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  1. Das Verhör des Lukullus – Von Berthold Brecht

    Ö1 Hörspiel – Samstag, 16. Mai 2026 um 14:00 Uhr

    Der große römische Feldherr und Senator Lukullus muss beim Verhör vor dem Totengericht erfahren, dass alle seine kriegerischen Ruhmestaten im Totenreich nicht zählen. Positiv bewertet wird einzig, dass er die Kirsche nach Italien gebracht und einmal die Verbrennung von Büchern verhindert hat. – https://oe1.orf.at/player/live

    Brecht hat das Stück 1940 im schwedischen Exil als Auftragsarbeit für den schwedischen Rundfunk geschrieben. Es kam dort allerdings nie zur Aufführung. Der Schweizer Rundfunk sendete dieses ‚Radiostück‘ (zit. Brecht) im Mai 1940. Eine mit dem Komponisten Paul Dessau geschaffene Version für die Opernbühne wurde 1951 in Ostberlin uraufgeführt. Wie schon in dem Gedicht ‚Fragen eines lesenden Arbeiters‘ aus dem Jahre 1935 findet sich auch in diesem Stück die Grundidee Brechts, Geschichte müsse aus der Sicht der arbeitenden Menschen, nicht aus der der herrschenden, geschrieben und bewertet werden.

    https://archive.org/details/das_verhoer_des_lukullus_1965/das_verhoer_des_lukullus.m4a

    #archiveOrg #Ö1 #BertholdBrecht #DasVerhörDesLukullus #Geschichte #Hörspiel #MUSIK #News #PaulDessau #Radio #Radiostück
  2. Das Verhör des Lukullus – Von Berthold Brecht

    Ö1 Hörspiel – Samstag, 16. Mai 2026 um 14:00 Uhr

    Der große römische Feldherr und Senator Lukullus muss beim Verhör vor dem Totengericht erfahren, dass alle seine kriegerischen Ruhmestaten im Totenreich nicht zählen. Positiv bewertet wird einzig, dass er die Kirsche nach Italien gebracht und einmal die Verbrennung von Büchern verhindert hat. – https://oe1.orf.at/player/live

    Brecht hat das Stück 1940 im schwedischen Exil als Auftragsarbeit für den schwedischen Rundfunk geschrieben. Es kam dort allerdings nie zur Aufführung. Der Schweizer Rundfunk sendete dieses ‚Radiostück‘ (zit. Brecht) im Mai 1940. Eine mit dem Komponisten Paul Dessau geschaffene Version für die Opernbühne wurde 1951 in Ostberlin uraufgeführt. Wie schon in dem Gedicht ‚Fragen eines lesenden Arbeiters‘ aus dem Jahre 1935 findet sich auch in diesem Stück die Grundidee Brechts, Geschichte müsse aus der Sicht der arbeitenden Menschen, nicht aus der der herrschenden, geschrieben und bewertet werden.

    https://archive.org/details/das_verhoer_des_lukullus_1965/das_verhoer_des_lukullus.m4a

    #archiveOrg #Ö1 #BertholdBrecht #DasVerhörDesLukullus #Geschichte #Hörspiel #MUSIK #News #PaulDessau #Radio #Radiostück
  3. Das Verhör des Lukullus – Von Berthold Brecht

    Ö1 Hörspiel – Samstag, 16. Mai 2026 um 14:00 Uhr

    Der große römische Feldherr und Senator Lukullus muss beim Verhör vor dem Totengericht erfahren, dass alle seine kriegerischen Ruhmestaten im Totenreich nicht zählen. Positiv bewertet wird einzig, dass er die Kirsche nach Italien gebracht und einmal die Verbrennung von Büchern verhindert hat. – https://oe1.orf.at/player/live

    Brecht hat das Stück 1940 im schwedischen Exil als Auftragsarbeit für den schwedischen Rundfunk geschrieben. Es kam dort allerdings nie zur Aufführung. Der Schweizer Rundfunk sendete dieses ‚Radiostück‘ (zit. Brecht) im Mai 1940. Eine mit dem Komponisten Paul Dessau geschaffene Version für die Opernbühne wurde 1951 in Ostberlin uraufgeführt. Wie schon in dem Gedicht ‚Fragen eines lesenden Arbeiters‘ aus dem Jahre 1935 findet sich auch in diesem Stück die Grundidee Brechts, Geschichte müsse aus der Sicht der arbeitenden Menschen, nicht aus der der herrschenden, geschrieben und bewertet werden.

    https://archive.org/details/das_verhoer_des_lukullus_1965/das_verhoer_des_lukullus.m4a

    #archiveOrg #Ö1 #BertholdBrecht #DasVerhörDesLukullus #Geschichte #Hörspiel #MUSIK #News #PaulDessau #Radio #Radiostück
  4. Das Verhör des Lukullus – Von Berthold Brecht

    Ö1 Hörspiel – Samstag, 16. Mai 2026 um 14:00 Uhr

    Der große römische Feldherr und Senator Lukullus muss beim Verhör vor dem Totengericht erfahren, dass alle seine kriegerischen Ruhmestaten im Totenreich nicht zählen. Positiv bewertet wird einzig, dass er die Kirsche nach Italien gebracht und einmal die Verbrennung von Büchern verhindert hat. – https://oe1.orf.at/player/live

    Brecht hat das Stück 1940 im schwedischen Exil als Auftragsarbeit für den schwedischen Rundfunk geschrieben. Es kam dort allerdings nie zur Aufführung. Der Schweizer Rundfunk sendete dieses ‚Radiostück‘ (zit. Brecht) im Mai 1940. Eine mit dem Komponisten Paul Dessau geschaffene Version für die Opernbühne wurde 1951 in Ostberlin uraufgeführt. Wie schon in dem Gedicht ‚Fragen eines lesenden Arbeiters‘ aus dem Jahre 1935 findet sich auch in diesem Stück die Grundidee Brechts, Geschichte müsse aus der Sicht der arbeitenden Menschen, nicht aus der der herrschenden, geschrieben und bewertet werden.

    https://archive.org/details/das_verhoer_des_lukullus_1965/das_verhoer_des_lukullus.m4a

    #archiveOrg #Ö1 #BertholdBrecht #DasVerhörDesLukullus #Geschichte #Hörspiel #MUSIK #News #PaulDessau #Radio #Radiostück
  5. Das Verhör des Lukullus – Von Berthold Brecht

    Ö1 Hörspiel – Samstag, 16. Mai 2026 um 14:00 Uhr

    Der große römische Feldherr und Senator Lukullus muss beim Verhör vor dem Totengericht erfahren, dass alle seine kriegerischen Ruhmestaten im Totenreich nicht zählen. Positiv bewertet wird einzig, dass er die Kirsche nach Italien gebracht und einmal die Verbrennung von Büchern verhindert hat. – https://oe1.orf.at/player/live

    Brecht hat das Stück 1940 im schwedischen Exil als Auftragsarbeit für den schwedischen Rundfunk geschrieben. Es kam dort allerdings nie zur Aufführung. Der Schweizer Rundfunk sendete dieses ‚Radiostück‘ (zit. Brecht) im Mai 1940. Eine mit dem Komponisten Paul Dessau geschaffene Version für die Opernbühne wurde 1951 in Ostberlin uraufgeführt. Wie schon in dem Gedicht ‚Fragen eines lesenden Arbeiters‘ aus dem Jahre 1935 findet sich auch in diesem Stück die Grundidee Brechts, Geschichte müsse aus der Sicht der arbeitenden Menschen, nicht aus der der herrschenden, geschrieben und bewertet werden.

    https://archive.org/details/das_verhoer_des_lukullus_1965/das_verhoer_des_lukullus.m4a

    #archiveOrg #Ö1 #BertholdBrecht #DasVerhörDesLukullus #Geschichte #Hörspiel #MUSIK #News #PaulDessau #Radio #Radiostück
  6. @kontainerlove Witziger Vergleich! Ein paar Monate vorher (19. August 2024) hatte Maeve Metelka ja Premiere in der Hauptrolle als Tilda beim #Hörspiel zu #22Bahnen nach dem Debütroman von Caroline Wahl. Hier mehr dazu: der-hoerold.blogspot.com/2025/

  7. @kontainerlove Witziger Vergleich! Ein paar Monate vorher (19. August 2024) hatte Maeve Metelka ja Premiere in der Hauptrolle als Tilda beim #Hörspiel zu #22Bahnen nach dem Debütroman von Caroline Wahl. Hier mehr dazu: der-hoerold.blogspot.com/2025/

  8. Trailer zum neuen englischsprachigen Doctor-Who-Hörspiel von Big Finish: „Aegis“ mit Jodie Whittaker wieder in ihrer Rolle als Dreizehnter Doctor und Mandip Gill als Yasmin „Yaz“ Khan.

    Das Hörspiel gibt es als Download oder als auf 1.500 Stück limitierte 💿 Sammler-CD mit Download dazu.

    🎥 Zum Trailer: youtube.com/watch?v=Adlv76Ok9YY

    🎧 Zum Hörspiel:
    bigfinish.com/releases/v/docto

    #DoctorWho #Hörspiel #AudioDrama #BigFinish #JodieWhittaker #MandipGill

  9. Trailer zum neuen englischsprachigen Doctor-Who-Hörspiel von Big Finish: „Aegis“ mit Jodie Whittaker wieder in ihrer Rolle als Dreizehnter Doctor und Mandip Gill als Yasmin „Yaz“ Khan.

    Das Hörspiel gibt es als Download oder als auf 1.500 Stück limitierte 💿 Sammler-CD mit Download dazu.

    🎥 Zum Trailer: youtube.com/watch?v=Adlv76Ok9YY

    🎧 Zum Hörspiel:
    bigfinish.com/releases/v/docto

    #DoctorWho #Hörspiel #AudioDrama #BigFinish #JodieWhittaker #MandipGill

  10. Wow, ich habe gerade durch Zufall gelernt, dass Gehörig Unlustig eventuell mitunter "Surreal Humour" sein könnte. Ich bezeichne es sonst eher immer einfach nur als Quatsch.

    Was Gehörig Unlustig ist? Hörspiel-Quatsch. Sage ich doch. Ach so, ihr lest ja nur mit und hört mich gerade gar nicht.

    Na ja, ihr könnt ja bei Interesse auch einfach hier mal alle bisher 370 Folgen kostenlos hören:

    projekte.tagirijus.de/

    #GehörigUnlustig #Quatsch #Hörspiel #kostenlos

  11. Wow, ich habe gerade durch Zufall gelernt, dass Gehörig Unlustig eventuell mitunter "Surreal Humour" sein könnte. Ich bezeichne es sonst eher immer einfach nur als Quatsch.

    Was Gehörig Unlustig ist? Hörspiel-Quatsch. Sage ich doch. Ach so, ihr lest ja nur mit und hört mich gerade gar nicht.

    Na ja, ihr könnt ja bei Interesse auch einfach hier mal alle bisher 370 Folgen kostenlos hören:

    projekte.tagirijus.de/

    #GehörigUnlustig #Quatsch #Hörspiel #kostenlos

  12. Wow, ich habe gerade durch Zufall gelernt, dass Gehörig Unlustig eventuell mitunter "Surreal Humour" sein könnte. Ich bezeichne es sonst eher immer einfach nur als Quatsch.

    Was Gehörig Unlustig ist? Hörspiel-Quatsch. Sage ich doch. Ach so, ihr lest ja nur mit und hört mich gerade gar nicht.

    Na ja, ihr könnt ja bei Interesse auch einfach hier mal alle bisher 370 Folgen kostenlos hören:

    projekte.tagirijus.de/

  13. Joachim Ringelnatz: …liner Roma… – Erster deutscher Großstadtroman

    Der angehende Literat Gustav Gastein schlägt sich im Berlin der 1920er Jahre durch, hat Affären, Mäzeninnen, wenig Erfolg und noch weniger Geld. Doch in Berlin, der „Stadt, die immer wird, aber niemals ist“, wird trotzdem geliebt, getanzt und geschrieben. Joachim Ringelnatz‘ quirliges Berlin-Portrait von 1924 ist nicht nur der erste deutsche Großstadtroman, sondern auch eine Hommage an die sich stets wandelnde Metropole. Sein Titel – [Ber]liner Roma[ne] – ist Programm: das Unfertige, Unvorhersehbare gehört zur DNA der Stadt.

    https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:0a26b80aa56b3e49

    Podcast: Große Geschichten – ARD Literatur-Hörspiele

    #1924 #ardsounds #LinerRoma #Berlin #GroßeGeschichten #Großstadtroman #Hörspiel #JoachimRingelnatz #Literatur
  14. Guten Morgen, In meinem neuen Review spreche ich über „Das Loch in der Welt“ von Henrik von Holtum. Ein Hörspiel, das weniger erzählt als vielmehr eine bedrückende und faszinierende Stimmung erschafft.

    Mysteriös. Anders. Atmosphärisch.
    Und definitiv nichts für nebenbei.

    Link zur Folge: wonderl.ink/@dailyklappentext

    Wie findest Du das Hörspiel? Hast Du es selbst gehört? Lass uns doch gerne darüber sprechen!

    #HörspielKultur #Hörspiel #podcastde

  15. Guten Morgen, In meinem neuen Review spreche ich über „Das Loch in der Welt“ von Henrik von Holtum. Ein Hörspiel, das weniger erzählt als vielmehr eine bedrückende und faszinierende Stimmung erschafft.

    Mysteriös. Anders. Atmosphärisch.
    Und definitiv nichts für nebenbei.

    Link zur Folge: wonderl.ink/@dailyklappentext

    Wie findest Du das Hörspiel? Hast Du es selbst gehört? Lass uns doch gerne darüber sprechen!

    #HörspielKultur #Hörspiel #podcastde

  16. Guten Morgen, In meinem neuen Review spreche ich über „Das Loch in der Welt“ von Henrik von Holtum. Ein Hörspiel, das weniger erzählt als vielmehr eine bedrückende und faszinierende Stimmung erschafft.

    Mysteriös. Anders. Atmosphärisch.
    Und definitiv nichts für nebenbei.

    Link zur Folge: wonderl.ink/@dailyklappentext

    Wie findest Du das Hörspiel? Hast Du es selbst gehört? Lass uns doch gerne darüber sprechen!

    #HörspielKultur #Hörspiel #podcastde

  17. Guten Morgen, In meinem neuen Review spreche ich über „Das Loch in der Welt“ von Henrik von Holtum. Ein Hörspiel, das weniger erzählt als vielmehr eine bedrückende und faszinierende Stimmung erschafft.

    Mysteriös. Anders. Atmosphärisch.
    Und definitiv nichts für nebenbei.

    Link zur Folge: wonderl.ink/@dailyklappentext

    Wie findest Du das Hörspiel? Hast Du es selbst gehört? Lass uns doch gerne darüber sprechen!

    #HörspielKultur #Hörspiel #podcastde

  18. Die Hexe von Pendach

    SWR Kultur – Von Julien Hebenstreit und Katharina Irmscher

    Es ist ein eiskalter Frühling im Jahr 1700 und mitten im Mai fällt Schnee. Die Menschen der Gemeinde Pendach sind sich sicher, dass der Teufel und seine Gehilfinnen hinter dem Wetterchaos, den Ernteausfällen und der Hungersnot stecken. In dieser Zeit erfährt die fromme Nonne Agathe aus dem Kloster Heiligenstift, dass Alois, ein ehemaliges Findelkind des Klosters, seit Tagen aus Pendach verschwunden ist. Agathe ist sich sicher, dass der Junge in Gefahr ist und macht sich auf die Suche nach ihm. Sie bittet das Pflegegericht Pendach um Unterstützung, doch für ein verschwundenes Kind hat die Justiz, in Gestalt von Dr. Schwarz, keine Zeit. Denn Schwarz ist zu sehr beschäftigt damit, Hexen zu jagen – gerade erst hat er eine auf den Scheiterhaufen gebracht.

    https://www.ardsounds.de/sendung/die-hexe-von-pendach-historische-mystery-hoerspielserie/urn:ard:show:686bcb68f02f81b1

    #ardsounds #DieHexeVonPendach #Hörspiel #JulienHebenstreit #KatharinaIrmscher #News #SWRKultur
  19. Die Hexe von Pendach

    SWR Kultur – Donnerstag, 14. Mai 2026 um 18:20 Uhr Teil 1/8

    Von Julien Hebenstreit und Katharina Irmscher

    Es ist ein eiskalter Frühling im Jahr 1700 und mitten im Mai fällt Schnee. Die Menschen der Gemeinde Pendach sind sich sicher, dass der Teufel und seine Gehilfinnen hinter dem Wetterchaos, den Ernteausfällen und der Hungersnot stecken. In dieser Zeit erfährt die fromme Nonne Agathe aus dem Kloster Heiligenstift, dass Alois, ein ehemaliges Findelkind des Klosters, seit Tagen aus Pendach verschwunden ist. Agathe ist sich sicher, dass der Junge in Gefahr ist und macht sich auf die Suche nach ihm. Sie bittet das Pflegegericht Pendach um Unterstützung, doch für ein verschwundenes Kind hat die Justiz, in Gestalt von Dr. Schwarz, keine Zeit. Denn Schwarz ist zu sehr beschäftigt damit, Hexen zu jagen – gerade erst hat er eine auf den Scheiterhaufen gebracht. Und so ermittelt Agathe auf eigene Faust. Als der Verdacht aufkommt, Alois habe sich einer Zauberbande angeschlossen, weckt Alois doch das Interesse von Dr. Schwarz und Agathe erkennt die Gefahr: Wenn Schwarz den Jungen findet, droht Alois ein Todesurteil. Agathe muss ihn unbedingt vor den Hexenjägern finden. Ein rasanter Wettlauf beginnt. Dabei wird Agathe von düsteren Eingebungen geplagt, die sie innerlich erschüttern. Sie frägt sich: Auf welcher Seite stehe ich? Bin ich selbst vom Teufel besessen? Wie weit kann ich gehen, um Alois zu finden?

    https://www.ardsounds.de/sendung/die-hexe-von-pendach-historische-mystery-hoerspielserie/urn:ard:show:686bcb68f02f81b1

    #ardsounds #DieHexeVonPendach #Hörspiel #JulienHebenstreit #KatharinaIrmscher #News #SWRKultur
  20. Heilung – „Große Geschichten“ von ARD Sounds

    Ein dubioses Spa, ein schlafloser Mann und die Frage, was es heute bedeutet, glücklich zu sein 

    „Ins San Vita kommen Menschen, die wissen, dass sie gesund sind. Sie haben bereits die besten Ärzte der Welt aufgesucht. Und nun wollen sie von uns bestätigt bekommen, dass auch darüber hinaus alles in Ordnung ist. Sie wollen, wie soll ich sagen, von einem unguten Gefühl befreit werden, von einem Unbehagen, das sie belastet.“ So beschreibt der mysteriöse Leiter des Sanatoriums „San Vita“ sein Klientel. Im Mittelpunkt des Hörspiels steht ein namenloser Mann Mitte 40, der seine eigenen Ambitionen für die Karriere seiner Frau aufgegeben hat.

     https://www.swr.de/swrkultur/hoerspiel/heilung-hoerspiel-2026-05-10-100.html

    #ardsounds #Hörspiel #Heilung #SWRKultur
  21. Der Bahnwärter – Von Charles Dickens

    “Hallo! Sie da unten!” – Da sind sie wieder, die Worte, die der Signalwärter Braxton schon in anderen Nächten von dem steilen Abhang her hörte. Ein Jahr zuvor sah er die Gestalt zum ersten Mal, die winkend zu ihm in die finstere Schlucht hinunterrief, während er seinen Dienst an den Gleisen versah. Sie liegen an einer Tunneleinfahrt, auf die mehrmals am Tag ein Schnellzug zurast. Wer oder was ist dieses “Gespenst”? Braxton weiß es nicht, doch eines steht fest: Ein jedes Mal, nachdem es ihn gerufen hatte, geschah ein furchtbares Unglück! Nun hört Braxton die warnenden Rufe erneut.

    https://dn711204.ca.archive.org/0/items/der_bahnwaerter_1951/der_bahnwaerter.mp3

    https://archive.org/details/der_bahnwaerter_1951

    #1866 #1951 #archiveOrg #BR #CharlesDickens #DerBahnwärter #Hörspiel
  22. Das Heidenloch – eine Gruselgeschichte

    Wir leben in einer Hoch-Zeit der Podcasts.

    Irgendwie kein Wunder, denn vielen von uns fällt es mittlerweile schwer, Stille zu ertragen. Da nehme ich mich nicht aus: Ich liebe es, beim Kochen, Putzen, im öffentlichen Verkehr oder vor dem Schlafen einen Knopf im Ohr zu haben und Geschichten zu lauschen.

    Auch wenn Non-Fiction bei Hörmedien und Büchern oft mehr Publikum finden als Erzählungen, sind jene meine Droge der Wahl: Bei Büchern sind es Romane und Kurzgeschichten, beim Hören die Hörspiele und Hörbücher.

    Eine meiner liebsten Quellen dafür ist ARD-Sounds, bis vor Kurzem noch Audiothek genannt. Da gibt es fast täglich neue Thriller, Krimis und andere Geschichten. Einige davon sind echte Perlen, bei anderen frage ich mich allerdings, wie sie es überhaupt geschafft haben, produziert zu werden.

    Eine davon habe ich gerade gehört: Das “Heidenloch” vom SWR, eine Mundart-lastige “satirische” Gruselgeschichte. Es spinnt einen Mythos um einen realen, sehr alten Schacht, ein Loch, der auf einem Berg in der Nähe Heidelbergs erstaunliche 50 Meter in die Tiefe führt. Naturgemäß ranken sich allerlei Legenden um das Bauwerk, dessen Ursprung unbekannt ist.

    Der Autor Martin Schemm hat es zum Verbannungsort menschenfressender Riesen aus der Odyssee gemacht, die alle 100 Jahre an die Oberfläche kommen, um ihren Blutdurst zu stillen. Das ist gewiss ein großartiger Hintergrund für einer Schauergeschichte, oder eine gruselige Ballade, doch ach, das Buch des Hörspiels weiß daraus keine Geschichte zu spinnen: Es fließt Blut und Menschen sterben, doch die Geschichte hastet dahin, wo Ungewissheit und Furcht langsam Grauen entstehen lassen könnte und verliert bei “urigem” Geplänkel in kurpfälzischer Mundart wünschenswertes Tempo.

    Das eigentliche Problem ist allerdings, dass der Protagonist der Geschichte keine andere Aufgabe hat, als uns, den Zuhörenden, den Mythos und die Geschehnisse der Vergangenheit vorzutragen. Als Person ist er uns herzlich egal. Sein Charakter ist so blass, dass wir ihn weder lieben noch hassen können. Sein Handeln oder Nicht-Handeln bleibt folgenlos.

    Er hat keine moralische Entscheidung zu treffen, hat keine inneren Dämonen, die ihn scheitern lassen. Dies ist auch keine griechische Tragödie, in der ein Konflikt zur unausweichlichen Katastrophe führt. Hier heißt es einfach: Shit happens.

    Auch das Opfer gerät mehr oder weniger zufällig in die Klemme. Wieso eine Frau so glühende Leidenschaft für einen derart farblosen Hauptdarsteller empfinden kann, wie sie hier angedeutet wird, ist tatsächlich mit das größte Mysterium der Geschichte.

    Vielleicht ist der zugrundeliegende Roman tatsächlich sehr gut (ich habe ihn nicht gelesen), beim Hörspiel scheint mir mehr die freudige Präsentation von Lokalkolorit im Vordergrund gestanden zu haben, als tatsächlich eine Geschichte zu erzählen.

    Technisch ist es allerdings sehr gut und mit viel Sorgfalt produziert.

    Wer Freude an Mythologie hat und sich für die Region interessiert hat hier gewiss ganz seinen Spaß bei, nur Gruseln oder menschlich Berührendes findet man hier nicht.

    Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut, denn ich mag Grusel und Geheimnisse, war aber letztlich recht enttäuscht.

    Heidenloch Heidelberg – Foto: Tourenwelt/Odysseus #Fantasy #Geschichte #Hörspiel #Kultur #Literatur
  23. Das Heidenloch – eine Gruselgeschichte

    Wir leben in einer Hoch-Zeit der Podcasts.

    Irgendwie kein Wunder, denn vielen von uns fällt es mittlerweile schwer, Stille zu ertragen. Da nehme ich mich nicht aus: Ich liebe es, beim Kochen, Putzen, im öffentlichen Verkehr oder vor dem Schlafen einen Knopf im Ohr zu haben und Geschichten zu lauschen.

    Auch wenn Non-Fiction bei Hörmedien und Büchern oft mehr Publikum finden als Erzählungen, sind jene meine Droge der Wahl: Bei Büchern sind es Romane und Kurzgeschichten, beim Hören die Hörspiele und Hörbücher.

    Eine meiner liebsten Quellen dafür ist ARD-Sounds, bis vor Kurzem noch Audiothek genannt. Da gibt es fast täglich neue Thriller, Krimis und andere Geschichten. Einige davon sind echte Perlen, bei anderen frage ich mich allerdings, wie sie es überhaupt geschafft haben, produziert zu werden.

    Eine davon habe ich gerade gehört: Das “Heidenloch” vom SWR, eine Mundart-lastige “satirische” Gruselgeschichte. Es spinnt einen Mythos um einen realen, sehr alten Schacht, ein Loch, der auf einem Berg in der Nähe Heidelbergs erstaunliche 50 Meter in die Tiefe führt. Naturgemäß ranken sich allerlei Legenden um das Bauwerk, dessen Ursprung unbekannt ist.

    Der Autor Martin Schemm hat es zum Verbannungsort menschenfressender Riesen aus der Odyssee gemacht, die alle 100 Jahre an die Oberfläche kommen, um ihren Blutdurst zu stillen. Das ist gewiss ein großartiger Hintergrund für einer Schauergeschichte, oder eine gruselige Ballade, doch ach, das Buch des Hörspiels weiß daraus keine Geschichte zu spinnen: Es fließt Blut und Menschen sterben, doch die Geschichte hastet dahin, wo Ungewissheit und Furcht langsam Grauen entstehen lassen könnte und verliert bei “urigem” Geplänkel in kurpfälzischer Mundart wünschenswertes Tempo.

    Das eigentliche Problem ist allerdings, dass der Protagonist der Geschichte keine andere Aufgabe hat, als uns, den Zuhörenden, den Mythos und die Geschehnisse der Vergangenheit vorzutragen. Als Person ist er uns herzlich egal. Sein Charakter ist so blass, dass wir ihn weder lieben noch hassen können. Sein Handeln oder Nicht-Handeln bleibt folgenlos.

    Er hat keine moralische Entscheidung zu treffen, hat keine inneren Dämonen, die ihn scheitern lassen. Dies ist auch keine griechische Tragödie, in der ein Konflikt zur unausweichlichen Katastrophe führt. Hier heißt es einfach: Shit happens.

    Auch das Opfer gerät mehr oder weniger zufällig in die Klemme. Wieso eine Frau so glühende Leidenschaft für einen derart farblosen Hauptdarsteller empfinden kann, wie sie hier angedeutet wird, ist tatsächlich mit das größte Mysterium der Geschichte.

    Vielleicht ist der zugrundeliegende Roman tatsächlich sehr gut (ich habe ihn nicht gelesen), beim Hörspiel scheint mir mehr die freudige Präsentation von Lokalkolorit im Vordergrund gestanden zu haben, als tatsächlich eine Geschichte zu erzählen.

    Technisch ist es allerdings sehr gut und mit viel Sorgfalt produziert.

    Wer Freude an Mythologie hat und sich für die Region interessiert hat hier gewiss ganz seinen Spaß bei, nur Gruseln oder menschlich Berührendes findet man hier nicht.

    Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut, denn ich mag Grusel und Geheimnisse, war aber letztlich recht enttäuscht.

    Heidenloch Heidelberg – Foto: Tourenwelt/Odysseus #Fantasy #Geschichte #Hörspiel #Kultur #Literatur
  24. Das Heidenloch – eine Gruselgeschichte

    Wir leben in einer Hoch-Zeit der Podcasts.

    Irgendwie kein Wunder, denn vielen von uns fällt es mittlerweile schwer, Stille zu ertragen. Da nehme ich mich nicht aus: Ich liebe es, beim Kochen, Putzen, im öffentlichen Verkehr oder vor dem Schlafen einen Knopf im Ohr zu haben und Geschichten zu lauschen.

    Auch wenn Non-Fiction bei Hörmedien und Büchern oft mehr Publikum finden als Erzählungen, sind jene meine Droge der Wahl: Bei Büchern sind es Romane und Kurzgeschichten, beim Hören die Hörspiele und Hörbücher.

    Eine meiner liebsten Quellen dafür ist ARD-Sounds, bis vor Kurzem noch Audiothek genannt. Da gibt es fast täglich neue Thriller, Krimis und andere Geschichten. Einige davon sind echte Perlen, bei anderen frage ich mich allerdings, wie sie es überhaupt geschafft haben, produziert zu werden.

    Eine davon habe ich gerade gehört: Das “Heidenloch” vom SWR, eine Mundart-lastige “satirische” Gruselgeschichte. Es spinnt einen Mythos um einen realen, sehr alten Schacht, ein Loch, der auf einem Berg in der Nähe Heidelbergs erstaunliche 50 Meter in die Tiefe führt. Naturgemäß ranken sich allerlei Legenden um das Bauwerk, dessen Ursprung unbekannt ist.

    Der Autor Martin Schemm hat es zum Verbannungsort menschenfressender Riesen aus der Odyssee gemacht, die alle 100 Jahre an die Oberfläche kommen, um ihren Blutdurst zu stillen. Das ist gewiss ein großartiger Hintergrund für einer Schauergeschichte, oder eine gruselige Ballade, doch ach, das Buch des Hörspiels weiß daraus keine Geschichte zu spinnen: Es fließt Blut und Menschen sterben, doch die Geschichte hastet dahin, wo Ungewissheit und Furcht langsam Grauen entstehen lassen könnte und verliert bei “urigem” Geplänkel in kurpfälzischer Mundart wünschenswertes Tempo.

    Das eigentliche Problem ist allerdings, dass der Protagonist der Geschichte keine andere Aufgabe hat, als uns, den Zuhörenden, den Mythos und die Geschehnisse der Vergangenheit vorzutragen. Als Person ist er uns herzlich egal. Sein Charakter ist so blass, dass wir ihn weder lieben noch hassen können. Sein Handeln oder Nicht-Handeln bleibt folgenlos.

    Er hat keine moralische Entscheidung zu treffen, hat keine inneren Dämonen, die ihn scheitern lassen. Dies ist auch keine griechische Tragödie, in der ein Konflikt zur unausweichlichen Katastrophe führt. Hier heißt es einfach: Shit happens.

    Auch das Opfer gerät mehr oder weniger zufällig in die Klemme. Wieso eine Frau so glühende Leidenschaft für einen derart farblosen Hauptdarsteller empfinden kann, wie sie hier angedeutet wird, ist tatsächlich mit das größte Mysterium der Geschichte.

    Vielleicht ist der zugrundeliegende Roman tatsächlich sehr gut (ich habe ihn nicht gelesen), beim Hörspiel scheint mir mehr die freudige Präsentation von Lokalkolorit im Vordergrund gestanden zu haben, als tatsächlich eine Geschichte zu erzählen.

    Technisch ist es allerdings sehr gut und mit viel Sorgfalt produziert.

    Wer Freude an Mythologie hat und sich für die Region interessiert hat hier gewiss ganz seinen Spaß bei, nur Gruseln oder menschlich Berührendes findet man hier nicht.

    Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut, denn ich mag Grusel und Geheimnisse, war aber letztlich recht enttäuscht.

    Heidenloch Heidelberg – Foto: Tourenwelt/Odysseus #Fantasy #Geschichte #Hörspiel #Kultur #Literatur
  25. Das Heidenloch – eine Gruselgeschichte

    Wir leben in einer Hoch-Zeit der Podcasts.

    Irgendwie kein Wunder, denn vielen von uns fällt es mittlerweile schwer, Stille zu ertragen. Da nehme ich mich nicht aus: Ich liebe es, beim Kochen, Putzen, im öffentlichen Verkehr oder vor dem Schlafen einen Knopf im Ohr zu haben und Geschichten zu lauschen.

    Auch wenn Non-Fiction bei Hörmedien und Büchern oft mehr Publikum finden als Erzählungen, sind jene meine Droge der Wahl: Bei Büchern sind es Romane und Kurzgeschichten, beim Hören die Hörspiele und Hörbücher.

    Eine meiner liebsten Quellen dafür ist ARD-Sounds, bis vor Kurzem noch Audiothek genannt. Da gibt es fast täglich neue Thriller, Krimis und andere Geschichten. Einige davon sind echte Perlen, bei anderen frage ich mich allerdings, wie sie es überhaupt geschafft haben, produziert zu werden.

    Eine davon habe ich gerade gehört: Das „Heidenloch“ vom SWR, eine Mundart-lastige „satirische“ Gruselgeschichte. Es spinnt einen Mythos um einen realen, sehr alten Schacht, ein Loch, der auf einem Berg in der Nähe Heidelbergs erstaunliche 50 Meter in die Tiefe führt. Naturgemäß ranken sich allerlei Legenden um das Bauwerk, dessen Ursprung unbekannt ist.

    Der Autor Martin Schemm hat es zum Verbannungsort menschenfressender Riesen aus der Odyssee gemacht, die alle 100 Jahre an die Oberfläche kommen, um ihren Blutdurst zu stillen. Das ist gewiss ein großartiger Hintergrund für eine Schauergeschichte, oder eine gruselige Ballade, doch ach, der Autor des Hörspiels weiß daraus keine spannende Geschichte zu spinnen: Es fließt Blut und Menschen sterben, doch die Geschichte hastet dahin, wo Ungewissheit und Furcht langsam Grauen entstehen lassen könnten und verliert bei „urigem“ Geplänkel in kurpfälzischer Mundart wünschenswertes Tempo.

    Das eigentliche Problem ist allerdings, dass der Protagonist der Geschichte keine andere Aufgabe hat, als uns, den Zuhörenden, den Mythos und die Geschehnisse der Vergangenheit vorzutragen. Als Person ist er uns herzlich egal. Sein Charakter ist so blass, dass wir ihn weder lieben noch hassen können. Sein Handeln oder Nicht-Handeln bleibt folgenlos.

    Er hat keine moralische Entscheidung zu treffen, hat keine inneren Dämonen, die ihn scheitern lassen. Dies ist auch keine griechische Tragödie, in der ein Konflikt zur unausweichlichen Katastrophe führt. Hier heißt es einfach: Shit happens.

    Auch das Opfer gerät mehr oder weniger zufällig in die Klemme. Wieso eine Frau so glühende Leidenschaft für einen derart farblosen Hauptdarsteller empfinden kann, wie sie hier angedeutet wird, ist tatsächlich mit das größte Mysterium der Geschichte.

    Vielleicht ist der zugrundeliegende Roman tatsächlich sehr gut (ich habe ihn noch nicht gelesen, aber meine Neugierde ist geweckt), beim Hörspiel scheint mir mehr die freudige Präsentation von Lokalkolorit im Vordergrund gestanden zu haben, als tatsächlich eine Geschichte zu erzählen.

    Technisch ist es allerdings sehr gut und mit viel Sorgfalt produziert.

    Wer Freude an Mythologie hat und sich für die Region interessiert hat hier gewiss ganz seinen Spaß bei, nur Gruseln oder menschlich Berührendes findet man hier nicht.

    Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut, denn ich mag Unheimliches und Geheimnisse, war aber letztlich recht enttäuscht.

    In Martin Schemms Roman werde ich trotzdem mal reinschauen.

    Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass in einer längeren Form mehr von dem drinsteckt, was mir tatsächlich gefällt.

    Heidenloch Heidelberg – Foto: Tourenwelt/Odysseus

    Das Hörspiel findet ihr hier bei ARD Sounds.

    #Fantasy #Geschichte #Hörspiel #Kultur #Literatur
  26. Das Heidenloch – eine Gruselgeschichte

    Wir leben in einer Hoch-Zeit der Podcasts.

    Irgendwie kein Wunder, denn vielen von uns fällt es mittlerweile schwer, Stille zu ertragen. Da nehme ich mich nicht aus: Ich liebe es, beim Kochen, Putzen, im öffentlichen Verkehr oder vor dem Schlafen einen Knopf im Ohr zu haben und Geschichten zu lauschen.

    Auch wenn Non-Fiction bei Hörmedien und Büchern oft mehr Publikum finden als Erzählungen, sind jene meine Droge der Wahl: Bei Büchern sind es Romane und Kurzgeschichten, beim Hören die Hörspiele und Hörbücher.

    Eine meiner liebsten Quellen dafür ist ARD-Sounds, bis vor Kurzem noch Audiothek genannt. Da gibt es fast täglich neue Thriller, Krimis und andere Geschichten. Einige davon sind echte Perlen, bei anderen frage ich mich allerdings, wie sie es überhaupt geschafft haben, produziert zu werden.

    Eine davon habe ich gerade gehört: Das “Heidenloch” vom SWR, eine Mundart-lastige “satirische” Gruselgeschichte. Es spinnt einen Mythos um einen realen, sehr alten Schacht, ein Loch, der auf einem Berg in der Nähe Heidelbergs erstaunliche 50 Meter in die Tiefe führt. Naturgemäß ranken sich allerlei Legenden um das Bauwerk, dessen Ursprung unbekannt ist.

    Der Autor Martin Schemm hat es zum Verbannungsort menschenfressender Riesen aus der Odyssee gemacht, die alle 100 Jahre an die Oberfläche kommen, um ihren Blutdurst zu stillen. Das ist gewiss ein großartiger Hintergrund für einer Schauergeschichte, oder eine gruselige Ballade, doch ach, das Buch des Hörspiels weiß daraus keine Geschichte zu spinnen: Es fließt Blut und Menschen sterben, doch die Geschichte hastet dahin, wo Ungewissheit und Furcht langsam Grauen entstehen lassen könnte und verliert bei “urigem” Geplänkel in kurpfälzischer Mundart wünschenswertes Tempo.

    Das eigentliche Problem ist allerdings, dass der Protagonist der Geschichte keine andere Aufgabe hat, als uns, den Zuhörenden, den Mythos und die Geschehnisse der Vergangenheit vorzutragen. Als Person ist er uns herzlich egal. Sein Charakter ist so blass, dass wir ihn weder lieben noch hassen können. Sein Handeln oder Nicht-Handeln bleibt folgenlos.

    Er hat keine moralische Entscheidung zu treffen, hat keine inneren Dämonen, die ihn scheitern lassen. Dies ist auch keine griechische Tragödie, in der ein Konflikt zur unausweichlichen Katastrophe führt. Hier heißt es einfach: Shit happens.

    Auch das Opfer gerät mehr oder weniger zufällig in die Klemme. Wieso eine Frau so glühende Leidenschaft für einen derart farblosen Hauptdarsteller empfinden kann, wie sie hier angedeutet wird, ist tatsächlich mit das größte Mysterium der Geschichte.

    Vielleicht ist der zugrundeliegende Roman tatsächlich sehr gut (ich habe ihn nicht gelesen), beim Hörspiel scheint mir mehr die freudige Präsentation von Lokalkolorit im Vordergrund gestanden zu haben, als tatsächlich eine Geschichte zu erzählen.

    Technisch ist es allerdings sehr gut und mit viel Sorgfalt produziert.

    Wer Freude an Mythologie hat und sich für die Region interessiert hat hier gewiss ganz seinen Spaß bei, nur Gruseln oder menschlich Berührendes findet man hier nicht.

    Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut, denn ich mag Grusel und Geheimnisse, war aber letztlich recht enttäuscht.

    Heidenloch Heidelberg – Foto: Tourenwelt/Odysseus #Fantasy #Geschichte #Hörspiel #Kultur #Literatur