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#albrechtvlucke — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #albrechtvlucke, aggregated by home.social.

  1. Kluges

    Zu Regierungsmacht und Herrschaft im real existierenden Kapitalismus

    mit Update am Vormittag und am Nachmittag

    Schnellsprecher und regelmässiger TV-Talkshowgast Albrecht von Lucke tritt schon lange in einer mir wenig sympathischen Rolle als besserwissender Regierungsberater in spe auf. Ihm gefällt das. Und er ist, das ist nicht allen in diesem Business vergönnt, nicht nur Schnellschwätzer sondern auch Schnelldenker. Wenn Sie also zur eigenen Meinungsbildung eine immanente Bundeskanzlerkritik mit allen seinen wesentlichen strategischen Dilemmata suchen, sind Sie bei Lucke richtig:

    Kanzler ohne Konzept: Ein Jahr Friedrich Merz – Man will es kaum glauben, aber am 6. Mai ist es gerade einmal ein Jahr her, dass Friedrich Merz zum Bundeskanzler gewählt und anschließend samt seiner Ministerinnen und Ministern vereidigt wurde. Offensichtlich gilt hier der alte, Lenin zugeschriebene Satz: »Es gibt Jahrzehnte, in denen nichts passiert, und Wochen, in denen Jahrzehnte passieren.«”

    Über 4,5 Mio. flohen übrigens am Sonntagabend nach dem quotenschwachen Schweizer “Tatort” (7 Mio.) vor dem Bundeskanzler (und Frau Miosga). Sie wollten ihn weder sehen noch hören. 2,7 Mio. blieben dran – wieviele mit und wieviele davon schon ohne Bewusstsein wird nicht ermittelt.

    Update nachmittags

    Höchststrafe Mitleid

    Nicht geflohen vor Merz und Miosga ist der Kollege Alfons Pieper/Blog der Republik, noch etwas weniger jung als ich : “Ob Friedrich Merz durchhält? Ein Jahr Kanzlerschaft”. In seinem staatstragenden Gestus, der mir persönlich fremd ist, schwimmt bei diesem Autor, der in der deutschen Politik “schon alles gesehen” hat, die Höchststrafe für Politik und Politiker*innen mit: Mitleid. Update Ende

    Um einiges tiefer geht Jacobin mit einem Buchauszug von Timo Daum:

    Musk ist der Ford unserer Zeit – Elon Musk mag auf rechtsextremen Abwegen unterwegs sein. Aber das war der Antisemit Henry Ford auch. Und so wie der Fordismus nichtsdestotrotz Epoche gemacht hat, muss man auch die Innovationen des Teslismus ernst nehmen.”

    Aufgreifen von Widersprüchen plus ihre intelligent-kritische Betrachtung – das ist in hiesiger Publizistik selten.

    Update vormittags

    Hierzulande ist es Brauch, hinter der Musik aufgeregt hinterherzulaufen. So kommt dann ein deutscher Politiker, seit fast 10 Jahren für die Medienpolitik der 16 deutschen Bundesländer mitverantwortlich (für Hamburg), 30 Jahre zu spät zu diesen weisen Einsichten: “Die Teilhabe an digitalen Kommunikationsräumen ist auch für Kinder ein Menschenrecht.” Der Ausschluss von Jüngeren sei ein Bekenntnis, dass man es nicht schaffe, die Plattformen so zu gestalten, dass sie für Kinder nicht schädlich seien. Ältere Menschen, die nicht mit dem Internet aufgewachsen sind, hätten zudem oft viel größere Probleme im Umgang mit der Technologie und den Plattformen. … Die ursprüngliche Idee hinter sozialen Netzwerken, dass Menschen sich unterhalten und verbinden, sei theoretisch zwar noch möglich. In der Realität passiere das aber nicht mehr. … “Eigentlich hätte so etwas wie Social Media nur öffentlich-rechtlich gebaut werden dürfen. Das haben wir damals nicht verstanden und jetzt kriegen wir das nicht mehr hin”. So meldet es ein Medienfachdienst, von dem ich nicht weiss, wie viele den überhaupt lesen, aus einem anderen Medienfachdienst, von dem ich es ebenfalls nicht weiss.. Oder kannten sie den Herrn Brosda schon? Immerhin ein Sozialdemokrat, der zu Einsichten fähig ist. Müsste also eigentlich berühmt sein. Update Ende

    Dummes

    Eine Meldung der britischen Nachrichtenagentur Reuters behauptet, und deutsche Medien übernehmen diese Sichtweise ungeschüttelt und ungerührt, den grössten Ländern der Welt, Indien und China, “drohe” ein WM-Blackout. Tatsächlich bedroht dieser “Blackout” das Geschäftsmodell der Fifa. Wie Drogenabhängige ist sie von ebendiesen 2,5 Mrd. starken Bevölkerungen und ihrer Aufmerksamkeit abhängig. Ohne sie verliert sie einen grossen Haufen Kapital – und die damit verbundene Macht. Gut so. Ein Desaster für die Fifa und ihren Partner Donald Trump wäre das beste an dieser WM.

  2. Kluges

    Zu Regierungsmacht und Herrschaft im real existierenden Kapitalismus

    mit Update am Vormittag und am Nachmittag

    Schnellsprecher und regelmässiger TV-Talkshowgast Albrecht von Lucke tritt schon lange in einer mir wenig sympathischen Rolle als besserwissender Regierungsberater in spe auf. Ihm gefällt das. Und er ist, das ist nicht allen in diesem Business vergönnt, nicht nur Schnellschwätzer sondern auch Schnelldenker. Wenn Sie also zur eigenen Meinungsbildung eine immanente Bundeskanzlerkritik mit allen seinen wesentlichen strategischen Dilemmata suchen, sind Sie bei Lucke richtig:

    Kanzler ohne Konzept: Ein Jahr Friedrich Merz – Man will es kaum glauben, aber am 6. Mai ist es gerade einmal ein Jahr her, dass Friedrich Merz zum Bundeskanzler gewählt und anschließend samt seiner Ministerinnen und Ministern vereidigt wurde. Offensichtlich gilt hier der alte, Lenin zugeschriebene Satz: »Es gibt Jahrzehnte, in denen nichts passiert, und Wochen, in denen Jahrzehnte passieren.«”

    Über 4,5 Mio. flohen übrigens am Sonntagabend nach dem quotenschwachen Schweizer “Tatort” (7 Mio.) vor dem Bundeskanzler (und Frau Miosga). Sie wollten ihn weder sehen noch hören. 2,7 Mio. blieben dran – wieviele mit und wieviele davon schon ohne Bewusstsein wird nicht ermittelt.

    Update nachmittags

    Höchststrafe Mitleid

    Nicht geflohen vor Merz und Miosga ist der Kollege Alfons Pieper/Blog der Republik, noch etwas weniger jung als ich : “Ob Friedrich Merz durchhält? Ein Jahr Kanzlerschaft”. In seinem staatstragenden Gestus, der mir persönlich fremd ist, schwimmt bei diesem Autor, der in der deutschen Politik “schon alles gesehen” hat, die Höchststrafe für Politik und Politiker*innen mit: Mitleid. Update Ende

    Um einiges tiefer geht Jacobin mit einem Buchauszug von Timo Daum:

    Musk ist der Ford unserer Zeit – Elon Musk mag auf rechtsextremen Abwegen unterwegs sein. Aber das war der Antisemit Henry Ford auch. Und so wie der Fordismus nichtsdestotrotz Epoche gemacht hat, muss man auch die Innovationen des Teslismus ernst nehmen.”

    Aufgreifen von Widersprüchen plus ihre intelligent-kritische Betrachtung – das ist in hiesiger Publizistik selten.

    Update vormittags

    Hierzulande ist es Brauch, hinter der Musik aufgeregt hinterherzulaufen. So kommt dann ein deutscher Politiker, seit fast 10 Jahren für die Medienpolitik der 16 deutschen Bundesländer mitverantwortlich (für Hamburg), 30 Jahre zu spät zu diesen weisen Einsichten: “Die Teilhabe an digitalen Kommunikationsräumen ist auch für Kinder ein Menschenrecht.” Der Ausschluss von Jüngeren sei ein Bekenntnis, dass man es nicht schaffe, die Plattformen so zu gestalten, dass sie für Kinder nicht schädlich seien. Ältere Menschen, die nicht mit dem Internet aufgewachsen sind, hätten zudem oft viel größere Probleme im Umgang mit der Technologie und den Plattformen. … Die ursprüngliche Idee hinter sozialen Netzwerken, dass Menschen sich unterhalten und verbinden, sei theoretisch zwar noch möglich. In der Realität passiere das aber nicht mehr. … “Eigentlich hätte so etwas wie Social Media nur öffentlich-rechtlich gebaut werden dürfen. Das haben wir damals nicht verstanden und jetzt kriegen wir das nicht mehr hin”. So meldet es ein Medienfachdienst, von dem ich nicht weiss, wie viele den überhaupt lesen, aus einem anderen Medienfachdienst, von dem ich es ebenfalls nicht weiss.. Oder kannten sie den Herrn Brosda schon? Immerhin ein Sozialdemokrat, der zu Einsichten fähig ist. Müsste also eigentlich berühmt sein. Update Ende

    Dummes

    Eine Meldung der britischen Nachrichtenagentur Reuters behauptet, und deutsche Medien übernehmen diese Sichtweise ungeschüttelt und ungerührt, den grössten Ländern der Welt, Indien und China, “drohe” ein WM-Blackout. Tatsächlich bedroht dieser “Blackout” das Geschäftsmodell der Fifa. Wie Drogenabhängige ist sie von ebendiesen 2,5 Mrd. starken Bevölkerungen und ihrer Aufmerksamkeit abhängig. Ohne sie verliert sie einen grossen Haufen Kapital – und die damit verbundene Macht. Gut so. Ein Desaster für die Fifa und ihren Partner Donald Trump wäre das beste an dieser WM.

  3. Koalitionsausschuss

    Irgendwo habe ich gelesen, der tage heute zu ersten Mal. Ich hätte da zwei Vorschläge zur Tagesordnung. Keine Angst – es wäre das erste Mal, dass die Regierung tut, was ich will. Obwohl: es wäre nicht nur zu meinem und Ihrem Besten, sondern täte sogar dieser Regierung gut. Sicher, viele wollen nichts, was dieser Regierung guttut. Aber diesen Luxus kann ich mir nicht mehr erlauben. An meinen Tagesordnungsvorschlägen werden Sie es erkennen.

    Erstens

    Heute stimme ich zur Abwechslung Albrecht v. Lucke/Blätter – wir müssen ihn ja nicht sprechen hören – mal wieder inhaltlich fast vollständig zu. Ich wäre allenfalls noch pessimistischer als er: GroKo ohne Alternative: Das Dilemma der Progressiven – Nicht von jeder Koalition lässt sich sagen, dass sie bereits mit dem ersten Tag Historisches ‘geleistet’ hat. Für die große Koalition, die in Wahrheit längst eine kleine ist, trifft diese Beschreibung jedoch durchaus zu. Tatsächlich hat sie sich gleich zu Beginn Bemerkenswertes geleistet: Dass Friedrich Merz am 6. Mai als der erste der bisher neun Bundeskanzler dieses Landes – bei einer Bundeskanzlerin – im ersten Wahlgang durchgefallen ist, steht bereits jetzt in den Geschichtsbüchern. Und dass es noch am selben Tag zum zweiten Wahlgang mit der dann klaren Mehrheit für Merz gekommen ist, verdankt sich ironischerweise der Hilfe von Grünen und Linkspartei, da es für die Anberaumung dieses Termins laut Geschäftsordnung einer Zweidrittel-Mehrheit bedurfte.”

    Zweitens und noch weit wichtiger

    Und noch unwahrscheinlicher, dass es diesen Koalitionsausschuss bekümmert, ist, was zwei Germanwatch-Fachleute im IPG-Journal schreiben:

    Barbara Pongratz & Martin Voß: Augen auf Peking – Chinas Kurs entscheidet, welche Richtung die globale Klimapolitik einschlägt. Noch kann Europa sein diplomatisches Engagement darauf ausrichten.”

    Das Medium, in dem dieser Text erscheint, gehört der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Was die SPD-Spitze jedoch mehr interessiert als solche Grundfragen, das lesen Sie leider zutreffend oben beim Kollegen Lucke.

  4. Koalitionsausschuss

    Irgendwo habe ich gelesen, der tage heute zu ersten Mal. Ich hätte da zwei Vorschläge zur Tagesordnung. Keine Angst – es wäre das erste Mal, dass die Regierung tut, was ich will. Obwohl: es wäre nicht nur zu meinem und Ihrem Besten, sondern täte sogar dieser Regierung gut. Sicher, viele wollen nichts, was dieser Regierung guttut. Aber diesen Luxus kann ich mir nicht mehr erlauben. An meinen Tagesordnungsvorschlägen werden Sie es erkennen.

    Erstens

    Heute stimme ich zur Abwechslung Albrecht v. Lucke/Blätter – wir müssen ihn ja nicht sprechen hören – mal wieder inhaltlich fast vollständig zu. Ich wäre allenfalls noch pessimistischer als er: GroKo ohne Alternative: Das Dilemma der Progressiven – Nicht von jeder Koalition lässt sich sagen, dass sie bereits mit dem ersten Tag Historisches ‘geleistet’ hat. Für die große Koalition, die in Wahrheit längst eine kleine ist, trifft diese Beschreibung jedoch durchaus zu. Tatsächlich hat sie sich gleich zu Beginn Bemerkenswertes geleistet: Dass Friedrich Merz am 6. Mai als der erste der bisher neun Bundeskanzler dieses Landes – bei einer Bundeskanzlerin – im ersten Wahlgang durchgefallen ist, steht bereits jetzt in den Geschichtsbüchern. Und dass es noch am selben Tag zum zweiten Wahlgang mit der dann klaren Mehrheit für Merz gekommen ist, verdankt sich ironischerweise der Hilfe von Grünen und Linkspartei, da es für die Anberaumung dieses Termins laut Geschäftsordnung einer Zweidrittel-Mehrheit bedurfte.”

    Zweitens und noch weit wichtiger

    Und noch unwahrscheinlicher, dass es diesen Koalitionsausschuss bekümmert, ist, was zwei Germanwatch-Fachleute im IPG-Journal schreiben:

    Barbara Pongratz & Martin Voß: Augen auf Peking – Chinas Kurs entscheidet, welche Richtung die globale Klimapolitik einschlägt. Noch kann Europa sein diplomatisches Engagement darauf ausrichten.”

    Das Medium, in dem dieser Text erscheint, gehört der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Was die SPD-Spitze jedoch mehr interessiert als solche Grundfragen, das lesen Sie leider zutreffend oben beim Kollegen Lucke.

  5. Von Kindern lernen …

    … heisst Zukunft lernen / Best of 22. Juni 2023

    Medea Benjamin, Nicolas J.S. Davies/Common Dreams/telepolis: “Front-Desaster: Das stille Gemetzel an der ukrainischen Jugend – Westliche Militärs warnen vor Blutbad bei der Gegenoffensive. Doch die politischen Hardliner der Nato-Verbündeten schweigen über ‘Selbstmordmission’. Was […]

    https://extradienst.net/2023/06/23/von-kindern-lernen/