#schonedinge — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #schonedinge, aggregated by home.social.
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…So wurde es schließlich aus dem #Plushieverse verordnet… ☝️
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…So wurde es schließlich aus dem #Plushieverse verordnet… ☝️
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a first: zweieinhalb Stunden Verspätung bei der Bahn, und weil dann kein Zug mehr fuhr, kriegte ich einen Taxigutschein von Essen nach Wuppertal. Einmal mehr: ich habe einen Heidenrespekt vor allen Leuten, die dort was am Laufen halten, was seit über 20 Jahren politisch gewollt kaputtgespart wurde.
Ich hab das vage Gefühl, mich für den 40C3 in der Wiki-Area als Freiwilliger gemeldet zu haben, aber fühlt sich nicht schlecht an. Weiter habe ich leider ein paar Leute verpasst, denen ich gern über den Weg gelaufen wäre, war einmal mehr geflasht von einer unglaublich angenehmen und anregenden Community und ansonsten normal übermüdet, unterzuckert und überkoffeiniert.
Medtech, gematik, ePA und Konsorten. Ich nutzte Verspätung und ICE-Wlan, um ein paar verpasste Talks nachzugucken. Das war einmal die KIM-Analyse von Christoph und natürlich die neuerliche ePA-Zerlegung von Bianca. Beide Talks wurden recht breit rezipiert und meiner Ansicht nach medial auch ziemlich gut eingeordnet.
Dszu einige persönliche Anmerkungen.
Usability, Hektik und Pragmatismus
Regelmäßig wird eingeordnet, dass bei allen Problemen der gematik-Plattformen alte Lösungen (Fax!) noch bei weitem unsicherer sind. Stand jetzt würde ich aber auf dem Hügel sterben, dass sie nicht wegen gefühlt höherer Sicherheit verwendet werden, sondern weil sie praktischer und zuverlässiger sind. Faxen geht immer. Für KIM etc. muss man Karten in ein (freies) Terminal stecken, Kram machen, hoffen, dass die Infrastruktur funktioniert, abwarten, Erfolg prüfen. Fax legste auf die Scheibe, drückst Kurzwahl und rennst zum nächsten Patienten. Das ist der Usecase und die Usability, die man vor Ort braucht.
Um das wiederum einzuordnen: Letztens bloggte ich über die Usability meiner AOK-ePA-App. Bzw. ihr Nichtvorhandensein. Wenn Bianca jetzt sagt, die gematik-infrastruktur bestehe aus einer Unzahl einzelner Module, dann nicke ich heftig. Wenn sie dann von immerhin 96% Verfügbarkeit zwischen 04 – 07/2025 spricht, nicke ich weiter, und wenn sie das zu „über zwei Wochen Ausfall pro Jahr“ hochrechnet, ebenso. Wer das mal nachempfinden will: Ich schubste mal ti-monitoring.de auf Arbeit in unsere News und installierte mir die Notifications in dem Zug auch selber. Seit September kriege ich jedes ausfallende Modul der TI auf mein Handy gemeldet und ich sag mal so: Cloudflare ist ein Scheiß dagegen.
Nochmal: Usability, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit sind die chronisch unterbelichteten Aspekte an der ganzen Kiste.
Ich bin überzeugtes Mitglied im Team Zynismus und japanische Pornografie, aber selbst ich kann mir vorstellen, dass sich die gematik irgendwann ein widerwillig-anerkennendes „sieht langsam ok aus“ nach einem Congresstalk abholen kann. Ich tu mich massiv schwerer mit der utopischen Vision, dass Beschäftigte in Arztpraxen und Apotheken froh an die Kiste sitzen, ihren eHBA scharfschalten und sich über die einfach und reibungslos funktionierende IT freuen, die ihnen Arbeit abnimmt und Zeit spart. I WANT TO BELIEVE, alleine, nun ja.
[…]
https://www.korrupt.biz/34999/39c3-nachtraege-v-a-zu-kim-epa-gematik-von-zuhause/ -
Angekommen und zum Warmwerden in einen Talk zum Widerstand gegen kenianische elektronische ID-Pläne reingehorcht (Aufzeichnung). Ich hab da gar keine Hintergründe, was postkoloniale Verwaltungsstrukturen in Kenia angeht, aber den Horizont hats erweitert. Wir reden viel über Europa, meinetwegen noch die USA und als großes Vorbild über die Dystopie China, was digitale Erfassungs- und Verwertungssysteme von Bürgerdaten angeht. Was und wie da in anderen Staaten mit fragileren oder riskanteren Hintergründen agiert wird (und dass auch da erfolgreich Zivilgesellschaft schlimmes Zeug verhindert) – ich ziehe meinen Hut und fühle mich klüger.
Darknavy. Drei chinesische Kids hacken kommerzielle humanoide Roboter. (Aufzeichnung) Im Sinne von „wir rooten die und bringen sie dazu, genau das zu machen, was wir wollen, z.B. Leuten in die Fresse schlagen“. Ich denke ein wenig an die Probleme im Automotive-Bereich und ahne, hier sind einfach nochmal deutlich mehr Schnittstellen und Angriffsvektoren. Und überhaupt, Auf die Frage, dass da ja 50.000 dieser Roboter draußen im Einsatz wären und sie sie prinzipiell übers Netz hätten übernehmen können: Naja, so einfach wäre das nicht gewesen, man muss die Seriennummer der jeweiligen Roboter kennen, und da hätten sie halt nicht damit rumgespielt. Klar, Möglichkeiten gabs, aber taten sie halt nicht. Ich weiß nicht, so das „jetzt, wo ihr fragt, ja, man hätte sich da eine 50K-Roboterarmee zusammenhacken können, aber wir hatten anderes zu tun“ ist so ein Punkt auf der Bingokarte, bei dem ich lieber flugs ein „wie fickend cool sind die?“ kommentiere, als mir länger und tiefergenend Gedanken zu machen. Hihi, Publikumsfrage „Did you try cars?“ Nein, das sei schwieriger.
[…]
https://www.korrupt.biz/34317/39c3-tag-2/ -
A first, ich kam an und war fertig. Normal schlage ich auf dem Congress auf und hab das „Endlich normale Leute“-Gefühl, dieses Jahr nada, ich fühlte mich einfach nur kaputt und denke, die letzten Wochen waren einfach zu viel. Ich schreibe das gegen 21.30 und es wurde besser. Mal sehen.
Ich wollte eigentich direkt in den KIM-Talk, (Aufzeichnung) die Bahnpünktlichkeit hätts hergegeben, aber ging nicht weil siehe oben. Ich nahm mir vor, einfach mal das Koffein- und Fußlahmheitslevel auf Kongressniveau zu bringen und zu schauen, ob das ausreichend zur Eingewöhnung wirkt. Tatsächlich ergab sich dann zwischenrein eine angenehme Unterhaltung am Wikipediastand, gemeinsames Rätselraten mit weiteren Bystandern an der Telnet-Base und schließlich ging ich noch FTPs gucken, für Tag eins waren die gar nicht schlecht.
Saal 1 war den halben Tag über immer voll. Ich hatte auch erst einfach nicht den Nerv, mich in eine Schlange zu stellen und stellte dann an der Homebase (Chaos West/Bochumer Tisch) fest, dass ich keine Kopfhörer fürs Streaming dabei hatte. Nach weiteren Rundwanderungen zum sich alles mal angucken und erfolglosem Kopfhörercheck beim Späti-Hardwareshop stieß ich auf einen Hardwaretauschtisch, auf dem unter anderem ein recht fetter Kopfhörer rumlag. Eingepackt, testweise angeschlossen, rennt. Kleine, feine Dinge, die passieren.
Abgeholt hat mich dann noch der „Wir hacken Waschmaschinen“-Talk. Großartig.
Bei Miele die Steuercodes über eine Timing-Attacke an einem undokumentierten Debug-Port ausgelesen und anschließend den Chip ausgelesen. Bei B/S/H (Siemens, Bosch etc.) das Busprotokoll reverse engineered und bei beiden dann Scheibrechte in den Programmen/Steuerungsroutinen und Home Automation angebunden. Sahnehäubchen: Auf der gemeinsamen Anreise zum Congress haben sie noch ein Kompatibilitätslayer über die Miele-Steuercodes gelegt, um die Miele-Maschine mit der Siemens-App ansteuern zu können. Ich liebe alles daran. […]
https://www.korrupt.biz/34134/39c3-tag-1-ki-statt-kim/ -
🚂 Bahntickets nach Dresden: 160€
🛌 Hotel in DD (Adventszeit): 😳 ohne Worte
🥰 Zum Supermarkt gehen, Tee trinken, Kindheitsessen kochen mit Papa: priceless ❤️
#schöneDinge #dankbar -
Das Camp ist weiterhin wunderschön und der Trend zum „bring deine eigene Nebelmaschine mit“ scheint nicht nur bei mir angekommen zu sein. Nachts ist eh vieles Silent Hill, aber mir scheint, zusammen mit dem örtlichen Mikroklima und vielen dezentralen Cloud Providern scheint hier was ganztägig bezauberndes zu entstehen.
Whatever, ich war trotzdem in noch nem KI-Talk, und die sinngemäße Zusammenfassung hatte es in sich: es sei „wie damals bei der Dotcom-Bubble: alle hauen vor allem raus, hauptsache Produkt, und ob bzw. welche Sicherheitsimplikationen das hat, können sich dann irgendwann die anschauen, die übrigblieben“.
Sie zerlegten von Copilot bis Gemini an sich alles komplett, Eskalationsspirale „Wir hacken deine AI“ – „wir hacken deinen Rechner“ – „Wir hacken dich, genau dich als Mensch“.
Hintergründe: Alle Systeme haben sowas wie „Leitplanken“ (prinzipiell unsicher) und Barrieren (prinzipiell sicher). Letztere betreffen beispielsweise „vertrauenswürdigen Input“. Die KI misstraut natürlich allem, was der User ihr sagt. Sie misstraut auch allem, was sie generiert. Sie traut indessen dem Input eigener Tools. Talk war einigermaßen flott durchgehauen, daher tendenziell grob die Ideen: Tools und Module (bei Copilot z.B. Agenten) werden genutzt, um dem eigentlichen GPT Befehle unterzuschieben.
Die Methoden sind teils allerliebstes Blackhat-SEO der Nullerjahre: man schickt Leuten „weaponized Docs“, die eine Latte Anweisungen an die AI in 2pt weißer Schrift auf weißem Grund enthalten, die die KI natürlich liest. Bzw. im Fall von Gemini gibt man ein Googledoc einfach nur für einen Nutzer frei, der muss je nach Setup gar nichts machen, weil möglichereise eh alles im eigenen Zugriffsbereich von der KI analysiert wird, es könnte ja wer ne Zusammenfassung wollen oder ein „Finde alle Docs zum Thema Bla“ gefragt werden. Funktionen wie „Summarize Meeting“ etc. sind inzwischen Standard und die kann man ausnutzen. […]
https://www.korrupt.biz/9840/why2025-tage-2-4-nochmal-ki-und-viel-bastelei/
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Man muss mich eigentlich nicht zwingen, ich mach das eigentlich immer nach guten Veranstaltungen, schon allein, um für mich nochmal in Ruhe zu behirnen, was ich so neues erfahren und kollektiv mitgedacht habe. Die koks.digital ist die Online-Marketingkonferenz im Ruhrgebiet, und bisher hatte ich auf jeder viel zu denken. That said, erstaunt es mich eigentlich, dass die Konferenz-Recaps irgendwie ein wenig aus der Mode gekommen scheinen. Die Branche ist auf Social und Linkedin unterwegs, und da mag mans wohl knackig und nicht elaboriert, aber ich kanns weiterempfehlen, schon alleine für den eigenen Kopf. Wer weiß, vielleicht gibt’s in Zukunft mehr als die drei Recaps, die Stefan im letzten koks-digital-NL anteaserte. Ich dachte, verlegener als durch ein „erstgelistete Site!“ könnte ich nicht mehr werden auf der fünften koks.digital, der Onlinemarketingmesse im Pott, aber doch, das geht, ich komm dazu.
Ansonsten einmal mehr ein grundsätzliches „Zum Glück gibt’s die koks, man müsste sie sonst erfinden“. Sie ist enorm vielfältig, die Vorträge auf klasse Niveau, und die Veranstaltung bleibt trotzdem noch in einer Größenordnung und einer Gesamtstimmung, in der vieles einfach mal in Klartext und aus dem Nähkästchen diskutiert, fallbesprochen und ausgetauscht werden kann. Da reden Leute über ihre konkreten Doings und Learnings und eben nicht nur die Erfolgsgeschichten, sondern eben auch drüber, was falsch und schief und schlecht laufen kann, und man lernt ne Menge. Darauf ein herzhaftes „Stefan ist schuld“, das war das erste Statement zur Eröffnung auf der Bühne, und es bezog sich auf ein wenig Chaos beim Einlass und verspätetem Start. Ich erweitere hiermit auf die Gesamtveranstaltung und meine das als Kompliment.
(Wobei: kein Wlan! Ich weiß, 5G, und man soll zuhören, diskutieren und nicht rumsurfen, und überhaupt jammere ich auf hohem Niveau. Zur Sache.)
Patrick Pape, von Morefire eröffnete mit B2B Marketing. War bei mir eher ein „ach, guck mal an“, weil wir im Grunde ja auch B2B-Marketing machen. Einer dieser beruhigenden Einstiege bei einschlägigen Veranstaltungen: ich will eigentlich so zu 70, 80% der Statements/Ideen, die ich höre, einen „kenn ich/richtig/machen wir“-Haken setzen, weil sonst habe ich zu lang unter nem Stein geschlafen. Starke These: Bezahlte Lead-Generation ist fürn Arsch. Ich neige zum „Alles andere ist besser und erstrebenswerter, ja“. Patrick berichtete ganz direkt von ihrer Strategie, und so ein paar Aspekte schienen mir problembasiert gelernt: sie rechnen nicht mehr mit Cost per Leads, sondern Cost per Sales Accepted Lead. Günstige Leads konvertieren oft scheiße und sind im Endeffekt teurer. Leads, wo Sales sagt „Oh, hoppla“, da spielt die Musik. Überhaupt Sales; 75% der B2B-Kunden will keine Salesmenschen mehr (ich versteh das! sehr!). Ergo: viel Informationsangebote machen und Leute auf sich zukommen lassen. Bestandskunden ausbauen – einfach mal schauen, wenn SEO-Kunde X auf einmal drei Whitepaper zum Thema Social runterlädt.
Was tut man dann? Ich hätte aus dem Stand gesagt, man sollte seine Kunden so gut kennen, dass man in der Lage ist, sie zielführend und hilfreich drauf anzusprechen. Wenn nicht, hat man ein Problem. Wir haben aber 2025: selbstverständlich sagt man der KI, was der Kunde anschaute, wirft ein wenig Hintergrundinfo hinterher und lässt sich eine Mail schreiben. Beim zweiten Mal drüberdenken: es tut der eigenen Betriebsblindheit wahrscheinlich durchaus gut, wenn man da gelegentlich tatsächlich mal eine Persona, das recherchierte Thema und die aktuellen Leistungen reinwirft und fragt, was man hier raten bzw. anbieten könnte.
Tja, und dann kam Roman Broich, AI-Experte von Microsoft Deutschland, der letztes Jahr schon da war und mich schwer beeindruckte. Ich saß nichtsahnend da und die Anmoderation begann sinngemäß mit „Ich würde jetzt Roman Broich vorstellen, aber ich las was in einem Blog namens korrupt.biz was zu seinem letzten Vortrag und will lieber das vorlesen“, gefolgt von meinem Statement, ich sei nur in den Talk gegangen, um KI im Allgemeinen und Microsoft im Besonderen begründeter zum Kotzen finden zu können. Anschließend sei ich jedoch positiv überrascht worden usw. Ich sag mal so, mit der Ansage, MS zum Kotzen zu finden, zum Anmoderieren eines MS-KI-Experten zitiert zu werden: es fühlt sich schon ein wenig wie eines dieser unwahrscheinlicheren Achievements an, von denen man im Vorfeld sagen würde, sie seien ja wohl unfair und nicht realistisch zu schaffen. […]
https://www.korrupt.biz/9646/koks-digital-2025-man-zwingt-mich-zum-recappen/
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Man muss mich eigentlich nicht zwingen, ich mach das eigentlich immer nach guten Veranstaltungen, schon allein, um für mich nochmal in Ruhe zu behirnen, was ich so neues erfahren und kollektiv mitgedacht habe. Die koks.digital ist die Online-Marketingkonferenz im Ruhrgebiet, und bisher hatte ich auf jeder viel zu denken. That said, erstaunt es mich eigentlich, dass die Konferenz-Recaps irgendwie ein wenig aus der Mode gekommen scheinen. Die Branche ist auf Social und Linkedin unterwegs, und da mag mans wohl knackig und nicht elaboriert, aber ich kanns weiterempfehlen, schon alleine für den eigenen Kopf. Wer weiß, vielleicht gibt’s in Zukunft mehr als die drei Recaps, die Stefan im letzten koks-digital-NL anteaserte. Ich dachte, verlegener als durch ein „erstgelistete Site!“ könnte ich nicht mehr werden auf der fünften koks.digital, der Onlinemarketingmesse im Pott, aber doch, das geht, ich komm dazu.
Ansonsten einmal mehr ein grundsätzliches „Zum Glück gibt’s die koks, man müsste sie sonst erfinden“. Sie ist enorm vielfältig, die Vorträge auf klasse Niveau, und die Veranstaltung bleibt trotzdem noch in einer Größenordnung und einer Gesamtstimmung, in der vieles einfach mal in Klartext und aus dem Nähkästchen diskutiert, fallbesprochen und ausgetauscht werden kann. Da reden Leute über ihre konkreten Doings und Learnings und eben nicht nur die Erfolgsgeschichten, sondern eben auch drüber, was falsch und schief und schlecht laufen kann, und man lernt ne Menge. Darauf ein herzhaftes „Stefan ist schuld“, das war das erste Statement zur Eröffnung auf der Bühne, und es bezog sich auf ein wenig Chaos beim Einlass und verspätetem Start. Ich erweitere hiermit auf die Gesamtveranstaltung und meine das als Kompliment.
(Wobei: kein Wlan! Ich weiß, 5G, und man soll zuhören, diskutieren und nicht rumsurfen, und überhaupt jammere ich auf hohem Niveau. Zur Sache.)
Patrick Pape, von Morefire eröffnete mit B2B Marketing. War bei mir eher ein „ach, guck mal an“, weil wir im Grunde ja auch B2B-Marketing machen. Einer dieser beruhigenden Einstiege bei einschlägigen Veranstaltungen: ich will eigentlich so zu 70, 80% der Statements/Ideen, die ich höre, einen „kenn ich/richtig/machen wir“-Haken setzen, weil sonst habe ich zu lang unter nem Stein geschlafen. Starke These: Bezahlte Lead-Generation ist fürn Arsch. Ich neige zum „Alles andere ist besser und erstrebenswerter, ja“. Patrick berichtete ganz direkt von ihrer Strategie, und so ein paar Aspekte schienen mir problembasiert gelernt: sie rechnen nicht mehr mit Cost per Leads, sondern Cost per Sales Accepted Lead. Günstige Leads konvertieren oft scheiße und sind im Endeffekt teurer. Leads, wo Sales sagt „Oh, hoppla“, da spielt die Musik. Überhaupt Sales; 75% der B2B-Kunden will keine Salesmenschen mehr (ich versteh das! sehr!). Ergo: viel Informationsangebote machen und Leute auf sich zukommen lassen. Bestandskunden ausbauen – einfach mal schauen, wenn SEO-Kunde X auf einmal drei Whitepaper zum Thema Social runterlädt.
Was tut man dann? Ich hätte aus dem Stand gesagt, man sollte seine Kunden so gut kennen, dass man in der Lage ist, sie zielführend und hilfreich drauf anzusprechen. Wenn nicht, hat man ein Problem. Wir haben aber 2025: selbstverständlich sagt man der KI, was der Kunde anschaute, wirft ein wenig Hintergrundinfo hinterher und lässt sich eine Mail schreiben. Beim zweiten Mal drüberdenken: es tut der eigenen Betriebsblindheit wahrscheinlich durchaus gut, wenn man da gelegentlich tatsächlich mal eine Persona, das recherchierte Thema und die aktuellen Leistungen reinwirft und fragt, was man hier raten bzw. anbieten könnte.
Tja, und dann kam Roman Broich, AI-Experte von Microsoft Deutschland, der letztes Jahr schon da war und mich schwer beeindruckte. Ich saß nichtsahnend da und die Anmoderation begann sinngemäß mit „Ich würde jetzt Roman Broich vorstellen, aber ich las was in einem Blog namens korrupt.biz was zu seinem letzten Vortrag und will lieber das vorlesen“, gefolgt von meinem Statement, ich sei nur in den Talk gegangen, um KI im Allgemeinen und Microsoft im Besonderen begründeter zum Kotzen finden zu können. Anschließend sei ich jedoch positiv überrascht worden usw. Ich sag mal so, mit der Ansage, MS zum Kotzen zu finden, zum Anmoderieren eines MS-KI-Experten zitiert zu werden: es fühlt sich schon ein wenig wie eines dieser unwahrscheinlicheren Achievements an, von denen man im Vorfeld sagen würde, sie seien ja wohl unfair und nicht realistisch zu schaffen. […]
https://www.korrupt.biz/9646/koks-digital-2025-man-zwingt-mich-zum-recappen/
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Man muss mich eigentlich nicht zwingen, ich mach das eigentlich immer nach guten Veranstaltungen, schon allein, um für mich nochmal in Ruhe zu behirnen, was ich so neues erfahren und kollektiv mitgedacht habe. Die koks.digital ist die Online-Marketingkonferenz im Ruhrgebiet, und bisher hatte ich auf jeder viel zu denken. That said, erstaunt es mich eigentlich, dass die Konferenz-Recaps irgendwie ein wenig aus der Mode gekommen scheinen. Die Branche ist auf Social und Linkedin unterwegs, und da mag mans wohl knackig und nicht elaboriert, aber ich kanns weiterempfehlen, schon alleine für den eigenen Kopf. Wer weiß, vielleicht gibt’s in Zukunft mehr als die drei Recaps, die Stefan im letzten koks-digital-NL anteaserte. Ich dachte, verlegener als durch ein „erstgelistete Site!“ könnte ich nicht mehr werden auf der fünften koks.digital, der Onlinemarketingmesse im Pott, aber doch, das geht, ich komm dazu.
Ansonsten einmal mehr ein grundsätzliches „Zum Glück gibt’s die koks, man müsste sie sonst erfinden“. Sie ist enorm vielfältig, die Vorträge auf klasse Niveau, und die Veranstaltung bleibt trotzdem noch in einer Größenordnung und einer Gesamtstimmung, in der vieles einfach mal in Klartext und aus dem Nähkästchen diskutiert, fallbesprochen und ausgetauscht werden kann. Da reden Leute über ihre konkreten Doings und Learnings und eben nicht nur die Erfolgsgeschichten, sondern eben auch drüber, was falsch und schief und schlecht laufen kann, und man lernt ne Menge. Darauf ein herzhaftes „Stefan ist schuld“, das war das erste Statement zur Eröffnung auf der Bühne, und es bezog sich auf ein wenig Chaos beim Einlass und verspätetem Start. Ich erweitere hiermit auf die Gesamtveranstaltung und meine das als Kompliment.
(Wobei: kein Wlan! Ich weiß, 5G, und man soll zuhören, diskutieren und nicht rumsurfen, und überhaupt jammere ich auf hohem Niveau. Zur Sache.)
Patrick Pape, von Morefire eröffnete mit B2B Marketing. War bei mir eher ein „ach, guck mal an“, weil wir im Grunde ja auch B2B-Marketing machen. Einer dieser beruhigenden Einstiege bei einschlägigen Veranstaltungen: ich will eigentlich so zu 70, 80% der Statements/Ideen, die ich höre, einen „kenn ich/richtig/machen wir“-Haken setzen, weil sonst habe ich zu lang unter nem Stein geschlafen. Starke These: Bezahlte Lead-Generation ist fürn Arsch. Ich neige zum „Alles andere ist besser und erstrebenswerter, ja“. Patrick berichtete ganz direkt von ihrer Strategie, und so ein paar Aspekte schienen mir problembasiert gelernt: sie rechnen nicht mehr mit Cost per Leads, sondern Cost per Sales Accepted Lead. Günstige Leads konvertieren oft scheiße und sind im Endeffekt teurer. Leads, wo Sales sagt „Oh, hoppla“, da spielt die Musik. Überhaupt Sales; 75% der B2B-Kunden will keine Salesmenschen mehr (ich versteh das! sehr!). Ergo: viel Informationsangebote machen und Leute auf sich zukommen lassen. Bestandskunden ausbauen – einfach mal schauen, wenn SEO-Kunde X auf einmal drei Whitepaper zum Thema Social runterlädt.
Was tut man dann? Ich hätte aus dem Stand gesagt, man sollte seine Kunden so gut kennen, dass man in der Lage ist, sie zielführend und hilfreich drauf anzusprechen. Wenn nicht, hat man ein Problem. Wir haben aber 2025: selbstverständlich sagt man der KI, was der Kunde anschaute, wirft ein wenig Hintergrundinfo hinterher und lässt sich eine Mail schreiben. Beim zweiten Mal drüberdenken: es tut der eigenen Betriebsblindheit wahrscheinlich durchaus gut, wenn man da gelegentlich tatsächlich mal eine Persona, das recherchierte Thema und die aktuellen Leistungen reinwirft und fragt, was man hier raten bzw. anbieten könnte.
Tja, und dann kam Roman Broich, AI-Experte von Microsoft Deutschland, der letztes Jahr schon da war und mich schwer beeindruckte. Ich saß nichtsahnend da und die Anmoderation begann sinngemäß mit „Ich würde jetzt Roman Broich vorstellen, aber ich las was in einem Blog namens korrupt.biz was zu seinem letzten Vortrag und will lieber das vorlesen“, gefolgt von meinem Statement, ich sei nur in den Talk gegangen, um KI im Allgemeinen und Microsoft im Besonderen begründeter zum Kotzen finden zu können. Anschließend sei ich jedoch positiv überrascht worden usw. Ich sag mal so, mit der Ansage, MS zum Kotzen zu finden, zum Anmoderieren eines MS-KI-Experten zitiert zu werden: es fühlt sich schon ein wenig wie eines dieser unwahrscheinlicheren Achievements an, von denen man im Vorfeld sagen würde, sie seien ja wohl unfair und nicht realistisch zu schaffen. […]
https://www.korrupt.biz/9646/koks-digital-2025-man-zwingt-mich-zum-recappen/
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Perlenhochzeit (1)
Das vergangene Wochenende verlängerten wir aus aktuellem Anlass um zwei Tage: Meine Frau und ich feierten gestern Perlenhochzeit. Am Untersee genossen wir bei strahlendem Sonnenschein ein paar Tage der Auszeit. Wie sich in den nächsten Posts im Laufe der Woche noch zeigen wird, tat uns dies sehr gut: Mal auszuklinken und sich gemeinsam zu erholen, ist zwischendurch das einzig Richtige.
Zu Beginn und zum Abschluss unserer Reise erlebten wir Bahnreisen, die – gelinde gesagt – etwas „speziell“ waren:
Der IC8 von Winterthur nach Romanshorn war eine S-Bahn-Doppelstock-Komposition der ersten Generation (die mit der blauen Lok). Der Lautsprecher-Durchsage in Winterthur entsprach der Zug durchaus: Geänderte Formation, kein Speisewagen und kein Familienwagen.
Auf der Seelinie zwischen Romanshorn und Arbon hatten wir es gestern auf dem Rückweg hingegen mit einem speziellen Thurbo zu tun: Einer der Züge mit hölzernem Interieur nahm uns mit.
Welche schönen Dinge dazwischen geschahen, werde ich morgen erzählen.
Nur nicht zu ungeduldig …
#1GenerationSBahn #Abschluss #Arbon #ausklinken #Auszeit #Bahnhreisen #Beginn #DoppelstockSBahn #Durchsage #erholen #Familienwagen #feiern #gemeinsam #hölzern #IC8 #Interieur #Lautsprecher #Perlenhochzeit #Romanshorn #schöneDinge #Seelinie #Sonnenschein #Speisewagen #speziell #Thurbo #ungeduldig #Untersee #verlängert #Winterthur #Wochenende
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Perlenhochzeit (1)
Das vergangene Wochenende verlängerten wir aus aktuellem Anlass um zwei Tage: Meine Frau und ich feierten gestern Perlenhochzeit. Am Untersee genossen wir bei strahlendem Sonnenschein ein paar Tage der Auszeit. Wie sich in den nächsten Posts im Laufe der Woche noch zeigen wird, tat uns dies sehr gut: Mal auszuklinken und sich gemeinsam zu erholen, ist zwischendurch das einzig Richtige.
Zu Beginn und zum Abschluss unserer Reise erlebten wir Bahnreisen, die – gelinde gesagt – etwas „speziell“ waren:
Der IC8 von Winterthur nach Romanshorn war eine S-Bahn-Doppelstock-Komposition der ersten Generation (die mit der blauen Lok). Der Lautsprecher-Durchsage in Winterthur entsprach der Zug durchaus: Geänderte Formation, kein Speisewagen und kein Familienwagen.
Auf der Seelinie zwischen Romanshorn und Arbon hatten wir es gestern auf dem Rückweg hingegen mit einem speziellen Thurbo zu tun: Einer der Züge mit hölzernem Interieur nahm uns mit.
Welche schönen Dinge dazwischen geschahen, werde ich morgen erzählen.
Nur nicht zu ungeduldig …
#1GenerationSBahn #Abschluss #Arbon #ausklinken #Auszeit #Bahnhreisen #Beginn #DoppelstockSBahn #Durchsage #erholen #Familienwagen #feiern #gemeinsam #hölzern #IC8 #Interieur #Lautsprecher #Perlenhochzeit #Romanshorn #schöneDinge #Seelinie #Sonnenschein #Speisewagen #speziell #Thurbo #ungeduldig #Untersee #verlängert #Winterthur #Wochenende
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Es geht nichts voran mit der digitalen Verwaltung, so höre ich es seit Jahren jammern, und dann hieß es ja immer mal „Aber Autos an- und ummelden geht doch inzwischen!“, nur melde ich selten Autos an oder um. Nachdem es sich nun doch unerwarteterweise ergab: ich habs geschafft, ein Auto online umzumelden. OK, noch sind weder Schein, Brief noch Nummernschilder da, aber es sollte alles auf dem Weg und meine Rechtssicherheit im Straßenverkehr gegeben sein. Vorab: es ist vieles meh, aber manches auch fein, und alles in allem umständlich, zugegeben, ich hätte keine Ahnung, wie man was sinnvoll und sicher besser kriegt.
Jedenfalls, seit einiger Zeit sieht die Terminvergabe des KFZ-Meldeamts in Wuppertal bekanntlich so aus:
[caption id="attachment_9332" align="aligncenter" width="964"] Terminvergabe, Straßenverkehrsamt Wuppertal[/caption]
Wenn man online Bürgerdienste in Anspruch nehmen will, braucht man einen E-Perso. Ich habe einen E-Perso, und zu dem bekommt man dann per Post noch Unterlagen zur digitalen Verwendung zugeschickt. Unter anderem eine Transport-PIN, mit der man den e-Perso-Zugriff aktivieren kann. Weiter braucht man was, um den Perso überhaupt auszulesen. Einigermaßen moderne Smartphones können das mit NFC und der AusweisApp.
[caption id="attachment_9335" align="alignright" width="300"] Transport-PIN für den e-Perso. Man braucht sie nicht unbedingt.[/caption]
Man startet die App, hält den Ausweis dran und muss dann die Transport-Pin eingeben. Wer wie ich ein verpeilter Idiot ist, macht das dann zweimal erfolglos und kriegt die Warnung, dass beim dritten erfolglosen Versuch alles gesperrt wird. Wer cleverer ist, erinnert sich dran, dass man auch schon direkt auf dem Einwohnermeldeamt eine PIN selber festlegen konnte. Anschließend daran, dass man das damals wohl tat. Dann meldet man sich gleich mit der an und erspart sich ein wenig Schweißausbrüche.
Man hat dann einen E-Perso freigeschaltet und kann zur Online-Meldestelle. Dort wird man nach etwas Eingangsgeplänkel zur Anmeldung per bund-ID verfrachtet.
[caption id="attachment_9336" align="alignleft" width="300"] Herzlich willkommen in Ihrem Gemeinwesen![/caption]
(Exotischer Einschub: wenn man da eben nicht hinverfrachtet wird, sondern sich einfach dass leere Fenster zu Tode lädt, lag das in meinem Fall dran, dass ich unter meiner IP einen Tor-Middlerelay laufen habe. Was an sich ja absolut nichts über meinen eigenen Traffic aussagt, aber nun. Wer nen Relay am Start hat, wird das Problem von anderen Seiten her kennen und Workarounds haben. Selber hab ich da für Notfälle nen Web-Proxy auf dem Server, mit dem gehts.)
Ich hatte mich mit etwas Mühe dann angemeldet – erst auf dem Smartphone, weil da die Ausweislesefunktion ist. Ich hoffte, dann eine Username/Passwort-Option zu kriegen, um mich damit dann am Desktop in der Zulassungsstrecke anzumelden, ich durfte selbige gar einrichten. Nur: die Option, sich so anzumelden, kam dann nicht. ePErso braucht ein verbundenes Lesegerät, hab ich keines (glaubte ich jedenfalls, siehe gleich). Long story short: nach ein wenig fruchtlosem Rumprobieren meldete ich mich dann einfach mit dem Elster-Zertifikat an, das wird dann einfach auch direkt mitverknüpft. Funktionierte.
[caption id="attachment_9337" align="aligncenter" width="958"] e-Perso ausgelesen auf Linux, gepairt mit NFC-Smartphone, yay![/caption]
(Pragmatischer Einschub: irgendwann las ich ein „AusweisApp am Desktop: hier für Windows, hier Mac“ und hakte das zornerfüllt ab unter „Civ7 auf Linux geht, aber meine digitalen Bürgerrechte wahrnehmen nicht, fickt euch alle“. Stellt euch meine Überraschung vor, als ich lange nach getaner Zulassungsarbeit nochmal rumgoogelte und feststellte, für alle gängigen Linux-Systeme gibts Installationskandidaten. Debianbasiert tuts ein simples apt-get install ausweisapp2 und es rennt. Selbst das Smartphone pairen und dann einfach als kartenlesegerät nutzen geht. Ich bin ein wenig begeistert.)
Jedenfalls, jetzt kommen wir in die Richtung „was brauchts für das eigentliche Ziel, die KFZ-Ummeldung“. Das wären […]
https://www.korrupt.biz/9331/kfz-zulassung-online-meine-digitale-pkw-ummeldung-feat-e-perso/
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Mit #Carsharing heute auf dem Weg zu unserem Valentinsausflug. Zwei Schlösser stehen auf dem Programm - eins mit thematischer Führung zu Liebesgeschichten von früher. In der Dämmerung, ganz ramontisch! 🌹
Und lecker Essen gehen.
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[caption id="attachment_9089" align="alignright" width="300"] Blick von der Homebase[/caption]
Was war noch? Beobachtungen und Gedanken lose gesammelt, es sollten auch ein, zwei lustige Bilder dabeisein.
Tor. Wie eigentlich jedes Jahr der State of the Onion-Talk. Einmal mehr tendenziell „erfreulich langweilig“ – es gab schon die mit schlecht handlebaren DDoSen aufs Netz, die mit Deanonymisierungsangriffen bei schwieriger Response usw., auch diesmal gabs welche im letzten Jahr, aber die Schutzmaßnahmen sind schon länger klar und verfügbar. Das Zentralisierungsproblem wird beobachtet und die Situation schien mir besser als vermutet. Klar konzentrieren sich Nodes nach Ländern (de, usa…) und ASen (Hetzner, OVH…), aber die Entropie insgesamt ist hoch, die Relays durchaus sehr breit gestreut. Mehr und besser geht immer, aber wenn man abwägen kann, ob man vermehrt über Südamerika routen soll, weil mehr Entropie, oder ob Hops über zwei, drei EU-Staaten und Provider auch ok und schneller sind – ich seh das gelassen und bin mit der Gesamtsituation diesbezüglich fein.
[caption id="attachment_9094" align="alignleft" width="240"] Was eine Person ist, muss das Auto noch lernen[/caption][caption id="attachment_9095" align="alignleft" width="240"] Gottseidank haben wir massig unterbezahlte Auto-Lehrende in Drittweltländern[/caption]
Installationen 1: „KI“ und „selbstfahrende Autos“. Es lief an einer Sitzrunde im Hackcenter ein Bericht eines Cklickworkers, der Bilder fürs Trainieren und Verbessern der Objekterkennung von Autos mappt. Dass man insbesondere fürs Training da präzise arbeiten muss, ist noch einigermaßen verständlich. Wie schlecht da das automatisierte Vordefinieren von Objekten, Arealen etc. funktioniert, ist, nun, erstaunlich. Geht man ins Detail, wirds vollends gruselig: man muss ja nicht nur erkennen, ob eine Person da steht, sondern auch, ob die beispielsweise Anstalten macht, auf die Straße zu treten. Hebt sie den Arm, um das anzuzeigen? Oder macht sie das aus einem anderen Grund? Legt die Straßenmarkierung nahe, dass man hier über selbige gehen wollen könnte?
[caption id="attachment_9096" align="alignright" width="225"] Ich glaube, ich bin noch der einzige mit dem Sticker.[/caption]
Extrem vage Abwägungen, aufgrund derer am Ende die trainierte Kiste korrekt in die Eisen steigen oder weiterfahren soll. Und wie es bezahlt wird, will ich gar nicht wissen. Dass Clouds anderer Leute Computer sind, wissen wir, dass KI anderer Leute schlecht- bis unbezahlte Denkerei und Arbeit ist… wissen wir auch, aber viele andere nicht und vor allem wirds selten so anschaulich. […]
https://www.korrupt.biz/9078/38c3-tag-3-und-4-nachbetrachtungen/
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[caption id="attachment_9063" align="alignright" width="300"] Druckluftorgel. Sie spielt Nirvana.[/caption]
Bisschen gebremster Einstieg: es will mir dieses Jahr nicht recht gelingen mit dem sonst gern genommenen „hier tankt man Ideen und vor allem Zuversicht fürs kommende Jahr“. Der erste „jetzt setz dich mal physikalisch rein“-Talk war der Jahresrückblick des CCC, und es mag mein subjektives Empfinden sein, aber vollkommen eigenartige Stimmung. Früher das gemeinsame Abfeiern der geilsten Hacks, heute fühle ich da einfach viel Fassungslosigkeit über die neue Normalität. Weiter: die Zukunft wird schlimmer, es war dieses Jahr schon kacke, und eine kommende rechte Regierung, dazu Trump, Merz, Musk etc., es wird alles gruselig. Gefühlt das klarste „Passt auf euch und aufeinander auf, es wird übel“, das ich so bisher wahrgenommen habe. Mag auch an mir liegen, aber nun.
[caption id="attachment_9068" align="alignleft" width="300"] Das Cyberorakel sagt eine durchwachsene Zukunft voraus[/caption]
Eingangs gabs eine einigermaßen schwache Protestaktion wegen Täterschutz. Konkreter Anlass mir unbekannt, an und für sich alles gut, aber wenn man keine Gelegenheit nutzt, bei offenem Mikro und Redezeit einfach mal klar zu benennen, was Sache ist, dann sollte man keine Bühne stürmen. Dazu schlimmer Mädelstalk hinter mir, nachdem zwei schmale Frauen von der Security kamen, um ggf. zu entschärfen: dass man da so zwei Mädchen vorschickt statt ein paar kräftiger Typen. Die „zwei Mädchen“ hatten nach fünf Minuten die Situation entschärft und die Bühne frei, ganz ohne Eskalation, ich ziehe Hüte und frage mich, wie internalisiert das „Für Sicherheit brauchts nen kräftigen Kerl zum Draufhauen“ auch dort ist, wo man zuletzt damit rechnet.
Ein spannender Talk über ein Netzwerk von Fake-Shop-Betreibern aus China, die sehr professionell ein paar zehntausend Scam-Domains im Netz betreiben und angeblich Markenware günstig verkloppen. […]
https://www.korrupt.biz/9056/38c3-jahresrueckblick-fakeshops-und-katastrophenhilfe-tag-2/
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Nach den Online-Events und meinem Aussetzen zum ersten physikalischen Congress nach Coronapause im letzten Jahr nun wieder bei normalen Menschen und wieder in Hamburg, und ich verlauf mich permanent. Ansonsten ist es hier sehr schön.
[caption id="attachment_9028" align="aligncenter" width="640"] Fairydust in the stars[/caption]
Aber vor dem privaten Befindlichkeitskram die beiden Knaller heute. Einmal VW, die sich die Standortsverläufe+X eines größeren Teils ihrer Fahrzeugflotte raustragen ließen. Ich war amüsiert, weil ich erst letztens über plausible Deniability bei der Locationerfassung redete, wenn Werbetreiber mit Geolocation arbeiten und das Smartphone jedes Wochenende im Swingerclub angepeilt werden kann, jetzt machts eben mal der größte deutsche Autohersteller und hätts nicht mal gebraucht, weil mal im Ernst: was geht es drecks Volkswagen an, wo ich meinen Polo parke? Aber too big to fail, too big to care, wie es klügere Menschen wie ich gelegentlich anmerkten. Andere Leute stellen Bliogs ab, weil sie sich wegen Cookiebannern und Rechtssicherheit Sorgen machen, man wird angepisst wegen Googlewebfonts, aber hey, VW. Gibt nichts zu sehen, kannjamalpassieren, Hackers gonna hack, Softwareproblem, gehen sie weiter, irgendwann wird in Niedersachsen vielleicht ein Arbeitskreis beraten und feststellen, dass man die Beschäftigten Arbeitgeber Aktionäre nicht schlimm mit sowas wie Strafen belasten darf, weil ist ja alles systemrelevant.
Dass die ePA so nachhaltig zerstört wird, hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Es ist klar, dass es in einem so riesigen System wie dem der ePA natürlich zahlreiche Angriffsvektoren gibt, und ich würd sogar soweit gehen zu sagen, dass es da Bereiche gibt, die schwer bis gar nicht narrensicher zu kriegen sind. Umso wichtiger ist halt Schadensbegrenzung, damit meinetwegen ein Szenario „Durchdrehender Arzt nutzt eigene Infrastruktur zum Recherchieren von Kompromat“ oder „Bad Actor übernimmt eine komplette Praxisinstallation“ halt nur begrenzt Schaden anrichten können. […]
https://www.korrupt.biz/9021/38c3-tag-1-epa-vw-und-ein-paar-gedanken-und-peinlichkeiten/
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Morning zusammen 🔆
Möget ihr heute glücklich, gesund und in Frieden sein 🕊
Was kannst du heute Schönes machen? 💫🫶
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#Leben #Schönheit #Potenzial #SchöneDinge #Sonne #Mond #Sonntag #SilentSunday -
Warum zieht man eine Woche in die Wüste, stiefelt bzw. reitet Berge hoch und runter und guckt sich … Continue reading →
https://www.korrupt.biz/8300/acht-tage-wueste-sinai-die-dritte/
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das ist mir jetzt schon von unterschiedlichen quellen gezeigt worden. offensichtlich habe ich da erst jetzt mal richtig reingehört. absolut genial, diese musi. genau richtig fürs gillamoos ...
#musik #music #musique #punk #teamscheisse #antifa #schönedinge
Do Ro wrote the following post Tue, 29 Aug 2023 17:20:43 +0200
Team Scheisse – "FA" | ZDF Magazin Royale
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