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Ein Lerntag zum Thema ‚Pädagogische Haltung‘
Den heutigen Samstag habe ich in Rostock verbracht, genauer gesagt: bei der EuSiB. EuSiB steht für Europäische Stiftung für innovative Bildung. Unter ihrem Dach vereint sie mehrere Bildungseinrichtungen – von der Krippe über die Grundschule, den Zirkus, weiterführende Schulen bis hin zum Pädagogischen Kolleg. Der Anlass meines Besuchs war der heutige EuSiB-Tag, an dem alle Beschäftigten in den unterschiedlichen Bildungseinrichtungen zusammenkommen und gemeinsam lernen. Er findet alle zwei Jahre statt.
Ich blogge über meinen Besuch aus drei Gründen:
- Das Thema des diesjährigen EuSiB-Tages war „Pädagogische Haltung“. Ich habe zu diesem Thema sowohl bei der Vorbereitung als auch heute im Austausch einiges gelernt. Ich bin davon überzeugt, dass es ein sehr zentrales und grundlegendes Thema ist, das in der pädagogischen Diskussion mehr Raum zur Reflexion bräuchte. Dafür möchte ich mit dem folgenden Beitrag gerne ein bisschen werben.
- Meine Rolle bestand in der konzeptionellen Mitgestaltung des Tages. Ich habe mich mit dem Vorbereitungsteam mehrmals im Vorfeld getroffen, und wir haben überlegt, wie wir den Tag methodisch gestalten und aufbauen können. (Das war vor allem deshalb herausfordernd, weil die Teilnehmenden explizit viel Input gewünscht hatten und wir das natürlich trotzdem mit offenen und selbstgesteuertem Lernen zusammen bringen wollten.) Das Konzept, das wir heute genutzt haben, halte ich für sehr gelungen. Mit meiner Dokumentation will ich ermöglichen, dass andere es weiter nutzen können.
- Ich kannte die EuSiB vor diesem Projekt noch nicht und nutze den Blogbeitrag auch dazu, um den Kolleg*innen virtuell zuzuwinken und mich für die sehr inspirierende Zusammenarbeit zu bedanken. Für alle, die diesen Text lesen, die EuSiB auch noch nicht kennen und sich gerne mit spannenden Bildungsakteur*innen vernetzen möchten, kann dies vielleicht ebenfalls ein Anstoß dazu sein. Auf der Website eusib.de gibt es ausführliche Informationen zum heutigen EuSiB-Tag und zur EuSiB selbst.
Damit aber genug der Vorrede. Los geht es mit meinem Bericht zum heutigen Tag. Ich erzähle dabei einfach chronologisch, was wir gemacht und gelernt haben und wie wir dabei vorgegangen sind.
1. Ankommen und Einstieg im Plenum
Damit alle sich gut einfinden und es schon vorab zu ersten Gesprächen und Austausch kommen konnte, gab es eine großzügige Ankommenszeit von einer Stunde mit Kaffee, Obst und Kuchen. Anschließend begrüßte die Leitung des Pädagogischen Kollegs, an dem die Veranstaltung stattfand, und der Vorstand der EuSiB führte in das Thema ein. Danach übernahm die Vorbereitungsgruppe, stellte vor, was die Kolleg*innen am Tag erwartete, und sorgte mit einem ersten „Winkgewusel“ für Orientierung. Dazu wurden Fragen gestellt wie: „Wer ist zum ersten Mal bei einem EuSiB-Tag?“ oder „Wer kommt von Bildungseinrichtung XY?“ oder „Wer gehört zum nicht-pädagogischen Personal?“ … Wenn die Frage zutraf, reagierte man mit Winken. Mit dieser schnellen Sichtbarmachung waren alle gut angekommen, orientiert und voller Vorfreude auf den weiteren Tag.
2. Parcours der guten Haltungen
Unsere Einschätzung im Vorfeld war, dass viele Kolleg*innen mit dem Begriff der (pädagogischen) Haltung zunächst wahrscheinlich nicht viel anfangen können bzw. unsicher sind, wie sie sich dazu äußern sollen. Deshalb wollten wir eine sehr niederschwellige Möglichkeit für eine erste Annäherung und vor allem auch einen Austausch untereinander bieten. Das Format, das wir hierfür entwickelt haben, nannten wir „Parcours“. Es ähnelt ein bisschen einem Stuhltanz, zumindest insofern, dass es mehrere Stühle gibt, Musik gespielt wird, sich alle durch den Raum bewegen und wenn die Musik stoppt, man sich zu einem Stuhl begeben muss. Damit sind die Gemeinsamkeiten zum Stuhltanz aber schon erschöpft. Denn erstens sollten sich an jedem Stuhl immer mehrere Leute treffen. Zweitens schied niemand aus, sondern auf dem Stuhl lag ein Zettel mit einer Herausforderung zum Thema Haltung, die man gemeinsam angehen sollte. Die Herausforderungen waren teilweise etwas zum Machen (Beispiel: Haltung auch körperlich zeigen und etwas balancieren oder pantomimisch vorspielen), zum Erzählen (Beispiel: In welchen Momenten in deinem beruflichen Alltag bist du dir unsicher, wie du dich verhalten sollst?) oder zur Reflexion (Beispiel: Wo „wohnt“ deine pädagogische Haltung, wie sieht sie aus?). Die Runden zur Bewältigung der Herausforderungen dauerten immer nur ein paar Minuten. Dann setzte wieder Musik ein, die Kolleg*innen konnten sich wieder bewegen, neu mischen und zur nächsten Herausforderung zusammenfinden.
Beispiel für eine Stuhl-Station im ParcoursNach einer Dreiviertelstunde hatten alle ein erstes Bild zum Thema pädagogische Haltung und waren mit vielen anderen Kolleg*innen ins Gespräch gekommen.
3. Input und Übung zu den Reckahner Reflexionen
Nach dem sehr interaktiven Einstieg war eigentlich ein Input von Annedore Prengel im Plenum geplant, die aber wegen Krankheit nicht teilnehmen konnte. Als Alternative wurde ein Video mit ihr geschnitten und gezeigt, in dem sie die sogenannten Reckahner Reflexionen vorstellt.
Die Reckahner Reflexionen sind zehn Leitlinien, die als Orientierung für gute Beziehungen in pädagogischen Settings dienen können. Sie wurden über mehrere Jahre von einem Kreis engagierter Pädagog*innen aus der Menschenrechtsbildung erarbeitet und von Annedore Prengel initiiert. Mein Eindruck war, dass die Leitlinien zunächst sehr unspektakulär und fast schon selbstverständlich wirken. Wenn man jedoch darüber reflektiert und vor allem miteinander ins Gespräch kommt, merkt man schnell, wie viel darin steckt und wie hilfreich sie zur Orientierung sein können.
Ich dokumentiere die Reckahner Reflexionen hier als H5P-Inhalt, sodass du sie auch gut weiterverwenden und z. B. anderswo einbetten und verbreiten kannst:
Im Video-Impuls wies Annedore Prengel darauf hin, dass in empirischen Untersuchungen, die im Kontext der Erarbeitung durchgeführt wurden, herauskam, dass rund 25 Prozent aller pädagogischen Interaktionen (zwischen erwachsenen Lehrenden und jüngeren Lernenden) nicht den Reckahner Reflexionen entsprechen, weil sie entweder lediglich neutral oder sogar negativ für die pädagogischen Beziehungen einzuordnen sind. Besonders besorgniserregend ist, dass diese Interaktionen oft nicht zufällig oder aus der Not heraus passieren (z. B. aus Zeitmangel oder aufgrund gelegentlicher Fehler), sondern dass sie z. B. bei Hospitationen bewusst so vorgeführt werden. Die Lehrpersonen scheinen also davon überzeugt zu sein, dass sie mit der Missachtung der Reckahner Reflexionen gut und richtig handeln.
Aus Sicht von Annedore Prengel könnten drei Aspekte hier helfen:
- Das Thema pädagogische Beziehungen und Haltung sollte immer wieder und auch schon in der pädagogischen Ausbildung, thematisiert werden.
- Es sollte eine gute und konstruktive Feedback-Kultur im Kollegium etabliert werden. Man muss sich gegenseitig sagen können, wenn man denkt, dass sich ein*e Kolleg*in falsch verhält.
- Es sollte mehr „Kunstfehlerlehre“ in der Pädagogik etabliert werden, d. h. dazu forschen, welche typischen und häufigen Fehler im Kontext von pädagogischen Beziehungen gemacht werden und wie man damit umgehen kann.
Neben dem wertvollen Input fand ich es bemerkenswert, wie gut und resonanzreich der Video-Impuls funktionierte. Das hätte ich so nicht erwartet.
‚Anmoderation‘ des Video-Impuls von Annedore PrengelAnschließend bildeten wir Kleingruppen, um uns vertiefter mit den Reckahner Reflexionen auseinanderzusetzen. Jede Gruppe erhielt dazu als Material mehrere Karten, auf denen typische und fiktive pädagogische Beziehungssituationen geschildert wurden. Die Aufgabe war, zu überlegen, welche der zehn Leitlinien in der jeweiligen Situation beobachtet werden kann.
Fiktive pädagogische Beziehungssituationen zur ReflexionDas funktionierte ziemlich gut. Im Ergebnis hatten zumindest in meiner Gruppe alle Beteiligten ein gutes Verständnis der Leitlinien.
4. Input von Katrin Halfmann und anschließende Fragerunde
Nach einer Kaffeepause gab es einen zweiten Input, diesmal von Katrin Halfmann, die vor Ort war. Sie fokussierte sich auf die Frage der praktischen Umsetzung: „Wie komme ich zu einer guten pädagogischen Haltung?“
Besonders prägnant fand ich ihre Aussage, dass es in herausfordernden Situationen normal ist, den Impuls zu spüren, einer spontanen Erstreaktion zu folgen. Wenn also z. B. ein Kind auf einen freundlichen „Guten Morgen“-Gruß reagiert, indem es einem entgegen schleudert, man solle sich „verpissen“, dann wird die Erstreaktion wahrscheinlich sein, dass man verletzt, verärgert oder überrumpelt ist und das Kind direkt maßregeln möchte. Für eine gute pädagogische Haltung und die Möglichkeit eines Beziehungsaufbaus zum Kind ist es jedoch hilfreicher, erst einmal durchzuatmen und sich zu fragen: Was ist der Hintergrund dieser Situation? Warum agiert das Kind so? Und zweitens: Was braucht das Kind in dieser Situation bzw. was will es uns mitteilen? Mit diesen Überlegungen ist eine reflektierte, pädagogische Reaktion möglich, die den Teufelskreis von Störungen und Maßregelungen durchbricht.
Katrin Halfmann arbeitet hierfür viel mit dem Bild eines „inneren Teams“. In herausfordernden Situationen melden sich verschiedene innere Stimmen zu Wort, und es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen, um auch die Stimmen zu hören, die nicht der spontanen Erstreaktion folgen. Dabei muss man stets die Balance zwischen Engagement für das Kind und Selbstschutz finden.
Nach einer Fragerunde zu diesem Input folgte eine ausführliche Mittagspause.
5. Lerngewusel
Nach dem inhaltsreichen Vormittag war der Nachmittag mit einem sogenannten „Lerngewusel“ offener gestaltet. Hier konnte man zwischen Workshops, Gesprächsrunden oder dem individuellen Stöbern in Büchern und Materialien zum Thema wählen oder sich auch am Lagerfeuer austauschen. Besonders gelungen fand ich, dass auch Bündnispartner*innen außerhalb der Institutionen für Angebote angefragt wurden. Auch ich habe so z. B. eine Gesprächsrunde zu „Haltung und Digitalisierung“ angeboten (dazu schreibe ich in einem extra Blogbeitrag, da ich es sehr spannend fand). Weitere Angebote kamen von „Endstation Rechts“ oder dem „Ökohaus Rostock“. So wurde das Thema „Pädagogische Haltung“ sehr breit gefächert und Verbindungen zu Themen wie Demokratiebildung, Nachhaltigkeit oder Digitalisierung hergestellt.
Die Lerngewusel-Angebote waren teils fortlaufend, teils nur eine halbe Stunde lang oder über die gesamten 1,5 Stunden. So war es gleichermaßen herausfordernd wie bereichernd, aus der Fülle der Möglichkeiten ein Programm zusammenzustellen.
6. Abschluss im Plenum und Ausschwingen
Am Nachmittag kamen alle noch einmal im Plenum für einen gemeinsamen Abschluss zusammen. Ursprünglich hatten wir überlegt, hier noch eine längere, gemeinsame Reflexion mit Ausblick zu machen, aber unsere Einschätzung, dass nach so viel Input ein kürzeres Format besser wäre, stellte sich als richtig heraus. So beschränkten wir uns auf ein kurzes „Silent Writing“, bei dem alle für sich relevante Aspekte notieren konnten, die sie mitnehmen wollten. Anschließend konnte man sich darüber in kleinen Gesprächsrunden austauschen. Den Abschluss bildete ein weiteres „Winkgewusel“, diesmal mit Fragen zum Tag, was zugleich eine Brücke zum Einstieg schlug.
Nach dem offiziellen Programm blieb noch Zeit für ein gemeinsames „Ausschwingen“ mit Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken. 🙂
Fazit
Ich fahre sehr erfüllt von meinem Besuch in Rostock nach Hause. Vielen Dank an alle Beteiligten! Für dich kann der Blogbeitrag vielleicht ein Anstoß sein, das Thema „Pädagogische Haltung“ auch in deinem Kollegium anzuregen. Und/oder du kannst unseren Lernparcours oder das Lerngewusel als methodische Ideen mitnehmen, die sich sicherlich auch gut auf andere Kontexte übertragen lassen.
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OER im Blick: ein buntes Kaleidoskop!
Ich bin auf der Rückfahrt von der Konferenz OER im Blick, die gestern und heute in Frankfurt stattfand. Veranstalter war das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Projektträger DLR. Die Konferenz brachte die Verantwortlichen der neuen Förderprojekte aus der OER-Strategie des BMBF zusammen. Eingeladen waren außerdem Personen aus begleitenden Gremien der OER-Strategie, d.h. aus dem OER-Beirat und aus dem Impulsgremium (= meine Rolle).
Ich schreibe im folgenden einen Kaleidoskop-artigen Blogbeitrag mit 5 Aspekten, die ich von der Konferenz mitnehme. Das passt gut zum Logo der Konferenz, das ebenfalls eine bunte, Kaleidoskop-artige Linse war, womit die Vielfalt von OER zum Ausdruck gebracht werden sollte.
Kaleidoskop-Logo auf der Konferenzbroschüre1. OER sind auf einem guten Weg und es gibt ganz viele neue Aktivitäten dank vielfältiger Förderprojekte!
Nach einem Auftakt am Vorabend startete die Konferenz heute mit einem Panel zu einer Standortbestimmung zu OER. Die Teilnehmenden (Mona Massumi, Annekatrin Bock und Jöran Muuß-Merholz) waren sich auf dem Podium einig, dass OER insgesamt auf einem guten Weg sind:
- Es gibt deutlich mehr OER-aktive Menschen und auch deutlich mehr OER als noch vor 10 Jahren.
- In immer mehr Organisationen ist es eher Norm, denn Ausnahme, etwas unter einer offenen Lizenz zu veröffentlichen.
- Das Interesse an einem Weiterdenken von OER in Richtung OEP (= Open Educational Practices, offene Bildungspraktiken) nimmt stetig zu.
Für die zukünftige Arbeit zu OER nehme ich von dem Panel insbesondere zwei Denkanstöße mit:
- Wir müssen in der OER-Community die Herausforderung der Bildungsungleichheit bewusst in den Blick nehmen, wenn wir dieser auch mithilfe von OER entgegen wirken wollen. Wenn wir darauf verzichten, könnten OER sogar noch zur weiteren Verschärfung beitragen.
- Wir sollten als OER-Community das Rad nicht neu erfinden wollen, wenn es z.B. um offene Lernformate, Nachhaltigkeit oder Demokratielernen geht. Besser wäre es, sich in (zum Teil schon sehr, sehr lange) bestehende Diskurse und Aktivitäten einzubringen.
Die neuen Förderprojekte wurden nicht offiziell vorgestellt, aber ich konnte mit vielen Verantwortlichen in den Pausen und in Vernetzungsrunden ins Gespräch kommen. Für mich (und damit vielleicht auch für Menschen, die meinen Blog lesen), finde ich diese drei Förderprojekte besonders spannend:
- NGO zu OER-Entwicklung ermutigen: Die Kolleg*innen von Serlo streben mit dem Projekt ProOER an, NGO und Non-Profit Initiativen dazu zu ermutigen, ihre Bildungsmaterialien unter einer offenen Lizenz zu veröffentlichen.
- OER für Lernbüros: Die Kolleg*innen aus dem Schulverbund „Blick über den Zaun“ (BüZ) planen im Projekt WODL die Erstellung von Materialien, die im Kontext des selbstorganisierten Lernens in Lernbüros genutzt werden können.
- BNE-Materialien als OER: Es gibt mehrere Förderprojekte zu OER. Ich habe mich vor allem mit den Kolleg*innen der Universität Passau unterhalten, die im Projekt moreBNE eine OER-Community of Practice zur Gestaltung und Verankerung von BNE in der Lehrkräfteausbildung aufbauen wollen. Besonders spannend finde ich hier, dass physische und virtuelle Räume gleichermaßen berücksichtigt werden sollen.
Eine vollständige Übersicht aller Förderprojekte gibt es auf der Website oer-strategie.de.
2. Die Methode „Perspektivwechsel-Debattierclub-Rollenspiel“ ist sehr lohnend für Verstehen und Austausch!
Nach der Podiumsdiskussion gab es einstündige Workshops. Ich beteiligte mich im Workshop von Jöran zum Thema ‚OER zwischen Pragmatismus und Weltverbesserung‘. Hintergrund des Workshops war, dass es in der OER-Community sehr unterschiedliche Motivationen für OER gibt. Jöran nannte – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – diese 5 Perspektiven:
- Pragmatismus: Materialien für alle!
- Emanzipation: Wir können das selbst!
- Professionalisierung und Qualität: Differenzierung und Zusammenarbeit macht Bildung besser!
- Kulturwandel: OER verändern Lernen in Richtung offener Bildungspraxis!
- Transformation: OER greifen gesellschaftliche Herausforderungen auf und können zu Weltverbesserung beitragen!
Das Ziel des Workshops war es, durch Perspektivübernahme und Austausch zu mehr Verstehen untereinander beizutragen und vielleicht auch mehr Klarheit für die eigene Positionierung zu gewinnen. Dazu nutzen wir die Methode eines Perspektivwechsel-Debattierclub-Rollenspiels, die ich hier auch deshalb dokumentiere, weil sie sich aus meiner Sicht ganz wunderbar zum Remix in andere Kontexte eignet, in denen es um die Förderung von Verständnis und Austausch untereinander geht.
Hier ist eine Kurzanleitung zum Nachmachen und zum Remix (Credits für die Entwicklung an Jöran)
- Ihr sucht euch ein Thema, auf das man mit unterschiedlichen Perspektiven blicken kann. Bei uns war das wie dargestellt ein eher pragmatischer Blick auf OER versus eine Perspektive der Weltverbesserung durch OER.
- Ihr formuliert Thesen zu dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Jede These kommt auf eine Folie. Wie viele Thesen man diskutiert, liegt an der zur Verfügung stehenden Zeit. (Ich kann mir aber vorstellen, dass nach 5 Thesen die Luft ein bisschen raus sein kann.) Hier ein Beispiel für eine These, die wir heute diskutiert haben: „Für mich steht hinter OER auch das Ziel, dass wir in der Praxis mehr Unabhängigkeit von Gatekeepern wie Verlagen, IT-Unternehmen, Ministerien etc. erlangen.“
- Ihr bereitet drei Stehtische vor. Sie sollten so positioniert sein, dass die Menschen sich frei an einen der Tische zuordnen können und sich von dort gegenseitig sehen. Die Tische sind markiert mit drei Positionierungsmöglichkeiten zu den Thesen. Diese drei Mögölichkeiten sind: 1. Ich stimme insofern zu, dass … 2. Ich widerspreche insofern, dass … 3. Ich möchte die folgende dritte Position einbringen … Bei uns waren diese drei Tische sehr simpel mit Emojis auf Aufstellern markiert: 🤗 🤨 🤓
- Ihr präsentiert die erste These und bittet die Teilnehmenden, sich an einem der drei Tische zu positionieren. Wichtig ist hier, dass es sowohl möglich ist, sich dort zu positionieren, wo es der eigenen Haltung entspricht. Ebenso darf man aber auch ganz bewusst in eine andere Rolle schlüpfen und in dieser Rolle argumentieren. Zudem ist es immer auch möglich, während einer Diskussion zu einer These die Tische zu wechseln und sich in diesem Sinne auch selbst zu widersprechen.
- Nun beginnt der Debattierclub. Eine Person startet und stellt vor, warum sie am jeweiligen Tisch steht. Von dem anderen Tisch kommt Kontra oder Ergänzungen. Wenn niemand mehr etwas beitragen will, wird die nächste These gezeigt, alle positionieren sich neu und das nächste Rollenspiel startet.
Wir hatten sehr viel Freude. Ich bin unter anderem in die Rolle von Menschen aus Verlagen geschlüpft, die an OER fehlende Qualitätsentwicklung bemängeln oder in die Rolle von besorgten Menschen, die eine Übernahme von OER zu Demokratiebildung durch antidemokratische Kräfte befürchten …
Von Seiten der Moderation scheint es mir bei dieser Methode wichtig, darauf zu achten, …
- … dass auch stillere Personen zu Wort kommen und sich das Rollenspiel nicht in einem Schlagabtausch zwischen wenigen Personen erschöpft.
- … gezielt zu ermuntern, auch gegensätzliche Positionen zur eigenen Haltung einzunehmen. (Ich habe dadurch am meisten für mich gelernt und fand auch, dass gerade diese Möglichkeit, das Spiel sehr spaßig gemacht hat.)
- … bei einer stockenden Diskussion sich auch selbst einzubringen oder auf diesem Weg auch ‚blinde Flecken‘ aufzugreifen, die die Teilnehmenden nicht von sich aus ansprechen.
Außerdem kann man vorab ein Pad zur kollaborativen Dokumentation einrichten. Unser Mitschrieb von heute ist hier.
Ich finde, dass sich diese Methode auch ganz ausgezeichnet für Pädagogische Tage an Schulen zu KI eignet. Ich werde die Methode dafür sicher bald einmal remixen und dann berichten, wie es geklappt hat.
Emoji-Aufsteller für die drei Stehtische3. Ein ‚Opt-In‘-Modell beim Urheberrecht könnte eine spannende, politische Forderung für die OER-Community sein!
In Pausengesprächen bin ich auf die Idee eines ‚Opt-In‘-Modells beim Urheberrecht aufmerksam gemacht worden. Opt-In-Modell bedeutet, dass man die Logik des Urheberrechts auch ‚umdrehen‘ könnte. Bisher ist es so, dass eine Person, die etwas erstellt, ohne weiteres Zutun automatisch Urheber*in ist. Umgedreht wäre es, wenn man das Urheberrecht aktiv reklamieren müsste. Das würde bedeuten: Wenn man nicht aktiv wird, ist der Inhalt automatisch frei. (Ähnliches wurde auch im Kontext der Organspende diskutiert. Hier gab es die politische Forderung, dass man aktiv widersprechen muss, wenn man nicht zu einer Organspende bereit ist. Wenn man nichts sagt, hätte das dann Zustimmung bedeutet.)
Ich finde dieses Modell als politische Forderung sehr interessant, weil man damit einen Denkraum öffnen kann, wie eine Gesellschaft auch ganz anders organisiert sein könnte. In diesem Fall wäre das mit dem Teilen und der Offenheit als Norm. Auf meiner To Do Liste steht, zu der Idee zunächst ein bisschen mehr zu recherchieren und dann vielleicht noch einmal ausführlicher dazu zu bloggen.
4. Guerilla-Kommunikation ist cool für Konferenzen!
Ich hatte mir für die Konferenz unter anderem vorgenommen, das Fediverse – als ein gerade für OER-aktive Menschen sehr gut passenden Raum zur Online-Vernetzung – zu bewerben und zum Mitmachen einzuladen. Leider fiel mir das erst recht kurzfristig ein und so hatte ich mich dafür nicht um einen offiziellen Programmpunkt gekümmert. Jörg Lohrer und ich haben uns stattdessen spontan für eine Guerilla-Kommunikation entschieden: Plakat mit einem Link zu weiteren Infos malen, auf die Bühne gehen, in einem kurzen, pointierten Redebeitrag die wichtigsten Infos packen (so etwas kann ich nicht, aber Jörg) … und fertig!
Ich hatte von vorne ja den Blick aufs Publikum – und so viele Smartphones, die vor mir gezückt waren, um das Plakat zu fotografieren, werden wir jetzt wahrscheinlich bald einen riesigen Ansturm im Fediverse erleben 😉. in jedem Fall war danach im Fediverse durchaus einiges los, was man anhand des Hashtags OERImBlick dort nachlesen kann.
Aktivitäten in diesem Sinne nehme ich mir auch für zukünftige Konferenzen vor. Es ist denke ich immer gut, mit einem Überraschungsmoment zu spielen, um wichtige Botschaften zu kommunizieren.
5. In der OER-Community gibt es ganz viele großartige Menschen und viele wunderbare Ideen!
Der wichtigste Aspekt, den ich mitnehme, kommt ganz zum Schluss: Mich hat die Konferenz wieder einmal darin bestärkt, wie viele großartige Menschen in der OER Community aktiv sind. Stellvertretend für viele andere, poste ich hier das Mittagspausen-Selfie in der Sonne mit Jörg und Gabi:
Daneben nehme ich auch noch ein paar weitere, kleinere Ideen mit:
- Der Auftakt am gestrigen Abend fand im Experiminta-Museum in Frankfurt statt. Die zahlreichen Exponate zum Ausprobieren und Erkunden haben den Austausch untereinander sehr befördert. So etwas ist also eine sehr gute Idee für einen Veranstaltungsort.
- Ich habe (auch im Workshop von Jöran) die schöne Methode der ‚Lückentext-Vorstellungsrunde‘ kennen gelernt. Alle haben zwei Minuten Zeit im Austausch mit Nebensitzer*innen einen sehr kurzen (= ein Satz!) Vorstellungstext auszufüllen. Dieser wurde dann im Plenum vorgestellt. Bei uns war es dieser Lückentext: „Ich bin … Und für mich wird die Welt durch OER besser, weil …“. Schön daran ist: Alle sind zunächst aktiv, niemand wird überrumpelt und durch die Vorbereitung ’stockt‘ die Vorstellungsrunde im Plenum nicht, sondern geht dann ganz schnell.
- Die OERcamps wurden in Form eines Menti-Quizzes vorgestellt. Eine schöne, etwas selbstironische Form für einen sehr interaktiven Vortrag,
- Und eine Idee von mir: Ich bin heute morgen zum Veranstaltungsort gelaufen, was ein sehr schöner Spaziergang am Main entlang war. Ich nehme mir für zukünftige Veranstaltungen mit, so etwas häufiger zu machen – und dann auch gezielt nach schönen Spazierwegen zu recherchieren. Und wenn man selbst etwas veranstaltet, kann man Hotelempfehlungen vielleicht darauf abstimmen.
Fazit
Ich habe an der Konferenz wie oben dargestellt als Mitglied des Impulsgremiums teilgenommen. Somit hatte ich während der Konferenz keine feste Aufgabe, sondern konnte erstens für mich selber lernen, alte Bekannte wiedertreffen und mich mit vielen neuen Menschen vernetzen. Zweitens habe ich versucht, Menschen in Gesprächen miteinander zu vernetzen, die aus meiner Sicht von einem Austausch profitieren könnten bzw. OER-Neulinge auf bestehende OER-Aktivitäten hingewiesen, so dass das Rad jetzt, wenn so viel Neues startet, nicht an vielen Stellen neu erfunden wird. Ich finde, dass beides gut geklappt hat – und es war für mich mal eine gute Abwechslung zu anderen Veranstaltungen, bei denen ich immer sehr ins Programm eingespannt bin. Vor allem vor dem Hintergrund der 5 Aspekte, die ich in diesem Beitrag vorgestellt habe und die ich für mich mitnehmen kann, hat sich die Teilnahme für mich in jedem Fall sehr gelohnt. Ich freue mich aufs nächste Jahr. Danke für die Einladung und für die vielen guten Gespräche!
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Kollaborativ Handlungsempfehlungen erarbeiten
Beim diesjährigen OERcamp in Hamburg haben die Teilgebenden an Tag 3 im Rahmen einer Community-Beratschlagung kollaborativ Handlungsempfehlungen zur Frage erarbeitet, was sie sich für gute OER-Arbeit wünschen. Das auf dieser Basis entstandene Papier wurde heute veröffentlicht. Aus diesem Anlass möchte ich in diesem Blogbeitrag beschreiben, wie wir beim OERcamp methodisch vorgegangen sind. Ich denke, dass das entwickelte Konzept auch auf andere Kontexte übertragbar ist.
Der Rahmen
An der Community-Beratschlagung an Tag 3 des OERcamp haben sich rund 100 Personen beteiligt. Unser Ziel war es, möglichst vielfältige Perspektiven und damit zugleich eine Art ‚kollaboratives Stimmungsbild‘ der OER-Commuity abzubilden. Es ging also nicht darum, dass sich alle Teilgebenden auf die für sie beispielsweise 5 wichtigsten Forderungen verständigten. Stattdessen sollte alles eingesammelt werden, was (vielleicht auch nur für einzelne Teilgebende) relevant ist. Die gesammelten Aspekte sollten dann insgesamt verschriftlicht werden. Wir hatten insgesamt ungefähr 2 Stunden Zeit.
Der Ablauf
Das Konzept sah drei Phasen vor: Erstens gemeinsames Persona-Basteln, zweitens Handlungsempfehlungen im Rahmen einer Troika Beratung entwickeln und drittens individuelle Wünsche aufschreiben und in einer Crowd-Bewertung reflektieren.
1. Gemeinsames Persona-Basteln
Wir starteten mit einem gemeinsamen Persona-Basteln. Dazu suchten sich die Teilgebenden einen Platz an einem Basteltisch. Sie erhielten eine Blanko-Holzfigur und konnten weitere Utensilien (Knete, Tape, Glitzersticker, Kreppband …) nutzen und die Personas auch mit Stiften gestalten,. Die Aufgabe lautete, eine Persona zu basteln, die man gerne in der OER-Community sehen würde bzw. die schon Teil der OER-Community ist. Diese Persona sollte dann möglichst konkret ausgearbeitet werden. Das bedeutet, dass sie einen Namen erhalten sollte, dass überlegt werden sollte, was sie gerne mag und was sie nicht mag, mit was sie beschäftigt ist und auch, was ihre Perspektive auf OER ist. Wir nahmen uns dafür ca. 20 Minuten Zeit. An den Tischen konnten sich die bastelnden Menschen dabei über ihre Personas austauschen.
Bild: gemeinsames Persona basteln2. Handlungsempfehlungen im Rahmen einer Troika-Beratung entwickeln
Für die Ausarbeitung von Handlungsempfehlungen nutzten wir eine leicht abgewandelte Form der Troika-Beratung aus den Liberating Structures. Dazu fanden sich die Teilgebenden in Dreier-Gruppen zusammen. Die Methode wurde dann in mehreren Schritten durchgeführt:
- Schritt 1: Eine Person begann und stellte ihre Persona den Kolleg*innen vor. Beide hörten zu. (1 min)
- Schritt 2: Die erste Person drehte sich weg. Die anderen beiden beratschlagten, was diese Persona für bessere OER-Arbeit benötigen würde. Sie konnten dabei zum Beispiel in Richtung der beginnenden Förderprojekte denken, in Richtung der Politik, in Richtung der OERcamp oder in Richtung der Community. Die erste Person war wie dargestellt nicht aktiver Teil der Kommunikation, hörte aber zu und hielt die aus ihrer Sicht bis zu 5 wichtigsten Punkte auf Karten fest. (4 Min)
- Schritt 1 und 2 wurden mit den nächsten beiden Personen wiederholt. (je 5 min)
Im Ergebnis hatte alle Teilgeber*innen nun eine Sammlung mit bis zu 5 Aspekten, die für bessere OER-Arbeit relevant sein könnten. Wir hätten diese direkt einsammeln können, aber hatten uns im Vorfeld dazu entschlossen, noch einen Qualifizierungsschritt dazwischen zu schieben. Das geschah auch vor dem Hintergrund, dass wir noch mehr Austausch unter den Teilgeber*innen ermöglichen wollten. Konkret sah der Qualifizierungsschritt dann so aus, dass alle aufgefordert waren, durch den Raum zu wuseln und sich mit mindestens zwei anderen Menschen zu den aufgeschriebenen Aspekten auszutauschen. Dabei sollte versucht werden, Karten falls möglich zusammen zu fassen oder auch um weitere Aspekte zu ergänzen, falls einem im Gespräch noch etwas einfiel.
Anschließend sammelten wir alle Karten ein. Dazu gab es Schuhkartons, die mit OERcamp, Politik/ BMBF, Förderprojekte und Sonstiges beschriftet waren. Falls möglich sollten die Karten in eine passende Kiste geworfen werden.
3. Individuelle Wünsche mit Crowd-Bewertung sammeln
Der dritte Teil war ein bisschen unabhängig von den beiden anderen. Wir hatten ihn deshalb gestaltet, weil wir erstens allen noch einmal im Sinne einer „Was ich sonst noch weitergeben will“- Frage die Möglichkeit geben wollten, ihre individuelle Perspektive einzubringen. Zweitens wollten wir einen gemeinsamen Abschluss gestalten und die gemeinsamen Ergebnisse der Community-Beratschlagung ein bisschen feiern .
Wir haben dazu eine weitere von den Liberating Structures inspirierte Methode genutzt: die Crowd-Bewertung. Dazu konnte sich jede Person eine Ideenkarte nehmen und darauf einen möglichst konkreten Wunsch als Idee an die OER Community formulieren. Anschließend bewegten sich alle still durch den Raum. Wenn man jemanden anderes traf, tauschte man Karten, las sich die Idee durch, drehte den Zettel dann um und bewertete darauf die Idee. Angefangen von 0 (=das wäre für mich nicht relevant) bis hin zu 10 (= da wäre ich sofort mit dabei, das umzusetzen). Sobald jemand eine Karte erhielt, bei der alle Bewertungen ausgefüllt waren, würde die Summe zusammen gerechnet. Danach stellten sich alle sortiert nach den Bewertungen in einer Reihe auf.
Hier ist unsere Vorlage zum Weiternutzen (Lizenz CC0 1.0)
IdeenkarteHerunterladenDie zehn Ideen mit den höchsten Bewertungen wurden dann vorgelesen. Danach gestalteten wir zusammen eine La Ola Welle, um uns gemeinsam für die erarbeiteten Ideen zu feiern. Das geschah auch vor dem Hintergrund, weil manche Ideen vielleicht insgesamt eine geringere Bewertung erhalten haben, aber trotzdem für einzelne sehr wertvoll und wichtig sein können.
Nachdem auch die Ideenkarten eingesammelt waren, war die Community-Beratschlagung abgeschlossen.
Die Nachbearbeitung
Im Anschluss an das OERcamp folgte die Nachbereitung. Wir sind dazu folgendermaßen vorgegangen:
- Alle Karten verschriftlichen
- Alle verschriftlichten Aspekte clustern
- Passende Überschriften finden
- Aspekte in jedem Cluster ausformulieren
Auf diese Weise war sichergestellt, dass wir wirklich nicht unsere eigenen Ideen, die wir alle natürlich auch in unseren Köpfen haben, aufschreiben, sondern tatsächlich das kollaborativ entstandene Stimmungsbild der OERcamp-Teilgeber*innen wiedergeben.
Das so entstandene Papier wurde dann nochmals an die Teilgeber*innen zurückgespielt und sie konnten kommentieren, was z.B. falsch verstanden worden war oder welche direkten Ergänzungen ihnen einfielen. Diese Kommentare haben wir eingearbeitet. Dann haben wir das Papier veröffentlicht.
Das Ergebnis
Du findest das entstandene Papier auf der Website des OERcamp. Es kann in unterschiedlichen Formaten weitergenutzt werden.
Bei den individuellen Wünschen sind wir anders vorgegangen: Diese wurden direkt verschriftlicht und nicht weiter bearbeitet. Somit mussten sie auch nicht mehr zur Kommentierung freigegeben werden. Das Ergebnis ist ein H5P-Inhalt zum Weiternutzen, der ebenfalls auf der OERcamp Website zu finden ist.
Die Learnings
Insgesamt hat die Methode gut funktioniert. Ich halte für mich insbesondere fest:
- Wir hatten ursprünglich eine Sortierung in unterschiedliche Bildungsbereiche vorgesehen. Faktisch war es aber so, dass die aufgeworfenen Aspekte fast alle bildungsbereichsübergreifend sind. Deshalb haben wir darauf verzichtet.
- Unsere Idee der Vorsortierung in die Bereiche Politik/ BMBF, Förderprojekte und OERcamp hat nicht funktioniert. Wir haben uns deshalb für ein gemeinsames Papier entschieden und hoffen, dass es von Menschen in den genannten Bereichen durchgelesen und bei ihren jeweiligen Aktivitäten berücksichtigt wird.
- Um eine möglichst gute Weiternutzung der Handlungsempfehlungen zu ermöglichen, habe wir das Papier nicht nur offen lizenziert, sondern auch einen Zitationsvorschlag ergänzt (= Teilgebende des OERcamp 2024, ausformuliert von Nele Hirsch & Matthias Kostrzewa, im Auftrag der Agentur J&K – Jöran und Konsorten. Quelle: https://www.oercamp.de/24/weiterentwicklung/). Auf diese Weise können Menschen, die beispielsweise Förderanträge schreiben, gut darauf Bezug nehmen.
Das Fazit
Herzlichen Dank an alle Teilgeber*innen, an das OERcamp-Team und an Matthias für ein wie ich finde sehr schönes und gelungenes Projekt. Ich bin sehr gespannt, welche Berücksichtigung die entwickelten Handlungsempfehlungen bei zukünftigen OER-Aktivitäten erfahren werden. Wenn du die methodische Vorgehensweise für eine ähnliche Beratschlagung weiternutzen willst, dann wünsche ich dir dabei viel Erfolg!