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Jerusalem - Abt Nikodemus wünscht sich mehr Schutz für Christen vor Gewalt
Nach dem Angriff eines Israeli auf eine Nonne in Jerusalem ist das Entsetzen groß. Die Gewalt gegen Christen eskaliert, sagt Abt Nikodemus.#NikodemusClaudiusSchnabel #Christen #Jerusalem #Siedler #Israel #Palästinenser #Gewalt
Abt Nikodemus warnt vor Eskalation der Gewalt gegen Christen in Jerusalem -
>> Krusi:
Von wegen böse #Siedler. Wie man sieht, machen die #Palästinenser genau das, was sie den israelischen Siedlern dauernd vorwerfen. Und das im ganz großen Stil. Und wehe, #Israel reißt mal ein paar illegale Häuser auf ihrem Gebiet ab. Dann tobt die halbe Welt. << -
Zwei Jahre nach der Terrorattacke der Hamas: Immer mehr Israelis kehren in die überfallenen Kibbuzim entlang der Grenze zum Gazastreifen zurück.#7Oktober2023 #HAMAS #ISRAEL #KRIEG #TERROR #ANSCHLAG #Kibbuz #GAZA #GRENZE #Gazastreifen #PALÄSTINA #Palästinenser
7. Oktober in Israel - Zurück in die Kibbuzim an der Grenze zum Gazastreifen -
Über den ersten jüdischen antizionistischen Kongress in Wien
(...) Im Juni 2025 fand in Wien ein jüdischer antizionistischer Kongress mit über tausend Teilnehmern statt – eine klare Antwort auf die weltweite Empörung über Israel. Der zionistische Staat wird zwar schon lange beschuldigt, die Palästinenser brutal zu unterdrücken, aber die Ereignisse der letzten anderthalb Jahre haben selbst die schärfste Kritik übertroffen. Viele Juden haben sich von Israel distanziert, einige sind zu seinen lautstärksten Kritikern geworden.
Dieser Kongress war der erste seiner Art in #Europa – passend, da der Zionismus nicht nur in Europa geboren wurde, sondern auch als europäisches #Kolonialprojekt für europäische Juden konzipiert war. Der #Völkermord der Nazis reduzierte die Zahl potenzieller Siedler drastisch und zwang den neuen israelischen Staat, Juden aus #Asien und #Afrika anzuwerben, wo zionistische Ideen kaum Fuß gefasst hatten. Trotz ihrer Verachtung für die arabische Kultur mussten die israelischen Führer das Land bevölkern, nachdem sie zwischen 1947 und 1949 Hunderttausende arabische Palästinenser vertrieben hatten. Die Entwurzelung der nicht-europäischen Juden erfolgte durch die Bestechung arabischer Herrscher und gewalttätige Provokationen durch zionistische Agenten. Dies ist mittlerweile gut dokumentiert, unter anderem durch Werke der irakisch-jüdischen Wissenschaftler Ella #Shohat und Avi #Shlaim, die die Notlage der arabischen Juden in Israel beleuchten.
An dem dreitägigen antizionistischen Kongress nahmen #Historiker, P#olitikwissenschaftler und #Aktivisten teil. Der Völkermord in Gaza war ein zentrales Thema, aber es wurden auch die Geschichte des Zionismus in Palästina, die politischen und religiösen Wurzeln der jüdischen Opposition gegen den Zionismus und die kritische Unterstützung Israels durch die herrschenden Klassen weltweit diskutiert. Die Redner untersuchten nicht nur den Einfluss der Israel-Lobby auf die Politik der #USA und des Westens, sondern auch die wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit zwischen arabischen Herrschern und Israel.
Bemerkenswert ist, dass #Jordanien und Saudi-Arabien sich den USA, #Großbritannien und #Frankreich angeschlossen haben, um iranische Raketen abzufangen, die auf Israel gerichtet waren. Auch die Haltung der #Türkei wurde kritisch hinterfragt: Während ihre Politiker Israel vehement verurteilen, handelt das Land weiterhin mit dem zionistischen Staat und erleichtert insbesondere den Transit von aserbaidschanischem Öl durch sein Territorium. Mehrere Redner analysierten die Straffreiheit Israels in einem breiteren globalen Kontext.
Der #Völkermord in #Gaza und die eskalierende Gewalt gegen #Palästinenser im #Westjordanland werden größtenteils mit westlichen Waffen durchgeführt, während Israels Wirtschaft durch großzügige #Finanzhilfen aus #Nordamerika und Teilen Europas gestützt wird. Viele westliche Politiker bewundern Israels Selbstverständnis als #Ethnostaat, in dem #Diskriminierung legal ist – sogar gesetzlich verankert. Sie setzen auch israelische #Überwachungstechnologie ein, um „unerwünschte Personen” in ihren eigenen Ländern aufzuspüren und abzuschieben. (...)
Weiter bei trueten.de
#Zionismus #Kongress #Wien #Österreich #Antizionismus #Israel #Gaza #Palästina
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Datenbank der israelischen Armee zeigt: Mindestens 83 % der Getöteten in Gaza waren Zivilisten
Geheime Infos vom Mai zeigen, dass Israel dachte, es hätte bei seinen Angriffen auf #Gaza etwa 8.900 Militante getötet, was auf einen Anteil an zivilen Opfern hindeutet, der in der modernen Kriegsführung kaum zu finden ist, so eine gemeinsame Untersuchung.
Daten aus einer internen Datenbank des israelischen #Geheimdienstes zeigen, dass mindestens 83 % der #Palästinenser, die bei Israels Angriff auf #Gaza getötet wurden, #Zivilisten waren. Das haben eine Untersuchung des +972 Magazine, Local Call und The Guardian ergeben.
Die Zahlen aus der geheimen Datenbank, in der die Todesfälle von Militanten der #Hamas und des Palästinensischen Islamischen Dschihad (#PIJ) erfasst sind, stehen in krassem Widerspruch zu den öffentlichen Erklärungen der israelischen #Armee und #Regierungsvertreter während des gesamten Krieges, die im Allgemeinen ein Verhältnis von 1:1 oder 2:1 zwischen zivilen Opfern und militanten Opfern angegeben haben. Stattdessen stützen die geheimen Daten die Ergebnisse mehrerer Studien, die darauf hindeuten, dass Israels #Bombardierung des #Gazastreifens Zivilisten in einem Ausmaß getötet hat, das in der modernen #Kriegsführung kaum Parallelen findet.
Die israelische Armee hat die Existenz der Datenbank bestätigt, die vom #Militärgeheimdienst (bekannt unter dem hebräischen Akronym „Aman“) verwaltet wird. Mehrere mit der Datenbank vertraute Geheimdienstquellen sagten, die Armee betrachte sie als einzige verlässliche Quelle für die Zahl der militanten Opfer. Mit den Worten eines von ihnen: „Es gibt keine andere Quelle, die man überprüfen kann.“
Die Datenbank enthält eine Liste mit 47.653 Namen von Palästinensern in Gaza, die #Aman als aktive Mitglieder der militärischen Flügel der Hamas und der PIJ betrachtet. Den Quellen zufolge basiert die Liste auf internen Dokumenten der Gruppen, die der Armee zugespielt wurden (die von +972, Local Call und The Guardian nicht überprüft werden konnten).
In der #Datenbank sind 34.973 Namen als Aktivisten der Hamas und 12.702 als #Aktivisten der Islamischen #Dschihad aufgeführt (eine kleine Anzahl ist als bei beiden Gruppen aktiv aufgeführt, wird aber nur einmal in der Gesamtzahl gezählt).
Nach den Daten, die im Mai dieses Jahres erhoben wurden, glaubte die israelische Armee, seit dem 7. Oktober etwa 8.900 Aktivisten getötet zu haben – 7.330 davon galten als sicher tot und 1.570 als „wahrscheinlich tot“. Die meisten von ihnen waren einfache Mitglieder, und die Armee vermutete, dass sie 100 bis 300 hochrangige Hamas-Mitglieder von insgesamt 750 in der Datenbank aufgeführten Personen getötet hatte.
Eine mit der Datenbank vertraute Quelle erklärte, dass jedem Namen auf der Liste, von dem die Armee sicher ist, dass er getötet wurde, eine bestimmte Information beigefügt ist, die diese Einstufung rechtfertigt. +972, Local Call und The Guardian haben die Zahlen aus der Datenbank bekommen, ohne Namen oder zusätzliche Geheimdienstberichte.
Die täglichen Gesamtzahlen der #Todesopfer, die vom #Gesundheitsministerium in Gaza veröffentlicht werden (und die Local Call letztes Jahr enthüllte, dass sie sogar vom israelischen #Militär als zuverlässig angesehen werden), unterscheiden nicht zwischen Zivilisten und Militanten. Wenn man aber die Zahlen der militanten Opfer aus der internen Datenbank der israelischen Armee vom Mai mit den Gesamtopferzahlen des Gesundheitsministeriums vergleicht, kann man ungefähr berechnen, wie hoch der Anteil der zivilen Opfer in den ersten drei Monaten des Krieges war, als die Zahl der Todesopfer bei 53.000 lag.
Wenn man davon ausgeht, dass alle sicheren und wahrscheinlichen #Todesfälle von Militanten in der Zahl der Todesopfer berücksichtigt wurden, bedeutet das, dass über 83 Prozent der Toten in Gaza Zivilisten waren. Wenn man die wahrscheinlichen Todesfälle nicht mitzählt und nur die sicheren Todesfälle berücksichtigt, steigt der Anteil der zivilen Todesopfer auf über 86 Prozent.
Die Geheimdienstquellen erklärten, dass die Gesamtzahl der getöteten Hamas- und PIJ-Kämpfer wahrscheinlich höher ist als die in der internen Datenbank erfasste Zahl, da diese weder Kämpfer umfasst, die getötet wurden, aber nicht namentlich identifiziert werden konnten, noch Gazaner, die an den Kämpfen teilgenommen haben, aber nicht offiziell Mitglieder der Hamas oder der PIJ waren, noch politische Persönlichkeiten der Hamas wie Bürgermeister und Minister, die Israel ebenfalls als legitime Ziele betrachtet (unter Verstoß gegen das #Völkerrecht).
Das heißt aber nicht unbedingt, dass der Anteil der zivilen Opfer niedriger ist als oben berechnet; er könnte sogar noch höher sein. Jüngste Studien deuten darauf hin, dass die Zahl der Todesopfer des Gesundheitsministeriums – die derzeit bei etwa 62.000 liegt – wahrscheinlich ebenfalls deutlich unter der Gesamtzahl der Opfer der israelischen Angriffe liegt, möglicherweise um mehrere Zehntausend.
Manipulation der Zahlen
Seit Beginn des Krieges haben israelische Beamte versucht, Vorwürfe der mutwilligen Tötung in Gaza zurückzuweisen, während die Zahl der palästinensischen Todesopfer rapide anstieg. Im Dezember 2023, als die Zahl der Todesopfer bereits bei 16.000 lag, sagte der internationale Sprecher der israelischen Armee, Jonathan #Conricus, gegenüber CNN, dass Israel für jeden getöteten Militanten zwei Zivilisten getötet habe – ein Verhältnis, das er als „enorm positiv” bezeichnete. Im Mai 2024, als die Zahl der Todesopfer bei 35.000 lag, behauptete Premierminister Benjamin #Netanjahu, dass das Verhältnis tatsächlich näher bei 1:1 liege, eine Behauptung, die er im September desselben Jahres wiederholte.Die genaue Zahl der Militanten, die Israel seit dem 7. Oktober getötet haben will, schwankt scheinbar ohne jede Logik. Im November 2023 deutete ein hochrangiger Sicherheitsbeamter gegenüber der israelischen Nachrichtenseite #Ynet an, dass Israel bereits über 10.000 Militante getötet habe. In einer offiziellen militärischen Einschätzung, die der Regierung im folgenden Monat vorgelegt wurde, sank diese Zahl auf 7.860.
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Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages "Israeli army database suggests at least 83% of Gaza dead were civilians" von Yuval Abraham in +972 Magazine, 21. August 2025
@israel @palestine @gaza #CapitalismIsADeathCult #StopTheWar
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Wenn Trump von den neuen Eigentümern von CBS spricht, meint er Skydance, ein von Risikokapital finanziertes Medienunternehmen mit wenig Erfolg, das zufällig von David Ellison, dem Sohn des Trump-Verbündeten und Oracle-Mitbegründers Larry Ellison, gegründet wurde und geleitet wird. Das fängt ja schon mal nicht gut an, oder? Ich sollte auch erwähnen, dass die Finanzierung dieser Fusion zum großen Teil von der Private-Equity-Investmentfirma RedBird Capital Partners kommt, die auch dabei ist, die britische faschistische Propagandaplatform The Telegraph zu kaufen. Angesichts dessen und der Tatsache, dass wir wissen, dass „Anliegen, die den Präsidenten interessieren“ so ziemlich „Nazi-Kult um Trump“ bedeuten, muss man sich fragen, wie sehr der Schweinekaiser die neuen Chefs von Paramount Global unter Druck setzen musste, um die versprochenen Sendezeit im Wert von 20 Millionen Dollar zu bekommen.Von hier aus sieht es ganz so aus, als hätte Trump nicht nur Colbert aus dem Weg geräumt, sondern auch die ideologischen Spielregeln bei CBS direkt zu seinen Gunsten verschoben. Diese Vermutung erscheint besonders plausibel, wenn man die Berichte über die Versprechen betrachtet, die die neuen Eigentümer von Paramount gegenüber Trumps Federal Communications Commission gemacht haben, wie CBS News unter der Leitung von Skydance geführt werden soll, sowie die Absicht des neu fusionierten Unternehmens, die DEI-Richtlinien aufzuheben.
„Skydance hat der Federal Communications Commission mitgeteilt, dass es nach Abschluss der Übernahme von Paramount Global eine „umfassende Überprüfung” von CBS einleiten wird, um sicherzustellen, dass der Sender im öffentlichen Interesse arbeitet, und dass es einen Ombudsmann einstellen wird, der direkt an den Präsidenten von CBS News berichtet und „alle Beschwerden über Voreingenommenheit oder andere Bedenken” in der Nachrichtenredaktion entgegennimmt und bewertet.
Die Ombudsmann-Funktion wird für mindestens zwei Jahre garantiert, wobei die Führung von CBS News sich verpflichtet, alle Beschwerden „sorgfältig zu prüfen”.
Skydance hat sich außerdem dazu verpflichtet, alle Initiativen für Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion (DEI) im Unternehmen abzuschaffen und schreibt in einem Brief: „Das Unternehmen setzt sich dafür ein, dass seine Berichterstattung die vielen Zielgruppen und Gemeinschaften, denen es dient, in einer Weise widerspiegelt, die den Anforderungen der Nichtdiskriminierung und anderen geltenden Gesetzen entspricht.”
Im Gegensatz zu vielen Amerikanern spreche ich fließend „blutleckeres Unternehmensvampirisch“, und für mich klingt das ganz danach, als verspreche Skydance, CBS von Kritikern des Trump-Regimes zu säubern und eine Verbindung herzustellen, um die Beschwerden des Schweinekaisers über die Berichterstattung des Senders direkt an die Geschäftsleitung weiterzuleiten. Wenn man dann noch die sofortige ideologische Kapitulation des neuen Unternehmens vor Trumps Rachefeldzug gegen #Diversitätsprogramme hinzunimmt, hat man ein pro-Trump-Nachrichtensender, der am Ende wahrscheinlich wie eine Light-Version von Fox News aussehen wird. Und diese Verwandlung eines Medienunternehmens, das zu seinen hartnäckigsten Kritikern gehörte, in einen ideologischen Verbündeten durch die Macht des Kapitals und der Exekutive wäre wiederum Trumps bislang größter Triumph in seinem offenen Krieg um die Kontrolle der US-Kultur und würde die akzeptablen Grenzen des Diskurses zugunsten einer faschistischen Diktatur neu definieren.
Wenn NIMBY-Reaktionen auf faschistische Absichten treffen
Eines der beunruhigendsten Dinge am Aufstieg des Trumpenreich-Regimes zu einer Position mit enormer und ständig wachsender Macht im amerikanischen Leben ist die Art und Weise, wie die offene faschistische Agenda dieser Regierung den bereits bestehenden amerikanischen Polizeistaat integriert und ausbaut und ihn in noch extremere Bahnen lenkt als ihre Vorgänger. Das macht die Analyse praktisch jeder politischen Erklärung oder Durchführungsverordnung von Trumpenreich zu einem Ratespiel, bei dem man alle möglichen Ergebnisse berücksichtigen muss, von reaktionärem Business as usual bis hin zu einer vollwertigen Nazi-#Polizeistaatsdiktatur unter permanenten quasi-maritimen Gesetzen.
Daher denke ich, dass eine kürzlich erlassene Verordnung von Schweinekaiser Trump, die darauf abzielt, Obdachlosigkeit und psychische Erkrankungen auf nationaler Ebene effektiv zu kriminalisieren, in unserer Debatte wahrscheinlich mehr Beachtung finden sollte, als dies derzeit der Fall ist. Was Trump hier versucht, ist ein gutes Beispiel dafür, wie schreckliche reaktionäre #NIMBY-Politiken der „harten Liebe” und der „Gemeinschaftssicherheit” mit sehr geringem Aufwand oder nur geringfügigen Änderungen in der Praxis einer faschistischen, eliminatorischen und eugenischen Agenda dienen können.
„Befürworter der psychischen Gesundheit und #Obdachlose haben US-Präsident Donald Trump am Donnerstag wegen seiner Verordnung mit dem Titel „Beendigung von #Kriminalität und Unruhen auf Amerikas Straßen“ scharf kritisiert.
Trumps Verordnung weist die US-Justizministerin Pam #Bondi an, Maßnahmen zu beenden, die die Regierung daran hindern, „Personen auf der Straße, die eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellen“, in Einrichtungen unterzubringen. Sie soll auch mit anderen Kabinettsmitgliedern zusammenarbeiten, „um Zuschüsse für Bundesstaaten und Kommunen zu priorisieren, die Verbote des offenen Konsums illegaler #Drogen, des #Campings und #Herumlungerns in Städten sowie der #Hausbesetzung durchsetzen und den Aufenthaltsort von Sexualstraftätern verfolgen“.
Wie aus einem Informationsblatt des Weißen Hauses hervorgeht, werden mit der Anordnung auch „Mittel umgeleitet, um sicherzustellen, dass Personen, die auf der Straße campen, die öffentliche Ordnung stören und an schweren psychischen #Erkrankungen oder #Suchterkrankungen leiden, in #Behandlungszentren, ambulante Einrichtungen oder andere Einrichtungen gebracht werden“. Außerdem wird sichergestellt, dass die #Fördermittel nicht „zur Finanzierung von #Drogenkonsumräumen oder illegalen #Drogenkonsum“ verwendet werden.
Es ist erwähnenswert, dass Trumps Strategie hier in allen Punkten, von der Kriminalisierung obdachloser Menschen durch das katastrophale Urteil des Roberts-Gerichtshofs in der Rechtssache Grants #Pass v. #Johnson bis hin zur Verwendung von Bundesmitteln als Kombination aus Zuckerbrot und Peitsche, um einzelne Kommunalverwaltungen zur Einführung von repressiven, karzeralen, NIMBY-Politik gegenüber Obdachlosen, Menschen mit Drogenproblemen und psychischen Erkrankungen, spiegelt die Taktik wider, die der kalifornische Gouverneur Gavin #Newsome in den letzten achtzehn Monaten in seinem Bundesstaat verfolgt hat; eine Politik, für die ich ihn zu Recht als Faschisten und Monster bezeichnet habe. Angesichts der Tatsache, dass dieselben objektiv ineffektiven, autoritären und karzeralen Lösungen für Probleme, die letztlich sowohl ein Versagen des Kapitalismus als auch des Staates darstellen, überall im angelsächsischen Raum (insbesondere in Kanada und Großbritannien) umgesetzt werden, war es wohl unvermeidlich, dass das faschistische Trumpenreich diese Gelegenheit nutzen würde, um auch in unserem Land mehr Macht über die Politik der lokalen Regierungen zu erlangen. Alles, was Trump dabei hilft, die Idee zu etablieren, dass jede politische Instanz in den Vereinigten Staaten tun muss, was er sagt, wird von seinem Regime begrüßt werden.
Selbst wenn ich dem Trumpenreich die völlig unberechtigte Annahme zugestehe, dass dies alles nur die gleiche NIMBY-Scheiße ist, mit der man eine #Wohnungskrise, eine #Opioidkrise und eine Krise der psychischen #Gesundheitsversorgung ignoriert, die durch kapitalistische #Ausbeutung und #Sparpolitik auf staatlicher Ebene verursacht wurden, ist die Realität, dass dieser faschistische Polizeistaat-Quatsch nicht funktioniert. Obdachlose finden nicht einfach so einen neuen Platz zum Leben, wenn man ihre Zeltlager räumt oder Gesetze gegen #Landstreicherei streng durchsetzt. Menschen mit Drogenproblemen in Gefängnisse zu stecken, um sie zu rehabilitieren, ist eine lächerlich schlechte Methode, um Sucht zu behandeln. Menschen mit psychischen Problemen in #Anstalten zu stecken, ist ein unbeschreiblich schlechter und grausamer Ersatz für die Finanzierung von Programmen zur psychischen Gesundheitsversorgung, die diesen Menschen ein gesundes Leben in unseren Gemeinden ermöglichen würden. Wenn das, was Trump hier vorschlägt, eine Lösung sein soll, dann ist es keine Lösung für die Probleme, die das Regime angeblich lösen will.
In der realen Welt sind wir aber nicht verpflichtet, so zu tun, als wüssten wir nicht, dass das Trumpenreich sich einen Dreck um sicherere Gemeinden, die Bekämpfung der Drogenabhängigkeit oder die Hilfe für Menschen mit psychischen Problemen schert. Tatsächlich handelt es sich hier um ein faschistisches Regime, das bereits seine Bereitschaft gezeigt hat, unter falschen Vorwänden gegen seine politischen Feinde vorzugehen, und das immer wieder davon redet, Transmenschen und Menschen mit Autismus in „therapeutischen Arbeitsfarmen” einzusperren. Glaubst du, dass eine autoritäre, weiße nationalistische Regierung, die kürzlich abgeschobene #Migranten als #Arbeitskräfte ersetzen will, diesen #Arbeitskräftemangel mit inhaftierten Obdachlosen lösen will? Wer entscheidet, was ein #Drogenkonsument und was ein Süchtiger ist? Wer entscheidet, wer „psychisch krank” ist und wer nur einen schlechten Tag hat? Glaubt irgendjemand, dass es eine gute Idee ist, Trump oder einen seiner Nazi-Schergen, die für sein Regime arbeiten, über solche Dinge entscheiden zu lassen? Ja, ich auch nicht.
Trump spürt den Druck wegen des Völkermords in Gaza
Sechs Monate nach Beginn der zweiten Amtszeit von Trump wird immer deutlicher, dass der Schweinekaiser, wenn er das Land verlässt, in einem unbewachten Moment etwas sagen wird, das die Position des Trump-Regimes in der Außenpolitik oder den Handelsbeziehungen grundlegend verändern wird. Das heißt, so sehr ich auch die jüngste gegenseitige öffentliche Handlanger-Tour von Dowmarket #Mussolini und dem britischen Premierminister Keir #Starmer ignorieren wollte, wusste ich doch, dass Trump früher oder später etwas sagen würde, womit niemand gerechnet hatte, und dass es sofort zu internationalen Schlagzeilen werden würde. Habe ich erwartet, dass es gute Nachrichten sein würden? Nein, habe ich nicht.
Ich habe jedoch eine angenehme Überraschung für uns alle, denn diesmal hat Trump etwas gesagt, das die Position seiner Regierung zur anhaltenden Blockade Israels und zur von ihm verursachten #Hungersnot im #Gazastreifen grundlegend untergräbt. Auch wenn es wahrscheinlich noch zu früh ist, um die nächsten Schritte des Regimes vorherzusagen, hat Trumps unbedachter Ausrutscher in #Schottland das Potenzial, die gesamte Position des Regimes zum von den USA unterstützten #Völkermord Israels an den Palästinensern im Gazastreifen zum Einsturz zu bringen.
„Der US-Präsident sagte Reportern, dass Israel „eine große Verantwortung“ für die Krise trage, und wies damit #Netanjahu zurück, der am Montag behauptet hatte, es gebe „keine Hungersnot in #Gaza“.
Auf die Frage, ob er dieser Einschätzung zustimme, antwortete Trump: „Ich weiß es nicht. Nach dem, was ich im Fernsehen gesehen habe, würde ich sagen, nicht besonders, denn diese Kinder sehen sehr hungrig aus.“
Später fügte er hinzu: „Wir können viele Menschen retten, ich meine einige dieser Kinder. Das ist echte Hungersnot; ich sehe es, und das kann man nicht vortäuschen. Deshalb werden wir uns noch stärker engagieren.“
Auf die Frage, was er Netanjahu bei ihrem nächsten Gespräch sagen werde, antwortete Trump: „Wir geben Geld und wir geben Lebensmittel, aber wir sind hier ... Ich möchte, dass er dafür sorgt, dass sie die Lebensmittel bekommen. Ich möchte sicherstellen, dass sie die Lebensmittel bekommen, jedes Gramm davon.“
Was Trump hier gerade gesagt hat, ist umwerfend, weil es in direktem Widerspruch zu den Erklärungen seines Außenministeriums steht, wie die Regierung die Unterstützung und Mitschuld des Regimes sowohl an der Hungersnot verursachenden Blockade des Gazastreifens durch Israel als auch an dem größeren Völkermord, den wir ihnen helfen zu begehen, begründet hat. Wie der Artikel feststellt, widersprechen Trumps Aussagen auch offen und absichtlich der Erklärung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, es sei „eine dreiste Lüge“ zu behaupten, Israel verursache Hunger in Gaza. Hat Trump versucht, die Verantwortung für eine anhaltende, von seiner Regierung mit Freude unterstützte Hungersnot abzuschieben, bis zu viele Bilder von hungernden Babys ihren Weg in den Mainstream-Diskurs gefunden haben? Aber klar doch. Versucht der Schweinekaiser, seinen fettigen Kadaver durch ein Nadelöhr zu zwängen, um sich gegen die Hungersnot zu stellen, die wir alle sehen können und die #Israel verursacht, während er weiterhin die gnadenlose militärische #Vernichtungskampagne der #IDF gegen die #Palästinenser im Gazastreifen unterstützt? Das hat er ganz sicher getan; aber das bedeutet nicht, dass diese Position für Trump oder die anderen Schweineimperialismus-Nationen, die den #Völkermord Israels unterstützen, tatsächlich haltbar ist.
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„Der Tod ist würdiger als dieses Leben“: Israels Hungerkampagne verwüstet Gaza
Die Schreie hungriger Kinder hallen durch die Zeltlager in #Gaza-Stadt, wo allein in den letzten fünf Tagen über 50 #Palästinenser verhungert sind.
Wie alle Eltern hofften auch der 34-jährige Ahmed Draimli und seine Frau Waid, dass ihr erstgeborener Sohn Zain gesund, stark und voller Lebensfreude aufwachsen würde. Doch im vergangenen September, kurz nach seiner Geburt im Al-#Sahaba Medical Complex in Gaza-Stadt, stellten Ärzte fest, dass Zain eine bakterielle Infektion im Blut hatte. Sie sagten, dass dies wahrscheinlich auf ein geschwächtes Immunsystem zurückzuführen sei – eine Folge der #Unterernährung während Waids #Schwangerschaft. „Während der Schwangerschaft habe ich mein Bestes getan, um alles zu kaufen, was ich konnte: Eier, Kartoffeln, alles, was gesund ist. Aber es war nicht nur teuer, oft gab es in den Geschäften einfach nichts zu essen“, erzählte Draimli +972.
„Waid hat während der Schwangerschaft viele Haare verloren und hatte schreckliche Knochenschmerzen.“
Waid litt auch unter der langen Einwirkung von Holzrauch, der zum Kochen verwendet wurde, und dem allgegenwärtigen Staub und Schutt von den israelischen #Bombardements in der Nähe, da sie in ihrem Haus im Stadtteil Al-#Daraj im Osten von Gaza-Stadt Zuflucht gesucht hatten. „Sie haben unser Viertel dreimal angegriffen“, erklärte Draimli.
In den ersten Monaten seines Lebens war Zains Gesundheitszustand sehr labil. Waid hatte aufgrund ihrer eigenen schlechten #Ernährung Probleme mit dem Stillen, und #Säuglingsnahrung war knapp. Der Säugling weinte ununterbrochen: Er hatte Schmerzen und oft hohes Fieber. Draimli erinnert sich, dass er kurz nach seiner Geburt „17 Tage lang im #Krankenhaus der [Patient Friend’s Benevolent Society] blieb und über eine Infusion ernährt wurde. Die Ärzte entließen ihn schließlich, aber sein Fieber kam immer wieder zurück.“
Sie brachten ihn immer wieder ins Krankenhaus im Zentrum von Gaza-Stadt. Manchmal sagten die Ärzte, sein Zustand sei stabil und er brauche nur die richtige #Ernährung. Ein anderes Mal vermuteten sie eine ernstere Erkrankung, konnten dies aber ohne MRT-Untersuchung nicht bestätigen – und das einzige Gerät war bei einem israelischen Luftangriff zerstört worden. Schließlich entschieden die Ärzte, dass Zain dringend ins Ausland überwiesen werden müsse, was angesichts der geschlossenen Grenzen unmöglich war.
Ende März verschlechterte sich Zains Zustand. Am 17. Juli begannen seine Organe zu versagen. Waid brachte ihn ins Krankenhaus, wo die Ärzte ihn an ein #Beatmungsgerät anschlossen.
„Wir dachten, es wäre wie all die anderen Male“, erklärte Draimli.
„Aber nur wenige Minuten später starb er. Waid rief mich an, und ich brach zusammen. Als ich im #Krankenhaus ankam, lag sie immer noch auf dem Boden und umklammerte seinen Körper.“
Seit Beginn des Krieges Israels im Oktober 2023 sind laut Angaben des Gesundheitsministeriums von Gaza mindestens 122 Menschen, darunter mehr als 83 Kinder, in Gaza an #Hunger gestorben – 54 davon allein seit Montag. Mittlerweile haben mehr als 100 internationale #Hilfsorganisationen davor gewarnt, dass Gaza vor einer „#Massenhungersnot“ steht. Die #UNO berichtet, dass jedes fünfte Kind in Gaza-Stadt unterernährt ist und die Zahl der Fälle täglich steigt.
Trotz der seit Ende Mai nur eingeschränkten Einreise von humanitären Hilfsgüter-Lkws haben die anhaltenden israelischen Angriffe auf #Zivilisten, die an den Standorten der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) Hilfe suchen, in Verbindung mit der Behinderung humanitärer Organisationen, die versuchen, lebensrettende Hilfe zu leisten, die Zahl der Todesopfer weiter in die Höhe getrieben und die Mehrheit der Bevölkerung ohne Zugang zu Nahrungsmitteln zurückgelassen.
„Die #Hungersnot verschärft sich und breitet sich im gesamten #Gazastreifen aus, zeitgleich mit der vollständigen Schließung aller Grenzübergänge durch die israelische #Besatzungsmacht seit 145 Tagen“, schrieb das Medienbüro der Regierung in Gaza gestern in einer dringenden Erklärung. „Wir rufen alle Länder der Welt ohne Ausnahme dazu auf, die #Blockade sofort zu beenden, die Grenzübergänge dauerhaft zu öffnen und die Einfuhr von #Babynahrung und #Hilfsgütern für mehr als 2,4 Millionen Menschen, die im Gazastreifen festsitzen, zu ermöglichen.“
Wie so viele in Gaza starb Zain an einer Kombination aus vermeidbaren Komplikationen, die alle durch den Mangel an #Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung verschlimmert wurden. „Er war alles für mich und meine Frau. Er war das Licht unseres Hauses“, sagte Draimli. „Ich hoffe, dass kein Kind auf dieser Welt so stirbt wie mein Sohn.“
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Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages ‘Death has more dignity than this life’: Israel’s starvation campaign ravages Gaza von Ahmed Ahmed, via @972mag
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Basisinitiative in Gaza gestartet, damit hungernde Palästinenser* humanitäre Hilfe bekommen
Stammes- und Gemeindevorsteher in Gaza tun sich zusammen, um Hilfskonvois zu schützen, nachdem bei täglichen Massakern an Hilfslieferungen über 500 Menschen getötet wurden.
GAZA-STADT – Einflussreiche Clans, Stämme und Gemeindevorsteher in Gaza haben sich zusammengetan, um eine unabhängige Initiative zu starten, die Hilfskonvois schützen und Chaos und Plünderungen verhindern soll. Das kommt einen Monat, nachdem die USA und Israel ein sogenanntes „Hilfsgüterverteilungsprojekt” gestartet haben, das es den israelischen Streitkräften ermöglicht, jeden Tag hungernde Palästinenser zu töten, die verzweifelt versuchen, Lebensmittel für ihre Familien zu beschaffen. Seit Beginn dieser „Hilfsgüterverteilungsfarce” haben israelische Streitkräfte mindestens 549 Menschen getötet.Am Dienstag hat die Nationale Versammlung palästinensischer #Stämme, #Clans und #Familien in Gaza-Stadt ein Treffen einberufen, um die Initiative zu starten. „Diese Lastwagen, die im belagerten Gaza ankommen – das seit 90 Tagen von unserem Feind ausgehungert wird – müssen ihre rechtmäßigen Empfänger erreichen, die Bedürftigen“, sagte Abu Salman al-#Mughni, ein #Stammesführer. „Sie dürfen nicht an eine korrupte Gruppe von Dieben und skrupellosen Händlern fallen, die sie auf den Märkten zu unerschwinglichen Preisen verkaufen, die sich niemand leisten kann. Aus diesem Grund haben sich die Stämme aller Fraktionen zusammengeschlossen, um diese Lastwagen zu sichern und dafür zu sorgen, dass sie die Lagerhäuser erreichen und dann fair an alle unsere Leute verteilt werden.“
Die Bemühungen waren erfolgreich, und eine seltene Lieferung von Dutzenden von UN-Hilfslastwagen, die am Mittwoch über den Grenzübergang #Zikim einfuhren, konnte gesichert werden. ohne Zwischenfälle durch die Küstenstraße Rashid Street fahren und in den UN-Lagerhäusern ankommen, wo die Menschen Schlange standen, um die #Hilfsgüter zu erhalten. Die Stammes- und #Gemeindevorsteher hinderten Menschenmengen daran, sich dem Gebiet zu nähern, durch das die Lastwagen fuhren, indem sie eine Reihe von Barrikaden errichteten und Menschenketten bildeten. Männer, die den Stämmen angehörten, kletterten auf die Lastwagen – einige mit Stöcken, andere mit Gewehren bewaffnet –, um die Lastwagen zu den Lagerhäusern zu eskortieren.
Das Ganze war ein krasser Gegensatz zu früheren Szenen, als es kein Verteilungssystem gab und Tausende verzweifelte Menschen die Hilfskonvois überrannten, woraufhin israelische #Soldaten wahllos das Feuer eröffneten und täglich Dutzende #Palästinenser töteten.
„Wir raten allen, ihren Söhnen und Jugendlichen klar zu sagen, dass sie nicht in die Todesfallen gehen sollen“, sagte Abu Samed Abu #Rawaa, ein weiterer Stammesführer, der an den Bemühungen beteiligt war, gegenüber Drop Site. „Wir sind der Schutzschild. Alle müssen verstehen, dass es die Besatzer sind, die Chaos verbreiten wollen – sie sind es, die wollen, dass unser Volk so erscheint ... dass unser Volk als barbarisch dargestellt wird.“
Die prominenteste Person in Gaza, die der Plünderung von Hilfsgüterlastwagen beschuldigt wird, ist Yasser Abu #Shabab, ein 32-Jähriger, der zuvor in Gaza wegen #Drogenhandels inhaftiert war. Abu Shabab ist jetzt der Anführer einer mächtigen Gruppe namens „Anti-Terror-Dienst“, die vom israelischen Militär bewaffnet wird und weithin der #Plünderung von Hilfskonvois beschuldigt wird.
In ihren Äußerungen nannten Stammes- und Clanführer Abu Shabab namentlich und warnten, dass jeder, der mit ihm in Verbindung steht, hart bestraft werden würde. „[Israel] hat diesen entehrten und verurteilten Abu Shabab unterstützt, um #Korruption im Land zu verbreiten“, sagte Dr. Alaa El-Din Al-#Aklouk, ein führendes Mitglied der Nationalen Versammlung palästinensischer Stämme, Clans und Familien. „Einige unserer Söhne und Familienmitglieder schließen sich Abu Shabab an und laufen herum, um Leute zu rekrutieren. Ihr Männer müsst eure Söhne und Jugendlichen ermahnen, sich von diesem schmutzigen Keim fernzuhalten, der von der Besatzung geschaffen wurde.“ In Anlehnung an Kommentare israelischer Beamter hat Shabab die Hamas beschuldigt, Hilfsgüterlastwagen geplündert zu haben, ohne dafür Beweise vorzulegen – eine Behauptung, die sowohl die UNO als auch internationale Organisationen zurückgewiesen haben.
Nur wenige Stunden nach dem Start der Initiative von Stämmen und Gemeinden zur Sicherung der Hilfskonvois am Mittwoch gaben der israelische Ministerpräsident Benjamin #Netanjahu und Verteidigungsminister Israel #Katz eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie die Hamas des Diebstahls der Hilfsgüter beschuldigten und das israelische Militär anwiesen, dies zu verhindern.
Als Reaktion darauf erklärte das Regierungsmedienbüro in Gaza, die israelische #Regierung verbreite „Lügen“, um „die fortgesetzte Blockade, die Aushungerung und die Verhinderung humanitärer Hilfe zu legitimieren“.
„Für wen ist diese Tragödie?“
#Israel hat am 2. März eine vollständige #Blockade des Gazastreifens verhängt, bei der fast drei Monate lang keine #Lebensmittel, medizinische #Hilfsgüter, #Treibstoff oder andere humanitäre Güter eingeführt werden durften – die längste vollständige Blockade seit Beginn des genozidalen Angriffs Israels. Die israelische Blockade brachte die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens an den Rand einer Hungersnot, wobei unterernährte Kinder an Hunger starben.
Am 27. Mai begann die von den #USA und #Israel unterstützte Gaza Humanitarian Foundation (GHF) mit der Verteilung einer winzigen Menge an Hilfsgütern über vier militarisierte Verteilungszentren, drei in abgelegenen Teilen des südlichen Gazastreifens und eines in der Nähe von Wadi Gaza. Das Projekt wurde von den Vereinten Nationen und internationalen Organisationen, die zuvor die Verteilung der Hilfsgüter im Gazastreifen geleitet hatten, als Instrumentalisierung der Hilfe verurteilt. Tausende verzweifelte Palästinenser mussten stundenlang durch israelische Militärzonen laufen, um die Verteilungszentren zu erreichen. Unabhängig vom GHF-System wurde auch einer kleinen Anzahl von UN-Hilfsgüterlastwagen, die hauptsächlich Mehl transportierten, sporadisch die Einfahrt gewährt. Die Gesamtmenge der verteilten Hilfsgüter reicht laut UN bei weitem nicht aus, um eine #Massenhungersnot abzuwenden.
Israelische Truppen haben täglich sowohl an den
GHF-Verteilungsstellen als auch in deren Nähe und bei der Versammlung von Menschen in der Nähe der UN-Hilfstrucks mit Panzern und Quadcoptern auf die Menschen geschossen, sie beschossen und angegriffen. In den letzten vier Wochen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza mindestens 549 Palästinenser getötet und über 4.066 verletzt, in Vorfällen, die mittlerweile allgemein als „Hilfsgütermassaker“ bezeichnet werden.
Die humanitäre Organisation Ärzte ohne Grenzen (bekannt unter ihrem französischen Akronym MSF) bezeichnete das Hilfsprogramm der GHF als „unter humanitären Vorwänden begangenen Massaker” und forderte dessen „sofortige Einstellung”. In einer Erklärung vom Freitag erklärte die Organisation, die GHF „erniedrige die Palästinenser absichtlich, indem sie sie zwinge, zwischen Hunger und dem Risiko, ihr Leben für minimale Versorgungsgüter zu riskieren, zu wählen”.
Letzte Woche genehmigten das Weiße Haus und das Außenministerium eine #USAID-Zuwendung in Höhe von 30 Millionen Dollar für die GHF, mit der Möglichkeit einer zusätzlichen monatlichen Zuwendung in Höhe von 30 Millionen Dollar.
Der Vorstandsvorsitzende der GHF, Johnnie #Moore – ein evangelikaler #Christ und ehemaliger Berater von #Trump – wies alle Kritik an der GHF zurück und wiederholte die israelischen Argumente, die die massenhafte Tötung von Zivilisten durch israelische Truppen in oder in der Nähe von GHF-Zentren leugnen. „Die Unterstützung der #USA für diese Bemühungen ist der beste Beweis dafür, dass sie tatsächlich funktionieren, trotz einer sehr gezielten #Desinformationskampagne, die darauf abzielt, unsere Bemühungen zu unterbinden“, sagte Moore am Freitag in einem Fernsehinterview mit #Sky News. „Die #IDF ist eine professionelle Armee. Die #Hamas verletzt absichtlich Menschen, um unsere Bemühungen zu diffamieren.“
Seine Kommentare kamen trotz Enthüllungen, die #Haaretz am Freitag veröffentlichte und die bestätigten, was Palästinenser in Gaza seit vier Wochen sagen – dass israelische #Soldaten das Feuer auf unbewaffnete Palästinenser eröffnen, die sich in der Nähe von #Lebensmittelverteilungsstellen versammeln, selbst wenn sie keine Bedrohung darstellen. In dem Bericht sagten #Soldaten, israelische Kommandeure hätten den Truppen befohlen, auf #Zivilisten zu schießen, die sich #Hilfsstellen nähern, bevor diese öffnen oder nachdem sie geschlossen haben – mit Maschinengewehren, Mörsern und Granaten. Soldaten beschrieben systematischen #Schusswaffengebrauch, auch aus Panzern, und sagten, die Tötungen seien keine Einzelfälle, sondern Teil einer Strategie namens „Operation Salted Fish“ – die israelische Version von „Rot, grün, los“. „Wir schießen, sie rennen, wir schießen wieder“, sagte ein Soldat. „Das ist unsere Kommunikation.“
Die Vereinigung der Stammes- und Gemeindevorsteher hat erklärt, sie werde ihre Bemühungen fortsetzen, die begrenzten Hilfslieferungen, die nach Gaza gelangen dürfen, zu schützen und zu organisieren. „Wir versprechen, unserem Volk während dieser ungerechten Belagerung zur Seite zu stehen“, sagte al-Mughni. „Jeden Tag verlieren wir 40 oder 50 Märtyrer. Für wen ist diese Tragödie? Und zu welchem Preis? Wir müssen diesem zerstörerischen Phänomen ein Ende setzen.“
Quelle: Abdel Qader Sabbah, Sharif Abdel Kouddous und Jawa Ahmad, 27. Juni 2025 via substack: Gaza’s Grassroots Effort to Ensure Humanitarian Aid Reaches Starving Palestinians
Übersetzung: Thomas Trueten [Mit freundlicher Genehmigung]
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Die Belagerung von Gaza durchbrechen
Die Abfangung der #Madleen durch #Israel und das harte Vorgehen Ägyptens gegen Tausende, die nach #Rafah marschierten, werden den Widerstand gegen die systematische Aushungerung nicht stoppen.Letzte Woche haben sich über 4.000 Menschen in #Kairo versammelt, um gemeinsam zu Fuß nach #Gaza zu marschieren und die sofortige Einreise der Lkw mit humanitären Hilfsgütern zu fordern, die an der Grenze in Rafah auf die Genehmigung der israelischen R#egierung warten. Einige sind mit dem Flugzeug aus #Europa, #Asien und #Amerika angereist, weitere tausend sind mit dem #Sumud-Konvoi aus #Algerien über #Libyen und #Ägypten gekommen.
„Wir werden alle zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte Saif #Abukeshek, einer der Organisatoren des #GlobalMarchtoGaza. „Wenn wir einfach weiter schweigen, wird nichts von uns übrig bleiben.“
Am ersten Tag des Marsches wurden an zwei Kontrollpunkten auf der #Sinai-Halbinsel Aktivisten festgenommen und daran gehindert, weiterzugehen, insbesondere am #Kontrollpunkt Al-Ismailia am 13. Juni. 1.000 Menschen wurden angehalten und einige von der P#olizei in Busse gepfercht, die #Gewalt gegen diejenigen anwendete, die bleiben wollten. Bei Einbruch der Dunkelheit schickte die Polizei #Provokateure in Zivil, die die Menschen angriffen, die außerhalb des Kontrollpunkts auf dem Boden saßen.
Von Teilnehmern geteilte Videos zeigen deutlich eine Gruppe weiß gekleideter Männer, die von der Polizei verfolgt werden und Müll und offenbar Wasser auf die Aktivisten werfen. Die ägyptischen Behörden beschlagnahmten die Pässe derjenigen, die den Kontrollpunkt passieren wollten, und die #Sicherheitskräfte wurden angewiesen, Gewalt anzuwenden, falls die #Demonstranten versuchen sollten, den Kontrollpunkt gewaltsam zu passieren.
Noch bevor der Marsch überhaupt begonnen hatte, tauchten Polizisten in Zivil in Kairos Hotels auf, mit einer Liste von Namen von Personen, die verhört, festgenommen oder abgeschoben werden sollten. Hunderte von Menschen wurden an Flughäfen in Ägypten festgenommen, obwohl die Behörden keine rechtlichen Gründe dafür nannten. Gegen niemanden am Kontrollpunkt wurde Anklage erhoben, doch es ist klar, dass Ägypten den Drohungen des israelischen Verteidigungsministers mit einer militärischen #Intervention nachgegeben hat.
„Wir sind gekommen, um Gaza zu unterstützen“, sagte Melanie Johanna #Schweizer, Sprecherin von #GlobalMarch, „und wir stehen immer noch hier. Wir werden uns neu formieren, uns gegenseitig unterstützen und diese Botschaft weiter verbreiten. Was wir hier erleben, ist nichts im Vergleich zu dem, was die #Palästinenser in Gaza jeden Tag erleben.“
Systematische Aushungerung
Anfang 2025 trat im israelischen #Parlament die Kriminalisierung des Hilfswerks der Vereinten Nationen für #Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) in Kraft, die es der UN-Organisation verbietet, innerhalb des Staates Israel tätig zu sein, und der Regierung jegliche Kommunikation mit der #UNRWA untersagt. Dies war die Zeit des Waffenstillstands, als etwa 500 bis 600 Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern in den #Gazastreifen einfahren durften.
Etwa einen Monat später wurde die Gaza Humanitarian Foundation (GHF) in #Delaware (USA) und #Genf (Schweiz) gegründet. Diese aus verschiedenen Briefkastenfirmen bestehende und informell von Tony Blair beratene US-amerikanisch-israelische Initiative ersetzte ein 75 Jahre altes humanitäres #Verteilungsnetzwerk durch eine Gruppe bewaffneter Söldner.
Obwohl die UNRWA über das Personal und die Beziehungen zur Bevölkerung verfügt, um die Hilfe für eine hungernde Bevölkerung an über 400 Standorten effektiv und sicher zu verwalten, hat die #GHF stattdessen vier „Mega-Standorte” eingerichtet, an denen Menschen in Pferche und Käfige gepfercht werden. Es gibt nicht genug Vorräte für den Bedarf, und laut dem #Gesundheitsministerium von Gaza sind mehr als 220 Palästinenser bei dem Versuch, Hilfe zu erhalten, ums Leben gekommen.
Anwar Hamad ist eine 38-jährige Mutter aus dem Lager #Jabalya und berichtet einer Feldforscherin von B'Tselem im April von ihren #Lebensbedingungen und dem Kampf um #Nahrung.
„Ich bin Angestellte bei der UNRWA, aber ich kann mein Gehalt nicht von der Bank abheben, weil es kein Bargeld gibt ... Der Hunger, den wir jetzt erleben, ist der schlimmste seit Beginn des Krieges. Das macht uns fertig“, sagt sie, „wir sind alle schwach und abgemagert.“
„Wie lange soll das noch so weitergehen? Ich bin nur eine von zwei Millionen Menschen, die im Gazastreifen festsitzen. Wir sind mit #Bombenangriffen und Morden, Hunger und Durst konfrontiert ... Sie haben uns zu Menschen gemacht, die nur noch von Essen träumen“, sagte Anwer.
Eine Woche vor diesem Interview erklärte der israelische #Verteidigungsminister Israel #Katz, dass die Hilfslieferungen nach Gaza weiterhin blockiert würden, was ein Eingeständnis ist, dass Hunger als Waffe eingesetzt wird. Neun Tage später gab das #Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (#WFP) bekannt, dass alle seine Lagerhäuser in Gaza leer seien. Es war offensichtlich, dass Hunger zu einem kritischen Problem wurde. Warum also hat Israel das einzige wirksame System zur Verteilung von Hilfsgütern in Gaza verboten?
„Die UNRWA“, sagte MK Edelstein bei einer Ausschusssitzung zur #Knesset-Gesetzgebung über die UN-Agentur, „ist nicht nur ein Motor und aktiver Teilnehmer des Terrorismus, sondern auch eine Organisation zur Aufrechterhaltung des #Flüchtlingsstatus.“ Die Debatten sind geheim, aber #Edelstein erlaubte Kobi #Samerano, dem Vater des getöteten israelischen Geisels Yonathan Samerano, sich öffentlich zu äußern.
„Die UNRWA hatte und hat immer noch die Möglichkeit, meinen Sohn zurückzubringen, aber sie entscheidet sich dagegen. Die UNRWA ist eine terroristische Organisation, deren Mitarbeiter am 7. Oktober beteiligt waren“, behauptet Kobi.
„Ich habe viel Gewicht verloren und meine psychische Gesundheit war sehr schlecht“, erzählt Hala Sha’sha’ah gegenüber B’Tselem in Gaza-Stadt. „Ich hatte nicht genug Geld, um Essen und andere lebensnotwendige Dinge zu kaufen. Ich habe mir Geld von Freunden und Verwandten geliehen, nur um zu überleben. Manchmal bekamen wir Essen, manchmal nicht. Aber als der Krieg wieder losging und die Grenzübergänge wieder geschlossen wurden, verschlechterte sich die Lage in jeder Hinsicht.“
Ende Mai drang eine Gruppe von Israelis unter der Führung eines Knesset-Abgeordneten, begleitet von den Medien und unter Beobachtung der Polizei, in das Gelände der UNRWA in #Ostjerusalem ein und erklärte die Einrichtung der Vereinten Nationen in den besetzten palästinensischen Gebieten zu einem neuen israelischen Stadtteil.
Die Frucht eines Lebens
Vor drei Jahren blickte Madelyn Culab vom #Fischereihafen von Gaza-Stadt auf das Mittelmeer. Madelyn war schwanger und legte ihre Hand auf ihren Bauch, während sie auf die Rückkehr ihres Mannes Khadr vom #Fischen wartete. Die #Blockade des Gazastreifens wurde von Israel vor fast zwei Jahrzehnten verhängt und umfasst auch ein Verbot des #Fischfangs vor der Küste des Gazastreifens.
Madelyn fischt seit ihrer Kindheit mit ihrem Vater. „Ich fuhr mit dem Ruderboot aufs Meer hinaus und mein Vater wartete am Strand auf mich. Dann wurde er krank und konnte nicht mehr laufen, also fing ich an, allein zu fischen, um meine Familie zu ernähren“, erzählt Madelyn Maram Humaid für Al-Jazeera.
Nach dem Massaker an 2.200 Palästinensern im Gazastreifen im Jahr 2014 wurden viele #Fischerboote durch israelische #Luftangriffe beschädigt, darunter auch der Motor von Khadr Bakrs Boot. Ohne Boot konnte er nicht fischen. Da traf er Madelyn, die ihm anbot, ihr Boot zu benutzen. Von da an gingen sie zusammen fischen und passten gegenseitig auf, um nicht von der israelischen Marine abgefangen zu werden. Madelyn und Khadr verliebten sich ineinander.
„Fischen ist schön, aber an einem Ort wie dem Meer vor dem Gazastreifen ist es sehr schwierig“, sagte Madelyn im Jahr 2022. Jedes Mal, wenn ein Boot von Israel beschädigt wird, müssen sie 10.000 Dollar leihen, um es zu ersetzen. Doch das Boot ist für seine Einkommensquelle und Ernährung unverzichtbar. „In Gaza ist es schlimm“, sagte sie, „und es wird immer schlimmer.“
Im November 2023 musste Madelyns Familie auf Anweisung der israelischen Armee, die ihnen Sicherheit garantierte, aus Gaza-Stadt nach Khan Yunis fliehen. Humanitäre Korridore wurden eingerichtet und dann bombardiert. Madelyn lebte mit vierzig Menschen in einer kleinen Wohnung, als die Wehen einsetzten.
„Es war eine schwierige, brutale Geburt“, erinnert sich Madelyn. „Keine Schmerzlinderung, keine medizinische Versorgung. Ich musste das Krankenhaus direkt nach der Geburt verlassen. Wegen der vielen Verletzten gab es keine Betten.“
Von Khan Yunis floh Madelyns Familie nach Rafah, Deir el-Balah, #Nuseirat und kehrte dann nach Gaza-Stadt zurück, wo sie jetzt in den Überresten ihres teilweise zerstörten Hauses lebt. Israel hat sowohl ihre Boote als auch einen Lagerraum für die Angelausrüstung zerstört. „Wir haben alles verloren“, sagt Madelyn, „die Früchte eines ganzen Lebens ... jetzt ist Fisch zu teuer, wenn man ihn überhaupt noch findet.“
„Nur wenige Fischer haben noch Ausrüstung, und sie riskieren ihr Leben, um ein bisschen zu fangen. Alles hat sich verändert. Wir sehnen uns jetzt inmitten der #Hungersnot, die wir durchleben, nach Fisch“, sagt sie.
Madelyn wurde zur Inspiration für den Namen „Madleen“ – ein Schiff unter britischer Flagge, das von #Palermo auf #Sizilien aus über das Mittelmeer zur Küste des Gazastreifens fuhr. An Bord waren zwölf Menschen aus Frankreich, #Deutschland, den #Niederlanden, #Brasilien, #Spanien und der #Türkei, darunter der Journalist Yanis #Mhamdi, die symbolische Hilfsgüter für die zwei Millionen hungernden Menschen in Gaza mitbrachten.
Die Symbolik lag darin, die Blockade humanitärer Hilfe zu durchbrechen. Yanis schreibt aus seiner Gefängniszelle in Israel über die Ereignisse. „Am Montag, dem 9. Juni, gegen 2 Uhr morgens stürmte die israelische Armee das Schiff, das sich in internationalen Gewässern befand. Der Angriff erfolgte ohne Vorwarnung, nachdem uns #Drohnen geschickt worden waren. Die #Soldaten enterten das Schiff.“
Die Quadcopter-Drohnen sollen ein unbekanntes weißes Reizmittel über das ganze Schiff versprüht haben, während sie von der israelischen #Marine umzingelt waren. „Einer der Soldaten hat seine Waffe auf mich gerichtet und gedroht zu schießen, wenn ich die Kamera nicht runternehme“, erinnert sich Yanis. Sie wurden mehrere Stunden lang in der Kälte auf See festgehalten und dann, „als die Sonne am höchsten stand“, in der Hitze der Kabinen festgehalten.
Nach ihrer Überführung in den Hafen von Ashdod wurden sie durchsucht und in Gewahrsam genommen. „Zum Glück war ich mit den anderen Mitgliedern der #Segelyacht in einer Zelle ... zum Glück sind wir alle zusammen. Das hält uns aufrecht. Am Mittwoch, dem 11. Juni, brachten die Wachen Tiago (Ávila) in Einzelhaft, weil er sich weigerte zu essen.“
Geiselnahme
Acht der zwölf Passagiere an Bord der Madleen wurden sofort festgenommen, nachdem sie sich geweigert hatten, zu „gestehen“, illegal nach Israel einreisen zu wollen. Vier wurden abgeschoben.Die französische Staatsbürgerin Rima #Hassan wurde in Einzelhaft gesteckt, nachdem sie „Free Palestine“ an die Wände des Gefängnisses geschrieben hatte. Der brasilianische Staatsbürger Thiago #Ávila wurde nach einem #Hungerstreik in Einzelhaft gesteckt. Allen wurde der #Rechtsbeistand verweigert, und sie wurden während ihrer Haft von ihren Freunden und Angehörigen isoliert.
Trotzdem gelang es Thiago, seiner einjährigen Tochter einen Brief aus dem Gefängnis zu schicken. „Es tut mir leid, dass ich gerade nicht bei dir bin, aber Papa versucht, anderen Kindern, die so schön sind wie du, Essen zu bringen, die leider von Leuten ausgehungert werden, die nicht verstehen, dass jeder Mensch das Recht hat, frei zu leben”, schrieb er in einem Brief, der von seiner Frau Lara öffentlich vorgelesen wurde.
„Dein Vater ist einer von Millionen Menschen, die jetzt etwas tun, um die größte Verletzung unserer Generation zu stoppen ... indem sie demonstrieren, Fabriken stören, Medienblockaden durchbrechen und Boykotte organisieren, und vor allem jeden Palästinenser, der seit acht Jahrzehnten unter #Völkermord leidet“, schrieb Thiago.
Nach der Abschiebung von neun Aktivisten sind nur noch drei in Haft, darunter Yanis. „Laut meinem Anwalt“, sagte er, „bin ich der Letzte, der nach Hause darf, damit das den nächsten Journalisten als Beispiel dient.“ Er sollte eigentlich am 13. abreisen, aber die militärische #Eskalation mit dem #Iran und die vorübergehende Schließung der israelischen Flughäfen waren der Grund dafür, dass er über einen Monat länger in Haft blieb. Wie die jüngsten Ereignisse gezeigt haben, konnten sie Israel auf dem Land- oder Seeweg verlassen.
„Das ist keine Inhaftierung“, schreibt die #FreedomFlotillaCoalition in einer Erklärung, „das ist #Geiselnahme.“
Nach intensivem Druck hat die israelische Regierung drei der letzten Gefangenen der Flottille stillschweigend über die Grenze nach #Jordanien entlassen. Der Global March to Gaza wurde daran gehindert, den Sinai zu betreten, da auch die ägyptischen Behörden eine Verantwortung für den Völkermord an ihren Grenzen tragen. „Das sind Menschen, die sich geweigert haben, tatenlos zuzusehen, wie das Völkerrecht ständig verletzt und ein Völkermord an den Palästinensern begangen wird“, sagte Schweizer.
„Sie haben sich entschieden, friedlich und im Rahmen des Gesetzes zu handeln, um die Prinzipien zu verteidigen, für die die Welt angeblich steht“, fügte sie hinzu. „Die Maßnahmen der Marschorganisatoren und der ägyptischen Behörden haben die Botschaften weltweit mit der politischen und moralischen Verpflichtung konfrontiert, die ihre Bürger in der Beendigung des Völkermords an den Palästinensern sehen.“
„Wir leben wieder in Angst und Panik, ohne Sicherheit“, sagte Hala Sha’sha’ah gegenüber B’Tselem. „Die Märkte sind jetzt wieder leer und wir leiden Hunger.“
„Unser Leid ist unermesslich. Unser Leben ist auf das nackte Überleben reduziert“, sagt Hala, „jeder Tag ist ein Kampf um #Essen und #Wasser, um #Brennstoff zum #Kochen und um #Bargeld. Alles ist so schwierig. Jetzt sind 100 Schekel nur noch so viel wert wie 10 Schekel vor dem Krieg. Mit 100 Schekel kann man hier fast nichts mehr kaufen.“
„Wenn die Grenzübergänge geschlossen bleiben und der Krieg weitergeht, werden wir sterben.“
Quelle: Josie Ó Súileabháin, 17. Juni 025: Breaking the siege on Gaza via @freedomnews
Übersetzung: Thomas Trueten
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Israel entwickelt ChatGPT-ähnliches Tool, das die Überwachung von Palästinensern zu einem Mittel der Kriegsführung macht
Die israelische Armee erstellt ein KI-Sprachmodell, das Millionen abgefangener Gespräche zwischen Palästinensern verwendet und den Prozess der Anklage und Verhaftung beschleunigen könnte, wie eine gemeinsame Untersuchung zeigt.
Die israelische #Armee entwickelt ein neues, #ChatGPT-ähnliches KI-Tool und trainiert es mit Millionen arabischer Gespräche, die durch die #Überwachung von Palästinensern in den besetzten Gebieten gewonnen wurden, wie eine Untersuchung des +972 Magazine, Local Call und des Guardian aufdecken konnte.
Das KI-Tool, das unter der #Schirmherrschaft von Unit 8200, einer #Eliteeinheit für #Cyberkriegsführung innerhalb des israelischen #Militärgeheimdienstes, entwickelt wird, ist ein sogenanntes Large Language Model (#LLM): ein maschinelles #Lernprogramm, das in der Lage ist, Informationen zu analysieren und Texte zu generieren, zu übersetzen, vorherzusagen und zusammenzufassen. Während öffentlich zugängliche LLMs, wie die Engine hinter ChatGPT, mit Informationen aus dem Internet trainiert werden, wird das neue Modell, das von der israelischen Armee entwickelt wird, mit riesigen Mengen an Informationen gefüttert, die über das #Alltagsleben der unter #Besatzung lebenden #Palästinenser gesammelt wurden.
Die Existenz des LLM der Einheit 8200 wurde gegenüber +972, Local Call, und dem Guardian von drei israelischen #Sicherheitsquellen bestätigt, die über die Entwicklung des Modells informiert sind. Das Modell wurde in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres noch trainiert, und es ist unklar, ob es bereits eingesetzt wurde oder wie genau die Armee es einsetzen wird. Quellen erklärten jedoch, dass ein entscheidender Vorteil für die #Armee in der Fähigkeit des #Tools bestehen wird, große Mengen an #Überwachungsmaterial schnell zu verarbeiten, um „Fragen zu bestimmten Personen zu beantworten“. Wenn man bedenkt, wie die Armee bereits kleinere #Sprachmodelle einsetzt, ist es wahrscheinlich, dass das LLM die #Beschuldigung und #Verhaftung von Palästinensern durch #Israel weiter ausweiten könnte.
„KI verstärkt die Macht“, erklärte eine #Geheimdienstquelle, die die Entwicklung von Sprachmodellen durch die israelische Armee in den letzten Jahren genau verfolgt hat. “Sie ermöglicht Operationen, bei denen die Daten von weitaus mehr Menschen genutzt werden, und ermöglicht so die Kontrolle der Bevölkerung. Dabei geht es nicht nur darum, Schussangriffe zu verhindern. Ich kann #Menschenrechtsaktivisten aufspüren. Ich kann den palästinensischen Bau in der Zone C [im Westjordanland] überwachen. Ich habe mehr Möglichkeiten, um zu wissen, was jede Person im #Westjordanland tut. Wenn man so viele Daten hat, kann man sie für jeden beliebigen Zweck einsetzen.“
Die Entwicklung des Tools fand zwar vor dem aktuellen #Krieg statt, aber unsere Untersuchung ergab, dass die Einheit 8200 nach dem 7. Oktober israelische #Staatsbürger mit Fachkenntnissen in der Entwicklung von Sprachmodellen um Hilfe bat, die bei #Technologiegiganten wie #Google, #Meta und #Microsoft arbeiteten. Mit der #Massenmobilisierung von #Reservisten zu Beginn des israelischen Angriffs auf #Gaza begannen Branchenexperten aus dem #Privatsektor, sich der Einheit anzuschließen – und brachten Wissen ein, das zuvor „nur einer sehr exklusiven Gruppe von Unternehmen weltweit zugänglich war“, wie eine Sicherheitsquelle angab. (Als Antwort auf unsere Anfragen gab Google an, dass es „Mitarbeiter hat, die in verschiedenen Ländern Reservedienst leisten“, und betonte, dass die Arbeit, die sie in diesem Zusammenhang leisten, „nicht mit Google in Verbindung steht“. Meta und Microsoft lehnten eine Stellungnahme ab.)
Laut einer Quelle wurde der #Chatbot der #Unit8200 mit 100 Milliarden Wörtern #Arabisch trainiert, die zum Teil durch die groß angelegte #Überwachung von Palästinensern durch das israelische #Militär gewonnen wurden – was Experten zufolge eine schwere Verletzung der palästinensischen Rechte darstellt. „Wir sprechen hier von hochpersönlichen Informationen, die von Menschen stammen, die keiner Straftat verdächtigt werden, um ein Tool zu trainieren, das später dazu beitragen könnte, einen Verdacht zu begründen“, sagte Zach #Campbell, leitender #Technologieforscher bei Human Rights Watch, gegenüber @972mag #LocalCall und dem Guardian.
(...)
Weiterlesen in der Analyse von Yuval Abraham, Jerusalem und Harry Davies vom Guardian und Sebastian Ben Daniel (John Brown)
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Besuch aus Jordanien: König Abdullahs Drahtseilakt mit Trump
US-Präsident Trump bleibt dabei: Er will den Gazastreifen übernehmen und die Palästinenser umsiedeln. Das aber könnte Jordaniens Stabilität gefährden. König Abdullah versuchte in Washington, mit einer Geste zu reagieren. Von R. Borchard.
#USA #Jordanien #Trump #Abdullah #Gazastreifen #Palästinenser
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"Komisches" Verhalten von #Biden und #Trump, die beide behaupten, den #Waffenstillstand im #Gazastreifen erreicht zu haben: Der Analyst Rami #Khouri, ein angesehener Fellow an der American #University of #Beirut, sagte, es sei fast schon komisch zu sehen, wie Biden und Trump sich gegenseitig überbieten, um die Verantwortung für das #Waffenstillstandsabkommen für den Gazastreifen zu beanspruchen, während ihr tatsächliches Verhalten "zu 100 Prozent den israelischen #Völkermord unterstützt". "Selbst in ihren heutigen Verlautbarungen sprechen sie nicht wirklich über die #Palästinenser als wirkliche #Menschen", sagte Khouri und stellte gleichzeitig fest, dass sich die US-#Medien fast ausschließlich auf die# Freilassung israelischer #Gefangener aus dem Gazastreifen als Ergebnis des #Waffenstillstands konzentrierten."Sowohl das Verhalten des Präsidenten als auch die Handlungen des #Kongresses und das Auftreten der #Massenmedien in den Vereinigten Staaten zeigen, dass es hier nicht wirklich um #Gerechtigkeit und #Gleichheit für #Israelis und Palästinenser geht", sagte Khouri, sondern um die Behauptung amerikanischer Macht und die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten glauben, sie könnten diktieren, was in der Region geschieht", sagte er.
Khouri wies auch darauf hin, dass das israelische #Militär am Mittwoch trotz der angekündigten Waffenruhe Dutzende von Menschen getötet habe und "bis Sonntag weiter töten" werde: "Das ist ihr Vermächtnis", sagte er. "Das Gleiche haben sie im #Libanon vor jeder Waffenruhe getan", fügte er hinzu.
Quelle: Al Jazeera via @DrALJONES https://mastodon.social/@DrALJONES/113837038646767160 #Israel @palestine
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https://taz.de/Siedlungsbau-im-Westjordanland/!6043087/ #Siedlungsbau
Im #Westjordanland kämpfen #christliche #Palästinenser*innen dagegen, dass ihr Land enteignet wird. „Es geht nach einem Jahr #Krieg in #Gaza hier um die Frage, wie #Israelis und #Palästinenser zukünftig zusammenleben können“, sagt die Aktivistin aus Jenin. „Im Protestzelt sind Menschen verschiedener Herkunft, die sich für die Rechte von #Christen einsetzen. Das bricht die Narrative all derer, die alle Palästinenser als Terroristen sehen.“ -
"#Palästinenser, #Juden und #Israelis haben in #Berlin seit dem #Terrorangriff der #Hamas ein Jahr erlebt, das für sie von Angst, Wut und Resignation geprägt war.
(...)
die zwischen die Fronten geraten, weil sie in der Debatte an die Opfer denken – auf beiden Seiten des Konflikts"Berlin und der #NahostKrieg
Ein Jahr voller Angst, Wut und Resignation
https://www.rbb-online.de/doku/o-r/rbb24-reportage/berlin-und-der-nahost-krieg.html -
Ya Ghazze Habibti - Gaza, meine Liebe
Nach der Ermordung von mehr als 42.000 #Palästinensern, darunter 16.500 Kinder, marschiert das israelische #Militär nun im #Libanon ein und droht mit einem Krieg gegen den #Iran. In dem folgenden ausführlichen Bericht untersucht ein #Anarchist aus dem besetzten #Palästina die Geschichte des zionistischen #Kolonialismus und des palästinensischen #Widerstands, plädiert für ein antikoloniales Verständnis der Situation und untersucht, was es bedeutet, sich solidarisch mit den Palästinensern zu verhalten.
Ya Ghazze habibti, oh Gaza, meine Liebe. Gaza, das Napoleon, einer seiner vielen Besatzer, den Vorposten Afrikas nannte, das Tor zu Asien. Das liegt daran, dass er auf seinem Weg nach Norden durch Gaza zog und nach seiner Niederlage auf dem Rückweg nach Afrika erneut durch Gaza zog.
#Gaza, das aufgrund seiner geografischen Lage an der #Mittelmeerküste schon immer ein zentraler Punkt für vorbeiziehende Reiche, #Handelsrouten, #Besatzungen und #Kulturen war. Gaza, durch das die Via Maris verlief, die #Ägypten mit der #Türkei und #Europa verband. Gaza, durch das die #Griechen, die #Römer, das #Kalifat der #Rashidun, die #Kreuzfahrer, die #Mamelucken, die #Osmanen, die #Briten, die #Ägypter und zionistische Kräfte ihre Ansprüche geltend machten – und seine Geschichte als eine Geschichte von Besetzungen, Kriegen, #Gräueltaten und #Widerstand schrieben.
Gaza, meine Liebe, war schon immer ein #Schlachtfeld, stand aber auch immer still. Gaza, das 41.0001 seiner Einwohner begraben hat, gedenkt dem ein Jahr andauernden #Vernichtungskrieges, einer Zerstörung, die bereits das Ausmaß der #Bombardierung #Dresdens durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg übersteigt, und einer täglichen #Sterblichkeitsrate, die höher ist als bei jedem anderen Konflikt im 21. Jahrhundert.
Fast ein Jahr nach Beginn des #Völkermords sollte einiges klar sein. Die Zerstörung der #Hamas ist ein Nebenschaden. Das Hauptziel ist das Massenschlachten von Kindern, das die Zukunft des Gazastreifens ins Visier nimmt. Von den bisher gemeldeten 41.000 Toten sind etwa 16.500 #Kinder.
Aber Gaza ist nicht hilflos. Die Menschen in Gaza kämpfen, und ihr Mut und ihre Widerstandsfähigkeit sind eine Inspiration für die ganze Welt und die kommenden Generationen.
Bevor wir die aktuelle Situation erörtern, ist es wichtig, einen Blick auf die Geschichte zu werfen. Für diejenigen von uns, die in der Entität, dem Bauch des kolonialen Ungeheuers, aufgewachsen sind und dort leben, fühlt es sich an, als hätte die Geschichte am 7. Oktober begonnen. Dies ist die einzige Erzählung, die die #Israelis zu hören bekommen. Aber die Dinge passieren nicht einfach in einem Vakuum – und ähnliche Dinge sind schon einmal passiert, in ähnlichen #Entkolonialisierungs- und #Befreiungskriegen. Ein wenig historischer Hintergrund wird es uns ermöglichen, diese Ereignisse als Teil langfristiger Prozesse zu betrachten und zu verstehen.
Dann können wir über mögliche Zukunftsszenarien sprechen.
(...)
Ausführlicher Beitrag von @CrimethInc aus dem Englischen übersetzt:
https://www.trueten.de/archives/13421-Ya-Ghazze-Habibti-Gaza,-meine-Liebe.html #Israel #Palestina
@palestine #Analyse #Hintergrund #Ghazze #Anarchismus #Anarchism #FreePalestine -
Ya Ghazze Habibti - Gaza, meine Liebe
Nach der Ermordung von mehr als 42.000 #Palästinensern, darunter 16.500 Kinder, marschiert das israelische #Militär nun im #Libanon ein und droht mit einem Krieg gegen den #Iran. In dem folgenden ausführlichen Bericht untersucht ein #Anarchist aus dem besetzten #Palästina die Geschichte des zionistischen #Kolonialismus und des palästinensischen #Widerstands, plädiert für ein antikoloniales Verständnis der Situation und untersucht, was es bedeutet, sich solidarisch mit den Palästinensern zu verhalten.
Ya Ghazze habibti, oh Gaza, meine Liebe. Gaza, das Napoleon, einer seiner vielen Besatzer, den Vorposten Afrikas nannte, das Tor zu Asien. Das liegt daran, dass er auf seinem Weg nach Norden durch Gaza zog und nach seiner Niederlage auf dem Rückweg nach Afrika erneut durch Gaza zog.
#Gaza, das aufgrund seiner geografischen Lage an der #Mittelmeerküste schon immer ein zentraler Punkt für vorbeiziehende Reiche, #Handelsrouten, #Besatzungen und #Kulturen war. Gaza, durch das die Via Maris verlief, die #Ägypten mit der #Türkei und #Europa verband. Gaza, durch das die #Griechen, die #Römer, das #Kalifat der #Rashidun, die #Kreuzfahrer, die #Mamelucken, die #Osmanen, die #Briten, die #Ägypter und zionistische Kräfte ihre Ansprüche geltend machten – und seine Geschichte als eine Geschichte von Besetzungen, Kriegen, #Gräueltaten und #Widerstand schrieben.
Gaza, meine Liebe, war schon immer ein #Schlachtfeld, stand aber auch immer still. Gaza, das 41.0001 seiner Einwohner begraben hat, gedenkt dem ein Jahr andauernden #Vernichtungskrieges, einer Zerstörung, die bereits das Ausmaß der #Bombardierung #Dresdens durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg übersteigt, und einer täglichen #Sterblichkeitsrate, die höher ist als bei jedem anderen Konflikt im 21. Jahrhundert.
Fast ein Jahr nach Beginn des #Völkermords sollte einiges klar sein. Die Zerstörung der #Hamas ist ein Nebenschaden. Das Hauptziel ist das Massenschlachten von Kindern, das die Zukunft des Gazastreifens ins Visier nimmt. Von den bisher gemeldeten 41.000 Toten sind etwa 16.500 #Kinder.
Aber Gaza ist nicht hilflos. Die Menschen in Gaza kämpfen, und ihr Mut und ihre Widerstandsfähigkeit sind eine Inspiration für die ganze Welt und die kommenden Generationen.
Bevor wir die aktuelle Situation erörtern, ist es wichtig, einen Blick auf die Geschichte zu werfen. Für diejenigen von uns, die in der Entität, dem Bauch des kolonialen Ungeheuers, aufgewachsen sind und dort leben, fühlt es sich an, als hätte die Geschichte am 7. Oktober begonnen. Dies ist die einzige Erzählung, die die #Israelis zu hören bekommen. Aber die Dinge passieren nicht einfach in einem Vakuum – und ähnliche Dinge sind schon einmal passiert, in ähnlichen #Entkolonialisierungs- und #Befreiungskriegen. Ein wenig historischer Hintergrund wird es uns ermöglichen, diese Ereignisse als Teil langfristiger Prozesse zu betrachten und zu verstehen.
Dann können wir über mögliche Zukunftsszenarien sprechen.
(...)
Ausführlicher Beitrag von @CrimethInc aus dem Englischen übersetzt:
https://www.trueten.de/archives/13421-Ya-Ghazze-Habibti-Gaza,-meine-Liebe.html #Israel #Palestina
@palestine #Analyse #Hintergrund #Ghazze #Anarchismus #Anarchism #FreePalestine -
Ya Ghazze Habibti - Gaza, meine Liebe
Nach der Ermordung von mehr als 42.000 #Palästinensern, darunter 16.500 Kinder, marschiert das israelische #Militär nun im #Libanon ein und droht mit einem Krieg gegen den #Iran. In dem folgenden ausführlichen Bericht untersucht ein #Anarchist aus dem besetzten #Palästina die Geschichte des zionistischen #Kolonialismus und des palästinensischen #Widerstands, plädiert für ein antikoloniales Verständnis der Situation und untersucht, was es bedeutet, sich solidarisch mit den Palästinensern zu verhalten.
Ya Ghazze habibti, oh Gaza, meine Liebe. Gaza, das Napoleon, einer seiner vielen Besatzer, den Vorposten Afrikas nannte, das Tor zu Asien. Das liegt daran, dass er auf seinem Weg nach Norden durch Gaza zog und nach seiner Niederlage auf dem Rückweg nach Afrika erneut durch Gaza zog.
#Gaza, das aufgrund seiner geografischen Lage an der #Mittelmeerküste schon immer ein zentraler Punkt für vorbeiziehende Reiche, #Handelsrouten, #Besatzungen und #Kulturen war. Gaza, durch das die Via Maris verlief, die #Ägypten mit der #Türkei und #Europa verband. Gaza, durch das die #Griechen, die #Römer, das #Kalifat der #Rashidun, die #Kreuzfahrer, die #Mamelucken, die #Osmanen, die #Briten, die #Ägypter und zionistische Kräfte ihre Ansprüche geltend machten – und seine Geschichte als eine Geschichte von Besetzungen, Kriegen, #Gräueltaten und #Widerstand schrieben.
Gaza, meine Liebe, war schon immer ein #Schlachtfeld, stand aber auch immer still. Gaza, das 41.0001 seiner Einwohner begraben hat, gedenkt dem ein Jahr andauernden #Vernichtungskrieges, einer Zerstörung, die bereits das Ausmaß der #Bombardierung #Dresdens durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg übersteigt, und einer täglichen #Sterblichkeitsrate, die höher ist als bei jedem anderen Konflikt im 21. Jahrhundert.
Fast ein Jahr nach Beginn des #Völkermords sollte einiges klar sein. Die Zerstörung der #Hamas ist ein Nebenschaden. Das Hauptziel ist das Massenschlachten von Kindern, das die Zukunft des Gazastreifens ins Visier nimmt. Von den bisher gemeldeten 41.000 Toten sind etwa 16.500 #Kinder.
Aber Gaza ist nicht hilflos. Die Menschen in Gaza kämpfen, und ihr Mut und ihre Widerstandsfähigkeit sind eine Inspiration für die ganze Welt und die kommenden Generationen.
Bevor wir die aktuelle Situation erörtern, ist es wichtig, einen Blick auf die Geschichte zu werfen. Für diejenigen von uns, die in der Entität, dem Bauch des kolonialen Ungeheuers, aufgewachsen sind und dort leben, fühlt es sich an, als hätte die Geschichte am 7. Oktober begonnen. Dies ist die einzige Erzählung, die die #Israelis zu hören bekommen. Aber die Dinge passieren nicht einfach in einem Vakuum – und ähnliche Dinge sind schon einmal passiert, in ähnlichen #Entkolonialisierungs- und #Befreiungskriegen. Ein wenig historischer Hintergrund wird es uns ermöglichen, diese Ereignisse als Teil langfristiger Prozesse zu betrachten und zu verstehen.
Dann können wir über mögliche Zukunftsszenarien sprechen.
(...)
Ausführlicher Beitrag von @CrimethInc aus dem Englischen übersetzt:
https://www.trueten.de/archives/13421-Ya-Ghazze-Habibti-Gaza,-meine-Liebe.html #Israel #Palestina
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Ya Ghazze Habibti - Gaza, meine Liebe
Nach der Ermordung von mehr als 42.000 #Palästinensern, darunter 16.500 Kinder, marschiert das israelische #Militär nun im #Libanon ein und droht mit einem Krieg gegen den #Iran. In dem folgenden ausführlichen Bericht untersucht ein #Anarchist aus dem besetzten #Palästina die Geschichte des zionistischen #Kolonialismus und des palästinensischen #Widerstands, plädiert für ein antikoloniales Verständnis der Situation und untersucht, was es bedeutet, sich solidarisch mit den Palästinensern zu verhalten.
Ya Ghazze habibti, oh Gaza, meine Liebe. Gaza, das Napoleon, einer seiner vielen Besatzer, den Vorposten Afrikas nannte, das Tor zu Asien. Das liegt daran, dass er auf seinem Weg nach Norden durch Gaza zog und nach seiner Niederlage auf dem Rückweg nach Afrika erneut durch Gaza zog.
#Gaza, das aufgrund seiner geografischen Lage an der #Mittelmeerküste schon immer ein zentraler Punkt für vorbeiziehende Reiche, #Handelsrouten, #Besatzungen und #Kulturen war. Gaza, durch das die Via Maris verlief, die #Ägypten mit der #Türkei und #Europa verband. Gaza, durch das die #Griechen, die #Römer, das #Kalifat der #Rashidun, die #Kreuzfahrer, die #Mamelucken, die #Osmanen, die #Briten, die #Ägypter und zionistische Kräfte ihre Ansprüche geltend machten – und seine Geschichte als eine Geschichte von Besetzungen, Kriegen, #Gräueltaten und #Widerstand schrieben.
Gaza, meine Liebe, war schon immer ein #Schlachtfeld, stand aber auch immer still. Gaza, das 41.0001 seiner Einwohner begraben hat, gedenkt dem ein Jahr andauernden #Vernichtungskrieges, einer Zerstörung, die bereits das Ausmaß der #Bombardierung #Dresdens durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg übersteigt, und einer täglichen #Sterblichkeitsrate, die höher ist als bei jedem anderen Konflikt im 21. Jahrhundert.
Fast ein Jahr nach Beginn des #Völkermords sollte einiges klar sein. Die Zerstörung der #Hamas ist ein Nebenschaden. Das Hauptziel ist das Massenschlachten von Kindern, das die Zukunft des Gazastreifens ins Visier nimmt. Von den bisher gemeldeten 41.000 Toten sind etwa 16.500 #Kinder.
Aber Gaza ist nicht hilflos. Die Menschen in Gaza kämpfen, und ihr Mut und ihre Widerstandsfähigkeit sind eine Inspiration für die ganze Welt und die kommenden Generationen.
Bevor wir die aktuelle Situation erörtern, ist es wichtig, einen Blick auf die Geschichte zu werfen. Für diejenigen von uns, die in der Entität, dem Bauch des kolonialen Ungeheuers, aufgewachsen sind und dort leben, fühlt es sich an, als hätte die Geschichte am 7. Oktober begonnen. Dies ist die einzige Erzählung, die die #Israelis zu hören bekommen. Aber die Dinge passieren nicht einfach in einem Vakuum – und ähnliche Dinge sind schon einmal passiert, in ähnlichen #Entkolonialisierungs- und #Befreiungskriegen. Ein wenig historischer Hintergrund wird es uns ermöglichen, diese Ereignisse als Teil langfristiger Prozesse zu betrachten und zu verstehen.
Dann können wir über mögliche Zukunftsszenarien sprechen.
(...)
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Nach der Ermordung von mehr als 42.000 #Palästinensern, darunter 16.500 Kinder, marschiert das israelische #Militär nun im #Libanon ein und droht mit einem Krieg gegen den #Iran. In dem folgenden ausführlichen Bericht untersucht ein #Anarchist aus dem besetzten #Palästina die Geschichte des zionistischen #Kolonialismus und des palästinensischen #Widerstands, plädiert für ein antikoloniales Verständnis der Situation und untersucht, was es bedeutet, sich solidarisch mit den Palästinensern zu verhalten.
Ya Ghazze habibti, oh Gaza, meine Liebe. Gaza, das Napoleon, einer seiner vielen Besatzer, den Vorposten Afrikas nannte, das Tor zu Asien. Das liegt daran, dass er auf seinem Weg nach Norden durch Gaza zog und nach seiner Niederlage auf dem Rückweg nach Afrika erneut durch Gaza zog.
#Gaza, das aufgrund seiner geografischen Lage an der #Mittelmeerküste schon immer ein zentraler Punkt für vorbeiziehende Reiche, #Handelsrouten, #Besatzungen und #Kulturen war. Gaza, durch das die Via Maris verlief, die #Ägypten mit der #Türkei und #Europa verband. Gaza, durch das die #Griechen, die #Römer, das #Kalifat der #Rashidun, die #Kreuzfahrer, die #Mamelucken, die #Osmanen, die #Briten, die #Ägypter und zionistische Kräfte ihre Ansprüche geltend machten – und seine Geschichte als eine Geschichte von Besetzungen, Kriegen, #Gräueltaten und #Widerstand schrieben.
Gaza, meine Liebe, war schon immer ein #Schlachtfeld, stand aber auch immer still. Gaza, das 41.0001 seiner Einwohner begraben hat, gedenkt dem ein Jahr andauernden #Vernichtungskrieges, einer Zerstörung, die bereits das Ausmaß der #Bombardierung #Dresdens durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg übersteigt, und einer täglichen #Sterblichkeitsrate, die höher ist als bei jedem anderen Konflikt im 21. Jahrhundert.
Fast ein Jahr nach Beginn des #Völkermords sollte einiges klar sein. Die Zerstörung der #Hamas ist ein Nebenschaden. Das Hauptziel ist das Massenschlachten von Kindern, das die Zukunft des Gazastreifens ins Visier nimmt. Von den bisher gemeldeten 41.000 Toten sind etwa 16.500 #Kinder.
Aber Gaza ist nicht hilflos. Die Menschen in Gaza kämpfen, und ihr Mut und ihre Widerstandsfähigkeit sind eine Inspiration für die ganze Welt und die kommenden Generationen.
Bevor wir die aktuelle Situation erörtern, ist es wichtig, einen Blick auf die Geschichte zu werfen. Für diejenigen von uns, die in der Entität, dem Bauch des kolonialen Ungeheuers, aufgewachsen sind und dort leben, fühlt es sich an, als hätte die Geschichte am 7. Oktober begonnen. Dies ist die einzige Erzählung, die die #Israelis zu hören bekommen. Aber die Dinge passieren nicht einfach in einem Vakuum – und ähnliche Dinge sind schon einmal passiert, in ähnlichen #Entkolonialisierungs- und #Befreiungskriegen. Ein wenig historischer Hintergrund wird es uns ermöglichen, diese Ereignisse als Teil langfristiger Prozesse zu betrachten und zu verstehen.
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Im Gedenken an eine israelische Anwältin, die nie ihre moralische Einstellung verlor
Obwohl sie erst spät Anwältin wurde, setzte sich Tamar Pelleg-Sryck unermüdlich für palästinensische #Gefangene wie mich in einem zutiefst ungerechten System ein.
Von Imad Sabi 22. Mai 2024
Imad Sabi und Tamar Pelleg-Sryck in London. (Mit freundlicher Genehmigung des Autors)
Bei den Palästinensern, die sie vor Militärgerichten verteidigte, war sie einfach als #Tamar bekannt. Sie war oft schwarz gekleidet und sofort an ihrem kurzgeschnittenen weißen Haar, ihrer Brille und ihrem stets bereiten Lächeln zu erkennen, das oft in ein Lachen ausartete. Tamar Pelleg-Sryck war #Anwältin, eine leidenschaftliche Verfechterin der #Menschenrechte, eine prinzipientreue Gegnerin der israelischen #Besatzung des #Westjordanlands und des #Gazastreifens und ein wunderbarer Mensch, dessen Tatendrang, Intellekt und Jugendlichkeit auch im hohen Alter nie nachließen. Am 11. März verstarb Tamar im Alter von 97 Jahren.
Ich trauere zutiefst um sie, wie sicher auch Hunderte von #Palästinensern, die die Ungerechtigkeiten und Demütigungen von #Inhaftierung, #Verhören, #Folter und #Verwaltungshaft erlebt haben, die aber von Tamar so gut sie konnte gegen das #Gerichtssystem verteidigt wurden, das fester Bestandteil der #Besatzung ist.
Ich traf Tamar zum ersten Mal im #Megiddo-#Militärgefängnis, in das ich nach Erhalt eines #Verwaltungshaftbefehls im Dezember 1995 eingeliefert wurde. In jenen ersten Tagen nach der Unterzeichnung des #Osloer Abkommens begann die neu eingerichtete Palästinensische Behörde, die Kontrolle über die größeren palästinensischen Städte im Westjordanland zu übernehmen. Bevor sie diese Kontrolle abgab, begann Israel damit, entschiedene Gegner des Abkommens ohne Anklage zu verhaften und sie als "Feinde des Friedens" zu bezeichnen. Als die Zahl dieser #Verwaltungshäftlinge anstieg, begann Tamar, einige ihrer Fälle zu übernehmen, darunter auch meinen.
Ich kann mich nicht mehr an die genauen Einzelheiten unseres ersten Treffens erinnern. In meiner verschwommenen Erinnerung war es ein kurzes Treffen an einem kalten, grauen Tag mit dem üblichen Austausch, der bei solchen Treffen stattfindet: Nachrichten über die Familie, erste Überlegungen zum #Einspruch gegen den #Haftbefehl und Fragen zu den #Haftbedingungen. Tamar hatte zunächst gezögert, meinen Fall zu übernehmen, und so war ich - da ich sie noch nicht kannte - nicht sicher, ob ich sie als meine Anwältin haben wollte.
Aber je mehr Tamar mich besuchte, desto mehr sprachen wir miteinander und lernten uns kennen. Die Kälte des ersten Tages verwandelte sich in zwischenmenschliche Wärme, die auf gegenseitigem #Respekt und echter menschlicher #Verbundenheit beruhte. Mit der Zeit wurden die Besuche immer länger. Tamar begann, mir Bücher aus ihrer persönlichen #Bibliothek mitzubringen. Sowohl die langen Gespräche als auch die Bücher holten mich aus der #Gefängnisumgebung mit ihren brutalen und entwürdigenden Abläufen heraus. Schriftsteller wie Nadine #Gordimer, Hanna Lévy-Hass (die Mutter der Haaretz-Journalistin Amira #Hass), Paul #Auster, Jacobo #Timmerman, William #Styron, William #Trevor und viele andere leisteten mir Gesellschaft, und alle wurden mir von Tamar gebracht.
Die Lektüre von "The Confessions of Nat Turner" - Styrons #Roman, der den #Sklavenaufstand von 1831 in #Virginia beschreibt -, während ich bis spät in die Nacht dem ständig wechselnden Licht der Wachtürme nachjagte, um noch ein paar Seiten zu verschlingen, war eine Erfahrung von so tiefer Freude und Schönheit, dass sie nun alle anderen Erinnerungen an dieses #Gefängnis auslöscht. Was mir bleibt, ist dieses unbeschreibliche, geheimnisvolle Hochgefühl, das mir ein Buch in diesem Moment vermittelte und das ich für immer mit Tamar verbinden werde.
Einige der Bücher und Zeitschriften, die Tamar mir brachte, verschwanden, bevor ich sie lesen konnte. Tamar wurde wütend über solche "Sicherheits"-Maßnahmen und inszenierte ein Kräftemessen mit den Behörden von Megiddo, um ihnen die Verpflichtung abzuringen, dafür zu sorgen, dass jedes einzelne Stück Papier zu mir gelangen würde. Junge #Soldaten, die als #Zensoren fungierten, hatten die Aufgabe, die #Bücher zu überprüfen, um festzustellen, welche erlaubt waren. Oft beurteilten sie - im wahrsten Sinne des Wortes und manchmal auf amüsante Weise - Bücher nach ihrem Einband, aber Tamars Vereinbarung mit ihren Vorgesetzten bedeutete, dass sie zumindest keines dieser Bücher mehr respektlos behandeln oder wegwerfen durften, auch nicht die, die sie für gefährlich hielten.
Ein jüdisch-israelischer PessimistDie einzigartigen Fähigkeiten, die Tamar mitbrachte - Mitgefühl, Tatkraft und Wertschätzung für #Literatur -, sind vielleicht darauf zurückzuführen, dass sie lange Zeit #Lehrerin und Organisatorin war, bevor sie im Alter von 61 Jahren #Rechtsanwältin wurde. Die bemerkenswerte Entscheidung, in diesem Alter in das #Rechtswesen einzusteigen, ist der Schlüssel zum Verständnis von Tamars Persönlichkeit, ihrer grenzenlosen Energie und der Mühe, die sie auf sich nahm, um gegen #Ungerechtigkeit zu rebellieren.
In ihrer Entschlossenheit, palästinensische Gefangene in einem hoffnungslos voreingenommenen #Militär-"Justiz"-System zu verteidigen, war diese jüdisch-israelische Frau durch und durch Palästinenserin, mit dem unermüdlichen Geist, den Emile #Habibi mit dem Begriff "Pessimist" umschreibt: jemand, der seine schmerzhafte Realität akzeptiert, sich aber weigert, aufzugeben, und weiter kämpft, in der Hoffnung gegen die Hoffnung - eine scheinbar widersprüchliche Haltung, die auch wir als Verwaltungshäftlinge lernen mussten. Tamar freute sich über die kleinen Siege, die wir erringen konnten, wie das Zugeständnis der Behörden, Bücher in Megiddo zuzulassen, aber sie verlor nie den Blick für das große Ganze.
Tamar war maßgeblich an meiner unwahrscheinlichen Freilassung beteiligt, die sie nach 20 Monaten #Militärgewahrsam erwirkte. Sie ermutigte mich zum Schreiben und setzte sich dafür ein, dass meine Worte die Menschen außerhalb der Gefängnismauern erreichten. Erfolglose #Appelle an die #Militärgerichte - und sogar einer an den Obersten #Gerichtshof - haben sie nicht abgeschreckt.
Ihre Freude, als sie mir den Entwurf eines Artikels zeigte, den Serge #Schmemann, der Leiter des Jerusalemer Büros der New York Times, über mich geschrieben hatte ("Er wird auf der Titelseite der #Times erscheinen", sagte sie mir stolz), wurde nicht geringer, als ein Redakteur der Zeitung auf mysteriöse Weise beschloss, den Artikel zu streichen. Schließlich entschied der Oberste Gerichtshof im August 1997, dass ich zu einer vierjährigen Verbannung freigelassen werden sollte. Während ich im Gefängnis von #Ramleh auf meine Ausreise in die #Niederlande wartete, war es Tamar, die mir einen Koffer, einen palästinensischen Pass, Nachrichten von meiner Familie und Informationen darüber brachte, wann ich endlich ausreisen dürfe.
In der Freiheit trafen Tamar und ich uns einige Male mit meiner Frau und meinen Kindern: in #Rotterdam (wo ihre Tochter lebte) und Den Haag (wo ich wohnte), in #Paris und in L#ondon. Wir telefonierten regelmäßig und korrespondierten per E-Mail. Sie war immer energiegeladen und neugierig, trug ein Stirnband in ihrem weißen Haar, arbeitete ständig und lebte ständig. Irgendwann verloren wir den Kontakt, aber das tat der Tiefe meiner Gefühle der Liebe und des Respekts für sie keinen Abbruch.
In einem unserer Gespräche, während ich im Gefängnis war, sagte Tamar über eine Frau, die sie kannte: "Sie hat schöne Falten." Sie beschrieb damit zwar ihre körperliche Erscheinung, aber ich glaube, dass die Art und Weise, wie jemand Falten wirft, ein Spiegelbild seiner Seele sein kann. Als sie älter wurde, bekam Tamar immer wieder schöne Falten, ohne ihre moralische Bestimmung zu verlieren.
Für mich als Palästinenserin, die in dieser Zeit des Völkermords und des zügellosen Hasses lebt, dient die Trauer um Tamars Tod als Erinnerung an den Glauben, den Palästinenser und Israelis, die gegen die Besatzung sind, aufrechterhalten müssen: dass eines Tages, egal wie weit entfernt, die Besatzung enden und die Gerechtigkeit kommen wird.
Eine gekürzte Fassung dieses Nachrufs wurde zuerst auf dem LRB-Blog veröffentlicht. Lesen Sie ihn hier: https://www.lrb.co.uk/blog/2024/march/tamar-pelleg-sryck-1926-2024
Übersetzung: @thomas
Quelle: https://mastodon.trueten.de/@972mag/112486281326289808
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#jahreswechsel #heiligdreikönig #könige #christentum #religion #glaube #weise #morgenland #soldaten #krieg #panzer #waffen #ukraine #russland #nahost #israel #hamas #gaza #palästinenser #gewalt #terror #terrorismus #kriegsverbrechen #drohnen #komet #orientierung #navi #bethlehem #jesus #weihnachten #krippe #weihnachtskrippe #militär #cartoon #karikatur
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Die #Beschreibung des #Konfliktes zwischen #Israel und #Palästinensern als #kolonial gehe u.a. auf Edward #Said zurück; Die #Staatsgründung und der #Teilungsplan für die #Gebietsteile sei jedoch durch die #Vereinten #Nationen beschlossen worden.
#Frage nach #Bedingungen für #Zwang zur #Durchsetzungsfähigkeit #nationaler #Verfasstheit
#Zeit, 2.11.2023, #Politik, S.5, Anna #Sauerbrey, Stimmt das eigentlich?
#Palästina #Kolonialmacht #Kolonialgeschichte #UN #Verfassung #Ideologieverdacht
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Israel muss aufhören, den Holocaust als Waffe einzusetzen
Stellungnahme von Raz Segal (Siehe 2/2)
Völkermordforscher kritisieren die gefährliche Verwendung des Holocausts zur Rechtfertigung israelischer Massengewalt gegen Palästinenser
Präsident Joe #Biden begann seine Ausführungen in #Israel mit diesen Worten: "Die #Hamas hat Gräueltaten begangen, die an die schlimmsten Verwüstungen der Isis erinnern und die Welt mit purem, unverfälschtem Bösem überzogen haben. Das lässt sich nicht rationalisieren und nicht entschuldigen. Punkt. Die Brutalität, die wir gesehen haben, hätte überall auf der Welt tiefe Spuren hinterlassen, aber hier in #Israel sind sie noch tiefer. Der 7. Oktober, ein ... heiliger jüdischer Feiertag, wurde zum tödlichsten Tag für das jüdische Volk seit dem #Holocaust.
"Er hat schmerzhafte Erinnerungen und Narben an die Oberfläche gebracht, die Jahrtausende des #Antisemitismus und des #Völkermords am jüdischen Volk hinterlassen haben. Die Welt hat damals zugesehen, sie wusste es, und die Welt hat nichts getan.
"Wir werden nicht zusehen und wieder nichts tun. Nicht heute, nicht morgen, niemals."
Damit bekräftigte Biden den rhetorischen Rahmen, den der ehemalige israelische Ministerpräsident Naftali #Bennett in einem Interview auf Sky News am 12. Oktober in typisch unverschämter Weise zum Ausdruck brachte: "Wir kämpfen gegen #Nazis."
Ein mächtiger #Staat mit mächtigen #Verbündeten und einer mächtigen #Armee, der einen #Vergeltungsschlag gegen staatenlose #Palästinenser unter israelischer #Siedlerkolonialherrschaft, militärischer #Besatzung und #Belagerung führt, wird so als machtlose #Juden im Kampf gegen #Nazis dargestellt. Dieser historische Kontext rechtfertigt oder entschuldigt in keiner Weise den #Massenmord an 1.500 Israelis am 7. Oktober, der ein #Kriegsverbrechen und #Verbrechen gegen die #Menschlichkeit darstellt. Dies war das größte #Massaker an Juden seit dem Holocaust, das Juden und viele andere Menschen in der ganzen Welt zutiefst schockiert hat. Der Kontext des #Hamas-Angriffs auf Israelis ist jedoch ein völlig anderer als der des Angriffs auf Juden während des Holocausts. Und ohne den historischen Kontext des israelischen #Siedlerkolonialismus seit der #Nakba von 1948 können wir weder erklären, wie wir hierher gekommen sind, noch uns eine andere Zukunft vorstellen; Biden bot uns stattdessen das dekontextualisierte Bild des "reinen, unverfälschten Bösen".
Diese Bewaffnung der Erinnerung an den Holocaust durch israelische Politiker hat tiefe Wurzeln. So verglich der israelische Premierminister Menachem #Begin 1982 im Zusammenhang mit dem israelischen Angriff auf den #Libanon den Palästinenserführer Jassir #Arafat in #Beirut mit Adolf #Hitler in seinem Bunker in #Berlin am Ende des Krieges. Drei Jahrzehnte später, im Oktober 2015, hat Benjamin #Netanjahu diese Bewaffnung auf ein neues Niveau gehoben, als er in einer Rede vor dem Zionistischen #Weltkongress in #Jerusalem behauptete, der palästinensische Großmufti Haj Amin al-Husseini habe Hitler die Idee zum #Judenmord eingepflanzt. Und am vergangenen Dienstag bezeichnete Netanjahu in einer Pressekonferenz zusammen mit dem deutschen Bundeskanzler Olaf #Scholz die Hamas als die "neuen Nazis".
Der israelische Verteidigungsminister, Yoav #Gallant, sagte: "#Gaza wird nicht wieder zu dem werden, was es vorher war. Wir werden alles beseitigen." Nissim #Vaturi, Mitglied des israelischen Parlaments für die regierende #Likud-Partei, forderte, um ein weiteres Beispiel zu nennen, "den #Gazastreifen vom Angesicht der Erde zu tilgen". In den letzten Wochen gab es viele weitere Äußerungen dieser Art von israelischen Politikern und hohen #Armeeoffizieren. Die Fantasie des "Kampfes gegen die Nazis" treibt diese explizite Sprache an, denn das Bild der Nazis ist eines des "reinen, unverfälschten Bösen", das alle Gesetze und Beschränkungen im Kampf gegen es beseitigt. Die Täter von #Völkermord sehen ihre Opfer immer als böse und sich selbst als rechtschaffen an. So sahen auch die Nazis die Juden.
Bidens Worte sind daher eine lehrbuchmäßige Verwendung des Holocausts, nicht um sich auf die Seite der ohnmächtigen Menschen zu stellen, die mit der Aussicht auf völkermörderische #Gewalt konfrontiert sind, sondern um einen extrem gewalttätigen Angriff eines mächtigen Staates zu unterstützen und zu rechtfertigen und gleichzeitig diese Realität zu verzerren. Aber wir sehen die Realität vor unseren Augen: Seit dem Beginn der israelischen #Massengewalt am 7. Oktober hat sich die Zahl der getöteten #Palästinenser im Gazastreifen auf über 4.650 erhöht, ein Drittel davon #Kinder, mit mehr als 15.000 #Verletzten und über einer Million #Vertriebenen.
Israel hat auch die Gewalt gegen die besetzten Palästinenser im #Westjordanland eskalieren lassen, wobei mehr als 95 Menschen getötet und die Vertreibungen, einschließlich der Zerstörung ganzer Gemeinden, intensiviert wurden. Die Hamas hat im Westjordanland keine Macht, aber die Realität, die wir alle sehen können, bedeutet den Israelis, die in ihrer Vorstellung gegen Nazis kämpfen, wenig.
Wir haben diese Art der Verwendung der Erinnerung an den Holocaust in einem anderen Fall von Massengewalt vor nicht allzu langer Zeit gesehen. Am 24. Januar 2020 wurde der russische Präsident Wladimir #Putin eingeladen, auf dem fünften Welt-Holocaust-Forum in #YadVashem in Jerusalem zu sprechen, um den 75. Jahrestag der #Befreiung von #Auschwitz durch sowjetische Truppen zu begehen. In seiner Rede präsentierte Putin eine verfälschte Geschichte des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts, einschließlich verfälschter Karten, die in eine russische Erzählung passten, die die nationalsozialistisch-sowjetische Allianz bei der Zerstörung #Polens 1939 ausblendete und Ukrainer, Letten und Litauer in erster Linie als Nazi-#Kollaborateure darstellte.
Putin nutzte genau diese Bewaffnung der Holocaust-Geschichte, als er im Februar letzten Jahres seinen Angriff auf die Ukraine begann und ihn als eine Kampagne der "#Entnazifizierung" erklärte. Explizit und ohne Scham, genau wie Bennett. Putin benutzte also den Holocaust, um eine auf den Kopf gestellte Welt zu schaffen: #Ukrainer, die sich einem brutalen und unprovozierten russischen Angriff ausgesetzt sahen, wurden zu Nazis.
Aus der Geschichte des Holocausts lassen sich jedoch Lehren für das aktuelle Blutvergießen ziehen.
Zum einen erinnert sie uns daran, die Stimmen und Perspektiven derjenigen in den Mittelpunkt zu stellen, die staatlicher Gewalt und Völkermord ausgesetzt sind. Und das Dringendste, was die Palästinenser in Gaza jetzt brauchen, ist ein #Waffenstillstand und ein Ende der israelischen #Bombenkampagne. Das wünschen sich auch zumindest einige der israelischen Überlebenden des Hamas-Angriffs und #Familienangehörige von israelischen #Zivilisten, die in Gaza getötet wurden oder in #Gefangenschaft sind. Oberste Priorität sollten jetzt die Beendigung der sich ausbreitenden Gewalt, die Rettung von #Menschenleben und die Freilassung der israelischen #Geiseln sowie hunderter palästinensischer Zivilisten, darunter 160 Kinder, sein, die von Israel unrechtmäßig, ohne #Anklage oder #Prozess, festgehalten werden.
Die Geschichte des Holocaust zeigt auch, wie wichtig die #Rechenschaftspflicht ist, auch wenn sie nach dem Holocaust nur begrenzt war. Im Falle des israelischen Angriffs auf den Gazastreifen muss die Rechenschaftspflicht bei einem ganz eindeutigen Tatbestand ansetzen: der Anstiftung zum Völkermord, die nach Artikel 3 der UN-#Völkermordkonvention strafbar ist, auch wenn es nicht zu einem Völkermord kommt. Während die Debatte über den Völkermord bei Israels aktuellem Angriff auf Gaza zweifellos noch jahrelang andauern wird, vielleicht auch vor internationalen Gerichten, sind die israelischen Kriegsverbrechen und Verstöße gegen das humanitäre #Völkerrecht unbestritten.
Es wird auch wichtig sein, dass die israelischen Kriegsverbrecher und die Verantwortlichen für die Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht während der jahrelangen Belagerung des Gazastreifens, einschließlich des aktuellen Angriffs, vor Gericht gestellt werden. Auch die palästinensischen Führer und die Palästinenser, die die #Massengräuel am 7. Oktober begangen haben, sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Internationale #Gerichte und #Gerichtsverfahren sind wichtig, weil sie das Potenzial haben, zu einem - wenn auch begrenzten - Raum zu werden, in dem #Überlebende ihre Geschichten erzählen, ihre Menschlichkeit bekräftigen und #Wahrheit und #Gerechtigkeit fordern können.
In der Tat gibt es keinen Wert, der im Zusammenhang mit der Erforschung des Holocaust und der Erinnerung an ihn vielleicht einen zentraleren Platz einnimmt als die Wahrheit. Keine Gerechtigkeit ist möglich, nicht kurzfristig und schon gar nicht langfristig, ohne eine wahrheitsgemäße Abrechnung darüber, wie es dazu kam. Das bedeutet, dass die lange Geschichte der israelischen Siedler- und Kolonialgewalt gegen Palästinenser seit der Nakba von 1948 vollständig anerkannt werden muss.
(...)
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