🏈 #NFL
Crikey! Butker missed again!
This is like a re-run of the Green Bay vs Detroit game but with Butker as Trey Smack.
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143 results for “detroit_indie”
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Jared Goff gets heavenly support from California nuns before Lions-Packers clash https://www.rawchili.com/nfl/1037075/ #BayArea #California #detroit #DetroitLions #DetroitLions #Football #JaredGoff #lions #NFL #NorthernCalifornia #Sports
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¡Jameson Williams x2! ✌️ Segunda vez en la tarde que Jared Goff encuentra a Jamo para el touchdown de Detroit 🏈🔥 #NFLMX
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Jared Goff’s Wife Christen Harper Has Lions Fans Talking After Runway Throwback https://www.rawchili.com/nfl/1036995/ #detroit #DetroitLions #DetroitLions #Football #lions #NFL
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https://www.europesays.com/at/476604/ „Als hätte Hussein Cheesecake Factory eröffnet“ – Kronen Zeitung #AbdulElSayed #amerikanische #Cleveland #Detroit #DonaldTrump #ElSayed #HusseinCheesecakeFactory #irakischen #Iran #Michigan #Nachrichten #News #Obama #Saddam #SaddamHussein #Schlagzeilen #Trump #Trumps #WeißeHaus #WeißenHaus #Welt #WestPalmBeach #World #WorldNews
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Robocop 2
(Rodrigo Garcia/Ocean, 2026)🕹️ Play online:
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https://github.com/mefroio/robocop2-msxportIn a crumbling near-future Detroit, RoboCop takes on the evil Cain and his gang of killers. Fight mobsters in action stages, solve memory puzzles and train at the firing range, then hunt Cain down.
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(Video: DailyMSX) -
https://www.europesays.com/cz/258319/ Voliči v Detroitu považují letošní volby do Kongresu za důležitější než kdy dřív – iDNES.cz #Detroit #DonaldTrump #KongresUSA #Michigan #SpojenéStátyAmerické #Svět #World #WorldNews
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https://www.europesays.com/3331583/ Eloise Asylum brings scares, history together for sixth season in Westland #7ActionNews #7NewsDetroit #asylum #AsylumSeekers #detroit #MetroDetroit #WXYZ
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Lions’ top deadline need could point firmly in one direction for a perfect match https://www.rawchili.com/nfl/1036834/ #detroit #DetroitLions #DetroitLions #Football #lions #NFL
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Sacked: Three Reasons Why Packers Will Lose Shootout Against Powerful Lions https://www.rawchili.com/nfl/1036754/ #detroit #DetroitLions #DetroitLions #Football #lions #NFL
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Packers vs. Lions Oct. 25 Viewing Options: TV, Live Stream https://www.rawchili.com/nfl/1036442/ #detroit #DetroitLions #DetroitLions #DsSports #Football #GreenBayPackers #lions #men #NFL #NFLPreview #professional
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Loss to Flames Shows Gibson Not off to Hot Start https://www.rawchili.com/nhl/694841/ #CamTalbot #ConnorMcDavid #DaniilTarasov #Detroit #DetroitHockeyNow #DetroitRedWings #DetroitRedWings #Hockey #JohnGibson #MichalPostava #NHL #RedWings #RedWings
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https://www.europesays.com/unitedstates/65095/ Obama stumps for Abdul El-Sayed in Michigan, taking aim at Donald Trump, Iran policy #AbdulElSayed #BarackObama #Democrats #detroit #DonaldTrump #Elections #Elections&Voting #GOP #Iran #michigan #MidtermElections #Oil #Republican #SaddamHussein #StraitOfHormuz #USPolitics #Voting #WhiteHouse
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Barack Obama rallies Michigan crowd for El-Sayed, saying he’s ‘fighting for real change’
By Joseph Gedeon in Detroit, MichiganFormer president speaks to rapturous crowd of thousands in support of Democrat Abdul El-Sayed for US Senate
https://www.theguardian.com/us-news/2026/oct/24/barack-obama-abdul-el-sayed-michigan
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Packers activate Josh Jacobs, make 4 moves ahead of Lions matchup https://www.rawchili.com/nfl/1036212/ #detroit #DetroitLions #DetroitLions #Football #GreenBayPackersNews #GreenBayPackersRoster #lions #NFL
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We’ve watched calls like this intended to protect star quarterbacks for a long, long time, and we usually see them go against the Lions in critical division games, most notably when they’re playing Green Bay.
My take:
• Goff has earned it.
• The Lions have earned it.There’s a lot of season left.
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Diesel statt Ukraine: Die teuersten Midterms aller Zeiten
TL;DR: Kurz vor den Midterms sprechen die Umfragen gegen Trump, abschreiben würde ich ihn trotzdem nicht. Für billigeren Diesel lässt er die Ukraine fallen, Musk und andere Milliardäre stecken Rekordsummen in den Wahlkampf, und ausgerechnet der Audi-Chef steht mit ihm im Wahlkampf auf der Bühne. Selbst ein demokratischer Kongress wird Trump in der Außenpolitik wohl kaum bremsen. Europa muss für seine Sicherheit selbst sorgen.
In wenigen Tagen, am 3. November, wählen die Amerikaner bei den Midterms das Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu. Die Umfragen sehen schlecht aus für Trump und seine Republikaner. Abschreiben würde ich ihn trotzdem nicht. 2016 hatte ihn kaum jemand auf der Rechnung, und auch 2024 hat er viele überrascht.
Seitdem Trump wieder im Amt ist, ärgere ich mich gefühlt täglich. Das liegt auch an meiner sehr persönlichen Beziehung zu den USA. Seit mehr als 30 Jahren arbeite ich mit oder für amerikanische Unternehmen, drüben habe ich noch immer viele Freunde und Bekannte. Ich war sehr oft dort, meist an der Westküste, aber auch in vielen Städten quer durchs Land und habe die Zeit dort fast immer genossen. Die Ausnahme ist sicher der 11. September 2001, als ich in Costa Mesa im Hotel saß. Daran habe ich mich zum 25. Jahrestag erinnert. Seit Trump war ich nicht mehr dort, und solange er regiert, will ich auch nicht wieder hin.
Wahlkampfhilfe aus Ingolstadt
Jetzt bekommt Trump auch noch Wahlkampfhilfe ausgerechnet aus Deutschland. Nicht etwa von seinen Freunden in der AfD, sondern vom Audi-Chef: Am vergangenen Samstag stand Gernot Döllner in Georgia auf Trumps Bühne und verkündete dort ein neues Werk für umgerechnet 3,6 Milliarden Euro. Minuten vorher hatte Trump seinen johlenden Anhängern die übliche Mischung aus Lügen, Hass und Rassismus geboten. Das Rennen in Georgia könnte am 3. November über die Mehrheit im Senat entscheiden. Amtsinhaber Jon Ossoff ist der einzige demokratische Senator, der seinen Sitz in einem Bundesstaat verteidigen muss, den Trump 2024 gewonnen hat. In den Umfragen liegt er vor seinem republikanischen Herausforderer Mike Collins.
Dass Audi in den USA bauen will, ist nachvollziehbar: Anders als Daimler, BMW und Volkswagen fertigt die Marke dort bisher kein einziges Auto. Aber muss ein deutscher Konzernchef kurz vor der Wahl ausgerechnet in diesem Rennen mit Trump Wahlkampf machen? Mit dem Mann, der Europa mit Zöllen erpresst, unter denen die deutsche Autoindustrie mit sinkenden Umsätzen und Entlassungen leidet? Die Chefs von Daimler, VW und BMW haben 2018 auch bei Trump vorgesprochen, auf eine Wahlkampfbühne haben sie sich nicht gestellt. David Schafbuch nennt Döllners Auftritt bei t-online die perfekte Unterwerfung. Trumps Erpressung wirkt.
Der Angreifer als Geschäftspartner
Angesichts der Umfragewerte vor den Midterms ist Trump zudem erneut vor Putin eingeknickt und lässt die Ukraine fallen. Sein Motiv sind die Spritpreise in Amerika. Washington hat die Sanktionen gegen russischen Diesel gelockert, damit Benzin und Diesel in den USA billiger werden. Neue Sanktionen gegen Russland, die der Kongress mit Stimmen beider Parteien beschlossen hatte, setzte Trump in wesentlichen Teilen per Ausnahmegenehmigung aus. Bewilligte Hilfsgelder von 810 Millionen Dollar hält seine Regierung zurück, der US-Rechnungshof nennt das rechtswidrig.
Vizepräsident J. D. Vance verlangt öffentlich, die Ukraine solle keine russischen Energieanlagen mehr angreifen, und verweist auf die steigenden Energiekosten der Amerikaner. Laut Reuters hat das Weiße Haus Kiew sogar gedroht, die Warnungen vor russischen Raketenangriffen auszusetzen, wenn die Ukraine weiter Raffinerien und Öldepots angreift. Zur selben Zeit hat Russland allein an einem Wochenende eine halbe Million ukrainischer Haushalte vom Strom abgeschnitten. Putin bescheinigt Trump, sich „korrekt verhalten“ zu haben. Der Ukraine wünscht er einen neuen Präsidenten.
Ich schüttele nur noch den Kopf, wie offen ein amerikanischer Präsident sich auf die Seite des Angreifers stellt. Selenskyj wurde im Februar 2025 im Oval Office vorgeführt, Putin bekam im August 2025 in Alaska den roten Teppich. Seitdem erhöht Trump an einem Tag den Druck auf Moskau und droht am nächsten Kiew. Er behandelt den Kriegsherrn im Kreml als Geschäftspartner und das überfallene Land als Störfaktor. Nikolas Busse schreibt in der FAZ, Trump sei es nie um die Sicherheit der Ukraine oder Europas gegangen, die Ukraine stehe ihm bei Geschäften mit Russland im Weg. Trump wirft Kiew vor, mit den Angriffen auf russische Raffinerien den Dieselpreis zu treiben. Die Hauptursache für die hohen Preise ist laut Busse aber der Krieg gegen Iran, den Trump ohne Zustimmung des Kongresses begonnen hat.
Christian Stöcker erklärt im Spiegel, wie das System funktioniert: Es geht nicht um Ideologie, sondern um Geld, Öl und Macht. Elon Musk fordert ebenfalls Selenskyjs Rücktritt. Laut Wall Street Journal kam von ihm auch die Anweisung, das militärische Satellitennetz Starshield zu drosseln. Ukrainische Drohnen verloren daraufhin nach Kiewer Angaben an der Front die Verbindung. Stöcker nennt das Kleptokratie, eine Herrschaft der Diebe, die den Staat als Beute behandelt und die Außenpolitik als Tauschgeschäft.
Europa gewöhnt sich daran
Genauso schüttele ich den Kopf über unsere Gewöhnung daran. In Deutschland bleibt der Aufschrei aus. Aus dem Außenkanzler Merz ist ein Innenkanzler geworden, schreibt Daniel Mützel bei t-online. Europa tut durchaus etwas: Die EU sichert ihre Milliardenhilfe ab, Deutschland bezahlt Luftverteidigung und Munition, und die Europäer kaufen amerikanische Waffen, die Washington nicht mehr umsonst liefert. Bezahlte Patriot-Raketen kommen trotzdem verspätet an. Ganz unschuldig sind die Europäer selbst nicht. Die EU ist laut Busse noch immer der viertgrößte Käufer russischer Brennstoffe, beim Gas sogar der größte.
Über die Zukunft der Ukraine will Trump lieber mit Putin und Xi reden, ohne Kiew und ohne die Europäer. Selenskyj sagt im US-Fernsehen offen, die Ukraine würde nicht bestehen, wenn sich die USA offiziell auf Russlands Seite stellen. Diesen Satz muss Europa ernst nehmen. Die verlässlichsten Verbündeten der Ukraine sind noch immer die Europäer, nicht Trump. Aber in vielen Ländern bröckelt die Solidarität. Wir müssen nur in den Osten unserer Republik schauen, wo laut Forschungsgruppe Wahlen 42 Prozent der Bevölkerung weniger Unterstützung für die Ukraine wollen, vom unsäglichen Antrag von AfD und BSW im Landtag von Sachsen-Anhalt gar nicht zu reden.
Ein Wahlkampf der Milliardäre
Wie viel Geld in diesem Wahlkampf steckt, sprengt jedes deutsche Maß. Kandidaten, Parteien und Interessengruppen haben laut Wahlkommission FEC bisher mehr als 16 Milliarden Dollar eingesammelt, nicht mitgerechnet sind Spenden, deren Herkunft verschleiert wird. Für Wahlwerbung sind schon mehr als zehn Milliarden Dollar ausgegeben. Möglich macht das ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von 2010. Seitdem dürfen sogenannte Super PACs (Political Action Committees) unbegrenzt Geld annehmen, solange sie offiziell unabhängig von den Kandidaten Werbung machen. Im Juni hat das Gericht die Grenzen noch weiter gelockert.
Elon Musk hat laut FEC-Daten in diesem Jahr mehr als 366 Millionen Dollar gespendet, mehr als die rund 290 Millionen, mit denen er 2024 Trumps Wahlkampf unterstützt hat. Davon gingen laut t-online 158 Millionen an den Fonds, der die Senatsmehrheit der Republikaner sichern soll, und 10 Millionen an Ken Paxton, Musks Kandidaten in Texas. Allein in dieses eine Senatsrennen in Texas sind bis Mitte Oktober mehr als 500 Millionen Dollar geflossen, mehr als 360 Millionen davon auf republikanischer Seite. Trump selbst gibt an, schon mehr als 300 Millionen Dollar in den Wahlkampf seiner Partei gesteckt zu haben, bis zum Wahltag sollen es mehr als 400 Millionen werden.
Von den 20 größten Geldgebern stehen 14 auf der Seite der Republikaner. Darunter sind die Investoren Marc Andreessen und Ben Horowitz und OpenAI-Mitgründer Greg Brockman, die vor allem eines wollen: weniger Regeln für künstliche Intelligenz und Kryptowährungen. In neun umkämpften Senatsrennen haben die Republikaner im vergangenen Monat 233 Millionen Dollar für Fernsehwerbung ausgegeben, fast doppelt so viel wie die Demokraten.
Auch die Demokraten haben Großspender, etwa George Soros und Michael Bloomberg mit 80 Millionen Dollar für das Repräsentantenhaus, aber nicht in dieser Masse. Wer so viel Geld in eine Wahl steckt, will etwas dafür haben. Musk hat es vorgemacht: Nach seinen Millionen für Trump zog er ins Weiße Haus ein, strich öffentliche Budgets zusammen und sorgte dafür, dass seine eigenen Firmen verschont blieben.
Kauft Geld die Wahl?
Ob Geld allein die Wahl entscheidet, ist trotzdem offen. Im Frühjahr 2025 steckte Musk mehr als 20 Millionen Dollar in eine Richterwahl in Wisconsin. Gewonnen hat die Kandidatin der Demokraten, Susan Crawford, weil sie offen gegen Musk und seine Millionen antrat. Die Fernsehspots der Republikaner bringen ihnen trotz doppeltem Einsatz nur 40 Prozent mehr Reichweite. 72 Prozent der Amerikaner finden, dass Geld eine zu große Rolle in der Politik spielt. Bei den Senatskandidaten sammeln ausgerechnet Demokraten das meiste Geld, darunter James Talarico in Texas, wo seit mehr als 30 Jahren kein Demokrat einen Senatssitz gewonnen hat.
So unbeliebt wie Trump war vor Zwischenwahlen zuletzt George W. Bush 2006. Nach einer Reuters/Ipsos-Umfrage sind nur noch 31 Prozent der Amerikaner mit seiner Amtsführung zufrieden. Bei der Frage nach der bevorzugten Partei für den Kongress liegen die Demokraten mit 47 zu 35 Prozent vorn. Landesweit haben schon mehr als 13 Millionen Menschen vorzeitig gewählt, vor vier Jahren waren es um diese Zeit rund neun Millionen. Trumps Super PACs müssen inzwischen Millionen in Wahlkreise stecken, die die Republikaner 2024 noch klar gewonnen hatten.
Auch die Geschichte spricht gegen Trump. Bei Zwischenwahlen verliert die Partei des Präsidenten seit fast 200 Jahren fast immer Sitze, erklärt der Politikwissenschaftler Nick Beauchamp von der Northeastern University bei ZDFheute. Lucas Holtz von der Denkfabrik Third Way, die den gemäßigten Demokraten nahesteht, vergleicht die Lage mit 2006: Damals belasteten der Irak-Krieg, Korruptionsaffären und hohe Benzinpreise die Republikaner, die Demokraten holten das Repräsentantenhaus. Ein Krieg gegen Iran ohne Zustimmung des Kongresses, Bereicherung im Amt, teurer Diesel: Die Liste von 2026 klingt vertraut. Beauchamp gibt allerdings zu bedenken, dass eine Partei mit knapper Mehrheit meist weniger Sitze verliert als eine mit großer.
Wahlkreise nach Maß
Doch die Republikaner haben vorgesorgt. Nachdem der Oberste Gerichtshof im Sommer wesentliche Teile des Wahlrechtsgesetzes gekippt hat, das Minderheiten schützt, haben republikanisch regierte Staaten ihre Wahlkreise neu zugeschnitten. In Tennessee zerteilten sie die mehrheitlich Schwarze Stadt Memphis auf drei Wahlkreise, die weit ins ländliche Umland reichen. Unterm Strich könnten die Republikaner so fünf bis zehn Sitze im Repräsentantenhaus gewinnen.
Die Demokraten halten dagegen. In Kalifornien ließ Gouverneur Gavin Newsom per Volksabstimmung neue Wahlkreise beschließen, die seiner Partei vier bis fünf zusätzliche Sitze bringen können. Den Vorsprung der Republikaner gleicht das nicht aus. Die Demokraten brauchen in beiden Kammern je vier Sitze mehr. Geld kauft in den USA keine Wahl, schreibt Rieke Havertz in der ZEIT. Ohne Millionen ist ein erfolgreicher Wahlkampf in diesem entgrenzten System aber kaum zu gewinnen.
Die Demokraten und der Mittlere Westen
Wie gut die Demokraten selbst abschneiden, ist damit nicht gesagt. Holen sie das Repräsentantenhaus zurück, ist das nur zu einem kleinen Teil ihr Verdienst, schreibt Majid Sattar in der FAZ. Ihre Niederlage von 2024 mit Kamala Harris haben sie nie aufgearbeitet. An den Küsten bieten sie Symbolpolitik für kleine Gruppen, die Mitte Amerikas mit ihren materiellen Sorgen erreichen sie kaum. Das gilt vor allem für den Mittleren Westen, der 2024 die Wahl entschieden hat.
Michigan, Industriestaat im Rostgürtel, galt bis 2016 als sicher demokratisch. Der Senatssitz, um den es jetzt geht, war 36 Jahre in demokratischer Hand, nun ist das Rennen offen. Sattar nennt Michigan ein Laboratorium. Dort tritt mit Abdul El-Sayed ein Demokrat vom linken Rand an: Er fordert eine Krankenversicherung für alle, die Abschaffung der Einwanderungspolizei ICE und ein Ende der Militärhilfe für Israel. In der letzten Umfrage liegt er mit 48 zu 46 Prozent knapp vorn, der Abstand schrumpft. Kamala Harris hat schon für ihn geworben, Obama soll ihm in Detroit helfen.
Wie viel für Trump in Michigan auf dem Spiel steht, zeigt sein Ton. El-Sayed wäre der erste muslimische Senator der USA. Trump nennt ihn einen „Dschihadisten“, zweifelt an seiner Loyalität zu den USA, bringt ihn mit der Muslimbruderschaft in Verbindung und spielt immer wieder auf den 11. September an. Belege für eine Verbindung zur Muslimbruderschaft gibt es laut AP keine. Selbst Bishara Bahbah, Mitgründer der Gruppe „Arab Americans for Trump“, nennt die Äußerungen rassistisch.
Umfragen deuten darauf hin, dass sich Kandidaten der Mitte in umkämpften Staaten leichter tun. In den Vorwahlen setzte sich in Michigan trotzdem der linke Flügel durch. Ausgerechnet in Michigan liegt die Zahl der Frühwähler nur auf dem Niveau von 2022. In Iowa ist sie sogar gesunken, dort liegt der Demokrat Josh Turek mit 45 zu 48 Prozent hinten. Im Nachbarstaat Ohio, früher Amerika im Kleinen, steht es zwischen Sherrod Brown und Jon Husted 50 zu 50.
Einen klaren Hoffnungsträger für 2028 haben die Demokraten noch nicht, ein halbes Dutzend bringt sich laut Sattar in Stellung. Am meisten Aufmerksamkeit bekommt Jon Ossoff aus Georgia, 37 Jahre alt, ein pragmatischer Progressiver. Ossoff redet über das, was die Menschen drückt: Benzinpreise, Krankheitskosten und die riesigen Rechenzentren der Tech-Konzerne, die das Wasser in den Gemeinden belasten. Trump beschimpft ihn vulgär, Ossoff nennt Trump ruhig eine Schande für das Amt. Eine Präsidentschaftskandidatur schließt Ossoff bislang aus. Auch Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, Josh Shapiro aus Pennsylvania und Gretchen Whitmer aus Michigan werden immer wieder als mögliche Kandidaten genannt.
Gefährlicher nach dem 3. November
Es ist wichtig, dass die Demokraten die Midterms gewinnen. Aber Trump macht weiter, auch ohne Mehrheit im Kongress. Darüber müssen wir uns in Europa im Klaren sein. Wie gewohnt teilt Trump nach allen Seiten aus, auch gegen Verbündete. Am Sonntag in Port Huron in Michigan traf es Norwegen. Weil er den Friedensnobelpreis nicht bekommen habe, sei Norwegen ein „beschissenes Land“ geworden, von dort wolle er niemanden mehr aufnehmen. Den Ausdruck hatte Trump früher schon für Haiti, Somalia und den Jemen benutzt.
Selbst ein demokratischer Kongress kann Trumps Außenpolitik kaum stoppen, warnt die Politikwissenschaftlerin Nevada Joan Lee in einer Analyse für den European Council on Foreign Relations. Trump hält bewilligte Gelder zurück und hebelt Sanktionen per Ausnahmegenehmigung aus. Als „lahme Ente“ wird er nicht harmloser, schreibt David Schafbuch bei t-online. Er wird größere Risiken eingehen, um etwas zu hinterlassen, das seine Amtszeit überdauert. Ich fürchte, ein Deal mit Putin, bei dem die Ukraine nicht mitreden darf, könnte genau so ein Vermächtnis werden. Und die Demokraten haben noch viele Hausaufgaben zu erledigen, wenn sie 2028 auch die Präsidentschaftswahl gewinnen wollen.
Und niemand weiß, wer und was bei den Republikanern nach Trump kommt. Alle schauen auf ihn, doch Sorgen machen mir auch die Leute in seinem Rücken: die Tech-Milliardäre um Elon Musk und Peter Thiel, die Demokratie und Gleichheit für überholt halten, und Vizepräsident J. D. Vance, dessen politischen Aufstieg Thiel mitfinanziert hat. Dieses Netzwerk hat mit Zufall nichts zu tun, wie ich im August beschrieben habe. Es denkt über Trumps Amtszeit hinaus.
Europa sollte nicht auf die nächste Kehrtwende in Washington warten. Es braucht eigene Luftverteidigung, eigene Satellitenverbindungen und eine Finanzierung, die nicht vom nächsten Anruf aus dem Weißen Haus abhängt. Und es sollte aufhören, Putins Krieg mit Gaskäufen mitzufinanzieren. Wer die Ukraine für billigeren Diesel aufgibt, gibt auch Europas Sicherheit auf. Den Amerikanern wünsche ich, dass die Demokraten wieder ein schärferes Profil bekommen und die gute Seite der USA, die ich kenne und schätze, sich durchsetzt. Ein Selbstläufer wird das nicht.
Für die Recherche und für den Entwurf dieses Artikels wurde KI eingesetzt.
Quellen & Leseempfehlungen
- Trump-Kehrtwende im Ukraine-Krieg: Die USA fallen Selenskyj in den Rücken — Daniel Mützel, t-online, 21.10.2026
- Audi-Chef im Wahlkampf mit Donald Trump: Es ist die perfekte Unterwerfung — David Schafbuch, t-online, 25.10.2026
- Trump bezeichnet muslimischen Senatskandidaten als „Dschihadisten“ / Trump schmäht Norwegen wegen verwehrten Friedensnobelpreises — Paula Armbruster, Mauritius Kloft, t-online (Newsblog), 26.10.2026
- F.A.Z. Frühdenker (Newsletter) — Tatjana Heid, FAZ, 26.10.2026
- Jetzt wird’s verrückt: Ein vorsichtiges Lob des Kanzlers — Johannes Bebermeier, t-online, 26.10.2026
- Trump bleibt Putins bester Helfer — Nikolas Busse, FAZ, 11.10.2026
- Der Staat als Beute — Christian Stöcker, Der Spiegel, 18.10.2026
- Funktionieren Amerikas demokratische Reflexe noch? — Majid Sattar, FAZ, 23.10.2026
- Der Kandidat, der zufällig Muslim ist — Majid Sattar, FAZ, 19.10.2026
- Für ihn hat Trump einen besonders fiesen Spitznamen — Majid Sattar, F.A.S., 20.10.2026
- Allein Elon Musk spendete dieses Jahr 366 Millionen — Rieke Havertz, DIE ZEIT, 23.10.2026
- Leiten diese Wahlen Donald Trumps Ende ein? — Gregor Aisch, Annick Ehmann, Rieke Havertz, Vivien Serve, DIE ZEIT, 20.10.2026
- Kann der US-Kongress Trump gefährlich werden? — Isabelle Daniel, DIE ZEIT, 22.10.2026
- Deutlich mehr Frühwähler in wichtigen US-Bundesstaaten — DIE ZEIT (AP), 22.10.2026
- Trump meldet Ausgaben von mehr als 300 Millionen Dollar für Wahlkampf — DIE ZEIT (Reuters, dpa), 21.10.2026
- Für Musks Traumkandidaten wird es eng — David Schafbuch, t-online, 22.10.2026
- Demokraten könnten gewinnen – und Trump trotzdem kaum stoppen — t-online (ast), 21.10.2026
- Musk soll 276 Millionen Dollar an Republikaner gespendet haben — Der Spiegel/AFP (nach New York Times), 13.10.2026
- US-Midterms: Trump könnte als „lahme Ente“ noch gefährlicher werden — David Schafbuch, t-online, 06.10.2026
- Trump-aligned super PACs pour millions into once-safe GOP House seats — CNBC, 21.10.2026
- Midterms: Was die historische Wahlregel für Donald Trump bedeutet — Fränzi Meyer, ZDFheute, 24.10.2026
- Midterms 2026: Diese Politiker könnten die Wahlen entscheiden — ZDFheute, 19.09.2026
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