#karimelgawhary — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #karimelgawhary, aggregated by home.social.
-
Auch mal loben – Blattkritik WDR
Un’ jönne könne
Ich hasse “Relaunches”. Derartige “Modernisierungen” sind in der Regel mit zusätzlichen und völlig unnötigen Nutzer*innen*problemen verbunden. Nichts findet frau*mann wieder, alles muss ganz von vorne gesucht werden, Zeitverschwendung, Zeitdiebstahl. Zumal er in der Regel mit Profitmaximierungsabsichten verbunden ist. Liegt meine positive Überraschung nun daran, dass der WDR schon lange ein Opfer meiner persönlichen Mediendiät war? Entscheiden Sie selbst.
Online hatte ich den WDR weitgehend verlassen, weil er sich besonders servil vor den 3-4 NRW-Verlagsmilliardär*inn*en in den Staub geworfen, und frühere Textangebote vernichtet hatte. Nun hat er seine Homepage optisch aufgeräumt, und findet vor meinen Augen Gnade.
Besoonders schmerzhaft für die 3-4 Milliardär*inn*e*n, die ja seit Jahrzehnten mit der Vernichtung lokaler Pressevielfalt beschäftigt sind, könnte sich die freundliche Benutzerführung zu den Lokalangeboten erweisen. Die “WDR-Lokalzeit” im linearen TV ist schon lange tägliche Einschaltquotensiegerin und dürfte die Abonnent*inn*enzahlen der runtergesparten lokalen Monopolblätter locker übertreffen. Und nun finde ich mit wenigen Klicks von der Startseite ins Regionale und Lokale. Journalismus ist dort nur sparsam eingesetzt, es überwiegen Nachrichten. Aber ehrlich: brauchen Sie mehr? Die kritischen Gedanken mache ich mir sowieso selber.
WDR benennt Ministerien selbst
Unappetitlich war mir kürzlich schon die willkürliche geradezu propagandistische Bezeichnung für eine NRW-Landesministerin aufgefallen. Das setzte sich heute fort. Ein angebliches “Verteidigungsministerium” der USA habe die Absicht verkündet, Soldaten abzuziehen. Tatsächlich handelt es sich um dieses “Department of War”. Das werden Sie sich selbst mit geringsten Englischkenntnissen selbst übersetzen können.
Während sonst jeder Propaganda-Furz des Trump-Regimes auch von deutschen Medien in die Welt verbreitet wird, schaffen sie es nicht, offizielle Bezeichnungen adäquat zu übersetzen? Das ist selbst ein Propagandafurz.
Was das Ministerium, um das es hier geht, tatsächlich tut, hatte schon vor seiner trumpschen Umbenennung nichts mit “Verteidigung” zu tun, aber viel mit Verrat an den Grund- und Menschenrechten der eigenen Staatsverfassung.
Vorschlag für die nächste Transferperiode
Karim El-Gawhary weiss, was ich meine. Sein Korrespondentenjob für den österreichischen ORF, bei dem es seit Monaten drunter und drüber geht (sexuelle Gewalt von Vorgesetzten, Druck von Rechts, ÖVP und FPÖ würden den Laden am liebsten plattmachen), soll in einem Monat “auslaufen”. Er hätte also mehr Zeit, und hat bereits Jobs für die ARD gemacht. Mein Vorschlag: abwerben, den Mann. Warum? Lesen Sie mal das:
“Konflikt am Golf: Im Nahen Osten viel Neues – Der Irankrieg wird nicht nur die gesamte Region verändern, sondern auch die Weltordnung. Aber nicht so, wie es sich Trump und Netanjahu vorgestellt hatten.”
Klüger und abgewogener geht es nicht. Und wenn der gute Mann schon aus Österreich geholt wird, soll Armin Wolf gleich mitkommen – für die “Tagesthemen”, statt Jörg Schönenborn. Der könnte stattdessen Österreich-Korrespondent machen – die Lebensqualität in Wien soll sehr hoch sein, und mglw. sogar Hamburg übertreffen.
-
Auch mal loben – Blattkritik WDR
Un’ jönne könne
Ich hasse “Relaunches”. Derartige “Modernisierungen” sind in der Regel mit zusätzlichen und völlig unnötigen Nutzer*innen*problemen verbunden. Nichts findet frau*mann wieder, alles muss ganz von vorne gesucht werden, Zeitverschwendung, Zeitdiebstahl. Zumal er in der Regel mit Profitmaximierungsabsichten verbunden ist. Liegt meine positive Überraschung nun daran, dass der WDR schon lange ein Opfer meiner persönlichen Mediendiät war? Entscheiden Sie selbst.
Online hatte ich den WDR weitgehend verlassen, weil er sich besonders servil vor den 3-4 NRW-Verlagsmilliardär*inn*en in den Staub geworfen, und frühere Textangebote vernichtet hatte. Nun hat er seine Homepage optisch aufgeräumt, und findet vor meinen Augen Gnade.
Besoonders schmerzhaft für die 3-4 Milliardär*inn*e*n, die ja seit Jahrzehnten mit der Vernichtung lokaler Pressevielfalt beschäftigt sind, könnte sich die freundliche Benutzerführung zu den Lokalangeboten erweisen. Die “WDR-Lokalzeit” im linearen TV ist schon lange tägliche Einschaltquotensiegerin und dürfte die Abonnent*inn*enzahlen der runtergesparten lokalen Monopolblätter locker übertreffen. Und nun finde ich mit wenigen Klicks von der Startseite ins Regionale und Lokale. Journalismus ist dort nur sparsam eingesetzt, es überwiegen Nachrichten. Aber ehrlich: brauchen Sie mehr? Die kritischen Gedanken mache ich mir sowieso selber.
WDR benennt Ministerien selbst
Unappetitlich war mir kürzlich schon die willkürliche geradezu propagandistische Bezeichnung für eine NRW-Landesministerin aufgefallen. Das setzte sich heute fort. Ein angebliches “Verteidigungsministerium” der USA habe die Absicht verkündet, Soldaten abzuziehen. Tatsächlich handelt es sich um dieses “Department of War”. Das werden Sie sich selbst mit geringsten Englischkenntnissen selbst übersetzen können.
Während sonst jeder Propaganda-Furz des Trump-Regimes auch von deutschen Medien in die Welt verbreitet wird, schaffen sie es nicht, offizielle Bezeichnungen adäquat zu übersetzen? Das ist selbst ein Propagandafurz.
Was das Ministerium, um das es hier geht, tatsächlich tut, hatte schon vor seiner trumpschen Umbenennung nichts mit “Verteidigung” zu tun, aber viel mit Verrat an den Grund- und Menschenrechten der eigenen Staatsverfassung.
Vorschlag für die nächste Transferperiode
Karim El-Gawhary weiss, was ich meine. Sein Korrespondentenjob für den österreichischen ORF, bei dem es seit Monaten drunter und drüber geht (sexuelle Gewalt von Vorgesetzten, Druck von Rechts, ÖVP und FPÖ würden den Laden am liebsten plattmachen), soll in einem Monat “auslaufen”. Er hätte also mehr Zeit, und hat bereits Jobs für die ARD gemacht. Mein Vorschlag: abwerben, den Mann. Warum? Lesen Sie mal das:
“Konflikt am Golf: Im Nahen Osten viel Neues – Der Irankrieg wird nicht nur die gesamte Region verändern, sondern auch die Weltordnung. Aber nicht so, wie es sich Trump und Netanjahu vorgestellt hatten.”
Klüger und abgewogener geht es nicht. Und wenn der gute Mann schon aus Österreich geholt wird, soll Armin Wolf gleich mitkommen – für die “Tagesthemen”, statt Jörg Schönenborn. Der könnte stattdessen Österreich-Korrespondent machen – die Lebensqualität in Wien soll sehr hoch sein, und mglw. sogar Hamburg übertreffen.
-
Aber Journalismus ist möglich
Küppi meinte eben, “wenn einem dazu nichts mehr einfällt, ist man noch nicht zynisch geworden”. So gesehen sieht das hier bei mir nicht gut aus. Aber zunächst das Positive.
Journalismus ist möglich. Sogar bei der taz. Das beweisen:
1. Unser langjähriger Mitautor Andreas Zumach.
2. Eric Bonse, dem ich schon Ende der 70er in der NRW-Jugendpresse begegnet bin, und der schon damals ein seriöser Bündnispartner war: “EU im Irankrieg: Europas moralisches Versagen – Europäische Spitzenpolitiker verfolgen den Krieg gegen Iran kommentarlos. Sie sind zu feige, sich deutlich gegen Trump und Netanjahu zu positionieren.”
3. Karim El-Gawhary, mit dessen Vater ich zur gleichen Zeit (s. Bonse) in der Anti-Apartheid-Bewegung zusammengearbeitet habe: “Waffenstillstand im Irankrieg: Fragile Feuerpause – Iran soll die Straße von Hormus wieder öffnen, die USA sollen Iran nicht mehr angreifen. Was hinter dem Deal steckt und wie es jetzt weitergeht.”
Diesen Kollegen vertraue ich.
Und nun die Anderen.
Was ist das beim ZDF? Nur da?
Mein Vertrauen in die Arbeit der telepolis-Redaktion ist in der jüngeren Vergangenheit gesunken, da geht es mir ähnlich wie unserem Mitautor Gilbert Kolonko. Zwar besuche ich die Seite weiter regelmässig, lese aber spürbar weniger. Und hierbei wurde ich zynisch (s.o.):
Luca Schäfer: “ZDF übernimmt Trumps Sanktionslisten – und nennt es Compliance – US-Sanktionslisten werden im deutschen Fernsehen willig umgesetzt: Was das ZDF eine Compliance-Reform nennt, ist in Wahrheit ein Zensur-Türöffner.”
Normalerweise ein Fall für Böhmermann. Aber der bekommt dummerweise genau von dort sein Geld …
Ein Einzelfall? Keineswegs. Die Sache ist grösser.
EU – Blödheit oder Strategie?
Tomas Rudl meldet bei unseren netzpolitik-Freund*inn*en das: “Neues Gremium geplant: EU will Trump bei Digitalgesetzen entgegenkommen – Donald Trump poltert bei jeder Gelegenheit gegen die EU und ihre Digitalregeln. Künftig soll ein neues Gremium der US-Regierung offenbar Mitsprache einräumen, berichtet das Handelsblatt. Im Gegenzug soll es Zollerleichterungen geben.”
Das führt mich zu den Führungsfiguren der – noch demokratischen – Konservatven Deutschlands und Europas, personifiziert in den Gestalten Flinten-Uschi und Merzfriedrich. Ist das, was Zumach am Beispiel ihres Gesandten Mark Rutte skizziert, ernsthaft ihre Strategie? Mutieren sie also, wie ihre politischen Vorfahren in der Weimarer Republik, zu den bewussten Abbruchunternehmer*inne*n der bürgerlichen Demokratie?
Das wäre die “Verschwörungstheorie”. Manche Verschwörungen gibt es wirklich. Oder ist es bewusstlose Blödheit? Ich fürchte ja ernsthaft Letzteres …
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
Aber Journalismus ist möglich
Küppi meinte eben, “wenn einem dazu nichts mehr einfällt, ist man noch nicht zynisch geworden”. So gesehen sieht das hier bei mir nicht gut aus. Aber zunächst das Positive.
Journalismus ist möglich. Sogar bei der taz. Das beweisen:
1. Unser langjähriger Mitautor Andreas Zumach.
2. Eric Bonse, dem ich schon Ende der 70er in der NRW-Jugendpresse begegnet bin, und der schon damals ein seriöser Bündnispartner war: “EU im Irankrieg: Europas moralisches Versagen – Europäische Spitzenpolitiker verfolgen den Krieg gegen Iran kommentarlos. Sie sind zu feige, sich deutlich gegen Trump und Netanjahu zu positionieren.”
3. Karim El-Gawhary, mit dessen Vater ich zur gleichen Zeit (s. Bonse) in der Anti-Apartheid-Bewegung zusammengearbeitet habe: “Waffenstillstand im Irankrieg: Fragile Feuerpause – Iran soll die Straße von Hormus wieder öffnen, die USA sollen Iran nicht mehr angreifen. Was hinter dem Deal steckt und wie es jetzt weitergeht.”
Diesen Kollegen vertraue ich.
Und nun die Anderen.
Was ist das beim ZDF? Nur da?
Mein Vertrauen in die Arbeit der telepolis-Redaktion ist in der jüngeren Vergangenheit gesunken, da geht es mir ähnlich wie unserem Mitautor Gilbert Kolonko. Zwar besuche ich die Seite weiter regelmässig, lese aber spürbar weniger. Und hierbei wurde ich zynisch (s.o.):
Luca Schäfer: “ZDF übernimmt Trumps Sanktionslisten – und nennt es Compliance – US-Sanktionslisten werden im deutschen Fernsehen willig umgesetzt: Was das ZDF eine Compliance-Reform nennt, ist in Wahrheit ein Zensur-Türöffner.”
Normalerweise ein Fall für Böhmermann. Aber der bekommt dummerweise genau von dort sein Geld …
Ein Einzelfall? Keineswegs. Die Sache ist grösser.
EU – Blödheit oder Strategie?
Tomas Rudl meldet bei unseren netzpolitik-Freund*inn*en das: “Neues Gremium geplant: EU will Trump bei Digitalgesetzen entgegenkommen – Donald Trump poltert bei jeder Gelegenheit gegen die EU und ihre Digitalregeln. Künftig soll ein neues Gremium der US-Regierung offenbar Mitsprache einräumen, berichtet das Handelsblatt. Im Gegenzug soll es Zollerleichterungen geben.”
Das führt mich zu den Führungsfiguren der – noch demokratischen – Konservatven Deutschlands und Europas, personifiziert in den Gestalten Flinten-Uschi und Merzfriedrich, zwei, die Angela Merkel nicht gerne in ihrer Nähe hatte. Ist das, was Zumach am Beispiel ihres Gesandten Mark Rutte skizziert, ernsthaft ihre Strategie? Mutieren sie also, wie ihre politischen Vorfahren in der Weimarer Republik, zu den bewussten Abbruchunternehmer*inne*n der bürgerlichen Demokratie? (Dieser Link verschwindet in einigen Tagen in einem Paywallarchiv).
Das wäre die “Verschwörungstheorie”. Manche Verschwörungen gibt es wirklich. Oder ist es bewusstlose Blödheit? Ich fürchte ja ernsthaft Letzteres …
Und wenn Sie jetzt was brauchen damit es Ihnen wieder besser geht, dann hören Sie doch nur kurz 2 Minuten den guten, alten Fritz Eckenga (71), direkt aus Dortmund.
-
Aber Journalismus ist möglich
Küppi meinte eben, “wenn einem dazu nichts mehr einfällt, ist man noch nicht zynisch geworden”. So gesehen sieht das hier bei mir nicht gut aus. Aber zunächst das Positive.
Journalismus ist möglich. Sogar bei der taz. Das beweisen:
1. Unser langjähriger Mitautor Andreas Zumach.
2. Eric Bonse, dem ich schon Ende der 70er in der NRW-Jugendpresse begegnet bin, und der schon damals ein seriöser Bündnispartner war: “EU im Irankrieg: Europas moralisches Versagen – Europäische Spitzenpolitiker verfolgen den Krieg gegen Iran kommentarlos. Sie sind zu feige, sich deutlich gegen Trump und Netanjahu zu positionieren.”
3. Karim El-Gawhary, mit dessen Vater ich zur gleichen Zeit (s. Bonse) in der Anti-Apartheid-Bewegung zusammengearbeitet habe: “Waffenstillstand im Irankrieg: Fragile Feuerpause – Iran soll die Straße von Hormus wieder öffnen, die USA sollen Iran nicht mehr angreifen. Was hinter dem Deal steckt und wie es jetzt weitergeht.”
Diesen Kollegen vertraue ich.
Und nun die Anderen.
Was ist das beim ZDF? Nur da?
Mein Vertrauen in die Arbeit der telepolis-Redaktion ist in der jüngeren Vergangenheit gesunken, da geht es mir ähnlich wie unserem Mitautor Gilbert Kolonko. Zwar besuche ich die Seite weiter regelmässig, lese aber spürbar weniger. Und hierbei wurde ich zynisch (s.o.):
Luca Schäfer: “ZDF übernimmt Trumps Sanktionslisten – und nennt es Compliance – US-Sanktionslisten werden im deutschen Fernsehen willig umgesetzt: Was das ZDF eine Compliance-Reform nennt, ist in Wahrheit ein Zensur-Türöffner.”
Normalerweise ein Fall für Böhmermann. Aber der bekommt dummerweise genau von dort sein Geld …
Ein Einzelfall? Keineswegs. Die Sache ist grösser.
EU – Blödheit oder Strategie?
Tomas Rudl meldet bei unseren netzpolitik-Freund*inn*en das: “Neues Gremium geplant: EU will Trump bei Digitalgesetzen entgegenkommen – Donald Trump poltert bei jeder Gelegenheit gegen die EU und ihre Digitalregeln. Künftig soll ein neues Gremium der US-Regierung offenbar Mitsprache einräumen, berichtet das Handelsblatt. Im Gegenzug soll es Zollerleichterungen geben.”
Das führt mich zu den Führungsfiguren der – noch demokratischen – Konservatven Deutschlands und Europas, personifiziert in den Gestalten Flinten-Uschi und Merzfriedrich, zwei, die Angela Merkel nicht gerne in ihrer Nähe hatte. Ist das, was Zumach am Beispiel ihres Gesandten Mark Rutte skizziert, ernsthaft ihre Strategie? Mutieren sie also, wie ihre politischen Vorfahren in der Weimarer Republik, zu den bewussten Abbruchunternehmer*inne*n der bürgerlichen Demokratie? (Dieser Link verschwindet in einigen Tagen in einem Paywallarchiv).
Das wäre die “Verschwörungstheorie”. Manche Verschwörungen gibt es wirklich. Oder ist es bewusstlose Blödheit? Ich fürchte ja ernsthaft Letzteres …
Und wenn Sie jetzt was brauchen damit es Ihnen wieder besser geht, dann hören Sie doch nur kurz 2 Minuten den guten, alten Fritz Eckenga (71), direkt aus Dortmund.