wäre hierzulande die beste Mordwaffe für den Femizid, der in dieser ausgezeichneten Barnaby-Folge zu sehen ist. Die aussagewillige Mrs. Bingham wird von einem umfallenden Zeitungsstapel erschlagen. Den dort erwähnten Bingham-Krater auf dem Mond gibt es tatsächlich, im Gegensatz zu der weitgehend durch Serienmorde entvölkerten Grafschaft Midsomer.
Doch ist ein Zeitungsstapel wirklich eine geeignete Waffe? Eine Wochenendausgabe der SZ kostet mittlerweile rund 10 Mark. Da gibt es doch heute weit preisgünstigere Killerwerkzeuge …
Barnaby übrigens montags auf ZDFneo wegen des grossen Erfolges jetzt immer in drei Folgen hintereinander.
Misslungen
War gestern die 20Uhr-Tagesschau. Sie bestand nämlich zur Hälfte aus einem Interview, in dem der Bundeskanzler seinen Kampf gegen die bösen Sozialschmarotzer verkündigen durfte. “Normal” wäre das im anschliessenden “ARD-Brennpunkt” gewesen. Aber aus Furcht, dass den keine*r mehr guckt – er war ausserdem für “Nahost” reserviert – wurde das Interview im Sendeablauf vorgezogen und machte die Nachrichtensendung mit Friedrich Merz voll.
Die ARD setzt damit die Entwertung der Tagesschau als seriöses Nachrichtenmedium fort, und verwandelt sie immer mehr in ein Verkündigungsorgan. Die zuständigen Hierarchen lesen offenbar die von ihnen selbst beauftragten Umfragen nicht. 40% genügen ihnen als anzusprechende Zielgruppe. Sie werden bescheiden.
So enteignen sie uns unsere öffentlichen Medien. Und ruinieren jedes potenzielle Engagement für ihre Erhaltung.
Update mittags
Gelungen
Der geschätzte Kollege René Martens/MDR-Altpapier schreibt zum Treiben des Merz u.a. sehr treffend: “Die schwarze-rote Koalition hat mit dieser ‘Reform’ schlicht einen zentralen Aspekt ihres Raison d’Être in die Tat umgesetzt: Menschen, denen es schlecht geht, soll es noch viel schlechter gehen. Aus ihrer Sicht konnte die Koalition gar nicht anders, sie hätte sonst ihre tiefsten Überzeugungen verraten.”
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Meditation über Journalismus heute
mit Update mittags
Nein, nicht von mir. Ralf Heimann/MDR-Altpapier hat das gestern geliefert: “Kritik der reinigenden Vernunft – Lange galt: Gute Journalisten zeigen keine Haltung. Das Gegenteil ist richtig – denn sie ist Voraussetzung für Glaubwürdigkeit. Wenn Sie jetzt an Aktivismus denken, lesen Sie diesen Text.” Heimann macht beruflich Lokaljournalismus, und zwar hier. Er hat für uns in den Paywalls von SZ und uebermedien gelesen und lässt uns daran teilhaben.
Die mauernde SZ lese ich nun schon lange nicht mehr. Leonhard Dobusch/uebermedien dagegen auf jeden Fall, jedoch erst, wenn er dort nach einer Woche aus der Paywall freigelassen wird. Läuft ja nicht weg, und wird an Aktualität eher gewinnen als verlieren.
Die SZ übrigens wäre hierzulande die beste Mordwaffe für den Femizid, der in dieser ausgezeichneten Barnaby-Folge zu sehen ist. Die aussagewillige Mrs. Bingham wird von einem umfallenden Zeitungsstapel erschlagen. Den dort erwähnten Bingham-Krater auf dem Mond gibt es tatsächlich, im Gegensatz zu der weitgehend durch Serienmorde entvölkerten Grafschaft Midsomer.
Doch ist ein Zeitungsstapel wirklich eine geeignete Waffe? Eine Wochenendausgabe der SZ kostet mittlerweile rund 10 Mark. Da gibt es doch heute weit preisgünstigere Killerwerkzeuge …
Barnaby übrigens montags auf ZDFneo wegen des grossen Erfolges jetzt immer in drei Folgen hintereinander.
Misslungen
War gestern die 20Uhr-Tagesschau. Sie bestand nämlich zur Hälfte aus einem Interview, in dem der Bundeskanzler seinen Kampf gegen die bösen Sozialschmarotzer verkündigen durfte. “Normal” wäre das im anschliessenden “ARD-Brennpunkt” gewesen. Aber aus Furcht, dass den keine*r mehr guckt – er war ausserdem für “Nahost” reserviert – wurde das Interview im Sendeablauf vorgezogen und machte die Nachrichtensendung mit Friedrich Merz voll.
Die ARD setzt damit die Entwertung der Tagesschau als seriöses Nachrichtenmedium fort, und verwandelt sie immer mehr in ein Verkündigungsorgan. Die zuständigen Hierarchen lesen offenbar die von ihnen selbst beauftragten Umfragen nicht. 40% genügen ihnen als anzusprechende Zielgruppe. Sie werden bescheiden.
So enteignen sie uns unsere öffentlichen Medien. Und ruinieren jedes potenzielle Engagement für ihre Erhaltung.
Update mittags
Gelungen
Der geschätzte Kollege René Martens/MDR-Altpapier schreibt zum Treiben des Merz u.a. sehr treffend: “Die schwarze-rote Koalition hat mit dieser ‘Reform’ schlicht einen zentralen Aspekt ihres Raison d’Être in die Tat umgesetzt: Menschen, denen es schlecht geht, soll es noch viel schlechter gehen. Aus ihrer Sicht konnte die Koalition gar nicht anders, sie hätte sonst ihre tiefsten Überzeugungen verraten.”
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Übermedien €]/Wieso ist das so? Warum gibt es kein öffentlich-rechtliches Netflix?
Wie sollten die Mediatheken von ARD und ZDF aussehen, um mit privaten Streaminganbietern mitzuhalten und gleichzeitig öffentlich-rechtliche Standards zu erfüllen?
Warum gibt es kein öffentlich-rechtliches Netflix? | Übermedien -
Übermedien €]/Wieso ist das so? Warum gibt es kein öffentlich-rechtliches Netflix?
Wie sollten die Mediatheken von ARD und ZDF aussehen, um mit privaten Streaminganbietern mitzuhalten und gleichzeitig öffentlich-rechtliche Standards zu erfüllen?
Warum gibt es kein öffentlich-rechtliches Netflix? | Übermedien -
Übermedien €]/Wieso ist das so? Warum gibt es kein öffentlich-rechtliches Netflix?
Wie sollten die Mediatheken von ARD und ZDF aussehen, um mit privaten Streaminganbietern mitzuhalten und gleichzeitig öffentlich-rechtliche Standards zu erfüllen?
Warum gibt es kein öffentlich-rechtliches Netflix? | Übermedien -
Übermedien €]/Wieso ist das so? Warum gibt es kein öffentlich-rechtliches Netflix?
Wie sollten die Mediatheken von ARD und ZDF aussehen, um mit privaten Streaminganbietern mitzuhalten und gleichzeitig öffentlich-rechtliche Standards zu erfüllen?
Warum gibt es kein öffentlich-rechtliches Netflix? | Übermedien -
“Buddies” Reagan und Khomeini
Best of 28. März 2023: Reagen&Khomeini / Mediengetriebene Regierende / Kohl-Akten / Lidl / “Die Bestechlichen”
Markus Kompa war mal “Pirat”, und hat sich in meinem Kopf als eine Art Chef-Interviewer von Martin Sonneborn (“Die Partei”, deren Mandatsträger*innen in Bonn auch mal auf die CDU-Seite wechseln) […]https://extradienst.net/2023/03/28/buddies-reagan-und-khomeini/
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T-Online: Jan Böhmermann: "ZDF Magazin Royale" Trans-Sendung beschäftigt Fernsehrat
Jan Böhmermann ist beim ZDF mit dem "ZDF Magazin Royale" der Magnet für Programmbeschwerden: Mit einer Sendung über Transfeindlichkeit hat er besonders provoziert.
Jan Böhmermann: "ZDF Magazin Royale" Trans-Sendung beschäftigt Fernsehrat -
Best of 3. März 2023
GVAZ – Grösstes Vakuum aller Zeiten – die “Medienpolitik” der Bundesländer
Was dabei herauskommt, wenn öffentliche Medienanstalten öffentlich über sich nachdenken lassen, das hat Ralf Heimann/MDR-Altpapier hier so erschöpfend berichtet, dass ich es mir auf keinen Fall mehr ansehen werde. Was dabei herauskommt, wenn die […] -
Best of 3. März 2023
GVAZ – Grösstes Vakuum aller Zeiten – die “Medienpolitik” der Bundesländer
Was dabei herauskommt, wenn öffentliche Medienanstalten öffentlich über sich nachdenken lassen, das hat Ralf Heimann/MDR-Altpapier hier so erschöpfend berichtet, dass ich es mir auf keinen Fall mehr ansehen werde. Was dabei herauskommt, wenn die […] -
Best of 3. März 2023
GVAZ – Grösstes Vakuum aller Zeiten – die “Medienpolitik” der Bundesländer
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Platzende Blasen
Best of 10. Februar 2023: G&J, ARD, ZDF, Klima, Krieg, Seymour Hersh
Thomas Knüwer fällt auch nichts mehr ein. “Gruner + Jahr: Sagt nicht, ihr hättet nichts gewusst” greift auf seine alten Texte zurück und spart mit neuen Ideen. Verständlicheweise. Mir fällt dazu auch nichts mehr ein. Eine handlungsfähige deutsche Medienpolitik würde die […] -
Platzende Blasen
Best of 10. Februar 2023: G&J, ARD, ZDF, Klima, Krieg, Seymour Hersh
Thomas Knüwer fällt auch nichts mehr ein. “Gruner + Jahr: Sagt nicht, ihr hättet nichts gewusst” greift auf seine alten Texte zurück und spart mit neuen Ideen. Verständlicherweise. Mir fällt dazu auch nichts mehr ein. Eine handlungsfähige deutsche Medienpolitik würde die […] -
Aber eine absolute Empfehlung ist der #rp22 Vortrag von #LeonhardDobusch der endet mit einem begeisterten Plädoyer #ARD und #ZDF eine treibende Kraft vom #Fediverse zu machen.
Weniger Netflix, mehr YouTube und Wikipedia https://www.youtube.com/watch?v=IBioU6d49eU
#Netflix ist nur eine #Mediathek, hat keine Kommentare und keine Nutzerinhalte, was beides gut zu dem demokratischen Auftrag des ÖRR passt.
Mit den richtigen Lizenzen können #ÖRR Inhalte in #Wikipedia eingebaut werden und ein großes Publikum erreichen.
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Aber eine absolute Empfehlung ist der #rp22 Vortrag von #LeonhardDobusch der endet mit einem begeisterten Plädoyer #ARD und #ZDF eine treibende Kraft vom #Fediverse zu machen.
Weniger Netflix, mehr YouTube und Wikipedia https://www.youtube.com/watch?v=IBioU6d49eU
#Netflix ist nur eine #Mediathek, hat keine Kommentare und keine Nutzerinhalte, was beides gut zu dem demokratischen Auftrag des ÖRR passt.
Mit den richtigen Lizenzen können #ÖRR Inhalte in #Wikipedia eingebaut werden und ein großes Publikum erreichen.
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Aber eine absolute Empfehlung ist der #rp22 Vortrag von #LeonhardDobusch der endet mit einem begeisterten Plädoyer #ARD und #ZDF eine treibende Kraft vom #Fediverse zu machen.
Weniger Netflix, mehr YouTube und Wikipedia https://www.youtube.com/watch?v=IBioU6d49eU
#Netflix ist nur eine #Mediathek, hat keine Kommentare und keine Nutzerinhalte, was beides gut zu dem demokratischen Auftrag des ÖRR passt.
Mit den richtigen Lizenzen können #ÖRR Inhalte in #Wikipedia eingebaut werden und ein großes Publikum erreichen.
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Weniger #Netflix, mehr #YouTube und #Wikipedia - #LeonhardDobusch über den neuen #Medienstaatsvertrag und digitale Freiheit. #rp22 #medienpolitik