#demutigungen — Public Fediverse posts
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Am besten wachsen die Gurken, sie scheinen widerstandsfähig und kräftig zu sein. Der Salat mag es nicht oben auf dem Dachboden zu stehen, einige Pflanzen haben ganz aufgegeben, andere sehen schwach aus. Die Stockrosen stagnieren scheinbar in ihrem Wachstum, ein, zwei Keimlinge sind inzwischen gestorben.
Antje beschäftigt sich mit Kosmologie, mit dem Ursprung der Erde usw. Ich finde in Carl-Christian Elzes wundervollen Gedichtband „Diese kleinen, in der luft hängenden, bergpredigenden gebilde“ ein Zitat, von dem ich denke, sie sollte es kennen und schicke es ihr.
Ich habe immer noch kleine Hitzewellen.
Vor der Arbeit gehe ich in meinen Lieblingsbuchladen. Eigentlich habe ich mehr als genug Lesestoff, aber ich muss mich ab und an mit irgendetwas belohnen oder motivieren, damit ich die langweilige Zeit im Büro aushalte. Und in besagtem Buchladen treffe ich ganz zufällig eine Kollegin, die es ebenso schade findet wie ich, dass die VS Ortsgruppe seit einiger Zeit eingeschlafen ist. Wir reden hin und her und sie will ein wenig herumtelefonieren und mir dann Bescheid sagen. Vielleicht bekommen wir das Ding wieder zum Laufen. So ist aus Trost und Zufall etwas Konstruktives geworden.
Dann muss ich doch in den Keller, in dem mein Büro liegt. Obwohl es exakt keinen Unterschied macht, ob ich nun arbeite oder nicht. Heute jedenfalls nicht. Drei, vier Mails trudeln ein, keine davon verlangt sofortige Bearbeitung, das Telefon klingelt nicht ein einziges Mal, niemand kommt vorbei. Ich habe also jede Menge Zeit, ungestört zu lesen. Drei Bücher liegen auf dem Schreibtisch.
Mein Vorgesetzter will alles, was auch nur annähernd mit Verantwortung zu tun, alles, was sich nicht restlos auf stumpfsinniges Verteilen und verwalten beschränkt, lieber selbst machen. Anfangs habe ich mich noch dagegen gewehrt, inzwischen lasse ich ihm seinen Willen und nehme Bücher mit ins Büro, oder ich nehme Bücher von zu Hause mit ins Büro, gehe in die Bibliothek, um mir Bücher auszuleihen, und kaufe ein Buch in meiner Lieblingsbuchhandlung, so dass dann eben drei Bücher auf dem Schreibtisch liegen.
Merz ist nicht zum Kanzler gewählt worden. Aber die sowieso nicht ungetrübte Freude über diese Demütigung währt nicht lange, nur ungefähr eine Tütensuppe lang. Wie lange diese Regierung halten und welchen Schaden sie anrichten wird, ist noch ungewiss.
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Am besten wachsen die Gurken, sie scheinen widerstandsfähig und kräftig zu sein. Der Salat mag es nicht oben auf dem Dachboden zu stehen, einige Pflanzen haben ganz aufgegeben, andere sehen schwach aus. Die Stockrosen stagnieren scheinbar in ihrem Wachstum, ein, zwei Keimlinge sind inzwischen gestorben.
Antje beschäftigt sich mit Kosmologie, mit dem Ursprung der Erde usw. Ich finde in Carl-Christian Elzes wundervollen Gedichtband „Diese kleinen, in der luft hängenden, bergpredigenden gebilde“ ein Zitat, von dem ich denke, sie sollte es kennen und schicke es ihr.
Ich habe immer noch kleine Hitzewellen.
Vor der Arbeit gehe ich in meinen Lieblingsbuchladen. Eigentlich habe ich mehr als genug Lesestoff, aber ich muss mich ab und an mit irgendetwas belohnen oder motivieren, damit ich die langweilige Zeit im Büro aushalte. Und in besagtem Buchladen treffe ich ganz zufällig eine Kollegin, die es ebenso schade findet wie ich, dass die VS Ortsgruppe seit einiger Zeit eingeschlafen ist. Wir reden hin und her und sie will ein wenig herumtelefonieren und mir dann Bescheid sagen. Vielleicht bekommen wir das Ding wieder zum Laufen. So ist aus Trost und Zufall etwas Konstruktives geworden.
Dann muss ich doch in den Keller, in dem mein Büro liegt. Obwohl es exakt keinen Unterschied macht, ob ich nun arbeite oder nicht. Heute jedenfalls nicht. Drei, vier Mails trudeln ein, keine davon verlangt sofortige Bearbeitung, das Telefon klingelt nicht ein einziges Mal, niemand kommt vorbei. Ich habe also jede Menge Zeit, ungestört zu lesen. Drei Bücher liegen auf dem Schreibtisch.
Mein Vorgesetzter will alles, was auch nur annähernd mit Verantwortung zu tun, alles, was sich nicht restlos auf stumpfsinniges Verteilen und verwalten beschränkt, lieber selbst machen. Anfangs habe ich mich noch dagegen gewehrt, inzwischen lasse ich ihm seinen Willen und nehme Bücher mit ins Büro, oder ich nehme Bücher von zu Hause mit ins Büro, gehe in die Bibliothek, um mir Bücher auszuleihen, und kaufe ein Buch in meiner Lieblingsbuchhandlung, so dass dann eben drei Bücher auf dem Schreibtisch liegen.
Merz ist nicht zum Kanzler gewählt worden. Aber die sowieso nicht ungetrübte Freude über diese Demütigung währt nicht lange, nur ungefähr eine Tütensuppe lang. Wie lange diese Regierung halten und welchen Schaden sie anrichten wird, ist noch ungewiss.
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Am besten wachsen die Gurken, sie scheinen widerstandsfähig und kräftig zu sein. Der Salat mag es nicht oben auf dem Dachboden zu stehen, einige Pflanzen haben ganz aufgegeben, andere sehen schwach aus. Die Stockrosen stagnieren scheinbar in ihrem Wachstum, ein, zwei Keimlinge sind inzwischen gestorben.
Antje beschäftigt sich mit Kosmologie, mit dem Ursprung der Erde usw. Ich finde in Carl-Christian Elzes wundervollen Gedichtband „Diese kleinen, in der luft hängenden, bergpredigenden gebilde“ ein Zitat, von dem ich denke, sie sollte es kennen und schicke es ihr.
Ich habe immer noch kleine Hitzewellen.
Vor der Arbeit gehe ich in meinen Lieblingsbuchladen. Eigentlich habe ich mehr als genug Lesestoff, aber ich muss mich ab und an mit irgendetwas belohnen oder motivieren, damit ich die langweilige Zeit im Büro aushalte. Und in besagtem Buchladen treffe ich ganz zufällig eine Kollegin, die es ebenso schade findet wie ich, dass die VS Ortsgruppe seit einiger Zeit eingeschlafen ist. Wir reden hin und her und sie will ein wenig herumtelefonieren und mir dann Bescheid sagen. Vielleicht bekommen wir das Ding wieder zum Laufen. So ist aus Trost und Zufall etwas Konstruktives geworden.
Dann muss ich doch in den Keller, in dem mein Büro liegt. Obwohl es exakt keinen Unterschied macht, ob ich nun arbeite oder nicht. Heute jedenfalls nicht. Drei, vier Mails trudeln ein, keine davon verlangt sofortige Bearbeitung, das Telefon klingelt nicht ein einziges Mal, niemand kommt vorbei. Ich habe also jede Menge Zeit, ungestört zu lesen. Drei Bücher liegen auf dem Schreibtisch.
Mein Vorgesetzter will alles, was auch nur annähernd mit Verantwortung zu tun, alles, was sich nicht restlos auf stumpfsinniges Verteilen und verwalten beschränkt, lieber selbst machen. Anfangs habe ich mich noch dagegen gewehrt, inzwischen lasse ich ihm seinen Willen und nehme Bücher mit ins Büro, oder ich nehme Bücher von zu Hause mit ins Büro, gehe in die Bibliothek, um mir Bücher auszuleihen, und kaufe ein Buch in meiner Lieblingsbuchhandlung, so dass dann eben drei Bücher auf dem Schreibtisch liegen.
Merz ist nicht zum Kanzler gewählt worden. Aber die sowieso nicht ungetrübte Freude über diese Demütigung währt nicht lange, nur ungefähr eine Tütensuppe lang. Wie lange diese Regierung halten und welchen Schaden sie anrichten wird, ist noch ungewiss.
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Am besten wachsen die Gurken, sie scheinen widerstandsfähig und kräftig zu sein. Der Salat mag es nicht oben auf dem Dachboden zu stehen, einige Pflanzen haben ganz aufgegeben, andere sehen schwach aus. Die Stockrosen stagnieren scheinbar in ihrem Wachstum, ein, zwei Keimlinge sind inzwischen gestorben.
Antje beschäftigt sich mit Kosmologie, mit dem Ursprung der Erde usw. Ich finde in Carl-Christian Elzes wundervollen Gedichtband „Diese kleinen, in der luft hängenden, bergpredigenden gebilde“ ein Zitat, von dem ich denke, sie sollte es kennen und schicke es ihr.
Ich habe immer noch kleine Hitzewellen.
Vor der Arbeit gehe ich in meinen Lieblingsbuchladen. Eigentlich habe ich mehr als genug Lesestoff, aber ich muss mich ab und an mit irgendetwas belohnen oder motivieren, damit ich die langweilige Zeit im Büro aushalte. Und in besagtem Buchladen treffe ich ganz zufällig eine Kollegin, die es ebenso schade findet wie ich, dass die VS Ortsgruppe seit einiger Zeit eingeschlafen ist. Wir reden hin und her und sie will ein wenig herumtelefonieren und mir dann Bescheid sagen. Vielleicht bekommen wir das Ding wieder zum Laufen. So ist aus Trost und Zufall etwas Konstruktives geworden.
Dann muss ich doch in den Keller, in dem mein Büro liegt. Obwohl es exakt keinen Unterschied macht, ob ich nun arbeite oder nicht. Heute jedenfalls nicht. Drei, vier Mails trudeln ein, keine davon verlangt sofortige Bearbeitung, das Telefon klingelt nicht ein einziges Mal, niemand kommt vorbei. Ich habe also jede Menge Zeit, ungestört zu lesen. Drei Bücher liegen auf dem Schreibtisch.
Mein Vorgesetzter will alles, was auch nur annähernd mit Verantwortung zu tun, alles, was sich nicht restlos auf stumpfsinniges Verteilen und verwalten beschränkt, lieber selbst machen. Anfangs habe ich mich noch dagegen gewehrt, inzwischen lasse ich ihm seinen Willen und nehme Bücher mit ins Büro, oder ich nehme Bücher von zu Hause mit ins Büro, gehe in die Bibliothek, um mir Bücher auszuleihen, und kaufe ein Buch in meiner Lieblingsbuchhandlung, so dass dann eben drei Bücher auf dem Schreibtisch liegen.
Merz ist nicht zum Kanzler gewählt worden. Aber die sowieso nicht ungetrübte Freude über diese Demütigung währt nicht lange, nur ungefähr eine Tütensuppe lang. Wie lange diese Regierung halten und welchen Schaden sie anrichten wird, ist noch ungewiss.
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Meine Relativitätstheorie des Wissens
Ich schreib grad an einem neuen Lied. Titel "Wenn ich's wissen will" Thema: was ist dieses Wissen-Wollen eigentlich? Ich geh den letzten Chorus durch, da fällt mir ein bzw. es überkommt mich: #Wissen ist immer sozial eingebettet. Wissen, das nur ein Mensch hat, ist wie ein bis zum Tod auf der Insel hockender #Robinson ohne #Freitag.
Die Leute (TM), die Trump wählen und den #Klimawandel "leugnen", sind die letzten, denen Klimawandel und #Faschismus egal wären. Sie nutzen mit ihrem Tun aber a) die Möglichkeit auszudrücken: Wir wollen mit Leuten, die Wissen zum Wieder-Erstarken des Faschismus im 21. Jh haben und die Wissen zu den Schrecken des Klimawandels haben, mit diesen Leuten, die dieses Wissen ausdrücken und die dieses Wissen verkörpern, wollen wir nichts zu tun haben. Diese Leute können sich f*cken. Denn b) das Wissen, das diese Leute ausdrücken und verkörpern, überfordert, zerreißt und ängstigt uns. Und die Leute, die dieses Wissen ausdrücken und verkörpern, die demütigen uns. Das wollen wir nicht und Trump-Wählen und #Klimaleugnen hilft uns, Abstand von den #Ängsten, #Demütigungen und #Überforderungen zu bekommen.
KlimaleugnerÏnnen, Trump-WählerÏnnen und AfD-WählerÏnnen zählen laut Studien zu den vom Klimawandel, Trump und der AfD am meisten gefährdeten Menschen. Sie könnten das wissen, wären da nicht diese arroganten Typen, zu denen auch ich mich gelegentlich zähle, die ihnen dieses Wissen mit ihrer Art (das Wissen-in-die-Beziehung-zu Bringen) gleich wieder madig machen und somit useless rendern.
So zu tun, als sei Wissen eine technische Ingenieurswissenschaft hat uns hierhin gebracht. Wissen ist immer sozial eingebunden. Es ist relational. Das tollste Wissen kommt nicht an, wenn es arschig in die Beziehung gebracht wird. Es scheint beim Wissen wichtig zu sein, wer es wie ausdrückt und verkörpert. Wissen ohne soziale Eingebundenheit ist ziemliche Fetisch-Kacke. Oder?
#Gefühle #Soziologie #Wissen #Foucault #Einstein #Relativitätstheorie #sozial