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#mayayim — Public Fediverse posts

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  1. Dieser "Klassiker der afro-deutschen Bewegung" besteht im Wesentlichen aus einer historischen Arbeit, die sich vom vorkolonialen Deutschland bis zu den 1980er-Jahren spannt und immer wieder durch Zeitzeuginnenberichte und Oral History sowie Gedichte ergänzt wird. Die Qualität ist die eines schön dicken, gut gedruckten Fanzines. Ich mag solche Geschichte von unten und habe viel gelernt, gerade als alter weißer Mann.

    orlanda.de/product/farbe-beken

    #MayAyim #KatharinaOguntoye #DagmarSchulz #Sachbuch

  2. Dieser "Klassiker der afro-deutschen Bewegung" besteht im Wesentlichen aus einer historischen Arbeit, die sich vom vorkolonialen Deutschland bis zu den 1980er-Jahren spannt und immer wieder durch Zeitzeuginnenberichte und Oral History sowie Gedichte ergänzt wird. Die Qualität ist die eines schön dicken, gut gedruckten Fanzines. Ich mag solche Geschichte von unten und habe viel gelernt, gerade als alter weißer Mann.

    orlanda.de/product/farbe-beken

    #MayAyim #KatharinaOguntoye #DagmarSchulz #Sachbuch

  3. Dieser "Klassiker der afro-deutschen Bewegung" besteht im Wesentlichen aus einer historischen Arbeit, die sich vom vorkolonialen Deutschland bis zu den 1980er-Jahren spannt und immer wieder durch Zeitzeuginnenberichte und Oral History sowie Gedichte ergänzt wird. Die Qualität ist die eines schön dicken, gut gedruckten Fanzines. Ich mag solche Geschichte von unten und habe viel gelernt, gerade als alter weißer Mann.

    orlanda.de/product/farbe-beken

    #MayAyim #KatharinaOguntoye #DagmarSchulz #Sachbuch

  4. Das dritte Buch, dass ich euch vorstellen möchte ist der Gedichtsband "Weitergehen" mit Gedichten von May Ayim.

    "May Ayim war eine deutsche Dichterin, Pädagogin und Aktivistin der afrodeutschen Bewegung." – wikipedia

    «exotik

    nachdem sie mich erst anschwärzten
    zogen sie mich dann durch den kakao
    um mir schließlich weiß machen zu wollen
    es sei vollkommen unangebracht
    schwarz zu sehen »

    #BlackHistoryMonth #MayAyim

  5. Das Jahr 1990 Heimat und Einheit aus afro-deutscher Perspektive von May Ayim

    [...]

    Mir scheint, die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten warf ihre steinigen Schatten weit voraus, bevor sie zerfiel, und zwar direkt in die Köpfe derer, die sich mit ihr umgeben, geschmückt und abgefunden hatten - in unsere Ost-Westgehirne.

    Menschen aus beiden Teilen Deutschlands trafen aufeinander, wie Zwillinge, die um ihre gemeinsamen Eltern wissen, jedoch von Geburt an getrennt voneinander gelebt hatten.

    Die anfängliche Euphorie entpuppte sich als Wiedersehensfreude zweier sich weitgehend Unbekannter, die zu leugnen versuchten, daß sie sich aus der Ferne bisher meist nur angefeindet hatten.

    In der gesamten Medienlandschaft war von deutsch-deutschen Brüdern und Schwestern die Rede, von einig und wiedervereinigt, von Solidarität und Mitmenschlichkeit ... Ja, sogar Begriffe wie Heimat, Volk und Vaterland waren plötzlich - wieder - in vieler Munde.

    Worte, die in beiden deutschen Staaten seit dem Holocaust zumeist nur mit Vorsicht benutzt wurden oder gar verpönt waren und sich lediglich in rechten Kreisen ungebrochener Beliebtheit erfreut hatten, machten die Runde.

    Die Zeiten ändern sich, die Menschen auch.
    Vielleicht ändern sich die Fragen der Zeiten nur wenig und die Antworten der Menschen fast gar nicht.

    Die anfängliche Begegnungs-Begeisterung zerbröckelte in unvorhergesehener Geschwindigkeit, und die trügerisch wiedergewonnene Einheitlichkeit erstickte alsbald unter dem festen, selbst fabrizierten Mantel freiheitlicher Deutschtümelei.

    Zuvor jedoch wurden gesamtdeutsch Fähnchen und Flaggen geschwungen, Deutschland-Blousons, T-Shirts und Sticker zur Schau getragen.

    Ich wunderte mich im November 1989, wie rasch und massenhaft verschiedenste Schwarz-Rot-Gold-Fabrikate in die Kaufhäuser und selbst auf die Flohmärkte gelangten, Produkte, die allerorts auf große Nachfrage stießen, war außerstande mir zu erklären, was da in den tieferen Schichten der Köpfe und Gefühle vor sich ging.

    Die weißen, christlich-deutsch-kollektiven Schuldkomplexe hatten sich scheinbar über Nacht in Luft aufgelöst und dabei die Gegenwart von der Vergangenheit gerissen.

    Wer waren die Käuferinnen, wer die Produzentlnnen der feilgebotenen Freiheit, und für wen und wie viele war Platz in der gepriesenen neuen Heimat?

    Wer umarmte sich da in deutsch-deutscher Vereinigung, und wer wurde umarmt, vereinnahmt, verstoßen? Wer zum ersten Mal, wer schon wieder, wer schon immer?

    Die Vereinigung führte in wenigen Augenblicken zur Geburt einer neuen Bundesrepublik in einem - was die alte BRD betrifft - nicht sonderlich neuen Gewand.
    Die DDR wurde links liegengelassen.
    Als die Mauer fiel, freuten sich viele, anderen wurde es schwindelig.

    […]

    In den ersten Tagen nach dem 9. November 1989 bemerkte ich, daß kaum Immigrantinnen und Schwarze Deutsche im Stadtbild zu sehen waren, zumindest nur selten solche mit dunkler Hautfarbe.

    Ich fragte mich, wie viele Jüdinnen (nicht) auf der Straße waren.

    Ein paar Afro-Deutsche, die ich im Jahr zuvor in Ostberlin kennengelemt hatte, liefen mir zufällig über den Weg, und wir freuten uns, nun mehr Begegnungsmöglichkeiten zu haben.

    Ich war allein unterwegs, wollte ein bißchen von der allgemeinen Begeisterung einatmen, den historischen Moment spüren und meine zurückhaltende Freude teilen.

    Zurückhaltend deshalb, weil ich von den bevorstehenden Verschärfungen in der Gesetzgebung für Immigrantinnen und Zufluchtsuchende gehört hatte.

    Ebenso wie andere Schwarze Deutsche und Immigrantinnen wußte ich, daß selbst ein deutscher Paß keine Einladungskarte zu den Ost-West-Feierlichkeiten darstellte.

    Wir spürten, daß mit der bevorstehenden innerdeutschen Vereinigung eine zunehmende Abgrenzung nach außen einhergehen würde - ein Außen, das uns einschließen würde.

    Unsere Beteiligung am Fest war nicht gefragt.

    Das neue »Wir« in - wie es Kanzler Kohl zu formulieren beliebt - »diesem unserem Lande« hatte und hat keinen Platz für alle.

    Zum ersten Mal, seit ich in Berlin lebte, mußte ich mich nun beinahe täglich gegen unverblümte Beleidigungen, feindliche Blicke und/oder offen rassistische Diffamierungen zur Wehr setzen.

    Ich begann wieder - wie in früheren Zeiten - beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln nach den Gesichtern Schwarzer Menschen Ausschau zu halten.

    Eine Freundin hielt in der S-Bahn ihre afro-deutsche Tochter auf dem Schoß, als sie zu hören bekam: »Solche wie euch brauchen wir jetzt nicht mehr, wir sind hier schon selber mehr als genug!«

    Ein zehnjähriger afrikanischer Junge wurde aus der vollen U-Bahn auf den Bahnsteig hinausgestoßen, um einem weißen Deutschen Platz zu machen...

    Das waren Vorfälle in Westberlin im November 1989, und seit 1990 mehrten sich dann Berichte von rassistisch motivierten Übergriffen vor allem auf Schwarze Menschen, mehrheitlich im Ostteil Deutschlands.
    Berichte, die zunächst nur in Kreisen von Immigrantinnen und Schwarzen Deutschen bekannt wurden, offizielle Medienberichterstatterlnnen nahmen von den gewaltsamen Ausschreitungen kaum Notiz.

    Ich begann das Jahr 1990 mit einem Gedicht:

    grenzenlos und unverschämt
    ein gedicht gegen die deutsche sch-einheit

    ich werde trotzdem
    afrikanisch
    sein
    auch wenn ihr
    mich gerne
    deutsch
    haben wollt
    und werde trotzdem
    deutsch sein
    auch wenn euch
    meine schwärze
    nicht paßt
    ich werde
    noch einen schritt weitergehen
    bis an den äußersten rand
    wo meine Schwestern sind - wo meine brüder stehen
    wo
    unsere
    FREIHEIT
    beginnt
    ich werde
    noch einen schritt weitergehen und noch einen schritt
    weiter
    und wiederkehren
    wann
    ich will
    wenn
    ich will
    grenzenlos und unverschämt
    bleiben.

    Textauszüge aus May Ayim; Silke Mertins - "Grenzenlos und unverschämt" und Videobeitrag aus "May Ayim. Hoffnung im Herz.", Orlanda Frauenverlag, 1997

    #MayAyim #Rassismus #DeutscheEinheit #Wiedervereinigung #TagDerDeutschenEinheit

  6. Das Jahr 1990 Heimat und Einheit aus afro-deutscher Perspektive von May Ayim

    [...]

    Mir scheint, die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten warf ihre steinigen Schatten weit voraus, bevor sie zerfiel, und zwar direkt in die Köpfe derer, die sich mit ihr umgeben, geschmückt und abgefunden hatten - in unsere Ost-Westgehirne.

    Menschen aus beiden Teilen Deutschlands trafen aufeinander, wie Zwillinge, die um ihre gemeinsamen Eltern wissen, jedoch von Geburt an getrennt voneinander gelebt hatten.

    Die anfängliche Euphorie entpuppte sich als Wiedersehensfreude zweier sich weitgehend Unbekannter, die zu leugnen versuchten, daß sie sich aus der Ferne bisher meist nur angefeindet hatten.

    In der gesamten Medienlandschaft war von deutsch-deutschen Brüdern und Schwestern die Rede, von einig und wiedervereinigt, von Solidarität und Mitmenschlichkeit ... Ja, sogar Begriffe wie Heimat, Volk und Vaterland waren plötzlich - wieder - in vieler Munde.

    Worte, die in beiden deutschen Staaten seit dem Holocaust zumeist nur mit Vorsicht benutzt wurden oder gar verpönt waren und sich lediglich in rechten Kreisen ungebrochener Beliebtheit erfreut hatten, machten die Runde.

    Die Zeiten ändern sich, die Menschen auch.
    Vielleicht ändern sich die Fragen der Zeiten nur wenig und die Antworten der Menschen fast gar nicht.

    Die anfängliche Begegnungs-Begeisterung zerbröckelte in unvorhergesehener Geschwindigkeit, und die trügerisch wiedergewonnene Einheitlichkeit erstickte alsbald unter dem festen, selbst fabrizierten Mantel freiheitlicher Deutschtümelei.

    Zuvor jedoch wurden gesamtdeutsch Fähnchen und Flaggen geschwungen, Deutschland-Blousons, T-Shirts und Sticker zur Schau getragen.

    Ich wunderte mich im November 1989, wie rasch und massenhaft verschiedenste Schwarz-Rot-Gold-Fabrikate in die Kaufhäuser und selbst auf die Flohmärkte gelangten, Produkte, die allerorts auf große Nachfrage stießen, war außerstande mir zu erklären, was da in den tieferen Schichten der Köpfe und Gefühle vor sich ging.

    Die weißen, christlich-deutsch-kollektiven Schuldkomplexe hatten sich scheinbar über Nacht in Luft aufgelöst und dabei die Gegenwart von der Vergangenheit gerissen.

    Wer waren die Käuferinnen, wer die Produzentlnnen der feilgebotenen Freiheit, und für wen und wie viele war Platz in der gepriesenen neuen Heimat?

    Wer umarmte sich da in deutsch-deutscher Vereinigung, und wer wurde umarmt, vereinnahmt, verstoßen? Wer zum ersten Mal, wer schon wieder, wer schon immer?

    Die Vereinigung führte in wenigen Augenblicken zur Geburt einer neuen Bundesrepublik in einem - was die alte BRD betrifft - nicht sonderlich neuen Gewand.
    Die DDR wurde links liegengelassen.
    Als die Mauer fiel, freuten sich viele, anderen wurde es schwindelig.

    […]

    In den ersten Tagen nach dem 9. November 1989 bemerkte ich, daß kaum Immigrantinnen und Schwarze Deutsche im Stadtbild zu sehen waren, zumindest nur selten solche mit dunkler Hautfarbe.

    Ich fragte mich, wie viele Jüdinnen (nicht) auf der Straße waren.

    Ein paar Afro-Deutsche, die ich im Jahr zuvor in Ostberlin kennengelemt hatte, liefen mir zufällig über den Weg, und wir freuten uns, nun mehr Begegnungsmöglichkeiten zu haben.

    Ich war allein unterwegs, wollte ein bißchen von der allgemeinen Begeisterung einatmen, den historischen Moment spüren und meine zurückhaltende Freude teilen.

    Zurückhaltend deshalb, weil ich von den bevorstehenden Verschärfungen in der Gesetzgebung für Immigrantinnen und Zufluchtsuchende gehört hatte.

    Ebenso wie andere Schwarze Deutsche und Immigrantinnen wußte ich, daß selbst ein deutscher Paß keine Einladungskarte zu den Ost-West-Feierlichkeiten darstellte.

    Wir spürten, daß mit der bevorstehenden innerdeutschen Vereinigung eine zunehmende Abgrenzung nach außen einhergehen würde - ein Außen, das uns einschließen würde.

    Unsere Beteiligung am Fest war nicht gefragt.

    Das neue »Wir« in - wie es Kanzler Kohl zu formulieren beliebt - »diesem unserem Lande« hatte und hat keinen Platz für alle.

    Zum ersten Mal, seit ich in Berlin lebte, mußte ich mich nun beinahe täglich gegen unverblümte Beleidigungen, feindliche Blicke und/oder offen rassistische Diffamierungen zur Wehr setzen.

    Ich begann wieder - wie in früheren Zeiten - beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln nach den Gesichtern Schwarzer Menschen Ausschau zu halten.

    Eine Freundin hielt in der S-Bahn ihre afro-deutsche Tochter auf dem Schoß, als sie zu hören bekam: »Solche wie euch brauchen wir jetzt nicht mehr, wir sind hier schon selber mehr als genug!«

    Ein zehnjähriger afrikanischer Junge wurde aus der vollen U-Bahn auf den Bahnsteig hinausgestoßen, um einem weißen Deutschen Platz zu machen...

    Das waren Vorfälle in Westberlin im November 1989, und seit 1990 mehrten sich dann Berichte von rassistisch motivierten Übergriffen vor allem auf Schwarze Menschen, mehrheitlich im Ostteil Deutschlands.
    Berichte, die zunächst nur in Kreisen von Immigrantinnen und Schwarzen Deutschen bekannt wurden, offizielle Medienberichterstatterlnnen nahmen von den gewaltsamen Ausschreitungen kaum Notiz.

    Ich begann das Jahr 1990 mit einem Gedicht:

    grenzenlos und unverschämt
    ein gedicht gegen die deutsche sch-einheit

    ich werde trotzdem
    afrikanisch
    sein
    auch wenn ihr
    mich gerne
    deutsch
    haben wollt
    und werde trotzdem
    deutsch sein
    auch wenn euch
    meine schwärze
    nicht paßt
    ich werde
    noch einen schritt weitergehen
    bis an den äußersten rand
    wo meine Schwestern sind - wo meine brüder stehen
    wo
    unsere
    FREIHEIT
    beginnt
    ich werde
    noch einen schritt weitergehen und noch einen schritt
    weiter
    und wiederkehren
    wann
    ich will
    wenn
    ich will
    grenzenlos und unverschämt
    bleiben.

    Textauszüge aus May Ayim; Silke Mertins - "Grenzenlos und unverschämt" und Videobeitrag aus "May Ayim. Hoffnung im Herz.", Orlanda Frauenverlag, 1997

    #MayAyim #Rassismus #DeutscheEinheit #Wiedervereinigung #TagDerDeutschenEinheit

  7. Das Jahr 1990 Heimat und Einheit aus afro-deutscher Perspektive von May Ayim

    [...]

    Mir scheint, die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten warf ihre steinigen Schatten weit voraus, bevor sie zerfiel, und zwar direkt in die Köpfe derer, die sich mit ihr umgeben, geschmückt und abgefunden hatten - in unsere Ost-Westgehirne.

    Menschen aus beiden Teilen Deutschlands trafen aufeinander, wie Zwillinge, die um ihre gemeinsamen Eltern wissen, jedoch von Geburt an getrennt voneinander gelebt hatten.

    Die anfängliche Euphorie entpuppte sich als Wiedersehensfreude zweier sich weitgehend Unbekannter, die zu leugnen versuchten, daß sie sich aus der Ferne bisher meist nur angefeindet hatten.

    In der gesamten Medienlandschaft war von deutsch-deutschen Brüdern und Schwestern die Rede, von einig und wiedervereinigt, von Solidarität und Mitmenschlichkeit ... Ja, sogar Begriffe wie Heimat, Volk und Vaterland waren plötzlich - wieder - in vieler Munde.

    Worte, die in beiden deutschen Staaten seit dem Holocaust zumeist nur mit Vorsicht benutzt wurden oder gar verpönt waren und sich lediglich in rechten Kreisen ungebrochener Beliebtheit erfreut hatten, machten die Runde.

    Die Zeiten ändern sich, die Menschen auch.
    Vielleicht ändern sich die Fragen der Zeiten nur wenig und die Antworten der Menschen fast gar nicht.

    Die anfängliche Begegnungs-Begeisterung zerbröckelte in unvorhergesehener Geschwindigkeit, und die trügerisch wiedergewonnene Einheitlichkeit erstickte alsbald unter dem festen, selbst fabrizierten Mantel freiheitlicher Deutschtümelei.

    Zuvor jedoch wurden gesamtdeutsch Fähnchen und Flaggen geschwungen, Deutschland-Blousons, T-Shirts und Sticker zur Schau getragen.

    Ich wunderte mich im November 1989, wie rasch und massenhaft verschiedenste Schwarz-Rot-Gold-Fabrikate in die Kaufhäuser und selbst auf die Flohmärkte gelangten, Produkte, die allerorts auf große Nachfrage stießen, war außerstande mir zu erklären, was da in den tieferen Schichten der Köpfe und Gefühle vor sich ging.

    Die weißen, christlich-deutsch-kollektiven Schuldkomplexe hatten sich scheinbar über Nacht in Luft aufgelöst und dabei die Gegenwart von der Vergangenheit gerissen.

    Wer waren die Käuferinnen, wer die Produzentlnnen der feilgebotenen Freiheit, und für wen und wie viele war Platz in der gepriesenen neuen Heimat?

    Wer umarmte sich da in deutsch-deutscher Vereinigung, und wer wurde umarmt, vereinnahmt, verstoßen? Wer zum ersten Mal, wer schon wieder, wer schon immer?

    Die Vereinigung führte in wenigen Augenblicken zur Geburt einer neuen Bundesrepublik in einem - was die alte BRD betrifft - nicht sonderlich neuen Gewand.
    Die DDR wurde links liegengelassen.
    Als die Mauer fiel, freuten sich viele, anderen wurde es schwindelig.

    […]

    In den ersten Tagen nach dem 9. November 1989 bemerkte ich, daß kaum Immigrantinnen und Schwarze Deutsche im Stadtbild zu sehen waren, zumindest nur selten solche mit dunkler Hautfarbe.

    Ich fragte mich, wie viele Jüdinnen (nicht) auf der Straße waren.

    Ein paar Afro-Deutsche, die ich im Jahr zuvor in Ostberlin kennengelemt hatte, liefen mir zufällig über den Weg, und wir freuten uns, nun mehr Begegnungsmöglichkeiten zu haben.

    Ich war allein unterwegs, wollte ein bißchen von der allgemeinen Begeisterung einatmen, den historischen Moment spüren und meine zurückhaltende Freude teilen.

    Zurückhaltend deshalb, weil ich von den bevorstehenden Verschärfungen in der Gesetzgebung für Immigrantinnen und Zufluchtsuchende gehört hatte.

    Ebenso wie andere Schwarze Deutsche und Immigrantinnen wußte ich, daß selbst ein deutscher Paß keine Einladungskarte zu den Ost-West-Feierlichkeiten darstellte.

    Wir spürten, daß mit der bevorstehenden innerdeutschen Vereinigung eine zunehmende Abgrenzung nach außen einhergehen würde - ein Außen, das uns einschließen würde.

    Unsere Beteiligung am Fest war nicht gefragt.

    Das neue »Wir« in - wie es Kanzler Kohl zu formulieren beliebt - »diesem unserem Lande« hatte und hat keinen Platz für alle.

    Zum ersten Mal, seit ich in Berlin lebte, mußte ich mich nun beinahe täglich gegen unverblümte Beleidigungen, feindliche Blicke und/oder offen rassistische Diffamierungen zur Wehr setzen.

    Ich begann wieder - wie in früheren Zeiten - beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln nach den Gesichtern Schwarzer Menschen Ausschau zu halten.

    Eine Freundin hielt in der S-Bahn ihre afro-deutsche Tochter auf dem Schoß, als sie zu hören bekam: »Solche wie euch brauchen wir jetzt nicht mehr, wir sind hier schon selber mehr als genug!«

    Ein zehnjähriger afrikanischer Junge wurde aus der vollen U-Bahn auf den Bahnsteig hinausgestoßen, um einem weißen Deutschen Platz zu machen...

    Das waren Vorfälle in Westberlin im November 1989, und seit 1990 mehrten sich dann Berichte von rassistisch motivierten Übergriffen vor allem auf Schwarze Menschen, mehrheitlich im Ostteil Deutschlands.
    Berichte, die zunächst nur in Kreisen von Immigrantinnen und Schwarzen Deutschen bekannt wurden, offizielle Medienberichterstatterlnnen nahmen von den gewaltsamen Ausschreitungen kaum Notiz.

    Ich begann das Jahr 1990 mit einem Gedicht:

    grenzenlos und unverschämt
    ein gedicht gegen die deutsche sch-einheit

    ich werde trotzdem
    afrikanisch
    sein
    auch wenn ihr
    mich gerne
    deutsch
    haben wollt
    und werde trotzdem
    deutsch sein
    auch wenn euch
    meine schwärze
    nicht paßt
    ich werde
    noch einen schritt weitergehen
    bis an den äußersten rand
    wo meine Schwestern sind - wo meine brüder stehen
    wo
    unsere
    FREIHEIT
    beginnt
    ich werde
    noch einen schritt weitergehen und noch einen schritt
    weiter
    und wiederkehren
    wann
    ich will
    wenn
    ich will
    grenzenlos und unverschämt
    bleiben.

    Textauszüge aus May Ayim; Silke Mertins - "Grenzenlos und unverschämt" und Videobeitrag aus "May Ayim. Hoffnung im Herz.", Orlanda Frauenverlag, 1997

    #MayAyim #Rassismus #DeutscheEinheit #Wiedervereinigung #TagDerDeutschenEinheit

  8. Das Jahr 1990 Heimat und Einheit aus afro-deutscher Perspektive von May Ayim

    [...]

    Mir scheint, die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten warf ihre steinigen Schatten weit voraus, bevor sie zerfiel, und zwar direkt in die Köpfe derer, die sich mit ihr umgeben, geschmückt und abgefunden hatten - in unsere Ost-Westgehirne.

    Menschen aus beiden Teilen Deutschlands trafen aufeinander, wie Zwillinge, die um ihre gemeinsamen Eltern wissen, jedoch von Geburt an getrennt voneinander gelebt hatten.

    Die anfängliche Euphorie entpuppte sich als Wiedersehensfreude zweier sich weitgehend Unbekannter, die zu leugnen versuchten, daß sie sich aus der Ferne bisher meist nur angefeindet hatten.

    In der gesamten Medienlandschaft war von deutsch-deutschen Brüdern und Schwestern die Rede, von einig und wiedervereinigt, von Solidarität und Mitmenschlichkeit ... Ja, sogar Begriffe wie Heimat, Volk und Vaterland waren plötzlich - wieder - in vieler Munde.

    Worte, die in beiden deutschen Staaten seit dem Holocaust zumeist nur mit Vorsicht benutzt wurden oder gar verpönt waren und sich lediglich in rechten Kreisen ungebrochener Beliebtheit erfreut hatten, machten die Runde.

    Die Zeiten ändern sich, die Menschen auch.
    Vielleicht ändern sich die Fragen der Zeiten nur wenig und die Antworten der Menschen fast gar nicht.

    Die anfängliche Begegnungs-Begeisterung zerbröckelte in unvorhergesehener Geschwindigkeit, und die trügerisch wiedergewonnene Einheitlichkeit erstickte alsbald unter dem festen, selbst fabrizierten Mantel freiheitlicher Deutschtümelei.

    Zuvor jedoch wurden gesamtdeutsch Fähnchen und Flaggen geschwungen, Deutschland-Blousons, T-Shirts und Sticker zur Schau getragen.

    Ich wunderte mich im November 1989, wie rasch und massenhaft verschiedenste Schwarz-Rot-Gold-Fabrikate in die Kaufhäuser und selbst auf die Flohmärkte gelangten, Produkte, die allerorts auf große Nachfrage stießen, war außerstande mir zu erklären, was da in den tieferen Schichten der Köpfe und Gefühle vor sich ging.

    Die weißen, christlich-deutsch-kollektiven Schuldkomplexe hatten sich scheinbar über Nacht in Luft aufgelöst und dabei die Gegenwart von der Vergangenheit gerissen.

    Wer waren die Käuferinnen, wer die Produzentlnnen der feilgebotenen Freiheit, und für wen und wie viele war Platz in der gepriesenen neuen Heimat?

    Wer umarmte sich da in deutsch-deutscher Vereinigung, und wer wurde umarmt, vereinnahmt, verstoßen? Wer zum ersten Mal, wer schon wieder, wer schon immer?

    Die Vereinigung führte in wenigen Augenblicken zur Geburt einer neuen Bundesrepublik in einem - was die alte BRD betrifft - nicht sonderlich neuen Gewand.
    Die DDR wurde links liegengelassen.
    Als die Mauer fiel, freuten sich viele, anderen wurde es schwindelig.

    […]

    In den ersten Tagen nach dem 9. November 1989 bemerkte ich, daß kaum Immigrantinnen und Schwarze Deutsche im Stadtbild zu sehen waren, zumindest nur selten solche mit dunkler Hautfarbe.

    Ich fragte mich, wie viele Jüdinnen (nicht) auf der Straße waren.

    Ein paar Afro-Deutsche, die ich im Jahr zuvor in Ostberlin kennengelemt hatte, liefen mir zufällig über den Weg, und wir freuten uns, nun mehr Begegnungsmöglichkeiten zu haben.

    Ich war allein unterwegs, wollte ein bißchen von der allgemeinen Begeisterung einatmen, den historischen Moment spüren und meine zurückhaltende Freude teilen.

    Zurückhaltend deshalb, weil ich von den bevorstehenden Verschärfungen in der Gesetzgebung für Immigrantinnen und Zufluchtsuchende gehört hatte.

    Ebenso wie andere Schwarze Deutsche und Immigrantinnen wußte ich, daß selbst ein deutscher Paß keine Einladungskarte zu den Ost-West-Feierlichkeiten darstellte.

    Wir spürten, daß mit der bevorstehenden innerdeutschen Vereinigung eine zunehmende Abgrenzung nach außen einhergehen würde - ein Außen, das uns einschließen würde.

    Unsere Beteiligung am Fest war nicht gefragt.

    Das neue »Wir« in - wie es Kanzler Kohl zu formulieren beliebt - »diesem unserem Lande« hatte und hat keinen Platz für alle.

    Zum ersten Mal, seit ich in Berlin lebte, mußte ich mich nun beinahe täglich gegen unverblümte Beleidigungen, feindliche Blicke und/oder offen rassistische Diffamierungen zur Wehr setzen.

    Ich begann wieder - wie in früheren Zeiten - beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln nach den Gesichtern Schwarzer Menschen Ausschau zu halten.

    Eine Freundin hielt in der S-Bahn ihre afro-deutsche Tochter auf dem Schoß, als sie zu hören bekam: »Solche wie euch brauchen wir jetzt nicht mehr, wir sind hier schon selber mehr als genug!«

    Ein zehnjähriger afrikanischer Junge wurde aus der vollen U-Bahn auf den Bahnsteig hinausgestoßen, um einem weißen Deutschen Platz zu machen...

    Das waren Vorfälle in Westberlin im November 1989, und seit 1990 mehrten sich dann Berichte von rassistisch motivierten Übergriffen vor allem auf Schwarze Menschen, mehrheitlich im Ostteil Deutschlands.
    Berichte, die zunächst nur in Kreisen von Immigrantinnen und Schwarzen Deutschen bekannt wurden, offizielle Medienberichterstatterlnnen nahmen von den gewaltsamen Ausschreitungen kaum Notiz.

    Ich begann das Jahr 1990 mit einem Gedicht:

    grenzenlos und unverschämt
    ein gedicht gegen die deutsche sch-einheit

    ich werde trotzdem
    afrikanisch
    sein
    auch wenn ihr
    mich gerne
    deutsch
    haben wollt
    und werde trotzdem
    deutsch sein
    auch wenn euch
    meine schwärze
    nicht paßt
    ich werde
    noch einen schritt weitergehen
    bis an den äußersten rand
    wo meine Schwestern sind - wo meine brüder stehen
    wo
    unsere
    FREIHEIT
    beginnt
    ich werde
    noch einen schritt weitergehen und noch einen schritt
    weiter
    und wiederkehren
    wann
    ich will
    wenn
    ich will
    grenzenlos und unverschämt
    bleiben.

    Textauszüge aus May Ayim; Silke Mertins - "Grenzenlos und unverschämt" und Videobeitrag aus "May Ayim. Hoffnung im Herz.", Orlanda Frauenverlag, 1997

    #MayAyim #Rassismus #DeutscheEinheit #Wiedervereinigung #TagDerDeutschenEinheit

  9. Das Jahr 1990 Heimat und Einheit aus afro-deutscher Perspektive von May Ayim

    [...]

    Mir scheint, die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten warf ihre steinigen Schatten weit voraus, bevor sie zerfiel, und zwar direkt in die Köpfe derer, die sich mit ihr umgeben, geschmückt und abgefunden hatten - in unsere Ost-Westgehirne.

    Menschen aus beiden Teilen Deutschlands trafen aufeinander, wie Zwillinge, die um ihre gemeinsamen Eltern wissen, jedoch von Geburt an getrennt voneinander gelebt hatten.

    Die anfängliche Euphorie entpuppte sich als Wiedersehensfreude zweier sich weitgehend Unbekannter, die zu leugnen versuchten, daß sie sich aus der Ferne bisher meist nur angefeindet hatten.

    In der gesamten Medienlandschaft war von deutsch-deutschen Brüdern und Schwestern die Rede, von einig und wiedervereinigt, von Solidarität und Mitmenschlichkeit ... Ja, sogar Begriffe wie Heimat, Volk und Vaterland waren plötzlich - wieder - in vieler Munde.

    Worte, die in beiden deutschen Staaten seit dem Holocaust zumeist nur mit Vorsicht benutzt wurden oder gar verpönt waren und sich lediglich in rechten Kreisen ungebrochener Beliebtheit erfreut hatten, machten die Runde.

    Die Zeiten ändern sich, die Menschen auch.
    Vielleicht ändern sich die Fragen der Zeiten nur wenig und die Antworten der Menschen fast gar nicht.

    Die anfängliche Begegnungs-Begeisterung zerbröckelte in unvorhergesehener Geschwindigkeit, und die trügerisch wiedergewonnene Einheitlichkeit erstickte alsbald unter dem festen, selbst fabrizierten Mantel freiheitlicher Deutschtümelei.

    Zuvor jedoch wurden gesamtdeutsch Fähnchen und Flaggen geschwungen, Deutschland-Blousons, T-Shirts und Sticker zur Schau getragen.

    Ich wunderte mich im November 1989, wie rasch und massenhaft verschiedenste Schwarz-Rot-Gold-Fabrikate in die Kaufhäuser und selbst auf die Flohmärkte gelangten, Produkte, die allerorts auf große Nachfrage stießen, war außerstande mir zu erklären, was da in den tieferen Schichten der Köpfe und Gefühle vor sich ging.

    Die weißen, christlich-deutsch-kollektiven Schuldkomplexe hatten sich scheinbar über Nacht in Luft aufgelöst und dabei die Gegenwart von der Vergangenheit gerissen.

    Wer waren die Käuferinnen, wer die Produzentlnnen der feilgebotenen Freiheit, und für wen und wie viele war Platz in der gepriesenen neuen Heimat?

    Wer umarmte sich da in deutsch-deutscher Vereinigung, und wer wurde umarmt, vereinnahmt, verstoßen? Wer zum ersten Mal, wer schon wieder, wer schon immer?

    Die Vereinigung führte in wenigen Augenblicken zur Geburt einer neuen Bundesrepublik in einem - was die alte BRD betrifft - nicht sonderlich neuen Gewand.
    Die DDR wurde links liegengelassen.
    Als die Mauer fiel, freuten sich viele, anderen wurde es schwindelig.

    […]

    In den ersten Tagen nach dem 9. November 1989 bemerkte ich, daß kaum Immigrantinnen und Schwarze Deutsche im Stadtbild zu sehen waren, zumindest nur selten solche mit dunkler Hautfarbe.

    Ich fragte mich, wie viele Jüdinnen (nicht) auf der Straße waren.

    Ein paar Afro-Deutsche, die ich im Jahr zuvor in Ostberlin kennengelemt hatte, liefen mir zufällig über den Weg, und wir freuten uns, nun mehr Begegnungsmöglichkeiten zu haben.

    Ich war allein unterwegs, wollte ein bißchen von der allgemeinen Begeisterung einatmen, den historischen Moment spüren und meine zurückhaltende Freude teilen.

    Zurückhaltend deshalb, weil ich von den bevorstehenden Verschärfungen in der Gesetzgebung für Immigrantinnen und Zufluchtsuchende gehört hatte.

    Ebenso wie andere Schwarze Deutsche und Immigrantinnen wußte ich, daß selbst ein deutscher Paß keine Einladungskarte zu den Ost-West-Feierlichkeiten darstellte.

    Wir spürten, daß mit der bevorstehenden innerdeutschen Vereinigung eine zunehmende Abgrenzung nach außen einhergehen würde - ein Außen, das uns einschließen würde.

    Unsere Beteiligung am Fest war nicht gefragt.

    Das neue »Wir« in - wie es Kanzler Kohl zu formulieren beliebt - »diesem unserem Lande« hatte und hat keinen Platz für alle.

    Zum ersten Mal, seit ich in Berlin lebte, mußte ich mich nun beinahe täglich gegen unverblümte Beleidigungen, feindliche Blicke und/oder offen rassistische Diffamierungen zur Wehr setzen.

    Ich begann wieder - wie in früheren Zeiten - beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln nach den Gesichtern Schwarzer Menschen Ausschau zu halten.

    Eine Freundin hielt in der S-Bahn ihre afro-deutsche Tochter auf dem Schoß, als sie zu hören bekam: »Solche wie euch brauchen wir jetzt nicht mehr, wir sind hier schon selber mehr als genug!«

    Ein zehnjähriger afrikanischer Junge wurde aus der vollen U-Bahn auf den Bahnsteig hinausgestoßen, um einem weißen Deutschen Platz zu machen...

    Das waren Vorfälle in Westberlin im November 1989, und seit 1990 mehrten sich dann Berichte von rassistisch motivierten Übergriffen vor allem auf Schwarze Menschen, mehrheitlich im Ostteil Deutschlands.
    Berichte, die zunächst nur in Kreisen von Immigrantinnen und Schwarzen Deutschen bekannt wurden, offizielle Medienberichterstatterlnnen nahmen von den gewaltsamen Ausschreitungen kaum Notiz.

    Ich begann das Jahr 1990 mit einem Gedicht:

    grenzenlos und unverschämt
    ein gedicht gegen die deutsche sch-einheit

    ich werde trotzdem
    afrikanisch
    sein
    auch wenn ihr
    mich gerne
    deutsch
    haben wollt
    und werde trotzdem
    deutsch sein
    auch wenn euch
    meine schwärze
    nicht paßt
    ich werde
    noch einen schritt weitergehen
    bis an den äußersten rand
    wo meine Schwestern sind - wo meine brüder stehen
    wo
    unsere
    FREIHEIT
    beginnt
    ich werde
    noch einen schritt weitergehen und noch einen schritt
    weiter
    und wiederkehren
    wann
    ich will
    wenn
    ich will
    grenzenlos und unverschämt
    bleiben.

    Textauszüge aus May Ayim; Silke Mertins - "Grenzenlos und unverschämt" und Videobeitrag aus "May Ayim. Hoffnung im Herz.", Orlanda Frauenverlag, 1997

    #MayAyim #Rassismus #DeutscheEinheit #Wiedervereinigung #TagDerDeutschenEinheit

  10. "Als die afrodeutsche Poetin May Ayim 1992 ihr Gedicht „Deutschland im Herbst“ veröffentlichte, gab es den NSU wahrscheinlich noch nicht.

    Bis zu ihrem ersten Sprengstoffanschlag waren es noch sieben Jahre, bis zu ihrer Selbstenttarnung gut zwei Jahrzehnte.

    May Ayim schrieb über die Pogromnacht der Neonazis vom 9. November 1938, vom Mord an Amadeu Antonio am 24. November 1990 und über die rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen im August 1992.

    Obwohl seitdem noch viele antisemitische, rassistische und rechte Anschläge und Morde gefolgt sind, verliert das Gedicht nicht an Aktualität.

    Jeden Herbst lese ich es.

    Und immer sticht ein Begriff hervor: Einzelfall"

    ---

    May ayim: deutschland im herbst (1992)

    es ist nicht wahr

    daß es nicht wahr ist

    so war es

    erst zuerst dann wieder

    so ist es

    kristallnacht:

    im november 1938

    zerklirrten zuerst

    fensterscheiben

    dann

    wieder und wieder

    menschenknochen

    von juden und schwarzen und

    kranken und schwachen von

    sinti und roma und

    polen von lesben und

    schwulen von und von

    und von und von

    und und

    erst einige dann viele

    immer mehr:

    die hand erhoben und mitgemacht

    beifall geklatscht

    oder heimlich gegafft

    wie die

    und die

    und der und der

    und der und die

    erst hin und wieder

    dann wieder und wieder

    schon wieder?

    ein einzelfall:

    in november 1990 wurde

    antonio amadeo aus angola

    in eberswalde

    von neonazis

    erschlagen

    sein kind kurze zeit später von einer

    weißen deutschen frau

    geboren

    ihr haus

    bald darauf

    zertrümmert

    ach ja

    und die polizei

    war so spät da

    daß es zu spät war

    und die zeitungen waren mit worten

    so sparsam

    daß es schweigen gleichkam

    und im fernsehen kein bild

    zu dem mordfall

    zu dem vorfall kein kommentar:

    im neuvereinten deuschland

    das sich so gerne

    viel zu gerne

    wiedervereinigt nennt

    dort haben

    in diesem und jenem ort

    zuerst häuser

    dann menschen

    gebrannt

    erst im osten dann im westen

    dann

    im ganzen land

    erst zuerst dann wieder

    es ist nicht wahr

    daß es nicht wahr ist

    so war es

    so ist es:

    deutschland im herbst

    mir graut vor dem winter

    #MayAyim #AmadeuAntonio #NSU #RostockLichtenhagen #Rassismus #Antisemitismus

  11. "Als die afrodeutsche Poetin May Ayim 1992 ihr Gedicht „Deutschland im Herbst“ veröffentlichte, gab es den NSU wahrscheinlich noch nicht.

    Bis zu ihrem ersten Sprengstoffanschlag waren es noch sieben Jahre, bis zu ihrer Selbstenttarnung gut zwei Jahrzehnte.

    May Ayim schrieb über die Pogromnacht der Neonazis vom 9. November 1938, vom Mord an Amadeu Antonio am 24. November 1990 und über die rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen im August 1992.

    Obwohl seitdem noch viele antisemitische, rassistische und rechte Anschläge und Morde gefolgt sind, verliert das Gedicht nicht an Aktualität.

    Jeden Herbst lese ich es.

    Und immer sticht ein Begriff hervor: Einzelfall"

    ---

    May ayim: deutschland im herbst (1992)

    es ist nicht wahr

    daß es nicht wahr ist

    so war es

    erst zuerst dann wieder

    so ist es

    kristallnacht:

    im november 1938

    zerklirrten zuerst

    fensterscheiben

    dann

    wieder und wieder

    menschenknochen

    von juden und schwarzen und

    kranken und schwachen von

    sinti und roma und

    polen von lesben und

    schwulen von und von

    und von und von

    und und

    erst einige dann viele

    immer mehr:

    die hand erhoben und mitgemacht

    beifall geklatscht

    oder heimlich gegafft

    wie die

    und die

    und der und der

    und der und die

    erst hin und wieder

    dann wieder und wieder

    schon wieder?

    ein einzelfall:

    in november 1990 wurde

    antonio amadeo aus angola

    in eberswalde

    von neonazis

    erschlagen

    sein kind kurze zeit später von einer

    weißen deutschen frau

    geboren

    ihr haus

    bald darauf

    zertrümmert

    ach ja

    und die polizei

    war so spät da

    daß es zu spät war

    und die zeitungen waren mit worten

    so sparsam

    daß es schweigen gleichkam

    und im fernsehen kein bild

    zu dem mordfall

    zu dem vorfall kein kommentar:

    im neuvereinten deuschland

    das sich so gerne

    viel zu gerne

    wiedervereinigt nennt

    dort haben

    in diesem und jenem ort

    zuerst häuser

    dann menschen

    gebrannt

    erst im osten dann im westen

    dann

    im ganzen land

    erst zuerst dann wieder

    es ist nicht wahr

    daß es nicht wahr ist

    so war es

    so ist es:

    deutschland im herbst

    mir graut vor dem winter

    #MayAyim #AmadeuAntonio #NSU #RostockLichtenhagen #Rassismus #Antisemitismus

  12. "Als die afrodeutsche Poetin May Ayim 1992 ihr Gedicht „Deutschland im Herbst“ veröffentlichte, gab es den NSU wahrscheinlich noch nicht.

    Bis zu ihrem ersten Sprengstoffanschlag waren es noch sieben Jahre, bis zu ihrer Selbstenttarnung gut zwei Jahrzehnte.

    May Ayim schrieb über die Pogromnacht der Neonazis vom 9. November 1938, vom Mord an Amadeu Antonio am 24. November 1990 und über die rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen im August 1992.

    Obwohl seitdem noch viele antisemitische, rassistische und rechte Anschläge und Morde gefolgt sind, verliert das Gedicht nicht an Aktualität.

    Jeden Herbst lese ich es.

    Und immer sticht ein Begriff hervor: Einzelfall"

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    May ayim: deutschland im herbst (1992)

    es ist nicht wahr

    daß es nicht wahr ist

    so war es

    erst zuerst dann wieder

    so ist es

    kristallnacht:

    im november 1938

    zerklirrten zuerst

    fensterscheiben

    dann

    wieder und wieder

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    von juden und schwarzen und

    kranken und schwachen von

    sinti und roma und

    polen von lesben und

    schwulen von und von

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    erst einige dann viele

    immer mehr:

    die hand erhoben und mitgemacht

    beifall geklatscht

    oder heimlich gegafft

    wie die

    und die

    und der und der

    und der und die

    erst hin und wieder

    dann wieder und wieder

    schon wieder?

    ein einzelfall:

    in november 1990 wurde

    antonio amadeo aus angola

    in eberswalde

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    erschlagen

    sein kind kurze zeit später von einer

    weißen deutschen frau

    geboren

    ihr haus

    bald darauf

    zertrümmert

    ach ja

    und die polizei

    war so spät da

    daß es zu spät war

    und die zeitungen waren mit worten

    so sparsam

    daß es schweigen gleichkam

    und im fernsehen kein bild

    zu dem mordfall

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    im neuvereinten deuschland

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    dort haben

    in diesem und jenem ort

    zuerst häuser

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    gebrannt

    erst im osten dann im westen

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    im ganzen land

    erst zuerst dann wieder

    es ist nicht wahr

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    so war es

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    deutschland im herbst

    mir graut vor dem winter

    #MayAyim #AmadeuAntonio #NSU #RostockLichtenhagen #Rassismus #Antisemitismus

  13. "Als die afrodeutsche Poetin May Ayim 1992 ihr Gedicht „Deutschland im Herbst“ veröffentlichte, gab es den NSU wahrscheinlich noch nicht.

    Bis zu ihrem ersten Sprengstoffanschlag waren es noch sieben Jahre, bis zu ihrer Selbstenttarnung gut zwei Jahrzehnte.

    May Ayim schrieb über die Pogromnacht der Neonazis vom 9. November 1938, vom Mord an Amadeu Antonio am 24. November 1990 und über die rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen im August 1992.

    Obwohl seitdem noch viele antisemitische, rassistische und rechte Anschläge und Morde gefolgt sind, verliert das Gedicht nicht an Aktualität.

    Jeden Herbst lese ich es.

    Und immer sticht ein Begriff hervor: Einzelfall"

    ---

    May ayim: deutschland im herbst (1992)

    es ist nicht wahr

    daß es nicht wahr ist

    so war es

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    wie die

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    und der und der

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    ein einzelfall:

    in november 1990 wurde

    antonio amadeo aus angola

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    von neonazis

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    weißen deutschen frau

    geboren

    ihr haus

    bald darauf

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    ach ja

    und die polizei

    war so spät da

    daß es zu spät war

    und die zeitungen waren mit worten

    so sparsam

    daß es schweigen gleichkam

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    dort haben

    in diesem und jenem ort

    zuerst häuser

    dann menschen

    gebrannt

    erst im osten dann im westen

    dann

    im ganzen land

    erst zuerst dann wieder

    es ist nicht wahr

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    so war es

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    deutschland im herbst

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    #MayAyim #AmadeuAntonio #NSU #RostockLichtenhagen #Rassismus #Antisemitismus

  14. "Als die afrodeutsche Poetin May Ayim 1992 ihr Gedicht „Deutschland im Herbst“ veröffentlichte, gab es den NSU wahrscheinlich noch nicht.

    Bis zu ihrem ersten Sprengstoffanschlag waren es noch sieben Jahre, bis zu ihrer Selbstenttarnung gut zwei Jahrzehnte.

    May Ayim schrieb über die Pogromnacht der Neonazis vom 9. November 1938, vom Mord an Amadeu Antonio am 24. November 1990 und über die rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen im August 1992.

    Obwohl seitdem noch viele antisemitische, rassistische und rechte Anschläge und Morde gefolgt sind, verliert das Gedicht nicht an Aktualität.

    Jeden Herbst lese ich es.

    Und immer sticht ein Begriff hervor: Einzelfall"

    ---

    May ayim: deutschland im herbst (1992)

    es ist nicht wahr

    daß es nicht wahr ist

    so war es

    erst zuerst dann wieder

    so ist es

    kristallnacht:

    im november 1938

    zerklirrten zuerst

    fensterscheiben

    dann

    wieder und wieder

    menschenknochen

    von juden und schwarzen und

    kranken und schwachen von

    sinti und roma und

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    und von und von

    und und

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    immer mehr:

    die hand erhoben und mitgemacht

    beifall geklatscht

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    und die

    und der und der

    und der und die

    erst hin und wieder

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    schon wieder?

    ein einzelfall:

    in november 1990 wurde

    antonio amadeo aus angola

    in eberswalde

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    erschlagen

    sein kind kurze zeit später von einer

    weißen deutschen frau

    geboren

    ihr haus

    bald darauf

    zertrümmert

    ach ja

    und die polizei

    war so spät da

    daß es zu spät war

    und die zeitungen waren mit worten

    so sparsam

    daß es schweigen gleichkam

    und im fernsehen kein bild

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    im neuvereinten deuschland

    das sich so gerne

    viel zu gerne

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    dort haben

    in diesem und jenem ort

    zuerst häuser

    dann menschen

    gebrannt

    erst im osten dann im westen

    dann

    im ganzen land

    erst zuerst dann wieder

    es ist nicht wahr

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    deutschland im herbst

    mir graut vor dem winter

    #MayAyim #AmadeuAntonio #NSU #RostockLichtenhagen #Rassismus #Antisemitismus

  15. @carl @yaenntz Depression ist ein Arschloch. 😥 Ich wünsche allen Betroffenen Licht im Herzen, das nie ausgeht, eine atmende Schutzschicht, ein Watschehändchen gegen Arschlöchigkeit und ein Zarthändlein für liebevolle Verbindungen. #notjustsad #MayAyim

  16. @carl @yaenntz Depression ist ein Arschloch. 😥 Ich wünsche allen Betroffenen Licht im Herzen, das nie ausgeht, eine atmende Schutzschicht, ein Watschehändchen gegen Arschlöchigkeit und ein Zarthändlein für liebevolle Verbindungen. #notjustsad #MayAyim

  17. @carl @yaenntz Depression ist ein Arschloch. 😥 Ich wünsche allen Betroffenen Licht im Herzen, das nie ausgeht, eine atmende Schutzschicht, ein Watschehändchen gegen Arschlöchigkeit und ein Zarthändlein für liebevolle Verbindungen. #notjustsad #MayAyim

  18. @carl @yaenntz Depression ist ein Arschloch. 😥 Ich wünsche allen Betroffenen Licht im Herzen, das nie ausgeht, eine atmende Schutzschicht, ein Watschehändchen gegen Arschlöchigkeit und ein Zarthändlein für liebevolle Verbindungen. #notjustsad #MayAyim

  19. @yaenntz Dieses neue Werk, verfasst von #MayAyims Weggefährt:innen, lässt sie aus Begegnungen aufleben, sie aus eigenen, teils bislang noch nicht veröffentlichten Zeilen sprechen und verbindet ihren Einfluss und ihren klugen Blick mit aktuellen Geschehnissen. »Sie, deren künstlerisches Schaffen stets ausdrückte, dass Schwarzes Leben zählt. Hätte sie doch nur gewusst, wie sehr ihr eigenes ›Black Life Mattered‹. Auch heute noch.« unrast-verlag.de/produkt/may-a

  20. @yaenntz Dieses neue Werk, verfasst von #MayAyims Weggefährt:innen, lässt sie aus Begegnungen aufleben, sie aus eigenen, teils bislang noch nicht veröffentlichten Zeilen sprechen und verbindet ihren Einfluss und ihren klugen Blick mit aktuellen Geschehnissen. »Sie, deren künstlerisches Schaffen stets ausdrückte, dass Schwarzes Leben zählt. Hätte sie doch nur gewusst, wie sehr ihr eigenes ›Black Life Mattered‹. Auch heute noch.« unrast-verlag.de/produkt/may-a

  21. @yaenntz Dieses neue Werk, verfasst von #MayAyims Weggefährt:innen, lässt sie aus Begegnungen aufleben, sie aus eigenen, teils bislang noch nicht veröffentlichten Zeilen sprechen und verbindet ihren Einfluss und ihren klugen Blick mit aktuellen Geschehnissen. »Sie, deren künstlerisches Schaffen stets ausdrückte, dass Schwarzes Leben zählt. Hätte sie doch nur gewusst, wie sehr ihr eigenes ›Black Life Mattered‹. Auch heute noch.« unrast-verlag.de/produkt/may-a

  22. @yaenntz Dieses neue Werk, verfasst von #MayAyims Weggefährt:innen, lässt sie aus Begegnungen aufleben, sie aus eigenen, teils bislang noch nicht veröffentlichten Zeilen sprechen und verbindet ihren Einfluss und ihren klugen Blick mit aktuellen Geschehnissen. »Sie, deren künstlerisches Schaffen stets ausdrückte, dass Schwarzes Leben zählt. Hätte sie doch nur gewusst, wie sehr ihr eigenes ›Black Life Mattered‹. Auch heute noch.« unrast-verlag.de/produkt/may-a

  23. @yaenntz Dieses neue Werk, verfasst von #MayAyims Weggefährt:innen, lässt sie aus Begegnungen aufleben, sie aus eigenen, teils bislang noch nicht veröffentlichten Zeilen sprechen und verbindet ihren Einfluss und ihren klugen Blick mit aktuellen Geschehnissen. »Sie, deren künstlerisches Schaffen stets ausdrückte, dass Schwarzes Leben zählt. Hätte sie doch nur gewusst, wie sehr ihr eigenes ›Black Life Mattered‹. Auch heute noch.« unrast-verlag.de/produkt/may-a

  24. @yaenntz DANKE! Ich nehme hier zum ersten Mal ihren Namen wahr und das, was sie bewirkt hat! Wie kann das sein?! #MayAyim So eine großartige Person! Ganz toller kurzer Bericht, auch mit kurzem Video, wo sie selbst zu Wort kommt: swr.de/swr2/literatur/may-ayim

  25. @yaenntz DANKE! Ich nehme hier zum ersten Mal ihren Namen wahr und das, was sie bewirkt hat! Wie kann das sein?! #MayAyim So eine großartige Person! Ganz toller kurzer Bericht, auch mit kurzem Video, wo sie selbst zu Wort kommt: swr.de/swr2/literatur/may-ayim

  26. @yaenntz DANKE! Ich nehme hier zum ersten Mal ihren Namen wahr und das, was sie bewirkt hat! Wie kann das sein?! #MayAyim So eine großartige Person! Ganz toller kurzer Bericht, auch mit kurzem Video, wo sie selbst zu Wort kommt: swr.de/swr2/literatur/may-ayim

  27. @yaenntz DANKE! Ich nehme hier zum ersten Mal ihren Namen wahr und das, was sie bewirkt hat! Wie kann das sein?! #MayAyim So eine großartige Person! Ganz toller kurzer Bericht, auch mit kurzem Video, wo sie selbst zu Wort kommt: swr.de/swr2/literatur/may-ayim

  28. @yaenntz DANKE! Ich nehme hier zum ersten Mal ihren Namen wahr und das, was sie bewirkt hat! Wie kann das sein?! #MayAyim So eine großartige Person! Ganz toller kurzer Bericht, auch mit kurzem Video, wo sie selbst zu Wort kommt: swr.de/swr2/literatur/may-ayim

  29. @zhivi Her voice reached out, and still reaches out to so many people and cultures. There were people from 4 continents at her funeral with eulogies in all languages, including one eulogy in the language of dancing.
    #MayAyim
    @ErynMcConnell

  30. @zhivi Her voice reached out, and still reaches out to so many people and cultures. There were people from 4 continents at her funeral with eulogies in all languages, including one eulogy in the language of dancing.
    #MayAyim
    @ErynMcConnell

  31. @zhivi Her voice reached out, and still reaches out to so many people and cultures. There were people from 4 continents at her funeral with eulogies in all languages, including one eulogy in the language of dancing.
    #MayAyim
    @ErynMcConnell

  32. CW: personal

    This poem for May Ayim made me cry again for her after more than 25 years:
    africanpoems.net/modern-poetry
    She is resting in Power, that is a small consolation.
    #MayAyim

  33. CW: personal

    This poem for May Ayim made me cry again for her after more than 25 years:
    africanpoems.net/modern-poetry
    She is resting in Power, that is a small consolation.
    #MayAyim

  34. CW: personal

    This poem for May Ayim made me cry again for her after more than 25 years:
    africanpoems.net/modern-poetry
    She is resting in Power, that is a small consolation.
    #MayAyim

  35. @ErynMcConnell Have you heard about the poet #MayAyim ? She wrote some of the very first Afro-German poems. Here's one, original language was German: africaworldpressbooks.com/blue
    @zhivi

  36. @ErynMcConnell Have you heard about the poet #MayAyim ? She wrote some of the very first Afro-German poems. Here's one, original language was German: africaworldpressbooks.com/blue
    @zhivi

  37. @ErynMcConnell Have you heard about the poet #MayAyim ? She wrote some of the very first Afro-German poems. Here's one, original language was German: africaworldpressbooks.com/blue
    @zhivi

  38. @ErynMcConnell Have you heard about the poet #MayAyim ? She wrote some of the very first Afro-German poems. Here's one, original language was German: africaworldpressbooks.com/blue
    @zhivi

  39. @ErynMcConnell Have you heard about the poet #MayAyim ? She wrote some of the very first Afro-German poems. Here's one, original language was German: africaworldpressbooks.com/blue
    @zhivi