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#kurzprosa — Public Fediverse posts

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  1. ✨ Literatur im Murx ✨


    Lesung zeitgenössischer Kurzprosa und Lyrik – ein offener Abend für zeitgenössische Literatur.

    Elke Barker & Elisabeth Singh-Noack lesen eigene Texte.

    🗓 07. Februar 2026
    🕔 17:00 Uhr
    📍 Murx, Heidelberger Altstadt
    🎟 Teilnahme kostenlos
    ♿ Weitgehend rollstuhlgerecht

    Kommt vorbei 💜

    #Murx #Heidelberg #Altstadt #Lesung #Kurzprosa #Lyrik #ElkeBarker #ElisabethSinghNoack* @heidelberg

  2. ‚Champion’ steht schwarz auf weiß auf seinem Halsband. Es kümmert den schlafenden Terrier wenig.
    „So müssen Gedankenfetzen aussehen“, denkt sie, als dünne zerrissene Wolken strahlenförmig auf sie zu fliegen.
    Freundliches babylonisches Sprachengewimmel am Ufer. Der Fluss murmelt zustimmend, keiner hört zu, alle verstehen.

    🌱🖌️🖌️🖌️🌱

    #Kurzprosa #InDerNatur #spiel mit Worten #storytelling

    Kommt entspannt durch den Abend, geliebt u gemocht, allein oder zu zweit.
    ⭐️helle Träume⭐️ wach oder schlafend 🧡

  3. «Der Klang von Stille»

    Herr Kreidl saß allein im Raum, neben einem Telefon, das manchmal klang – aber nie lärmte. „Sprechen Sie ruhig,“ sagte er, als eine zitternde Stimme den Hörer füllte.
    Es waren keine klaren Worte, nur Bruchstücke von Angst, und das Echo eines langen Tages. Und als das Gespräch verstummte, war die Stille plötzlich warm.
    „Ein Mensch braucht nicht viel, um gehalten zu werden – nur jemanden der zuhört,“ dachte Herr Kreidl.

    #KreidlsNotizbuch #Montag #KurzProsa

  4. «Der Mann aus Metaphern»

    Herr Kreidl betrat ein Büro, das nach Einfluss roch. Ein Mann saß dort, mit einem Anzug aus Argumenten und einem Lächeln wie ein Vertrag.
    „Ich bin kein Lobbyist,“ sagte er, „ich bin ein Gärtner – ich pflanze Interessen und warte auf die Ernte.“
    Herr Kreidl setzte sich, doch der Stuhl war ein Kompromiss. „Was wollen Sie?“ fragte Herr Kreidl.
    „Nur, dass der Wind in meine Richtung weht,“ sagte der Gärtner.

    #KreidlsNotizbuch #MastodonDE #KurzProsa

  5. «Die Läden, die sich verabschieden»

    Herr Kreidl ging durch den Ort als Zeuge eines Verschwindens.
    Die Bäckerei war leer, aber der Duft von gestern hing noch im Türrahmen. Ein Friseursalon hatte sich in einen Spiegel verwandelt, der nur vergangene Frisuren zeigte. Die Apotheke war ein Gedicht geworden, in dem jedes Medikament ein Vers war.
    „Geschäfte schließen“, überlegte Herr Kreidl, „aus Mangel – doch die Dinge beginnen zu sprechen um zu erinnern.“

    #KreidlsNotizbuch #MastodonDE #KurzProsa

  6. «Der Freitag, der sich hinlegte»

    Herr Kreidl saß am Fenster, der Regen schrieb Gedichte auf die Scheibe – in einer Sprache, die nur das Wochenende verstand.

    „Was tun?“ fragte der Tee, „wenn die Welt sich einrollt wie ein nasser Schal?“ Herr Kreidl zog die Vorhänge zu, aus Respekt vor der Melancholie.

    „Vielleicht“, dachte Herr Kreidl, „ist Regen am Freitag nicht das Ende der Woche – sondern der Anfang des Nachdenkens.“

    #KreidlsNotizbuch #MastodonDE #KurzProsa

  7. #Escapril 2025
    Tag 16: Aufladen

    Du warst bei deinen Eltern.
    Sie wollten dir so viel aufladen!
    Du hast abgelehnt.
    Und es hat dich trotzdem mitgenommen.

    Dann hab ich dich zu mir mitgenommen.
    Du hast dich angelehnt,
    konntest bei mir wieder aufladen!
    Und nun bleibst du bei mir.

    #Mircofiction
    #Kurzprosa

  8. #Escapril 2025
    Tag 2: Echo

    Der Ohrwurm von dem Lied,
    das du gehört hast.
    Das Echo deiner Stimme
    in den Ohr'n.

    Die Farben und das Licht
    in deiner Wohnung.
    Ich fühl mich noch halb dort,
    – und hier verlor'n.

    Die Wärme deiner Nähe
    in den Gliedern.
    Der Nachhall deiner Finger
    auf der Haut.

    Doch alles nur so halb,
    dass ich frustriert bin.
    Dir fern, ist mir das Sehnen
    viel zu laut.

    #Mircofiction
    #Kurzprosa

  9. #Escapril 2025
    Tag 1: Neuanfänge

    Sie erwischt mich dabei,
    wie ich von wem and'res träum,
    lange nicht das erste Mal.
    Sie findet es nicht schlimm.

    Vielleicht, sag ich zu ihr,
    mach ich jeden Neuanfang,
    um irgendwann doch anzukommen.
    Und kann es einfach nicht.

    Dann, sagt sie zu mir,
    nehm' ich dich in den Arm.
    Sie, zart wie eine Gänseblüme.
    Sonst halt' ich immer sie.

    Sie aber ist immer da.
    Ich kenn sie schon so lang.
    Vielleicht ist's Zeit
    für einen alten Neuanfang.

    #Mircofiction
    #Kurzprosa

  10. Solang warst du nicht da und es zehrte an mir wie ein Winter.
    Und als du wiederkamst, war es erst nur ein Versprechen, wie die ersten zarten Blumem, die der Frost noch holen kann.

    Aber als du dich an mich schmiegst und ich dich atme, ist es wie die Frühlingsluft. Ein Begreifen, dass ich dich tief im Innern kenne und du mir Leben gibst, nur dadurch, dass du hier bist.

    #Microfiction
    #Kurzprosa

  11. Opa, was sind Bürogebäude?

    Früher haben wir das meiste, was wir heute mit Computern machen, mit Papier gemacht, schreiben, rechnen und so. Es gab Gebäude mit vielen Räumen, wie Werkstätten, dafür, das waren Bürogebäude.

    Wieso haben die Leute nicht zu Hause auf Papier geschrieben?

    Die Chefs wollten bestimmen und kontrollieren, was die Leute machen.

    Deniz dachte an die nervige Lehrerin.
    Die Leute haben Quatsch gemacht.

    Ja. Sie haben aber auch die Wikipedia geschrieben.

    #Kurzprosa

  12. Wer möchte mir beim Äpfel ernten helfen?

    Kurz nach dieser Frage saß Alex mit dem Laptop neben dem leeren Schulgebäude und schaute zu den Kindern, die mit dem Gärtner und einigen Nachbarn Äpfel ernteten. Alex kannte sie alle und wusste ihre Rasselbande gut beaufsichtigt.

    Luisa war hoch hinauf geklettert und ließ Äpfel auf ein Tuch fallen, das andere Kinder hielten, ihr Vater sicherte die Leiter.

    Dann stand Maxi (6) vor ihr. "Für dich," sagte er und reichte ihr ein volles Körbchen.

    #Kurzprosa

  13. CW: Kink

    04

    Wie du mich ansiehst, als ich nippe! Ich versuche, meinen Mund rot zu benetzen. Dabei läuft unabsichtlich ein Tropfen das Kinn herab, den ich wegwischen würde, – aber dein Blick streift über mein Gesicht wie die verzweifelt flatternden Flügel eines gefangenen Schmetterlings. Ich würd dich sehr gern fangen, wenn du willst. "Ich muss gehen", sagt stattdessen mein Mund. Meine Finger mit der Haarnadel darin finden die Handschellen hinter deinem Rücken.

    #Microfiction
    #Kurzprosa
    #Kinktober

  14. CW: Kink, Blut

    03

    Jemand quetscht sich auf der anderen Seite neben dir an die Bar, sodass wir uns auf einmal berühren. Ich überlege zu gehen, weil ich diese Nähe normalerweise nicht so mag. "Kann ich dich auf ein Getränk einladen?", fragt mein Mund stattdessen.

    Du entscheidest dich für Kirschsaft. Nach deinem ersten Schluck läuft ein einzelner Tropfen deinen Mundwinkel herab.

    Ich denke unweigerlich an Blut. Wie gern würde ich ...
    Ich reiße mich zusammen.

    #Microfiction
    #Kurzprosa
    #Kinktober

  15. CW: Kink

    02

    Meine Finger erfühlen das kühle Metall der Handschellen, die an deinem Gürtel neben mir baumeln. Du interessiert mich. Und doch sollte ich mich als professionelle Diebin vermutlich nicht neben eine Frau mit Ausrüstung wie deiner setzen. "Du bräuchtest sicher auch keine Handschellen, um eine Frau an dich zu fesseln. Du bist selbst fesselnd genug."

    Wieder kicherst du mit dieser verlegenen Herzlichkeit, die deine Müdigkeit betrügt.

    #Microfiction
    #Kurzprosa
    #Kinktober

  16. CW: Kink

    01

    Ich bin fix und alle von meinem Fall – Dektektivinnen-Arbeit habe ich mir damals leidenschaftlicher vorgestellt – und richte mich aus meiner eingesackten Haltung an der Bar der neuen Lesben-Kneipe erst auf, als du dich neben mich setzt.

    Du hebst mit langen Fingern die Handschellen an meinem Gürtel an. "Hast du heute noch vor, deine Liebste an dich zu fesseln?"

    Ich kichere. "Ich habe kaum Zeit für eine Liebste", seufze ich. "Es ist beruflich."

    #Microfiction
    #Kurzprosa
    #Kinktober

  17. Was für ein niedliches Autochen!

    Neulich saß ich mit einem Klienten im Unwetter darin fest. Ich hatte es im Windschatten eines Hauses abgestellt, damit wir nicht weg wehen. War laut, aber wir sind trocken geblieben.

    Said und Melanie rollten mit 25 km/h durch die Stadt zum Konzertsaal.

    Sie hatte im Gemeindehaus Plätze gebucht. Es überraschte Melanie, dass der Saal so voll war. Ein Musikstudent spielte Klaviersonaten von Haydn.

    Es war ein beeindruckend gutes Konzert.

    #Kurzprosa

  18. Hallo Melanie, ich hab deine Einkäufe mitgebracht.
    Gut.

    Kein guter Tag heute?
    Hmm.

    Hast du ordentlich gegessen?
    Nee.

    Magst du Spaghetti mit Tomaten und Obstteller?
    Ja.

    Said war Herr der Listen: To Do Listen, Einkaufslisten, Listen mit Vorlieben, Kontaktlisten ... Neben drei chronisch Kranken betreute er für einige Wochen einen jungen Vater nach einem Unfall.
    Er räumte schnell und leise das Nötigste auf, während sie aß. Sie brauchte heute Ruhe.

    Tschüss Melanie.
    Danke Said.

    #Kurzprosa

  19. Marie hatte ein eDreirad am Bahnhof reserviert, denn sie war keine Freundin von Fahrrädern. Dennis lud ihre Rucksäcke aufs Dreirad und nahm ein Fahrrad.

    Sie fuhren durch das hübsche Touristenstädtchen zum Waldrand. Dort stellten sie die Räder in die Rückgabe und wanderten auf einem stillen, schmalen Pfad durch den Wald zur Burg mit Ausblick über das Flusstal. Ein Paar in Mittelalterkostümen führte sie herum.

    Nach einer Brotzeit brachte sie der Burgshuttlebus zurück ins Städtchen.

    #Kurzprosa

  20. Klaus (57) betrat den Raum, der an eine Bibliothek erinnerte.
    Wie kann ich Ihnen helfen? eine Frau mit Tablet kam auf ihn zu.
    Ich habe meine Arbeit verloren und weiß nicht, wie es weitergeht.
    Sie zeigte auf einen Tisch mit zwei Sesseln in einer Ecke. Lassen Sie uns darüber reden.
    Er war traurig und wütend, sie hörte zu.
    Sie erklärte, welche Ansprüche und Möglichkeiten er hatte.
    Nach einer Stunde hatte er begriffen, dass in seinem Leben ein neuer Abschnitt begonnen hatte, eine Chance.

    #Kurzprosa

  21. Sie haben Ihren letzten Job während der Probezeit verloren und jetzt bei der vhs Hausverbot, nachdem Sie sich frauenfeindlich und rassistisch geäußert haben. Haben Sie das in der Firma, in der Sie vorher gearbeitet haben, auch getan?

    Bernd behielt die Antwort für sich.

    Mit Ihren Ansichten kann ich Ihnen schlecht eine Stelle vermitteln. Ich möchte, dass Sie sich damit auseinandersetzen und an diesem Workshop teilnehmen.

    Bernd schaute auf den Zettel und nickte irritiert.

    #Kurzprosa

  22. Es war eine wilde Zeit.
    Politiker*innen haben reflexartig nach Kompromissen gesucht.
    Mit Thermodynamik.
    Mit Seuchen.
    Mit Faschismus.
    Hast du geglaubt, dass es mal so werden würde?
    Sie schauten über einen stille, kleine Parklandschaft zwischen Häuserblocks mit begrünten Fassaden.
    Manchmal.

    #Kurzprosa

  23. Wie immer wurde eine neue, barrierefreie Fernbahnlinie an einem Freitag eröffnet.

    Wie immer las der Verkehrsminister auf dem Bahnsteig in die Kameras, wie viele zusätzlichen Kosten entstanden waren, weil der öffentliche Personenverkehr nicht von allen ohne zusätzliche Hilfe benutzt werden konnte und betonte, der furchtbare Schmerz der Ausgrenzung wäre nicht messbar.

    Wie immer lobte er Fortschritte und klang ungeduldig.

    Wie immer rollte er danach in den Zug und fuhr nach Hause.

    #Kurzprosa

  24. Weißt du noch, wie anstrengend das Leben früher war?

    40 Stunden Arbeit in der Woche

    Plus Überstunden. Laute, verstopfte Straßen.

    Enge, gefährliche Radwege. Wir hatten so viel Zeug.

    Weil man nicht mal Werkzeugkästen oder Waffeleisen einfach leihen konnte.

    Sie tranken ihren Kräutertee aus und schauten noch eine Weile vom Felsen über das Flusstal, bevor sie die Wanderung fortsetzten.

    Der Fluss führte Hochwasser. Es war Montag.

    #Kurzprosa

  25. Weißt du noch, wie anstrengend das Leben früher war?

    40 Stunden Arbeit in der Woche

    Plus Überstunden. Laute, verstopfte Straßen.

    Enge, gefährliche Radwege. Wir hatten so viel Zeug.

    Weil man nicht mal Werkzeugkästen oder Waffeleisen einfach leihen konnte.

    Sie tranken ihren Kräutertee aus und schauten noch eine Weile vom Felsen über das Flusstal, bevor sie die Wanderung fortsetzten.

    Der Fluss führte Hochwasser. Es war Montag.

    #Kurzprosa

  26. Neulich hab ich ein altes Handy von Mama gefunden, ich hab's geladen und mal geschaut.

    Da war eine App drauf, die Instagram hieß, aber die ging nicht. Ich hab nachgelesen, was das war. Da haben Leute auf einer Werbeplattform Nachrichten geschrieben. Also die Nachrichten von normalen Leuten kamen zwischen Werbung und Nachrichten von Leuten, die für Geld Gemeinheiten und Lügen geschrieben haben.

    Es gab noch mehr so Apps. Die haben das echt Soziale Medien genannt.

    Einfach crazy ey.

    #Kurzprosa

  27. Neulich hab ich ein altes Handy von Mama gefunden, ich hab's geladen und mal geschaut.

    Da war eine App drauf, die Instagram hieß, aber die ging nicht. Ich hab nachgelesen, was das war. Da haben Leute auf einer Werbeplattform Nachrichten geschrieben. Also die Nachrichten von normalen Leuten kamen zwischen Werbung und Nachrichten von Leuten, die für Geld Gemeinheiten und Lügen geschrieben haben.

    Es gab noch mehr so Apps. Die haben das echt Soziale Medien genannt.

    Einfach crazy ey.

    #Kurzprosa

  28. Sie lernen oder unterrichten #Niederländisch? – Auf den Seiten des Projekts "Lyrisch! Niederländisch lernen mit Literatur" des Institut für Niederländische Philologie der Uni Münster gibt es Tipps und Materialien für den Einsatz literarischer Texte im Unterricht: uni-muenster.de/INP/schule/lyr
    #Fremdsprachendidaktik #Lyrik #Gedichte #Poesie #Kurzprosa #Romane #Lyrisch

  29. Sie lernen oder unterrichten #Niederländisch? – Auf den Seiten des Projekts "Lyrisch! Niederländisch lernen mit Literatur" des Institut für Niederländische Philologie der Uni Münster gibt es Tipps und Materialien für den Einsatz literarischer Texte im Unterricht: uni-muenster.de/INP/schule/lyr
    #Fremdsprachendidaktik #Lyrik #Gedichte #Poesie #Kurzprosa #Romane #Lyrisch

  30. "Heute ist ein guter Tag, um das lila Kleid auszuführen", sagst du.

    "Das lila Kleid? Hast du eins?" Ich bin gleichzeitig aufgeregt, aber auch sehr erschöpft und versuche in meinen Kraftreserven Lust zum Feiern zu finden.

    "Ja!", jubelst du und holst dein Nachthemd aus dem Schrank. "Ich will gemütlich kuscheln. Mit der Wolldecke, oder wenn du willst, auch mit dir!"

    Ich seufze erleichtert und entspanne mich schon bei der Vorstellung.

    #Microfiction
    #Kurzprosa
    #Romantik

  31. Nachdem du in meinen Armen geweint hast, stehst du auf und machst das Fenster auf. Kalte Regelnluft strömt herein. Du machst uns Heißgetränke und schlägst ein Brettspiel vor.

    Nachdem du geweint hast, hast du immer diese neue, frische Energie, wie Pflanzen, die sich nach dem Regen wieder aufrichten, oder feuchtes Holz, das in der Sonne glänzt. Du sprühst mit etwas Neuem, das mich ansteckt und tief in mir lächeln lässt wie hervorkommende Sonne.

    #Microfiction
    #Kurzprosa
    #Romantik

  32. "Warum liebst du mich?", fragst du. "Ich bin so seltsam. Ich falle aus der Reihe, bin zu groß, zu plump, zu auffällig und dabei nichtmal nach herkömmlichen Maßen schön!"

    Ich überwinde mein spontanes inneres Drängen, ungeduldig zu protestieren, wie du übersehen kannst, wie großartig du bist und suche Worte. "Weil du mit deiner Seltsamkeit gegen den dunklen Himmel der Welt anstehst und strahlst. Und dabei trotzdem du selbst bist."

    Wie Sonnenblumen, denke ich.

    #Microfiction #Kurzprosa #Romantik