#korperakzeptanz — Public Fediverse posts
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CW: Abnehmen
Sich verändernde Ziele
Als ich vor ziemlich genau einem halben Jahr mit dem Projekt „Radikale Selbstfürsorge“ begann, geschah das aus der Motivation heraus, mich endlich mal mehr um mich selbst zu kümmern, um möglichst lange und gesund zu leben. Die Blutergebnisse und die medizinischen Interventionsvorschläge waren ein abstrakter Schubs. Konkreter war die Idee, einmal „Meike First“ zu denken und herauszufinden, ob die Welt untergehen würde, wenn ich mal nicht mehr in vorauseilendem Gehorsam allen anderen versuchen würde, ein gutes Leben zu bereiten. Das war ein radikaler Gedanke, denn meine weibliche Sozialisation und andere Einflüsse hatten mir vermittelt, dass ich stets diejenige sein sollte, die anderen ausweicht, damit diese ihren geraden Weg gehen können. Es gab zwar eine Phase meines Lebens, in der ich das bewusst nicht mehr tat, aber mit der Mutterschaft hatte ich das vergessen. Nun ist das Kind ein Teenager und ich stellte in den letzten Jahren verwundert fest, dass es nicht mehr die gleiche Fürsorge braucht wie ein Säugling. Es war wirklich höchste Zeit, mal etwas zu ändern. Ich begann damit, mir zu erlauben 2x die Woche Schwimmen zu gehen. Das fühlte sich verwegen an, nur für mich einfach manchmal Arbeit oder familiäre Verpflichtungen zu schwänzen.
Das war das erste Ziel und dann kam die Interrail-Reise nach Italien, die mit zwei vollgepackten Taschen mit Essen begann. In Italien ärgerte ich mich darüber, dass ich so schlecht zu Fuß war. Dann kaufte ich die Siebenmeilenstiefel und begann die Freude am Gehen zu entdecken. Das Gehen an sich ist es nicht. Ich höre Podcasts dabei, werfe hin und wieder einen Blick auf die sich verändernde Natur und blicke am Ende das lobende Feuerwerk erwartend auf die Uhr, die meine Schritte zählt. Das, was mir daran gefällt ist die zurückgewonnene Unabhängigkeit. Ich muss nicht an einer Bushaltestelle stehen und auf das ungewisse Ankommen des Busses warten. Ich kann einfach loslaufen. Das ist wirklich toll und ich staune immer noch darüber, was das für eine Lebensqualität ist. Schon sehr schnell formulierte ich das zweite Ziel: Ich will gut gehen können. Was auch immer gut bedeutet. Ich bin mit mir zur Zeit zufrieden, wenn ich einen Spaziergang von 3 – 4 km gemacht habe. Der Mitbewohner spaziert zur Zeit täglich mehr als 10 km. Angeber. Sehr selten überlege ich mir bewusst eine längere Strecke, es geht mir nicht um mehr und um Training, weil ich davon ausgehe, dass sich das schon ergeben wird. Ich traue mir immer mehr zu und wenn ich auf einer digitalen Karte mir eine Route anschaue, dann habe ich mittlerweile andere Maßstäbe und eine Gefühl dafür, was ich schaffen kann. Das ist gut so. Gleichermaßen ist es auch ein bisschen langweilig und an manchen Tagen gehe ich aus Pflichtgefühl bzw. um den Streak meines Fitnesstrackings nicht zu unterbrechen. Letzte Woche hatte ich ein schönes Gespräch mit der Freundin, die in Italien lebt und da dachte ich mir, dass wenn ich sie nächstes Frühjahr besuchen würde, ich noch mal ein paar Tage nach Rom könnte. Plötzlich hatte ich das Bild vor Augen, wie ich fit durch Rom stiefele und das ist ein schönes Ziel.
Sehr merkwürdig verhielt es sich mit dem dritten Ziel, dass sich vor gut zwei Wochen an mich heranschlich. Als Felix begann über sein Projekt zu bloggen und als ich nahezu zeitgleich meinen Schrank aufräumte, meine langgesuchte Lieblingsjeans wiederfand und feststellen musste, dass sie nun zu groß ist, begann ich davon zu träumen „endlich schlank“ zu werden. Das war tatsächlich in den letzten Monaten nicht mein Ziel. Ich bin viel zu lange Körperakzeptanz-Aktivistin und arbeite seit Jahren mit Menschen unterschiedlichen Körpers, um für diese Lösungen abseits von Körperveränderungen zu finden. Gerade weil ich den allermeisten Büchern steht, dass Gewichtsabnahme eine Bedingung für Gesundheit ist, verweigerte ich dieses Ziel. „Was raten sie mir, wenn es nicht ums Abnehmen geht“, fragte ich den Hausarzt, denn ich hatte absolut nicht vor, diesen Weg zu gehen, an dessen dauerhafte Wirkung ich nicht glaubte. Ich habe in den letzten Monaten zwar anders gegessen, aber dafür unheimlich viel. Ich weiß noch, wie ich am Beginn der Reise selbst darüber staunte, welche Mengen an Lebensmitteln wir mit uns herumschleppten. Das war sinnbildlich für meinen veränderten Umgang mit Essen. Wer nicht einfach schnelle Kohlehydrate im Vorbeigehen kaufen will, muss eben schleppen. Aber das ist ok.
Was ich allerdings nicht ok fand, war meine merkwürdige Reaktion auf die zu große Hose. Ich hatte die Körperveränderung tatsächlich vorher nicht bemerkt, denn ich mache ja keine Diät. Ok, die eine Hose rutschte, aber ich schob es auf den ausgeleierten Gummi. Andere Kleidungsstücke, die ich gerne trage, sind gewickelt oder mit Gummizug. Es ist Sommer da trage ich keine Jeans, wenn ich nicht den Kleiderschrank ausgemistet hätte, hätte ich erst im Herbst gemerkt, dass die Hosen nicht mehr passen. Meine erste Reaktion, als ich zufällt bemerkte, dass sich mein Bauchumfang verringert hatte: Ich wollte es niemand erzählen. Es zeugt von Diätmentalität, sich Lob für eine Reduktion des Körpers zu wünschen. Zweite Reaktion: Ich musste mir eingesehen, wie sehr ich noch in Diätmentalität gefangen bin. Tatsächlich träumte ich nächtelang davon, ein schlanker Mensch zu sein.
Mittlerweile bin ich sogar ein bisschen genervt von den Konsequenzen, denn es bleibt ja nicht bei der Lieblingsjeans. Auch die Bikinihose rutscht und die schicke Hose, die ich erst 2x anhatte und ansonsten für besondere Gelegenheiten schonte, weil sie so schick ist, ist nun auch zu weit. Ich werde mich also mit dem Thema enger nähen beschäftigen müssen. Das ist unspaßiger als es klingt, denn ich weiß schon, dass es nicht damit getan ist, einfach nur die Seitennähte enger zu nähen. Aber noch mehr ärgert mich, dass ich über Abnehmen und Schlank-Sein nachdenke, obwohl ich eigentlich dachte, das alles hinter mir gelassen zu haben. Ich merke, wie das Projekt Radikale Selbstfürsorge zu Konsequenzen führt, die ich am Anfang nicht bedacht hatte, als ich einfach nur alt und gesund werden wollte. Am Anfang habe ich nur über Ernährung nachgedacht, jetzt bin ich mal wieder mit meinem Körper konfrontiert. Und obwohl ich absolut keinen Bock mehr auf das Thema habe, gibt es einen Teil von mir, der dabei hofft, dies auf einer anderen Ebene abarbeiten zu können. Ich habe nach 5 Jahren Üben gelernt zu Kraulen. Wer weiß, was sonst noch alles möglich ist?
Als ich vor ziemlich genau einem halben Jahr mit dem Projekt „Radikale Selbstfürsorge“ begann, geschah das aus der Motivation heraus, mich endlich mal mehr um mich selbst zu kümmern, um […]
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Mit dem Kopf voran
Das mit mir und dem Schwimmen begann mit den Kopfsprüngen. Ich hatte zwar bereits als Teenie Michael Groß beim Training angeschmachtet, geriet schon in früher Kindheit beim Anblick von Synchronschwimmerinnen in Entzücken und war auch mal in einen Schwimmer verliebt, aber dass das mit dem Schwimmen und mir wirklich was Ernstes, werden würde, begann erst viel, viel später.
Es begann genauer gesagt mit einem gut passendem Bikini*. Das war so eine Erleichterung, endlich das Passende zu tragen – das kann man sich vermutlich gar nicht vorstellen, wenn man einen unkomplizierten Körper hat und einfach in ein Geschäft gehen kann, um sich etwas zum Anziehen zu kaufen. Mein Körper ist schwieriger einzukleiden, weil ich eine große Größe trage. Vor dem Bikini hatte ich halt irgendwelche Badesachen. Nichts, in dem ich mich wirklich wohl fühlte, doch das war auch gar nicht mein Anspruch. Zweckmäßig sollte es sein und das war es. Aber mit dem Bikini veränderte sich alles.
Für Sprünge ins Wasser ist es gut etwas zu tragen, das auch nach dem Sprung noch dort sitzt, so es sitzen soll. Der neue Bikini saß fest. Ich fühlte mich sicher und ja, ich fühlte mich auch mutig, mit meiner Figur einen Bikini zu tragen. Ich sah, dass die Menschen schauten und manche tuschelten auch. Besonders viel getuschelt wird, wenn ich vom Beckenrand ins kopfüber ins Wasser springe. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob das, was ich da nun seit Jahren veranstalte ein eleganter Kopfsprung oder eher ein irgendwie-ins-Wasser ist. Aber es ist auch kein Bauchplatscher. Der würde ohnehin nicht so viel Spaß machen, weil das schließlich weh tut.
Meinen ersten Kopfsprung im Erwachsenenalter machte ich am Bodensee. Ich liebe es, im Freiwasser zu schwimmen und ganz besonders liebe ich es, wenn es Plattformen gibt, auf denen man eine Pause machen und den anderen Leuten bei ihren Gesprächen zuhören kann. In meinem Lieblingsbad gibt es sowas und schon seit meiner Kindheit bin ich gerne dorthin geschwommen. Ich fand es auch immer cool, wenn die Menschen von der Plattform aus in den See sprangen, um zurück ans Ufer zu schwimmen. Ein Kopfsprung ist auf jeden Fall noch mal ne Ecke cooler, als mit der Hand an der Nase und den Füßen zuerst ins Wasser zu springen. Ich glaube, ich nahm bis zu dem Tag, an dem ich den neuen Bikini hatte, meist die Leiter.
Elegant war es ganz sicherlich nicht, als ich das erste Mal kopfüber ins Wasser sprang. Es waren auch nicht viele Leute da, die das sehen konnten, sonst hätte ich mich gar nicht getraut. Es hat schon seine Vorteile, eine schlecht-Wetter-Schwimmerin zu sein. Aber auch wenn es ein erster, noch schüchterner und ungelenkter Versuch war, es fühlte sich grandios an. Vermutlich brannte die Haut an Brust oder Bauch vom harten Aufprall ins Wasser, aber schon beim ersten Sprung mit dem Kopf voran ins Wasser ahnte ich, wie elegant das irgendwann mal werden könnte und genoß die Geschwindigkeit, mit der ich durchs Wasser schoss. Der Bikini saß an Ort und Stelle, alles war, wie es sein sollte. Also wiederholte ich das Vergnügen, einmal, zweimal, immer wieder. Irgendwann war ich so mutig, es auch an einem sonnigen Tag zu tun, so dass andere Menschen mich springen sehen konnten. Was sie darüber sagten, hörte ich nicht, denn ich schwamm einfach weiter, als wäre es das Normalste von der Welt. Innerlich fand ich mich total cool.
Wenn ich fortan im Schwimmbad Kopfsprünge machte, dann sah ich oft Blicke. Es ist nicht üblich, dass erwachsene Frauen ins Wasser springen und Dicke schon gar nicht. Schade eigentlich, denn es macht Spaß! Ich mag es nicht, dabei eine Schwimmbrille zu tragen, denn der Aufprall auf dem Wasser, drückt mir diese zu fest ins Gesicht. Aber ich mag die Vorstellung, dass der Sprung einer dicken Frau ins Wasser ein emanzipatorischer Akt ist, denn es gibt keinen Grund dafür, es nicht zu tun. Ich sehe, dass die Menschen schauen, ich kann nur ahnen, was sie denken. Aber ich freue mich über jeden Erwachsenen, der oder die es mir anschließend nachmacht und das passiert schon hin und wieder.
Vor lauter Kraulen üben, habe ich das Springen in den letzten Monaten vergessen. Als ich heute im Freibad war, fiel es mir wieder ein. Ich konnte nur 35 Minuten einigermaßen Bahnen ziehen, danach war es zu voll. Doch ich konnte mich noch nicht so recht vom Wasser verabschieden. Ich zögerte kurz, als ich die Schwimmbrille in die Tasche packte. Gehen oder bleiben? Es war ein heißer Tag und das kühle Nass war herrlich. Das Freibad war voller Menschen und auch an schaut-her-was-für-ein-toller-Hecht-ich-bin-Aktionen mangelte es nicht. Warum sollte ich den männlichen Teenagern den Beckenrand überlassen? Sie kamen gar nicht auf die Idee, mir Platz zu machen, ich drängelte mich dazwischen und sprang. Mir doch egal, was sie dachten. Natürlich konnte ich nicht so oft wie sie springen, denn im Gegensatz zu den kleinen Kraftprotzen, musste ich zur Treppe schwimmen, um aus dem Becken zu kommen. Nach ein paar Sprüngen wichen sie zur Seite. Der Beckenrand gehört nicht nur den Hechten und als ich sah, dass zwei weitere Frauen nun auch Anstalten machten, ins Wasser zu springen, jubilierte ich.
Solltest du es noch nie versucht oder schon länger nicht mehr gemacht haben: Spring! Es ist wunderbar!
(Die Sache mit dem Bikini kommt dir bekannt vor? Das kann sein, denn die Bikinigeschichte habe ich schon mal 2019 für das Blog der BH Lounge aufgeschrieben.)
Das mit mir und dem Schwimmen begann mit den Kopfsprüngen. Ich hatte zwar bereits als Teenie Michael Groß beim Training angeschmachtet, geriet schon in früher Kindheit beim Anblick von […]
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Mit dem Kopf voran
Das mit mir und dem Schwimmen begann mit den Kopfsprüngen. Ich hatte zwar bereits als Teenie Michael Groß beim Training angeschmachtet, geriet schon in früher Kindheit beim Anblick von Synchronschwimmerinnen in Entzücken und war auch mal in einen Schwimmer verliebt, aber dass das mit dem Schwimmen und mir wirklich was Ernstes, werden würde, begann erst viel, viel später.
Es begann genauer gesagt mit einem gut passendem Bikini*. Das war so eine Erleichterung, endlich das Passende zu tragen – das kann man sich vermutlich gar nicht vorstellen, wenn man einen unkomplizierten Körper hat und einfach in ein Geschäft gehen kann, um sich etwas zum Anziehen zu kaufen. Mein Körper ist schwieriger einzukleiden, weil ich eine große Größe trage. Vor dem Bikini hatte ich halt irgendwelche Badesachen. Nichts, in dem ich mich wirklich wohl fühlte, doch das war auch gar nicht mein Anspruch. Zweckmäßig sollte es sein und das war es. Aber mit dem Bikini veränderte sich alles.
Für Sprünge ins Wasser ist es gut etwas zu tragen, das auch nach dem Sprung noch dort sitzt, so es sitzen soll. Der neue Bikini saß fest. Ich fühlte mich sicher und ja, ich fühlte mich auch mutig, mit meiner Figur einen Bikini zu tragen. Ich sah, dass die Menschen schauten und manche tuschelten auch. Besonders viel getuschelt wird, wenn ich vom Beckenrand ins kopfüber ins Wasser springe. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob das, was ich da nun seit Jahren veranstalte ein eleganter Kopfsprung oder eher ein irgendwie-ins-Wasser ist. Aber es ist auch kein Bauchplatscher. Der würde ohnehin nicht so viel Spaß machen, weil das schließlich weh tut.
Meinen ersten Kopfsprung im Erwachsenenalter machte ich am Bodensee. Ich liebe es, im Freiwasser zu schwimmen und ganz besonders liebe ich es, wenn es Plattformen gibt, auf denen man eine Pause machen und den anderen Leuten bei ihren Gesprächen zuhören kann. In meinem Lieblingsbad gibt es sowas und schon seit meiner Kindheit bin ich gerne dorthin geschwommen. Ich fand es auch immer cool, wenn die Menschen von der Plattform aus in den See sprangen, um zurück ans Ufer zu schwimmen. Ein Kopfsprung ist auf jeden Fall noch mal ne Ecke cooler, als mit der Hand an der Nase und den Füßen zuerst ins Wasser zu springen. Ich glaube, ich nahm bis zu dem Tag, an dem ich den neuen Bikini hatte, meist die Leiter.
Elegant war es ganz sicherlich nicht, als ich das erste Mal kopfüber ins Wasser sprang. Es waren auch nicht viele Leute da, die das sehen konnten, sonst hätte ich mich gar nicht getraut. Es hat schon seine Vorteile, eine schlecht-Wetter-Schwimmerin zu sein. Aber auch wenn es ein erster, noch schüchterner und ungelenkter Versuch war, es fühlte sich grandios an. Vermutlich brannte die Haut an Brust oder Bauch vom harten Aufprall ins Wasser, aber schon beim ersten Sprung mit dem Kopf voran ins Wasser ahnte ich, wie elegant das irgendwann mal werden könnte und genoß die Geschwindigkeit, mit der ich durchs Wasser schoss. Der Bikini saß an Ort und Stelle, alles war, wie es sein sollte. Also wiederholte ich das Vergnügen, einmal, zweimal, immer wieder. Irgendwann war ich so mutig, es auch an einem sonnigen Tag zu tun, so dass andere Menschen mich springen sehen konnten. Was sie darüber sagten, hörte ich nicht, denn ich schwamm einfach weiter, als wäre es das Normalste von der Welt. Innerlich fand ich mich total cool.
Wenn ich fortan im Schwimmbad Kopfsprünge machte, dann sah ich oft Blicke. Es ist nicht üblich, dass erwachsene Frauen ins Wasser springen und Dicke schon gar nicht. Schade eigentlich, denn es macht Spaß! Ich mag es nicht, dabei eine Schwimmbrille zu tragen, denn der Aufprall auf dem Wasser, drückt mir diese zu fest ins Gesicht. Aber ich mag die Vorstellung, dass der Sprung einer dicken Frau ins Wasser ein emanzipatorischer Akt ist, denn es gibt keinen Grund dafür, es nicht zu tun. Ich sehe, dass die Menschen schauen, ich kann nur ahnen, was sie denken. Aber ich freue mich über jeden Erwachsenen, der oder die es mir anschließend nachmacht und das passiert schon hin und wieder.
Vor lauter Kraulen üben, habe ich das Springen in den letzten Monaten vergessen. Als ich heute im Freibad war, fiel es mir wieder ein. Ich konnte nur 35 Minuten einigermaßen Bahnen ziehen, danach war es zu voll. Doch ich konnte mich noch nicht so recht vom Wasser verabschieden. Ich zögerte kurz, als ich die Schwimmbrille in die Tasche packte. Gehen oder bleiben? Es war ein heißer Tag und das kühle Nass war herrlich. Das Freibad war voller Menschen und auch an schaut-her-was-für-ein-toller-Hecht-ich-bin-Aktionen mangelte es nicht. Warum sollte ich den männlichen Teenagern den Beckenrand überlassen? Sie kamen gar nicht auf die Idee, mir Platz zu machen, ich drängelte mich dazwischen und sprang. Mir doch egal, was sie dachten. Natürlich konnte ich nicht so oft wie sie springen, denn im Gegensatz zu den kleinen Kraftprotzen, musste ich zur Treppe schwimmen, um aus dem Becken zu kommen. Nach ein paar Sprüngen wichen sie zur Seite. Der Beckenrand gehört nicht nur den Hechten und als ich sah, dass zwei weitere Frauen nun auch Anstalten machten, ins Wasser zu springen, jubilierte ich.
Solltest du es noch nie versucht oder schon länger nicht mehr gemacht haben: Spring! Es ist wunderbar!
(Die Sache mit dem Bikini kommt dir bekannt vor? Das kann sein, denn die Bikinigeschichte habe ich schon mal 2019 für das Blog der BH Lounge aufgeschrieben.)
Das mit mir und dem Schwimmen begann mit den Kopfsprüngen. Ich hatte zwar bereits als Teenie Michael Groß beim Training angeschmachtet, geriet schon in früher Kindheit beim Anblick von […]
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Mit dem Kopf voran
Das mit mir und dem Schwimmen begann mit den Kopfsprüngen. Ich hatte zwar bereits als Teenie Michael Groß beim Training angeschmachtet, geriet schon in früher Kindheit beim Anblick von Synchronschwimmerinnen in Entzücken und war auch mal in einen Schwimmer verliebt, aber dass das mit dem Schwimmen und mir wirklich was Ernstes, werden würde, begann erst viel, viel später.
Es begann genauer gesagt mit einem gut passendem Bikini*. Das war so eine Erleichterung, endlich das Passende zu tragen – das kann man sich vermutlich gar nicht vorstellen, wenn man einen unkomplizierten Körper hat und einfach in ein Geschäft gehen kann, um sich etwas zum Anziehen zu kaufen. Mein Körper ist schwieriger einzukleiden, weil ich eine große Größe trage. Vor dem Bikini hatte ich halt irgendwelche Badesachen. Nichts, in dem ich mich wirklich wohl fühlte, doch das war auch gar nicht mein Anspruch. Zweckmäßig sollte es sein und das war es. Aber mit dem Bikini veränderte sich alles.
Für Sprünge ins Wasser ist es gut etwas zu tragen, das auch nach dem Sprung noch dort sitzt, so es sitzen soll. Der neue Bikini saß fest. Ich fühlte mich sicher und ja, ich fühlte mich auch mutig, mit meiner Figur einen Bikini zu tragen. Ich sah, dass die Menschen schauten und manche tuschelten auch. Besonders viel getuschelt wird, wenn ich vom Beckenrand ins kopfüber ins Wasser springe. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob das, was ich da nun seit Jahren veranstalte ein eleganter Kopfsprung oder eher ein irgendwie-ins-Wasser ist. Aber es ist auch kein Bauchplatscher. Der würde ohnehin nicht so viel Spaß machen, weil das schließlich weh tut.
Meinen ersten Kopfsprung im Erwachsenenalter machte ich am Bodensee. Ich liebe es, im Freiwasser zu schwimmen und ganz besonders liebe ich es, wenn es Plattformen gibt, auf denen man eine Pause machen und den anderen Leuten bei ihren Gesprächen zuhören kann. In meinem Lieblingsbad gibt es sowas und schon seit meiner Kindheit bin ich gerne dorthin geschwommen. Ich fand es auch immer cool, wenn die Menschen von der Plattform aus in den See sprangen, um zurück ans Ufer zu schwimmen. Ein Kopfsprung ist auf jeden Fall noch mal ne Ecke cooler, als mit der Hand an der Nase und den Füßen zuerst ins Wasser zu springen. Ich glaube, ich nahm bis zu dem Tag, an dem ich den neuen Bikini hatte, meist die Leiter.
Elegant war es ganz sicherlich nicht, als ich das erste Mal kopfüber ins Wasser sprang. Es waren auch nicht viele Leute da, die das sehen konnten, sonst hätte ich mich gar nicht getraut. Es hat schon seine Vorteile, eine schlecht-Wetter-Schwimmerin zu sein. Aber auch wenn es ein erster, noch schüchterner und ungelenkter Versuch war, es fühlte sich grandios an. Vermutlich brannte die Haut an Brust oder Bauch vom harten Aufprall ins Wasser, aber schon beim ersten Sprung mit dem Kopf voran ins Wasser ahnte ich, wie elegant das irgendwann mal werden könnte und genoß die Geschwindigkeit, mit der ich durchs Wasser schoss. Der Bikini saß an Ort und Stelle, alles war, wie es sein sollte. Also wiederholte ich das Vergnügen, einmal, zweimal, immer wieder. Irgendwann war ich so mutig, es auch an einem sonnigen Tag zu tun, so dass andere Menschen mich springen sehen konnten. Was sie darüber sagten, hörte ich nicht, denn ich schwamm einfach weiter, als wäre es das Normalste von der Welt. Innerlich fand ich mich total cool.
Wenn ich fortan im Schwimmbad Kopfsprünge machte, dann sah ich oft Blicke. Es ist nicht üblich, dass erwachsene Frauen ins Wasser springen und Dicke schon gar nicht. Schade eigentlich, denn es macht Spaß! Ich mag es nicht, dabei eine Schwimmbrille zu tragen, denn der Aufprall auf dem Wasser, drückt mir diese zu fest ins Gesicht. Aber ich mag die Vorstellung, dass der Sprung einer dicken Frau ins Wasser ein emanzipatorischer Akt ist, denn es gibt keinen Grund dafür, es nicht zu tun. Ich sehe, dass die Menschen schauen, ich kann nur ahnen, was sie denken. Aber ich freue mich über jeden Erwachsenen, der oder die es mir anschließend nachmacht und das passiert schon hin und wieder.
Vor lauter Kraulen üben, habe ich das Springen in den letzten Monaten vergessen. Als ich heute im Freibad war, fiel es mir wieder ein. Ich konnte nur 35 Minuten einigermaßen Bahnen ziehen, danach war es zu voll. Doch ich konnte mich noch nicht so recht vom Wasser verabschieden. Ich zögerte kurz, als ich die Schwimmbrille in die Tasche packte. Gehen oder bleiben? Es war ein heißer Tag und das kühle Nass war herrlich. Das Freibad war voller Menschen und auch an schaut-her-was-für-ein-toller-Hecht-ich-bin-Aktionen mangelte es nicht. Warum sollte ich den männlichen Teenagern den Beckenrand überlassen? Sie kamen gar nicht auf die Idee, mir Platz zu machen, ich drängelte mich dazwischen und sprang. Mir doch egal, was sie dachten. Natürlich konnte ich nicht so oft wie sie springen, denn im Gegensatz zu den kleinen Kraftprotzen, musste ich zur Treppe schwimmen, um aus dem Becken zu kommen. Nach ein paar Sprüngen wichen sie zur Seite. Der Beckenrand gehört nicht nur den Hechten und als ich sah, dass zwei weitere Frauen nun auch Anstalten machten, ins Wasser zu springen, jubilierte ich.
Solltest du es noch nie versucht oder schon länger nicht mehr gemacht haben: Spring! Es ist wunderbar!
(Die Sache mit dem Bikini kommt dir bekannt vor? Das kann sein, denn die Bikinigeschichte habe ich schon mal 2019 für das Blog der BH Lounge aufgeschrieben.)
Das mit mir und dem Schwimmen begann mit den Kopfsprüngen. Ich hatte zwar bereits als Teenie Michael Groß beim Training angeschmachtet, geriet schon in früher Kindheit beim Anblick von […]
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Mit dem Kopf voran
Das mit mir und dem Schwimmen begann mit den Kopfsprüngen. Ich hatte zwar bereits als Teenie Michael Groß beim Training angeschmachtet, geriet schon in früher Kindheit beim Anblick von Synchronschwimmerinnen in Entzücken und war auch mal in einen Schwimmer verliebt, aber dass das mit dem Schwimmen und mir wirklich was Ernstes, werden würde, begann erst viel, viel später.
Es begann genauer gesagt mit einem gut passendem Bikini*. Das war so eine Erleichterung, endlich das Passende zu tragen – das kann man sich vermutlich gar nicht vorstellen, wenn man einen unkomplizierten Körper hat und einfach in ein Geschäft gehen kann, um sich etwas zum Anziehen zu kaufen. Mein Körper ist schwieriger einzukleiden, weil ich eine große Größe trage. Vor dem Bikini hatte ich halt irgendwelche Badesachen. Nichts, in dem ich mich wirklich wohl fühlte, doch das war auch gar nicht mein Anspruch. Zweckmäßig sollte es sein und das war es. Aber mit dem Bikini veränderte sich alles.
Für Sprünge ins Wasser ist es gut etwas zu tragen, das auch nach dem Sprung noch dort sitzt, so es sitzen soll. Der neue Bikini saß fest. Ich fühlte mich sicher und ja, ich fühlte mich auch mutig, mit meiner Figur einen Bikini zu tragen. Ich sah, dass die Menschen schauten und manche tuschelten auch. Besonders viel getuschelt wird, wenn ich vom Beckenrand ins kopfüber ins Wasser springe. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob das, was ich da nun seit Jahren veranstalte ein eleganter Kopfsprung oder eher ein irgendwie-ins-Wasser ist. Aber es ist auch kein Bauchplatscher. Der würde ohnehin nicht so viel Spaß machen, weil das schließlich weh tut.
Meinen ersten Kopfsprung im Erwachsenenalter machte ich am Bodensee. Ich liebe es, im Freiwasser zu schwimmen und ganz besonders liebe ich es, wenn es Plattformen gibt, auf denen man eine Pause machen und den anderen Leuten bei ihren Gesprächen zuhören kann. In meinem Lieblingsbad gibt es sowas und schon seit meiner Kindheit bin ich gerne dorthin geschwommen. Ich fand es auch immer cool, wenn die Menschen von der Plattform aus in den See sprangen, um zurück ans Ufer zu schwimmen. Ein Kopfsprung ist auf jeden Fall noch mal ne Ecke cooler, als mit der Hand an der Nase und den Füßen zuerst ins Wasser zu springen. Ich glaube, ich nahm bis zu dem Tag, an dem ich den neuen Bikini hatte, meist die Leiter.
Elegant war es ganz sicherlich nicht, als ich das erste Mal kopfüber ins Wasser sprang. Es waren auch nicht viele Leute da, die das sehen konnten, sonst hätte ich mich gar nicht getraut. Es hat schon seine Vorteile, eine schlecht-Wetter-Schwimmerin zu sein. Aber auch wenn es ein erster, noch schüchterner und ungelenkter Versuch war, es fühlte sich grandios an. Vermutlich brannte die Haut an Brust oder Bauch vom harten Aufprall ins Wasser, aber schon beim ersten Sprung mit dem Kopf voran ins Wasser ahnte ich, wie elegant das irgendwann mal werden könnte und genoß die Geschwindigkeit, mit der ich durchs Wasser schoss. Der Bikini saß an Ort und Stelle, alles war, wie es sein sollte. Also wiederholte ich das Vergnügen, einmal, zweimal, immer wieder. Irgendwann war ich so mutig, es auch an einem sonnigen Tag zu tun, so dass andere Menschen mich springen sehen konnten. Was sie darüber sagten, hörte ich nicht, denn ich schwamm einfach weiter, als wäre es das Normalste von der Welt. Innerlich fand ich mich total cool.
Wenn ich fortan im Schwimmbad Kopfsprünge machte, dann sah ich oft Blicke. Es ist nicht üblich, dass erwachsene Frauen ins Wasser springen und Dicke schon gar nicht. Schade eigentlich, denn es macht Spaß! Ich mag es nicht, dabei eine Schwimmbrille zu tragen, denn der Aufprall auf dem Wasser, drückt mir diese zu fest ins Gesicht. Aber ich mag die Vorstellung, dass der Sprung einer dicken Frau ins Wasser ein emanzipatorischer Akt ist, denn es gibt keinen Grund dafür, es nicht zu tun. Ich sehe, dass die Menschen schauen, ich kann nur ahnen, was sie denken. Aber ich freue mich über jeden Erwachsenen, der oder die es mir anschließend nachmacht und das passiert schon hin und wieder.
Vor lauter Kraulen üben, habe ich das Springen in den letzten Monaten vergessen. Als ich heute im Freibad war, fiel es mir wieder ein. Ich konnte nur 35 Minuten einigermaßen Bahnen ziehen, danach war es zu voll. Doch ich konnte mich noch nicht so recht vom Wasser verabschieden. Ich zögerte kurz, als ich die Schwimmbrille in die Tasche packte. Gehen oder bleiben? Es war ein heißer Tag und das kühle Nass war herrlich. Das Freibad war voller Menschen und auch an schaut-her-was-für-ein-toller-Hecht-ich-bin-Aktionen mangelte es nicht. Warum sollte ich den männlichen Teenagern den Beckenrand überlassen? Sie kamen gar nicht auf die Idee, mir Platz zu machen, ich drängelte mich dazwischen und sprang. Mir doch egal, was sie dachten. Natürlich konnte ich nicht so oft wie sie springen, denn im Gegensatz zu den kleinen Kraftprotzen, musste ich zur Treppe schwimmen, um aus dem Becken zu kommen. Nach ein paar Sprüngen wichen sie zur Seite. Der Beckenrand gehört nicht nur den Hechten und als ich sah, dass zwei weitere Frauen nun auch Anstalten machten, ins Wasser zu springen, jubilierte ich.
Solltest du es noch nie versucht oder schon länger nicht mehr gemacht haben: Spring! Es ist wunderbar!
(Die Sache mit dem Bikini kommt dir bekannt vor? Das kann sein, denn die Bikinigeschichte habe ich schon mal 2019 für das Blog der BH Lounge aufgeschrieben.)
Das mit mir und dem Schwimmen begann mit den Kopfsprüngen. Ich hatte zwar bereits als Teenie Michael Groß beim Training angeschmachtet, geriet schon in früher Kindheit beim Anblick von […]
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Mit dem Kopf voran
Das mit mir und dem Schwimmen begann mit den Kopfsprüngen. Ich hatte zwar bereits als Teenie Michael Groß beim Training angeschmachtet, geriet schon in früher Kindheit beim Anblick von Synchronschwimmerinnen in Entzücken und war auch mal in einen Schwimmer verliebt, aber dass das mit dem Schwimmen und mir wirklich was Ernstes, werden würde, begann erst viel, viel später.
Es begann genauer gesagt mit einem gut passendem Bikini*. Das war so eine Erleichterung, endlich das Passende zu tragen – das kann man sich vermutlich gar nicht vorstellen, wenn man einen unkomplizierten Körper hat und einfach in ein Geschäft gehen kann, um sich etwas zum Anziehen zu kaufen. Mein Körper ist schwieriger einzukleiden, weil ich eine große Größe trage. Vor dem Bikini hatte ich halt irgendwelche Badesachen. Nichts, in dem ich mich wirklich wohl fühlte, doch das war auch gar nicht mein Anspruch. Zweckmäßig sollte es sein und das war es. Aber mit dem Bikini veränderte sich alles.
Für Sprünge ins Wasser ist es gut etwas zu tragen, das auch nach dem Sprung noch dort sitzt, so es sitzen soll. Der neue Bikini saß fest. Ich fühlte mich sicher und ja, ich fühlte mich auch mutig, mit meiner Figur einen Bikini zu tragen. Ich sah, dass die Menschen schauten und manche tuschelten auch. Besonders viel getuschelt wird, wenn ich vom Beckenrand ins kopfüber ins Wasser springe. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob das, was ich da nun seit Jahren veranstalte ein eleganter Kopfsprung oder eher ein irgendwie-ins-Wasser ist. Aber es ist auch kein Bauchplatscher. Der würde ohnehin nicht so viel Spaß machen, weil das schließlich weh tut.
Meinen ersten Kopfsprung im Erwachsenenalter machte ich am Bodensee. Ich liebe es, im Freiwasser zu schwimmen und ganz besonders liebe ich es, wenn es Plattformen gibt, auf denen man eine Pause machen und den anderen Leuten bei ihren Gesprächen zuhören kann. In meinem Lieblingsbad gibt es sowas und schon seit meiner Kindheit bin ich gerne dorthin geschwommen. Ich fand es auch immer cool, wenn die Menschen von der Plattform aus in den See sprangen, um zurück ans Ufer zu schwimmen. Ein Kopfsprung ist auf jeden Fall noch mal ne Ecke cooler, als mit der Hand an der Nase und den Füßen zuerst ins Wasser zu springen. Ich glaube, ich nahm bis zu dem Tag, an dem ich den neuen Bikini hatte, meist die Leiter.
Elegant war es ganz sicherlich nicht, als ich das erste Mal kopfüber ins Wasser sprang. Es waren auch nicht viele Leute da, die das sehen konnten, sonst hätte ich mich gar nicht getraut. Es hat schon seine Vorteile, eine schlecht-Wetter-Schwimmerin zu sein. Aber auch wenn es ein erster, noch schüchterner und ungelenkter Versuch war, es fühlte sich grandios an. Vermutlich brannte die Haut an Brust oder Bauch vom harten Aufprall ins Wasser, aber schon beim ersten Sprung mit dem Kopf voran ins Wasser ahnte ich, wie elegant das irgendwann mal werden könnte und genoß die Geschwindigkeit, mit der ich durchs Wasser schoss. Der Bikini saß an Ort und Stelle, alles war, wie es sein sollte. Also wiederholte ich das Vergnügen, einmal, zweimal, immer wieder. Irgendwann war ich so mutig, es auch an einem sonnigen Tag zu tun, so dass andere Menschen mich springen sehen konnten. Was sie darüber sagten, hörte ich nicht, denn ich schwamm einfach weiter, als wäre es das Normalste von der Welt. Innerlich fand ich mich total cool.
Wenn ich fortan im Schwimmbad Kopfsprünge machte, dann sah ich oft Blicke. Es ist nicht üblich, dass erwachsene Frauen ins Wasser springen und Dicke schon gar nicht. Schade eigentlich, denn es macht Spaß! Ich mag es nicht, dabei eine Schwimmbrille zu tragen, denn der Aufprall auf dem Wasser, drückt mir diese zu fest ins Gesicht. Aber ich mag die Vorstellung, dass der Sprung einer dicken Frau ins Wasser ein emanzipatorischer Akt ist, denn es gibt keinen Grund dafür, es nicht zu tun. Ich sehe, dass die Menschen schauen, ich kann nur ahnen, was sie denken. Aber ich freue mich über jeden Erwachsenen, der oder die es mir anschließend nachmacht und das passiert schon hin und wieder.
Vor lauter Kraulen üben, habe ich das Springen in den letzten Monaten vergessen. Als ich heute im Freibad war, fiel es mir wieder ein. Ich konnte nur 35 Minuten einigermaßen Bahnen ziehen, danach war es zu voll. Doch ich konnte mich noch nicht so recht vom Wasser verabschieden. Ich zögerte kurz, als ich die Schwimmbrille in die Tasche packte. Gehen oder bleiben? Es war ein heißer Tag und das kühle Nass war herrlich. Das Freibad war voller Menschen und auch an schaut-her-was-für-ein-toller-Hecht-ich-bin-Aktionen mangelte es nicht. Warum sollte ich den männlichen Teenagern den Beckenrand überlassen? Sie kamen gar nicht auf die Idee, mir Platz zu machen, ich drängelte mich dazwischen und sprang. Mir doch egal, was sie dachten. Natürlich konnte ich nicht so oft wie sie springen, denn im Gegensatz zu den kleinen Kraftprotzen, musste ich zur Treppe schwimmen, um aus dem Becken zu kommen. Nach ein paar Sprüngen wichen sie zur Seite. Der Beckenrand gehört nicht nur den Hechten und als ich sah, dass zwei weitere Frauen nun auch Anstalten machten, ins Wasser zu springen, jubilierte ich.
Solltest du es noch nie versucht oder schon länger nicht mehr gemacht haben: Spring! Es ist wunderbar!
(Die Sache mit dem Bikini kommt dir bekannt vor? Das kann sein, denn die Bikinigeschichte habe ich schon mal 2019 für das Blog der BH Lounge aufgeschrieben.)
Das mit mir und dem Schwimmen begann mit den Kopfsprüngen. Ich hatte zwar bereits als Teenie Michael Groß beim Training angeschmachtet, geriet schon in früher Kindheit beim Anblick von […]
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#buchmessezuhause ist eine super Gelegenheit, euch mein Buch #abschaffungderproblemzonen vorzustellen, das ich in einem (noch) kleinen aber feinen Verlag @Texteundtextilien veröffentlicht habe.
Ich habe vorher schon einige Bücher bei großen Verlagen herausgegeben, aber diese Buch ist gleichzeitig so politisch wie persönlich, dass ich mich bewusst für die gute Zusammenarbeit mit Lektorin und Verlegerin Constanze entschieden habe.
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#körperakzeptanz #bodyneutrality
#sehgewohnheitenBin gerade begeistert: suche in der Bilddatenbank von Canva nach einem Bild von einer dicken Frau. Während früher da nur frustrierte, alte dicke Frauen zu sehen waren, sehe ich jetzt schöne dicke Frauen, junge dicke Frauen mit coolem bauchfrei Look. Ok, es gibt immer noch wahnsinnig viele Bilder mit Sport und unglücklichem Gesicht. Aber es hat sich schon was getan!
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#körperakzeptanz #bodyneutrality
#sehgewohnheitenBin gerade begeistert: suche in der Bilddatenbank von Canva nach einem Bild von einer dicken Frau. Während früher da nur frustrierte, alte dicke Frauen zu sehen waren, sehe ich jetzt schöne dicke Frauen, junge dicke Frauen mit coolem bauchfrei Look. Ok, es gibt immer noch wahnsinnig viele Bilder mit Sport und unglücklichem Gesicht. Aber es hat sich schon was getan!
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#körperakzeptanz #bodyneutrality
#sehgewohnheitenBin gerade begeistert: suche in der Bilddatenbank von Canva nach einem Bild von einer dicken Frau. Während früher da nur frustrierte, alte dicke Frauen zu sehen waren, sehe ich jetzt schöne dicke Frauen, junge dicke Frauen mit coolem bauchfrei Look. Ok, es gibt immer noch wahnsinnig viele Bilder mit Sport und unglücklichem Gesicht. Aber es hat sich schon was getan!
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#körperakzeptanz #bodyneutrality
#sehgewohnheitenBin gerade begeistert: suche in der Bilddatenbank von Canva nach einem Bild von einer dicken Frau. Während früher da nur frustrierte, alte dicke Frauen zu sehen waren, sehe ich jetzt schöne dicke Frauen, junge dicke Frauen mit coolem bauchfrei Look. Ok, es gibt immer noch wahnsinnig viele Bilder mit Sport und unglücklichem Gesicht. Aber es hat sich schon was getan!
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#körperakzeptanz #bodyneutrality
#sehgewohnheitenBin gerade begeistert: suche in der Bilddatenbank von Canva nach einem Bild von einer dicken Frau. Während früher da nur frustrierte, alte dicke Frauen zu sehen waren, sehe ich jetzt schöne dicke Frauen, junge dicke Frauen mit coolem bauchfrei Look. Ok, es gibt immer noch wahnsinnig viele Bilder mit Sport und unglücklichem Gesicht. Aber es hat sich schon was getan!
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Ich sehe die Beitrage zum #rpRBF (#republica Ableger in Hamburg) und bin schon etwas krüsch, dass meine Session-Einreichung wieder nicht genommen wurde.
Wer also Lust hat, mich mal zum Thema #Scham" einzuladen, immer her damit.
Die Session ist ja vorbereitet und passt gut zum Themen wie #kapitalismus #patriarchat aber auch #körperakzeptanz oder #bodypositivity
Ich poste das hier, weil sich aus meinen regelmäßigen republica-Absagen schon schöne Sachen ergeben haben.
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Heute Abend spreche ich in einem Zoom-Inspirationstalk mit Dr. Antonie Post über #körperakzeptanz und #sichtbarkeit im Rahmen der Aktion #rotesKleid
"Warum wir nicht erst schlank sein müssen, um sichtbar zu sein"
Wann: Dienstag, 16.5. um 20 Uhr
Wo: Zoom (Link nach Anmeldung bis 18 Uhr auf https://rotes-kleid.de) -
#körperakzeptanz
#kleidung
#nähen
#sichtbarsein
#frauensichtbarmachen
#femaleempowermentWir haben es noch mal getan! Damit ihr Ostern was zu schmökern habt, gibt es jetzt die Ausgabe Nr. 2 des #roteskleid Magazins.
Viel Spaß beim Lesen!
Den Link zum Magazin findet ihr auf
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Für alle, die sich immer noch fragen, was es mit #rotesKleid auf sich hat:
Schaut hier:
rotes-kleid.deEs geht um:
#empowerment
#frauensichtbarmachen
#sewalong
#körperakzeptanzOder schmökert im Magazin
https://abschaffungderproblemzonen.de/rotes-kleid-magazin-1/ -
#empowerment
#frauensichtbarmachen
#sewalong
#körperakzeptanz3-2-1 in 3 Tagen startet das #rotesKleid Festival.
Zur Einstimmung auf das Festival, haben wir ein im wahrsten Sinne buntes Magazin gestaltet, dass gespickt ist mir Artikeln rund um rote Kleider, Weiblichkeit und Kreativität, mit Schnittmustervorschlägen inspiriert, die mögliche Angst vor roten Kleidern bespricht und vor allen Dingen Lust auf gemeinsam sichtbar werden macht.
https://abschaffungderproblemzonen.de/rotes-kleid-magazin-1/
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#empowerment
#frauensichtbarmachen
#sewalong
#körperakzeptanzNeuer Blogbeitrag darüber, wie die Idee zur Aktion #rotesKleid entstanden ist. Mit ganz vielen roten Kleidern von 2003 bis heute.
https://abschaffungderproblemzonen.de/2023/02/25/roteskleid/
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(1/2) Letztens googelte ich mich und lag dann verärgert wach, weil ich unter Hashtags wie #Körperakzeptanz nicht auffindbar war.
Also beschloss ich wieder mehr zu bloggen. Doch es sind nicht nur die fehlenden Hashtags, die mich unsichtbar machten.
Als ich 2014/2015 eine Kolumne über Körperakzeptanz auf stern.de weinte ich viel, denn Hater versuchten mich mundtod zu machen. Ich zog mich in eine flauschige Internet-Nische zurück und leckte meine Wunden.
https://abschaffungderproblemzonen.de/2023/01/11/hallohierbinich/
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Hallo, ich bin Meike Rensch-Bergner und #neuhier auf der norden.social Instanz.
In meinen Büchern und Podcasts geht es um #Körperakzeptanz, #Alter, #Kleidung und #Feminismus.
Diese Themen und Werte prägen auch meine tägliche Arbeit als Unternehmerin und Coach: Unter der Marke crafteln habe ich eine Online-Akademie aufgebaut. Dort unterrichte ich eine von mir entwickelte Methode, um für alle Körperformen gut passende Kleidung zu nähen.
Ich mag: #Schwimmen, #DIY, Kaffee und Bücher schreiben.
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Schlaflos in #Hamburg: überlege gerade, was wohl die besten Hashtags sind, um mich mit Menschen zu verbinden, die sich auch für #körperakzeptanz, #feminismus, #körper und #kleidung interessieren. Sowas wie #selflove oder #bodypositive ist ja weniger mein Vokabular.