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#waffenverbotszonen — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #waffenverbotszonen, aggregated by home.social.

  1. T2 radelt jetzt mit vollem Waffenaufgebot zum #Weihnachtsmarkt: 2x 42 Argumente mittels T4 & L4 und 3 lange Messer.

    Früher war auf diesem #xmasMarket immer ein Messerschleifer! Mal schauen ob es den bei den ganzen #Waffenverbotszonen in @koeln noch gibt. Oder ob dieser Stand ein Opfer der Verbote geworden ist? T2 könnte mal wieder richtig scharfe Klingen in seiner Küche gebrauchen...

  2. Niemand hat behauptet, dass es lustig sein soll. Diese #Messerverbotszonen oder #Waffenverbotszonen sind absoluter quatsch, weil das Führen von Waffen in der Öffentlichkeit sowieso verboten ist. Und wie die Aktion von #FR4you halt eben auch zeigt, kann so ziemlich alles als Waffe missbraucht werden.

    https://www.badische-zeitung.de/pudding-demo-auf-dem-stuehlinger-kirchplatz-das-ist-nicht-lustig?utm_source=bluesky&utm_campaign=2025-10-18T04%3A30%3A48-1760761849

  3. Im schönen Bielefeld, der primären Wirkungsstätte der @Datenpunks gibt es etwas Neues: Mit dem heutigen Tage glänzt die Innenstadt mit einer schicken Messerverbotszone.
    Gut, die Schilder hängen noch nicht alle, die kreativen Öffnungszeiten (ich weiß es doch auch nicht...) sind schwer zu merken, aber unsere Polizeipräsidentin versichert:

    "[...]jede und jeder muss damit rechnen, dort im Hinblick auf das Führungsverbot von Waffen und Messern von der Polizei kontrolliert zu werden.".

    Ich bin mir ziemlich sicher dass einige Leute öfter jede und jeder sind als andere Leute.

    Die Einrichtung einer #Messerverbotszone erweitert die polizeilichen Befugnisse schon recht umfassend. Insbesondere dürfen Personen und ihre Taschen verdachtsunabhängig nach jeglicher Art von Messer durchsucht werden - selbst die Abriegelung einer Messerverbotszone und die Durchsuchung aller darin befindlichen Personen ist damit rechtlich abgesichert.
    In Darmstadt wird auch gerne mal ein Bus oder eine Stadtbahn angehalten, um allen Mitfahrenden noch einmal zu verdeutlichen, dass sie gefälligst Auto zu fahren haben, wenn sie ihre Bürgerrechte in Deutschland gewahrt wissen wollen.

    Aber hey, das ist doch ein kleiner Preis dafür, dass wir alle besser vor den Messermännern geschützt sind, vor denen uns Alice Weidel so sorgenvoll wie uneigennützig warnt. Oder etwa nicht?

    Forscher:innen der Kriminologischen Zentralstelle Wiesbaden, kurz KrimZ, haben 2024 "Ausmaß und Entwicklung der Messerkriminalität in Deutschland" untersucht.
    Dabei kommen sie zu dem Schluss, dass derzeit kein "unmittelbarer kriminalpolitischer Handlungsbedarf" besteht.
    Da es nur wenige verlässliche Zahlen gibt, können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht eindeutig belegen, dass Messerkriminalität in den letzten Jahren tatsächlich zugenommen hat.

    Ausserdem gibt es gar keine richtige Definition dafür, was unter "Messerkriminalität" in der Kriminalstatistik landet - selbst sichergestellte Messer in Messerverbotszonen zählen hier. Heisst: Je mehr Messerverbotszonen eingerichtet werden, desto mehr Delikte für die Statistik werden festgestellt.

    Die meisten Messerangriffe finden laut der KrimZ-Studie im "privaten Raum unter Bekannten" statt und als geschlechtsspezifische Gewalt gegenüber Frauen und queeren Menschen.

    Die oft herangezogene Polizeiliche Kriminalstatistik steht seit Jahren als wissenschaftlich dürftig in der Kritik. Der Kriminologe Tobias Singelnstein von der Goethe Universität Frankfurt definiert sie in der "Zeit" als "Tätigkeitsbericht der Polizei, mehr nicht", und führt aus: "die Statistik spiegelt nur das wider, was die Polizei sehen kann und erfassen will".

    In Sachsen zeigt eine Evaluation der Waffenverbotszone in Leipzig, dass die Zahl der Delikte seit Einrichtung der dortigen Verbotszone für kurze Zeit verringert werden konnte, wenn mehr Polizeikontrollen durchgeführt worden sind. Allerdings sind sie im Anschluss jeweils wieder angestiegen - wenn auch auf niedrigerem Niveau als im ersten Zeitraum der Einführung der Waffenverbotszone. Nicht einmal das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger:innen hat sich in Leipzig verbessert. Dort wird nun die Waffenverbotszone wieder rückabgewickelt.

    Wenn #Waffenverbotszonen also nicht wirklich einen Einfluss darauf haben, dass Waffengewalt passiert, höchstens wo sie passiert, wieso der ganze Aufriss?

    BKA-Präsident Holger Münch fasst in einem "Zeit"-Interview ganz gut zusammen:

    „Es geht ja nicht nur darum, ein Verbot auszusprechen, sondern auch einen Anlass zu schaffen, kontrollieren zu dürfen.“

    Innerhalb von Waffenverbotszonen ist racial profiling vorprogrammiert: Natürlich werden migrantisch gelesene, junge und männliche Bürger häufiger kontrolliert. Wie nachhaltig so etwas das Vertrauen in den Rechtsstaat und seine Organe beschädigt, sollte klar sein.

    Ein weiterer Aspekt ist die Stigmatisierung von ganzen Stadteilen durch die Einrichtung einer Waffenverbotszone dort. Anwohner:innen werden in eine Schublade gesteckt, ihr Selbstverständnis als gleichberechtigter Teil der Stadtgesellschaft ändert sich und führt im Schlimmsten Fall dazu, dass die Prophezeiung eines Kriminalitätsschwerpunkts sich selbst erfüllt.

    Sinnvoller wären soziale Projekte und Programme zur Gewaltprävention. Wir müssen über toxische Männlichkeit sprechen und in den Schulen Trainings zu Empathie und Konfliktlösung anbieten. Sicherheit durch Mietendeckel, Mindestlohn, psychologische Versorgung ohne monatelange Wartezeiten und eine Perspektive für Geflüchtete durch zügig bewilligte Asylanträge wären Maßnahmen, die eher für sozialen Frieden sorgen würden als die Taschen von Leuten in der Innenstadt zu durchforsten.

    Oder wir freuen uns über nutzlose Symbolpolitik, und dass wir "schon dem ein oder anderen potenziellen Täter das Messer weggenommen" haben, wie NRW-Innenminister Herbert Reul sagt.

  4. #Waffenverbotszonen gibt es in Bahnhöfen. Weil #Messer gefährlich sind.
    Aber Autos? Dürfen einfach überall rumfahren. Obwohl sie ständig töten.
    Was fehlt? Genau: #Autoverbotszonen – für das Leben unserer Kinder! #Automörder #EinfacheSprache

  5. #Semling #Polizeipräsident in #Freiburg findet das jedes ´eingezogene Messer` ein fehlendes Tatmittel ist. Was für ein erbärmliches #bullshit Argument ! Als ob es keine MassenMesserproduktion von Haushalt- und Küchenmesser mit diversesten Schneideformen für lebensgefährliche Verletzungen gäbe! Bei einer Allgegenwärtigkeit und -verfügbarkeit wie auch Autos als Tatmittel gibt. Ganz zu schweigen, von dem erkennbaren notwendigen Versagen aller(!) Versuche psychisch Schwerbeinträchtigte von solchen Tatmitteln fernzuhalten sind. Erst recht auch nicht durch Kontrollen an Punkten wie Hauptbahnhöfen- siehe HH - Ein Polizeipräsident der AUCH zugeben muss - Drs.HFA-25/017 imd HFA-25/016 das es keinen ansatzweisen validen Beweis der Wirkung von Messer - und #Waffenverbotszonen gibt. Aber der OB Horn möge bitte eine verfügen!
    WEIL 11 von 73 Freiburger Straftaten (2023:10 von 53) - im Öffentllichen Raum- der schweren Straftaten wie Raub oder geährlicheund .schwere Körperververletzung auf dem #StühlingerKirchplatz mit #Messerangriffen verbunden im Jahr 2024 stattfanden.
    Im Unterschied dazu explodierte die -angezeigte - Partnergewalt, die meist im privaten Raum stattfindet, vom 427 auf 514.
    Wer da wohl für blöde verkauft und gehypt wird . Strange Auswertungsmaterial das dies rechtfertigen soll!

  6. Ich halte #Waffenverbotszonen für absolut simnvoll.
    Ich bin mir sicher, hätte es eine "Man darf nicht mit einem Passagierflugzeug in Wolkenkratzer fliegen" Zone gegeben, hätte es 9/11 verhindert.

    #sarkasm
    #Alibidiskussion
    #solingen