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#nickreimer — Public Fediverse posts

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  1. "Nai hämmer gsait!"


    In den 1970er Jahren wurden die Menschen in #Baden #ökologisch sensibilisiert und entwickelten einen Widerstand gegen die Pläne, dort ein #Kernkraftwerk zu bauen landeskunde-baden-wuerttemberg

    Auch bei vielen, die die Region nicht kennen, dürfte es beim Stichwort "Wyhl (am Kaiserstuhl)" klingeln de.wikipedia.org/wiki/Wyhl_am_ .


    #NickReimer stellt in seiner neuen #taz-Kolumne eine kleine, aber feine Aktion im Jahr 1976 vor, die mit zur Verbreitung der #Photovoltaik in Deutschland beitrug.
    taz.de/Sasbacher-Sonnentage/!6

    #WernerMildebrath, ein #Elektrogerätehändler aus #Sasbach de.wikipedia.org/wiki/Sasbach , hatte selbst ein #PVModul aus Einzelkomponenten zusammengebaut und stellte dieses im Rahmen der Proteste gegen das geplante Kernkraftwerk im Nachbarort #Wyhl als Gegenmodell zur #Nukleartechnik vor.

    Damals wurde #DIY - ich nenne es auch "Basteln" - noch sehr gerne praktiziert, falls es nicht sogar alternativlos war.
    Ein paar Jahre später durfte ich selbst in einem '#Bildungsurlaub' praktisch erfahren, wie #SolarWÄRME-Anlagen aufgebaut werden - Verlöten der Sonnenlicht-empfangenden Absorberplatten mit den Solarflüssigkeit führenden Kupferrohren inklusive.

    Heutzutage sucht man sich einfach #Sonnenstrom-Module im Internet aus und bestellt sie gleich samt Wechselrichter bzw. - wohl seltener - Solarwärme-#Kollektoren samt #Regler und #Warmwasserspeicher. Handwerksbetriebe machen das auch.

    Damals mußte man sich noch mit Vorurteilen herumschlagen:

    "Was ist ein winziges PV-Modul von nicht einmal 100W in der Spitze gegen die 1300MW #Dauerleistung, die das Wyhler #KKW versprach?"

    Und überhaupt galt damals die Parole der Stromwirtschaft, " 'dass regenerative Energien in Deutschland auch langfristig nicht mehr als vier Prozent unseres Strombedarfs decken können', erinnert sich Axel Mayer [einer der Bauplatzbesetzer in Wyhl]. Tatsächlich sind es heute fast zwei Drittel."

    #AngelaMerkel hat ihre unökologische Politik genau daran orientiert. #Merz und #Reiche wollen das Land in diese Vergangenheit zurückwerfen.

    Mildebrath starb 2020 mit 92 Jahren rdl.de/beitrag/werner-mildebra

    Mehr zu Sasbach, den 'Sasbacher Sonnentagen', Mildebrath und den "scheinheiligen Argumenten von CDU und FDP" bei der Kürzung der Solarförderung im Jahr 2010: badische-zeitung.de/person/Wer


    Die Politisierung der Region war so nachhaltig, daß 2011 nach einem Unfall im fernen Japan ein Grüner zum Ministerpräsidenten gewählt wurde bundesrat.de/SharedDocs/texte/

    Und selbst die #FDP machte dort eine Wandlung durch. Von einer Reise in die Region #Freiburg, Sasbach, #Fessenheim berichtete die "Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg" aus dem #Wendland (Stichwort #Gorleben) im Jahr 2009.
    Die Reisenden hatten in #Schönau Station gemacht, einem anderen Nest des Widerstands, aus dem die 'Elektrizitätswerke Schönau' #EWS @ews entstanden: bi-luechow-dannenberg.de/2009/

    Erst vor wenigen Jahren wurde aus dem Nein zu EINEM Kernkraftwerk ein komplettes Aus für die Nuklearstromerzeugung in Deutschland.

  2. "Nai hämmer gsait!"


    In den 1970er Jahren wurden die Menschen in #Baden #ökologisch sensibilisiert und entwickelten einen Widerstand gegen die Pläne, dort ein #Kernkraftwerk zu bauen landeskunde-baden-wuerttemberg

    Auch bei vielen, die die Region nicht kennen, dürfte es beim Stichwort "Wyhl (am Kaiserstuhl)" klingeln de.wikipedia.org/wiki/Wyhl_am_ .


    #NickReimer stellt in seiner neuen #taz-Kolumne eine kleine, aber feine Aktion im Jahr 1976 vor, die mit zur Verbreitung der #Photovoltaik in Deutschland beitrug.
    taz.de/Sasbacher-Sonnentage/!6

    #WernerMildebrath, ein #Elektrogerätehändler aus #Sasbach de.wikipedia.org/wiki/Sasbach , hatte selbst ein #PVModul aus Einzelkomponenten zusammengebaut und stellte dieses im Rahmen der Proteste gegen das geplante Kernkraftwerk im Nachbarort #Wyhl als Gegenmodell zur #Nukleartechnik vor.

    Damals wurde #DIY - ich nenne es auch "Basteln" - noch sehr gerne praktiziert, falls es nicht sogar alternativlos war.
    Ein paar Jahre später durfte ich selbst in einem '#Bildungsurlaub' praktisch erfahren, wie #SolarWÄRME-Anlagen aufgebaut werden - Verlöten der Sonnenlicht-empfangenden Absorberplatten mit den Solarflüssigkeit führenden Kupferrohren inklusive.

    Heutzutage sucht man sich einfach #Sonnenstrom-Module im Internet aus und bestellt sie gleich samt Wechselrichter bzw. - wohl seltener - Solarwärme-#Kollektoren samt #Regler und #Warmwasserspeicher. Handwerksbetriebe machen das auch.

    Damals mußte man sich noch mit Vorurteilen herumschlagen:

    "Was ist ein winziges PV-Modul von nicht einmal 100W in der Spitze gegen die 1300MW #Dauerleistung, die das Wyhler #KKW versprach?"

    Und überhaupt galt damals die Parole der Stromwirtschaft, " 'dass regenerative Energien in Deutschland auch langfristig nicht mehr als vier Prozent unseres Strombedarfs decken können', erinnert sich Axel Mayer [einer der Bauplatzbesetzer in Wyhl]. Tatsächlich sind es heute fast zwei Drittel."

    #AngelaMerkel hat ihre unökologische Politik genau daran orientiert. #Merz und #Reiche wollen das Land in diese Vergangenheit zurückwerfen.

    Mildebrath starb 2020 mit 92 Jahren rdl.de/beitrag/werner-mildebra

    Mehr zu Sasbach, den 'Sasbacher Sonnentagen', Mildebrath und den "scheinheiligen Argumenten von CDU und FDP" bei der Kürzung der Solarförderung im Jahr 2010: badische-zeitung.de/person/Wer


    Die Politisierung der Region war so nachhaltig, daß 2011 nach einem Unfall im fernen Japan ein Grüner zum Ministerpräsidenten gewählt wurde bundesrat.de/SharedDocs/texte/

    Und selbst die #FDP machte dort eine Wandlung durch. Von einer Reise in die Region #Freiburg, Sasbach, #Fessenheim berichtete die "Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg" aus dem #Wendland (Stichwort #Gorleben) im Jahr 2009.
    Die Reisenden hatten in #Schönau Station gemacht, einem anderen Nest des Widerstands, aus dem die 'Elektrizitätswerke Schönau' #EWS @ews entstanden: bi-luechow-dannenberg.de/2009/

    Erst vor wenigen Jahren wurde aus dem Nein zu EINEM Kernkraftwerk ein komplettes Aus für die Nuklearstromerzeugung in Deutschland.

  3. "Nai hämmer gsait!"


    In den 1970er Jahren wurden die Menschen in #Baden #ökologisch sensibilisiert und entwickelten einen Widerstand gegen die Pläne, dort ein #Kernkraftwerk zu bauen landeskunde-baden-wuerttemberg

    Auch bei vielen, die die Region nicht kennen, dürfte es beim Stichwort "Wyhl (am Kaiserstuhl)" klingeln de.wikipedia.org/wiki/Wyhl_am_ .


    #NickReimer stellt in seiner neuen #taz-Kolumne eine kleine, aber feine Aktion im Jahr 1976 vor, die mit zur Verbreitung der #Photovoltaik in Deutschland beitrug.
    taz.de/Sasbacher-Sonnentage/!6

    #WernerMildebrath, ein #Elektrogerätehändler aus #Sasbach de.wikipedia.org/wiki/Sasbach , hatte selbst ein #PVModul aus Einzelkomponenten zusammengebaut und stellte dieses im Rahmen der Proteste gegen das geplante Kernkraftwerk im Nachbarort #Wyhl als Gegenmodell zur #Nukleartechnik vor.

    Damals wurde #DIY - ich nenne es auch "Basteln" - noch sehr gerne praktiziert, falls es nicht sogar alternativlos war.
    Ein paar Jahre später durfte ich selbst in einem '#Bildungsurlaub' praktisch erfahren, wie #SolarWÄRME-Anlagen aufgebaut werden - Verlöten der Sonnenlicht-empfangenden Absorberplatten mit den Solarflüssigkeit führenden Kupferrohren inklusive.

    Heutzutage sucht man sich einfach #Sonnenstrom-Module im Internet aus und bestellt sie gleich samt Wechselrichter bzw. - wohl seltener - Solarwärme-#Kollektoren samt #Regler und #Warmwasserspeicher. Handwerksbetriebe machen das auch.

    Damals mußte man sich noch mit Vorurteilen herumschlagen:

    "Was ist ein winziges PV-Modul von nicht einmal 100W in der Spitze gegen die 1300MW #Dauerleistung, die das Wyhler #KKW versprach?"

    Und überhaupt galt damals die Parole der Stromwirtschaft, " 'dass regenerative Energien in Deutschland auch langfristig nicht mehr als vier Prozent unseres Strombedarfs decken können', erinnert sich Axel Mayer [einer der Bauplatzbesetzer in Wyhl]. Tatsächlich sind es heute fast zwei Drittel."

    #AngelaMerkel hat ihre unökologische Politik genau daran orientiert. #Merz und #Reiche wollen das Land in diese Vergangenheit zurückwerfen.

    Mildebrath starb 2020 mit 92 Jahren rdl.de/beitrag/werner-mildebra

    Mehr zu Sasbach, den 'Sasbacher Sonnentagen', Mildebrath und den "scheinheiligen Argumenten von CDU und FDP" bei der Kürzung der Solarförderung im Jahr 2010: badische-zeitung.de/person/Wer


    Die Politisierung der Region war so nachhaltig, daß 2011 nach einem Unfall im fernen Japan ein Grüner zum Ministerpräsidenten gewählt wurde bundesrat.de/SharedDocs/texte/

    Und selbst die #FDP machte dort eine Wandlung durch. Von einer Reise in die Region #Freiburg, Sasbach, #Fessenheim berichtete die "Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg" aus dem #Wendland (Stichwort #Gorleben) im Jahr 2009.
    Die Reisenden hatten in #Schönau Station gemacht, einem anderen Nest des Widerstands, aus dem die 'Elektrizitätswerke Schönau' #EWS @ews entstanden: bi-luechow-dannenberg.de/2009/

    Erst vor wenigen Jahren wurde aus dem Nein zu EINEM Kernkraftwerk ein komplettes Aus für die Nuklearstromerzeugung in Deutschland.

  4. Erste Kretschmann-Wahl, erste Özdemir-Wahl - beide Male mit Reiche im Wirtschaftsministerium


    #NickReimer spricht einen interessanten Aspekt in seinem Kommentar an taz.de/Energiepolitik-von-Kath und hat einen netten Tip für #FriedrichMerz parat.

    #KatherinaReiche ist Staatssekretärin (damals) bzw. Ministerin (jetzt) im #Wirschaftsministerium, als der #Photovoltaik der Garaus gemacht werden soll und in #BadenWürttemberg ein Grüner Ministerpräsident wird.

    Damals war die Zeit nach der #Laufzeitverlängerung für deutsche #Kernkraftwerke Ende 2010 und deren abruptem Aus-Signal imFrühjahr 2011 - mit der weiteren Folge, daß die #Erdgas-Leitung #NordStream2 de.wikipedia.org/wiki/Nord_Str propagiert wurde.

    #Umweltminister #PeterAltmaier konnte es nicht lassen, die Photovoltaik im #EEG Juni 2012 zu deckeln de.wikipedia.org/wiki/Erneuerb - während #Wirtschaftsminister #PhilippRösler (#FDP, stolze 14,6%) sogar die Förderung der erneuerbaren Energien ganz in Frage stellte. Altmaier über Rösler: "Wir haben entschieden, uns zu mögen".
    pv-magazine.de/2012/06/05/rsle

  5. Der erste Entwurf des #Realitätscheck #Pseudomonitoring #Energiewende scheint von den Auftragnehmenden des #EWI zusammengeschrieben worden zu sein. Substanziell fundierte Erkenntnisse können da nicht rausgekommen sein. Warum nicht nur die tendendziöse Leistungsbeschreibung Mist war (vgl. Bewertung: 🧵climatejustice.social/@klimage), sondern v.a. auch vom ausführenden von der #Energiewirtschaft finanzierten "Institut" mangels Neutralität nichts zu erwarten ist, hat der kundige #NickReimer @tazgetroete gut zusammengefasst:

    🔗 taz.de/Energiepolitik-der-Unio

    #FossilLobby #GasKathi #GasExit #Leaveitintheground #Monitoring #Energiewende #DEPol

  6. Reichlich optimistisch


    Am 16.1. meinte #NickReimer in der #taz @tazgetroete :
    "Friedrich Merz wird Klimakanzler - einfach, weil er muss."
    taz.de/Gruener-als-die-Gruenen
    Er begründet seine Ansicht mit nationaler und internationaler #Selbstverpflichtung.
    Inzwischen fällt es mir schwerer, das zu glauben.

    Jonas #Waack in der gestrigen taz:
    "(..) Auch eine schwarz-rote Koalition wird nicht umhinkommen, sich ernsthaft mit dem Klimaschutz zu beschäftigen. Tut sie es nicht, werden ihre Wäh­le­r*in­nen das auch am Geldbeutel merken: 2027 wird der europäische CO₂-Handel auf Gebäude und Verkehr ausgeweitet.(..)"
    taz.de/Klimapolitik-unter-dem-
    Auf das #Wahlverhalten zu verweisen, ist in der aktuellen #Parteienkonstellation heikel.


    Die #AfD bietet in ihrem Programm einen simplen #Gegenvorschlag: "CO2-Bepreisung abschaffen!"

    Ab 2026 dürfte das Thema verstärkt in die Medien dringen.

    Frage:
    Könnte der Druck einer protestierenden Wählerschaft zu einer #Zerreißprobe für die nächste Regierung führen?

    Es wäre doch einfacher, "das Brennstoffemissionshandelsgesetz und das Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (BEHG, TEHG) schnellstmöglich vollständig und ersatzlos zu streichen sowie die Umsetzung aller entsprechenden EU-Verordnungen und Richtlinien (etwa der sogenannte Green Deal der EU) sowie damit verbundenen Regulierungen wie den CO2-Grenzausgleich sofort zu beenden."
    bundestag.de/presse/hib/kurzme
    Dem Wahlvolk würde dies einleuchten.

    Internationale Verpflichtungen?
    Der AfD kann man nicht rational kommen. Solange sie ihre Vorstellungen nicht in Regierungsverantwortung durchzusetzen versucht (was die Gerichte beschäftigen würde), wäre ihre Wirkung rein auf Stimmungsmache beschränkt - juristisch unverbindlich, politisch katastrophal.

    Das AfD-Wählerpotential in ärmeren Regionen, die von der CO2-Bepreisung besonders betroffen sein werden, könnte die leichte Lösung einem komplizierten Ausgleich, z.B. über ein #Klimageld, vorziehen.

    Viele sehen nur Ostdeutschland als AfD-Land. Warum ist #Gelsenkirchen jetzt politisch blau geworden?
    dw.com/de/wie-das-arme-gelsenk

    2026 und 2027 sind - soweit absehbar - #Landtagswahlen in sieben westdeutschen Bundesländern.
    parteivergleich.eu/index.php?W

    Und 2029 ist die nächste #Bundestagswahl, wenn nichts dazwischenkommt.


    #Klimakanzler #Merz #CO2Bepreisung

  7. Konjunktur der Niedertracht

    Doch, es gibt Leute, die noch bei Verstand sind

    In Deutschland ergeht sich die politische und kommentierende Klasse im Überbietungswettbewerb von Menschenfeindlichkeit. Die halluzinieren, “die Leute”, “das Volk” wolle es so. Die glauben das auch selbst, weil es ihnen Marktforchungsunternehmen mit sog. Meinungsumfragen suggerieren. Eigene Weltsicht, eigene demokratische Vorstellungen die Welt zu organisieren und öffentlich für sie einzutreten – das war einmal, “old school” ehemaliger demokratischer Parteien. So dreht sich nun in unserem reichen Zwergstaat mit ehrgeizlosem Altenüberschuss ein selbstreferenzielles Karussell der Niedertracht. Es gibt wenige, die sich dagegen wehren. Sie werden umso wichtiger.

    Welche Zukunft für menschliches Leben auf diesem Planeten?

    Diese Frage überwölbt alles. Davon will die deutsche Medienöffentlichkeit aber nichts wissen. Worüber ich keine Ahnung habe, darüber schreibe und berichte ich nicht. Dabei muss niemand an die Polkappen oder in Gebirgsgletscher reisen – lesen würde genügen. Nick Reimer/Freitag (häufig auch telepolis) hat es getan, und Jakob Augstein hat es nicht einmauern lassen: Schelfeisschmelze unvermeidlich: New York und Hamburg werden im Meer versinken – Apokalypse Das westantarktische Schelfeis wird schmelzen, auch wenn die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzt wird. Dadurch werden die weltweiten Ozeane bis zu fünf Meter ansteigen. Damit wäre nicht nur New York dem Untergang geweiht – sondern auch Emden”.

    Zeigen Sie mir, wenn Sie welche wissen, bitte die Politiker*innen und Parteien, denen das am Wichtigsten ist. Wie gehen die Mächtigen auf dem Planeten damit um? Marc Saxer/ipg-journal weiss die desillusionierende Antwort: Ringen um die Weltordnung – Bipolar oder Multipolar: Der Aufstieg neuer Mächte verschiebt die globalen Kräfteverhältnisse. Was sind die Folgen für Völkerrecht und Menschenrechte?”

    Bundesregierung zerstört die EU

    Zur Bundesaussenministerin gibt es in diesem Blog mittlerweile 33 Trefferseiten. Sie gibt meiner Einschätzung ein weiteres Mal – leider – recht. Eric Bonse/taz berichtet, wie sie – im Auftrag von wem? – die EU zerstört: EU und der Nahost-Konflikt: Ein tiefer Riss bis zur Spitze – Die EU ringt vor dem Gipfel am Donnerstag um eine einheitliche Position zum Nahen Osten. Viele Vorwürfe zielen auch auf Außenministerin Baerbock.”

    Wir – absichtlich nicht mit Anführungsstrichen – dürfen es uns nicht so einfach machen, auf die bösen feindlichen und/oder bekloppten Kräfte zu verweisen, die dieses Land, diese Republik, die EU und die Welt an sich in die Grütze fahren. Die Wohlgesinnten, die für das Gute gegen das Böse sind, müssen sich fragen, warum das Wohlgesinnte sich nicht durchsetzt. Was mache ich, was machen wir falsch? So schwer ist das auch wieder nicht zu beantworten.

    Katharina Körting/Freitag beobachtet richtig: Wagenknecht-Abspaltung: Wem nützt das öffentliche Sterben der Linkspartei? – Meinung Das Ringen um die noch nicht gegründete Wagenknecht-Partei führt vor, wie hässlich Politik sein kann. Und wie sehr der Linken emotionale Kompetenz fehlt. Bleibt nur verbrannte Erde? Oder schlägt die Stunde einer von links erneuerten SPD?”

    Die verbitterte Feindschaftskultur, die sie bei der Linkspartei diagnostiziert, gibt es in jeder Partei. Die sind nur in der glücklichen Lage, dass das dank des PR-aufwendigen Treibens von Frau Wagenknecht derzeit nicht so viele sehen (wollen). Und wenn es gesehen würde? Wäre es nicht viel besser, denn es schreckt engagierte Demokrat*inn*en ab, und zieht intriganzintelligente Arschlöcher an. Wie an der Wahlurne.

    Eine kluge Gewerkschaftsvorsitzende

    Eine gute Freundin, die sie längere Zeit publizistisch und politisch beraten hat (ob es noch aktuell ist, weiss ich nicht), sprach sehr positiv von ihr. Ich vertraue ihrem Urteil. Gemeint ist Christiane Benner, neugewählte IG-Metall-Vorsitzende, über deren Wahl Peter Kern/bruchstuecke informativ und hintergründig berichtet: “Die neue Vorsitzende der IG Metall und ihre Aufgaben“.

    Unter den obwaltenden politischen Umständen wird die Gestresste durch Projektionen vielleicht überladen und überlastet. Ich hoffe, am Ende nicht.

    Und noch ein wichtiger Vorschlag

    Zum Zustand deutscher Medien und Publizistik kann es kaum drastischere Vorgänge geben, als die, in denen die Eigentümer*innen (sog. “Familienunternehmen”, die nichts anderes sind als Milliardärsclans, mit der dazugehörigen Kriminalität von Steuervermeidung bis zum Bruch arbeits- und sozialrechtlicher Mindeststandards – ich kann mich kaum beruhigen) selbst handeln. Sie berichten darüber selbstverständlich nicht, und gestatten es auch ihren Redaktionen nicht. Aber alles kommt raus, z.B. hier: Wilfried Urbe/taz: Entlassungen beim DuMont-Verlag: Brutal vom Hof gejagt – Der Kölner DuMont-Verlag hat ohne Vorwarnung rund 200 Angestellte seiner Druckerei entlassen. Nun setzt eine Protestwelle den Verlag unter Druck.”

    Köln zeigt: Gegenmacht ist möglich. Darum ist das Folgende so wichtig.

    Mein alter Kumpel David Schraven meldet sich bei Netzpolitik.org zu Wort, und ja, das ist wichtiger als irgendwelche Scheiss-“Meinungsumfragen”: Die Bundesregierung muss gemeinnützigen Journalismus endlich möglich machen – Die Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag versprochen, gemeinnützigen Journalismus zu ermöglichen. Doch bei der aktuellen Reform der Gemeinnützigkeit stockt es damit. Das wäre ein fataler Fehler für unsere Demokratie”.

    Klassisch realpolitisch argumentiert David, dass das alles kein Angriff gegen niemand sein soll. Ist es in der Sache auch nicht. Wäre aber darüber hinaus nötig. Claudia Roth, übernehmen Sie! Und Sie, liebe*r Leser*in: machen Sie!

  8. Best of 17 Februar 2023

    Strategielose Aussenpolitik, Krieg, Klima, Polizei & Verfassung, EU-Korruption
    Der Kollege Jörg Kronauer ist bisweilen etwas doktrinär eingestellt, aber immer aufmerksam, und in diesem Fall – zumindest in der Überschrift – in Jacobin überraschend barmherzig: “Die deutsche Außenpolitik ist strategielos – Der Ukraine-Krieg stellt die […]

    https://extradienst.net/2023/02/17/best-of-17-februar-2023/

  9. Best of 17. Februar 2023

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  10. Best of 17. Februar 2023

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    https://extradienst.net/2023/02/17/best-of-17-februar-2023/

  11. Land unter

    Wie frei dürfen Medien drehen? Um meine letzte Frage selbst zu beantworten: “Dürfen” tun sie alles. Sie dürfen nur nicht erwarten dafür ernstgenommen zu werden. Dieser Tage sah ich auf Phönix in einzelne Folgen der Dokumentarfilmreihe “Land unter” hinein. Aussergewöhnlich sehenswert, eine niederländische Produktion von Kadir van Lohuizen, Twan Huys und Martijn Blekendaal. Ich warf meine Blicke in die Folgen “Miami & New York” sowie “Pazifikinseln”. Ich fassse zusammen: vorbereitet auf das, was kommt, ist […]

    https://extradienst.net/2022/11/15/land-unter/