#gregegan — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #gregegan, aggregated by home.social.
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As a mail subscriber to #AsimovsScienceFiction magazine, I get a vote in their 2025 reader's awards. It was fun to go back and re-read my favourite stories for the year to decide my rankings:
Best Novella:
1. Quantum Ghosts, #NancyKress
2. The Chronolithographer's Assistant, #SuzannePalmer
3. Spare Parts for the Mind, #GregEganBest Novelette:
1. Most Things, #RichLarson
2. On the Night Shift, #ZoharJacobs
3. The Fight Goes On, #HarryTurtledoveBest Short Story:
1. Catch a Tiger in the Snow, #RayNayler
2. Lolo's Last Run, #EMKerkman
3. Woolly, #CarrieVaughnBest Poem:
1. I Try to Explain the Concept of Teeth to My Alien Roommate, #RachelLintonBest Cover:
1. July/August, #MaurizioManzieri (attached image)- My subscription started after the Jan/Feb issue, so that got snubbed.
- For all that print #SciFi magazines are now extremely marginal commercially and culturally, this one at least still attracts some pretty great material (mixed in, admittedly, with some so-so stuff) including by veteran greats of the genre - Kress and Turtledove are still producing amazing work in their mid-late 70s!
- I found the Novella section hardest to trim down to 3, with narrow cuts for stories by T.R. Napper, Ted Kosmatka, and John Kessel.
- It was a great year for pets in SF stories, or maybe as a dog- and cat-lover I'm just sucker for them. I found a place in my heart for Lolo, Magritte, Goobler the miniature woolly mammoth, Sponge, and of course, the tiger in the snow! -
The most recent #AsimovsScienceFiction to appear in my mailbox features an absorbing cover future story from #GregEgan about a dementia sufferer's experimental brain implants that lead him to a partial recovery, but also highlights a world of techbro hype, conspiracy theories, and dubious intellectual property claims surrounding the technology. My favourite story in the collection was the beautiful, very short, 'Catch a Tiger in the Snow' by #RayNayler . Also nice to see a rare appearance of a New Zealand author in a #SciFi collection, #SeanMonaghan . @bookstodon #Bookstodon
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Los mejores libros que he leído en 2025
Año tras año (y ya van ocho) tengo la costumbre de publicar una entrada a finales de Diciembre recomendando las mejores series, películas, libros, juegos y música que he disfrutado durante los últimos doce meses. En 2025 tenía intención de hacerlo de nuevo, pero me dio muchísima pereza ponerme a rebuscar en el ámbito de series y películas (ya que fue un año bastante vacío en ese apartado), y también me generó un poco de bajón el ver mi wrapped musical lleno de canciones que […]https://fsolt.es/2026/01/los-mejores-libros-que-he-leido-en-2025/
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dear fedi #sciencefiction readers, i am looking for a next #book. to give you an idea what i might be looking for: i've just finished #peterwatts #rifters trilogy and i enjoyed it. my favorite piece of all time is #gregegan #permutationcity (it's still haunting me after all those years). at the other hand, i could not finish #murderbot. please feel free to throw at me anything, just don't send me to check goodreads! (sorry for tag spam, i am in a tight spot 😅)
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Chronique hebdomadaire écourtée cette semaine. J’ai pris conscience que le mode de la santé – hospitalisations ambulatoires et quelques inconvénients sans gravité – fonctionne dans une bulle dont la trame du temps est ralentie par rapport à nos quotidiens, une bulle faite d’attente et de sollicitations.
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L’eau de la Méditerranée était rafraîchissante samedi dernier, bien plus que nous n’y attendions. Les secouristes l’ont mesuré à 25° C. Malheureusement, alors que nous circulions du côté de Montpellier dans l’après-midi, nous découvrions avec effroi la fumée d’un incendie qui a ravagé 400 hectares du magnifique massif de la Gardiole.
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L’eau de la Méditerranée était rafraîchissante samedi dernier, bien plus que nous n’y attendions. Les secouristes l’ont mesuré à 25° C. Malheureusement, alors que nous circulions du côté de Montpellier dans l’après-midi, nous découvrions avec effroi la fumée d’un incendie qui a ravagé 400 hectares du magnifique massif de la Gardiole.
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L’eau de la Méditerranée était rafraîchissante samedi dernier, bien plus que nous n’y attendions. Les secouristes l’ont mesuré à 25° C. Malheureusement, alors que nous circulions du côté de Montpellier dans l’après-midi, nous découvrions avec effroi la fumée d’un incendie qui a ravagé 400 hectares du magnifique massif de la Gardiole.
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L’eau de la Méditerranée était rafraîchissante samedi dernier, bien plus que nous n’y attendions. Les secouristes l’ont mesuré à 25° C. Malheureusement, alors que nous circulions du côté de Montpellier dans l’après-midi, nous découvrions avec effroi la fumée d’un incendie qui a ravagé 400 hectares du magnifique massif de la Gardiole.
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L’eau de la Méditerranée était rafraîchissante samedi dernier, bien plus que nous n’y attendions. Les secouristes l’ont mesuré à 25° C. Malheureusement, alors que nous circulions du côté de Montpellier dans l’après-midi, nous découvrions avec effroi la fumée d’un incendie qui a ravagé 400 hectares du magnifique massif de la Gardiole.
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Science Fiction und Fantasy im August 2024
Ich fange mal, weil es einfacher ist, mit den beide Serien an, die ich im August angeguckt habe: Witcher Blood Origin (2022, Netflix) – eine solide gemachte Miniserie als Prequel zum Witcher, die viel Hintergrund einführt und erklärt.
Und die vierte und letzte Staffel der Umbrella Academy (2024, Netflix). Hier sind die Superheld:innen erst einmal ganz normale Menschen mit einem ganz normalen Leben, und erst nach und nach taucht „Marigold“ als Stoff, der ihnen spezielle Fähigkeiten verleiht, wieder auf. Diese schließende Staffel erklärt einiges, und endet dann (ohne jetzt zu viel zu verraten) außergewöhnlich und anders, als das bei Superheldencomicverfilmungen sonst der Fall ist. Wie schon in den Staffel davor: gut umgesetzt, leider teilweise ziemlich blutrünstig, großartiger Soundtrack und Szenen und Bilder, die in Erinnerung bleiben – etwa das U‑Bahn-Netz und auch das dortige Bistro, in dem Fünf Fünf und Fünf trifft. Die Teenager waren mit dem Ende unzufrieden – das sei auch noch dazu gesagt.
Dann zu den sieben Büchern, die ich im August gelesen habe.
Ombria in Shadow von Patricia A. McKillip ist bereits 2002 erschienen; bisher sagte mir weder die Autorin noch das Buch etwas. Irgendjemand (sorry, ich erinnere mich nicht mehr, wer es war) erwähnte das Buch auf Mastodon, das klang interessant – und ja, sehr schöne Fantasy. Eine Stadt, wohl ein Stadtstaat, mit Hafen und Tavernen und einem Schloss. Der Herrscher stirbt/wird umgebracht, seine Geliebte Lydea flieht. Domina Pearl, eine vampirartig gezeichnete uralte Verwandte, greift nach der Macht und übernimmt die Vormundschaft über den jungen Prinzen. Eine Schreckensherrschaft droht. Ombria ist eine Stadt, die eine Schattenwelt hat, in der eine gesichtslose Zauberin herrscht. Deren Gehilfin Mag fängt an, eigene Gedanken zu entwickeln und sich aus der Schattenwelt heraus einzumischen. Im Schloss steht Ducon Greve, unehelicher Neffe des toten Herrschers, vor der Frage, ob er Partei ergreifen soll – oder derjenige bleiben möchte, der durch dunkle Ecken streift und diese zu Papier bringt. Aus diesem Setting heraus entwickelt McKillip eine sprachlich sehr schön und mit Grautönen erzählte Geschichte über Rebellionen und die schwierige Arbeit, Normalität immer wieder herzustellen.
Die übrigen Bücher in diesem Monat waren dann alle Science Fiction. Loka (2024), die Fortsetzung von S.B. Divyas Meru ist ganz frisch erschienen und scheint mir gut in den Hopepunk-Trend zu passen, den ich gerade beobachte. Während Meru vor allem im Sonnensystem, auf dem namensgebenden Planeten und „an Bord“ eines lebenden Raumschiff-„Alloys“ (Alloys sind posthumane Cyborgs, die größtenteils im Weltraum leben) gespielt hat, ist der Ort von Loka zum großen Teil die Erde. Wir begleiten Akshaya – Hybrid einer menschlichen Mutter und eines Alloy-Vaters, für das Leben auf Meru angepasst – und ihre Freundin Somya – beim Versuch, die Anthropological Challenge zu meistern. Damit ist eine Reise rund um die Erde gemeint, und zwar ohne jede Unterstützung durch Alloys, nur mit dem, was Menschen vor dieser posthumanen Ära konnten. Sie machen sich mit Solarfahrrädern auf den Weg – und stellen bald fest, dass innerhalb des „Loka“, der von Alloys gemanagten Zone der Erde, eine solche Aktivität sehr skeptisch gesehen wird. Jenseits des Loka-Gürtels sind die Gebiete „out of bound“, in denen Menschen leben, die den Alloys – und posthumanen Menschen wie Akshaya – nicht unbedingt freundlich gesinnt sind. Neben einem Blick auf das, was einen lebenden Planeten ausmacht (und die im Weltraum aufgewachsene Akshaya überrascht), ist diese Reise auch eine Auseinandersetzung zwischen Akshaya und ihrer Mutter, und mit der Frage, wie weit Erwartungen und Wünsche der Eltern vorgeben, was deren Kinder einmal machen. Mir hat Loka letztlich sehr gut gefallen, obwohl ich anfangs angesichts des Formats einer Abenteuer-Reise rund um die Erde skeptisch war.
Um bei Dingen, die vielleicht Hopepunk sind, zu bleiben: auch Ken MacLeods Beyond the Light Horizon (2024) – der dritte Band seiner Lightspeed-Trilogie – hat insbesondere in der Beschreibung des Alltags fremder Welten (und in dem Alltag ganz normaler Menschen zwischen politischen Intrigen) Aspekte, die dazu passen. Prämisse dieser Trilogie ist zum einen, dass es seit langem eine Möglichkeit gibt, sich mit Überlichtgeschwindigkeit zu bewegen (aber obacht: ab und zu geraten dabei die Weltlinien durcheinander), dass diese aber von den großen Weltmächten geheim gehalten wird, und dass diese – ein Block rund um die USA und ein autokratischer Block – ebenso im Geheimen begonnen haben, fremde Planeten zu besiedeln. Die nach einer Revolution sozialistische Europäische Union (zu der auch Schottland gehört) ist erst spät in diesem Spiel dabei. Das alles ist mehr oder weniger die Geschichte der ersten beiden Bände; es kommen zudem künstliche Intelligenzen und seltsame Kristallwesen – den Fermi – vor, die gegen Ende des zweiten Bandes verschwinden. Im dritten Band taucht nun ein Sonnensystem auf, in dem intelligente Dinosaurier seit Millionen von Jahren ein Venus-Äquivalent besiedeln … und sie sind nicht die einzige intelligente Lebensform (man merkt, dass MacLeod mal als Biologe gearbeitet hat). MacLeod schließt in diesem dritten Band die eine oder andere offene Zeitschleife, bindet auch sonst zusammen, was zusammenzubinden ist, und schafft es trotzdem, am Schluss nochmal eine wirklich überraschende Wendung hinzukriegen. Insgesamt sind die drei Bände der Lightspeed-Trilogie damit eine runde und lesenswerte Sache.
Wer Space Opera mag, wird an Jonathan Strahans Anthologie New Adventures in Space Opera (2024) gefallen finden. Das Buch enthält in sich geschlossene Kurzgeschichten von Ann Leckie / Becky Chambers, Alastair Reynolds, T. Kingfisher, Charlie Jane Anders, Anya Johanna DeNiro, Yoon Ha Lee, Lavie Tidhar, Tobias S. Buckell, Arkady Martine, Aliette de Bodard, Seth Dickinson und Karin Tidbeck – und allein diese Liste an Namen zeigt sowohl die Bandbreite als auch die Qualität der hier versammelten Geschichten.
Eine ganz konkrete Konsequenz der Lektüre dieser Anthologie war bei mir, dass ich Ninefox Gambit von Yoon Ha Lee aus dem Jahr 2016 endlich mal gelesen habe – das lag schon lange in meinem (digitalen) Bücherstapel. Es geht hier um Space Opera, um posthumane Welten – und um ein Universum, in dem eine hochentwickelte Zahlenmystik es erlaubt, die Realität zu beeinflussen. Woraus sich beispielsweise grausame Waffen bauen lassen. Die Hauptperson Kel Cheris ist eine Soldatin der Hexarchie; die Kel sind eine der sechs Fraktionen, die dieses galaktische Imperium gemeinsam regieren – sie sind für das Militär zuständig, während Shuos eher geheimdienstlich unterwegs sind, Nirai die Geheimnisse des Universums erforschen usw. Gemeinsam mit einem lange toten Rebellen soll sie in einer geheimen Mission herausfinden, wie es in einer Weltraumfestung zu einem Aufstand kam – und den dort verwendeten Kalender wieder zu normalisieren. Die Prämissen und die darauf aufbauende Welt samt der Sprache des Buchs (es gibt beispielsweise keine Raumschiffen, sondern Motten …) ist erst einmal etwas schwer zugänglich; wenn sie akzeptiert wird, ist Ninefox Gambit aber packend – auch auf der Ebene der persönlichen Entwicklung von Kel Cheris. Neben Ninefox Gambit gibt es noch zwei Folgebände sowie eine Reihe von Kurzgeschichten aus dem selben Universum.
Apropos seltsame Prämissen: Greg Egan schreibt ja eh Romane, die davon leben, dass sie seltsame Prämissen ausbuchstabieren und in voller Konsequenz umsetzen. Morphotrophic (2024) macht das mit Wucht: jenseits des durchaus interessanten Plots ist es vor allem die Idee, die den Reiz dieses Buchs ausmacht: Zellen in Lebewesen sind unabhängiger und wandelbarer, als wir es kennen. Wenn sie nicht gut versorgt werden, mit genau dem richtigen Mix an Nährstoffen, gehen sie ein – oder verlassen den Körper. So beginnt das Buch damit, dass der Hauptperson ihr Arm fehlt, weil über Nacht eine ganze Reihe von Zellkolonien entschieden haben, ihr Glück woanders zu suchen. Und wer gute Zellen hat – oder neue dazugewinnt, lebt sehr lange. Das große Geheimnis in dieser Welt ist die Frage, wie Zellen dazu gebracht werden, bestimmte Körperteile zu bilden – und was eigentlich Bewusstsein und „ich“ ausmacht, wenn Teile des eigenen Körpers sich anderen anschließen können. Anregend (und gar nicht so weit weg, wie es scheint: ein paar Tage nach Lektüre des Buchs bin ich im Spektrum der Wissenschaft auf einen Aufsatz gestoßen, in dem über die Rolle elektrischer Signale für die Organentwicklung gesprochen wurde …).
Last but not least: The Fortunate Fall von Cameron Reed, 1996 unter dem heutigen Deadname der Autorin zuerst erschienen, jetzt als Klassiker des Cyberpunk wieder veröffentlich (und mit einem schönen Vorwort von Jo Walton versehen). Wir folgen in einer aus heutiger Sicht sehr posthumanen Welt einer „Kamera“, einer Frau, die mit zusätzlichen Implantaten aufgerüstet als Ein-Personen-Reporterin für eine der großen Sendeketten durch die Welt zieht und in Telepräsenz immersiv berichtet. Damit nicht jede Regung beim Publikum ankommt, arbeitet sie mit einer Cutterin zusammen – eine sehr intime Erfahrung. Die Kamera Maya Andreyeva ist keine Heldin, sondern wird nach und nach in einen größeren Konflikt hineingezogen. Gleichzeitig erfahren wir mehr darüber, was es mit dem Blocker in ihrem Kopf auf sich hat, der die in dieser Welt verbotene gleichgeschlechtliche Liebe (und mehr) unterdrückt. Das Buch – Walton spricht von warmherzigem Cyberpunk – steckt voller Ideen, die eine Welt zu Ende denken, in der Gehirne digital gekoppelt werden können. Am Schluss wurde es mir etwas zu theologisch, insgesamt aber ein Buch, das zu Recht als Cyberpunk-Klassiker gewertet werden soll, und das sich erstaunlich gegenwärtig liest.
#cameronReed #fantasy #gregEgan #jonathanStrahan #kenMacleod #patriciaAMckillip #rezension #sBDivya #scienceFiction #sf #umbrellaAcademy #witcherBloodOrigin #yoonHaLee
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CW: SPOILERS for Futurama and Permutation City
Sooo... as it was getting near the end of S11E10 of #Futurama (All The Way Down), I thought... they're not, are they?
And, yep, they did. They copied one of the plot points from @gregeganSF #GregEgan's #PermutationCity which came out in 1994.
So, my theory that #ScienceFiction moves from hardcore to mainstream in around thirty years is, once again, VINDICATED!
They'll rue the day they expelled me from the academy, those CLAMS!
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Irgendwie kam Ostern dazwischen (s.o.) – jedenfalls folgt hier nun Teil II zu meiner Vorfrühlingsleseliste. Teil I mit den Fantasy-Romanen, die ich gelesen habe, ist am 6. April erschienen.
In medias res: Richtig gut gefallen hat mir Ken MacLeods Beyond the Reach of Earth (2023), der zweite Teil seiner Lightspeed-Trilogie. Kurz zum Hintergrund: die beiden großen Blöcke, die kapitalistische Alliance rund um die USA und die Coordinated States (Russland, China) haben schon vor einigen Jahrzehnten eine Methode entdeckt, um U‑Boote in der Raumzeit zu bewegen und damit ferne Sterne zu erkunden. Auf dem erdähnlichen Stern Apis gibt es geheime Basen beider Blöcke. Im ersten Teil geht es vor allem darum, dass nun auch Wissenschaftler*innen der mehr oder weniger kommunistischen europäischen Union (inkl. Schottland) – MacLeod macht aus seinen politischen Sympathien kein Geheimnis – diese Technologie entdecken. Am Schluss stürzt die europäische Venus-Kolonie ab – und v.a. werden intelligente Außerirdische entdeckt. Was es mit diesen auf sich hat, warum das mit der überlichtschnellen Raumfahrt nicht ganz so einfach ist, wie es am Anfang aussah, und was europäische Siedler*innen so auf Apis erleben, davon handelt Teil II. Besonders aktuell die Rolle verschiedener Roboter und allgegenwärtiger AI-System-Assistenzen. Erfrischend anders als der Space-Opera-Mainstream, sehr plausibel beschrieben und trotzdem komplett abgedreht – und gerade deswegen lesenswert.
Zum Teil treffen diese Beschreibungen auch auf Annalee Newitz lang erwartetes Buch The Terraformers (2023) zu. In mehreren Zeitebenen (10.000 Jahre und ähnlich große Zeitspannen vom heute entfernt) erleben wir die Besiedlung eines im Auftrag eines großen, galaxienweit agierenden Konzerns terraformten Planeten, Wirtschaftsspionage, Intrigen, Aufstände der mehr oder weniger Sklaven-Klone, sehr viel Gen- und Biotechnik und irgendwie auch eine Utopie des vernetzten Zusammenlebens ganz unterschiedlicher Lebensformen. Das ist alles wunderbar ausgedacht – trotzdem hat mich einiges immer wieder aus dem Lesefluss geworfen; etwa die schon angesprochenen riesigen Zeiträume, quasi-unsterbliche Personen, aber auch das das Buch durchziehende tiefenökologische Konzept, das alle Lebewesen am großen Ganzen teilhaben (und durch eine Art Uplifting Intelligenz bekommen). Bei Kühen ist das noch irgendwie glaubwürdig, bei Insektenkolonien … nicht so? Auf jeden Fall interessant und beeindruckend, aber kein Buch zum Verlieben.
Malka Olders The Mimicking of Known Successes (2023) hat ebenfalls ein interessantes Setting, kommt aber nicht an ihre Infomocracy-Reihe heran. Die Erde ist verwüstet, die Überlebenden haben rund um Jupiter ein Eisenbahn- und Plattform-Ringsystem aufgebaut, auf dem dieses Buch – zunächst ein Kriminalroman – spielt. Die Hauptfiguren waren mal zusammen, es gibt politische Bewegungen, die sich zwischen nostalgischer Bewahrung der verlorenen Erde und Blick nach vorne bewegen, und insgesamt mag „cozy“ durchaus eine zutreffende Beschreibung sein. Ein recht kurzes, freundliches Buch (trotz mehrerer Todesfälle), eine innovative Szenarie, aber irgendwie fehlte mir etwas.
Andersherum ging’s mir mit Greg Egans Scale (2022). Hier war ich zwar auf das Setting neugierig – nebeneinander her lebende und z.T. miteinander interagierende Gesellschaften von Menschen ganz unterschiedlicher Größe, unter The Science of Scale gibt es auf Egans Website auch eine Herleitung davon, wie das wissenschaftlich plausibel gemacht wird; letztlich geht es um unterschiedliche inner-atomare Zusammensetzung – neben Elektronen und Muonen gibt es hier gleich acht unterschiedliche Leptonen, die jeweils bestimmte Eigenschaften haben und v.a. Maßen, die von 1 bis 128 reichen. Die Menschen unterschiedlicher Größe bestehen jeweils aus Atomen, die eine Art von Leptonen bevorzugen, und kommen entsprechend z.B. auch nur mit Wasser oder Nahrungsmitteln aus dieser Zusammensetzung klar. Entsprechend verhalten sich die Größen (mir ist nicht ganz klargeworden, ob die Kleinsten zu den Größten hier 1:8, 1:64 oder 1:128 ausmachen, es sind aber beachtliche Unterschiede). Zugleich ist die Dichte sehr unterschiedlich – kleinste und größte Menschen bestehen aus der gleichen Zahl von Atomen, wiegen also auch „das selbe“. Zeit läuft für kleinere Menschen viel schneller ab als für größere Menschen usw. Jedenfalls: das klingt alles erst einmal furchtbar kompliziert und herbeigedacht, aber Egan gelingt es, vor diesem Hintergrund nicht nur einen Krimi, sondern letztlich einen Thriller und einen Revolutionsroman zu schreiben. Das hat mich sehr positiv überrascht. Wer selbst reinlesen möchte, findet den – harmlosen – Anfang auf der oben verlinkten Website.
Weniger überzeugt haben mich zwei „klassische“ SF-Romane. Arkas’d World von James L. Cambias (2019) spielt auf einem Planeten, der ein Geheimnis birgt, auf dem Wesen aus sehr unterschiedlichen – aber doch irgendwie stereotypen – Alien-Kulturen zusammenleben; die Menschheit ist von einer dieser Kulturen unterworfen worden, der titelgebende Arkad als auf dem Planeten geborener Mensch auf der Flucht auf diesem Planeten hat etwas von tollpatschigem Auserwählten. Bis er stirbt und das Ganze einen metaphysischen Drall bekommt.
Und auch Count to a Trillion von John C. Wright (2011) war dann nicht so ganz meins. Ich glaube, ich habe irgendwo Walter Jon Williams und John C. Wright zusammengeworfen und zu einer Person gemacht – derjenige mit den wirklich schlimm reaktionären Ideen ist John C. Wright (sorry, W.J. Williams!). Jedenfalls gelingt es ihm, eine weit in der Zukunft liegende Erde vorzustellen, in der fast nur Männer wichtige Rollen spielen, in der kulturelle und ethnische Unterscheidungen hochgehalten werden, und in der historische Moden von der Antike über die Kreuzfahrer bis zum Cowboy-Western wiederaufleben, während gleichzeitig hochintelligente Computersysteme, interstellare Raumschiffe und die Verarbeitung von Antimaterie (sowie extrem überlegene Außerirdische) vorkommen. Das mag mal amüsant sein, aber warm geworden bin ich damit nicht, und die Agenda dahinter, ein Zurück zur guten alten Zeit, als Männer noch Männer und Untertanen noch Untertanen waren, gefällt mir überhaupt nicht.
#annalee-newitz #fantasy #greg-egan #james-l-cambias #john-c-wright #ken-macleod #malka-older #science-fiction #sf #walter-jon-williams
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CW: Sex, shagging, Simulation theory, kink
1. AHA - you fell into my devious #HACF trap:
https://en.wikipedia.org/wiki/Halt_and_Catch_Fire_(TV_series)
2. awhhh
3. Nah, more #GregEgan than #DennisETaylor
tbh, that's a pretty solid core subset!