#flachenschutz — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #flachenschutz, aggregated by home.social.
-
Der Emmauswald – einen größeren hat Neukölln nicht
Fast vier Hektar groß ist der Emmauswald (PDF-Steckbrief hier) und damit der größte Wald Neuköllns. Knapp außerhalb der Ringbahn und nördlich der in diesem Abschnitt im Tunnel geführten A100 gelegen, ist er eine grüne Oase mitten im dicht bebauten Bezirksnorden.
Doch er ist bedroht, das Tochterunternehmen Buwog des Wohnkonzerns Vonovia möchte auf dem Areal und einer angrenzenden Freifläche rund 580 Wohnungen errichten, drei Viertel davon Eigentumswohnungen, der Rest Sozialwohnungen.
„Der Emmauswald ist eine der Flächen, die wir im Rahmen der Kampagne in den letzten und nächsten Monaten aufsuchen werden“, sagt am sonnigen Donnerstagnachmittag Andrea Gerbode, Vorstandsmitglied des BUND Berlin. „Grüne Flächen retten – Hitzeschutz jetzt“ – so lautet der Name der Kampagne, die den weiter anhaltenden Flächenfraß in Berlin möglichst beenden soll.
„Diese Flächen stehen exemplarisch für viele Flächen in der Stadt, die gefährdet sind durch Bebauung. Ob nun Wohnbebauung, Gewerbe, Infrastruktur, soziale Infrastruktur, Verkehr“, sagt Gerbode. Sie ist dabei umringt von an die 50 Teilnehmenden der Tour über das Areal.
„Es sind viele Flächen, die auf dem Radar stehen. Mittlerweile sind es ja auch 24 Stadtquartiere, die gebaut werden sollen“, ruft Gerbode in Erinnerung. Gestartet worden ist die Kampagne auf dem Tempelhofer Feld. Nächste Station war Späthsfelde. Der Emmauswald ist der dritte Stopp – in den nächsten Monaten folgen weitere.
Bindeglied all dieser Flächen sei nicht nur der Umstand, dass sie bebaut werden sollen, sondern dass sie auch sehr strukturreich sein. Dieser Abwechslungsreichtum macht sie besonders wertvoll für die Artenvielfalt.
Alle Fotos: BUND Berlin/Rick Heger
Einfach nur gegen Wohnungsbau ist der BUND Berlin nicht. „Wir zeigen auch Alternativen auf; nämlich wo kann bebaut oder nachverdichtet werden kann“, so Gerbode. Dazu gehören bereits versiegelte Flächen oder die Umwandlung nicht mehr benötigter Gewerbeflächen zu Wohnungen.
Andrea Gerbode hat zwei Ämter, sie ist auch Vorsitzende der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN). “ Seit Jahren müssen wir beobachten, wie Flächen salamitaktikmäßig verloren gehen“, sagt sie allgemein für die Berliner Naturschutzverbände gesprochen.
„Wir arbeiten uns mühsam in Stellungnahmen an jedem Planvorhaben ab und wir haben natürlich auch einen gewissen Schutz, wie hier zum Beispiel nach dem Landeswaldgesetz oder besonders geschützte Biotope. Aber in der Abwägung fallen die Flächen doch immer wieder hinten runter“, schildert sie die bitteren Alltagserfahrungen. Deshalb sei die Idee entstanden, „dass wir diese Gesamtheit der Flächen auch noch mal in dieser Kampagne vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus thematisieren möchten“.
Mit auf der Tour ist auch Jochen Biedermann. Der Grünen-Politiker ist Neuköllner Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr. Bis 2023 habe der Bezirk die Aufstellung eines Bebauungsplans für das ehemalige Friedhofsareal betrieben. Als sich 2023 allerdings zeigte, dass es in der Bezirksverordnetenversammlung nicht die nötige Mehrheit für den Beschluss des B-Plans, sei es in seinen Augen sinnlos gewesen, die Arbeit daran fortzuführen. „Die Reaktion der Senatsverwaltung für Stadtentwicklungwar, diesen Bebauungsplan an sich zu ziehen und zu sagen: Dann machen wir es halt statt dem Bezirk“, berichtet Biedermann.
„Die Senatsverwaltung kann den Bebauungsplan offensichtlich auch nicht schnell fertigstellen“, so Biedermann. „Seit Ende 2023 ist ja schon einige Zeit vergangen“, unterstreicht der Stadtrat. Ganz raus aus dem Verfahren ist der Bezirk allerdings nicht. „Wir sind über das Umwelt- und Naturschutzamt immer noch zumindest mit Stellungnahmen daran beteiligt und bringen uns da natürlich auch kritisch ein“, so der Grünen-Politiker.
„Ich bin aber nach wie vor der Meinung über die Frage, ob hier bebaut werden soll oder nicht, sollte vor Ort, sollte lokal entschieden werden und deswegen sollte auch die Zuständigkeit für diesen Bebauungsplan meiner Ansicht nach wieder zurück an den Bezirk Neukölln gehen“, unterstreicht er.
Dass noch nicht die Bagger angerollt sind, liegt vor allem am starken Engagement von Anwohnenden gegen die Bebauung. Der Widerstand organisiert sich in der Initiative „Emmauswald bleibt“. Deren Mitglieder Alina und Judith führen die Gruppe tiefer ins Gelände zu einer rund 250 Jahre alten knorrigen Eiche. „Seit fast vier Jahren sind wir dabei, den schönen Emmi zu schützen“, sagen sie.
„Nach der letzten Zählung, die 2010 war, gibt es hier über 800 Bäume“, berichten sie. „Das ist ein Schatz, auf dem wir uns hier befinden.“ Bis in die 1980er Jahre ist hier noch bestattet worden.
2022 sei die Initiative mit Mitgliedern des Bezirksparlaments ins Gespräch gekommen. „Glücklicherweise sind wir da auf total offene Ohren gestoßen und haben damals vor allem mit der CDU und mit den Grünen und den Linken ganz, ganz viel gewuppt, ganz viele Gespräche geführt“, berichten Alina und Judith.
2024 stellten die Berliner Forsten offiziell fest, dass das Gelände „Waldeigenschaft“ habe. „Das war für uns mega, weil das einfach nochmal die Bedeutung des Waldes hervorgestellt hat – und es war auch medienwirksam“, sagen die beiden Aktivistinnen. „Die Leute haben sich noch mehr für den Wald interessiert, weil wir ihn ja jetzt auch deklarieren konnten als Neuköllner Wald.“
Bei dem Versuch, die Bebauung voranzutreiben stellte die Stadtentwicklungsverwaltung jedoch fest, dass unter anderem die vorbeiführende A100 ein Problem ist. Denn laut einem lange existierenden Bundesgesetz muss Bebauung einen relativ großen Abstand zu Autobahnen halten, selbst wenn diese – wie in diesem Fall – in einem Tunnel verläuft. Es wurde umgeplant – die Hälfte des Emmauswaldes soll nach der aktuellen Vorstellung nicht bebaut werden, der Rest dafür umso höher und dichter.
„Und der Rest, da wo wir jetzt stehen, da wo auch diese alte Eiche steht, leider auch der ökologisch etwas wertvollere Teil des Waldes, der wird bebaut“, berichten Alina und Judith über den Plan. „Die Eigentumswohnungen sollen natürlich schön im Waldteil platziert werden. Und die Sozialwohnungen sollen an die vielbefahrene Straße“, kritisieren sie.
Dass etwas mit den Prioritäten in Berlin nicht stimmt, verdeutlichen sie an einem Beispiel: „Pro Einwohner in Neukölln gibt es fast zehn Quadratmeter Parkplatzfläche, aber nur fünf Quadratmeter Grünfläche.“
„Redet mit den Leuten, erzählt ihnen vom Wald und nutzt einfach eure Stimme, um für die Menschen und für die Tiere aufzustehen, die das vielleicht nicht machen können“, fordern die beiden. „Das ist das, was uns wirklich mega ankotzt, ist das, wenn wir die Wohnungsnot gegen Klimaschutz ausspielen. Das sind beides super, super wichtige Sachen und ich bin davon überzeugt, dass die Zeiten der einfachen Lösungen vorbei sind.“
Wie wertvoll die Fläche ist, hatte zuvor Janna Einöder, Referentin für Stadtgrün des NABU Berlin erläutert. „Wir merken es hier sofort: Der Wald gibt uns schon ein bisschen Kühle, wir hören ein paar Tiere, ich glaube den Habicht haben wir eben gehört, ein paar Meisen habe ich schon gehört, hier seht ihr eine fantastisch blühende Weide und so weiter und so fort“, sagte sie nach nur wenigen Schritten in das Areal. Es gebe auch noch sehr, sehr viele weitere Tiere und Pflanzenarten, die man vielleicht jetzt nicht sieht und hört.
„Friedhofsflächen sind sowieso extrem ökologisch wertvolle Flächen in Berlin“, unterstreicht die Naturschützerin. „Zum Glück haben wir noch sehr viele davon.“ So wichtig und so ökologisch wertvoll seien die Friedhöfe, weil sie „durch ihre Art und Weise für die Natur einfach sehr störungsarm sind“.
„Sie haben sehr, sehr viele Strukturen, zum Beispiel Baumalleen, Strauchpflanzungen, natürlich die Grabbepflanzung auch, alte Gemäuer, man denkt vielleicht an Mausoleen“, führt Einöder aus. „Und immer da, wo viele Strukturen sind, finden eben auch viele Arten Platz. Und auf dieser Fläche hier im Emmauswald war nicht nur ein Friedhof, sondern ist eben jetzt ein Wald entstanden.“
Janna Einöder ist wirklich begeistert: „Man kann diese schiere Power für das Stadtklima zum einen fühlen, aber auch sehen.“ Die Wirkung von Bäumen auf das Stadtklima sei bekanntlich enorm. Nicht nur wegen der Kühlung, sondern weil dort, wo sie wachsen auch Regenwasser versickern kann.
Und schließlich diene der Emmauswald auch der Erholung. „Und genau aus diesem Grund ist diese Fläche eben sehr wichtig für uns alle, für Mensch und Natur“, sagt Einöder und appelliert: „Aus dem Grund müssen wir uns unbedingt einsetzen, dass diese tolle und einzigartige Fläche erhalten bleibt für die Bürger in Neukölln, aber eben auch für Berlin und uns alle.“
Was man sich im Bezirk durchaus vorstellen kann wäre eine Bebauung nur der an den Mariendorfer Weg angrenzenden Grasfläche, berichtet Stadtrat Jochen Biedermann. Die BVV habe das im Februar auf Antrag der Grünen mit SPD und CDU zusammen auch noch mal bestätigt. Das Bezirksparlament sei schon seit mehreren Jahren sehr durchgehend konsistent: keine Bebauung hier auf dem Wald. „Deswegen geht es im Kern um die Frage, wie sich die Senatsverwaltung, also die SPD-geführte Verwaltung verhält“, so Biedermann.
Es sei eine seiner ersten Amtshandlungen als Stadtrat 2016 gewesen, überhaupt den Sozialwohnungsanteil von 25 Prozent festzuschreiben. „Grundsätzlich wäre es mir natürlich lieber, mit öffentlichen Wohnungsbauunternehmen zusammenzuarbeiten, als mit privaten Investoren, die dann bauen und dann im Zweifelsfall weiter veräußern“, sagt er.
„Wir haben hier einen Wald, wir haben hier eine dicht besiedelte Stadt drumherum, wir haben hier eine immer heißer werdende Stadt. Deswegen können wir diese Fläche gar nicht bebauen, sondern können höchstens gucken, was wir drumherum erreichen können“, stellt Julian Schwarze fest. Er ist Stadtentwicklungs-Experte der Grünen im Abgeordnetenhaus. „Aber genau diese Antwort, die wird so ignoriert. Und das ist ein ziemliches Desaster.“
Rational kann er sich gar nicht richtig erklären, warum insbesondere die SPD derart verbissen versucht, Bauprojekte durchzupeitschen, obwohl die objektiven Voraussetzungen für eine Umsetzung einfach nicht gegeben sind. Allein schon, dass man sich bereits mehrfach die Zielzahl von 20.000 neuen Wohnungen pro Jahr in Berlin gegeben habe, obwohl die Gesamtumstände so waren, „dass man froh sein kann, wenn man über 10.000 Wohnungen kommt“.
„Es geht ja nicht darum, zu sagen: es darf nicht mehr gebaut werden. Wenn, dann muss das Richtige gebaut werden“, sagt Julian Schwarze.
Andreas Faensen-Thiebes verweist in der Diskussion auf die Bodenschutz-Konzeption des Senats, derzufolge bis 2045 das Ziel der Netto-Null-Versiegelung erreicht sein soll. Es soll also kein einziger zusätzlicher Quadratmeter Boden mehr asphaltiert oder betoniert werden dürfen, außer eine mindestens gleich große Fläche wird dafür entsiegelt.
„Wenn man das erreichen will, muss man heute damit anfangen“, sagt Faensen-Thiebes. Denn Boden zu entsiegeln inklusive all der Einbauten unterhalb der Erdoberfläche sei extrem teuer und aufwändig. „Deswegen ist das einzige Mittel, wie man das Ziel erreichen kann, heute schon anders bauen, nicht mehr auf der Fläche bauen“, so der Naturschützer. „Das ist ein ganz eindeutiges Paradigma, das auf den Beschlüssen des Senats basiert.“
#A100 #Artenschutz #Bauen #Boden #Buwog #Emmauswald #Flächenschutz #Grüne #GrüneFlächenRettenHitzeschutzJetzt #Naturschutz #Neukölln #SPD #Stadtentwicklung #Stadtnatur #Vonovia #Wald #Wohnungsbau -
Tempelhofer Feld: Symbol für Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung in Berlin
Die Auftakt-Veranstaltung zur BUND-Kampagne „Grüne Flächen retten – Hitzeschutz jetzt!“ gegen die Bebauung von Freiflächen in Berlin am Freitagnachmittag ist auf reges Interesse gestoßen. Thema war der Wert des Tempelhofer Feldes. Die Veranstaltung fand unter freiem Himmel auf den Flächen des Gemeinschaftsgartens Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld statt. Zahlreiche Interessierte verfolgten die Informationsbeiträge und die Podiumsdiskussion und konnten sich mit eigenen Fragen in die Diskussion einbringen.
Zu Gast waren die Stadtentwicklungsexperten der Grünen- und der SPD-Fraktion, Julian Schwarze und Mathias Schulz, zudem Sebastian Bartels, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, Prof. Dr. Aletta Bonn, Berliner Landesbeauftrage für Naturschutz und Landschaftspflege sowie Andrea Gerbode, Vorsitzende der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN). Moderiert wurde die Runde von Tilmann Heuser, ehemaliger Geschäftsführer des BUND Berlin und Tempelhofer-Feld-Experte. Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Gabi Jung, Geschäftsführerin des BUND Berlin.
Naturschutz nachrangig bei Planungen
„Wir als Naturschutzverbände müssen bei der Beteiligung von Planvorhaben immer wieder feststellen, dass die Ziele des Natur- und Umweltschutzes, so wie sie ja eigentlich im Landschaftsprogramm vorgesehen sind, in der Planung weggewogen werden“, sagte Andrea Gerbode, Vorsitzende der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz.
Dass auch das Konzept der sogenannten Ausgleichsflächen letztlich nicht den Verlust an grünen Fleiflächen durch Bauprojekte kompensieren kann, erläuterte Gerbode am Beispiel des St.-Thomas-Friedhofs an der Hermannstraße. Der sei umgewidmet worden zu einer Grünfläche als Ausgleichsmaßnahme für den Bau des kürzlich eröffneten 16. Bauabschnitts der A100 zum Treptower Park.
Flächenverlust bedroht Artenvielfalt
„Aber im Ergebnis haben wir natürlich einen Flächenverlust. Wir haben einen Verlust an Biodiversität. Und wir haben natürlich keinen Ausgleich, sondern einfach nur eine Umwidmung einer Fläche“, verdeutlichte Gerbode. Und kam auf die Folgen zu sprechen: „Dieser Flächenverlust ist natürlich der Hauptgrund, warum Wildtiere und Pflanzen in Berlin aussterben. Davon betroffen sind und auf der Rote Liste stehen 75 Prozent der Amphibienarten, 40 Prozent aller Bienen- und Wespenarten und 30 Prozent aller Pilzarten.“
Tempelhofer Feld – auch ein Symbol für direkte Demokratie
„Das Tempelhofer Feld an sich ist mehr als eine Grünfläche. Und das ist auch das, worüber ich heute sprechen möchte“, sagte Anita Möller vom Vorstand der Initiative 100% Tempelhofer Feld e.V. „Es ist nämlich auch ein Symbol für die direkte Demokratie, für die Bürgerbeteiligung und für das Bürgerengagement in dieser Stadt. Und auch für das Vertrauen in Politik. 2014 haben wir den Volksentscheid gehabt, in dem eine klare Mehrheit gesagt hat, das Feld bleibt unbebaut“, führte sie aus.
„Seitdem sehen wir aber immer wieder das gleiche politische Muster: Der Volksentscheid wird relativiert und ignoriert. Es gibt Beteiligungsverfahren, Dialogwerkstätten, Ideenwettbewerb. Jedes Mal wird sich pro Feld ausgesprochen. Und trotzdem gibt es den Reflex einer ständigen Bebauung“, so Möller weiter.
Feld ist noch wertvoller geworden
„Die Zeit ist aber seit 2014 nicht stehen geblieben. Das Feld ist einfach noch wertvoller geworden. Es ist beliebter denn je. Die Besucherzahlen haben sich verdreifacht. Und an Tagen wie heute und auch ohne Events sind hier bis zu 90.000 Menschen“, berichtete Möller
„Eine Teilbebauung ist nicht möglich, weil dann zerstört man das gesamte System des Tempelhofer Feldes“, unterstrich sie. „Das Hauptproblem, das wir haben, ist, dass der Volksentscheid unterlaufen wird. Und das ist ein Angriff auf die Glaubwürdigkeit der Politik.“
SPD will Bebaaung weiter prüfen
Als einzige Person auf der Bühne sprach sich der SPD-Politiker Mathias Schulz für die Prüfung einer Teilbebauung des Tempelhofer Feldes aus. „Wir reden nicht über eine großflächige Randbebauung, wie das möglicherweise mal vor zehn oder noch länger Jahren der Fall gewesen ist. Ich finde, der Begriff Randbebauung löst auch ein Fehlbild, ehrlicherweise, aus“, sagte Schulz.
„Ich glaube auch, dass es irreal ist, dass das Feld einen relevanten Beitrag zur Entspannung der Wohnungsmarktsituation beiträgt, weil niemand darüber vorschlägt, hier 15.000 Wohnungen zu bauen“, so Schulz weiter. „Das würde ich auch nicht machen, weil ich es falsch finde. Aber da, wo es einen S-Bahnhof gibt, mit einer hohen Verdichtung, heute bereits in Tempelhof, mit einer guten Anbindung an den Verkehr, kann man über einen untergeordneten Beitrag möglicherweise etwas von Kompromiss reden.“
Im Verlauf der Diskussion ordnete Schulz das Tempelhofer Feld als eine langfristige Option für möglichen Wohnungsbau ein. „Wir haben hohe Flächenreserven in der Stadt, deswegen reden wir hier auch ja nicht, dass hier der nächste Bagger rollen soll, das ist ja völlig verrückt. Wir reden über Perspektiven von 15, 20 Jahren, noch länger hinaus.“ Es handele sich um „Perspektiven – da bin ich wahrscheinlich gar nicht mehr im Abgeordnetenhaus, wo hier überhaupt mal eine Realisierungsoption sein könnte.“
Senat muss Bürgerbeteiligung sicherstellen
Zudem erklärte er, dass nun der Senat am Zuge sei, die versprochene Bürgerbeteiligung bei einer Entscheidung über mögliche Wohnungsbaupläne zu gewährleisten. „Die Frage, ob was gemacht wird, ist ja gar nicht entschieden. Auch der Ideenwettbewerb war nicht dafür da, überhaupt zu entscheiden. Die Bürgerbeteiligung muss jetzt noch kommen, das ist vereinbart worden und dabei warte ich auch ein bisschen auf den Senat, was er dann Vorschläge macht. Das ist aber das, was vereinbart ist, dass wir natürlich den Volksentscheid, den es gibt, respektieren. Wir haben immer gesagt, wir werden das nicht mal eben im Parlament beschließen. Das ist auch nicht das, was vereinbart ist und deswegen warte ich auf den Vorschlag vom Senat, wie er das lösen möchte. Jetzt sind nur die Ziele da, was man sich vorstellen kann, ob das kommt, ist offen“, so Schulz wörtlich.
Grüne stabil gegen Bebauung
„Wir lehnen eine Bebauung des Tempelhofer Feldes ab und sprechen uns für die 100-Prozent-Variante des bisherigen Gesetzentwurfes aus“, unterstrich Julian Schwarze gleich zu Beginn seines Redebeitrags. Er ist stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus. „Es kann natürlich sein, dass in 10 Jahren, in 15 Jahren, in 5 Monaten die Stadtgesellschaft zusammen sagt, hier müssen wir einen Halbsatz ändern, weil da irgendwie was ermöglicht werden muss im Sinne einer Grünflächennutzung“, erklärte er.
Zur Debatte um eine Teil- oder Vollbepflanzung des Feldes mit Bäumen stellte er allerdings klar: „Es ist auch ein Naturraum, der in der Wiesenlandschaft nicht funktioniert, wenn ich da einen Wald draufpflanze. Und das hätte auch einen Effekt auf das Stadtklima. Weil es sich zwar als Wiesenfläche, wenn es wie heute sehr heiß ist, aufheizt, aber dann halt auch sehr schnell wieder abkühlt. Und das Tempelhofer Feld auch eine Frischluftschneise für die Stadt ist, die ich auch zerschneide, wenn ich an die Ränder Wohngebäude hinstelle.“
Großprojekte tragen wenig zum aktuellen Bedarf bei
„Es wird überall gebaut, es gibt große Baufelder, aber es wird so gut wie nichts fertig. Das ist jetzt auch gar kein Vorwurf, es ist einfach nur eine Feststellung“, sagte Sebastian Bartels, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins und führte als Beispiel das geplante Stadtquartier Blankenburger Süden an. „Ein großes Baufeld, das schon seit vielen Jahren in der Planung, in der Mache, in der Bürgerbeteiligung ist, da sollen 2029 die ersten Wohnungen bezugsfertig sein.“ Bis dahin vergingen also immer noch über vier Jahre. „Daran sieht man, dass die großen Baufelder in Berlin jetzt aktuell bei dem Bedarf, den wir haben, wenig nützen. Ich sage nicht gar nichts, aber sie nützen wenig.“
„Wir müssen eben in der Bestandsentwicklung weiterkommen. Also dort müssen die Lücken geschlossen werden, da muss der Abriss verhindert werden von leistbarem Wohnraum, da müssen versiegelte Flächen bebaut werden. Ja, die müssen tatsächlich auch gebaut werden, weil da jetzt Autos stehen und die nützen niemandem.“ Es gehe um ein Potenzial von zehntausenden Wohnungen in umnutzbaren Gewerbegebäuden allein innerhalb des S-Bahn-Rings. „Abriss muss verhindert werden, da entsteht nämlich nichts, was Sie und ich mir leisten könnten.“
„Wir brauchen diese symbolische Bebauung nicht“, so Bartels Fazit. „Unser Blick richtet sich eher so, oder meiner, wie Sie möchten, auf das riesige Gebäude.“
Naturkühlschrank Tempelhofer Feld
„Das Tempelhofer Feld ist tatsächlich die kälteste Fläche in ganz Berlin nachts und natürlich nicht tagsüber. Da ist dann so etwas wie ein Tiergarten, der bewaldet ist, wesentlich kühler. Deswegen unterstützen wir das als Fachbeirat auch, dass die Ränder tatsächlich Aufenthaltsqualität durch Gestaltung durch Grünflächen und vielleicht auch blaue Flächen haben können“, sagte Prof. Dr. Aletta Bonn, Berliner Landesbeauftrage für Naturschutz und Landschaftspflege.
Die kühlende Funktion des Feldes würde verloren gehen, wenn man hier Bäume pflanzen würde. Man braucht offene Flächen und auch Brachen. Bonn sehe den häufig negativ konnotierten Begriff Brache als sehr positiv an. „Ich zähle schon die ganze Zeit, wie viele Schmetterlingsarten ich hier sehe. Das ist einfach fantastisch. Das würde man sonst nicht haben.“
„Was mich auch fasziniert und weswegen ich gerne Berlinerin bin und was mich wirklich anrührt, ist, dass die Berliner für ihre Grünflächen eingestanden haben“, sagte sie mit Bezug auf den Volksentscheid zum Tempelhofer Feld. „Deswegen verstehe ich absolut das Argument, dass man sagt, wenn man daran rüttelt, das wäre ein absoluter Vertrauensverlust in die Politik.“
Der Central Park Berlins
„Man würde auch in New York nicht sagen, beim Central Park, naja, da könnte man so ein paar Häuser hinbauen. Dieses Tafelsilber sollten wir nicht zerstören. Das Tempelhofer Feld ist sowas wie der Central Park von Berlin“, verdeutlichte Bonn. „Und man sollte darauf stolz sein und das auch international feiern und auch wie hier gemeinsam Grünflächen gestalten wird und wie hier zum Beispiel auch positive Impulse rausgehen.“
Prof. Dr. Aletta Bonn thematisierte auch ein weiteres großes Versiegelungsprojekt in der Stadt: den geplanten Bau der Hochleistungsstraße TVO durch die Wuhlheide: „Möchte man noch einen Hitzedolch in die Stadt bauen? Möchte man noch mehr Autos in der Stadt haben? Trägt das zur Gesundheit, zur langfristigen, resilienten, gesunden Stadtentwicklung bei?“, fragte sie.
Leerstelle Flughafengebäude
Mehrere Redner*innen sprachen auch auch das in großen Teilen ungenutzte und unsanierte Bestandsgebäude des Flughafens Tempelhofs im Speziellen und im Allgemeinen die äußerst geringe Quote an Umnutzungen von Bestandsgebäuden.
„Da fehlt es unseres Erachtens nach schon an maßgeschneiderten Förderprogrammen. Die Bezirke müssten tatsächlich auf die Eigentümer zugehen. Aber auch der Senat müsste erstmal Förderprogramme auflegen“, sagte Sebastian Bartels vom Berliner Mieterverein. „Klar, Geld ist knapp, aber es wäre für einen guten Zweck. Denn was dort entstehen könnte, wäre dann nicht mehr auf der grünen Wiese nötig. Und insofern könnte man sogar diese Fördermittel binden oder knüpfen an eben sozial leistbare Mieten.“
Praktisch erläutert Grünen-Politiker Julian Schwarze, warum Umnutzungen nicht nur beim Tempelhofer Flughafengebäude nicht energisch angegangen werden: „Weil es einfacher ist, eine freie Fläche zu bebauen, als einen Bestand umzubauen oder mit einzelnen Lösungen in komplizierte Umgebungen reinzugehen ist es für viele immer reizvoller zu sagen, da kann ich vom Reißbrett planen, da steht nicht irgendwas im Wege, da ist nicht irgendein altes Gebäude, mit dem ich mich befassen muss.“ Es sei „sehr viel sinnvoller, den Bestand umzubauen“ und er frage sich auch „seit einer Weile, warum über das Tempelhofer Feld immer schön diskutiert wird und das Gebäude dann immer so stiefmütterlich an die Seite geschoben wird“.
In seinen Augen ein großer Fehler: „Das wird hinten raus nur noch teurer und in der Situation, in der wir jetzt sind, ist es noch fataler, diese Ressourcen nicht anzugehen und zu überlegen: Was geht?. Vielleicht ist sogar auch als Modellprojekt zu sehen, wie kombinieren wir das mit einem Denkmalschutz, der dem Klimawandel gerecht wird und nicht umgekehrt.“
Für SPD-Politiker Mathias Schulz liegt die unterlassene Nutzbarmachung vor allem am Berliner Geldmangel. „Das betrifft mehrere Großprojekte des Landes, das ICC ist auch so ein Ding, was hier an rumsteht, weil das Land kein Geld dafür hat, um es zu sanieren.“ Er sei gespannt, was im laufenden Wettbewerbsverfahren für eine private Beteiligung am ICC herauskomme. Für das Flughafengebäude sei ein Finanzierungsbedarf von über zwei Milliarden Euro für Sanierung und Herrichtung ermittelt worden. Dabei sei nur ein Bruchteil der Flächen im Gebäude überhaupt nutzbar.
Bauausstellung als Chance für eine resiliente Stadt
Aletta Bonn sieht in der für das Jahr 2034 ins Auge gefassten Internationalen Bauausstellung (IBA) eine große Chance, dieses Defizit in der Berliner Stadtentwicklung anzugehen. Am Donnerstag habe es dazu einen Workshop der Senatsstadtentwicklungsverwaltung gegeben. Man solle zum Beispiel im Rahmen der IBA einen Architekturwettbewerb für eine Nutzung des Flughafengebäudes andenken, schlägt sie vor, – „da gibt es dann ja auch Gelder“.
„Auf der grünen Wiese bauen, das ist ja einfach, das kann jeder, kann jede IBA“, sagte Bonn. „Wir wollen was Besonderes machen in Berlin, wir gehen in die Flächen, die eben gerade schwierig sind, wo es zum Beispiel Umweltgerechtigkeitsprobleme, Klimaprobleme gibt und so weiter“, schwebt ihr als generelle Ausrichtung der IBA vor. „Das heißt ja nicht immer, dass man irgendwas neu baut. Man kann umbauen und man kann aber auch Grünflächen, blau-grüne Infrastruktur bauen, damit unsere Stadt zukunftsresilient und vor allen Dingen auch absolut lebendig und lebenswert bleibt, auch bei einem sich erhitzenden Klima.“
Für SPD-Mann Mathias Schulz wäre eine Bauausstellung „eine wunderbare Chance“, wenn man sie richtig aufsetzt. Die Transformation der Stadt müsse eine „zentrale Rolle“ bei so einer IBA spielen. „Die Flächen, die versiegelt sind, die untergenutzt sind und so weiter und so mehr, die müssen angeschaut werden, wie wir da Stadt weiterentwickeln können“, unterstrich er. „Und das betrifft nicht nur Parkplatzflächen, das betrifft möglicherweise sogar ganze Straßen und auch ehemalige Autobahnen in der Stadt.“ Man könne „ruhig mutiger vorausdenken: Diese ehemalige A104 braucht eigentlich kein Mensch und da können wir uns durchaus Stadt weiterentwickeln und ein neues Stadtquartier entwickeln, wo wir auf versiegelten Flächen Wohnungen errichten. Der Rest wird begrünt und Freiraum sein.“
Gemeinschaftsgärten nicht dauerhaft gesichert
„Es gibt keinen anderen Ort in der Großstadt, in der Metropole, wo man sagt, ich gehe aufs Feld“, sagte zum Abschluss der Veranstaltung Kristin Hensel, Sprecherin des Vereins Allmende-Kontor. Bis auf die drei derzeit auf dem Feld existierenden seien keine weiteren Allmendegärten entstanden. „Würden mehr und mehr diese Flächen oder auch Almendegärten oder Gärten allgemein in der ganzen Stadt entstehen, glaube ich, wir wären also eine zufriedenere Stadt„, so Hensel weiter.
„Die urbanen Gärten, auch hier auf dieser Fläche, sind nach wie vor temporär. Wir haben zwar Wurzeln geschlagen, aber wir haben immer noch nur Jahresverträge. Also wir sind hier ebenfalls nicht gesichert“, berichtete sie. „Wir halten auf unserem Vereinskonto immer Rücklagen für einen möglichen Rückbau. Das ist der Zustand von urbanen Gärten, die in keinen Flächenkataster geführt sind, die immer nur temporär sind und die als erste sozusagen verschwinden, wenn irgendwelche Interessen kommen.“
#100THF #AlettaBonn #Artenschutz #Artenvielfalt #Bebauung #Berlin #Biodiversität #BLN #Bürgerbeteiligung #Flächenschutz #Grüne #GrüneFlächenRettenHitzeschutzJetzt_ #Grünflächen #JulianSchwarze #Klimakrise #Klimaschutz #mathiasSchulz #SPD #Stadtentwicklung #Stadtnatur #TempelhoferFeld #Versiegelung #Volksentscheid
-
Stadtgrün: Aufregung um den Gendarmenmarkt
Zur Eröffnung des Gendarmenmarkts im März nach zweijährigen Bauarbeiten setzte ein wahrer Shitstorm ein. Betonwüste, kein Grün, keine Bäume. Erstaunlich, mit welcher Vehemenz manchmal Dinge die Öffentlichkeit auf einmal beschäftigen, die eigentlich jahrelang absehbar waren. Die Planungen waren keine Geheimsache, dauerten berlinüblich weit über ein Jahrzehnt.
„Es ist gut, dass von vielen Menschen vehement mehr Begrünung in Berlin eingefordert wird. Mehr Bäume, Grün und Entsiegelung sind nicht nur ein Beitrag zur Klimaanpassung. Mehr Bäume und Grün können auch die Biodiversität erhöhen. Denn sie sind Lebensraum für viele Arten und können zu deren Erhalt beitragen“, sagt Gabi Jung, Geschäftsführerin des BUND Berlin.
Allerdings sagt sie auch, dass es „zu kurz geblickt“ sei, das alles jetzt am Gendarmenmarkt festmachen zu wollen, schließlich soll dieser Platz auch für Veranstaltungen geeignet sein. „Und auch solche Orte brauchen wir in Berlin“, unterstreicht Gabi Jung.
„Man muss das ganze größer betrachten. Es gibt allein In Mitte viele Bereiche, wo entsiegelt werden müsste. Zum Beispiel im Bereich vor dem Humboldt-Forum, in der überbreiten Leipziger Straße oder auch in der Spandauer Straße zwischen dem Fernsehturm und dem Marx-Engels-Forum“, so Jung weiter. Nicht nur dort gebe es viel mehr Potenzial, um einen in der Stadt spürbaren Unterschied zu machen.
Vorteile gibt es nicht nur bei der Klimaanpassung – also mehr Schatten und Kühlung durch Verdunstung. „Mehr Begrünung und Entsiegelung können auch für eine bessere Vernetzung bestehender Biotope wie kleine Parks sorgen. Sie sind dann sogenannte Trittstein-Biotope, die es Arten ermöglichen, zwischen den verschiedenen grünen Inseln in der Großstadt zu wandern“, sagt Gabi Jung. Das sei ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität in Berlin. Diese Zielsetzung war übrigens auch eine der wichtigen Triebfedern bei der Konzeption der 20 Grünen Hauptwege durch Berlin vor über 20 Jahren, an der der BUND Berlin intensiv beteiligt war.
„Wichtig ist der Erhalt von älteren Bäumen. Bis neue Bäume Funktionen wie Schatten erfüllen, vergehen 30 Jahre; bis zu Naturschutzfunktionen wie Bruthöhlen 60 bis 80 Jahre“, unterstreicht Gabi Jung noch ein wichtiges Anliegen des BUND Berlin. Viel zu oft werden im Zuge von Umgestaltungsmaßnahmen vitale ältere Bäume abgeholzt und durch Neupflanzungen „kompensiert“. Doch wichtige Funktionen sind dadurch über Jahrzehnte verloren.
Zu loben ist am Gendarmenmarkt der Umgang mit dem Regenwasser. Es soll gespeichert und versickert werden, anstatt in der Mischwasser-Kanalisation zu landen. „Das ist ein Beitrag zur Schwammstadt Berlin und reduziert auch die Überläufe in die Berliner Gewässer, die regelmäßig für Fischsterben sorgen“, lobt Gabi Jung. „Wegen der hohen Kosten der am Gendarmenmarkt gewählten Lösung kann das aber nicht die Standardlösung sein. Technisch einfachere und preiswertere Lösungen wie tieferliegende Baumscheiben oder Rigolen, also letztlich Gräben, in denen das Regenwasser versickern kann, sind im Regelfall das Mittel der Wahl“, so die Geschäftsführerin des BUND Berlin.
Hat Ihnen der Beitrag gefallen?
Wir haben Zeit und Geld investiert, um ihn zu verfassen. Spenden Sie oder werden Sie Mitglied, um unsere Arbeit zu unterstützen.
#Artenschutz #Bäume #Baumfällungen #Biodiversität #Flächenschutz #Gendarmenmarkt #GrünBerlin #Grundwasserschutz #Grünflächen #HumboldtForum #Klimakrise #LeipzigerStraße #Stadtnatur #Versiegelung #Wasser
-
@destatis Das ist spannend, aber erstmal gar nicht so schlimm wie bisweilen von #spdbeton und anderen kolportiert, sondern eher #gooodnews! Denn jeder Neubau braucht Ressourcen, versiegelt wertvolle Flächen, schadet #Biodiversität u.v.a. Daher der Grundsatz #SanierungVorNeubau!
#Flächenschutz #KeineEinfamilienhäuser #Suffizienz #Gebäudebestand -
😟 Petition zu einem wichtigen Thema:
👉 Der industrielle Abbau von Kohle, Sand, Kies, Gips, Basalt und anderen Gesteinen darf nicht mehr dazu führen, dass Menschen enteignet und die Natur auf Kosten künftiger Generationen unwiederbringlich zerstört wird. Wir fordern eine Reform!
-
Der Verein Pro Natur #Rimbach im #Odenwald kämpft für den Schutz von #Boden, #Wasser und #Natur. Wer mitmachen will, ist herzlich willkommen!
Hier geht's zur Website:
https://pro-natur-rimbach.de/ueber-uns✍️✍️✍️ Bitte unterschreibt die #Petition des Vereins für den Stopp des neuen Baugebiets "Verlängerung Bismarckstraße":
https://www.change.org/p/stoppt-die-gef%C3%A4hrdung-der-wasserversorgung-und-die-zersiedelung-der-wiesen-in-rimbach?recruiter=1307842919&recruited_by_id=7120b740-f30c-11ed-bd10-d9fd39a59c83&utm_source=share_petition&utm_campaign=share_for_starters_page&utm_medium=copylink#Flächenschutz #Bodenschutz #Boden #Artenschutz #Biodiversität #Naturschutz #Wasser #Rimbach #Odenwald #KreisBergstraße #Südhessen
-
Überblick über rechtsverbindlich festgelegte Gebiete zum Schutz von Natur und Landschaft in Deutschland.
Interessant u.a.: 26% Deutschlands sind #Landschaftsschutzgebiet. Nationales #Naturmonument ist flächenmäßig fast nur ehemalige innerdeutsche Grenze. #Nationalpark und #Biosphärenreservat gibt es insgesamt je nur 16 Stück.
#Naturschutz; #Landschaftsschutz; #Flächenschutz
Siegfried #Seibt - #Grundwissen #Jägerprüfung, S.369