#mayayim — Public Fediverse posts
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Dieser "Klassiker der afro-deutschen Bewegung" besteht im Wesentlichen aus einer historischen Arbeit, die sich vom vorkolonialen Deutschland bis zu den 1980er-Jahren spannt und immer wieder durch Zeitzeuginnenberichte und Oral History sowie Gedichte ergänzt wird. Die Qualität ist die eines schön dicken, gut gedruckten Fanzines. Ich mag solche Geschichte von unten und habe viel gelernt, gerade als alter weißer Mann.
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Dieser "Klassiker der afro-deutschen Bewegung" besteht im Wesentlichen aus einer historischen Arbeit, die sich vom vorkolonialen Deutschland bis zu den 1980er-Jahren spannt und immer wieder durch Zeitzeuginnenberichte und Oral History sowie Gedichte ergänzt wird. Die Qualität ist die eines schön dicken, gut gedruckten Fanzines. Ich mag solche Geschichte von unten und habe viel gelernt, gerade als alter weißer Mann.
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Dieser "Klassiker der afro-deutschen Bewegung" besteht im Wesentlichen aus einer historischen Arbeit, die sich vom vorkolonialen Deutschland bis zu den 1980er-Jahren spannt und immer wieder durch Zeitzeuginnenberichte und Oral History sowie Gedichte ergänzt wird. Die Qualität ist die eines schön dicken, gut gedruckten Fanzines. Ich mag solche Geschichte von unten und habe viel gelernt, gerade als alter weißer Mann.
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Heute startet der Black History Month auch in Deutschland.
#MayAyim #AntonWilhelmAmo #KatharinaOguntoye #BayumeMohamedHusen #DennisSchröder
https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/545118/black-germany/ -
Heute startet der Black History Month auch in Deutschland.
#MayAyim #AntonWilhelmAmo #KatharinaOguntoye #BayumeMohamedHusen #DennisSchröder
https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/545118/black-germany/ -
Heute startet der Black History Month auch in Deutschland.
#MayAyim #AntonWilhelmAmo #KatharinaOguntoye #BayumeMohamedHusen #DennisSchröder
https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/545118/black-germany/ -
Heute startet der Black History Month auch in Deutschland.
#MayAyim #AntonWilhelmAmo #KatharinaOguntoye #BayumeMohamedHusen #DennisSchröder
https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/545118/black-germany/ -
Das dritte Buch, dass ich euch vorstellen möchte ist der Gedichtsband "Weitergehen" mit Gedichten von May Ayim.
"May Ayim war eine deutsche Dichterin, Pädagogin und Aktivistin der afrodeutschen Bewegung." – wikipedia
«exotik
nachdem sie mich erst anschwärzten
zogen sie mich dann durch den kakao
um mir schließlich weiß machen zu wollen
es sei vollkommen unangebracht
schwarz zu sehen » -
Das Jahr 1990 Heimat und Einheit aus afro-deutscher Perspektive von May Ayim
[...]Mir scheint, die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten warf ihre steinigen Schatten weit voraus, bevor sie zerfiel, und zwar direkt in die Köpfe derer, die sich mit ihr umgeben, geschmückt und abgefunden hatten - in unsere Ost-Westgehirne.
Menschen aus beiden Teilen Deutschlands trafen aufeinander, wie Zwillinge, die um ihre gemeinsamen Eltern wissen, jedoch von Geburt an getrennt voneinander gelebt hatten.
Die anfängliche Euphorie entpuppte sich als Wiedersehensfreude zweier sich weitgehend Unbekannter, die zu leugnen versuchten, daß sie sich aus der Ferne bisher meist nur angefeindet hatten.In der gesamten Medienlandschaft war von deutsch-deutschen Brüdern und Schwestern die Rede, von einig und wiedervereinigt, von Solidarität und Mitmenschlichkeit ... Ja, sogar Begriffe wie Heimat, Volk und Vaterland waren plötzlich - wieder - in vieler Munde.
Worte, die in beiden deutschen Staaten seit dem Holocaust zumeist nur mit Vorsicht benutzt wurden oder gar verpönt waren und sich lediglich in rechten Kreisen ungebrochener Beliebtheit erfreut hatten, machten die Runde.
Die Zeiten ändern sich, die Menschen auch.
Vielleicht ändern sich die Fragen der Zeiten nur wenig und die Antworten der Menschen fast gar nicht.Die anfängliche Begegnungs-Begeisterung zerbröckelte in unvorhergesehener Geschwindigkeit, und die trügerisch wiedergewonnene Einheitlichkeit erstickte alsbald unter dem festen, selbst fabrizierten Mantel freiheitlicher Deutschtümelei.
Zuvor jedoch wurden gesamtdeutsch Fähnchen und Flaggen geschwungen, Deutschland-Blousons, T-Shirts und Sticker zur Schau getragen.Ich wunderte mich im November 1989, wie rasch und massenhaft verschiedenste Schwarz-Rot-Gold-Fabrikate in die Kaufhäuser und selbst auf die Flohmärkte gelangten, Produkte, die allerorts auf große Nachfrage stießen, war außerstande mir zu erklären, was da in den tieferen Schichten der Köpfe und Gefühle vor sich ging.
Die weißen, christlich-deutsch-kollektiven Schuldkomplexe hatten sich scheinbar über Nacht in Luft aufgelöst und dabei die Gegenwart von der Vergangenheit gerissen.
Wer waren die Käuferinnen, wer die Produzentlnnen der feilgebotenen Freiheit, und für wen und wie viele war Platz in der gepriesenen neuen Heimat?
Wer umarmte sich da in deutsch-deutscher Vereinigung, und wer wurde umarmt, vereinnahmt, verstoßen? Wer zum ersten Mal, wer schon wieder, wer schon immer?
Die Vereinigung führte in wenigen Augenblicken zur Geburt einer neuen Bundesrepublik in einem - was die alte BRD betrifft - nicht sonderlich neuen Gewand.
Die DDR wurde links liegengelassen.
Als die Mauer fiel, freuten sich viele, anderen wurde es schwindelig.[…]
In den ersten Tagen nach dem 9. November 1989 bemerkte ich, daß kaum Immigrantinnen und Schwarze Deutsche im Stadtbild zu sehen waren, zumindest nur selten solche mit dunkler Hautfarbe.
Ich fragte mich, wie viele Jüdinnen (nicht) auf der Straße waren.
Ein paar Afro-Deutsche, die ich im Jahr zuvor in Ostberlin kennengelemt hatte, liefen mir zufällig über den Weg, und wir freuten uns, nun mehr Begegnungsmöglichkeiten zu haben.
Ich war allein unterwegs, wollte ein bißchen von der allgemeinen Begeisterung einatmen, den historischen Moment spüren und meine zurückhaltende Freude teilen.
Zurückhaltend deshalb, weil ich von den bevorstehenden Verschärfungen in der Gesetzgebung für Immigrantinnen und Zufluchtsuchende gehört hatte.Ebenso wie andere Schwarze Deutsche und Immigrantinnen wußte ich, daß selbst ein deutscher Paß keine Einladungskarte zu den Ost-West-Feierlichkeiten darstellte.
Wir spürten, daß mit der bevorstehenden innerdeutschen Vereinigung eine zunehmende Abgrenzung nach außen einhergehen würde - ein Außen, das uns einschließen würde.
Unsere Beteiligung am Fest war nicht gefragt.
Das neue »Wir« in - wie es Kanzler Kohl zu formulieren beliebt - »diesem unserem Lande« hatte und hat keinen Platz für alle.
Zum ersten Mal, seit ich in Berlin lebte, mußte ich mich nun beinahe täglich gegen unverblümte Beleidigungen, feindliche Blicke und/oder offen rassistische Diffamierungen zur Wehr setzen.
Ich begann wieder - wie in früheren Zeiten - beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln nach den Gesichtern Schwarzer Menschen Ausschau zu halten.
Eine Freundin hielt in der S-Bahn ihre afro-deutsche Tochter auf dem Schoß, als sie zu hören bekam: »Solche wie euch brauchen wir jetzt nicht mehr, wir sind hier schon selber mehr als genug!«
Ein zehnjähriger afrikanischer Junge wurde aus der vollen U-Bahn auf den Bahnsteig hinausgestoßen, um einem weißen Deutschen Platz zu machen...
Das waren Vorfälle in Westberlin im November 1989, und seit 1990 mehrten sich dann Berichte von rassistisch motivierten Übergriffen vor allem auf Schwarze Menschen, mehrheitlich im Ostteil Deutschlands.
Berichte, die zunächst nur in Kreisen von Immigrantinnen und Schwarzen Deutschen bekannt wurden, offizielle Medienberichterstatterlnnen nahmen von den gewaltsamen Ausschreitungen kaum Notiz.Ich begann das Jahr 1990 mit einem Gedicht:
grenzenlos und unverschämt
ein gedicht gegen die deutsche sch-einheitich werde trotzdem
afrikanisch
sein
auch wenn ihr
mich gerne
deutsch
haben wollt
und werde trotzdem
deutsch sein
auch wenn euch
meine schwärze
nicht paßt
ich werde
noch einen schritt weitergehen
bis an den äußersten rand
wo meine Schwestern sind - wo meine brüder stehen
wo
unsere
FREIHEIT
beginnt
ich werde
noch einen schritt weitergehen und noch einen schritt
weiter
und wiederkehren
wann
ich will
wenn
ich will
grenzenlos und unverschämt
bleiben.Textauszüge aus May Ayim; Silke Mertins - "Grenzenlos und unverschämt" und Videobeitrag aus "May Ayim. Hoffnung im Herz.", Orlanda Frauenverlag, 1997
#MayAyim #Rassismus #DeutscheEinheit #Wiedervereinigung #TagDerDeutschenEinheit
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Das Jahr 1990 Heimat und Einheit aus afro-deutscher Perspektive von May Ayim
[...]Mir scheint, die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten warf ihre steinigen Schatten weit voraus, bevor sie zerfiel, und zwar direkt in die Köpfe derer, die sich mit ihr umgeben, geschmückt und abgefunden hatten - in unsere Ost-Westgehirne.
Menschen aus beiden Teilen Deutschlands trafen aufeinander, wie Zwillinge, die um ihre gemeinsamen Eltern wissen, jedoch von Geburt an getrennt voneinander gelebt hatten.
Die anfängliche Euphorie entpuppte sich als Wiedersehensfreude zweier sich weitgehend Unbekannter, die zu leugnen versuchten, daß sie sich aus der Ferne bisher meist nur angefeindet hatten.In der gesamten Medienlandschaft war von deutsch-deutschen Brüdern und Schwestern die Rede, von einig und wiedervereinigt, von Solidarität und Mitmenschlichkeit ... Ja, sogar Begriffe wie Heimat, Volk und Vaterland waren plötzlich - wieder - in vieler Munde.
Worte, die in beiden deutschen Staaten seit dem Holocaust zumeist nur mit Vorsicht benutzt wurden oder gar verpönt waren und sich lediglich in rechten Kreisen ungebrochener Beliebtheit erfreut hatten, machten die Runde.
Die Zeiten ändern sich, die Menschen auch.
Vielleicht ändern sich die Fragen der Zeiten nur wenig und die Antworten der Menschen fast gar nicht.Die anfängliche Begegnungs-Begeisterung zerbröckelte in unvorhergesehener Geschwindigkeit, und die trügerisch wiedergewonnene Einheitlichkeit erstickte alsbald unter dem festen, selbst fabrizierten Mantel freiheitlicher Deutschtümelei.
Zuvor jedoch wurden gesamtdeutsch Fähnchen und Flaggen geschwungen, Deutschland-Blousons, T-Shirts und Sticker zur Schau getragen.Ich wunderte mich im November 1989, wie rasch und massenhaft verschiedenste Schwarz-Rot-Gold-Fabrikate in die Kaufhäuser und selbst auf die Flohmärkte gelangten, Produkte, die allerorts auf große Nachfrage stießen, war außerstande mir zu erklären, was da in den tieferen Schichten der Köpfe und Gefühle vor sich ging.
Die weißen, christlich-deutsch-kollektiven Schuldkomplexe hatten sich scheinbar über Nacht in Luft aufgelöst und dabei die Gegenwart von der Vergangenheit gerissen.
Wer waren die Käuferinnen, wer die Produzentlnnen der feilgebotenen Freiheit, und für wen und wie viele war Platz in der gepriesenen neuen Heimat?
Wer umarmte sich da in deutsch-deutscher Vereinigung, und wer wurde umarmt, vereinnahmt, verstoßen? Wer zum ersten Mal, wer schon wieder, wer schon immer?
Die Vereinigung führte in wenigen Augenblicken zur Geburt einer neuen Bundesrepublik in einem - was die alte BRD betrifft - nicht sonderlich neuen Gewand.
Die DDR wurde links liegengelassen.
Als die Mauer fiel, freuten sich viele, anderen wurde es schwindelig.[…]
In den ersten Tagen nach dem 9. November 1989 bemerkte ich, daß kaum Immigrantinnen und Schwarze Deutsche im Stadtbild zu sehen waren, zumindest nur selten solche mit dunkler Hautfarbe.
Ich fragte mich, wie viele Jüdinnen (nicht) auf der Straße waren.
Ein paar Afro-Deutsche, die ich im Jahr zuvor in Ostberlin kennengelemt hatte, liefen mir zufällig über den Weg, und wir freuten uns, nun mehr Begegnungsmöglichkeiten zu haben.
Ich war allein unterwegs, wollte ein bißchen von der allgemeinen Begeisterung einatmen, den historischen Moment spüren und meine zurückhaltende Freude teilen.
Zurückhaltend deshalb, weil ich von den bevorstehenden Verschärfungen in der Gesetzgebung für Immigrantinnen und Zufluchtsuchende gehört hatte.Ebenso wie andere Schwarze Deutsche und Immigrantinnen wußte ich, daß selbst ein deutscher Paß keine Einladungskarte zu den Ost-West-Feierlichkeiten darstellte.
Wir spürten, daß mit der bevorstehenden innerdeutschen Vereinigung eine zunehmende Abgrenzung nach außen einhergehen würde - ein Außen, das uns einschließen würde.
Unsere Beteiligung am Fest war nicht gefragt.
Das neue »Wir« in - wie es Kanzler Kohl zu formulieren beliebt - »diesem unserem Lande« hatte und hat keinen Platz für alle.
Zum ersten Mal, seit ich in Berlin lebte, mußte ich mich nun beinahe täglich gegen unverblümte Beleidigungen, feindliche Blicke und/oder offen rassistische Diffamierungen zur Wehr setzen.
Ich begann wieder - wie in früheren Zeiten - beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln nach den Gesichtern Schwarzer Menschen Ausschau zu halten.
Eine Freundin hielt in der S-Bahn ihre afro-deutsche Tochter auf dem Schoß, als sie zu hören bekam: »Solche wie euch brauchen wir jetzt nicht mehr, wir sind hier schon selber mehr als genug!«
Ein zehnjähriger afrikanischer Junge wurde aus der vollen U-Bahn auf den Bahnsteig hinausgestoßen, um einem weißen Deutschen Platz zu machen...
Das waren Vorfälle in Westberlin im November 1989, und seit 1990 mehrten sich dann Berichte von rassistisch motivierten Übergriffen vor allem auf Schwarze Menschen, mehrheitlich im Ostteil Deutschlands.
Berichte, die zunächst nur in Kreisen von Immigrantinnen und Schwarzen Deutschen bekannt wurden, offizielle Medienberichterstatterlnnen nahmen von den gewaltsamen Ausschreitungen kaum Notiz.Ich begann das Jahr 1990 mit einem Gedicht:
grenzenlos und unverschämt
ein gedicht gegen die deutsche sch-einheitich werde trotzdem
afrikanisch
sein
auch wenn ihr
mich gerne
deutsch
haben wollt
und werde trotzdem
deutsch sein
auch wenn euch
meine schwärze
nicht paßt
ich werde
noch einen schritt weitergehen
bis an den äußersten rand
wo meine Schwestern sind - wo meine brüder stehen
wo
unsere
FREIHEIT
beginnt
ich werde
noch einen schritt weitergehen und noch einen schritt
weiter
und wiederkehren
wann
ich will
wenn
ich will
grenzenlos und unverschämt
bleiben.Textauszüge aus May Ayim; Silke Mertins - "Grenzenlos und unverschämt" und Videobeitrag aus "May Ayim. Hoffnung im Herz.", Orlanda Frauenverlag, 1997
#MayAyim #Rassismus #DeutscheEinheit #Wiedervereinigung #TagDerDeutschenEinheit
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Das Jahr 1990 Heimat und Einheit aus afro-deutscher Perspektive von May Ayim
[...]Mir scheint, die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten warf ihre steinigen Schatten weit voraus, bevor sie zerfiel, und zwar direkt in die Köpfe derer, die sich mit ihr umgeben, geschmückt und abgefunden hatten - in unsere Ost-Westgehirne.
Menschen aus beiden Teilen Deutschlands trafen aufeinander, wie Zwillinge, die um ihre gemeinsamen Eltern wissen, jedoch von Geburt an getrennt voneinander gelebt hatten.
Die anfängliche Euphorie entpuppte sich als Wiedersehensfreude zweier sich weitgehend Unbekannter, die zu leugnen versuchten, daß sie sich aus der Ferne bisher meist nur angefeindet hatten.In der gesamten Medienlandschaft war von deutsch-deutschen Brüdern und Schwestern die Rede, von einig und wiedervereinigt, von Solidarität und Mitmenschlichkeit ... Ja, sogar Begriffe wie Heimat, Volk und Vaterland waren plötzlich - wieder - in vieler Munde.
Worte, die in beiden deutschen Staaten seit dem Holocaust zumeist nur mit Vorsicht benutzt wurden oder gar verpönt waren und sich lediglich in rechten Kreisen ungebrochener Beliebtheit erfreut hatten, machten die Runde.
Die Zeiten ändern sich, die Menschen auch.
Vielleicht ändern sich die Fragen der Zeiten nur wenig und die Antworten der Menschen fast gar nicht.Die anfängliche Begegnungs-Begeisterung zerbröckelte in unvorhergesehener Geschwindigkeit, und die trügerisch wiedergewonnene Einheitlichkeit erstickte alsbald unter dem festen, selbst fabrizierten Mantel freiheitlicher Deutschtümelei.
Zuvor jedoch wurden gesamtdeutsch Fähnchen und Flaggen geschwungen, Deutschland-Blousons, T-Shirts und Sticker zur Schau getragen.Ich wunderte mich im November 1989, wie rasch und massenhaft verschiedenste Schwarz-Rot-Gold-Fabrikate in die Kaufhäuser und selbst auf die Flohmärkte gelangten, Produkte, die allerorts auf große Nachfrage stießen, war außerstande mir zu erklären, was da in den tieferen Schichten der Köpfe und Gefühle vor sich ging.
Die weißen, christlich-deutsch-kollektiven Schuldkomplexe hatten sich scheinbar über Nacht in Luft aufgelöst und dabei die Gegenwart von der Vergangenheit gerissen.
Wer waren die Käuferinnen, wer die Produzentlnnen der feilgebotenen Freiheit, und für wen und wie viele war Platz in der gepriesenen neuen Heimat?
Wer umarmte sich da in deutsch-deutscher Vereinigung, und wer wurde umarmt, vereinnahmt, verstoßen? Wer zum ersten Mal, wer schon wieder, wer schon immer?
Die Vereinigung führte in wenigen Augenblicken zur Geburt einer neuen Bundesrepublik in einem - was die alte BRD betrifft - nicht sonderlich neuen Gewand.
Die DDR wurde links liegengelassen.
Als die Mauer fiel, freuten sich viele, anderen wurde es schwindelig.[…]
In den ersten Tagen nach dem 9. November 1989 bemerkte ich, daß kaum Immigrantinnen und Schwarze Deutsche im Stadtbild zu sehen waren, zumindest nur selten solche mit dunkler Hautfarbe.
Ich fragte mich, wie viele Jüdinnen (nicht) auf der Straße waren.
Ein paar Afro-Deutsche, die ich im Jahr zuvor in Ostberlin kennengelemt hatte, liefen mir zufällig über den Weg, und wir freuten uns, nun mehr Begegnungsmöglichkeiten zu haben.
Ich war allein unterwegs, wollte ein bißchen von der allgemeinen Begeisterung einatmen, den historischen Moment spüren und meine zurückhaltende Freude teilen.
Zurückhaltend deshalb, weil ich von den bevorstehenden Verschärfungen in der Gesetzgebung für Immigrantinnen und Zufluchtsuchende gehört hatte.Ebenso wie andere Schwarze Deutsche und Immigrantinnen wußte ich, daß selbst ein deutscher Paß keine Einladungskarte zu den Ost-West-Feierlichkeiten darstellte.
Wir spürten, daß mit der bevorstehenden innerdeutschen Vereinigung eine zunehmende Abgrenzung nach außen einhergehen würde - ein Außen, das uns einschließen würde.
Unsere Beteiligung am Fest war nicht gefragt.
Das neue »Wir« in - wie es Kanzler Kohl zu formulieren beliebt - »diesem unserem Lande« hatte und hat keinen Platz für alle.
Zum ersten Mal, seit ich in Berlin lebte, mußte ich mich nun beinahe täglich gegen unverblümte Beleidigungen, feindliche Blicke und/oder offen rassistische Diffamierungen zur Wehr setzen.
Ich begann wieder - wie in früheren Zeiten - beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln nach den Gesichtern Schwarzer Menschen Ausschau zu halten.
Eine Freundin hielt in der S-Bahn ihre afro-deutsche Tochter auf dem Schoß, als sie zu hören bekam: »Solche wie euch brauchen wir jetzt nicht mehr, wir sind hier schon selber mehr als genug!«
Ein zehnjähriger afrikanischer Junge wurde aus der vollen U-Bahn auf den Bahnsteig hinausgestoßen, um einem weißen Deutschen Platz zu machen...
Das waren Vorfälle in Westberlin im November 1989, und seit 1990 mehrten sich dann Berichte von rassistisch motivierten Übergriffen vor allem auf Schwarze Menschen, mehrheitlich im Ostteil Deutschlands.
Berichte, die zunächst nur in Kreisen von Immigrantinnen und Schwarzen Deutschen bekannt wurden, offizielle Medienberichterstatterlnnen nahmen von den gewaltsamen Ausschreitungen kaum Notiz.Ich begann das Jahr 1990 mit einem Gedicht:
grenzenlos und unverschämt
ein gedicht gegen die deutsche sch-einheitich werde trotzdem
afrikanisch
sein
auch wenn ihr
mich gerne
deutsch
haben wollt
und werde trotzdem
deutsch sein
auch wenn euch
meine schwärze
nicht paßt
ich werde
noch einen schritt weitergehen
bis an den äußersten rand
wo meine Schwestern sind - wo meine brüder stehen
wo
unsere
FREIHEIT
beginnt
ich werde
noch einen schritt weitergehen und noch einen schritt
weiter
und wiederkehren
wann
ich will
wenn
ich will
grenzenlos und unverschämt
bleiben.Textauszüge aus May Ayim; Silke Mertins - "Grenzenlos und unverschämt" und Videobeitrag aus "May Ayim. Hoffnung im Herz.", Orlanda Frauenverlag, 1997
#MayAyim #Rassismus #DeutscheEinheit #Wiedervereinigung #TagDerDeutschenEinheit
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Das Jahr 1990 Heimat und Einheit aus afro-deutscher Perspektive von May Ayim
[...]Mir scheint, die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten warf ihre steinigen Schatten weit voraus, bevor sie zerfiel, und zwar direkt in die Köpfe derer, die sich mit ihr umgeben, geschmückt und abgefunden hatten - in unsere Ost-Westgehirne.
Menschen aus beiden Teilen Deutschlands trafen aufeinander, wie Zwillinge, die um ihre gemeinsamen Eltern wissen, jedoch von Geburt an getrennt voneinander gelebt hatten.
Die anfängliche Euphorie entpuppte sich als Wiedersehensfreude zweier sich weitgehend Unbekannter, die zu leugnen versuchten, daß sie sich aus der Ferne bisher meist nur angefeindet hatten.In der gesamten Medienlandschaft war von deutsch-deutschen Brüdern und Schwestern die Rede, von einig und wiedervereinigt, von Solidarität und Mitmenschlichkeit ... Ja, sogar Begriffe wie Heimat, Volk und Vaterland waren plötzlich - wieder - in vieler Munde.
Worte, die in beiden deutschen Staaten seit dem Holocaust zumeist nur mit Vorsicht benutzt wurden oder gar verpönt waren und sich lediglich in rechten Kreisen ungebrochener Beliebtheit erfreut hatten, machten die Runde.
Die Zeiten ändern sich, die Menschen auch.
Vielleicht ändern sich die Fragen der Zeiten nur wenig und die Antworten der Menschen fast gar nicht.Die anfängliche Begegnungs-Begeisterung zerbröckelte in unvorhergesehener Geschwindigkeit, und die trügerisch wiedergewonnene Einheitlichkeit erstickte alsbald unter dem festen, selbst fabrizierten Mantel freiheitlicher Deutschtümelei.
Zuvor jedoch wurden gesamtdeutsch Fähnchen und Flaggen geschwungen, Deutschland-Blousons, T-Shirts und Sticker zur Schau getragen.Ich wunderte mich im November 1989, wie rasch und massenhaft verschiedenste Schwarz-Rot-Gold-Fabrikate in die Kaufhäuser und selbst auf die Flohmärkte gelangten, Produkte, die allerorts auf große Nachfrage stießen, war außerstande mir zu erklären, was da in den tieferen Schichten der Köpfe und Gefühle vor sich ging.
Die weißen, christlich-deutsch-kollektiven Schuldkomplexe hatten sich scheinbar über Nacht in Luft aufgelöst und dabei die Gegenwart von der Vergangenheit gerissen.
Wer waren die Käuferinnen, wer die Produzentlnnen der feilgebotenen Freiheit, und für wen und wie viele war Platz in der gepriesenen neuen Heimat?
Wer umarmte sich da in deutsch-deutscher Vereinigung, und wer wurde umarmt, vereinnahmt, verstoßen? Wer zum ersten Mal, wer schon wieder, wer schon immer?
Die Vereinigung führte in wenigen Augenblicken zur Geburt einer neuen Bundesrepublik in einem - was die alte BRD betrifft - nicht sonderlich neuen Gewand.
Die DDR wurde links liegengelassen.
Als die Mauer fiel, freuten sich viele, anderen wurde es schwindelig.[…]
In den ersten Tagen nach dem 9. November 1989 bemerkte ich, daß kaum Immigrantinnen und Schwarze Deutsche im Stadtbild zu sehen waren, zumindest nur selten solche mit dunkler Hautfarbe.
Ich fragte mich, wie viele Jüdinnen (nicht) auf der Straße waren.
Ein paar Afro-Deutsche, die ich im Jahr zuvor in Ostberlin kennengelemt hatte, liefen mir zufällig über den Weg, und wir freuten uns, nun mehr Begegnungsmöglichkeiten zu haben.
Ich war allein unterwegs, wollte ein bißchen von der allgemeinen Begeisterung einatmen, den historischen Moment spüren und meine zurückhaltende Freude teilen.
Zurückhaltend deshalb, weil ich von den bevorstehenden Verschärfungen in der Gesetzgebung für Immigrantinnen und Zufluchtsuchende gehört hatte.Ebenso wie andere Schwarze Deutsche und Immigrantinnen wußte ich, daß selbst ein deutscher Paß keine Einladungskarte zu den Ost-West-Feierlichkeiten darstellte.
Wir spürten, daß mit der bevorstehenden innerdeutschen Vereinigung eine zunehmende Abgrenzung nach außen einhergehen würde - ein Außen, das uns einschließen würde.
Unsere Beteiligung am Fest war nicht gefragt.
Das neue »Wir« in - wie es Kanzler Kohl zu formulieren beliebt - »diesem unserem Lande« hatte und hat keinen Platz für alle.
Zum ersten Mal, seit ich in Berlin lebte, mußte ich mich nun beinahe täglich gegen unverblümte Beleidigungen, feindliche Blicke und/oder offen rassistische Diffamierungen zur Wehr setzen.
Ich begann wieder - wie in früheren Zeiten - beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln nach den Gesichtern Schwarzer Menschen Ausschau zu halten.
Eine Freundin hielt in der S-Bahn ihre afro-deutsche Tochter auf dem Schoß, als sie zu hören bekam: »Solche wie euch brauchen wir jetzt nicht mehr, wir sind hier schon selber mehr als genug!«
Ein zehnjähriger afrikanischer Junge wurde aus der vollen U-Bahn auf den Bahnsteig hinausgestoßen, um einem weißen Deutschen Platz zu machen...
Das waren Vorfälle in Westberlin im November 1989, und seit 1990 mehrten sich dann Berichte von rassistisch motivierten Übergriffen vor allem auf Schwarze Menschen, mehrheitlich im Ostteil Deutschlands.
Berichte, die zunächst nur in Kreisen von Immigrantinnen und Schwarzen Deutschen bekannt wurden, offizielle Medienberichterstatterlnnen nahmen von den gewaltsamen Ausschreitungen kaum Notiz.Ich begann das Jahr 1990 mit einem Gedicht:
grenzenlos und unverschämt
ein gedicht gegen die deutsche sch-einheitich werde trotzdem
afrikanisch
sein
auch wenn ihr
mich gerne
deutsch
haben wollt
und werde trotzdem
deutsch sein
auch wenn euch
meine schwärze
nicht paßt
ich werde
noch einen schritt weitergehen
bis an den äußersten rand
wo meine Schwestern sind - wo meine brüder stehen
wo
unsere
FREIHEIT
beginnt
ich werde
noch einen schritt weitergehen und noch einen schritt
weiter
und wiederkehren
wann
ich will
wenn
ich will
grenzenlos und unverschämt
bleiben.Textauszüge aus May Ayim; Silke Mertins - "Grenzenlos und unverschämt" und Videobeitrag aus "May Ayim. Hoffnung im Herz.", Orlanda Frauenverlag, 1997
#MayAyim #Rassismus #DeutscheEinheit #Wiedervereinigung #TagDerDeutschenEinheit
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Das Jahr 1990 Heimat und Einheit aus afro-deutscher Perspektive von May Ayim
[...]Mir scheint, die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten warf ihre steinigen Schatten weit voraus, bevor sie zerfiel, und zwar direkt in die Köpfe derer, die sich mit ihr umgeben, geschmückt und abgefunden hatten - in unsere Ost-Westgehirne.
Menschen aus beiden Teilen Deutschlands trafen aufeinander, wie Zwillinge, die um ihre gemeinsamen Eltern wissen, jedoch von Geburt an getrennt voneinander gelebt hatten.
Die anfängliche Euphorie entpuppte sich als Wiedersehensfreude zweier sich weitgehend Unbekannter, die zu leugnen versuchten, daß sie sich aus der Ferne bisher meist nur angefeindet hatten.In der gesamten Medienlandschaft war von deutsch-deutschen Brüdern und Schwestern die Rede, von einig und wiedervereinigt, von Solidarität und Mitmenschlichkeit ... Ja, sogar Begriffe wie Heimat, Volk und Vaterland waren plötzlich - wieder - in vieler Munde.
Worte, die in beiden deutschen Staaten seit dem Holocaust zumeist nur mit Vorsicht benutzt wurden oder gar verpönt waren und sich lediglich in rechten Kreisen ungebrochener Beliebtheit erfreut hatten, machten die Runde.
Die Zeiten ändern sich, die Menschen auch.
Vielleicht ändern sich die Fragen der Zeiten nur wenig und die Antworten der Menschen fast gar nicht.Die anfängliche Begegnungs-Begeisterung zerbröckelte in unvorhergesehener Geschwindigkeit, und die trügerisch wiedergewonnene Einheitlichkeit erstickte alsbald unter dem festen, selbst fabrizierten Mantel freiheitlicher Deutschtümelei.
Zuvor jedoch wurden gesamtdeutsch Fähnchen und Flaggen geschwungen, Deutschland-Blousons, T-Shirts und Sticker zur Schau getragen.Ich wunderte mich im November 1989, wie rasch und massenhaft verschiedenste Schwarz-Rot-Gold-Fabrikate in die Kaufhäuser und selbst auf die Flohmärkte gelangten, Produkte, die allerorts auf große Nachfrage stießen, war außerstande mir zu erklären, was da in den tieferen Schichten der Köpfe und Gefühle vor sich ging.
Die weißen, christlich-deutsch-kollektiven Schuldkomplexe hatten sich scheinbar über Nacht in Luft aufgelöst und dabei die Gegenwart von der Vergangenheit gerissen.
Wer waren die Käuferinnen, wer die Produzentlnnen der feilgebotenen Freiheit, und für wen und wie viele war Platz in der gepriesenen neuen Heimat?
Wer umarmte sich da in deutsch-deutscher Vereinigung, und wer wurde umarmt, vereinnahmt, verstoßen? Wer zum ersten Mal, wer schon wieder, wer schon immer?
Die Vereinigung führte in wenigen Augenblicken zur Geburt einer neuen Bundesrepublik in einem - was die alte BRD betrifft - nicht sonderlich neuen Gewand.
Die DDR wurde links liegengelassen.
Als die Mauer fiel, freuten sich viele, anderen wurde es schwindelig.[…]
In den ersten Tagen nach dem 9. November 1989 bemerkte ich, daß kaum Immigrantinnen und Schwarze Deutsche im Stadtbild zu sehen waren, zumindest nur selten solche mit dunkler Hautfarbe.
Ich fragte mich, wie viele Jüdinnen (nicht) auf der Straße waren.
Ein paar Afro-Deutsche, die ich im Jahr zuvor in Ostberlin kennengelemt hatte, liefen mir zufällig über den Weg, und wir freuten uns, nun mehr Begegnungsmöglichkeiten zu haben.
Ich war allein unterwegs, wollte ein bißchen von der allgemeinen Begeisterung einatmen, den historischen Moment spüren und meine zurückhaltende Freude teilen.
Zurückhaltend deshalb, weil ich von den bevorstehenden Verschärfungen in der Gesetzgebung für Immigrantinnen und Zufluchtsuchende gehört hatte.Ebenso wie andere Schwarze Deutsche und Immigrantinnen wußte ich, daß selbst ein deutscher Paß keine Einladungskarte zu den Ost-West-Feierlichkeiten darstellte.
Wir spürten, daß mit der bevorstehenden innerdeutschen Vereinigung eine zunehmende Abgrenzung nach außen einhergehen würde - ein Außen, das uns einschließen würde.
Unsere Beteiligung am Fest war nicht gefragt.
Das neue »Wir« in - wie es Kanzler Kohl zu formulieren beliebt - »diesem unserem Lande« hatte und hat keinen Platz für alle.
Zum ersten Mal, seit ich in Berlin lebte, mußte ich mich nun beinahe täglich gegen unverblümte Beleidigungen, feindliche Blicke und/oder offen rassistische Diffamierungen zur Wehr setzen.
Ich begann wieder - wie in früheren Zeiten - beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln nach den Gesichtern Schwarzer Menschen Ausschau zu halten.
Eine Freundin hielt in der S-Bahn ihre afro-deutsche Tochter auf dem Schoß, als sie zu hören bekam: »Solche wie euch brauchen wir jetzt nicht mehr, wir sind hier schon selber mehr als genug!«
Ein zehnjähriger afrikanischer Junge wurde aus der vollen U-Bahn auf den Bahnsteig hinausgestoßen, um einem weißen Deutschen Platz zu machen...
Das waren Vorfälle in Westberlin im November 1989, und seit 1990 mehrten sich dann Berichte von rassistisch motivierten Übergriffen vor allem auf Schwarze Menschen, mehrheitlich im Ostteil Deutschlands.
Berichte, die zunächst nur in Kreisen von Immigrantinnen und Schwarzen Deutschen bekannt wurden, offizielle Medienberichterstatterlnnen nahmen von den gewaltsamen Ausschreitungen kaum Notiz.Ich begann das Jahr 1990 mit einem Gedicht:
grenzenlos und unverschämt
ein gedicht gegen die deutsche sch-einheitich werde trotzdem
afrikanisch
sein
auch wenn ihr
mich gerne
deutsch
haben wollt
und werde trotzdem
deutsch sein
auch wenn euch
meine schwärze
nicht paßt
ich werde
noch einen schritt weitergehen
bis an den äußersten rand
wo meine Schwestern sind - wo meine brüder stehen
wo
unsere
FREIHEIT
beginnt
ich werde
noch einen schritt weitergehen und noch einen schritt
weiter
und wiederkehren
wann
ich will
wenn
ich will
grenzenlos und unverschämt
bleiben.Textauszüge aus May Ayim; Silke Mertins - "Grenzenlos und unverschämt" und Videobeitrag aus "May Ayim. Hoffnung im Herz.", Orlanda Frauenverlag, 1997
#MayAyim #Rassismus #DeutscheEinheit #Wiedervereinigung #TagDerDeutschenEinheit
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Am 9. August 1996 nahm sich May Ayim das Leben.
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Am 9. August 1996 nahm sich May Ayim das Leben.
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Am 9. August 1996 nahm sich May Ayim das Leben.
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Am 9. August 1996 nahm sich May Ayim das Leben.
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Am 9. August 1996 nahm sich May Ayim das Leben.
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"Als die afrodeutsche Poetin May Ayim 1992 ihr Gedicht „Deutschland im Herbst“ veröffentlichte, gab es den NSU wahrscheinlich noch nicht.
Bis zu ihrem ersten Sprengstoffanschlag waren es noch sieben Jahre, bis zu ihrer Selbstenttarnung gut zwei Jahrzehnte.
May Ayim schrieb über die Pogromnacht der Neonazis vom 9. November 1938, vom Mord an Amadeu Antonio am 24. November 1990 und über die rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen im August 1992.
Obwohl seitdem noch viele antisemitische, rassistische und rechte Anschläge und Morde gefolgt sind, verliert das Gedicht nicht an Aktualität.
Jeden Herbst lese ich es.
Und immer sticht ein Begriff hervor: Einzelfall"
---
May ayim: deutschland im herbst (1992)
es ist nicht wahr
daß es nicht wahr ist
so war es
erst zuerst dann wieder
so ist es
kristallnacht:
im november 1938
zerklirrten zuerst
fensterscheiben
dann
wieder und wieder
menschenknochen
von juden und schwarzen und
kranken und schwachen von
sinti und roma und
polen von lesben und
schwulen von und von
und von und von
und und
erst einige dann viele
immer mehr:
die hand erhoben und mitgemacht
beifall geklatscht
oder heimlich gegafft
wie die
und die
und der und der
und der und die
erst hin und wieder
dann wieder und wieder
schon wieder?
ein einzelfall:
in november 1990 wurde
antonio amadeo aus angola
in eberswalde
von neonazis
erschlagen
sein kind kurze zeit später von einer
weißen deutschen frau
geboren
ihr haus
bald darauf
zertrümmert
ach ja
und die polizei
war so spät da
daß es zu spät war
und die zeitungen waren mit worten
so sparsam
daß es schweigen gleichkam
und im fernsehen kein bild
zu dem mordfall
zu dem vorfall kein kommentar:
im neuvereinten deuschland
das sich so gerne
viel zu gerne
wiedervereinigt nennt
dort haben
in diesem und jenem ort
zuerst häuser
dann menschen
gebrannt
erst im osten dann im westen
dann
im ganzen land
erst zuerst dann wieder
es ist nicht wahr
daß es nicht wahr ist
so war es
so ist es:
deutschland im herbst
mir graut vor dem winter
#MayAyim #AmadeuAntonio #NSU #RostockLichtenhagen #Rassismus #Antisemitismus
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"Als die afrodeutsche Poetin May Ayim 1992 ihr Gedicht „Deutschland im Herbst“ veröffentlichte, gab es den NSU wahrscheinlich noch nicht.
Bis zu ihrem ersten Sprengstoffanschlag waren es noch sieben Jahre, bis zu ihrer Selbstenttarnung gut zwei Jahrzehnte.
May Ayim schrieb über die Pogromnacht der Neonazis vom 9. November 1938, vom Mord an Amadeu Antonio am 24. November 1990 und über die rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen im August 1992.
Obwohl seitdem noch viele antisemitische, rassistische und rechte Anschläge und Morde gefolgt sind, verliert das Gedicht nicht an Aktualität.
Jeden Herbst lese ich es.
Und immer sticht ein Begriff hervor: Einzelfall"
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May ayim: deutschland im herbst (1992)
es ist nicht wahr
daß es nicht wahr ist
so war es
erst zuerst dann wieder
so ist es
kristallnacht:
im november 1938
zerklirrten zuerst
fensterscheiben
dann
wieder und wieder
menschenknochen
von juden und schwarzen und
kranken und schwachen von
sinti und roma und
polen von lesben und
schwulen von und von
und von und von
und und
erst einige dann viele
immer mehr:
die hand erhoben und mitgemacht
beifall geklatscht
oder heimlich gegafft
wie die
und die
und der und der
und der und die
erst hin und wieder
dann wieder und wieder
schon wieder?
ein einzelfall:
in november 1990 wurde
antonio amadeo aus angola
in eberswalde
von neonazis
erschlagen
sein kind kurze zeit später von einer
weißen deutschen frau
geboren
ihr haus
bald darauf
zertrümmert
ach ja
und die polizei
war so spät da
daß es zu spät war
und die zeitungen waren mit worten
so sparsam
daß es schweigen gleichkam
und im fernsehen kein bild
zu dem mordfall
zu dem vorfall kein kommentar:
im neuvereinten deuschland
das sich so gerne
viel zu gerne
wiedervereinigt nennt
dort haben
in diesem und jenem ort
zuerst häuser
dann menschen
gebrannt
erst im osten dann im westen
dann
im ganzen land
erst zuerst dann wieder
es ist nicht wahr
daß es nicht wahr ist
so war es
so ist es:
deutschland im herbst
mir graut vor dem winter
#MayAyim #AmadeuAntonio #NSU #RostockLichtenhagen #Rassismus #Antisemitismus
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"Als die afrodeutsche Poetin May Ayim 1992 ihr Gedicht „Deutschland im Herbst“ veröffentlichte, gab es den NSU wahrscheinlich noch nicht.
Bis zu ihrem ersten Sprengstoffanschlag waren es noch sieben Jahre, bis zu ihrer Selbstenttarnung gut zwei Jahrzehnte.
May Ayim schrieb über die Pogromnacht der Neonazis vom 9. November 1938, vom Mord an Amadeu Antonio am 24. November 1990 und über die rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen im August 1992.
Obwohl seitdem noch viele antisemitische, rassistische und rechte Anschläge und Morde gefolgt sind, verliert das Gedicht nicht an Aktualität.
Jeden Herbst lese ich es.
Und immer sticht ein Begriff hervor: Einzelfall"
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May ayim: deutschland im herbst (1992)
es ist nicht wahr
daß es nicht wahr ist
so war es
erst zuerst dann wieder
so ist es
kristallnacht:
im november 1938
zerklirrten zuerst
fensterscheiben
dann
wieder und wieder
menschenknochen
von juden und schwarzen und
kranken und schwachen von
sinti und roma und
polen von lesben und
schwulen von und von
und von und von
und und
erst einige dann viele
immer mehr:
die hand erhoben und mitgemacht
beifall geklatscht
oder heimlich gegafft
wie die
und die
und der und der
und der und die
erst hin und wieder
dann wieder und wieder
schon wieder?
ein einzelfall:
in november 1990 wurde
antonio amadeo aus angola
in eberswalde
von neonazis
erschlagen
sein kind kurze zeit später von einer
weißen deutschen frau
geboren
ihr haus
bald darauf
zertrümmert
ach ja
und die polizei
war so spät da
daß es zu spät war
und die zeitungen waren mit worten
so sparsam
daß es schweigen gleichkam
und im fernsehen kein bild
zu dem mordfall
zu dem vorfall kein kommentar:
im neuvereinten deuschland
das sich so gerne
viel zu gerne
wiedervereinigt nennt
dort haben
in diesem und jenem ort
zuerst häuser
dann menschen
gebrannt
erst im osten dann im westen
dann
im ganzen land
erst zuerst dann wieder
es ist nicht wahr
daß es nicht wahr ist
so war es
so ist es:
deutschland im herbst
mir graut vor dem winter
#MayAyim #AmadeuAntonio #NSU #RostockLichtenhagen #Rassismus #Antisemitismus
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"Als die afrodeutsche Poetin May Ayim 1992 ihr Gedicht „Deutschland im Herbst“ veröffentlichte, gab es den NSU wahrscheinlich noch nicht.
Bis zu ihrem ersten Sprengstoffanschlag waren es noch sieben Jahre, bis zu ihrer Selbstenttarnung gut zwei Jahrzehnte.
May Ayim schrieb über die Pogromnacht der Neonazis vom 9. November 1938, vom Mord an Amadeu Antonio am 24. November 1990 und über die rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen im August 1992.
Obwohl seitdem noch viele antisemitische, rassistische und rechte Anschläge und Morde gefolgt sind, verliert das Gedicht nicht an Aktualität.
Jeden Herbst lese ich es.
Und immer sticht ein Begriff hervor: Einzelfall"
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May ayim: deutschland im herbst (1992)
es ist nicht wahr
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so war es
erst zuerst dann wieder
so ist es
kristallnacht:
im november 1938
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ein einzelfall:
in november 1990 wurde
antonio amadeo aus angola
in eberswalde
von neonazis
erschlagen
sein kind kurze zeit später von einer
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bald darauf
zertrümmert
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zu dem vorfall kein kommentar:
im neuvereinten deuschland
das sich so gerne
viel zu gerne
wiedervereinigt nennt
dort haben
in diesem und jenem ort
zuerst häuser
dann menschen
gebrannt
erst im osten dann im westen
dann
im ganzen land
erst zuerst dann wieder
es ist nicht wahr
daß es nicht wahr ist
so war es
so ist es:
deutschland im herbst
mir graut vor dem winter
#MayAyim #AmadeuAntonio #NSU #RostockLichtenhagen #Rassismus #Antisemitismus
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"Als die afrodeutsche Poetin May Ayim 1992 ihr Gedicht „Deutschland im Herbst“ veröffentlichte, gab es den NSU wahrscheinlich noch nicht.
Bis zu ihrem ersten Sprengstoffanschlag waren es noch sieben Jahre, bis zu ihrer Selbstenttarnung gut zwei Jahrzehnte.
May Ayim schrieb über die Pogromnacht der Neonazis vom 9. November 1938, vom Mord an Amadeu Antonio am 24. November 1990 und über die rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen im August 1992.
Obwohl seitdem noch viele antisemitische, rassistische und rechte Anschläge und Morde gefolgt sind, verliert das Gedicht nicht an Aktualität.
Jeden Herbst lese ich es.
Und immer sticht ein Begriff hervor: Einzelfall"
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May ayim: deutschland im herbst (1992)
es ist nicht wahr
daß es nicht wahr ist
so war es
erst zuerst dann wieder
so ist es
kristallnacht:
im november 1938
zerklirrten zuerst
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dann
wieder und wieder
menschenknochen
von juden und schwarzen und
kranken und schwachen von
sinti und roma und
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schwulen von und von
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oder heimlich gegafft
wie die
und die
und der und der
und der und die
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dann wieder und wieder
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ein einzelfall:
in november 1990 wurde
antonio amadeo aus angola
in eberswalde
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sein kind kurze zeit später von einer
weißen deutschen frau
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ach ja
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so ist es:
deutschland im herbst
mir graut vor dem winter
#MayAyim #AmadeuAntonio #NSU #RostockLichtenhagen #Rassismus #Antisemitismus
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@carl @yaenntz Depression ist ein Arschloch. 😥 Ich wünsche allen Betroffenen Licht im Herzen, das nie ausgeht, eine atmende Schutzschicht, ein Watschehändchen gegen Arschlöchigkeit und ein Zarthändlein für liebevolle Verbindungen. #notjustsad #MayAyim
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@carl @yaenntz Depression ist ein Arschloch. 😥 Ich wünsche allen Betroffenen Licht im Herzen, das nie ausgeht, eine atmende Schutzschicht, ein Watschehändchen gegen Arschlöchigkeit und ein Zarthändlein für liebevolle Verbindungen. #notjustsad #MayAyim
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@carl @yaenntz Depression ist ein Arschloch. 😥 Ich wünsche allen Betroffenen Licht im Herzen, das nie ausgeht, eine atmende Schutzschicht, ein Watschehändchen gegen Arschlöchigkeit und ein Zarthändlein für liebevolle Verbindungen. #notjustsad #MayAyim
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@carl @yaenntz Depression ist ein Arschloch. 😥 Ich wünsche allen Betroffenen Licht im Herzen, das nie ausgeht, eine atmende Schutzschicht, ein Watschehändchen gegen Arschlöchigkeit und ein Zarthändlein für liebevolle Verbindungen. #notjustsad #MayAyim
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@yaenntz Dieses neue Werk, verfasst von #MayAyims Weggefährt:innen, lässt sie aus Begegnungen aufleben, sie aus eigenen, teils bislang noch nicht veröffentlichten Zeilen sprechen und verbindet ihren Einfluss und ihren klugen Blick mit aktuellen Geschehnissen. »Sie, deren künstlerisches Schaffen stets ausdrückte, dass Schwarzes Leben zählt. Hätte sie doch nur gewusst, wie sehr ihr eigenes ›Black Life Mattered‹. Auch heute noch.« https://unrast-verlag.de/produkt/may-ayim/
-
@yaenntz Dieses neue Werk, verfasst von #MayAyims Weggefährt:innen, lässt sie aus Begegnungen aufleben, sie aus eigenen, teils bislang noch nicht veröffentlichten Zeilen sprechen und verbindet ihren Einfluss und ihren klugen Blick mit aktuellen Geschehnissen. »Sie, deren künstlerisches Schaffen stets ausdrückte, dass Schwarzes Leben zählt. Hätte sie doch nur gewusst, wie sehr ihr eigenes ›Black Life Mattered‹. Auch heute noch.« https://unrast-verlag.de/produkt/may-ayim/
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@yaenntz Dieses neue Werk, verfasst von #MayAyims Weggefährt:innen, lässt sie aus Begegnungen aufleben, sie aus eigenen, teils bislang noch nicht veröffentlichten Zeilen sprechen und verbindet ihren Einfluss und ihren klugen Blick mit aktuellen Geschehnissen. »Sie, deren künstlerisches Schaffen stets ausdrückte, dass Schwarzes Leben zählt. Hätte sie doch nur gewusst, wie sehr ihr eigenes ›Black Life Mattered‹. Auch heute noch.« https://unrast-verlag.de/produkt/may-ayim/
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@yaenntz Dieses neue Werk, verfasst von #MayAyims Weggefährt:innen, lässt sie aus Begegnungen aufleben, sie aus eigenen, teils bislang noch nicht veröffentlichten Zeilen sprechen und verbindet ihren Einfluss und ihren klugen Blick mit aktuellen Geschehnissen. »Sie, deren künstlerisches Schaffen stets ausdrückte, dass Schwarzes Leben zählt. Hätte sie doch nur gewusst, wie sehr ihr eigenes ›Black Life Mattered‹. Auch heute noch.« https://unrast-verlag.de/produkt/may-ayim/
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@yaenntz Dieses neue Werk, verfasst von #MayAyims Weggefährt:innen, lässt sie aus Begegnungen aufleben, sie aus eigenen, teils bislang noch nicht veröffentlichten Zeilen sprechen und verbindet ihren Einfluss und ihren klugen Blick mit aktuellen Geschehnissen. »Sie, deren künstlerisches Schaffen stets ausdrückte, dass Schwarzes Leben zählt. Hätte sie doch nur gewusst, wie sehr ihr eigenes ›Black Life Mattered‹. Auch heute noch.« https://unrast-verlag.de/produkt/may-ayim/
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@yaenntz DANKE! Ich nehme hier zum ersten Mal ihren Namen wahr und das, was sie bewirkt hat! Wie kann das sein?! #MayAyim So eine großartige Person! Ganz toller kurzer Bericht, auch mit kurzem Video, wo sie selbst zu Wort kommt: https://www.swr.de/swr2/literatur/may-ayim-100.html
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@yaenntz DANKE! Ich nehme hier zum ersten Mal ihren Namen wahr und das, was sie bewirkt hat! Wie kann das sein?! #MayAyim So eine großartige Person! Ganz toller kurzer Bericht, auch mit kurzem Video, wo sie selbst zu Wort kommt: https://www.swr.de/swr2/literatur/may-ayim-100.html
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@yaenntz DANKE! Ich nehme hier zum ersten Mal ihren Namen wahr und das, was sie bewirkt hat! Wie kann das sein?! #MayAyim So eine großartige Person! Ganz toller kurzer Bericht, auch mit kurzem Video, wo sie selbst zu Wort kommt: https://www.swr.de/swr2/literatur/may-ayim-100.html
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@yaenntz DANKE! Ich nehme hier zum ersten Mal ihren Namen wahr und das, was sie bewirkt hat! Wie kann das sein?! #MayAyim So eine großartige Person! Ganz toller kurzer Bericht, auch mit kurzem Video, wo sie selbst zu Wort kommt: https://www.swr.de/swr2/literatur/may-ayim-100.html
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@yaenntz DANKE! Ich nehme hier zum ersten Mal ihren Namen wahr und das, was sie bewirkt hat! Wie kann das sein?! #MayAyim So eine großartige Person! Ganz toller kurzer Bericht, auch mit kurzem Video, wo sie selbst zu Wort kommt: https://www.swr.de/swr2/literatur/may-ayim-100.html
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Am 9. August 1996 nahm sich May Ayim das Leben.
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Am 9. August 1996 nahm sich May Ayim das Leben.
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@zhivi Her voice reached out, and still reaches out to so many people and cultures. There were people from 4 continents at her funeral with eulogies in all languages, including one eulogy in the language of dancing.
#MayAyim
@ErynMcConnell -
@zhivi Her voice reached out, and still reaches out to so many people and cultures. There were people from 4 continents at her funeral with eulogies in all languages, including one eulogy in the language of dancing.
#MayAyim
@ErynMcConnell -
@zhivi Her voice reached out, and still reaches out to so many people and cultures. There were people from 4 continents at her funeral with eulogies in all languages, including one eulogy in the language of dancing.
#MayAyim
@ErynMcConnell -
CW: personal
This poem for May Ayim made me cry again for her after more than 25 years:
https://africanpoems.net/modern-poetry-in-oral-manner/may-ayim/
She is resting in Power, that is a small consolation.
#MayAyim -
CW: personal
This poem for May Ayim made me cry again for her after more than 25 years:
https://africanpoems.net/modern-poetry-in-oral-manner/may-ayim/
She is resting in Power, that is a small consolation.
#MayAyim -
CW: personal
This poem for May Ayim made me cry again for her after more than 25 years:
https://africanpoems.net/modern-poetry-in-oral-manner/may-ayim/
She is resting in Power, that is a small consolation.
#MayAyim -
@ErynMcConnell Have you heard about the poet #MayAyim ? She wrote some of the very first Afro-German poems. Here's one, original language was German: https://africaworldpressbooks.com/blues-in-black-and-white-by-may-ayim-translated-by-anne-adams/
@zhivi -
@ErynMcConnell Have you heard about the poet #MayAyim ? She wrote some of the very first Afro-German poems. Here's one, original language was German: https://africaworldpressbooks.com/blues-in-black-and-white-by-may-ayim-translated-by-anne-adams/
@zhivi -
@ErynMcConnell Have you heard about the poet #MayAyim ? She wrote some of the very first Afro-German poems. Here's one, original language was German: https://africaworldpressbooks.com/blues-in-black-and-white-by-may-ayim-translated-by-anne-adams/
@zhivi -
@ErynMcConnell Have you heard about the poet #MayAyim ? She wrote some of the very first Afro-German poems. Here's one, original language was German: https://africaworldpressbooks.com/blues-in-black-and-white-by-may-ayim-translated-by-anne-adams/
@zhivi -
@ErynMcConnell Have you heard about the poet #MayAyim ? She wrote some of the very first Afro-German poems. Here's one, original language was German: https://africaworldpressbooks.com/blues-in-black-and-white-by-may-ayim-translated-by-anne-adams/
@zhivi