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536 results for “inki_drop”

  1. 🤖 KI-Briefing — 22.05.2026

    1. Künstliche Intelligenz: „Arbeit wird zum Luxus, der nur einer Elite vorbehalten ist“
    Künstliche Intelligenz · Allison Pugh: „Wir priorisieren oder schätzen nicht, was ein Mensch leistet.“ Foto: Getty Images, privat [M] Allison Pugh ist eine der wichtigsten Stimmen der US‑Soziologie...

    2. Künstliche Intelligenz im Überblick | mindsquare AG
    Der Begriff der künstlichen Intelligenz wurde erstmals von John McCarthy im Jahre 1956 auf der Dartmouth Conference eingeführt. Aufgrund der stetigen Zunahme der Geschwindigkeiten, Größe und Vielfa...

    3. Künstliche Intelligenz: Das KI-Risiko, das an der Börse keiner sehen will | DIE ZEIT
    Firmen, die künstliche Intelligenz nutzen, verzeichnen hohe Gewinne, doch hinter den Zahlen verbirgt sich möglicherweise eine Illusion. Investitionen in KI treiben die Gewinne nach oben, während di...

    4. Neueste KI-Nachrichten & Echtzeit-Updates | Tägliche Schlagzeilen zur ...
    Erhalte die neuesten KI-Nachrichten, Live-Updates und Experteneinschätzungen zu Künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen, Deep Learning und mehr auf xix.ai. Täglich sorgfältig ausgewählt für En...

    5. KI-Code führt vermehrt zu Produktionsausfällen - Golem.de
    vor 15 Stunden ... Trotz steigender Feh...

    Arint.info · Mehr auf Arint.info #ai #DeepLearning #Mit #US #arint_info
  2. Wie der KI-Hype Arbeitsplätze vernichtet und Milliarden zirkulieren lässt

    Cisco baut 4.000 Stellen ab, fünf Prozent der Belegschaft. Die Aktie springt im nachbörslichen Handel 14 Prozent nach oben. Begründung des Konzerns: KI-Fokus. Es ist die Standardmeldung im Mai 2026, nicht die Ausnahme. Eine Woche vorher verkündete Meta 8.000 Kündigungen und kündigte an, die Organisation in sogenannte „AI-Pods“ umzubauen – keine klassischen Teams mehr, sondern KI-getriebene Pods mit neuen Rollenklassen wie „AI Builder“ und „AI Pod Lead“. Parallel investiert Meta zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Das ist nicht einfach Abbau; das ist Umverdrahtung. Oracle plant bis zu 30.000Amazon hat seit Oktober rund 28.000 Bürojobs gestrichen. Microsoft kommt im laufenden Jahr auf 15.000. SAP hat vor zwei Jahren 10.000 Mitarbeitende entlassen. Auch DeepL, die deutsche KI-Hoffnung, baut ein Viertel ihrer Belegschaft ab. Wer die Quellen selbst lesen will: Am Ende des Beitrags – wie immer in meiner Kuratiert.-Serie – findet sich die vollständige Linkliste.

    Allein im ersten Quartal 2026 hat die globale Tech-Branche 78.557 Stellen gestrichen – knapp die Hälfte davon, 37.638 Jobs, offiziell mit KI und Automatisierung begründet, wie Nikkei Asia ausgerechnet hat. Immer dieselbe Begründung, oft derselbe Reflex an der Börse: jubeln. Kommt mir vertraut vor: Es ist die exakt gleiche Choreografie wie bei den großen Restrukturierungswellen der letzten 25 Jahre. Nur dass das Etikett heute „Künstliche Intelligenz“ heißt – und nicht „Shareholder Value“, „Lean Management“ oder „Right-Sizing“. Funktioniert immer wieder.

    Die immer gleiche Choreografie

    Schauen wir uns Cisco genauer an. Der Netzwerkausrüster baut 4.000 Stellen ab – und hebt in derselben Pressemitteilung die Umsatzprognose nach oben. Begründung: starker Auftragseingang von Cloud-Anbietern für KI-Infrastruktur. Übersetzt heißt das: Microsoft, AWS, Google und ein paar kleinere Hyperscaler bauen ihre KI-Rechenzentren mit Cisco-Hardware aus. Cisco entlässt also seine eigenen Mitarbeitenden und baut die Infrastruktur, mit der die nächsten Konzerne ihre Mitarbeitenden entlassen. Die Aktie versteht das sofort: 14 Prozent nach oben.

    Cisco ist nur die jüngste Folge. Microsoft hat 2025 rund 15.000 Stellen gestrichen, davon 9.000 in einer einzigen Juli-Runde – parallel zur Ankündigung, 80 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur zu investieren; laut Bloomberg hat allein die KI-Integration in Kundenservice und Vertrieb über 500 Millionen Dollar Einsparungen gebracht.

    Oracle hat im März bis zu 30.000 Stellen angekündigt, die größte Entlassungswelle der Konzerngeschichte, getrieben von einer Cash-Klemme nach Milliardeninvestitionen in KI-Rechenzentren. Besonders perfide: Mehrere Oracle-Mitarbeitende berichten in der Time, sie seien zuvor gebeten worden, ihre eigenen Arbeitsabläufe zu dokumentieren – um damit jene KI-Systeme zu trainieren, die ihnen anschließend den Stuhl unter dem Hintern wegzogen. Workflow-Dokumentation als Vorbereitung der eigenen Kündigung.

    Amazon hat im Oktober vierzehntausend Bürojobs gestrichen und im Januar noch einmal in derselben Größenordnung nachgelegt; CEO Andy Jassy hatte vorher offen angekündigt, dass die KI-Effizienzgewinne den Corporate-Headcount langfristig reduzieren werden.

    Salesforce-Chef Marc Benioff verkündete im Logan-Bartlett-Podcast mit erstaunlicher Direktheit, er habe sein Support-Team von 9.000 auf 5.000 reduziert – wörtlich, weil er „weniger heads“ brauche, seit die Agentforce-Bots rund die Hälfte der Kundenanfragen erledigen. IBM-Chef Arvind Krishna sagte dem Wall Street Journal, KI-Chatbots hätten die Arbeit mehrerer hundert Mitarbeitender in der Personalabteilung übernommen.

    Die Liste ließe sich verlängern. Und dann kommt noch der ironische Schlussstein: Ausgerechnet Sam Altman, der CEO von OpenAI, hat bei einer Konferenz in Indien öffentlich eingeräumt, ein Teil dieser Entlassungen sei reines „AI-Washing“ – Stellenkürzungen, die ohnehin gekommen wären, nur jetzt mit KI-Etikett verkauft. Wenn einer der obersten Profiteure der KI-Story die Story selbst entlarvt, sollte das Aufmerksamkeit erzeugen. Auch in anderen Branchen und Berufsfeldern sehen wir identisches Vorgehen. Was alle eint, ist die Erzählung.

    Walldorf frisst sich selbst

    Bei SAP wirkt die Geschichte richtig seltsam. Im Januar 2024, beim Weltwirtschaftsforum in Davos, sagte SAP-Technologiechef Jürgen Müller dem Handelsblatt-KI-Briefing noch unmissverständlich: „Die Einführung von KI-Tools dient doch nicht dazu, Entwicklungsressourcen abzubauen.“ Vorstandschef Christian Klein versprach im selben Zeitraum, die Belegschaft werde nicht schrumpfen, sondern in drei Jahren sogar leicht größer sein.

    Gut zwei Jahre später lautet die Bilanz: Das 10.000-Stellen-Programm ist durch, davon rund 3.500 in Deutschland; der Aktienkurs hat sich zwischenzeitlich verdoppelt – und seit Februar 2025 wieder halbiert. Heute, wo Claude Code, GitHub Copilot und Cursor Entwicklerinnen und Entwickler bei Routinearbeiten in einem Tempo überflüssig machen, das selbst die Branche überrascht, würden Müllers Sätze von damals vermutlich nicht mehr fallen.

    Die brutale Pointe: Dieselbe KI, mit der SAP den Stellenabbau verkauft hat, höhlt jetzt das SaaS-Geschäftsmodell aus, von dem der Konzern lebt. Wenn intelligente Agenten Buchhaltungslogik, Personalprozesse und Lieferkettenanalysen direkt auf dem Datenbestand erledigen können – wozu brauche ich dann noch teure SAP-Module? Focus Money formuliert es ungewöhnlich klar, und das Handelsblatt selbst spricht inzwischen offen aus, dass KI das SAP-Geschäftsmodell bedroht und die Börse an der Zukunftsfähigkeit des Konzerns zweifelt.

    Der Inzest der Milliarden

    Schauen wir auf die Geldströme hinter dem Geschehen – da wird es grotesk. Sascha Pallenberg hat das in seinem MeTacheles-Newsletter als „Inzest der Investitionen“ zugespitzt: Investoren aus dem Big-Tech-Lager finanzieren KI-Startups, und diese Startups geben das Geld direkt wieder an dieselben Investoren zurück – als Bezahlung für Rechenleistung und Chips. Ein in sich geschlossener Kreislauf, der die Umsätze aufbläht, ohne dass echte Wertschöpfung entsteht.

    Ed Zitron hat den Mechanismus am Beispiel Anthropic–Amazon nachgezeichnet: Amazon investiert Milliarden in Anthropic, Anthropic bezahlt mit eben diesem Geld die AWS-Cloud-Rechnungen zurück. Kein Gewinn, aber blendende Quartalszahlen.

    Wie groß dieser Kreislauf insgesamt ist, hat Gartner gerade vorgerechnet: Allein 2026 sollen die weltweiten KI-Ausgaben um 47 Prozent auf 2,59 Billionen Dollar steigen. Mehr als 45 Prozent davon fließen in KI-Infrastruktur, die Ausgaben für KI-optimierte Server sollen sich in den nächsten fünf Jahren verdreifachen, und das Segment der KI-Modelle wächst dieses Jahr um 110 Prozent auf rund 32,6 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Microsoft investiert 2026 laut Bloomberg 190 Milliarden Dollar Capex, Amazon 200 Milliarden und Meta zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar. Treiber, so Gartner-Analyst John-David Lovelock, sind genau die Cloud-Giganten AWS, Google und Microsoft. Also jene Konzerne, die ihr Personal mit der KI-Begründung feuern, angeblich um in Rechenzentren investieren zu können.

    Sehr irritierend ist dann aber das KI-Barometer 2026: 90 Prozent der befragten deutschen Unternehmen berichten, dass KI in den letzten drei Jahren keinen messbaren Einfluss auf Beschäftigung oder Produktivität hatte. Knapp 70 Prozent der Führungskräfte würden KI-Budgets sogar wieder kürzen, wenn die gesteckten Ziele dieses Jahr nicht erreicht werden. Zwischen 2,59 Billionen Dollar Ausgaben und dem real messbaren Nutzen klafft derzeit also ein Abgrund, den niemand richtig erklären kann – außer mit dem Wort Hype.

    Michael Burry hat am 8. Mai öffentlich gewarnt, der Markt erinnere ihn an die letzten Monate der Dotcom-Blase 1999/2000 – Aktien steigen nicht mehr wegen Arbeitsmarktdaten oder Konsumstimmung, sondern wegen der Nvidia-Quartalszahlen. Pallenberg zieht zur Einordnung Fritz Langs Metropolis heran und vergleicht die heutigen Tech-CEOs mit Joh Fredersen in seinem Turm Babel: blind für die Unterstadt, dabei, eine ganze Generation von Knowledge-Workern als überflüssige Kostenposition abzuschreiben.

    Die Metapher ist vielleicht zu drastisch. Aber sie trifft einen Punkt, den ich nicht mehr ignorieren kann: Das ganze System funktioniert nur, solange das Narrativ trägt. Sobald der Markt anfängt, die zirkulären Geldströme und die ausbleibenden Produktivitätsgewinne zu hinterfragen, kippt es. Und dann ist für die entlassenen Mitarbeitenden zu spät.

    Und das Geld? Fließt über den großen Teich

    An dieser Stelle wird es für uns als Europäer richtig unangenehm. Wo landet eigentlich das Geld, das in Walldorf, Frankfurt, München oder Nürnberg eingespart wird? Nicht bei den Aktionären der entlassenden Konzerne – der SAP-Kurs hat sich halbiert. 

    Ganz übel ist es bei DeepL: Das KI-Übersetzungs-Start-up aus Köln – jahrelang als deutsche KI-Hoffnung neben Aleph Alpha und Mistral gehandelt – hat am 7. Mai angekündigt, rund 250 Stellen abzubauen, ein Viertel der Belegschaft. Die deutsche KI-Hoffnung wird durch dieselbe Technologie zerlegt, die sie selbst verkauft – weil Konsumenten ihre Übersetzungen längst über ChatGPT laufen lassen statt über DeepL.

    Treffender kann die ganze Geschichte nicht symbolisiert werden. Unser Geld fließt, gefiltert durch Lizenzen und Cloud-Verträge, ziemlich zielsicher nach Santa Clara, Redmond, San Francisco, Seattle. Zu Nvidia, Microsoft, OpenAI, Anthropic, Google und AWS. Und solange die europäische Souveränitätsdebatte beim AI Act und ein paar Förderprogrammen stehen bleibt, wird sich daran nichts ändern.

    Ich glaube, dass KI vieles verändern wird. Das tut sie schon. Aber das Narrativ, das gerade jede Quartalsmeldung durchzieht, ist bedenklich und erinnert an die Dotcom-Blase: Zukunftsinvestition, Kostensenkung und technologischer Führungsanspruch in einer einzigen Pressemitteilung. Sehr viele heiße Luft, zu wenig Substanz und messbare Erfolge, scheint mir. Diese Art von Disruption hatten wir schon einmal. Es wird Zeit, uns zu erden, Künstliche Intelligenz nüchterner zu betrachten, die europäische KI-Industrie zu stärken und nicht jeder mythischen Ankündigung und US-Pressemitteilung zu glauben.

    Quellen & Leseempfehlungen

    #Amazon #Arbeitsmarkt #Deutschland #DigitaleSouveränität #DigitaleTransformation #Digitalisierung #EU #Google #KI #KIHype #Layoffs #Microsoft #Oracle #Stellenabbau #USA
  3. Wie der KI-Hype Arbeitsplätze vernichtet und Milliarden zirkulieren lässt

    Cisco baut 4.000 Stellen ab, fünf Prozent der Belegschaft. Die Aktie springt im nachbörslichen Handel 14 Prozent nach oben. Begründung des Konzerns: KI-Fokus. Es ist die Standardmeldung im Mai 2026, nicht die Ausnahme. Eine Woche vorher verkündete Meta 8.000 Kündigungen und kündigte an, die Organisation in sogenannte „AI-Pods“ umzubauen – keine klassischen Teams mehr, sondern KI-getriebene Pods mit neuen Rollenklassen wie „AI Builder“ und „AI Pod Lead“. Parallel investiert Meta zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Das ist nicht einfach Abbau; das ist Umverdrahtung. Oracle plant bis zu 30.000Amazon hat seit Oktober rund 28.000 Bürojobs gestrichen. Microsoft kommt im laufenden Jahr auf 15.000. SAP hat vor zwei Jahren 10.000 Mitarbeitende entlassen. Auch DeepL, die deutsche KI-Hoffnung, baut ein Viertel ihrer Belegschaft ab. Wer die Quellen selbst lesen will: Am Ende des Beitrags – wie immer in meiner Kuratiert.-Serie – findet sich die vollständige Linkliste.

    Allein im ersten Quartal 2026 hat die globale Tech-Branche 78.557 Stellen gestrichen – knapp die Hälfte davon, 37.638 Jobs, offiziell mit KI und Automatisierung begründet, wie Nikkei Asia ausgerechnet hat. Immer dieselbe Begründung, oft derselbe Reflex an der Börse: jubeln. Kommt mir vertraut vor: Es ist die exakt gleiche Choreografie wie bei den großen Restrukturierungswellen der letzten 25 Jahre. Nur dass das Etikett heute „Künstliche Intelligenz“ heißt – und nicht „Shareholder Value“, „Lean Management“ oder „Right-Sizing“. Funktioniert immer wieder.

    Die immer gleiche Choreografie

    Schauen wir uns Cisco genauer an. Der Netzwerkausrüster baut 4.000 Stellen ab – und hebt in derselben Pressemitteilung die Umsatzprognose nach oben. Begründung: starker Auftragseingang von Cloud-Anbietern für KI-Infrastruktur. Übersetzt heißt das: Microsoft, AWS, Google und ein paar kleinere Hyperscaler bauen ihre KI-Rechenzentren mit Cisco-Hardware aus. Cisco entlässt also seine eigenen Mitarbeitenden und baut die Infrastruktur, mit der die nächsten Konzerne ihre Mitarbeitenden entlassen. Die Aktie versteht das sofort: 14 Prozent nach oben.

    Cisco ist nur die jüngste Folge. Microsoft hat 2025 rund 15.000 Stellen gestrichen, davon 9.000 in einer einzigen Juli-Runde – parallel zur Ankündigung, 80 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur zu investieren; laut Bloomberg hat allein die KI-Integration in Kundenservice und Vertrieb über 500 Millionen Dollar Einsparungen gebracht.

    Oracle hat im März bis zu 30.000 Stellen angekündigt, die größte Entlassungswelle der Konzerngeschichte, getrieben von einer Cash-Klemme nach Milliardeninvestitionen in KI-Rechenzentren. Besonders perfide: Mehrere Oracle-Mitarbeitende berichten in der Time, sie seien zuvor gebeten worden, ihre eigenen Arbeitsabläufe zu dokumentieren – um damit jene KI-Systeme zu trainieren, die ihnen anschließend den Stuhl unter dem Hintern wegzogen. Workflow-Dokumentation als Vorbereitung der eigenen Kündigung.

    Amazon hat im Oktober vierzehntausend Bürojobs gestrichen und im Januar noch einmal in derselben Größenordnung nachgelegt; CEO Andy Jassy hatte vorher offen angekündigt, dass die KI-Effizienzgewinne den Corporate-Headcount langfristig reduzieren werden.

    Salesforce-Chef Marc Benioff verkündete im Logan-Bartlett-Podcast mit erstaunlicher Direktheit, er habe sein Support-Team von 9.000 auf 5.000 reduziert – wörtlich, weil er „weniger heads“ brauche, seit die Agentforce-Bots rund die Hälfte der Kundenanfragen erledigen. IBM-Chef Arvind Krishna sagte dem Wall Street Journal, KI-Chatbots hätten die Arbeit mehrerer hundert Mitarbeitender in der Personalabteilung übernommen.

    Die Liste ließe sich verlängern. Und dann kommt noch der ironische Schlussstein: Ausgerechnet Sam Altman, der CEO von OpenAI, hat bei einer Konferenz in Indien öffentlich eingeräumt, ein Teil dieser Entlassungen sei reines „AI-Washing“ – Stellenkürzungen, die ohnehin gekommen wären, nur jetzt mit KI-Etikett verkauft. Wenn einer der obersten Profiteure der KI-Story die Story selbst entlarvt, sollte das Aufmerksamkeit erzeugen. Auch in anderen Branchen und Berufsfeldern sehen wir identisches Vorgehen. Was alle eint, ist die Erzählung.

    Walldorf frisst sich selbst

    Bei SAP wirkt die Geschichte richtig seltsam. Im Januar 2024, beim Weltwirtschaftsforum in Davos, sagte SAP-Technologiechef Jürgen Müller dem Handelsblatt-KI-Briefing noch unmissverständlich: „Die Einführung von KI-Tools dient doch nicht dazu, Entwicklungsressourcen abzubauen.“ Vorstandschef Christian Klein versprach im selben Zeitraum, die Belegschaft werde nicht schrumpfen, sondern in drei Jahren sogar leicht größer sein.

    Gut zwei Jahre später lautet die Bilanz: Das 10.000-Stellen-Programm ist durch, davon rund 3.500 in Deutschland; der Aktienkurs hat sich zwischenzeitlich verdoppelt – und seit Februar 2025 wieder halbiert. Heute, wo Claude Code, GitHub Copilot und Cursor Entwicklerinnen und Entwickler bei Routinearbeiten in einem Tempo überflüssig machen, das selbst die Branche überrascht, würden Müllers Sätze von damals vermutlich nicht mehr fallen.

    Die brutale Pointe: Dieselbe KI, mit der SAP den Stellenabbau verkauft hat, höhlt jetzt das SaaS-Geschäftsmodell aus, von dem der Konzern lebt. Wenn intelligente Agenten Buchhaltungslogik, Personalprozesse und Lieferkettenanalysen direkt auf dem Datenbestand erledigen können – wozu brauche ich dann noch teure SAP-Module? Focus Money formuliert es ungewöhnlich klar, und das Handelsblatt selbst spricht inzwischen offen aus, dass KI das SAP-Geschäftsmodell bedroht und die Börse an der Zukunftsfähigkeit des Konzerns zweifelt.

    Der Inzest der Milliarden

    Schauen wir auf die Geldströme hinter dem Geschehen – da wird es grotesk. Sascha Pallenberg hat das in seinem MeTacheles-Newsletter als „Inzest der Investitionen“ zugespitzt: Investoren aus dem Big-Tech-Lager finanzieren KI-Startups, und diese Startups geben das Geld direkt wieder an dieselben Investoren zurück – als Bezahlung für Rechenleistung und Chips. Ein in sich geschlossener Kreislauf, der die Umsätze aufbläht, ohne dass echte Wertschöpfung entsteht.

    Ed Zitron hat den Mechanismus am Beispiel Anthropic–Amazon nachgezeichnet: Amazon investiert Milliarden in Anthropic, Anthropic bezahlt mit eben diesem Geld die AWS-Cloud-Rechnungen zurück. Kein Gewinn, aber blendende Quartalszahlen.

    Wie groß dieser Kreislauf insgesamt ist, hat Gartner gerade vorgerechnet: Allein 2026 sollen die weltweiten KI-Ausgaben um 47 Prozent auf 2,59 Billionen Dollar steigen. Mehr als 45 Prozent davon fließen in KI-Infrastruktur, die Ausgaben für KI-optimierte Server sollen sich in den nächsten fünf Jahren verdreifachen, und das Segment der KI-Modelle wächst dieses Jahr um 110 Prozent auf rund 32,6 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Microsoft investiert 2026 laut Bloomberg 190 Milliarden Dollar Capex, Amazon 200 Milliarden und Meta zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar. Treiber, so Gartner-Analyst John-David Lovelock, sind genau die Cloud-Giganten AWS, Google und Microsoft. Also jene Konzerne, die ihr Personal mit der KI-Begründung feuern, angeblich um in Rechenzentren investieren zu können.

    Sehr irritierend ist dann aber das KI-Barometer 2026: 90 Prozent der befragten deutschen Unternehmen berichten, dass KI in den letzten drei Jahren keinen messbaren Einfluss auf Beschäftigung oder Produktivität hatte. Knapp 70 Prozent der Führungskräfte würden KI-Budgets sogar wieder kürzen, wenn die gesteckten Ziele dieses Jahr nicht erreicht werden. Zwischen 2,59 Billionen Dollar Ausgaben und dem real messbaren Nutzen klafft derzeit also ein Abgrund, den niemand richtig erklären kann – außer mit dem Wort Hype.

    Michael Burry hat am 8. Mai öffentlich gewarnt, der Markt erinnere ihn an die letzten Monate der Dotcom-Blase 1999/2000 – Aktien steigen nicht mehr wegen Arbeitsmarktdaten oder Konsumstimmung, sondern wegen der Nvidia-Quartalszahlen. Pallenberg zieht zur Einordnung Fritz Langs Metropolis heran und vergleicht die heutigen Tech-CEOs mit Joh Fredersen in seinem Turm Babel: blind für die Unterstadt, dabei, eine ganze Generation von Knowledge-Workern als überflüssige Kostenposition abzuschreiben.

    Die Metapher ist vielleicht zu drastisch. Aber sie trifft einen Punkt, den ich nicht mehr ignorieren kann: Das ganze System funktioniert nur, solange das Narrativ trägt. Sobald der Markt anfängt, die zirkulären Geldströme und die ausbleibenden Produktivitätsgewinne zu hinterfragen, kippt es. Und dann ist für die entlassenen Mitarbeitenden zu spät.

    Und das Geld? Fließt über den großen Teich

    An dieser Stelle wird es für uns als Europäer richtig unangenehm. Wo landet eigentlich das Geld, das in Walldorf, Frankfurt, München oder Nürnberg eingespart wird? Nicht bei den Aktionären der entlassenden Konzerne – der SAP-Kurs hat sich halbiert. 

    Ganz übel ist es bei DeepL: Das KI-Übersetzungs-Start-up aus Köln – jahrelang als deutsche KI-Hoffnung neben Aleph Alpha und Mistral gehandelt – hat am 7. Mai angekündigt, rund 250 Stellen abzubauen, ein Viertel der Belegschaft. Die deutsche KI-Hoffnung wird durch dieselbe Technologie zerlegt, die sie selbst verkauft – weil Konsumenten ihre Übersetzungen längst über ChatGPT laufen lassen statt über DeepL.

    Treffender kann die ganze Geschichte nicht symbolisiert werden. Unser Geld fließt, gefiltert durch Lizenzen und Cloud-Verträge, ziemlich zielsicher nach Santa Clara, Redmond, San Francisco, Seattle. Zu Nvidia, Microsoft, OpenAI, Anthropic, Google und AWS. Und solange die europäische Souveränitätsdebatte beim AI Act und ein paar Förderprogrammen stehen bleibt, wird sich daran nichts ändern.

    Ich glaube, dass KI vieles verändern wird. Das tut sie schon. Aber das Narrativ, das gerade jede Quartalsmeldung durchzieht, ist bedenklich und erinnert an die Dotcom-Blase: Zukunftsinvestition, Kostensenkung und technologischer Führungsanspruch in einer einzigen Pressemitteilung. Sehr viele heiße Luft, zu wenig Substanz und messbare Erfolge, scheint mir. Diese Art von Disruption hatten wir schon einmal. Es wird Zeit, uns zu erden, Künstliche Intelligenz nüchterner zu betrachten, die europäische KI-Industrie zu stärken und nicht jeder mythischen Ankündigung und US-Pressemitteilung zu glauben.

    Quellen & Leseempfehlungen

    #Amazon #Arbeitsmarkt #Deutschland #DigitaleSouveränität #DigitaleTransformation #Digitalisierung #EU #Google #KI #KIHype #Layoffs #Microsoft #Oracle #Stellenabbau #USA
  4. Amazon investiert weiter in KI-Zukunft

    Amazon erhöht seine Investitionen in das KI-Startup Anthropic um vier Milliarden Dollar. Damit verdoppelt sich die Gesamtsumme auf acht Milliarden Dollar, und Amazon sichert sich eine starke Position im Rennen um leistungsstarke KI-Lösungen. Spannend!

    #KIEntwicklung #Anthropic #OpenAI

    t3n.de/news/ki-rennen-geht-wei

  5. ”Was lässt KI für uns übrig?“, ist laut Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Enzo Weber längst die falsche Frage.

    Denn während künstliche Intelligenz den #Arbeitsmarkt verändert, fehlt es gleichzeitig an Investitionen, neuen Jobs und echter Erneuerung. Enzo Weber erklärt im Video, warum in #KI nicht nur Risiken liegen, sondern auch die Chance auf bessere und sinnvollere Arbeit – wenn Politik und Wirtschaft den Wandel aktiv gestalten.

  6. ”Was lässt KI für uns übrig?“, ist laut Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Enzo Weber längst die falsche Frage.

    Denn während künstliche Intelligenz den #Arbeitsmarkt verändert, fehlt es gleichzeitig an Investitionen, neuen Jobs und echter Erneuerung. Enzo Weber erklärt im Video, warum in #KI nicht nur Risiken liegen, sondern auch die Chance auf bessere und sinnvollere Arbeit – wenn Politik und Wirtschaft den Wandel aktiv gestalten.

  7. ”Was lässt KI für uns übrig?“, ist laut Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Enzo Weber längst die falsche Frage.

    Denn während künstliche Intelligenz den #Arbeitsmarkt verändert, fehlt es gleichzeitig an Investitionen, neuen Jobs und echter Erneuerung. Enzo Weber erklärt im Video, warum in #KI nicht nur Risiken liegen, sondern auch die Chance auf bessere und sinnvollere Arbeit – wenn Politik und Wirtschaft den Wandel aktiv gestalten.

  8. ”Was lässt KI für uns übrig?“, ist laut Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Enzo Weber längst die falsche Frage.

    Denn während künstliche Intelligenz den #Arbeitsmarkt verändert, fehlt es gleichzeitig an Investitionen, neuen Jobs und echter Erneuerung. Enzo Weber erklärt im Video, warum in #KI nicht nur Risiken liegen, sondern auch die Chance auf bessere und sinnvollere Arbeit – wenn Politik und Wirtschaft den Wandel aktiv gestalten.

  9. ”Was lässt KI für uns übrig?“, ist laut Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Enzo Weber längst die falsche Frage.

    Denn während künstliche Intelligenz den #Arbeitsmarkt verändert, fehlt es gleichzeitig an Investitionen, neuen Jobs und echter Erneuerung. Enzo Weber erklärt im Video, warum in #KI nicht nur Risiken liegen, sondern auch die Chance auf bessere und sinnvollere Arbeit – wenn Politik und Wirtschaft den Wandel aktiv gestalten.

  10. Wie der KI-Hype Arbeitsplätze vernichtet und Milliarden zirkulieren lässt

    Cisco baut 4.000 Stellen ab, fünf Prozent der Belegschaft. Die Aktie springt im nachbörslichen Handel 14 Prozent nach oben. Begründung des Konzerns: KI-Fokus. Es ist die Standardmeldung im Mai 2026, nicht die Ausnahme. Eine Woche vorher verkündete Meta 8.000 Kündigungen und kündigte an, die Organisation in sogenannte „AI-Pods“ umzubauen – keine klassischen Teams mehr, sondern KI-getriebene Pods mit neuen Rollenklassen wie „AI Builder“ und „AI Pod Lead“. Parallel investiert Meta zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Das ist nicht einfach Abbau; das ist Umverdrahtung. Oracle plant bis zu 30.000Amazon hat seit Oktober rund 28.000 Bürojobs gestrichen. Microsoft kommt im laufenden Jahr auf 15.000. SAP hat vor zwei Jahren 10.000 Mitarbeitende entlassen. Auch DeepL, die deutsche KI-Hoffnung, baut ein Viertel ihrer Belegschaft ab. Wer die Quellen selbst lesen will: Am Ende des Beitrags – wie immer in meiner Kuratiert.-Serie – findet sich die vollständige Linkliste.

    Allein im ersten Quartal 2026 hat die globale Tech-Branche 78.557 Stellen gestrichen – knapp die Hälfte davon, 37.638 Jobs, offiziell mit KI und Automatisierung begründet, wie Nikkei Asia ausgerechnet hat. Immer dieselbe Begründung, oft derselbe Reflex an der Börse: jubeln. Kommt mir vertraut vor: Es ist die exakt gleiche Choreografie wie bei den großen Restrukturierungswellen der letzten 25 Jahre. Nur dass das Etikett heute „Künstliche Intelligenz“ heißt – und nicht „Shareholder Value“, „Lean Management“ oder „Right-Sizing“. Funktioniert immer wieder.

    Die immer gleiche Choreografie

    Schauen wir uns Cisco genauer an. Der Netzwerkausrüster baut 4.000 Stellen ab – und hebt in derselben Pressemitteilung die Umsatzprognose nach oben. Begründung: starker Auftragseingang von Cloud-Anbietern für KI-Infrastruktur. Übersetzt heißt das: Microsoft, AWS, Google und ein paar kleinere Hyperscaler bauen ihre KI-Rechenzentren mit Cisco-Hardware aus. Cisco entlässt also seine eigenen Mitarbeitenden und baut die Infrastruktur, mit der die nächsten Konzerne ihre Mitarbeitenden entlassen. Die Aktie versteht das sofort: 14 Prozent nach oben.

    Cisco ist nur die jüngste Folge. Microsoft hat 2025 rund 15.000 Stellen gestrichen, davon 9.000 in einer einzigen Juli-Runde – parallel zur Ankündigung, 80 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur zu investieren; laut Bloomberg hat allein die KI-Integration in Kundenservice und Vertrieb über 500 Millionen Dollar Einsparungen gebracht.

    Oracle hat im März bis zu 30.000 Stellen angekündigt, die größte Entlassungswelle der Konzerngeschichte, getrieben von einer Cash-Klemme nach Milliardeninvestitionen in KI-Rechenzentren. Besonders perfide: Mehrere Oracle-Mitarbeitende berichten in der Time, sie seien zuvor gebeten worden, ihre eigenen Arbeitsabläufe zu dokumentieren – um damit jene KI-Systeme zu trainieren, die ihnen anschließend den Stuhl unter dem Hintern wegzogen. Workflow-Dokumentation als Vorbereitung der eigenen Kündigung.

    Amazon hat im Oktober vierzehntausend Bürojobs gestrichen und im Januar noch einmal in derselben Größenordnung nachgelegt; CEO Andy Jassy hatte vorher offen angekündigt, dass die KI-Effizienzgewinne den Corporate-Headcount langfristig reduzieren werden.

    Salesforce-Chef Marc Benioff verkündete im Logan-Bartlett-Podcast mit erstaunlicher Direktheit, er habe sein Support-Team von 9.000 auf 5.000 reduziert – wörtlich, weil er „weniger heads“ brauche, seit die Agentforce-Bots rund die Hälfte der Kundenanfragen erledigen. IBM-Chef Arvind Krishna sagte dem Wall Street Journal, KI-Chatbots hätten die Arbeit mehrerer hundert Mitarbeitender in der Personalabteilung übernommen.

    Die Liste ließe sich verlängern. Und dann kommt noch der ironische Schlussstein: Ausgerechnet Sam Altman, der CEO von OpenAI, hat bei einer Konferenz in Indien öffentlich eingeräumt, ein Teil dieser Entlassungen sei reines „AI-Washing“ – Stellenkürzungen, die ohnehin gekommen wären, nur jetzt mit KI-Etikett verkauft. Wenn einer der obersten Profiteure der KI-Story die Story selbst entlarvt, sollte das Aufmerksamkeit erzeugen. Auch in anderen Branchen und Berufsfeldern sehen wir identisches Vorgehen. Was alle eint, ist die Erzählung.

    Walldorf frisst sich selbst

    Bei SAP wirkt die Geschichte richtig seltsam. Im Januar 2024, beim Weltwirtschaftsforum in Davos, sagte SAP-Technologiechef Jürgen Müller dem Handelsblatt-KI-Briefing noch unmissverständlich: „Die Einführung von KI-Tools dient doch nicht dazu, Entwicklungsressourcen abzubauen.“ Vorstandschef Christian Klein versprach im selben Zeitraum, die Belegschaft werde nicht schrumpfen, sondern in drei Jahren sogar leicht größer sein.

    Gut zwei Jahre später lautet die Bilanz: Das 10.000-Stellen-Programm ist durch, davon rund 3.500 in Deutschland; der Aktienkurs hat sich zwischenzeitlich verdoppelt – und seit Februar 2025 wieder halbiert. Heute, wo Claude Code, GitHub Copilot und Cursor Entwicklerinnen und Entwickler bei Routinearbeiten in einem Tempo überflüssig machen, das selbst die Branche überrascht, würden Müllers Sätze von damals vermutlich nicht mehr fallen.

    Die brutale Pointe: Dieselbe KI, mit der SAP den Stellenabbau verkauft hat, höhlt jetzt das SaaS-Geschäftsmodell aus, von dem der Konzern lebt. Wenn intelligente Agenten Buchhaltungslogik, Personalprozesse und Lieferkettenanalysen direkt auf dem Datenbestand erledigen können – wozu brauche ich dann noch teure SAP-Module? Focus Money formuliert es ungewöhnlich klar, und das Handelsblatt selbst spricht inzwischen offen aus, dass KI das SAP-Geschäftsmodell bedroht und die Börse an der Zukunftsfähigkeit des Konzerns zweifelt.

    Der Inzest der Milliarden

    Schauen wir auf die Geldströme hinter dem Geschehen – da wird es grotesk. Sascha Pallenberg hat das in seinem MeTacheles-Newsletter als „Inzest der Investitionen“ zugespitzt: Investoren aus dem Big-Tech-Lager finanzieren KI-Startups, und diese Startups geben das Geld direkt wieder an dieselben Investoren zurück – als Bezahlung für Rechenleistung und Chips. Ein in sich geschlossener Kreislauf, der die Umsätze aufbläht, ohne dass echte Wertschöpfung entsteht.

    Ed Zitron hat den Mechanismus am Beispiel Anthropic–Amazon nachgezeichnet: Amazon investiert Milliarden in Anthropic, Anthropic bezahlt mit eben diesem Geld die AWS-Cloud-Rechnungen zurück. Kein Gewinn, aber blendende Quartalszahlen.

    Wie groß dieser Kreislauf insgesamt ist, hat Gartner gerade vorgerechnet: Allein 2026 sollen die weltweiten KI-Ausgaben um 47 Prozent auf 2,59 Billionen Dollar steigen. Mehr als 45 Prozent davon fließen in KI-Infrastruktur, die Ausgaben für KI-optimierte Server sollen sich in den nächsten fünf Jahren verdreifachen, und das Segment der KI-Modelle wächst dieses Jahr um 110 Prozent auf rund 32,6 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Microsoft investiert 2026 laut Bloomberg 190 Milliarden Dollar Capex, Amazon 200 Milliarden und Meta zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar. Treiber, so Gartner-Analyst John-David Lovelock, sind genau die Cloud-Giganten AWS, Google und Microsoft. Also jene Konzerne, die ihr Personal mit der KI-Begründung feuern, angeblich um in Rechenzentren investieren zu können.

    Sehr irritierend ist dann aber das KI-Barometer 2026: 90 Prozent der befragten deutschen Unternehmen berichten, dass KI in den letzten drei Jahren keinen messbaren Einfluss auf Beschäftigung oder Produktivität hatte. Knapp 70 Prozent der Führungskräfte würden KI-Budgets sogar wieder kürzen, wenn die gesteckten Ziele dieses Jahr nicht erreicht werden. Zwischen 2,59 Billionen Dollar Ausgaben und dem real messbaren Nutzen klafft derzeit also ein Abgrund, den niemand richtig erklären kann – außer mit dem Wort Hype.

    Michael Burry hat am 8. Mai öffentlich gewarnt, der Markt erinnere ihn an die letzten Monate der Dotcom-Blase 1999/2000 – Aktien steigen nicht mehr wegen Arbeitsmarktdaten oder Konsumstimmung, sondern wegen der Nvidia-Quartalszahlen. Pallenberg zieht zur Einordnung Fritz Langs Metropolis heran und vergleicht die heutigen Tech-CEOs mit Joh Fredersen in seinem Turm Babel: blind für die Unterstadt, dabei, eine ganze Generation von Knowledge-Workern als überflüssige Kostenposition abzuschreiben.

    Die Metapher ist vielleicht zu drastisch. Aber sie trifft einen Punkt, den ich nicht mehr ignorieren kann: Das ganze System funktioniert nur, solange das Narrativ trägt. Sobald der Markt anfängt, die zirkulären Geldströme und die ausbleibenden Produktivitätsgewinne zu hinterfragen, kippt es. Und dann ist für die entlassenen Mitarbeitenden zu spät.

    Und das Geld? Fließt über den großen Teich

    An dieser Stelle wird es für uns als Europäer richtig unangenehm. Wo landet eigentlich das Geld, das in Walldorf, Frankfurt, München oder Nürnberg eingespart wird? Nicht bei den Aktionären der entlassenden Konzerne – der SAP-Kurs hat sich halbiert. 

    Ganz übel ist es bei DeepL: Das KI-Übersetzungs-Start-up aus Köln – jahrelang als deutsche KI-Hoffnung neben Aleph Alpha und Mistral gehandelt – hat am 7. Mai angekündigt, rund 250 Stellen abzubauen, ein Viertel der Belegschaft. Die deutsche KI-Hoffnung wird durch dieselbe Technologie zerlegt, die sie selbst verkauft – weil Konsumenten ihre Übersetzungen längst über ChatGPT laufen lassen statt über DeepL.

    Treffender kann die ganze Geschichte nicht symbolisiert werden. Unser Geld fließt, gefiltert durch Lizenzen und Cloud-Verträge, ziemlich zielsicher nach Santa Clara, Redmond, San Francisco, Seattle. Zu Nvidia, Microsoft, OpenAI, Anthropic, Google und AWS. Und solange die europäische Souveränitätsdebatte beim AI Act und ein paar Förderprogrammen stehen bleibt, wird sich daran nichts ändern.

    Ich glaube, dass KI vieles verändern wird. Das tut sie schon. Aber das Narrativ, das gerade jede Quartalsmeldung durchzieht, ist bedenklich und erinnert an die Dotcom-Blase: Zukunftsinvestition, Kostensenkung und technologischer Führungsanspruch in einer einzigen Pressemitteilung. Sehr viele heiße Luft, zu wenig Substanz und messbare Erfolge, scheint mir. Diese Art von Disruption hatten wir schon einmal. Es wird Zeit, uns zu erden, Künstliche Intelligenz nüchterner zu betrachten, die europäische KI-Industrie zu stärken und nicht jeder mythischen Ankündigung und US-Pressemitteilung zu glauben.

    Quellen & Leseempfehlungen

    #Amazon #Arbeitsmarkt #Deutschland #DigitaleSouveränität #DigitaleTransformation #Digitalisierung #EU #Google #KI #KIHype #Layoffs #Microsoft #Oracle #Stellenabbau #USA
  11. Wie der KI-Hype Arbeitsplätze vernichtet und Milliarden zirkulieren lässt

    Cisco baut 4.000 Stellen ab, fünf Prozent der Belegschaft. Die Aktie springt im nachbörslichen Handel 14 Prozent nach oben. Begründung des Konzerns: KI-Fokus. Es ist die Standardmeldung im Mai 2026, nicht die Ausnahme. Eine Woche vorher verkündete Meta 8.000 Kündigungen und kündigte an, die Organisation in sogenannte „AI-Pods“ umzubauen – keine klassischen Teams mehr, sondern KI-getriebene Pods mit neuen Rollenklassen wie „AI Builder“ und „AI Pod Lead“. Parallel investiert Meta zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Das ist nicht einfach Abbau; das ist Umverdrahtung. Oracle plant bis zu 30.000Amazon hat seit Oktober rund 28.000 Bürojobs gestrichen. Microsoft kommt im laufenden Jahr auf 15.000. SAP hat vor zwei Jahren 10.000 Mitarbeitende entlassen. Auch DeepL, die deutsche KI-Hoffnung, baut ein Viertel ihrer Belegschaft ab. Wer die Quellen selbst lesen will: Am Ende des Beitrags – wie immer in meiner Kuratiert.-Serie – findet sich die vollständige Linkliste.

    Allein im ersten Quartal 2026 hat die globale Tech-Branche 78.557 Stellen gestrichen – knapp die Hälfte davon, 37.638 Jobs, offiziell mit KI und Automatisierung begründet, wie Nikkei Asia ausgerechnet hat. Immer dieselbe Begründung, oft derselbe Reflex an der Börse: jubeln. Kommt mir vertraut vor: Es ist die exakt gleiche Choreografie wie bei den großen Restrukturierungswellen der letzten 25 Jahre. Nur dass das Etikett heute „Künstliche Intelligenz“ heißt – und nicht „Shareholder Value“, „Lean Management“ oder „Right-Sizing“. Funktioniert immer wieder.

    Die immer gleiche Choreografie

    Schauen wir uns Cisco genauer an. Der Netzwerkausrüster baut 4.000 Stellen ab – und hebt in derselben Pressemitteilung die Umsatzprognose nach oben. Begründung: starker Auftragseingang von Cloud-Anbietern für KI-Infrastruktur. Übersetzt heißt das: Microsoft, AWS, Google und ein paar kleinere Hyperscaler bauen ihre KI-Rechenzentren mit Cisco-Hardware aus. Cisco entlässt also seine eigenen Mitarbeitenden und baut die Infrastruktur, mit der die nächsten Konzerne ihre Mitarbeitenden entlassen. Die Aktie versteht das sofort: 14 Prozent nach oben.

    Cisco ist nur die jüngste Folge. Microsoft hat 2025 rund 15.000 Stellen gestrichen, davon 9.000 in einer einzigen Juli-Runde – parallel zur Ankündigung, 80 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur zu investieren; laut Bloomberg hat allein die KI-Integration in Kundenservice und Vertrieb über 500 Millionen Dollar Einsparungen gebracht.

    Oracle hat im März bis zu 30.000 Stellen angekündigt, die größte Entlassungswelle der Konzerngeschichte, getrieben von einer Cash-Klemme nach Milliardeninvestitionen in KI-Rechenzentren. Besonders perfide: Mehrere Oracle-Mitarbeitende berichten in der Time, sie seien zuvor gebeten worden, ihre eigenen Arbeitsabläufe zu dokumentieren – um damit jene KI-Systeme zu trainieren, die ihnen anschließend den Stuhl unter dem Hintern wegzogen. Workflow-Dokumentation als Vorbereitung der eigenen Kündigung.

    Amazon hat im Oktober vierzehntausend Bürojobs gestrichen und im Januar noch einmal in derselben Größenordnung nachgelegt; CEO Andy Jassy hatte vorher offen angekündigt, dass die KI-Effizienzgewinne den Corporate-Headcount langfristig reduzieren werden.

    Salesforce-Chef Marc Benioff verkündete im Logan-Bartlett-Podcast mit erstaunlicher Direktheit, er habe sein Support-Team von 9.000 auf 5.000 reduziert – wörtlich, weil er „weniger heads“ brauche, seit die Agentforce-Bots rund die Hälfte der Kundenanfragen erledigen. IBM-Chef Arvind Krishna sagte dem Wall Street Journal, KI-Chatbots hätten die Arbeit mehrerer hundert Mitarbeitender in der Personalabteilung übernommen.

    Die Liste ließe sich verlängern. Und dann kommt noch der ironische Schlussstein: Ausgerechnet Sam Altman, der CEO von OpenAI, hat bei einer Konferenz in Indien öffentlich eingeräumt, ein Teil dieser Entlassungen sei reines „AI-Washing“ – Stellenkürzungen, die ohnehin gekommen wären, nur jetzt mit KI-Etikett verkauft. Wenn einer der obersten Profiteure der KI-Story die Story selbst entlarvt, sollte das Aufmerksamkeit erzeugen. Auch in anderen Branchen und Berufsfeldern sehen wir identisches Vorgehen. Was alle eint, ist die Erzählung.

    Walldorf frisst sich selbst

    Bei SAP wirkt die Geschichte richtig seltsam. Im Januar 2024, beim Weltwirtschaftsforum in Davos, sagte SAP-Technologiechef Jürgen Müller dem Handelsblatt-KI-Briefing noch unmissverständlich: „Die Einführung von KI-Tools dient doch nicht dazu, Entwicklungsressourcen abzubauen.“ Vorstandschef Christian Klein versprach im selben Zeitraum, die Belegschaft werde nicht schrumpfen, sondern in drei Jahren sogar leicht größer sein.

    Gut zwei Jahre später lautet die Bilanz: Das 10.000-Stellen-Programm ist durch, davon rund 3.500 in Deutschland; der Aktienkurs hat sich zwischenzeitlich verdoppelt – und seit Februar 2025 wieder halbiert. Heute, wo Claude Code, GitHub Copilot und Cursor Entwicklerinnen und Entwickler bei Routinearbeiten in einem Tempo überflüssig machen, das selbst die Branche überrascht, würden Müllers Sätze von damals vermutlich nicht mehr fallen.

    Die brutale Pointe: Dieselbe KI, mit der SAP den Stellenabbau verkauft hat, höhlt jetzt das SaaS-Geschäftsmodell aus, von dem der Konzern lebt. Wenn intelligente Agenten Buchhaltungslogik, Personalprozesse und Lieferkettenanalysen direkt auf dem Datenbestand erledigen können – wozu brauche ich dann noch teure SAP-Module? Focus Money formuliert es ungewöhnlich klar, und das Handelsblatt selbst spricht inzwischen offen aus, dass KI das SAP-Geschäftsmodell bedroht und die Börse an der Zukunftsfähigkeit des Konzerns zweifelt.

    Der Inzest der Milliarden

    Schauen wir auf die Geldströme hinter dem Geschehen – da wird es grotesk. Sascha Pallenberg hat das in seinem MeTacheles-Newsletter als „Inzest der Investitionen“ zugespitzt: Investoren aus dem Big-Tech-Lager finanzieren KI-Startups, und diese Startups geben das Geld direkt wieder an dieselben Investoren zurück – als Bezahlung für Rechenleistung und Chips. Ein in sich geschlossener Kreislauf, der die Umsätze aufbläht, ohne dass echte Wertschöpfung entsteht.

    Ed Zitron hat den Mechanismus am Beispiel Anthropic–Amazon nachgezeichnet: Amazon investiert Milliarden in Anthropic, Anthropic bezahlt mit eben diesem Geld die AWS-Cloud-Rechnungen zurück. Kein Gewinn, aber blendende Quartalszahlen.

    Wie groß dieser Kreislauf insgesamt ist, hat Gartner gerade vorgerechnet: Allein 2026 sollen die weltweiten KI-Ausgaben um 47 Prozent auf 2,59 Billionen Dollar steigen. Mehr als 45 Prozent davon fließen in KI-Infrastruktur, die Ausgaben für KI-optimierte Server sollen sich in den nächsten fünf Jahren verdreifachen, und das Segment der KI-Modelle wächst dieses Jahr um 110 Prozent auf rund 32,6 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Microsoft investiert 2026 laut Bloomberg 190 Milliarden Dollar Capex, Amazon 200 Milliarden und Meta zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar. Treiber, so Gartner-Analyst John-David Lovelock, sind genau die Cloud-Giganten AWS, Google und Microsoft. Also jene Konzerne, die ihr Personal mit der KI-Begründung feuern, angeblich um in Rechenzentren investieren zu können.

    Sehr irritierend ist dann aber das KI-Barometer 2026: 90 Prozent der befragten deutschen Unternehmen berichten, dass KI in den letzten drei Jahren keinen messbaren Einfluss auf Beschäftigung oder Produktivität hatte. Knapp 70 Prozent der Führungskräfte würden KI-Budgets sogar wieder kürzen, wenn die gesteckten Ziele dieses Jahr nicht erreicht werden. Zwischen 2,59 Billionen Dollar Ausgaben und dem real messbaren Nutzen klafft derzeit also ein Abgrund, den niemand richtig erklären kann – außer mit dem Wort Hype.

    Michael Burry hat am 8. Mai öffentlich gewarnt, der Markt erinnere ihn an die letzten Monate der Dotcom-Blase 1999/2000 – Aktien steigen nicht mehr wegen Arbeitsmarktdaten oder Konsumstimmung, sondern wegen der Nvidia-Quartalszahlen. Pallenberg zieht zur Einordnung Fritz Langs Metropolis heran und vergleicht die heutigen Tech-CEOs mit Joh Fredersen in seinem Turm Babel: blind für die Unterstadt, dabei, eine ganze Generation von Knowledge-Workern als überflüssige Kostenposition abzuschreiben.

    Die Metapher ist vielleicht zu drastisch. Aber sie trifft einen Punkt, den ich nicht mehr ignorieren kann: Das ganze System funktioniert nur, solange das Narrativ trägt. Sobald der Markt anfängt, die zirkulären Geldströme und die ausbleibenden Produktivitätsgewinne zu hinterfragen, kippt es. Und dann ist für die entlassenen Mitarbeitenden zu spät.

    Und das Geld? Fließt über den großen Teich

    An dieser Stelle wird es für uns als Europäer richtig unangenehm. Wo landet eigentlich das Geld, das in Walldorf, Frankfurt, München oder Nürnberg eingespart wird? Nicht bei den Aktionären der entlassenden Konzerne – der SAP-Kurs hat sich halbiert. 

    Ganz übel ist es bei DeepL: Das KI-Übersetzungs-Start-up aus Köln – jahrelang als deutsche KI-Hoffnung neben Aleph Alpha und Mistral gehandelt – hat am 7. Mai angekündigt, rund 250 Stellen abzubauen, ein Viertel der Belegschaft. Die deutsche KI-Hoffnung wird durch dieselbe Technologie zerlegt, die sie selbst verkauft – weil Konsumenten ihre Übersetzungen längst über ChatGPT laufen lassen statt über DeepL.

    Treffender kann die ganze Geschichte nicht symbolisiert werden. Unser Geld fließt, gefiltert durch Lizenzen und Cloud-Verträge, ziemlich zielsicher nach Santa Clara, Redmond, San Francisco, Seattle. Zu Nvidia, Microsoft, OpenAI, Anthropic, Google und AWS. Und solange die europäische Souveränitätsdebatte beim AI Act und ein paar Förderprogrammen stehen bleibt, wird sich daran nichts ändern.

    Ich glaube, dass KI vieles verändern wird. Das tut sie schon. Aber das Narrativ, das gerade jede Quartalsmeldung durchzieht, ist bedenklich und erinnert an die Dotcom-Blase: Zukunftsinvestition, Kostensenkung und technologischer Führungsanspruch in einer einzigen Pressemitteilung. Sehr viele heiße Luft, zu wenig Substanz und messbare Erfolge, scheint mir. Diese Art von Disruption hatten wir schon einmal. Es wird Zeit, uns zu erden, Künstliche Intelligenz nüchterner zu betrachten, die europäische KI-Industrie zu stärken und nicht jeder mythischen Ankündigung und US-Pressemitteilung zu glauben.

    Quellen & Leseempfehlungen

    #Amazon #Arbeitsmarkt #Deutschland #DigitaleSouveränität #DigitaleTransformation #Digitalisierung #EU #Google #KI #KIHype #Layoffs #Microsoft #Oracle #Stellenabbau #USA
  12. Project Stargate: Meta investiert 60 Milliarden in KI!

    Massives Investment in künstliche Intelligenz
    Ziel: Führungsposition im KI-Bereich
    Revolutionäre Entwicklungen erwartet

    #AI #KI #ArtificialIntelligence #KuenstlicheIntelligenz #Meta #ProjectStargate

    kinews24.de/project-stargate-u

  13. Project Stargate: Meta investiert 60 Milliarden in KI!

    Massives Investment in künstliche Intelligenz
    Ziel: Führungsposition im KI-Bereich
    Revolutionäre Entwicklungen erwartet

    #AI #KI #ArtificialIntelligence #KuenstlicheIntelligenz #Meta #ProjectStargate

    kinews24.de/project-stargate-u

  14. Project Stargate: Meta investiert 60 Milliarden in KI!

    Massives Investment in künstliche Intelligenz
    Ziel: Führungsposition im KI-Bereich
    Revolutionäre Entwicklungen erwartet

    #AI #KI #ArtificialIntelligence #KuenstlicheIntelligenz #Meta #ProjectStargate

    kinews24.de/project-stargate-u

  15. Project Stargate: Meta investiert 60 Milliarden in KI!

    Massives Investment in künstliche Intelligenz
    Ziel: Führungsposition im KI-Bereich
    Revolutionäre Entwicklungen erwartet

    #AI #KI #ArtificialIntelligence #KuenstlicheIntelligenz #Meta #ProjectStargate

    kinews24.de/project-stargate-u

  16. Answer Engine Optimization (AEO) – oder: Next Level Bullshitting

    Nach der Suchmaschinenoptimierung – kurz SEO für englisch Search Engine Optimization – gibt es im Kontext von KI eine neue Variante der Optimierung der eigenen Online-Präsenz. Die ‚Maschinenantwortoptimierung‘, abgekürzt AEO für englisch: Answer Engine Optimization. Dazu passt, dass auch die bisherigen Anbieter von Internetsuchen, allen voran Google, eine Umorientierung vorhaben. Anstelle der bisherigen Suche nach Begriffen und Anzeige von Websites soll – zumindest den Ankündigungen zufolge – ein AI-Chat der Standard-Zugang zu Online-Inhalten sein.

    AEO ist dabei nur einer von mehreren Begriffen für diese neue Perspektive. Andere sprechen von Generative Engine Optimization (GEO), LLM Optimization (LLMO) oder AI Visibility Optimization. Ich verwende im Folgenden AEO, weil es mir recht passend beschreibt, was damit intendiert ist – eben eine Optimierung der eigenen Online-Präsenz in den Antworten von Maschinen.

    Wichtig ist dabei dann noch eine Differenzierung. Antworten in einem KI-Chat können auf zwei Wegen erfolgen:

    1. Die Online-Inhalte sind in den Trainingsdaten eines KI-Modells integriert. Dann hilft eine kurzfristige Optimierung natürlich nicht.
    2. Die Online-Inhalte sollen in einer KI-Live-Suche gefunden werden. Dazu sind bisherige AEO-Tools vor allem ausgelegt.

    Ich plädiere im Folgenden dafür, den – in meinen Augen – reichlich absurden AEO-Zirkus nicht mitzumachen, sondern besser an Alternativen für ein offenes Internet zu arbeiten. Um das zu begründen, habe ich mir AEO aber genauer angeschaut. Mir hilft ein Blick in die Funktionsweise und ein direktes Ausprobieren, um mich zu so einer Entwicklung zu orientieren und dann das eigene Handeln ausrichten zu können.

    Was macht AEO?

    Bei SEO ging es darum, dass die Inhalte, die man ins Internet stellt, von Suchmaschinen möglichst gut gefunden werden. Ich habe mich damit nie systematisch beschäftigt, aber fand das grundsätzlich eine sinnvolle Sache. Denn wenn Maschinen meine Inhalte gut finden können, dann kann ich darüber wiederum mit meinen Inhalten Menschen erreichen, weshalb ich die Inhalte ja überhaupt teile.

    Vor diesem Hintergrund war ich gegenüber AEO grundsätzlich aufgeschlossen, habe mir beispielsweise auch bereits so genannte Grounding-Pages auf meiner Website eingerichtet, die für KI-Sprachmodelle optimiert sind und Infos zu meiner Person und dem eBildungslabor maschinenoptimiert zur Verfügung stellen. Mit solchen Schritten kann ich in einem veränderten Internet erreichen, dass meine Inhalte bei anderen Menschen ankommen. Soweit zumindest die Theorie.

    Wie sieht AEO in der Umsetzung aus?

    Ich habe mir als eines von mehreren AEO-Tools das Angebot von HubSpot angeschaut, das die AInauten in ihrem Newsletter recht begeistert weiterempfohlen haben.

    Durch dieses Tool klickt man sich relativ schnell durch. Name und Website und Funktion (bei mir: Freiberuflerin) können eingetragen werden oder werden direkt aus der Mailadresse extrahiert. Dann habe ich die Möglichkeit, noch alternative Namen einzugeben, und alles Weitere wird dann erst einmal automatisiert generiert. Im Einzelnen:

    • Wer meine Haupt-Konkurrenten sind (der Vorschlag war hier sehr spaßig: H5P, Moodle und oncampus – also alles Initiativen und Angebote, die ich aktiv und vernetzt nutze)
    • Was meine Angebote und Zielgruppen sind
    • Mögliche Prompts dazu, die Menschen bei KI-Sprachmodellen dazu eingeben könnten

    Das Tool testet dann in verschiedenen Sprachmodellen, ob diese nach Eingabe der entwickelten Prompts mich in ihren Antworten erwähnen. Wenn also z. B. jemand die Frage eingibt: „Ich suche kreative Methoden für mehr Interaktion beim Online-Lernen?“ Dann könnte es ja sein, dass in der Antwort irgendein Blogbeitrag aus dem eBildungslabor auftaucht, den ich in der Corona-Zeit geschrieben habe.

    Mein schneller Test war hier recht deutlich: Meine Inhalte scheinen bisher kaum den AEO-Standards zu entsprechen. Es gab in den verschiedenen, exemplarischen Antworten immer überhaupt keine Treffer. Das ist natürlich immer nur eine Annäherung, weil es ja statistische Antworten sind und meine Website in einem weiteren Versuch dann rein gewürfelt werden könnte. Die Tendenz ist erst einmal trotzdem ziemlich deutlich.

    Damit wird dann der nächste Part des Programms initiiert: Das Tool macht mir sehr konkrete Vorschläge, welche Inhalte ich publizieren könnte, um AEO besser zu entsprechen. Bei der Variante der Blogbeiträge hätte ich hier direkt die Möglichkeit, mir einen möglicherweise AEO-hilfreichen Beitrag direkt von einem KI-Sprachmodell schreiben zu lassen.

    Genau diese Orientierung brachte mich dann dazu, das Ganze für mich mit ‚Next Level Bullshitting‘ zu titulieren. Denn ich befürchte, dass genau das die Folge sein wird: Menschen klicken sich durch das Tool und generieren dann mithilfe der Anregungen tendenziell völlig beliebige Online-Inhalte, um genau damit dann besser in KI-Antworten gelistet zu werden.

    Wie ist diese Entwicklung einzuschätzen?

    Ich bringe eine grundsätzliche Aufgeschlossenheit für ‚Online-Kommunikation vermittelt über Maschinen‘ mit. Die AEO-Entwicklung erscheint mir allerdings absurd, weil – noch viel mehr als zuvor in vielen Bereichen schon SEO – auf eine entkontextualisierte Vermarktung von Produkten im Online-Raum gezielt wird, wobei alles bei zentralen Plattformen zusammenlaufen könnte, deren intransparente Algorithmen dann eben für den Preis von Sichtbarkeit bedient werden können. Allerdings nur mit Sichtbarkeit innerhalb des Modells: Ob mit der Anzeige dann auch ein Klick auf meine Website erfolgt, ist mindestens deutlich weniger wahrscheinlich als bei einer bisherigen Anzeige in der Suche, da meine Inhalte ja schon ausgespielt werden.

    Noch viel mehr als bisher scheint es das Ziel zu sein, Inhalte dafür zu generieren, dass eine wie auch immer geartete Sichtbarkeit oder Reichweite ermöglicht wird.
    Ich möchte mich in diese Logik nicht hinein begeben und ich denke, dass es dringend Energie und Aktivität für Alternativen braucht. Gerade jetzt, wo die Plattformlogik tendenziell tatsächlich in eine absurde Selbstreferenzialität kippt, scheint mir auch viel ‚fruchtbare Erde‘ und grundsätzliche Aufgeschlossenheit bei immer mehr Menschen für solche Alternativen vorhanden.

    Was sind Alternativen?

    Eine alternative Internetkommunikation beinhaltet für mich drei wichtige zur AEO-Logik veränderte Orientierungen:

    1. Es geht um gestaltete und kontextualisierte Räume: Das, was ich ins Internet stelle, ist nicht einfach ein Inhalt im Sinne eines vermarktbaren Produkts. Vielmehr ist z. B. meine Website ein gestalteter Online-Raum, dem ich einen bestimmten Kontext gebe und in den ich Menschen einlade. Solch ein Ansatz ermöglicht Vielfalt und ernsthafte Auseinandersetzung mit geteilten Inhalten.
    2. Es geht um Verbindung und Beziehung: Meine Alternative sind natürlich keine isolierten Silo-Inhalte. Ganz im Gegenteil: Der Grundgedanke des Internets ist für mich Verbindung und Vernetzung. Wenn das aber tatsächlich so funktionieren soll, dass Vielfalt aufgegriffen und wertgeschätzt und wirksam werden soll, dann geht das nicht monopolisiert, sondern dezentral und über Schnittstellen.
    3. Es geht um sinnhaftes Handeln: Ausgangspunkt für jede Kommunikation und damit auch für Online-Kommunikation ist für mich das ‚Wozu?‘. Ich teile Online-Inhalte als Freiberuflerin natürlich immer auch, um potentiell gefunden zu werden und somit bezahlte Aufträge zu erhalten, von denen ich leben kann. Dieses Ziel lässt sich für mich aber nicht trennen von meinem grundsätzlichen Anliegen, mit meiner Arbeit, meinem Wirken und damit auch mit dem Teilen von Online-Inhalten einen Unterschied zu machen hin zu einer l(i)ebenswerten Welt. Gerade angesichts zunehmender Krisen in unserer Gesellschaft erscheint mir solch ein ausgerichtetes Handeln unerlässlich.

    Sinnhaftes Handeln in einer technologisch fortgeschrittenen und zunehmend KI-geprägten Welt bedeutet für mich nicht technologische Abwehr, sondern dass ich technologische Potentiale erkenne und versuche, sie zur Entfaltung zu bringen.

    Während bei SEO vielleicht noch ein bisschen die Ideen eines offenen Netzes zumindest durchschimmerten, scheint mir das bei AEO nun praktisch gar nicht mehr gegeben zu sein. Es gilt deshalb, an Alternativen zu arbeiten, diese vorzuleben und auch andere dazu zu befähigen. Das sind dann wenig spektakuläre, aber aus meiner Sicht sinnhafte Schritte: eine eigene Website, Verständnis und Lernen zu Dezentralität sowie auf Schnittstellen setzen und diese bedienen. Pionierarbeit sehe ich zu Letzterem zurzeit im Fediverse, aber auch in Projekten wie z. B. NOSTR.

    Ich freue mich, dass ich immer mehr Menschen und Initiativen wahrnehme, die solche Entwicklungen voranbringen. Du bist herzlich eingeladen, anstatt weiter Energie in ein immer absurderes, monopolisiertes Internet zu stecken, solche Entwicklungen mit zu unterstützen. Gerade wenn der Preis dafür ist, dass AEO-Tools dir dann ‚0 % KI-Sichtbarkeit‘ bescheinigen. :-)

    Wenn wir jetzt eigene, selbst-gehostete Online-Räume, föderierte Verbindungen und direkte Kanäle pflegen, andere dazu befähigen und auf diese Weise ein immer vielfältigeres dezentrales Online-Ökosystem entwickeln, bei dem es nicht um abstrakte Reichweite, sondern sinnhafte Wirkung geht, dann arbeiten wir nicht gegen Technologie, sondern für eine alternative, nämlich gemeinwohlorientierte und gemeinschaftlich genutzte Technologie, was Grundlage sein kann für bessere Zukünfte.

    #DigitaleMündigkeit #KünstlicheIntelligenzKI
  17. Tech-Aktien im Aufwind: Microsoft und Meta stecken Milliarden in KI-Systeme

    Microsoft und Meta werden an der Börse für ihre KI-Offensiven belohnt. Zeitnahe sollen weitere Milliarden in den Ausbau der Systeme gesteckt werden. Der Handelsstreit zwischen China und den USA bereitet der Branche allerdings Sorgen.

    diepresse.com/19637752/tech-ak

  18. Ohne Kabel kein Wandel: Die Golfstaaten investieren Milliarden in #KI und Rechenzentren, um ihre Wirtschaft vom Öl zu entkoppeln.

    Doch der digitale Aufstieg hängt an #Unterseekabeln, die durch geopolitische Krisenregionen wie die Straße von #Hormus verlaufen. #AI-Anwendungen verschärfen das Problem, da ihr Datenhunger klassische Infrastruktur an die Grenze bringt.

    Bereits jetzt wird deshalb massiv in neue Kabelrouten und Netzkapazitäten investiert - u.a. von #Bigtech:

    wired.com/story/the-gulfs-ai-b