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#populismus — Public Fediverse posts

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  1. Das muss diese faktenbasierte Politikgestaltung sein.... Nicht.

    Warum auch, die ganzen #CDUCSUkorrupt-Dullies hatten sich vor ihrem ideologischen Zerstören des #GEG hin zum #GModG ja auch nur hingestellt und auf dicke Hose gemacht, das mit dem #Grüngas sei alles kein Problem, sondern DIE Lösung... Genau dieser #Populismus und diese #fakenews erodieren unsere #Demokratie!

    "Regierung kann Verfügbarkeit und Preise von grünen Gasen nicht abschätzen" Schnipsel aus dem heutigen Background Tsp., merci!

    #CDUCSUfossil #Wärmewende #Effizienwende #Energieverbrauchrunter #Energieeffizienzhoch #lessismore #Gebäudemodernisierung

  2. Klartext reden: Neue demokratische Politikerinnen und Politiker braucht das Land

    Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt war und ist eine Katastrophe. Wie können rund 44 Prozent der Wählerinnen und Wähler eine gesichert rechtsextreme Partei wählen – und das in Deutschland? Es ist eine Schande. Doch darüber haben Lars und ich nicht bei #9vor9 gesprochen. Darüber schreibe ich an anderer Stelle hier im Blog. Wir haben über politische Kommunikation und Sprache diskutiert. Anlass war die Sprache und das Verhalten der Vertreter der „Altparteien“ am Wahlabend.

    https://9vor9.podigee.io/216-die-sprache-der-politik

    Und die hörten sich auch wirklich alt an diesem Abend an. Was kam von den Vertretern der demokratischen Mitte? „Es war ein engagierter Wahlkampf.“ „Wir haben ein stabiles Ergebnis erreicht.“ „Danke an all die Helferinnen und Helfer.“ „Wir werden das morgen in den Parteigremien kritisch besprechen.“ Robert Pausch hat das in der ZEIT unter der Überschrift „Wenn das die Mitte ist, dann gute Nacht“ auseinandergenommen.

    Man weiß vorher, was sie sagen werden

    Man weiß im Vorhinein, was sie sagen werden. Immer wieder die gleichen Sprüche, die niemand mehr hören will. Man muss den Fernseher gar nicht mehr anmachen. Das ist der eigentliche Skandal des Abends. Nicht nur, dass eine rechtsextreme Partei ein Bundesland übernimmt. Sondern dass diejenigen, die sie stoppen sollen, in diesem Moment nichts Besseres zu tun haben, als ihre Textbausteine abzuspulen. Wer so redet, hat den Ernst der Lage nicht begriffen – oder er hat ihn begriffen und kann es einfach nicht anders.

    Ich fürchte, es ist das Zweite, und das macht es schlimmer. Lars meint, das sei vor allem Gewohnheit: Die stünden dort in einer Rolle, das hätten sie tausendmal gemacht, und dann machten sie es halt wieder. Dass sich Felix Banaszak über den Einzug in den Landtag freut, könne er verstehen. Ich sehe das anders, und ich bleibe dabei: In dieser Situation darf nicht Erleichterung die erste Regung sein.

    An diesem Abend hätte man Emotion und Empathie gebraucht, ehrlich geäußerte Betroffenheit über die Katastrophe. Pausch bringt es in seinem Beitrag auf den Punkt: In Sachsen-Anhalt und in der ganzen Republik sitzen Leute, die von dem Wahlergebnis extrem getroffen sind. Viele haben Angst vor Gewalt und Schlägern, fürchten um ihre Existenz oder davor, abgeschoben zu werden. Keiner der Politikerinnen und Politiker (oder deren so professionelle Redenschreiber) ist auf die Idee gekommen, diese Leute direkt anzusprechen. „Wir verstehen Eure Sorgen.“ „Wir sind bei Euch.“ „Wir werden für Euch kämpfen.“ „Ich bin genauso schockiert, wie ihr es seid.“

    Lars trifft es: Die Floskeln sind kein Ausrutscher, sie sind antrainiert – oft sogar bis in die Kommunalpolitik hinein. Wenn ich manchen Bürgermeister oder Dezernenten höre, dann reden die schon genau wie ein Klingbeil oder ein Merz. Wer fünf Termine am Abend abklappern muss, greift zum immer selben Baustein. Das erklärt es – manchmal. Entschuldigt es nicht. Denn während die Mitte ihre Bausteine sortiert, steht die AfD auf den Volksfesten, baut Hüpfburgen auf, heuchelt gute Laune und verspricht ein Zurück in die gute alte Zeit.

    Merz redet nicht mit den Leuten, sondern zu ihnen

    Die Kommunikation und Sprache der etablierten Politikerinnen und Politiker wirkt weit entfernt und von oben herab. An Friedrich Merz zeigt sich das am besten, auch wenn er sicher nicht der Einzige ist. Stadtbild-Diskussion, Nutznießer-Debatte, das Abkanzeln einer Ärztin in einer Fernsehrunde: Er kommuniziert belehrend, schulmeisterhaft. Er redet nicht mit den Leuten, er redet zu ihnen oder über sie.

    Ich habe im Podcast gesagt, da stehe für mich ein Vorstandssprecher – aber einer von 1980, nicht von 2026, mit einem Wirtschaftsmanager-Sprech, den er sich angewöhnt hat und von dem er nicht wegkommt. Lars hat mir zu Recht entgegengehalten, dass Arroganz allein das Problem nicht sein kann: Alice Weidel behandele Journalistinnen und Journalisten mindestens so herablassend. Der Unterschied ist aber die Richtung. Weidels Verachtung zielt nach oben, auf Institutionen, und ihr Publikum steht neben ihr. Merz’ Herablassung zielt nach unten, und sein Publikum steht darunter. Dass er nun ankündigt, „emotionaler“ reden zu wollen, ist kein Fortschritt, sondern ein Missverständnis über sich selbst. Er spricht seit Jahren emotional. Nur eben gereizt, ungeduldig, gekränkt. Wer eine Ärztin derart abkanzelt, ist nicht unemotional. Er ist unerträglich.

    Siegmunds blendende Laune ist eine Maske

    Auf der anderen Seite steht mit Ulrich Siegmund ein Typus, den diese Partei bisher nicht hatte: der Coverboy mit dem Moped, blendende Laune auf den Volksfesten, früher war alles besser und wir holen das zurück. Feelgood-Populismus nennt der Politikberater Johannes Hillje das. Man muss das nicht verstehen, aber man sollte es zur Kenntnis nehmen: Es hat Zehntausende mobilisiert, die vorher nicht gewählt haben.

    Die AfD hat eine Rollenverteilung perfektioniert – Weidel tritt nach oben, Chrupalla macht den Gemütlichen, Siegmund macht den Nachbarn. Dass alle drei sich immer wieder entlarven, scheint die Wählerinnen und Wähler der AfD offensichtlich nicht zu stören – siehe die aktuellen Äußerungen von Siegmund, dass man die Rüstungsgüter für die „Remigrations- und Abschiebeoffensive“ benötige. Sein Coverboy-Image ist eine gut gespielte Maske. Dahinter verbirgt sich die wahre Fratze.

    Und dann die Zahlen, die die Berater in der CDU-Zentrale aufhorchen lassen sollten: Der eigene Spitzenkandidat hat in den asozialen Medien mehr Beiträge veröffentlicht als Siegmund. Nur sind seine Reichweiten vierzigmal so hoch. Wer daraus ableitet, man müsse einfach mehr posten, hat den Kern verfehlt. Es geht auch dort darum, wie und was man postet, um die Leute vor Ort anzusprechen.

    Warum der Erklärbär Habeck gescheitert ist

    Bleibt eine Frage, die mich beschäftigt, ja quält: Gab es einen Gegenentwurf? Ja, vor zwei Jahren. Robert Habeck hat sich als Erklärbär positioniert, und es wurde honoriert – auch von politischen Gegnern, auch von Leuten aus der Wirtschaft, die sagten: Ich teile seine Meinung nicht, aber wir reden in einem vernünftigen Stil miteinander. Und er ist zu meinem eigenen Leidwesen krachend gescheitert.

    Lars nennt zwei Gründe, die ich für richtig halte: die Grünen als Hassobjekt, gegen das kein Gesprächsangebot ankommt, und Habecks eigener Zugang. „Man musste ihm ja schon ein bisschen länger zuhören“, so Lars. Erklären ist eine Reaktion – doch man erklärt, wenn die Attacke schon läuft. Der Heizungshammer wurde schneller vom Springer-Verlag und der Gaslobby verbreitet als die 65-Prozent-Regel, und danach war jeder Satz nur noch Verteidigung.

    Zudem müssen wir uns feststellen, dass Kommunikation à la Habeck bei Teilen der Bevölkerung einfach nicht ankommt. Sie scheinen nicht die sachliche Auseinandersetzung und Diskussion zu wollen, sondern bevorzugen emotionale Zuspitzung und die berühmten einfachen Wahrheiten, über deren Wahrheitsgehalt oder deren Möglichkeiten zur realen Umsetzung sie gar nicht nachdenken – wollen. Besonders bedenklich ist, dass vor allem Junge so handeln, wie uns die Wahlanalysen aus Sachsen-Anhalt suggerieren.

    Was könnten die Lehren aus Habecks Scheitern sein? Weniger erklären, mehr den Bauch bedienen, mehr Haltung zeigen. Erklären kommt zu spät, wenn man den Rahmen nicht selbst gesetzt hat. Seine Haltung war richtig. Sein Handwerk war unvollständig. Er hat Fehler gemacht. Doch daraus zu schließen, komplexe Zusammenhänge seien dem Publikum nicht zumutbar, ist der falsche Schluss. Wir müssen uns der Komplexität stellen, auch wenn die anderen einfache Wahrheiten hinaus lügen. Und Demokratinnen und Demokraten dürfen, ja müssen emotional sein. Nur bitte keine billigen Kopien.

    Offenbach: ehrlich sein und da sein

    Kann es anders gehen? Ich habe in einem Artikel der FAZ einen alternativen Entwurf gefunden: in Offenbach – ausgerechnet bei der SPD, ausgerechnet in einer Stadt mit hohem Migrationsanteil und sozialen Brennpunkten. Felix Schwenke wurde 2023 im ersten Wahlgang mit 69,9 Prozent wiedergewählt, bei einer Wahlbeteiligung von allerdings nur 26,5 Prozent. Das gehört als Hintergrundinformation dazu.

    Die Lehren dort: Er ist ehrlich, und er ist da. Schwenke geht in die Kneipen, auch in die, wo nicht seine Leute sitzen. Er hört zu. Und dann sagt er Sätze, die niemand hören will: Wir können uns kein Hallenbad leisten, wir müssen erst die Löcher in den Straßen sanieren. Das ist unbequem und funktioniert trotzdem, und wahrscheinlich nicht nur in Offenbach. Und natürlich darf man nicht nur mal vorbeikommen, wenn wieder eine Wahl ansteht, und sich sonst in Ausschusssitzungen verstecken. Sie müssen mehr Zeit vor Ort bei den Bürgern verbringen. Auch das kann man von der AfD lernen, die zumindest im Osten dauerpräsent zu sein scheint.

    Noch ein Nebenbefund, der es in sich hat. Eine Studie der Universität Passau hat festgestellt, dass 948 Befragte die von einer KI erstellten Antworten auf Publikumsfragen authentischer, schlüssiger und relevanter fanden als die der Politiker. Das ist nicht amüsant, es ist ein weiteres Alarmsignal.

    Das Gegenteil der Floskel ist Verbindlichkeit

    Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Doch statt sich entschieden neu auszurichten, vielleicht auch andere Personen an die Spitze zu stellen, wird von den bekannten Parteien schon erklärt, entschuldigt und relativiert. Lars bringt es auf den Punkt: Wenn die Politiker sich weiter in Floskeln ergehen und auf die nächste Wahl warten, dann wird auch die nächste Wahl so ausgehen wie die in Sachsen-Anhalt. „Und irgendwann gibt es dann kein Zurück mehr.“

    Das Gegenteil der Floskel ist übrigens nicht die Zuspitzung oder das Kopieren der AfD. Das Gegenteil der Floskel ist Verbindlichkeit – ein Satz, für den man in sechs Monaten noch geradesteht. Lars hat es auf die kürzeste Formel gebracht: „Es ist auch Form, es ist nicht nur Inhalt.“ Ich ergänze: Die Form, die trägt, heißt Nachprüfbarkeit und Ergebnisse.

    https://youtu.be/3cjExgB1UG4

    Quellen

    Leseempfehlung

    #9vor9 #Demokratie #Deutschland #Habeck #Kommunikation #Merz #NoAfD #Populismus #SachsenAnhalt #Sprache
  3. Gerade in "Über Freiheit" von Timothy Snyder ein tolles neues Wort gelernt: Sadopopulismus.

    (Aus dem gleichnamigen Abschnitt des Kapitels 'Mobilität') "Der Populismus offeriert eine gewisse Umverteilung, er bietet dem Volk etwas von Seiten des Staates; der Sadopopulismus bietet nur das Spektakel, dass andere noch mehr benachteiligt werden."

    Es geht in dem Kapitel darum, wie durch Immobilisierung der Bevölkerung, also durch teuren und unzuverlässigen ÖP(N)V, marode Infrastruktur und den Zwang zum Individualverkehr, den sich viele nicht leisten können, Freiheit vernichtet oder zumindest stark (und immer stärker) eingeschränkt wird.

    #Buchtipp
    #Buchtipps
    #BuchStattSmartphone
    #TimothySnyder
    #ÜberFreiheit
    #Populismus
    #Sadopopulismus
    #ÖPNV
    #Mobilität

  4. Es jibt sone und solche — Zehn Jahre Brexit und das Ende der Vernunft

    Momentan herrscht eher Ruhe in meinem Blog. Urlaub im Second Home auf Kreta. Doch vor unserem Flug am Samstag hat mich ein Artikel in der FAZ gefesselt, der darüber berichtet, wie wenig sich der Brexit für Großbritannien gelohnt hat. Wenige Tage später fesselt mich der Tagesanbruch von Florian Harms gepackt.

    Ich habe irgendwie schon eine besondere Beziehung zu den Briten. Während meiner Schulzeit war ich öfters auf der Insel und habe sehr zwiespältige Erfahrungen gemacht. Die Erfahrungen des 2. Weltkriegs wirkten nach, Dann hatte ich die Gelegenheit, 1986 einige Monate auf der Journalistenschule in Cardiff zu studieren. Wales, auch damals im Jahr einer Fußballweltmeisterschaft in Mexiko. Meine engsten Freunde waren dort ein Schotte und Waliser. Eine sehr schöne Erinnerung

    Diese Woche genieße ich im Urlaub in Georgioupolis auf Kreta und auch dort treffe ich auf Briten. In unserer Lieblings-Rockbar, der Tortuga Bar, erleben wir an einem Abend gleich zwei englische Gruppen. Die eine: eine Mädelsrunde zum Junggesellinnenabschied, typische englische Mädels, die es krachen lassen. Die andere eher „mittelalterliche“ Gruppe spielt laut und ausgelassen Dart. Ein bisschen zu schrill, wie uns der Besitzer Vasily am nächsten Tag mitteilte.

    Einen Tag später treffen wir tagsüber Collin in der Blue Boat Beach Bar bei Stelios. Collin ist Rentner, ein eher zurückhaltender netter Kerl, der sich freut, wenn man mit ihm spricht. Wir kommen auch in einem Nebensatz auf die britische Politik, aber dazu gleich mehr.

    „Es jibt sone und solche, und dann jibt es noch janz andre, aba dit sind die Schlimmstn“

    Die ganz anderen laufen Farage hinterher

    Die ganz anderen sind jene, die gerade Nigel Farage wieder hinterherlaufen. Ausgerechnet Farage — einem der Hauptverantwortlichen des Brexit, dem Faktenverdreher, der mit falschen Versprechen entscheidend dazu beitrug, dass die Briten raus aus der EU sind. An den Folgen dieses Brexits haben die Briten weiterhin zu knabbern. Gerade hat Keir Starmer seinen Rücktritt angekündigt — der sechste Regierungschef, den der Brexit aufgerieben hat. Cameron, May, Johnson, Truss, Sunak, Starmer. Alle an denselben Folgen gescheitert.

    Die Zahlen liegen auf dem Tisch — und sie sind schlimmer als befürchtet. Das US-Forschungsinstitut National Bureau of Economic Research hat errechnet: Ohne den Brexit wäre die britische Wirtschaftsleistung je Einwohner 6 bis 8 Prozent höher. Doppelt so viel Schaden, wie Ökonomen 2016 prognostiziert hatten, wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet. Das britische Pfund hat sich von seinem Einbruch nach dem Referendum bis heute nicht erholt — dauerhaft abgewertet, Importe dauerhaft teurer. Die Haushaltsbehörde rechnet mit 15 Prozent weniger Ex- und Importen. Die nach dem Austritt ausgehandelten Freihandelsabkommen bringen rund 13 Milliarden Pfund — stehen aber Kosten von etwa 116 Milliarden Pfund gegenüber.

    Und die Einwanderung? ZDFheute zeigt: Die Nettozuwanderung sank zunächst — von rund 336.000 auf 230.000 im Jahr 2017. Dann stieg sie wieder, nun aus Commonwealth-Staaten statt aus der EU. Weniger Polen, mehr Nigerianer und Inder. Das Versprechen war weniger Einwanderer. Das Ergebnis: andere Einwanderer. So weit die Aussagen von Farage und die Realität.

    57 Prozent bereuen — Farage gewinnt trotzdem

    Michel Barnier, früherer EU-Chefunterhändler, hat es auf den Punkt gebracht: Nicht alle Probleme Großbritanniens gingen auf den Brexit zurück — aber jede Schwierigkeit des Landes werde durch den Brexit verschärft.

    57 Prozent der Briten halten den Brexit heute für falsch, sie empfinden laut ZDF „Bregret“ — Brexit-Bedauern. Mehr als 80 Prozent der Unter-25-Jährigen wollen den EU-Wiedereintritt. Trotzdem ist Farage der beliebteste Politiker des Landes.

    Luke Tryl vom Think-Tank „More in Common“ erklärt das so: Viele Briten sagen nicht, der Brexit sei falsch gewesen — sondern schlecht umgesetzt worden. Genau davon profitiert Farage. Er verspricht, den „richtigen Brexit“ nachzuliefern. Seine Protestpartei Reform UK wirbt für noch mehr Nationalismus. Enttäuscht von den demokratischen Parteien, laufen Wähler jemandem hinterher, der die Ursache ihrer Enttäuschung mitverursacht hat.

    Die FAZ erinnert daran, dass der Brexit nicht isoliert steht: Er war das erste Wetterleuchten des neuen Populismus. Wenige Monate nach dem Referendum gewann Donald Trump erstmals die US-Präsidentschaftswahl. Das Drehbuch ist seither bekannt — Wut schüren, Versprechen machen, die nicht zu halten sind. Das ist das Ende der Vernunft, wie ich kürzlich auf diesem Blog geschrieben habe. Florian Harms vom t-online-Tagesanbruch nennt es Unbelehrbarkeit.

    AfD und Dexit: Anderes Land, dieselbe Mechanik

    In Deutschland liegt die AfD in Umfragen auf Platz eins und propagiert den EU-Austritt — obwohl nur 12 Prozent ihrer eigenen Anhänger den Dexit wirklich wollen. Sollte die AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern an die Regierung kommen, greift sie über den Bundesrat in die Bundespolitik ein. In Frankreich ist der Rassemblement National die erfolgreichste Partei, Jordan Bardella der beliebteste Politiker. Seine Chancen auf das Staatspräsidentenamt wachsen.

    Die Mechaniken ähneln sich frappierend. Rückkehr zum Nationalismus. Falsche Versprechungen und verdrehte Fakten. Man verspricht das Blaue vom Himmel, heizt die Wut an. Es gibt immer andere, die schuld sind, die Ausländer, die Eliten. Doch sie scheitern in der Realität, richten nur Chaos an und nicht zu selten bereichern sie und ihre Sippschaft sich, wie wir gerade in den USA sehen. Die AfD hat ja auch schon ihre Vetternwirtschaft nachgewiesen.

    Doch werden Wählerinnen und Wähler daraus lernen? Werden sie nachdenken, bevor sie ihr Kreuzchen bei diesen ewig gestrigen Nationalisten, den Neppern, Schleppern und Bauernfängern machen? Derzeit sieht es nicht so aus. Genau das meine ich mit dem Ende der Vernunft, das Ende des rationalen Denkens.

    An der Blue Boat Bar reden wir normalerweise nicht über Politik, aber irgendwie war mir danach, das Stichwort Farage gegenüber Collin fallen zu lassen. Dessen Antwort hat mich zugegebenermaßen schockiert. Farage sei nicht so schlimm wie immer beschrieben, findet er. Kann man so leicht vergessen, verdrängen, was Farage und der Brexit angerichtet haben? Ich fasse es zugegebenermaßen nicht. Wer den Schaden Großbritanniens sieht und trotzdem auf Farage, die AfD, die Rechten in Frankreich oder Trump setzt, zahlt die Zeche selbst. Und mancher Schaden wird kaum mehr zu reparieren sein.

    Nochmals: “Es jibt sone und solche, und dann jibt es noch janz andre, aba dit sind die Schlimmstn.” Und die wollen wir nicht wirklich. Zumindest nicht als Europäer und Demokraten.

    Quellen & Leseempfehlungen

    #afd #allgemein #Brexit #Demokratie #Dexit #EU #Europa #Farage #geschichte #Gesellschaft #Großbritannien #grundgesetz #NoAfD #Populismus #TenYearsAfter
  5. Die Überschrift ist irreführend. Hier hat sich eher ein Schreiberling auf den Schlips getreten gefühlt und schreibt Frau #Schwarzer in die rechte Ecke. Entweder ist es plumper #Populismus oder der Versuch Definitionen zu verschieben aka manipulation. Sehr peinlich von der #Taz 🫢:

    taz.de/Alice-Schwarzer-Eine-Fr

    #Feminismus #neofeminsmus #Frauenrechte #aliceschwarzer #noAfD

  6. Der Spiegel "Support-Ende von Windows 10 -
    Warum Millionen PCs verschrottet werden müssen". Hach, dieser Qualitätsjournalismus wieder, ein wahres Fest für die Intelligenz 🙄

    Wegen paywall kann ich den Artikel nicht lesen, wäre ja schön wenn er alternative Betriebssysteme aufweist.

    #windows #linux #microsoft #journaille #CorporateCommunication #publicre #marketing #populismus

  7. Hey @NDR ! Könnt ihr bitte aufhören, mit dem Bund der Steuerzahler zu reden? Das ist nur ein neoliberaler Lobbyverein von Menschen mit zu viel Geld ist, der sich sogar schon "populistisch" nennen lassen musste!

    Im Wikipediaartikel ist "Kritik" der deutlich längste Einzelabschnitt!

    ndr.de/nachrichten/schleswig-h

    #bonpflicht #bunddersteuerzahler #steuerzahlerbund #lobbyismus #populismus

  8. 1️⃣ #Talks, #Games, #Videos und mehr: So wehren wir uns gegen #FakeNews, #Esoterik und #Populismus

    Bernd blickt zurück auf den #WTFTalk von Montag, in dem es unter anderem darum ging, wie man mit Fakten eine wehrhafte Demokratie stützen kann:
    skeptix.org/2025/02/26/talks-g
    2/4

  9. Was #Kernkraft Fanboys wie #Söder und #Spahn nicht wissen: Der europäische #Strommarkt funktioniert transnational. Strom fließt dort, wo er gebraucht wird – unabhängig von politischem #Populismus oder nationalen Wünschen.

    spiegel.de/wissenschaft/energi

    #Kernkraft "billig"? Nur dank Milliarden an Subventionen. Erneuerbare Energien sind längst kostengünstiger und effizienter – und bauen unsere Versorgungssicherheit aus. #StopptFossileSubventionen #KernkraftNeinDanke

    Die wahre Gefahr für #Energiesicherheit? Fossile Energien wie #Öl und #Gas, abhängig von globalen Lieferketten und Krisenregionen. Erneuerbare Energien bieten Stabilität und Unabhängigkeit.

    #Stromimporte sind kein Versagen, sondern Teil eines cleveren europäischen Systems. Deutschland exportiert im Winter #Windenergie und importiert im Sommer Überschüsse aus Südeuropa.

    Der Strommarkt lässt keine politischen Deals zu: Angebot und Nachfrage regeln alles. Söders Tschechien-Abkommen? Populistisches Theater ohne echten Einfluss.

    spiegel.de/wirtschaft/markus-s

    Erneuerbare Energien überholen #Kernkraft seit Jahren – und das EU-weit. Sonne und Wind produzieren mehr, während Kohle und Atomkraft zunehmend an Bedeutung verlieren. #Energiewende

    #Netzausbau und #Stromspeicher? Ja, es gibt Arbeit. Aber es ist machbar – und Beispiele aus Europa zeigen, wie schnell Fortschritt gehen kann.

    tagesschau.de/wissen/klima/stu

    Statt fossile und nukleare Illusionen zu verfolgen, sollten wir uns auf echte Lösungen konzentrieren: Erneuerbare Energien, die unabhängig, sicher und nachhaltig sind. #StopptFossileSubventionen

  10. @deutschlandfunk

    Ausgerechnet der seit je her Lügen verbreitende und beleidigend, diffamierend agierende #RCDS schwafelt über Debattenkultur? Lächerlich! Purer, rechts-konservativer #Populismus, weils gerade en vogue ist. Mit denen lohnt sich keine Debatte, sag ich mal als alter Sack.

    #TrauSchauWem

  11. @tagesschau

    Die #CSU, #CDU, #FDP, #AFD und #Springerpresse im Chor:

    "Blackout, Blackout... Ohne Atomstrom droht der #BLACKOUT.... AAAAAAHHHHH....

    DiE GrÜnEn bRiNGeN uNs aLLe um...
    [...] ähm... 'um den Wohlstand all unserer #Lobbyknechte' sollte das noch heißen. Sorry da war das Bild-Interview schon vorbei und wir stellen grundsätzlich nichts Richtig... denn wir sind #verantwortungslos, wie die Medien, die wir für unseren #Populismus einspannen!"

    #MedialeVerantwortung
    #Rechtsruck

  12. Die Aufhebung von #Maskenpflicht und #Isolationspflicht ist nichts anderes als banaler #Populismus, der den Leuten die Botschaft vermitteln soll, dass die Einschränkungen durch #Corona vorbei sind, wenn man Schutzmaßnahmen gegen Corona abschafft.
    Nichts daran ist rational.