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#politischetheologie — Public Fediverse posts

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  1. Geschichtsdeutung der Rechten: „Ich finde den Begriff des Aufhaltens notwendig“

    Der Historiker Volker Weiß forscht seit Jahrzehnten über die „Neue Rechte“ und deren theoretisches Fundament. Die woxx sprach mit ihm über die Umdeutung und Aneignung der Geschichte durch die extreme Rechte und die Renaissance einiger Motive der politischen Theologie.

    woxx.lu/geschichtsdeutung-der-

  2. Theologie ist niemals unpolitisch gewesen und kann es auch nicht sein. Die Frage, ob Theologie denn überhaupt politisch sein dürfen, ist daher irreführend. Tatsächlich war die Theologie immer eng mit den gesellschaftlichen und politischen Realitäten ihrer Zeit verwoben. Ihre Aufgabe ist es, die Welt zu interpretieren, ethische Urteile zu fällen und Hoffnung auf eine gerechtere Zukunft zu geben. Dies sind notwendigerweise politische Akte.

    Die Bibel selbst, das zentrale Buch der christlichen Theologie, ist voller politischer Botschaften. Im Alten Testament begegnen wir Prophet*innen, die die Herrschenden ihrer Zeit für ihre Ungerechtigkeit verurteilten. Sie stellten sich auf die Seite der Unterdrückten, sprachen gegen Korruption und Missbrauch von Macht und erinnerten die Könige daran, dass sie dem Wohl des Volkes verpflichtet waren. Dies sind zutiefst politische Aussagen, die sich nicht nur an das Individuum, sondern an das gesellschaftliche Gefüge richten.

    Jesus von Nazareth selbst war eine zutiefst politische Figur. Seine Botschaft vom Reich Gottes war eine revolutionäre Vision einer neuen Weltordnung, die die bestehenden Machtverhältnisse infrage stellte. Er rief zur Umkehr, zur Gerechtigkeit und zur Solidarität mit den Armen und Ausgegrenzten auf. Die Kreuzigung Jesu war letztlich auch ein politischer Akt, ein Ausdruck der Angst der mächtigen Elite vor der subversiven Kraft seiner Botschaft.

    Auch in der Geschichte der Kirche finden wir immer wieder Beispiele für die politische Dimension der Theologie. Ob es die Befreiungstheologie in Lateinamerika war, die sich gegen Unterdrückung und für soziale Gerechtigkeit einsetzte, oder die Theologie Dietrich Bonhoeffers, die im Angesicht des Nationalsozialismus nicht schweigen konnte – Theologie muss politisch sein, um relevant zu bleiben. Sie muss eine Stimme für die Schwachen sein und der Macht entgegenstehen, wann immer diese das menschliche Leben bedroht.

    Theologie kann daher nicht anders, als politisch zu sein. Wenn sie das Evangelium ernst nimmt, kann sie sich nicht zurückziehen und sich auf private Frömmigkeit beschränken. Sie ist aufgerufen, im Hier und Jetzt zu wirken, für Gerechtigkeit zu streiten und eine Vision einer besseren Welt zu verkünden. Gerade in einer Welt, die von Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Unterdrückung geprägt ist, braucht es eine Theologie, die nicht schweigt, sondern spricht, die nicht stützt, sondern aufrüttelt und verändert. Eine Theologie, die politisch ist.

    https://god.fish/2024/10/09/theologie-kann-nie-unpolitisch-sein/

    #Befreiungstheologie #christlicheGerechtigkeit #Ethik #ethischeVerantwortung #Gesellschaft #Gott #Jesus #JesusPolitischeBotschaft #JesusCasa #politischeTheologie #ReligionUndGesellschaft #Theologie #TheologieUndPolitik

  3. Carl Schmitt - "Politische Theologie" heute: Herrschen mit Gott

    Der Philosoph Carl Schmitt ist etwa wegen seiner Haltung zum Nationalsozialismus kontrovers. Seine Theorie der "Politischen Theologie" kann aber hilfreich sein.#CarlSchmitt #PolitischeTheologie #POLITIK #RELIGION
    Carl Schmitts "Politische Theologie": Umstritten und hilfreich

  4. Rechtspopulismus und Religion : Herausforderungen für Christentum und Islam

    Das Forum verbindet in der Analyse und Kritik der ambivalenten Verhältnisse von Religion und Rechtspopulismus Zugangsweisen unterschiedlicher Disziplinen, darunter der Sprach-, Religions-, Politik- und Medienwissenschaften und der Soziologie, mit solchen der Theologien und verschiedener Praxisfelder. Wie können in der Auseinandersetzung mit rechtspopulistischer Rhetorik und Agitation Grundmotive der Religionen wie die grundsätzliche Gleichwertigkeit aller Menschen oder der Freiheitsgedanke kritisch eingebracht werden? Was kann man den Anrufungen einer religiös-völkischen Identität, was den rassistischen Ideologien der Ungleichwertigkeit und deren religiöser Aufladung entgegensetzen? Wie können die Religionsgemeinschaften dabei ihrer Verantwortung gerecht werden angesichts offensichtlicher Vereinnahmungen? Wo ist Selbstkritik gefordert?

    Der Band ist aus den Themenbefassungen des Theologischen Forums Christentum – Islam 2022 auf der Online-Frühjahrstagung und dem Herbstkolloquium hervorgegangen.

    Herausgegeben von: Christian Ströbele, Erdogan Karakaya, Armina Omerika, Eckhard Zemmrich

    Paperback
    135 x 208 mm
    Verlag: Friedrich Pustet
    September 2023 erschienen
    1. Auflage
    ISBN: 9783791734026

    Preis: 36,00 € inkl. MwSt.

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    Ausgewählte Beiträge der Publikation

    20.09.2023 20.09.2023 Hakan Turan

    Identitätssensible Kommunikation am Beispiel des schulischen Umgangs mit islambezogenen Themen in Zeiten des Rechtspopulismus

    Der Aufsatz behandelt die Frage, wie Lehrkräfte in der pluralistischen Gesellschaft Deutschlands mit islambezogenen Themen im Unterricht umgehen können, ohne Muslim:innen zu stigmatisieren oder Vorurteile zu…

    AutoritarismusFundamentalismusGesellschaftliche PluralitätMuslimfeindlichkeitÖffentlichkeitPolitische TheologiePopulismusRechtspopulismusReligiöse Bildung

    20.09.2023 20.09.2023 Jan-Hendrik Herbst

    Christlich-religiöse Bildung und Rechtspopulismus. Analyse von Zusammenhängen und Perspektiven für die Praxis

    Jan-Hendrik Herbst analysiert Zusammenhänge zwischen religiöser Bildung und Rechtspopulismus. Er diskutiert eingangs den Begriff Rechtspopulismus und zeigt auf, dass Bildung ein wichtiges Interventionsfeld für Rechtspopulisten ist.…

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    20.09.2023 20.09.2023 Regina Elsner

    Identität, Werte und die Russische Orthodoxe Kirche

    Religiöse Elemente völkisch-identitärer Bewegungen bilden den Gegenstand dieses Vortrags im Rahmen der Jahrestagung des Theologischen Forums Christentum – Islam 2022 („Rechtspopulismus und Religion. Herausforderungen für Christentum…

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    20.09.2023 20.09.2023 Sönke Lorberg-Fehring

    Initiativen gegen (Rechts-)Populismus mit Religionsbezug am Beispiel der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

    Sönke Lorberg-Fehring untersucht in seinem Aufsatz Initiativen gegen (Rechts-)Populismus mit Religionsbezug am Beispiel der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland die Rolle der evangelischen Kirche im Umgang mit…

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    20.09.2023 20.09.2023 Markus Dröge

    Wie geht die Evangelische Kirche in Deutschland mit dem Rechtspopulismus um?

    In seinem Vortrag schildet Markus Dröge die Auseinandersetzung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz seit 2015 mit dem ab dann verstärkt aufkommenden Rechtspopulismus. Nachdem die Kirche sich…

    AutoritarismusFundamentalismusKircheNationalismusÖffentlichkeitPolitische TheologieRechtspopulismus

    20.09.2023 20.09.2023 Murat Kayman

    Religion und Rechtspopulismus

    Murat Kayman argumentiert, dass rechtspopulistische Bewegungen in Europa eine exklusive „Wir-Gruppe“ konstruieren, die sich von als minderwertig markierten „Ihr-Gruppen“ abgrenzt. Laut Kayman funktionieren auch Religionen als…

    AutoritarismusFundamentalismusGesellschaftliche PluralitätNationalismusÖffentlichkeitPolitische TheologiePopulismusRechtspopulismus

    20.09.2023 20.09.2023 Dževada Šuško

    Populismus im südosteuropäischen Kontext mit Schwerpunkt Bosnien-Herzegowina, Serbien, Kroatien und Montenegro

    Während es zum Populismus in Südosteuropa bisher kaum Studien gibt, spielt dieser in der medialen Berichterstattung eine bedeutende Rolle. Tatsächlich besitzt er einen großen Einfluss auf…

    AutoritarismusBosnien und HerzegowinaFundamentalismusIslam in EuropaPolitische TheologiePopulismusRechtspopulismusSüdosteuropa

    20.09.2023 20.09.2023 Claudia Danzer

    Vielfalt bejahen, Demokratie fördern. Was katholische Theologie von Rechtsextremismus- und Demokratieforschung lernen kann

    Claudia Danzer befasst sich mit der Frage, was katholische Theologie von Rechtsextremismus- und Demokratieforschung lernen kann. Sie geht davon aus, dass katholische Theologie sich als Kritik…

    AutoritarismusDemokratieGesellschaftliche PluralitätKirchePolitische TheologieRechtspopulismus

    20.09.2023 20.09.2023 Florian Volm

    Die Rolle religiöser Identität im Verhältnis zu extremistischen Einstellungen

    Florian Volm vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz spricht aus einer sicherheitsbehördlichen Perspektive über den Zusammenhang von religiöser Identität und autoritären bzw. extremistischen Einstellungen. Zunächst stellt er…

    FundamentalismusIdentitätsprozesseÖffentlichkeitRechtspopulismusToleranz

    20.09.2023 20.09.2023 Alexander Yendell

    Das Erklärungspotential von Religion und Religiositätin Bezug auf rechtsextreme, antisemitische und muslimfeindliche Einstellungen

    Alexander Yendell untersucht in seinem Vortrag, in welchem Zusammenhang Religion, Religiosität und Autoritarismus zu Rechtsextremismus sowie antisemitischen und muslimfeindlichen Einstellungen stehen. Hintergrund dieser Untersuchung bildet, dass…

    AntisemitismusAutoritarismusFundamentalismusMuslimfeindlichkeitÖffentlichkeitPolitische TheologieRechtspopulismus

    20.09.2023 20.09.2023 Raj Kollmorgen

    Rechtspopulismus in Ostdeutschland. Sieben Thesen zu seiner Formierung, Attraktivität und Ausprägung aus historisch-soziologischer Perspektive

    Der Sozialwissenschaftler Prof. Raj Kollmorgen (Zittau/Görlitz) betrachtet in seinem Vortrag im Rahmen der Jahrestagung des Theologischen Forums Christentum – Islam 2022 („Rechtspopulismus und Religion. Herausforderungen für…

    AutoritarismusFundamentalismusGesellschaftliche PluralitätÖffentlichkeitOstdeutschlandPolitische TheologiePopulismusRechtspopulismus

    20.09.2023 20.09.2023 Viera Pirker

    Medien zu (Rechts-)Populismus und Religion. Lineaturen in Film, Social Media und aktuellen Studien

    Viera Pirker setzt sich mit dem Thema Rechtspopulismus in Verbindung mit den Medien und Religion auseinander. Sie betont, dass Rechtspopulismus politisch, gesellschaftlich und religiös nicht ignoriert…

    AutoritarismusFundamentalismusGesellschaftliche PluralitätMedienÖffentlichkeitPolitische TheologiePopulismusRechtspopulismus

    20.09.2023 20.09.2023 Claudia Nothelle

    (Christliche) Religionsbilder in den Medien und die Herausforderung publizistischer Vereinnahmungen

    Claudia Nothelle untersucht, wie christliche Religion, insbesondere die katholische Kirche, in den Medien dargestellt wird: Medien greifen häufig auf plakative Bilder und Klischees zurück, die zwar…

    AutoritarismusFundamentalismusGesellschaftliche PluralitätMedienÖffentlichkeitPolitische TheologiePopulismusRechtspopulismus

    20.09.2023 20.09.2023 Amir Dziri

    Theologie und Politik des »Gemeinvolks«. Zum Verhältnis von islamisch-religiöser Mobilisierung und ordnungs-politischer Konsequenz

    Amir Dziri untersucht im Forumsband zu „Rechtspopulismus und Religion“ das Verhältnis von islamisch-religiöser Mobilisierung und ordnungspolitischer Konsequenz. Er diskutiert, ob eine Neueinordnung des Islamismus als gesellschaftliches…

    AutoritarismusFundamentalismusGesellschaftliche PluralitätÖffentlichkeitPolitische TheologiePopulismusRechtspopulismus

    20.09.2023 20.09.2023 Bekim Agai

    Populistische Verwendungsweisen der Idee einer muslimischen Einheit. Der Islam als größter oder kleinster Nenner seiner Anhänger? Das Beispiel der Türkei

    Der Beitrag beleuchtet die komplexe Verflechtung von Religion und Populismus im Kontext des Islams mit beispielhaftem Fokus auf die Türkei. Dazu wird die religiöse Aufladung von…

    AutoritarismusFundamentalismusGesellschaftliche PluralitätÖffentlichkeitPolitische TheologiePopulismusRechtspopulismusTürkeiUmma

    20.09.2023 20.09.2023 Frank van der Velden

    Christliche Bezugnahmen in Narrativen des autoritären Nationalradikalismus

    Frank van der Velden die Verwendung christlicher Motive und die Bedeutung des Islam als Antagonist in den Erzählungen des autoritären Nationalradikalismus. Beispielhaft ist die Aneignung der…

    AutoritarismusFundamentalismusGesellschaftliche PluralitätNationalismusÖffentlichkeitPolitische TheologiePopulismusRechtspopulismus

    20.09.2023 20.09.2023 Sonja Strube

    Populismus oder Autoritarismus? Überlegungen zu konzeptionellen Bezugsrahmen interreligiös vergleichender Studien zum Themenfeld Fundamentalismus, Populismus und Religion

    Sonja Angelika Strube setzt sich mit der Frage auseinander, welche konzeptionellen Bezugsrahmen für die Analyse des Verhältnisses von Religion und aktuellen autoritären politischen (Rechts-)Radikalisierungen geeignet sind.…

    AutoritarismusFundamentalismusGesellschaftliche PluralitätÖffentlichkeitPolitische TheologiePopulismusRechtspopulismus

    20.09.2023 20.09.2023 Armina Omerika, Anja Middelbeck-Varwick, Christian Ströbele

    Begriffs- und Verhältnisbestimmungen von (Rechts-)Populismus und Religion

    Das Einleitungskapitel zum Forumsband „Rechtspopulismus und Religion“ von Anja Middelbeck-Varwick, Armina Omerika und Christian Ströbele skizziert verschiedene Perspektivierungen des mehrdeutigen Verhältnisses von (Rechts-)Populismus und Religion. Als…

    AutoritarismusFundamentalismusGesellschaftliche PluralitätÖffentlichkeitPolitische TheologiePopulismusRechtspopulismus

    20.09.2023 20.09.2023

    Rechtspopulismus und Religion : Herausforderungen für Christentum und Islam (Inhalt, Vorwort, Autor*innen)

    Der Forumsband behandelt Bezugsverhältnisse von Rechtspopulismus und Religion. Ein Schwerpunkt liegt auf der Analyse religiöser Anknüpfungspunkte rechtspopulistischer Ideologie und Rhetorik. Dazu gehören die Untersuchung christlicher Bezugnahmen…

    AutoritarismusFundamentalismusGesellschaftliche PluralitätÖffentlichkeitPolitische TheologiePopulismusRechtspopulismus

    20.09.2023 20.09.2023

    Rechtspopulismus und Religion : Herausforderungen für Christentum und Islam

    Das Forum verbindet in der Analyse und Kritik der ambivalenten Verhältnisse von Religion und Rechtspopulismus Zugangsweisen unterschiedlicher Disziplinen, darunter der Sprach-, Religions-, Politik- und Medienwissenschaften und…

    AutoritarismusFundamentalismusGesellschaftliche PluralitätÖffentlichkeitPolitische TheologiePopulismus

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Populismus

  5. Der Forumsband behandelt Bezugsverhältnisse von Rechtspopulismus und Religion. Ein Schwerpunkt liegt auf der Analyse religiöser Anknüpfungspunkte rechtspopulistischer Ideologie und Rhetorik. Dazu gehören die Untersuchung christlicher Bezugnahmen in Narrativen des autoritären Nationalradikalismus sowie die Betrachtung populistischer Verwendungsweisen der Idee einer muslimischen Einheit. Weitere Beiträge befassen sich mit Religionsbildern in den Medien und der Herausforderung populistischer Vereinnahmungen. Es werden die Bedingungen autoritärer und extremistischer Einstellungen analysiert und die Rolle religiöser Identität dabei betrachtet. Weitere Fragen sind, wie Religionsgemeinschaften mit Rechtspopulismus umgehen und welche Perspektiven sich daraus für Bildungszusammenhänge ergeben. Insgesamt wird deutlich, dass es nicht nur Vereinnahmungen des Religiösen durch Rechtspopulismus gibt, sondern auch Verbindungen und Allianzen religiöser Akteure mit rechtspopulistischen Positionen. Dem stehen allerdings auch zentrale religiös-ethische Motive in beiden Religionen gegenüber.

    Der Band ist aus den Themenbefassungen des Theologischen Forums Christentum – Islam 2022 auf der Online-Frühjahrstagung und dem Herbstkolloquium hervorgegangen.

    Inhalt_Vorwort24_1-10Herunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/rechtspopulismus-und-religion-herausforderungen-fuer-christentum-und-islam-inhalt-vorwort-autorinnen/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus

  6. Das Einleitungskapitel zum Forumsband „Rechtspopulismus und Religion“ von Anja Middelbeck-Varwick, Armina Omerika und Christian Ströbele skizziert verschiedene Perspektivierungen des mehrdeutigen Verhältnisses von (Rechts-)Populismus und Religion. Als zentrale Elemente werden die Berufung auf „das Volk“ und dessen vermeintliche Alleinvertretung resümiert, die Konstruktion einer Gegnerschaft nach dem Muster „Wir – die Anderen“, Autoritarismus sowie die Fokussierung auf bestimmte Einzelthemen. Populismus gibt es, vor allem in internationalem Vergleich, durchaus auch als Linkspopulismus mit jeweils spezifischen Ausprägungen und Verbindungen zu Religion. Im Fokus der Forumsdiskussion steht aber der Rechtspopulismus, da dieser das Feld der christlich-muslimischen Beziehungen – insbesondere in deutschen und europäischen Kontexten – besonders herausfordert.Religion und Religiosität stehen dem Rechtspopulismus nicht nur gegenüber, sondern haben daran auch teil: Rechtspopulistische Agenden stützen sich auf religiöse Motive und gehen Allianzen mit religiösen Akteuren ein. Es gilt daher zu fragen, welche religiösen Motive für rechte Anknüpfungen offen sind und welche Traditionen dem entgegenstehen. Zudem ist zu fragen, was autoritäre Einstellungen begünstigt und welche Rolle dabei religiöse Identität spielt.

    Der Islam ist oftmals Feindbild des Rechtspopulismus, aber nicht nur: Er kann auch als Mobilisierungsfaktor fungieren. Bezugnahmen auf den Islam können von identitären Mustern geprägt sein und Anknüpfungspunkte nutzen wie zum Beispiel bestimmte Geschichtstheologien, die Konstruktion der Umma oder die Konstruktion von Differenz anhand traditioneller Rechtskategorien.

    Auch das Christentum hat am Rechtspopulismus teil, wenn auch die Mehrheit in den Kirchen ihn hierzulande ablehnt. Diese Ablehnung hat christlicherseits wie islamischerseits gute Gründe.

    Die Theologien müssen aber einen kritischen Blick auf die eigene Tradition werfen und ihre Durchlässigkeit für rechtspopulistische Ideologie und Rhetorik reflektieren.

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    https://www.theologisches-forum.de/begriffs-und-verhaeltnisbestimmungen-von-rechts-populismus-und-religion/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus

  7. Sonja Angelika Strube setzt sich mit der Frage auseinander, welche konzeptionellen Bezugsrahmen für die Analyse des Verhältnisses von Religion und aktuellen autoritären politischen (Rechts-)Radikalisierungen geeignet sind. Sie argumentiert, dass der Populismusbegriff häufig als Bezugsrahmen gewählt wird, dass für eine Detailanalyse der Phänomene im Schnittfeld zwischen christlicher Religion und politisch rechten Ideologien jedoch andere Rahmenkonzepte besser geeignet sind. Strube schlägt zwei alternative Bezugsrahmen vor: Zum einen diskursanalytische Forschungen zur Neuen Rechten, die deren Strategien zur Instrumentalisierung von Religion sichtbar machen. Zum anderen Einstellungsstudien zu Autoritarismus und rechtsextremen Orientierungen, die die Anfälligkeit bestimmter religiöser Milieus für autoritäre Politikangebote erhellen.

    Anhand des Beispiels des katholischen Antimodernismus des 19. Jahrhunderts zeigt Strube auf, dass dieser aufgrund seiner Rigidität, Hierarchisierung und Dualismen für autoritäre und rechtsextreme Ideologien anschlussfähig ist. Sie arbeitet strukturelle Parallelen zwischen antimodernistischen und rechtsextremen Denkmustern heraus. Insbesondere betont sie die Bedeutung des Konzepts des Autoritarismus für das Verständnis dieser Anschlussfähigkeiten. Strube resümiert, dass die vollständige Überwindung des Antimodernismus sowohl aus kirchlich-religiösen Gründen als auch zur „Demokratiestärkung“ notwendig sei.

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    https://www.theologisches-forum.de/populismus-oder-autoritarismus-ueberlegungen-zu-konzeptionellen-bezugsrahmen-interreligioes-vergleichender-studien-zum-themenfeld-fundamentalismus-populismus-und-religion/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus

  8. Frank van der Velden die Verwendung christlicher Motive und die Bedeutung des Islam als Antagonist in den Erzählungen des autoritären Nationalradikalismus. Beispielhaft ist die Aneignung der Slogans der Friedlichen Revolution von 1989 durch Demonstrierende aus diesem Spektrum, was van der Velden als Ausdruck einer identitären Geschichtssicht charakterisiert.

    Seit der Gründung der Desiderius-Erasmus-Stiftung der AfD 2017 ist die Thematisierung von Religion durch den autoritären Nationalradikalismus zunehmend sichtbar geworden. Neben Einzelpublikationen liegen inzwischen drei umfangreiche Sammelbände zum Thema vor. Dabei geht es weniger um einen militanten Säkularismus als um die Konstruktion eines Geschichtsnarrativs mit spezifisch überformten religiösen Motiven.

    Van der Velden stellt exemplarisch die Arbeiten von Autoren wie David Engels, Karlheinz Weißmann und Matthias Riedl vor. Engels propagiert die Rückkehr zu einem christlichen Abendland gegen die Bedrohung durch den Islam. Weißmann betont die Rolle des Christentums für die europäische Identität und warnt vor „multikulturellem Wahnsinn“. Riedl fordert eine „Remigration“ von Muslimen aus Europa und sieht Russland als Verteidiger des Christentums.

    Insgesamt konstatiert van der Velden bei diesen Autoren eine essentialistische Sicht auf Kultur und Religion sowie eine instrumentelle Verwendung christlicher Motive für nationalistische Zwecke. Er warnt, dass damit „antidemokratische und menschenfeindliche Positionen (…) religiös überhöht und sakrosankt“ gemacht werden.

    Der Textbeitrag geht zurück auf einen Vortrag im Rahmen unserer Tagung zu „Rechtspopulismus und Religion“.

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    https://www.theologisches-forum.de/christliche-bezugnahmen-in-narrativen-des-autoritaeren-nationalradikalismus/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Nationalismus #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus

  9. Der Beitrag beleuchtet die komplexe Verflechtung von Religion und Populismus im Kontext des Islams mit beispielhaftem Fokus auf die Türkei. Dazu wird die religiöse Aufladung von populistischer Politik als religionsübergreifendes Phänomen verstaanden. Im muslimischen Kontext nutzen politische Strömungen die Konzepte von Religion und Nation, ohne notwendigerweise die Religion selbst zu missbrauchen. Ein zentrales Element dabei ist die „Umma“ im Sinne einer idealisierten Gemeinschaft der Muslime, die sich nicht nur auf die Religion bezieht, sondern auch auf weltliche, soziale und politische Verbindungen. Die Vorstellung einer solchen Einheit kann sowohl in überstaatlichem als auch in nationalem Kontext interpretiert werden, wie dies in vielen muslimischen Nationalstaaten der Fall ist. Allerdings ist es wichtig, die nuancierten Wege zu verstehen, auf denen Religion und Politik interagieren, anstatt vereinfachende Annahmen zu treffen.

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    https://www.theologisches-forum.de/populistische-verwendungsweisen-der-idee-einer-muslimischen-einheit-der-islam-als-groesster-oder-kleinster-nenner-seiner-anhaenger-das-beispiel-der-tuerkei/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus #Türkei #Umma

  10. Amir Dziri untersucht im Forumsband zu „Rechtspopulismus und Religion“ das Verhältnis von islamisch-religiöser Mobilisierung und ordnungspolitischer Konsequenz. Er diskutiert, ob eine Neueinordnung des Islamismus als gesellschaftliches Phänomen notwendig ist, da die konventionellen Einordnungen die dahinterliegenden politischen Einstellungen nicht immer transparent machen.

    Dziri zeigt auf, dass sich in der islamischen Ideengeschichte durchaus Anknüpfungspunkte zu populistischen und extremistischen Grundhaltungen finden lassen, wie etwa bei dem Konzept der „ḥašawiyya“ oder „Gemeinvolk“. Diesem wird eine Affinität zu vulgärem Populismus, politischer Passivität und der Verteidigung des Status quo nachgesagt. Zudem werden der „ḥašawiyya“ bestimmte theologische Positionen wie Anthropomorphismus zugeschrieben, die Ähnlichkeiten mit der ḥanbaliyya aufweisen. Dziri verweist aber auch auf die Relationalität dieser Einordnungen und ihre histo­rische Wandelbarkeit.

    Anhand der jüngeren Geschichte Pakistans zeichnet Dziri drei Typen des Umgangs mit religiösen Mobilisierungskräften nach: 1) Politische und soziale Distanzierung, 2) Soziokulturelle Entfaltung bei politischer Distanzierung und 3) Soziokulturelle und politische Entfaltung. Diese Typologie ist laut Dziri möglicherweise auf andere Kontexte übertragbar. Er plädiert abschließend dafür, dass muslimische Akteure neue Konzepte entwickeln müssten, die religiöse Entfaltung und politischen Liberalismus vereinbaren. Dziri resümiert, ein „adäquates Verständnis von religiöser Entfaltung einerseits und politischem Liberalismus andererseits“ sei für die Zukunft unabdingbar.

    Dziri_komplett24_84-096Herunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/theologie-und-politik-des-gemeinvolks-zum-verhaeltnis-von-islamisch-religioeser-mobilisierung-und-ordnungs-politischer-konsequenz/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus

  11. Claudia Nothelle untersucht, wie christliche Religion, insbesondere die katholische Kirche, in den Medien dargestellt wird: Medien greifen häufig auf plakative Bilder und Klischees zurück, die zwar auf den ersten Blick verständlich sind, aber die Komplexität des Themas vereinfachen. Beispiele sind die Darstellung von Ordensleuten in ihrer Tracht oder den Kirchturm als Symbol. Solche Vereinfachen hängen auch zusammen damit, das Wissen über Religion in den Redaktionen abnimmt. Allerdings findet sich auch „publizistische Vereinnahmung“, die Ähnlichkeiten mit populistischen Strategien aufweist: Es werden polarisierende Bilder genutzt, um beim Publikum bestimmte Assoziationen hervorzurufen. Insgesamt sei christliche Religion heute für viele Menschen „exotisch“ und „faszinierend“ geworden: „Je fremder, je mystischer etwas ist, desto interessanter ist es.“ Nothelle beschreibt im Anschluss an Jan-Werner Müller Populismus als Vorstellung von Politik, die ein „moralisch reines, homogenes Volk“ propagiert, dem vermeintlich „unmoralische, korrupte Eliten“ gegenüberstehen. Solchen populistischen Strategien der Polarisierung können sich verbinden mit einer vereinfachenden medialen Darstellung von Religion: Mit plakativen Bildern von „wahren Gläubigen“ versus „falschen Eliten“ werden auch innerkirchliche Debatten populistisch aufgeladen. Ein Beispiel ist der evangelische Pastor Olaf Latzel, der in seinen YouTube-Predigten mit simplifizierenden Freund-Feind-Schemata arbeitet. Insgesamt warnt Nothelle vor der Gefahr, dass populistische Vereinnahmungen zu einem verengten Religionsverständnis führen können und plädiert für differenziertere mediale Darstellungen, die der Komplexität des Themas gerecht werden.

    Der Textbeitrag geht zurück auf einen Vortrag im Rahmen unserer Tagung zu „Rechtspopulismus und Religion“.

    02_Nothelle_99-100-1Herunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/christliche-religionsbilder-in-den-medien-und-die-herausforderung-publizistischer-vereinnahmungen/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Medien #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus

  12. Viera Pirker setzt sich mit dem Thema Rechtspopulismus in Verbindung mit den Medien und Religion auseinander. Sie betont, dass Rechtspopulismus politisch, gesellschaftlich und religiös nicht ignoriert werden kann, insbesondere angesichts der wachsenden politischen Präsenz rechtspopulistischer Bewegungen und Regierungen in Europa. Pirker stellt fest, dass sowohl der Islam als auch das Christentum offen sind für kollektive Identifikationen, Opferverständnisse und Identitätskonstruktionen, welche für verschiedene Formen des Populismus bedeutend sind.

    Beispielhaft geht sie ein auf den Film „Je suis Karl“ aus dem Jahr 2021. Dieser handelt von einer jungen Frau namens Maxi, die ihre Familie bei einem terroristischen Anschlag verliert und dann von einer Bewegung namens namens „Re-Generation Europe“ rekrutiert wird, um deren Botschaft zu verbreiten. Diese Gruppe, obwohl scheinbar positiv und inklusiv in ihrer Selbstdarstellung, entpuppt sich schließlich als rechtspopulistische Bewegung. Sie „scheint nicht explizit rechtsextrem, sondern lifestyle-orientiert und wertekonservativ zu sein.“ Das pädagogische Begleitmaterial zum Film hebt dementsprechend hervor: „Politische Haltungen sind heute oft nicht mehr auf den ersten Blick erkennbar“. Die Filmanalyse zeigt Mechanismen, wie rechtspopulistische Bewegungen gezielt und mittels Verwendung von Fake News und Halbwahrheiten Medien und soziale Netzwerke nutzen, um ihre Botschaften zu verbreiten und Emotionalität und Personalisierung effektiv einzusetzen. Dabei spielen antimuslimische Ressentiments und Vorurteile gegenüber Geflüchteten eine wichtige Rolle. Demgegenüber tritt im Film Yusuf auf, ein Geflüchteter, der zwischen der westlichen und der islamischen Welt vermittelt und zum Retter von Maxi und ihrem Vater Alex wird – eine Wendung, die dazu anregt, über Stereotypen und Vorurteile nachzudenken.

    Pirker betont die Notwendigkeit, die Verbindungen zwischen medialen Darstellungen, Plattformpraktiken und dem Rechtspopulismus zu erkennen und zu analysieren. In der Mediatisierung von Religion dienen Medien nicht nur zur Informationsvermittlung, sie können auch zur Diversifikation religiöser Überzeugungen beitragen, aber auch zur Radikalisierung, wobei insbesondere soziale Medien Plattformen für Selbstsozialisierung bieten.

    Anhand der interdisziplinären Studie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Kirche und politischer Kultur lassen sich Verbindungen von gruppenbezogenen Vorurteilen, Ressentiments und Hassrede im Kontext von Religiosität und politischer Kultur nachvollziehen. Dabei zeigt sich Geschlecht bzw. Gender als eine entscheidende Dimension rechtspopulistischer Polarisierung.

    Der Textbeitrag geht zurück auf einen Vortrag im Rahmen unserer Tagung zu „Rechtspopulismus und Religion“.

    02_Pirker_113-114-1Herunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/medien-zu-rechts-populismus-und-religion-lineaturen-in-film-social-media-und-aktuellen-studien/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Medien #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus

  13. Der Sozialwissenschaftler Prof. Raj Kollmorgen (Zittau/Görlitz) betrachtet in seinem Vortrag im Rahmen der Jahrestagung des Theologischen Forums Christentum – Islam 2022 („Rechtspopulismus und Religion. Herausforderungen für Christentum und Islam“) den Rechtspopulismus im ostdeutschen Kontext. Dieser stehe zwar pars pro toto für Europa, weise aber zugleich auch Spezifika auf.

    Seit die AfD die politische Bühne betreten habe, sei diese in Ostdeutschland in etwa doppelt so stark wie im Westen.
    Zur Erklärung böten sich zunächst die sozioökonomischen Unterschiede an. Ein zweiter Erklärungsansatz bezieht sich auf die ostdeutsche Geschichte, welche eine kritische Haltung und Protestkultur gegenüber demokratischen Strukturen und Institutionen mit sich gebracht habe.

    Das Video des Vortrags finden Sie hier.

    03_Kollmorgen24_131-132Herunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/rechtspopulismus-in-ostdeutschland-sieben-thesen-zu-seiner-formierung-attraktivitaet-und-auspraegung-aushistorisch-soziologischer-perspektive/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Öffentlichkeit #Ostdeutschland #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus

  14. Alexander Yendell untersucht in seinem Vortrag, in welchem Zusammenhang Religion, Religiosität und Autoritarismus zu Rechtsextremismus sowie antisemitischen und muslimfeindlichen Einstellungen stehen. Hintergrund dieser Untersuchung bildet, dass religiösen Menschen oftmals Ethnozentrismus, Intoleranz oder Extremismus zugeschrieben werden (beispielsweise in der PEW-Studie aus dem Jahr 2008).

    Den theoretischen Analyserahmen findet er in den Überlegungen zum autoritären Syndrom und der Social Identity Theory. Die Studien, auf welche sich Yendell bei seiner Analyse stützt, sind neben der Leipziger Autoritarismus-Studie aus dem Jahr 2020 die daran anknüpfende Studie „Kirchenmitgliedschaft und politische Kultur“.

    Yendell zeigt, dass intrinsisch motivierte Religiosität eher mit Toleranz gegenüber anderen Religionsgemeinschaften einhergeht und religiöse Praxis sogar einen immunisierenden Charakter haben kann.
    Demgegenüber haben für die untersuchten Einstellungen eine autoritäre Persönlichkeit und Verschwörungsmentalität die stärkste Erklärungskraft. Ebenso relevant sei ein angstbesetztes Gottesbild sowie der Hang zum Aberglauben. Weiterhin lasse sich eine Pfadabhängigkeit zwischen Erziehung, Persönlichkeit und rechter Gewalt nachweisen.
    Auf Grundlage dieser Ergebnisse fragt Yendell schließlich Ergebnisse, wie sie aus der PEW-Studie hervorgegangen sind, an.

    Das Video zu dem Vortrag finden Sie hier.

    03_Yendell24_165-166Herunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/das-erklaerungspotential-von-religion-und-religiositaetin-bezug-auf-rechtsextreme-antisemitische-und-muslimfeindliche-einstellungen/

    #Antisemitismus #Autoritarismus #Fundamentalismus #Muslimfeindlichkeit #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Rechtspopulismus

  15. Claudia Danzer befasst sich mit der Frage, was katholische Theologie von Rechtsextremismus- und Demokratieforschung lernen kann. Sie geht davon aus, dass katholische Theologie sich als Kritik und Reflexion der eigenen religiösen Praxis verstehen kann und so zur Prävention von Fundamentalismus beitragen kann. Danzer analysiert zunächst die Ergebnisse der Leipziger Autoritarismus-Studie, die zeigen, dass die Verbreitung rechtsextremer Einstellungen abnimmt, Ressentiments wie Antisemitismus, Rassismus und Antifeminismus aber weiterhin in der Mitte der Gesellschaft bestehen. Sie arbeitet heraus, dass nicht die formale Kirchenzugehörigkeit, sondern das jeweilige religiöse Selbstverständnis entscheidend ist, ob religiöse Menschen anfällig für rechtsextreme Einstellungen sind.

    Katholische Theologie und Kirche müssten prüfen, wo sie selbst Ideologien der Ungleichheit und Ungleichwertigkeit vertreten und damit gruppenbezogenes Abwerten unterstützen. Die Diskriminierung von Frauen und LGBTQIA+-Personen in der katholischen Kirche stelle faktisch eine Ungleichbehandlung aufgrund von Gruppenzugehörigkeit dar. Am Beispiel der ablehnenden Haltung des Vatikans zu Genderfragen kritisiert sie, dass die vatikanische Genderkritik wenig Dialogbereitschaft mit der Wissenschaft zeige und einer binären Geschlechteranthropologie verhaftet bleibe. Danzer resümiert: „Will die römisch-katholische Kirche ihren Anspruch erfüllen, für eine lebendige Demokratie einzutreten, muss sie um ihrer Glaubwürdigkeit willen auch sich selbst demokratischer Prinzipien und einer demokratischen Kultur verpflichten.“

    03_Danzer_191-192-1Herunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/vielfalt-bejahen-demokratie-foerdern-was-katholische-theologie-von-rechtsextremismus-und-demokratieforschung-lernen-kann/

    #Autoritarismus #Demokratie #GesellschaftlichePluralität #Kirche #PolitischeTheologie #Rechtspopulismus

  16. Während es zum Populismus in Südosteuropa bisher kaum Studien gibt, spielt dieser in der medialen Berichterstattung eine bedeutende Rolle. Tatsächlich besitzt er einen großen Einfluss auf Politik, Gesellschaft und Religionsgemeinschaften in den jeweiligen Ländern Südosteuropas und darüber hinaus.

    Dr. Dževada Šuško (International University of Sarajevo/Islamic Community in Bosnia and Herzegovina, Sarajevo) erläutert die Ursachen des Populismus in Südosteuropa und weist auf Unterschiede und Ähnlichkeiten zu Westeuropa hin. Die Charakteristika führen Šuško dazu, genauer von „ethnischem Nationalismus mit religiösen Zügen“ zu sprechen.

    Ein Schwerpunkt ihres Vortrags liegt auf der Verbindung des Populismus mit den verschiedenen Religionsgemeinschaften. Anhand von Fallbeispielen legt sie deren Umgang mit Populismus dar.

    Der Vortrag ist Teil der Jahrestagung des Theologischen Forums Christentum – Islam 2022 („Rechtspopulismus und Religion. Herausforderungen für Christentum und Islam“).

    Das Video zum Vortrag finden Sie hier.

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    https://www.theologisches-forum.de/populismus-im-suedosteuropaeischen-kontext-mit-schwerpunkt-bosnien-herzegowina-serbien-kroatien-und-montenegro/

    #Autoritarismus #BosnienUndHerzegowina #Fundamentalismus #IslamInEuropa #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus #Südosteuropa

  17. Murat Kayman argumentiert, dass rechtspopulistische Bewegungen in Europa eine exklusive „Wir-Gruppe“ konstruieren, die sich von als minderwertig markierten „Ihr-Gruppen“ abgrenzt. Laut Kayman funktionieren auch Religionen als Instrumente der Identitätsstiftung durch Abgrenzung, wie die Religionskriege zeigten. Dennoch sieht er Potenzial, dass Religionen eine Gegenposition zum Rechtspopulismus formulieren können. Kayman analysiert das Spannungsverhältnis zwischen Religion und Demokratie und zeigt am Beispiel der Präsidentschaftswahl in der Türkei auf, wie sich auch muslimische Gemeinschaften für antidemokratische Kräfte instrumentalisieren lassen. Er kritisiert, dass sich in Deutschland keine breite Allianz gegen Rechtspopulismus bildet und demokratische Parteien selbst Elemente davon übernehmen. Kayman wendet sich gegen Vorstellungen einer notwendigen gesellschaftlichen Homogenität als Antwort auf Pluralität und argumentiert für die Stärkung einer pluralistischen Demokratie. Abschließend sieht er die Religionen in der Pflicht, intolerante Tendenzen in den eigenen Reihen zu überwinden: „Die Religionsgemeinschaften müssen sich der Frage stellen, wie sie vor dem Hintergrund des globalen Erstarkens rechtspopulistischer Argumente ein Verständnis von Gläubigkeit formulieren und vorleben, das substanziell mit gelebter sozialer Anteilnahme und Verantwortung für die gesamte pluralistische Gesellschaft zu tun hat.“

    Das Video zur Abschlussdiskussion der Forumstagung zu „Rechtspopulismus und Religion“ finden Sie hier.

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    https://www.theologisches-forum.de/religion-und-rechtspopulismus-2/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Nationalismus #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus

  18. In seinem Vortrag schildet Markus Dröge die Auseinandersetzung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz seit 2015 mit dem ab dann verstärkt aufkommenden Rechtspopulismus.

    Nachdem die Kirche sich stark für die ab 2015 in großer Zahl ankommenden Geflüchteten eingesetzt hatte, erlebte sie den durch die menschenverachtende Agitation der Rechtpopulisten bewirkten Stimmungsumschwung in der Gesellschaft und erkannte, dass die geistige Auseinandersetzung mit dem rechtpopulistischen Gedankengut zu ihrem genuinen christlichen Auftrag gehört.

    Geprägt durch die geschichtliche Erfahrung des sogenannten Kirchenkampfes der 1930er Jahre, also des Kampfes zwischen den nationalsozialistisch beeinflussten sog. „Deutschen Christen“ und der Bekennenden Kirche, enthält diese aktuelle Herausforderung für die evangelische Kirche Déjà-vu-Elemente, da die Gedankenwelt der christlich geprägten Rechtspopulisten offensichtliche Analogien zur Gedankenwelt der Deutschen Christen enthält. Insofern kann der Kampf der Evangelischen Kirche in Deutschland mit dem Rechtspopulismus verstanden werden als ein Kampf um die Bewahrung der historischen Lernerfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus und der Zeit der Aufarbeitung seit 1945.

    Die Mittel der Auseinandersetzung mit dem Rechtspopulismus sind demzufolge: Neuinterpretation der Theologie der Bekennenden Kirche; Stärkung des Interreligiösen Dialoges gegen religiösen Fundamentalismus und als Gegenpol zur Sehnsucht nach einer antipluralistischen kollektiven Identität; Einsatz für Geflüchtete im Sinne der universalen Menschenrechte; Bewahrung des Versöhnungsgedankens im Europäischen Einigungsprozess und aktiver Einsatz für die Demokratieförderung.

    Das Video zum Vortrag finden Sie hier.

    04_Droege24_252-253Herunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/wie-geht-die-evangelische-kirche-in-deutschland-mit-dem-rechtspopulismus-um-2/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #Kirche #Nationalismus #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Rechtspopulismus

  19. Sönke Lorberg-Fehring untersucht in seinem Aufsatz Initiativen gegen (Rechts-)Populismus mit Religionsbezug am Beispiel der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland die Rolle der evangelischen Kirche im Umgang mit Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Er teilt die Zeit von 1945 bis heute in fünf Phasen ein, um die Entwicklung nachzuzeichnen. In der Latenzphase von 1945 bis Anfang der 1990er Jahre bleibt die Aufarbeitung des NS-Unrechts fast völlig aus. In der Schockphase Anfang der 1990er Jahre werden die gewalttätigen Übergriffe auf Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund sichtbar. Es folgt die Netzwerkphase ab den 2010er Jahren, in der verstärkt Initiativen gegen Rechtsextremismus gegründet und vernetzt werden. In der aktuellen Phase der Institutionalisierung werden Stellen und Projekte finanziell ausgestattet. Die anstehende Bewährungsphase muss zeigen, ob die Kirche ihre Verantwortung wahrnimmt.

    Lorberg-Fehring argumentiert, die Nordkirche habe aufgrund ihrer Geschichte besondere Verantwortung. Die Kirchenleitung müsse Position beziehen und Rechtspopulisten entgegentreten. Wichtiger als Erinnerungskultur sei die Gestaltung einer gerechten Zukunft. Dafür brauche es ein kritisches Geschichtsbewusstsein und angemessene Reaktion auf aktuelle Herausforderungen.

    04_Lorberg-Fehring24_267-268Herunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/initiativen-gegen-rechts-populismus-mit-religionsbezug-am-beispiel-der-evangelisch-lutherischen-kirche-in-norddeutschland/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus

  20. Religiöse Elemente völkisch-identitärer Bewegungen bilden den Gegenstand dieses Vortrags im Rahmen der Jahrestagung des Theologischen Forums Christentum – Islam 2022 („Rechtspopulismus und Religion. Herausforderungen für Christentum und Islam“). Insbesondere wird dabei diskutiert, welche Schnittmengen zwischen der Identität als Volk und einer religiösen Überhöhung postuliert werden.

    Dr. Regina Elsner (Berlin) untersucht dabei im Konkreten den Zusammenhang zwischen Illiberalismus und russischer Orhodoxie.

    Die von ihr analysierten Ideologeme haben durch ihre Verwendung zur Rechtfertigung des Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine besondere Aktualität. Dazu zählt beispielsweise eine spezifische Idealvorstellung für das Verhältnis von Kirche und Staat, die so genannte „Symphonia“, ein harmonisches Zusammenwirken zwischen diesen beiden Größen mit der Haltung wechselseitiger Loyalität.

    Das Video zum Vortrag finden Sie hier.

    04_Elsner24_288-289Herunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/identitaet-werte-und-die-russische-orthodoxe-kirche-2/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #Identitätsprozesse #Öffentlichkeit #OrthodoxesChristentum #PolitischeTheologie #Rechtspopulismus

  21. Jan-Hendrik Herbst analysiert Zusammenhänge zwischen religiöser Bildung und Rechtspopulismus. Er diskutiert eingangs den Begriff Rechtspopulismus und zeigt auf, dass Bildung ein wichtiges Interventionsfeld für Rechtspopulisten ist. Herbst geht auf verschiedene Verbindungen zwischen religiöser Bildung und Rechtspopulismus ein und beschreibt aktivistische, parteipolitische und theoretisch-akademische Interventionen sowie die Entwicklung alternativer Bildungsformate und -materialien. Als Beispiele führt er Störungen von Bildungsveranstaltungen, Kritik am Islamischen Religionsunterricht und Gender Studies sowie die Publikation theologischer Texte durch Rechtspopulisten an. Laut Herbst bleibt gerade auch christlich-religiöse Bildung vom Zusammenhang zwischen Religion und Rechtspopulismus nicht unberührt. Er empfiehlt Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen wie der Religionspädagogik, der Lehrkräfteausbildung und konkreter Bildungsprozesse. Besonders detailliert geht Herbst auf „Rechtspopulismus und Religion“ als Thema des Religionsunterrichts ein. Er stellt drei Beispiele für Unterrichtsreihen vor, analysiert ihre Herangehensweise und plädiert für eine Weiterentwicklung gängiger Ansätze vor dem Hintergrund rechtspopulistischer Identitätspolitik.

    05_Herbst24_301-302Herunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/religion-und-rechtspopulismus/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus #ReligiöseBildung

  22. Der Aufsatz behandelt die Frage, wie Lehrkräfte in der pluralistischen Gesellschaft Deutschlands mit islambezogenen Themen im Unterricht umgehen können, ohne Muslim:innen zu stigmatisieren oder Vorurteile zu verstärken.

    Turan zeigt auf, dass Aussagen wie „Wenn Sie türkische Jungs in Ihrer Klasse haben, dann müssen Sie als Frau schon mal damit rechnen, nicht respektiert zu werden“ auf einem „kulturalistischen Kurzschluss“ beruhen, der Verhalten einfach mit vermeintlicher Herkunftskultur erklärt, statt differenziert auf Milieus einzugehen. Als analytisches Werkzeug gegen Pauschalisierungen schlägt Turan das Konzept muslimischer Milieus vor, die sich stark voneinander unterscheiden.

    Weiter analysiert Turan drei islambezogene Diskurstypen in Deutschland: Eskalierende Konfliktdiskurse, die Unvereinbarkeit betonen; apriorische Egalisierungsdiskurse, die Probleme verharmlosen; und differenzierende Anerkennungsdiskurse, die individuelle Identitätsentwicklung fördern. Letztere hält Turan für am besten geeignet, um auch konfliktassoziierte Themen wie Ehrenmorde oder Antisemitismus pädagogisch sinnvoll zu behandeln. Hierfür skizziert Turan konkrete methodische Hinweise für Lehrkräfte.

    Turans plädiert dafür, Muslim:innen in Deutschland „trotz interkulturell heikler Themen noch positive Identifikationsmöglichkeiten“ zu geben und ihre „freie Selbstbildung und Selbstdefinition“ zu unterstützen. Denn laut Turan besteht die Gefahr, dass öffentliche Diskurse und Schulpraxis ungewollt „künstliche ‚Unvereinbarkeiten‘ zwischen deutscher und muslimischer Identität“ suggerieren.

    05_Turan24_312-313Herunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/identitaetssensible-kommunikation-am-beispiel-des-schulischen-umgangs-mit-islambezogenen-themen-in-zeiten-des-rechtspopulismus/

    #Autoritarismus #Fundamentalismus #GesellschaftlichePluralität #Muslimfeindlichkeit #Öffentlichkeit #PolitischeTheologie #Populismus #Rechtspopulismus #ReligiöseBildung

  23. Catharina Wenzel fasst in ihrem Aufsatz den Verlauf und die Diskussion eines interreligiösen Forums zum Thema „Der politische Auftrag der Glaubensgemeinschaft“ zusammen. Das Forum beschäftigte sich vergleichend mit dem Verhältnis von Religion und Politik im Christentum und Islam. Wenzel erläutert, dass in beiden Religionen das Verhältnis von weltlicher und religiöser Macht historisch sehr unterschiedlich gestaltet war, von enger Verflechtung bis zur Trennung. Sie geht kurz auf das Konzept der Säkularisierung in Europa ein. Der erste Referent Ludger Weckel argumentierte, dass die biblische Botschaft notwendig politisch sei und Christen sich für Gerechtigkeit und gegen Armut engagieren müssten. Der Islamwissenschaftler Assem Hefny betonte demgegenüber, dass der Islam der Politik wenig Bedeutung beimisst und so eine implizite Säkularität aufweist. Er stützte sich dabei auf das Beispiel Ägyptens. Wenzel hebt heraus, dass aufgrund der unterschiedlichen geographischen Bezüge die Beiträge nur schwer miteinander in Beziehung zu setzen waren. Sie deutet an, dass die Asymmetrie der Beiträge darauf hinweist, dass es im Christentum durch die marginale Position Jesu ein Spannungsverhältnis zwischen Religion und Politik gibt, während Mohammed als politischer und religiöser Führer fungierte. Dennoch plädieren beide Referenten auf unterschiedliche Weise für ein soziales Engagement der Religionsgemeinschaften.

    Wenzel BeobachterberichtHerunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/beobachterbericht-zum-forum-der-politische-auftrag-der-glaubensgemeinschaft/

    #Armut #Gerechtigkeit #Kirche #PolitischeTheologie #ReligiöseVergemeinschaftung #Sozialethik #Umma

  24. Der Aufsatz „Organisatorische Hindernisse und theologisches Vakuum – Kontextbedingungen einer Verhältnisbestimmung des Islams zum deutschen Verfassungsstaat“ von Raida Chbib analysiert die „Islamische Charta“ des Zentralrats der Muslime als Beispiel für die Herausforderungen der Positionierung muslimischer Verbände.

    Chbib arbeitet heraus, dass die Charta den Versuch einer Verhältnisbestimmung zum Grundgesetz aus islamischer Perspektive darstellt, aber auf Kritik stieß. Sie zeigt auf, dass die Uneinheitlichkeit muslimischer Organisationen, der öffentliche Druck und das theologische Vakuum eine tiefgehende Auseinandersetzung erschweren. Chbibs Fazit: Die Charta ist als Teil eines Einbettungsprozesses der Muslime in die deutsche Gesellschaft zu sehen.

    Chbib Organisatorische HindernisseHerunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/organisatorische-hindernisse-und-theologisches-vakuum-kontextbedingungen-einer-verhaeltnisbestimmung-des-islams-zum-deutschen-verfassungsstaat/

    #Gemeindeleben #MuslimischeVerbände #PolitischeTheologie #Recht #Religionspolitik #ReligiöseVergemeinschaftung #SäkularerStaat #Umma

  25. Der Aufsatz „Die Idee der Verfassung – Zur Unterscheidung von Recht und Moral aus christlicher Sicht“ von Christian Polke untersucht die Differenz von Recht und Moral im Kontext der Verfassungsidee.

    Polke arbeitet heraus, dass die Konstitutionalisierung den entscheidenden Schritt zu einer demokratischen Politik darstellt. Er zeigt auf, dass die Idee der Verfassung eine kognitive Differenz von Recht und Moral impliziert, die Religionen vor Herausforderungen stellt. Polkes Fazit: Religionen müssen die Differenz akzeptieren, um demokratiefähig zu werden, ohne dabei auf ihre Werte zu verzichten.

    Polke Die Idee der VerfassungHerunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/die-idee-der-verfassung-zur-unterscheidung-von-recht-und-moral-aus-christlicher-sicht/

    #Kirche #PolitischeTheologie #Recht #ReligiöseVergemeinschaftung #SäkularerStaat

  26. Der Beobachterbericht „Das Verhältnis der Glaubensgemeinschaft zum Verfassungsstaat in Deutschland“ von Timo Güzelmansur reflektiert die Tagung „Kirche und Umma“ aus muslimischer Perspektive.

    Güzelmansur arbeitet heraus, dass Christentum und Islam unterschiedliche Zugänge zum säkularen Staat haben. Er zeigt auf, dass auf christlicher Seite eine längere Reflexion existiert, während auf muslimischer Seite die Debatten erst beginnen. Güzelmansurs Fazit: Die Demokratiefähigkeit einer Religionsgemeinschaft zeigt sich im Verhalten ihrer Mitglieder und kann im Dialog gefördert werden.

    Güzelmansur BeobachterberichtHerunterladen

    https://www.theologisches-forum.de/beobachterbericht-zum-forum-das-verhaeltnis-der-glaubensgemeinschaft-zum-verfassungsstaat-in-deutschland/

    #Kirche #MuslimischeVerbände #PolitischeTheologie #Religionspolitik #ReligiöseVergemeinschaftung #SäkularerStaat #Umma

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