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#kummerbox — Public Fediverse posts

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  1. So wird Werbung auf dem Homescreen des iPhone deaktiviert

    Auf dem Homescreen meines iPhones gibt es einen Stapel für Widgets: Wenn ich den durchblättere, erscheinen nacheinander die Wetterprognose der Meteoswiss-App, aktuelle Termine, mein Trinkfortschritt in Waterminder, sowie Fotos, die Batterie-Übersicht mit den Akkuständen der verbundenen Geräte und schliesslich die Siri-Vorschläge. Praktisch und zeitsparend, weil die kompakten Informationstafeln ein schnelles Informationsbedürfnis zu stillen vermögen.

    Warum sollte ich den Lieferdienst bemühen, wenn das Lokal doch um die Ecke ist?

    Umso ärgerlicher, dass mein Nutzungs-Erlebnis in letzter Zeit getrübt wurde. In meinem Stapel tauchten in letzter Zeit immer mal wieder Widgets auf, die ich dort nicht platziert hatte.

    Siri unterbreitete mir Vorschläge zu Apps, die ich nicht benutze und auch nicht benutzen will: Uber eats, Starbucks und Inspire Nails & Beauty. Plus einige weitere, an die ich mich nicht alle erinnere. Wie der Hinweis «In der Nähe» in der rechten oberen Ecke verrät, handelt es sich um ortsbasierte Hinweise.

    Meine persönliche Meinung zu diesem «Feature» werde ich am Ende des Beitrags kundtun. Hier erst die entscheidende Information – nämlich die, wie man diese Werbung loswird.

    Dazu vorab ein Dank an Kaspar: Er wies mich auf Mastodon auf die vielversprechendste Option hin. Ich habe daraufhin diesen Blogpost hier angepasst. In der ersten Fassung waren nur die beiden Tipps zwei und drei vorhanden¹.

    1) Siri-App-Clip-Vorschläge abschalten

    In den Einstellungen tippen wir auf Apple Intelligence & Siri und dann ganz unten auf App Clips. Hier deaktivieren wir die beiden folgenden Optionen:

    • In Suche anzeigen
    • App-Clips vorschlagen

    Das sollte helfen. Da die Vorschläge unregelmässig erscheinen, muss ich abwarten, bis ich es mit hundertprozentiger Sicherheit sagen kann.

    2) Die «Siri-Vorschläge» löschen

    Nein, trotz dieses dezenten Hinweises werde ich mir die Nägel nicht machen lassen.

    Zweite Methode: Wir entfernen das übergriffige Widget aus dem Stapel. Dazu legen wir den Finger auf eine freie Stelle des Homescreens und halten ihn gedrückt, bis die Elemente zu wackeln beginnen und bearbeitet werden können. Wir tippen den Widget-Stapel an, blättern uns zu Siri-Vorschläge durch und tippen auf das Icon mit dem Minus-Symbol links oben.

    Die Nebenwirkung besteht darin, dass Siri keine App-Vorschläge mehr unterbreitet. Dabei sind die, abgesehen von der Werbung, gut genug, um sie zu behalten.

    3) Die Ortungsdienste eindämmen

    Die dritte Methode führt uns zu den Einstellungen: Wir begeben uns zu Ortungsdienste und zum Punkt Systemdienste (zu finden ganz am Ende der Liste). Es gibt die Möglichkeit der globalen Deaktivierung, die Uber eats aus den Widgets vertreibt – aber zum Preis, dass eine Reihe nützlicher Standardfunktionen wegfällt. Die Systemdienste haben zum Glück eine selektive Deaktivierungsmöglichkeit. Das Abschalten von Vorschläge & Suchen sollte helfen. Welche negativen Randerscheinungen damit verbunden sind, habe ich nicht im Detail eruiert. Falls ihr Erkenntnisse dazu habt, freue ich mich über eine Rückmeldung in den Kommentaren.

    Fazit: Es riecht nach Enshittification

    Wie ist dieser Sachverhalt zu bewerten?

    Die Deaktivierung der Option «personalisierte Werbung» löst das Problem leider nicht.

    Mir stösst sauer auf, dass sie erscheint, obwohl bei meinem iPhone die personalisierte Werbung abgeschaltet ist. Diese Option steckt in den Einstellungen bei Datenschutz & Sicherheit unter Apple-Werbung.

    Man kann sich darüber streiten, ob ortsbasierte Werbung personalisiert ist. In der realen Welt wäre das definitiv nicht der Fall: Ein Plakat im öffentlichen Raum ist eine ortsbasierte Werbung, die nicht für mich personalisiert wurde.

    Allerdings scheint mir dieses Beispiel zu belegen, dass die direkte Analogie zwischen digitaler und realer Welt oft nicht zulässig ist. Denn personalisierte Werbung zeichnet sich dadurch aus, dass sie auf persönlichen Informationen über die angesprochene Person basiert. Im digitalen Raum ist der reale Standort ohne Zweifel eine persönliche Information, die besonderen Schutz verdient.

    Ich will nach Hause, nicht zum Sushi-Essen!

    Daher passt diese Werbung nicht zu Apples selbstgewähltem Image als Vorreiter beim Datenschutz. Ganz grundsätzlich finde ich, dass Betriebssysteme keine Werbung anzeigen sollten. Und wer an dieser Stelle den Impuls verspürt, mir Heuchelei vorzuwerfen, weil hier im Blog Werbung zu sehen ist: Der Vorwurf geht ins Leere, weil mein Blog erstens nicht integraler Bestandteil eines Smartphones ist, das ihr für teures Geld erworben habt, und weil ihr hier, anders als beim Betriebssystem, einen Werbeblocker verwenden könnt.

    Da Apple sich gegen die Interessen der Nutzerinnen und Nutzer entschieden hat, wäre es das Mindeste, wenigstens eine einfache und leicht zugängliche Option zur kompletten Deaktivierung anzubieten. Da es die nicht gibt Da die so versteckt ist, dass ich sie ohne Kaspars Hinweis auf Mastodon nicht gefunden hätte, riechen die Siri-Vorschläge leider nach Enshittification …

    Fussnoten

    1) Im Web war tatsächlich keine Lösung für das Problem zu finden. Es gibt Meldungen in Apples Supportforen (hier, hier), die aber keine zweckdienliche Antworten aufweisen. Und die gängigen Empfehlungen im Web funktionieren nicht. Beispiel: Die die in diesem Video erwähnte Option gibt es nicht. Man sieht sie nicht einmal im Screencast selbst. Das wirft die Frage auf, was der Sinn und Zweck sein könnte, einen solchen Clip zu produzieren – ausser vielleicht, Werbegeld abzugreifen und die Zeit der Leute zu verschwenden.

    Apple hält einen Supportbeitrag bereit, der die grössten Hoffnungen weckt – bis wir bemerken, dass er sich nur auf die Aktien-, die App-Store-App und Apple News bezieht. Falls ihr dort mit Werbung belästigt werdet, öffnet die Einstellungen, dann die Rubrik Datenschutz und Sicherheit und hier die Ortungsdienste. Hier entziehen wir den fraglichen Apps den Zugriff aufs GPS (Option Nie).

    Diese Konfigurationsänderung verhindert unter Umständen erwünschte Funktionsweisen. Die News-App (die es hierzulande noch immer nicht gibt) etwa sollte natürlich lokale und regionale Nachrichten anbieten können. ↩

    Beitragsbild: Möge er sich mit seiner klobigen Erscheinung bitte vom Acker machen (Robert Anasch, Unsplash-Lizenz).

    #Datenschutz #Enshittification #Kummerbox #schnellerIPhoneTrick #Werbung #Wochenkommentar

  2. So wird Werbung auf dem Homescreen des iPhone deaktiviert

    Auf dem Homescreen meines iPhones gibt es einen Stapel für Widgets: Wenn ich den durchblättere, erscheinen nacheinander die Wetterprognose der Meteoswiss-App, aktuelle Termine, mein Trinkfortschritt in Waterminder, sowie Fotos, die Batterie-Übersicht mit den Akkuständen der verbundenen Geräte und schliesslich die Siri-Vorschläge. Praktisch und zeitsparend, weil die kompakten Informationstafeln ein schnelles Informationsbedürfnis zu stillen vermögen.

    Warum sollte ich den Lieferdienst bemühen, wenn das Lokal doch um die Ecke ist?

    Umso ärgerlicher, dass mein Nutzungs-Erlebnis in letzter Zeit getrübt wurde. In meinem Stapel tauchten in letzter Zeit immer mal wieder Widgets auf, die ich dort nicht platziert hatte.

    Siri unterbreitete mir Vorschläge zu Apps, die ich nicht benutze und auch nicht benutzen will: Uber eats, Starbucks und Inspire Nails & Beauty. Plus einige weitere, an die ich mich nicht alle erinnere. Wie der Hinweis «In der Nähe» in der rechten oberen Ecke verrät, handelt es sich um ortsbasierte Hinweise.

    Meine persönliche Meinung zu diesem «Feature» werde ich am Ende des Beitrags kundtun. Hier erst die entscheidende Information – nämlich die, wie man diese Werbung loswird.

    Dazu vorab ein Dank an Kaspar: Er wies mich auf Mastodon auf die vielversprechendste Option hin. Ich habe daraufhin diesen Blogpost hier angepasst. In der ersten Fassung waren nur die beiden Tipps zwei und drei vorhanden¹.

    1) Siri-App-Clip-Vorschläge abschalten

    In den Einstellungen tippen wir auf Apple Intelligence & Siri und dann ganz unten auf App Clips. Hier deaktivieren wir die beiden folgenden Optionen:

    • In Suche anzeigen
    • App-Clips vorschlagen

    Das sollte helfen. Da die Vorschläge unregelmässig erscheinen, muss ich abwarten, bis ich es mit hundertprozentiger Sicherheit sagen kann.

    2) Die «Siri-Vorschläge» löschen

    Nein, trotz dieses dezenten Hinweises werde ich mir die Nägel nicht machen lassen.

    Zweite Methode: Wir entfernen das übergriffige Widget aus dem Stapel. Dazu legen wir den Finger auf eine freie Stelle des Homescreens und halten ihn gedrückt, bis die Elemente zu wackeln beginnen und bearbeitet werden können. Wir tippen den Widget-Stapel an, blättern uns zu Siri-Vorschläge durch und tippen auf das Icon mit dem Minus-Symbol links oben.

    Die Nebenwirkung besteht darin, dass Siri keine App-Vorschläge mehr unterbreitet. Dabei sind die, abgesehen von der Werbung, gut genug, um sie zu behalten.

    3) Die Ortungsdienste eindämmen

    Die dritte Methode führt uns zu den Einstellungen: Wir begeben uns zu Ortungsdienste und zum Punkt Systemdienste (zu finden ganz am Ende der Liste). Es gibt die Möglichkeit der globalen Deaktivierung, die Uber eats aus den Widgets vertreibt – aber zum Preis, dass eine Reihe nützlicher Standardfunktionen wegfällt. Die Systemdienste haben zum Glück eine selektive Deaktivierungsmöglichkeit. Das Abschalten von Vorschläge & Suchen sollte helfen. Welche negativen Randerscheinungen damit verbunden sind, habe ich nicht im Detail eruiert. Falls ihr Erkenntnisse dazu habt, freue ich mich über eine Rückmeldung in den Kommentaren.

    Fazit: Es riecht nach Enshittification

    Wie ist dieser Sachverhalt zu bewerten?

    Die Deaktivierung der Option «personalisierte Werbung» löst das Problem leider nicht.

    Mir stösst sauer auf, dass sie erscheint, obwohl bei meinem iPhone die personalisierte Werbung abgeschaltet ist. Diese Option steckt in den Einstellungen bei Datenschutz & Sicherheit unter Apple-Werbung.

    Man kann sich darüber streiten, ob ortsbasierte Werbung personalisiert ist. In der realen Welt wäre das definitiv nicht der Fall: Ein Plakat im öffentlichen Raum ist eine ortsbasierte Werbung, die nicht für mich personalisiert wurde.

    Allerdings scheint mir dieses Beispiel zu belegen, dass die direkte Analogie zwischen digitaler und realer Welt oft nicht zulässig ist. Denn personalisierte Werbung zeichnet sich dadurch aus, dass sie auf persönlichen Informationen über die angesprochene Person basiert. Im digitalen Raum ist der reale Standort ohne Zweifel eine persönliche Information, die besonderen Schutz verdient.

    Ich will nach Hause, nicht zum Sushi-Essen!

    Daher passt diese Werbung nicht zu Apples selbstgewähltem Image als Vorreiter beim Datenschutz. Ganz grundsätzlich finde ich, dass Betriebssysteme keine Werbung anzeigen sollten. Und wer an dieser Stelle den Impuls verspürt, mir Heuchelei vorzuwerfen, weil hier im Blog Werbung zu sehen ist: Der Vorwurf geht ins Leere, weil mein Blog erstens nicht integraler Bestandteil eines Smartphones ist, das ihr für teures Geld erworben habt, und weil ihr hier, anders als beim Betriebssystem, einen Werbeblocker verwenden könnt.

    Da Apple sich gegen die Interessen der Nutzerinnen und Nutzer entschieden hat, wäre es das Mindeste, wenigstens eine einfache und leicht zugängliche Option zur kompletten Deaktivierung anzubieten. Da es die nicht gibt Da die so versteckt ist, dass ich sie ohne Kaspars Hinweis auf Mastodon nicht gefunden hätte, riechen die Siri-Vorschläge leider nach Enshittification …

    Fussnoten

    1) Im Web war tatsächlich keine Lösung für das Problem zu finden. Es gibt Meldungen in Apples Supportforen (hier, hier), die aber keine zweckdienliche Antworten aufweisen. Und die gängigen Empfehlungen im Web funktionieren nicht. Beispiel: Die die in diesem Video erwähnte Option gibt es nicht. Man sieht sie nicht einmal im Screencast selbst. Das wirft die Frage auf, was der Sinn und Zweck sein könnte, einen solchen Clip zu produzieren – ausser vielleicht, Werbegeld abzugreifen und die Zeit der Leute zu verschwenden.

    Apple hält einen Supportbeitrag bereit, der die grössten Hoffnungen weckt – bis wir bemerken, dass er sich nur auf die Aktien-, die App-Store-App und Apple News bezieht. Falls ihr dort mit Werbung belästigt werdet, öffnet die Einstellungen, dann die Rubrik Datenschutz und Sicherheit und hier die Ortungsdienste. Hier entziehen wir den fraglichen Apps den Zugriff aufs GPS (Option Nie).

    Diese Konfigurationsänderung verhindert unter Umständen erwünschte Funktionsweisen. Die News-App (die es hierzulande noch immer nicht gibt) etwa sollte natürlich lokale und regionale Nachrichten anbieten können. ↩

    Beitragsbild: Möge er sich mit seiner klobigen Erscheinung bitte vom Acker machen (Robert Anasch, Unsplash-Lizenz).

    #Datenschutz #Enshittification #Kummerbox #schnellerIPhoneTrick #Werbung #Wochenkommentar

  3. Was hilft, wenn der Bildschirm spinnt

    Weil nur Masochisten am Laptop arbeiten, benutze ich meinen meistens mit Bluetooth-Maus und -Tastatur und einem externen Bildschirm. Das ist eine hervorragende Kombi.

    Zumindest, solange alle Beteiligten brav mitspielen. Vor Wochenfrist weigerte sich mein Monitor zu Hause, diese Regel zu befolgen. Statt der idyllischen Ansicht eines wohlaufgeräumten Desktops zeigte er wüste Pixelstürme oder liess die Anzeige horizontal hin und her ruckeln.

    Bisweilen gibt es das Problem auch in der Variante, bei der ein bunter Pixelnebel über den Desktop zieht.

    Was tun? Das Prozedere zur Behebung dieses unhaltbaren Zustands liegt auf der Hand: Wir finden heraus, welche Komponente kaputt ist, und ersetzen sie. Im Idealfall ist das eine simple Angelegenheit, im dümmsten Fall eine kleine Katastrophe. Nämlich dann, wenn die Grafikkarte des Laptops die Grätsche macht.

    Die Eingrenzung Enttarnung des Corpus Delicti entpuppt sich als überraschend knifflig. Das liegt an der hohen Zahl der Beteiligten:

    1. Nebst Laptop (Spectre x360 Convertible 14)
    2. und Bildschirm (von Philips) sind das noch
    3. ein USB-C-Adapter mit HDMI-Ausgang (meiner ist von Satechi) und
    4. ein HDMI-Kabel.

    Der Macbook-Schreibtisch erscheint glasklar

    Für die Diagnose wende ich die bewährte Methode an, eine Komponente nach der anderen auszutauschen. Als Tech-Journalist bin ich in der glücklichen Lage, auf einen beträchtlichen Fundus zurückgreifen zu können. Einen Ersatz-Bildschirm habe ich nicht zur Hand, dafür aber ein Macbook Pro M3, das über einen HDMI-Ausgang verfügt. Es liefert eine aufschlussreiche Erkenntnis: Schuld ist nicht der Bildschirm. Denn der Mac liefert eine einwandfreie Darstellung.

    Das ist die Bildstörungs-Variante mit dem vertikalen Flackern.

    Ein anderes HDMI-Kabel löst das Problem nicht. Ich grabe in meiner Elektro-Gerümpel-Schublade in einem weiteren Schritt nach einem Ersatz für den USB-C-Adapter und werde fündig. Ganz zuunterst liegt das USB-C-Mini-Dock von LMP. Wir lernen: Fürs Eingrenzen von derlei Fehlern ist es praktisch, nicht alles zu entsorgen, was wir entsorgen könnten, und ausrangierte Gadgets griffbereit zu haben.

    Niemand will schuld sein?

    Das Dock verhilft mir zu einem echten Überraschungsmoment. Es löst das Problem nämlich nicht.

    Im Gegenteil: Es produziert fast identische Aussetzer wie sein Gegenstück. Nun bin ich nachhaltig verwirrt. Denn wenn ich meinen Laptop im Büro an einen externen Bildschirm anschliesse, ist ebenfalls alles paletti. Das heisst: Die Laptop-Grafikkarte ist – zum Glück – auch intakt. Keine der beteiligten Komponenten ist alleine schuld. Aber sie verweigern sich der harmonischen Teamarbeit.

    Indessen fällt auf, dass das Problem just während der heissen Tage in diesem Sommer auftritt. Die Vermutung steht im Raum, dass mein Equipment gerne hitzefrei hätte. Verständlich, aber leider keine Option.

    Vielleicht lässt sich das Problem beheben, indem ich in Windows die Bildwiederholfrequenz und die Auflösung herunterschraube? Die Antwort ist ein überraschendes Nein. Auch mit extrem niedrigeren Einstellungen flackert es schlimmer als das digitale Fegefeuer in der Pixelhölle.

    Wer genau aufgepasst hat, dem wird etwas aufgefallen sein: Eine Diagnosemöglichkeit habe ich bislang ausgelassen. Da mein Laptop zwei USB-C-Ports hat, wäre es doch einen Versuch wert, das Dock probehalber am anderen Anschluss anzustöpseln.

    Die Lösung ist verblüffend simpel

    Und tatsächlich: Damit löst sich das Problem in Luft auf. Beim HP Spectre x360 scheint der USB‑C‑Anschluss in der rechten Gehäusekante zuverlässig zu funktionieren; der in abgeschrägten Ecke oben rechts aber Macken zu haben. Ob das allgemein gilt oder nur bei meinem Modell so ist, kann ich nicht abschliessend beurteilen. Es könnte eine unsaubere Verarbeitung oder ein Problem mit der Abschirmung vorliegen. Da der Laptop dazu neigt, in dieser Ecke warm zu werden, halte ich eine thermische Schwachstelle für die wahrscheinlichste Erklärung. Zumal, tatsächlich, bei kühleren Temperaturen auch der problematische Anschluss ein stabiles Bild liefert.

    Fazit: Ein bisschen schade ist es, dass ich nicht mit einer universellen, hieb- und stichfesten Lösung für Bildstörungen am externen Monitor aufwarten kann. Zwei nützliche Erkenntnisse gibt es trotzdem:

    • Laptops mit nur einem USB-C-Anschluss müssen wir meiden.
    • Und: Auch wenn wir uns von Computern eine 0-oder-1-Arbeitsweise gewohnt sind, trifft das für die Hardware nicht zu. Die funktioniert auch mal bloss halb, wie wir uns das aus der analogen Welt gewohnt sind.

    Diese Marotte erschwert die Fehlersuche. Doch eigentlich ist es auch nett zu wissen, dass der USB-C-Slot auch mal einen schlechten Tag haben kann oder genauso unter der Bruthitze leidet wie der Hund des Nachbarn und die Freundin des Arbeitskollegen …

    Beitragsbild: So schlimm war es bei mir zum Glück nicht (Marcelo Chagas, Pexels-Lizenz).

    #Kummerbox

  4. Wie ich Berufskollegen regelmässig zum Weinen bringe

    Folgendes Szenario: Eine Person arbeitete längere Zeit für ein grosses Unternehmen. Eines Tages ergibt es sich, dass diese Person das Unternehmen verlässt. Aus welchen Gründen sie das tut, soll uns an dieser Stelle nicht beschäftigen.

    Was uns vielmehr interessiert, sind die Daten und Dokumente, die die Person beim Austritt zurücklässt. Worum es sich dabei handelt, hängt natürlich entscheidend von den Aufgaben ab, die die Person zu erledigen hatte: In vielen Fällen wird es kaum Dinge von persönlichem Interesse geben, sondern lediglich Datenbestände, die einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin zu übergeben sind.

    Was auf keinen Fall zurückgelassen werden darf

    Anders sieht es aus, wenn die Person beispielsweise Journalistin oder Journalist ist. Dann ist es wahrscheinlich, dass sich viel Recherchematerial angesammelt hat; Notizen, Dokumente, Scans, PDFs … Und natürlich eine Unzahl von E-Mails: Bei Berufen, in denen die Beziehungspflege wichtig ist, verschwimmen die Grenzen zwischen beruflichen und persönlichen Kontakten zwangsläufig. Allein deswegen dürfte die Person manche digitalen Informationen nicht einfach zurücklassen wollen. Die Dinge, die ins Private spielen, möchte sie sicherlich behalten. Genauso all jene Informationen, die für die Fortführung ihrer Karriere wichtig sein könnten.

    Wie ihr vielleicht ahnt, ist das kein hypothetisches Szenario. Im Gegenteil: Ich wurde in den letzten Jahren immer mal wieder nach Empfehlungen zur Datenmitnahme gebeten. Es ging dabei um die praktisch-logistische Seite. Natürlich hat die Sache auch einen juristischen Aspekt, indem sich die Frage stellt, ob ein privates Backup überhaupt rechtens ist.

    Auch das ein kniffliges Gebiet, zu dem ich ein paar Worte verlieren möchte, obwohl zu meinem Kompetenzbereich lediglich die technische Beratung gehört: Einerseits ist es im Allgemeinen so, dass Unternehmen die Daten als ihr Eigentum betrachten, die ein Arbeitgeber im Rahmen seiner bezahlten Tätigkeit herstellt. Andererseits ist der Journalismus wie angedeutet ein Spezialfall: An seinen Texten – also auch den Entwürfen, Rohfassungen etc. besitzt die Person das Urheberrecht. Um persönliche Kontakte weiterzupflegen, sind manche Unterlagen unverzichtbar.

    Damit nichts Wichtiges verloren geht

    Ich kann mir ferner Situationen vorstellen, in denen die Person in der Lage sein muss, zum Schutz ihrer Quellen oder für rechtliche Belange auf altes Recherchematerial zurückgreifen zu können. Abgesehen davon würde ich auch nicht darauf wetten, dass alle Medienhäuser einen sorgfältigen Umgang mit den Daten der ausgetretenen Journalistinnen und Journalisten pflegen. Es kann daher auch ein historisches oder gesellschaftliches Interesse geben, dass die Person, die den Wert der Informationen am besten beurteilen kann, weiterhin Zugriff darauf besitzt.

    Also, wie vorgehen?

    Meine Erkenntnis bisher ist, dass sich die meisten Journalistinnen und Journalisten überhaupt keine Gedanken zu diesen Fragen machen. Das ändert sich schlagartig in dem Moment, in dem ihnen bewusst wird, dass sie mit ihrem Austritt den Zugang zu ihrem beruflichen Google Drive, zum Gmail-Account, zu Office 365 und zu anderen Ressourcen verlieren werden. Die Folge ist, dass oft nur kurze Zeit bleibt, eine Prozedere zur Datensicherung und -Übernahme zu entwickeln. Erschwerend kommt hinzu, dass die Ablage auch nicht wohlgeordnet, sondern über die Jahre «organisch gewachsen» ist.

    Nicht erst daran denken, wenn es fast zu spät ist!

    Es ist also meistens fast schon zu spät, wenn ich um meine Tipps gebeten werde. Darum soll dieser Blogpost hier in erster Linie ein Plädoyer sein: Liebe Leute, überlegt euch eine kluge persönliche Strategie für eure beruflichen Daten. Organisiert sie so, dass Ihr leicht unterscheiden könnt, was einmal mitnahmewürdig sein könnte und was den Aufwand nicht lohnt. Berücksichtigt dabei die berechtigten Interessen eures Arbeitgebers.

    Ich finde es auch sinnvoll, das als kontinuierliche Aufgabe zu betrachten. Meine Empfehlung lautet, die wichtigen Dokumente kontinuierlich auf ein persönliches Gerät herunterzuladen und dort sicher zu archivieren. Abgeschlossene Recherchen und Projekte sollten routinemässig ins Trockene gebracht werden. Es scheint mir nicht paranoid, sich so vorzubereiten, als ob es jederzeit passieren könnte, dass wir den Zugang zu unseren geschäftlichen Daten mit wenig oder ohne Vorlauf verlieren.

    Google ist schuld!

    Jetzt kommen wir zum wirklich unangenehmen Teil des Themas. Das sind die technischen Hürden, die es zu überwinden gilt.

    Es ist eine traurige Tatsache, dass die Anbieter der Cloud-Lösungen nur wenig Hilfestellung für Export und Datenübernahme bieten. Diesbezügliche Kritik soll in diesem Blogpost nur eine Nebenrolle spielen, aber ein paar Sätze kann ich mir nicht verkneifen: Leider ist es ein offenes Geheimnis, dass sich Unternehmen oft dann unkooperativ zeigen, wenn wir als Kundin oder Kunde unsere Geschäftsbeziehung beenden möchten. Ein gewisser Anteil der eigentlich wechselwilligen Leute werden so ausharren, weil sie den Aufwand und die Hürden scheuen.

    Man nennt das Lock-In-Strategie. Im hier diskutierten Fall ist die offensichtlich völlig sinnlos, weil sich die Nutzerinnen und Nutzer nicht selbst für ein Produkt entschieden haben, sondern es vom Arbeitgeber vorgegeben wurde und auch die Schliessung des Accounts kein alleinstehender Entscheid, sondern die Folge des Austritts aus dem Unternehmen ist. Genau deswegen tritt in dieser Situation die hässliche Kehrseite der Cloud besonders deutlich zutage.

    Es ist keine Freude, Kolleginnen und Kollegen diese bittere Wahrheit zu eröffnen. Ich erinnere mich an Beispiele, in denen es um Gmail-Accounts mit Zehntausenden Mails und Hunderten von Gigabytes ging. Eine simple Exportmöglichkeit gibt es nicht – geschweige denn, eine einfache Trennung von Wichtigem und Unwichtigem.

    Denn es war jeweils so, dass 99 Prozent im Gmail-Account aus längst veralteten Pressemeldungen bestand, die keinesfalls gesichert werden müssten. Aber selbst wenn sich Leute, die Mühe machen, ihre Mails mit Labels zu organisieren, vereinfacht das den Export leider nicht. Allein deswegen bin ich kein Fan von Gmail: Diese Mailanwendung wird systembedingt fast automatisch zu einer digitalen Müllhalde. Die einzige Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, besteht darin, kontinuierlich alles gnadenlos zu löschen, was man in Zukunft nicht brauchen wird.

    Also, abschliessend fünf Tipps zu Methoden, die wir in dieser Situation kennen sollten:

    1) Der komplette Google-Datenexport

    Alle Daten in einem Rutsch speichern – das geht, ergibt aber eine beträchtliche Datenmenge.

    Er ist auch als «Takeout» bekannt. Er erlaubt es, den ganzen Datenbestand zu exportieren – wobei ich nicht beurteilen kann, ob er bei geschäftlichen Konten immer zugänglich ist. Falls ja, finden wir unter takeout.google.com eine Auswahl der Dienste, bei denen persönliche Informationen hinterlegt sind. Wir wählen aus, was wir brauchen und können dann anschliessend alles in einem Rutsch herunterladen.

    Folgende Dinge gibt es zu beachten:

    • Die Daten werden «roh» in unterschiedlichen Formaten ausgeliefert. Es kann knifflig sein, sie weiterzuverwenden und z.B. in andere Programme zu importieren. Das gilt insbesondere für die E-Mails.
    • Es dauert eine Weile, bis das Archiv erstellt und zum Download bereit ist. Es ist daher nötig, den Export rechtzeitig anzustossen!
    • Die Datenmenge ist in den allermeisten Fällen beträchtlich. Je nach Ausstattung ist es möglich oder wahrscheinlich, dass das Archiv die Speicherkapazität des privaten Arbeitsgeräts sprengt. Es ist daher sinnvoll, ein ausreichend grosses externes Speichermedium bereitzuhalten.

    2) Downloads aus Google Drive

    Google Drive erlaubt es, Informationen ordnerweise herunterzuladen. Dazu begeben wir uns auf drive.google.com und klappen dort den Ast bei Meine Ablage aus. Die hier aufgeführten Unterordner halten im Kontextmenü den Befehl Herunterladen bereit.

    Der Root-Ordner (Meine Ablage) lässt sich auf diese Weise nicht herunterladen. Die gewünschten Informationen sollten daher in ein Unterverzeichnis verschoben und dann heruntergeladen werden. Wie oben ausgeführt, ist es sinnvoll, diese Organisation rechtzeitig so zu pflegen.

    Alternativ kann auch eine Synchronisation mittels Google Drive for Desktop eingerichtet werden. Dieses Programm gibt es für Windows und Mac.

    3) Von Gmail nach Gmail

    Leider gibt es keine Möglichkeit, den Inhalt des alten Gmail-Kontos (Konto A) eins zu eins in ein neues (Konto B) zu übernehmen. Ein Umweg besteht darin, Konto B so zu konfigurieren, dass es Nachrichten aus Konto A abrufen kann. Konto B kann übrigens ein neues Gmail-Konto sein – es ist aber auch möglich, eine andere Webmail-Anwendung oder ein lokales Mailprogramm zu nutzen. Voraussetzung ist, dass bei Konto B ein Abruf via Pop möglich ist.

    Das funktioniert wie folgt:

    1. Wir richten in Konto A den Zugriff per Pop3 ein. Das bedeutet, dass mit einer externen Anwendung auf den Mailbestand zugegriffen werden kann. Wir klicken auf das Zahnrad-Symbol, dann auf die Schaltfläche Alle Einstellungen aufrufen. Wir öffnen die Rubrik Weiterleitung & POP/IMAP. Hier aktivieren wir die Option POP für alle Nachrichten (auch bereits heruntergeladene) aktivieren.
    2. Nun richten wir im zweiten Maildienst oder -programm (Konto B) den Zugriff auf Konto A ein. Dazu tragen wir die Log-in-Daten gemäss der Anleitung von Google ein: Gmail-Nachrichten über andere E-Mail-Clients mit POP abrufen

    Das wars schon – theoretisch. In der Praxis kann die Datenübertragung sehr lange dauern und mühsam sein. Darum folgende Tipps:

    • Falls es mit vertretbarem Aufwand machbar ist, empfehle ich, vorab das Gmail-Konto zu bereinigen, d.h. alles zu löschen, was nicht übertragen werden muss.
    • Gmail stellt die Option Bei Zugriff auf Nachrichten per POP … zur Verfügung. Hier geben wir an, ob die nach B übertragenen Nachrichten in A verbleiben sollen. Falls wir Tabula Rasa machen möchten, wählen wir die Option Gmail-Kopie löschen.

    Eine ausführliche Anleitung findet sich im Beitrag Auf dem Computer ein weiteres E-Mail-Konto hinzufügen in der Google-Hilfe.

    Der Pop3-Zugriff erlaubt es, die Mails aus Google in ein anderes Mailprogramm oder Webmail zu übernehmen.

    4) Gmail mit einem lokalen Mailprogramm verwenden

    Die Möglichkeit, Nachrichten aus Gmail weiterzunutzen, eröffnet sich in einem lokal installierten Mailprogramm. Meine Empfehlung ist für diesen Zweck Thunderbird. Dieses Programm ermöglicht es, einen Anteil der Mails oder den ganzen Bestand aus der Cloud-Ablage ins lokale Dateisystem zu verschieben. Das geht wie folgt:

    1. Gmail gemäss dieser Anleitung einrichten
    2. Die Nachrichten, die im eigenen Archiv zur Verfügung stehen sollten, aus dem Bereich des Gmail-Kontos in den Bereich lokale Ordner verschieben.

    Dieser Tipp hat den wünschenswerten Nebeneffekt, dass wir die Cloud datensparsam nutzen, d.h. nur diejenigen Nachrichten online in der Webanwendung vorhalten, die wir dort auch wirklich benötigen. Alle Informationen, die wir nicht im Direktzugriff benötigen, aber aus dokumentarischen Gründen archivieren wollen, befinden sich offline auf unseren eigenen Datenspeichern. Warum das erstrebenswert ist, erkläre ich im Beitrag Drei Tipps, wie Sie Ihre Daten vor fremdem Zugriff schützen.

    5) Nicht zu vergessen: das Adressbuch

    Der Export des Adressbuchs ist zum Glück vergleichsweise einfach:

    1. Wir öffnen das Adressbuch via google.com/contacts.
    2. Nun wählen wir alle Kontakte aus. Dazu fahren wir mit dem Mauszeiger auf einen Kontakt, worauf sich das Bild in eine Checkbox verwandelt. Wenn wir die anklicken, erscheint oberhalb der Liste die Angabe 1 ausgewählt. Daneben gibt es einen Menüknopf, über den wir die Auswahl auf Alle ausweiten.
    3. Wir klicken aufs Dreipunktmenü oben rechts und dann auf den Menüpunkt Exportieren.
    4. Es werden drei Dateiformate angeboten: Google CSV, CSV nur für Outlook und vCard für Android oder iOS. Falls Unsicherheit besteht, welches das richtige Format ist, empfehle ich einen Export in allen dreien.

    Weitere Informationen zum Thema gibt Google im Beitrag Kontakte exportieren, sichern oder wiederherstellen.

    Das Adressbuch sichern: Erst alle Kontakte auswählen, dann exportieren.

    Beitragsbild: Ich, wie ich erkläre, warum der Export aus Gmail nicht so einfach ist – Symbolbild (Yan Krukau, Pexels-Lizenz).

    #Benutzerunfreundlichkeit #Googologie #Juristerei #Kummerbox #TlDr

  5. Neulich wurde mir eine interessante Frage gestellt: Für eine Geocache-Aufgabe sollten auf einem iPad vier Dateien in verschlüsselter Form deponiert werden, wobei für jede der Dateien ein separates Passwort zum Einsatz kommen muss.

    Als erstes habe ich es mit dieser Datentresor-App probiert. Doch die kann nur einen einzelnen Tresor verwalten. Darum der nächste Versuch: Für den gilt es, die beste Zip-App zu finden. Die Auswahl ist gross; selbst das gute alte WinZip hat es die Smartphones und Tablets geschafft – trotz des Widerspruchs, dass das «Win» im Namen natürlich von Windows kommt.

    Ich habe WinZip seinerzeit besprochen, bin aber nicht wirklich warm damit geworden: Schon bei meinem Test waren in der Gratis-Version nicht alle Funktionen zugänglich, und ist schlimmer geworden: «Werbeverseuchter Müll, der an der Grundfunktionalität scheitert», fasst es einer in einem App-Store-Kommentar uncharmant zusammen. Für die Vollversion müsste man 10.50 Franken zahlen, was ich als zu teuer erachte.

    Also, das ist eine gute Gelegenheit, die Alternativen auszuloten:

    1) Die Dateien-App vom iPhone und iPad Die Dateien-App kann auch passwortgeschützte Zip-Dateien öffnen.

    iPhone und iPad brauchen keine Extra-App: Zu iOS und iPad OS gehört bekanntlich die Dateien-App (siehe auch Zwei Dateien-Tricks für iOS 13). Die kann Dateien komprimieren und auch entpacken.

    In früheren Versionen des Betriebssystems musste die App bei verschlüsselten Zip-Dateien Forfait geben; die konnten nicht geöffnet werden. Doch wie ein Test mit iOS 16 zeigt, hat Apple dieses Manko behoben: Die Dateien-App packt auch verschlüsselte Zip-Dateien aus. Das funktioniert mit beiden Verschlüsselungsmethoden, die 7-Zip (7-Zip sollte jeder kennen) zur Verfügung stellt, nämlich AES256 und Crypto.

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    Nebenbei bemerkt hat iOS damit auch Windows etwas voraus: Der in Windows eingebaute Unzip-Mechanismus kann nur Dateien auspacken, die mit der Crypto-Methode verschlüsselt worden sind, an AES256 scheitert sie.

    Mit anderen Worten: Wenn die verschlüsselten Zip-Dateien beim iPhone und iPad nur angezeigt werden sollen (und beispielsweise auf Windows mit 7-Zip erstellt werden), braucht es keine Dritt-App. Um die verschlüsselten Dateien zu erstellen, allerdings schon.

    2) Android Die Files-App unter Android scheitert an der veschlüsselten Zip-Datei.

    In der geschilderten Ausgangssituation soll die Aufgabe zwar mit einem iPad gelöst werden. Doch das soll uns nicht daran hindern auszuprobieren, wie Android das Problem löst.

    Der Standard-Dateimanager bei Android heisst Files. Er kommt auf meinem Testgerät mit keiner der beiden verschlüsselten Zip-Dateien klar. Googles App verhält sich maximal doof: Sie bietet an, die Dateien zu extrahieren, doch wenn wir zustimmen, tut sie das nicht – und sie weist auch nicht darauf hin, dass sie Probleme mit der Verschlüsselung hat. Da braucht es schon einen exzellenten Riecher, um diesem Problem auf die Spur zu kommen.

    Natürlich, es gibt auch Dritt-Apps – und bei vielen Android-Modellen dürfte die Files-App von Google durch eine Hersteller-eigene Software ersetzt worden sein. Ob die alle mit verschlüsselten Archivdateien umgehen können, wage ich zu bezweifeln.

    3) iZip Die iZip-App öffnet verschlüsselte Zip-Dateien. Fürs Erstellen ist die Pro-Version nötig.

    Die App iZip gibt es kostenlos fürs iPhone/iPad und für Android. Ein Testlauf auf beiden Plattformen zeigt: Die Gratis-App packt auf beiden Plattformen sowohl das Crypto-, als auch die AES265-Archiv aus. Allerdings ist es nicht einfach, die Archive in die App hineinzubekommen. Wir verwenden dazu die Option Dateibrowser (Document Browser), wählen die Zip-Dateien aus, worauf sie importiert werden und unter Dateien bzw. Files\imports erscheinen.

    Dateien mit Passwort in eine Archiv-Datei zu verpacken, beherrscht iZip nicht. Die Gratis-Variante kann Zip-Dateien nur unverschlüsselt erstellen. Wer chiffrierte Archive am Smartphone erzeugen will, braucht iZip Pro, das fürs iPhone 10 Franken und für Android fünf Franken kostet. Wie erwähnt: Kostenlos geht es, wenn die Zip-Archive mit der Open-Source-App 7-Zip unter Windows erstellt werden.

    4) Total Commander Total Commander erstellt Zip-Dateien auch in verschlüsselter Form.

    Bei meinem Android-Testgerät habe ich auch die App Total Commander installiert. Das ist ein vielseitiger Dateimanager, den viele Leute von Windows her kennen. Er öffnet unter Android die mit der Methode AES56 verschlüsselte Zip-Datei, an der Crypto-Variante scheitert er.

    Total Commander erstellt unter Android auch verschlüsselte Archive. Das geht wie folgt:

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    1. Wir markieren die gewünschten Dateien, indem wir auf das Icon links (und nicht auf den Dateinamen!) tippen.
    2. Dann betätigen wir das Icon Dateien packen, das anhand des Ordner-Symbols mit Gurt in der Symbolleiste erkennbar ist.
    3. Es erscheint ein Dialog, in dem wir die Kompressionsrate (von 1 bis 9) wählen. Hier markieren wir das Häkchen Verschlüsselt. Dann tippen wir auf Packen.
    4. Nun werden wir nach dem Passwort gefragt und können zwischen den Verschlüsselungsmethoden Zip20 (unsicher), AES 128, AES 192 und AES 256 bit wählen. Welche wir nehmen, hängt von den Umständen ab – aber mit AES 256 sollten wir die Datei sowohl unter Windows als am iPhone wieder aufbekommen.
    Nachtrag

    Das Problem bei der Methode mit Zip-Dateien ist, dass nach dem Auspacken die offenen Dateien auf dem Gerät zurückbleiben. Da mehrere Spielerinnen und Spieler beim Geocache die Aufgabe lösen sollen, ist das unerwünscht. Eine weitere Methode, die wir ins Auge gefasst haben, sind mit Pages erstellte Dokumente: Apples Textverarbeitungs- und Layout-App kann auch Multimedia-Dateien enthalten und mit einem Passwort versehen werden.

    Beitragsbild: Damit die auch beim Smartphone passen, sind einige Verrenkungen nötig (Regularguy Eth, Unsplash-Lizenz).

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    #kummerbox

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