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10 results for “uberkim”

  1. Shares übernimmt Treezor und baut so eine umfassende BaaS-Infrastruktur, die Konten, Zahlungen und Investment-Lösungen auf einer einheitlichen Plattform vereint. IT-Profis können sich auf modulare, regulierte White-Label-Finanzdienste freuen, die Innovation und schnelle Markteinführung ermöglichen.
    #Aktuell #Anwendung #BaaS #Fintech #treezor #Audio
    https://www.it-finanzmag...
    it-finanzmagazin.de/shares-bau

  2. Währungsstruktur 14.10.2026 – AUD übernimmt die Spitzenposition

    Währungsstärken zum Schlusskurs der 06:00-Uhr-H1-Kerze.

    Zur Wochenmitte verändert sich die Marktstruktur deutlich. Der Australische Dollar (AUD) gewinnt fünf Plätze und übernimmt mit einer Stärke-Kennzahl von 6,50 die Spitzenposition. Der Kanadische Dollar (CAD) verbessert sich ebenfalls und steigt auf Rang 2, während das Britische Pfund (GBP) Rang 3 behauptet.

    Besonders auffällig ist der Aufstieg des Neuseeländischen Dollars (NZD), der vier Plätze gewinnt und auf Rang 4 vorrückt. Die stärksten Gegenbewegungen zeigen der Japanische Yen (JPY) und der US-Dollar (USD): Beide verlieren jeweils sechs Plätze. JPY fällt auf Rang 7 zurück, USD auf den letzten Rang.

    Aktuelle Rangfolge

    1. 🇦🇺 AUD – Stärke-Kennzahl 6,50 (↑ +5)
    2. 🇨🇦 CAD – Stärke-Kennzahl 4,42 (↑ +2)
    3. 🇬🇧 GBP – Stärke-Kennzahl 4,08 (=)
    4. 🇳🇿 NZD – Stärke-Kennzahl 3,75 (↑ +4)
    5. 🇨🇭 CHF – Stärke-Kennzahl 2,58 (=)
    6. 🇪🇺 EUR – Stärke-Kennzahl 2,50 (↑ +1)
    7. 🇯🇵 JPY – Stärke-Kennzahl 2,17 (↓ −6)
    8. 🇺🇸 USD – Stärke-Kennzahl 2,00 (↓ −6)

    Die Währungsstärken beschreiben die aktuelle relative Stärkeverteilung der acht Hauptwährungen.

    Sie dienen innerhalb der TrendTechnik® als erster Filter trendtechnischer Analysen.

    Erst das Zusammenspiel aller Trendgesetze ermöglicht eine fundierte Einordnung der aktuellen Marktstruktur.

    Sie stellen weder Handelssignale noch Kursprognosen dar.

    TrendTechnik®-Fokus

    Besonders auffällig ist heute die gegenläufige Entwicklung von AUD und JPY. Während der Australische Dollar vom sechsten auf den ersten Rang steigt und die Spitzenposition übernimmt, fällt der Japanische Yen vom ersten auf den siebten Rang zurück.

    Zusätzlich verliert auch der US-Dollar deutlich an relativer Stärke und fällt vom zweiten auf den letzten Rang zurück, während CAD und NZD sichtbar an Boden gewinnen.

    Dadurch rückt das Währungspaar AUD/JPY heute für die weitere Strukturanalyse besonders in den Fokus.

    Die nachfolgende Grafik fasst die aktuelle Marktstruktur noch einmal übersichtlich zusammen.

    📚 Wenn dich interessiert, wie sich Marktstrukturen objektiv analysieren lassen, findest du regelmäßig neue Denkanstöße in unserer TrendTechnik®-Impulsreihe.

    #TrendTechnik #Währungsstruktur #Währungsstärken #Forex #Marktanalyse #Finanzmärkte

  3. Jingsi Wawrzyn-Lei wird Klinische Direktorin am Diak Klinikum
    Bisherige Pflegedirektorin der GFO Kliniken Rhein-Berg übernimmt im Februar 2027 die Nachfolge von Thomas Grumann in Schwäbisch Hall
    #BadenWürttemberg #DiakKlinikum #JingsiWawrzynLei #Klinikmanagement #Personalie #Pflegemanagement

    medconweb.de/blog/kliniknews/j

  4. Datatypes AmigaOS 3.x - Wie genial ist das denn bitte?

    In Zeiten, wo jeder Computerhersteller versucht die Kunden in sein Ökosystem zu zwingen, ist mir durchaus klar, warum weder Apple noch Microsoft so eine geile Funktion "Datatypes" in sein Betriebssystem integriert, bedeutet es doch ein gutes Stück "Kontrollverlust", wenn jeder einfach Datatypes dem System hinzufügen könnte.

    Was, Du hast keine Ahnung was Dataypes sind? Damit bist Du entweder noch ziemlich jung oder hast es einfach "vergessen". Wie auch immer, ich würde vermuten, dass 90% der aktuellen Computernutzer damit nichts mehr anzufangen wissen. Deswegen, schallt euch mal an, es geht zurück, zurück in die Zukunft! 😉

    Also nehmen wir mal ein klassisches Beispiel. Der Amiga, bzw. sehr viele Programme von eben diesem, haben seit min. drei Jahrzehnten keine Updates mehr bekommen. Und jetzt möchtest Du auf dem Amiga eine webp-Grafik anschauen? Oder noch ein weiteres Beispiel: Von wann genau war noch das PDF-Format?

    Was in den heutigen Ökosystemen macOS und Windows undenkbar wäre, war unter AmigaOS möglich. Nämlich mal eben eine neue Dateiendung zu etablieren, welches "jedes installierte Programm" ohne Update(!) von Anfang an unterstützt.

    Und genau hier kommen eben Datatypes ins Spiel!

    Normalerweise muss ein Entwickler in sein Programm (Textverarbeitung oder Bildanzeige) genau einbauen, welche Dateiformate er unterstützt und öffnen kann. Wenn ein Bildbetrachter nur BMP versteht, kann er kein JPEG oder PNG öffnen. Kommt ein neues Bildformat auf den Markt - wie beispielsweise webp -, musst Du warten und hoffen, dass der Entwickler sein Programm aktualisiert.

    Beim Amiga läuft das genau anders herum. Eine "Erweiterung des des Betriebssystem übernimmt die Verwaltung. Das Grafik-Programm sagt zum Betriebssystem: "Ich bin ein Bildbetrachter. Gib mir die Pixel dieser Datei. Das Betriebssystem schaut in den Ordner "Datatypes" und sucht den passenden "Übersetzer" für diese Datei (z.B. den webp-Datatype). Der Datatype packt die Datei aus, wandelt sie in ein standardisiertes Format um und reicht sie an das Programm weiter - fertig!

    Wenn ein neues Bildformat erfunden wird, musst du nicht X diverse Programme aktualisieren. Beim Amiga installierst einfach den neuen Datatype, wenn es ihn denn gibt. Ab diesem Moment können alle Grafik-Programme das Bildformat öffnen. Und das ist jetzt nicht einfach nur ein Beispiel, den Datatype "webp" gibt es wirklich für 68K-Amigas zum Download warpdt.co.uk/webp.php"!

    Ich persönlich habe in der Tat einige Zeit gebraucht das zu verstehen, denn es ist einfach komplett anders herum, als es gefühlt alle anderen Systeme es heute machen. Am ehesten ist es vergleichbar mit einem "Video-Codec" unter Windows, den man nachinstallieren kann. Meist ist man aber auf den Hersteller angewiesen, dass dieser sein System aktualisiert und Unterstützung mitbringt.

    Btw. eben diese alten AMIGAs können heute auch PDFs, weil es einen passenden Datatype gibt m68k.aminet.net/package/util/d"!

    Love it!
    rantifant.de/?u=/2026/10/11/da
    #Amiga #Datatype #Retro

  5. Richtung stimmt, Tempo nicht: KI am Arbeitsplatz, zehn Jahre später

    Im Jahr 2016 habe ich auf diesem Blog viel über kognitive Assistenten, Informationsflut und die Zukunft des Arbeitsplatzes geschrieben. #TenYearsAfter: Zehn Jahre später ist ein Abgleich interessant. Fünf Thesen und „digitale Schmerzen“ von damals, daneben der Stand heute. Meine Bilanz vorweg: Die Richtung stimmte, die Gewinner nicht, und der große Produktivitätssprung ist bislang nicht belegt.

    These 1: Der Assistent ist gekommen – nur der Anbieter ist ein anderer

    2016: Auf der IBM Connect in Orlando sah ich, wie Watson E-Mails nach Wichtigkeit sortiert, Aufgaben in der Nachricht markiert, Termine vorschlägt und Doppelbuchungen im Kalender meldet. Mein Fazit im Beitrag IBM Connect 2016: „Diese Art der intelligenten, kontextsensitiven, persönlichen Assistenz kann und wird ein wahrer Game Changer sein und hat das Potential, die Karten auf dem Markt für Business E-Mail neu zu mischen.“ Im Juni beschrieb ich in Schlauer Arbeiten den Büroalltag als bremsendes Mikromanagement und wollte, dass ein kognitives System Routinetätigkeiten übernimmt. Im Idealfall sei es „ein persönlicher Assistent und Experte, der mir bei meiner täglichen Arbeit hilft“.

    Heute: Den Assistenten gibt es, aber er kommt nicht von meinem damaligen Arbeitgeber. And the winner is (zumindest im Moment): Microsoft 365 Copilot hat über 20 Millionen zahlende Nutzer (Börse Express, 02.05.2026). Von Watson als Kollege am Arbeitsplatz spricht niemand mehr. Copilot bietet einige der Funktionen, die ich oben beschrieben habe, und ist nach meinen Praxiserfahrungen an einigen Stellen durchaus hilfreich. Dazu gehört für mich beispielsweise, dass die KI meine in deutscher Direktheit verfassten Mails in eine Sprache umformuliert, die US-Amerikanern genehm ist. Nur ein Beispiel, es gibt viele andere. Es sieht so aus, als ob Microsoft auch dieses Segment im Office-Markt beherrschen wird, auch wenn Anbieter wie Anthropic und andere mit Integrationen in die Microsoft-Office-Produkte nachziehen.

    Auch der Alltags-Assistent in der Hosentasche hat den Anbieter gewechselt: Die Siri, die 2016 mein Hessisch nicht verstand, soll nach Googles Bestätigung vom 22.04.2026 durch Gemini besser werden (Juli Clover, MacRumors) und in iOS 27 zum Chatbot mit eigener App (Jason Cross, Macworld, 25.03.2026). Ich bin gespannt, wie gut das funktionieren wird. Ich ahne allerdings, dass ich auf meinem iPhone 13 Pro wohl vergeblich darauf warten werde und erst mit einem neuen Modell in den „Genuss“ von Siri AI komme. Oder muss ich schon Siri Super Intelligence sagen?

    Festzuhalten bleibt: Meine Prognose, dass kognitive Assistenten kommen, stimmte.

    These 2: Die Informationsflut ist nicht kleiner geworden

    2016: Die Informationsflut war der Kern des Problems. In Immer mehr Informationen, immer mehr Kanäle schrieb ich: „Wir lassen die Anwender im Regen stehen. Oder besser wir lassen die Mitarbeiter in ihren E-Mails ersaufen.“ Damit nicht genug: Zu Mail kamen Chat, soziale Netzwerke und Apps, die Mitarbeiter an der IT vorbei nutzten. Ich forderte KI als Hilfe, aber nicht allein: Disziplin und Kommunikationsetikette seien ebenso nötig. Im FOMO-Beitrag schrieb ich, ich hätte die meisten Benachrichtigungen auf der Apple Watch abgeschaltet. (Ist auch heute noch so.)

    Heute: Mit den Unterbrechungen ist es nicht besser geworden. Der Microsoft Work Trend Index vom Juni 2025 nennt im Schnitt eine Unterbrechung alle zwei Minuten, das sind 275 pro Tag, dazu 117 Mails und 153 Teams-Nachrichten pro Mitarbeiter und Tag (Microsoft, 17.06.2025). Die Daten stammen aus Microsoft-365-Nutzungssignalen bis Februar 2025 und aus einer Befragung von 31.000 Wissensarbeitenden in 31 Märkten.

    Es ist eine Herstellerstudie, die natürlich den eigenen Assistenten als Lösung empfiehlt; der Befund passt aber zu dem, was ich 2016 beschrieben habe. Neu gegenüber damals sind die Kanäle: Teams-Chat hat die Mail nicht abgelöst, sondern ergänzt. Die Orientierung, die ich 2016 forderte, fehlt weiter; die Zahlen sprechen eher für mehr Rauschen als für weniger. Immerhin werden Meetings unterdessen transkribiert und ein Protokoll oder die wichtigsten Aussagen in einer E-Mail können herausgezogen werden. Ist doch schon mal etwas.

    These 3: KI spart Zeit – ob sie die Produktivität hebt, ist offen

    2016: In Schlauer Arbeiten schrieb ich aus Frust: „Seitdem es E-Mail gibt, haben wir keine wirkliche Innovation beim ‚Bearbeiten‘ am Büroarbeitsplatz gesehen.“ Nach einer Unterbrechung brauche man laut Experten 15 bis 20 Minuten, um wieder in den Arbeitsfluss zu finden. Die Hoffnung war eine „spürbare Entlastung“ durch kognitive Systeme, verbunden mit der Warnung, dass ein Arbeitsethos dazugehöre, das Feierabend und flexible Pausen beachtet. Eine Prozentzahl für den möglichen Produktivitätsgewinn nannte ich nicht.

    Heute: Gemessen wird bislang wenig von dieser Entlastung. Die EZB hat im August 2026 ihre monatliche Verbraucherumfrage mit rund 20.000 Befragten in elf Euro-Ländern ausgewertet (EZB-Blog, 26.08.2026). Der Anteil der Beschäftigten, die KI bei der Arbeit nutzen, stieg von 26 % (2024) über 41 % (2025) auf 52 % (2026). Wer sie nutzt, spart im Median etwa drei Stunden pro Woche, rund 7,7 % der Arbeitszeit.

    Doch nur 48,8 % der Beschäftigten berichten überhaupt von Zeitersparnis; auf die gesamte Wirtschaft gerechnet bleiben etwa 3,8 %. Für das Produktivitätswachstum schätzt die Literatur laut EZB zusätzlich 0,1 bis 3,4 % pro Jahr über zehn Jahre. Der Anteil der Beschäftigten mit positiver Einschätzung von KI sank von 43 % auf 41 %. Das sind Selbstauskunft und Schätzungen, keine Messung.

    Dänemark und Euroraum passen zusammen, wenn man genau hinsieht. Die größte Untersuchung mit Registerdaten kommt aus Dänemark: Humlum und Vestergaard befragten 2023 und 2024 Beschäftigte aus rund 7.000 Betrieben in elf KI-nahen Berufen und verknüpften die Antworten mit Verwaltungsdaten (Working Paper, Mai 2025). Die dänischen Daten liegen mit 2,8 % Zeitersparnis in derselben Größenordnung wie die EZB-Rechnung von etwa 3,8 % für die gesamte Wirtschaft (andere Länder, Methoden und Zeiträume, also nur ein Vergleich der Größenordnung).

    Die Technik hat also Zeit gespart, aber nicht in dem Maße, wie ich es 2016 erhofft habe: Aus freier Zeit ist bislang kein messbarer Mehrwert geworden. Befragungen unter Nutzern fallen deutlich positiver aus, sind aber eben Selbstauskünfte.

    These 4: Kein Massenverlust von Jobs, aber Sorgen bei den Jungen

    2016: Zu Jahresbeginn 2016 zitierte ich die IAB-Studie 2015: Nur 0,4 % der Beschäftigten arbeiteten in Berufen, die komplett durch KI verschwinden könnten, 15 % in Berufen, in denen mehr als 70 % der Tätigkeiten ersetzbar wären. Im Beitrag Das intelligente Unternehmen schrieb ich: „Auch werden einige Jobs sicher ersetzt werden.“ Entscheidend sei, die Einführung „human“ zu gestalten. Meine größere Sorge galt dem Missbrauch: „Ich habe viel mehr Angst vor skrupellosen Menschen, die die Maschinen und Technologien ge-brauchen und miss-brauchen.“

    Heute: Ganz aktuell sieht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) keinen nennenswerten Stellenabbau durch KI. In Berufen, in denen KI besonders viele Tätigkeiten übernehmen könnte, entwickelte sich die Beschäftigung von 2022 bis 2025 sogar besser als in weniger betroffenen Jobs. Die schwache Konjunktur schade jungen Jobsuchenden mehr als KI, der negative Zusammenhang mit der Rezession sei mehr als doppelt so stark (IAB-Forum; ZEIT ONLINE, 13.10.2026).

    Trotzdem stehe ich zu meiner Beobachtung und Einordnung von 2016. Jobs mit hohem Routineanteil sind am ehesten betroffen. 38 % der Beschäftigten arbeiteten 2022 in Berufen mit über 70 % ersetzbaren Tätigkeiten, so der IAB-Kurzbericht 5/2024. Und Routinetätigkeiten, von denen ich den Menschen 2016 entlasten wollte, sind oft genau die Aufgaben, mit denen Berufseinsteiger üblicherweise anfangen. Aus meiner Sicht ist die Sorge plausibel, dass Routineaufgaben von Einsteigern als Erstes automatisiert werden. Das ist eine Erwartung, noch kein Messergebnis.

    Es gibt allerdings durchaus die Erwartung, dass KI Aufgaben übernimmt, zur Linderung des Fachkräftemangels beiträgt und den Abgang der vielen Baby-Boomer abfängt, die nun in Rente gehen. Nicht nur in der freien Wirtschaft, auch in der öffentlichen Verwaltung hofft man darauf, deren Arbeit durch Digitalisierung erledigen zu lassen. Und welche Technologie steht immer mehr hinter der Digitalisierung?

    Der Bitkom berichtet über Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 604 Unternehmen (Anfang 2026), in der 19 Prozent angaben, wegen KI Stellen abgebaut zu haben. Die Pressemitteilung nennt die Bezugsgruppe nicht ausdrücklich, und „Stellen abgebaut“ ist nicht gleichbedeutend mit Entlassungen. Einer weiteren Meldung des Bitkom zufolge nehmen 22 Prozent der befragten Beschäftigten wahr, dass in ihrem Unternehmen wegen KI Stellen nicht mehr nachbesetzt oder abgebaut werden. Das ist eine Wahrnehmung, keine Betriebsstatistik.

    Angst und Unsicherheit bleiben: 34 Prozent der Wahlberechtigten sind besorgt, ihren eigenen Job an KI zu verlieren (YouGov/dpa, August 2025). Eine Civey-Umfrage vom Herbst 2026 zeigt, wie ungleich das verteilt ist: Unter den 18- bis 29-Jährigen hat fast jeder Dritte große Sorge um den aktuellen Job (32 Prozent), bei den 50- bis 64-Jährigen sind es 8 Prozent. Bei meiner damaligen ZEIT-Umfrage hatten 56 Prozent keine Angst. Im Aggregat ist der Massenverlust, vor dem ich 2016 gewarnt wurde, nicht eingetreten. Die Furcht ist vor allem bei den Jungen geblieben.

    These 5: Das Wissen fließt weiter zu den Plattformen

    2016: In Fremd-Bloggerei schrieb ich, ohne Chatbots und KI werde es nicht mehr gehen, aber: „Das Wissen muss beim Anwenderunternehmen bleiben und darf nicht in den Knowledge Graphen des KI-Anbieters übergehen.“ In Ich gebe Dir meine Daten schrieb ich: „Auch im Internet ist nichts umsonst. Wir zahlen mit unseren Daten.“ Europäische Anbieter spielten kaum eine Rolle, die Entwicklung sei „schlicht verschlafen“ worden. Mit Blick auf Microsoft und den LinkedIn-Kauf warnte ich vor einer weiteren „Datenkrake“ im Unternehmensumfeld.

    Heute: Die Frage nach dem Wissen wird drängender, weil der KI-Assistent nun direkt am Arbeitsplatz sitzt. Laut Bitkom berichten 8 % der Unternehmen von weit verbreiteter Nutzung privater KI-Tools durch Beschäftigte (2024: 4 %), 17 % von Einzelfällen (2024: 13 %), weitere 17 % vermuten sie; erst 23 % haben Regeln für den KI-Einsatz (2024: 15 %), und 26 % stellen Zugang zu generativer KI bereit (Bitkom, 21.10.2025; Befragung von 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, Sommer 2025).

    Wer keinen Zugang bekommt, nutzt nicht freigegebene, kommerzielle Werkzeuge wie ChatGPT oder Claude und gibt dadurch Wissen aus dem Unternehmen heraus, etwas, vor dem ich 2016 schon gewarnt habe. Gerade im Bereich KI scheint es wieder eine Schatten-IT zu geben. Man geht schnell einmal auf die ChatGPT-Seite, um eine Aufgabe zu lösen – ohne an die Konsequenzen für die Daten des Unternehmens zu denken. Das von mir 2016 beschriebene Problem bleibt also bestehen.

    Erschwerend hinzu kommt die Abhängigkeit von wenigen Anbietern auch im Bereich KI. Markus Beckedahl sagte im Januar 2026: „Wir haben das Problem, dass wir überhaupt nicht digital souverän sind“ (zdfheute, 28.01.2026).

    Fazit: Richtung richtig, Tempo falsch, Souveränität offen

    #TenYearsAfter, zehn Jahre später sieht meine Bilanz so aus: In der Richtung lag ich richtig, beim Tempo nicht – und das, obwohl die Large Language Models und der Hype um ChatGPT einiges beschleunigt haben. Die kognitiven Assistenten sind gekommen, erwartungsgemäß nicht von meinem damaligen Arbeitgeber.

    Die Informationsflut haben die Assistenten nicht wirklich gebremst; die Zahl der Unterbrechungen spricht eher für mehr Rauschen als für weniger. Die Entlastung, die ich mir 2016 erhofft hatte, ist messbar, aber klein: Nutzer sparen im Schnitt wenige Stunden pro Woche, über die ganze Wirtschaft gerechnet bleiben nach EZB-Zahlen knapp vier Prozent Zeiteinsparung.

    Meine Entwarnung hat sich bisher bestätigt: Einen massenhaften Verlust von Arbeitsplätzen hat es nicht gegeben, das IAB sieht keinen nennenswerten Stellenabbau durch KI. Auch mein Satz „Einige Jobs werden sicher ersetzt“ ist im Aggregat noch nicht eingetreten.

    Das Thema Wissenstransfer bleibt wie schon damals bemerkt akut. Die großen KI-Konzerne ziehen das Wissen überall ab, wo sie es bekommen können. Alte Bücher, verfügbare Online-Bibliotheken und auch urheberrechtsgeschützte Quellen werden ausgesaugt. KI-Agenten, die in geschützte Bereiche eindringen, sorgen derzeit für zusätzliche Besorgnis.

    Zwar gibt es unterdessen Modelle, die das Unternehmens- oder Verwaltungs-Know-how angeblich in der Firma oder der Behörde lassen, aber durch private Nutzung und Schatten-IT fließen viele Informationen weiter zu den Plattformen. Und die sitzen bekanntlich mehrheitlich in den USA und China. Arthur Mensch, Chef des französischen KI-Unternehmens Mistral, gibt Europa noch eine Karenzzeit von etwa zwei Jahren, um eine eigenständige KI-Infrastruktur aufzubauen. Andernfalls fließt ein Großteil der KI- und IT-Ausgaben an US-Konzerne – ein Punkt, den ich generell unter anderem der Stadt Darmstadt ankreide. Was viele in Europa nicht zu bemerken scheinen: Es geht um digitale Souveränität, die wir in Europa nicht noch einmal verschlafen sollten, und um wirtschaftliche Investitionen, Know-how, Arbeitsplätze und Wachstumsmärkte, die in Europa bewahrt oder aufgebaut werden müssen.

    Disclaimer: Ich habe 2016 für die IBM gearbeitet, die damals unter dem Namen Watson diverse Angebote rund um Künstliche Intelligenz vermarktet hat. In meinem Zuständigkeitsbereich als Marketingverantwortlicher ging es damals um KI in Collaboration- und E-Mail-Lösungen der IBM.

    Für die Recherche und für den Entwurf dieses Artikels wurde KI eingesetzt.

    #Arbeitsplätze #Arbeitswelt #Bitkom #Collaboration #Copilot #DigitaleSouveränität #IBM #KI #Microsoft #Produktivität #SchattenIT #Siri #TenYearsAfter #Watson
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