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#leibnizuniversitathannover — Public Fediverse posts

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  1. New #openaccess publication #SciPost #Physics Core

    Achieving quantum advantage in a search for a violations of the Goldbach conjecture, with driven atoms in tailored potentials

    Oleksandr V. Marchukov, Andrea Trombettoni, Giuseppe Mussardo, Maxim Olshanii
    SciPost Phys. Core 8, 074 (2025)
    scipost.org/SciPostPhysCore.8.

    #LeibnizUniversitätHannover #TUDarmstadt #SISSA #UNITS #INFNTrieste #MassachusettsBoston
    #BMWi

  2. New #openaccess publication #SciPost #Physics Core

    Achieving quantum advantage in a search for a violations of the Goldbach conjecture, with driven atoms in tailored potentials

    Oleksandr V. Marchukov, Andrea Trombettoni, Giuseppe Mussardo, Maxim Olshanii
    SciPost Phys. Core 8, 074 (2025)
    scipost.org/SciPostPhysCore.8.

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  3. New #openaccess publication #SciPost #Physics Core

    Achieving quantum advantage in a search for a violations of the Goldbach conjecture, with driven atoms in tailored potentials

    Oleksandr V. Marchukov, Andrea Trombettoni, Giuseppe Mussardo, Maxim Olshanii
    SciPost Phys. Core 8, 074 (2025)
    scipost.org/SciPostPhysCore.8.

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  4. New #openaccess publication #SciPost #Physics Core

    Achieving quantum advantage in a search for a violations of the Goldbach conjecture, with driven atoms in tailored potentials

    Oleksandr V. Marchukov, Andrea Trombettoni, Giuseppe Mussardo, Maxim Olshanii
    SciPost Phys. Core 8, 074 (2025)
    scipost.org/SciPostPhysCore.8.

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  5. New #openaccess publication #SciPost #Physics Core

    Achieving quantum advantage in a search for a violations of the Goldbach conjecture, with driven atoms in tailored potentials

    Oleksandr V. Marchukov, Andrea Trombettoni, Giuseppe Mussardo, Maxim Olshanii
    SciPost Phys. Core 8, 074 (2025)
    scipost.org/SciPostPhysCore.8.

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  6. Exzellente (Quanten)Forschung an der Leibniz Universität Hannover

    Ende Mai ist es in einer Pressemitteilung bekannt gegeben worden: Die drei Exzellenzcluster an der Leibniz Universität Hannover (LUH) PhoenixD, QuantumFrontiers und Hearing4all.connects gehen in die Verlängerung. Herzliche Glückwünsche! Ein schöner Anlass, um hier im TIB-Blog die Exzellenzcluster mit ihren Forschungsschwerpunkten kurz vorzustellen und der Quantenphysik in ihren Forschungsinhalten nachzuspüren.

    QuantumFrontiers

    Bei QuantumFrontiers wird der Quantenbezug ziemlich offensichtlich im Namen des Clusters hergestellt. In der Presseinformation lesen wir über den Exzellenzcluster: „Zentrales Ziel ist, Messungen an der Quantengrenze mit bisher unerreichter Präzision durchzuführen – und sowohl die Grundlagenforschung voranzutreiben, als auch Anwendungen in der Quantentechnologie zu erschließen“ und „Mit der Quantenmetrologie dringen wir in unerforschtes Gebiet vor und erreichen nie dagewesene Präzision.“ Das zentrale Thema und gemeinsamer Nenner der sehr speziellen Forschungsprojekte in QuantumFrontiers ist also die Quantenmetrologie. Die Anwendungen sind dann erstaunlich vielfältig: von der Optischen Uhr über Gravitationswellendetektoren, Quantensensoren und Quantencomputern bis hin zu Kalten Atomen im Weltall, um nur einige wenige zu nennen. Salopp gesagt: Wenn die Menschheit Technologien basierend auf Quanteneffekten entwickeln und nutzen will, muss sie natürlich auch auf Quantenebene messen können!

    Suche ich im TIB-Portal nach Quantenmetrologie, erlebe ich einen kleine Überraschung: Dachte ich doch, dass die Quantenmetrologie ein eher neues Thema sei, was auch die zeitliche Entwicklung der Treffer zeigt. Erst ab Mitte der 2000er Jahre steigt die jährliche Zahl der Treffer auf Werte über zehn, ab 2013 dann auf dreistellige Werte. ABER: Der Begriff Quantum Metrology wurde bereits Ende der 1960er Jahre eingeführt und bereits 1983 erschien eine umfangreiche Abhandlung mit dem Titel Quantum Metrology and Fundamental Physical Constants.

    PhoenixD

    Der Exzellenzcluster PhoenixD macht es mir etwas schwerer, auf den Quantenpfad zu kommen. Erstmal bin ich etwas erschlagen angesichts des Spektrums seiner Forschung unter dem Label Photonics, Optics, Engineering Innovation – Across Disciplines. Ich irre über die PhoenixD-Website, sehe viel Optik, sehe vor allem die Beiträge aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik, der Werkstoffkunde und der Chemie, der Mathematik und der Informatik zu den Forschungsschwerpunkten Simulation und Fertigung in PhoenixD. Die Physik oder gar die Quantenphysik vermute ich dann in den Bereichen, die sich mit Aspekten der Licht-Materie-Wechselwirkung beschäftigen. Glücklicherweise hilft hier auch die Presseinformation weiter:

    „Ziel ist es, optische Präzisionsgeräte schnell und kostengünstig zu entwickeln, um neuartige Anwendungen in der medizinischen Diagnostik, der Lebensmittelproduktion sowie der Telekommunikation- und Quantenkommunikation zu ermöglichen. Dafür arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den sechs Fachgebieten Maschinenbau, Physik, Elektrotechnik, Informatik, Mathematik und Chemie zusammen und erforschen die Manipulation und Detektion von Laserlicht.“

    Da sind sie, die wichtigen Begriffe Quantenkommunikation und Laserlicht, Quantenphysik und Quantenoptik! Wenn ich in Web of  Science, einer der von der TIB für die LUH bereitgestellten Fachdatenbanken nach Veröffentlichungen des Exzellenzclusters 2122 suche, erhalte ich 600 Treffer, die sich irgendwo in ihren Metadaten auf EXC-2122 beziehen. Jetzt geht der Spaß erst richtig los. Die Filterfunktion ermöglicht mir, diese Treffer nach bestimmten Aspekten zu analysieren:

    • Aus welchen Einrichtungen stammen die Paper? LUH, TU Braunschweig, Laser Zentrum Hannover, …
    • Aus welchen Departments und Instituten? Fakultät für Mathematik und Physik, Institut für Quantenoptik(!), Hannoversches Zentrum für Optische Technologien, Fakultät für Naturwissenschaften, Institut für Anorganische Chemie, Institut für Organische Chemie, Fakultät für Maschinenbau, … Tatsächlich viel Quantenoptik wenn man nach der Zahl der dem IQO zugeordneten Paper geht.
    • Aus welchen WoS-Fachgebieten? Materials Science Multidisciplinary, Optics, Physics Applied, Nanoscience Nanotechnology, Chemistry Physical, Chemistry Multidisciplinary, Engineering Electrical Electronic, Physics Condensed Matter, Computer Science Artificial Intelligence, Mechanics, Mathematics Interdisciplinary Applications, … und last but not least
    • Wo sind die Paper erschienen? Proceedings of SPIE, Optics Express, Sensors, Optics Letters, Scientific Reports, Carbon, Physical Review B, Computer Methods in Applied Mechanics and Engineering, Physical Review A, … Dieses Ergebnis erfreut mich besonders, da ich mich vor Jahren gemeinsam mit meinen Kolleg:innen dafür eingesetzt habe, dass die SPIE Digital Library als Allianzlizenz angeboten wurde, weil unser Eindruck war, dass sie u.a. in Hannover aufgrund der Forschungsschwerpunkte gut genutzt würde. Sic! Auch dass eifrig in den Journals von Optica publiziert wird, passt.

    Web of Science beantwortet auch die Frage nach den am stärksten zitierten Papern aus der Forschung von EXC-2122:

    Wer eine vollständige Übersicht aller über 900 Paper von PhoenixD möchte, der sei auf die PhoenixD-Seite im Fachinformationssystem der LUH verwiesen. Leider ist hier die Analyse der Paper nicht so möglich wie in einschlägigen Fachdatenbanken.

    Hearing4All

    Hearing4All, das inzwischen seine dritte Förderperiode erreicht hat, hat zum Ziel, „die Prognose, Diagnostik und Behandlung von Hörverlust zu verbessern.“ Insbesondere die Nutzung von KI-basierten Systemem steht in der neuen Förderperiode im Fokus. Beteiligt an Hearing4All sind Wissenschaftler:innen aus der Medizinischen Physik, Psychologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, den Neurowissenschaften, Ingenieurwissenschaften und der Linguistik.

    In diesem Cluster ist die LUH nach der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Medizinischen Hochschule Hannover eher der kleine Bruder: Suche ich die Paper des Clusters in der Fachdatenbank Scopus an, so finde ich über 300 Treffer, die EXC-2177 als Funding information tragen. Filtere ich dann nach den Fachgebiet Physics and Astronomy, reduziert sich die Zahl der Paper auf 49, die überwiegend in Konferenzbänden oder Journals stammen, die Audio und Speech oder Acoustic im Namen tragen. Aber immerhin: Sieben der Paper haben Autor:innen, die am Institut für Quantenoptik der LUH arbeiten, eines davon hat einen Titel, der auch mir verständlich macht, was die Quantenoptik für die Forschung zur Behandlung von Hörverlust tun kann: Optoacoustic tones generated by nanosecond laser pulses can cover the entire human hearing range.

    The Map of (Quantum) Physics

    Zum Schluss dieses Beitrags ein kleines Fundstück, das ich kürzlich in Form eines Bildes abgedruckt auf der letzten Seite eine Buches sah, das aber eigentlich ein YouTube-Video ist und sehr anschaulich zeigt, wo sich die Quantenphysik warum in der Map of Physics verorten lässt. Ab Sekunde 302 ist es soweit:

     

    Vorgeschichte mit QUEST

    Bereits zwischen 2007 und 2012 (mit Auslauffinanzierung bis 2014) wurde im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern der Exzellenzcluster QUEST – Centre for Quantum Engineering and Space-Time Research gefördert. Der Abschlussbericht und auch andere Beiträge zum Cluster sind im TIB Portal zu finden. Zentrale Forschungsthemen spiegeln sich etwa anschaulich in der Videoserie „QUEST Cluster of Excellence“ im TIB AV-Portal wieder. Seit 2015 findet die Forschungsarbeit des Clusters in Form der QUEST-Leibniz-Forschungsschule (gegründet 2009) ihre Fortführung. Mit dem Exzellenzcluster QuantumFrontiers gibt es eine direkte Verbindung zur Forschungsschule.

     

     

    #TechnischeOptik #Fachdatenbanken #LeibnizUniversitätHannover #Physik #TIBPortal #Quantenphysik #Quantum2025 #Quantenjahr2025 #Literaturrecherche #Quantentechnologie #Quantenoptik #LizenzCCBY40INT

  7. „Für uns hat durch den Besuch auch der Name Hannover einen neuen Klang bekommen.“ 🎵

    Im letzten Herbst haben uns 13 Physik-Alumni*ae der @unihannover am Standort Hannover besucht. Sie haben mit Vortrag, Labor- und Großrechnerführung einen Einblick in unsere Forschung bekommen. Ihren Bericht findet ihr nun in der aktuellen Ausgabe des LeibnizCampus-Magazins.

    📰 online-magazine.uni-hannover.d

    #Hannover #Outreach #Physik #LeibnizUniversitätHannover #Gravitationswellen

  8. Innovative Laserforschung: Prof. Boris Chichkov erhält den Julius-Springer-Preis 2024

    Der Julius-Springer-Preis für Angewandte Physik wird seit 1998 jährlich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die herausragende und innovative Beiträge im Bereich der angewandten Physik geleistet haben. Die Auszeichnung wird von den Fachzeitschriften Applied Physics A und Applied Physics B vergeben. Der Preis trägt den Namen von Julius Springer (1817 bis 1877), dem Gründer des renommierten Springer-Verlags, und würdigt bahnbrechende Arbeiten, die das Verständnis und die Anwendung physikalischer Prinzipien maßgeblich voranbringen.

    Gewinnerinnen und Gewinner des Julius-Springer-Preises waren beispielsweise:

    • Shuji Nakamura (1999 für die Entwicklung der blauen Laserdiode; er erhielt zusammen mit Isamu Akasaki und Hiroshi Amano den Nobelpreis für Physik 2014)
    • Anne L’Huillier und Ferenc Krausz (2003 für Vorhersage von Attosekundenimpulsen sowie die experimentelle Erzeugung dieser extrem kurzen Lichtpulse; die beiden erhielten zusammen mit Pierre Agostini den Nobelpreis für Physik 2023)
    • Stefan Walter Hell (2007 für die Entdeckung, dass Auflösungen weit unterhalb der Beugungsgrenze in einem Fluoreszenzmikroskop mit konventionell fokussiertem Licht erreicht werden können; er erhielt zusammen mit Eric Betzig und William Moerner den Nobelpreis für Chemie 2014)

    Eine vollständige Liste aller bisheriger Preisträger:innen kann auf der Webseite des Springer-Verlages eingesehen werden.

    Der Julius-Springer-Preis 2024: Prof. Boris Chichkov

    Der Julius-Springer-Preis für Angewandte Physik 2024 geht an Prof. Boris Chichkov für seine herausragenden und bahnbrechenden Forschungen im Bereich der Laserphysik und Laseranwendungen. Besonders gewürdigt wird seine Arbeit zur Ultrakurzpuls-Laserbearbeitung von Metallen, die eine neue Richtung in der Materialbearbeitung eröffnet hat. Zudem leistete Chichkov bedeutende Beiträge zur Zwei-Photonen-Polymerisation, die vielfältige Anwendungen in der Medizin und Photonik ermöglichten. In jüngerer Zeit trieb er auch die Entwicklung des Laserdirektdrucks, insbesondere an der Schnittstelle zur Biologie, maßgeblich voran.

    Boris Chichkov studierte von 1972 bis 1978 Physik am Moskauer Institut für Physik und Technologie (MIPT) und promovierte 1981 dort. Von 1978 bis 1981 war er Doktorand sowohl am MIPT als auch am P.N. Lebedev-Institut für Physik in Moskau. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann er als Forscher am P.N. Lebedev-Institut, wo er von 1981 bis 1995 tätig war. Internationale Erfahrungen sammelte er als Alexander-von-Humboldt-Stipendiat am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching (1988–1990) sowie als Fellow der Japan Society for the Promotion of Science an der Universität Osaka (1992–1993). Anschließend forschte er an der TU Darmstadt und am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen (1993–1994). 1994 kam er als Gastwissenschaftler an das Institut für Quantenoptik der Leibniz Universität Hannover (LUH), wo er 1997 habilitierte. Heute leitet er die Arbeitsgruppe Nanoengineering an der LUH und ist Mitglied der Exzellenzcluster QuantumFrontiers und PhoenixD.

    Einen detaillierteren Blick auf die Karriere von  Prof. Chichkov bietet die Webseite zum Julius-Springer-Preis 2024. Die Preisverleihung fand am 18. Oktober 2024 in Berlin statt.

    Prof. Thomas Lippert (links) (Editor in Chief of Applied Physics A Journal) übergibt den Julius-Springer-Preis an Prof. Boris Chichkov (rechts) // Foto: privat

    Im Interview mit Prof. Boris Chichkov

    Da der diesjährige Julius-Springer-Preis an Prof. Chichkov und somit einem Mitglied der Leibniz Universität Hannover (LUH) verliehen wurde, haben wir diesen Anlass genutzt, mit ihm ins Gespräch zu kommen, um einen Einblick in seine Karriere als Forscher zu erhalten. Wir, das sind Dr. Holger Israel (Fachreferent für Mathematik) und Julia Hoffmann (Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachreferat Physik).

    Forschung mit konkretem Nutzen

    Im Interview bot Prof. Chichkov faszinierende Einblicke in seine wissenschaftliche Laufbahn und seine Ansichten zur Zukunft der Laserforschung. Schon während seines Studiums am renommierten Moskauer Institut für Physik und Technologie war die Laserphysik ein fester Bestandteil seiner Ausbildung.

    Unter der Anleitung des Nobelpreisträgers N.G. Basov begann er zunächst theoretisch zu arbeiten, fokussierte sich aber bald auf die praktischen Anwendungen von Lasern. Da Laseranwendungen sehr vielseitig sind, blieb das Thema für Prof. Chichkov immer spannend.

    Dabei war es für ihn stets wichtig, dass seine Forschung einen konkreten Nutzen hat und praktisch angewendet werden kann.

    Bahnbrechende Experimente zu Kurzpuls-Lasern

    Einen Wendepunkt in seiner Karriere markierten die Kurzpuls-Laser, die neu auf den Markt kamen und mit denen er in der Arbeitsgruppe von Prof. Bernd Wellegehausen und Prof. Herbert Welling (Institut für Quantenoptik) gemeinsam mit Carsten Momma, Stefan Nolte und Andreas Tünnermann bahnbrechende Experimente durchführte. Heute haben sie alle führende Positionen in Industrie und Wissenschaft. Seine weiteren Pionierarbeiten zur additiven Fertigung und zum Laserdrucken lebender Zellen mündeten in die Verleihung eines der wenigen ERC Advanced Grants an der Leibniz Universität Hannover.

    Natürlich gab es auch Rückschläge: Eine Anekdote aus den 1960ern zeigt, wie skeptisch die Fachwelt damals gegenüber Laseranwendungen war. Ein von seinem Mentor eingereichtes Paper, das die Verwendung von Lasern zum Bohren von Löchern vorschlug, wurde auf einer Konferenz in den USA als „absurd“ abgelehnt, da Laser damals noch sehr teuer und ineffizient waren. Heute ist diese Technologie aus vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Aber Schwierigkeiten sind immer da. Diese Herausforderungen zu überwinden, sieht er als festen Bestandteil der wissenschaftlichen Karriere. Das ist auch heute nicht anders: Oft werden vorgeschlagene Forschungsprojekte gut bewertet und doch nicht finanziert.

    Keine Angst vor neuen Forschungsgebieten

    Jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern rät er, keine Angst vor neuen Forschungsgebieten zu haben und Geduld in ihrer Karriere zu bewahren.

    Auf die Frage, welche Zukunft er für die Laserforschung sieht, verweist er auf die großen Möglichkeiten in der additiven Fertigung sowie im Zelldruck, und Anwendungen mit Mikroorganismen.

    „Laser sind Instrumente für die Zukunft, und ich hatte das Glück, immer Zugang dazu zu haben.“

    Wenn er einen Wunsch frei hätte, dann wäre es die Fähigkeit, die besten Ideen nicht nur nachts zu haben, damit man nicht immer wach liegt.

    Ein gutes Team ist wichtig

    Zum Schluss betonte er die Wichtigkeit eines guten Teams. Man brauche motivierte Mitarbeiter:innen, die mit ihren Fähigkeiten die Projekte vorantreiben. Es sei die Aufgabe eines Professors, eine Umgebung zu schaffen, in der solche Menschen gehalten werden können. Trotz der steigenden Konkurrenz unter Wissenschaftler:innen, die durch die steigende Zahl an Forschenden zugenommen hat, sei der technische Fortschritt heute so schnell und umfassend wie nie zuvor.

    War auf der der ersten Konferenz von Prof. Chichkov in Japan die Nutzung von Mobiltelefonen noch ein Novum, das es zu der Zeit in Europa noch nicht gab, ist es heute eine Selbstverständlichkeit. So steht es auch um die Entwicklung der Lasertechnik: Wo früher die Nutzung von Lasern aufgrund hohem Energieverbrauch und schlechtem Wirkungsgrad mit Skepsis betrachtet wurde, sind Laseranwendungen heutzutage so vielseitig, dass sie aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind.

    Prof. Chichkov ist dankbar, dass er „mit dem Laser unter dem Arm“ die ganze Zeit forschen konnte und es auch weiterhin tun wird, denn für ihn bleibt es schwierig, mit der Wissenschaft aufzuhören, da noch so viele Ideen umgesetzt werden wollen.

    Wir bedanken uns herzlich bei Prof. Chichkov für das inspirierende und aufschlussreiche Interview!

    Lesetipps

    Wenn Sie mehr über die Arbeiten von Prof. Boris Chichkov erfahren wollen, dann werfen Sie doch gern einen Blick auf dessen Veröffentlichungen.

    Sie wollen noch tiefer in die faszinierende Welt der Laserphysik eintauchen? Dann finden Sie im Katalog der TIB eine Reihe von Werken zur Laserphysik.

    #LizenzCCBY40INT #LeibnizUniversitätHannover #Interview #Laserphysik

  9. Open Access Week 2024 an der TIB

    Vom 21. bis zum 27. Oktober 2024 findet die jährliche internationale Open Access Week statt, in der weltweit über den freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen informiert wird. Die TIB beteiligt sich mit mehreren Veranstaltungen sowohl vor Ort als auch online daran. Das Motto der Woche lautet wie im Vorjahr „Community over Commercialization“.

    Grafik: SPARC, CC BY 4.0 (Attributions)

     

    Open Science Rallye

    Der Kompetenzbereich Open Science der TIB organisiert die Rallye für Mitarbeitende der TIB und der Leibniz Universität Hannover und lädt auch andere Interessierte zur Teilnahme ein. Die interaktive Veranstaltung bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, spielerisch in die Welt der forschungsunterstützenden Dienste einzutauchen und gleichzeitig wertvolle Einblicke in das Thema Open Science zu gewinnen.

    Die Aufgaben der sieben verschiedenen Stationen stellen den Teilnehmenden ausgewählte TIB-Dienste vor, helfen dabei Wissen über Open Science zu erweitern und erste praktische Erfahrungen bezüglich der Benutzung der Dienste zu sammeln. Das Lösen der Aufgaben kann alleine oder im Team bewerkstelligt werden. Für jede erfolgreich absolvierte Station erhalten die Teilnehmenden einen Stempel – ein kleiner Anreiz, um am Ende der Rallye die gesammelten Stempel gegen Instrumente einzutauschen, die zum Zerschlagen der „Paywall“ benutzt werden.

    Kommen Sie einfach ohne Anmeldung im Zeitraum zwischen 13 und 15 Uhr vorbei!

    Dienstag, 22. Oktober 2024, 13 bis 15 Uhr
    Vortragsraum, TIB Technik/Naturwissenschaften

     

    Gemeinsam spielen – „The Publishing Trap“

    Das Projekt open-access.network lädt zu einer interaktiven Veranstaltung ein, um „The Publishing Trap“ gemeinsam zu spielen. Sie richtet sich vor allem an Kolleg:innen, die zu Open Access und/oder Open Science beraten und Interesse haben, spielerische Vermittlungsformate anzubieten. Natürlich sind auch alle willkommen, die sich für Gamification interessieren oder ein bisschen mehr über Open Access erfahren möchten.

    „The Publishing Trap“ ist ein Brett- und Onlinespiel, welches von Chris Morrison und Jane Secker mit dem Ziel entwickelt wurde, Kompetenz zum Copyright zu vermitteln und Publizierende über mögliche Auswirkungen ihrer Publikationsentscheidungen zu sensibilisieren. Das Spiel richtet sich insbesondere an Forschende, Lehrende und Studierende, die in Gruppendiskussionen verschiedene Entscheidungen zum akademischen Publikationsprozess treffen müssen, um möglichst viel Wissen und Impact zu sammeln. Dabei geht es um Themen wie Urheberrecht, Open Access, Verlagsverträge und die langfristigen Auswirkungen der Veröffentlichungsstrategien auf die wissenschaftliche Karriere.

    Donnerstag, 24. Oktober 2024, 11 bis 13 Uhr
    weitere Informationen und Anmeldung

     

    Konferenz „Open Science and Innovation in Ukraine 2024“

    Die dritte internationale Konferenz „Open Science and Innovation in Ukraine 2024“ hat zum Ziel, die praktischen Aspekte der Umsetzung der Grundsätze offener Wissenschaft und Innovation in der Ukraine zu diskutieren. Die Konferenz konzentriert sich auf die Suche nach Lösungen für Probleme wie den unterbrechungsfreien Zugang zur Forschungsinfrastruktur, den offenen Zugang zu Forschungsergebnissen, die Reform des Forschungsbewertungssystems und die Beschleunigung der Integration der ukrainischen Wissenschaft in den Europäischen Forschungsraum.

    Die Online-Konferenz wird gemeinsam von der Staatlichen Wissenschaftlich-Technischen Bibliothek der Ukraine und der TIB veranstaltet. Die Teilnahme ist kostenlos, die Anmeldung ist bis zum 23. Oktober 2024 möglich.

    Donnerstag, 24. Oktober bis Freitag, 25. Oktober 2024
    weitere Informationen und Anmeldung

     

    Open Access Week im TIB-Blog

    Im TIB-Blog werden anlässlich der Open Access Week verschiedene Aspekte von Open Access näher beleuchtet. Jeden Tag vom 21. bis zum 25. Oktober 2024 wird hier im Blog ein neuer Beitrag veröffentlicht.

    Fragen?

    Gerne beraten und informieren wir Sie zu allen Fragen rund um das wissenschaftliche Publizieren und unterstützen Sie mit Kursangeboten und Lernmaterialien – nicht nur in der Open Access Week, sondern das ganze Jahr über!

     

    #LizenzCCBY40INT #LeibnizUniversitätHannover #OpenAccessWeek #OpenAccessWeek2024 #OpenAccess