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#mauerregime — Public Fediverse posts

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  1. 2/ So, und jetzt muss ich Euch ein bisschen wehtun. Nur lesen, wenn Ihr Schmerzen aushalten könnt.

    Der zweite Punkt ist das #Mauerregime. An der Mauer sind Menschen erschossen worden oder anders zu Tode gekommen. Ca. 200–300.

    de.wikipedia.org/wiki/Todesopf

    Ich fahre jedes Jahr einmal um West-Berlin den Mauerradweg. Dort gibt es Stehlen an den Orten, wo Menschen gestorben sind. Ihre Schicksale werden beschrieben. Ich bin 1989 auf die Straße gegangen unter anderem für Reisefreiheit.

    Die angehängten Ausschnitte aus Lütten Klein von Steffen Mau zeigen, wie viele Menschen flohen und wie sich die Bevölkerung entwickelte. Es gab ökonomisch für die #DDR keine Alternative zum Mauerbau. Die Menschen wären sonst eben einfach gegangen. Gut ausgebildet.

    Eine Diktatur hat zur Aufrechterhaltung ihres Systems eine Mauer gebaut. Sie hat ihr Volk daran gehindert, das Land zu verlassen.

    Und jetzt kommt der Witz: Wie viele Tausend Menschen sind bereits auf der Flucht über das Mittelmeer ertrunken? Wie viele werden noch sterben? In den neun Monaten bis September 2023 waren es schon 2356, also zehn Mal so viel wie an der innerdeutschen Grenze in 28 Jahren. In ein paar Monaten.

    zdf.de/nachrichten/politik/aus

    Sie kommen aus politischen und auch aus ökonomischen Gründen. Manche, weil sie sonst einfach verhungern würden.

    Und warum ist das so? Weil wir das so wollen. „Wir“ haben unsere Regierungen demokratisch gewählt. Politiker wie #Seehofer, der sich zu seinem 69ten Geburtstag gewünscht hat, dass 69 Asylbewerber*innen abgeschoben werden.

    Aus ökonomischen Gründen würde es nicht funktionieren, wenn alle Flüchtlinge kommen würden. „Wir“ wollen das nicht, denn wir müssten dann mit ihnen teilen. Die sollen mal schön da bleiben, wo sie herkommen, und da, ohne viel Geräusch zu verursachen, sterben. Ja, „wir“ bezahlen sogar Diktatoren dafür, dass sie uns die Flüchtlinge vom Hals halten.

    Sind wir gerade auf der richtigen Seite der Geschichte?

    Was ist richtig? Wie sieht eine gerechte Welt aus? Und die viel wichtigere Frage: Wie kommen wir da hin? Herrschaftsfreie Strukturen? #Anarchismus? Finde ich dufte. Aber wie soll das gehen? Demokratischen #Sozialismus? Hey, super! Gern ab morgen. Aber irgendwie ist ja selbst die SPD da nicht auf einem Kurs in diese Richtung. Von irgendwelchen Populistinnen ganz zu schweigen.

    Wir haben in der Schule gelernt, dass es den Kommunismus erst geben kann, wenn der Kapitalismus überwunden ist. Also alle werden sozialistisch und dann Kommunismus. Aber irgendwie scheint es so zu sein, dass es nicht mal Sozialismus geben kann, wenn es Kapitalismus nebenan gibt. Wir wollten 1989 eine eigenständige progressive DDR. Das war eine schöne Illusion. Ging so von Oktober bis zu den Wahlen im März. #DT64, das Jugendradio der DDR, spielte am Wahltag um 18:00 „Der Traum ist aus“.

    Also: Wo ist der Weg? Wie soll es gehen? Den einzigen Weg, den ich zur Zeit relativ klar sehe, ist der in den #Faschismus.

    Vielleicht können wir es gerade noch so verhindern, aber was dann. Und vor allem wie?