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787 results for “Buchenwald_Dora”
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📰 Zwei Buchenwald-Verbände gegen Weimer-Auftritt bei Gedenken
Im ehemaligen KZ #Buchenwald wird am 12. April an die Befreiung vor 81 Jahren erinnert. Es gibt Kritik an einem geplanten Grußwort von Kulturstaatsminister Weimer - aber auch prominente Unterstützer.
#Konzentrationslager #Holocaust #Schoa #Nationalsozialismus #Weimar #KZ
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📰 Zwei Buchenwald-Verbände gegen Weimer-Auftritt bei Gedenken
Im ehemaligen KZ #Buchenwald wird am 12. April an die Befreiung vor 81 Jahren erinnert. Es gibt Kritik an einem geplanten Grußwort von Kulturstaatsminister Weimer - aber auch prominente Unterstützer.
#Konzentrationslager #Holocaust #Schoa #Nationalsozialismus #Weimar #KZ
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📰 Buchenwald-Befreiung: Hape Kerkeling spricht bei Gedenkfeier
Im April 1945 wurden die #KZ-Lager Buchenwald und #MittelbauDora befreit. Bei der diesjährigen Gedenkfeier hält Hape Kerkeling eine Ansprache. Er hat eine persönliche Verbindung zu einer Gedenkstätte.
#Konzentrationslager #Holocaust #Schoa #Nationalsozialismus #Weimar #Buchenwald
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📰 Trauer um Buchenwald-Überlebenden Raymond Renaud
Bis ins hohe Alter sprach Raymond Renaud mit jungen Menschen über seine Erlebnisse im KZ #Buchenwald. Sein Tod hinterlässt eine Lücke - nicht nur in #Weimar.
#Konzentrationslager #Holocaust #Schoa #Nationalsozialismus #KZ
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📰 Trauer um Buchenwald-Überlebenden Raymond Renaud
Bis ins hohe Alter sprach Raymond Renaud mit jungen Menschen über seine Erlebnisse im KZ #Buchenwald. Sein Tod hinterlässt eine Lücke - nicht nur in #Weimar.
#Konzentrationslager #Holocaust #Schoa #Nationalsozialismus #KZ
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📰 Trauer um Buchenwald-Überlebenden Raymond Renaud
Bis ins hohe Alter sprach Raymond Renaud mit jungen Menschen über seine Erlebnisse im KZ #Buchenwald. Sein Tod hinterlässt eine Lücke - nicht nur in #Weimar.
#Konzentrationslager #Holocaust #Schoa #Nationalsozialismus #KZ
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#Lesenswert !
Rede zum 80. Befreiungstag des KZ #Buchenwald von #MarinaWeisband
@afelia
https://marinaweisband.de/rede-zum-80-befreiungstag-des-kz-buchenwald/ -
„Nie wieder“ sagt Hape Kerkeling
Weil es im Alltagsrauschen gerne untergeht, bei der Gedenkfeier in Buchenwald gab es bei Kulturstaatsminister Weimer Zwischenrufe und Unmutsbekundungen, nicht so, bei dem, was Hape Kerkeling vorzutragen hatte.
Hubert Arnold hat über eMail-Kirche der ev. Kirche in Beuel die ganze Rede von Hape Kerkeling versendet. Persönlich haben mich diese Worte bewegt und zum Nachdenken gebracht, vor allem mit Blick, auf das, was heute wieder Einzug hält. Wir sollten es lesen.
Hape Kerkeling zur Gedenkfeier in Buchenwald:
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Überlebende,
wenn ich heute durch das Tor von Buchenwald gehe, dann tue ich das nicht als öffentliche Person, sondern als Enkel eines Überlebenden. Ich gehe den Weg, den mein Großvater, Hermann Kerkeling, ab dem 2. Juli 1942 gehen musste. Er war kein Mann der großen Worte, aber ein Mann der Tat. Ein Zimmermann aus Recklinghausen, der zupacken konnte, der Strukturen schuf, der mit seinen Händen arbeitete. Er war ein Mensch, der schlichtweg nicht bereit war, wegzusehen, als die Dunkelheit über Deutschland hereinbrach.
Doch am 2. Juli 1942 wurde er zur Nummer 6177. Ein sogenannter „politischer Häftling“. In den Augen des faschistischen Apparats war er ein „Hochverräter“. Hier wurde er gefoltert, gedemütigt und wurde Zeuge unzähliger Morde. Dass er diesen Wahnsinn überlebt hat, ist ein Wunder.
Für mich steht sein „Hochverrat“ heute als das höchste Zeugnis von Treue zur Menschlichkeit.
Mein Opa Hermann hatte unmittelbar nach der Machtergreifung im Jahre 1933 Flugblätter gegen Hitler verteilt. Er hat nicht geschossen, er hat nicht sabotiert – er hat lediglich die Wahrheit geschrieben, gedruckt und verteilt. Das kostete ihn zwölf Jahre seines Lebens.
Zwölf Jahre! Denken Sie kurz darüber nach.
Was haben Sie in den letzten zwölf Jahren getan? Sie haben Kinder großgezogen, Karrieren verfolgt, geliebt, gelebt.
Hermann saß in Haft, zunächst in der sogenannten „Hölle von Recklinghausen“, in diversen Zuchthäusern und schließlich hier, auf dem Ettersberg.
Mein Großvater musste hier in der Effektenkammer seine Zwangsarbeit verrichten. Im Maschinenraum der Entmenschlichung. Er musste den Raub an seinen Mitmenschen verwalten. Uhr, Ehering, Brille, Brosche, Gebiss – alles wurde registriert, als handele es sich um bloße Lagerware. (Anmerkung: Hier empfiehlt sich, noch mal einen Blick auf das Foto oben zu werfen.)
Hier liegt eine der bittersten historischen Lehren… Die Barbarei beginnt nicht mit dem ersten Schuss; sie beginnt dort, wo Menschen nur noch Nummern in einer Statistik sind, wo das Mitgefühl der Buchhaltung weicht und das Gewissen der sinnentleerten Gehorsamspflicht.
Als mein Großvater hier heute vor 81 Jahren, 1945, befreit wurde, war er 44 Jahre alt. Körperlich ein gebrochener Mann, geplagt von Krankheiten, die ihn nie wieder verlassen sollten; von einer tiefen Müdigkeit, die keine Nachtruhe der Welt heilen konnte. Eine echte Wiedergutmachung hat er nie erhalten; man hat ihn nach dem Krieg mit ein paar Mark abgespeist.
Und das Bitterste: Die Aufhebung seines Unrechtsurteils wegen „Hochverrats“ hat es zu seinen Lebzeiten nie gegeben. In den Augen der Bürokratie blieb der Verfolgte ein Vorbestrafter.
Aber das Schwerste für uns als Familie war sein bleiernes Schweigen. Dieses dröhnende Schweigen war wie eine Mauer aus Glas, die seine Seele umgab. Wir – seine Familie – konnten ihn sehen, aber wir konnten ihn nur selten erreichen. Vielleicht wollte er uns schützen? Er wollte nicht, dass die grausame Kälte und der blinde Hass dieses Ortes in unsere warme Wohnstube in Recklinghausen kriecht.
Viele der Überlebenden der Nazi-Diktatur haben für sich den Weg des Schweigens gewählt. Das mag uns Erben eine Ahnung vom Horror des Durchlebten geben. Es war und ist unbeschreiblich und unsagbar.
Wir, die Bürger der Bundesrepublik Deutschland, tragen keine Schuld an den Taten von damals. Aber wir tragen die Verantwortung für die Konsequenzen dieser Taten im Hier und Jetzt.
So etwas wie eine „Gnade der späten Geburt“ gibt es nicht, es gibt nur die Pflicht der späten Erkenntnis. Wer heute behauptet, die Geschichte des Faschismus in Deutschland sei ein abgeschlossenes Kapitel, der hat nicht verstanden, dass die bösen Geister von damals nicht in den Ruinen von Buchenwald geblieben sind.
Sie warten darauf, in verunglimpfender Sprache, bösartiger Hetze, im dumpfen Ressentiment und in der alltäglichen Gleichgültigkeit wieder geweckt zu werden.
Wer die Erinnerung an die Opfer als Belastung empfindet, vergisst, dass diese Erinnerung das einzige ist, was uns vor einer Zukunft als Täter schützt.
Immer lauter und dreister werden die Stimmen, die nach einem Ende der Erinnerungskultur rufen! Ein Schlussstrich unter die Erinnerung wäre der Schlussstrich unter unsere Demokratie.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Artikel 1 des Grundgesetzes ist die direkte, in Stein gemeißelte Antwort auf Buchenwald. Er ist die Antwort auf die Effektenkammer, auf die Selektion, auf die Vernichtung von Menschen.
Am Tor von Buchenwald steht dieser furchtbare Satz: „Jedem das Seine“. Die Nazis meinten damit: Den Häftlingen den Tod, uns die Macht. Aber wir, die Nachfahren, wir deuten das heute um. „Jedem das Seine“ bedeutet für uns: Jedem Menschen seine unveräußerliche Würde. Jedem Menschen seine Freiheit. Jedem Menschen sein Recht, so zu sein, wie er ist – egal, woher er kommt, woran er glaubt oder wen er liebt.
Ich habe lange gebraucht, um über das Schicksal von Opa Hermann zu sprechen. Aber jetzt ist die Zeit gekommen. Wir, die Nachfahren der Überlebenden, müssen die Wächter der Erinnerung sein – nicht aus Bitterkeit, sondern aus tiefer Liebe zur Freiheit.
Demokratie ist kein Geschenk, das man einmal erhält und dann besitzt; sie ist ein Versprechen, das jede Generation aufs Neue gegen die Bequemlichkeit des Wegsehens verteidigen muss.
Opa Hermann hat geschwiegen, um seine Familie zu bewahren. Ich spreche heute, um ihn und alle Opfer, die hier litten und starben, zu ehren. Und ich bitte Sie alle: Sprechen auch Sie. Lassen Sie nicht zu, dass das Schweigen wieder die Oberhand gewinnt. Denn die Demokratie lebt nicht vom Wegsehen, sondern vom mutigen Hinsehen. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass das „Nie wieder“ kein Lippenbekenntnis bleibt, sondern unser täglicher Kompass ist.
„Nie wieder!“ sagt Hape Kerkeling.
Es gab auch Überlebende, die haben sich in ihrer Wehrmachtsuniform beerdigen lassen und es gab auch Überlebende, die der Nazi-Führungsriege hörig waren und ihren braunen Mantel erfolgreich weggelogen haben. Dazu der Podcast vom WDR, Riefenstahl: Influencerin des Bösen. Die Dame ist 101 Jahre alt geworden und in ihrem selbst geschönten Nachlass gab es auch kistenweise Tondokumente. Katja Paysen Petersen hat den Worten von Leni Riefenstahl Fakten gegenüber gestellt. Das Ergebnis: es braucht kein Social Media um wirklich Böse zu sein (auch wenn es hilft).
Es schleicht sich ein, es ergreift Besitz, es ist, als wäre es nie geschehen, wir müssen nur in den Schulbüchern ein paar Seiten entfernen und alsbald übergeben wir wieder alles Nichtdeutsche dem Feuer.
Von meiner Seite: ein Kulturstaatsminister Hape Kerkling könnte diesem Amt nicht nur Kompetenz zurückgeben, sondern auch Würde.
Über Christian Wolf:
Christian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geografie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digitalpurist/IT-Blasphemiker)
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„Nie wieder“ sagt Hape Kerkeling
Weil es im Alltagsrauschen gerne untergeht, bei der Gedenkfeier in Buchenwald gab es bei Kulturstaatsminister Weimer Zwischenrufe und Unmutsbekundungen, nicht so, bei dem, was Hape Kerkeling vorzutragen hatte.
Hubert Arnold hat über eMail-Kirche der ev. Kirche in Beuel die ganze Rede von Hape Kerkeling versendet. Persönlich haben mich diese Worte bewegt und zum Nachdenken gebracht, vor allem mit Blick, auf das, was heute wieder Einzug hält. Wir sollten es lesen.
Hape Kerkeling zur Gedenkfeier in Buchenwald:
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Überlebende,
wenn ich heute durch das Tor von Buchenwald gehe, dann tue ich das nicht als öffentliche Person, sondern als Enkel eines Überlebenden. Ich gehe den Weg, den mein Großvater, Hermann Kerkeling, ab dem 2. Juli 1942 gehen musste. Er war kein Mann der großen Worte, aber ein Mann der Tat. Ein Zimmermann aus Recklinghausen, der zupacken konnte, der Strukturen schuf, der mit seinen Händen arbeitete. Er war ein Mensch, der schlichtweg nicht bereit war, wegzusehen, als die Dunkelheit über Deutschland hereinbrach.
Doch am 2. Juli 1942 wurde er zur Nummer 6177. Ein sogenannter „politischer Häftling“. In den Augen des faschistischen Apparats war er ein „Hochverräter“. Hier wurde er gefoltert, gedemütigt und wurde Zeuge unzähliger Morde. Dass er diesen Wahnsinn überlebt hat, ist ein Wunder.
Für mich steht sein „Hochverrat“ heute als das höchste Zeugnis von Treue zur Menschlichkeit.
Mein Opa Hermann hatte unmittelbar nach der Machtergreifung im Jahre 1933 Flugblätter gegen Hitler verteilt. Er hat nicht geschossen, er hat nicht sabotiert – er hat lediglich die Wahrheit geschrieben, gedruckt und verteilt. Das kostete ihn zwölf Jahre seines Lebens.
Zwölf Jahre! Denken Sie kurz darüber nach.
Was haben Sie in den letzten zwölf Jahren getan? Sie haben Kinder großgezogen, Karrieren verfolgt, geliebt, gelebt.
Hermann saß in Haft, zunächst in der sogenannten „Hölle von Recklinghausen“, in diversen Zuchthäusern und schließlich hier, auf dem Ettersberg.
Mein Großvater musste hier in der Effektenkammer seine Zwangsarbeit verrichten. Im Maschinenraum der Entmenschlichung. Er musste den Raub an seinen Mitmenschen verwalten. Uhr, Ehering, Brille, Brosche, Gebiss – alles wurde registriert, als handele es sich um bloße Lagerware. (Anmerkung: Hier empfiehlt sich, noch mal einen Blick auf das Foto oben zu werfen.)
Hier liegt eine der bittersten historischen Lehren… Die Barbarei beginnt nicht mit dem ersten Schuss; sie beginnt dort, wo Menschen nur noch Nummern in einer Statistik sind, wo das Mitgefühl der Buchhaltung weicht und das Gewissen der sinnentleerten Gehorsamspflicht.
Als mein Großvater hier heute vor 81 Jahren, 1945, befreit wurde, war er 44 Jahre alt. Körperlich ein gebrochener Mann, geplagt von Krankheiten, die ihn nie wieder verlassen sollten; von einer tiefen Müdigkeit, die keine Nachtruhe der Welt heilen konnte. Eine echte Wiedergutmachung hat er nie erhalten; man hat ihn nach dem Krieg mit ein paar Mark abgespeist.
Und das Bitterste: Die Aufhebung seines Unrechtsurteils wegen „Hochverrats“ hat es zu seinen Lebzeiten nie gegeben. In den Augen der Bürokratie blieb der Verfolgte ein Vorbestrafter.
Aber das Schwerste für uns als Familie war sein bleiernes Schweigen. Dieses dröhnende Schweigen war wie eine Mauer aus Glas, die seine Seele umgab. Wir – seine Familie – konnten ihn sehen, aber wir konnten ihn nur selten erreichen. Vielleicht wollte er uns schützen? Er wollte nicht, dass die grausame Kälte und der blinde Hass dieses Ortes in unsere warme Wohnstube in Recklinghausen kriecht.
Viele der Überlebenden der Nazi-Diktatur haben für sich den Weg des Schweigens gewählt. Das mag uns Erben eine Ahnung vom Horror des Durchlebten geben. Es war und ist unbeschreiblich und unsagbar.
Wir, die Bürger der Bundesrepublik Deutschland, tragen keine Schuld an den Taten von damals. Aber wir tragen die Verantwortung für die Konsequenzen dieser Taten im Hier und Jetzt.
So etwas wie eine „Gnade der späten Geburt“ gibt es nicht, es gibt nur die Pflicht der späten Erkenntnis. Wer heute behauptet, die Geschichte des Faschismus in Deutschland sei ein abgeschlossenes Kapitel, der hat nicht verstanden, dass die bösen Geister von damals nicht in den Ruinen von Buchenwald geblieben sind.
Sie warten darauf, in verunglimpfender Sprache, bösartiger Hetze, im dumpfen Ressentiment und in der alltäglichen Gleichgültigkeit wieder geweckt zu werden.
Wer die Erinnerung an die Opfer als Belastung empfindet, vergisst, dass diese Erinnerung das einzige ist, was uns vor einer Zukunft als Täter schützt.
Immer lauter und dreister werden die Stimmen, die nach einem Ende der Erinnerungskultur rufen! Ein Schlussstrich unter die Erinnerung wäre der Schlussstrich unter unsere Demokratie.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Artikel 1 des Grundgesetzes ist die direkte, in Stein gemeißelte Antwort auf Buchenwald. Er ist die Antwort auf die Effektenkammer, auf die Selektion, auf die Vernichtung von Menschen.
Am Tor von Buchenwald steht dieser furchtbare Satz: „Jedem das Seine“. Die Nazis meinten damit: Den Häftlingen den Tod, uns die Macht. Aber wir, die Nachfahren, wir deuten das heute um. „Jedem das Seine“ bedeutet für uns: Jedem Menschen seine unveräußerliche Würde. Jedem Menschen seine Freiheit. Jedem Menschen sein Recht, so zu sein, wie er ist – egal, woher er kommt, woran er glaubt oder wen er liebt.
Ich habe lange gebraucht, um über das Schicksal von Opa Hermann zu sprechen. Aber jetzt ist die Zeit gekommen. Wir, die Nachfahren der Überlebenden, müssen die Wächter der Erinnerung sein – nicht aus Bitterkeit, sondern aus tiefer Liebe zur Freiheit.
Demokratie ist kein Geschenk, das man einmal erhält und dann besitzt; sie ist ein Versprechen, das jede Generation aufs Neue gegen die Bequemlichkeit des Wegsehens verteidigen muss.
Opa Hermann hat geschwiegen, um seine Familie zu bewahren. Ich spreche heute, um ihn und alle Opfer, die hier litten und starben, zu ehren. Und ich bitte Sie alle: Sprechen auch Sie. Lassen Sie nicht zu, dass das Schweigen wieder die Oberhand gewinnt. Denn die Demokratie lebt nicht vom Wegsehen, sondern vom mutigen Hinsehen. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass das „Nie wieder“ kein Lippenbekenntnis bleibt, sondern unser täglicher Kompass ist.
„Nie wieder!“ sagt Hape Kerkeling.
Es gab auch Überlebende, die haben sich in ihrer Wehrmachtsuniform beerdigen lassen und es gab auch Überlebende, die der Nazi-Führungsriege hörig waren und ihren braunen Mantel erfolgreich weggelogen haben. Dazu der Podcast vom WDR, Riefenstahl: Influencerin des Bösen. Die Dame ist 101 Jahre alt geworden und in ihrem selbst geschönten Nachlass gab es auch kistenweise Tondokumente. Katja Paysen Petersen hat den Worten von Leni Riefenstahl Fakten gegenüber gestellt. Das Ergebnis: es braucht kein Social Media um wirklich Böse zu sein (auch wenn es hilft).
Es schleicht sich ein, es ergreift Besitz, es ist, als wäre es nie geschehen, wir müssen nur in den Schulbüchern ein paar Seiten entfernen und alsbald übergeben wir wieder alles Nichtdeutsche dem Feuer.
Von meiner Seite: ein Kulturstaatsminister Hape Kerkling könnte diesem Amt nicht nur Kompetenz zurückgeben, sondern auch Würde.
Über Christian Wolf:
Christian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geografie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digitalpurist/IT-Blasphemiker)
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„Nie wieder“ sagt Hape Kerkeling
Weil es im Alltagsrauschen gerne untergeht, bei der Gedenkfeier in Buchenwald gab es bei Kulturstaatsminister Weimer Zwischenrufe und Unmutsbekundungen, nicht so, bei dem, was Hape Kerkeling vorzutragen hatte.
Hubert Arnold hat über eMail-Kirche der ev. Kirche in Beuel die ganze Rede von Hape Kerkeling versendet. Persönlich haben mich diese Worte bewegt und zum Nachdenken gebracht, vor allem mit Blick, auf das, was heute wieder Einzug hält. Wir sollten es lesen.
Hape Kerkeling zur Gedenkfeier in Buchenwald:
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Überlebende,
wenn ich heute durch das Tor von Buchenwald gehe, dann tue ich das nicht als öffentliche Person, sondern als Enkel eines Überlebenden. Ich gehe den Weg, den mein Großvater, Hermann Kerkeling, ab dem 2. Juli 1942 gehen musste. Er war kein Mann der großen Worte, aber ein Mann der Tat. Ein Zimmermann aus Recklinghausen, der zupacken konnte, der Strukturen schuf, der mit seinen Händen arbeitete. Er war ein Mensch, der schlichtweg nicht bereit war, wegzusehen, als die Dunkelheit über Deutschland hereinbrach.
Doch am 2. Juli 1942 wurde er zur Nummer 6177. Ein sogenannter „politischer Häftling“. In den Augen des faschistischen Apparats war er ein „Hochverräter“. Hier wurde er gefoltert, gedemütigt und wurde Zeuge unzähliger Morde. Dass er diesen Wahnsinn überlebt hat, ist ein Wunder.
Für mich steht sein „Hochverrat“ heute als das höchste Zeugnis von Treue zur Menschlichkeit.
Mein Opa Hermann hatte unmittelbar nach der Machtergreifung im Jahre 1933 Flugblätter gegen Hitler verteilt. Er hat nicht geschossen, er hat nicht sabotiert – er hat lediglich die Wahrheit geschrieben, gedruckt und verteilt. Das kostete ihn zwölf Jahre seines Lebens.
Zwölf Jahre! Denken Sie kurz darüber nach.
Was haben Sie in den letzten zwölf Jahren getan? Sie haben Kinder großgezogen, Karrieren verfolgt, geliebt, gelebt.
Hermann saß in Haft, zunächst in der sogenannten „Hölle von Recklinghausen“, in diversen Zuchthäusern und schließlich hier, auf dem Ettersberg.
Mein Großvater musste hier in der Effektenkammer seine Zwangsarbeit verrichten. Im Maschinenraum der Entmenschlichung. Er musste den Raub an seinen Mitmenschen verwalten. Uhr, Ehering, Brille, Brosche, Gebiss – alles wurde registriert, als handele es sich um bloße Lagerware. (Anmerkung: Hier empfiehlt sich, noch mal einen Blick auf das Foto oben zu werfen.)
Hier liegt eine der bittersten historischen Lehren… Die Barbarei beginnt nicht mit dem ersten Schuss; sie beginnt dort, wo Menschen nur noch Nummern in einer Statistik sind, wo das Mitgefühl der Buchhaltung weicht und das Gewissen der sinnentleerten Gehorsamspflicht.
Als mein Großvater hier heute vor 81 Jahren, 1945, befreit wurde, war er 44 Jahre alt. Körperlich ein gebrochener Mann, geplagt von Krankheiten, die ihn nie wieder verlassen sollten; von einer tiefen Müdigkeit, die keine Nachtruhe der Welt heilen konnte. Eine echte Wiedergutmachung hat er nie erhalten; man hat ihn nach dem Krieg mit ein paar Mark abgespeist.
Und das Bitterste: Die Aufhebung seines Unrechtsurteils wegen „Hochverrats“ hat es zu seinen Lebzeiten nie gegeben. In den Augen der Bürokratie blieb der Verfolgte ein Vorbestrafter.
Aber das Schwerste für uns als Familie war sein bleiernes Schweigen. Dieses dröhnende Schweigen war wie eine Mauer aus Glas, die seine Seele umgab. Wir – seine Familie – konnten ihn sehen, aber wir konnten ihn nur selten erreichen. Vielleicht wollte er uns schützen? Er wollte nicht, dass die grausame Kälte und der blinde Hass dieses Ortes in unsere warme Wohnstube in Recklinghausen kriecht.
Viele der Überlebenden der Nazi-Diktatur haben für sich den Weg des Schweigens gewählt. Das mag uns Erben eine Ahnung vom Horror des Durchlebten geben. Es war und ist unbeschreiblich und unsagbar.
Wir, die Bürger der Bundesrepublik Deutschland, tragen keine Schuld an den Taten von damals. Aber wir tragen die Verantwortung für die Konsequenzen dieser Taten im Hier und Jetzt.
So etwas wie eine „Gnade der späten Geburt“ gibt es nicht, es gibt nur die Pflicht der späten Erkenntnis. Wer heute behauptet, die Geschichte des Faschismus in Deutschland sei ein abgeschlossenes Kapitel, der hat nicht verstanden, dass die bösen Geister von damals nicht in den Ruinen von Buchenwald geblieben sind.
Sie warten darauf, in verunglimpfender Sprache, bösartiger Hetze, im dumpfen Ressentiment und in der alltäglichen Gleichgültigkeit wieder geweckt zu werden.
Wer die Erinnerung an die Opfer als Belastung empfindet, vergisst, dass diese Erinnerung das einzige ist, was uns vor einer Zukunft als Täter schützt.
Immer lauter und dreister werden die Stimmen, die nach einem Ende der Erinnerungskultur rufen! Ein Schlussstrich unter die Erinnerung wäre der Schlussstrich unter unsere Demokratie.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Artikel 1 des Grundgesetzes ist die direkte, in Stein gemeißelte Antwort auf Buchenwald. Er ist die Antwort auf die Effektenkammer, auf die Selektion, auf die Vernichtung von Menschen.
Am Tor von Buchenwald steht dieser furchtbare Satz: „Jedem das Seine“. Die Nazis meinten damit: Den Häftlingen den Tod, uns die Macht. Aber wir, die Nachfahren, wir deuten das heute um. „Jedem das Seine“ bedeutet für uns: Jedem Menschen seine unveräußerliche Würde. Jedem Menschen seine Freiheit. Jedem Menschen sein Recht, so zu sein, wie er ist – egal, woher er kommt, woran er glaubt oder wen er liebt.
Ich habe lange gebraucht, um über das Schicksal von Opa Hermann zu sprechen. Aber jetzt ist die Zeit gekommen. Wir, die Nachfahren der Überlebenden, müssen die Wächter der Erinnerung sein – nicht aus Bitterkeit, sondern aus tiefer Liebe zur Freiheit.
Demokratie ist kein Geschenk, das man einmal erhält und dann besitzt; sie ist ein Versprechen, das jede Generation aufs Neue gegen die Bequemlichkeit des Wegsehens verteidigen muss.
Opa Hermann hat geschwiegen, um seine Familie zu bewahren. Ich spreche heute, um ihn und alle Opfer, die hier litten und starben, zu ehren. Und ich bitte Sie alle: Sprechen auch Sie. Lassen Sie nicht zu, dass das Schweigen wieder die Oberhand gewinnt. Denn die Demokratie lebt nicht vom Wegsehen, sondern vom mutigen Hinsehen. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass das „Nie wieder“ kein Lippenbekenntnis bleibt, sondern unser täglicher Kompass ist.
„Nie wieder!“ sagt Hape Kerkeling.
Es gab auch Überlebende, die haben sich in ihrer Wehrmachtsuniform beerdigen lassen und es gab auch Überlebende, die der Nazi-Führungsriege hörig waren und ihren braunen Mantel erfolgreich weggelogen haben. Dazu der Podcast vom WDR, Riefenstahl: Influencerin des Bösen. Die Dame ist 101 Jahre alt geworden und in ihrem selbst geschönten Nachlass gab es auch kistenweise Tondokumente. Katja Paysen Petersen hat den Worten von Leni Riefenstahl Fakten gegenüber gestellt. Das Ergebnis: es braucht kein Social Media um wirklich Böse zu sein (auch wenn es hilft).
Es schleicht sich ein, es ergreift Besitz, es ist, als wäre es nie geschehen, wir müssen nur in den Schulbüchern ein paar Seiten entfernen und alsbald übergeben wir wieder alles Nichtdeutsche dem Feuer.
Von meiner Seite: ein Kulturstaatsminister Hape Kerkling könnte diesem Amt nicht nur Kompetenz zurückgeben, sondern auch Würde.
Über Christian Wolf:
Christian Wolf (M.A.) ist Autor, Filmschaffender, Medienberater, ext. Datenschutzbeauftragter. Geisteswissenschaftliches Studium (Publizistik, Kulturanthropologie, Geografie), freie Tätigkeiten Fernsehen (RTL, WDR etc.) mit Abstechern in Krisengebiete, Bundestag Bonn und Berlin, Dozent DW Berlin (FS), Industriefilme (Würth, Aral u.v.m), wissenschaftliche und künstlerische Filmprojekte, Projekte zur Netzwerksicherheit, Cloudlösungen. Keine Internetpräsenz, ein Bug? Nein, Feature. (Digitalpurist/IT-Blasphemiker)
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Als Enkel eines Überlebenden fand Hape Kerkeling zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald eindringliche Worte über Verantwortung, Erinnerung und Menschlichkeit – und darüber, warum „Nie wieder“ mehr sein muss als ein Versprechen.
Die vollständige Rede können Sie jetzt in unserem Online-Magazin lesen.
https://stiftung-gedenkstaetten.pulse.ly/1etu8gcyfyQuelle: https://www.facebook.com/share/1GeQ1PiEdp/
#Buchenwald #Befreiung #Gedenken #hapekerkeling #Verantwortung #Erinnerung #Menschlichkeit #niewieder
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Als Enkel eines Überlebenden fand Hape Kerkeling zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald eindringliche Worte über Verantwortung, Erinnerung und Menschlichkeit – und darüber, warum „Nie wieder“ mehr sein muss als ein Versprechen.
Die vollständige Rede können Sie jetzt in unserem Online-Magazin lesen.
https://stiftung-gedenkstaetten.pulse.ly/1etu8gcyfyQuelle: https://www.facebook.com/share/1GeQ1PiEdp/
#Buchenwald #Befreiung #Gedenken #hapekerkeling #Verantwortung #Erinnerung #Menschlichkeit #niewieder
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Als Enkel eines Überlebenden fand Hape Kerkeling zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald eindringliche Worte über Verantwortung, Erinnerung und Menschlichkeit – und darüber, warum „Nie wieder“ mehr sein muss als ein Versprechen.
Die vollständige Rede können Sie jetzt in unserem Online-Magazin lesen.
https://stiftung-gedenkstaetten.pulse.ly/1etu8gcyfyQuelle: https://www.facebook.com/share/1GeQ1PiEdp/
#Buchenwald #Befreiung #Gedenken #hapekerkeling #Verantwortung #Erinnerung #Menschlichkeit #niewieder
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Heute kann man #HapeKerkeling bei #festundflauschig hören, am 12. April beim #Buchenwald Gedenken.
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📰 #Buchenwald-Überlebender übt Lied für 100. Geburtstag
Wenige Kilometer entfernt von dem menschenverachtenden Ort, den er überlebt hat, wird Andrej Iwanowitsch Moiseenko seinen 100. Geburtstag feiern. Dafür plant er eine besondere Gesangseinlage.
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Buchenwald-Überlebender tourt durch Sachsen | MDR.DE
Termine in Sachsen Wann? Mittwoch, 22. April, 19 UhrWo? Leipzig, Kinobar Prager Frühling Wann? Montag, 27. April, 10…
#Leipzig #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Buchenwald #Chemnitz #Dokumentarfilm #Dresden #Germany #KZ #leipzig #MDR #Sachsen #Überlebender
https://www.europesays.com/de/964479/ -
Abend des 19. April 1945 fand in Buchenwald eine erste Trauerfeier für die Toten des Konzentrationslagers auf dem Appellplatz statt. Überlebende hatten sie im Auftrag des Internationalen Lagerkomitees organisiert. Ein in den Werkstätten des Lagers hergestellter hölzerner Obelisk diente als provisorisches Denkmal. Er trug die Inschrift „K.L.B. 51.000“ – die geschätzte Zahl der Toten des KZ Buchenwald.
Weiterlesen in der ersten Bildbeschreibung. -
Abend des 19. April 1945 fand in Buchenwald eine erste Trauerfeier für die Toten des Konzentrationslagers auf dem Appellplatz statt. Überlebende hatten sie im Auftrag des Internationalen Lagerkomitees organisiert. Ein in den Werkstätten des Lagers hergestellter hölzerner Obelisk diente als provisorisches Denkmal. Er trug die Inschrift „K.L.B. 51.000“ – die geschätzte Zahl der Toten des KZ Buchenwald.
Weiterlesen in der ersten Bildbeschreibung. -
Unser Konzert vor dem Lagertor #Buchenwald beendeten wir mit dem #Buchenwaldlied:
Dieses Lied mussten Häftlinge des Konzentrationslagers auf dem Appellplatz singen, teils stundenlang. Unter ihnen war damals auch der Großvater einer Musikerin, die jetzt bei #Lebenslaute mitspielt.Nach dem Willen der SS sollte Buchenwald ein eigenes Lagerlied bekommen. Es wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. In kürzester Zeit texteten und komponierten die österreichischen Häftlinge Fritz Löhner-Beda und Hermann Leopoldi das Buchenwaldlied. Da sie beide Juden waren, wurde das Lied von einem anderen Häftling eingereicht.
Es scheint absurd, dass die SS ein Lied zunächst erlaubte, in dem die Gefangenen singen: „Wir wollen trotzdem ja zum Leben sagen, denn einmal kommt der Tag: dann sind wir frei!” Diese Zeilen gaben tatsächlich vielen Gefangenen, die das Lied ab 1942 nur noch im Geheimen sangen, die Kraft zum Überleben, wie wir in unserer Führung über das Gelände am Ettersberg erfuhren.
Mit unseren Aktionstagen “Flöte und Bass statt Hetze und Hass” wollen wir an den Schwur der Überlebenden von Buchenwald erinnern:
„Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht! Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig.“ -
Zur Einstimmung auf unser Konzert informieren wir uns in der Gedenkstätte #Buchenwald zur Rolle der Musik im Lageralltag. Musik war Teil von Gewalt und Unterdrückung, aber auch von Widerstand und Lebenswillen.
Zur Uhrzeit der Befreiung des Lagers - um 15:15 - spielen wir vor dem Lagertor unser Konzert.
Mit im Programm: Das #Buchenwaldlied, hier geschrieben von Insassen des Lagers.
#FlöteUndBassStattHetzeUndHass -
Karl Brandt „Begleitarzt“ Adolf Hitlers.
Der Mediziner war mitverantwortlich für die "Aktion T4" und an Medizinverbrechen in Konzentrationslagern beteiligt.
Von Edzard Ernst.
#Nürnberger Ärzteprozess #Euthanasie
#Menschenversuche #Dachau #Ravensbrück #Auschwitz #Buchenwald
https://www.derstandard.de/story/3000000206537/die-grauenhaften-verbrechen-des-doktor-karl-brandt -
Buchenwald-Überlebender Ivan Ivanji in Weimar gestorben
Am Mittwoch war Ivan Ivanji noch beim Festakt zur Eröffnung des Museums "Zwangsarbeit im Nationalsozialismus" in Weimar aufgetreten. Nun ist starb der Schriftsteller, Buchenwald-Überlebende und Weimarer Ehrenbürger im Alter von 95 Jahren.
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Aus den Akten wird deutlich: es waren etwa 3000 Häftlinge aus #Buchenwald und #Flossenbürg , darunter auch Frauen. Auf dem Weg nach Dachau.
Warscheinlich die größte Menschenmenge, die das Dorf je gesehen hat. -
8/ Hab jetzt angefangen zu lesen. Das ist eine Sonderausgabe mit allen Artikeln aus der #BZA aus dem Jahr #1964 zum Thema #Buchenwaldkind. Im einleitenden Artikel für diese Ausgabe steht:
„Der Leidensweg Stefan-Jerzys und seines Vaters Dr. Zweig steht hier für Hunderttausende jüdischer Kinder, für sechs Millionen jüdischer Männer und Frauen, von denen nur einige wenige überlebten.
Das Schicksal der Toten und der Lebenden bleibt unauslöschlich mit der Geschichte Deutschlands verbunden. Noch jetzt, neunzehn Jahre danach, stehen die Folterknechte und die Mörder vor Gericht in Frankfurt am Main, in Limburg und wo immer sich Richter finden. Die Zahl derer, die gegen sie zeugen können, ist klein; denn die Schuldigen richteten noch in letzter Stunde vor dem Untergang des Hitlerreiches ihre Anstrengungen darauf, alle Zeugen für das unausbleiblich bevorstehende Weltgericht in den rauchenden Krematorien verschwinden zu lassen. So fielen jüdische Menschen und antifaschistische Widerstandskämpfer aller Nationen, so fiel Ernst Thälmann, so fiel Rudolf Breitscheid.“Klarer kann man den #Holocaust nicht benennen. Die sechs Millionen Tote sind benannt. Die Auslöschung ist benannt.
Und übrigens: Rudolf Breitscheid war Sozialdemokrat. Das nur am Rande, weil nicht nur von #InesGeipelLügt auch immer behauptet wird, die Sozialdemokraten seien in der Geschichte des antifaschistischen Widerstands nicht vorgekommen.
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8/ Hab jetzt angefangen zu lesen. Das ist eine Sonderausgabe mit allen Artikeln aus der #BZA aus dem Jahr #1964 zum Thema #Buchenwaldkind. Im einleitenden Artikel für diese Ausgabe steht:
„Der Leidensweg Stefan-Jerzys und seines Vaters Dr. Zweig steht hier für Hunderttausende jüdischer Kinder, für sechs Millionen jüdischer Männer und Frauen, von denen nur einige wenige überlebten.
Das Schicksal der Toten und der Lebenden bleibt unauslöschlich mit der Geschichte Deutschlands verbunden. Noch jetzt, neunzehn Jahre danach, stehen die Folterknechte und die Mörder vor Gericht in Frankfurt am Main, in Limburg und wo immer sich Richter finden. Die Zahl derer, die gegen sie zeugen können, ist klein; denn die Schuldigen richteten noch in letzter Stunde vor dem Untergang des Hitlerreiches ihre Anstrengungen darauf, alle Zeugen für das unausbleiblich bevorstehende Weltgericht in den rauchenden Krematorien verschwinden zu lassen. So fielen jüdische Menschen und antifaschistische Widerstandskämpfer aller Nationen, so fiel Ernst Thälmann, so fiel Rudolf Breitscheid.“Klarer kann man den #Holocaust nicht benennen. Die sechs Millionen Tote sind benannt. Die Auslöschung ist benannt.
Und übrigens: Rudolf Breitscheid war Sozialdemokrat. Das nur am Rande, weil nicht nur von #InesGeipelLügt auch immer behauptet wird, die Sozialdemokraten seien in der Geschichte des antifaschistischen Widerstands nicht vorgekommen.
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8/ Hab jetzt angefangen zu lesen. Das ist eine Sonderausgabe mit allen Artikeln aus der #BZA aus dem Jahr #1964 zum Thema #Buchenwaldkind. Im einleitenden Artikel für diese Ausgabe steht:
„Der Leidensweg Stefan-Jerzys und seines Vaters Dr. Zweig steht hier für Hunderttausende jüdischer Kinder, für sechs Millionen jüdischer Männer und Frauen, von denen nur einige wenige überlebten.
Das Schicksal der Toten und der Lebenden bleibt unauslöschlich mit der Geschichte Deutschlands verbunden. Noch jetzt, neunzehn Jahre danach, stehen die Folterknechte und die Mörder vor Gericht in Frankfurt am Main, in Limburg und wo immer sich Richter finden. Die Zahl derer, die gegen sie zeugen können, ist klein; denn die Schuldigen richteten noch in letzter Stunde vor dem Untergang des Hitlerreiches ihre Anstrengungen darauf, alle Zeugen für das unausbleiblich bevorstehende Weltgericht in den rauchenden Krematorien verschwinden zu lassen. So fielen jüdische Menschen und antifaschistische Widerstandskämpfer aller Nationen, so fiel Ernst Thälmann, so fiel Rudolf Breitscheid.“Klarer kann man den #Holocaust nicht benennen. Die sechs Millionen Tote sind benannt. Die Auslöschung ist benannt.
Und übrigens: Rudolf Breitscheid war Sozialdemokrat. Das nur am Rande, weil nicht nur von #InesGeipelLügt auch immer behauptet wird, die Sozialdemokraten seien in der Geschichte des antifaschistischen Widerstands nicht vorgekommen.
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8/ Hab jetzt angefangen zu lesen. Das ist eine Sonderausgabe mit allen Artikeln aus der #BZA aus dem Jahr #1964 zum Thema #Buchenwaldkind. Im einleitenden Artikel für diese Ausgabe steht:
„Der Leidensweg Stefan-Jerzys und seines Vaters Dr. Zweig steht hier für Hunderttausende jüdischer Kinder, für sechs Millionen jüdischer Männer und Frauen, von denen nur einige wenige überlebten.
Das Schicksal der Toten und der Lebenden bleibt unauslöschlich mit der Geschichte Deutschlands verbunden. Noch jetzt, neunzehn Jahre danach, stehen die Folterknechte und die Mörder vor Gericht in Frankfurt am Main, in Limburg und wo immer sich Richter finden. Die Zahl derer, die gegen sie zeugen können, ist klein; denn die Schuldigen richteten noch in letzter Stunde vor dem Untergang des Hitlerreiches ihre Anstrengungen darauf, alle Zeugen für das unausbleiblich bevorstehende Weltgericht in den rauchenden Krematorien verschwinden zu lassen. So fielen jüdische Menschen und antifaschistische Widerstandskämpfer aller Nationen, so fiel Ernst Thälmann, so fiel Rudolf Breitscheid.“Klarer kann man den #Holocaust nicht benennen. Die sechs Millionen Tote sind benannt. Die Auslöschung ist benannt.
Und übrigens: Rudolf Breitscheid war Sozialdemokrat. Das nur am Rande, weil nicht nur von #InesGeipelLügt auch immer behauptet wird, die Sozialdemokraten seien in der Geschichte des antifaschistischen Widerstands nicht vorgekommen.
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7/ Hier hat eine #DDR-Bürgerin all die Jahre aufgehoben. Eine Sondernummer der #BZA (Berliner Zeitung am Abend). Es geht um Stefan-Jerzy Zweig, das Kind von #Buchenwald.
Muss von 1963 oder 1964 sein. Datum steht leider nirgends.
Wenn Ihr wollt, digitalisiere ich das mal. War schon die zweite Auflage. Es scheint also die Menschen interessiert zu haben. 32 Seiten über das KZ und den polnischen #Juden, der gerettet wurde. Zwar auf Kosten anderer …
Er bekam dann in der DDR eine Ausbildung zum Kameramann.
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7/ Hier hat eine #DDR-Bürgerin all die Jahre aufgehoben. Eine Sondernummer der #BZA (Berliner Zeitung am Abend). Es geht um Stefan-Jerzy Zweig, das Kind von #Buchenwald.
Muss von 1963 oder 1964 sein. Datum steht leider nirgends.
Wenn Ihr wollt, digitalisiere ich das mal. War schon die zweite Auflage. Es scheint also die Menschen interessiert zu haben. 32 Seiten über das KZ und den polnischen #Juden, der gerettet wurde. Zwar auf Kosten anderer …
Er bekam dann in der DDR eine Ausbildung zum Kameramann.
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7/ Hier hat eine #DDR-Bürgerin all die Jahre aufgehoben. Eine Sondernummer der #BZA (Berliner Zeitung am Abend). Es geht um Stefan-Jerzy Zweig, das Kind von #Buchenwald.
Muss von 1963 oder 1964 sein. Datum steht leider nirgends.
Wenn Ihr wollt, digitalisiere ich das mal. War schon die zweite Auflage. Es scheint also die Menschen interessiert zu haben. 32 Seiten über das KZ und den polnischen #Juden, der gerettet wurde. Zwar auf Kosten anderer …
Er bekam dann in der DDR eine Ausbildung zum Kameramann.