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#arbeitsrecht — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #arbeitsrecht, aggregated by home.social.

  1. Erfolgreiche Lohneintreibung bei sozialem Träger

    Nach der eigenständigen Kündigung eines unserer Mitglieder bei seinem ehemaligen Arbeitgeber standen Kranken- und Urlaubszahlungen aus. Zudem wurden ohne Angabe konkreter Gründe einmalig 100 € vom Gehalt abgezogen. Mehrere Nachfragen unseres Mitglieds blieben unbeantwortet. Nach einer gemeinsamen Besprechung und dem Versand eines Forderungsschreibens an den Arbeitgeber ging dieser schließlich auf uns ein. Somit konnten wir eine Einigung von rund 1.000 € für unseren Genossen erzielen.

    jena.fau.org/2026/08/06/erfolg

  2. Erfolgreiche Lohneintreibung bei sozialem Träger

    Nach der eigenständigen Kündigung eines unserer Mitglieder bei seinem ehemaligen Arbeitgeber standen Kranken- und Urlaubszahlungen aus. Zudem wurden ohne Angabe konkreter Gründe einmalig 100 € vom Gehalt abgezogen. Mehrere Nachfragen unseres Mitglieds blieben unbeantwortet. Nach einer gemeinsamen Besprechung und dem Versand eines Forderungsschreibens an den Arbeitgeber ging dieser schließlich auf uns ein. Somit konnten wir eine Einigung von rund 1.000 € für unseren Genossen erzielen.

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  3. Erfolgreiche Lohneintreibung bei sozialem Träger

    Nach der eigenständigen Kündigung eines unserer Mitglieder bei seinem ehemaligen Arbeitgeber standen Kranken- und Urlaubszahlungen aus. Zudem wurden ohne Angabe konkreter Gründe einmalig 100 € vom Gehalt abgezogen. Mehrere Nachfragen unseres Mitglieds blieben unbeantwortet. Nach einer gemeinsamen Besprechung und dem Versand eines Forderungsschreibens an den Arbeitgeber ging dieser schließlich auf uns ein. Somit konnten wir eine Einigung von rund 1.000 € für unseren Genossen erzielen.

    jena.fau.org/2026/08/06/erfolg

  4. Erfolgreiche Lohneintreibung bei sozialem Träger

    Nach der eigenständigen Kündigung eines unserer Mitglieder bei seinem ehemaligen Arbeitgeber standen Kranken- und Urlaubszahlungen aus. Zudem wurden ohne Angabe konkreter Gründe einmalig 100 € vom Gehalt abgezogen. Mehrere Nachfragen unseres Mitglieds blieben unbeantwortet. Nach einer gemeinsamen Besprechung und dem Versand eines Forderungsschreibens an den Arbeitgeber ging dieser schließlich auf uns ein. Somit konnten wir eine Einigung von rund 1.000 € für unseren Genossen erzielen.

    jena.fau.org/2026/08/06/erfolg

  5. Erfolgreiche Lohneintreibung bei sozialem Träger

    Nach der eigenständigen Kündigung eines unserer Mitglieder bei seinem ehemaligen Arbeitgeber standen Kranken- und Urlaubszahlungen aus. Zudem wurden ohne Angabe konkreter Gründe einmalig 100 € vom Gehalt abgezogen. Mehrere Nachfragen unseres Mitglieds blieben unbeantwortet. Nach einer gemeinsamen Besprechung und dem Versand eines Forderungsschreibens an den Arbeitgeber ging dieser schließlich auf uns ein. Somit konnten wir eine Einigung von rund 1.000 € für unseren Genossen erzielen.

    jena.fau.org/2026/08/06/erfolg

  6. ❤️🖤
    Workers Cafe,
    Samstag 8.08. ab 15Uhr

    im Luftschloss in Freiburg
    Arne Torgersen Strasse 24

    🍰Mit Kaffee, Kuchen und Klassenkampf sammeln und bündeln wir neue Kräfte !

    Wir freuen uns auch immer über Kuchenspenden und überhaupt auf Euch!

    👨‍👩‍👦‍👦- Ab 17 Uhr Arbeiter:innen - Lieder singen

    ▶️ freiburg.fau.org/events/worker

    #freiburg #workers #workerscafe #Tarif #tvöd #cafe #luftschloss #arbeitnehmerrechte #faugewerkschaft #antiautoritär #emanzipation #gewerkschaft #tarif #arbeitsrecht #organize #einegutezeithaben #basisgewerkschaft #arbeitskampf #freiearbeiterinnenunion #syndikat #anarchosyndikalismus #antikapitalismus #klassenkampf #gewerkschafterleben #gewerkschaftsleben #solidarität
    💯

  7. ❤️🖤
    Workers Cafe,
    Samstag 8.08. ab 15Uhr

    im Luftschloss in Freiburg
    Arne Torgersen Strasse 24

    🍰Mit Kaffee, Kuchen und Klassenkampf sammeln und bündeln wir neue Kräfte !

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    👨‍👩‍👦‍👦- Ab 17 Uhr Arbeiter:innen - Lieder singen

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    💯

  8. ❤️🖤
    Workers Cafe,
    Samstag 8.08. ab 15Uhr

    im Luftschloss in Freiburg
    Arne Torgersen Strasse 24

    🍰Mit Kaffee, Kuchen und Klassenkampf sammeln und bündeln wir neue Kräfte !

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    👨‍👩‍👦‍👦- Ab 17 Uhr Arbeiter:innen - Lieder singen

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  9. ❤️🖤
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    im Luftschloss in Freiburg
    Arne Torgersen Strasse 24

    🍰Mit Kaffee, Kuchen und Klassenkampf sammeln und bündeln wir neue Kräfte !

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    💯

  10. 📌 Rufbereitschaft nicht automatisch Arbeitszeit
    Das OVG Hamburg entschied: Selbst 10 Minuten Reaktionszeit und eine Alarmquote von knapp 44 % reichen nicht ohne Weiteres für Arbeitszeit. Entscheidend ist, ob die Freizeit insgesamt erheblich eingeschränkt ist. Eine Prüfung lohnt sich oft im Einzelfall. #Arbeitsrecht #Rufbereitschaft #Arbeitszeit #Urteil

    arbeitsrechtsiegen.de/artikel/

  11. 💥 Kündigung,
    Lohn nicht erhalten oder
    andere Probleme bei der Arbeit?

    🏃‍♀️
    Am Montag ist die nächste Gelegenheit Deine Jobprobleme anzugehen,
    denn Du bist damit nicht allein,
    komm zur FAU-Beratung rein.

    👍️ 3. Aug. 2026
    🕗️ 20- 21Uhr

    Rasthaus Freiburg
    Adlerstraße 12
    Grether Gelände

    🎉Unterstützung erhältst Du bei Kündigung, Lohn oder Urlaub nicht bekommen oder anderen Problemen an Deiner Arbeitsstelle.

    Melde dich bei uns, wir erarbeiten gemeinsam mit Dir Strategien und Lösungsansätze!

    👏Die Beratung ist kostenlos und richtet sich sowohl an Mitglieder der FAU Freiburg, als auch ausdrücklich an Nichtmitglieder.

    ▶️ freiburg.fau.org/events/gewerk
    💯

    #freiburg #südbaden #tarif #arbeit
    #arbeitnehmerrechte #job #lohn #fau
    #beratung #faugewerkschaft #antiautoritär #emanzipation #gewerkschaft #organize
    #basisgewerkschaft #arbeitskampf
    #auszubildende #freiearbeiterinnenunion
    #syndikat #anarchosyndikalismus #organize #gegenseitigehilfe #antikapitalismus #klassenkampf #solidarität #arbeitsrecht
    #selbstverwaltung #basisdemokratisch

  12. 💥 Kündigung,
    Lohn nicht erhalten oder
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    🏃‍♀️
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  14. 💥 Kündigung,
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  15. Im Zuge der Nachrichten aus Frankreich und Spanien und weil ich die Ahrtal-Doku gesehen habe, die bei den KatS-Treffen empfohlen wurde, habe ich folgende Frage:

    Wie ist das eigentlich arbeitsrechtlich geregelt, wenn man als Angestellte*r evakuiert wird?

    Ich habe bisher nur Antworten dazu gefunden, wie das geregelt wird, wenn die Arbeitsstätte oder der Arbeitsweg von Katastrophen betroffen sind, aber absolut nirgendwo etwas dazu, was passiert, wenn ich evakuiert werden muss (und das ja vielleicht sogar länger, als nur eine Nacht).


    #FediHelp #FediHilfe #JuraBubble #Arbeitsrecht #Gewerkschaft #FAU #Klimakatastrophe #Naturkatastrophe #Recht

  16. VW hat irgendwie seit Jahren ein Talent für Abgründe.

    #VW hat einen #DatenschutzSkandal. Führungskräfte der Konzerntochter #GroupServices sollen #Krankengeschichten und Fehlzeiten von rund 600 Mitarbeitenden in Präsentationen besprochen haben.

    Das verstößt gegen den #Datenschutz. Betroffene prüfen Klagen. Der Konzern meldete den Vorfall der Behörde und leitete interne Prüfungen ein. Es drohen #Bußgelder und mögliche #Entschädigungen.

    ndr.de/nachrichten/niedersachs

    #Arbeitsrecht #Volkswagen

  17. Sklavenartige Systeme

    Lieferando, Wolt & Co.: „Brutaler Manchesterkapitalismus, der die Rechte von Arbeitnehmern aushöhlt“

    Subunternehmen in der Lieferdienstbranche unterlaufen Arbeitsstandards, entrechten Arbeitnehmer*innen und schaffen „beinahe sklavenartige Systeme“. Das sagt der Arbeitsrechtler Martin Bechert im Interview. Die EU-Plattformrichtlinie soll nun für bessere Arbeitsbedingungen sorgen – doch ist das wirklich möglich?

    Lieferdienste wie Wolt oder Lieferando stehen in der Kritik, um den Platz des schlechtesten Arbeitgebers zu buhlen. Das Rennen nimmt an Fahrt auf, seit die Plattformen ihre Fahrer*innen nicht mehr selbst anstellen, sondern über Subunternehmen. Bei Subunternehmen haben Fahrer*innen oft nicht mal Arbeitsverträge oder müssen mehrere hundert Euro zahlen, um einen Vertrag zu bekommen. Ausbleibende Lohnzahlungen, fristlose Entlassungen und keine Elternzeit sind andere arbeitsrechtliche Verstöße, von denen Fahrer*innen berichten.

    Die EU hat im April 2024 die Richtlinie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit verabschiedet. Die Richtlinie soll die Arbeitsstandards für Tätigkeiten verbessern, die über eine digitale Arbeitsplattform organisiert werden. Der dritte Artikel der Richtlinie sieht es als Aufgabe der Mitgliedstaaten vor, Maßnahmen explizit zum Schutz der Fahrer*innen zu erlassen, die bei Subunternehmen angestellt sind.

    Bis zum 02. Dezember 2026 ist die Bundesregierung verpflichtet, ein nationales Gesetz aus der Richtlinie zu formulieren. Doch wie wirksam werden mögliche Schutzmaßnahmen sein und wie kann das deutsche Arbeitsrecht an algorithmisches Management angepasst werden? Das hat netzpolitik.org den Rechtsanwalt Martin Bechert gefragt, der in diesem Feld tätig ist.

    Bei Subunternehmen sind die Erfolgsaussichten gering

    Martin Bechert, Sie sind Anwalt für Arbeitsrecht, Sie vertreten den Betriebsrat von Lieferando in Berlin und Kurierfahrer*innen gegenüber Plattformen vor Gericht. Worum geht es dabei?

    Im Fall des Betriebsrats geht es häufig um Mitbestimmungsrechte, die die Plattformen verletzen. Bei den Fahrern geht es fast durchgängig um Kündigungen oder Entgelte, die nicht gezahlt wurden.

    Haben Sie auch Fahrer*innen vertreten, die bei Subunternehmen angestellt sind?

    Ja. Bei den Personen, die bei Subunternehmen angestellt waren, war das Hauptproblem, dass die Unternehmen keinen Lohn gezahlt haben. Erst vor Gericht haben die Betroffenen erfahren, bei wem sie angestellt sind. Wenn sie zum Beispiel mit der App von Wolt gefahren sind, haben sie Wolt verklagt. Die Plattform hat ihnen dann vor Gericht erklärt, bei welchem Subunternehmer sie angestellt waren.

    Deswegen sind die Erfolgsaussichten für Fahrer, die bei Subunternehmen angestellt sind, leider gering. Die Plattformen nutzen die Auslagerung als Mittel, um ihre Arbeitgeberpflichten zu umgehen. Und an die Subunternehmen kommt man über den Rechtsweg kaum ran, weil es oft irgendwelche zwielichtigen Briefkastenfirmen sind.

    Wie werden Arbeitnehmerrechte von Subunternehmen missachtet?

    Ich kenne kein Subunternehmen, das seine Mitarbeiter tatsächlich fair behandelt oder alle arbeitsrechtlichen Vorgaben erfüllt. Das ist mir in meiner Praxis noch nicht vorgekommen. Subunternehmen sind ein klassischer Fall, in dem Schwarzgeld erarbeitet wird. Die Unternehmen leisten keine Sozialabgaben, zahlen keinen Mindestlohn und auch keine Steuern.

    Warum lagern Plattformen ihre Fahrer*innen überhaupt auf Subunternehmen aus?

    Die Lieferdienste sagen, sie müssten flexibel sein. Aber das ist ein vorgeschobener Grund. Flexibel könnte man auch mit einem Pool aus Springern oder durch einen Bereitschaftsdienst sein. Aber hier wird auf beinahe sklavenartige Systeme zurückgegriffen. Das kann mit wirtschaftlichen Druck wirklich nicht gerechtfertigt werden.

    Wie können solche Strukturen überhaupt existieren?

    Solche Strukturen existieren, weil staatliche Aufsichtsbehörden ihre Vorgaben und Verbote nicht richtig durchsetzen. Subunternehmen bilden kriminelle Strukturen, die bis zur organisierten Kriminalität reichen. Für manche politischen Entscheidungsträger handelt es sich bei Kurieren scheinbar um Menschen zweiter Klasse. Sonst wäre schon längst etwas gegen diese Strukturen passiert.

    Außer einer Direktanstellung sind alle Maßnahmen Flickschusterei

    Laut des dritten Artikels der EU-Plattformarbeitsrichtlinie müssen Arbeitnehmer*innen, die bei Subunternehmen angestellt sind, „denselben Schutz gemäß dieser Richtlinie genießen wie jene, die in einem unmittelbaren Vertragsverhältnis“ mit einer Plattform stehen. Wie kann dieser Schutz aussehen?

    Diese Formulierung umfasst einen sehr beschränkten Rahmen. Es geht nicht darum, Fahrer auf einmal direkt bei Plattformen anzustellen. Eigentlich geht es nur darum, einen Rahmen zu schaffen, der Fahrern ermöglicht, sich an die Plattformen zu wenden, die für ihre Löhne haften. Für den Fall, dass die Subunternehmen, bei denen sie angestellt sind, Löhne nicht zahlen. Das nennt sich gesamtschuldnerische Haftung und ist in der EU-Plattformarbeitsrichtlinie als mögliche Maßnahme vorgesehen. Sozial- und Steuerabgaben können Subunternehmen dann trotzdem noch umgehen.

    Wie sieht es mit weiteren Arbeitnehmerrechten aus wie Mutterschutz, Kündigungsschutz oder Arbeitszeitregelungen?

    “Derselbe Schutz” wie bei einer Direktanstellung bezieht sich nur auf den Lohn. Andere Arbeitnehmerrechte, dazu gehören auch Gesundheitsschutz oder Datenschutz, fallen nicht darunter. Die Beschäftigungssituation wird also katastrophal bleiben.

    Wenn sich aber Plattformen bisher jeglicher Arbeitgeberverantwortung entziehen und Angestellte, die zum Beispiel versuchen einen Betriebsrat zu gründen, versuchen zu kündigen, wird es für Einzelpersonen praktisch überhaupt möglich sein, Lohnansprüche gegenüber der Plattform durchsetzen?

    Bei Subunternehmen werden Fahrer derzeit sogar nicht mal gekündigt, sie fliegen einfach aus der App. Fahrer sind gegenüber den Plattformen und Subunternehmen in einer viel schwächeren Position. Mit der gesamtschuldnerischen Haftung gäbe es eine Chance, fehlende Lohnzahlungen gegenüber der Plattform einzuklagen. Trotzdem ist der Ansatz Flickschusterei. Um arbeitsrechtliche Verstöße zu vermeiden, würde nur eine Direktanstellung an die Plattformen tatsächlich was nützen.

    Mit der Bundesregierung wird kein Direktanstellungsgebot kommen

    Arbeitsministerin Bärbel Bas wollte ein Verbot von Subunternehmen prüfen, aber gegenüber dem rbb sagte das Bundesarbeitsministerium, ein Direktanstellungsgebot sei das letzte Mittel. Wird die nationale Plattformarbeitsrichtlinie so ein Gebot enthalten?

    Nein, das Direktanstellungsgebot wird nicht kommen. Bei der europäischen Richtlinie haben die Plattformen gute Lobbyarbeit geleistet, weshalb das Schutzniveau immer weiter gesenkt wurde, bis es das Problem nicht wirklich lösen wird.

    Die Bundesregierung sollte als nächsten Schritt die gesamtschuldnerische Haftung sauber umsetzen, dann haben wir immerhin das. Positiv hervorzuheben sind die in der Richtlinie vorgeschriebenen Transparenzrechte. Wir werden dadurch hoffentlich mehr Einsicht in die algorithmischen Systeme bekommen. Diese Systeme entscheiden zum Beispiel darüber, welcher Fahrer welchen Auftrag bekommt.

    In Diskussionen über ein Direktanstellungsgebot werden Parallelen zur Fleischindustrie gezogen. Arbeitnehmer*innen müssen seit dem 2020 beschlossenen Arbeitsschutzgesetz direkt im Betrieb angestellt sein. Ein Grund dafür war zum Beispiel, dass sich die Branche oder Teilbranche rechtssicher abgrenzen lässt. Ist dieses Argument bei Lieferdiensten erfüllt?

    Solche formellen Argumente sind Scheinargumente. Natürlich ließe sich das erfüllen. Wenn die gesamtschuldnerische Haftung umgesetzt wird, können wir den kriminellen Strukturen jahrelang weiter zuschauen, bis der Fall wieder in die EU geht und dann haben wir in zehn Jahren vielleicht ein Direktanstellungsgebot. Die Schutzmaßnahmen der EU-Richtlinie werden nicht ausreichen, wie sich zeigen wird. Das ist meine feste Überzeugung.

    Arbeitsbedingungen in der Lieferbranche sind bekannt

    Dann ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen eine Frage des politischen Willens?

    Ja, so ist es. Es ist eine Frage des politischen Willens und nicht eine Frage der Tatsachen. Die Tatsachen liegen offen da. Kein Mensch kann sagen, die Arbeitsbedingungen bei Subunternehmen seien gut oder annähernd gesetzmäßig.

    Was antworten Sie auf das Argument, ein Direktanstellungsgebot sei keine geeignete Maßnahme, weil es einen starken Eingriff in den freien Markt darstellen würde. Rechtlich sind Subunternehmen ja erlaubt.

    Wir wollen den Markteingriff, weil der Markt nicht funktioniert. Der Eingriff ist notwendig, weil wir es mit einem brutalen Manchesterkapitalismus zu tun haben, der die Rechte von Arbeitnehmern aushöhlt.

    Der Arbeitnehmerbegriff und der Betriebsbegriff im Arbeitsrecht müssen reformiert werden

    Können sich Fahrer*innen bei Rechtsverletzungen auf deutsches Arbeitsrecht berufen?

    Der Sinn des Arbeitsrechts ist es, diejenigen zu schützen, die von ihrem Arbeitgeber schwer abhängig sind. Das sind die Arbeitnehmer. Im deutschen Arbeitsrecht stehen wir dabei vor zwei großen Problemen.

    Das erste Problem ist der Arbeitnehmerbegriff. Schauen wir auf einen Uberfahrer. Wir sehen, der braucht Schutz, aber er gilt nicht als Arbeitnehmer, sondern als Selbstständiger. Warum ist der nicht Arbeitnehmer? Der Arbeitnehmerbegriff muss deswegen erweitert werden und zwar um den Schutzaspekt, der zweckmäßig ist, um eine Tätigkeit ausführen zu können.

    Das zweite Problem betrifft den Betriebsbegriff. Der Arbeitgeber darf bestimmen, wo Arbeitnehmer ihre Vertretung, den Betriebsrat, wählen. Warum ist das so? Das Bundesarbeitsgericht argumentiert, dass ein Betriebsrat nur dort mitbestimmen kann, wo eine Leitung Entscheidungen trifft.

    Aber was ist, wenn es keine Vorgesetzten mehr gibt, weil alles algorithmisch gesteuert wird? So ist es bei Lieferando in vielen Städten der Fall. Dann haben alle Arbeitnehmer einen Betriebsrat und zwar den am Betriebssitz. Ein Betriebsrat soll nach der Betriebsverfassung aber aus Kollegen bestehen, die sich vor Ort um die lokalen Arbeitsverhältnisse kümmern. Welchen Nutzen hätte es für sämtliche Fahrer aus Freiburg, wenn sie beispielsweise in Berlin vertreten werden?

    Arbeitnehmer sollten deswegen bestimmen dürfen, wie sie ihre Vertretung organisieren. Wenn Fahrer in Freiburg beschließen einen Betriebsrat zu gründen, dann muss der Arbeitgeber eben jemanden dorthin stellen, der verhandeln darf. Der Betriebsbegriff müsste dahingehend angepasst werden.

    Würde man so einen Betriebsbegriff definieren, wäre es dann egal, ob der Arbeitgeber ein algorithmisches Management oder eine physische Person ist?

    Ja, das wäre egal, weil ein grundsätzliches Recht geschaffen wäre.

    Aber an Subunternehmerstrukturen kommt das Arbeitsrecht nicht ran?

    Diese Subunternehmerstrukturen sind Verhältnisse, bei denen ich es für unrealistisch halte, dass sich ein Betriebsrat gründen oder eine Gewerkschaft tätig werden kann. Solange diese Strukturen bestehen, gibt es bestenfalls Arbeitsverhältnisse zweiter Klasse, eher wahrscheinlich sind Verhältnisse in einem kriminellen Umfeld.

    Rechte von heute sichern Rechte für morgen

    Sind diese Fragen zum Arbeitnehmerschutz in Zeiten algorithmischen Managements auch für andere Branchen relevant?

    Diese Lieferdienstbranche ist ein arbeitsrechtliches Labor, von dem Leute denken, es würde sie nicht betreffen. Aber algorithmisches Management wird es zukünftig in vielen Bereichen geben. Heute kommt eine Bestellung algorithmisch gesteuert vom Restaurant zum Kunden, morgen werden die Krankenschwester oder der Chirurg im Krankenhaus algorithmisch koordiniert. Wenn man sich jetzt um die Rechte von Fahrern kümmert, sichert man sich oder seinen Kindern zukünftig Rechte.

    Laura Jaruszewski ist von Januar bis März 2026 Praktikantin bei Netzpolitik. Ansonsten studiert sie in Göttingen Sozialwissenschaften und interessiert sich für Überwachungstechnologien und antifeministische Bewegungen im Netz. Kontakt: E-Mail (OpenPGP). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

  18. ⚖️ Verspätete Antragstellung kostet Abfindung! Das LAG Rheinland-Pfalz zeigt, dass ein nach dem Urteil eingereichter Auflösungsantrag den Anspruch zerstört. Fristen im Arbeitsrecht sind essenziell – Zeit ist Geld. #Arbeitsrecht #Abfindung #Fristen

    arbeitsrechtsiegen.de/artikel/

  19. Freiwillige Leistungen der Krankenkassen kürzen, aber sonst gesundheitsschädliche Politik an allen Stellen, an denen politisch geschraubt werden könnte um Gesundheit zu schützen. cdu in a nutshell.

    #zucker #alkohol #lärm #stress #arbeitsrecht #luftverschmutzung #klimagase #verbrenner #zusatzstoffe #lebensmittelindustrie #sozialenetzwerke #umweltschutz #naturschutz #grundwasser

  20. „Lifestyle-Teilzeit“ kling wie eine entspannte Wahl zwischen Yoga-Kurs und Cappuccino. ☕️✨

    In einer Gesellschaft, die den Wert eines Menschen allein an seiner Produktivität misst, ist Teilzeit oft kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.

    #LifestyleTeilzeit #CDU #Lifestyle #Teilzeit #Vollzeit #Arbeitsrecht #Ableismus #CripTime #IntersektionalerFeminismus #Feminism #CareArbeit #Behindertenpolitik #Behinderung #Disability #Inkluencer #AbleismIsTrash #Inklusion #Arbeit #DisabilityJustice

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  25. 👉Für Mitglieder, Interessierte & alle mit oder ohne Minijob👈

    Auch bei einem Minijob gelten Arbeitsrechte!
    Wir einen Workshop vorbereitet um zum einen über die wichtigsten und am häufigsten missachteten Rechte zu informieren, aber auch um dir Wege zu zeigen wie du dich widersetzen kannst, wenn versucht wird dich zu verarschen.

    Denn: je eher man sich wehrt, desto mehr Handlungsspielraum hat man.

    #faukassel #gewerkschaft #minijob #kassel #arbeitsrecht

  26. 📌 Endgültiger Vertrag – Keine Rückkehr
    Mit Unterzeichnung eines Abwicklungsvertrags verzichtet der Arbeitnehmer auf einen Wiedereinstellungsanspruch, auch wenn später Stellen frei werden. Die gezahlte Abfindung gilt als abschließender Ausgleich. #Arbeitsrecht #Abfindung #Rechtssicherheit

    arbeitsrechtsiegen.de/artikel/

  27. 📌 Abfindung Verhandeln: Mehr sichern!
    Das übliche Angebot von 0,5 Monatsgehältern pro Jahr deckt nicht das Risiko des Arbeitgebers ab. Eine sorgfältige Prüfung kann eine weitaus höhere Zahlung ermöglichen.
    #Arbeitsrecht #Abfindung #Verhandlung

    arbeitsrechtsiegen.de/artikel/

  28. 📌 Abfindung 2026: Geringe Nettoauszahlung, spätere Erstattung. Neue Steuerregeln bewirken, dass der Abfindungsbetrag zunächst voll versteuert wird – Rückzahlungen erfolgen erst per Steuererklärung. #Steuerrecht #Arbeitsrecht #Abfindung

    arbeitsrechtsiegen.de/artikel/

  29. 📌 LOHNFORTZAHLUNG ENDET NACH SECHS WOCHEN
    Das Gericht stellt klar: Eine wechselnde Krankheitsdiagnose führt nicht zu einer Verlängerung der Lohnfortzahlung – eine durchgehende, lückenlose Beweiskette ist entscheidend.
    #Arbeitsrecht #EFZG #Einheit

    arbeitsrechtsiegen.de/artikel/

  30. 📌 Sexistisches Verhalten kostet teuer! Das Arbeitsverhältnis wurde wegen sexistisch-bedrohlicher WhatsApp-Nachrichten aufgelöst und eine hohe Abfindung zugesprochen, da eine Weiterbeschäftigung unzumutbar war. Dieses Urteil verdeutlicht den konsequenten Schutz vor Machtmissbrauch. #Arbeitsrecht #Sexismus #Abfindung

    arbeitsrechtsiegen.de/artikel/

  31. Kress: In welchen Meldungen Medien wirklich lügen

    Wenn sich Verlage von Führungskräften trennen, flüchten sich die Beteiligten oft in unsinnige Floskeln. Warum eigentlich? Aus dem neuen kress pro. 
    In welchen Meldungen Medien wirklich lügen