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Ein Abstecher in die Welt der Mode
Im Bestand der TIB befinden sich gerade bei den älteren Werken viele Themen aus angrenzenden Fachgebieten der Naturwissenschaften und Technik. In unserer Blogreihe „Retrodigitalisierung – vom Papier zum Pixel“ geht es dieses Mal um das Thema Mode. Passend zum Karneval, der fünften Jahreszeit, haben wir einige sehr interessante, bereits digitalisierte Werke aus drei verschiedenen Jahrhunderten zusammengetragen.
Eine Königin aus Hispanien und eine Speierische Frauw
Im Frauwenzimmer Wirt vermeldt von allerley schönen Kleidungen vnnd Trachten der Weiber/ hohes vnd niders Stands/ wie man fast an allen Orten geschmückt vnnd gezieret ist/ Als Teutsche/ Welche/ Französische/ Engelländische/ Niderländische/ Böhemische/ Bayerische/ vnd alle anstossende Länder. Durchauß mit neuen Figuren gezieret/ dergleichen nie ist außgangen.
(aus der Sammlung Haupt ein Nachdruck von 1586 (erschienen 1880))
Fundstücke aus dem obigen Werk sind die beiden folgenden Abbildungen: eine Frau in hispanischer Tracht und eine Frau aus Speyer:
Eine Königin in Hispanien
Eine Speierische FrauwEin historisches Frauenkostüm aus dem 16. Jahrhundert
Die vollständige Lehre der Mannsschneiderei nach den neuesten Methoden des Maasnehmens, der Anwendung des vom Verfasser neu erfundenen Corporismeters und des vom Professor Fontaine-Père zu Paris erfundenen Reductions-Schema auch für alle Arten von Beinkleidern; die Zuschneidekunst von Oberröcken, Fräkken, Paletots, Mänteln, Uniformen, Westen, Beinkleidern, Kamaschen, Knabenanzügen, für den regelmäßigen und unregelmäßigen Bau und Wuchs; auch ihrer Zusammensetzung und Bearbeitung, practischen Winken über Nachbesserungen und Veränderungen
(aus dem 19. Jahrhundert, erschienen 1842)
In dem oben genannten Werk findet sich eine Vielzahl von Schnittmustern, die mit eingebunden sind und von der Retrodigitalisierung aufgeklappt im Überformat gescannt wurden:
Beinkleider, Frack oder Uniform für den Herrn
Das Kostümwerk: eine Geschichte des Kostüms aller Zeiten und Völker vom Altertum bis zur Neuzeit einschließlich der Volkstrachten Europas und der Trachten der außereuropäischen Länder : 200 Tafeln, von denen 120 in Vierfarbendruck, 80 in Tiefdruck wiedergegeben sind, und 12 Tafeln mit Kostümschnitten
(aus dem 20. Jahrhundert, erschienen 1941)
Auch für alle Männer, die sich Beinkleider, einen Frack oder eine Uniform aus vergangenen Tagen schneidern möchten, haben wir etwas in unserem vielfältigen TIB-Bestand:
Deutschland: 16. Jahrhundert Landsknechte 1540–1550Für alle, die sich zum Beispiel ein Kostüm aus dem alten Ägypten, Spät-Rom oder Persien schneidern möchten, gibt es die passenden Schnitttafeln:
Kleidung aus dem alten Ägypten, Spät-Rom oder PersienRetrodigitalisierung – vom Papier zum Pixel
Viele wissenschaftliche Schätze schlummern in den analogen Beständen der TIB – meist schwer zugänglich und oft nur vor Ort nutzbar. Dank Retrodigitalisierung ändert sich das: Durch die Digitalisierung werden gedruckte Bücher, Karten und weitere analoge Materialien gesichert und historisches Wissen sichtbar, durchsuchbar und nachhaltig verfügbar gemacht.
In der Blogreihe „Retrodigitalisierung – vom Papier zum Pixel“ zeigt die TIB Schätze, die nun nicht mehr nur in den Regalen der Bibliothek stehen, sondern online von überall auf der Welt angesehen werden können. Auch einen Blick hinter die Kulissen der Retrodigitalisierung wird es geben: Wie werden aus analogen Beständen digitale Ressourcen? Welche technischen und rechtlichen Herausforderungen gibt es dabei? Von der Auswahl der Materialien über Scanprozesse bis zur Langzeitarchivierung – die Reihe beleuchtet Retrodigitalisierung als eine wichtige Aufgabe moderner Bibliotheken.
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