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  1. Nobelpreis für die Erklärung des innovationsgetriebenen Wirtschaftswachstums

    Wie entsteht Wirtschaftswachstum? Diese wichtige Frage der Volkswirtschaftslehre haben die diesjährigen Preisträger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften mit zwei unterschiedlichen Ansätzen beantwortet. Der israelisch-amerikanische Wirtschaftshistoriker Joel Mokyr hat die eine Hälfte des Preises erhalten, die andere Hälfte teilen sich der Ökonom Philippe Aghion aus Frankreich und der Kanadier Peter Howitt.

    In ihrer Erklärung schreibt die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften: „Wirtschaftliche Stagnation, nicht Wachstum, ist die Norm gewesen in der menschlichen Geschichte, und die Rolle von Wissenschaft, Innovation und kreativer Zerstörung kann nicht genug betont werden in der beispiellosen Wachstumserfahrung seit der Industriellen Revolution.“[1] Laut Nicola Fuchs-Schündeln, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), sind die Preisträger Pioniere in einer der grundlegendsten Fragen für Wirtschaft und Politik: Wie entsteht Wirtschaftswachstum und was kann die Politik tun, um es anzutreiben?[2] Klaus Adam, Professor für Volkswirtschaftslehre am University College London (UCL), benennt den  gemeinsamen Kern der drei Forscher: „Entdeckungen, die den wirtschaftlichen Fortschritt befördern, führen auch zur Zerstörung von alten Produktionsweisen und damit zur Entwertung von Maschinen und Fähigkeiten – das kann zu gesellschaftlichen Konflikten führen.“ Sowohl diese Konflikte als auch die Anreize zu untersuchen, seien entscheidende Beiträge zur Wachstumstheorie gewesen …[3]

    Die Hebel des Reichtums

    Joel Mykor (Ill. Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach)

    Joel Mokyr rollte mit seiner Forschung eine alte Debatte neu auf. 1992 veröffentlichte er sein Buch „The levers of riches“ – „Die Hebel des Reichtums“. Darin stellte er seine These, warum die industrielle Revolution zum Startpunkt eines stetigen Wirtschaftswachstums geworden ist, vor. Laut Mokyr sind dafür drei Bedingungen nötig:

    • eine gemeinsame Evolution von Wissenschaft und Technologie,
    • die mechanische Kompetenz, um aus Wissen praktischen Nutzen zu ziehen
    • und die gesellschaftliche Offenheit, Fortschritt zu akzeptieren.

    An zwei Beispielen erklärt der Autor warum Gesellschaften von einem Zustand des Fortschritts in einen der Stagnation verfallen können:

    Im antiken Rom sei der wissenschaftliche Fortschritt zwar groß gewesen, aber die „mechanische Kompetenz“ hätte gefehlt – das Wissen hat daher nicht zu nützlichen Verbesserungen im Alltag geführt. China sei bis zum 14. Jahrhundert technologisch führend gewesen. Doch es fehlte die offene Wissenschaft, so dass anstelle einer Industriellen Revolution die Innovationsrate langsam sank.

    Das BIP in Schweden und Großbritannien von 1300 bis 1700: Neue Ideen hatten keinen spürbaren Einfluss auf das langfristige Wirtschaftswachstum. ©Johan Jarnestad/The Royal Swedish Academy of Sciences

    Mokyr hat damit die Voraussetzungen für anhaltendes Wachstum durch technologischen Fortschritt identifiziert. Hierfür hat er historische Quellen ausgewertet und festgestellt, dass die wissenschaftliche Untermauerung des technischen Wissens entscheidend ist, damit ein Kreislauf immer weiterer technischer Verbesserungen entstehen kann. Es ist nicht nur wichtig, dass etwas funktioniert, sondern auch warum. Letzteres fehlte vor der industriellen Revolution oft, auf neue Entdeckungen und Erfindungen aufzubauen war damit sehr schwierig.

    Seit etwa 200 Jahren haben sich technologische Innovationen und wissenschaftlicher Fortschritt in einem endlosen Kreislauf gegenseitig befruchtet. ©Johan Jarnestad/The Royal Swedish Academy of Sciences

    Ein anschauliches Beispiel ist die Nutzung der Dampfkraft: Bereits in der Antike finden sich vereinzelt Beispiele, in denen Gelehrte Apparaturen auf Basis von Wasserdampf etwa für sich drehende Kugeln zur Steuerung von Tempeltüren ersannen. Von einer systematischen Nutzung, die auf dem Verständnis der physikalischen Grundlagen der enormen Energiefreisetzung beruht hätte, waren diese Wunderapparate aber weit entfernt. Erst im späten 18. Jahrhundert wurden durch das wissenschaftlich erklärbare Phänomen immer leistungsfähigere Dampfmaschinen entwickelt. Die Innovationen dieser Zeit bescherten der Welt zum ersten Mal in der Geschichte ein anhaltendes Wirtschaftswachstum. Das habe viele Menschen aus der Armut geholt. Zuvor sei Stagnation die Norm gewesen, so die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften.[4] Mokyr hebt zusätzlich die Offenheit von Gesellschaften hervor, damit neue Ideen und Veränderungen zugelassen werden können. Offenheit war im von weltlich-religiösen Machtstrukturen geprägten Mittelalter häufig nicht gegeben.

    Kreative Zerstörung

    Peter Howitt (Ill. Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach)Philippe Aghion (Ill. Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach)

    Die beiden anderen Preisträger, Philippe Aghion und Peter Howitt, entwickelten dagegen eine Theorie des anhaltenden Wachstums durch schöpferische Zerstörung und sind Begründer des „Schumpeterschen Wachstumsparadigmas“.

    Auf  Joseph Schumpeter (*1883, +1950) geht die Idee der „kreativen Zerstörung“ zurück: Wettbewerb und Innovation erzeugen auch Verlierer und machen alte Techniken und Maschinen obsolet. Anders als Joel Mokyr beziehen sich die beiden auf die anhaltende Wachstumsperiode seit dem Zweiten Weltkrieg, beleuchten also eine deutlich kürzere Zeitspanne.

    Ihre Theorie: Hohe Innovationsausgaben in der Zukunft bremsen die Innovationstätigkeit in der Gegenwart, denn jetzt getätigte Innovationen könnten durch zukünftige Innovationen schneller obsolet werden.

    In ihrem ebenfalls 1992 veröffentlichten Paper „ A Model of Growth Through Creative Destruction“ – ein Wachstumsmodell durch kreative Zerstörung – versöhnen die Ökonomen einen vermeintlichen Widerspruch. Kreative Zerstörung bedeutet für viele Unternehmen, dass sie ihr Geschäftsmodell aufgeben müssen – neue Technologien verdrängen alte, womit Konflikte und gesellschaftliche Spannungen verbunden sein können.  Trotzdem führt die Entwicklung insgesamt zu mehr Wachstum, denn es werden Ressourcen wie Kapital und Arbeitskraft freisetzt, die zuvor in veralteten Technologien gebunden waren. „Die Arbeit der Preisträger zeigt, dass Wirtschaftswachstum keine Selbstverständlichkeit ist. Wir müssen die Mechanismen der schöpferischen Zerstörung aufrechterhalten, damit wir nicht wieder in die Stagnation zurückfallen“.[5]

    Neue Innovationen bauen auf früheren Innovationen auf und lösen diese aufgrund kreativer Zerstörung ab. ©Johan Jarnestad/The Royal Swedish Academy of Sciences

    Aghion stellte bei der telefonischen Bekanntgabe des Preises einen sehr aktuellen Bezug her: „Es gibt momentane Trends zu Deglobalisierung und Zollbarrieren. Dies sind Hindernisse für das Wachstum, weil man einen großen Markt benötigt, um weiter zu wachsen“. Offenheit sei ein Wachstumstreiber, alles, was ihr entgegenstehe, ein Hemmnis und eine Bedrohung. Deshalb lehne er die Entwicklung in diese Richtung in den USA ab. In Europa würde indes versäumt, großartige Forschung in Innovationen zu überführen.[6]

    Bi(bli)ografisches über die Preisträger

    Joel Mokyr wurde 1946 in Leiden, Niederlande geboren und emigrierte als Jugendlicher nach Israel. Er promovierte 1974 an der Yale University im US-amerikanischen New Haven und ist derzeit Professor an der Northwestern University, Evanston. Aktuell sind 96 Veröffentlichungen Mokyrs im TIB-Portal nachgewiesen.

    Philippe Aghion stammt aus Paris, Frankreich (1956). Seine Promotion hat er 1987 an der Harvard University in Cambridge abgeschlossen. Aktuell arbeitet er als Professor am Collège de France in Paris sowie an der London School of Economics and Political Science in Großbritannien. 240 Veröffentlichungen Aghions können im TIB-Portal recherchiert werden.

    Der in Kanada geborene Peter Wilkinson Howitt (1946) promovierte 1973 an der Northwestern University in den USA und ist inzwischen Professor an der Brown University in Rhode Island. Von Howitt sind 88 Veröffentlichungen im TIB-Portal zu finden.

    Aus Anlass der Preisverleihung haben wir das Themenregal des Fachbestands Wirtschaft mit Veröffentlichungen der drei Preisträger bestückt. Das Regal ist im ersten Obergeschoss des TIB Standortes Conti-Campus zu finden und kann täglich zu den Öffnungszeiten besucht werden. Selbstverständlich sind die Werke verleihbar. Alle im TIB-Portal nachgewiesenen elektronischen Ressourcen von Mokyr, Aghion und Howitt sind mit diesem Link erreichbar.

    Hintergründe zum Preis

    Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht nicht auf Alfred Nobels Testament zurück und zählt damit nicht zu den fünf klassischen Nobelpreisen. Seine korrekte Bezeichnung lautet Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften. Er wird seit 1969 von der Schwedischen Reichsbank verliehen. Im letzten Jahr wurden die US-Forscher Professor Daron Acemoglu, Professor Simon Johnson und Professor James A. Robinson für ihre Studien zum Einfluss von Institutionen auf den Wohlstand von Nationen ausgezeichnet. Insgesamt sind bislang 96 Personen mit dem sogenannten Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet worden. Darunter sind nur drei Frauen: Elinor Ostrom (2009), Esther Duflo (2019) und Claudia Goldin (2023).

    Quellen und Zitatnachweise

    [1] https://www.nobelprize.org/prizes/economic-sciences/2025/press-release/

    [2] https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:section:b48a42bed46fe564/

    [3] https://www.wiwo.de/politik/konjunktur/standort-deutschland-wir-brauchen-leute-die-fuehrung-uebernehmen/100156453.html

    [4] und [5] siehe [1]

    [6] https://www.forschung-und-lehre.de/karriere/wirtschafts-nobelpreis-zeichnet-forschung-zu-kreation-und-zerstoerung-aus-7337

    #LizenzCCBY40INT #Wirtschaftswissenschaften #NobelpreisWirtschaftswissenschaften
  2. Über die Entstehung von Institutionen und ihre Bedeutung für die Demokratie

    Bereits seit 1969 wird der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften jedes Jahr am 10. Dezember verliehen. Diese allgemein als Wirtschaftsnobelpreis betitelte Auszeichnung wird in diesem Jahr somit zum 55. Mal vergeben.

    Nur drei Frauen erhielten seit 1969 den Wirtschaftsnobelpreis

    Bisher wurden die Forschungen von 96 Personen mit diesem Preis ausgezeichnet, nur drei waren Preisträgerinnen: Elinor Ostrom erhielt 2009 als erste Frau diese Auszeichnung für ihre Analyse ökonomischen Handelns im Bereich Gemeinschaftsgüter zusammen mit Oliver E. Williamson, der für seine Analyse ökonomischen Handelns im firmeninternen Bereich ausgezeichnet wurde. Zehn Jahre später bekam Esther Duflo gemeinsam mit Abhijit Banerjee und Michael Kremer den Wirtschaftsnobelpreis 2019 für ihren experimentellen Ansatz zur Bekämpfung der weltweiten Armut. 2023 ging dieser renommierte Preis an die Harvard-Professorin Claudia Goldin, die für die Aufdeckung der wichtigsten Ursachen für geschlechtsspezifische Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt ausgezeichnet wurde.

    Ein Mal ging der Wirtschaftsnobelpreis nach Deutschland

    Vor 30 Jahren ging der Preis zum bisher einzigen Mal nach Deutschland, als Reinhard Selten 1994 zusammen mit John Nash und John Harsanyi den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften für die gemeinsamen Leistungen auf dem Gebiet der Spieltheorie erhielt.

    Der aktuelle Wirtschaftsnobelpreis wird in diesem Jahr an Daron Acemoğlu, Simon Johnson sowie James A. Robinson verliehen, für ihre Studien über soziale Institutionen und deren Wirkung auf den Wohlstand.

    Daron Acemoğlu (Illustration Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach)James Alan Robinson (Illustration Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach)Simon Johnson (Illustration Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach)

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Laut der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften haben die drei Forscher gezeigt, dass eine Erklärung für Wohlstandsunterschiede zwischen Ländern in der Art der sozialen Institutionen liegt, die beispielsweise bei der Kolonialisierung der Länder eingeführt wurden. Acemoğlu, Johnson und Robinson haben dazu Gesellschaften betrachtet, die früher von Europäern kolonialisiert wurden und deren Institutionen sich durch die Kolonialisierung auf unterschiedliche Weise veränderten.

    Theorie zur Ursache für Wohlstandsunterschiede

    In der schon 2004 veröffentlichten Studie „Institutions as the Fundamental Cause of Long-Run Growth“ stellten die drei Ökonomen nicht nur die Theorie auf, dass die Ursache für die gravierenden Wohlstandsunterschiede zwischen den 20 Prozent reichsten Ländern und den ärmsten Ländern der Welt in politischen, kulturellen oder regionalen Rahmbedingungen liegen, sondern dass es auch darauf ankommt, ob die Institutionen inklusiv oder extraktiv im ökonomischen Sinne arbeiten.

    Reversal of fortune (Illustration © Johan Jarnestad/The Royal Swedish Academy of Sciences)

    In einigen Teilen der Welt bestand demnach das Ziel der Kolonialisierung darin, die indigene Bevölkerung auszubeuten und natürliche Ressourcen zum eigenen Vorteil zu gewinnen. In anderen Fällen wurden integrative politische und wirtschaftliche Systeme zum langfristigen Nutzen europäischer Auswanderer gestaltet.

    In Ländern, die zur Zeit der Kolonialisierung arm waren, wurden oft inklusive Institutionen eingeführt, die geteilte Macht und langfristige wirtschaftliche Chancen förderten, Wachstum begünstigten und schließlich zu einem breiten Wohlstand der gesamten Bevölkerung führten.

    Im Gegensatz dazu waren Gesellschaften mit einer schwachen Rechtsstaatlichkeit und extraktiven Institutionen, die nur den herrschenden Elite und ihrem Machterhalt dienten und die Bevölkerung ausbeuteten, mit Stagnation und Ungleichheit konfrontiert.

    Auswertung historischer Daten aus der Kolonialzeit

    Die drei US-Forscher gingen für ihre Forschungen weit in der Geschichte zurück und werteten Daten aus der Kolonialzeit aus. Sie verwendeten unter anderem die Sterblichkeitsraten von Siedlern in der Zeit der Kolonialisierung und verglichen auch die ökonomischen Daten aus jener Zeit mit ökonomischen Kennziffern wie dem Bruttoinlandsprodukt dieser Staaten in den 1990er-Jahren. Dabei zeigte sich, dass Länder mit ausbeuterischen Institutionen früher oft reich und später arm waren bzw. wurden. Länder, die ursprünglich arm waren, aber rechtsstaatliche Institutionen schufen, eine Demokratie hatten und eine soziale Marktwirtschaft einführten, stiegen dagegen zu reichen Ländern auf.

    Vielbeachtete Publikationen

    Der Studie der drei Forscher folgten mehrere vielbeachtete Buchveröffentlichungen. So veröffentlichten Acemoğlu und Robinson 2006 das Buch Economic Origins of Dictatorship and Democracy. 2012 folgte Why Nations Fail, das sich sowohl in der englischen Originalfassung als auch in der deutschen Übersetzung Warum Nationen scheitern im Bestand der TIB befindet. Diese Werke beschäftigten sich mit dem Einfluss von politischen Systemen auf die Ökonomie und der Rolle von staatlichen Institutionen dabei. Sie bilden damit das theoretische Fundament der nun mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Theorie.

    Gemeinsam mit Johnson veröffentlichte Acemoğlu 2023 Power and progress: our thousand-year struggle over technology and prosperity sowie mit Robinson 2019 Gleichgewicht der Macht: der ewige Kampf zwischen Staat und Gesellschaft.

    Diese Titel sind allesamt im Bestand der TIB am Standort Conti-Campus zu finden und stehen dort teilweise in dem von meinen Kolleg:innen Helena Schugt und Lennart König gestalteten Themenregal zum Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften im Lesesaal im ersten Obergeschoss.

    Weitere Werke der drei Ausgezeichneten sind ebenfalls in großer Zahl in unserem Bestand vorhanden, viele davon als elektronische Ausgaben. Mit den folgenden Links springen Sie direkt in die Trefferliste für den jeweiligen Forscher:

    Daron AcemogluSimon JohnsonJames A. Robinson

    Viel Freude beim Stöbern!

     

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