#parteiarbeit — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #parteiarbeit, aggregated by home.social.
-
Grünes Versagen am Klimawandel?
Als ich gestern zum “Generationentreffen” ehemaliger Jungdemokrat:innen nach Bonn fuhr, waren es in Bornheim – Land, Vorgebirge – 42,5 Grad im Schatten. In Bonn waren es noch 39,5 – klar, Rheinaue, der Rhein, viel Grün, aber schwül. Im Saarland wurde angeblich der höchste Wert für Deutschland im Juni gemessen: “nur” 42,3 Grad, der heute noch überboten werden könnte. Guter Grund, JETZT nicht über Rekorde, sondern die Ursachen – die rücksichtslose Verbrennerpolitik von Big Coal, Big Fracking Gas, Big Oil und Putingas zu sprechen. Über die Idiotie von Wirtschaftsministerin Reiche mit Gaskraftwerken, Oelheizungen und Agrarfuels. Über die Verdummung der AfD, den Klimaleugnern par excellence in Deutschland, die US-Frackinggas, saudisches Oel und Putins Erdgas mehr lieben, als europäischen Wind, die deutschen Sonnenstrom hassen. Die den Klimaleugnern um Donald Trump und seine Mafia den Weg bereiten, weil ihnen egal ist, von wem und in wessen Interesse sie sich bezahlen und per Internet von Musk und Trump fördern lassen.
Starkregen und Zerstörungen werden der Hitze wahrscheinlich immer öfter folgen. Opfer und Kosten werden, warnen die Versicherungen, in unabsehbarer Höhe steigen. Und was macht derweil die Grüne Partei?
Atmosphäre kippt – Grüne beschäftigen sich mit sich selbst
Sie beschäftigt sich tatsächlich statt mit der Hitzewelle und ihren Urachen mit sich selbst. Weil die Partei “so großen Mitgliederzuwachs hatte”, müsse man die Rechte der Parteimitglieder ordentlich einschränken – so der Bundesvorstand. Den Ortsverbänden das Antragsrecht entziehen, die Zahl der Unterschriften und Quoren für Anträge drastisch erhöhen. Und weil der für Satzungsänderungen zuständige Parteitag das möglicherweise nicht beschließen wird, sind führende Realos um die Parteivorsitzende Brantner – wegen der Ricarda Lang und Omid Nouripour zurücktreten mussten (und der profillose Felix Banaszak als “linkes Alibi” hinzu gewählt wurde), nun bemüht, die Grüne Partei noch stärker als bisher auf eine von oben nach unten gerichtete Struktur auszurichten, indem sie hoffen, mit den Ergebnis einer gewonnenen Urabstimmung den Parteitag populistisch unter Druck setzen zu können.
Selbstbeschäftigung, die niemandem nützt
Eine loose-loose-Situation, bei der niemand gewinnen kann, denn votiert die Basis für die Vorstandpläne und scheitert auf dem Parteitag, hat sich der Vorstand selbst demontiert. Ebenso, wenn er die Urabstimmung verliert. Gewinnt er beide Abstimmungen, wird dies die nächste, schleichende Spaltung der Partei nach sich ziehen und viele altgrüne, an politischen Inhalten und außerparlamentarischer Politik interessierte werden die Grünen verlassen oder einfach resignieren. Dabei war schon die Etablierung des Länderrats in den ausklingenden 90er Jahren kein “kleiner Parteitag”, wie bei SPD oder FDP, sondern ein Funktionärsgremium qua Amt, in dem die Kreisverbände und Parteibasis schon seit Jahren praktisch weder Artikulations- noch ernstzunehmende Mitbestimmungsmöglichkeiten haben.
Linke für die Inhalte, Rechte für die Macht
So geht es seit Jahrzehnten bei den Grünen. Damit Joschka Fischer, dessen Autorität und Anerkennung nach dem Weggang der Fundis um Jutta Dithfurth und Manfred Zieran zu keinem Zeitpunkt ernsthaft angezeweifelt wurde – auch der Farbbeutel beim Kosovo-Parteitag war letztlich nur Ausdruck der Hilflosigkeit einer Minderheit – reagierte die technokratische Parteirechte immer mit Versuchen, die Artikulationsmöglichkeiten und den Einfluss vermeintlich linker Parteibasis einzuschränken. Gipfelpunkt ist derzeit der Versuch von Teilen der “Realos”, die etwas aufmüpfige und linke “Grüne Jugend” durch Gründung einer lammfrommen, karriereorientierten, aber minder programmatischen Parteijugend zu ersetzen. Das Prinzip ist aus der FDP bekannt. Um die sozialliberale Koalition verlassen zu können, wurden gegen die Jungdemokraten die lammfrommen “Julis” um Westerwelle gegründet.
Die steilvorlage der Hitzewelle wird zum Eigentor verdaddelt
Und so beschäftigt sich die führende Parteiblase derzeit lieber mit sich selbst, anstatt auf der Straße gegen den Klimawandel zu mobilisieren. Das, was Rot-Grün, Schröder und Fischer bei der Oderflut 2002 kapiert und den Menschen als Ursache vor Augen geführt haben, verpufft derzeit zu Wetterberichten von Claudia Kleinert und Karsten Schwanke. Als Tschernobyl passierte, plakatierten die Grünen bundesweit ein AKW-Foto und darunter “Abschalten!”. Sie organisierten Demonstrationen und waren sichtbar, mobilisierten die Öffentlichkeit, was 15 Jahre später zum Erfolg des Atomausstiegs und Ende der teuersten Energieerzeugung aller Zeiten führte. Dieser Erfolg war historisch, und steht durch AfD wie die Politik der Ministerin Reiche heute wieder in Frage. Und die heutige Parteispitze beschäftigt sich lieber mit sich selbst und einer satzungswidrigen Urabstimmung, anstatt der fossilen Lobbyistin Reiche in den Arm zu fallen.
Dem Klima ist das alles sch…egal. Der Planet braucht keine Menschen
Die Erde wird überleben, weil sie die Menschen nicht braucht. Vielleicht gibt es dann sogar noch Leben in Form irgendwelcher Insekten oder Amöben,, die den Klimawandel überleben und den größenwahnsinnigen Idioten wie Peter Thiel, Elon Musk, Jeff Bezos und Marc, Zuckerberg, die sich für auserwählt halten, in einer Welt der KI Unsterblichkeit durch Transfer ihres Bewusstseins in Computer zu erreichen, die Energiekabel durchbeissen, weil sie Kupfer dringend als Gelenkschmiere brauchen. Spätestens dann wird das, was diese machistischen, Egomanen und Trump-Komplizen unter den Oligarchen für strategisch gedacht halten, scheitern. Weil sie in ihrer Blase der Allmachtsphantasien und Unmenschlichkeit gar nicht auf die Idee kommen, dass Gefühle und Emotionen, wie Barmherzigkeit, Liebe und Mitleid sowie das Spüren seiner biologischen Existenz erst den einfachsten Menschen zum Menschen machen, dessen Menschlichkeit sie längst durch Skrupellosigkeit ersetzt haben. Sie werden scheitern, aber dabei durch die Begünstigung und Beschleunigung des Klimawandels samt KI Milliarden Menschen das Leben kosten, wenn sie nicht aufgehalten werden. Die Klimawandel-Beschleuniger wie Trump und die Ölindustrie machen sich derzeit durch ihre Politik eines Völkermordes schuldig, der sich anschickt, als finales, indirektes Jahrtausendverbrechen per Klimamord. Nur wird es diesmal keine Prozesse mehr geben, vor denen sie sich verantworten müssen, weil die UNO und die Menschen, die sie führen könnten, nicht mehr da sind.
Menschen brauchen den Planeten und das Klima – nicht umgekehrt
Wenn das Klima aus den Fugen gerät, fragen sich die Menschen nicht mehr von selbst, warum. In Ostdeutschland, so wurde gestern berichtet, kursiert derzeit die ernsthaft von der AfD in die Welt gesetzte und per asozialer Medien in die Wirrköpfe geblasene Behauptung, am Klimawandel wären die Windkraftwerke schuld, denn erst seit die stünden, gäbe es den Klimawandel. Desinformierte und verunsicherte Menschen glauben jeden Schwachsinn. Aufklärung, die klassische Aufgabe der Grünen, wäre es, durch Aktionen vor Ort die Menschen wachzurütteln, heute und jetzt für die Klimaursachen zu sensibilisieren, geduldig Ursachen und Zusammenhänge zu erklären. Gerade jetzt, wo die AfD im Osten demoskopische Höhenflüge erlebt, das Land unter dem Klimawandel stöhnt, und CDU/CSU und AfD den Klimawandel befördern und verstärken wollen. Wo aber sind die Grünen? Sie beschäftigen sich lieber mit innerparteilichem Gedöns. In Talkshows wird die Welt nicht gerettet. Die Partei der Aufklärung und Gegenöffentlichkeit droht derweil auf ganzer Linie an ihrem Kernthema, der Umweltpolitik zu versagen.
-
Die Verwendung von #Klarnamen, ganz gleich ob im #Fediverse oder in der #Parteiarbeit, zeitigt ein sehr ähnliches Ergebnis: Abwertung trifft nicht Beiträge, sondern Menschen. Mit der Folge von Rückzug, Schweigen und Erschöpfung; seltener und wenig durchhaltbar auch Eskalation. Ich denke, dass ist es, womit unter anderem @BlumeEvolution es zu tun hat. Der Klarname ist das Gegenteil der Popperschen Trennung zwischen Person und Idee mittels Sprache. 11/x
-
@tonline Habe der Idee #Bürgerräte noch nie was abgewinnen können. Entweder ist es Beteiligungssimulation ohne Wirkung oder es ist ein politisches Gremium mit fragwürdiger demokratischer Legitimation.
Wer für die Gesellschaft mitentscheiden will, muss durch direkt oder indirekt notwendige Wahlen Mehrheiten erringen. Zufall vermeidet Klüngelei, spült aber rein zufällige Personen mit ihren Einzelpositionen hoch.
Wir müssen Basisdemokratie in den Parteien stärken und das Parteiensystem von seinem schlechten Image befreien.
-
Es ist sehr spannend zu lesen, wie ein "Medienmanager, der ein rechtspopulistisches Portal finanziert", um Haares Breite im Zuge der "Digitalisierung ihrer #Parteiarbeit" "die Kommunikation für die christdemokratische Partei verantworten und Zugang zu Mitgliederdaten bekommen" hätte können.
-
@edithmair Das ActivityPlugin macht optional jeden Beitrag, jede Seite und jede andere mit Wordpress generierte Inhaltsart im Fediverse unter dem Handle der Seite oder den Handle ihrer Autoren im Fediverse sichtbar und auffindbar sowie genau so auch im fließenden Text oder für den jeweiligen Beitrag genutzte Hashtags. D.h. Du kannst im Fediverse einem Wordpress-Blog oder -Autor folgen und findest die Wordpress-Inhalte per Hashtag im Fediverse. Bspe. meines Blogs: @florian, #Parteiarbeit
-
Digitale Infrastruktur von Bündnis 90 / Die Grünen als organisatorischer und infrastruktureller Rahmen individueller Teilhabe an der Wertkette politischer Arbeit
In diesem Versuch schaue ich mir die digitale Infrastruktur der Partei Bündnis 90 / Die Grünen genauer an. Ich lasse mich dabei von der Frage leiten, inwiefern diese digitale Infrastruktur und die in ihr erkennbar werdenden Prozessideen geeignet sind, einer einzelnen Person einen organisatorischen Rahmen für die eigene politische Arbeit innerhalb der Wertkette politischer Arbeit 1 zu geben. Ich erhoffe mir dadurch zweierlei: Erstens will ich mich auf Ideen bringen lassen, was da ist und was ich damit anstellen kann. Zweitens will ich mich versichern, dass in dem Moment, in dem ich Fehlstellen oder Ergänzungsmöglichkeiten beschreiben will, ich mir nicht vorwerfen muss, entsprechend bereits vorhandene Möglichkeiten nicht zu kennen oder übersehen zu haben. […]
#CiviCRM #Nextcloud #Parteiarbeit #Parteien #Sherpa #Wahlkampf Volltext/Browserlink:
https://plinubius.de/digitale-infrastruktur-von-buendnis-90-die-gruenen-als-organisatorischer-und-infrastruktureller-rahmen-individueller-teilhabe-an-der-wertkette-politischer-arbeit/ -
Ich halte #CiviCRM für eine der am meisten unterschätzten Softwares, wenn es um politisches Engagement, Organizing, #Parteiarbeit und #politischeVereine geht. Es ist eigentümlich, wie vergleichsweise unbekannt die AGPLv3-lizensierte Software ist. Ein Grund ist die Mächtigkeit der Software, die auf 20 Jahre internationale kollaborative Entwicklung zurückgeht. Es ist zutiefst beeindruckend, welche Organisationen und einzelne Personen des öffentlichen Lebens weltweit seit Jahren damit arbeiten
-
@coba Liebe Mitlesende, liebe Diskutant*innen, erliegt nicht dem schönen Schein. Bitte überlegt Euch, wie Ihr im Beruf arbeitet und dann schaut bitte ganz genau hin: Wie sieht der Arbeitsprozess aus, welche Zwischenprodukte, welche Werkzeuge gibt es? Welche Rolle habe ich im Prozess? Sprint oder Kanban? Da #Parteiarbeit Informationsverarbeitung ist: Wo ist das Git, wo das Ticketsystem, wo die Doku, wie läuft das Controlling usw.? Zugriffsrechtekonzept? Seit skeptisch. 1/2
-
@diekehrseite Das kann ein politischer Verein leisten im Sinne von #PublicIntelligence und ist ein Kernbestandteil von #Parteiarbeit, ist jedoch durch die Entwicklung weg von der Massenpolitik seit den 1980er Jahren als Idee verloren gegangen, sodass es dieses Konzept (noch) nicht mit Hilfe der heute zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten (z.B. mit Hilfe von Software wie den im Fediverse verbreiteten Lösungen) in den kollaborativen Alltag interessierter Öffentlichkeiten geschaftt hat
-
Um der Verbreitung von Desinformation und politischer Werbung durch kostenlos in die Briefkästen verteilte "Zeitungen" zu begegnen, ist eine Möglichkeit, systematisch die Werbekunden dieser Blätter anzusprechen. D.h. Seite für Seite durchsehen, eine Liste der Werbekunden erstellen, diese dann anschreiben, sie über die von ihnen finanzierte Propaganda informieren, um Stellungnahme bitten und angesichts ihres Budgets zur Durchsetzung demokratischer Mindeststandards auffordern #Parteiarbeit 1/x
-
Den Niedergang des Konzepts der "Mitgliederpartei" erklären #BurmesterHoltmann2021 in interessanter Weise. Erstens: "Mitgliedschaft kommt immer auch mit einer #Identität, die das Mitglied annehmen soll", die aber i.d.Regel nicht zur Selbsterzählung des Individuums passt. Zweitens ist ungeklärt "wozu Mitglieder [...] überhaupt gebraucht werden" (siehe S.98). Ihr Ansatz: Weg von "Ämtern" hin zur Definition von Rollen. (S.99ff) #Parteiarbeit
-
#Parteiarbeit als Informationsbeschaffungs- und -Bearbeitungsprozess beinhaltet auch Strategien, die Verbreitung von #Falschinformation und #Desinformation einzudämmen. In diesem Zusammenhang interessant: [7 ways to avoid becoming a misinformation superspreader when the news is shocking](https://theconversation.com/7-ways-to-avoid-becoming-a-misinformation-superspreader-when-the-news-is-shocking-157099)
-
Ich finde deswegen die US-amerikanisch geprägte Politikmanagementmethodik von #PublicAffairs interessant, weil sie als Referenz und Benchmark taugt, was massenintegrative Arbeitsprozesse und digitale Infrastruktur eines politischen Vereins bzw. die #Parteiarbeit im Wettbewerb mit Partikularinteressenträgern leisten könnten. 5/x
-
Zwei Longreads stehen in meinem Blog, die scheinbar miteinander keine Verbindung haben. Zum einen ein Aufsatz von Februar 2023, in dem ich skizziert habe, wie gelingende #Parteiarbeit aussehen könnte: https://plinubius.de/essay-zu-einem-modell-fuer-gelingende-politische-arbeit-mit-den-zur-verfuegung-stehenden-mitteln-eines-kreisverbands/. Zum anderen ein Aufsatz von 2006 zu den Methoden und Techniken von #PublicAffairs: https://plinubius.de/methoden-und-techniken-politischer-arbeit-des-public-affairs-ansatzes/ 1/x 🧵
-
"Wir müssen jetzt am System arbeiten, nicht mehr nur im System. [...] Der erste Schritt, damit wir als Menschen wieder Vertrauen in [Parteien] gewinnen, besteht darin, dass [sie] zugeb[en], überfordert zu sein, dass [sie] keine Chance mehr hab[en], als handlungsfähig erlebt zu werden, und dass auch [sie] das vorhandene System deformiert und dysfunktional gemacht ha[ben]. " Vgl. https://demokratie-retten.info/articles/dWmRd-warum-wir-mit-grosser-wahrscheinlichkeit-wieder-faschistisch-werden
#Parteiarbeit #AmSystemArbeiten -
Der #Frauen-Anteil in Deutschen #Parteie n ist immer noch erschreckend niedrig:
Grüne - 41%
Linke - 36,4%
SPD - 32,8%
CDU - 26,5%
FDP - 21,6%
CSU - 21,3%
AfD - 17,8%(Stand 2019, Quelle Statista https://de.statista.com/statistik/daten/studie/192247/umfrage/frauenanteil-in-den-politischen-parteien/)
Schuld daran sind meiner Meinung nach vor allem die exkludierenden Strukturen (z.B.: Stammtisch-Klüngeleien am späten Abend, keine Möglichkeit der Kinderbetreuung während Parteitagen), fehlende Hilfe-Möglichkeiten bei sexistischen oder sexualisierten Angriffen sowie eine oft diskreditierende Berichterstattung von Frauen in der Presse.
Lösungen? Sind nicht einfach & brauchen Zeit, den Willen wirklich etwas zu ändern & Menschen, die für sich & andere einstehen.
Deshalb ein kleiner Motivations-Schubs an alle Ladys, die sich hier in Parteien engagieren. Ich habe in den letzten Jahren erlebt, dass viele der Frauen, die ich für ihre #Parteiarbeit am meisten bewundere, sich am wenigsten nach draußen wagen.
Traut euch, zeigt eure Arbeit, eure Themen & rockt die Parteien!