home.social

#onlinejournalismus — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #onlinejournalismus, aggregated by home.social.

  1. “Onlinejournalismus” sprachlos

    Ex-Eigentorschütze schiesst ein Bonner “Tor des Monats”

    Wie sich der Sparkurs der Verlagsmilliardär*inn*e*n auf ihre Interpretation von “Online first” auswirkt, das studierte ich heute morgen, nachdem ich gestern zwei interessante Fussballspiele gesehen habe.

    Bescheidene Bratwurst

    Zunächst besichtigte ich den Bonner SC, wie er Rot-Weiss Oberhausen endgültig am Aufstieg von der 4. in die 3. Liga hinderte. Ein bisschen mutete es mir wie eine Kopie des 0:1 gegen den BVB an. Die favorisierten Gäste aus Oberhausen dominierten das Spiel, doch der Bonner SC konterte gelegentlich, und kam dabei meistens weit gefährlicher vors Tor. Doch dieses Mal ohne “Kack”-Eigentor, sondern mit einem gerechten 1:1. Das Ausgleichstor von Haris Mesic, dem Eigentorschützen gegen den BVB, landete bildschön und unhaltbar im Winkel. Es gibt im Fussball also doch Gerechtigkeit. Gut 1.400 Zuschauer*innen waren zufrieden und bejubelten den Schlusspfiff.

    Beim Bratwurst-Test fiel der BSC hingegen brutal durch. Das Beste an ihr war das frisch-knackige Brötchen. Die Wurst war weniger als lauwarm und wurde einem Warmhaltebottich statt einem Grill entnommen, in dem ca. 50-60 weitere Exemplare auf Kund*inn*en warteten. Weder heiss noch gar. Abzuraten!

    Ungewöhnlich am Tag der “Hells-Angels”-Razzia das offensiv präsentierte Polizeiaufgebot, das die Zahl der Gästezuschauer aus dem Ruhrpott weit übertraf. So wurde nicht ganz klar, was das sollte. Wollten die nach der Razzia ein bisschen Fussballvergnügen? Denn in ihren Kasernen soll es recht ungemütlich sein … Hatten sie Angst vor den ein paar Dutzend RWO-Fans? Oder wollten sie Angst machen? Aber wem denn bitte?

    Und dann ins “Horizonte”

    Im Stadtwerke-Bus zur Rückkehr nach Beuel blieben unmittelbar nach Schlusspfiff sogar Sitzplätze frei. Waren alle mit Auto und Fahrrad da. Egal, zum Elfmetertreffer von Harry Kane in der 17. Spielminute waren wir rechtzeitig ins Beueler “El Horizonte” zurückgekehrt, um das 4:5 des Fussballkonzerns aus dem süddeutschen Raum bei der Pariser Staatself des Emirates Qatar zu begutachten. Die TV-Einkäufer dieser zweifellos spektakulären Partie überschlugen sich mit Superlativen – “Mechanismen des Geschäfts” eben.

    Der Ex-Fussballlehrer an meinem Tisch bemängelte hingegen zutreffend die Abwehrleistungen beider Teams. Die Kommerzlogik des Profifussballs will es so. Muss ich erwähnen, wer das süddeutsche Tor hütete? Angriffsspieler sind beim Publikum weit beliebter, werden bewundert und bestaunt – und weit besser bezahlt. Defensivspieler müssen hingegen für die glänzenden Stars die Arbeit machen – wer von den Millionen kleinen Jungs strebt das an?

    Ein 32-jähriger, der im gleichen Krankenhaus geboren wurde, und die gleiche Schule besucht hat, wie ich, hat für sich eine Lösung gefunden. Ich schäme mich ein bisschen für so viel Gedankenlosigkeit eines Multimillionärs, mit dem ich 37 Jahre später u.U. hätte zusammen aufwachsen können. Da habe ich nochmal Glück gehabt …

    Aber “man muss doch auch mal das Positive sehen!” (Adenauer), Das Positive an der gestrigen Partie in Paris ist, dass es Trumps und Infantinos WM im Sommer nicht gelingen wird, dieses sportliche (und Spektakel-!)Niveau zu erreichen.

    Wie kommichdrauf?

    Nach dem angeblich historischen Superduper-Megaspiel in Paris las ich heute morgen in meinen morgendlichen Onlinemedien taz (nicht mehr auf Papier, nur noch online), WAZ (Funke-Mediengruppe) und Frankfurter Rundschau (Ippen-Gruppe) bis nach 9 Uhr am nächsten Morgen: NICHTS!

    Gehts noch blamabler? Die WAZ meiner Jugend im Ruhrpott hätte schon um 4.30 h im Briefkasten meiner Eltern auf der Titelseite mit dem Ereignis aufgemacht. Hergestellt auf eigenen Druckmaschinen in Essen, und die Pakete abgeworfen für die Zeitungsboten nächtens an der Strassenbahnhaltestelle Sigambrerweg, unmittelbar vor der damaligen Polizeiwache. Der berühmte und verehrte Hans-Josef Justen hätte wahrscheinlich persönlich dafür gekämpft und gesorgt. Alles hier Genannte (= “Infrastruktur”!) weg!

    Stattdessen wird die AfD dort jetzt stärkste Partei.

  2. “Onlinejournalismus” sprachlos

    Ex-Eigentorschütze schiesst ein Bonner “Tor des Monats”

    Wie sich der Sparkurs der Verlagsmilliardär*inn*e*n auf ihre Interpretation von “Online first” auswirkt, das studierte ich heute morgen, nachdem ich gestern zwei interessante Fussballspiele gesehen habe.

    Bescheidene Bratwurst

    Zunächst besichtigte ich den Bonner SC, wie er Rot-Weiss Oberhausen endgültig am Aufstieg von der 4. in die 3. Liga hinderte. Ein bisschen mutete es mir wie eine Kopie des 0:1 gegen den BVB an. Die favorisierten Gäste aus Oberhausen dominierten das Spiel, doch der Bonner SC konterte gelegentlich, und kam dabei meistens weit gefährlicher vors Tor. Doch dieses Mal ohne “Kack”-Eigentor, sondern mit einem gerechten 1:1. Das Ausgleichstor von Haris Mesic, dem Eigentorschützen gegen den BVB, landete bildschön und unhaltbar im Winkel. Es gibt im Fussball also doch Gerechtigkeit. Gut 1.400 Zuschauer*innen waren zufrieden und bejubelten den Schlusspfiff.

    Beim Bratwurst-Test fiel der BSC hingegen brutal durch. Das Beste an ihr war das frisch-knackige Brötchen. Die Wurst war weniger als lauwarm und wurde einem Warmhaltebottich statt einem Grill entnommen, in dem ca. 50-60 weitere Exemplare auf Kund*inn*en warteten. Weder heiss noch gar. Abzuraten!

    Ungewöhnlich am Tag der “Hells-Angels”-Razzia das offensiv präsentierte Polizeiaufgebot, das die Zahl der Gästezuschauer aus dem Ruhrpott weit übertraf. So wurde nicht ganz klar, was das sollte. Wollten die nach der Razzia ein bisschen Fussballvergnügen? Denn in ihren Kasernen soll es recht ungemütlich sein … Hatten sie Angst vor den ein paar Dutzend RWO-Fans? Oder wollten sie Angst machen? Aber wem denn bitte?

    Und dann ins “Horizonte”

    Im Stadtwerke-Bus zur Rückkehr nach Beuel blieben unmittelbar nach Schlusspfiff sogar Sitzplätze frei. Waren alle mit Auto und Fahrrad da. Egal, zum Elfmetertreffer von Harry Kane in der 17. Spielminute waren wir rechtzeitig ins Beueler “El Horizonte” zurückgekehrt, um das 4:5 des Fussballkonzerns aus dem süddeutschen Raum bei der Pariser Staatself des Emirates Qatar zu begutachten. Die TV-Einkäufer dieser zweifellos spektakulären Partie überschlugen sich mit Superlativen – “Mechanismen des Geschäfts” eben.

    Der Ex-Fussballlehrer an meinem Tisch bemängelte hingegen zutreffend die Abwehrleistungen beider Teams. Die Kommerzlogik des Profifussballs will es so. Muss ich erwähnen, wer das süddeutsche Tor hütete? Angriffsspieler sind beim Publikum weit beliebter, werden bewundert und bestaunt – und weit besser bezahlt. Defensivspieler müssen hingegen für die glänzenden Stars die Arbeit machen – wer von den Millionen kleinen Jungs strebt das an?

    Ein 32-jähriger, der im gleichen Krankenhaus geboren wurde, und die gleiche Schule besucht hat, wie ich, hat für sich eine Lösung gefunden. Ich schäme mich ein bisschen für so viel Gedankenlosigkeit eines Multimillionärs, mit dem ich 37 Jahre später u.U. hätte zusammen aufwachsen können. Da habe ich nochmal Glück gehabt …

    Aber “man muss doch auch mal das Positive sehen!” (Adenauer), Das Positive an der gestrigen Partie in Paris ist, dass es Trumps und Infantinos WM im Sommer nicht gelingen wird, dieses sportliche (und Spektakel-!)Niveau zu erreichen.

    Wie kommichdrauf?

    Nach dem angeblich historischen Superduper-Megaspiel in Paris las ich heute morgen in meinen morgendlichen Onlinemedien taz (nicht mehr auf Papier, nur noch online), WAZ (Funke-Mediengruppe) und Frankfurter Rundschau (Ippen-Gruppe) bis nach 9 Uhr am nächsten Morgen: NICHTS!

    Gehts noch blamabler? Die WAZ meiner Jugend im Ruhrpott hätte schon um 4.30 h im Briefkasten meiner Eltern auf der Titelseite mit dem Ereignis aufgemacht. Hergestellt auf eigenen Druckmaschinen in Essen, und die Pakete abgeworfen für die Zeitungsboten nächtens an der Strassenbahnhaltestelle Sigambrerweg, unmittelbar vor der damaligen Polizeiwache. Der berühmte und verehrte Hans-Josef Justen hätte wahrscheinlich persönlich dafür gekämpft und gesorgt. Alles hier Genannte (= “Infrastruktur”!) weg!

    Stattdessen wird die AfD dort jetzt stärkste Partei.

  3. taz: Journalistische Sorgfalt bei STRG_F: Hat die Kritik geholfen?

    Sechs Monate nach Rezos Kritik räumt Strg_F Fehler ein und verspricht Verbesserungen. Doch die drei neuen Videoreportagen überzeugen nur teilweise.
    Journalistische Sorgfalt bei STRG_F: Hat die Kritik geholfen?

  4. Netzpolitik.org braucht noch rund 150.000 Euro, um auch in 2024 ohne Kürzungen weiter hochwertige Information zu Digitalthemen anbieten zu können. Hier ein Link zum Spendenaufruf: netzpolitik.org/2023/alarm-uns
    #digitalisierung #netzpolitikorg #onlinejournalismus

  5. Übermedien: Kommentar: Der Link, das ewige Tabu

    Vermeintliche Qualitätsmedien ignorieren immer noch Mindeststandards des Online-Journalismus. Bei „T-Online“ ist es besonders absurd.
    Der Link, das ewige Tabu | Übermedien

  6. Übermedien: Kommentar: Der Link, das ewige Tabu

    Vermeintliche Qualitätsmedien ignorieren immer noch Mindeststandards des Online-Journalismus. Bei „T-Online“ ist es besonders absurd.
    Der Link, das ewige Tabu | Übermedien

  7. Übermedien: Kommentar: Der Link, das ewige Tabu

    Vermeintliche Qualitätsmedien ignorieren immer noch Mindeststandards des Online-Journalismus. Bei „T-Online“ ist es besonders absurd.
    Der Link, das ewige Tabu | Übermedien

  8. Übermedien: Kommentar: Der Link, das ewige Tabu

    Vermeintliche Qualitätsmedien ignorieren immer noch Mindeststandards des Online-Journalismus. Bei „T-Online“ ist es besonders absurd.
    Der Link, das ewige Tabu | Übermedien

  9. Übermedien: Kommentar: Der Link, das ewige Tabu

    Vermeintliche Qualitätsmedien ignorieren immer noch Mindeststandards des Online-Journalismus. Bei „T-Online“ ist es besonders absurd.
    Der Link, das ewige Tabu | Übermedien

  10. Heißt ganz herzlich den tollen Onlinejournalismus.de-Bot willkommen.
    @ojour

    Link-Tipps zu #Medien #Journalismus #Recherche vom ältesten #Onlinejournalismus-Portal in Deutschland.

    Er wird händisch gefüttert von @thomasmrazek

    Das war so ziemlich der letzte Account von Twitter den ich hier noch vermisst habe. Wie praktisch, dass ich Admin von onlinejournalismus.de bin.

    Technische Details (RSS-Bot für Dummies) im Thread ⬇️

  11. Einige schlechte und wenige gute Beispiele für deutschen Onlinejournalismus Den Beueler Extradienst gibt es jetzt sechs Jahre öffentlich, inkl. nicht öffentlicher Übungsphase 8 Jahre. Geld ist keins geflossen, weder rein noch raus. Es war nicht furchtbar und es ging. Seine grösste Zierde sind die unbezahlten Autor*inn*en, die schreiben, weil sie es für richtig halten und/oder weil es ihnen Spass macht. Mir auch. Umso mehr elendigliche Gefühle überwältigen mich, wenn ich das Treiben der Profis betrachte. […]

    https://extradienst.net/2022/09/20/online-last-2/

  12. Rachel Sterne schreibt über entstehende Geschäftsmodelle für Bürgerjournalisten. Viel verdient man damit noch nicht, aber Sterne kann immerhin schon fünf Geschäftsmodelle unterscheiden [via Martin Stabe].

    Die erfolgreichsten Internet-Unternehmen verdienen ihr Geld mit kostenlosen Beiträgen der Benutzer. Lesenswert dazu ist Geert Lovink in Zugriff verweigert.

    Update, 24.9.2025: URLs aktualisiert bzw. durch Wayback-Machine-URLs ersetzt.