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Mein Beitrag zur Blogparade #blogfragen
Seit zwei Wochen hänge ich kränkelnd in den Seilen. Eine hartnäckige Erkältung lässt die Tage mit halber Energie vorbeischleichen. In Bauch und Hirn sammeln sich Dinge, die ich gerne tun, starten oder beenden würde. Wörter in mein Weblog tippen! Die Entwürfe-Liste wächst, die digitalen Notizen auch, und viele Ideen kommen und ziehen vorbei, bevor ich sie aufgeschrieben habe. Nebenan liegt der Sohn ebenfalls krank im Bett und ich weiß nicht, wie groß das Zeitfenster ist, bis er aufwacht und dieser Beitrag ebenfalls vorerst im Entwürfe-Bereich meines WordPress-Dashboards verschwindet.
Ich brauche etwas, um mit dem Tippen loszulegen, aber jederzeit unterbrechen zu können und das Ding dennoch bis heute Abend veröffentlicht zu haben. So wie damals die #100DaysToOffload, mit denen ich dieses Weblog begann und von denen ich mich genau ein Jahr später nach 365 Tagen und erst 38 Beiträgen verabschiedete.
Erst jetzt sehe ich, dass ich mir damals vorgenommen hatte, noch eine Verabschiedung zur Challenge zu schreiben. Das habe ich nie getan. Vielleicht werde ich es irgendwann nachholen, denn für eine Verabschiedung ist es auch weitere drei Jahre später nicht zu spät. Höchstwahrscheinlich aber nicht, zumindest nicht formal. Jeder neue Beitrag hier ist eine Wiederaufnahme des Bloggens und gleichzeitig ein Abschied an die #100DaysToOffload-Übung.
Das ist mein eigener Textraum. Hier darf ich heiter scheitern und mich an meinen Ideen, Wünschen, Plänen und Lernlüsten freuen, die ich pflege und die mir in den Fingern jucken, ohne dass sie je zu etwas führen müssen. Und jetzt, wo ich mitten drin bin im Nachdenken über meinen Blog, starte ich meinen Beitrag zu Herrn Tommis #blogfragen Blogparade. (… und übe mich im Zügeln meiner drängenden Neugier, mich in den Beiträgen der werten Mitbloggenden zu verlesen … Das wird meine Belohnung sein, wenn die folgenden 12 Fragen von Herr Tommi beantwortet sind.)
Warum hast Du ursprünglich mit dem Bloggen angefangen?
21. Juli 2005, sagt mir Beitrag 2 vom 5.1.2021 in diesem Weblog. Damals als Tagebuch kurz vor Beginn meines ERASMUS-Auslandssemesters, in einem passwortgeschützten Blog, das nur Familienmitgliedern und Freunden zugänglich war. Also kein ‚echtes‘ Bloggen, aber rein technisch schon ziemlich genau so wie heute, auf einer eigenen Domain mit dort installiertem WordPress. (Es gibt sogar noch drei Snapshots aus dem Dezember 2005 auf archive.org, habe ich eben nachgesehen … mehr als ein Fragment des Startbildschirms zeigen sie aber nicht.) Das Blog schloss ich aber schon am 23. September 2006 wieder. Mich erwischten die Social Media Plattformen, die ich daraufhin für viel zu viele Jahre mit meinen Life Bits fütterte.
Ich begann mit dem Bloggen, weil ich Tagebuch führen wollte – ergänzt durch die Motivation, Freunde und Familie über meine ERASMUS- und Reiseerlebnisse zu informieren. Klassische private Versuche des Tagebuchschreibens scheiterten regelmäßig. Nur für mich selbst schreibend fehlte mir die Motivation, regelmäßig Einträge zu verfassen. Das schaffe ich bis heute nicht. Ich brauche das Gefühl, dass zumindest theoretisch jemand mitlesen könnte. Ob das tatsächlich jemand tut, ist mir nach wie vor egal. Ich habe sämtliche Logs, Counter etc abgeschaltet und weiß nicht, ob das hier jemand entdecken wird (als Teil einer Blogparade steigt die Wahrscheinlichkeit …). Aber das Gefühl, es KÖNNTE jemand lesen und bei größter Wertschätzung zu einem Stirnrunzeln verleiten, motiviert mich, mich gedanklich zu sortieren, halbwegs gerade Sätze zu schreiben, weniger ins Lamentieren zu verfallen … und irgendwann auf die Veröffentlichen-Schaltfläche zu klicken.
Die Motivation für das heutige Weblog ist ähnlich. Der potenzielle Adressat:innen-Kreis ist größer geworden und die Chance, dass jemand mitliest, gleichsam kleiner. Beim halbprivaten ERASMUS-Studienblog aus den Nuller-Jahren konnte ich relativ sicher davon ausgehen, dass meine Eltern und mein Freundeskreis reinschauen. Aber wen interessiert heute schon mein um sich selbst drehendes Geschreibsel? Die Idee, dass Personen, die meine E-Mail-Adresse kennen, aus Neugier reinklicken, versetzt mich manchmal in Zweifel … genau wie die Seltsamkeit, dass meine Privatadresse ungeschützt im Impressum steht. Menschen, die das seltsam und naiv finden, sei beim Lesen dieser Zeilen gesagt: Geht ruhig weiter, dieser Blog ist nicht für euch.
Zu den Versuchen aus 2005 sind neue Auslöser hinzugekommen: Das Weblog dient mir als Raum, um Gedanken, die mir fachlich wichtig sind, ohne Zeichenbeschränkung und in eigener Souveränität nach dem Domain of Ones Own Ansatz sortieren und aufheben zu können. Und immer mal wieder gibt es einzelne Artikel, mit denen ich mich an eine mir vor Augen stehende Leserschaft wende. Wenn ich eine Barcamp-Session ankündige. Wenn ich Erkenntnisse aus einer Veranstaltung für Dritte zusammenfasse. Wenn ich Informationen für ein anderes Format (z. B. als Podcast-Shownotes) zusammenfasse. Wenn ich einen Vorschlag unterbreiten möchte. Wenn ich mich freue, dass Ideen von mir woanders aufgegriffen und veröffentlicht wurden. Oder natürlich, wenn ich an einer Blogparade teilnehme (das hier ist erst mein zweites Mal … das erste Mal war kurz nach dem Start dieses Blogs in der #Teilzeitparade von Melanie. Leider scheint ihr Weblog mittlerweile offline gegangen zu sein. Ein kleiner Schock für mich, der mich gleich veranlasst hat, ihr damaliges Nachfolgegespräch mit mir auf LinkedIn hier zu archivieren.)
Welche Plattform nutzt Du für Deinen Blog und warum hast Du Dich dafür entschieden?
Wie leider fast das ganze Internet baut auch dieses Weblog auf WordPress auf, gehostet seit eh und je auf meinem Webspace bei all-inkl.com. Ich hatte damit 2005 begonnen (und 2021 weitergemacht), weil es vergleichsweise einfach schien und etabliert ist. Mittlerweile bin ich nicht mehr ganz glücklich über die WordPress-Wahl und würde gerne auf eine einfachere Lösung wechseln, die nicht mit Matt Mullenweg und Automattic assoziiert ist. Am sympathischsten, weil stabil, schnell und ressourcensparend, wäre mir eine statische Webseite. Allerdings fehlte mir bisher die Lust, Zeit und Kompetenz, mich mit einer Konvertierung ernsthaft auseinanderzusetzen.
Sehr happy bin ich mit dem Wechsel vom schrecklichen Thrive-Theme, das ich 2021 gekauft hatte, hin zu dem Theme, das Leonid mir geschenkt und für mich angepasst hat. Rein optisch und funktional gefällt mir mein Weblog jetzt so gut, dass ich die nächste Zeit wohl so weitermachen werde, es sei denn, im Rahmen der Trump-Katastrophe da drüben passiert etwas, das mich zwingt, mich von meiner WordPress-Installation als technischem Backbone zu verabschieden.
Hast Du schon auf anderen Plattformen gebloggt?
Ich habe in meinem Leben viel zu viel Energie in die Befütterung diverser SocialMedia-Plattformen gesteckt. Als echte Domain of Ones Own hatte ich neben meiner WordPress-Installation früher als Student eine händisch programmierte Portfolio-Webseite, auf der ich meine im Mediendesign-Studium erstellten Fotos und Videos zeigte. Meine damaligen HTML/CSS-Kenntnisse dürften mittlerweile völlig veraltet sein. Manchmal blicke ich mit gewisser Wehmut auf die Zeit, als ich bis in die letzte Codezeile Meister meiner Webpräsenz war (wow, ich finde gerade einen Snapshot von 2003 bei archive.org …).
Wie schreibst Du Deine Blogposts? Nutzt Du ein lokales Bearbeitungstool oder eine Panel/Dashboard-Funktion Deines Blogs?
Notizen zu Blogposts entstehen entweder in Logseq oder Apple Notizen (letzteres als Notlösung, seitdem es mit der Synchronisation von Logseq auf mein iPhone hakt). Die meisten Blogposts schreibe ich in iA Writer vor und kopiere sie dann per Copy+Paste in den WordPress-Editor. Kurze schnelle Beiträge schreibe ich direkt in WordPress. In iA Writer kann ich mich allerdings besser auf den Schreibprozess konzentrieren.
Wann fühlst Du Dich am meisten inspiriert zu schreiben?
Die meisten Beiträge beginne ich an meinem freien Montag, meinem Lern- und Herzenstag, vormittags, wenn der Sohn in der Schule ist und ich vielleicht gerade von einem längeren Lauf zurückkomme. Beim Laufen kommen mir viele Ideen, die ich danach zumindest skizzenhaft irgendwo festhalten muss. (Zeitweise lief ich mit einer Apple Watch und der App „Just Press Record“, um Ideen gleich in die Uhr diktieren zu können. Ich war erstaunt, wie funkelnd mir die Ideen unterwegs schienen und wie schal, als ich sie zuhause als Transkript aus meiner iCloud fischte. Außerdem war die Apple Watch aus tausend anderen Gründen ein unglaublich blödes Stück Technik. Deshalb verlasse ich mich jetzt darauf, dass mir die lohnenswerten Ideen im Kopf bleiben, bis ich wieder zuhause bin.)
Leider reicht oft die Zeit nicht, begonnene Beiträge fertig zu schreiben. Sie bleiben als Entwürfe in iA Writer oder WordPress liegen. Wenn mir ein Beitrag wichtig ist oder ich ihn aus unterschiedlichen Gründen schnell veröffentlichen möchte, setze ich mich abends nochmal dran, wenn die Familie schläft. Der Beginn ist oft leicht, der Abschluss schwer. Viele Beiträge bringe ich nie zum Ende.
Veröffentlichst Du Deine Texte sofort oder lässt Du sie erst eine Weile als Entwurf liegen?
Es passiert selten, dass ich einen Beitrag am Stück schreibe und direkt veröffentliche. Während meines #100DaysToOffload-Versuchs ging das besser. Heute benötige ich zumindest fürs Durchlesen, Korrigieren, Ergänzen von Quellen und Heraussuchen eines Beitragsbilds meist eine zweite Sitzung. Bei der Aufhübschung meines Blogs habe ich meine Entwürfe aufgeräumt und alle gelöscht, die zu fragmentarisch oder veraltet waren. 12 Entwürfe in WordPress und unzählige in iA Writer warten noch darauf, wieder aufgegriffen zu werden. Meinen ältesten, noch nicht veröffentlichten Entwurf, schrieb ich wenige Tage nach dem Start dieses Weblogs. Er besteht ausschließlich aus dem Titel „Stadt als Lernraum“. Irgendwann möchte ich mich dem Thema noch einmal widmen. Deshalb bleibt dieser Drei-Worte-Entwurf bestehen …
Über welche Themen schreibst Du generell?
Dieses Weblog ist themenoffen. Am häufigsten schreibe ich wahrscheinlich über Lernen (das Thema beschäftigt mich auch beruflich) und das Bloggen selbst, außerdem über Bücher, die ich gelesen, Veranstaltungen, die ich besucht habe und Podcasts, in denen ich als Gast eingeladen war (fast immer ist das LERNLUST). Am einfachsten fällt es mir, dieses Weblog als Raum für meine Lektürenotizen zu nutzen. Manchmal empfinde ich diese Beiträge als unfertig, wenn sie Notiz-, Zitatesammlung und Linksammlung bleiben und zu keiner echten Rezension mit eigenem Standpunkt entwickelt wurden … aber dann erinnere ich mich daran, dass das hier mein eigener Lernbereich ist und deshalb auch Notizbuch sein darf.
Für wen schreibst Du?
Die Behauptung, grundsätzlich nur für mich selbst zu schreiben, trage ich wie einen Schutzschild und als Selbstimmunisierung vor mir her. Wie oben bereits erwähnt: Es geschieht immer wieder, dass ich einzelne Beiträge gezielt für konkrete andere Personen schreibe und ihnen dann schicke. Die meisten Beiträge sind aber tatsächlich Mittel zum Zweck, um meine Gedanken zu sortieren. Auch das Schreiben an diesem Blogparade-Beitrag ist für mich freudiger Anlass für eine Gedankenreise durch meine eigenen Blog-Aktivitäten. „Lernen durch Schreiben“ ist eine Thema, das mich seit Jahren begeistert. Mit Matthias Wiencke hatte ich dazu mal in einem LernXP-Podcast gesprochen. Hier hatte ich eine Session dazu auf dem Barcamp #CLC21 der Corporate Learning Community vorbereitet … und hier nachbereitet. Dieses Weblog ist mein wichtigstes Lernwerkzeug! (Heute früh las ich im Audrey Watters Büchlein „Claim Your Domain – And Own Your Online Presence“ über Ivan Illichs Konzept der „Tools for Conviviality“. Ist mein Weblog so ein Tool für mich? Das werde ich herausfinden!)
Was ist Dein Lieblingsbeitrag auf Deinem Blog?
Diese Frage kann ich kaum beantworten. Am meisten mich selbst zitiert bzw. als Materialsammlung für andere Texte wiederverwendet habe ich wahrscheinlich aus den Beiträgen „Was sind Corporate Learning Ecosystems?“ und „Lernen in Gruppen“. Die Erstellung meiner Notizen und Quellensammlung zu Stefan Bergheims Buch „Zukünfte: Offen für Vielfalt“ war ein riesiger Lernprozess für mich, weil ich dabei so viel Verweise aus dem Buch nachverfolgt habe. Der kurze Tagebucheintrag „Eisbaden“ hat dazu geführt, dass mich eine Redakteurin der Deutschen Welle für einen kleinen Fernsehbeitrag im Internet gefunden und kontaktiert hat. „Recht auf Spazierengehen“ widmet sich einem Thema, das mir und unerwartet vielen Mitlesenden wichtig ist. Und der oben bereits erwähnte Blogparade-Beitrag „Mein Lern- und Herzenstag“ verband mich mit vielen wichtigen Beiträgen anderer Menschen, die traditionelle Arbeitszeitmodelle in Frage stellen, und hat so vielleicht manche Menschen in ihrer eigenen Entscheidung bestärkt, die Arbeitszeit zu reduzieren?
Hast Du schon Blogpausen eingelegt oder Blogs ganz aufgegeben?
Mein Blog aus Studiumszeiten schaltete ich nach einem guten Jahr wieder ab. Mein Leben hatte sich verändert und ich empfand damals die Fortführung als nicht mehr relevant (außerdem verlor ich mich an Social Media …). Heute bereue ich die Abschaltung.
Meine händisch programmierte Portfolio-Webseite aus dem Studium löschte ich, nachdem ich 2009 eine Arbeit gefunden hatte, die mit meiner damaligen künstlerischen Arbeit nichts zu tun zu haben schien. Es schien mir unpassend, mich mit meinen im Rückblick unzulänglich erscheinenden Fotos und Videos im Internet zu präsentieren. Auch diesen Schritt bereue ich heute … aber diesen Teil meiner digitalen Präsenz jetzt im Nachhinein wieder zu rekonstruieren, fühlt sich ebenfalls seltsam an.
Dieses Weblog soll länger bestehen bleiben. Immer mal wieder verlässt mich die Energie, ich schreibe wochen- oder monatelang nichts oder sammele unfertige Entwürfe. Seit der optischen Überarbeitung habe ich wieder große Lust, hier zu schreiben. Im Sommer (während meines jährlichen sechswöchigen Urlaubs) kribbelt es mich besonders in den Tippfingern, genau wie in der ersten Jahreshälfte, wenn mir vermehrt Veranstaltungen wie das Corporate Learning Barcamp oder die re:publica Themeninspiration geben.
Was empfiehlst Du Menschen, die mit dem Bloggen anfangen wollen?
Eine Challenge wie #100DaysToOffload kann hilfreich sein, um ins tägliche Schreiben zu kommen. Meine eigene Schreibpraxis wurde dadurch gefördert.
Dem klassischen Ratschlag, sich nicht zu sehr mit Technik und Konzept zu verkünsteln und einfach mit dem Schreiben loszulegen, kann ich nur bedingt folgen … denn auch das Einrichten des Blogs und Nachdenken über die Struktur und den Zweck eines Weblogs war ein wertvoller Lernprozess, den ich nicht missen möchte (aber ich begeistere mich sowieso schnell für Fragestellungen auf Meta-Ebene zu Praktiken der Artefaktproduktion. Der Weg ist ein Ziel.)
Mein Anspruch, in erster Linie für mich selbst zu schreiben, nimmt mir Hemmungen.
Vielleicht wäre ein guter Start, alle Beiträge, die man eigentlich auf Social Media Plattformen schreiben möchte, zumindest parallel auch auf dem eigenen Blog zu erstellen (oder idealerweise die Beiträge dort zu schreiben und nur auf die Plattformen zu verlinken)? Das nehme ich mir selbst immer wieder vor, es gelingt mir aber nur vereinzelt, weil manche Mastodonbeiträge für einen eigenen Blogpost als zu kurz oder zu stark in den dortigen Diskurs verwebt erscheinen. Aber warum eigentlich?
Hast Du Zukunftspläne für Deinen Blog? Vielleicht ein Redesign, ein Wechsel der Plattform oder neue Features?
Dazu ist das meiste bereits geschrieben. Ein ferneres Ziel wäre, mich von WordPress zu verabschieden und den Wechsel zu einer statischen Seite zu schaffen.
Die Gestaltung gefällt mir aktuell, die (bewusst reduzierten) Features passen ebenso. Immer wieder denke ich darüber nach, wie die Integration ins Fediverse noch besser werden könnte, aber eigentlich passt es so, wie es ist.
Was irgendwann kommen könnte, oder auch nicht:
- Eine Art öffentlicher Zettelkasten bzw. ein echtes, öffentliches Notizsystem: Dazu hatte ich mich vor zwei Jahren eine Zeit intensiv beschäftigt und mich intensiv mit Experten ausgetauscht. Irgendwann wuchs mir das über den Kopf und ich stellte fest, dass ich vor lauter Nachdenkerei über den Notizprozess keine Notizen mehr machte. Falls ich hier mal einen gesunden Mittelweg finde, nehme ich das Thema vielleicht wieder auf.
- Mehr Fotos: Früher habe ich begeistert auf Reisen fotografiert. Ich hätte Lust, das wieder aufzunehmen. Und in diesem Zusammenhang müsste ich mir überlegen, wie ich hier mehr Bildebene reinbringe … vielleicht eine Galerie?
- Mein eigener Podcast? Seit langer Zeit trage ich die Idee mit mir herum, einen Podcast über lokale/kommunale Lernräume oder Dritte Orte zu starten. Darüber hinaus habe ich noch andere Podcastideen. Keine Ahnung, ob ich die jemals verwirklichen werde, aber wenn es soweit sein wird, setze ich vielleicht eine Podlove- oder eine Castopod-Instanz auf …?
So, ich habe diesen Beitrag in (fast) einem Rutsch fertig getippt und zwischendurch mit dem Sohn gefrühstückt. Am Montag, meinem Lern- und Herzenstag. Eigentlich wollte ich heute früh meine Notizen zum Buch „Das Projekt SAP“ von Hannah Mormann sortieren, über das ich übermorgen mit ein paar Kolleg:innen spreche. Aber das musste dank der Blogparade warten. Und jetzt …. jetzt darf ich endlich auch die Beiträge der anderen Blogger:innen lesen!
#100DaysToOffload #blogfragen #CLC21 #Lernlust #Teilzeitparade
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Mein Beitrag zur Blogparade #blogfragen
Seit zwei Wochen hänge ich kränkelnd in den Seilen. Eine hartnäckige Erkältung lässt die Tage mit halber Energie vorbeischleichen. In Bauch und Hirn sammeln sich Dinge, die ich gerne tun, starten oder beenden würde. Wörter in mein Weblog tippen! Die Entwürfe-Liste wächst, die digitalen Notizen auch, und viele Ideen kommen und ziehen vorbei, bevor ich sie aufgeschrieben habe. Nebenan liegt der Sohn ebenfalls krank im Bett und ich weiß nicht, wie groß das Zeitfenster ist, bis er aufwacht und dieser Beitrag ebenfalls vorerst im Entwürfe-Bereich meines WordPress-Dashboards verschwindet.
Ich brauche etwas, um mit dem Tippen loszulegen, aber jederzeit unterbrechen zu können und das Ding dennoch bis heute Abend veröffentlicht zu haben. So wie damals die #100DaysToOffload, mit denen ich dieses Weblog begann und von denen ich mich genau ein Jahr später nach 365 Tagen und erst 38 Beiträgen verabschiedete.
Erst jetzt sehe ich, dass ich mir damals vorgenommen hatte, noch eine Verabschiedung zur Challenge zu schreiben. Das habe ich nie getan. Vielleicht werde ich es irgendwann nachholen, denn für eine Verabschiedung ist es auch weitere drei Jahre später nicht zu spät. Höchstwahrscheinlich aber nicht, zumindest nicht formal. Jeder neue Beitrag hier ist eine Wiederaufnahme des Bloggens und gleichzeitig ein Abschied an die #100DaysToOffload-Übung.
Das ist mein eigener Textraum. Hier darf ich heiter scheitern und mich an meinen Ideen, Wünschen, Plänen und Lernlüsten freuen, die ich pflege und die mir in den Fingern jucken, ohne dass sie je zu etwas führen müssen. Und jetzt, wo ich mitten drin bin im Nachdenken über meinen Blog, starte ich meinen Beitrag zu Herrn Tommis #blogfragen Blogparade. (… und übe mich im Zügeln meiner drängenden Neugier, mich in den Beiträgen der werten Mitbloggenden zu verlesen … Das wird meine Belohnung sein, wenn die folgenden 12 Fragen von Herr Tommi beantwortet sind.)
Warum hast Du ursprünglich mit dem Bloggen angefangen?
21. Juli 2005, sagt mir Beitrag 2 vom 5.1.2021 in diesem Weblog. Damals als Tagebuch kurz vor Beginn meines ERASMUS-Auslandssemesters, in einem passwortgeschützten Blog, das nur Familienmitgliedern und Freunden zugänglich war. Also kein ‚echtes‘ Bloggen, aber rein technisch schon ziemlich genau so wie heute, auf einer eigenen Domain mit dort installiertem WordPress. (Es gibt sogar noch drei Snapshots aus dem Dezember 2005 auf archive.org, habe ich eben nachgesehen … mehr als ein Fragment des Startbildschirms zeigen sie aber nicht.) Das Blog schloss ich aber schon am 23. September 2006 wieder. Mich erwischten die Social Media Plattformen, die ich daraufhin für viel zu viele Jahre mit meinen Life Bits fütterte.
Ich begann mit dem Bloggen, weil ich Tagebuch führen wollte – ergänzt durch die Motivation, Freunde und Familie über meine ERASMUS- und Reiseerlebnisse zu informieren. Klassische private Versuche des Tagebuchschreibens scheiterten regelmäßig. Nur für mich selbst schreibend fehlte mir die Motivation, regelmäßig Einträge zu verfassen. Das schaffe ich bis heute nicht. Ich brauche das Gefühl, dass zumindest theoretisch jemand mitlesen könnte. Ob das tatsächlich jemand tut, ist mir nach wie vor egal. Ich habe sämtliche Logs, Counter etc abgeschaltet und weiß nicht, ob das hier jemand entdecken wird (als Teil einer Blogparade steigt die Wahrscheinlichkeit …). Aber das Gefühl, es KÖNNTE jemand lesen und bei größter Wertschätzung zu einem Stirnrunzeln verleiten, motiviert mich, mich gedanklich zu sortieren, halbwegs gerade Sätze zu schreiben, weniger ins Lamentieren zu verfallen … und irgendwann auf die Veröffentlichen-Schaltfläche zu klicken.
Die Motivation für das heutige Weblog ist ähnlich. Der potenzielle Adressat:innen-Kreis ist größer geworden und die Chance, dass jemand mitliest, gleichsam kleiner. Beim halbprivaten ERASMUS-Studienblog aus den Nuller-Jahren konnte ich relativ sicher davon ausgehen, dass meine Eltern und mein Freundeskreis reinschauen. Aber wen interessiert heute schon mein um sich selbst drehendes Geschreibsel? Die Idee, dass Personen, die meine E-Mail-Adresse kennen, aus Neugier reinklicken, versetzt mich manchmal in Zweifel … genau wie die Seltsamkeit, dass meine Privatadresse ungeschützt im Impressum steht. Menschen, die das seltsam und naiv finden, sei beim Lesen dieser Zeilen gesagt: Geht ruhig weiter, dieser Blog ist nicht für euch.
Zu den Versuchen aus 2005 sind neue Auslöser hinzugekommen: Das Weblog dient mir als Raum, um Gedanken, die mir fachlich wichtig sind, ohne Zeichenbeschränkung und in eigener Souveränität nach dem Domain of Ones Own Ansatz sortieren und aufheben zu können. Und immer mal wieder gibt es einzelne Artikel, mit denen ich mich an eine mir vor Augen stehende Leserschaft wende. Wenn ich eine Barcamp-Session ankündige. Wenn ich Erkenntnisse aus einer Veranstaltung für Dritte zusammenfasse. Wenn ich Informationen für ein anderes Format (z. B. als Podcast-Shownotes) zusammenfasse. Wenn ich einen Vorschlag unterbreiten möchte. Wenn ich mich freue, dass Ideen von mir woanders aufgegriffen und veröffentlicht wurden. Oder natürlich, wenn ich an einer Blogparade teilnehme (das hier ist erst mein zweites Mal … das erste Mal war kurz nach dem Start dieses Blogs in der #Teilzeitparade von Melanie. Leider scheint ihr Weblog mittlerweile offline gegangen zu sein. Ein kleiner Schock für mich, der mich gleich veranlasst hat, ihr damaliges Nachfolgegespräch mit mir auf LinkedIn hier zu archivieren.)
Welche Plattform nutzt Du für Deinen Blog und warum hast Du Dich dafür entschieden?
Wie leider fast das ganze Internet baut auch dieses Weblog auf WordPress auf, gehostet seit eh und je auf meinem Webspace bei all-inkl.com. Ich hatte damit 2005 begonnen (und 2021 weitergemacht), weil es vergleichsweise einfach schien und etabliert ist. Mittlerweile bin ich nicht mehr ganz glücklich über die WordPress-Wahl und würde gerne auf eine einfachere Lösung wechseln, die nicht mit Matt Mullenweg und Automattic assoziiert ist. Am sympathischsten, weil stabil, schnell und ressourcensparend, wäre mir eine statische Webseite. Allerdings fehlte mir bisher die Lust, Zeit und Kompetenz, mich mit einer Konvertierung ernsthaft auseinanderzusetzen.
Sehr happy bin ich mit dem Wechsel vom schrecklichen Thrive-Theme, das ich 2021 gekauft hatte, hin zu dem Theme, das Leonid mir geschenkt und für mich angepasst hat. Rein optisch und funktional gefällt mir mein Weblog jetzt so gut, dass ich die nächste Zeit wohl so weitermachen werde, es sei denn, im Rahmen der Trump-Katastrophe da drüben passiert etwas, das mich zwingt, mich von meiner WordPress-Installation als technischem Backbone zu verabschieden.
Hast Du schon auf anderen Plattformen gebloggt?
Ich habe in meinem Leben viel zu viel Energie in die Befütterung diverser SocialMedia-Plattformen gesteckt. Als echte Domain of Ones Own hatte ich neben meiner WordPress-Installation früher als Student eine händisch programmierte Portfolio-Webseite, auf der ich meine im Mediendesign-Studium erstellten Fotos und Videos zeigte. Meine damaligen HTML/CSS-Kenntnisse dürften mittlerweile völlig veraltet sein. Manchmal blicke ich mit gewisser Wehmut auf die Zeit, als ich bis in die letzte Codezeile Meister meiner Webpräsenz war (wow, ich finde gerade einen Snapshot von 2003 bei archive.org …).
Wie schreibst Du Deine Blogposts? Nutzt Du ein lokales Bearbeitungstool oder eine Panel/Dashboard-Funktion Deines Blogs?
Notizen zu Blogposts entstehen entweder in Logseq oder Apple Notizen (letzteres als Notlösung, seitdem es mit der Synchronisation von Logseq auf mein iPhone hakt). Die meisten Blogposts schreibe ich in iA Writer vor und kopiere sie dann per Copy+Paste in den WordPress-Editor. Kurze schnelle Beiträge schreibe ich direkt in WordPress. In iA Writer kann ich mich allerdings besser auf den Schreibprozess konzentrieren.
Wann fühlst Du Dich am meisten inspiriert zu schreiben?
Die meisten Beiträge beginne ich an meinem freien Montag, meinem Lern- und Herzenstag, vormittags, wenn der Sohn in der Schule ist und ich vielleicht gerade von einem längeren Lauf zurückkomme. Beim Laufen kommen mir viele Ideen, die ich danach zumindest skizzenhaft irgendwo festhalten muss. (Zeitweise lief ich mit einer Apple Watch und der App „Just Press Record“, um Ideen gleich in die Uhr diktieren zu können. Ich war erstaunt, wie funkelnd mir die Ideen unterwegs schienen und wie schal, als ich sie zuhause als Transkript aus meiner iCloud fischte. Außerdem war die Apple Watch aus tausend anderen Gründen ein unglaublich blödes Stück Technik. Deshalb verlasse ich mich jetzt darauf, dass mir die lohnenswerten Ideen im Kopf bleiben, bis ich wieder zuhause bin.)
Leider reicht oft die Zeit nicht, begonnene Beiträge fertig zu schreiben. Sie bleiben als Entwürfe in iA Writer oder WordPress liegen. Wenn mir ein Beitrag wichtig ist oder ich ihn aus unterschiedlichen Gründen schnell veröffentlichen möchte, setze ich mich abends nochmal dran, wenn die Familie schläft. Der Beginn ist oft leicht, der Abschluss schwer. Viele Beiträge bringe ich nie zum Ende.
Veröffentlichst Du Deine Texte sofort oder lässt Du sie erst eine Weile als Entwurf liegen?
Es passiert selten, dass ich einen Beitrag am Stück schreibe und direkt veröffentliche. Während meines #100DaysToOffload-Versuchs ging das besser. Heute benötige ich zumindest fürs Durchlesen, Korrigieren, Ergänzen von Quellen und Heraussuchen eines Beitragsbilds meist eine zweite Sitzung. Bei der Aufhübschung meines Blogs habe ich meine Entwürfe aufgeräumt und alle gelöscht, die zu fragmentarisch oder veraltet waren. 12 Entwürfe in WordPress und unzählige in iA Writer warten noch darauf, wieder aufgegriffen zu werden. Meinen ältesten, noch nicht veröffentlichten Entwurf, schrieb ich wenige Tage nach dem Start dieses Weblogs. Er besteht ausschließlich aus dem Titel „Stadt als Lernraum“. Irgendwann möchte ich mich dem Thema noch einmal widmen. Deshalb bleibt dieser Drei-Worte-Entwurf bestehen …
Über welche Themen schreibst Du generell?
Dieses Weblog ist themenoffen. Am häufigsten schreibe ich wahrscheinlich über Lernen (das Thema beschäftigt mich auch beruflich) und das Bloggen selbst, außerdem über Bücher, die ich gelesen, Veranstaltungen, die ich besucht habe und Podcasts, in denen ich als Gast eingeladen war (fast immer ist das LERNLUST). Am einfachsten fällt es mir, dieses Weblog als Raum für meine Lektürenotizen zu nutzen. Manchmal empfinde ich diese Beiträge als unfertig, wenn sie Notiz-, Zitatesammlung und Linksammlung bleiben und zu keiner echten Rezension mit eigenem Standpunkt entwickelt wurden … aber dann erinnere ich mich daran, dass das hier mein eigener Lernbereich ist und deshalb auch Notizbuch sein darf.
Für wen schreibst Du?
Die Behauptung, grundsätzlich nur für mich selbst zu schreiben, trage ich wie einen Schutzschild und als Selbstimmunisierung vor mir her. Wie oben bereits erwähnt: Es geschieht immer wieder, dass ich einzelne Beiträge gezielt für konkrete andere Personen schreibe und ihnen dann schicke. Die meisten Beiträge sind aber tatsächlich Mittel zum Zweck, um meine Gedanken zu sortieren. Auch das Schreiben an diesem Blogparade-Beitrag ist für mich freudiger Anlass für eine Gedankenreise durch meine eigenen Blog-Aktivitäten. „Lernen durch Schreiben“ ist eine Thema, das mich seit Jahren begeistert. Mit Matthias Wiencke hatte ich dazu mal in einem LernXP-Podcast gesprochen. Hier hatte ich eine Session dazu auf dem Barcamp #CLC21 der Corporate Learning Community vorbereitet … und hier nachbereitet. Dieses Weblog ist mein wichtigstes Lernwerkzeug! (Heute früh las ich im Audrey Watters Büchlein „Claim Your Domain – And Own Your Online Presence“ über Ivan Illichs Konzept der „Tools for Conviviality“. Ist mein Weblog so ein Tool für mich? Das werde ich herausfinden!)
Was ist Dein Lieblingsbeitrag auf Deinem Blog?
Diese Frage kann ich kaum beantworten. Am meisten mich selbst zitiert bzw. als Materialsammlung für andere Texte wiederverwendet habe ich wahrscheinlich aus den Beiträgen „Was sind Corporate Learning Ecosystems?“ und „Lernen in Gruppen“. Die Erstellung meiner Notizen und Quellensammlung zu Stefan Bergheims Buch „Zukünfte: Offen für Vielfalt“ war ein riesiger Lernprozess für mich, weil ich dabei so viel Verweise aus dem Buch nachverfolgt habe. Der kurze Tagebucheintrag „Eisbaden“ hat dazu geführt, dass mich eine Redakteurin der Deutschen Welle für einen kleinen Fernsehbeitrag im Internet gefunden und kontaktiert hat. „Recht auf Spazierengehen“ widmet sich einem Thema, das mir und unerwartet vielen Mitlesenden wichtig ist. Und der oben bereits erwähnte Blogparade-Beitrag „Mein Lern- und Herzenstag“ verband mich mit vielen wichtigen Beiträgen anderer Menschen, die traditionelle Arbeitszeitmodelle in Frage stellen, und hat so vielleicht manche Menschen in ihrer eigenen Entscheidung bestärkt, die Arbeitszeit zu reduzieren?
Hast Du schon Blogpausen eingelegt oder Blogs ganz aufgegeben?
Mein Blog aus Studiumszeiten schaltete ich nach einem guten Jahr wieder ab. Mein Leben hatte sich verändert und ich empfand damals die Fortführung als nicht mehr relevant (außerdem verlor ich mich an Social Media …). Heute bereue ich die Abschaltung.
Meine händisch programmierte Portfolio-Webseite aus dem Studium löschte ich, nachdem ich 2009 eine Arbeit gefunden hatte, die mit meiner damaligen künstlerischen Arbeit nichts zu tun zu haben schien. Es schien mir unpassend, mich mit meinen im Rückblick unzulänglich erscheinenden Fotos und Videos im Internet zu präsentieren. Auch diesen Schritt bereue ich heute … aber diesen Teil meiner digitalen Präsenz jetzt im Nachhinein wieder zu rekonstruieren, fühlt sich ebenfalls seltsam an.
Dieses Weblog soll länger bestehen bleiben. Immer mal wieder verlässt mich die Energie, ich schreibe wochen- oder monatelang nichts oder sammele unfertige Entwürfe. Seit der optischen Überarbeitung habe ich wieder große Lust, hier zu schreiben. Im Sommer (während meines jährlichen sechswöchigen Urlaubs) kribbelt es mich besonders in den Tippfingern, genau wie in der ersten Jahreshälfte, wenn mir vermehrt Veranstaltungen wie das Corporate Learning Barcamp oder die re:publica Themeninspiration geben.
Was empfiehlst Du Menschen, die mit dem Bloggen anfangen wollen?
Eine Challenge wie #100DaysToOffload kann hilfreich sein, um ins tägliche Schreiben zu kommen. Meine eigene Schreibpraxis wurde dadurch gefördert.
Dem klassischen Ratschlag, sich nicht zu sehr mit Technik und Konzept zu verkünsteln und einfach mit dem Schreiben loszulegen, kann ich nur bedingt folgen … denn auch das Einrichten des Blogs und Nachdenken über die Struktur und den Zweck eines Weblogs war ein wertvoller Lernprozess, den ich nicht missen möchte (aber ich begeistere mich sowieso schnell für Fragestellungen auf Meta-Ebene zu Praktiken der Artefaktproduktion. Der Weg ist ein Ziel.)
Mein Anspruch, in erster Linie für mich selbst zu schreiben, nimmt mir Hemmungen.
Vielleicht wäre ein guter Start, alle Beiträge, die man eigentlich auf Social Media Plattformen schreiben möchte, zumindest parallel auch auf dem eigenen Blog zu erstellen (oder idealerweise die Beiträge dort zu schreiben und nur auf die Plattformen zu verlinken)? Das nehme ich mir selbst immer wieder vor, es gelingt mir aber nur vereinzelt, weil manche Mastodonbeiträge für einen eigenen Blogpost als zu kurz oder zu stark in den dortigen Diskurs verwebt erscheinen. Aber warum eigentlich?
Hast Du Zukunftspläne für Deinen Blog? Vielleicht ein Redesign, ein Wechsel der Plattform oder neue Features?
Dazu ist das meiste bereits geschrieben. Ein ferneres Ziel wäre, mich von WordPress zu verabschieden und den Wechsel zu einer statischen Seite zu schaffen.
Die Gestaltung gefällt mir aktuell, die (bewusst reduzierten) Features passen ebenso. Immer wieder denke ich darüber nach, wie die Integration ins Fediverse noch besser werden könnte, aber eigentlich passt es so, wie es ist.
Was irgendwann kommen könnte, oder auch nicht:
- Eine Art öffentlicher Zettelkasten bzw. ein echtes, öffentliches Notizsystem: Dazu hatte ich mich vor zwei Jahren eine Zeit intensiv beschäftigt und mich intensiv mit Experten ausgetauscht. Irgendwann wuchs mir das über den Kopf und ich stellte fest, dass ich vor lauter Nachdenkerei über den Notizprozess keine Notizen mehr machte. Falls ich hier mal einen gesunden Mittelweg finde, nehme ich das Thema vielleicht wieder auf.
- Mehr Fotos: Früher habe ich begeistert auf Reisen fotografiert. Ich hätte Lust, das wieder aufzunehmen. Und in diesem Zusammenhang müsste ich mir überlegen, wie ich hier mehr Bildebene reinbringe … vielleicht eine Galerie?
- Mein eigener Podcast? Seit langer Zeit trage ich die Idee mit mir herum, einen Podcast über lokale/kommunale Lernräume oder Dritte Orte zu starten. Darüber hinaus habe ich noch andere Podcastideen. Keine Ahnung, ob ich die jemals verwirklichen werde, aber wenn es soweit sein wird, setze ich vielleicht eine Podlove- oder eine Castopod-Instanz auf …?
So, ich habe diesen Beitrag in (fast) einem Rutsch fertig getippt und zwischendurch mit dem Sohn gefrühstückt. Am Montag, meinem Lern- und Herzenstag. Eigentlich wollte ich heute früh meine Notizen zum Buch „Das Projekt SAP“ von Hannah Mormann sortieren, über das ich übermorgen mit ein paar Kolleg:innen spreche. Aber das musste dank der Blogparade warten. Und jetzt …. jetzt darf ich endlich auch die Beiträge der anderen Blogger:innen lesen!
#100DaysToOffload #blogfragen #CLC21 #Lernlust #Teilzeitparade
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Mein Beitrag zur Blogparade #blogfragen
Seit zwei Wochen hänge ich kränkelnd in den Seilen. Eine hartnäckige Erkältung lässt die Tage mit halber Energie vorbeischleichen. In Bauch und Hirn sammeln sich Dinge, die ich gerne tun, starten oder beenden würde. Wörter in mein Weblog tippen! Die Entwürfe-Liste wächst, die digitalen Notizen auch, und viele Ideen kommen und ziehen vorbei, bevor ich sie aufgeschrieben habe. Nebenan liegt der Sohn ebenfalls krank im Bett und ich weiß nicht, wie groß das Zeitfenster ist, bis er aufwacht und dieser Beitrag ebenfalls vorerst im Entwürfe-Bereich meines WordPress-Dashboards verschwindet.
Ich brauche etwas, um mit dem Tippen loszulegen, aber jederzeit unterbrechen zu können und das Ding dennoch bis heute Abend veröffentlicht zu haben. So wie damals die #100DaysToOffload, mit denen ich dieses Weblog begann und von denen ich mich genau ein Jahr später nach 365 Tagen und erst 38 Beiträgen verabschiedete.
Erst jetzt sehe ich, dass ich mir damals vorgenommen hatte, noch eine Verabschiedung zur Challenge zu schreiben. Das habe ich nie getan. Vielleicht werde ich es irgendwann nachholen, denn für eine Verabschiedung ist es auch weitere drei Jahre später nicht zu spät. Höchstwahrscheinlich aber nicht, zumindest nicht formal. Jeder neue Beitrag hier ist eine Wiederaufnahme des Bloggens und gleichzeitig ein Abschied an die #100DaysToOffload-Übung.
Das ist mein eigener Textraum. Hier darf ich heiter scheitern und mich an meinen Ideen, Wünschen, Plänen und Lernlüsten freuen, die ich pflege und die mir in den Fingern jucken, ohne dass sie je zu etwas führen müssen. Und jetzt, wo ich mitten drin bin im Nachdenken über meinen Blog, starte ich meinen Beitrag zu Herrn Tommis #blogfragen Blogparade. (… und übe mich im Zügeln meiner drängenden Neugier, mich in den Beiträgen der werten Mitbloggenden zu verlesen … Das wird meine Belohnung sein, wenn die folgenden 12 Fragen von Herr Tommi beantwortet sind.)
Warum hast Du ursprünglich mit dem Bloggen angefangen?
21. Juli 2005, sagt mir Beitrag 2 vom 5.1.2021 in diesem Weblog. Damals als Tagebuch kurz vor Beginn meines ERASMUS-Auslandssemesters, in einem passwortgeschützten Blog, das nur Familienmitgliedern und Freunden zugänglich war. Also kein ‚echtes‘ Bloggen, aber rein technisch schon ziemlich genau so wie heute, auf einer eigenen Domain mit dort installiertem WordPress. (Es gibt sogar noch drei Snapshots aus dem Dezember 2005 auf archive.org, habe ich eben nachgesehen … mehr als ein Fragment des Startbildschirms zeigen sie aber nicht.) Das Blog schloss ich aber schon am 23. September 2006 wieder. Mich erwischten die Social Media Plattformen, die ich daraufhin für viel zu viele Jahre mit meinen Life Bits fütterte.
Ich begann mit dem Bloggen, weil ich Tagebuch führen wollte – ergänzt durch die Motivation, Freunde und Familie über meine ERASMUS- und Reiseerlebnisse zu informieren. Klassische private Versuche des Tagebuchschreibens scheiterten regelmäßig. Nur für mich selbst schreibend fehlte mir die Motivation, regelmäßig Einträge zu verfassen. Das schaffe ich bis heute nicht. Ich brauche das Gefühl, dass zumindest theoretisch jemand mitlesen könnte. Ob das tatsächlich jemand tut, ist mir nach wie vor egal. Ich habe sämtliche Logs, Counter etc abgeschaltet und weiß nicht, ob das hier jemand entdecken wird (als Teil einer Blogparade steigt die Wahrscheinlichkeit …). Aber das Gefühl, es KÖNNTE jemand lesen und bei größter Wertschätzung zu einem Stirnrunzeln verleiten, motiviert mich, mich gedanklich zu sortieren, halbwegs gerade Sätze zu schreiben, weniger ins Lamentieren zu verfallen … und irgendwann auf die Veröffentlichen-Schaltfläche zu klicken.
Die Motivation für das heutige Weblog ist ähnlich. Der potenzielle Adressat:innen-Kreis ist größer geworden und die Chance, dass jemand mitliest, gleichsam kleiner. Beim halbprivaten ERASMUS-Studienblog aus den Nuller-Jahren konnte ich relativ sicher davon ausgehen, dass meine Eltern und mein Freundeskreis reinschauen. Aber wen interessiert heute schon mein um sich selbst drehendes Geschreibsel? Die Idee, dass Personen, die meine E-Mail-Adresse kennen, aus Neugier reinklicken, versetzt mich manchmal in Zweifel … genau wie die Seltsamkeit, dass meine Privatadresse ungeschützt im Impressum steht. Menschen, die das seltsam und naiv finden, sei beim Lesen dieser Zeilen gesagt: Geht ruhig weiter, dieser Blog ist nicht für euch.
Zu den Versuchen aus 2005 sind neue Auslöser hinzugekommen: Das Weblog dient mir als Raum, um Gedanken, die mir fachlich wichtig sind, ohne Zeichenbeschränkung und in eigener Souveränität nach dem Domain of Ones Own Ansatz sortieren und aufheben zu können. Und immer mal wieder gibt es einzelne Artikel, mit denen ich mich an eine mir vor Augen stehende Leserschaft wende. Wenn ich eine Barcamp-Session ankündige. Wenn ich Erkenntnisse aus einer Veranstaltung für Dritte zusammenfasse. Wenn ich Informationen für ein anderes Format (z. B. als Podcast-Shownotes) zusammenfasse. Wenn ich einen Vorschlag unterbreiten möchte. Wenn ich mich freue, dass Ideen von mir woanders aufgegriffen und veröffentlicht wurden. Oder natürlich, wenn ich an einer Blogparade teilnehme (das hier ist erst mein zweites Mal … das erste Mal war kurz nach dem Start dieses Blogs in der #Teilzeitparade von Melanie. Leider scheint ihr Weblog mittlerweile offline gegangen zu sein. Ein kleiner Schock für mich, der mich gleich veranlasst hat, ihr damaliges Nachfolgegespräch mit mir auf LinkedIn hier zu archivieren.)
Welche Plattform nutzt Du für Deinen Blog und warum hast Du Dich dafür entschieden?
Wie leider fast das ganze Internet baut auch dieses Weblog auf WordPress auf, gehostet seit eh und je auf meinem Webspace bei all-inkl.com. Ich hatte damit 2005 begonnen (und 2021 weitergemacht), weil es vergleichsweise einfach schien und etabliert ist. Mittlerweile bin ich nicht mehr ganz glücklich über die WordPress-Wahl und würde gerne auf eine einfachere Lösung wechseln, die nicht mit Matt Mullenweg und Automattic assoziiert ist. Am sympathischsten, weil stabil, schnell und ressourcensparend, wäre mir eine statische Webseite. Allerdings fehlte mir bisher die Lust, Zeit und Kompetenz, mich mit einer Konvertierung ernsthaft auseinanderzusetzen.
Sehr happy bin ich mit dem Wechsel vom schrecklichen Thrive-Theme, das ich 2021 gekauft hatte, hin zu dem Theme, das Leonid mir geschenkt und für mich angepasst hat. Rein optisch und funktional gefällt mir mein Weblog jetzt so gut, dass ich die nächste Zeit wohl so weitermachen werde, es sei denn, im Rahmen der Trump-Katastrophe da drüben passiert etwas, das mich zwingt, mich von meiner WordPress-Installation als technischem Backbone zu verabschieden.
Hast Du schon auf anderen Plattformen gebloggt?
Ich habe in meinem Leben viel zu viel Energie in die Befütterung diverser SocialMedia-Plattformen gesteckt. Als echte Domain of Ones Own hatte ich neben meiner WordPress-Installation früher als Student eine händisch programmierte Portfolio-Webseite, auf der ich meine im Mediendesign-Studium erstellten Fotos und Videos zeigte. Meine damaligen HTML/CSS-Kenntnisse dürften mittlerweile völlig veraltet sein. Manchmal blicke ich mit gewisser Wehmut auf die Zeit, als ich bis in die letzte Codezeile Meister meiner Webpräsenz war (wow, ich finde gerade einen Snapshot von 2003 bei archive.org …).
Wie schreibst Du Deine Blogposts? Nutzt Du ein lokales Bearbeitungstool oder eine Panel/Dashboard-Funktion Deines Blogs?
Notizen zu Blogposts entstehen entweder in Logseq oder Apple Notizen (letzteres als Notlösung, seitdem es mit der Synchronisation von Logseq auf mein iPhone hakt). Die meisten Blogposts schreibe ich in iA Writer vor und kopiere sie dann per Copy+Paste in den WordPress-Editor. Kurze schnelle Beiträge schreibe ich direkt in WordPress. In iA Writer kann ich mich allerdings besser auf den Schreibprozess konzentrieren.
Wann fühlst Du Dich am meisten inspiriert zu schreiben?
Die meisten Beiträge beginne ich an meinem freien Montag, meinem Lern- und Herzenstag, vormittags, wenn der Sohn in der Schule ist und ich vielleicht gerade von einem längeren Lauf zurückkomme. Beim Laufen kommen mir viele Ideen, die ich danach zumindest skizzenhaft irgendwo festhalten muss. (Zeitweise lief ich mit einer Apple Watch und der App „Just Press Record“, um Ideen gleich in die Uhr diktieren zu können. Ich war erstaunt, wie funkelnd mir die Ideen unterwegs schienen und wie schal, als ich sie zuhause als Transkript aus meiner iCloud fischte. Außerdem war die Apple Watch aus tausend anderen Gründen ein unglaublich blödes Stück Technik. Deshalb verlasse ich mich jetzt darauf, dass mir die lohnenswerten Ideen im Kopf bleiben, bis ich wieder zuhause bin.)
Leider reicht oft die Zeit nicht, begonnene Beiträge fertig zu schreiben. Sie bleiben als Entwürfe in iA Writer oder WordPress liegen. Wenn mir ein Beitrag wichtig ist oder ich ihn aus unterschiedlichen Gründen schnell veröffentlichen möchte, setze ich mich abends nochmal dran, wenn die Familie schläft. Der Beginn ist oft leicht, der Abschluss schwer. Viele Beiträge bringe ich nie zum Ende.
Veröffentlichst Du Deine Texte sofort oder lässt Du sie erst eine Weile als Entwurf liegen?
Es passiert selten, dass ich einen Beitrag am Stück schreibe und direkt veröffentliche. Während meines #100DaysToOffload-Versuchs ging das besser. Heute benötige ich zumindest fürs Durchlesen, Korrigieren, Ergänzen von Quellen und Heraussuchen eines Beitragsbilds meist eine zweite Sitzung. Bei der Aufhübschung meines Blogs habe ich meine Entwürfe aufgeräumt und alle gelöscht, die zu fragmentarisch oder veraltet waren. 12 Entwürfe in WordPress und unzählige in iA Writer warten noch darauf, wieder aufgegriffen zu werden. Meinen ältesten, noch nicht veröffentlichten Entwurf, schrieb ich wenige Tage nach dem Start dieses Weblogs. Er besteht ausschließlich aus dem Titel „Stadt als Lernraum“. Irgendwann möchte ich mich dem Thema noch einmal widmen. Deshalb bleibt dieser Drei-Worte-Entwurf bestehen …
Über welche Themen schreibst Du generell?
Dieses Weblog ist themenoffen. Am häufigsten schreibe ich wahrscheinlich über Lernen (das Thema beschäftigt mich auch beruflich) und das Bloggen selbst, außerdem über Bücher, die ich gelesen, Veranstaltungen, die ich besucht habe und Podcasts, in denen ich als Gast eingeladen war (fast immer ist das LERNLUST). Am einfachsten fällt es mir, dieses Weblog als Raum für meine Lektürenotizen zu nutzen. Manchmal empfinde ich diese Beiträge als unfertig, wenn sie Notiz-, Zitatesammlung und Linksammlung bleiben und zu keiner echten Rezension mit eigenem Standpunkt entwickelt wurden … aber dann erinnere ich mich daran, dass das hier mein eigener Lernbereich ist und deshalb auch Notizbuch sein darf.
Für wen schreibst Du?
Die Behauptung, grundsätzlich nur für mich selbst zu schreiben, trage ich wie einen Schutzschild und als Selbstimmunisierung vor mir her. Wie oben bereits erwähnt: Es geschieht immer wieder, dass ich einzelne Beiträge gezielt für konkrete andere Personen schreibe und ihnen dann schicke. Die meisten Beiträge sind aber tatsächlich Mittel zum Zweck, um meine Gedanken zu sortieren. Auch das Schreiben an diesem Blogparade-Beitrag ist für mich freudiger Anlass für eine Gedankenreise durch meine eigenen Blog-Aktivitäten. „Lernen durch Schreiben“ ist eine Thema, das mich seit Jahren begeistert. Mit Matthias Wiencke hatte ich dazu mal in einem LernXP-Podcast gesprochen. Hier hatte ich eine Session dazu auf dem Barcamp #CLC21 der Corporate Learning Community vorbereitet … und hier nachbereitet. Dieses Weblog ist mein wichtigstes Lernwerkzeug! (Heute früh las ich im Audrey Watters Büchlein „Claim Your Domain – And Own Your Online Presence“ über Ivan Illichs Konzept der „Tools for Conviviality“. Ist mein Weblog so ein Tool für mich? Das werde ich herausfinden!)
Was ist Dein Lieblingsbeitrag auf Deinem Blog?
Diese Frage kann ich kaum beantworten. Am meisten mich selbst zitiert bzw. als Materialsammlung für andere Texte wiederverwendet habe ich wahrscheinlich aus den Beiträgen „Was sind Corporate Learning Ecosystems?“ und „Lernen in Gruppen“. Die Erstellung meiner Notizen und Quellensammlung zu Stefan Bergheims Buch „Zukünfte: Offen für Vielfalt“ war ein riesiger Lernprozess für mich, weil ich dabei so viel Verweise aus dem Buch nachverfolgt habe. Der kurze Tagebucheintrag „Eisbaden“ hat dazu geführt, dass mich eine Redakteurin der Deutschen Welle für einen kleinen Fernsehbeitrag im Internet gefunden und kontaktiert hat. „Recht auf Spazierengehen“ widmet sich einem Thema, das mir und unerwartet vielen Mitlesenden wichtig ist. Und der oben bereits erwähnte Blogparade-Beitrag „Mein Lern- und Herzenstag“ verband mich mit vielen wichtigen Beiträgen anderer Menschen, die traditionelle Arbeitszeitmodelle in Frage stellen, und hat so vielleicht manche Menschen in ihrer eigenen Entscheidung bestärkt, die Arbeitszeit zu reduzieren?
Hast Du schon Blogpausen eingelegt oder Blogs ganz aufgegeben?
Mein Blog aus Studiumszeiten schaltete ich nach einem guten Jahr wieder ab. Mein Leben hatte sich verändert und ich empfand damals die Fortführung als nicht mehr relevant (außerdem verlor ich mich an Social Media …). Heute bereue ich die Abschaltung.
Meine händisch programmierte Portfolio-Webseite aus dem Studium löschte ich, nachdem ich 2009 eine Arbeit gefunden hatte, die mit meiner damaligen künstlerischen Arbeit nichts zu tun zu haben schien. Es schien mir unpassend, mich mit meinen im Rückblick unzulänglich erscheinenden Fotos und Videos im Internet zu präsentieren. Auch diesen Schritt bereue ich heute … aber diesen Teil meiner digitalen Präsenz jetzt im Nachhinein wieder zu rekonstruieren, fühlt sich ebenfalls seltsam an.
Dieses Weblog soll länger bestehen bleiben. Immer mal wieder verlässt mich die Energie, ich schreibe wochen- oder monatelang nichts oder sammele unfertige Entwürfe. Seit der optischen Überarbeitung habe ich wieder große Lust, hier zu schreiben. Im Sommer (während meines jährlichen sechswöchigen Urlaubs) kribbelt es mich besonders in den Tippfingern, genau wie in der ersten Jahreshälfte, wenn mir vermehrt Veranstaltungen wie das Corporate Learning Barcamp oder die re:publica Themeninspiration geben.
Was empfiehlst Du Menschen, die mit dem Bloggen anfangen wollen?
Eine Challenge wie #100DaysToOffload kann hilfreich sein, um ins tägliche Schreiben zu kommen. Meine eigene Schreibpraxis wurde dadurch gefördert.
Dem klassischen Ratschlag, sich nicht zu sehr mit Technik und Konzept zu verkünsteln und einfach mit dem Schreiben loszulegen, kann ich nur bedingt folgen … denn auch das Einrichten des Blogs und Nachdenken über die Struktur und den Zweck eines Weblogs war ein wertvoller Lernprozess, den ich nicht missen möchte (aber ich begeistere mich sowieso schnell für Fragestellungen auf Meta-Ebene zu Praktiken der Artefaktproduktion. Der Weg ist ein Ziel.)
Mein Anspruch, in erster Linie für mich selbst zu schreiben, nimmt mir Hemmungen.
Vielleicht wäre ein guter Start, alle Beiträge, die man eigentlich auf Social Media Plattformen schreiben möchte, zumindest parallel auch auf dem eigenen Blog zu erstellen (oder idealerweise die Beiträge dort zu schreiben und nur auf die Plattformen zu verlinken)? Das nehme ich mir selbst immer wieder vor, es gelingt mir aber nur vereinzelt, weil manche Mastodonbeiträge für einen eigenen Blogpost als zu kurz oder zu stark in den dortigen Diskurs verwebt erscheinen. Aber warum eigentlich?
Hast Du Zukunftspläne für Deinen Blog? Vielleicht ein Redesign, ein Wechsel der Plattform oder neue Features?
Dazu ist das meiste bereits geschrieben. Ein ferneres Ziel wäre, mich von WordPress zu verabschieden und den Wechsel zu einer statischen Seite zu schaffen.
Die Gestaltung gefällt mir aktuell, die (bewusst reduzierten) Features passen ebenso. Immer wieder denke ich darüber nach, wie die Integration ins Fediverse noch besser werden könnte, aber eigentlich passt es so, wie es ist.
Was irgendwann kommen könnte, oder auch nicht:
- Eine Art öffentlicher Zettelkasten bzw. ein echtes, öffentliches Notizsystem: Dazu hatte ich mich vor zwei Jahren eine Zeit intensiv beschäftigt und mich intensiv mit Experten ausgetauscht. Irgendwann wuchs mir das über den Kopf und ich stellte fest, dass ich vor lauter Nachdenkerei über den Notizprozess keine Notizen mehr machte. Falls ich hier mal einen gesunden Mittelweg finde, nehme ich das Thema vielleicht wieder auf.
- Mehr Fotos: Früher habe ich begeistert auf Reisen fotografiert. Ich hätte Lust, das wieder aufzunehmen. Und in diesem Zusammenhang müsste ich mir überlegen, wie ich hier mehr Bildebene reinbringe … vielleicht eine Galerie?
- Mein eigener Podcast? Seit langer Zeit trage ich die Idee mit mir herum, einen Podcast über lokale/kommunale Lernräume oder Dritte Orte zu starten. Darüber hinaus habe ich noch andere Podcastideen. Keine Ahnung, ob ich die jemals verwirklichen werde, aber wenn es soweit sein wird, setze ich vielleicht eine Podlove- oder eine Castopod-Instanz auf …?
So, ich habe diesen Beitrag in (fast) einem Rutsch fertig getippt und zwischendurch mit dem Sohn gefrühstückt. Am Montag, meinem Lern- und Herzenstag. Eigentlich wollte ich heute früh meine Notizen zum Buch „Das Projekt SAP“ von Hannah Mormann sortieren, über das ich übermorgen mit ein paar Kolleg:innen spreche. Aber das musste dank der Blogparade warten. Und jetzt …. jetzt darf ich endlich auch die Beiträge der anderen Blogger:innen lesen!
#100DaysToOffload #blogfragen #CLC21 #Lernlust #Teilzeitparade
-
Mein Beitrag zur Blogparade #blogfragen
Seit zwei Wochen hänge ich kränkelnd in den Seilen. Eine hartnäckige Erkältung lässt die Tage mit halber Energie vorbeischleichen. In Bauch und Hirn sammeln sich Dinge, die ich gerne tun, starten oder beenden würde. Wörter in mein Weblog tippen! Die Entwürfe-Liste wächst, die digitalen Notizen auch, und viele Ideen kommen und ziehen vorbei, bevor ich sie aufgeschrieben habe. Nebenan liegt der Sohn ebenfalls krank im Bett und ich weiß nicht, wie groß das Zeitfenster ist, bis er aufwacht und dieser Beitrag ebenfalls vorerst im Entwürfe-Bereich meines WordPress-Dashboards verschwindet.
Ich brauche etwas, um mit dem Tippen loszulegen, aber jederzeit unterbrechen zu können und das Ding dennoch bis heute Abend veröffentlicht zu haben. So wie damals die #100DaysToOffload, mit denen ich dieses Weblog begann und von denen ich mich genau ein Jahr später nach 365 Tagen und erst 38 Beiträgen verabschiedete.
Erst jetzt sehe ich, dass ich mir damals vorgenommen hatte, noch eine Verabschiedung zur Challenge zu schreiben. Das habe ich nie getan. Vielleicht werde ich es irgendwann nachholen, denn für eine Verabschiedung ist es auch weitere drei Jahre später nicht zu spät. Höchstwahrscheinlich aber nicht, zumindest nicht formal. Jeder neue Beitrag hier ist eine Wiederaufnahme des Bloggens und gleichzeitig ein Abschied an die #100DaysToOffload-Übung.
Das ist mein eigener Textraum. Hier darf ich heiter scheitern und mich an meinen Ideen, Wünschen, Plänen und Lernlüsten freuen, die ich pflege und die mir in den Fingern jucken, ohne dass sie je zu etwas führen müssen. Und jetzt, wo ich mitten drin bin im Nachdenken über meinen Blog, starte ich meinen Beitrag zu Herrn Tommis #blogfragen Blogparade. (… und übe mich im Zügeln meiner drängenden Neugier, mich in den Beiträgen der werten Mitbloggenden zu verlesen … Das wird meine Belohnung sein, wenn die folgenden 12 Fragen von Herr Tommi beantwortet sind.)
Warum hast Du ursprünglich mit dem Bloggen angefangen?
21. Juli 2005, sagt mir Beitrag 2 vom 5.1.2021 in diesem Weblog. Damals als Tagebuch kurz vor Beginn meines ERASMUS-Auslandssemesters, in einem passwortgeschützten Blog, das nur Familienmitgliedern und Freunden zugänglich war. Also kein ‚echtes‘ Bloggen, aber rein technisch schon ziemlich genau so wie heute, auf einer eigenen Domain mit dort installiertem WordPress. (Es gibt sogar noch drei Snapshots aus dem Dezember 2005 auf archive.org, habe ich eben nachgesehen … mehr als ein Fragment des Startbildschirms zeigen sie aber nicht.) Das Blog schloss ich aber schon am 23. September 2006 wieder. Mich erwischten die Social Media Plattformen, die ich daraufhin für viel zu viele Jahre mit meinen Life Bits fütterte.
Ich begann mit dem Bloggen, weil ich Tagebuch führen wollte – ergänzt durch die Motivation, Freunde und Familie über meine ERASMUS- und Reiseerlebnisse zu informieren. Klassische private Versuche des Tagebuchschreibens scheiterten regelmäßig. Nur für mich selbst schreibend fehlte mir die Motivation, regelmäßig Einträge zu verfassen. Das schaffe ich bis heute nicht. Ich brauche das Gefühl, dass zumindest theoretisch jemand mitlesen könnte. Ob das tatsächlich jemand tut, ist mir nach wie vor egal. Ich habe sämtliche Logs, Counter etc abgeschaltet und weiß nicht, ob das hier jemand entdecken wird (als Teil einer Blogparade steigt die Wahrscheinlichkeit …). Aber das Gefühl, es KÖNNTE jemand lesen und bei größter Wertschätzung zu einem Stirnrunzeln verleiten, motiviert mich, mich gedanklich zu sortieren, halbwegs gerade Sätze zu schreiben, weniger ins Lamentieren zu verfallen … und irgendwann auf die Veröffentlichen-Schaltfläche zu klicken.
Die Motivation für das heutige Weblog ist ähnlich. Der potenzielle Adressat:innen-Kreis ist größer geworden und die Chance, dass jemand mitliest, gleichsam kleiner. Beim halbprivaten ERASMUS-Studienblog aus den Nuller-Jahren konnte ich relativ sicher davon ausgehen, dass meine Eltern und mein Freundeskreis reinschauen. Aber wen interessiert heute schon mein um sich selbst drehendes Geschreibsel? Die Idee, dass Personen, die meine E-Mail-Adresse kennen, aus Neugier reinklicken, versetzt mich manchmal in Zweifel … genau wie die Seltsamkeit, dass meine Privatadresse ungeschützt im Impressum steht. Menschen, die das seltsam und naiv finden, sei beim Lesen dieser Zeilen gesagt: Geht ruhig weiter, dieser Blog ist nicht für euch.
Zu den Versuchen aus 2005 sind neue Auslöser hinzugekommen: Das Weblog dient mir als Raum, um Gedanken, die mir fachlich wichtig sind, ohne Zeichenbeschränkung und in eigener Souveränität nach dem Domain of Ones Own Ansatz sortieren und aufheben zu können. Und immer mal wieder gibt es einzelne Artikel, mit denen ich mich an eine mir vor Augen stehende Leserschaft wende. Wenn ich eine Barcamp-Session ankündige. Wenn ich Erkenntnisse aus einer Veranstaltung für Dritte zusammenfasse. Wenn ich Informationen für ein anderes Format (z. B. als Podcast-Shownotes) zusammenfasse. Wenn ich einen Vorschlag unterbreiten möchte. Wenn ich mich freue, dass Ideen von mir woanders aufgegriffen und veröffentlicht wurden. Oder natürlich, wenn ich an einer Blogparade teilnehme (das hier ist erst mein zweites Mal … das erste Mal war kurz nach dem Start dieses Blogs in der #Teilzeitparade von Melanie. Leider scheint ihr Weblog mittlerweile offline gegangen zu sein. Ein kleiner Schock für mich, der mich gleich veranlasst hat, ihr damaliges Nachfolgegespräch mit mir auf LinkedIn hier zu archivieren.)
Welche Plattform nutzt Du für Deinen Blog und warum hast Du Dich dafür entschieden?
Wie leider fast das ganze Internet baut auch dieses Weblog auf WordPress auf, gehostet seit eh und je auf meinem Webspace bei all-inkl.com. Ich hatte damit 2005 begonnen (und 2021 weitergemacht), weil es vergleichsweise einfach schien und etabliert ist. Mittlerweile bin ich nicht mehr ganz glücklich über die WordPress-Wahl und würde gerne auf eine einfachere Lösung wechseln, die nicht mit Matt Mullenweg und Automattic assoziiert ist. Am sympathischsten, weil stabil, schnell und ressourcensparend, wäre mir eine statische Webseite. Allerdings fehlte mir bisher die Lust, Zeit und Kompetenz, mich mit einer Konvertierung ernsthaft auseinanderzusetzen.
Sehr happy bin ich mit dem Wechsel vom schrecklichen Thrive-Theme, das ich 2021 gekauft hatte, hin zu dem Theme, das Leonid mir geschenkt und für mich angepasst hat. Rein optisch und funktional gefällt mir mein Weblog jetzt so gut, dass ich die nächste Zeit wohl so weitermachen werde, es sei denn, im Rahmen der Trump-Katastrophe da drüben passiert etwas, das mich zwingt, mich von meiner WordPress-Installation als technischem Backbone zu verabschieden.
Hast Du schon auf anderen Plattformen gebloggt?
Ich habe in meinem Leben viel zu viel Energie in die Befütterung diverser SocialMedia-Plattformen gesteckt. Als echte Domain of Ones Own hatte ich neben meiner WordPress-Installation früher als Student eine händisch programmierte Portfolio-Webseite, auf der ich meine im Mediendesign-Studium erstellten Fotos und Videos zeigte. Meine damaligen HTML/CSS-Kenntnisse dürften mittlerweile völlig veraltet sein. Manchmal blicke ich mit gewisser Wehmut auf die Zeit, als ich bis in die letzte Codezeile Meister meiner Webpräsenz war (wow, ich finde gerade einen Snapshot von 2003 bei archive.org …).
Wie schreibst Du Deine Blogposts? Nutzt Du ein lokales Bearbeitungstool oder eine Panel/Dashboard-Funktion Deines Blogs?
Notizen zu Blogposts entstehen entweder in Logseq oder Apple Notizen (letzteres als Notlösung, seitdem es mit der Synchronisation von Logseq auf mein iPhone hakt). Die meisten Blogposts schreibe ich in iA Writer vor und kopiere sie dann per Copy+Paste in den WordPress-Editor. Kurze schnelle Beiträge schreibe ich direkt in WordPress. In iA Writer kann ich mich allerdings besser auf den Schreibprozess konzentrieren.
Wann fühlst Du Dich am meisten inspiriert zu schreiben?
Die meisten Beiträge beginne ich an meinem freien Montag, meinem Lern- und Herzenstag, vormittags, wenn der Sohn in der Schule ist und ich vielleicht gerade von einem längeren Lauf zurückkomme. Beim Laufen kommen mir viele Ideen, die ich danach zumindest skizzenhaft irgendwo festhalten muss. (Zeitweise lief ich mit einer Apple Watch und der App „Just Press Record“, um Ideen gleich in die Uhr diktieren zu können. Ich war erstaunt, wie funkelnd mir die Ideen unterwegs schienen und wie schal, als ich sie zuhause als Transkript aus meiner iCloud fischte. Außerdem war die Apple Watch aus tausend anderen Gründen ein unglaublich blödes Stück Technik. Deshalb verlasse ich mich jetzt darauf, dass mir die lohnenswerten Ideen im Kopf bleiben, bis ich wieder zuhause bin.)
Leider reicht oft die Zeit nicht, begonnene Beiträge fertig zu schreiben. Sie bleiben als Entwürfe in iA Writer oder WordPress liegen. Wenn mir ein Beitrag wichtig ist oder ich ihn aus unterschiedlichen Gründen schnell veröffentlichen möchte, setze ich mich abends nochmal dran, wenn die Familie schläft. Der Beginn ist oft leicht, der Abschluss schwer. Viele Beiträge bringe ich nie zum Ende.
Veröffentlichst Du Deine Texte sofort oder lässt Du sie erst eine Weile als Entwurf liegen?
Es passiert selten, dass ich einen Beitrag am Stück schreibe und direkt veröffentliche. Während meines #100DaysToOffload-Versuchs ging das besser. Heute benötige ich zumindest fürs Durchlesen, Korrigieren, Ergänzen von Quellen und Heraussuchen eines Beitragsbilds meist eine zweite Sitzung. Bei der Aufhübschung meines Blogs habe ich meine Entwürfe aufgeräumt und alle gelöscht, die zu fragmentarisch oder veraltet waren. 12 Entwürfe in WordPress und unzählige in iA Writer warten noch darauf, wieder aufgegriffen zu werden. Meinen ältesten, noch nicht veröffentlichten Entwurf, schrieb ich wenige Tage nach dem Start dieses Weblogs. Er besteht ausschließlich aus dem Titel „Stadt als Lernraum“. Irgendwann möchte ich mich dem Thema noch einmal widmen. Deshalb bleibt dieser Drei-Worte-Entwurf bestehen …
Über welche Themen schreibst Du generell?
Dieses Weblog ist themenoffen. Am häufigsten schreibe ich wahrscheinlich über Lernen (das Thema beschäftigt mich auch beruflich) und das Bloggen selbst, außerdem über Bücher, die ich gelesen, Veranstaltungen, die ich besucht habe und Podcasts, in denen ich als Gast eingeladen war (fast immer ist das LERNLUST). Am einfachsten fällt es mir, dieses Weblog als Raum für meine Lektürenotizen zu nutzen. Manchmal empfinde ich diese Beiträge als unfertig, wenn sie Notiz-, Zitatesammlung und Linksammlung bleiben und zu keiner echten Rezension mit eigenem Standpunkt entwickelt wurden … aber dann erinnere ich mich daran, dass das hier mein eigener Lernbereich ist und deshalb auch Notizbuch sein darf.
Für wen schreibst Du?
Die Behauptung, grundsätzlich nur für mich selbst zu schreiben, trage ich wie einen Schutzschild und als Selbstimmunisierung vor mir her. Wie oben bereits erwähnt: Es geschieht immer wieder, dass ich einzelne Beiträge gezielt für konkrete andere Personen schreibe und ihnen dann schicke. Die meisten Beiträge sind aber tatsächlich Mittel zum Zweck, um meine Gedanken zu sortieren. Auch das Schreiben an diesem Blogparade-Beitrag ist für mich freudiger Anlass für eine Gedankenreise durch meine eigenen Blog-Aktivitäten. „Lernen durch Schreiben“ ist eine Thema, das mich seit Jahren begeistert. Mit Matthias Wiencke hatte ich dazu mal in einem LernXP-Podcast gesprochen. Hier hatte ich eine Session dazu auf dem Barcamp #CLC21 der Corporate Learning Community vorbereitet … und hier nachbereitet. Dieses Weblog ist mein wichtigstes Lernwerkzeug! (Heute früh las ich im Audrey Watters Büchlein „Claim Your Domain – And Own Your Online Presence“ über Ivan Illichs Konzept der „Tools for Conviviality“. Ist mein Weblog so ein Tool für mich? Das werde ich herausfinden!)
Was ist Dein Lieblingsbeitrag auf Deinem Blog?
Diese Frage kann ich kaum beantworten. Am meisten mich selbst zitiert bzw. als Materialsammlung für andere Texte wiederverwendet habe ich wahrscheinlich aus den Beiträgen „Was sind Corporate Learning Ecosystems?“ und „Lernen in Gruppen“. Die Erstellung meiner Notizen und Quellensammlung zu Stefan Bergheims Buch „Zukünfte: Offen für Vielfalt“ war ein riesiger Lernprozess für mich, weil ich dabei so viel Verweise aus dem Buch nachverfolgt habe. Der kurze Tagebucheintrag „Eisbaden“ hat dazu geführt, dass mich eine Redakteurin der Deutschen Welle für einen kleinen Fernsehbeitrag im Internet gefunden und kontaktiert hat. „Recht auf Spazierengehen“ widmet sich einem Thema, das mir und unerwartet vielen Mitlesenden wichtig ist. Und der oben bereits erwähnte Blogparade-Beitrag „Mein Lern- und Herzenstag“ verband mich mit vielen wichtigen Beiträgen anderer Menschen, die traditionelle Arbeitszeitmodelle in Frage stellen, und hat so vielleicht manche Menschen in ihrer eigenen Entscheidung bestärkt, die Arbeitszeit zu reduzieren?
Hast Du schon Blogpausen eingelegt oder Blogs ganz aufgegeben?
Mein Blog aus Studiumszeiten schaltete ich nach einem guten Jahr wieder ab. Mein Leben hatte sich verändert und ich empfand damals die Fortführung als nicht mehr relevant (außerdem verlor ich mich an Social Media …). Heute bereue ich die Abschaltung.
Meine händisch programmierte Portfolio-Webseite aus dem Studium löschte ich, nachdem ich 2009 eine Arbeit gefunden hatte, die mit meiner damaligen künstlerischen Arbeit nichts zu tun zu haben schien. Es schien mir unpassend, mich mit meinen im Rückblick unzulänglich erscheinenden Fotos und Videos im Internet zu präsentieren. Auch diesen Schritt bereue ich heute … aber diesen Teil meiner digitalen Präsenz jetzt im Nachhinein wieder zu rekonstruieren, fühlt sich ebenfalls seltsam an.
Dieses Weblog soll länger bestehen bleiben. Immer mal wieder verlässt mich die Energie, ich schreibe wochen- oder monatelang nichts oder sammele unfertige Entwürfe. Seit der optischen Überarbeitung habe ich wieder große Lust, hier zu schreiben. Im Sommer (während meines jährlichen sechswöchigen Urlaubs) kribbelt es mich besonders in den Tippfingern, genau wie in der ersten Jahreshälfte, wenn mir vermehrt Veranstaltungen wie das Corporate Learning Barcamp oder die re:publica Themeninspiration geben.
Was empfiehlst Du Menschen, die mit dem Bloggen anfangen wollen?
Eine Challenge wie #100DaysToOffload kann hilfreich sein, um ins tägliche Schreiben zu kommen. Meine eigene Schreibpraxis wurde dadurch gefördert.
Dem klassischen Ratschlag, sich nicht zu sehr mit Technik und Konzept zu verkünsteln und einfach mit dem Schreiben loszulegen, kann ich nur bedingt folgen … denn auch das Einrichten des Blogs und Nachdenken über die Struktur und den Zweck eines Weblogs war ein wertvoller Lernprozess, den ich nicht missen möchte (aber ich begeistere mich sowieso schnell für Fragestellungen auf Meta-Ebene zu Praktiken der Artefaktproduktion. Der Weg ist ein Ziel.)
Mein Anspruch, in erster Linie für mich selbst zu schreiben, nimmt mir Hemmungen.
Vielleicht wäre ein guter Start, alle Beiträge, die man eigentlich auf Social Media Plattformen schreiben möchte, zumindest parallel auch auf dem eigenen Blog zu erstellen (oder idealerweise die Beiträge dort zu schreiben und nur auf die Plattformen zu verlinken)? Das nehme ich mir selbst immer wieder vor, es gelingt mir aber nur vereinzelt, weil manche Mastodonbeiträge für einen eigenen Blogpost als zu kurz oder zu stark in den dortigen Diskurs verwebt erscheinen. Aber warum eigentlich?
Hast Du Zukunftspläne für Deinen Blog? Vielleicht ein Redesign, ein Wechsel der Plattform oder neue Features?
Dazu ist das meiste bereits geschrieben. Ein ferneres Ziel wäre, mich von WordPress zu verabschieden und den Wechsel zu einer statischen Seite zu schaffen.
Die Gestaltung gefällt mir aktuell, die (bewusst reduzierten) Features passen ebenso. Immer wieder denke ich darüber nach, wie die Integration ins Fediverse noch besser werden könnte, aber eigentlich passt es so, wie es ist.
Was irgendwann kommen könnte, oder auch nicht:
- Eine Art öffentlicher Zettelkasten bzw. ein echtes, öffentliches Notizsystem: Dazu hatte ich mich vor zwei Jahren eine Zeit intensiv beschäftigt und mich intensiv mit Experten ausgetauscht. Irgendwann wuchs mir das über den Kopf und ich stellte fest, dass ich vor lauter Nachdenkerei über den Notizprozess keine Notizen mehr machte. Falls ich hier mal einen gesunden Mittelweg finde, nehme ich das Thema vielleicht wieder auf.
- Mehr Fotos: Früher habe ich begeistert auf Reisen fotografiert. Ich hätte Lust, das wieder aufzunehmen. Und in diesem Zusammenhang müsste ich mir überlegen, wie ich hier mehr Bildebene reinbringe … vielleicht eine Galerie?
- Mein eigener Podcast? Seit langer Zeit trage ich die Idee mit mir herum, einen Podcast über lokale/kommunale Lernräume oder Dritte Orte zu starten. Darüber hinaus habe ich noch andere Podcastideen. Keine Ahnung, ob ich die jemals verwirklichen werde, aber wenn es soweit sein wird, setze ich vielleicht eine Podlove- oder eine Castopod-Instanz auf …?
So, ich habe diesen Beitrag in (fast) einem Rutsch fertig getippt und zwischendurch mit dem Sohn gefrühstückt. Am Montag, meinem Lern- und Herzenstag. Eigentlich wollte ich heute früh meine Notizen zum Buch „Das Projekt SAP“ von Hannah Mormann sortieren, über das ich übermorgen mit ein paar Kolleg:innen spreche. Aber das musste dank der Blogparade warten. Und jetzt …. jetzt darf ich endlich auch die Beiträge der anderen Blogger:innen lesen!
#100DaysToOffload #blogfragen #CLC21 #Lernlust #Teilzeitparade
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Headed to the CSUN Assistive Technology Conference next week; love to have a chat; msg me and we'll set it up! :) #a11y #CSUNATC2023
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Im letzten Beitrag war ich noch unentschlossen. Pünktlich zum Matching-Termin des Projekts #MeinZiel23 der Corporate Learning Community habe ich mich dann auf mein ‚offizielles‘ Lernziel festgelegt: Ich möchte mein persönliches Lektürenotizsystem verbessern.
Ich beschäftige mich sicher schon seit zwei Jahren mit der Idee eines Lektürenotizsystems. In dieser Zeit habe ich aber nur wenig Veränderung erreicht. Jetzt ein neuer Versuch, unterstützt durch #MeinZiel23 und den verschiedenen Lerngruppen … . Am Ende möchte ich ein Vorgehen entwickelt haben, das mir hilft, Kernaussagen, Ideen und eigene Meinungen zu Medien, die ich gelesen, gehört oder gesehen habe, übersichtlich zu erfassen, wiederzufinden und in Beziehung zueinander zu setzen. Ich neige dazu, mich in theoretische Konzepte zu vertiefen (Zettelkasten, Personal Knowledge Management, Digital Gardening, Second Brain, Linking your Thinking, Getting Things Done …. so unendlich viele verschiedene Ansätze und Begriffe …) und neue Tools auszuprobieren. Jetzt gilt es, die Theorie und Tools zum Zusammenspiel zu bringen. Mein Ziel ist nicht, ‚produktiver‘, ‚organisierter‘ oder schneller in irgend etwas zu werden. Stattdessen erhoffe ich mir, durch ein regelmäßiges Auseinandersetzen mit und Kombinieren von gesammelten Ideen neue Ideen zu finden.
Meine Unterziele
… wandeln sich permanent. Aktuell lauten sie folgendermaßen:
Von anderen Lernenden bereits praxiserprobte Ansätze gesichtet und deren Teilaspekte für mich bewertet zu haben (u. a. die hilfreichen Artikel vieler #MeinZiel22-Lernenden … Standing on the shoulders of giants!)
Toolset aufgebaut haben (mit möglichst viel Free Software + Open Source Anteilen)
Mindestens ein Buch, einen Podcast und ein PDF-Paper nach der neuen Methode ‚verzettelt‘ haben
Ein 14tägiges Zettelkasten-Meetup (siehe unten) etabliert haben (dauerhaftes Anliegen über #MeinZiel23 hinaus)
lernOS Guide Zettelkasten durchgearbeitet und Erfahrungen geteilt haben (da sind schon jetzt, einen halben Monat vor dem Start, 26 Lernenden angemeldet!)
Finden der Lerngruppe und Gründen eines Meetups auf mobilize.berlin
Im #MeinZiel23 Matching-Termin haben sich Lernende mit ähnlichen Lernzielen gefunden. Meine Mitlernenden sind Gesa Krauss, Melanie Kerker und Rolf Langhoff. Außerdem hatte ich mich parallel noch mit Schorsch auf Mastodon zum Thema ausgetauscht… und deshalb kam eins zum anderen, wir haben auf mobilize.berlin ein Zettelkasten-Meetup ins Leben gerufen und am vergangenen Dienstag das erste gemeinsame Treffen abgehalten. (So ist nebenbei gleich ein kleines Unterlernprojekt entstanden: Das freie, fediverse-basierte Mobilizon als unkommerzielle Alternative zu Meetup.com wollte ich mir schon länger mal ansehen. Beim ersten Ausprobieren war ich begeistert: Zwar alles noch ein bisschen buggy, aber es scheint zu bieten, was man braucht – inkl. intergriertem Diskussionsforum, Materialsammelbereich, intergriertem Etherpad und Jitsi. Wir werden die nächsten Wochen mal sehen, ob es unsere zentrale Anlaufstelle wird. Gerade stelle ich erfreut fest: Es sind bereits weitere Interessierte Lernende hinzugekommen … aus fünf sind jetzt schon sieben Verzettler geworden …). So werden wir uns das gemeinsame Lernen auch über die begrenzte #MeinZiel23 Zeit hinaus erhalten!
Wer zu uns stoßen möchte: Tretet der Mobilizon-Gruppe bei oder folgt im Fediverse @[email protected] . Geplant ist, dass wir uns alle zwei Wochen Dienstags 17:30 – 18:30 Uhr über Jitsi zusammenfinden.
(Ist Mobilizon jetzt etwas ähnliches oder anderes als der geschätzte und gut funktionierende Peerfinder, den einige #MeinZiel23 Lerngruppen nutzen? Ich weiß es noch nicht, werde aber vergleichen.)
Aktivitäten der letzten Woche
Außerordentlich inspiriert hat mich Torben Maus Workflow (und nicht nur der Workflow, sondern auch die Tatsache, dass er das in HP5 gebaut hat, wo sich schon wieder ein weiteres Lernfeld für mich auftut …. aber STOP, nicht alles auf einmal, Johannes 😉
Torben hat folgende interaktive Übersicht seines Workflows erstellt, der auf dem inspirierenden Seek>Sense>Share-Ansatz von Harold Jarche aufbaut:
Inhalt von www.torbenmau.de anzeigenHier klicken, um den Inhalt von www.torbenmau.de anzuzeigen
Inhalt von www.torbenmau.de immer anzeigen
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Aus einer anderen Perspektive bereichernd ist der Artikel „#MeinZiel22 – Ein Jahr Knowledge Gardening“ von Herwig Kummer. Herwig beschreibt, wie aus dem ursprünglich Workflow „Capture –> Organize –> Synthesize” mit wachsendem Ideenarchiv ein “Synthesize <– Organize <– Capture“ wurde: Mit Fokus auf dem gewünschten Ergebnis und Bedienung aus dem Fundus. Ich habe allerdings noch nicht ganz verstanden, was damit gemeint ist, und werde Herwig demnächst darauf ansprechen.
Die Artikel von Torben und Herwig haben mich zu folgenden ersten Suchbewegungen geführt:
Tool zum Quellen/Bookmarks/Artikel sammeln: Pocket durch ein Open Source Werkzeug ersetzen
Tool zum Notizen machen: Prüfen, ob Logseq eine Alternative zu Obsidian sein könnte
Es ist vielleicht nicht sinnvoll, im ersten Schritt bereits etablierte Tools durch neue zu ersetzen … aber ein bisschen Tool-Recherche macht mir einfach Spaß 😀
Von Pocket zu einer freien, vielleicht sogar selbstgehosteten Alternative?
Um Artikel zum Später-lesen zu speichern, habe ich viele Jahre lang Pocket genutzt. In den letzten Monaten wurde ich auch immer disziplinierter darin, nicht mehr die Lesezeichen-Funktionen der verschiedenen Plattformen zu verwenden, sondern konsequent alles in Pocket wegzuspeichern. Nur für das Setzen von Tags zur späteren Wiederauffindbarkeit und das Löschen oder Archivieren gelesener und fertig durchdachter Artikel fehlte mir die Sorgfalt. Deshalb liegt in meinem Pocket mittlerweile ein Chaos von wahrscheinlich vielen Tausend Artikeln (Wie viele? Diese Information kann ich auf der Oberfläche von Pocket nicht finden … und noch habe ich einen Heidenrespekt vor der Entscheidung, diese Sammlung zu löschen oder zu sichten.) Mozilla hat schon 2018 angekündigt, Pocket als Open Source zu veröffentlichen, das aber wohl immer noch nicht vollständig umgesetzt. Im Zuge meiner Suche nach einer idealerweise freien, zumindest aber als Open Source verfügbaren Lösung habe ich mir verschiedene Alternativen angesehen. Am liebsten wäre mir zum schnellen Sammeln von Links und Artikeln eine schlanke, vielleicht sogar selbstgehostete Lösung.
Am vielversprechendsten sieht derzeit wallabag aus: Open Source und selbstgehostet möglich. Leider ist das User Interface sperriger als bei Pocket oder anderen Diensten, aber daran kann ich mich gewöhnen. Leider scheint Wallabag nicht den Inhalt von Mastodon-Posts übernehmen zu können, LinkedIn funktioniert aber. Artikel hinter einer Paywall werden ebenfalls nicht im freigeschalteten Zustand abgelegt, aber das ging mit Pocket ebenfalls nicht. Zum Einstieg nutze ich die fremdgehostete Version für 9 € pro Jahr (14tägiger Test möglich), werde mich irgendwann aber mit dem Hosting beschäftigen.
Das populäre raindrop.io ist wohl gerade aus der Firefox-Extension-Library geflogen, was mir Stirnrunzeln bereitet. Der Anbieter wirbt damit, keine Tracker zu verwenden und verlinkt zum ‚Beweis‘ auf einen Website-Privacy-Inspector, der dann aber einige Tracker, Cookies und Google Analytics aufzeigt. Außerdem wird gerade eine neue Funktion angekündigt, die „vorhersagen“ soll, welche Webseiten ich mir abspeichern möchte. Das alles sind Argumente, die mir den Dienst unsympathisch machen.
Weitere Alternative: Nextcloud. Für das Testen der Bookmarks-App habe ich auf meinem Webspace eine Nextcloud installiert (Das Einarbeiten in die Nextcloud war ja auch mal ein Alternativ- #MeinZiel23 Ziel von mir). Mit der iOS-App floccus lassen sich Bookmarks in der Nextcloud sammeln, aber offenbar funktioniert das nicht über die Teilen-Funktion von iOS? Und die Nextbookmarks-App ist nicht mehr im Appstore?
LinkAce werde ich mir noch ansehen. Kann ebenfalls selbst gehostet werden. Hat wohl noch keine iOS-App, aber der Entwickler beschreibt eine Lösung, sich einen Shortcut anzulegen.
… ich vergeude aktuell also herrlich viel Zeit mit der, zugegebenermaßen für manche dogmatisch wirkenden Idee nach OpenSource-Selfhosting-Souveränität über meine Artikel- und Bookmarksammlung. 😀
Nächste Schritte: Vergleich von Logseq und Obsidian
Derzeit nutze ich Obsidian als zentrales Notizsystem … allerdings eher als traditionelles Schreibtool mit unverknüpften, langen Einzeldokumenten.
Im Großen und Ganzen bin ich mit Obsidian zufrieden. Allerdings ist es Closed Source, die Synchronisation über iCloud verschluckt sich gelegentlich und das User Interface ist überladen.
Deshalb liebäugele ich mit Logseq: Open Source und ein deutlich aufgeräumterer Client. Die Logik von Logseq ist aber eine andere, deshalb werde ich in den kommenden Tagen ein paar Tutorials ansehen … in der Hoffnung, das Tool direkt so zu nutzen, wie es gedacht ist, und es nicht als normalen Texteditor zu verbiegen.
Richtig gut gefällt mir das Standard-Setup mit den „Journal“-Dateien, in denen ich alle Ideen erfasse, die den Tag über anfallen. Das Sortieren und Kondensieren würde dann (wie auch in den von Torben und Herwig beschriebenen Workflows) im nächsten Schritt folgen (… die nötige Disziplin vorausgesetzt).
Testweise habe ich einige alte, mit Obisidian erstellte Markdown-Dateien in Logseq geöffnet. Das hat erwartungsgemäß problemlos funktioniert. Allerdings bin ich mir bewusst, dass bei zunehmender Kompliziertheit meiner Dateistruktur mit Verlinkungen, Bildern etc durchaus Probleme auftreten können.
Bis zum nächsten Meetup-Termin am 28. Februar möchte ich mich ausführlich mit den beiden Alternativen auseinandergesetzt und im Termin die Gründe meiner Entscheidung für das eine oder andere Tool vorstellen.
Was dann im Zusammenspiel noch fehlt, ist die Literaturverwaltung über Zotero. Damit beschäftige ich mich ebenfalls in den nächsten Tagen, denn es wäre ärgerlich, wenn ich mich auf Tools festgelegt habe, dann aber feststelle, dass Zotero mit dem einen oder anderen Werkzeug nicht zusammenspielt …
https://johannes-starke.de/meinziel23-persoenliches-lektuerenotizsystem-verbessern-zwischenbericht-1/
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Gerade war das das Warm-Up von #MeinZiel23 der Corporate Learning Community. Über 80 Teilgebende haben sich auf das Erreichen ihrer persönlichen Lernziele in den nächsten drei Monaten eingestimmt. Ein toller Auftakt!
Im letzten Jahr hatte ich nicht teilgenommen, da #MeinZiel22 zu einer Zeit startete, in der ich gerade mitten in mehreren Lernaktivitäten war und mich keiner weiteren widmen konnte.
Dieses Jahr bin ich dabei … und vor lauter Möglichkeiten hin- und hergerissen. Für mich ist die Entscheidung, ein neues Lernvorhaben zu beginnen, jedes Mal wie im Candyshop: So viele Verlockungen, so viele Möglichkeiten … Welches Ziel erkläre ich zu meinem #MeinZiel23 und gebe ihm damit eine größere Öffentlichkeit, Vernetzungschance und auch Verpflichtung als vielen anderen Vorhaben und Interessen in diesem Frühjahr?
Ich schwanke zwischen folgenden Vorhaben:
Lektürenotizsystem verbessernMit dem Zettelkastenprinzip, Personal Knowledge Management … oder generell einem sinnvollen Notizsystem beschäftige ich mich schon seit Jahren, ohne mir jemals wirklich systematisch ein System aufgebaut zu haben, an das ich mich halte. Insbesondere meine Art, mir beim Lesen von Büchern, Webseiten, PDF-Artikel und beim Podcast-Hören Notizen zu machen, ist stark verbesserungswürdig. Besonderes Augenmerk würde ich diesmal wahrscheinlich ein vereinfachtes Zettelkasten-Prinzip, auf PDF-Annotationen und das Zusammenspiel von Obsidian und Zotero richten.
Das Thema ist nicht nur in der Corporate Learning Community ein Dauerbrenner. Es gibt mehrere Menschen, die sich mit dem Thema beschäftigen und tolle Beschreibungen veröffentlicht haben. Torben Mau hat sich im #MeinZiel22 mit dem Aufbau eines „Persönlichen Lernnetzwerks“ (PLM) beschäftigt. Ich bin mir sicher, dass ich mir von ihm und von vielen anderen Menschen da draußen vielen abschauen kann.
Nextcloud verstehen, anwenden und ggf. selbst hostenGerade habe ich einen Anwendungsfall in der Familie, in der eine eigene Nextcloud-Instanz für Dateiaustausch und Kalenderfunktion eine vielleicht hilfreiche Lösung wäre. Generell interessieren mich die Möglichkeiten von Nextcloud schon länger (und nach dem Microsoft-Fail vor einigen Tagen noch viel mehr). Da wir in den kommenden Monaten hoffentlich einen Glasfaser-Anschluss erhalten und sowieso ein Raspberry Pi mit Pihole vor sich hinwerkelt, hätte ich Lust, den aktuellen Bedarf als Anlass zu nehmen, die Möglichkeiten der Heimcloud zu verstehen und testweise eine eigene Nextcloud auf dem Raspberry Pi aufzusetzen. Das wäre wahrscheinlich eine größere technische Herausforderung für mich.
Ansätze zur Lernenden OrganisationIm Sommer letzten Jahren hatte ich begonnen, mir viel Lektüre zum Thema „Lernende Organisation“ zu besorgen. „Die fünfte Disziplin“ von Peter Senge und „Das Regenmacher-Phänomen“ von Stefan Kühl sind zwei Bücher, die ich schnell quergelesen, mich aber nicht annähern ausreichend mit ihnen beschäftigt habe. Dann kamen andere Themen dazwischen.
Ich möchte die verschiedenen Ansätze zur „Lernenden Organisation“ wieder aufgreifen, besser verstehen, in Beziehung setzen und in einem Blogbeitrag und ggf. einer Wissenslandkarte aufbereiten.
Was ist „Leistung“?Die Verwendung der Begriffe „Leistung“ und „Performance“ triggern mich seit längerem. Seltsamkeiten wie „High- und Lowperformer“, Leistungsbewertungen, Performance Management, aber auch Noten, Badges etc. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit diesem Thema birgt sicher manche Aufregere für mich. Ausgangspunkt könnte eine Lektüre des Buches „Die Erfindung der Leistung“ von Nina Verheyen sein. Vermutlich wäre dieses Ziel eine persönliche Auseinandersetzung. Ich zweifle, ob es ein gutes Peerlearning-Thema ist …
lernOS HubVor ein paar Tagen stieß ich im Peerfinder auf die Lerngruppe „lernOS Hub – wie geht das?“ von Simon Dückert. Auch dieses Thema beschäftigt mich schon seit längerem: Wie könnte eine unternehmensinterne Anlaufstelle für Lernzirkel-Organisation aussehen? Eine Verfolgung dieses Ziels im Rahmen der mit inspirierenden Mitlernenden besetzten Lerngruppe würde meiner beruflichen Tätigkeit besonders stark zugutekommen.
https://johannes-starke.de/was-wird-meinziel23-mit-der-corporate-learning-community/
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#Reifegrad.
Meine Güte, weder Menschen noch Organisationen sind Obst! -
#Reifegrad.
Meine Güte, weder Menschen noch Organisationen sind Obst! -
@AntjeTomfohrde Guten Morgen, liebe Antje! Das sieht nach einer beeindruckenden Ausstellung aus, habe mir gerade den Videotrailer angesehen! 🤩
Oberhausen ist leider sehr weit entfernt für einen Familienausflug dahin …
Heute steht bei uns der Besuch des Heimspiels SV #Falkensee #Finkenkrug #svff auf dem Programm. Bei solchen Lokalspielen hab selbst ich als absoluter Fussballmuffel mit unserem Sohn Spaß.
Ich wünsche euch ein entspanntes, erholsames Wochenende! -
@leonidlezner Hab ich damit getan, belastet mich auch automatisiert mehr, als das es mir hilft. Jeder Kanal braucht eigene Posts, deshalb deaktiviere ich das Crossposting nach dem #clc22 schnell wieder.
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Die #KrasseHerde ist, was das Experimentieren mit neuen Event-/Lernformaten betrifft, top-notch.
Zwei große Onsite-Events in Hamburg+ Walldorf und unzählige lernlustige Menschen überall auf der Welt zusammenbringen und 2 Tage experimentieren, was #hybrid gut macht. Wow! #clc22 -
Das Leidensthema #Messbarkeit von #Lernen lockt nochmal viele Teilgebenden in die #clc22 Session von Julian Fornoff. „Wir messen uns zu Tode“ sagt eine Teilgebende. 😅
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Sehr sehr gut, der #Podcast Tisch auf dem #clc22!
Gerade spontan mit @[email protected] und @[email protected] unsere Nach-Session-Gedanken zur Visionsentwicklung #cl2025 #cl2030 der @[email protected] aufgenommen.
Sobald die Aufnahme läuft, fließen die Gedanken in den Dialog! Beste Art der Sessiondoku! -
Sollten wir uns nicht auch für ein besseres #Schulsystem engagieren ... denn da wird schon so viel kaputtgemacht, bevor Menschen in Organisationen eintreten und dort #lernen. Die Frage wird auf dem #clc22 #cl2025 #clc2030 kontrovers diskutiert.
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"Wir sind die Anwält:innen des organisationalen Lernens". Gefällt mir, @[email protected]!
#clc22 #cl2025 #cl2030 -
Wenn wir die ganze #lernendeOrganisation im Blick haben wollen, müssen wir anderen Leute (innerhalb UND außerhalb der Organisation!) ansprechen, nicht nur L&D, betont @[email protected] auf dem #clc22
#cl2025 wird #cl2030
https://colearn.de/clc-vision-erweitern-diskussion-auf-dem-clc22/ -
So viele Menschen drüben im #clc22 Walldorf und online, die ich gerne mal physisch wiedertreffen würde.
Königskinder, wa, @[email protected]? 👋 -
#clc22, früher waren mehr #Anreisefotos 😎
Bis gleich in Hamburg! 👋 -
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Hey #FediLZ, was schätzt ihr an #Mastodon besonders? Was macht es für euch zum #Lernbooster?
Brauche Argumente für meine morgige #clc22-Session. 🙏 -
Wir brauchen mehr Infos vom #clc22 auf #Mastodon!
Mit der Hilfe von @ebinger @[email protected]
habe ich jetzt temporär für diesen Hashtag den Twitter > Mastodon Crossposter aktiviert: https://crossposter.masto.donte.com.br
(Gleich mal testen, obs läuft ...) -
Ich bin kein Freund von #Crossposting. Jedes Medium verdient einen auf es zugeschnittenen Beitrag.
Aber morgen und übermorgen auf dem #clc22 werde ich bei aller Liebe nicht schaffen, jeden Beitrag zweimal zu schreiben.
Deshalb: Welche Strategie sollte ich verfolgen, um gleichzeitig hier (wo es BISHER kaum Menschen vom #clc22 gibt) und auf Twittter (wo es sehr viele gibt) zu posten?
Danke! #neuhier