#lasseliest — Public Fediverse posts
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Das Ministerium für die Zukunft
Kim Stanley Robinson.Ich liebe dieses Buch.
So, oder so ähnlich, stelle ich mir die nächste Zukunft auf unserer kleinen, blauen Kugel vor.
Bin gespannt welches "Ende" dem Autor vorschwebte. -
Das Ministerium für die Zukunft
Kim Stanley Robinson.Ich liebe dieses Buch.
So, oder so ähnlich, stelle ich mir die nächste Zukunft auf unserer kleinen, blauen Kugel vor.
Bin gespannt welches "Ende" dem Autor vorschwebte. -
Das Ministerium für die Zukunft
Kim Stanley Robinson.Ich liebe dieses Buch.
So, oder so ähnlich, stelle ich mir die nächste Zukunft auf unserer kleinen, blauen Kugel vor.
Bin gespannt welches "Ende" dem Autor vorschwebte. -
Das Ministerium für die Zukunft
Kim Stanley Robinson...
Und trotzdem verbrannten sie weiter #Kohle, Sie führen Autos, aßen Fleisch, reisten in Flugzeugen und machten weiter mit allen Dingen, die die #Hitzewelle verursacht hatten und auch die nächste verursachen würden. Noch immer wurden Gewinne auf eine Weise errechnet, die den Aktionären Dividenden bescherten. Und so weiter. :
Jeder wusste, dass nicht genug unternommen wurde, und jeder tat weiter zu wenig, Natürlich wurde verdrängt, und der innere Druck wuchs wie in einer Dampfmaschine, Für die Menschen der Dreißigerjahre stellte sich die Frage, wie die
Sache ausgehen würde: mit einem Zischen oder einem Knall?
Konnte der Dampf entweichen und damit etwas Nützliches bewirken? Oder würde die Maschine explodieren? Niemand wusste es, sie taumelten weiter von einem Tag zum anderen.
Der Druck stieg immer weiter an.
Und so war es im Grunde keine große Überraschung, dass eines Tages innerhalb von wenigen Stunden sechzig Passagierflugzeuge abstürzten. Überall auf der Welt und ohne.
erkennbare Gemeinsamkeit, Allerdings stellte sich nach Abschluss der Untersuchungen heraus, dass ein unverhältnismäßig hoher Anteil auf Privat- und Geschäftsflüge entfiel und dass die verunglückten Linienmaschinen überwiegend mit Geschäftsreisenden besetzt waren. Trotzdem Menschen,
die aus den verschiedensten Gründen unterwegs gewesen
waren: alle tot. Rund siebentausend Opfer, die ihrem beruflichen Alltag nachgegangen waren.
Aus den Ermittlungen ging hervor, dass Schwärme kleiner Drohnen in die Flugbahn der betroffenen Maschinen gelenkt worden waren und die Triebwerke lahmgelegt hatten.
Die Drohnen wurden dabei fast völlig zerstört, sodass man
nie eindeutig klären konnte, wer sie produziert und gesteuert
hatte. Unmittelbar danach bekannten sich etliche Terrorgruppen zu der Aktion und stellten Forderungen, doch ob sie wirklich etwas damit zu tun hatten, blieb eine offene Frage. Dass gleich mehrere Gruppen die Verantwortung für so ein Verbrechen übernahmen, steigerte noch das allgemeine Entsetzen.
In welcher Welt lebte man da eigentlich?
Jedenfalls lag die Botschaft klar auf der Hand: Wer fliegt, lebt gefährlich. Tatsächlich hörten viele Leute damit auf. Vor diesem Tag war zu jeder Zeit eine halbe Million Menschen in
der Luft gewesen. Nun rauschte die Zahl in den Keller, Vor allem, als einen Monat später erneut zwanzig Flugzeuge abstürzten. Danach blieben Linienflüge häufig leer und wurden gestrichen. Privatjets hoben nicht mehr ab. Auch Militärschinen und -hubschrauber sahen sich Angriffen ausgesetzt und beschränkten ihre Einsätze auf das Nötigste, wie im
Krieg.
...🤔
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Das Ministerium für die Zukunft
Kim Stanley Robinson...
Und trotzdem verbrannten sie weiter #Kohle, Sie führen Autos, aßen Fleisch, reisten in Flugzeugen und machten weiter mit allen Dingen, die die #Hitzewelle verursacht hatten und auch die nächste verursachen würden. Noch immer wurden Gewinne auf eine Weise errechnet, die den Aktionären Dividenden bescherten. Und so weiter. :
Jeder wusste, dass nicht genug unternommen wurde, und jeder tat weiter zu wenig, Natürlich wurde verdrängt, und der innere Druck wuchs wie in einer Dampfmaschine, Für die Menschen der Dreißigerjahre stellte sich die Frage, wie die
Sache ausgehen würde: mit einem Zischen oder einem Knall?
Konnte der Dampf entweichen und damit etwas Nützliches bewirken? Oder würde die Maschine explodieren? Niemand wusste es, sie taumelten weiter von einem Tag zum anderen.
Der Druck stieg immer weiter an.
Und so war es im Grunde keine große Überraschung, dass eines Tages innerhalb von wenigen Stunden sechzig Passagierflugzeuge abstürzten. Überall auf der Welt und ohne.
erkennbare Gemeinsamkeit, Allerdings stellte sich nach Abschluss der Untersuchungen heraus, dass ein unverhältnismäßig hoher Anteil auf Privat- und Geschäftsflüge entfiel und dass die verunglückten Linienmaschinen überwiegend mit Geschäftsreisenden besetzt waren. Trotzdem Menschen,
die aus den verschiedensten Gründen unterwegs gewesen
waren: alle tot. Rund siebentausend Opfer, die ihrem beruflichen Alltag nachgegangen waren.
Aus den Ermittlungen ging hervor, dass Schwärme kleiner Drohnen in die Flugbahn der betroffenen Maschinen gelenkt worden waren und die Triebwerke lahmgelegt hatten.
Die Drohnen wurden dabei fast völlig zerstört, sodass man
nie eindeutig klären konnte, wer sie produziert und gesteuert
hatte. Unmittelbar danach bekannten sich etliche Terrorgruppen zu der Aktion und stellten Forderungen, doch ob sie wirklich etwas damit zu tun hatten, blieb eine offene Frage. Dass gleich mehrere Gruppen die Verantwortung für so ein Verbrechen übernahmen, steigerte noch das allgemeine Entsetzen.
In welcher Welt lebte man da eigentlich?
Jedenfalls lag die Botschaft klar auf der Hand: Wer fliegt, lebt gefährlich. Tatsächlich hörten viele Leute damit auf. Vor diesem Tag war zu jeder Zeit eine halbe Million Menschen in
der Luft gewesen. Nun rauschte die Zahl in den Keller, Vor allem, als einen Monat später erneut zwanzig Flugzeuge abstürzten. Danach blieben Linienflüge häufig leer und wurden gestrichen. Privatjets hoben nicht mehr ab. Auch Militärschinen und -hubschrauber sahen sich Angriffen ausgesetzt und beschränkten ihre Einsätze auf das Nötigste, wie im
Krieg.
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Das Ministerium für die Zukunft
Kim Stanley Robinson...
Und trotzdem verbrannten sie weiter #Kohle, Sie führen Autos, aßen Fleisch, reisten in Flugzeugen und machten weiter mit allen Dingen, die die #Hitzewelle verursacht hatten und auch die nächste verursachen würden. Noch immer wurden Gewinne auf eine Weise errechnet, die den Aktionären Dividenden bescherten. Und so weiter. :
Jeder wusste, dass nicht genug unternommen wurde, und jeder tat weiter zu wenig, Natürlich wurde verdrängt, und der innere Druck wuchs wie in einer Dampfmaschine, Für die Menschen der Dreißigerjahre stellte sich die Frage, wie die
Sache ausgehen würde: mit einem Zischen oder einem Knall?
Konnte der Dampf entweichen und damit etwas Nützliches bewirken? Oder würde die Maschine explodieren? Niemand wusste es, sie taumelten weiter von einem Tag zum anderen.
Der Druck stieg immer weiter an.
Und so war es im Grunde keine große Überraschung, dass eines Tages innerhalb von wenigen Stunden sechzig Passagierflugzeuge abstürzten. Überall auf der Welt und ohne.
erkennbare Gemeinsamkeit, Allerdings stellte sich nach Abschluss der Untersuchungen heraus, dass ein unverhältnismäßig hoher Anteil auf Privat- und Geschäftsflüge entfiel und dass die verunglückten Linienmaschinen überwiegend mit Geschäftsreisenden besetzt waren. Trotzdem Menschen,
die aus den verschiedensten Gründen unterwegs gewesen
waren: alle tot. Rund siebentausend Opfer, die ihrem beruflichen Alltag nachgegangen waren.
Aus den Ermittlungen ging hervor, dass Schwärme kleiner Drohnen in die Flugbahn der betroffenen Maschinen gelenkt worden waren und die Triebwerke lahmgelegt hatten.
Die Drohnen wurden dabei fast völlig zerstört, sodass man
nie eindeutig klären konnte, wer sie produziert und gesteuert
hatte. Unmittelbar danach bekannten sich etliche Terrorgruppen zu der Aktion und stellten Forderungen, doch ob sie wirklich etwas damit zu tun hatten, blieb eine offene Frage. Dass gleich mehrere Gruppen die Verantwortung für so ein Verbrechen übernahmen, steigerte noch das allgemeine Entsetzen.
In welcher Welt lebte man da eigentlich?
Jedenfalls lag die Botschaft klar auf der Hand: Wer fliegt, lebt gefährlich. Tatsächlich hörten viele Leute damit auf. Vor diesem Tag war zu jeder Zeit eine halbe Million Menschen in
der Luft gewesen. Nun rauschte die Zahl in den Keller, Vor allem, als einen Monat später erneut zwanzig Flugzeuge abstürzten. Danach blieben Linienflüge häufig leer und wurden gestrichen. Privatjets hoben nicht mehr ab. Auch Militärschinen und -hubschrauber sahen sich Angriffen ausgesetzt und beschränkten ihre Einsätze auf das Nötigste, wie im
Krieg.
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Leben unter Rehen
Geoffroy Delorme wird nach einem traumatischen Erlebnis in der Schule nur noch von Fernlehrern unterrichtet. Zurückgezogen wächst er im Haus der Eltern auf. Doch auf seinen heimlichen Streifzügen durch die angrenzenden Wälder entdeckt er einen einzigartigen Kosmos, der ihn anzieht.
Und als er, fast volljährig, in die Welt der Menschen hinausgedrängt werden soll, von der er so viele Jahre ferngehalten wurde, beschließt er, dem Ruf des Waldes endgültig zu folgen.
Die Begegnung mit einem jungen Rehbock wird dabei zur Initialzündung. Fortan begleitet er diese anmutigen Geschöpfe und lernt von ihnen: wie man ein Revier anlegt und nährstoffreiche Pflanzen findet. Wie man sich nachts warm hält und im Wechsel der Jahreszeiten überlebt. Er wird Zeuge, wie Kitze geboren werden, aber auch, wie Jäger die Tiere abrupt aus dem Leben reißen.
In dem tief bewegenden Bestseller aus Frankreich, erzählt der junge Autor zärtlich und voller Demut davon, wie er sich auf der Suche nach einem erfüllten Leben von der menschlichen Gesellschaft abwendet. ‚Von der Kompromisslosigkeit und zugleich heilenden Kraft der Natur. Und von der faszinierenden, uns oftmals verborgenen Welt der Waldbewohner.
...Selten habe ich ein Buch so verschlungenen wie dieses.
UNBEDINGTE Leseempfehlung für alle, die sich für die uns verborgene Lebenswelt in unseren Wäldern interessieren. -
Leben unter Rehen
Geoffroy Delorme wird nach einem traumatischen Erlebnis in der Schule nur noch von Fernlehrern unterrichtet. Zurückgezogen wächst er im Haus der Eltern auf. Doch auf seinen heimlichen Streifzügen durch die angrenzenden Wälder entdeckt er einen einzigartigen Kosmos, der ihn anzieht.
Und als er, fast volljährig, in die Welt der Menschen hinausgedrängt werden soll, von der er so viele Jahre ferngehalten wurde, beschließt er, dem Ruf des Waldes endgültig zu folgen.
Die Begegnung mit einem jungen Rehbock wird dabei zur Initialzündung. Fortan begleitet er diese anmutigen Geschöpfe und lernt von ihnen: wie man ein Revier anlegt und nährstoffreiche Pflanzen findet. Wie man sich nachts warm hält und im Wechsel der Jahreszeiten überlebt. Er wird Zeuge, wie Kitze geboren werden, aber auch, wie Jäger die Tiere abrupt aus dem Leben reißen.
In dem tief bewegenden Bestseller aus Frankreich, erzählt der junge Autor zärtlich und voller Demut davon, wie er sich auf der Suche nach einem erfüllten Leben von der menschlichen Gesellschaft abwendet. ‚Von der Kompromisslosigkeit und zugleich heilenden Kraft der Natur. Und von der faszinierenden, uns oftmals verborgenen Welt der Waldbewohner.
...Selten habe ich ein Buch so verschlungenen wie dieses.
UNBEDINGTE Leseempfehlung für alle, die sich für die uns verborgene Lebenswelt in unseren Wäldern interessieren. -
Leben unter Rehen
Geoffroy Delorme wird nach einem traumatischen Erlebnis in der Schule nur noch von Fernlehrern unterrichtet. Zurückgezogen wächst er im Haus der Eltern auf. Doch auf seinen heimlichen Streifzügen durch die angrenzenden Wälder entdeckt er einen einzigartigen Kosmos, der ihn anzieht.
Und als er, fast volljährig, in die Welt der Menschen hinausgedrängt werden soll, von der er so viele Jahre ferngehalten wurde, beschließt er, dem Ruf des Waldes endgültig zu folgen.
Die Begegnung mit einem jungen Rehbock wird dabei zur Initialzündung. Fortan begleitet er diese anmutigen Geschöpfe und lernt von ihnen: wie man ein Revier anlegt und nährstoffreiche Pflanzen findet. Wie man sich nachts warm hält und im Wechsel der Jahreszeiten überlebt. Er wird Zeuge, wie Kitze geboren werden, aber auch, wie Jäger die Tiere abrupt aus dem Leben reißen.
In dem tief bewegenden Bestseller aus Frankreich, erzählt der junge Autor zärtlich und voller Demut davon, wie er sich auf der Suche nach einem erfüllten Leben von der menschlichen Gesellschaft abwendet. ‚Von der Kompromisslosigkeit und zugleich heilenden Kraft der Natur. Und von der faszinierenden, uns oftmals verborgenen Welt der Waldbewohner.
...Selten habe ich ein Buch so verschlungenen wie dieses.
UNBEDINGTE Leseempfehlung für alle, die sich für die uns verborgene Lebenswelt in unseren Wäldern interessieren. -
Leben unter Rehen
Geoffroy Delorme wird nach einem traumatischen Erlebnis in der Schule nur noch von Fernlehrern unterrichtet. Zurückgezogen wächst er im Haus der Eltern auf. Doch auf seinen heimlichen Streifzügen durch die angrenzenden Wälder entdeckt er einen einzigartigen Kosmos, der ihn anzieht.
Und als er, fast volljährig, in die Welt der Menschen hinausgedrängt werden soll, von der er so viele Jahre ferngehalten wurde, beschließt er, dem Ruf des Waldes endgültig zu folgen.
Die Begegnung mit einem jungen Rehbock wird dabei zur Initialzündung. Fortan begleitet er diese anmutigen Geschöpfe und lernt von ihnen: wie man ein Revier anlegt und nährstoffreiche Pflanzen findet. Wie man sich nachts warm hält und im Wechsel der Jahreszeiten überlebt. Er wird Zeuge, wie Kitze geboren werden, aber auch, wie Jäger die Tiere abrupt aus dem Leben reißen.
In dem tief bewegenden Bestseller aus Frankreich, erzählt der junge Autor zärtlich und voller Demut davon, wie er sich auf der Suche nach einem erfüllten Leben von der menschlichen Gesellschaft abwendet. ‚Von der Kompromisslosigkeit und zugleich heilenden Kraft der Natur. Und von der faszinierenden, uns oftmals verborgenen Welt der Waldbewohner.
...Selten habe ich ein Buch so verschlungenen wie dieses.
UNBEDINGTE Leseempfehlung für alle, die sich für die uns verborgene Lebenswelt in unseren Wäldern interessieren. -
Leben unter Rehen
Geoffroy Delorme wird nach einem traumatischen Erlebnis in der Schule nur noch von Fernlehrern unterrichtet. Zurückgezogen wächst er im Haus der Eltern auf. Doch auf seinen heimlichen Streifzügen durch die angrenzenden Wälder entdeckt er einen einzigartigen Kosmos, der ihn anzieht.
Und als er, fast volljährig, in die Welt der Menschen hinausgedrängt werden soll, von der er so viele Jahre ferngehalten wurde, beschließt er, dem Ruf des Waldes endgültig zu folgen.
Die Begegnung mit einem jungen Rehbock wird dabei zur Initialzündung. Fortan begleitet er diese anmutigen Geschöpfe und lernt von ihnen: wie man ein Revier anlegt und nährstoffreiche Pflanzen findet. Wie man sich nachts warm hält und im Wechsel der Jahreszeiten überlebt. Er wird Zeuge, wie Kitze geboren werden, aber auch, wie Jäger die Tiere abrupt aus dem Leben reißen.
In dem tief bewegenden Bestseller aus Frankreich, erzählt der junge Autor zärtlich und voller Demut davon, wie er sich auf der Suche nach einem erfüllten Leben von der menschlichen Gesellschaft abwendet. ‚Von der Kompromisslosigkeit und zugleich heilenden Kraft der Natur. Und von der faszinierenden, uns oftmals verborgenen Welt der Waldbewohner.
...Selten habe ich ein Buch so verschlungenen wie dieses.
UNBEDINGTE Leseempfehlung für alle, die sich für die uns verborgene Lebenswelt in unseren Wäldern interessieren. -
Blattschneiderameisen als Pilzbauern
Wie der Entomologe Ted Schulz vom Smithsonian National Museum of Natural History feststellt, ist Landwirtschaft in der Tierwelt sehr selten ... wir kennen nur vier Tiergruppen, die diese Art Landwirtschaft entwickelt haben;
#Ameisen, Termiten, Borkenkäfer und Menschen.
Pilzzüchtende Termiten, wir werden gleich noch von ihnen hören, gibt es seit gut 30 Millionen Jahren. Die ausgeklügelte Form des Zusammenlebens mit einem Pilz existiert aber unter sozialen Insekten, konkret den Ameisen, bereits um einiges länger. Moderne molekularbiologische Methoden zeigen: Die Pilzzucht der Ameisen geht auf einen einzigen gemeinsamen Vorfahren zurück, der vor rund
50 Millionen Jahren gelebt hat. Speziell in den letzten
25 Millionen Jahren haben sich dann verschiedene »landwirtschaftliche« Strategien entwickelt, von denen jene der
Blattschneider-Ameisen die bekannteste ist. Sie schneiden
Blattstücke ab, die sie zu ihrem Bau tragen, um an diesem
Substrat Pilzgärten anzulegen. Ein Staat kann dabei pro Tag so viel Vegetation abschneiden, wie eine ausgewachsene Kuh frisst. Kolonien mancher Arten der Gattung Atta können bis zu acht Millionen Ameisen umfassen,
was ebenfalls der Biomasse einer ausgewachsenen Kuh
entspricht.Und es gibt sehr viele Ameisenstaaten dieser Größe! Kein Wunder, dass der Mensch die sechsbeinigen Bauern vielerorts mit chemischen Mitteln bekämpft. -
Blattschneiderameisen als Pilzbauern
Wie der Entomologe Ted Schulz vom Smithsonian National Museum of Natural History feststellt, ist Landwirtschaft in der Tierwelt sehr selten ... wir kennen nur vier Tiergruppen, die diese Art Landwirtschaft entwickelt haben;
#Ameisen, Termiten, Borkenkäfer und Menschen.
Pilzzüchtende Termiten, wir werden gleich noch von ihnen hören, gibt es seit gut 30 Millionen Jahren. Die ausgeklügelte Form des Zusammenlebens mit einem Pilz existiert aber unter sozialen Insekten, konkret den Ameisen, bereits um einiges länger. Moderne molekularbiologische Methoden zeigen: Die Pilzzucht der Ameisen geht auf einen einzigen gemeinsamen Vorfahren zurück, der vor rund
50 Millionen Jahren gelebt hat. Speziell in den letzten
25 Millionen Jahren haben sich dann verschiedene »landwirtschaftliche« Strategien entwickelt, von denen jene der
Blattschneider-Ameisen die bekannteste ist. Sie schneiden
Blattstücke ab, die sie zu ihrem Bau tragen, um an diesem
Substrat Pilzgärten anzulegen. Ein Staat kann dabei pro Tag so viel Vegetation abschneiden, wie eine ausgewachsene Kuh frisst. Kolonien mancher Arten der Gattung Atta können bis zu acht Millionen Ameisen umfassen,
was ebenfalls der Biomasse einer ausgewachsenen Kuh
entspricht.Und es gibt sehr viele Ameisenstaaten dieser Größe! Kein Wunder, dass der Mensch die sechsbeinigen Bauern vielerorts mit chemischen Mitteln bekämpft. -
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In Südindien fand man in einer Meeresalge einen #Pilz aus der Gattung Fusarium, der wirksame Metabolite gegen #Malaria herstellt und im menschlichen Blut den Erreger der lebensgefährlichen Malaria tropica, Plasmodium falciparum, bekämpft. Zwischenzeitlich sind aus Meeresalgen zahlreiche Pilzsymbionten bekannt geworden - ein faszinierender Forschungsbereich: Die Natur, das ist nicht nur Fressen und Gefressenwerden, die Natur ist in wesentlicher Hinsicht auch auf Kooperationen zum beiderseitigen Nutzen gegründet.Pilze in Korallenriffen
Nicht minder bedeutend ist die Rolle der Pilze in den so schönen und artenreichen Korallenriffen. Fungi treten hier als Endobionten, als Pathogene in Korallen, als Teil des Endolithions (Organismen, die im Kalkgestein bohren bzw. leben) und als Saprobionten auf, die in toter, sich zersetzender organischer Substanz leben. Obwohl bohrende, endolithische Fungi bereits 1973 beschrieben wurden, hat man ihre volle Bedeutung im Ökosystem Riff erst nach und nach erkannt. In allen vorstellbaren symbiotischen bis parasitischen Wechselwirkungen, spielen Pilze im Riff eine wichtige Rolle. Schon seit Jahrzehnten ist die unheilvolle Korallenbleiche {coral bleaching), das Ausbleichen und Absterben von riffbildenden Steinkorallen, ein großes Thema des Meeresschutzes, doch hängt dieses unerfreuliche Phänomen
nicht ausschließlich mit der steigenden Temperatur des
Wassers zusammen. Wenn die Immunität der Korallen durch schädliche, vom Menschen verursachte Umwelteinflüsse geschwächt ist, werden sie durch eine Vielzahl von Pathogenen bedroht, und dazu gehören auch mikroskopisch kleine Pilze. -
..
In Südindien fand man in einer Meeresalge einen #Pilz aus der Gattung Fusarium, der wirksame Metabolite gegen #Malaria herstellt und im menschlichen Blut den Erreger der lebensgefährlichen Malaria tropica, Plasmodium falciparum, bekämpft. Zwischenzeitlich sind aus Meeresalgen zahlreiche Pilzsymbionten bekannt geworden - ein faszinierender Forschungsbereich: Die Natur, das ist nicht nur Fressen und Gefressenwerden, die Natur ist in wesentlicher Hinsicht auch auf Kooperationen zum beiderseitigen Nutzen gegründet.Pilze in Korallenriffen
Nicht minder bedeutend ist die Rolle der Pilze in den so schönen und artenreichen Korallenriffen. Fungi treten hier als Endobionten, als Pathogene in Korallen, als Teil des Endolithions (Organismen, die im Kalkgestein bohren bzw. leben) und als Saprobionten auf, die in toter, sich zersetzender organischer Substanz leben. Obwohl bohrende, endolithische Fungi bereits 1973 beschrieben wurden, hat man ihre volle Bedeutung im Ökosystem Riff erst nach und nach erkannt. In allen vorstellbaren symbiotischen bis parasitischen Wechselwirkungen, spielen Pilze im Riff eine wichtige Rolle. Schon seit Jahrzehnten ist die unheilvolle Korallenbleiche {coral bleaching), das Ausbleichen und Absterben von riffbildenden Steinkorallen, ein großes Thema des Meeresschutzes, doch hängt dieses unerfreuliche Phänomen
nicht ausschließlich mit der steigenden Temperatur des
Wassers zusammen. Wenn die Immunität der Korallen durch schädliche, vom Menschen verursachte Umwelteinflüsse geschwächt ist, werden sie durch eine Vielzahl von Pathogenen bedroht, und dazu gehören auch mikroskopisch kleine Pilze. -
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In Südindien fand man in einer Meeresalge einen #Pilz aus der Gattung Fusarium, der wirksame Metabolite gegen #Malaria herstellt und im menschlichen Blut den Erreger der lebensgefährlichen Malaria tropica, Plasmodium falciparum, bekämpft. Zwischenzeitlich sind aus Meeresalgen zahlreiche Pilzsymbionten bekannt geworden - ein faszinierender Forschungsbereich: Die Natur, das ist nicht nur Fressen und Gefressenwerden, die Natur ist in wesentlicher Hinsicht auch auf Kooperationen zum beiderseitigen Nutzen gegründet.Pilze in Korallenriffen
Nicht minder bedeutend ist die Rolle der Pilze in den so schönen und artenreichen Korallenriffen. Fungi treten hier als Endobionten, als Pathogene in Korallen, als Teil des Endolithions (Organismen, die im Kalkgestein bohren bzw. leben) und als Saprobionten auf, die in toter, sich zersetzender organischer Substanz leben. Obwohl bohrende, endolithische Fungi bereits 1973 beschrieben wurden, hat man ihre volle Bedeutung im Ökosystem Riff erst nach und nach erkannt. In allen vorstellbaren symbiotischen bis parasitischen Wechselwirkungen, spielen Pilze im Riff eine wichtige Rolle. Schon seit Jahrzehnten ist die unheilvolle Korallenbleiche {coral bleaching), das Ausbleichen und Absterben von riffbildenden Steinkorallen, ein großes Thema des Meeresschutzes, doch hängt dieses unerfreuliche Phänomen
nicht ausschließlich mit der steigenden Temperatur des
Wassers zusammen. Wenn die Immunität der Korallen durch schädliche, vom Menschen verursachte Umwelteinflüsse geschwächt ist, werden sie durch eine Vielzahl von Pathogenen bedroht, und dazu gehören auch mikroskopisch kleine Pilze. -
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In Südindien fand man in einer Meeresalge einen #Pilz aus der Gattung Fusarium, der wirksame Metabolite gegen #Malaria herstellt und im menschlichen Blut den Erreger der lebensgefährlichen Malaria tropica, Plasmodium falciparum, bekämpft. Zwischenzeitlich sind aus Meeresalgen zahlreiche Pilzsymbionten bekannt geworden - ein faszinierender Forschungsbereich: Die Natur, das ist nicht nur Fressen und Gefressenwerden, die Natur ist in wesentlicher Hinsicht auch auf Kooperationen zum beiderseitigen Nutzen gegründet.Pilze in Korallenriffen
Nicht minder bedeutend ist die Rolle der Pilze in den so schönen und artenreichen Korallenriffen. Fungi treten hier als Endobionten, als Pathogene in Korallen, als Teil des Endolithions (Organismen, die im Kalkgestein bohren bzw. leben) und als Saprobionten auf, die in toter, sich zersetzender organischer Substanz leben. Obwohl bohrende, endolithische Fungi bereits 1973 beschrieben wurden, hat man ihre volle Bedeutung im Ökosystem Riff erst nach und nach erkannt. In allen vorstellbaren symbiotischen bis parasitischen Wechselwirkungen, spielen Pilze im Riff eine wichtige Rolle. Schon seit Jahrzehnten ist die unheilvolle Korallenbleiche {coral bleaching), das Ausbleichen und Absterben von riffbildenden Steinkorallen, ein großes Thema des Meeresschutzes, doch hängt dieses unerfreuliche Phänomen
nicht ausschließlich mit der steigenden Temperatur des
Wassers zusammen. Wenn die Immunität der Korallen durch schädliche, vom Menschen verursachte Umwelteinflüsse geschwächt ist, werden sie durch eine Vielzahl von Pathogenen bedroht, und dazu gehören auch mikroskopisch kleine Pilze. -
...
Wenn Sie nur einen winzigen Bruchteil all der Wunder im Boden erahnen möchten, machen Sie es dem amerikanischen Okologieprofessor David G. Haskell nach, der, mit einer Lupe ausgestattet, ein ganzes Jahr lang einen Quadratmeter Waldboden beobachtete und dabei das Zusammenspiel kleiner Lebewesen dokumentierte.
Auf die Frage, ob das nicht furchtbar öde gewesen sei,
antwortete er: In keinem Moment. Ich war jeden Tag neu
verblüfft über die vielen Kreaturen auf diesem einen Quadratmeter - und über die vielen Geschichten, die sie erzählen.
Je länger ich hinschaute, hinhörte und hin roch, umso inteteressanter wurde es.
...Ich kenne das Buch und kann es nur empfehlen - eine meditative Reise in ein unbekanntes Land.
Das verborgene Leben des Waldes.
David Haskell -
...
Wenn Sie nur einen winzigen Bruchteil all der Wunder im Boden erahnen möchten, machen Sie es dem amerikanischen Okologieprofessor David G. Haskell nach, der, mit einer Lupe ausgestattet, ein ganzes Jahr lang einen Quadratmeter Waldboden beobachtete und dabei das Zusammenspiel kleiner Lebewesen dokumentierte.
Auf die Frage, ob das nicht furchtbar öde gewesen sei,
antwortete er: In keinem Moment. Ich war jeden Tag neu
verblüfft über die vielen Kreaturen auf diesem einen Quadratmeter - und über die vielen Geschichten, die sie erzählen.
Je länger ich hinschaute, hinhörte und hin roch, umso inteteressanter wurde es.
...Ich kenne das Buch und kann es nur empfehlen - eine meditative Reise in ein unbekanntes Land.
Das verborgene Leben des Waldes.
David Haskell -
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Wenn Sie nur einen winzigen Bruchteil all der Wunder im Boden erahnen möchten, machen Sie es dem amerikanischen Okologieprofessor David G. Haskell nach, der, mit einer Lupe ausgestattet, ein ganzes Jahr lang einen Quadratmeter Waldboden beobachtete und dabei das Zusammenspiel kleiner Lebewesen dokumentierte.
Auf die Frage, ob das nicht furchtbar öde gewesen sei,
antwortete er: In keinem Moment. Ich war jeden Tag neu
verblüfft über die vielen Kreaturen auf diesem einen Quadratmeter - und über die vielen Geschichten, die sie erzählen.
Je länger ich hinschaute, hinhörte und hin roch, umso inteteressanter wurde es.
...Ich kenne das Buch und kann es nur empfehlen - eine meditative Reise in ein unbekanntes Land.
Das verborgene Leben des Waldes.
David Haskell -
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Wenn Sie nur einen winzigen Bruchteil all der Wunder im Boden erahnen möchten, machen Sie es dem amerikanischen Okologieprofessor David G. Haskell nach, der, mit einer Lupe ausgestattet, ein ganzes Jahr lang einen Quadratmeter Waldboden beobachtete und dabei das Zusammenspiel kleiner Lebewesen dokumentierte.
Auf die Frage, ob das nicht furchtbar öde gewesen sei,
antwortete er: In keinem Moment. Ich war jeden Tag neu
verblüfft über die vielen Kreaturen auf diesem einen Quadratmeter - und über die vielen Geschichten, die sie erzählen.
Je länger ich hinschaute, hinhörte und hin roch, umso inteteressanter wurde es.
...Ich kenne das Buch und kann es nur empfehlen - eine meditative Reise in ein unbekanntes Land.
Das verborgene Leben des Waldes.
David Haskell -
...
Im Dunkeln ist gut munkelnWie kann man sich diese Kontaktbörse des Waldes vorstellen? Pflanzen verwenden sogenannte Strigolactone,
Pflanzenhormone, um die Pilze zur Wurzel zu locken. Unter Milliarden von Bodenorganismen findet so der »verliebte Pilz« in völliger Dunkelheit und einem sehr
dichten Medium den Weg zu »seiner Wurzel«. Der Pilz
hingegen teilt mit Hilfe der sogenannten Myc-Faktoren (chemisch handelt es sich um Chitin-Oligomere) der Pflanze mit: "Ich bin schon nahe, gleich kommt es zum Kontakt, löse deine Abwehrmechanismen nicht aus, bilde stattdessen feine Seitenwurzeln aus, die ich in aller Ruhe umschlingen kann." Diese präsymbiotische Phase könnten wir aus menschlicher Perspektive als die Zeit der zärtlichen Anbahnung bezeichnen. In dieser Phase geht es darum, Vertrauen zueinander aufzubauen. Immerhin lauern auch Parasiten, »Heiratsschwindler« sozusagen,
auf ihre Chance. In den Zellen der künftigen Partner laufen während des Kennenlernens dramatische Umbauten ab: Während der Pilz ein sogenanntes Hyphopodium
ausbildet, mit dem er an die Pflanzenwurzel andockt,
durchlaufen die unter dem Hyphopodium liegenden epidermalen Zellen der Wurzelrinde einen umfassenden
zellulären Umbau. Das Cytoskelett und das Endoplasmatische Reticulum formen einen sogenannten pre-penetra-tion apparatus (PPA), der den Weg der Pilzhyphe, also des Zellfadens des Pilzes, durch die epidermale Zelle festlegt. Der Pilz wächst also nicht »mit Gewalt« durch die Pflanzenzellen hindurch, vielmehr macht ihm der Wirt
den Weg aktiv frei. -
...
Im Dunkeln ist gut munkelnWie kann man sich diese Kontaktbörse des Waldes vorstellen? Pflanzen verwenden sogenannte Strigolactone,
Pflanzenhormone, um die Pilze zur Wurzel zu locken. Unter Milliarden von Bodenorganismen findet so der »verliebte Pilz« in völliger Dunkelheit und einem sehr
dichten Medium den Weg zu »seiner Wurzel«. Der Pilz
hingegen teilt mit Hilfe der sogenannten Myc-Faktoren (chemisch handelt es sich um Chitin-Oligomere) der Pflanze mit: "Ich bin schon nahe, gleich kommt es zum Kontakt, löse deine Abwehrmechanismen nicht aus, bilde stattdessen feine Seitenwurzeln aus, die ich in aller Ruhe umschlingen kann." Diese präsymbiotische Phase könnten wir aus menschlicher Perspektive als die Zeit der zärtlichen Anbahnung bezeichnen. In dieser Phase geht es darum, Vertrauen zueinander aufzubauen. Immerhin lauern auch Parasiten, »Heiratsschwindler« sozusagen,
auf ihre Chance. In den Zellen der künftigen Partner laufen während des Kennenlernens dramatische Umbauten ab: Während der Pilz ein sogenanntes Hyphopodium
ausbildet, mit dem er an die Pflanzenwurzel andockt,
durchlaufen die unter dem Hyphopodium liegenden epidermalen Zellen der Wurzelrinde einen umfassenden
zellulären Umbau. Das Cytoskelett und das Endoplasmatische Reticulum formen einen sogenannten pre-penetra-tion apparatus (PPA), der den Weg der Pilzhyphe, also des Zellfadens des Pilzes, durch die epidermale Zelle festlegt. Der Pilz wächst also nicht »mit Gewalt« durch die Pflanzenzellen hindurch, vielmehr macht ihm der Wirt
den Weg aktiv frei. -
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Im Dunkeln ist gut munkelnWie kann man sich diese Kontaktbörse des Waldes vorstellen? Pflanzen verwenden sogenannte Strigolactone,
Pflanzenhormone, um die Pilze zur Wurzel zu locken. Unter Milliarden von Bodenorganismen findet so der »verliebte Pilz« in völliger Dunkelheit und einem sehr
dichten Medium den Weg zu »seiner Wurzel«. Der Pilz
hingegen teilt mit Hilfe der sogenannten Myc-Faktoren (chemisch handelt es sich um Chitin-Oligomere) der Pflanze mit: "Ich bin schon nahe, gleich kommt es zum Kontakt, löse deine Abwehrmechanismen nicht aus, bilde stattdessen feine Seitenwurzeln aus, die ich in aller Ruhe umschlingen kann." Diese präsymbiotische Phase könnten wir aus menschlicher Perspektive als die Zeit der zärtlichen Anbahnung bezeichnen. In dieser Phase geht es darum, Vertrauen zueinander aufzubauen. Immerhin lauern auch Parasiten, »Heiratsschwindler« sozusagen,
auf ihre Chance. In den Zellen der künftigen Partner laufen während des Kennenlernens dramatische Umbauten ab: Während der Pilz ein sogenanntes Hyphopodium
ausbildet, mit dem er an die Pflanzenwurzel andockt,
durchlaufen die unter dem Hyphopodium liegenden epidermalen Zellen der Wurzelrinde einen umfassenden
zellulären Umbau. Das Cytoskelett und das Endoplasmatische Reticulum formen einen sogenannten pre-penetra-tion apparatus (PPA), der den Weg der Pilzhyphe, also des Zellfadens des Pilzes, durch die epidermale Zelle festlegt. Der Pilz wächst also nicht »mit Gewalt« durch die Pflanzenzellen hindurch, vielmehr macht ihm der Wirt
den Weg aktiv frei. -
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Im Dunkeln ist gut munkelnWie kann man sich diese Kontaktbörse des Waldes vorstellen? Pflanzen verwenden sogenannte Strigolactone,
Pflanzenhormone, um die Pilze zur Wurzel zu locken. Unter Milliarden von Bodenorganismen findet so der »verliebte Pilz« in völliger Dunkelheit und einem sehr
dichten Medium den Weg zu »seiner Wurzel«. Der Pilz
hingegen teilt mit Hilfe der sogenannten Myc-Faktoren (chemisch handelt es sich um Chitin-Oligomere) der Pflanze mit: "Ich bin schon nahe, gleich kommt es zum Kontakt, löse deine Abwehrmechanismen nicht aus, bilde stattdessen feine Seitenwurzeln aus, die ich in aller Ruhe umschlingen kann." Diese präsymbiotische Phase könnten wir aus menschlicher Perspektive als die Zeit der zärtlichen Anbahnung bezeichnen. In dieser Phase geht es darum, Vertrauen zueinander aufzubauen. Immerhin lauern auch Parasiten, »Heiratsschwindler« sozusagen,
auf ihre Chance. In den Zellen der künftigen Partner laufen während des Kennenlernens dramatische Umbauten ab: Während der Pilz ein sogenanntes Hyphopodium
ausbildet, mit dem er an die Pflanzenwurzel andockt,
durchlaufen die unter dem Hyphopodium liegenden epidermalen Zellen der Wurzelrinde einen umfassenden
zellulären Umbau. Das Cytoskelett und das Endoplasmatische Reticulum formen einen sogenannten pre-penetra-tion apparatus (PPA), der den Weg der Pilzhyphe, also des Zellfadens des Pilzes, durch die epidermale Zelle festlegt. Der Pilz wächst also nicht »mit Gewalt« durch die Pflanzenzellen hindurch, vielmehr macht ihm der Wirt
den Weg aktiv frei. -
...
Alles wird immer lauter, immer greller, immer schneller.
Doch unser Gehirn ist dafür nicht gemacht, es stammt aus einer Zeit, als es noch Lagerfeuer gab
und klare Sternenhimmel und echte Ruhe.Tim Schlenzig, mymonk.de
...
😊
#Natur #Wald #Pilze #LasseLiest -
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Alles wird immer lauter, immer greller, immer schneller.
Doch unser Gehirn ist dafür nicht gemacht, es stammt aus einer Zeit, als es noch Lagerfeuer gab
und klare Sternenhimmel und echte Ruhe.Tim Schlenzig, mymonk.de
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#Natur #Wald #Pilze #LasseLiest -
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Alles wird immer lauter, immer greller, immer schneller.
Doch unser Gehirn ist dafür nicht gemacht, es stammt aus einer Zeit, als es noch Lagerfeuer gab
und klare Sternenhimmel und echte Ruhe.Tim Schlenzig, mymonk.de
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Alles wird immer lauter, immer greller, immer schneller.
Doch unser Gehirn ist dafür nicht gemacht, es stammt aus einer Zeit, als es noch Lagerfeuer gab
und klare Sternenhimmel und echte Ruhe.Tim Schlenzig, mymonk.de
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Diese Zusammenhänge, die Zusammengehörigkeit allen Lebens auf der Erde, bieten uns in Zeiten der Entfremdung von der Natur und ihrer Zerstörung positive Inspiration. »Erst im Wald kam alles zur Ruhe in mir, meine Seele wurde ausgeglichen und voller Macht«, schrieb Knut Hamsun. Die segensreichen und fördernden Einflüsse auf unsere Gesundheit bewirken die unzähligen Lebewesen des Waldes — und natürlich auch die Pilze. Diese
Lebewesen arbeiten erstaunlich oft nicht in »darwinistischer« Konkurrenz gegeneinander, sondern kooperativ zusammen. Sie werden in diesem Buch manches über Symbiosen lesen und darüber, dass die überragende Bedeutung von Zusammenarbeit in dem Bild, das wir von der Natur haben, irgendwie untergegangen zu sein scheint.
Gerade die Pilze sind ein Sinnbild der Kooperation.
Ihr Myzel, ein unvorstellbar großes Geflecht des Lebens, erzählt von der Vernetzung der Lebewesen und vom und vom Austausch von Stoffen und Energien zum gegenseitigen Nutzen und von einer Kommunikation auch jenseits der Tierwelt.
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#Natur #Wald #Pilze #LasseLiest -
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Diese Zusammenhänge, die Zusammengehörigkeit allen Lebens auf der Erde, bieten uns in Zeiten der Entfremdung von der Natur und ihrer Zerstörung positive Inspiration. »Erst im Wald kam alles zur Ruhe in mir, meine Seele wurde ausgeglichen und voller Macht«, schrieb Knut Hamsun. Die segensreichen und fördernden Einflüsse auf unsere Gesundheit bewirken die unzähligen Lebewesen des Waldes — und natürlich auch die Pilze. Diese
Lebewesen arbeiten erstaunlich oft nicht in »darwinistischer« Konkurrenz gegeneinander, sondern kooperativ zusammen. Sie werden in diesem Buch manches über Symbiosen lesen und darüber, dass die überragende Bedeutung von Zusammenarbeit in dem Bild, das wir von der Natur haben, irgendwie untergegangen zu sein scheint.
Gerade die Pilze sind ein Sinnbild der Kooperation.
Ihr Myzel, ein unvorstellbar großes Geflecht des Lebens, erzählt von der Vernetzung der Lebewesen und vom und vom Austausch von Stoffen und Energien zum gegenseitigen Nutzen und von einer Kommunikation auch jenseits der Tierwelt.
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Diese Zusammenhänge, die Zusammengehörigkeit allen Lebens auf der Erde, bieten uns in Zeiten der Entfremdung von der Natur und ihrer Zerstörung positive Inspiration. »Erst im Wald kam alles zur Ruhe in mir, meine Seele wurde ausgeglichen und voller Macht«, schrieb Knut Hamsun. Die segensreichen und fördernden Einflüsse auf unsere Gesundheit bewirken die unzähligen Lebewesen des Waldes — und natürlich auch die Pilze. Diese
Lebewesen arbeiten erstaunlich oft nicht in »darwinistischer« Konkurrenz gegeneinander, sondern kooperativ zusammen. Sie werden in diesem Buch manches über Symbiosen lesen und darüber, dass die überragende Bedeutung von Zusammenarbeit in dem Bild, das wir von der Natur haben, irgendwie untergegangen zu sein scheint.
Gerade die Pilze sind ein Sinnbild der Kooperation.
Ihr Myzel, ein unvorstellbar großes Geflecht des Lebens, erzählt von der Vernetzung der Lebewesen und vom und vom Austausch von Stoffen und Energien zum gegenseitigen Nutzen und von einer Kommunikation auch jenseits der Tierwelt.
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Diese Zusammenhänge, die Zusammengehörigkeit allen Lebens auf der Erde, bieten uns in Zeiten der Entfremdung von der Natur und ihrer Zerstörung positive Inspiration. »Erst im Wald kam alles zur Ruhe in mir, meine Seele wurde ausgeglichen und voller Macht«, schrieb Knut Hamsun. Die segensreichen und fördernden Einflüsse auf unsere Gesundheit bewirken die unzähligen Lebewesen des Waldes — und natürlich auch die Pilze. Diese
Lebewesen arbeiten erstaunlich oft nicht in »darwinistischer« Konkurrenz gegeneinander, sondern kooperativ zusammen. Sie werden in diesem Buch manches über Symbiosen lesen und darüber, dass die überragende Bedeutung von Zusammenarbeit in dem Bild, das wir von der Natur haben, irgendwie untergegangen zu sein scheint.
Gerade die Pilze sind ein Sinnbild der Kooperation.
Ihr Myzel, ein unvorstellbar großes Geflecht des Lebens, erzählt von der Vernetzung der Lebewesen und vom und vom Austausch von Stoffen und Energien zum gegenseitigen Nutzen und von einer Kommunikation auch jenseits der Tierwelt.
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#Natur #Wald #Pilze #LasseLiest -
So - Sonntag Nachmittag, Tee in der Kanne, Füsse auf'm Coutchtisch und meinen Buddy neben mir - Zeit für ein neues Buch.
Das geheimnisvolle Leben der Pilze.
Das faszinierende Wunder einer verborgenen Welt
Robert HofrichterBin gespannt was es zu lernen gibt.
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So - Sonntag Nachmittag, Tee in der Kanne, Füsse auf'm Coutchtisch und meinen Buddy neben mir - Zeit für ein neues Buch.
Das geheimnisvolle Leben der Pilze.
Das faszinierende Wunder einer verborgenen Welt
Robert HofrichterBin gespannt was es zu lernen gibt.
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Das geheimnisvolle Leben der Pilze.
Das faszinierende Wunder einer verborgenen Welt
Robert HofrichterBin gespannt was es zu lernen gibt.
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Das geheimnisvolle Leben der Pilze.
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Robert HofrichterBin gespannt was es zu lernen gibt.
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Ich war schon immer davon überzeugt, dass eine KI für mich arbeiten sollte - und nicht für Big Tech. In unserer Kultur gilt ja ohnehin die klare Erwartung, dass mein Arzt in meinem Interesse handeln muss - und zwar ausschließlich in meinem Interesse. Dasselbe
gilt für meinen Anwalt. Diese Erwartung ist nicht nur kulturell
verankert, sondern auch rechtlich abgesichert: durch Gesetze, Vorschriften, Schweigepflichten und hohe Anforderungen an solche Berufe, deren Grundlage Vertrauen ist. Warum sollte man für KI nicht dieselben Maßstäbe anlegen - und womöglich vergleichbare Regelungen schaffen?
In einer Breakout-Session in Ditchley Park hatte ich Gelegenheit, diese Idee in einem Kreis von Wissenschaftdern, Politikern und Philosophen zur Diskussion zu stellen. Die Gruppe war bunt gemischt, aber in einem Punkt einig: Sie hielten
diesen Vorschlag für sinnvoll, praktikabel und nützlich. Das war für mich, eine gute Orientierung für künftige Entwicklungen.
...#Mitgefühl #LasseLiest #WWW #ThisIsForEveryone #KI #TimBernersLee
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Wir könnten sogar noch einen Schritt weiter gehen: Was wäre,
wenn man Algorithmen auf konstruktives Engagement trainieren würde? Was wäre, wenn sie darauf optimiert wären, den Menschen die Freude am Diskutieren mit anderen zu vermitteln, statt sie an Hass und Spaltung zu gewöhnen? Solche Algorithmen gibt es durchaus: Die Musikdienste von Spotify und Apple Music sind ziemlich gut darin, Songs auszuwählen, die dem Hörer gefallen.
Eine weitere Plattform, die es gut zu verstehen scheint, positive Inhalte zu fördern, ist Pinterest.
...#Mitgefühl #LasseLiest #WWW #ThisIsForEveryone #KI #SocialMedia #DesignIssues #Tim Berners Lee
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Die beschriebene Grafik war eine Reaktion darauf, dass immermehr Menschen mich fragten, ob ihre Kinder ein Smartphone haben dürfen sollten. Meine Antwort darauf: im Prinzip ja. Kinder sollten lernen zusammenzuarbeiten, und das sollten sie auch online
mit ihren Freunden lernen. Was wir blockieren müssen, sind nicht Smartphones und nicht einmal Social Media, sondern die schädlichen Algorithmen, die oft in Social Media eingesetzt werden - das psychologische Aquivalent dazu, Kindern Zugang zu einem Spielautomaten zu geben!
...#Mitgefühl #LasseLiest #WWW #ThisIsForEveryone #KI #SocialMedia #DesignIssues #Tim Berners Lee
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Nach den politischen Umwälzungen des Jahres 2016 schienen diese Kommentare relevanter denn je. Im Web fehlte es an #Mitgefühl - doch das war kein menschliches Versagen, sondern ein Designproblem. Etwas an der technischen Struktur des Web schien diese Toxizität zu begünstigen. Ich erkannte zwei Symptome, die
auf dieselbe Krankheit zurückgingen.Derzeit ist das schlimmste Symptom die Polarisierung im Web. Die sozialen Medien, wie sie heute aufgebaut sind, verleiten den User dazu, extreme politische Positionen zu beziehen und Andersdenkende zu dämonisieren. Das erschwert konstruktives Engagement, befeuert haarsträubende Verschwörungstheorien und Demagogie, die sachliche Überlegungen in den Hintergrund drängt.
Bald könnten zivilisierte Diskussionen über wichtige Themen unmöglich werden. Ich befürchte, dass diese gesellschaftliche Polarisierung schwerwiegende Folgen für die Menschheit haben könnte —
mit globalen Konsequenzen.Das zweite Symptom betrifft den Einzelnen noch direkter, Viele User berichten, dass sie nach längerer Nutzung sozialer Medien psychische Probleme entwickeln. Die Liste der damit in Verbindung gebrachten Beschwerden ist alarmierend: Angstzustände, Depressionen, übersteigerte Eifersucht, Minderwertigkeitsgefühle,
Einsamkeit, gestörtes Körperbild - und sogar Suizidgedanken. Be-
sonders stark betroffen ist die junge Generation.
Was ist das gemeinsame Designproblem hinter all diesen beunruhigenden Symptomen? Web-Forscher, die sich mit der Informationssphäre befassen, haben einen klaren Zusammenhang zwischen sozialen Medien und gesellschaftlicher Polarisierung festgestellt. Die Social-Media-Konzerne setzen gezielt maschinelles Lernen ein, um User an ihre Plattformen zu fesseln. Das Design dieser Systeme ist darauf ausgelegt, süchtig zu machen — unter anderem, indem sie immer extremere Inhalte vorschlagen, die Nutzer abwechselnd wütend oder niedergeschlagen machen. Denn leider gibt es in der menschlichen Psyche eine Schwachstelle: Wir sind anfällig für negative Emotionen - und die Tech-Giganten haben gelernt genau das auszunutzen.
...#LasseLiest #WWW #ThisIsForEveryone #KI #Mikrotargeting #SocialMedia
#DesignIssues #Tim Berners Lee -
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Das erste Anzeichen dafür, dass etwas ernsthaft aus dem Ruder lief, war die Entscheidung Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen. Die Brexit-Befiirworter verkauften der britischen Öffentlichkeit ihre Position unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. Sie versprachen, dass durch den Austritt aus der EU die Einwanderung verringert, die wirtschaftliche Lage verbessert und der Staatshaushalt ausgeglichen werden könne. Die Irreführung durch die Brexit-Kampagne war für sich genommen noch nichts Besonderes; was sie ungewöhnlich machte, war vielmehr die Art und Weise, wie die Öffentlichkeit in die Irre geführt wurde.
Die klassische politische Falschdarstellung wird in Sonntagsreden, Fernsehinterviews und sogar als Aufschrift auf Bussen bis zum Überdruss wiederholt — mit anderen Worten: Sie wird per Broadcast (Rundfunk) gesendet. Jeder kann sehen, was gesagt wird, und die gegenteilige Wahrheit kann ebenfalls gesendet werden, um die Lüge zu bekämpfen. Doch zusätzlich machten die Brexit-Befür‘worter noch etwas ganz anderes: Sie verbreiteten ihre Fehlinformationen nicht nur über das Fernsehen, sondern auch per Narrowcast (Schmalfunk) über Social Media - gezielt an jene Bevölkerungs-Segmente, die am empfänglichsten für ihre Botschaft waren.
Die Brexit-Kampagne wurde von Cambridge Analytica unterstützt, einem britischen Politikberatungsunternehmen, das sich darauf spezialisiert hatte, Facebook-Daten zu nutzen, um gezielt Wähler zu beeinflussen. Zunächst bestritt das Unternehmen, an der Brexit-Kampagne beteiligt gewesen zu sein — bis ein zehnseitiges Paper mit dem Titel «Big Data Solutions for the EU Referendum» geleakt wurde und endgültig belegte, dass es involviert war. Die Strategie von Cambridge Analytica bestand darin, Wechselwähler zu identifizieren und mittels «Mikrotargeting» gezielt anzusprechen, basierend auf hochentwickelten Analyseverfahren, mit denen jedem einzelnen Wähler in einem bestimmten Gebiet numerische Werte für bestimmte Persönlichkeitsmerkmale zugewiesen wurden.
Demografische Profilierung von Wählergruppen war an sich nichts Neues, doch die riesigen Datenmengen, die über User der von Cambridge Analytica verbreiteten App gesammelt wurden, führten zu weitaus detaillierteren und präziseren Persönlichkeitsprofilen als je zuvor. Diese Daten ließen sich mit sogenannten A/B-
Tests kombinieren, bei denen die Reaktionen von Probanden auf verschiedene Varianten derselben politischen Botschaft gemessen wurden, um die wirkungsvollsten Schlagzeilen zu ermitteln. Die Verbindung von Mikrotargeting und Fehlinformationen ermöglichte eine personalisierte politische Propaganda, die gezielt und unbemerkt an jene Teile der Wählerschaft ausgespielt wurde, die am ehesten dazu neigten, ihr Glauben zu schenken. Ich möchte hinzufügen, dass ein weiterer entscheidender Faktor für das Brexit-Debakel die Dysfunktionalität von Artikel 50 war — jener Klausel im Vertrag über die Europäische Union, die es einem Mitgliedstaat erlaubt, den Austritt einzuleiten. Hätte es sowohl vor als auch
nach den Austrittsverhandlungen eine Volksabstimmung gegeben. wäre vielleicht klarer gewesen, worüber wir eigentlich abgestimmt haben. Stattdessen mussten wir über politische Versprechen entscheiden - und dank Narrowcasting und Mikrotargeting, konnten diese Versprechen je nach Zielgruppe völlig unterschiedlich ausfallen.
Das Ergebnis der Brexit-Abstimmung hatte viele Ursachen, doch ein neuartiges System zur wirkungsvollen Verbreitung politischer
Botschaften war zweifellos eine davon. Wirklich begriffen, wie zerstörerisch dieses System sein konnte, habe ich allerdings erst nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im Jahr 2010.
Auch bei dieser Wahl spielte Cambridge Analyrica eine Rolle: Von einem Büro im zweiten Stock in London aus zog das Unternehmen die Strippen, um die amerikanische Wählerschaft zu beeinflussen.
«Heute haben wir in den Vereinigten Staaten etwa vier- oder fünftausend Datenpunkte zu jeder einzelnen Person, erklärte der CEO von Cambridge Analytica, Alexander Nix, wenige Wochen vor der Wahl gegenüber Sky News.
"Das heißt, dass wir die Persönlichkeit jedes erwachsenen US-Bürgers modellieren — also etwa 230 Millionen Menschen.»
Rückblickend wurde der Einfluss von Cambridge Analytica in der Zeit unmittelbar nach der Wahl vielleicht überschätzt. Doch es
liegt auf der Hand, warum das Unternehmen eine solche Kontroverse auslöste. Für traditionelle Funk- und Fernsehmedien galten relativ strenge Regeln für politische Werbung, während es in den sozialen Medien kaum Vorschriften gab — wenn überhaupt. Hinzu kam, dass nur ein winziger Teil der Bevölkerung die Botschaften überhaupt sah, nämlich genau der, der am empfänglichsten dafür war. Man muss kein Politikwissenschaftler sein, um zu erkennen, welchen Schaden provozierende, gezielte, heimliche und hochgradig personalisierte Propaganda dem demokratischen Diskurs zufügen kann. Heute vergleiche ich Cambridge Analyticas Methoden mit einem verdeckt eingesetzten Megafon.
Am Wahlabend 2016 war ich in den Vereinigten Staaten. Ein
Freund feierte in seinem Haus außerhalb von Boston eine Wahlparty. Aufgrund der Umfragen ging ich davon aus, dass Hillary Clinton gewinnen würde — und brachte für den Anlass eine Flasche Sekt mit. Die Stimmung war von Anfang an zuversichtlich und ausgelassen, viele der Anwesenden freuten sich, dass Hillary bald die sogenannte gläserne Decke durchbrechen würde. Doch als die Ergebnisse eintrafen, wurde es immer stiller im Raum, und die Gesichtsausdrücke meiner Freunde wechselten von freudiger Erwartung zu sprachlosem Unglauben. Im Laufe des Abends wurde klar, dass Trump zwar bei den Wählerstimmen deutlich unterlag, aber im Wahlmännerkollegium die Mehrheit erringen und damit die Präsidentschaft gewinnen würde. Die fröhliche Stimmung
wich bitterer Enttäuschung und immer mehr Gäste gingen. Ich zog mich zurück und versteckte meine Sektflasche hinter einem Vorhang. Vielleicht steht sie heute noch dort.
..#LasseLiest #WWW #ThisIsForEveryone #KI #Mikrotargeting #SocialMedia
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Das erste Anzeichen dafür, dass etwas ernsthaft aus dem Ruder lief, war die Entscheidung Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen. Die Brexit-Befiirworter verkauften der britischen Öffentlichkeit ihre Position unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. Sie versprachen, dass durch den Austritt aus der EU die Einwanderung verringert, die wirtschaftliche Lage verbessert und der Staatshaushalt ausgeglichen werden könne. Die Irreführung durch die Brexit-Kampagne war für sich genommen noch nichts Besonderes; was sie ungewöhnlich machte, war vielmehr die Art und Weise, wie die Öffentlichkeit in die Irre geführt wurde.
Die klassische politische Falschdarstellung wird in Sonntagsreden, Fernsehinterviews und sogar als Aufschrift auf Bussen bis zum Überdruss wiederholt — mit anderen Worten: Sie wird per Broadcast (Rundfunk) gesendet. Jeder kann sehen, was gesagt wird, und die gegenteilige Wahrheit kann ebenfalls gesendet werden, um die Lüge zu bekämpfen. Doch zusätzlich machten die Brexit-Befür‘worter noch etwas ganz anderes: Sie verbreiteten ihre Fehlinformationen nicht nur über das Fernsehen, sondern auch per Narrowcast (Schmalfunk) über Social Media - gezielt an jene Bevölkerungs-Segmente, die am empfänglichsten für ihre Botschaft waren.
Die Brexit-Kampagne wurde von Cambridge Analytica unterstützt, einem britischen Politikberatungsunternehmen, das sich darauf spezialisiert hatte, Facebook-Daten zu nutzen, um gezielt Wähler zu beeinflussen. Zunächst bestritt das Unternehmen, an der Brexit-Kampagne beteiligt gewesen zu sein — bis ein zehnseitiges Paper mit dem Titel «Big Data Solutions for the EU Referendum» geleakt wurde und endgültig belegte, dass es involviert war. Die Strategie von Cambridge Analytica bestand darin, Wechselwähler zu identifizieren und mittels «Mikrotargeting» gezielt anzusprechen, basierend auf hochentwickelten Analyseverfahren, mit denen jedem einzelnen Wähler in einem bestimmten Gebiet numerische Werte für bestimmte Persönlichkeitsmerkmale zugewiesen wurden.
Demografische Profilierung von Wählergruppen war an sich nichts Neues, doch die riesigen Datenmengen, die über User der von Cambridge Analytica verbreiteten App gesammelt wurden, führten zu weitaus detaillierteren und präziseren Persönlichkeitsprofilen als je zuvor. Diese Daten ließen sich mit sogenannten A/B-
Tests kombinieren, bei denen die Reaktionen von Probanden auf verschiedene Varianten derselben politischen Botschaft gemessen wurden, um die wirkungsvollsten Schlagzeilen zu ermitteln. Die Verbindung von Mikrotargeting und Fehlinformationen ermöglichte eine personalisierte politische Propaganda, die gezielt und unbemerkt an jene Teile der Wählerschaft ausgespielt wurde, die am ehesten dazu neigten, ihr Glauben zu schenken. Ich möchte hinzufügen, dass ein weiterer entscheidender Faktor für das Brexit-Debakel die Dysfunktionalität von Artikel 50 war — jener Klausel im Vertrag über die Europäische Union, die es einem Mitgliedstaat erlaubt, den Austritt einzuleiten. Hätte es sowohl vor als auch
nach den Austrittsverhandlungen eine Volksabstimmung gegeben. wäre vielleicht klarer gewesen, worüber wir eigentlich abgestimmt haben. Stattdessen mussten wir über politische Versprechen entscheiden - und dank Narrowcasting und Mikrotargeting, konnten diese Versprechen je nach Zielgruppe völlig unterschiedlich ausfallen.
Das Ergebnis der Brexit-Abstimmung hatte viele Ursachen, doch ein neuartiges System zur wirkungsvollen Verbreitung politischer
Botschaften war zweifellos eine davon. Wirklich begriffen, wie zerstörerisch dieses System sein konnte, habe ich allerdings erst nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im Jahr 2010.
Auch bei dieser Wahl spielte Cambridge Analyrica eine Rolle: Von einem Büro im zweiten Stock in London aus zog das Unternehmen die Strippen, um die amerikanische Wählerschaft zu beeinflussen.
«Heute haben wir in den Vereinigten Staaten etwa vier- oder fünftausend Datenpunkte zu jeder einzelnen Person, erklärte der CEO von Cambridge Analytica, Alexander Nix, wenige Wochen vor der Wahl gegenüber Sky News.
"Das heißt, dass wir die Persönlichkeit jedes erwachsenen US-Bürgers modellieren — also etwa 230 Millionen Menschen.»
Rückblickend wurde der Einfluss von Cambridge Analytica in der Zeit unmittelbar nach der Wahl vielleicht überschätzt. Doch es
liegt auf der Hand, warum das Unternehmen eine solche Kontroverse auslöste. Für traditionelle Funk- und Fernsehmedien galten relativ strenge Regeln für politische Werbung, während es in den sozialen Medien kaum Vorschriften gab — wenn überhaupt. Hinzu kam, dass nur ein winziger Teil der Bevölkerung die Botschaften überhaupt sah, nämlich genau der, der am empfänglichsten dafür war. Man muss kein Politikwissenschaftler sein, um zu erkennen, welchen Schaden provozierende, gezielte, heimliche und hochgradig personalisierte Propaganda dem demokratischen Diskurs zufügen kann. Heute vergleiche ich Cambridge Analyticas Methoden mit einem verdeckt eingesetzten Megafon.
Am Wahlabend 2016 war ich in den Vereinigten Staaten. Ein
Freund feierte in seinem Haus außerhalb von Boston eine Wahlparty. Aufgrund der Umfragen ging ich davon aus, dass Hillary Clinton gewinnen würde — und brachte für den Anlass eine Flasche Sekt mit. Die Stimmung war von Anfang an zuversichtlich und ausgelassen, viele der Anwesenden freuten sich, dass Hillary bald die sogenannte gläserne Decke durchbrechen würde. Doch als die Ergebnisse eintrafen, wurde es immer stiller im Raum, und die Gesichtsausdrücke meiner Freunde wechselten von freudiger Erwartung zu sprachlosem Unglauben. Im Laufe des Abends wurde klar, dass Trump zwar bei den Wählerstimmen deutlich unterlag, aber im Wahlmännerkollegium die Mehrheit erringen und damit die Präsidentschaft gewinnen würde. Die fröhliche Stimmung
wich bitterer Enttäuschung und immer mehr Gäste gingen. Ich zog mich zurück und versteckte meine Sektflasche hinter einem Vorhang. Vielleicht steht sie heute noch dort.
..#LasseLiest #WWW #ThisIsForEveryone #KI #Mikrotargeting #SocialMedia
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Das erste Anzeichen dafür, dass etwas ernsthaft aus dem Ruder lief, war die Entscheidung Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen. Die Brexit-Befiirworter verkauften der britischen Öffentlichkeit ihre Position unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. Sie versprachen, dass durch den Austritt aus der EU die Einwanderung verringert, die wirtschaftliche Lage verbessert und der Staatshaushalt ausgeglichen werden könne. Die Irreführung durch die Brexit-Kampagne war für sich genommen noch nichts Besonderes; was sie ungewöhnlich machte, war vielmehr die Art und Weise, wie die Öffentlichkeit in die Irre geführt wurde.
Die klassische politische Falschdarstellung wird in Sonntagsreden, Fernsehinterviews und sogar als Aufschrift auf Bussen bis zum Überdruss wiederholt — mit anderen Worten: Sie wird per Broadcast (Rundfunk) gesendet. Jeder kann sehen, was gesagt wird, und die gegenteilige Wahrheit kann ebenfalls gesendet werden, um die Lüge zu bekämpfen. Doch zusätzlich machten die Brexit-Befür‘worter noch etwas ganz anderes: Sie verbreiteten ihre Fehlinformationen nicht nur über das Fernsehen, sondern auch per Narrowcast (Schmalfunk) über Social Media - gezielt an jene Bevölkerungs-Segmente, die am empfänglichsten für ihre Botschaft waren.
Die Brexit-Kampagne wurde von Cambridge Analytica unterstützt, einem britischen Politikberatungsunternehmen, das sich darauf spezialisiert hatte, Facebook-Daten zu nutzen, um gezielt Wähler zu beeinflussen. Zunächst bestritt das Unternehmen, an der Brexit-Kampagne beteiligt gewesen zu sein — bis ein zehnseitiges Paper mit dem Titel «Big Data Solutions for the EU Referendum» geleakt wurde und endgültig belegte, dass es involviert war. Die Strategie von Cambridge Analytica bestand darin, Wechselwähler zu identifizieren und mittels «Mikrotargeting» gezielt anzusprechen, basierend auf hochentwickelten Analyseverfahren, mit denen jedem einzelnen Wähler in einem bestimmten Gebiet numerische Werte für bestimmte Persönlichkeitsmerkmale zugewiesen wurden.
Demografische Profilierung von Wählergruppen war an sich nichts Neues, doch die riesigen Datenmengen, die über User der von Cambridge Analytica verbreiteten App gesammelt wurden, führten zu weitaus detaillierteren und präziseren Persönlichkeitsprofilen als je zuvor. Diese Daten ließen sich mit sogenannten A/B-
Tests kombinieren, bei denen die Reaktionen von Probanden auf verschiedene Varianten derselben politischen Botschaft gemessen wurden, um die wirkungsvollsten Schlagzeilen zu ermitteln. Die Verbindung von Mikrotargeting und Fehlinformationen ermöglichte eine personalisierte politische Propaganda, die gezielt und unbemerkt an jene Teile der Wählerschaft ausgespielt wurde, die am ehesten dazu neigten, ihr Glauben zu schenken. Ich möchte hinzufügen, dass ein weiterer entscheidender Faktor für das Brexit-Debakel die Dysfunktionalität von Artikel 50 war — jener Klausel im Vertrag über die Europäische Union, die es einem Mitgliedstaat erlaubt, den Austritt einzuleiten. Hätte es sowohl vor als auch
nach den Austrittsverhandlungen eine Volksabstimmung gegeben. wäre vielleicht klarer gewesen, worüber wir eigentlich abgestimmt haben. Stattdessen mussten wir über politische Versprechen entscheiden - und dank Narrowcasting und Mikrotargeting, konnten diese Versprechen je nach Zielgruppe völlig unterschiedlich ausfallen.
Das Ergebnis der Brexit-Abstimmung hatte viele Ursachen, doch ein neuartiges System zur wirkungsvollen Verbreitung politischer
Botschaften war zweifellos eine davon. Wirklich begriffen, wie zerstörerisch dieses System sein konnte, habe ich allerdings erst nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im Jahr 2010.
Auch bei dieser Wahl spielte Cambridge Analyrica eine Rolle: Von einem Büro im zweiten Stock in London aus zog das Unternehmen die Strippen, um die amerikanische Wählerschaft zu beeinflussen.
«Heute haben wir in den Vereinigten Staaten etwa vier- oder fünftausend Datenpunkte zu jeder einzelnen Person, erklärte der CEO von Cambridge Analytica, Alexander Nix, wenige Wochen vor der Wahl gegenüber Sky News.
"Das heißt, dass wir die Persönlichkeit jedes erwachsenen US-Bürgers modellieren — also etwa 230 Millionen Menschen.»
Rückblickend wurde der Einfluss von Cambridge Analytica in der Zeit unmittelbar nach der Wahl vielleicht überschätzt. Doch es
liegt auf der Hand, warum das Unternehmen eine solche Kontroverse auslöste. Für traditionelle Funk- und Fernsehmedien galten relativ strenge Regeln für politische Werbung, während es in den sozialen Medien kaum Vorschriften gab — wenn überhaupt. Hinzu kam, dass nur ein winziger Teil der Bevölkerung die Botschaften überhaupt sah, nämlich genau der, der am empfänglichsten dafür war. Man muss kein Politikwissenschaftler sein, um zu erkennen, welchen Schaden provozierende, gezielte, heimliche und hochgradig personalisierte Propaganda dem demokratischen Diskurs zufügen kann. Heute vergleiche ich Cambridge Analyticas Methoden mit einem verdeckt eingesetzten Megafon.
Am Wahlabend 2016 war ich in den Vereinigten Staaten. Ein
Freund feierte in seinem Haus außerhalb von Boston eine Wahlparty. Aufgrund der Umfragen ging ich davon aus, dass Hillary Clinton gewinnen würde — und brachte für den Anlass eine Flasche Sekt mit. Die Stimmung war von Anfang an zuversichtlich und ausgelassen, viele der Anwesenden freuten sich, dass Hillary bald die sogenannte gläserne Decke durchbrechen würde. Doch als die Ergebnisse eintrafen, wurde es immer stiller im Raum, und die Gesichtsausdrücke meiner Freunde wechselten von freudiger Erwartung zu sprachlosem Unglauben. Im Laufe des Abends wurde klar, dass Trump zwar bei den Wählerstimmen deutlich unterlag, aber im Wahlmännerkollegium die Mehrheit erringen und damit die Präsidentschaft gewinnen würde. Die fröhliche Stimmung
wich bitterer Enttäuschung und immer mehr Gäste gingen. Ich zog mich zurück und versteckte meine Sektflasche hinter einem Vorhang. Vielleicht steht sie heute noch dort.
..#LasseLiest #WWW #ThisIsForEveryone #KI #Mikrotargeting #SocialMedia
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Facebook bietet seinen Anzeigenkunden Hunderte von verschiedenen Targeting-Optionen an. In einer 2016 veröffentlichten investigativen Recherche der «Washington Post» wurden einige dieser Optionen im Detail beschrieben, und zwar unter anderem:- Ihre personenbezogenen Daten wie Wohnort, Alter, Geschlecht, Sprache, Bildungsstand und ethnische Zugehörigkeit;
- Ihr geschätztes Einkommen und Nettovermögen;
- ob Sie in naher Zukunft einen Geburtstag oder ein anderes
Jubiläum erwarten; - ob Sie vor Kurzem geheiratet haben;
- ob Sie schwanger sind;
- ob Sie eine Freundin haben, die kürzlich geheiratet hat oder -
schwanger ist; - ob Sie in einer neuen Beziehung sind;
- ob Sie in einer Fernbeziehung sind;
- ob Sie nicht mehr in einer Beziehung sind;
- ob Sie ein Elternteil sind, und falls ja, welche Art von. Elternteil
(Soccer Mom, alleinerziehender Vater, konservativ); - ob Sie konservativ oder liberal sind;
- ob Sie konservativ sind, aber vorgeben, liberal zu sein;
- ob Sie ein Boot oder ein Motorrad besitzen;
- ob Sie ein Boot oder ein Motorrad besitzen wollen;
- wo Sie essen gehen, wie oft Sie essen gehen und wie viel Sie
dafür ausgegeben haben; - Ihre Bankverbindung;
- Ihr Internet Service Provider;
- Ihr Kabelanbieter;
- Ihre Lieblingsfernsehsendung,
- Ihr Lieblingsvideospiel und Ihre bevorzugen Kosmetikprodukte
- Ihre letzten Online-Einkäufe
- Ihre sexuellen Vorlieben
- Ihre Süchte
- Wie oft Sie im vergangenen Kalenderjahr nach "Werde ich sterben?" gegoogelt haben.
...
#LasseLiest #WWW #ThisIsForEveryone
#Werbung #Überwachung #SocialMedia -
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Facebook bietet seinen Anzeigenkunden Hunderte von verschiedenen Targeting-Optionen an. In einer 2016 veröffentlichten investigativen Recherche der «Washington Post» wurden einige dieser Optionen im Detail beschrieben, und zwar unter anderem:- Ihre personenbezogenen Daten wie Wohnort, Alter, Geschlecht, Sprache, Bildungsstand und ethnische Zugehörigkeit;
- Ihr geschätztes Einkommen und Nettovermögen;
- ob Sie in naher Zukunft einen Geburtstag oder ein anderes
Jubiläum erwarten; - ob Sie vor Kurzem geheiratet haben;
- ob Sie schwanger sind;
- ob Sie eine Freundin haben, die kürzlich geheiratet hat oder -
schwanger ist; - ob Sie in einer neuen Beziehung sind;
- ob Sie in einer Fernbeziehung sind;
- ob Sie nicht mehr in einer Beziehung sind;
- ob Sie ein Elternteil sind, und falls ja, welche Art von. Elternteil
(Soccer Mom, alleinerziehender Vater, konservativ); - ob Sie konservativ oder liberal sind;
- ob Sie konservativ sind, aber vorgeben, liberal zu sein;
- ob Sie ein Boot oder ein Motorrad besitzen;
- ob Sie ein Boot oder ein Motorrad besitzen wollen;
- wo Sie essen gehen, wie oft Sie essen gehen und wie viel Sie
dafür ausgegeben haben; - Ihre Bankverbindung;
- Ihr Internet Service Provider;
- Ihr Kabelanbieter;
- Ihre Lieblingsfernsehsendung,
- Ihr Lieblingsvideospiel und Ihre bevorzugen Kosmetikprodukte
- Ihre letzten Online-Einkäufe
- Ihre sexuellen Vorlieben
- Ihre Süchte
- Wie oft Sie im vergangenen Kalenderjahr nach "Werde ich sterben?" gegoogelt haben.
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- Ihr geschätztes Einkommen und Nettovermögen;
- ob Sie in naher Zukunft einen Geburtstag oder ein anderes
Jubiläum erwarten; - ob Sie vor Kurzem geheiratet haben;
- ob Sie schwanger sind;
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schwanger ist; - ob Sie in einer neuen Beziehung sind;
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- ob Sie ein Elternteil sind, und falls ja, welche Art von. Elternteil
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- ob Sie konservativ sind, aber vorgeben, liberal zu sein;
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Ich glaube, das Nutzererlebnis auf dem Smartphone würde sich
erheblich verbessern, wenn man nicht jedes Mal eine App herunter-
laden müsste, um einen neuen Service zu nutzen. Interessanter-
weise ist es genau das, was Steve Jobs als Erstes vorführte, als er das
iPhone vorstellte. In seiner ursprünglichen Präsentation im Jahr
2007 ist zu sehen, wie er wiederholt die unbegrenzte Funktionalität
des vorinstallierten Browsers Safari demonstriert. Der Apple App
Store wurde erst über ein Jahr später eröffnet.
Warum hat Jobs den Kurs geändert? Die Antwort wurde mir von
einem Google-Software-Ingenieur angedeutet, mit dem ich mich
Ende der 2000er-Jahre diskret traf und dessen Namen ich nicht
nennen werde, Wir trafen uns in einem Restaurant in Half Moon
Bay, einem beliebten Strandort am Fuße des Höhenzugs zwischen
Pazifik und Silicon Valley. An einem ruhigen Tisch mit Blick auf den
Ozean erklärte mir der Softwareentwickler, dass nach allem, was er
aus dem tiefsten Inneren von Google aus erkannt hatte, Apple ab-
sichtlich die Funktionalität seiner Smartphone-Browser Safari und
Chrome einschränkte. Denn für jede App, die es verkaufte, kassierte
Apple eine Provision von 30 Prozent, und darüber hinaus erzielte
der Konzern weitere Einnahmen aus Abos und In-App-Käufen. Für
Apple war es wesentlich profitabler, Entwickler zu motivieren, eine
App zu entwickeln, als eine Website für Smartphones zu bauen — im
ersteren Fall kassierte Apple eine Provision, im letzteren nichts.
Ich reflektierte, was er mir sagte, während ich auf den Pazifik hinaussah. Er hatte natürlich recht - Apple hatte einen Weg gefunden, nicht nur über Apps zu profitieren, sondern auch über Zeitschriftenabos, Transaktionen innerhalb von Spielen und alles andere, was über Apples Plattform angeboten wurde. Schlimmer noch: Wenn ein Anbieter versuchte, seine Kunden zu motivieren, über einen billigeren Web-basierten alternativen Dienst zu zahlen, wurde er von
Apple von der Plattform geworfen! Einige der größeren Anbieter wehrten sich dagegen; Spotify reichte später eine Antitrust-Klage gegen Apple ein, und Amazon verkauft bis heute keine E-Books im ePub-Format über seine Kindle-App für Smartphones. Aber nur wenige Anbieter hatten die Ressourcen, um sich mit Apple anzulegen, vor allem angesichts der Vorherrschaft des iPhone.Ich dachte über die Implikationen von Apples Marktmacht nach.
Der Apple App Store war ein Beispiel für genau die Art von profitorientiertem Gatekeeping, von der ich immer gehofft hatte, dass das Web sie würde umschiffen können. Aber das iPhone war extrem beliebt — ich besaß selbst eines. Die Mautstellen, die das Web auf
dem PC hatte vermeiden können, hatten ihren Weg in die Smartphone-Welt gefunden.
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Ich glaube, das Nutzererlebnis auf dem Smartphone würde sich
erheblich verbessern, wenn man nicht jedes Mal eine App herunter-
laden müsste, um einen neuen Service zu nutzen. Interessanter-
weise ist es genau das, was Steve Jobs als Erstes vorführte, als er das
iPhone vorstellte. In seiner ursprünglichen Präsentation im Jahr
2007 ist zu sehen, wie er wiederholt die unbegrenzte Funktionalität
des vorinstallierten Browsers Safari demonstriert. Der Apple App
Store wurde erst über ein Jahr später eröffnet.
Warum hat Jobs den Kurs geändert? Die Antwort wurde mir von
einem Google-Software-Ingenieur angedeutet, mit dem ich mich
Ende der 2000er-Jahre diskret traf und dessen Namen ich nicht
nennen werde, Wir trafen uns in einem Restaurant in Half Moon
Bay, einem beliebten Strandort am Fuße des Höhenzugs zwischen
Pazifik und Silicon Valley. An einem ruhigen Tisch mit Blick auf den
Ozean erklärte mir der Softwareentwickler, dass nach allem, was er
aus dem tiefsten Inneren von Google aus erkannt hatte, Apple ab-
sichtlich die Funktionalität seiner Smartphone-Browser Safari und
Chrome einschränkte. Denn für jede App, die es verkaufte, kassierte
Apple eine Provision von 30 Prozent, und darüber hinaus erzielte
der Konzern weitere Einnahmen aus Abos und In-App-Käufen. Für
Apple war es wesentlich profitabler, Entwickler zu motivieren, eine
App zu entwickeln, als eine Website für Smartphones zu bauen — im
ersteren Fall kassierte Apple eine Provision, im letzteren nichts.
Ich reflektierte, was er mir sagte, während ich auf den Pazifik hinaussah. Er hatte natürlich recht - Apple hatte einen Weg gefunden, nicht nur über Apps zu profitieren, sondern auch über Zeitschriftenabos, Transaktionen innerhalb von Spielen und alles andere, was über Apples Plattform angeboten wurde. Schlimmer noch: Wenn ein Anbieter versuchte, seine Kunden zu motivieren, über einen billigeren Web-basierten alternativen Dienst zu zahlen, wurde er von
Apple von der Plattform geworfen! Einige der größeren Anbieter wehrten sich dagegen; Spotify reichte später eine Antitrust-Klage gegen Apple ein, und Amazon verkauft bis heute keine E-Books im ePub-Format über seine Kindle-App für Smartphones. Aber nur wenige Anbieter hatten die Ressourcen, um sich mit Apple anzulegen, vor allem angesichts der Vorherrschaft des iPhone.Ich dachte über die Implikationen von Apples Marktmacht nach.
Der Apple App Store war ein Beispiel für genau die Art von profitorientiertem Gatekeeping, von der ich immer gehofft hatte, dass das Web sie würde umschiffen können. Aber das iPhone war extrem beliebt — ich besaß selbst eines. Die Mautstellen, die das Web auf
dem PC hatte vermeiden können, hatten ihren Weg in die Smartphone-Welt gefunden.
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Ich glaube, das Nutzererlebnis auf dem Smartphone würde sich
erheblich verbessern, wenn man nicht jedes Mal eine App herunter-
laden müsste, um einen neuen Service zu nutzen. Interessanter-
weise ist es genau das, was Steve Jobs als Erstes vorführte, als er das
iPhone vorstellte. In seiner ursprünglichen Präsentation im Jahr
2007 ist zu sehen, wie er wiederholt die unbegrenzte Funktionalität
des vorinstallierten Browsers Safari demonstriert. Der Apple App
Store wurde erst über ein Jahr später eröffnet.
Warum hat Jobs den Kurs geändert? Die Antwort wurde mir von
einem Google-Software-Ingenieur angedeutet, mit dem ich mich
Ende der 2000er-Jahre diskret traf und dessen Namen ich nicht
nennen werde, Wir trafen uns in einem Restaurant in Half Moon
Bay, einem beliebten Strandort am Fuße des Höhenzugs zwischen
Pazifik und Silicon Valley. An einem ruhigen Tisch mit Blick auf den
Ozean erklärte mir der Softwareentwickler, dass nach allem, was er
aus dem tiefsten Inneren von Google aus erkannt hatte, Apple ab-
sichtlich die Funktionalität seiner Smartphone-Browser Safari und
Chrome einschränkte. Denn für jede App, die es verkaufte, kassierte
Apple eine Provision von 30 Prozent, und darüber hinaus erzielte
der Konzern weitere Einnahmen aus Abos und In-App-Käufen. Für
Apple war es wesentlich profitabler, Entwickler zu motivieren, eine
App zu entwickeln, als eine Website für Smartphones zu bauen — im
ersteren Fall kassierte Apple eine Provision, im letzteren nichts.
Ich reflektierte, was er mir sagte, während ich auf den Pazifik hinaussah. Er hatte natürlich recht - Apple hatte einen Weg gefunden, nicht nur über Apps zu profitieren, sondern auch über Zeitschriftenabos, Transaktionen innerhalb von Spielen und alles andere, was über Apples Plattform angeboten wurde. Schlimmer noch: Wenn ein Anbieter versuchte, seine Kunden zu motivieren, über einen billigeren Web-basierten alternativen Dienst zu zahlen, wurde er von
Apple von der Plattform geworfen! Einige der größeren Anbieter wehrten sich dagegen; Spotify reichte später eine Antitrust-Klage gegen Apple ein, und Amazon verkauft bis heute keine E-Books im ePub-Format über seine Kindle-App für Smartphones. Aber nur wenige Anbieter hatten die Ressourcen, um sich mit Apple anzulegen, vor allem angesichts der Vorherrschaft des iPhone.Ich dachte über die Implikationen von Apples Marktmacht nach.
Der Apple App Store war ein Beispiel für genau die Art von profitorientiertem Gatekeeping, von der ich immer gehofft hatte, dass das Web sie würde umschiffen können. Aber das iPhone war extrem beliebt — ich besaß selbst eines. Die Mautstellen, die das Web auf
dem PC hatte vermeiden können, hatten ihren Weg in die Smartphone-Welt gefunden.
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