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#hendrikwust — Public Fediverse posts

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  1. @KarstenHolexa

    „Positive Erzählung über Migration“? Mich irritiert an Hendrik Wüsts Türkei-Reise vor allem, welche Migration hier Anerkennung bekommt – und welche Rolle den anderen zugewiesen wird.

    Die Gastarbeiter von damals erscheinen in dieser Erzählung als diejenigen, die „angepackt“ haben, gearbeitet und Deutschland mit aufgebaut haben. Dazu passen die präsentierten Erfolgsgeschichten: Moderatorin, Herzchirurgin, Fußballstar.

    Diese Menschen verdienen selbstverständlich Anerkennung. Aber was ist mit denen, deren Leben keine solche Erfolgsgeschichte hergibt?

    Mit dem Fabrikarbeiter, der jahrzehntelang geschuftet hat und trotzdem arm geblieben ist? Mit der Frau, die Kinder und Angehörige versorgt und deshalb nie Karriere gemacht hat? Mit Menschen, die krank oder arbeitslos geworden sind? Mit denen, die einfach ein ganz gewöhnliches Leben führen?

    Gehören sie weniger dazu?

    Problematisch wird diese Erzählung für mich besonders dort, wo sie mit heutigen Geflüchteten kontrastiert wird. Bei ihnen ist plötzlich nicht mehr von „Chancen“, kultureller Bereicherung oder „Anpacken“ die Rede, sondern von Rückkehr: Wenn der Krieg vorbei sei und „das Recht erlischt“, müssten Menschen zurück.

    Nur: So automatisch „erlischt“ dieses Recht nicht.

    Wenn sich die Lage im Herkunftsland dauerhaft verändert, kann ein Schutzstatus widerrufen werden. Das muss aber geprüft werden. Und selbst der Widerruf eines Schutzstatus bedeutet nicht automatisch, dass damit jedes Aufenthaltsrecht endet.

    Auch der Vergleich mit den angeblich besonders „anpackenden“ Gastarbeitern ist schief.

    Gastarbeiter wurden nach Deutschland geholt, um zu arbeiten. Geflüchtete kommen zunächst, weil sie Schutz suchen.

    Und ausgerechnet bei Asylsuchenden schränkt der Staat das „Anpacken“ teilweise selbst ein: Es gibt Wartefristen, Beschäftigungsverbote und – je nach Aufenthaltsstatus – Genehmigungspflichten für die Arbeitsaufnahme.

    Man sollte Menschen also nicht erst am Arbeiten hindern oder ihnen den Zugang erschweren und anschließend aus fehlender Erwerbstätigkeit eine Geschichte vom mangelnden „Anpacken“ machen.

    Genau hier sehe ich die Gefahr einer neuen Hierarchie innerhalb der Migration:

    Die „guten“ Migrant:innen von damals – fleißig, bewährt, wirtschaftlich nützlich, möglichst mit beeindruckender Erfolgsgeschichte.

    Und daneben die heutigen Geflüchteten – deren Anwesenheit vor allem unter dem Gesichtspunkt ihrer möglichen Rückkehr erzählt wird.

    Eine positive Erzählung über Migration wäre für mich etwas anderes.

    Sie müsste auch den Menschen einschließen, der keine Herzchirurgin wird, kein Nationalspieler und keine Fernsehmoderatorin. Den Menschen, der wenig verdient. Der Hilfe braucht. Der scheitert. Der krank wird. Der keine Bilderbuchintegration vorweisen kann.

    Denn gesellschaftliche Zugehörigkeit sollte nicht davon abhängen, ob jemand seine Nützlichkeit beweist oder eine Erfolgsgeschichte liefert.

    Sonst ist es keine Überwindung der Einteilung in „gute“ und „schlechte“ Migration.

    Es ist nur eine neue Version davon.

    #Migration #Flucht #Asyl #Geflüchtete #Integration #Teilhabe #Menschenrechte #Arbeitsmarkt #CxU #HendrikWüst #NRW #Migrationspolitik

  2. @KarstenHolexa

    „Positive Erzählung über Migration“? Mich irritiert an Hendrik Wüsts Türkei-Reise vor allem, welche Migration hier Anerkennung bekommt – und welche Rolle den anderen zugewiesen wird.

    Die Gastarbeiter von damals erscheinen in dieser Erzählung als diejenigen, die „angepackt“ haben, gearbeitet und Deutschland mit aufgebaut haben. Dazu passen die präsentierten Erfolgsgeschichten: Moderatorin, Herzchirurgin, Fußballstar.

    Diese Menschen verdienen selbstverständlich Anerkennung. Aber was ist mit denen, deren Leben keine solche Erfolgsgeschichte hergibt?

    Mit dem Fabrikarbeiter, der jahrzehntelang geschuftet hat und trotzdem arm geblieben ist? Mit der Frau, die Kinder und Angehörige versorgt und deshalb nie Karriere gemacht hat? Mit Menschen, die krank oder arbeitslos geworden sind? Mit denen, die einfach ein ganz gewöhnliches Leben führen?

    Gehören sie weniger dazu?

    Problematisch wird diese Erzählung für mich besonders dort, wo sie mit heutigen Geflüchteten kontrastiert wird. Bei ihnen ist plötzlich nicht mehr von „Chancen“, kultureller Bereicherung oder „Anpacken“ die Rede, sondern von Rückkehr: Wenn der Krieg vorbei sei und „das Recht erlischt“, müssten Menschen zurück.

    Nur: So automatisch „erlischt“ dieses Recht nicht.

    Wenn sich die Lage im Herkunftsland dauerhaft verändert, kann ein Schutzstatus widerrufen werden. Das muss aber geprüft werden. Und selbst der Widerruf eines Schutzstatus bedeutet nicht automatisch, dass damit jedes Aufenthaltsrecht endet.

    Auch der Vergleich mit den angeblich besonders „anpackenden“ Gastarbeitern ist schief.

    Gastarbeiter wurden nach Deutschland geholt, um zu arbeiten. Geflüchtete kommen zunächst, weil sie Schutz suchen.

    Und ausgerechnet bei Asylsuchenden schränkt der Staat das „Anpacken“ teilweise selbst ein: Es gibt Wartefristen, Beschäftigungsverbote und – je nach Aufenthaltsstatus – Genehmigungspflichten für die Arbeitsaufnahme.

    Man sollte Menschen also nicht erst am Arbeiten hindern oder ihnen den Zugang erschweren und anschließend aus fehlender Erwerbstätigkeit eine Geschichte vom mangelnden „Anpacken“ machen.

    Genau hier sehe ich die Gefahr einer neuen Hierarchie innerhalb der Migration:

    Die „guten“ Migrant:innen von damals – fleißig, bewährt, wirtschaftlich nützlich, möglichst mit beeindruckender Erfolgsgeschichte.

    Und daneben die heutigen Geflüchteten – deren Anwesenheit vor allem unter dem Gesichtspunkt ihrer möglichen Rückkehr erzählt wird.

    Eine positive Erzählung über Migration wäre für mich etwas anderes.

    Sie müsste auch den Menschen einschließen, der keine Herzchirurgin wird, kein Nationalspieler und keine Fernsehmoderatorin. Den Menschen, der wenig verdient. Der Hilfe braucht. Der scheitert. Der krank wird. Der keine Bilderbuchintegration vorweisen kann.

    Denn gesellschaftliche Zugehörigkeit sollte nicht davon abhängen, ob jemand seine Nützlichkeit beweist oder eine Erfolgsgeschichte liefert.

    Sonst ist es keine Überwindung der Einteilung in „gute“ und „schlechte“ Migration.

    Es ist nur eine neue Version davon.

    #Migration #Flucht #Asyl #Geflüchtete #Integration #Teilhabe #Menschenrechte #Arbeitsmarkt #CxU #HendrikWüst #NRW #Migrationspolitik

  3. @KarstenHolexa

    „Positive Erzählung über Migration“? Mich irritiert an Hendrik Wüsts Türkei-Reise vor allem, welche Migration hier Anerkennung bekommt – und welche Rolle den anderen zugewiesen wird.

    Die Gastarbeiter von damals erscheinen in dieser Erzählung als diejenigen, die „angepackt“ haben, gearbeitet und Deutschland mit aufgebaut haben. Dazu passen die präsentierten Erfolgsgeschichten: Moderatorin, Herzchirurgin, Fußballstar.

    Diese Menschen verdienen selbstverständlich Anerkennung. Aber was ist mit denen, deren Leben keine solche Erfolgsgeschichte hergibt?

    Mit dem Fabrikarbeiter, der jahrzehntelang geschuftet hat und trotzdem arm geblieben ist? Mit der Frau, die Kinder und Angehörige versorgt und deshalb nie Karriere gemacht hat? Mit Menschen, die krank oder arbeitslos geworden sind? Mit denen, die einfach ein ganz gewöhnliches Leben führen?

    Gehören sie weniger dazu?

    Problematisch wird diese Erzählung für mich besonders dort, wo sie mit heutigen Geflüchteten kontrastiert wird. Bei ihnen ist plötzlich nicht mehr von „Chancen“, kultureller Bereicherung oder „Anpacken“ die Rede, sondern von Rückkehr: Wenn der Krieg vorbei sei und „das Recht erlischt“, müssten Menschen zurück.

    Nur: So automatisch „erlischt“ dieses Recht nicht.

    Wenn sich die Lage im Herkunftsland dauerhaft verändert, kann ein Schutzstatus widerrufen werden. Das muss aber geprüft werden. Und selbst der Widerruf eines Schutzstatus bedeutet nicht automatisch, dass damit jedes Aufenthaltsrecht endet.

    Auch der Vergleich mit den angeblich besonders „anpackenden“ Gastarbeitern ist schief.

    Gastarbeiter wurden nach Deutschland geholt, um zu arbeiten. Geflüchtete kommen zunächst, weil sie Schutz suchen.

    Und ausgerechnet bei Asylsuchenden schränkt der Staat das „Anpacken“ teilweise selbst ein: Es gibt Wartefristen, Beschäftigungsverbote und – je nach Aufenthaltsstatus – Genehmigungspflichten für die Arbeitsaufnahme.

    Man sollte Menschen also nicht erst am Arbeiten hindern oder ihnen den Zugang erschweren und anschließend aus fehlender Erwerbstätigkeit eine Geschichte vom mangelnden „Anpacken“ machen.

    Genau hier sehe ich die Gefahr einer neuen Hierarchie innerhalb der Migration:

    Die „guten“ Migrant:innen von damals – fleißig, bewährt, wirtschaftlich nützlich, möglichst mit beeindruckender Erfolgsgeschichte.

    Und daneben die heutigen Geflüchteten – deren Anwesenheit vor allem unter dem Gesichtspunkt ihrer möglichen Rückkehr erzählt wird.

    Eine positive Erzählung über Migration wäre für mich etwas anderes.

    Sie müsste auch den Menschen einschließen, der keine Herzchirurgin wird, kein Nationalspieler und keine Fernsehmoderatorin. Den Menschen, der wenig verdient. Der Hilfe braucht. Der scheitert. Der krank wird. Der keine Bilderbuchintegration vorweisen kann.

    Denn gesellschaftliche Zugehörigkeit sollte nicht davon abhängen, ob jemand seine Nützlichkeit beweist oder eine Erfolgsgeschichte liefert.

    Sonst ist es keine Überwindung der Einteilung in „gute“ und „schlechte“ Migration.

    Es ist nur eine neue Version davon.

    #Migration #Flucht #Asyl #Geflüchtete #Integration #Teilhabe #Menschenrechte #Arbeitsmarkt #CxU #HendrikWüst #NRW #Migrationspolitik

  4. Was meint Özil dazu?

    Kanzlerkandidaten-Bingo zu Füssen Erdogans – heisser Kampf in der Heuchel-Hitparade

    Vergessen? Die Aufregung über dieses Fotoshooting. Das heisse Fett wurde danach über Mesut Özil ausgekippt. Selber schuld, wie es aus dieser TV-Doku von Florian Opitz zutreffend hervorging. Sein Kollege Gündogan machte sich dagegen einen schlanken Fuss, und wird dafür nun durch einen Kanzlerkandidaten gestalkt.

    Während Özil einen draufsetzte, und sich durch seinen Trauzeugen Erdogan “ehren” liess, hatte Gündogan ja “nur” Kapitalinteressen: sein Clan investierte in türkische Einkaufszentren und benötigte dafür Rückenwind des Erdogan-Regimes. Das deckt sich mit den Interessen des Kanzlerkandidaten, dessen posieren mit dem alternden Despoten sich in nichts unterscheidet, von dem, wofür die Fussballer vor Jahren von deutschen Medien rassistisch gegeisselt wurden.

    Zur Erinnerung: Erdogan besetzt kurdische Provinzen in Syrien, als sei das Völkerrecht weniger als Luft. Er verfolgt Oppositionelle. Osman Kavala sitzt seit 2017 im Knast, Ekrem İmamoğlu, der Erdogan bei einer fairen Wahl um Längen schlagen würde, seit dem 19. März 2025. Dass der feine Herr aus Düsseldorf sich für deren Freilassung eingesetzt habe, ist, wenn es denn überhaupt geschehen ist, geheim. Vorbildlich ist das alles nur für die AfD, der sich die CDU in Kürze als Juniorpartnerin anzudienen gedenkt.

    Dass aus dem Tross des feinen Herrn Lästereien über die Herren Merz und Söder verbreitet wurden, sieht ihm, der für seine perfekte Deckungsarbeit bis hin zur Unsichtbarmachung berühmt ist, so gar nicht ähnlich. Also doch schwache Nerven? Ehrgeiz ist nur schwer im Zaum zu halten. Aber wer will sowas wählen?

    Top-Heuchler in England

    Den Grossteil ihrer Vermögens haben die Deutschen Özil und Gündogan im englischen Fussball zusammengekickt. Nach sportlichen Massstäben müssten sie es wieder zurückzahlen, wie es nun eine lange Legion englischer Heuchler von den Vereinigten Arabischen Emiraten verlangt. Wer alle Türen für Kopfabschneider, Knochenzersäger und Frauenverfolger öffnet, weil sie unbegrenzt Kapital in gierige Londoner und Manchester-Mäuler stopfen, sollte bescheiden bleiben, und die Öffentlichkeit weniger belästigen.

    Aber ich reg’ mich nicht auf. Mediendiät!

  5. Germany’s potential next leader holds talks in Türkiye

    ANKARA Hendrik Wüst, the premier of Germany’s most populous state and the country’s potential next leader, has begun…
    #EuropeSays #Turkiye #Türkiye #Ankara #Germany #HendrikWüst #visit
    europesays.com/turkiye/56279/