#lbv_bayern — Public Fediverse posts
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🐣 Momentan sieht man wieder häufig #Jungvögel auf dem Boden sitzen. Für unser Auge sehen diese kleinen gefiederten Tierchen vielleicht hilflos aus, aber das sind sie oft gar nicht.
Was für uns nach Hilfeschreien vermeintlich hilfloser Jungvögel klingt, sind in den meisten Fällen Bettelrufe an die Eltern. Denn diese befinden sich in der Regel in der Nähe und versorgen den Nachwuchs mit Futter. Die Kleinen lernen noch das Fliegen und halten sich daher häufiger als die #Altvögel in Bodennähe auf.
🚫Auch wenn man es gut meint, darf man niemals einen gesunden, jungen Vogel auf- oder mitnehmen. #Vögel sind #Wildtiere und durch das #Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Außerdem suchen die Elterntiere noch bis zu 24 Stunden nach ihren vermissten Jungen.
ABER: Es gibt drei Ausnahmen, in denen menschliche Hilfe angebracht ist. Wenn der Vogel äußerlich verletzt ist, könnt ihr bei einer #Tierarztpraxis oder einer #Tierschutzorganisation um Rat fragen. Auch bei Vögeln, die noch nicht vollständig befiedert sind, ist Hilfe angesagt. Dann handelt es sich um einen #Nestling, der vermutlich aus dem Nest gefallen ist und noch nicht fliegen kann. Wenn ihr das Nest erreichen könnt, setzt ihn dorthin zurück. Falls das nicht geht, gilt auch hier wieder externe Hilfe einzuholen.
Bei flüggen Jungvögeln braucht man sich in der Regel keine Sorgen zu machen. Wartet ab und beobachtet mindestens eine Stunde lang, ob sich die Altvögel um das Kleine kümmern. Falls ihr aber Katzen in der Nähe bemerkt oder sich der Vogel an einer Straße befindet, könnt ihr ihn in Hörweite des Fundorts erhöht vorsichtig ins nächste Gebüsch setzen. Dort finden ihn die Elternvögel wieder.
Übrigens: Auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält: Vögel nehmen ihre Jungen trotz menschlicher Berührung wieder an.
Das Wichtigste ist, zunächst gründlich abzuwägen, ob ein Handeln eurerseits notwendig und angemessen ist. Meist müsst ihr nichts tun. Es reicht Abstand zu halten und einfach zu beobachten. 🧡
Mehr Infos auf 👉 lbv.de/vogel-gefunden
#lbv_bayern #artenschutz #naturschutz #vogelschutz #birding #ornithologie
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🦇 Wann kommt das erste Hufi-Baby zur Welt?
Zwischen Frühling und Sommer ist es so weit: In Hohenburg werden die ersten Jungtiere der Großen Hufeisennasen geboren – einer der seltensten Fledermausarten Deutschlands. Und ihr könnt mitfiebern!
👉 Macht mit bei unserem Gewinnspiel:
Schätzt das Geburtsdatum des ersten „Hufi“-Babys und sichert euch die Chance auf tolle Preise!
Das könnt ihr gewinnen:
🥇 Private Führung im LBV-Fledermaushaus in Hohenburg
🥈 Fledermauskasten aus unserem LBV-Naturshop
🥉 Kosmos Naturführer „Fledermäuse Europas“
✨ plus: eine LBV-Geschenkmitgliedschaft für alle Gewinnerinnen und GewinnerWarum das wichtig ist: Die Große Hufeisennase ist stark gefährdet – in ganz Deutschland gibt es nur noch eine Wochenstube. Dank unserer Schutzmaßnahmen ist die Kolonie in Hohenburg von nur 37 Tieren im Jahr 1992 auf aktuell rund 800 gewachsen. Ein starkes Zeichen dafür, dass Naturschutz wirkt. 🖤
👀 Extra spannend: Über unsere Hufi-Webcams könnt ihr das Geschehen live verfolgen – Naturkino pur 👉 https://www.lbv.de/hufeisennase-webcam/
So macht ihr mit: Gebt euren Tipp über unsere Website ab 👉 https://www.lbv.de/hufi-gewinnspiel
#lbv_bayern #GroßeHufeisennase #Artenschutz #Naturschutz #Gewinnspiel #Fledermäuse
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🌼 Die Forsythie leuchtet gerade strahlend gelb in einigen Gärten in Bayern – doch für viele Insekten bleibt sie ein leer gedeckter Tisch.
So schön ihre gelben Blüten auch sind: Forsythien bieten kaum Nektar oder Pollen. Für #Wildbienen und andere Insekten sind sie deshalb nahezu wertlos.
Dabei gibt es eine heimische Alternative, die genauso früh blüht – und richtig viel zu bieten hat: die #Kornelkirsche (Cornus mas). 🐝 Ihre Blüten liefern schon ab Februar/März reichlich Pollen und Nektar – eine wichtige erste Nahrungsquelle für Wildbienen nach dem Winter. 🐦 Im Spätsommer dienen ihre Früchte #Vögeln als Nahrung, und auch Säugetiere wie #Haselmaus oder #Siebenschläfer profitieren.
Heimische Sträucher wie die Kornelkirsche sind echte Multitalente: Sie sind an unser #Klima angepasst, unterstützen die #Artenvielfalt und machen unsere #Gärten lebendig.
Welche heimischen Frühblüher habt ihr bei euch im Garten oder auf dem Balkon?
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Jetzt ist der Höhepunkt der Paarungszeit der Feldhasen im #April. Die sonst alleinlebenden weiblichen Feldhasen - Zibben genannt und die Rammler, die männlichen Hasen, kommen nun auf den Feldern zusammen, um sich dort zu paaren. Dabei geht es sehr turbulent zu. Mehrere Rammler werben um eine Häsin. Entdeckt ein Rammler eine Häsin, beginnt seine wilde Verfolgungsjagd auf sie. Diese endet, wenn die Häsin zu erschöpft wird – sie richtet sich auf und gibt dem Rammler einige Ohrfeigen, der diese erwidert.
Zum Paarungsritual gehört auch das sogenannte „Boxen”. 🥊 Dabei schlagen vor allem die Hasenmännchen mit den Vorderpfoten aufeinander ein, wobei manchmal auch die Häsinnen mitmischen. Haben sich die Paare schließlich gefunden, bleiben sie in der Regel das ganze Jahr zusammen.
Nach 42 bis 43 Tagen gebärt die Häsin ein bis vier vollständig entwickelte Jungen. Häsinnen in Mitteleuropa sind von Januar bis September fortpflanzungsfähig. Insgesamt können sie bis zu vier Mal im Jahr schwanger werden. Grund für die häufigen Schwangerschaften ist die sogenannte Doppelträchtigkeit. Das heißt, eine weitere Befruchtung ist bei Hasen trotz bestehender Trächtigkeit möglich. Die kleinen Hasen sind nach bereits vier Wochen selbstständig und nehmen im nächsten Frühjahr selbst an der Hasenhochzeit teil.
Wir wünschen euch schöne #Ostern! 🫶
Vielleicht seht ihr ja einen #Osterhasen? 🐇
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Der Wiedehopf – auffällig, faszinierend und bei uns nur noch selten zu sehen.
Mit seiner auffälligen Federhaube und dem langen Schnabel ist der Wiedehopf unverwechselbar. Etwa so groß wie eine Amsel, kehrt er jedes Jahr im April aus seinen Überwinterungsgebieten in Afrika nach #Bayern zurück.
Doch während er früher bei uns weit verbreitet war, gibt es heute nur noch 10 bis 20 Brutpaare in Bayern. In ganz Deutschland sind es lediglich etwa 800 bis 950 Paare.
Der Grund liegt vor allem in unserer Landschaft: Durch die Intensivierung der Landwirtschaft verschwinden strukturreiche Flächen. #Pestizide reduzieren das Nahrungsangebot – Insekten wie Grillen, Käfer oder Heuschrecken, von denen der Wiedehopf lebt. Auch Versiegelung und Bautätigkeit nehmen ihm wichtige Lebensräume.
Für den Wiedehopf wird es damit zunehmend schwer, bei uns zu überleben.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, bestehende Brutgebiete zu sichern und das Nistplatzangebot gezielt zu verbessern – überall dort, wo Wiedehopfe zuletzt noch beobachtet wurden.
👀 Und jetzt kommt ihr ins Spiel: Ab März, eher April sind wieder durchziehende Wiedehopfe unterwegs – manchmal sogar ganz unerwartet, etwa im eigenen Garten oder am Stadtrand. Wenn ihr einen seht, meldet eure Beobachtung gerne unter:
👉 https://www.lbv.de/wiedehopf-meldenJede Meldung hilft uns, diese besondere Art besser zu schützen.
Habt ihr schon einmal das große Glück gehabt einen Wiedehopf zu sehen und wenn ja, wo?💬
#lbv_bayern #Wiedehopf #Artenvielfalt #Naturschutz #Vögel #Natur #Ornithologie #Birdwatching
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Habt ihr euch schon einmal gefragt, welche #Vögel wann das Singen am Morgen beginnen? Unser bundesweiter Partner @NABU hat dafür eine übersichtliche #Vogeluhr entwickelt.
Besonders in #Frühjahr und Sommer können Frühaufsteherinnen und Frühaufsteher am Morgen ein wahres Vogelstimmenkonzert erleben. Doch nicht jeder Vogel stimmt zur gleichen Zeit ein. An der Vogeluhr könnt ihr ablesen, wie viele Minuten vor Sonnenaufgang die Vögel mit ihrem Gesang beginnen. Der Grund für den zeitlich versetzten Gesang der unterschiedlichen Vogelarten: Das Männchen will im Eifer des Gefechts einfach nicht in der Fülle der Melodien untergehen. So haben sich verschiedene Spezies unterschiedliche Zeitpunkte ausgesucht, um mit ihren Liebesliedern auch zu potenziellen Weibchen durchzudringen.
So beginnt zum Beispiel die Singdrossel circa 55 Minuten vor Sonnenaufgang mit ihrem Gezwitscher, während der Stieglitz in etwa 20 Minuten vor Sonnenaufgang sein Lied anstimmt.
Wenn ihr gerne früh aufsteht, könnt ihr dem nach und nach lauter erklingenden Vogelkonzert lauschen und dabei entspannt in den Tag starten.
Seid ihr eher früh aktiv wie der Hausrotschwanz oder eher später wie z.B. der Buchfink?
Mehr zum Thema und bayernweite LBV-Veranstaltungen zu Vogelstimmen findet ihr hier: https://lbv.de/vogeluhr
Fotos: #Gartenrotschwanz: Stefan Momita | #Hausrotschwanz: Rosl Roessner | #Rauchschwalbe: Marcus Meyer | #Singdrossel: Reinhold Peisker | #Rotkehlchen: Slawik | #Amsel: Ralph Sturm | #Goldammer: Karin Kreuziger | #Mönchgrasmücke: Thomas Clauss | #Zaunkönig: Marion Rappers | #Zilpzalp: Daniel Stellwagen | #Blaumeise: Marco Hausdörfer | #Kohlmeise: Friedrich Hartl | #Fitis: fsanchex | #Stieglitz: Hans-Dieter Rauer | #Star: Raphael Wanitschke | #Grünfink: Rosl Roessner | #Buchfink: Friedrich Hartl
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Wusstet ihr, dass etwa die Hälfte des gesamten Rotmilan-Bestandes in Deutschland lebt?
Der Rotmilan ist unverwechselbar: rostrot gefärbt und mit tief gegabeltem Schwanz – deshalb wird er auch „Gabelweihe“ genannt. Mit bis zu 165 cm Spannweite gehört er zu unseren größten heimischen Greifvögeln.
🏞️ Er braucht abwechslungsreiche #Landschaften wie zum Beispiel #Wiesen, #Felder, #Gewässer und offene Strukturen. Genau dort findet er Nahrung und Platz zum Jagen. Intensiv genutzte, ausgeräumte Landschaften machen ihm dagegen das Leben schwer.
Seine Spezialität: #Wühlmäuse und kleine Tiere, ab und zu aber auch Aas. Oft kreist er über frisch gemähten Wiesen oder Feldern auf Nahrungssuche.
Etwa 14.500-22.000 Brutpaare und damit circa die Hälfte des gesamten Rotmilan-Bestandes leben in Deutschland, zwei Drittel davon in den neuen Bundesländern. Eine große Verantwortung!
#Vogelschutz beginnt vor unserer Haustür. Strukturreiche Landschaften erhalten, Lebensräume sichern – davon profitiert nicht nur der Rotmilan, sondern die gesamte Artenvielfalt.
Habt ihr schon einmal einen Rotmilan gesehen? Schreibt es gerne in die Kommentare.
Tipp: Speichert euch den Beitrag als kleine Bestimmungshilfe für den nächsten Spaziergang.
#lbv_bayern #rotmilan #artenvielfalt #ornithologie #birdwatching
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Jedes Jahr im #Frühjahr erfüllt ein reges Treiben unsere Gärten, Felder und #Wälder: Ungefähr 250 Vogelarten starten bei uns in die #Brutsaison! Viele von ihnen haben dabei eine beeindruckende Reise hinter sich, denn nicht alle bleiben das ganze Jahr über in ihren Brutgebieten.
Etwa die Hälfte unserer #Vögel bleibt das ganze Jahr über in Deutschland – sogenannte Standvögel wie Amseln oder Kohlmeisen. Die andere Hälfte zieht als #Zugvögel in wärmere Gefilde. Doch Zugvogel ist nicht gleich Zugvogel, es gibt:
➡️ Kurzstreckenzieher (z. B. #Kranich, #Kiebitz, #Star) legen vergleichsweise kurze Strecken zurück – meist nach Westeuropa oder in den Mittelmeerraum. Sie reisen flexibel und richten sich nach dem Wetter: Ein milder Winter bedeutet oft, dass sie später aufbrechen und früher zurückkehren.
➡️ Langstreckenzieher (z. B. #Kuckuck, #Nachtigall, #Storch) legen oft mehrere tausend Kilometer zurück – meist nachts und oft alleine. Ihre Reiseroute ist genau getaktet, viele fliegen jedes Jahr zur selben Zeit los. Der Kuckuck verbringt z. B. ganze acht Monate auf Wanderschaft!Warum ziehen Vögel?
1️⃣ Nahrungssuche 🐛🌱: Insektenfresser wie #Schwalben oder Nachtigallen finden im Winter in Mitteleuropa kaum Nahrung, da es zu kalt für #Insekten ist. Pflanzenfresser oder Körnerfresser haben es oft leichter, aber auch sie ziehen manchmal, wenn das Nahrungsangebot knapp wird.
2️⃣ Bessere Überlebenschancen: Harte Winter bedeuten nicht nur weniger Futter, sondern auch Kälte, die Energie kostet. Vögel sparen durch den Zug in wärmere Regionen wertvolle Energie.
3️⃣ Erfolgreiche Fortpflanzung 🥚🐣: In den Sommermonaten gibt es in Europa viel Nahrung (Insekten, Samen, Früchte) und weniger Konkurrenz als in den Tropen. Das macht Europa zu einem idealen #Brutgebiet – doch im Winter lohnt es sich, nach Süden zu ziehen.
4️⃣ Vererbung & Instinkt 🧬🧭: Viele Zugvögel haben ihre Routen genetisch programmiert und orientieren sich an Umweltfaktoren wie dem Magnetfeld der Erde, den Sternen oder dem Sonnenstand. Jungvögel lernen die Route oft von älteren Artgenossen.Welche Rückkehrer habt ihr schon entdeckt?
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Der #Moorfrosch (Rana arvalis) gehört zu unseren kleineren Froscharten und wird nur bis zu sieben Zentimeter groß. Meist ist er unscheinbar hell- bis dunkelbraun gefärbt, oft mit einem hellen Längsband auf dem Rücken. Doch zur Laichzeit passiert Erstaunliches: Die Männchen entwickeln für kurze Zeit eine intensive Blaufärbung – ein eindrucksvolles Naturschauspiel in unseren Mooren.
Sein Körper ist schlank, die Schnauze kurz und spitz. Das Trommelfell ist deutlich kleiner als das Auge – ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Braunfröschen.
🌍 Verbreitung: Von den Niederlanden und Deutschland reicht sein Verbreitungsgebiet über Osteuropa bis nach Sibirien. In Deutschland liegt der Schwerpunkt im Norden und Osten. In Mittel-, West- und Süddeutschland ist der Moorfrosch dagegen selten geworden – in #Bayern gilt er sogar als vom Aussterben bedroht.
💧 #Lebensraum: Der Moorfrosch ist eng an wasserreiche Lebensräume gebunden: Zwischen- und Niedermoore, Bruchwälder, Nasswiesen, sumpfiges Grünland und Weichholzauen größerer Flüsse. Entscheidend ist ein hoher Grundwasserstand – und genau diese Lebensräume sind heute stark gefährdet.
🐸 Fortpflanzung: Ähnlich wie der #Grasfrosch legt der Moorfrosch Laichballen mit 500 bis 3.000 Eiern in flachen, sonnigen Gewässerzonen ab. In empfindlichen Moorgewässern kann jedoch bereits ein zu niedriger pH-Wert (unter etwa 4,5), etwa durch „sauren Regen“, zu Verpilzung und Absterben des Laiches führen.
⚠️ Gefährdung: Entwässerung, Zuschüttung von Gewässern, Nährstoffeinträge durch Dünger sowie Schadstoffe setzen dem Moorfrosch massiv zu. Wo Moore trockengelegt oder Wiesen intensiv genutzt werden, verschwinden seine Lebensräume – und mit ihnen die Bestände.
🛡️ Schutzstatus: Der Moorfrosch ist europaweit durch die FFH-Richtlinie geschützt und nach dem #Bundesnaturschutzgesetz „streng geschützt“. Er darf nicht gefangen, verletzt oder getötet werden – und auch seine Lebensstätten stehen unter besonderem Schutz.
Doch klar ist: Schutz auf dem Papier reicht nicht. Nur intakte Moore sichern seine Zukunft – und die vieler weiterer Arten.
Habt ihr schon mal einen blauen Moorfrosch gesehen?
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Der Frühling steht vor der Tür – und mit ihm erwacht die #Natur zu neuem Leben.
🐸 #Amphibien on tour: #Kröten, #Frösche und #Molche wandern jetzt zu ihren Laichgewässern. 🦔 Winterschläfer werden munter: Die ersten #Igel und #Feldhamster sind wieder unterwegs und dringend auf Nahrungssuche. Wer einen Igel entdeckt, kann ihn unter www.igel-in-bayern.de melden. 🦋 Insektenstart: Zitronenfalter, Tagpfauenauge & Co. flattern durch die ersten Blüten, Hummelköniginnen suchen Nistplätze. 🎶 Das Vogelkonzert beginnt: Ab März erfüllt wieder Gesang die Morgenluft. 🌼 Was blüht jetzt? Krokus, Veilchen, Hohe Schlüsselblume, Buschwindröschen, Salweide und viele mehr bringen Farbe in Wiesen und Wälder. 🦊 Tierkinder im März: Während manche Arten noch erwachen, sind andere schon Eltern: Stockenten führen ihre Küken direkt nach dem Schlüpfen ins Wasser, kleine Füchse tollen vor dem Bau und Wildschwein-Frischlinge kuscheln sich dicht aneinander, um warm zu bleiben.
🏡 Unser Tipp: Jetzt ist die richtige Zeit, #Nistkästen aufzuhängen! Das Einflugloch sollte nach Osten oder Südosten zeigen – so sind die kleinen Bewohner vor Regen und praller Sonne geschützt.
Gerade jetzt ist wohl die schönste Zeit, um rauszugehen und das Frühlingserwachen in #Bayern mitzuerleben! 🤩
Was habt ihr in den letzten Tagen schon entdeckt?
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🐝 Palmkätzchen (oder auch Weidenkätzchen genannt) erblühen schon Ende Februar und sind darum zu dieser Zeit eine der einzigen Nahrungsquellen für #Bienen und andere Insekten. Nur wenn #Insekten wie #Wildbienen, #Hummeln und #Schmetterlinge genügend Weiden finden, haben sie früh im Jahr eine wichtige Nahrungsquelle. Das heißt, dass die Weidenkätzchen auch für den Obstertrag verantwortlich sind. Weil die Pflanze so wichtig für Bienen ist, steht sie unter #Naturschutz (§ 39 BNatSchG).
✂️ Darf man Palmkätzchen abschneiden? Zwischen dem 1. März und dem 30. September ist es verboten, Zweige mit Palmkätzchen abzuschneiden, egal, ob diese im eigenen Garten oder in freier Wildbahn wachsen. Der Zeitraum gilt als Schonzeit für den Baum-, Hecken- und Strauchschnitt. Wenn ihr auf Palmkätzchen als Deko nicht verzichten wollt, könnt ihr Zweige aus zertifizierten Gärtnereien kaufen.
🌱 Eigentlich heißt der Strauch mit den samtweichen Blüten Sal-Weide (Salix caprea). Aber auch andere Weidenarten, wie zum Beispiel Grau-Weiden (Salix cinerea) und Reif-Weiden (Salix daphnoides) tragen flauschige Blüten.
🌳 Früher gab es ausreichend wildwachsende Sal-Weiden. Diese sind allerdings selten geworden, da die Palmkätzchen immer mehr für Dekorationen verwendet wurden. Zu einem guten Start ins Frühjahr könnt ihr den Insekten verhelfen, wenn ihr Palmkätzchen in eure Gärten pflanzt.
♀️♂️Männliche oder weibliche Blüten an der Weide? Wie alle Weiden sind Sal-Weiden zweihäusig. Das heißt, dass auf einer Pflanze entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten wachsen. Zuerst sind die Blüten samtige Kätzchen. Die männlichen Blüten werden später leuchtend gelb, die weiblichen Blüten dagegen unscheinbar grün. Bienen fliegen zuerst zu den attraktiveren männlichen Weidenkätzchen und danach mit den Pollen im Gepäck zu den weiblichen Weiden. Dadurch werden die Blüten bestäubt. Erst nach der Blüte wachsen Blätter an der Weide.
👉 Habt ihr Weidenkätzchen in eurem Garten oder in eurer Umgebung? 🧡
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#Eulen können ihre Augen nicht bewegen. 👀
Das Bauprinzip der Eulenaugen gleicht damit dem von lichtstarken Teleobjektiven: Große Linsen mit weit geöffneter Blende (bzw. Pupille) erlauben eine hohe Lichtausbeute. Durch den großen Abstand zwischen Linse und Netzhaut wird viel Licht auf kleinem Raum scharf gebündelt. Durch die Länge des Augapfels kann dieser allerdings nicht mehr durch Muskelkraft bewegt werden, was zu einem eingeschränkten Blickfeld führt und durch die Drehbarkeit des Kopfes ausgeglichen werden muss. Das für Eulen charakteristische Pendeln, Kreisen und Schaukeln des Kopfes und des Körpers dient der Abschätzung von Entfernungen. 🦉💡
Wie weit könnt ihr euren Kopf drehen? 😜
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Neben den bekannten #Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter gibt es auch noch eine feinere und biologisch begründete Einteilung des Jahres: je nach Erscheinungen in der #Pflanzenwelt können wir zehn phänologische Jahreszeiten unterscheiden.
Im Unterschied zu den astronomischen oder kalendarischen Jahreszeiten liegen die phänologischen Jahreszeiten nicht auf den Tag genau fest, sondern sind abhängig von den Jahr für Jahr zu unterschiedlichen Zeiten einsetzenden Entwicklungen in der #Natur.
Jeder phänologischen Jahreszeit sind deshalb sogenannte Zeigerpflanzen zugeordnet. So beginnt zum Beispiel der Vollfrühling mit der Apfelblüte – und die tritt von Jahr zu Jahr und auch von Region zu Region zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf.
FRÜHLING
🌱 #Vorfrühling: Beginn mit Blüte von Hasel, Märzenbecher und Schneeglöckchen, Ende mit Blüte der Salweide.
🌼 #Erstfrühling: Beginn mit Blüte der Forsythie sowie von Beerensträuchern wie der Stachelbeere und Obstbäumen wie Kirsche, Pflaume und Birne, von Schlehe und Ahorn; Laubentfaltung von Birke und Buche.
🌸 #Vollfrühling: Blüte von Apfel, Flieder und Rosskastanie; Laubentfaltung von Eiche und Hainbuche.SOMMER
👉 Frühsommer: Blüte von Holunder, Roggen, Robinie sowie Blütehöhepunkt der Wiesen und Getreidefelder; am Ende des Frühsommers erste Heumahd.
☀️ Hochsommer: Lindenblüte und Reife von Johannisbeere und Winterroggen.
🌾 Spätsommer: Heideblüte, Reife früher Obstsorten und der Eberesche, Getreideernte und zweite Heumahd.HERBST
🍎 Frühherbst: Herbstzeitlosenblüte, Reife von Holunder und Rosskastanie, Höhepunkt der Obsternte.
🥔 Vollherbst: Kartoffelernte und allgemeine Laubverfärbung.
🍂 Spätherbst: Zeit des allgemeinen Laubfalls und Abschluss der Vegetationszeit.WINTER
❄️ Periode zwischen Ende der Vegetationszeit und Haselblüte. Winterbeginn mit dem Auflaufen des Winterweizens.Habt ihr schon mal von den „phänologische Jahreszeiten“ gehört und was blüht in eurer Gegend bereits?
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Mit Beginn des Februars erwacht die #Natur ganz langsam aus ihrem #Winterschlaf und wir können die ersten Boten des Frühlings auf ihrem Frühjahrszug entdecken. Während sich die Tage allmählich verlängern und die Temperaturen leicht steigen, brechen Millionen von Vögeln aus ihren Winterquartieren auf, um in passende Brutgebiete zu ziehen. Dort finden sie mit dem #Frühling ausreichend Nahrung und geeignete Bedingungen für die Aufzucht ihrer Jungen.
Kurzstreckenzieher wie Stare, Kiebitze und Feldlerchen, die in Südeuropa überwintert haben, kommen jetzt schon wieder nach Deutschland zurück und auch viele Kraniche sieht man jetzt in ihren V-Förmigen Flugformationen übers Land ziehen.
Auf welche demnächst zurückkehrenden Zugvögel freut ihr euch am meisten? 🤩
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Was für uns nach #Winteridylle aussieht, kann für #Eulen und #Greifvögel schnell lebensbedrohlich werden. Liegt der #Schnee über Wochen dick auf Feldern und Wiesen, finden viele Mäusejäger keine Nahrung mehr. Besonders betroffen sind Eulen: Sie bleiben den Winter über in ihren Revieren – und können nicht einfach ausweichen.
Vor allem #Schleiereulen und #Steinkäuze haben es jetzt schwer. Fehlen schneefreie Flächen oder der Zugang zu Scheunen und Ställen, drohen Hunger und im schlimmsten Fall deutliche Bestandseinbrüche. 🦉
👉 Die gute Nachricht: Viele können helfen – mit einfachen Mitteln.
Offene Scheunenfenster, ein Spalt im Tor oder ein Zugang zum Stall reichen oft schon aus, damit Eulen auch im Winter Mäuse jagen können. Gleichzeitig leisten sie so ganz nebenbei einen wertvollen Beitrag zur natürlichen Regulierung von Nagetieren.
Auch draußen lassen sich kleine Oasen schaffen: Geräumte Schneeflächen, Strohballen oder sogenannte Mäuseburgen bieten Mäusen Schutz – und sichern damit die Nahrungsgrundlage für Eulen und Greifvögel. Wenig Aufwand, große Wirkung.
#Naturschutz beginnt oft direkt vor der eigenen Tür. Gerade jetzt zählt jedes offene Fenster, jeder geschützte Ort, jedes Mitmachen. 🫶
Habt ihr bei euch schon Eulen oder Greifvögel im Winter gesehen? 🤩
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Als immer offensichtlicher wurde, dass das #Artensterben auch in #Bayern zunimmt und immer mehr Tier- und #Pflanzenarten gefährdet oder gar vom #Aussterben bedroht sind, haben wir uns 1984 dazu entschlossen, den ARCHE NOAH FONDS ins Leben zu rufen. 🛡️
Staatliche #Schutzzonen und #Nationalparks reichen für einen angemessen Natur- und Artenschutz nicht aus. Daher kaufen wir hochwertige Flächen und Grundstücke selbst an, um gezielt artenreiche und sensible #Biotope und deren Bewohner zu schützen.
👏 In den letzten Jahren konnten wir rund 3.700 Hektar durch Kauf und Pacht in unsere Obhut nehmen! Weil hier kein Gift und keine Düngung Anwendung finden, können die sensiblen Flächen mit ihren Pflanzen und Tieren auch für die nächsten Generationen erhalten werden.
Aber nicht nur der Ankauf ist wichtig, sondern auch die Pflege und Betreuung der Schutzgebiete. Wir kümmern uns um Biotopflächen wie #Moore, #Auenlandschaften, #Wiesen und #Wälder durch regelmäßige Pflege und #Renaturierungsmaßnahmen.
Flächenerwerb ist aktiver Natur- und Artenschutz und wäre ohne eure finanzielle Unterstützung nicht möglich. Deswegen danken wir euch für jeden Beitrag, den ihr leistet. 🫶
Mehr Infos und wie ihr unterstützen könnt, erfahrt ihr hier 👉 www.lbv.de/arche-noah-fonds 🧡 -
💤 🌳 Siebenschläfer gehören zur Familie der #Bilche und werden – ohne Schwanz – 13 bis 18 Zentimeter lang. Mit ihrem 11 bis 15 Zentimeter langen, buschigen Schwanz und ihren hervorragenden Kletterfähigkeiten erinnern sie an kleine #Eichhörnchen. Typisch sind außerdem die runden, fast unbehaarten Ohren sowie der dunkle Ring um die großen schwarzen Augen.
🌙 🛌 Der Siebenschläfer ist in der Dämmerung und nachts aktiv, weshalb man ihn tagsüber kaum sieht. In der Nacht kann er auf Dachböden allerdings mit lautem Schreien und Quieken deutlich auf sich aufmerksam machen.
🍎 🥚 Seine Ernährung passt der Siebenschläfer flexibel an die Jahreszeiten an: Er frisst pflanzliche Nahrung, Insekten, Vögel, Eier und – wenn möglich – auch Essbares aus menschlicher Umgebung. Im Spätsommer konzentriert er sich besonders auf Eicheln und Bucheckern, um ausreichend Fettreserven für den langen Winterschlaf aufzubauen.
🌬️ ❄️ Sinken die Temperaturen unter 18 Grad Celsius, setzt der Drang zum Winterschlaf ein. Neben der Außentemperatur spielt auch die innere Uhr eine wichtige Rolle. Schon im September suchen die ersten Tiere nach passenden Verstecken. Sie graben sich etwa einen halben Meter tief ein, überwintern aber auch in Baumhöhlen, verlassenen Eichhörnchenkobeln oder Jagd- und Schutzhütten.
⏰ 😴 Der Übergang vom Wachzustand zur Winterlethargie dauert rund zwölf Stunden. Mit der fallenden Umgebungstemperatur sinkt auch die Körpertemperatur – jedoch nie unter 0,2 Grad Celsius. Ein „innerer Temperaturfühler“ verhindert das, indem er den Stoffwechsel leicht anhebt, ohne das Tier zu wecken. Während der Lethargie atmet der Siebenschläfer nur noch etwa zweimal pro Minute (normal: ca. 90) und sein Herz schlägt nur noch dreimal pro Minute statt der üblichen 350 Schläge.
👉 Habt ihr schon einmal einen Siebenschläfer gesehen? 🧡
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Schwalben galten schon immer als Glücksbringer🍀, denn wenn sie am Haus brüten, bedeutet dies im Volksglauben Schutz vor Unwetter. 🐦 Rauch- und Mehlschwalben sind Kulturfolger und damit an menschliche Siedlungen als Lebensraum gebunden. Mehlschwalben bauen ihre Nester an Fassaden, während Rauchschwalben eher im Inneren brüten, wie z.B. Ställen oder Scheunen. Sie verwenden dazu lehmige Erde, die sie in Pfützen sammeln und mit Speichel zu einer festen Masse verkleben.
🏠 Durch modernen Hausbau mit Flachdächern oder glattem Verputz werden die Nistmöglichkeiten für die Schwalben stark eingeschränkt. Aus Angst vor Kotspuren an den Wänden werden Schwalben auch bei Nestbauversuchen verscheucht oder gar ihre Nester zerstört. Dabei lässt sich die Verschmutzung mit der Anbringung eines schrägen Kotbretts ca. 50-70 cm unterhalb der Nester ganz einfach dauerhaft vermeiden. Das Brett ist dann farblich ganz leicht an die neue Fassade anzupassen.
🤝 Als Kulturfolger sind unsere Schwalben stark auf die Unterstützung durch uns Menschen angewiesen. Außer an Nistplätzen mangelt es den Schwalben bei uns auch an Nahrung. 🦟 Durch Versiegelung der Landschaft und den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln gehen die Vorkommen an Insekten stark zurück. Auch finden die Tiere in stark versiegelten Wohngebieten meist kein Baumaterial für neue Nester. Wie ihr Schwalben unterstützen könnt, findet ihr heraus unter: www.lbv.de/schwalben
❗ Schwalbennester sind durch das Bundesnaturschutzgesetz ganzjährig geschützt. Sie dürfen auch in der Zeit, wenn die bedrohten Vögel in Afrika überwintern, weder beschädigt noch zerstört werden.
Danke, dass ihr auch einem Info-Post ein Like gebt. 🫶