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  1. Pandoc, die Allzweckwaffe gegen Dateiformat-Chaos

    Ehre, wem Ehre gebührt! Hier im Blog kam in letzter Zeit eine Software namens Pandoc zum Zug: Sie hilft, Texte im Word-Format nach Markdown zu konvertieren und umgekehrt. Sie erleichtert die Kreation von Powerpoint- und Google-Slides-Präsentationen beträchtlich. Und sie hat noch viel mehr Möglichkeiten auf Lagern, denn es handelt sich um einen vielseitigen Dateiübersetzer, der mit vielen Formaten und Auszeichnungssprachen zurechtkommt.

    Diese Konvertierungssoftware lässt sich online benutzen, und ich habe bei meinen Beiträgen jeweils auf pandoc.org/try verwiesen. Aber wenn wir sie häufiger als zweimal pro Jahr benutzen, dann sollten wir sie lokal installieren: Dann können wir bedenkenlos Dokumente mit sensiblen Inhalten durch die Mangel drehen. Dass Pandoc über die Eingabeaufforderung eingesetzt wird, sollte uns nicht abhalten – denn so schwierig ist das nicht. Und ich erkläre hier, wie es geht.

    Über 2000 Konvertierungsvarianten

    Zuerst noch ein paar Details: Pandoc feiert heuer den zwanzigsten Geburtstag. Entwickelt von Sprachphilosoph und Logiker John MacFarlane, ist die Software Open Source, und sie beherrscht um die vierzig Eingabe und über fünfzig Ausgabeformate. Damit sind theoretisch über 2000 Konvertierungswege möglich, wenngleich natürlich nicht alle davon sinnvoll oder verlustfrei begehbar wären. Ob und wie gut die Übertragung funktioniert, hängt von den Umständen und der Komplexität eines Dokuments ab.

    Nichtsdestotrotz ist diese Software nützlich, und sie beherrscht auch exotische Kombinationen:

    • Pandoc kann z. B. direkt das Adobe-Austauschformat ICML erstellen und auf diesem Weg Textdokumente in Indesign-Layouts umwandeln.
    • Wir experimentieren mit der Latex-Alternatve Typst oder bringen Ordnung in die diversen Wikitext-Dialekte.
    • Pandoc verarbeitet die E‑Books im Epub-Format.
    • … und wir generieren aus einem Dokument gleichzeitig eine Präsentation im HTML-Format und eine PDF-Datei (Reveal.js / Beamer).

    Für die Installation besorgen wir uns die Software von pandoc.org – der einfachste Weg führt über den Installer. Wie bereits angetönt, steht uns nach der Einrichtung kein Programm mit grafischer Benutzeroberfläche zur Verfügung. Man startet das Programm an der Befehlszeile bzw. am Terminal.

    Simple Befehle führen zum Ziel

    Das klingt abschreckend, ist aber im Alltag weniger dramatisch, als es tönt. Eine Einführung für diese Form der Computerbedienung – die älter ist als die Steuerung per Maus oder Trackpad – biete ich in meinem kleinen Befehlszeilen-Vademekum.

    Sinnvollerweise fügen wir den Pfad zu Pandoc den Umgebungsvariablen hinzu¹. Dann müssen wir an der Eingabeaufforderung nicht den ganzen Pfad zur ausführbaren Datei tippen, sondern können die Konvertierung über den Befehl pandoc einleiten.

    Die Syntax ist ebenfalls überschaubar und hier beschrieben. Das Muster für einen Konvertierungsbefehl lautet: Die Options sind hier beschrieben. Sie spezifizieren in erster Linie das Eingabeformat (--from=FORMAT) und Ausgabeformat (--to=FORMAT). Standardmässig wird die Ausgabe am Bildschirm ausgegeben, aber natürlich können wir sie in eine Datei umleiten (--output=FILE).

    Pandoc erledigt den Job blitzschnell und kommentarlos.

    Dieses Beispiel hier verwandelt eine simple Markdown-Datei in ein elektronisches Buch:

    pandoc --from=markdown --to=epub2 "Egogoogeln.md" --output="Ego.epub"

    Es gibt eine Vielzahl weiterer Optionen und oft auch die Möglichkeit, Parameter wegzulassen, wenn sie sich aus dem Kontext ergeben, und es existieren auch verkürzte Notationsformen. Sprachmodelle wie ChatGPT und Claude helfen, falls nötig, beim Schreiben oder Korrigieren des Befehlszeilen-Befehls.

    Fussnoten

    1) Ich habe Pandoc unter C:\Program Files (x86)\pandoc installiert. Im Windows-Suchfeld tippe ich Umgebungsvariablen ein und öffne Umgebungsvariablen für dieses Konto bearbeiten. Ich wähle die Variable Path, klicke auf Bearbeiten, dann auf Neu und füge den Pfad hinzu. ↩

    #FreieSoftwareFOSS #Linux #Präsentieren
  2. Pandoc, die Allzweckwaffe gegen Dateiformat-Chaos

    Ehre, wem Ehre gebührt! Hier im Blog kam in letzter Zeit eine Software namens Pandoc zum Zug: Sie hilft, Texte im Word-Format nach Markdown zu konvertieren und umgekehrt. Sie erleichtert die Kreation von Powerpoint- und Google-Slides-Präsentationen beträchtlich. Und sie hat noch viel mehr Möglichkeiten auf Lagern, denn es handelt sich um einen vielseitigen Dateiübersetzer, der mit vielen Formaten und Auszeichnungssprachen zurechtkommt.

    Diese Konvertierungssoftware lässt sich online benutzen, und ich habe bei meinen Beiträgen jeweils auf pandoc.org/try verwiesen. Aber wenn wir sie häufiger als zweimal pro Jahr benutzen, dann sollten wir sie lokal installieren: Dann können wir bedenkenlos Dokumente mit sensiblen Inhalten durch die Mangel drehen. Dass Pandoc über die Eingabeaufforderung eingesetzt wird, sollte uns nicht abhalten – denn so schwierig ist das nicht. Und ich erkläre hier, wie es geht.

    Über 2000 Konvertierungsvarianten

    Zuerst noch ein paar Details: Pandoc feiert heuer den zwanzigsten Geburtstag. Entwickelt von Sprachphilosoph und Logiker John MacFarlane, ist die Software Open Source, und sie beherrscht um die vierzig Eingabe und über fünfzig Ausgabeformate. Damit sind theoretisch über 2000 Konvertierungswege möglich, wenngleich natürlich nicht alle davon sinnvoll oder verlustfrei begehbar wären. Ob und wie gut die Übertragung funktioniert, hängt von den Umständen und der Komplexität eines Dokuments ab.

    Nichtsdestotrotz ist diese Software nützlich, und sie beherrscht auch exotische Kombinationen:

    • Pandoc kann z. B. direkt das Adobe-Austauschformat ICML erstellen und auf diesem Weg Textdokumente in Indesign-Layouts umwandeln.
    • Wir experimentieren mit der Latex-Alternatve Typst oder bringen Ordnung in die diversen Wikitext-Dialekte.
    • Pandoc verarbeitet die E‑Books im Epub-Format.
    • … und wir generieren aus einem Dokument gleichzeitig eine Präsentation im HTML-Format und eine PDF-Datei (Reveal.js / Beamer).

    Für die Installation besorgen wir uns die Software von pandoc.org – der einfachste Weg führt über den Installer. Wie bereits angetönt, steht uns nach der Einrichtung kein Programm mit grafischer Benutzeroberfläche zur Verfügung. Man startet das Programm an der Befehlszeile bzw. am Terminal.

    Simple Befehle führen zum Ziel

    Das klingt abschreckend, ist aber im Alltag weniger dramatisch, als es tönt. Eine Einführung für diese Form der Computerbedienung – die älter ist als die Steuerung per Maus oder Trackpad – biete ich in meinem kleinen Befehlszeilen-Vademekum.

    Sinnvollerweise fügen wir den Pfad zu Pandoc den Umgebungsvariablen hinzu¹. Dann müssen wir an der Eingabeaufforderung nicht den ganzen Pfad zur ausführbaren Datei tippen, sondern können die Konvertierung über den Befehl pandoc einleiten.

    Die Syntax ist ebenfalls überschaubar und hier beschrieben. Das Muster für einen Konvertierungsbefehl lautet: Die Options sind hier beschrieben. Sie spezifizieren in erster Linie das Eingabeformat (--from=FORMAT) und Ausgabeformat (--to=FORMAT). Standardmässig wird die Ausgabe am Bildschirm ausgegeben, aber natürlich können wir sie in eine Datei umleiten (--output=FILE).

    Pandoc erledigt den Job blitzschnell und kommentarlos.

    Dieses Beispiel hier verwandelt eine simple Markdown-Datei in ein elektronisches Buch:

    pandoc --from=markdown --to=epub2 "Egogoogeln.md" --output="Ego.epub"

    Es gibt eine Vielzahl weiterer Optionen und oft auch die Möglichkeit, Parameter wegzulassen, wenn sie sich aus dem Kontext ergeben, und es existieren auch verkürzte Notationsformen. Sprachmodelle wie ChatGPT und Claude helfen, falls nötig, beim Schreiben oder Korrigieren des Befehlszeilen-Befehls.

    Fussnoten

    1) Ich habe Pandoc unter C:\Program Files (x86)\pandoc installiert. Im Windows-Suchfeld tippe ich Umgebungsvariablen ein und öffne Umgebungsvariablen für dieses Konto bearbeiten. Ich wähle die Variable Path, klicke auf Bearbeiten, dann auf Neu und füge den Pfad hinzu. ↩

    #FreieSoftwareFOSS #Linux #Präsentieren
  3. Helium ist ein Chromium-Browser ohne Google-Ballast

    Ihr erlaubt mir sicher, diesen Blogpost mit einer saloppen Metapher zu beginnen. Weil wirklich: Diese Chromium-Browser vermehren sich wie die Karnickel. Wenn ich wollte, könnte ich mindestens jede Woche eine neue Abspaltung vorstellen.

    Bei Wikipedia werden knapp drei Dutzend Varianten aufgezählt. Einige davon habe ich früher besprochen¹. Heute kommt mit Helium eine dazu. Diese Variante wird für Mac, Windows und Linux entwickelt, und was mir gefällt, ist der Wille zum Weglassen. Also: kein Browser, der um eine KI herumgestrickt ist. Dafür ist uBlock von Haus aus integriert, und es gibt die Möglichkeit, den Browser konfiguratorisch auf Minimalismus zu trimmen.

    Das heisst: Im normalen  Chrome ist die Startseite vergoogelt und es gibt einiges an Screenclutter: den Knopf zur Profilverwaltung, Lesezeichen, das Tabs-Menü, um nur einige zu nennen. Helium hingegen verwendet eine äusserst schlichte Startseite mit Verknüpfungen zu den zuletzt verwendeten Adressen. Beim ersten Start wählen wir die Standardsuchmaschine aus, wobei die Aussenseiter (Duck Duck Go, Kagi, Ecosia, Qwant) am Anfang der Liste erscheinen und Google sowie Bing am Ende aufgeführt sind – demonstrativ bloss aus Gründen der Vollständigkeit.

    Bei der Inbetriebnahme legt uns Helium nahe, nicht Google als Suchmaschine zu verwenden.

    Minimalismus durchs Band

    Vor allem versprechen die Entwickler, die den Quellcode via Github verfügbar machen, Folgendes:

    Helium nervt dich in keiner Weise, weder jetzt noch in Zukunft. Der Browser unternimmt nichts ohne deine Zustimmung: keine unerwarteten Tabs zu Updates oder Sponsoren, keine hartnäckigen Pop-ups, die dir Funktionen anpreisen, die dich nicht interessieren, keine seltsamen Neustarts.

    Sinnvoll, aber auch die herkömmlichen Browser lassen sich zurückbinden.

    Die Einstellungen zur Optik.

    In den Einstellungen bei Appearance and behaviour gibt es unter Browser Layout nebst der Standard-Einstellung Klassisch auch die Optionen Dynamic, Vertikal und Compact (ja, mit einem Mischmasch aus deutscher Übersetzung und englischem Original).

    Diese letzte Option führt dazu, dass Adressfeld und geöffnete Reiter auf einer einzigen Leiste zusammenrücken. Das gibt einerseits mehr Platz für den eigentlichen Inhalt – andererseits verringert sich die Zahl der Reiter, deren Titel direkt lesbar ist. Ob das ein Problem ist oder nicht, hängt von den Umständen ab. Für Leute, die notorisch mehrere Dutzend Reiter offen haben und auch in der Standardansicht kaum mehr die Favicons zu sehen bekommen, macht es kaum einen Unterschied.

    Die Startseite des Helium-Browsers als aufgeräumt zu bezeichnen, ist keine Übertreibung.

    Es gibt einige weitere zuschaltbare Optionen, die mir gut gefallen:

    • Die Tastenkombination Ctrl Tabulator blättert die offenen Reiter nicht von links nach rechts, sondern in der Reihenfolge durch, in der wir sie geöffnet haben.
    • Mit Command Shift c kopieren wir den Link der offenen Seite.
    • Helium erzwingt HTTPS-Verbindungen.

    Schliesslich die Bangs: Das sind Kurzbefehle, die wir von der Suchmaschine Duck Duck Go kennen. Es gibt über 10’000 Stück davon, wie die Übersicht aufzeigt. Sie werden verwendet, indem in der Adressleiste erst das Ausrufezeichen und dann der Anfang des Namens eines Suchkürzels getippt wird. Beispiel: Mit !swiss erscheinen die Bangs Swiss Post, Swisscows und Swissbib. Per Pfeiltasten wird einer der Vorschläge ausgewählt und der nachfolgende Suchbegriff direkt über den entsprechenden Dienst abgewickelt.

    Kein Sync, kein Passwort-Manager

    Fazit: Dieser minimalistische Ansatz hat seinen Reiz. Ebenso die Tatsache, dass man via Helium analog zum Ungoogled-Projekt einen Chrome-kompatiblen Browser verwenden kann, ohne an Google Daten abliefern zu müssen. Die Abnabelung von der Cloud geht so weit, dass auch keine Browser-Synchronisierung eingebaut ist. Das verbessert automatisch den Datenschutz, reduziert allerdings auch den Komfort. Ob das willkommen ist oder stört, ist eine individuelle Sache: Für mich ist die Synchronisation wichtig, aber ich würde sie gern über einen eigenen Server abwickeln. Der Browser, der mir das anbietet, hätte grosse Chancen bei mir.

    Es gibt in Helium auch keinen Passwort-Manager:

    Passwörter sollten vom Webbrowser getrennt gespeichert werden, um wirklich sicher und unveränderlich zu sein.

    Das stimmt, nötigt uns Usern aber wiederum die Entscheidung ab, ob wir Komfort oder Sicherheit höher gewichten. Den Datenschutz-Verfechtern und Cloud-Abstinenzlern wird die Wahl leicht fallen. Ein grundsätzliches Problem aber bleibt: Allein durch die Verbindung zum Chromium-Projekt bleibt die Abhängigkeit von Google bestehen. Eine Browser-Abspaltung, die mit Unabhängigkeit wirbt, müsste meines Erachtens auf Firefox beruhen – oder auf der kompletten Neuentwicklung Ladybird, von der wir 2026 hoffentlich eine erste Version zu sehen bekommen werden. Ich warte schon seit einem Jahr gespannt!

    Fussnoten

    1) Das sind die besprochenen Chromium-Varianten:

    #Browser #CiaoZurCloud #Datenschutz #FreieSoftwareFOSS #Linux
  4. Die Firefox-Fundis wollen keine KI in ihrem Browser

    Ist es ein echter Skandal? Oder ist es ein einziger Purist, der auf Mastodon überreagiert? Jedenfalls schrieb Thomas dort neulich, Firefox sei in Ungnade gefallen. Er bezeichnet den Browser als «KI-Schleuder» und kündigte an, ihn zu löschen.

    Eine Google-Suche zeigt, dass Thomas mit dieser Meinung nicht alleine ist. Auslöser der Kontroverse ist der Beitrag Introducing AI, the Firefox way. Er legt dar, wie Mozilla mit der künstlichen Intelligenz umzugehen gedenkt:

    In Firefox sind Sie niemals an ein bestimmtes Ökosystem gebunden und es wird Ihnen keine KI aufgezwungen. Sie entscheiden selbst, wann, wie und ob Sie diese nutzen möchten.

    Im Blogpost schreibt Mozilla von einem AI Window als Bereich, in dem die KI genutzt wird. Er würde sich jederzeit deaktivieren lassen, und falls ich die Beschreibung richtig deute, werden Nutzerinnen und Nutzer wählen können, welches Sprachmodell sie verwenden.

    Das ist ein wesentlicher Unterschied zu den KI-Browsern wie Comet von Perplexity oder Atlas von OpenAI. Bei Opera ist ebenfalls eine KI integriert. Microsoft hat Edge quasi mit Copilot verheiratet und Google tut mit Chrome und Gemini dasselbe. Warum bejubelt die Firefox-Anwenderschaft also nicht die Wahlfreiheit, die ihnen hier eingeräumt wird?

    Die KI-Browser – hier Atlas von ChatGPT – nehmen keine Rücksicht auf den Datenschutz.

    «KI im Browser ist widerlich»

    Vielleicht, weil die Strategie bislang nicht fassbar ist. Mir ist der Blogpost im Ton zu marktschreierisch und bei den Details zu vage. Mozilla öffnet den Spekulationen Tür und Tor und bringt Leute dazu, voreilige Schlüsse zu ziehen. Als Beispiel soll der Blogpost von Gardiner Bryant dienen, der sich als Verfechter freier Software bezeichnet. Er schreibt, KI im Browser sei «widerlich». Dieses Urteil begründet er so:

    Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie diese Funktion für irgendjemanden nützlich sein könnte. Sie zu entwickeln, ist eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Das Schlimmste daran ist, dass Mozilla die grossen KI-Akteure unterstützt. Schliesslich stehen Anthropic, OpenAI, Microsoft, Google und Mistral zur Disposition.

    Der Bryant-Rant gipfelt in der rhetorischen Frage, ob wirklich jemand ausserhalb von Mozillas Führungsriege um diese Funktion gebeten habe.

    Nun, die Frage kann ich beantworten: Ja, ich. Im Juni testete ich die KI-gestützte Link-Vorschau und fand sie hochgradig praktisch. Zugegeben, ich habe beruflich mit KI zu tun, aber ich bin überzeugt, dass ich nicht der einzige in der Community bin, dem es so geht – ob aus privater Begeisterung heraus oder aufgrund von beruflichen Sachzwängen, macht keinen grossen Unterschied. Ich fände es beunruhigend, wenn Mozilla die Augen vor dieser Entwicklung verschliessen würde.

    Eine Chance, die Mozilla nicht ignorieren darf

    Ich bin überzeugt, dass dieses Engagement für Mozilla nicht nur eine Notwendigkeit, sondern vor allem eine Chance darstellt. Wer – wenn nicht die freie Software-Community – könnte beweisen, dass das Modell der Wahlfreiheit das überlegene ist? Statt den Browser wie bei Comet, Atlas, Edge und Chrome mit einer bestimmten KI zu verschmelzen, wählen Anwenderinnen und Anwender eigenständig ihr bevorzugtes Sprachmodell. Das kann via Schnittstelle eines der LLMs von OpenAI, Anthropic, Google, Mistral oder Deepseek sein. Bei einer offenen Integration stehen alternativ die Open-Source-Modelle zur Verfügung. Ich erinnere daran, dass die erwähnte Linkvorschau von einem kleinen, lokalen Modell erzeugt wird. Am Mac, iPhone und iPad hat Mozilla die Möglichkeit, die lokalen Modelle von Apple Intelligence einzubinden. Und wer mag, betreibt solche Modelle selbst – wie das gehen könnte, zeigt dieses Beispiel für Mozilla Thunderbird.

    Die Linkvorschau basiert auf einem lokalen Sprachmodell.

    Mein Ratschlag an dieser Stelle: Ruhig Blut bewahren! Es besteht die Chance, dass Mozilla die KI-Integration nicht vermasselt, sondern beweist, dass die Idee der freien Software mit einer selbstbestimmten Nutzung der künstlichen Intelligenz vereinbar ist.

    Ohne Zweifel liegen die Hürden für diesen Beweis hoch. Die kommerziellen Konkurrenten betrachten den Datenschutz als vernachlässigbar. Das gibt ihnen einen riesigen Startvorteil: Ein agentischer Browser, der sich sämtliche Nutzerdaten zu eigen macht, ist per se leistungsfähiger als einer, der unter strengen Datenschutzbedingungen operiert. Wenn umgekehrt das besagte AI Window das Sprachmodell komplett isoliert, dann bringt es im Alltag kaum einen Nutzen: wir – wir könnten genauso gut dabei bleiben, ChatGPT, Gemini, Claude und Konsorten in der Webversion aufzurufen. Die Kunst besteht darin, den Zugriff auf die persönlichen Informationen so zu dosieren, dass die integrierte KI damit eine bestimmte, anspruchsvolle Aufgabe lösen, aber keinen Schindluder treiben kann.

    Open Source wird es richten

    Wie liesse sich das bewerkstelligen? Ich bin froh, dass nicht ich es bin, der diesen halsbrecherischen Spagat hinlegen muss. Trotzdem habe ich mir Gedanken gemacht und bin bei Apple Intelligence gelandet. Dieses Konzept könnte Mozilla als Vorbild dienen.

    Das heisst: Erst kommt ein lokales Modell zum Zug. Falls das der Aufgabe nicht gewachsen ist, bietet es an, ein Modell in der Cloud hinzuzuziehen. Diesem stellt es als Gatekeeper die zwingend notwendigen Informationen zur Verfügung. Und weil ich verstehe, dass manche Leute eine grundsätzliche Abneigung gegen die KI haben, würde ich einen Hauptschalter für KI ein oder KI aus einbauen. Und natürlich braucht es für jedes einzelne KI-Feature die Möglichkeit, es ein- oder auszuschalten.

    Kleiner Service-Tipp zwischendurch: Der Beitrag How to disable all the AI features in Firefox web browser erklärt, welche Schalter nach dem aktuellen Stand der Dinge umgelegt werden müssen, um die KI fernzuhalten.

    Thomas gebe ich den Tipp, erst einmal abzuwarten. Sollte Mozilla seine neue Strategie tatsächlich vermasseln, dann existiert in der Open-Source-Welt die Möglichkeit einer Fork: Die Diaspora pflegt künftig eine komplett KI-freie Firefox-Variante, die das Risiko einer unfreiwilligen Datenpreisgabe von Haus aus eliminiert. Das ist auf alle Fälle der bessere Weg, als in einer Überreaktion auf einen anderen Browser zu wechseln, der mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Chromium basiert. Damit würde er den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

    Nachtrag vom 20.12.2025: Bruno schreibt, die Macher des Zen-Browsers hätten angekündigt, bei ihrer Firefox-Fork die KI-Elemente zu entfernen. Voilà, es existiert bereits eine brauchbare Ausweichmöglichkeit. Der Zen-Browser hat viele weitere interessante Besonderheiten zu bieten.

    Der Zen-Browser mit kompaktem Interface und vertikaler Reiterleiste.

    Beitragsbild: Die Frau mit dem fuchsroten Haar hat eine klare Haltung (Vie Studio, Pexels-Lizenz).

    #Browser #Firefox #FreieSoftwareFOSS #KI #Wochenkommentar
  5. Die Firefox-Fundis wollen keine KI in ihrem Browser

    Ist es ein echter Skandal? Oder ist es ein einziger Purist, der auf Mastodon überreagiert? Jedenfalls schrieb Thomas dort neulich, Firefox sei in Ungnade gefallen. Er bezeichnet den Browser als «KI-Schleuder» und kündigte an, ihn zu löschen.

    Eine Google-Suche zeigt, dass Thomas mit dieser Meinung nicht alleine ist. Auslöser der Kontroverse ist der Beitrag Introducing AI, the Firefox way. Er legt dar, wie Mozilla mit der künstlichen Intelligenz umzugehen gedenkt:

    In Firefox sind Sie niemals an ein bestimmtes Ökosystem gebunden und es wird Ihnen keine KI aufgezwungen. Sie entscheiden selbst, wann, wie und ob Sie diese nutzen möchten.

    Im Blogpost schreibt Mozilla von einem AI Window als Bereich, in dem die KI genutzt wird. Er würde sich jederzeit deaktivieren lassen, und falls ich die Beschreibung richtig deute, werden Nutzerinnen und Nutzer wählen können, welches Sprachmodell sie verwenden.

    Das ist ein wesentlicher Unterschied zu den KI-Browsern wie Comet von Perplexity oder Atlas von OpenAI. Bei Opera ist ebenfalls eine KI integriert. Microsoft hat Edge quasi mit Copilot verheiratet und Google tut mit Chrome und Gemini dasselbe. Warum bejubelt die Firefox-Anwenderschaft also nicht die Wahlfreiheit, die ihnen hier eingeräumt wird?

    Die KI-Browser – hier Atlas von ChatGPT – nehmen keine Rücksicht auf den Datenschutz.

    «KI im Browser ist widerlich»

    Vielleicht, weil die Strategie bislang nicht fassbar ist. Mir ist der Blogpost im Ton zu marktschreierisch und bei den Details zu vage. Mozilla öffnet den Spekulationen Tür und Tor und bringt Leute dazu, voreilige Schlüsse zu ziehen. Als Beispiel soll der Blogpost von Gardiner Bryant dienen, der sich als Verfechter freier Software bezeichnet. Er schreibt, KI im Browser sei «widerlich». Dieses Urteil begründet er so:

    Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie diese Funktion für irgendjemanden nützlich sein könnte. Sie zu entwickeln, ist eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Das Schlimmste daran ist, dass Mozilla die grossen KI-Akteure unterstützt. Schliesslich stehen Anthropic, OpenAI, Microsoft, Google und Mistral zur Disposition.

    Der Bryant-Rant gipfelt in der rhetorischen Frage, ob wirklich jemand ausserhalb von Mozillas Führungsriege um diese Funktion gebeten habe.

    Nun, die Frage kann ich beantworten: Ja, ich. Im Juni testete ich die KI-gestützte Link-Vorschau und fand sie hochgradig praktisch. Zugegeben, ich habe beruflich mit KI zu tun, aber ich bin überzeugt, dass ich nicht der einzige in der Community bin, dem es so geht – ob aus privater Begeisterung heraus oder aufgrund von beruflichen Sachzwängen, macht keinen grossen Unterschied. Ich fände es beunruhigend, wenn Mozilla die Augen vor dieser Entwicklung verschliessen würde.

    Eine Chance, die Mozilla nicht ignorieren darf

    Ich bin überzeugt, dass dieses Engagement für Mozilla nicht nur eine Notwendigkeit, sondern vor allem eine Chance darstellt. Wer – wenn nicht die freie Software-Community – könnte beweisen, dass das Modell der Wahlfreiheit das überlegene ist? Statt den Browser wie bei Comet, Atlas, Edge und Chrome mit einer bestimmten KI zu verschmelzen, wählen Anwenderinnen und Anwender eigenständig ihr bevorzugtes Sprachmodell. Das kann via Schnittstelle eines der LLMs von OpenAI, Anthropic, Google, Mistral oder Deepseek sein. Bei einer offenen Integration stehen alternativ die Open-Source-Modelle zur Verfügung. Ich erinnere daran, dass die erwähnte Linkvorschau von einem kleinen, lokalen Modell erzeugt wird. Am Mac, iPhone und iPad hat Mozilla die Möglichkeit, die lokalen Modelle von Apple Intelligence einzubinden. Und wer mag, betreibt solche Modelle selbst – wie das gehen könnte, zeigt dieses Beispiel für Mozilla Thunderbird.

    Die Linkvorschau basiert auf einem lokalen Sprachmodell.

    Mein Ratschlag an dieser Stelle: Ruhig Blut bewahren! Es besteht die Chance, dass Mozilla die KI-Integration nicht vermasselt, sondern beweist, dass die Idee der freien Software mit einer selbstbestimmten Nutzung der künstlichen Intelligenz vereinbar ist.

    Ohne Zweifel liegen die Hürden für diesen Beweis hoch. Die kommerziellen Konkurrenten betrachten den Datenschutz als vernachlässigbar. Das gibt ihnen einen riesigen Startvorteil: Ein agentischer Browser, der sich sämtliche Nutzerdaten zu eigen macht, ist per se leistungsfähiger als einer, der unter strengen Datenschutzbedingungen operiert. Wenn umgekehrt das besagte AI Window das Sprachmodell komplett isoliert, dann bringt es im Alltag kaum einen Nutzen: wir – wir könnten genauso gut dabei bleiben, ChatGPT, Gemini, Claude und Konsorten in der Webversion aufzurufen. Die Kunst besteht darin, den Zugriff auf die persönlichen Informationen so zu dosieren, dass die integrierte KI damit eine bestimmte, anspruchsvolle Aufgabe lösen, aber keinen Schindluder treiben kann.

    Open Source wird es richten

    Wie liesse sich das bewerkstelligen? Ich bin froh, dass nicht ich es bin, der diesen halsbrecherischen Spagat hinlegen muss. Trotzdem habe ich mir Gedanken gemacht und bin bei Apple Intelligence gelandet. Dieses Konzept könnte Mozilla als Vorbild dienen.

    Das heisst: Erst kommt ein lokales Modell zum Zug. Falls das der Aufgabe nicht gewachsen ist, bietet es an, ein Modell in der Cloud hinzuzuziehen. Diesem stellt es als Gatekeeper die zwingend notwendigen Informationen zur Verfügung. Und weil ich verstehe, dass manche Leute eine grundsätzliche Abneigung gegen die KI haben, würde ich einen Hauptschalter für KI ein oder KI aus einbauen. Und natürlich braucht es für jedes einzelne KI-Feature die Möglichkeit, es ein- oder auszuschalten.

    Kleiner Service-Tipp zwischendurch: Der Beitrag How to disable all the AI features in Firefox web browser erklärt, welche Schalter nach dem aktuellen Stand der Dinge umgelegt werden müssen, um die KI fernzuhalten.

    Thomas gebe ich den Tipp, erst einmal abzuwarten. Sollte Mozilla seine neue Strategie tatsächlich vermasseln, dann existiert in der Open-Source-Welt die Möglichkeit einer Fork: Die Diaspora pflegt künftig eine komplett KI-freie Firefox-Variante, die das Risiko einer unfreiwilligen Datenpreisgabe von Haus aus eliminiert. Das ist auf alle Fälle der bessere Weg, als in einer Überreaktion auf einen anderen Browser zu wechseln, der mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Chromium basiert. Damit würde er den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

    Beitragsbild: Die Frau mit dem fuchsroten Haar hat eine klare Haltung (Vie Studio, Pexels-Lizenz).

    #Browser #Firefox #FreieSoftwareFOSS #KI #Wochenkommentar
  6. Eine schnelle Methode, um Youtube-Videos unterwegs anzuhören

    Es kommt öfter vor, dass ich auf Youtube interessante Inhalte entdecke, die ich mir nicht ansehen, sondern lediglich anhören möchte – weil ich die Zeit nicht erübrigen kann, vor dem Computer zu sitzen, während des Joggens oder Pendelns jedoch offen für interessante Einsichten wäre. So ging es mir mit dem Gespräch von Jon Stewart mit KI-Legende Geoffrey Hinton. Oder mit dem Streitgespräch zwischen Spiegel-Journalistin Melanie Amann und «Welt»-Herausgeber Ulf Poschardt.

    Daraus leitet sich eine konkrete Aufgabestellung ab: Wie bekommen wir die Tonspur des Videos komfortabel in unsere Kopfhörer hinein? Die naheliegende Lösung – ein Abo von Youtube Premium – soll jedoch demonstrativ gemieden werden. Der Grund ist der völlig überzogene Abopreis.

    Selbst ist der Downloader!

    Darum lautet die Devise: Selbst ist der Mann beziehungsweise die Frau. Für den selbstbestimmten Konsum laden wir das Video herunter, extrahieren die Tonspur und übertragen sie aufs Smartphone oder auf eine Smartwatch. Nebenbemerkung: Die Offline-Speicherung verstösst gegen die Nutzungsbestimmungen, aber es gibt triftige Gründe für einen Download. Neben unserem Anspruch auf einen selbstbestimmten Konsum, liegt es daran, dass Videos andauernd von der Plattform verschwinden. Allein, um bestimmte Sachverhalte zu belegen, müssen wir eine Privatkopie anfertigen.

    Für jeden einzelnen Schritt gibt es diverse Methoden¹. Hier stelle ich die vor, die nach dem aktuellen Stand des Irrtums am schnellsten und zuverlässigsten funktionieren.

    Der erste und der zweite Schritt lassen sich in einem Arbeitsgang erledigen – wenn wir gewillt sind, uns mit der Befehlszeile abzugeben. Das Programm yt-dlp ist Open Source, kostenlos auf Github für Windows, Mac und Linux erhältlich. Es lädt Videos nicht nur von Youtube, sondern auch von Hunderten anderen Websites (und ja, P*rnh*b ist auch mit dabei).

    Dieses Befehlszeilen-Progrämmlchen erledigt den Job schnell und unkompliziert –, zumindest, nachdem wir einmalig die entsprechenden Vorarbeiten getroffen haben. Und so funktioniert es:

    1) Video herunterladen

    • Wir laden die passende Version von yt-dlp herunter. Wir erhalten direkt die ausführbare Programmdatei, die wir an passender Stelle im Dateisystem deponieren. Bei Windows ergänzen wir den Ordner in den Umgebungsvariablen beim Pfad, damit wir das Programm dann von beliebiger Stelle im Dateisystem aufrufen können².
    • Um einen Download zu starten, öffnen wir die Eingabeaufforderung und verwenden yt-dlp, gefolgt von einem Leerzeichen und der Adresse. Also z.B. yt-dlp https://www.youtube.com/watch?v=yp1k8pbc-O8
    • Der Download erfolgt in den Ordner, aus dem wir den Befehl aufgerufen haben. Damit die fertige Videodatei auf dem Desktop erscheint, wählen wir vor dem Herunterladen den passenden Befehl. Mit cd C:\Users\[Benutzer]\Desktop erscheint die Datei direkt auf dem Desktop. Siehe dazu Das kleine Befehlszeilen-Vademekum.
    yt-dlp ist auskunftsfreudig, während das Video lädt.

    2) Tonspur extrahieren

    Mit dieser Methode wird das Original-Video heruntergeladen. Um nur das Audio herunterzuladen, benötigen wir als erstes die Audio- und Videobibliotheken des freien FFmpeg-Projekts. Falls wir die nicht schon auf der Festplatte haben, laden wir sie von ffmpeg.org herunter. Auch diese Dateien müssen in den Umgebungsvariablen beim Pfad platziert werden.

    Sind die Vorarbeiten erledigt, verwenden wir die passenden Parameter:

    • Der Parameter -x (bzw. –extract-audio) zieht die Tonspur aus dem Video.
    • Und –audio-format gibt das Format vor, in das die Audiospur konvertiert wird. Zur Auswahl stehen aac, alac, flac, m4a, mp3, opus, vorbis und wav.

    Das Programm stellt eine riesige Zahl weiterer Parameter zur Verfügung, die es auch für Spezialfälle prädestinieren; eine Übersicht gibt es hier. Im vorliegenden Fall reicht fürs Herunterladen die Tonspur folgender Befehl:

    yt-dlp -x --audio-format m4a https://www.youtube.com/watch?v=yp1k8pbc-O8

    Damit das inskünftig schneller geht und wir uns den Befehlszeilenbefehl nicht merken müssen, verwenden wir unter Windows eine Batch-Datei³. Die nimmt die URL des Videos entgegen und übergibt sie mit dem passenden Parameter an yt-dlp. Die Batch-Datei legen wir in dem Ordner ab, in dem wir die Audiodatei archivieren wollen. Und voilà, dann braucht es nur einen Klick und die beiden Tasten Ctrl v, um das «Futter» für die Podcast-App heranzuschaffen.

    3) Aufs Smartphone oder die Smartwatch übertragen

    Pocket Casts auf der Apple-Watch: Die Warteschlange mit den Offline-Titeln.

    Auch dafür gibt es mehrere Methoden. Ich verwende die Podcast-App Pocket Casts; wobei für individuelle Dateien (die nicht über einen Feed ausgeliefert werden) das (teure) Premium-Abo notwendig ist. Das hat immerhin den Vorteil, dass die gerippten Audiodateien sogar via Apple Watch zur Verfügung stehen.

    Eine Alternative wäre pushpod.net, das kostenlos ausprobiert werden kann und danach einmalig zwanzig US-Dollar kostet. Ähnlich funktioniert Podqueue für fünf US-Dollar oder fünfzig Dollar pro Jahr.

    Geht das nicht einfacher – und in einem Rutsch?

    Es gibt eine Software, die alle beschriebenen Schritte selbsttätig ausführt: Pigeonpod. Sie hat den Nachteil, dass sie einen Server benötigt, auf dem wir sie selbst betreiben (via Docker). Diese Notwendigkeit soll mit dem angekündigten, bislang jedoch nicht verfügbaren Hosted Pigeonpod-Dienst möglich werden.

    Fussnoten

    1) Ich habe über die Jahre diverse Methoden vorgestellt. Die bis vor einiger Zeit einfachste war Invidio.us (Hier gibt es Youtube so, wie Youtube sein müsste), ein alternatives Frontend für Youtube. Es stellt eine benutzerfreundlichere Oberfläche zur Verfügung, zu der auch ein Downloadknopf gehörte. Dieser ist, mutmasslich auf Druck von Google, aber verschwunden. Web-Apps für den Download kommen und gehen, ebenso Apps und Browser-Erweiterungen. Oder die Browser-Erweiterungen bleiben, sind aber umständlich zu benutzen oder wollen für Zusatzfunktionen wie die Konvertierung Geld.

    Noch immer eine gute Wahl ist die Firefox-Erweiterung Flash- und Video-Download. ↩

    2) Ich habe das Programm unter C:\Program Files\yt deponiert. Im Windows-Suchfeld gebe ich Umgebungsvariablen ein und öffne Umgebungsvariablen für dieses Konto bearbeiten. Ich wähle die Variable Path, klicke auf Bearbeiten, dann auf Neu und füge den Pfad hinzu. ↩

    3) Das ist der Code für die Batch-Datei, gespeichert als Get-Audio.bat:

    @echo off
    set /p URL="Bitte geben Sie die Internetadresse (URL) ein: "
    echo.

    REM Überprüfen, ob eine Eingabe gemacht wurde
    if "%URL%"=="" (
    echo Es wurde keine Adresse eingegeben. Das Programm wird beendet.
    pause
    goto :eof
    )

    echo Starte das Kommandozeilenprogramm mit der Adresse: %URL%
    echo.

    yt-dlp -x --audio-format m4a %URL%

    echo.
    echo Programmaufruf abgeschlossen.
    pause

    Beitragsbild: Nein, er hört keine Musik, sondern einen fünfstündigen, von Youtube heruntergeladenen Vortrag (Vitaly Gariev, Unsplash-Lizenz).

    #FreieSoftwareFOSS #Linux #Youtube